Zofran 4mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat
Verfügbar ab:
Novartis Pharma GmbH
ATC-Code:
A04AA01
INN (Internationale Bezeichnung):
Ondansetron Hydrochloride Dihydrate
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat 5.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
22008.00.01

14.08.2019

Seite 1

MS 08/19

V 009

((Novartis Logo))

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Zofran

®

4 mg Filmtabletten

Ondansetron

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker

oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in

dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was sind Zofran 4 mg Filmtabletten und wofür werden sie angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Zofran 4 mg Filmtabletten beachten?

Wie sind Zofran 4 mg Filmtabletten einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind Zofran 4 mg Filmtabletten aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was sind Zofran 4 mg Filmtabletten und wofür werden sie angewendet?

Zofran 4 mg Filmtabletten gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Serotonin (5-

)-Antagonisten bezeichnet werden. Diese können die Wirkung einer als Serotonin

bezeichneten chemischen Substanz blockieren, welche Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen

verursachen kann.

Zofran 4 mg Filmtabletten werden angewendet

zur Behandlung von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen, die durch Zytostatika (in der

Krebsbehandlung eingesetzte Arzneimittel) und Strahlentherapie hervorgerufen

werden.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Zofran 4 mg Filmtabletten beachten?

Zofran 4 mg Filmtabletten dürfen nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

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wenn Sie Apomorphin (ein Arzneimittel zur Behandlung der Parkinsonkrankheit)

verabreicht bekommen.

von Kindern mit einer Körperoberfläche von weniger als 0,6 m

bzw. mit einem

Körpergewicht bis zu 10 kg. Zur korrekten oralen Dosierung dieser Patientengruppe

steht Zofran Lösung zur Verfügung.

Wenn Sie glauben, dass eine der oben genannten Bedingungen auf Sie zutrifft,

nehmen Sie Zofran nicht ein, bevor Sie mit Ihrem Arzt darüber gesprochen haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Zofran einnehmen, wenn

allergisch (überempfindlich) gegen ähnliche Arzneimittel (5-HT

-Antagonisten) wie

Zofran sind

Herzprobleme haben, einschließlich unregelmäßigem Herzschlag (Arrhythmie)

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depression und/oder Angstzuständen

(selektive Serotonin-Wiederaufnahmeinhibitoren [SSRI] wie Fluoxetin, Paroxetin,

Sertralin, Fluvoxamin, Citalopram und Escitalopram oder selektive Noradrenalin-

Wiederaufnahmeinhibitoren [SNRI] wie Venlafaxin oder Duloxetin) einnehmen

Verdauungsbeschwerden haben

an einer Erkrankung der Leber leiden, da Ihr Arzt dann möglicherweise Ihre Zofran-

Dosis reduzieren wird

Probleme mit den Salzmengen in Ihrem Blut (Elektrolytstörungen) haben, z. B.

Kalium und Magnesium.

Wenn Sie glauben, dass eine der oben genannten Bedingungen auf Sie zutrifft,

nehmen Sie Zofran nicht ein, bevor Sie mit Ihrem Arzt darüber gesprochen haben.

Einnahme von Zofran 4 mg Filmtabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel

einzunehmen. Dies gilt auch, wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel

handelt.

Möglicherweise verändern einige Arzneimittel die Wirkungen bzw. Nebenwirkungen von

Zofran, oder Zofran verändert die Wirkungen bzw. Nebenwirkungen einiger Arzneimittel.

Dazu gehören:

Apomorphin (Arzneistoff zur Behandlung der Parkinsonkrankheit), da über starken

Blutdruckabfall und Bewusstseinsverlust bei gleichzeitiger Anwendung von Zofran

(Ondansetron) mit Apomorphin berichtet wurde

Carbamazepin, Phenytoin, Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie

Rifampicin, ein Arzneimittel gegen Tuberkulose

Arzneimittel, die das Herz beeinflussen, wie bestimmte Arzneimittel gegen Krebs

(Anthrazykline oder Trastuzumab) oder Arzneimittel, die die QT-Zeit verlängern (eine

im EKG sichtbare Verzögerung der Erregungsausbreitung im Herzmuskel mit der

Gefahr lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen)

Tramadol, ein Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen

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selektive Serotonin-Wiederaufnahmeinhibitoren (SSRI) zur Behandlung von

Depression und/oder Angstzuständen wie Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin,

Fluvoxamin, Citalopram, Escitalopram

selektive Noradrenalin-Wiederaufnahmeinhibitoren (SNRI) zur Behandlung von

Depression und/oder Angstzuständen wie Venlafaxin oder Duloxetin.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines von diesen

Arzneimitteln einnehmen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Sie sollten Zofran nicht im ersten Trimenon der Schwangerschaft anwenden, denn Zofran kann

das Risiko, dass das Kind mit Lippenspalte und/oder Gaumenspalte (Öffnungen oder Spalten in

der Oberlippe und/oder im Gaumenbereich) zur Welt kommt, leicht erhöhen. Wenn Sie bereits

schwanger sind, glauben, schwanger zu sein, oder planen, ein Kind zu bekommen, fragen Sie

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie Zofran anwenden. Wenn Sie eine Frau im

gebärfähigen Alter sind, wird Ihnen möglicherweise empfohlen, eine wirksame Verhütung

anzuwenden.

Während der Behandlung sollte nicht gestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Zofran 4 mg Filmtabletten haben keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Zofran 4 mg Filmtabletten erst nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer

Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie sind Zofran 4 mg Filmtabletten einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Um Sie vor Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen während und nach einer

Krebsbehandlung mit Zytostatika (Chemotherapie) oder Strahlentherapie zu schützen:

Erwachsene

Am Tag der Chemotherapie oder Bestrahlung:

Die übliche Dosis von Zofran beträgt 8 mg Ondansetron (zwei 4 mg Filmtabletten), ein bis

zwei Stunden vor der Behandlung eingenommen, und weitere 8 mg Ondansetron (zwei 4 mg

Filmtabletten) zwölf Stunden später.

An den nachfolgenden Tagen werden Sie Zofran in Form von Filmtabletten, Schmelztabletten

oder als Lösung erhalten. Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in der

Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder des medizinischen

Fachpersonals an.

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Die übliche Dosis beträgt 8 mg Ondansetron (zwei 4 mg Filmtabletten) zweimal am Tag im

Abstand von 12 Stunden über bis zu 5 Tage.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Kinder ab 6 Monate und Jugendliche

Am Tag der Chemotherapie:

Für Kinder und Jugendliche stehen Zofran i.v. 4 mg und Zofran i.v. 8 mg für eine korrekte

intravenöse Dosierung als langsame Injektion in die Vene über mindestens 30 Sekunden vor der

Behandlung zur Verfügung.

An den nachfolgenden Tagen wird Zofran als Filmtabletten, Schmelztabletten oder als Lösung

gegeben:

Ihr Arzt wird Ihnen die genaue Dosis von Zofran für Ihr Kind nennen, abhängig von der Größe

(Körperoberfläche) oder dem Gewicht des Kindes. Die maximale Dosis beträgt bis zu zwei

4 mg Filmtabletten (8 mg) zweimal am Tag im Abstand von 12 Stunden über bis zu 5 Tage.

Zur Behandlung von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen, die durch eine Strahlentherapie

hervorgerufen wurden, sind keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien zur

Anwendung von Zofran bei Kindern vorhanden.

Ältere Patienten

Eine Dosisanpassung oder Änderung der Einnahmehäufigkeit ist nicht erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei mittlerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion sollte eine tägliche Gesamtdosis

von 8 mg Ondansetron (als Lösung, Filmtabletten, Schmelztabletten oder Injektionslösung)

nicht überschritten werden.

Art der Anwendung

Zofran 4 mg Filmtabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen.

Wenn Sie eine größere Menge von Zofran 4 mg Filmtabletten eingenommen haben, als

Sie sollten

Wenn Sie oder Ihr Kind versehentlich zu viel Zofran 4 mg Filmtabletten eingenommen

haben, setzen Sie sich unverzüglich mit einem Arzt in Verbindung oder suchen Sie direkt ein

Krankenhaus auf. Nehmen Sie die Packung des Arzneimittels mit.

Wenn Sie die Einnahme von Zofran 4 mg Filmtabletten vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben. Nehmen Sie Ihre vergessene Dosis bei Übelkeit, Brechreiz oder Erbrechen so

schnell wie möglich ein und setzen Sie dann Ihre Einnahme wie gehabt fort.

