Zofenil 30 mg Filmtablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Zofenopril-Hemicalcium
Verfügbar ab:
Berlin-Chemie AG
ATC-Code:
C09AA15
INN (Internationale Bezeichnung):
Zofenopril Calcium
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Zofenopril-Hemicalcium 30.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
45020.02.00

Dokumenten

Packungsbeilage Packungsbeilage - Englisch

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Zo fe n il

7,5 mg, Zofenil

15 mg,

Zo fe n il

30 mg, Zofenil

60 mg

Filmtabletten

Zofenopril-Calcium

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Zofenil und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Zofenil beachten?

Wie ist Zofenil einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Zofenil aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was is t Zofenil und wofür wird es angewendet?

Zofenil enthält 7,5 mg, 15 mg, 30 mg bzw. 60 mg Zofenopril-Calcium, das zu einer Gruppe

blutdrucksenkender Medikamente, den sogenannten Angiotensin-Conversions-Enzym-(ACE-

)Hemmern, gehört.

Zofenil wird zur Behandlung folgender Beschwerden angewendet:

Bluthochdruck (Hypertonie).

Herzinfarkt (akuter Myokardinfarkt) – bei Patienten mit oder ohne Zeichen von

Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz), und die keine Therapie zum Auflösen von

Blutgerinnseln (thrombolytische Therapie) erhalten haben.

Was s ollten Sie vor der Einnahme von Zofenil beachten?

Zofenil darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Zofenopril-Calcium oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie in der Vergangenheit bereits allergisch auf einen anderen ACE-Hemmer wie

Captopril oder Enalapril reagiert haben.

wenn bei Ihnen während einer früheren Behandlung mit einem ACE-Hemmer starke

Schwellungen und starker Juckreiz im Gesicht, der Nase und im Hals auftraten

(Angioödem) oder wenn Sie unter einem angeborenen oder idiopathischen Angioödem

leiden (schnelles Anschwellen der Haut, des Gewebes, des Verdauungstraktes oder

anderer Organe).

wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen

Herzschwäche bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich

dadurch das Risiko eines Angioödems (schnelle Schwellung unter der Haut z. B. im

Rachenbereich) erhöht.

wenn Sie an schweren Leberproblemen leiden.

wenn Sie an einer Verengung der Nierenschlagadern leiden.

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit

einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

nach dem dritten Schwangerschaftsmonat (Es wird empfohlen, Zofenil auch in der

frühen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“).

von Frauen im gebärfähigen Alter ohne ausreichende Verhütungsmaßnahmen.

Warnhinweis e und Vors ichts maßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Zofenil einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie

einen hohen Blutdruck und Leber- oder Nierenprobleme haben.

einen hohen Blutdruck haben, der durch ein Nierenproblem oder eine Verengung der

Nierenarterien hervorgerufen wird (renovaskuläre Hypertonie).

sich kürzlich einer Nierentransplantation unterzogen haben.

sich einer Dialyse unterziehen.

eine LDL-Apherese bekommen (ein Verfahren ähnlich der Nierendialyse, bei dem

schädliches Cholesterin aus dem Blut entfernt wird).

abnormal hohe Werte des Hormons Aldosteron im Blut (primärer

Hyperaldosteronismus) oder niedrige Werte des Hormons Aldosteron im Blut haben

(Hypoaldosteronismus).

eine Verengung der Herzklappe (Aortenstenose) oder eine Verdickung der

Herzwände (hypertrophe Kardiomyopathie) haben.

an einer Schuppenflechte (Psoriasis) leiden oder gelitten haben (Hautkrankheit, die

durch schuppige, violette Stellen ausgeprägt ist).

eine Desensibilisierungstherapie („Allergie-Injektionen“) gegen Insektenstiche

erhalten.

eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane

bezeichnet – z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems

(schnelle Schwellung unter der Haut z. B. im Rachenbereich) erhöht sein:

Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall

Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstoßung von transplantierten Organen

oder zur Krebsbehandlung eingesetzt werden (z. B. Temsirolimus, Sirolimus,

Everolimus)

Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte

(z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Zofenil darf nicht eingenommen werden“.

Besonders nach der ersten Dosis Zofenil kann es vorkommen, dass Ihr Blutdruck zu stark

abfällt (dies ist umso wahrscheinlicher, wenn Sie zusätzlich Diuretika einnehmen, dehydriert

sind oder auf einer salzarmen Diät sind). Informieren Sie in so einem Fall unverzüglich

Ihren Arzt und legen Sie sich dann auf den Rücken.

