Zofran 8 mg - Filmtabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

19-05-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

19-05-2021

Wirkstoff:
ONDANSETRON HYDROCHLORID
Verfügbar ab:
Novartis Pharma GmbH
ATC-Code:
A04AA01
INN (Internationale Bezeichnung):
ONDANSETRONE HYDROCHLORIDE
Einheiten im Paket:
10 Stück, Laufzeit: 36 Monate
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Ondansetron
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-19343
Berechtigungsdatum:
1991-05-16

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PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Zofran

®

8 mg - Filmtabletten

Wirkstoff: Ondansetron

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Zofran und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Zofran beachten?

Wie ist Zofran einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Zofran aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Zofran und wofür wird es angewendet?

Zofran ist ein Arzneimittel, das gegen Übelkeit und Erbrechen wirkt.

Erwachsene

Ondansetron wird verwendet zur Bekämpfung von Übelkeit und Erbrechen, welche während

Chemotherapien oder Strahlentherapien auftreten, und zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen

nach einer Operation.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern über 6 Monaten und Jugendlichen wird Ondansetron zur Bekämpfung von Übelkeit

und Erbrechen, welche während Chemotherapien auftreten, verwendet.

Es wurden keine Studien an Kindern über die Verwendung von Ondansetron zum Einnehmen zur

Vorbeugung oder Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach einer Operation durchgeführt; für

diesen Zweck wird die Verabreichung in die Vene (intravenöse Anwendung) empfohlen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Zofran beachten?

Zofran darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Ondansetron oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie Apomorphin einnehmen (wird zur Behandlung der Parkinson-Krankheit verwendet).

Sprechen sie vor der Einnahme von Zofran mit Ihrem Arzt, wenn einer der angeführten Punkte auf

Sie zutrifft.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Zofran einnehmen,

wenn Sie Nebenwirkungen oder Beschwerden einer Überempfindlichkeitsreaktion wie Ausschlag,

Jucken, Schwierigkeiten beim Atmen oder Anschwellen des Gesichtes, der Lippen, der Kehle oder

der Zunge bemerken.

wenn Sie schon einmal gegen andere Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen überempfindlich

waren (z.B. Arzneimittel mit dem Wirkstoff Granisetron oder Palonosetron).

wenn Sie Herzbeschwerden haben. Es kann vorübergehend zu einer Veränderung in Ihrem EKG-

Bild kommen.

wenn Sie mit Arzneimitteln gegen unregelmäßigen Herzschlag (Antiarrhythmika) oder

Arzneimitteln, welche die Ruheherzfrequenz und den Blutdruck senken (Betablocker) behandelt

werden.

wenn Sie zu Verstopfung neigen oder an Darmerkrankungen leiden, die zu Verstopfung führen

können. In diesen Fällen müssen Sie sorgfältig überwacht werden.

wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden oder leberschädigende Arzneimittel (hepatotoxische

Chemotherapeutika) einnehmen müssen. In diesen Fällen sollte eine engmaschige Kontrolle Ihrer

Leberfunktion erfolgen. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche.

wenn eine Blutuntersuchung zur Überprüfung der Leberwerte gemacht wird (Zofran kann das

Ergebnis beeinflussen).

wenn Sie Probleme mit dem Salzhaushalt Ihres Körpers haben, wie z. B. bei den Kalium- oder

Magnesiummengen

wenn Sie sich einer Mandeloperation unterziehen werden. In diesem Fall müssen Sie sorgfältig

überwacht werden.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie während oder nach der Behandlung mit Zofran

plötzlich Schmerzen in der Brust oder ein Engegefühl in der Brust bekommen (es könnte sich um eine

Minderdurchblutung des Herzmuskels handeln)

Einnahme von Zofran zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/ angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn sie eines dieser Arzneimittel einnehmen:

Carbamazepin oder Phenytoin (zur Behandlung von Epilepsie)

Rifampicin (Antibiotikum zur Behandlung von Infektionen wie Tuberkulose)

Tramadol (Schmerzmittel)

Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin, Fluvoxamin, Citalopram, Escitalopram (selektive Serotonin-

Wiederaufnahmehemmer) (zur Behandlung von Depression und/oder Angstzuständen)

Venlafaxin, Duloxetin (Serotinin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer) (zur Behandlung von

Depression und/oder Angstzuständen)

Apomorphin (siehe „Zofran darf nicht eingenommen werden“)

Bei der gemeinsamen Anwendung mit Arzneimitteln gegen Herzbeschwerden kann es zu

Veränderungen in Ihrem EKG-Bild kommen. Bei gleichzeitiger Anwendung von herzschädigenden

Arzneimitteln (z.B. Anthracycline) wird das Risiko für das Auftreten von unregelmäßigem Herzschlag

erhöht

Schwangerschaft und Stillzeit

Zofran wird während der Schwangerschaft nicht empfohlen, denn Zofran kann das Risiko, dass das

Kind mit Lippenspalte und/oder Gaumenspalte (Öffnungen oder Spalten in der Oberlippe und/oder im

Gaumenbereich) zur Welt kommt, leicht erhöhen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie während der Behandlung mit Zofran schwanger

werden.

Zofran kann schädlich für Ihr ungeborenes Kind sein.

Bei Frauen im gebärfähigen Alter wird der Arzt den Schwangerschaftsstatus überprüfen und, falls

erforderlich, einen Schwangerschaftstest durchführen, bevor eine Behandlung mit Zofran begonnen

wird. Sie müssen eine effektive Methode zur Schwangerschaftsverhütung während der Behandlung

mit Zofran anwenden.

Fragen Sie Ihren Arzt nach Möglichkeiten einer wirksamen Schwangerschaftsverhütung.

Vor der Einnahme von Zofran muss abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Zofran hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen.

Zofran 8 mg - Filmtabletten enthalten Milchzucker (Lactose)

Bitte nehmen Sie Zofran erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie

unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

Wie ist Zofran einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ändern Sie keinesfalls die Dosierung und brechen Sie die Behandlung nicht ab, ohne vorher Ihren

Arzt zu Rate zu ziehen.