Wenn Sie sich unsicher fühlen, was zu tun ist, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Wenn Sie die Einnahme von Zofran 4 mg Filmtabletten abbrechen

Nehmen Sie Zofran ein, solange es Ihr Arzt empfiehlt. Setzen Sie es nicht ab, es sei denn,

Ihr Arzt hat Ihnen dazu geraten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Schwere allergische Reaktionen:

Diese treten bei Patienten, die Zofran einnehmen, selten auf. Zeichen hierfür können sein:

Erhabener oder juckender Hautausschlag (Nesselsucht)

Schwellungen, manchmal im Gesicht oder im Mund (Angioödem), die

Atemschwierigkeiten verursachen können

Kollaps

Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie diese

Symptome an sich bemerken. Nehmen Sie Zofran nicht mehr ein.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde

gelegt:

Sehr häufig:

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig:

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich:

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten:

kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten:

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Sehr häufig:

Kopfschmerzen

Häufig:

Wärmegefühl, Hitzewallungen mit Rötung der Haut

Verstopfung

Gelegentlich:

Krampfanfälle

Bewegungsstörungen oder Spasmen (einschließlich Extrapyramidalreaktionen wie

Störungen der Muskelspannung, der Augenmuskulatur [krisenhafte Störungen der

Okulomotorik mit Blickabweichung] und motorische Störungen), die aber ohne

nachweisliche dauerhafte klinische Folgen blieben

Brustschmerzen (mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG)

Unregelmäßiger oder langsamer Herzschlag (Herzrhythmusstörungen, Bradykardie)

Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

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Schluckauf

Anstieg von Stoffen (Enzymen), die von der Leber hergestellt werden (Erhöhung von

Leberwerten)

Selten:

Schwere allergische Reaktionen

Herzrhythmusstörungen (QT-Verlängerungen einschließlich Torsade de Pointes, die

einen plötzlichen Bewusstseinsverlust verursachen können)

Vorübergehende Sehstörungen (z. B. Schleiersehen), vorwiegend bei i.v.-

Verabreichung

Benommenheit, vorwiegend bei schneller intravenöser Verabreichung

Sehr selten:

Ausgedehnter Ausschlag mit Blasenbildung und Hautablösung auf großen Teilen der

Hautoberfläche (toxische epidermale Nekrolyse)

Vorübergehende Blindheit, vorwiegend bei i.v.-Verabreichung

Kinder und Jugendliche

Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern und Jugendlichen war mit dem bei Erwachsenen

beobachteten Nebenwirkungsprofil vergleichbar.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie

können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu

beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung

gestellt werden.

5.

Wie sind Zofran 4 mg Filmtabletten aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ und dem

Blister nach „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 30 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das

Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn

Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere

Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Zofran 4 mg Filmtabletten enthalten

Der Wirkstoff ist: Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat

1 Filmtablette enthält 5 mg Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 4 mg

Ondansetron.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Lactose, mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte Stärke (Mais),

Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Filmüberzug: Hypromellose, Titandioxid (E 171),

Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172).

Wie Zofran 4 mg Filmtabletten aussehen und Inhalt der Packung

Zofran 4 mg Filmtabletten sind gelbe, ovale, bikonvexe Filmtabletten. Auf einer Seite tragen

sie die Prägung „GX ET3“.

Zofran 4 mg Filmtabletten sind in Originalpackungen mit 10 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Novartis Pharma GmbH

90327 Nürnberg

Telefon: (09 11) 273-0

Telefax: (09 11) 273-12 653

Internet/E-Mail: www.novartis.de

Oder:

Pharmazeutischer Unternehmer:

Novartis Pharma GmbH

90327 Nürnberg

Telefon: (09 11) 273-0

Telefax: (09 11) 273-12 653

Internet/E-Mail: www.novartis.de

Hersteller:

Aspen Bad Oldesloe GmbH, Industriestr. 32 - 36, 23843 Bad Oldesloe, Deutschland

Glaxo Operations UK Ltd trading as Glaxo Wellcome Operations, Priory Street, Ware,

Hertfordshire, SG12 0DJ, Vereinigtes Königreich

Mitvertrieb:

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

Internet/E-Mail: service@hexal.com

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Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 08/2019.

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Fachinformation

Novartis Pharma

Zofran

®

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Zofran

®

4 mg Filmtabletten

Filmtablette

Zofran

®

8 mg Filmtabletten

Filmtablette

Zofran

®

4 mg Zydis

®

Lingual

Schmelztablette

Zofran

®

8 mg Zydis

®

Lingual

Schmelztablette

Zofran

®

Lösung

4 mg/5 ml

Zofran

®

i.v. 4 mg

4 mg/2 ml Injektionslösung

Zofran

®

i.v. 8 mg

8 mg/4 ml Injektionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Zofran 4 mg Filmtabletten

1 Filmtablette enthält 5 mg Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 4 mg

Ondansetron.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Lactose (siehe Abschnitt 4.4).

Zofran 8 mg Filmtabletten

1 Filmtablette enthält 10 mg Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 8 mg

Ondansetron.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Lactose (siehe Abschnitt 4.4).

Zofran 4 mg Zydis Lingual

1 Schmelztablette enthält 4 mg Ondansetron.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Aspartam; Ethanol (Alkohol); Natriummethyl-4-

hydroxybenzoat; Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat (siehe Abschnitt 4.4).

Zofran 8 mg Zydis Lingual

1 Schmelztablette enthält 8 mg Ondansetron.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Aspartam; Ethanol (Alkohol); Natriummethyl-4-

hydroxybenzoat; Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat (siehe Abschnitt 4.4).

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Zofran Lösung

Jede Flasche enthält 50 ml Lösung zum Einnehmen. 5 ml Lösung enthalten 5 mg

Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 4 mg Ondansetron.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Natriumbenzoat; Sorbitol;

Natriumverbindungen; Ethanol (Alkohol) (siehe Abschnitt 4.4).

Zofran i.v. 4 mg

1 Ampulle zu 2 ml Injektionslösung enthält 5 mg Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat,

entsprechend 4 mg Ondansetron.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Natriumverbindungen (siehe Abschnitt 4.4).

Zofran i.v. 8 mg

1 Ampulle zu 4 ml Injektionslösung enthält 10 mg Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat,

entsprechend 8 mg Ondansetron.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Natriumverbindungen (siehe Abschnitt 4.4).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Zofran 4 mg Filmtabletten

Gelbe, ovale, bikonvexe Filmtabletten. Auf einer Tablettenseite tragen sie die Prägung

„GX ET3“.

Zofran 8 mg Filmtabletten

Gelbe, ovale, bikonvexe Filmtabletten. Auf einer Tablettenseite tragen sie die Prägung

„GX ET5“.

Zofran 4 mg Zydis Lingual/Zofran 8 mg Zydis Lingual

Schmelztabletten

Weiße, runde, plano-konvexe, sich schnell auflösende Tabletten.

Zofran Lösung

4 mg/5 ml

Klare, farblose Lösung mit charakteristischem Erdbeer-Geruch.

Zofran i.v. 4 mg/Zofran i.v. 8 mg

Injektionslösung

Klare, farblose sterile Lösung zur Injektion und Infusion.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Erwachsene

Zofran 4 mg Filmtabletten/Zofran 4 mg Zydis Lingual/Zofran Lösung

Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Therapie mit Zytostatika und Strahlentherapie.

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Zofran 8 mg Filmtabletten/Zofran 8 mg Zydis Lingual

Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Therapie mit Zytostatika und Strahlentherapie.

Prophylaxe von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen.

Zofran i.v. 4 mg

Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Therapie mit Zytostatika.

Prophylaxe und Therapie von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen.

Zofran i.v. 8 mg

Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Therapie mit Zytostatika.

Kinder und Jugendliche

Ondansetron ist angezeigt für die Behandlung von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen

unter einer Therapie mit Zytostatika;

Zur Prophylaxe und Therapie von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen

wurden keine Studien zur Anwendung von oral gegebenem Ondansetron durchgeführt;

für diese Anwendung wird die intravenöse Gabe empfohlen.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Durch Zytostatika und Bestrahlung hervorgerufene Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen

Das emetogene Potenzial einer Krebsbehandlung kann je nach Dosen und Kombinationen

der verwendeten Chemotherapie- und Strahlentherapie-Schemata variieren. Die Wahl der

Dosis und des Dosis-Schemas muss sich daher nach dem emetogenen Potenzial richten.

Erwachsene

Orale Darreichungsformen:

Die empfohlene orale Dosis beträgt 8 mg, 1 bis 2 Stunden vor der Chemotherapie oder

Bestrahlung eingenommen, gefolgt von 8 mg oral alle 12 Stunden über maximal 5 Tage.

Bei hochemetogener Chemotherapie kann eine orale Einzeldosis bis maximal 24 mg

Ondansetron zusammen mit 12 mg Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz,

oder Äquivalent oral 1 bis 2 Stunden vor der Chemotherapie gegeben werden. Nach den

ersten 24 Stunden kann die Ondansetron-Behandlung oral über bis zu 5 Tage nach einem

Behandlungszyklus fortgesetzt werden. Die empfohlene Dosis beträgt 8 mg, zweimal täglich

eingenommen.

Intravenöse Darreichungsformen:

Die empfohlene intravenöse Ondansetron-Dosis beträgt 8 mg als langsame intravenöse

Injektion über nicht weniger als 30 Sekunden, unmittelbar vor der Behandlung verabreicht.

Bei hochemetogener Chemotherapie kann eine maximale anfängliche Einzeldosis von

16 mg Ondansetron i.v. als Infusion (verdünnt in 50 bis 100 ml Kochsalzlösung oder einer

anderen kompatiblen Lösung, siehe Abschnitt 6.6) über mindestens 15 Minuten gegeben

werden. Einzeldosen über 16 mg dürfen aufgrund des dosisabhängig steigenden

Risikos einer QT-Verlängerung nicht verwendet werden.

