Zoladex 3,6mg Implantat

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Goserelinacetat (1:x)
Verfügbar ab:
AstraZeneca GmbH
ATC-Code:
L02AE03
INN (Internationale Bezeichnung):
Goserelin acetate (1:x)
Darreichungsform:
Implantat
Zusammensetzung:
Goserelinacetat (1:x) 3.8mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
19711.00.00

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Zoladex

3,6 mg

Implantat

Goserelinacetat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann

anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Zoladex 3,6 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Zoladex 3,6 mg beachten?

Wie ist Zoladex 3,6 mg anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Zoladex 3,6 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was ist Zoladex 3,6 mg und wofür wird es angewendet?

1.1 Zoladex 3,6 mg verhindert die Bildung des männlichen Sexualhormons Testosteron in den Hoden bzw.

die Bildung des weiblichen Sexualhormons Östradiol in den Eierstöcken.

Es ist ein Arzneimittel, das zu den so genannten LHRH-Analoga gehört.

1.2 Zoladex 3,6 mg wird angewendet

Beim Mann

Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs, bei denen eine hormonelle Behandlung angezeigt ist.

Die Prostata ist eine Drüse, die unterhalb der Harnblase liegt und die Harnröhre umfasst. Die

Geschwulst der Prostata (Prostatakrebs) braucht zum Weiterwachsen das männliche Sexualhormon

Testosteron, das vorwiegend in den Hoden gebildet wird. Zoladex 3,6 mg verhindert die Bildung dieses

Hormons. Auf diese Weise kann das Wachstum der Geschwulst gehemmt werden.

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Bei der Frau

Patientinnen mit Brustkrebs (vor und während der Wechseljahre), bei denen eine hormonelle

Behandlung angezeigt ist.

Die Geschwulst des Brustdrüsengewebes (Brustkrebs) bzw. deren Zellabsiedelungen (Metastasen)

brauchen zum Weiterwachsen das weibliche Sexualhormon Östradiol, das von den Eierstöcken

gebildet wird. Zoladex 3,6 mg verhindert die Bildung dieses Hormons. Auf diese Weise kann das

Wachstum der Geschwulst gehemmt werden.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Zoladex 3,6 mg beachten?

2.1 Zoladex 3,6 mg darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Goserelinacetat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

während der Schwangerschaft und Stillzeit (siehe auch Abschnitt 2.4),

bei Kindern.

2.2 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Eine Behandlung mit Zoladex 3,6 mg kann zur Abnahme der Knochendichte führen. Aus diesem Grund ist

während einer Therapie mit Zoladex 3,6 mg ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche (Frakturen) nicht

auszuschließen.

Nach der Injektion von Zoladex wurde über Verletzungen am Injektionsort berichtet (einschließlich

Schädigung der Blutgefäße im Bauch). In sehr seltenen Fällen führte dies zu schwerwiegenden Blutungen.

Setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt in Verbindung, wenn Sie eines der folgenden Symptome bei

sich bemerken: Bauchschmerzen, aufgeblähter Bauch, Atemnot, Schwindel, niedriger Blutdruck und/oder

jegliche Art von Bewusstseinseinschränkungen.

Bei Patienten, die mit LHRH-Analoga wie Goserelinacetat, dem Wirkstoff von Zoladex 3,6 mg, behandelt

werden, besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Depression, die möglicherweise

schwerwiegend sein kann. Wenn Sie unter der Behandlung mit Zoladex 3,6 mg eine depressive Stimmung

entwickeln (Sie fühlen sich möglicherweise traurig oder niedergeschlagen), informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie folgende Erkrankungen haben:

Jegliche Herz- oder Gefäßerkrankungen, einschließlich Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), oder wenn

Sie mit Arzneimitteln für diese Erkrankungen behandelt werden. Das Risiko für Herzrhythmusstörungen

kann erhöht sein, wenn Zoladex angewendet wird.

Beim Mann

Anfänglich kommt es zu einem kurzfristigen Anstieg des männlichen Sexualhormons Testosteron. Dadurch

können sich bestimmte Beschwerden, z. B. Knochenschmerzen, erschwertes Wasserlassen (aufgrund

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einer Harnwegsverlegung) oder Druckwirkung am Rückenmark, vorübergehend verstärken. In diesen

Fällen sollte Ihr Arzt Sie im ersten Behandlungsmonat engmaschig überwachen und Sie gegebenenfalls

entsprechend den Krankheitsanzeichen behandeln.

Zu Beginn der Behandlung sollte Ihr Arzt die zusätzliche Gabe eines so genannten Gegenhormons

(nichtsteroidales Antiandrogen) erwägen. Dadurch lassen sich die möglichen Folgeerscheinungen des

anfänglichen Anstiegs des männlichen Sexualhormons vermindern.

Vorläufige Ergebnisse bei M

nnern deuten darauf hin, dass sich die Abnahme der Knochendichte

reduzieren lässt, wenn Zoladex 3,6 mg zusammen mit Arzneimitteln angewendet wird, die normalerweise

zur Behandlung der Osteoporose verwendet werden (Bisphosphonate). Besondere Vorsicht ist geboten,

wenn bei Ihnen ein zusätzliches Risiko für Abnahme der Knochendichte und -stabilit

t (Osteoporose)

besteht (z. B.

chronischer Alkoholmissbrauch, Raucher, Langzeitbehandlung mit Arzneimitteln gegen

Krämpfe [Antikonvulsiva] oder mit Kortikoiden, Auftreten von Osteoporose in der Familie).

Wenn Sie Depressionen in der Vorgeschichte oder Bluthochdruck haben, wird Ihr Arzt Sie sorgf

ltig

berwachen.

Im Zusammenhang mit der Anwendung von LHRH-Analoga wurde eine Abnahme der Glucosetoleranz

beobachtet. Dies kann sich als Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder in einer Entgleisung des

Blutzuckerspiegels äußern, vor allem, wenn Sie bereits an der Zuckerkrankheit leiden. Eine Kontrolle der

Blutzuckerspiegel wird daher empfohlen. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt.

Herzinfarkt und Herzleistungsschwäche wurden bei Patienten mit Prostatakrebs, die mit LHRH-Analoga wie

Zoladex 3,6 mg behandelt wurden, beobachtet. Das Risiko scheint erhöht, wenn diese in Kombination mit

einem so genannten Gegenhormon (Antiandrogen) angewendet werden.

Bei der Frau

Bisher vorliegende Daten deuten darauf hin, dass sich die Abnahme der Knochendichte nach Beendigung

der Behandlung in der Mehrheit der Fälle wieder zurückbildet.

Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass sich die Abnahme der Knochendichte reduzieren lässt, wenn

Zoladex 3,6 mg bei Patientinnen mit Brustkrebs zusammen mit Arzneimitteln angewendet wird, die den

Wirkstoff Tamoxifen enthalten.

Bei Patientinnen vor den Wechseljahren kommt es anfänglich zu einem kurzfristigen Anstieg des

weiblichen Sexualhormons (Östradiol), gefolgt von einem Absinken auf Werte wie nach den

Wechseljahren. In den ersten Wochen der Behandlung können Entzugsblutungen von unterschiedlicher

Dauer und Intensität auftreten, die üblicherweise von selbst zum Stillstand kommen. Wenn

Entzugsblutungen auftreten, treten diese gewöhnlich im ersten Monat nach Behandlungsbeginn auf.