Zum Einnehmen

Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn die Übelkeit fortbesteht.

Wie viele Zofran-Filmtabletten sollen Sie einnehmen?

Nehmen Sie nur so viele Zofran - Filmtabletten, wie Ihnen Ihr Arzt verordnet hat. Die Anzahl ist von

der Behandlung, die Sie erhalten, abhängig.

Erwachsene

Zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen verursacht durch Chemotherapie oder

Strahlentherapie

Am Tag der Chemo- oder Strahlentherapie

Die übliche Dosis von Zofran ist 8 mg 1-2 Stunden vor der Behandlung und 12 Stunden danach

weitere 8 mg.

An den darauffolgenden Tagen

Die übliche Erwachsenendosis beträgt 8 mg zweimal täglich bis zu 5 Tage lang nach Chemo- oder

Strahlentherapie.

Zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen

werden 16 mg Ondansetron eine Stunde vor der Narkoseeinleitung verabreicht.

Kinder und Jugendliche

Zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen verursacht durch Chemotherapie oder

Strahlentherapie

Am Tag der Chemo- oder Strahlentherapie

Bei Kindern wird Zofran Injektionslösung unmittelbar vor der Verabreichung der Chemotherapie

langsam in eine Vene verabreicht (empfohlene Dosis: 5 mg/m

oder 0,15 mg/kg). Etwa 12 Stunden

später folgt die Einnahme von 2 - 4 mg Ondansetron Lösung oder Ondansetron Tabletten, abhängig

von der Körperoberfläche oder Gewicht des Kindes.

An den darauffolgenden Tagen

Ihr Arzt wird über die richtige Dosierung von Zofran für Ihr Kind entscheiden. Die übliche Dosis

beträgt bis zu 8 mg pro Tag, abhängig von der Körperoberfläche oder Gewicht des Kindes, für bis zu 5

Tage lang nach Chemo- oder Strahlentherapie.

Die Tagesgesamtdosis darf die Erwachsenen-Dosis von 24 mg nicht überschreiten.

Zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen

Für Kinder liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor, daher wird die Einnahme von Zofran

Tabletten zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen für Kinder nicht empfohlen.

Ihr Arzt wird die bestgeeignete pharmazeutische Zubereitung (Darreichungsform) und Stärke von

Zofran verordnen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Patienten mit mäßig oder stark eingeschränkter Leberfunktion dürfen höchstens 8 mg Ondansetron pro

Tag einnehmen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Es ist keine Änderung der Dosis oder der Anwendungsart erforderlich.

Wenn Sie eine größere Menge von Zofran eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie oder Ihr Kind versehentlich zu viel Zofran eingenommen haben, benachrichtigen Sie bitte

umgehend einen Arzt oder wenden Sie sich an das nächstgelegene Krankenhaus. Nehmen Sie die

Packung des Arzneimittels mit. Folgende Beschwerden können auftreten: Sehstörungen, schwere

Verstopfung, niedriger Blutdruck und verlangsamter Herzschlag. In allen bisherigen Fällen sind die

Ereignisse wieder vollständig abgeklungen.

Hinweise für den Arzt: siehe am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Zofran vergessen haben

...und Ihnen übel ist oder Sie erbrechen müssen, nehmen Sie Zofran sobald wie möglich ein. Nehmen

Sie die nächste Dosis wieder zur gewohnten Zeit.

Wenn Sie kein Gefühl von Übelkeit verspüren, lassen Sie die „vergessene” Dosis aus und nehmen Sie

die nächste Dosis zur gewohnten Zeit.

Wenn Sie die Einnahme von Zofran abbrechen

Bitte brechen Sie die Behandlung mit Zofran nicht ab, ohne es vorher mit Ihrem Arzt besprochen zu

haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein

BEENDEN Sie die Einnahme von Zofran und suchen Sie unverzüglich medizinische Hilfe auf, wenn

Sie bei sich oder Ihrem Kind eine der folgenden Anzeichen bemerken:

Schwere allergische Reaktionen. Diese treten bei Patienten, die Zofran einnehmen, selten auf. Die

Zeichen hierfür können sein:

erhabenener und juckender Hautausschlag (Nesselausschlag)

Schwellungen, manchmal im Gesicht oder Mund (Angioödem), die Atemschwierigkeit

verursachen

kurz andauernde Bewusstlosigkeit

Minderdurchblutung des Herzmuskels. Zeichen hierfür können sein:

Plötzliche Schmerzen in der Brust

Engegefühl in der Brust

Weitere mögliche Nebenwirkungen

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind in der folgenden Liste aufgeführt. Wenn diese

Nebenwirkungen schwerwiegend werden, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Sehr häufig:

Diese können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Kopfschmerzen

Häufig:

Diese können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Wärmegefühl oder Hitzewallungen

Verstopfung

Hautrötung

Gelegentlich:

Diese können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Krampfanfälle

unfreiwillige Muskelbewegungen oder Zuckungen (Spasmen)

unregelmäßiger oder langsamer Herzschlag

Brustschmerz

niedriger Blutdruck

Schluckauf

Anstieg von Substanzen (Enzymen), die in der Leber produziert werden

Selten:

Diese können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

schwere allergische Reaktionen

Herzrhythmusstörungen (die manchmal einen plötzlichen Bewusstseinsverlust verursachen)

Schwindelgefühl

vorübergehende Unschärfe oder verändertes Sehvermögen

Sehr selten:

Diese können bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

ein großflächiger Hautausschlag mit Bläschen und sich schälender Haut auf einen Großteil der

Körperoberfläche (toxische epidermale Nekrolyse)

vorübergehendes Erblinden

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Mundtrockenheit

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, auch wenn Sie eine Nebenwirkung bemerken, die nicht in

dieser Packungsbeilage aufgeführt ist.

Kinder und Jugendliche

Die Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen sind vergleichbar mit denen bei Erwachsenen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Zofran aufzubewahren?

Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu

schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Außenkarton und der Blisterpackung nach „Verw.

bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten

Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Zofran enthält

Der Wirkstoff ist: Ondansetron. 1 Filmtablette enthält 8 mg Ondansetron (als Ondansetron-

Hydrochloriddihydrat).