Wenn Sie operiert werden sollen, informieren Sie Ihren Narkosearzt, dass Sie Zofenil

einnehmen, bevor die Narkose durchgeführt wird. Dies wird ihr/ihm helfen, Ihren Blutdruck

und Puls während des Eingriffs zu kontrollieren.

Des Weiteren ist Zofenil, wenn Sie an einem Herzinfarkt (akuten Myokardinfarkt) leiden und

einen niedrigen Blutdruck (< 100 mmHg) oder einen Kreislaufschock (infolge Ihres

Herzproblems) haben – nicht empfohlen.

über 75 Jahre alt sind mit besonderer Vorsicht anzuwenden.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten). Die Einnahme von Zofenil in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht

empfohlen, und Zofenil darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Zofenil in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt „Schwangerschaft

und Stillzeit“).

Kinder und J ugendliche

Geben Sie dieses Arzneimittel nicht Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, da die

Sicherheit für diese Altersgruppe nicht erwiesen ist.

Einnahme von Zofenil zus ammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Informieren Sie insbesondere Ihren Arzt, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:

Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika und

andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erhöhen können (z. B.

Trimethoprim und Cotrimoxazol zur Behandlung von bakteriellen Infekten; Ciclosporin,

ein Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems, um die Abstoßung von

transplantierten Organen zu verhindern; und Heparin, ein Arzneimittel zur

Blutverdünnung und Vermeidung von Blutgerinnseln)

Lithium (zur Behandlung von seelischen Erkrankungen)

Narkosemittel (Anästhetika)

Betäubungsmittel (wie Morphin)

Antipsychotika (zur Behandlung von Schizophrenie und ähnlichen Erkrankungen)

Trizyklische Antidepressiva, z. B. Amitriptylin und Clomipramin

Barbiturate (zur Behandlung von Angstzuständen, Schlaflosigkeit und Krampfanfällen)

andere Arzneimittel zur Behandlung eines Bluthochdrucks und gefäßerweiternde

Substanzen (einschließlich Beta-Blocker, Alpha-Blocker und Diuretika wie

Hydrochlorothiazid, Furosemid, Torasemid)

Nitroglycerin und andere Nitrate zur Behandlung von Brustschmerzen (Angina pectoris)

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen, wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte „Zofenil darf nicht eingenommen

werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Antazida einschließlich Cimetidin (zur Behandlung von Sodbrennen und

Magengeschwüren)

Ciclosporin (verwendet nach Organtransplantationen) und andere Immunsuppressiva

(Arzneimittel, die das körpereigene Immunsystem unterdrücken)

Allopurinol (zur Behandlung von Gicht)

Insulin oder andere antidiabetische Arzneimittel

Zytostatika (zur Behandlung von Krebs und von Krankheiten, die das körpereigene

Immunsystem betreffen)

Kortikosteroide (starke entzündungshemmende Arzneimittel)

Procainamid (zur Kontrolle eines unregelmäßigen Herzschlags)

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR, wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen)

Sympathomimetika (Arzneimittel, die auf das Nervensystem wirken, einschließlich

solcher, die zur Behandlung von Asthma oder Heuschnupfen angewendet werden, und

blutdrucksteigernde Amine, z. B. Adrenalin)

Racecadotril (ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall), Arzneimittel, die zur

Verhinderung der Abstoßung von transplantierten Organen oder zur Krebsbehandlung

eingesetzt werden (z. B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus) und Vildagliptin (ein

Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes). Das Risiko eines Angioödems kann erhöht

sein.

Einnahme von Zofenil zus ammen mit Nahrungs mitteln, Getränken und Alkohol

Zofenil kann am besten mit Wasser entweder zusammen mit Nahrungsmitteln oder auf

nüchternen Magen eingenommen werden.

Der blutdrucksenkende Effekt von Zofenil wird durch Alkohol verstärkt. Befragen Sie Ihren

Arzt über den Genuss von Alkohol, während Sie dieses Medikament einnehmen.

