Atenil mite Filmtabletten

Suisse - allemand - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Notice patient Notice patient (PIL)

01-01-2021

Ingrédients actifs:
atenololum
Disponible depuis:
Sandoz Pharmaceuticals AG
Code ATC:
C07AB03
DCI (Dénomination commune internationale):
atenololum
forme pharmaceutique:
Filmtabletten
Composition:
atenololum 50 mg, excipiens pro compresso obducto.
classe:
B
Groupe thérapeutique:
Synthetika
Domaine thérapeutique:
Beta-Rezeptorenblocker
Numéro d'autorisation:
49619
Date de l'autorisation:
1989-04-28

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Notice patient Notice patient - français

01-01-2021

Notice patient Notice patient - italien

01-01-2021

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Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Atenil®/- mite/- submite

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Atenil/ -mite/ -submite und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Atenil schützt das Herz vor übermässiger Beanspruchung. Die Herzmuskelarbeit wird vermindert und

die Reaktion des Herzens auf körperliche und seelische Belastung wird gedämpft. Atenil senkt den

erhöhten Blutdruck. Angina pectoris (starke drückende Schmerzen in der Brust, die in den linken Arm

ausstrahlen können) tritt auf, wenn das Herz bei Belastung nicht genügend Sauerstoff erhält. Atenil

verhindert diese Anfälle oder reduziert deren Häufigkeit und Schmerzintensität. Ein unregelmässiger

Herzrhythmus oder ein durch Krankheit oder Stress erhöhter Puls können durch Atenil normalisiert

werden.

Der in Atenil enthaltene Wirkstoff Atenolol gehört zu einer Gruppe von Betablockern, die herzspezifisch

wirken. Er senkt den erhöhten Blutdruck und dämpft die Herztätigkeit, ohne die Muskulatur der

Atemwege zu beeinflussen. Somit können auch Patienten, die an einer Erkrankung der Atemwege

(Atemnot, Asthma) leiden, Atenil mit entsprechender Vorsicht einnehmen.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin verschreibt Ihnen Atenil:

·zur Senkung des erhöhten Blutdruckes (Hypertonie);

·zum Schutz des Herzmuskels vor übermässiger Belastung (Angina pectoris);

·zur Regulierung von Herzrhythmusstörungen;

·nach durchgemachtem Herzinfarkt;

·zur Vorbeugung gegen einen weiteren Infarkt.

Wann darf Atenil/ -mite/ -submite nicht eingenommen werden?

Bei folgenden Krankheiten sollten Sie auf die Einnahme von Atenil verzichten: falls Sie bereits früher

einmal eine allergische Reaktion auf Atenil bzw. den Wirkstoff Atenolol gezeigt haben, falls Sie an einer

Herzkrankheit wie Herzschwäche oder Herzblock (Puls unter 50 Schläge pro Minute) leiden oder

gelitten haben, falls Sie jemals einen sehr langsamen oder sehr unregelmässigen Puls, einen sehr tiefen

Blutdruck oder eine sehr schlechte Durchblutung hatten, falls man bei Ihnen ein Phäochromozytom

festgestellt hat oder nach längerem Fasten.

Atenil ist für die Behandlung von Kindern nicht geeignet.

Wann ist bei der Einnahme von Atenil/ -mite/ -submite Vorsicht geboten?

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch

individuell auftretende, unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein,

dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum

Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn,

Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an Asthma,

Atembeschwerden, Durchblutungsstörungen, Herzproblemen, Nierenkrankheiten oder

Schilddrüsenerkrankungen leiden.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie andere Arzneimittel wie z.B. Disopyramide oder

Amiodarone gegen unregelmässigen Puls, gegen zu hohen Blutdruck oder Angina pectoris, gegen

Herzinsuffizienz oder gegen Schmerzen anwenden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie abschwellende Nasensprays oder Mittel gegen

Erkältung anwenden.