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose, mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte Stärke,

Magnesiumstearat, Hypromellose, Farbstoff Gelb (enthält: Titandioxid (E171) und Eisenoxid

(E172))

Wie Zofran aussieht und Inhalt der Packung

Zofran 8 mg – Filmtabletten sind gelbe, ovale beidseitig gewölbte Tabletten (zum Einnehmen) mit der

Prägung GX ET5 auf einer Seite. Eine Packung enthält eine Blisterpackung mit 10 Zofran -

Filmtabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber

Novartis Pharma GmbH, Wien

Vertrieb: Sandoz GmbH, 6250 Kundl, Österreich

Hersteller

Novartis Pharma GmbH, Wien

Aspen Bad Oldesloe GmbH, Industriestr. 32 - 36, 23843 Bad Oldesloe, Deutschland

Z. Nr.: 1-19343

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2021.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung

Symptome und Anzeichen

Bisher gibt es wenig Erfahrung mit Überdosierungen, doch sind im Falle einer versehentlichen

Überdosierung folgende Vergiftungserscheinungen zu erwarten: Sehstörungen, schwere Verstopfung,

Hypotonie und eine vasovagale Episode mit einem vorübergehenden AV-Block zweiten Grades. In

allen Fällen sind die Ereignisse wieder vollständig abgeklungen. Ondansetron verlängert das QT

Intervall dosisabhängig. Eine EKG Überwachung ist empfohlen bei Fällen von Überdosierung.

Kinder und Jugendliche

Es wurden Fälle gemeldet, in denen Säuglinge und Kinder im Alter von 12 Monaten bis 2 Jahren

versehentlich Überdosen von Ondansetron geschluckt haben und bei denen die aufgetretenen

Symptome zu einem Serotonin-Syndrom passen (die geschätzte aufgenommene Menge überschritt 4

mg/kg).

Therapie

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel gegen Ondansetron. In Fällen vermuteter Überdosierung sind

geeignete symptomatische Behandlung und supportive Maßnahmen einzuleiten.

Die weitere Behandlung sollte nach klinischem Bedarf erfolgen oder, falls verfügbar, nach den

Empfehlungen der nationalen Vergiftungszentrale.

Eine Verabreichung von Ipecacuanha zur Behandlung der Überdosierung nach oraler Einnahme wird

nicht empfohlen, da die Patienten auf Grund des antiemetischen Effekts von Zofran auf diese Therapie

wahrscheinlich nicht ansprechen.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

ZOFRAN

4 mg-Filmtabletten

ZOFRAN

8 mg-Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Zofran 4 mg-Filmtabletten

1 Filmtablette enthält 4 mg Ondansetron (als Ondansetron-Hydrochloriddihydrat)

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 81,875 mg Lactose pro Filmtablette.

Zofran 8 mg- Filmtabletten

1 Filmtablette enthält 8 mg Ondansetron (als Ondansetron-Hydrochloriddihydrat)

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 163,75 mg Lactose pro Filmtablette.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe, Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtabletten

Zofran 4 mg – Filmtabletten:

Gelbe, ovale, bikonvexe Tablette, auf einer Seite mit der Prägung „GX ET3“.

Zofran 8 mg – Filmtabletten:

Gelbe, ovale, bikonvexe Tablette, auf einer Seite mit der Prägung „GX ET5“.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Erwachsene

Ondansetron ist indiziert zur Bekämpfung von durch zytotoxische Chemotherapie oder Strahlentherapie

induzierter Nausea und Emesis, sowie zur Prävention der postoperativen Nausea und Emesis.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern über 6 Monaten und Jugendlichen wird Ondansetron zur Bekämpfung von Nausea und

Emesis, welche während zytotoxischer Chemotherapien auftreten, verwendet.

Es wurden keine Studien an Kindern über die Verwendung von oral verabreichtem Ondansetron zur

Vorbeugung oder Behandlung von postoperativer Nausea und Emesis durchgeführt; für diesen Zweck

wird die intravenöse Anwendung empfohlen.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Das emetogene Potenzial einer Zytostatika- oder Strahlentherapie variiert entsprechend der Dosishöhe

Therapieschema.

Auswahl

Dosierungsschemas

soll

anhand

Schwere

Erbrechens bestimmt werden.

Zofran steht in anderen oralen Formen und auch für die parenterale und rektale Anwendung zur

Verfügung und ermöglicht eine individuelle Anpassung der Dosierung. Für eine rektale oder parenterale

Anwendung sind die entsprechenden Fachinformationen der anderen Stärken und Darreichungsformen

von Zofran zu berücksichtigen.

Erwachsene

Durch Chemo-und Strahlentherapie induzierte Nausea und Emesis

Die empfohlene Dosis ist 8 mg oral verabreicht 1 bis 2 Stunden vor der Chemo- oder Strahlentherapie

mit anschließender Gabe von 8 mg oral alle 12 Stunden für maximal 5 Tage.

Bei stark emetisch wirkenden Chemotherapien kann eine Einzeldosis von bis zu 24 mg Ondansetron

oral zusammen mit 12 mg Dexamethason-Natrium-Phosphat 1 bis 2 Stunden vor Chemotherapie

gegeben werden. Nach den ersten 24 Stunden, kann orale oder rektale Ondansetronbehandlung bis zu 5

Tage nach Therapie weitergeführt werden. Die empfohlene Dosis ist 8 mg oral zweimal täglich.

Postoperative Nausea und Emesis

Zur Vorbeugung von postoperativer Nausea und Emesis wird eine Dosis von 16 mg oral 1 Stunde vor

der Narkoseeinleitung empfohlen.

Für die Behandlung bestehender Nausea und Emesis wird eine Injektion empfohlen.

Kinder und Jugendliche

Durch Chemotherapie induzierte Nausea und Emesis bei Kindern und Jugendlichen von 6 Monaten bis

17 Jahre

Die Dosis kann auf Grundlage der Körperoberfläche oder des Körpergewichts berechnet werden. In

pädiatrischen

klinischen

Studien

wurde

Ondansetron

i.v.