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Normalerweise bleibt 1 bis 2 Monate nach Behandlungsbeginn und danach für die Dauer der Behandlung

die Regelblutung aus. Falls die Blutungen weiter fortdauern, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. In wenigen

Fällen wurde das Auftreten einer Schmierblutung beobachtet.

Bei Frauen kann es unter der Behandlung zu einer Erhöhung des Widerstandes im Gebärmutterhals (des

Zervixwiderstandes) kommen. Bei einem Eingriff sollte daher eine künstliche Aufdehnung des

Gebärmutterhalses (Zervixdilatation) mit Vorsicht erfolgen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Hormonen zur Stimulation der Eierstöcke (Gonadotropinen) kann es

selten zur Überstimulation der Eierstöcke (OHSS) kommen. Ihr Stimulationszyklus sollte sorgfältig

überwacht werden, um zu untersuchen, ob bei Ihnen ein Risiko zur Entwicklung eines OHSS besteht.

Wenn bei Ihnen ein OHSS-Risiko besteht, sollten Sie humanes Choriongonadotropin (hCG) möglichst nicht

anwenden.

Wenn Sie Depressionen in der Vorgeschichte oder Bluthochdruck haben, wird Ihr Arzt Sie sorgf

ltig

berwachen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Zoladex 3,6 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

2.3 Anwendung von Zoladex 3,6 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw.

vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige

Arzneimittel handelt.

Zoladex kann Auswirkungen auf einige Arzneimittel haben, die zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen (z. B. Chinidin, Procainamid, Amiodaron und Sotalol) angewendet werden oder

kann das Risiko von Herzrhythmusstörungen erhöhen, wenn es zusammen mit einigen anderen

Arzneimitteln angewendet wird (z. B. Methadon [angewendet zur Schmerzbehandlung und als Teil einer

Drogenentzugsbehandlung], Moxifloxacin [ein Antibiotikum] und Antipsychotika angewendet bei ernsthaften

psychischen Erkrankungen).Weitere Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind bisher nicht bekannt.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/ und Gebärfähigkeit

Sie dürfen Zoladex 3,6 mg nicht während der Schwangerschaft anwenden.

Es besteht ein theoretisches Risiko für eine Fehlgeburt oder für Missbildungen des Ungeborenen, wenn

Zoladex 3,6 mg während der Schwangerschaft angewendet wird. Daher sollte eine mögliche

Schwangerschaft vor Behandlungsbeginn ausgeschlossen werden. Frauen, die schwanger werden können,

sollten während der Behandlung mit Zoladex 3,6 mg nichthormonelle Methoden zur Empfängnisverhütung

anwenden. Dies gilt auch nach dem Ende der Behandlung, bis die Regelblutung wieder einsetzt. Sie dürfen

Zoladex 3,6 mg während der Stillzeit nicht anwenden.

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2.5 Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wie ist Zoladex 3,6 mg anzuwenden?

Art der Anwendung

Zur subkutanen Injektion (Injektion unter die Bauchhaut).

3.2 Empfohlene Dosis:

Alle 28 Tage wird Ihnen Ihr Arzt ein Implantat unter die Bauchhaut einsetzen.

Besondere Patientengruppen

Eine Dosisanpassung für ältere Patienten ist nicht erforderlich.

Die oben genannte Dosierung gilt auch, wenn Sie eine eingeschränkte Nieren- und/oder Leberfunktion

haben.

Kinder

Zoladex 3,6 mg darf nicht bei Kindern angewendet werden.

Anwendungshinweise

Für den Behandlungserfolg ist es notwendig, den 4-wöchigen Abstand korrekt einzuhalten. Auch wenn Sie

sich nach einiger Zeit deutlich besser fühlen, muss die Behandlung regelmäßig fortgesetzt werden.

Eine ausnahmsweise Verschiebung des Einsetzens eines neuen Implantats um 2 bis 3 Tage beeinträchtigt

die Behandlung nicht.

Zur Beurteilung der Therapie mit Zoladex 3,6 mg wird Ihr Arzt in regelmäßigen Zeitabständen bestimmte

Kontrolluntersuchungen durchführen.

Die Behandlungsdauer bestimmt der behandelnde Arzt. Bei der Therapie mit Zoladex 3,6 mg handelt es

sich in der Regel um eine Langzeittherapie.

Bei dem Implantat handelt es sich um ein „Stäbchen”, in dem der Wirkstoff enthalten ist.

Ihr Arzt setzt Ihnen mit Hilfe einer Spritze dieses Depot unter die Bauchhaut. Dort beginnt es sich langsam

aufzulösen und gibt dabei den Wirkstoff fortlaufend über 4 Wochen frei. Danach bekommen Sie das

nächste Implantat.

3.3 Wenn eine zu große Menge von Zoladex 3,6 mg angewendet wurde,

werden die Vergiftungserscheinungen entsprechend ihren Anzeichen vom Arzt behandelt.

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Es liegen nur wenige Erfahrungen mit Überdosierung beim Menschen vor. Die versehentliche

Verabreichung von Zoladex 3,6 mg in zu kurzen Abständen oder in höherer Dosierung hatte keine

bedeutsamen unerwünschten Wirkungen zur Folge.

3.4 Wenn Sie die Anwendung von Zoladex 3,6 mg abbrechen,

kann der Behandlungserfolg gefährdet sein. Wenn Sie die Behandlung mit Zoladex 3,6 mg abbrechen

möchten, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10 000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10 000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Bei Zoladex 3,6 mg beruhen die Nebenwirkungen auf zwei Umständen:

Bevor der Hormonwert absinkt, steigt er zunächst für einige Tage an. Dadurch können bestehende

Beschwerden kurzfristig verstärkt werden.

Die anschließende Absenkung des Hormons (Testosteron bzw. Östradiol) kann unangenehme

Begleiterscheinungen zur Folge haben.

Diese sind normalerweise kein Grund, die Behandlung mit Zoladex 3,6 mg abzubrechen. Weitere Angaben

hierzu finden Sie auch unter Abschnitt 2.2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“.

Männer:

Sehr häufig:

Abnahme der Libido (Sexualtrieb),

Hitzewallungen,

Schwitzen,

Potenzverlust

Häufig:

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Beeinträchtigung der Blutzuckertoleranz (als Diabetes mellitus oder als Entgleisung des

Blutzuckerspiegels bei bestehendem Diabetes mellitus, siehe auch Abschnitt 2.2),

Missempfindungen, z. B. Kribbeln und Taubheitsgefühl,

Pressung und Quetschung am Rückenmark,

Blutdruckveränderungen wie zu niedriger oder zu hoher Blutdruck,

Ausschlag,

Knochenschmerzen,

Brustwachstum,

lokale Reaktionen an der Einstichstelle (z. B. Rötung, Schmerzen, Schwellung, Blutung),

Abnahme der Knochendichte (siehe auch Abschnitt 2.2),

Herzleistungsschwäche, Herzinfarkt (siehe auch Abschnitt 2.2),

Gewichtszunahme,

Stimmungsschwankungen, Depressionen

Gelegentlich:

Überempfindlichkeitsreaktionen,

Gelenkschmerzen,

Harnleiterverlegung (erschwertes Wasserlassen),

Spannungsgefühl der Brust

Selten:

Anaphylaktische Reaktionen (Allergie vom Soforttyp mit Beschwerden wie z. B. Hautauschlag und

einer Schwellung der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum mit Atemnot)

Sehr selten:

Geschwulst der Hirnanhangdrüse (Hypophysentumor),

Blutung in der Hirnanhangdrüse,

psychotische Erkrankungen

Nicht bekannt:

Haarausfall

Änderungen im EKG (QT-Verlängerung)

Frauen:

Sehr häufig:

Abnahme der Libido (Sexualtrieb),

Hitzewallungen,

Schwitzen,

trockene Scheide,

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Vergrößerung der Brust,

Reaktionen an der Einstichstelle (z. B. Rötung, Schmerzen, Schwellung, Blutung),

Akne (meistens innerhalb eines Monats nach Beginn der Behandlung)

Häufig:

Stimmungsschwankungen, Depressionen,

Missempfindungen, z. B. Kribbeln und Taubheitsgefühl,

Blutdruckveränderungen wie zu niedriger oder zu hoher Blutdruck,

Ausschlag,

Gelenkschmerzen,

Kopfschmerzen,

Abnahme der Knochendichte (siehe auch Abschnitt 2.2),

Gewichtszunahme,

Haarausfall (meist leicht, aber gelegentlich stark),

Gelegentlich:

Überempfindlichkeitsreaktionen,

erhöhter Kalziumspiegel (Hyperkalzämie)

Selten:

Anaphylaktische Reaktionen (Allergie vom Soforttyp mit Beschwerden wie z. B. Hautauschlag und eine

Schwellung der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum mit Atemnot),

Eierstockzysten,

Überstimulation der Eierstöcke (OHSS) (siehe auch Abschnitt 2.2)

Sehr selten:

Geschwulst der Hirnanhangdrüse (Hypophysentumor),

Blutung in der Hirnanhangdrüse,

psychotische Erkrankungen

Nicht bekannt:

Auflösung vorhandener gutartiger Gebärmuttergeschwülste,

Schmier- und Entzugsblutung (siehe auch Abschnitt 2.2)

Änderungen im EKG (QT-Verlängerung)

Während der Behandlung mit Zoladex 3,6 mg können Blutdruckveränderungen wie zu niedriger oder zu

hoher Blutdruck auftreten. Diese Veränderungen sind üblicherweise vorübergehend und verschwinden

entweder während der Behandlung oder nach Therapieende. Nur selten sind medizinische Maßnahmen bis

hin zum Behandlungsabbruch erforderlich.

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Die Nebenwirkung Ausschlag ist im Allgemeinen leicht und geht oft ohne Unterbrechung der Behandlung

zurück.

Hitzewallungen und Schwitzen: Gelegentlich k

nnen diese Nebenwirkungen f

r einige Zeit (m

glicherweise

Monate) nach Absetzen von Zoladex 3,6 mg fortbestehen.

Zu Behandlungsbeginn kann bei M

nnern h

ufig eine vorübergehende Verstärkung bestimmter

Krankheitsanzeichen wie z. B. Knochenschmerzen auftreten, die symptomatisch behandelt werden kann.

Beobachtungen nach Markteinführung

Im Zusammenhang mit Goserelin wurden wenige Fälle von Veränderungen des Blutbildes, Fehlfunktionen

der Leber, schweren Lungenerkrankungen (Lungenembolien und interstitiellen Lungenentzündungen)

berichtet.

Zusätzlich wurden bei Frauen mit gutartigen Erkrankungen, die mit dem Arzneimittel behandelt wurden,

folgende Nebenwirkungen berichtet:

Akne, Veränderung der Körperbehaarung, trockene Haut, Gewichtszunahme, Erhöhung der

Cholesterinwerte, Überstimulation der Eierstöcke (bei gleichzeitiger Anwendung von so genannten

Gonadotropinen), Scheidenentzündung (Vaginitis), Ausfluss aus der Scheide, Nervosität, Schlafstörungen,

Müdigkeit, Schwellungen in Armen und Beinen (periphere Ödeme), Muskelschmerzen (Myalgien),

Wadenkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen, Veränderungen der

Stimme.

Anfänglich kann bei Brustkrebs-Patientinnen häufig eine vorübergehende Verstärkung bestimmter

Krankheitsanzeichen auftreten (Tumorschmerzen, Vergrößerung des Tumors), die symptomatisch

behandelt werden kann.

Wenn Sie ein gesteigertes Durstgefühl haben und aufgrund von fortgeschrittenem Brustkrebs mit Zoladex

3,6 mg behandelt werden, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

In Ausnahmefällen können bei einigen Frauen während der Behandlung die Wechseljahre eintreten,

sodass auch nach dem Absetzen des Präparats die Regelblutung ausbleibt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch

direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden,

können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur

Verfügung gestellt werden.

Seite 10 von 11

Wie ist Zoladex 3,6 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum

nicht mehr verwenden.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung:

Die Fertigspritze ist unmittelbar nach Öffnen des Sterilbeutels zu verwenden.

Aufbewahrungsbedingungen: Nicht über 25 °C lagern. Die Fertigspritze in der ungeöffneten

Originalverpackung aufbewahren.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

6.1 Was Zoladex 3,6 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Goserelinacetat.

1 Implantat enthält: 3,6 mg Goserelin (als Goserelinacetat (1:1)).

Der sonstige Bestandteil ist: Poly(glycolsäure-co-milchsäure) (1:1).

Wie Zoladex 3,6 mg aussieht und Inhalt der Packung

Fertigspritze mit Sicherheitssystem* in einem versiegelten Sterilbeutel mit Trockenmittel.

Zoladex 3,6 mg ist in Packungen mit 1 Fertigspritze (mit Sicherheitssystem*) mit 1 Implantat oder 3

Fertigspritzen (mit Sicherheitssystem*) mit je 1 Implantat zur Injektion unter die Haut erhältlich.

* Dieses Sicherheitssystem entspricht dem weltweit patentgeschützten SafeSystem der AstraZeneca-

Gruppe.

6.3 Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

AstraZeneca GmbH

22876 Wedel

Telefon: 0 41 03 / 70 80

Telefax: 0 41 03 / 708 32 93

E-Mail: azinfo@astrazeneca.com

hergestellt von: AstraZeneca AB, Gärtunavägen, SE-151 85 Södertälje, Schweden

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2018.

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Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Bitte beachten Sie zusätzlich die ausführlichen Hinweise zur Injektionstechnik auf dem Sterilbeutel.

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Servicehotline für Produktanfragen: 0800 22 88 660

Fachinformation

(Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SmPC)

Bezeichnung des Arzneimittels

Zoladex

3,6 mg

Implantat

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

1 Implantat enthält 3,6 mg Goserelin (als Goserelinacetat (1:1)).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

Darreichungsform

Implantat

Klinische Angaben

Anwendungsgebiete

Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom, bei denen eine endokrine

Behandlung angezeigt ist.

Behandlung von Patientinnen mit Mammakarzinom (prä- und perimenopausale Frauen), bei denen

eine endokrine Behandlung angezeigt ist.