Falls Sie Clonidin gegen Bluthochdruck oder Migräne einnehmen, sollten Sie weder Clonidin noch

Atenil von sich aus absetzen, ohne mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin darüber gesprochen zu haben.

Während der Behandlung kann sich Ihr Puls verlangsamen. Dies ist eine natürliche Reaktion auf den

Wirkstoff. Falls Ihr Ruhepuls unter 50 Schläge pro Minute sinkt, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin.

Wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden und Ihr Blutzucker oft niedrig ist, oder wenn Sie gleichzeitig

andere Arzneimittel, insbesondere Herzmittel, einnehmen, so besprechen Sie das Vorgehen mit Ihrem

Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

Denken Sie vor einem chirurgischen Eingriff daran, dass dem Narkosearzt bzw. der Narkoseärztin alle

Arzneimittel, die Sie einnehmen, bekannt sein müssen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Atenil/ -mite/ -submite während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Während einer Schwangerschaft oder Stillzeit sollten Sie wenn möglich keine Arzneimittel einnehmen.

Diese Vorsichtsmassnahme gilt auch für Atenil. In besonderen Fällen wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

entscheiden, ob und wann Atenil während der Schwangerschaft oder Stillzeit angezeigt ist.

Wie verwenden Sie Atenil/ -mite/ -submite?

Wie alle Arzneimittel sollten Sie Atenil genau nach den Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin

einnehmen. Im Allgemeinen beträgt die Dosis für Erwachsene 1 mal täglich 1 Filmtablette Atenil mite

oder 1 mal täglich 1 Filmtablette Atenil. Bei Patienten, die an einer Nierenerkrankung mit

Ausscheidungsstörungen leiden, wird der Arzt bzw. die Ärztin die Dosis entsprechend anpassen.

Nehmen Sie die Filmtabletten unzerkaut, am besten immer zur gleichen Tageszeit, während oder nach

den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit ein. Wenn Sie einmal eine Filmtablette vergessen haben, nehmen

Sie diese ein, sobald Sie sich daran erinnern. Es sollten jedoch nicht zwei Filmtabletten gleichzeitig

eingenommen werden. Ein unkontrollierter hoher Blutdruck kann gefährliche Folgen haben. Die

Beendigung der Behandlung soll keinesfalls plötzlich, sondern über einen längeren Zeitraum erfolgen.

Um die Wirkung von Atenil in gewissen Fällen zu verbessern, kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen

zusätzlich andere Arzneimittel verschreiben. Sorgen Sie für einen ausreichenden Vorrat Ihrer Atenil-

Filmtabletten, damit Sie die Behandlung nicht unterbrechen müssen.

Die Anwendung und Sicherheit von Atenil bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft

worden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Atenil/ -mite/ -submite haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Atenil auftreten:

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Häufig wurde über Müdigkeit, Verlangsamung des Herzschlages, Kältegefühl in den Fingern und Zehen,

Übelkeit, Erbrechen und Durchfall berichtet.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Gelegentlich können Schlafstörungen auftreten.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Selten sind kleinflächige Blutungen in die Haut oder Schleimhaut (Purpura), Verwirrtheit, Schwindel,

Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Alpträume, Psychosen, Halluzinationen, Kribbeln in den

Händen, Sehstörungen, Trockenheit der Augen, Verschlimmerung von Durchblutungsstörungen,

Herzblock (Anzeichen hierfür sind unregelmässiger Herzschlag, Müdigkeit und Schwindel bei zu

raschem Aufstehen), Verschlechterung einer Herzschwäche, tiefer Blutdruck (welcher mit Ohnmacht

einhergehen kann), Verschlechterung von Atembeschwerden bei Asthmatikern, Mundtrockenheit,

Verschlimmerung einer Schuppenflechte (Psoriasis), Hautausschläge, Haarausfall, Impotenz und

Penisverkrümmung.

Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Ihr Ruhepuls im Verlauf der

Behandlung unter 50 Schläge pro Minute sinkt, oder falls Ihr Blutdruck zu niedrig ist. Wie bei allen

Arzneimitteln zur Regelung der Herzschlag-Frequenz kann es unter Atenil zu Herz-Rhythmusstörungen

kommen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15–25°C), vor Feuchtigkeit und Licht geschützt und

ausser Reichweite von Kindern lagern.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Atenil/ -mite/ -submite enthalten?

Wirkstoffe

Atenil: Filmtabletten zu 100 mg Atenolol.

Atenil mite: Filmtabletten zu 50 mg Atenolol.

Atenil submite: Filmtabletten zu 25 mg Atenolol.

Hilfsstoffe

Atenil: Filmtabletten mit Hilfsstoffen.

Atenil mite: Filmtabletten mit Hilfsstoffen.

Atenil submite: Filmtabletten mit Hilfsstoffen.

Zulassungsnummer

49619 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Atenil/ -mite/ -submite? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 20 und 100 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2021 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

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Fachinformation

Atenil®/- mite/- submite

SANDOZ

Zusammensetzung

Wirkstoff: Atenololum.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso obducto.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Atenil submite: 25 mg Atenololum pro Filmtablette.

Atenil mite: 50 mg Atenololum pro Filmtablette.

Atenil: 100 mg Atenololum pro Filmtablette.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Hypertonie, Angina pectoris, Arrhythmien.

Langzeitprophylaxe bei Status nach Herzinfarkt.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Hypertonie

Die orale Standarddosis beträgt 50 bis 100 mg pro Tag (1 Filmtablette Atenil mite resp. 1

Filmtablette Atenil). Atenil kann vor, während oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Die

Einnahme der Filmtabletten sollte jedoch immer zur gleichen Zeit erfolgen. Bei einem Ruhepuls von

50–55 sollte die Dosis nicht weiter erhöht werden. Ein allfälliger Therapieabbruch bei Patienten mit

ischämischer Herzkrankheit ist schrittweise über einen Zeitraum von 1 bis 2 Wochen vorzunehmen.

Wird bei Hypertonikern nach 1 Woche die erwünschte Blutdrucksenkung nicht erreicht, kann Atenil

mit einem Diuretikum oder einem Vasodilatator kombiniert werden. Vorzugsweise werden Präparate

eingesetzt, welche ebenfalls nur 1mal pro Tag verabreicht werden.

Angina pectoris

Die übliche Dosierung beträgt 100 mg verabreicht als einmal tägliche Dosis oder 50 mg zweimal

täglich. Es ist unwahrscheinlich, dass eine Dosissteigerung einen zusätzlichen klinischen Nutzen

bringt.

Arrhythmien

Einmal täglich 50–100 mg peroral als Langzeittherapie.

Status nach Herzinfarkt

Die empfohlene Dosierung für eine Langzeit-Prophylaxe beginnend 24 Stunden nach Herzinfarkt

beträgt 1mal 100 mg täglich p.o.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder

Über die Dosierung bei Kindern liegen keine Angaben vor. Deshalb kann Atenil nicht für Kinder

empfohlen werden.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten muss möglicherweise niedriger dosiert werden, vor allem bei beeinträchtigter

Nierenfunktion.

Niereninsuffizienz

Bei Niereninsuffizienz ist die Erhaltungsdosis der Nierenfunktion anzupassen. Bei einer Kreatinin-

Clearance von mehr als 35 ml/Min./1,73 m² findet in der Regel keine Kumulation statt. Liegt die

Kreatinin-Clearance bei 15–35 ml/Min./1,73 m² (oder Serumkreatinin 300–600 µmol/l) sollte die

Dosis auf 50 mg p.o. einmal täglich angepasst werden, bei einer Kreatinin-Clearance <15

ml/Min./1,73 m² (oder Serumkreatinin >600 µmol/l) auf 25 mg p.o. täglich oder 50 mg p.o. alle 2

Tage.

Bei Dialysepatienten ist die Dosis 50 mg p.o. nach der Dialyse. Der Blutdruck ist anschliessend zu

überwachen, wegen der Möglichkeit eines erheblichen Blutdruck-Abfalls.