Infusion

verabreicht,

wobei

Natriumchloridlösung oder einer kompatiblen Infusionsflüssigkeit auf 25 bis 50 ml verdünnt wurde. Die

Infusion darf nicht weniger als 15 Minuten dauern.

Dosierung nach Körperoberfläche

Ondansetron

soll

unmittelbar

Chemotherapie

intravenöse

Einzeldosis

mg/m²

verabreicht werden. Eine i.v. Dosis darf 8 mg nicht überschreiten. Die Gabe von oralen Dosen kann 12

Stunden später begonnen werden und kann über einen Zeitraum von bis zu 5 Tagen fortgeführt werden

(siehe Tabelle 1). Die Erwachsenendosis darf nicht überschritten werden.

Tabelle 1: Dosierung nach Körperoberfläche für Kinder und Jugendliche von 6 Monaten bis 17 Jahre

Körperoberfläche

Tag 1

Tage 2 – 6

< 0.6 m

5 mg/m

i.v. und

2 mg Zofran-Lösung zum

Einnehmen nach 12 Stunden

2 mg Zofran-Lösung zum

Einnehmen alle 12 Stunden

0.6 m

1.2 m

5 mg/m

i.v. und

4 mg Zofran-Lösung zum

Einnehmen oder Zofran-Tabletten

nach 12 Stunden

4 mg Zofran-Lösung zum

Einnehmen oder Zofran-Tabletten

alle 12 Stunden

> 1.2 m

5 mg/m

i.v. oder 8 mg i.v und

8 mg Zofran-Lösung zum

Einnehmen oder Zofran Tabletten

nach 12 Stunden

8 mg Zofran-Lösung zum

Einnehmen oder Zofran Tabletten

alle 12 Stunden

Dosierung nach Körpergewicht

Ondansetron soll unmittelbar vor der Chemotherapie als Einzeldosis von 0,15 mg/kg i.v. verabreicht

werden. Eine i.v. Dosis darf 8 mg nicht überschreiten. Am Tag 1 können zwei weitere i.v. Dosen alle 4

Stunden verabreicht werden. Die Gabe von oralen Dosen kann 12 Stunden später begonnen werden und

kann

über

einen

Zeitraum

Tagen

fortgeführt

werden

(siehe

Tabelle

Erwachsenendosis darf nicht überschritten werden.

Tabelle 2. Dosierung nach Körpergewicht für Kinder und Jugendliche von 6 Monaten bis 17 Jahre

Körper-

gewicht

Tag 1

Tag 2 – 6

10 kg

Bis zu 3 Dosen von 0.15 mg/kg i.v.

alle 4 Stunden

2 mg Zofran-Lösung zum

Einnehmen alle 12 Stunden

> 10 kg

Bis zu 3 Dosen von 0.15 mg/kg i.v.

alle 4 Stunden

4 mg Zofran-Lösung zum

Einnehmen oder Zofran-

Tabletten alle 12 Stunden

Postoperative Nausea und Emesis bei Kindern und Jugendlichen von 1 Monat bis 17 Jahre

Es wurden keine Studien durchgeführt zur Anwendung von oral verabreichtem Ondansetron zur

Prävention oder Behandlung von postoperativer Nausea und Emesis – eine langsame i.v. Injektion (nicht

kürzer als 30 Sekunden) wird hierfür empfohlen.

Ältere Patienten

65 Jahre

Durch Chemo-und Strahlentherapie induzierte Nausea und Emesis

Es ist keine Anpassung der oralen Dosis oder Verabreichungshäufigkeit erforderlich.

Postoperative Nausea und Emesis

Es liegen nur wenige Erfahrungen zur Anwendung von Ondansetron zur Prävention und Behandlung

postoperativer Nausea und Emesis bei älteren Patienten vor. Allerdings wird Ondansetron von Patienten

über 65 Jahre nach einer Chemotherapie gut toleriert.

Patienten mit Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit mäßiger oder schwerer Leberfunktionsstörung ist die Clearance von Ondansetron

signifikant verringert und die Serumhalbwertszeit signifikant verlängert. Die Tagesgesamtdosis von 8

mg i.v. oder oral verabreicht darf bei diesen Patienten nicht überschritten werden.

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Es ist keine Anpassung der Dosis, der Verabreichungshäufigkeit oder der Applikationsart erforderlich.

Patienten mit langsamem Spartein/Debrisoquin Metabolismus

Die Eliminationshalbwertszeit von Ondansetron ist bei Patienten, die als langsame Spartein- oder

Debrisoquin-Metabolisierer klassifiziert sind, nicht verändert. Folglich führen wiederholte Dosen bei

diesen Patienten zu Expositionsspiegel des Wirkstoffes, die sich von jenen der allgemeinen Population

nicht unterscheiden. Es ist keine Anpassung der Tagesdosis oder Verabreichungshäufigkeit erforderlich.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen

Die Tabletten sind unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einzunehmen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Berichten

zufolge

gleichzeitiger

Anwendung

Ondansetron

Apomorphin-

Hydrochlorid zu schwerer Hypotonie und Bewusstseinsverlust. Die gleichzeitige Anwendung mit

Apomorphin ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.5).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Patienten,

bereits

Überempfindlichkeitsreaktionen

andere

selektive

Rezeptorantagonisten zeigten, wurde über Kreuzallergien mit Ondansetron berichtet.

Bei Auftreten von Atembeschwerden sollten diese symptomatisch behandelt und aufmerksam durch das

medizinische

Personal

überwacht

werden,

Atembeschwerden

Signal

für

Überempfindlichkeitsreaktionen sein können.

Ondansetron verlängert das QT-Intervall dosisabhängig (siehe Abschnitt 5.1). Zusätzlich wurden Post-

Marketing-Fälle von Torsade de Pointes bei Patienten unter Ondansetrontherapie gemeldet. Bei

Patienten mit angeborenem Long QT Syndrom soll Ondansetron vermieden werden. Ondansetron soll

bei Patienten, welche eine Verlängerung der QT-Zeit haben oder entwickeln könnten, mit Vorsicht

angewandt

werden,

einschließlich

Patienten

abnormen

Elektrolytwerten,

kongestiver

Herzinsuffizienz, Bradyarrhythmien oder bei Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die eine

QT-Verlängerung oder Störungen des Elektrolyt-Haushalts bewirken können.