Dosierung und Art der Anwendung

Die subkutane Injektion in die vordere Bauchwand sollte aufgrund der nahe darunter liegenden

inferioren epigastrischen Arterie und ihrer Verzweigungen mit Vorsicht erfolgen. Besondere Vorsicht

ist bei der Verabreichung von Zoladex bei Patienten geboten, die einen niedrigen BMI (Body-Mass-

Index) haben und/oder eine volle Antikoagulation erhalten (siehe Abschnitt 4.4).

Für die korrekte Anwendung von Zoladex, siehe die Anwendungshinweise auf dem Sterilbeutel bzw.

im Abschnitt 6.6.

Alle Indikationen für Erwachsene

Alle 28 Tage wird 1 Implantat mit 3,6 mg Goserelin subkutan unter die Bauchhaut injiziert.

Um einen anhaltenden Behandlungserfolg zu erzielen, ist es wichtig, dass die 4-wöchentliche

Verabreichung des Implantats eingehalten wird. Eine ausnahmsweise Verschiebung des

Applikationstermins um 2 - 3 Tage beeinträchtigt den therapeutischen Erfolg nicht.

Kinder

Zoladex 3,6 mg ist für die Anwendung bei Kindern nicht indiziert.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- bzw. Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- bzw. Leberfunktion ist keine Anpassung der Dosis bzw.

des Dosierungsintervalls notwendig.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Anpassung der Dosis bzw. des Dosierungsintervalls notwendig.

Prostatakarzinom

Die Therapie des Prostatakarzinoms mit Zoladex 3,6 mg ist in der Regel eine Langzeitbehandlung.

Zur Beurteilung der Therapie mit Zoladex 3,6 mg werden in regelmäßigen Zeitabständen die beim

Prostatakarzinom üblichen Kontrolluntersuchungen empfohlen. Hierzu zählen u. a.: Symptomatik

bzw. Allgemeinbefinden des Patienten, klinische Untersuchungen zur Überprüfung bzw. Abklärung

des Primärtumors (rektale Palpation) und/oder der Metastasen (Röntgen, Skelettszintigraphie,

Sonographie), Blutuntersuchungen (u. a. saure Phosphatase, prostataspezifisches Antigen).

Mammakarzinom

Die Therapie des Mammakarzinoms mit Zoladex 3,6 mg ist in der Regel eine Langzeitbehandlung.

Zur Beurteilung des Therapieerfolges werden in regelmäßigen Abständen die bei Mammakarzinom

üblichen Kontrolluntersuchungen empfohlen. Hierzu zählen u. a.: Symptomatik bzw.

Allgemeinbefinden der Patientin, klinische Untersuchungen zur Überprüfung bzw. Abklärung der

Metastasen und/oder des Lokalrezidivs.

Gegenanzeigen

Zoladex 3,6 mg darf nicht eingesetzt werden:

bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder den in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteil des Arzneimittels,

bei Kindern,

während der Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Zoladex 3,6 mg ist nicht für die Anwendung bei Kindern indiziert, da die Unbedenklichkeit und

Wirksamkeit in dieser Patientengruppe nicht nachgewiesen wurden.

Nach der Injektion von Zoladex wurde über Verletzungen am Verabreichungsort berichtet,

einschließlich Schmerzen, Hämatomen, Blutungen und Gefäßverletzungen. Betroffene Patienten

sollten auf Anzeichen oder Symptome abdominaler Blutungen überwacht werden. In sehr seltenen

Fällen führten Anwendungsfehler zu einer Gefäßverletzung und einem hämorrhagischen Schock,

welche Bluttransfusionen und einen chirurgischen Eingriff erforderlich machten. Besondere Vorsicht

bei der Verabreichung von Zoladex ist bei Patienten geboten, die einen niedrigen BMI (Body-Mass-

Index) haben und/oder eine volle Antikoagulation erhalten (siehe Abschnitt 4.2).

Bei Patienten, die mit LHRH-Agonisten wie Goserelin behandelt werden, besteht ein erhöhtes

Risiko für die Entwicklung einer Depression (die möglicherweise schwerwiegend sein kann).

Patienten sollten entsprechend informiert und dementsprechend behandelt werden, wenn

Symptome auftreten.

Bei einer Androgen-Entzugstherapie kann das QT-Intervall verlängert sein.

Bei Patienten mit einer QT-Verlängerung in der Vorgeschichte oder mit Risikofaktoren für eine QT-

Verlängerung und bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das QT-Intervall

verlängern können (siehe Abschnitt 4.5), muss der Arzt vor dem Behandlungsbeginn mit Zoladex

das Nutzen-Risiko-Verhältnis einschließlich des Potenzials für Torsade de Pointes abschätzen.

Männer:

Prostatakarzinom-Patienten

Aufgrund des besonderen Risikos für die Entwicklung einer Harnleiterverlegung oder

Rückenmarkskompression muss die Anwendung von Zoladex 3,6 mg bei Männern sorgfältig

abgewogen und die Patienten müssen im ersten Behandlungsmonat engmaschig überwacht

werden. Entwickelt sich eine Rückenmarkskompression oder treten durch eine Harnleiterverlegung

Schwierigkeiten beim Wasserlassen auf, müssen die Patienten symptomatisch behandelt werden.

Für die Initialphase der Behandlung mit LHRH-Agonisten sollte die zusätzliche Gabe eines

nichtsteroidalen Antiandrogens erwogen werden. Nach den bisherigen Erfahrungen können dadurch

die möglichen Folgeerscheinungen des anfänglichen Serumtestosteronanstieges weitgehend

vermindert werden.

Die Behandlung mit LHRH-Agonisten kann zu einer Abnahme der Knochendichte führen. Vorläufige

Ergebnisse bei Männern deuten darauf hin, dass die Anwendung von Bisphosphonaten in

Kombination mit LHRH-Agonisten die Abnahme der Knochendichte reduzieren kann.

Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren für die Entwicklung einer

Osteoporose geboten (z. B. chronischer Alkoholmissbrauch, Raucher, Langzeitbehandlung mit

Antikonvulsiva oder Kortikoiden, Familienanamnese mit Osteoporose).

Patienten mit Depressionen in der Vorgeschichte und Patienten mit Bluthochdruck sollten

sorgfältig überwacht werden.

Bei Patienten, die mit LHRH-Agonisten behandelt werden, wurde über eine Abnahme der

Glucosetoleranz berichtet. Dies kann sich als Diabetes mellitus oder in einer Entgleisung des

Blutzuckerspiegels bei bestehendem Diabetes mellitus manifestieren. Eine Kontrolle der

Blutzuckerspiegel wird daher empfohlen.

Myokardinfarkt und Herzinsuffizienz wurden in einer pharmako-epidemiologischen Studie

beobachtet, bei denen LHRH-Agonisten für die Behandlung von Prostatakrebs angewendet wurden.

Das Risiko scheint erhöht, wenn diese in Kombination mit Antiandrogenen angewendet werden.

Frauen:

Brustkrebsindikation

Verringerte Knochendichte

Eine Behandlung mit LHRH-Agonisten kann zu einer Abnahme der Knochendichte führen.