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Die Wirksamkeit von Ondansetron bei hochemetogener Chemotherapie kann durch die

einmalige intravenöse Gabe von 20 mg Dexamethason-21-dihydrogenphosphat,

Dinatriumsalz, vor Beginn der Chemotherapie gegeben, gesteigert werden.

Intravenöse Dosen über 8 mg bis zu einem Maximum von 16 mg müssen in 50 ml bis

100 ml 0,9 %iger Natriumchlorid-Lösung zur Injektion oder 5 %iger Dextrose-Lösung zur

Injektion vor der Anwendung verdünnt und über mindestens 15 Minuten infundiert werden

(siehe Abschnitt 6.6). Intravenöse Ondansetron-Dosen von 8 mg und niedriger müssen

nicht verdünnt, sondern können als langsame intravenöse Injektion in nicht weniger als

30 Sekunden verabreicht werden.

Nach der initialen Ondansetron-Dosis von 8 mg können 2 zusätzliche intravenöse Dosen von

je 8 mg (über mindestens 30 Sekunden) im Abstand von je 4 Stunden verabreicht werden,

oder eine kontinuierliche Infusion von 1 mg/h über bis zu 24 Stunden.

Zur Vorbeugung von verzögertem oder verlängertem Erbrechen wird die orale Behandlung

empfohlen.

Kinder und Jugendliche (im Alter von 6 Monaten bis 17 Jahre)

Orale und intravenöse Darreichungsformen:

Die Dosis zur Behandlung der durch Chemotherapie hervorgerufenen Übelkeit, Brechreiz

und Erbrechen kann auf Grundlage der Körperoberfläche (KOF) oder auf Grundlage des

Körpergewichts berechnet werden. In klinischen Studien an Kindern und Jugendlichen wurde

Ondansetron als intravenöse Infusion, verdünnt in 25 bis 50 ml Kochsalzlösung oder einer

anderen kompatiblen Infusionslösung, über nicht weniger als 15 Minuten gegeben (siehe

Abschnitt 6.6). Eine Dosierung nach Körpergewicht führt im Vergleich zu einer Dosierung

nach Körperoberfläche zu höheren Tagesgesamtdosen (siehe Abschnitt 5.2).

Es sind keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Zofran zur

Prävention von verzögerter oder prolongierter (verlängerter) Chemotherapie-induzierter

Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen vorhanden. Ebenso sind keine Daten aus kontrollierten

klinischen Studien zur Anwendung von Zofran bei Strahlentherapie-induzierter Übelkeit,

Brechreiz und Erbrechen bei Kindern vorhanden.

Dosierung nach Körperoberfläche:

Ondansetron sollte unmittelbar vor der Chemotherapie intravenös mit einer Initialdosis von

5 mg/m

verabreicht werden. Die i.v.-Einzeldosis darf 8 mg nicht überschreiten. Die Gabe

von oralen Dosen kann 12 Stunden später erfolgen und kann über einen Zeitraum von bis zu

5 Tagen fortgesetzt werden (siehe Tabelle 1). Die Gesamtdosis innerhalb von 24 Stunden

(als abgeteilte Dosen) darf die Erwachsenen-Dosis von 32 mg nicht überschreiten.

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Tabelle 1: Dosierung nach Körperoberfläche bei Chemotherapie-induzierter Übelkeit,

Brechreiz und Erbrechen (Alter ab 6 Monate bis 17 Jahre)

Körper-

oberfläch

e

Tag 1

Tage 2-6

< 0,6 m

2

Initial 5 mg/m

i.v. plus

2 mg Ondansetron (entspricht 2,5 ml

Zofran Lösung) nach 12 Stunden

Alle 12 Stunden: 2 mg Ondansetron

(entspricht 2,5 ml Zofran Lösung)

0,6 m

2

bis

≤ 1,2 m

2

Initial 5 mg/m

i.v. plus

4 mg Ondansetron (entspricht 5 ml

Zofran Lösung oder 1 Zofran 4 mg

Filmtablette oder 1 Schmelztablette

Zofran 4 mg Zydis Lingual) nach

12 Stunden

Alle 12 Stunden 4 mg Ondansetron

(entspricht 5 ml Zofran Lösung oder

1 Zofran 4 mg Filmtablette oder

1 Schmelztablette Zofran 4 mg Zydis

Lingual)

> 1,2 m

2

Initial 5 mg/m

i.v. oder 8 mg i.v. plus

8 mg Ondansetron (entspricht 10 ml

Zofran Lösung oder 1 Zofran 8 mg

Filmtablette oder 1 Schmelztablette

Zofran 8 mg Zydis Lingual) nach

12 Stunden

Alle 12 Stunden 8 mg Ondansetron

(entspricht 10 ml Zofran Lösung oder

1 Zofran 8 mg Filmtablette oder

1 Schmelztablette Zofran 8 mg Zydis

Lingual)

Dosierung nach Körpergewicht:

Eine Dosierung nach Körpergewicht führt im Vergleich zu einer Dosierung nach

Körperoberfläche zu höheren Tagesgesamtdosen (siehe Abschnitt 5.2).

Ondansetron sollte unmittelbar vor der Chemotherapie als intravenöse Einzeldosis von

0,15 mg/kg Körpergewicht verabreicht werden. Die i.v.-Einzeldosis darf 8 mg nicht

überschreiten. Bei Bedarf können 2 weitere i.v.-Dosen mit einem Abstand von 4 Stunden

verabreicht werden.

Die Gabe oraler Dosen kann 12 Stunden später erfolgen und kann über einen Zeitraum von

bis zu 5 Tagen fortgesetzt werden (siehe Tabelle 2).

Die Gesamtdosis innerhalb von 24 Stunden (als abgeteilte Dosen) darf die Erwachsenen-

Dosis von 32 mg nicht überschreiten.

Tabelle 2: Dosierung nach Körpergewicht bei Chemotherapie-induzierter Übelkeit, Brechreiz

und Erbrechen (Alter ab 6 Monate bis 17 Jahre)

Körper-

gewicht

Tag 1

Tage 2-6

≤ 10 kg

Bis zu 3 Dosen à 0,15 mg/kg i.v. alle

4 Stunden

2 mg Ondansetron (entspricht

2,5 ml Zofran Lösung) alle

12 Stunden

> 10 kg

Bis zu 3 Dosen à 0,15 mg/kg i.v. alle

4 Stunden

4 mg Ondansetron (entspricht 5 ml

Zofran Lösung oder 1 Zofran 4 mg

Filmtablette oder 1 Schmelztablette

Zofran 4 mg Zydis Lingual) alle

12 Stunden

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Ältere Patienten

Orale Darreichungsformen:

Eine Dosisanpassung oder Änderung der Einnahmefrequenz ist nicht erforderlich.

Intravenöse Darreichungsformen:

Bei Patienten im Alter von 65 bis 74 Jahren kann das normale Dosisschema für

Erwachsene angewendet werden. Alle intravenösen Dosen sollten in 50 bis 100 ml

Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung verdünnt (siehe

Abschnitt 6.6) und über mindestens 15 Minuten infundiert werden. Nach der initialen Dosis

können 2 weitere Dosen á 8 mg, über 15 Minuten infundiert und im Abstand von mindestens

4 Stunden, gegeben werden.

Bei Patienten im Alter von 75 Jahren und älter sollte die initiale intravenöse Dosis

8 mg nicht überschreiten. Alle intravenösen Dosen sollten in 50 bis 100 ml Kochsalzlösung

oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung verdünnt (siehe Abschnitt 6.6) und über

mindestens 15 Minuten infundiert werden. Nach der initialen Dosis können 2 weitere Dosen

á 8 mg, über 15 Minuten infundiert und im Abstand von mindestens 4 Stunden, gegeben

werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Es ist keine Anpassung der Dosis, der Dosierungshäufigkeit oder Änderung des

Verabreichungsweges erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit mittlerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion sind die Clearance

signifikant verringert und die Serumhalbwertszeit signifikant erhöht. Bei solchen Patienten

sollte eine tägliche Gesamtdosis von 8 mg Ondansetron (oral oder intravenös) nicht

überschritten werden.

Patienten, die schlechte Spartein-/Debrisoquin-Metabolisierer sind

Die Eliminationshalbwertszeit von Ondansetron ist bei Patienten, die als schlechte

Spartein-/Debrisoquin-Metabolisierer eingestuft sind, nicht verändert. Folglich ist bei solchen

Patienten kein Unterschied in der Exposition nach wiederholter Gabe im Vergleich zur

allgemeinen Bevölkerung zu erwarten. Eine Änderung der Dosis oder der Dosisfrequenz ist

nicht erforderlich.

Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen

Erwachsene:

Zur Prophylaxe postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen kann Ondansetron oral

oder intravenös als langsame intravenöse Injektion gegeben werden.

Orale Darreichungsformen:

Zur Prophylaxe von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen beträgt die

empfohlene Dosis 16 mg Ondansetron oral 1 Stunde vor der Narkose.

Zur Behandlung bekannter Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen wird die

Behandlung mit Ondansetron als langsame intravenöse Injektion empfohlen.

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Intravenöse Darreichungsformen:

Zur Prophylaxe postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen wird eine Einzeldosis von

4 mg als langsame intravenöse Injektion über mindestens 30 Sekunden bei Einleitung der

Anästhesie empfohlen.