Schwangers chaft und Stillzeit

Schwangers chaft

Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Zofenil vor einer Schwangerschaft bzw. sobald

Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes

Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Zofenil in der frühen Schwangerschaft wird

nicht empfohlen und Zofenil darf nach dem dritten Schwangerschaftsmonat nicht mehr

eingenommen werden, da die Einnahme von Zofenil in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen, fragen Sie vor der Einnahme dieses

Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Die Einnahme von Zofenil wird stillenden Müttern nicht

empfohlen. Ihr Arzt wird eine andere Behandlung auswählen, wenn Sie stillen wollen, vor

allem, solange Ihr Kind im Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war.

Verkehrs tüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Mas chinen

Dieses Arzneimittel kann Schwindel oder Müdigkeit verursachen. Wenn Sie dies feststellen,

fahren Sie kein Auto und bedienen Sie keine Maschinen.

Zofenil enthält Lactos e

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Zofenil daher erst nach Rücksprache

mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit

leiden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d. h. es ist

nahezu „natriumfrei“.

Wie is t Zofenil einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Zofenil kann mit Nahrung oder auf nüchternen Magen eingenommen werden. Die Tablette

sollte am besten zusammen mit Wasser eingenommen werden.

Hinweis zur Teilung von Zofenil 15 mg, 30 mg, 60 mg

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Behandlung eines hohen Blutdrucks

(Hypertonie)

Die empfohlene Anfangsdosis von Zofenil ist einmal täglich 15 mg. Ihr Arzt wird die Dosis

schrittweise anpassen (normalerweise in einem Abstand von vier Wochen), bis die optimale

Dosis für Sie gefunden ist. Eine lang anhaltende Blutdrucksenkung wird üblicherweise mit

der einmal täglichen Einnahme von 30 mg Zofenil erreicht. Die Maximaldosis beträgt 60 mg

pro Tag, die entweder als Einzeldosis oder aufgeteilt in zwei Dosen eingenommen wird.

Wenn Sie dehydriert sind, einen Salzmangel aufweisen oder Diuretika („Wassertabletten“)

einnehmen, kann es nötig sein, die Behandlung mit 7,5 mg Zofenil zu beginnen.

Leber- oder Nierenprobleme

Wenn Sie an leichter bis mittelschwerer Leberschädigung oder an mittelschwerer bis starker

Nierenschädigung leiden, wird Ihr Arzt Ihre Behandlung mit der Hälfte der therapeutischen

Dosis von Zofenil (15 mg) beginnen. Wenn Sie eine Dialyse erhalten, wird Ihre Behandlung

mit einem Viertel der üblichen therapeutischen Dosis (7,5 mg) begonnen.

Herzinfarkt

(akuter Myokardinfarkt)

Die Behandlung mit Zofenil sollte innerhalb der ersten 24 Stunden nach Einsetzen der

Symptome begonnen werden.

Sie werden Zofenil Tabletten wie folgt zweimal täglich – am Morgen und am Abend –

erhalten:

Am ersten und zweiten Behandlungstag zweimal täglich 7,5 mg.

Am dritten und vierten Behandlungstag zweimal täglich 15 mg.

Vom fünften Behandlungstag an sollte die Dosis auf zweimal täglich 30 mg erhöht

werden.

Ihr Arzt wird Ihre Dosis bzw. Maximaldosis auf der Basis Ihrer Blutdruckmessungen

einstellen.

Die Behandlung wird für weitere sechs Wochen oder länger fortgesetzt, wenn Symptome

von Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz) weiterhin bestehen bleiben.

Wenn Sie eine größere Menge Zofenil eingenommen haben, als Sie s ollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben, wenden Sie

sich unverzüglich an Ihren Arzt oder das nächste Unfallkrankenhaus bzw. die nächste

Notaufnahme (nehmen Sie, wenn möglich, restliche Tabletten, die Verpackung oder diese

Gebrauchsinformation mit).

Die häufigsten Symptome und Anzeichen einer Überdosis sind niedriger Blutdruck

(Hypotonie) mit Ohnmacht, sehr niedriger Puls (Bradykardie), Elektrolytveränderungen im

Blut, und Nierenfunktionsstörungen.

Wenn Sie die Einnahme von Zofenil verges s en haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis ein, sobald Sie sich

daran erinnern. Wenn die Verzögerung jedoch zu lang ist (z. B. mehrere Stunden) und die

Zeit der nächsten einzunehmenden Dosis nah ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und

nehmen Sie die nächste reguläre Dosis zur üblichen Zeit ein. Nehmen Sie nicht die

doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Zofenil abbrechen

Informieren Sie immer Ihren Arzt, bevor Sie die Behandlung mit Zofenil abbrechen,

unabhängig davon, ob Sie das Arzneimittel gegen hohen Blutdruck oder nach einem

Herzinfarkt einnehmen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Nebenwirkungen s ind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Die meisten Nebenwirkungen, die mit ACE-Hemmern in Verbindung gebracht werden, sind

vorübergehend und verschwinden nach Beendigung der Therapie.