Nach 2-jähriger Behandlung des frühen Brustkrebses betrug der durchschnittliche Verlust der

Knochendichte 6,2 % im Oberschenkelhals und 11,5 % in der Lendenwirbelsäule. Dieser Verlust ist

teilweise reversibel. In der 1-jährigen Nachsorgeuntersuchung zeigte sich eine Erholung der

Knochendichte um 3,4 % im Oberschenkelhals und um 6,4 % in der Lendenwirbelsäule bezogen

auf den Ausgangswert vor der Behandlung. Dabei basieren die Erholungswerte auf sehr wenigen

Daten.

Bisher vorliegende Daten deuten darauf hin, dass sich die Abnahme der Knochendichte nach

Beendigung der Therapie in der Mehrheit der Fälle wieder zurückbildet.

Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass die Anwendung von Zoladex 3,6 mg in Kombination mit

Tamoxifen bei Patientinnen mit Brustkrebs die Abnahme der Knochendichte reduziert.

Benigne Indikationen

Verlust der Knochendichte

Die Anwendung von LHRH-Agonisten verursacht in einem 6-monatigen Behandlungszeitraum

wahrscheinlich durchschnittlich eine monatliche Abnahme der Knochendichte um 1 %. Jede

10-%ige Abnahme der Knochendichte führt zu einer 2- bis 3-fachen Erhöhung des Frakturrisikos.

Wenn nach einer vorausgegangenen Behandlung mit LHRH-Agonisten Symptome wieder auftreten,

sollte vor einer weiteren Therapie mit Zoladex 3,6 mg abgesichert werden, dass die Knochendichte im

Normalbereich liegt.

Bisher vorliegende Daten deuten darauf hin, dass sich die Abnahme der Knochendichte nach

Beendigung der Therapie in der Mehrheit der Fälle wieder zurückbildet.

Bei Patientinnen, die Goserelin zur Behandlung einer Endometriose erhielten, zeigte sich, dass eine

zusätzliche Hormonersatztherapie den Verlust der Knochendichte und vasomotorische Symptome

vermindert.

Für Patientinnen mit bereits bestehender Osteoporose oder mit Risikofaktoren für die Entwicklung

einer Osteoporose (z. B. chronischer Alkoholmissbrauch, Raucherinnen, Langzeitbehandlung mit

Arzneimitteln, die die Knochendichte vermindern, wie Antikonvulsiva oder Kortikoide,

Familienanamnese mit Osteoporose, Mangelernährung, etwa bei Anorexia nervosa) liegen keine

speziellen Daten vor. Es ist wahrscheinlich, dass die Abnahme der Knochendichte für diese

Patientinnen schädlichere Auswirkungen hat. Daher sollte bei diesen Patientinnen eine Behandlung

mit Goserelin individuell geprüft werden und nur begonnen werden, wenn nach einer sehr

sorgfältigen Beurteilung die Vorteile der Behandlung im Vergleich zu den Risiken überwiegen. Es

sollten zusätzliche Maßnahmen in Betracht gezogen werden, um der Abnahme der Knochendichte

entgegen zu wirken.

Entzugsblutungen

In den ersten Wochen der Behandlung mit Zoladex 3,6 mg können bei einigen Patientinnen

vaginale Blutungen von unterschiedlicher Dauer und Intensität auftreten. Wenn vaginale Blutungen

auftreten, treten diese gewöhnlich im ersten Monat nach Behandlungsbeginn auf. Diese Blutungen

sind vermutlich Blutungen aufgrund des Östradiolentzugs und kommen üblicherweise von selbst

zum Stillstand. Falls die Blutungen fortdauern, sollte die Ursache untersucht werden.

Normalerweise tritt 1 - 2 Monate nach Therapiebeginn eine Amenorrhö ein. In wenigen Fällen wurde

das Auftreten einer Schmierblutung beobachtet.

Die Dauer der Behandlung sollte im Falle der benignen gynäkologischen Indikationen 6 Monate

nicht überschreiten, da über einen längeren Zeitraum noch keine ausreichenden klinischen

Erfahrungen vorliegen.

Unter der Behandlung mit Zoladex 3,6 mg kann es zu einer Erhöhung des Zervixwiderstandes

kommen, so dass eine Zervixdilatation mit Vorsicht erfolgen sollte.

Wie bei anderen LHRH-Agonisten gibt es Berichte, dass bei gleichzeitiger Anwendung von Zoladex

3,6 mg mit Gonadotropinen ein ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS) auftreten kann. Der

Stimulationszyklus sollte sorgfältig überwacht werden, um Patientinnen mit einem Risiko zur

Entwicklung eines OHSS zu identifizieren. Wenn ein OHSS-Risiko besteht, sollte humanes

Choriongonadotropin (hCG), möglichst nicht angewendet werden.

Zur Verhütung sollten fertile Frauen während der Behandlung mit Zoladex 3,6 mg und nach

Therapieende, bis die Menstruation wieder einsetzt, nichthormonelle Kontrazeptionsmethoden

anwenden.

Patientinnen mit Depression in der Vorgeschichte und Patientinnen mit Bluthochdruck sollten

sorgfältig überwacht werden.

Die Anwendung von Zoladex 3,6 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Da eine Androgen-Entzugstherapie das QT-Intervall verlängern kann, sollte die gleichzeitige

Anwendung von Zoladex mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern oder

möglicherweise Torsade de Pointes induzieren, sorgfältig abgeschätzt werden. Zu diesen

Arzneimitteln gehören Antiarrhythmika der Klasse IA (z. B. Chinidin, Disopyramid) oder Klasse III

(z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid), sowie Methadon, Moxifloxacin, Antipsychotika usw.

(siehe Abschnitt 4.4).

Weitere Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind bisher nicht bekannt.

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Zoladex 3,6 mg darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, da ein theoretisches

Risiko für einen Abort oder für fötale Anomalien besteht, wenn LHRH-Agonisten während der

Schwangerschaft angewendet werden. Vor Behandlungsbeginn sollten Frauen im gebärfähigen

Alter sorgfältig untersucht werden, um eine Schwangerschaft auszuschließen.

Zur Verhütung sollten Frauen im gebärfähigen Alter während der Behandlung mit Zoladex 3,6 mg

und nach Therapieende, bis die Menstruation wieder einsetzt, nichthormonelle

Kontrazeptionsmethoden anwenden (siehe Abschnitt 4.4).

Stillzeit

Zoladex 3,6 mg darf während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

beobachtet.

Nebenwirkungen

Die folgenden Einordnungen von Nebenwirkungen in Häufigkeitskategorien basieren auf der

Auswertung klinischer Studien, Anwendungsbeobachtungen und spontanen Meldungen. Die am

häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind Hitzewallungen, Schwitzen und lokale Reaktionen

an der Einstichstelle.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10), Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), Selten

(≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), Sehr selten (< 1/10.000), Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle: Nebenwirkungen von Zoladex 3,6 mg nach Häufigkeit und MedDRA Systemorganklassen

Systemorganklasse

Häufigkeit

Männer

Frauen

Gutartige, bösartige

und unspezifische

Neubildungen (einschl.