Zur Behandlung bekannter postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen wird eine

Einzeldosis von 4 mg als langsame intravenöse Injektion über mindestens 30 Sekunden

empfohlen.

Kinder und Jugendliche (im Alter von 1 Monat bis 17 Jahre)

Orale Darreichungsformen:

Es liegen keine Studien zur oralen Gabe von Ondansetron zur Prophylaxe oder Therapie

postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen vor; in diesem Fall wird eine langsam zu

verabreichende intravenöse Injektion (über nicht weniger als 30 Sekunden) empfohlen.

Intravenöse Darreichungsformen:

Zur Prophylaxe und Behandlung von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei

Kindern und Jugendlichen, die sich einer Operation unter Allgemeinanästhesie unterziehen,

kann Ondansetron als eine langsame intravenöse Injektion (über nicht weniger als

30 Sekunden) in einer Dosis von 0,1 mg/kg KG bis zu einer maximalen Dosis von 4 mg

Ondansetron entweder vor, während oder nach der Einleitung der Anästhesie oder nach der

Operation verabreicht werden.

Für Kinder unter 2 Jahren sind nur begrenzte Daten über die Anwendung von Zofran zur

Therapie von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen verfügbar.

Ältere Patienten

Die Erfahrungen mit Ondansetron in der Prophylaxe/Therapie postoperativer Übelkeit,

Brechreiz und Erbrechen bei älteren Patienten sind begrenzt. Von über 65-jährigen

Patienten, die eine Chemotherapie erhielten, wurde Ondansetron gut vertragen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Es ist keine Anpassung der Dosis, der Dosierungshäufigkeit oder Änderung des

Verabreichungsweges erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit mittlerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion sind die Clearance

signifikant verringert und die Serumhalbwertszeit signifikant erhöht. Bei solchen Patienten

sollte eine tägliche Gesamtdosis von 8 mg Ondansetron (oral oder intravenös) nicht

überschritten werden.

Patienten, die schlechte Spartein-/Debrisoquin-Metabolisierer sind

Die Eliminationshalbwertszeit von Ondansetron ist bei Patienten, die als schlechte

Spartein-/Debrisoquin-Metabolisierer eingestuft sind, nicht verändert. Folglich ist bei solchen

Patienten kein Unterschied in der Exposition nach wiederholter Gabe im Vergleich zur

allgemeinen Bevölkerung zu erwarten. Eine Änderung der Dosis oder der Dosisfrequenz ist

nicht erforderlich.

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Art der Anwendung

Orale Darreichungsformen:

Zofran 4 mg Filmtabletten/Zofran 8 mg Filmtabletten: zum Einnehmen

Zofran 4 mg Zydis Lingual/Zofran 8 mg Zydis Lingual: zum Einnehmen (auf der Zunge

zergehen lassen und hinunterschlucken)

Entnahmehinweise:

Die Schmelztablette nicht durch die Blisterpackung drücken!

Lösen Sie an

der Perforierung

ein Segment

vom Blister.

Trennen Sie die

Schutzfolie ab.

Nicht den

Aufkleber

abziehen. Die

Darreichungsform

vorsichtig mit

leichtem Druck

von unten

entnehmen.

Legen Sie dann

Schmelztablette

auf die Zunge.

Zofran Lösung: zum Einnehmen

Die Abmessung erfolgt mit dem beigefügten Doppel-Dosierlöffel. Mit dem einen

Dosierlöffelteil können 5 ml (entspricht 4 mg Ondansetron) Zofran Lösung abgemessen

werden, mit dem anderen 2,5 ml (entspricht 2 mg Ondansetron).

Zur Beachtung

Die Flasche ist mit einem kindergesicherten Verschluss versehen. Zum Öffnen bitte

gleichzeitig drücken und drehen.

Intravenöse Darreichungsformen:

Zofran i.v. 4 mg/Zofran i.v. 8 mg: zur intravenösen Injektion oder, nach vorgeschriebener

Verdünnung, zur intravenösen Infusion.

Die Injektionslösung sollte entweder als langsame intravenöse Injektion über mindestens

30 Sekunden oder als Infusion, verdünnt mit Kochsalzlösung oder einer anderen

kompatiblen Infusionslösung (siehe Abschnitt 6.6) und über mindestens 15 Minuten

infundiert werden.

Weitere Angaben zur Mischbarkeit von Zofran i.v. 4 mg und Zofran i.v. 8 mg und

Verabreichung mit anderen Arzneimittellösungen siehe Abschnitt 6.6.

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4.3

Gegenanzeigen

Gleichzeitige Anwendung mit Apomorphin (siehe Abschnitt 4.5).

Zofran 4 mg Filmtabletten/Zofran 8 mg Filmtabletten/Zofran i.v. 4 mg/Zofran i.v. 8 mg

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Zofran 4 mg Zydis Lingual/Zofran 8 mg Zydis Lingual

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Natriummethyl-4-hydroxybenzoat/Natriumpropyl-4-

hydroxybenzoat oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Zofran Lösung

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Sorbitol oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Zofran 4 mg Filmtabletten/Zofran 4 mg Zydis Lingual/Zofran i.v. 8 mg

Darf nicht angewendet werden bei Kindern mit einer Körperfläche von weniger als 0,6 m

bzw. mit einem Körpergewicht bis zu 10 kg. Für diese Patientengruppe stehen geeignetere

Darreichungsformen mit einem niedrigeren Wirkstoffgehalt zur Verfügung.

Zofran 8 mg Filmtabletten/Zofran 8 mg Zydis Lingual

Darf nicht bei Kindern angewendet werden. Für diese Patientengruppe stehen geeignetere

Darreichungsformen mit einem niedrigeren Wirkstoffgehalt zur Verfügung.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Überempfindlichkeitsreaktionen wurden bei Patienten beobachtet, die diese Erscheinungen

auch nach Gabe anderer selektiver 5-HT

-Antagonisten gezeigt haben. Bei Auftreten von

Atembeschwerden sollten diese symptomatisch behandelt und aufmerksam durch den Arzt

überwacht werden, da Atembeschwerden Symptome einer beginnenden

Überempfindlichkeitsreaktion sein können.

Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall (siehe Abschnitt 5.1). Außerdem

wurden bei Patienten, die Ondansetron erhielten, in der Post-Marketing-

Spontanberichtserfassung Fälle von Torsade de Pointes berichtet. Bei Patienten mit

angeborenem Long-QT-Syndrom sollte die Anwendung von Ondansetron vermieden

werden. Bei Patienten, die eine verlängerte QTc-Zeit aufweisen oder bei denen sich eine

verlängerte QTc-Zeit entwickeln kann, sollte Ondansetron mit Vorsicht angewendet werden.

Zu dieser Gruppe gehören Patienten mit Elektrolytstörungen, kongestiver Herzinsuffizienz,

Bradyarrhythmien oder Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die eine Verlängerung

des QT-Intervalls oder Elektrolytstörungen hervorrufen.

Eine Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie sollte vor der Anwendung von Ondansetron

korrigiert werden.

Über Fälle eines Serotonin-Syndroms wurde bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron

mit anderen serotonergen Arzneimitteln (einschließlich selektiven Serotoninwiederaufnahme-

Hemmern (SSRI) und Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern (SNRI)) berichtet. Wenn eine

gemeinsame Behandlung mit Ondansetron und anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch

erforderlich sein sollte, wird eine engmaschige Überwachung des Patienten empfohlen.

Da Ondansetron die Dickdarmpassage verlangsamt, sollten Patienten mit Anzeichen einer

subakuten Darmobstruktion nach Gabe von Ondansetron überwacht werden.

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Die Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen mit Ondansetron kann nach Operationen an den

Rachenmandeln okkulte Blutungen maskieren. Daher sollten betroffene Patienten nach

Gabe von Ondansetron sorgfältig überwacht werden.

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche, die Ondansetron zusammen mit hepatotoxischen

Chemotherapeutika erhalten, sollten eng auf Leberfunktionsstörungen hin überwacht

werden.

Sonstige Bestandteile

Zofran 4 mg Filmtabletten/Zofran 8 mg Filmtabletten

Enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem

Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Zofran Filmtabletten nicht

einnehmen.

Zofran 4 mg Zydis Lingual/Zofran 8 mg Zydis Lingual

Enthält 0,625 mg Aspartam pro 4 mg Schmelztablette, oder 1,25 mg Aspartam pro 8 mg

Schmelztablette. Aspartam ist eine Quelle für Phenylalanin. Es kann schädlich sein für

Patienten mit Phenylketonurie (PKU). Für Patienten mit Phenylketonurie stehen

nichtaspartamhaltige Darreichungsformen von Zofran (Zofran 4 mg Filmtabletten/Zofran

8 mg Filmtabletten) zur Verfügung.

Enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Schmelztablette, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Enthält Alkohol (weniger als 100 mg pro Einzelgabe).

Enthält Natriummethyl-4-hydroxybenzoat/Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat (Parabene).

Zofran Lösung

Enthält Alkohol (weniger als 100 mg pro Einzelgabe).

Enthält ca. 2,1 g Sorbitol pro 5 ml Lösung. Patienten mit hereditärer Fructoseintoleranz (HFI)

dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen. Sorbitol kann Magen-Darm–Beschwerden

hervorrufen und kann eine leicht laxierende Wirkung haben.