Kontraindikationen

Atenil ist wie alle Betablocker kontraindiziert bei Bradykardie (Puls <50), kardiogenem Schock,

Hypotension, metabolischer Azidose, schweren peripheren Zirkulationsstörungen, AV-Block 2. und

3. Grades, Sick-Sinus-Syndrom, unbehandeltem Phäochromozytom, dekompensierter

Herzinsuffizienz und bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Atenolol oder einen der

Hilfsstoffe.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Da das insuffiziente Myokard vom beta-adrenergen Antrieb abhängig ist, sollte Atenil bei

Herzinsuffizienz nicht ohne vorgängige, ausreichende Kompensation verordnet werden. Spezielle

Vorsicht ist geboten bei Patienten mit geringer kardialer Reserve.

Atenil kann aufgrund ungehinderter alpharezeptor-vermittelter Vasokonstriktion der Koronararterien

Anzahl und Dauer der Anfälle bei Patienten mit Prinzmetal-Angina erhöhen. Obwohl Atenil β1-

selektiv ist, sollte es trotzdem mit grösster Vorsicht angewendet werden.

Atenil kann bestehende periphere Durchblutungsstörungen verschlechtern. Bei Patienten mit AV-

Block 1. Grades soll Atenil aufgrund des negativen Effektes auf die Reizleitung nur mit Vorsicht

eingesetzt werden. Atenil kann eine hypoglykämisch bedingte Tachykardie abschwächen und

Zeichen einer Thyreotoxikose maskieren.

Bei Niereninsuffizienz siehe «Spezielle Dosierungsanweisungen».

Atenil wirkt vorwiegend auf die kardialen Betarezeptoren. Bei Asthmatikern kann aber eine

Erhöhung des bronchialen Widerstandes nicht ausgeschlossen werden. Falls eine solche

Bronchialobstruktion auftritt, soll Atenil abgesetzt werden und wenn nötig ein Bronchodilatator (z.B.

Salbutamol) eingesetzt werden.

Falls ein Patient unter der Behandlung Symptome entwickelt, die auf eine zu tiefe Herzrate

zurückzuführen sind, sollte die Dosis reduziert werden.

Der Abbruch einer Betablockertherapie bei Patienten mit ischämischer Herzkrankheit sollte

ausschleichend erfolgen.

Bei Patienten, welche anamnestisch auf verschiedene Allergene mit einer anaphylaktischen Reaktion

reagiert haben, genügen möglicherweise die üblichen Adrenalin-Dosen zur Behandlung einer

allergischen Reaktion nicht.

Interaktionen

Calciumantagonisten

Die gleichzeitige Verabreichung von Betablockern mit negativ inotropen Kalziumantagonisten (z.B.

Verapamil, Diltiazem) kann zu einer Verstärkung dieses Effektes führen und soll daher unterbleiben;

dies vor allem bei Patienten mit beeinträchtigter Ventrikelfunktion und/oder SA- und AV-

Reizleitungsstörungen. Es kann zu schwerer Hypotonie, Bradykardie und Herzversagen kommen.

Dihydropyridine

Eine Kombinationstherapie mit Dihydropyridinen, z.B. Nifedipin, kann das Risiko einer Hypotonie

erhöhen, und bei Patienten mit asymptomatischer Herzinsuffizienz kann sich diese durch eine

Betablocker-Therapie manifestieren.

Antiarrythmika

Die gleichzeitige Verabreichung von Betablockern mit Antiarrhythmika der Klasse I (z.B.:

Disopyramide) oder Amiodarone könnte eine potenzierende Wirkung auf die Vorhof-

Überleitungszeit haben und zu einem negativen inotropischen Effekt führen.