Zysten und Polypen)

Sehr selten

Hypophysentumor

Hypophysentumor

Nicht bekannt

Degenerierung von

Uterusfibromen bei

Frauen mit

Uterusfibromen

Erkrankungen des

Immunsystems

Gelegentlich

Arzneimittel-

Überempfindlichkeit

Arzneimittel-

Überempfindlichkeit

Selten

Anaphylaktische

Reaktion

Anaphylaktische Reaktion

Endokrine

Erkrankungen

Sehr selten

Hypophysen-

Hämorrhagie

Hypophysen-Hämorrhagie

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Häufig

Beeinträchtigung der

Glucosetoleranz

Gelegentlich

Hyperkalzämie

Psychiatrische

Erkrankungen

Sehr häufig

Libido vermindert

Libido vermindert

Häufig

Stimmungsschwankun

gen, Depressionen

Stimmungs-

schwankungen,

Depressionen

Sehr selten

psychotische

Erkrankungen

psychotische

Erkrankungen

Erkrankungen des

Nervensystems

Häufig

Parästhesien

Parästhesien

Rückenmarks-

kompression

Kopfschmerzen

Herzerkrankungen

Häufig

Herzinsuffizienz

Myokardinfarkt

Nicht bekannt

QT-Verlängerungen

(siehe Abschnitt 4.4

und 4.5)

QT-Verlängerungen

(siehe Abschnitt 4.4 und

4.5)

Gefäßerkrankungen

Sehr häufig

Hitzewallungen

Hitzewallungen

Häufig

Blutdruck abnormal

Blutdruck abnormal

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzellgewebes

Sehr häufig

Hyperhidrose

Hyperhidrose

, Akne

Häufig

Ausschlag

Ausschlag

, Alopezie

Nicht bekannt

Alopezie

siehe unter häufig

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Häufig

Knochenschmerzen

siehe unter

gelegentlich

Arthralgie

Gelegentlich

Arthralgie

siehe unter häufig

Erkrankungen der

Nieren und Harnwege

Gelegentlich

erschwertes

Wasserlassen bei

Harnleiterverlegung

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane

und der Brustdrüse

Sehr häufig

erektile Dysfunktion

vulvovaginale Trockenheit

Vergrößerung der Brüste

Häufig

Gynäkomastie

Gelegentlich

Spannungsgefühl der

Brust

Selten

Ovarialzysten

Ovarielles

Hyperstimulationssyndro

Nicht bekannt

Schmier- und

Entzugsblutung (siehe

Abschnitt 4.4)

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Sehr häufig

siehe unter häufig

lokale Reaktionen an der

Einstichstelle (z. B.

Rötung, Schmerzen,

Schwellung, Blutung)

Häufig

Tumorflare,

Tumorschmerzen

lokale Reaktionen an

der Einstichstelle (z. B.

Rötung, Schmerzen,

Schwellung, Blutung)

siehe unter sehr häufig

Untersuchungen

Häufig

Reduktion der

Knochendichte (siehe

Abschnitt 4.4),

Gewichtszunahme

Reduktion der

Knochendichte (siehe

Abschnitt 4.4),

Gewichtszunahme

Diese Nebenwirkungen sind pharmakologische Effekte, die selten ein Absetzen des Arzneimittels

erfordern. Hyperhidrose und Hitzewallungen können auch nach Absetzen von Zoladex 3,6 mg

weiterbestehen.

Bei Männern, die LHRH-Agonisten erhielten, wurde eine Reduzierung der Glucosetoleranz beobachtet.

Dies kann sich als Diabetes mellitus oder als Entgleisung des Blutzuckerspiegels bei bestehendem

Diabetes mellitus manifestieren.

Es kann sowohl eine Hypotonie als auch eine Hypertonie auftreten. Dies wurde fallweise bei Patienten

beobachtet, bei denen Zoladex angewendet wurde. Die Veränderungen sind üblicherweise

vorübergehend und verschwinden entweder während der Behandlung oder nach Therapieende. Nur

selten sind medizinische Maßnahmen bis hin zum Behandlungsabbruch erforderlich.

Diese Nebenwirkungen sind im Allgemeinen leicht und gehen oft ohne Unterbrechung der Behandlung

zurück.

Bei Therapiebeginn kann bei Prostatakarzinom-Patienten eine vorübergehende Verstärkung bestimmter

Krankheitsanzeichen wie z. B. Knochenschmerzen auftreten, die symptomatisch behandelt werden kann.

Wurde in einer pharmako-epidemiologischen Studie zur Anwendung von LHRH-Agonisten in der

Behandlung von Prostatakrebs beobachtet. Das Risiko scheint bei Anwendung in Kombination mit Anti-

Androgenen erhöht zu sein.

Bei Frauen (einschließlich jüngere Patientinnen, die wegen benigner Indikationen behandelt wurden)

wurde von Haarausfall berichtet. Der Haarausfall ist meist schwach, kann gelegentlich aber auch in

schwerer Form auftreten.

Insbesondere Verlust der Körperbehaarung. Dieser Effekt ist bei Absenkung des Androgenspiegels zu

erwarten.

In den meisten Fällen wurde von Akne innerhalb eines Monats nach Therapiebeginn mit Zoladex 3,6 mg

berichtet.

keine Angabe

Beobachtungen nach Markteinführung

Im Zusammenhang mit Goserelin wurden wenige Fälle von Veränderungen des Blutbildes,

Fehlfunktionen der Leber, Lungenembolien und interstitiellen Lungenentzündungen berichtet.

Zusätzlich wurden bei Frauen, die in benignen gynäkologischen Indikationen behandelt wurden, die

folgenden Nebenwirkungen berichtet:

Akne, Veränderung der Körperbehaarung, trockene Haut, Gewichtszunahme, Erhöhung des

Serumcholesterins, ovarielles Hyperstimulationssyndrom (bei gleichzeitiger Anwendung von

Gonadotropinen), Vaginitis, vaginaler Ausfluss, Nervosität, Schlafstörungen, Müdigkeit, periphere

Ödeme, Myalgien, Wadenkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Verstopfung, abdominale

Beschwerden, Veränderungen der Stimme. Anfänglich kann bei Mammakarzinom-Patientinnen eine

vorübergehende Verstärkung bestimmter Krankheitsanzeichen auftreten, die symptomatisch

behandelt werden kann.

In seltenen Fällen haben Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom zu Beginn der Therapie

eine Hyperkalzämie entwickelt. Wenn Hyperkalzämie-typische Symptome (z. B. Durst u. a.)

vorliegen, dann sollte eine Hyperkalzämie ausgeschlossen werden.

In Ausnahmefällen kann bei einigen Frauen während der Behandlung mit LHRH-Agonisten die

Menopause eintreten, so dass nach Absetzen des Präparates die Menstruation ausbleibt. Es ist

nicht bekannt, ob dies eine Folge der Behandlung mit Goserelin ist oder das natürliche Klimakterium

widerspiegelt.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

Überdosierung

Es liegen nur wenige Erfahrungen mit Überdosierung beim Menschen vor. Die versehentliche

Verabreichung von Zoladex 3,6 mg in zu kurzen Intervallen oder in höherer Dosierung hatte keine

klinisch relevanten unerwünschten Wirkungen zur Folge.

Aus Untersuchungen am Tier geht hervor, dass höhere Goserelin-Dosen keinen anderen Effekt

haben als die beabsichtigten Wirkungen auf die Sexualhormonkonzentrationen und die

Reproduktionsorgane.

Bei Vergiftungserscheinungen erfolgt eine symptomatische Behandlung.