Enthält 10 mg Natriumbenzoat pro 5 ml Lösung.

Enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 5 ml Lösung, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Zofran i.v. 4 mg/Zofran i.v. 8 mg

Enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro ml Injektionslösung, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“. 1 ml Injektionslösung enthält 0,155 mmol bzw. 3,56 mg Natrium.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es deutet nichts darauf hin, dass Ondansetron den Metabolismus anderer, gewöhnlich

gleichzeitig verabreichter Arzneimittel induziert oder hemmt. Spezielle Untersuchungen

haben gezeigt, dass mit Ondansetron keine Wechselwirkungen mit Alkohol, Temazepam,

Furosemid, Alfentanil, Tramadol, Morphin, Lidocain, Thiopental oder Propofol auftreten.

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Ondansetron wird über mehrere hepatische Cytochrom-P450-Isoenzyme – CYP3A4,

CYP2D6 und CYP1A2 – metabolisiert. Durch die Vielfalt der Cytochrom-P450-Isoenzyme,

die Ondansetron verstoffwechseln können, kann eine Hemmung oder reduzierte Aktivität

eines der Isoenzyme (z. B. bei einem genetisch bedingten CYP2D6-Mangel) normalerweise

von anderen Isoenzymen ausgeglichen werden. Daher sollte es zu keiner signifikanten

Veränderung der Clearance von Ondansetron oder des Dosisbedarfs kommen.

Die Anwendung von Ondansetron mit die QT-Zeit verlängernden Arzneimitteln kann die QT-

Zeit zusätzlich verlängern. Die gleichzeitige Anwendung von Ondansetron mit

kardiotoxischen Arzneimitteln (z. B. Anthracycline) kann das Risiko für das Auftreten von

Arrhythmien erhöhen. Die gleichzeitige Anwendung von Ondansetron mit Arzneimitteln, die

eine Verlängerung des QT-Intervalls und/oder Elektrolytstörungen hervorrufen, sollte mit

Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).

Apomorphin

Aufgrund von Berichten über starken Blutdruckabfall und Bewusstseinsverlust bei

Anwendung von Ondansetron zusammen mit Apomorphinhydrochlorid ist die gleichzeitige

Anwendung mit Apomorphin kontraindiziert.

Phenytoin, Carbamazepin und Rifampicin

Bei Patienten, die mit starken CYP3A4-Induktoren behandelt wurden (z. B. Phenytoin,

Carbamazepin und Rifampicin), waren die orale Ondansetron-Clearance erhöht und die

Ondansetron-Konzentration im Blut vermindert.

Serotonerge Arzneimittel (z. B. SSRI und SNRI)

Bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln

einschließlich selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI) und

Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern (SNRI) wurde ein Serotonin-Syndrom

(einschließlich verändertem mentalen Status, autonomer Instabilität und neuromuskulären

Veränderungen) beschrieben (siehe Abschnitt 4.4).

Tramadol

Daten aus kleineren Studien weisen darauf hin, dass Ondansetron den analgetischen Effekt

von Tramadol herabsetzen kann.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine Schwangerschaftsverhütung in Erwägung ziehen.

Schwangerschaft

Ausgehend von der Erfahrung beim Menschen aus epidemiologischen Studien wird

vermutet, dass Ondansetron orofaziale Fehlbildungen verursacht, wenn es im ersten

Trimenon der Schwangerschaft verabreicht wird.

In einer Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Schwangeren war die Anwendung von Ondan-

setron im ersten Trimenon mit einem erhöhten Risiko für Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten

verbunden (3 zusätzliche Fälle pro 10 000 behandelte Frauen; adjustiertes relatives Risiko,

1,24, (95 %-KI 1,03-1,48)).

Die verfügbaren epidemiologischen Studien zu Herzfehlbildungen zeigen widersprüchliche

Ergebnisse.

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Tierversuche zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen in Bezug auf

die Reproduktionstoxizität.

Ondansetron sollte nicht während des ersten Trimenons der Schwangerschaft verwendet

werden.

Stillzeit

Untersuchungen haben gezeigt, dass Ondansetron in die Muttermilch von säugenden Tieren

übergeht (siehe Abschnitt 5.3). Daher wird empfohlen, dass Mütter, die Ondansetron

erhalten, ihre Säuglinge nicht stillen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Ondansetron hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Es zeigte in

psychomotorischen Untersuchungen keine leistungsbeeinträchtigende oder sedierende

Wirkung. Von den pharmakologischen Eigenschaften des Wirkstoffs Ondansetron kann eine

nachteilige Wirkung auf diese Fähigkeiten nicht abgeleitet werden.

4.8

Nebenwirkungen

Nachfolgend sind die Nebenwirkungen nach Systemorganklassen und absoluter Häufigkeit

(alle berichteten Ereignisse) aufgelistet. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Sehr häufige, häufige und gelegentliche Nebenwirkungen wurden allgemein aus Daten

klinischer Prüfungen bestimmt; das Auftreten von Nebenwirkungen unter Placebo wurde

berücksichtigt. Seltene und sehr seltene Nebenwirkungen wurden allgemein aufgrund der

Daten aus der Spontanerfassung bestimmt.

Die nachfolgenden Häufigkeiten wurden unter Standarddosierung mit Ondansetron ermittelt.

Erkrankungen des Immunsystems

Selten:

Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp (manchmal schwerwiegend)

einschließlich Anaphylaxie

Die Anaphylaxie kann lebensbedrohlich sein. Überempfindlichkeitsreaktionen wurden auch

bei Patienten beobachtet, die diese Erscheinungen mit anderen selektiven 5-HT

Antagonisten gezeigt haben.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig:

Kopfschmerzen

Gelegentlich: Krampfanfälle, Bewegungsstörungen (einschließlich Extrapyramidalreaktionen

wie dystonische Reaktionen, akute, krisenhafte Störungen der Okulomotorik

mit Blickabweichung [Crisis oculogyris] und Dyskinesien), die aber ohne

nachweisliche dauerhafte klinische Folgen blieben

Selten:

Benommenheit, vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung

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Augenerkrankungen

Selten:

Vorübergehende Sehstörungen (z. B. Schleiersehen), vorwiegend bei i.v.-

Verabreichung

Sehr selten:

Vorübergehende Blindheit, vorwiegend bei i.v.-Verabreichung

In der Mehrzahl der berichteten Fälle bildete sich die Blindheit innerhalb von 20 Minuten

zurück. Die meisten Patienten wurden mit Chemotherapeutika behandelt, einschließlich

Cisplatin. Die Ursache von einigen der berichteten Fälle von vorübergehender Blindheit war

kortikalen Ursprungs.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Arrhythmie, Brustschmerzen mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG,

Bradykardie

Selten:

QTc-Verlängerung (einschließlich Torsade de Pointes)

Gefäßerkrankungen

Häufig:

Wärmegefühl, Hitzewallungen mit Rötung der Haut

Gelegentlich: Hypotonie (Blutdruckabfall)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Schluckauf

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Obstipation

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Asymptomatische Erhöhung von Leberwerten*

* Diese Nebenwirkungen traten üblicherweise bei Patienten auf, die eine Chemotherapie mit

Cisplatin erhalten hatten.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr selten:

Toxische Hauteruptionen, einschließlich toxischer epidermaler Nekrolyse

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig:

Lokale Irritationen an der Einstichstelle bei i.v.-Verabreichung – insbesondere

bei wiederholter Anwendung

Zofran Zydis Lingual:

Natriummethyl-4-hydroxybenzoat und Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat (Parabene) können

allergische Reaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.

Kinder und Jugendliche

Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern und Jugendlichen war mit dem bei Erwachsenen

beobachteten Nebenwirkungsprofil vergleichbar.

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Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome und Anzeichen

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit einer Ondansetron-Überdosierung vor. Die

Symptome waren ähnlich denen, die bei Patienten nach empfohlener Dosierung berichtet

wurden (siehe Abschnitt 4.8). Manifestationen einer Überdosierung beinhalteten

Sehstörungen, schwere Verstopfung, niedriger Blutdruck und eine vasovagale Episode mit

vorübergehendem AV-Block II. Grades.

Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall. Im Falle einer Überdosierung wird

eine EKG-Überwachung empfohlen.

Kinder und Jugendliche

Es wurden Fälle gemeldet, in denen Säuglinge und Kinder im Alter von 12 Monaten bis

2 Jahren versehentlich Überdosen von Ondansetron geschluckt haben und bei denen die

aufgetretenen Symptome zu einem Serotonin-Syndrom passen (die geschätzte

aufgenommene Menge überschritt 4 mg/kg).

Therapie

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel gegen Ondansetron, daher sollten bei Verdacht auf

Überdosierung erforderlichenfalls eine angemessene symptomatische Therapie und

unterstützende Maßnahmen ergriffen werden.

Das weitere Vorgehen sollte wie klinisch indiziert oder entsprechend den Empfehlungen der

nationalen Giftzentralen erfolgen.