Clonidin

Betablocker können eine Rebound-Hypertonie nach Absetzen von Clonidin verstärken. Falls beide

Substanzen gleichzeitig verabreicht werden, soll der Betablocker mehrere Tage vor Clonidin

abgesetzt werden. Bei einem Wechsel von Clonidin auf Atenil soll die Betablocker-Therapie erst

mehrere Tage nach dem Absetzen von Clonidin beginnen.

Anästhetika

Bei der Anwendung von Anästhetika ist Vorsicht geboten. Der Narkosearzt ist vor einer

Allgemeinnarkose auf die Atenil-Behandlung des Patienten aufmerksam zu machen und es sollte ein

Narkosemittel mit möglichst schwach negativ inotroper Wirkung gewählt werden. Der gleichzeitige

Einsatz von Betablockern und Narkosemittel kann eine Reflextachykardie abschwächen und die

Hypotoniegefahr erhöhen. Narkosemittel mit kardiodepressiver Wirkung sollten vermieden werden.

Digitalisglykoside

Digitalisglykoside in Kombination mit Betablockern können die AV-Überleitungszeit verlängern.

Sympathomimetika

Die gleichzeitige Anwendung von Sympathomimetika, z.B. Adrenalin, kann die Wirkung der

Betablocker antagonisieren.

Prostaglandin-Synthese-Hemmer

Prostaglandin-Synthese-Hemmer wie Ibuprofen oder Indometacin können die blutdrucksenkende

Wirkung von Atenil vermindern.

Schwangerschaft/Stillzeit

In tierexperimentellen Studien fand sich eine Reproduktionstoxizität. Atenil passiert die

Plazentaschranke und geht in den fetalen Kreislauf über. Es gibt keine humanen Studien über die

Verwendung von Atenil im ersten und zweiten Trimenon einer Schwangerschaft. Die Anwendung

von Atenil zur Behandlung von leichter bis mässiger Hypertonie bei Schwangeren wurde mit einer

Verlangsamung des fetalen Wachstums in Verbindung gebracht. Die Möglichkeit einer fetalen

Schädigung kann daher nicht ausgeschlossen werden. Im dritten Trimenon wurde Atenil unter enger

Überwachung zur Behandlung von Hypertonie verwendet.

Atenil darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig

notwendig.

Atenil reichert sich in der Muttermilch an.

Neugeborene von Müttern, die zum Zeitpunkt der Entbindung oder in der Stillzeit Atenil erhalten,

können ein Risiko für Hypoglykämie und Bradykardie aufweisen.

Während der Anwendung von Atenil soll nicht gestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Aufgrund der möglichen unerwünschten Wirkungen von Atenil (Müdigkeit, Schwindel) ist beim

Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.

Unerwünschte Wirkungen

Die folgenden unerwünschten Wirkungen, geordnet nach Organsystem, wurden bei der Anwendung

von Atenil beobachtet:

Die folgenden Häufigkeitsangaben werden verwendet

Sehr häufig (>1/10); häufig (>1/100, <1/10); gelegentlich (>1/1000, <1/100); selten (>1/10’000,

<1/1000); sehr selten (<1/10’000).

Blut und lymphatisches System

Selten: Purpura, Thrombozytopenie.

Immunsystem

Sehr selten: Zunahme antinuklearer Antikörper (ANA); die klinische Relevanz dieses Befundes ist

jedoch noch unklar.

Nervensystem/Psyche

Häufig: Müdigkeit.

Gelegentlich: Schlafstörungen.

Selten: Verwirrtheit, Schwindel, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Alpträume, Psychosen,

Halluzinationen und Parästhesien.

Augen

Selten: Sehstörungen, Trockenheit der Augen.

Kardiovaskuläres System

Häufig: Bradykardie, kalte Extremitäten.

Selten: Verstärkung einer bestehenden Claudicatio intermittens, Herzblock, Verschlechterung einer

Herzinsuffizienz, orthostatische Hypotonie, welche mit Synkopen einhergehen kann, Raynaud

Syndrom.

Wie bei allen Antiarrhythmika kann es auch bei der Behandlung von Rhythmusstörungen mit

Betablockern zu arrhythmogenen Effekten kommen.