Pharmakologische Eigenschaften

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: LHRH-Agonist (Analogon des natürlichen Luteinisierungshormon-

Releasinghormons), ATC-Code: L02A E03

Die Behandlung mit Zoladex 3,6 mg führt beim Mann zur Senkung des Serumtestosterons in den

Kastrationsbereich, bei der prä-/perimenopausalen Frau zu einer effektiven Senkung des

Serumöstradiols. Dadurch wird eine Wachstumshemmung hormonabhängiger Prostata- bzw.

Mammakarzinome (östrogen- und/oder progesteronrezeptorpositive Tumoren) erzielt.

Die Biosynthese und Sekretion der Geschlechtshormone (Testosteron bzw. Östradiol) wird über

Hypothalamus und Hypophyse durch das Luteinisierungshormon-Releasinghormon (LHRH) und die

gonadotropen Hormone LH (Luteinisierungshormon) und FSH (Follikelstimulierendes Hormon)

gesteuert. Die pulsierende Freisetzung des natürlichen LHRH aus dem Hypothalamus löst dabei im

Hypophysenvorderlappen die Synthese und Ausschüttung der Gonadotropine LH und FSH aus.

Goserelinacetat, der Wirkstoff von Zoladex 3,6 mg, ist ein LHRH-Analogon mit höherer Aktivität und

längerer Halbwertszeit als das natürliche LHRH. Bei längerfristiger, andauernder Stimulation mit

Goserelin kommt es zu einer Desensibilisierung der Hypophyse. Die Anzahl der hypophysären

LHRH-Rezeptoren nimmt ab ("receptor-down-regulation"), wodurch die LH- und FSH-Sekretion

supprimiert und damit die gonadale Biosynthese von Testosteron bzw. Östradiol blockiert wird.

Beim Mann kommt es nach einem anfänglichen Anstieg innerhalb der ersten 3 - 5 Tage zur

Abnahme der Serumtestosteronwerte; sie erreichen in der Regel zwischen der 2. und 3. Woche

nach Beginn einer Behandlung mit Zoladex 3,6 mg den Kastrationsbereich. Die Suppression des

Serumtestosterons unter Zoladex 3,6 mg ist gleichwertig mit der nach einer Orchiektomie.

Bei der prämenopausalen Frau kommt es initial zu einem Östradiolanstieg mit anschließendem

Absinken des Serumöstradiols innerhalb der 2. bis 3. Behandlungswoche. Die unter Therapie mit

Zoladex 3,6 mg gemessenen Östradiolserumspiegel sind mit denen in der Postmenopause

vergleichbar.

Während der Behandlung mit LHRH-Agonisten kann die natürliche Menopause eintreten. In

seltenen Fällen setzt dann nach Therapieende die Menstruation nicht wieder ein.

Pharmakokinetische Eigenschaften

Der Wirkstoff ist in einer biologisch vollständig abbaubaren Matrix aus Poly(glycolsäure-co-

milchsäure) 1:1 verteilt. Aus einem Implantat mit 3,6 mg Goserelin werden im Mittel

120 Mikrogramm Goserelin pro Tag frei. 12 - 15 Tage nach der Verabreichung von Zoladex 3,6 mg

erreicht der Serumspiegel von Goserelin ein Maximum und fällt anschließend langsam bis zur

nächsten Gabe wieder ab. Eine Kumulation erfolgt nicht.

Die Plasmaproteinbindung von Goserelin ist gering (ca. 25 %). Bei Patienten mit normaler

Nierenfunktion wurde für Goserelin nach subkutaner Verabreichung einer Einzeldosis (wässrige

Lösung von 250 Mikrogramm) eine Eliminationshalbwertszeit von 2,3 h bei Frauen und 4,2 h bei

Männern ermittelt. Der Einfluss einer eingeschränkten Nierenfunktion auf die

Goserelinserumspiegel und die Gesamtkörperclearance wurde bei männlichen Probanden bzw.

Prostatakarzinom-Patienten untersucht. Mit zunehmender Einschränkung der Nierenfunktion

verzögerte sich die Elimination der Substanz, wobei eine enge Korrelation zwischen Kreatinin-

Clearance und Gesamtkörperclearance gefunden wurde. Goserelin wurde jedoch auch bei

Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 20 ml/min) noch relativ schnell

eliminiert (Halbwertszeit 12,1 h), was auf die Beteiligung einer nicht renalen, wahrscheinlich

hepatischen Komponente schließen lässt. Eine Kumulation von Goserelin bei chronischer

Anwendung ist daher auch bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht zu erwarten.

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen waren keine signifikanten Änderungen der

pharmakokinetischen Eigenschaften zu beobachten.

Bioverfügbarkeit

Die Bioverfügbarkeit (berechnet aus AUC und Gesamtkörperclearance) aus dem Implantat beträgt

bei Männern 100 %; die entsprechend berechnete Bioverfügbarkeit bei Frauen liegt bei 87 %.

Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität (LD

Tierart

Applikationsart

(mg/kg)

Maus

i.v.

56 – 59

s.c.

> 400

Ratte

i.v.

30 - 40

s.c.

> 200

Chronische Toxizität

Studien zur chronischen Toxizität von Goserelin wurden an Ratten und Hunden über 6 Monate

durchgeführt. Die Tiere erhielten entweder täglich subkutane Injektionen einer wässrigen Lösung

(bis zu 1000 Mikrogramm/kg) oder die 4-wöchentliche Depotform (1,125 bzw. 2,25 mg bei Ratten;

90 mg beim Hund).

Es konnten keine Zeichen einer Toxizität festgestellt werden. Alle beobachteten Wirkungen ließen

sich mit den pharmakologischen Eigenschaften von Zoladex 3,6 mg, die einer "medikamentösen

Kastration" entsprechen, erklären.

Bei der Ratte wurde nach Langzeitanwendung von Goserelin eine erhöhte Inzidenz von

Mikroadenomen der Hypophyse festgestellt (siehe hierzu Abschnitt „

Onkogenität").

Onkogenität

Um das onkogene Potenzial zu untersuchen, wurden 4-Wochen-Depots über einen Zeitraum von 2

Jahren Ratten und Mäusen subkutan appliziert. Die nominale durchschnittliche Dosis betrug bei der

Ratte bis zu 120 Mikrogramm/kg/Tag, bei der Maus bis zu 2400 Mikrogramm/kg/Tag.

Die Desensibilisierung der Hypophyse durch Goserelin führte zur Atrophie der

Reproduktionsorgane. Das oben bereits erwähnte Entstehen von Hypophysenadenomen bei der

Ratte ist auf die „

medikamentöse Kastration" zurückzuführen. Offenbar handelt es sich hier um

eine artspezifische Reaktion der Ratte, was auch durch Untersuchungen an chirurgisch kastrierten

Ratten eindeutig bestätigt wird. Bei Mäusen, die extrem hohe Goserelindosen erhalten hatten,

konnten dagegen keine Hypophysenadenome festgestellt werden.

Nach 2-jähriger Applikation wurde bei Mäusen eine Hyperplasie der Pankreasinselzellen und

adenomatöse Polypen im Pylorus des Magens nachgewiesen. Bei der Ratte erbrachte die

Onkogenitätsstudie keine derartigen Befunde.

Bei den hier beschriebenen Beobachtungen (Hypophyse, Magen und Pankreas betreffend) handelt

es sich offenbar um Überempfindlichkeitsreaktionen der entsprechenden Tierspezies, die

wahrscheinlich von allen LHRH-Agonisten bei ausreichend hoher Konzentration hervorgerufen

werden.