Die Anwendung von Brechwurzel (Ipecacuanha) zur Behandlung einer Überdosierung mit

Ondansetron wird nicht empfohlen, da ein Ansprechen der Patienten durch die eigene

antiemetische Wirkung von Ondansetron unwahrscheinlich ist.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Serotonin-5-HT

-Antagonisten, ATC-Code: A04AA01

Wirkmechanismus

Ondansetron ist ein hochselektiver, kompetitiver 5-HT

-Rezeptor-Antagonist. Der exakte

pharmakologische Wirkungsmechanismus bei der Kontrolle von Übelkeit, Brechreiz und

Erbrechen ist beim Menschen noch nicht aufgeklärt.

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Tierexperimentelle Untersuchungen zeigen, dass sowohl eine zytotoxische Chemo- als auch

eine Strahlentherapie eine Freisetzung von 5-Hydroxytryptamin (5-HT, Serotonin) im

Dünndarm bewirken. 5-HT stimuliert 5-HT

-Rezeptoren an Neuronen in der Peripherie

(viszeraler afferenter Vagus) und im Zentralnervensystem (Area postrema), wodurch ein

Brechreiz hervorgerufen wird. Ondansetron antagonisiert direkt an 5-HT

-Rezeptoren die

Wirkung von 5-HT und hemmt so den biochemisch/pharmakologischen Vorgang des

Erbrechens.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

In einer pharmakopsychologischen Probanden-Studie zeigte Ondansetron keine sedierende

Wirkung.

Verlängerung des QT-Intervalls

Die Wirkung von Ondansetron auf das QT-Intervall wurde in einer doppelblinden,

randomisierten Placebo- und positiv (Moxifloxacin) kontrollierten Crossover-Studie mit 58

gesunden erwachsenen Männern und Frauen untersucht. Es wurden Dosen von 8 mg und

32 mg Ondansetron über 15 Minuten intravenös infundiert. Bei der höchsten getesteten

Dosis von 32 mg betrug die maximale mittlere Änderung (Obergrenze des 90%-KI) des

QTcF-Intervalls (Fridericia-Korrektur) gegenüber Placebo nach Basiskorrektur 19,6 msec

(21,5 msec). Bei der niedrigeren getesteten Dosis von 8 mg betrug die maximale mittlere

Änderung (Obergrenze des 90%-KI) des QTcF-Intervalls (Fridericia-Korrektur) gegenüber

Placebo nach Basiskorrektur 5,8 msec (7,8 msec). In dieser Studie wurden keine QTcF-

Intervalle von über 480 msec und keine Verlängerung des QTcF-Intervalls von über 60 msec

gemessen. Bei den mittels Elektrokardiogramm gemessenen PR- bzw. QRS-Intervallen

traten keine signifikanten Änderungen auf.

Kinder und Jugendliche

Durch Chemotherapie hervorgerufene Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen:

Die Wirksamkeit von Ondansetron in der Kontrolle von Chemotherapie-induziertem

Erbrechen und Übelkeit wurde in einer doppelblinden, randomisierten klinischen Studie mit

415 Patienten im Alter von 1 bis 18 Jahren untersucht (S3AB3006). Die Patienten erhielten

an den Behandlungstagen entweder 5 mg/m

Ondansetron intravenös und 4 mg

Ondansetron oral nach 8 bis 12 Stunden oder 0,45 mg/kg Körpergewicht (KG) Ondansetron

intravenös und eine orale Placebo-Gabe nach 8 bis 12 Stunden. Die komplette Kontrolle

über das Erbrechen betrug am Therapietag mit den heftigsten Symptomen 49 % (5 mg/m

i.v. und 4 mg Ondansetron p.o.) bzw. 41 % (0,45 mg/kg i.v. und Placebo p.o.). Nach der

Chemotherapie erhielten beide Gruppen drei Tage lang 4 mg Ondansetron als Lösung

zweimal täglich. Es wurde kein Unterschied in der Gesamtinzidenz oder hinsichtlich der Art

der Nebenwirkungen zwischen beiden Behandlungsgruppen beobachtet.

Eine doppelblinde, randomisierte und Placebo-kontrollierte klinische Studie (S3AB4003) mit

438 Patienten im Alter von 1 bis 17 Jahren zeigte am Therapietag mit den heftigsten

Symptomen eine komplette Kontrolle über das Erbrechen bei

73 % der Patienten, die eine intravenöse Gabe von 5 mg/m

Ondansetron mit 2 bis

4 mg Dexamethason oral erhielten und bei

71 % der Patienten, die 8 mg Ondansetron als Lösung mit 2 bis 4 mg Dexamethason

oral an den Therapietagen erhielten.

Nach der Chemotherapie erhielten beide Gruppen zwei Tage lang 4 mg Ondansetron als

Lösung zweimal täglich. Es wurde kein Unterschied in der Gesamtinzidenz oder hinsichtlich

der Art der Nebenwirkungen zwischen beiden Behandlungsgruppen beobachtet.

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Die Wirksamkeit von Ondansetron bei 75 Kindern im Alter von 6 bis 48 Monaten wurde in

einer offenen, unkontrollierten, einarmigen Studie untersucht (S3A40320). Alle Kinder

erhielten drei Dosen Ondansetron i.v. (je 0,15 mg/kg KG), die 30 Minuten vor Beginn der

Chemotherapie und dann 4 und 8 Stunden nach der ersten Dosis verabreicht wurden. Eine

komplette Kontrolle über das Erbrechen wurde bei 56 % der Patienten erreicht.

In einer anderen offenen, unkontrollierten, einarmigen Studie (S3A239) mit 28 Kindern wurde

die Wirksamkeit einer intravenösen Dosis von 0,15 mg/kg KG Ondansetron, gefolgt von zwei

oralen Dosen mit 4 mg Ondansetron für Kinder unter 12 Jahren bzw. mit 8 mg Ondansetron

für Kinder ab 12 Jahren, untersucht. Eine komplette Kontrolle über das Erbrechen wurde bei

42 % der Patienten erreicht.

Prophylaxe von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen:

Die Wirksamkeit einer Einzeldosis Ondansetron in der Prophylaxe von postoperativer

Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen wurde in einer randomisierten, doppelblinden und

Placebo-kontrollierten Studie mit 670 Kindern im Alter von 1 bis 24 Monaten untersucht

(postkonzeptionell: Alter ≥ 44 Wochen, Gewicht ≥ 3 kg). Für die eingeschlossenen Patienten

mit einem ASA-Status ≤ III waren elektive chirurgische Eingriffe unter Allgemeinanästhesie

vorgesehen. Nach Einleitung der Narkose wurde eine Einzeldosis von 0,1 mg/kg KG

Ondansetron innerhalb von 5 Minuten verabreicht. Der Anteil der Patienten, die während der

24-stündigen Beobachtungsphase mindestens eine emetogene Episode erlitten (ITT), war in

der Placebo-Gruppe größer als für die Patienten, die Ondansetron erhielten (28 % vs. 11 %,

p <0,0001).

Es wurden vier randomisierte, doppelblinde und Placebo-kontrollierte Studien mit 1469

männlichen und weiblichen Patienten im Alter von 2 bis 12 Jahren durchgeführt, die einer

Allgemeinanästhesie unterzogen wurden. Die Patienten wurden entweder zur Behandlung

mit einer Einzeldosis Ondansetron i.v. (0,1 mg/kg für Kinder mit einem Körpergewicht von 40

kg oder weniger, 4 mg für Kinder mit einem Körpergewicht über 40 kg; Patientenanzahl =

735) oder zur Behandlung mit Placebo (Patientenanzahl = 734) randomisiert. Die

Studienmedikation wurde über mindestens 30 Sekunden, kurz vor oder nach Einleitung der

Anästhesie, verabreicht. Die Wirksamkeit von Ondansetron in der Prophylaxe von

postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen war im Vergleich zu Placebo signifikant

erhöht. Die Ergebnisse dieser Studien sind in Tabelle 3 zusammengefasst.

Tabelle 3: Prophylaxe und Behandlung von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und

Erbrechen bei pädiatrischen Patienten – Ansprechen auf die Behandlung über 24 Stunden

Studie

Endpunkt

Ondansetron

%

Placebo %

p-Wert

S3A38

≤ 0,001

S3GT0

≤ 0,001

S3A38

≤ 0,001

S3GT1

Keine Übelkeit

0,004

S3GT1

Kein

Erbrechen

0,004

CR = keine emetogenen Episoden, Notversorgung oder Studienabbruch

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5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Durchschnittswerte pharmakokinetischer Parameter:

8 mg oral

8 mg i.v.

Zeitpunkt der maximalen

Plasmakonzentration (t

1,6 h

0,12 h

Eliminationshalbwertszeit

ca. 3 h

ca. 3 h

(bei älteren Patienten bis zu 5 h)

Resorption

Die durchschnittliche Bioverfügbarkeit bei gesunden Freiwilligen beträgt nach Verabreichung

einer einzelnen 8 mg Tablette ungefähr 55 bis 60 %. Zwischen Plasmaspiegeln und

antiemetischer Wirkung besteht keine direkte Korrelation.

Verteilung

Die Plasmaproteinbindung (in vitro) beträgt 70 bis 76 %.