Bei Patienten, die mit Ondansetron behandelt wurden, wurden Fälle von myokardialer Ischämie

berichtet. Vor allem bei intravenöser Gabe traten die Symptome in einigen Fällen unmittelbar nach der

Verabreichung auf, die aber bei sofortiger Behandlung wieder abklangen. Daher sollte während und

nach der Gabe von Ondansetron Vorsicht gelten.

Eine Hypokaliämie und eine Hypomagnesiämie sollten vor Verabreichung von Ondansetron korrigiert

werden.

Somit

Verabreichung

Patienten

Arrhythmien

oder

kardialen

Erregungsleitungsstörungen sowie bei mit Antiarrhythmika oder Betablockern behandelten Patienten

und Patienten mit aussagekräftigen Störungen im Elektrolyt-Haushalt umsichtig vorzugehen.

Serotonin-Syndrom

wurde

nach

gemeinsamer

Verabreichung

Ondansetron

anderen

serotonergen Arzneimitteln (siehe Abschnitt 4.5) beschrieben. Wenn die gleichzeitige Behandlung von

Ondansetron und anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch berechtigt ist, ist eine angemessene

Überwachung des Patienten anzuraten.

Da Ondansetron die Dickdarmpassage verzögern kann, ist bei Patienten mit einer Beeinträchtigung der

Darmmotilität (bzw. bei intestinaler Obstruktion) Vorsicht geboten. Diese Patienten müssen in Hinblick

auf ihre Darmfunktion besonders sorgfältig klinisch überwacht werden.

Nach adenotonsillären Eingriffen können Antiemetika verborgene Blutungen maskieren, indem sie das

Erbrechen verhindern. Daher sollten solche Patienten nach der Behandlung mit Ondansetron sorgfältig

überwacht werden.

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,

völligem Lactase -Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht

einnehmen.

Kinder und Jugendliche

Pädiatrische Patienten, die Ondansetron zusammen mit hepatotoxischen Chemotherapeutika erhalten,

sollten eng auf Leberfunktionsstörungen hin überwacht werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass Ondansetron den Metabolismus anderer Arzneimittel, die häufig

gleichzeitig

angewendet

werden,

induziert

oder

hemmt.

Spezielle

Studien

haben

gezeigt,

dass

Ondansetron nicht mit Alkohol, Temazepam, Furosemid, Alfentanil, Tramadol, Morphin, Lidocain,

Thiopental oder Propofol interagiert.

Ondansetron wird durch Cytochrom P-450 Enzyme (CYP3A4, CYP2D6 und CYP1A2) der Leber

metabolisiert. Da eine Vielzahl an hepatischen Enzymen am Abbau von Ondansetron beteiligt ist, ist

Risiko

für

kompetitive,

metabolische

Interaktionen

gering.

Enzyminhibition

oder

reduzierte

Aktivität von Enzymsystemen (z.B. genetisch bedingter CYP2D6 Mangel) wird durch andere beteiligte

Enzymsysteme kompensiert, wodurch auch in diesen Fällen die Gesamtclearance von Ondansetron

nahezu unverändert ist.

Vorsicht ist angezeigt, wenn Ondansetron gleichzeitig mit Arzneimitteln verabreicht wird, die das QT-

Intervall verlängern und/oder zu Störungen des Elektrolyt-Haushalts führen (siehe Abschnitt 4.4).

Apomorphin

Berichten

zufolge

gleichzeitiger

Anwendung

Ondansetron

Apomorphin-

Hydrochlorid zu schwerer Hypotonie und Bewusstseinsverlust. Die gleichzeitige Anwendung mit

Apomorphin ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Phenytoin, Carbamazepin und Rifampicin

Bei Patienten, die hochpotente CYP3A4-Induktoren (z.B. Phenytoin, Carbamazepin oder Rifampicin)

einnahmen, war die orale Clearance von Ondansetron beschleunigt und die Ondansetron-Blutspiegel

waren erniedrigt.

Serotonerge Arzneimittel (z.B. SSRIs und SNRIs)

Serotonerges

Syndrom

(einschließlich

verändertem

mentalen

Status,

autonomer

Instabilität

neuromusklären Abnormalitäten) wurde nach der gleichzeitigen Gabe von Ondansetron und anderen

serotonergen

Arzneimitteln

einschließlich

selektiver

Serotonin

Wiederaufnahmehemmer

Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRIs) beschrieben (siehe Abschnitt 4.4).

Tramadol

Zwei kleine Interaktionsstudien zeigten, dass Ondansetron den analgetischen Effekt von Tramadol

vermindern kann.

Die Anwendung von Ondansetron mit QT-verlängernden Arzneimitteln kann das QT-Zeit-Intervall

zusätzlich

verlängern.

gleichzeitige

Anwendung

Ondansetron

kardiotoxischen

Arzneimitteln (z.B. Anthracycline) kann das Risiko für das Auftreten von Arrhythmien erhöhen (siehe

auch Abschnitt 4.4).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von Ondansetron während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.

Ausgehend von der Erfahrung beim Menschen aus epidemiologischen Studien wird vermutet, dass

Ondansetron orofaziale Fehlbildungen verursacht, wenn es im ersten Trimenon der Schwangerschaft

verabreicht wird.

In einer Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Schwangeren war die Anwendung von Ondansetron im ersten

Trimenon mit einem erhöhten Risiko für Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten verbunden (3 zusätzliche

Fälle pro 10 000 behandelte Frauen; adjustiertes relatives Risiko, 1,24, (95 % CI 1,03-1,48)). Die

verfügbaren epidemiologischen Studien zu Herzfehlbildungen zeigen widersprüchliche Ergebnisse.

Tierversuche zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen in Bezug auf die

Reproduktionstoxizität.