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Müdigkeit

Übelkeit und/oder Erbrechen

Schwindel

Kopfschmerzen

Husten

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Allgemeine Schwäche

Muskelkrämpfe

Hautausschlag

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)

schnelles Anschwellen und Juckreiz besonders im Gesicht, Mund und Hals,

möglicherweise mit Atembeschwerden.

Zusätzlich zu den Nebenwirkungen, die für Zofenil berichtet wurden, traten die

nachfolgenden allgemein bei der Einnahme von ACE-Hemmern auf:

starker Blutdruckabfall am Anfang der Therapie oder wenn die Dosis erhöht wird,

verbunden mit Schwindel, Sehverschlechterung, Ohnmacht (Synkope)

erhöhter oder unregelmäßiger Herzschlag, Herzklopfen und Brustschmerzen

(Herzinfarkt oder Angina pectoris)

Bewußtseinstrübung, plötzlicher Schwindel, plötzliche Sehverschlechterung oder

Schwäche und/oder einseitige Lähmungserscheinung (vorübergehender ischämischer

Anfall oder Schlaganfall)

periphere Ödeme (Ansammlung von Wasser in den Gliedmaßen), Blutdruckabfall beim

Aufstehen, Brustschmerzen, Muskelschmerzen und/oder -krämpfe

eingeschränkte Nierenfunktion, Änderung des Tages-Urinvolumens, Auftreten von

Proteinen im Urin (Proteinurie), Impotenz

Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, trockener Mund

allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz, Abschälen

der Haut, Rötung, Ablösung der Haut und Bläschenbildung (toxische epidermale

Nekrolyse), Verschlimmerung einer bestehenden Schuppenflechte (Hauterkrankung, die

durch schuppige rosafarbene Flecken gekennzeichnet ist), Haarausfall (Alopezie)

vermehrtes Schwitzen und Hitzegefühl

Stimmungsänderungen, Depressionen, Schlafstörungen, Missempfindungen der Haut

wie Brennen, Prickeln, Kribbeln (Parästhesie), Gleichgewichtsstörung, Verwirrtheit,

Ohrensausen (Tinnitus), Geschmacksstörung, verschwommenes Sehen

Atembeschwerden, Verengung der Luftwege in den Lungen (Bronchospasmus),

Nasennebenhölenentzündung, laufende oder verstopfte Nase (Rhinitis), Entzündung der

Zunge (Glossitis), Bronchitis

Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht), Entzündung der Leber oder Bauchspeicheldrüse

(Hepatitis, Pankreatitis), Darmverschluss (Ileus)

verändertes Blutbild, wie eine Veränderung der Zahl der roten Blutkörperchen, der

weißen Blutkörperchen oder der Blutplättchen oder eine Verringerung aller Arten von

Blutzellen (Panzytopenie)

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie das Gefühl haben, leicht Blutergüsse zu

bekommen oder wenn Sie ohne erkennbare Ursache Halsschmerzen oder Fieber

entwickeln.

erhöhte Blutwerte an Leberenzymen (Transaminasen) und Bilirubin, erhöhte Harnstoff-

und Kreatininwerte im Blut

Blutarmut durch vermehrten Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie), der

auftreten kann, wenn Sie einen Mangel an G6PD (Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase)

haben

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie

können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu

beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung

gestellt werden.

Wie is t Zofenil aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Dieses Arzneimittel erfordert keine besonderen Lagerbedingungen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchdrückpackung

nach „verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Zofenil enthält

Der Wirkstoff ist Zofenopril-Calcium 7,5 mg, 15 mg, 30 mg, 60 mg.

Die sonstigen Bestandteile sind mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat,

Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat, hochdisperses Siliciumdioxid, Hypromellose,

Titandioxid (E 171), Macrogol 400 und Macrogol 6000 (siehe Abschnitt 2. „Zofenil enthält

Lactose“)

Wie Zofenil aus s ieht und Inhalt der Packung

Zofenil 7,5 mg sind erhältlich als weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten in Packungen zu 30

(N1), 50 und 100 (N3) Filmtabletten und Klinikpackungen mit 50 Filmtabletten.