Biotransformation

Ondansetron wird über mehrere hepatische Cytochrom-P450-Isoenzyme – CYP3A4,

CYP2D6 und CYP1A2 – metabolisiert. Ein Mangel an dem Enzym CYP2D6

(Debrisoquinpolymorphismus) beeinflusst nicht das pharmakokinetische Verhalten von

Ondansetron. Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Ondansetron sind bei

wiederholter Gabe unverändert.

Elimination

Die Clearance von Ondansetron erfolgt vorwiegend über die hepatische Metabolisierung. Die

Metabolite werden im Urin und in den Faeces ausgeschieden.

Besondere Patientenpopulationen

Kinder und Jugendliche (im Alter von 1 Monat bis 17 Jahre)

Bei pädiatrischen Patienten im Alter von 1 bis 4 Monaten (n=19), die sich einer Operation

unterzogen, war die körpergewichtsnormierte Clearance um ca. 30 % verlangsamt

gegenüber der Clearance bei den Patienten zwischen 5 und 24 Monaten (n=22), jedoch

vergleichbar derjenigen bei Patienten im Alter von 3 bis 12 Jahren. Die Halbwertszeit bei der

Patientenpopulation im Alter von 1 bis 4 Monaten betrug im Mittel 6,7 Stunden gegenüber

2,9 Stunden bei Patienten im Alter von 5 bis 24 Monaten bzw. 3 bis 12 Jahren. Die

Unterschiede bei den pharmakokinetischen Parametern in der 1 bis 4 Monate alten

Patientenpopulation lassen sich zum Teil durch den höheren Körperflüssigkeitsanteil bei

Neugeborenen und Kleinkindern und durch das höhere Verteilungsvolumen für

wasserlösliche Wirkstoffe wie z. B. Ondansetron erklären.

Bei pädiatrischen Patienten im Alter von 3 bis 12 Jahren, die sich elektiven chirurgischen

Eingriffen unter Allgemeinanästhesie unterzogen, waren die absoluten Werte sowohl für die

Clearance als auch für das Verteilungsvolumen von Ondansetron im Vergleich zu den

Werten erwachsener Patienten verringert. Beide Parameter stiegen linear in Abhängigkeit

vom Körpergewicht an und näherten sich im Alter von 12 Jahren denjenigen von jungen

Erwachsenen. Nach Bereinigung von Clearance und Verteilungsvolumen um das

Körpergewicht waren die Werte für diese Parameter zwischen den verschiedenen

Altersgruppen ähnlich. Die Anwendung einer körpergewichtsbezogenen Dosierung

berücksichtigt altersabhängige Veränderungen und bewirkt eine Normalisierung der

systemischen Exposition bei pädiatrischen Patienten.

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Die pharmakokinetische Analyse wurde bei einer Population von 428 Patienten

(Krebspatienten, chirurgische Patienten und gesunde Freiwillige) im Alter von 1 Monat bis

44 Jahren nach intravenöser Verabreichung von Ondansetron durchgeführt. Auf Grundlage

dieser Analyse war die systemische Exposition (AUC) von Ondansetron nach oraler oder

intravenöser Verabreichung bei Kindern und Jugendlichen vergleichbar mit derjenigen bei

Erwachsenen, mit Ausnahme von Kindern im Alter von 1 bis 4 Monaten. Das Volumen war

altersabhängig und bei Erwachsenen niedriger als bei Kleinkindern und Kindern. Die

Clearance war abhängig vom Gewicht, jedoch nicht vom Alter, mit der Ausnahme von 1- bis

4-monatigen Kindern. Es ist schwierig daraus zu folgern, ob eine zusätzliche Reduktion der

Clearance in Abhängigkeit vom Alter der 1- bis 4-monatigen Kinder stattgefunden hat oder

ob die Ursache einfach in der angeborenen Variabilität aufgrund der geringen Patientenzahl,

die in dieser Altersgruppe untersucht wurde, zu sehen ist.

Da Patienten unter 6 Monaten bei postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nur eine

Einzeldosis Ondansetron erhalten, wird bei der Prophylaxe postoperativer Übelkeit eine

verringerte Clearance als nicht klinisch relevant erachtet.

Ältere Patienten

Frühe Phase-I-Studien bei gesunden älteren Freiwilligen zeigten einen altersbedingten Abfall

der Clearance und einen Anstieg der Halbwertszeit von Ondansetron. Jedoch führte eine

breite interindividuelle Variabilität zu einer beträchtlichen Überlappung in den

pharmakokinetischen Parametern zwischen jüngeren (<65 Jahre) und älteren Probanden

(>65 Jahre), und es wurden auch insgesamt keine Unterschiede in der Sicherheit und

Wirksamkeit zwischen jüngeren und älteren Krebspatienten in den klinischen Studien zur

Chemotherapie-induzierten Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen zur Unterstützung anderer

Dosierungsempfehlungen für ältere Patienten beobachtet.

Basierend auf neueren Modellen bezüglich Ondansetron-Konzentrationen im Plasma und

Expositions-Reaktions-Beziehungen wird eine größere Wirkung auf den QTcF-Wert bei

Patienten ab einem Alter von 75 Jahren im Vergleich zu jüngeren Erwachsenen

vorhergesagt. Für die intravenöse Gabe werden spezielle Dosis-Informationen für Patienten

über 65 Jahre und für Patienten über 75 Jahre gegeben (siehe Abschnitt 4.2).

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit mäßigen Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance 15 bis 60 ml/min)

sind sowohl die systemische Clearance als auch das Verteilungsvolumen nach intravenöser

Gabe von Ondansetron reduziert; dies führt zu einer leichten, aber klinisch nicht signifikanten

Erhöhung der Eliminationshalbwertszeit (auf 5,4 Stunden).

Eine Studie bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen, die regelmäßige

Hämodialysen benötigten, zeigte, dass die Pharmakokinetik von Ondansetron nach

intravenöser Gabe praktisch unverändert bleibt (die Untersuchung erfolgte zwischen den

Dialysen).

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen ist die systemische Clearance von

Ondansetron deutlich reduziert, die Eliminationshalbwertszeit (15 bis 32 Stunden) verlängert,

und die orale Bioverfügbarkeit nähert sich infolge der verringerten präsystemischen

Verstoffwechselung 100 %.

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V 008

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe, Genotoxizität

und zum kanzerogenen Potenzial lassen die präklinischen Daten keine besonderen

Gefahren für den Menschen erkennen.

Reproduktionstoxikologische Studien

Aus reproduktionstoxikologischen Studien mit Ratten und Kaninchen ergaben sich keine

Hinweise auf eine schädigende Wirkung für den Fötus, wenn Ondansetron während der

Organogenese in der etwa 6-fach bzw. 24-fach erhöhten, für den Menschen empfohlenen

oralen Maximaldosis von 24 mg/Tag, bezogen auf die Körperoberfläche, verabreicht wurde.

In Studien mit Ratten und Kaninchen zur embryo-fetalen Entwicklung erhielten schwangere

Tiere Ondansetron orale Dosen bis zu 15 mg/kg/Tag bzw. 30 mg/kg/Tag während der

Organogenese. Mit Ausnahme einer leichten Abnahme des mütterlichen Körpergewichts bei

Kaninchen gab es keine signifikanten Effekte von Ondansetron auf die Muttertiere oder die

Entwicklung der Nachkommen. Dosierungen von 15 mg/kg/Tag bei Ratten bzw. 30

mg/kg/Tag bei Kaninchen entsprachen der etwa 6-fach bzw. 24-fach erhöhten, für den

Menschen empfohlenen oralen Maximaldosis von 24 mg/Tag, bezogen auf die

Körperoberfläche.

In Toxizitätsstudien zur prä- und postnatalen Entwicklung erhielten schwangere Ratten orale

Dosen Ondansetron von 15 mg/kg/Tag von Tag 17 der Schwangerschaft bis zur Geburt an

Tag 21. Mit Ausnahme einer leichten Abnahme des mütterlichen Körpergewichts gab es

keine toxischen Effekte von Ondansetron auf die schwangeren Ratten oder die prä- und

postnatale Entwicklung der Nachkommen, einschließlich des Reproduktionsverhaltens der

zugehörigen F1-Generation. Dosierungen von 15 mg/kg/Tag bei Ratten entsprachen der

etwa 6-fach erhöhten, für den Menschen empfohlenen oralen Maximaldosis von 24 mg/Tag,

bezogen auf die Körperoberfläche.

Ondansetron und seine Metaboliten reichern sich in der Milch von Ratten mit einem

Milch:Plasma-Verhältnis von 5,2:1 an.

Eine Studie an klonierten humanen kardialen Ionenkanälen hat gezeigt, dass Ondansetron

das Potenzial besitzt, die kardiale Repolarisierung über eine Blockade der hERG-

Kaliumkanäle zu beeinflussen. In einer Thorough-QT-Studie mit gesunden Probanden wurde

eine dosisabhängige Verlängerung des QT-Intervalls beobachtet.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Zofran 4 mg Filmtabletten/Zofran 8 mg Filmtabletten

Tablettenkern:

Lactose

Mikrokristalline Cellulose

Vorverkleisterte Stärke (Mais)

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Hypromellose

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172)

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Zofran 4 mg Zydis Lingual/Zofran 8 mg Zydis Lingual

Gelatine

Mannitol (Ph.Eur.)