Frauen in gebärfähigem Alter sollen Ihren Schwangerschaftsstatus mit einem Schwangerschaftstest vor

Beginn einer Behandlung mit Zofran abklären und müssen darauf hingewiesen werden, dass Zofran

möglicherweise schädlich für den sich entwickelnden Fötus ist.

wird

empfohlen,

eine

effektive

Verhütungsmethode

(Methoden

einer

Schwangerschaftswahrscheinlichkeit von < 1%) während der Behandlung mit Zofran, sowie zwei Tage

nach Behandlungsende anzuwenden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt ob Ondansetron in die Muttermilch übergeht. Es liegen keine Daten zum Einfluss

von Ondansetron auf das gestillte Kind oder auf die Bildung der Muttermilch vor. Allerdings konnte

gezeigt werden, dass Ondansetron in die Muttermilch von laktierenden Tieren (Ratten) übertritt. Es wird

daher empfohlen, vor einer Behandlung mit Ondansetron abzustillen.

Fertilität

Zofran hat keinen Einfluss auf die Fertilität.

4.7

Auswirkungen

auf

die

Verkehrstüchtigkeit

und

die

Fähigkeit

zum

Bedienen

von

Maschinen

Zofran hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Studien

psychomotorischen

Leistungsfähigkeit

beeinträchtigt

Ondansetron

nicht

Leistungsfähigkeit und verursacht keine Dämpfung. Ein nachteiliger Einfluss auf diese Tätigkeiten wird

aufgrund der Pharmakologie von Ondansetron nicht angenommen.

4.8

Nebenwirkungen

Die unerwünschten Reaktionen sind in der nachfolgenden Liste nach Systemorganklassen (gemäß

MedDRA-Datenbank) und absoluter Häufigkeit (alle berichteten Ereignisse) gegliedert aufgeführt. Die

Häufigkeiten werden wie folgt definiert:

Sehr häufig (> 1/10), häufig (> 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (> 1/1.000 bis < 1/100), selten (> 1/10.000

bis < 1/1.000) sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten

nicht abschätzbar).

Sehr häufige, häufige und gelegentliche Nebenwirkungen wurden im Allgemeinen aus Daten klinischer

Prüfungen bestimmt; das Auftreten von Nebenwirkungen unter Placebo wurde berücksichtigt. Seltene

und sehr seltene Nebenwirkungen sowie Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit wurden im

Allgemeinen aufgrund der Daten aus der Spontanerfassung und der Literatur bestimmt.

Die nachfolgenden Häufigkeiten wurden unter Standarddosierung mit Ondansetron ermittelt.

Erkrankungen des Immunsystems

Selten:

Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp, die manchmal schwerwiegend sein

können, einschließlich Anaphylaxie.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig:

Kopfschmerzen

Gelegentlich:

Krämpfe, Störung im Bewegungsablauf (einschließlich extrapyramidaler Symptome

wie etwa dystonische Reaktionen, okulogyre Krise und Dyskinesie) wurden beobachtet

ohne definitiven Hinweis von bleibenden klinischen Spätfolgen.

Selten:

Schwindel vorwiegend bei zu schneller i.v. Verabreichung

Augenerkrankungen

Selten:

vorübergehende Sehstörungen (z.B. verschwommenes Sehen), vorwiegend bei zu

schneller i.v. Verabreichung

Sehr selten:

vorübergehende Blindheit, vorwiegend bei i.v. Verabreichung

In der Mehrheit der Fälle kam es innerhalb von 20 Minuten zur vollständigen Erholung.

meisten

betroffenen

Patienten

waren

chemotherapeutischen

Substanzen

behandelt worden, die Cisplatin enthielten. Einige der Fälle von vorübergehender

Erblindung waren kortikal verursacht.

Herzerkrankungen

Gelegentlich:

Brustschmerz

oder

ohne

ST-Streckensenkung

EKG,

Bradykardie

Arrhythmie

Selten:

Verlängerung des QT-Intervalls (einschließlich Torsade de Pointes)

Nicht bekannt:

Myokardiale Ischämie

Gefäßerkrankungen

Häufig:

Wärmegefühl oder Hitzewallungen

Gelegentlich:

Blutdruckabfall

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums

Gelegentlich:

Schluckauf

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Obstipation

durch

Verzögerung

Darmpassage,

Brennen

Anal-

und/oder

Rektalbereich nach Anwendung der Zäpfchen

Nicht bekannt:

Mundtrockenheit

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich:

asymptomatische Erhöhung der Leberfunktionswerte

Diese Wirkung wurde häufig bei Patienten unter Cisplatintherapie beobachtet.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

Flush

Sehr selten:

toxischer Hautausschlag, einschließlich toxische epidermale Nekrolyse

Kinder und Jugendliche

Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern und Jugendlichen war mit dem bei Erwachsenen vergleichbar.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Symptome und Anzeichen

Bisher gibt es wenig Erfahrung mit Überdosierungen, doch sind im Falle einer versehentlichen

Überdosierung folgende Vergiftungserscheinungen zu erwarten: Sehstörungen, schwere Verstopfung,

Hypotonie und eine vasovagale Episode mit einem vorübergehenden AV-Block zweiten Grades. In allen

Fällen sind die Ereignisse wieder vollständig abgeklungen.

Ondansetron verlängert das QT Intervall dosisabhängig. Eine EKG Überwachung ist empfohlen bei

Fällen von Überdosierung.

Kinder und Jugendliche

Es wurden Fälle gemeldet, in denen Säuglinge und Kinder im Alter von 12 Monaten bis 2 Jahren

versehentlich Überdosen von Ondansetron geschluckt haben und bei denen die aufgetretenen Symptome

zu einem Serotonin-Syndrom passen (die geschätzte aufgenommene Menge überschritt 4 mg/kg).

Therapie

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel gegen Ondansetron. In Fällen vermuteter Überdosierung sind

geeignete symptomatische Behandlung und supportive Maßnahmen einzuleiten.

Die weitere Behandlung sollte nach klinischem Bedarf erfolgen oder, falls verfügbar, nach den

Empfehlungen der nationalen Vergiftungszentrale.