Respirationstrakt

Selten: Bronchospasmus bei Patienten mit Bronchialasthma oder anamnestischen asthmatischen

Beschwerden.

Gastrointestinaltrakt

Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.

Selten: Mundtrockenheit.

Leber

Gelegentlich: Erhöhung der Transaminasewerte.

Selten: Hepatotoxische Reaktionen einschliesslich intrahepatische Cholestase.

Haut

Selten: Psoriasiforme Hautreaktionen, Exazerbation einer Psoriasis, Hautaffektionen, Alopezie.

Urogenitaltrakt

Selten: Impotenz, Peyronie-Krankheit.

Falls nach klinischer Beurteilung das Wohlbefinden eines Patienten durch die obenerwähnten

Reaktionen stark beeinträchtigt ist, soll das Absetzen des Medikamentes in Erwägung gezogen

werden.

Überdosierung

Symptome

Als Folge einer Überdosierung können Bradykardie, Hypotonie, akute Herzinsuffizienz und

Bronchospasmus auftreten.

Massnahmen

Allgemeine Massnahmen sind strenge ärztliche Überwachung (evtl. auf der Intensivstation) und

Durchführung einer Magenspülung. Zur Verhinderung der Absorption von zurückgebliebenem

Wirkstoff soll Aktivkohle und ein Laxativum verabreicht werden, zur Behandlung von Hypotonie

und Schock kann Plasma oder Plasmaersatz gegeben werden. Falls nötig kann eine Hämodialyse

oder eine Hämoperfusion in Erwägung gezogen werden.

Eine exzessive Bradykardie kann grundsätzlich mit 1–2 mg Atropin i.v. und/oder dem Einsatz eines

Herzschrittmachers behoben werden. Falls nötig kann anschliessend ein i.v. Bolus von 10 mg

Glukagon verabreicht werden. Bei Bedarf kann dies wiederholt werden, oder gefolgt sein von einer

Glukagoninfusion von 1–10 mg/h, je nach Reaktion des Patienten. Falls der Patient nicht auf

Glukagon anspricht, oder kein Glukagon vorhanden ist, kann ein Betastimulator wie Dobutamin 2,5

bis 10 µg/kg/Min. i.v. als Infusion gegeben werden (evtl. sind höhere Dosen notwendig).

Aufgrund der positiv inotropen Wirkung kann Dobutamin auch zur Behandlung von Hypotonie und

akuter Herzinsuffizienz eingesetzt werden. Es ist wahrscheinlich, dass bei schwerwiegender

Überdosierung die erwähnten Dosierungen nicht ausreichen, um die kardiale Wirkung der

Betablockade aufzuheben. Die Dobutamin-Dosis sollte somit, falls notwendig, erhöht werden, um

das erwartete Ansprechen gemäss der klinischen Verfassung des Patienten zu gewährleisten.

Ein Bronchospasmus kann üblicherweise mit einem Bronchodilatator behoben werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C07AB03

Atenolol ist ein β1-selektiver Betarezeptorenblocker, frei von membranstabilisierenden

Eigenschaften und sympathomimetischen Eigenwirkungen (ISA). Die Selektivität nimmt mit

steigender Dosis ab.

Die Dosis-Wirkungskurve ist im therapeutischen Bereich flach. Die Wirksamkeit von Salbutamol auf

die Bronchien wird nicht beeinträchtigt. Mit entsprechender Vorsicht kann es daher bei Patienten mit

obstruktiven Atemwegserkrankungen eingesetzt werden.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Atenolol lässt sich, wie bei anderen Betablockern, nicht genau

erklären. Die Verminderung der Pulsfrequenz und der Herz-Kontraktilität bewirkt wahrscheinlich

eine Reduzierung oder Elimination der Symptome bei Angina pectoris.