Umfangreiche klinische Erfahrungen mit Goserelin und anderen LHRH-Agonisten deuten nicht auf

nachteilige Wirkungen auf Hypophyse, Magen und Pankreas beim Menschen hin. Daher sind die

oben erwähnten tierexperimentellen Befunde für die klinische Anwendung von Zoladex 3,6 mg nicht

relevant.

Mutagenität

Zur Bestimmung des mutagenen Potenzials wurden die klassischen Tests an Bakterien- und

Säugetierzellsystemen durchgeführt. Es ergaben sich keine Hinweise auf eine mutagene Wirkung.

Teratogenität

Das teratogene Potenzial wurde an Ratte und Kaninchen untersucht. Trächtige Ratten erhielten

vom 6. bis 15. Trächtigkeitstag Goserelindosen bis zu 50 Mikrogramm/kg/Tag und trächtige

Kaninchen vom 6. bis 18. Trächtigkeitstag bis zu 1000 Mikrogramm/kg/Tag. Die Ratten wurden am

20., die Kaninchen am 28. Trächtigkeitstag getötet. Die Untersuchungsergebnisse zeigten keine

Hinweise auf eine teratogene Wirkung.

Pharmazeutische Angaben

Liste der sonstigen Bestandteile

Poly(glycolsäure-co-milchsäure) (1:1)

Inkompatibilitäten

Inkompatibilitäten sind bisher nicht bekannt.

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

Die Fertigspritze ist unmittelbar nach Öffnen des Sterilbeutels zu verwenden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Zoladex 3,6 mg ist nicht über 25 °C und in der ungeöffneten Packung zu lagern.

Art und Inhalt des Behältnisses

Fertigspritze mit Sicherheitssystem in einem versiegelten und sterilen Beutel mit Trockenmittel.

Packungsgrößen:

1 Fertigspritze mit Sicherheitssystem mit 1 Implantat [N 1]

3 Fertigspritzen mit Sicherheitssystem (1x3) mit Implantat [N 3]

Klinikpackung: 3 Fertigspritzen mit Sicherheitssystem (1x3) mit Implantat

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Für die korrekte Anwendung von Zoladex, siehe Anwendungshinweise auf dem Sterilbeutel.

Anwendung wie vom Arzt verordnet. Besondere Vorsicht bei der Verabreichung von Zoladex ist bei

Patienten geboten, die einen niedrigen BMI (Body-Mass-Index) haben und/oder eine volle

Antikoagulation erhalten (siehe Abschnitt 4.4).

Nur bei unbeschädigtem Sterilbeutel anwenden. Unmittelbar nach dem Öffnen des Sterilbeutels

verwenden.

Zoladex wird als subkutane Injektion verabreicht – lesen und verstehen Sie alle Hinweise

vollständig, bevor Sie mit der Anwendung beginnen.

Positionieren Sie den Patienten in einer bequemen Lage im Liegen mit leicht erhobenen

Oberkörper. Bereiten Sie die Injektionsstelle gemäß den lokalen Anforderungen und Verfahren vor.

HINWEIS: Die Injektion in die vordere Bauchwand sollte aufgrund der nahe darunter liegenden

inferioren epigastrischen Arterie und ihrer Verzweigungen mit Vorsicht erfolgen. Bei sehr schlanken

Patienten besteht ein höheres Risiko einer Gefäßverletzung.

Untersuchen Sie den Sterilbeutel und die Spritze auf

Beschädigungen. Entnehmen Sie die Spritze dem

geöffneten Sterilbeutel und halten Sie die Spritze leicht

schräg ins Licht. Prüfen Sie, ob zumindest ein Teil des

Zoladex-Implantats sichtbar ist (Abb. 1).

Abb. 1

Halten Sie den Plastiksicherheitsverschluss fest,

ziehen Sie ihn von der Spritze und entsorgen Sie ihn (Abb.

2). Entfernen Sie die Schutzkappe der Nadel.

Im Gegensatz zum Vorgehen bei flüssigen

Injektionen müssen Luftblasen nicht entfernt werden,

da dadurch das Implantat verschoben werden könnte.

Abb. 2

Umfassen Sie die Spritze unter Einhaltung

aseptischer Technik am Zylinder. Drücken Sie die Haut

des Patienten zusammen und führen Sie die Nadel leicht

schräg (30 bis 45 Grad Winkel) in die Haut ein.

Führen Sie die Nadel mit der Schrägkante zuoberst so

weit in das subkutane Gewebe der vorderen

Bauchwand unterhalb der Nabellinie ein, bis der Zylinder

der Spritze die Haut des Patienten berührt (Abb. 3).

Abb. 3

Hinweis:

Die Zoladex-Spritze kann nicht zur Aspiration verwendet werden. Sollte die hypodermische

Nadel ein großes Gefäß durchstechen, wird in der Spritzenkammer sofort Blut sichtbar. Wenn

ein Gefäß durchstochen wurde, entfernen Sie die Spritze und beginnen Sie unverzüglich mit

der Behandlung der entstandenen Blutung. Überwachen Sie den Patient auf Anzeichen und

Symptome einer abdominalen Blutung. Nachdem Sie sichergestellt haben, dass der Patient

hämodynamisch stabil ist, kann ein weiteres Zoladex-Implantat mit einer neuen Spritze an

einer anderen Injektionsstelle injiziert werden. Gehen Sie besonders vorsichtig vor, wenn

Zoladex an Patienten verabreicht wird, die einen niedrigen BMI (Body-Mass-Index) haben

und/oder die eine volle Antikoagulation erhalten.

Stechen Sie mit der Nadel nicht in Muskelgewebe

oder in die Bauchhöhle. Siehe Abb. 4. Sie zeigt eine

falsche Haltung und einen falschen Einstechwinkel.

Drücken Sie den Kolben vollständig hinunter, um das

Zoladex-Implantat abzugeben und das Sicherheitssystem

zu aktivieren. Sie hören dabei möglicherweise ein Klicken.

Das Sicherheitssystem beginnt automatisch, sich über die

Nadel zu schieben. Wird der Kolben nicht vollständig

heruntergedrückt, wird das Sicherheitssystem NICHT

aktiviert. HINWEIS: Die Nadel zieht sich nicht zurück.

Halten Sie die Spritze wie in Abb. 5 dargestellt und

ziehen Sie die Nadel heraus. Dabei schiebt sich das

Sicherheitssystem vollständig als Schutzhülle über die

Nadel. Entsorgen Sie die Spritze in einen dafür

vorgesehenen Sammelbehälter.

Abb. 4

Abb. 5

HINWEIS: Für den unwahrscheinlichen Fall, dass eine chirurgische Entfernung des Zoladex-

Implantates notwendig ist, kann es durch Ultraschall lokalisiert werden.

Inhaber der Zulassung

AstraZeneca GmbH

22876 Wedel

Telefon: 0 41 03 / 70 80

Produktanfragen: 0800 22 88 660

Telefax: 0 41 03 / 708 32 93

E-Mail: azinfo@astrazeneca.com

www.astrazeneca.de

Zulassungsnummer

19711.00.00

Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung

13.02.1990/12.06.2002

Stand der Information

April 2015

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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