Eine Verabreichung von Ipecacuanha zur Behandlung der Überdosierung nach oraler Einnahme wird

nicht empfohlen, da die Patienten auf Grund des antiemetischen Effekts von Zofran auf diese Therapie

wahrscheinlich nicht ansprechen.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische

Gruppe:

Antiemetika

Mittel

gegen

Übelkeit,

Serotonin-(5-HT3)-

Rezeptorantagonisten, ATC-Code: A04AA01

Wirkmechanismus

Ondansetron

potenter,

hoch

selektiver

-Rezeptorantagonist.

genaue

Wirkungsmechanismus bei der Kontrolle von Emesis und Nausea ist nicht bekannt.

Zytotoxisch wirkende Chemotherapeutika und Strahlenbehandlung können eine Freisetzung von 5HT

(Serotonin) im Dünndarm bewirken, wobei durch Aktivierung der afferenten Vagusfasern über die

-Rezeptoren der Brechreflex ausgelöst wird. Ondansetron blockiert die Auslösung dieses Reflexes.

Die Aktivierung der afferenten Vagusfasern kann auch eine Freisetzung von 5HT (Serotonin) in die

Area postrema bewirken, was die Emesis über zentrale Mechanismen noch weiter fördert. Daher ist die

Wirkung von Ondansetron wahrscheinlich auf den kompetitiven Antagonismus an 5HT

-Rezeptoren im

peripheren und zentralen Nervensystem zurückzuführen.

Der Wirkmechanismus bei postoperativer Nausea und Emesis ist nicht bekannt, es wird jedoch vermutet,

dass er ähnlich verläuft wie bei der durch Chemotherapie hervorgerufenen Übelkeit und Emesis.

Pharmakodynamische Wirkungen

Ondansetron hat keinen Einfluss auf die Plasma-Prolaktinkonzentration.

QT-Verlängerung

Die Wirkung von Ondansetron auf das QT Intervall wurde in einer doppelblinden, randomisierten,

Placebo- und positiv-kontrollierten (Moxifloxacin) Crossover-Studie bei 58 gesunden erwachsenen

Männern und Frauen ermittelt. Ondansetron-Dosen von 8 mg und 32 mg wurden intravenös über einen

Zeitraum von 15 Minuten verabreicht. Bei der höchsten getesteten Dosis von 32 mg betrug die höchste

durchschnittliche (Obergrenze von 90 % CI) QTcF Differenz nach der Baseline-Korrektur im Vergleich

zu Placebo 19,6 (21,5) ms. Bei der niedrigsten getesteten Dosis von 8 mg betrug die höchste

durchschnittliche (Obergrenze von 90 % CI) QTcF Differenz nach der Baseline-Korrektur im Vergleich

zu Placebo 5,8 (7,8) ms. Bei dieser Studie waren keine QTcF Messungen höher als 480 ms und keine

QTcF Verlängerung war höher als 60 ms. Keine signifikanten Veränderungen konnten bei den

gemessenen elektrokardiographischen PR oder QRS-Intervallen festgestellt werden.

Klinische Wirksamkeit

Kinder und Jugendliche

Chemotherapie- induzierte Nausea und Emesis

Die Wirksamkeit von Ondansetron in der Kontrolle von Chemotherapie-induziertem Erbrechen und

Übelkeit wurde in einer doppelblinden, randomisierten klinischen Studie mit 415 Patienten im Alter von

1 bis 18 Jahren untersucht (S3AB3006). Die Patienten erhielten an den Behandlungstagen entweder

5 mg/m

Ondansetron intravenös und 4 mg Ondansetron oral nach 8 bis 12 Stunden oder 0,45 mg/kg

Ondansetron

intravenös

eine

orale

Gabe

Placebo

nach

Stunden.

Nach

Chemotherapie erhielten beide Gruppen drei Tage lang 4 mg Ondansetron Lösung zweimal täglich. Die

komplette Kontrolle über das Erbrechen betrug an den schlimmsten Therapietagen 49% (5mg/m

i.v. +

4 mg Ondansetron p. o.) bzw. 41% (0,45 mg/kg i. v. + Placebo p. o.).

Eine doppelblinde, randomisierte und Placebo-kontrollierte klinische Studie (S3AB4003) mit 438

Patienten im Alter von 1 bis 17 Jahren zeigte an den schlimmsten Therapietagen bei einer intravenösen

Gabe von 5 mg/m

Ondansetron mit 2 bis 4 mg Dexamethason oral eine komplette Kontrolle über das

Erbrechen bei 73% der Patienten; bei einer Verabreichung von 8 mg Ondansetron Lösung mit 2 bis 4 mg

Dexamethason oral an den Therapietagen erreichten 71% der Patienten eine komplette Kontrolle über

das Erbrechen. Nach der Chemotherapie erhielten beide Gruppen zwei Tage lang 4 mg Ondansetron

Lösung zweimal täglich. Es wurde kein Unterschied in der Gesamtinzidenz oder hinsichtlich der Art der

Nebenwirkungen zwischen beiden Behandlungsgruppen beobachtet.

Die Wirksamkeit von Ondansetron bei 75 Kindern im Alter von 6 bis 48 Monaten wurde in einer

offenen, unkontrollierten, einarmigen Studie untersucht (S3A40320). Alle Kinder erhielten drei Dosen

Ondansetron i. v. (je 0,15 mg/kg KG), die 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie und dann 4 und 8

Stunden nach der ersten Dosis verabreicht wurden. Eine komplette Kontrolle über das Erbrechen wurde

bei 56 % der Patienten erreicht.

In einer anderen offenen, unkontrollierten, einarmigen Studie (S3A239) mit 28 Kindern wurde die

Wirksamkeit einer intravenösen Dosis von 0,15 mg/kg KG Ondansetron gefolgt von zwei oralen Dosen

mit 4 mg Ondansetron für Kinder unter 12 Jahren bzw. mit 8 mg Ondansetron für Kinder ab 12 Jahren

untersucht. Eine komplette Kontrolle über das Erbrechen wurde bei 42 % der Patienten erreicht.