Aspartam

Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (E 219)

Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat (E 217)

Erdbeer-Aroma (enthält Ethanol (Alkohol))

Zofran Lösung

Citronensäure

Natriumcitrat

Natriumbenzoat (E 211)

Gereinigtes Wasser

Sorbitol-Lösung 70 % (kristallisierend) (Ph.Eur.) (E 420)

Erdbeer-Aroma (enthält Ethanol (Alkohol))

Zofran i.v. 4 mg/Zofran i.v. 8 mg

Natriumchlorid

Natriumcitrat 2 H

Citronensäure-Monohydrat

Wasser für Injektionszwecke

6.2

Inkompatibilitäten

Orale Darreichungsformen

Nicht zutreffend.

Intravenöse Darreichungsformen

Zofran Injektionslösungen sollen generell nicht in derselben Spritze oder Infusionsflasche mit

anderen arzneimittelhaltigen Lösungen oder nicht überprüften Infusionslösungen gemischt

werden (siehe Abschnitt 6.6).

Zofran Injektionslösungen sollen nur mit den empfohlenen Infusionslösungen gemischt

werden (siehe Abschnitt 6.6).

6.3

Dauer der Haltbarkeit

36 Monate.

Zofran Lösung zusätzlich

Nach Anbruch 4 Wochen verwendbar.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Zofran 4 mg Filmtabletten/Zofran 8 mg Filmtabletten/Zofran i.v. 4 mg/Zofran i.v. 8 mg

Nicht über 30 °C lagern.

Zofran 4 mg Zydis Lingual/Zofran 8 mg Zydis Lingual

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Zofran Lösung

Aufrecht lagern. Nicht im Kühlschrank lagern.

Aufbewahrungsbedingungen nach Anbruch des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

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Zofran i.v. 4 mg/Zofran i.v. 8 mg

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Zofran 4 mg Filmtabletten

10 Filmtabletten

Zofran 8 mg Filmtabletten

10 Filmtabletten

Zofran 4 mg Zydis Lingual

10 Schmelztabletten

Zofran 8 mg Zydis Lingual

10 Schmelztabletten

Zofran Lösung

1 Flasche mit 50 ml Lösung

Zofran i.v. 4 mg

Packung mit 5 Ampullen zu je 2 ml Injektionslösung

Zofran i.v. 8 mg

Packung mit 5 Ampullen zu je 4 ml Injektionslösung

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Orale Darreichungsformen:

Keine besonderen Anforderungen.

Intravenöse Darreichungsformen:

Zofran i.v. 4 mg und Zofran i.v. 8 mg dürfen nicht im Autoklaven sterilisiert werden.

Zofran i.v. 4 mg/Zofran i.v. 8 mg ist mit folgenden gebräuchlichen Infusionslösungen

mischbar:

Kochsalzlösung 0,9 %, Glucoselösung 5 %,

Mannitollösung 10 %, Ringerlösung,

Kaliumchlorid-/Natriumchloridlösung (0,3 %/0,9 %),

Kaliumchlorid-/Glucoselösung (0,3 %/5 %).

Die Lösungen sollen vor Gebrauch frisch zubereitet werden.

Die Kompatibilitätsuntersuchungen mit den oben genannten Lösungen zeigten, dass die

Mischungen bis zu 7 Tage stabil sind (bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank).

Verabreichung mit anderen Arzneimittellösungen

Die folgenden Infusionslösungen dürfen nur über ein Y-Stück dem Zofran enthaltenden

Infusionssystem zugegeben werden, wobei die Ondansetron-Konzentration im Bereich von

16 bis 160 µg/ml (z. B. 8 mg/500 ml bzw. 8 mg/50 ml) und die Ondansetron-Infusionsrate bei

1 mg/Stunde liegen sollte.

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Cisplatin-haltige

Lösungen

Die Konzentration Cisplatin-haltiger Lösungen, die über einen

Zeitraum von einer bis acht Stunden gegeben werden kann, darf

0,48 mg/ml (z. B. 240 mg/500 ml) nicht überschreiten.

Fluorouracil-haltige

Lösungen

Die Konzentration Fluorouracil-haltiger Lösungen, die mit einer

Infusionsrate von mindestens 20 ml/Stunde (500 ml/24 Stunden)

gegeben werden kann, darf 0,8 mg/ml (z. B. 2,4 g/3 l oder

400 mg/500 ml) nicht überschreiten. Höhere Fluorouracil-

Konzentrationen führen zu einer Fällung des Ondansetrons. Die

Fluorouracil-haltigen Lösungen können Magnesiumchlorid bis zu

einer Konzentration von 0,045 % (m/v) enthalten.

Carboplatin-haltige

Lösungen

Die Konzentration Carboplatin-haltiger Lösungen, die über einen

Zeitraum von 10 Minuten bis zu einer Stunde gegeben werden

kann, darf den Bereich 0,18 mg/ml bis 9,9 mg/ml (z. B. 90

mg/500 ml bzw. 990 mg/100 ml) nicht überschreiten.

Etoposid-haltige

Lösungen

Die Konzentration Etoposid-haltiger Lösungen, die über einen

Zeitraum von 30 Minuten bis zu einer Stunde gegeben werden

kann, darf den Bereich 0,14 mg/ml bis 0,25 mg/ml (z. B. 70

mg/500 ml bzw. 250 mg/1 l) nicht überschreiten.

Ceftazidim-haltige

Lösungen

Ceftazidim-Dosen von 250 bis 2000 mg, die nach den Angaben

des Herstellers zubereitet werden (2,5 ml Wasser für

Injektionszwecke für 250 mg und 10 ml für 2 g Ceftazidim),

können als i.v.-Bolusinjektion über ca. 5 Minuten gegeben

werden.

Cyclophosphamid-

haltige Lösungen

Dosen von 100 mg bis 1 g Cyclophosphamid, die nach den

Angaben des Herstellers zubereitet werden (5 ml Wasser für

Injektionszwecke für 100 mg Cyclophosphamid), werden als i.v.-

Bolusinjektion über ca. 5 Minuten gegeben.

Doxorubicin-haltige

Lösungen

Dosen von 10 bis 100 mg Doxorubicin, die nach den Angaben

des Herstellers zubereitet werden (5 ml Wasser für

Injektionszwecke für 10 mg Doxorubicin), werden als i.v.-

Bolusinjektion über ca. 5 Minuten gegeben.

Dexamethason-21-

dihydrogenphosphat,

Dinatriumsalz

20 mg Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz

können als langsame intravenöse Injektion über 2 bis 5 Minuten

mittels eines Y-Stückes dem Zofran enthaltenden

Infusionssystem zugesetzt werden, mit dem 8 oder 16 mg

Ondansetron in 50 bis 100 ml einer kompatiblen Infusionslösung

(siehe Mischbarkeit von Zofran i.v. 4 mg und Zofran i.v. 8 mg)

als Kurzzeit-Infusion über ca. 15 Minuten verabreicht werden.

Die Kompatibilität von Dexamethason-21-dihydrogenphosphat

mit Ondansetron wurde mittels Gabe dieser Arzneimittel über

dasselbe Infusionsbesteck in Konzentrationen von 32 µg/ml bis

2,5 mg/ml Dexamethason-21-dihydrogenphosphat und 8 µg/ml

bis 1 mg/ml Ondansetron gezeigt.

Nach Anbruch der Ampullen ist der Rest zu verwerfen.

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Seite 23

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V 008

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Novartis Pharma GmbH

90327 Nürnberg

Hausadresse:

Roonstraße 25

90429 Nürnberg

Telefon: (09 11) 273-0

Telefax: (09 11) 273-12 653

Internet/E-Mail: www.novartis.de

Medizinischer Infoservice:

Telefon: (09 11) 273-12 100 (Mo - Fr 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr)

Telefax: (09 11) 273-12 160

E-Mail: infoservice.novartis@novartis.com

Internet: www.infoservice.novartis.de

Mitvertrieb:

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

Internet/E-Mail: service@hexal.com

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Zofran 4 mg Filmtabletten

Zul.-Nr.: 22008.00.01

Zofran 8 mg Filmtabletten

Zul.-Nr.: 22008.01.01

Zofran 4 mg Zydis Lingual

Zul.-Nr.: 41349.00.00

Zofran 8 mg Zydis Lingual

Zul.-Nr.: 41349.01.00

Zofran Lösung

Zul.-Nr.: 37196.00.00

Zofran i.v. 4 mg

Zul.-Nr.: 22008.00.00

Zofran i.v. 8 mg

Zul.-Nr.: 22008.01.00

14.08.2019

Seite 24

MS 08/19

V 008

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Zofran 4 mg Filmtabletten/Zofran 8 mg Filmtabletten

Datum der Erteilung der Zulassung: 31. Oktober 1990

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 25. Juni 2001

Zofran 4 mg Zydis Lingual/Zofran 8 mg Zydis Lingual

Datum der Erteilung der Zulassung: 23. November 1998

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 19. Juli 2010

Zofran Lösung

Datum der Erteilung der Zulassung: 30. Dezember 1998

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 19. Juli 2010

Zofran i.v. 4 mg/Zofran i.v. 8 mg

Datum der Erteilung der Zulassung: 31. Oktober 1990

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 25. Juni 2001

10.

STAND DER INFORMATION

August 2019

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

((Novartis Logo))

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