Atenolol senkt Herzfrequenz und Blutdruck. Es erhöht die AV-Überleitungszeit, die Refraktärzeit

des Vorhofes und des Atrioventrikularknotens. Der antihypertonische Effekt von Atenolol setzt rasch

ein und erreicht sein volles Ausmass nach einer Woche. Bei gleichzeitiger Gabe anderer

Antihypertonika verstärkt sich die therapeutische Wirkung. Pulsfrequenz- und Blutdruckspitzen

werden unter der Behandlung mit Atenolol weitgehend verhütet. Der frühe Einsatz von Atenolol

beim akuten Herzinfarkt reduziert die Infarktgrösse und senkt die Morbidität und Mortalität.

Patienten mit drohendem Infarkt entwickeln seltener einen definitiven Infarkt, die Häufigkeit

ventrikulärer Arrhythmien ist vermindert und die ausgeprägte Schmerzlinderung führt zu einer

Reduktion des Analgetikabedarfs.

Atenil ist bei den meisten ethnischen Gruppen wirksam und gut verträglich, obgleich schwarze

Patienten möglicherweise weniger stark ansprechen.

Es ist unwahrscheinlich, dass zusätzliche Eigenschaften von S(–)-Atenolol, verglichen mit dem

Racemat, zu anderen therapeutischen Wirkungen führen würden.

Aufgrund ihres negativ inotropen Effektes sollte die Anwendung von Betablockern bei nicht

kompensierter Herzinsuffizienz vermieden werden.

Pharmakokinetik

Absorption

Atenolol ist hydrophil. Es wird nach oraler Applikation reproduzierbar, aber unvollständig resorbiert

(40–50%). Maximale Blutspiegel werden nach 2–4 h erreicht.

Distribution

Verteilungsvolumen ca. 0,7 l/kg, Plasmaproteinbindung ca. 3%, mittlere Hirnkonzentration 1⁄7 der

Plasmakonzentration, freie Passage der Plazentaschranke. In der Muttermilch sind die

Konzentrationen etwa dreimal höher als im Blut.

Metabolismus

Atenolol wird nur in geringem Ausmass hepatisch metabolisiert, mehr als 90% der absorbierten

Dosis erscheinen unverändert im Blut.

Elimination

Die mittlere Eliminationshalbwertszeit beträgt 6 h; extrarenale Dosisfraktion (Q0) 0,12; gut

dialysierbar.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Niereninsuffizienz

In der Regel keine Kumulation bei einer glomerulären Filtrationsrate von mehr als 35 ml/Min./1,73

m², resp. einem Serumkreatinin von ca. 300 µmol/l (siehe «Spezielle Dosierungsanweisungen»).

Präklinische Daten

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Atenolol wurde keiner Mutagenitätsprüfung nach modernen Studienprotokollen unterzogen.

Bisherige in vitro und in vivo Tests verliefen klar negativ.

In Langzeituntersuchungen an Ratten und Mäusen ergaben sich keine Hinweise auf ein

tumorerzeugendes Potential von Atenolol.

Reproduktionstoxizität

Das embryotoxische Potential von Atenolol wurde an zwei Tierarten (Ratte, Kaninchen) untersucht.

Fruchtresorption trat bei der Ratte bei 200 mg/kg auf, einer Dosis, die unterhalb des maternal

toxischen Bereiches lag. Missbildungen wurden nicht beobachtet. Eine nachteilige Wirkung auf die

Fertilität wurde nicht festgestellt.

Sonstige Hinweise

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C), vor Feuchtigkeit und Licht geschützt sowie für Kinder unerreichbar

aufbewahren.

Zulassungsnummer

49619 (Swissmedic).

Packungen

Atenil Tabl 100 mg 20. (B)

Atenil Tabl 100 mg 100. (B)

Atenil mite Tabl 50 mg 20. (B)

Atenil mite Tabl 50 mg 100. (B)

Atenil submite Tabl 25 mg 20. (B)

Atenil submite Tabl 25 mg 100. (B)

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch.

Domizil

Rotkreuz.

Stand der Information

Oktober 2007.

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