Postoperative Nausea und Emesis

Die Wirksamkeit einer Einzeldosis Ondansetron in der Prävention von postoperativer Nausea und

Emesis wurde in einer doppelblinden, randomisierten, Placebo-kontrollierten klinischen Studie mit 670

Kindern im Alter von 1 bis 24 Monaten (postkonzeptionelles Alter

44 Wochen, Gewicht

3 kg)

untersucht. Die inkludierten Probanden wurden eingeteilt, um sich den jeweiligen Operationen unter

Vollnarkose zu unterziehen und hatten einen ASA Status

III. Eine Einzeldosis von Ondansetron

0,1 mg/kg KG wurde innerhalb von fünf Minuten nach Induktion der Anästhesie gegeben. Der Anteil

an Patienten, die innerhalb des 24-stündigen Beobachtungszeitraums zumindest eine emetische Episode

erlebten, war in der Placebogruppe höher als in der Verumgruppe (28% versus 11%, p<0,0001).

Vier doppelblinde, Placebo-kontrollierte Studien wurden mit 1469 männlichen und weiblichen Patienten

im Alter von 2 bis 12 Jahren bei Vollnarkose durchgeführt. Die Patienten wurden randomisiert entweder

auf intravenöse Einzeldosen (0,1mg/kg bei Patienten unter 40 kg, 4 mg für pädiatrische Patienten über

40 kg (n = 735 Patienten)) Ondansetron oder Placebo (n=734). Die Substanz wurde über einen Zeitraum

von mindestens 30 Sekunden unmittelbar vor oder nach Induktion der Anästhesie gegeben. Ondansetron

war signifikant wirksamer in der Prävention von Nausea und Emesis als Placebo. Die Ergebnisse dieser

Studien sind in nachfolgender Tabelle zusammengefasst:

Studie

Endpunkt

Ondansetron %

Placebo %

p-Wert

S3A380

0,001

S3GT09

0,001

S3A381

0,001

S3GT11

keine Nausea

0,004

S3GT11

keine Emesis

0,004

CR = ohne Emesis, Notfallmedikation oder Studienabbruch

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Ondansetron bleiben nach wiederholter Gabe unverändert.

Resorption

Nach oraler Verabreichung wird Ondansetron rasch resorbiert. Zofran-Filmtabletten und Zofran-Zydis

sind

bioäquivalent

weisen

eine

absolute

Bioverfügbarkeit

auf.

mittlere

Bioverfügbarkeit bei gesunden männlichen Freiwilligen nach Gabe einer einzelnen 8 mg Tablette

beträgt 55 bis 60%.

Plasmaspitzenkonzentrationen von 30 ng/ml treten ca. 1,5 Stunden nach oraler Gabe einer 8 mg-Dosis

auf. Nach einer i.m.- oder i.v.-Verabreichung von 4 mg erreicht man bereits nach 10 Minuten

äquivalente Blutspiegel.

Verteilung

Steady-State-Verteilungsvolumen

beträgt

Ondansetron

wird

70-76%

Plasmaproteine gebunden.

Biotransformation und Elimination

Ondansetron wird durch multiple hepatische Metabolisierung aus dem systemischen Kreislauf entfernt.

Fehlen

Enzyms

CYP2D6

(Debrisoquin-Polymorphismus)

keinen

Einfluss

Pharmakokinetik von Ondansetron. Weniger als 5% der resorbierten Dosis werden unverändert mit dem

Urin ausgeschieden. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt etwa 3 - 5 Stunden.

Besondere Patientenpopulationen

Geschlechtsspezifische Unterschiede zeigten sich in der Disposition von Ondansetron, wobei Frauen

nach oraler Gabe eine höhere Resorptionsrate und eine verringerte systemische Clearance bzw.

Verteilungsvolumen (adjustiert nach Gewicht) aufwiesen.

Kinder und Jugendliche (im Alter von 1 Monat bis 17 Jahren)

Bei pädiatrischen Patienten im Alter von 1 bis 4 Monaten (n=19), die vor einer Operation standen, war

die Körpergewichts-normierte Clearance um ca. 30 % verlangsamt gegenüber der Clearance bei den

Patienten zwischen 5 und 24 Monaten (n=22), jedoch vergleichbar derjenigen bei Patienten im Alter

von 3 bis 12 Jahren. Die Halbwertszeit bei der Patientenpopulation im Alter von 1 bis 4 Monaten betrug

im Mittel 6,7 Stunden gegenüber 2,9 Stunden bei Patienten im Alter von 5 bis 24 Monaten bzw. 3 bis

12 Jahren. Die Unterschiede bei den pharmakokinetischen Parametern in der 1 bis 4 Monate alten

Patientenpopulation lassen sich zum Teil durch den höheren Körperflüssigkeitsanteil bei Neugeborenen

und Kleinkindern und durch das höhere Verteilungsvolumen für wasserlösliche Wirkstoffe wie z. B.

Ondansetron erklären.

Bei pädiatrischen Patienten im Alter von 3 bis 12 Jahren, die sich ausgewählten chirurgischen Eingriffen

unter Allgemeinanästhesie unterzogen, waren die absoluten Werte sowohl für die Clearance als auch für

Verteilungsvolumen

Ondansetron

Vergleich

Werten

erwachsener

Patienten

verringert. Beide Parameter stiegen linear in Abhängigkeit vom Körpergewicht an und näherten sich im

Alter von 12 Jahren denjenigen von jungen Erwachsenen. Nach Bereinigung von Clearance und

Verteilungsvolumen um das Körpergewicht waren die Werte für diese Parameter zwischen den

verschiedenen Altersgruppen ähnlich. Die Anwendung einer körpergewichtsbezogenen Dosierung

berücksichtigt altersabhängige Veränderungen und bewirkt eine Normalisierung der systemischen

Exposition bei pädiatrischen Patienten.

Eine populationspharmakokinetische Analyse wurde an 428 Personen (Krebspatienten, chirurgische

Patienten und gesunde Freiwillige) im Alter von 1 Monat bis 44 Jahre nach i.v. Gabe von Ondansetron

durchgeführt. Basierend auf dieser Analyse war die systemische Exposition (AUC) von Ondansetron

nach oraler oder i.v. Gabe in Kindern und Jugendlichen vergleichbar mit der von Erwachsenen, mit der

Ausnahme von Kindern im Alter von 1 bis 4 Monaten. Das Distributionsvolumen war altersabhängig

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