Zofenil 15 mg sind erhältlich als weiße, oblongförmige Filmtabletten in Packungen zu 30

(N1), 50 und 100 (N3) Filmtabletten und Klinikpackungen mit 50 Filmtabletten.

Zofenil 30 mg sind erhältlich als weiße, oblongförmige Filmtabletten in Packungen zu 30

(N1), 50 und 100 (N3) Filmtabletten und Klinikpackungen mit 50 Filmtabletten.

Zofenil 60 mg sind erhältlich als weiße, oblongförmige Filmtabletten in Packungen zu 28

(N1), 30 (N1), 50 und 100 (N3) Filmtabletten und Klinikpackungen mit 50 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutis cher Unternehmer und Hers teller

Pharmazeutis cher Unternehmer

BERLIN-CHEMIE AG

Glienicker Weg 125, 12489 Berlin, Deutschland

He rs te lle r

A. Menarini Manufacturing Logistics and Services Srl

Via Campo di Pile, 67100 L'Aquila, Italien

[oder]

Menarini – Von Heyden GmbH

Leipziger Str. 7–13, 01097 Dresden, Deutschland

Dies es Arzneimittel is t in den Mitglieds s taaten des Europäis chen

Wirts chafts raumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelas s en:

Österreich:

Zofenil

Dänemark:

Zofenil

Finnland:

Zofenil

Frankreich:

Zofenil

Deutschland:

Zofenil

Griechenland:

Zopranol

Irland:

Zofenil

Italien:

Bifril

Island:

Zofenil

Luxemburg:

Zofenil

Norwegen:

Zofenil

Portugal:

Zofenil

Spanien:

Zofenil

Niederlande:

Zofil

Vereinigtes Königreich:

Zofenil

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2019.

F AC HINF O R MATIO N

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Zofenil

7,5 mg

Zofenil

15 mg

Zofenil

30 mg

Zofenil

60 mg

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUS AMMENSETZUNG

Jede Filmtablette Zofenil 7,5 mg enthält 7,5 mg Zofenopril-Calcium entsprechend

7,2 mg Zofenopril.

Jede Filmtablette Zofenil 15 mg enthält 15 mg Zofenopril-Calcium entsprechend

14,3 mg Zofenopril.

Jede Filmtablette Zofenil 30 mg enthält 30 mg Zofenopril-Calcium entsprechend

28,7 mg Zofenopril.

Jede Filmtablette Zofenil 60 mg enthält 60 mg Zofenopril-Calcium entsprechend

57,3 mg Zofenopril.

Sons tige Bes tandteile mit bekannter Wirkung

Jede Filmtablette Zofenil 7,5 mg enthält 17,35 mg Lactose-Monohydrat.

Jede Filmtablette Zofenil 15 mg enthält 34,7 mg Lactose-Monohydrat.

Jede Filmtablette Zofenil 30 mg enthält 69,4 mg Lactose-Monohydrat.

Jede Filmtablette Zofenil 60 mg enthält 138,8 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Zofenil 7,5 mg:

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten.

Zofenil 15 mg/30 mg/60 mg:

Weiße, oblongförmige Filmtabletten mit Bruchkerbe. Die Tablette kann in gleiche

Dosen geteilt werden.

KLINISCHE ANGABEN

Anwendungs gebiete

Hypertonie

Zofenil ist angezeigt zur Behandlung von leichter bis mittelschwerer essenzieller

Hypertonie.

Akuter Myokardinfarkt

Zofenil ist angezeigt zur Behandlung des akuten Myokardinfarkts – mit oder ohne

Symptome von Herzinsuffizienz – innerhalb der ersten 24 Stunden bei Patienten, die

hämodynamisch stabil sind und keine thrombolytische Therapie erhalten haben.

Dos ierung und Art der Anwendung

Dos ierung

Hypertonie

Erwachsene

Ob eine Dosisanpassung erforderlich ist, sollte anhand einer Blutdruckmessung

unmittelbar vor der nächsten Dosis entschieden werden. Dosiserhöhungen sollten mit

einem Abstand von vier Wochen erfolgen.

Patienten ohne Flüssigkeits- oder Salzmangel

Die Behandlung sollte mit 15 mg Zofenopril-Calcium einmal täglich begonnen und die

Dosis bis zum Erreichen einer optimalen Blutdruckeinstellung gesteigert werden.

Die übliche wirksame Dosis beträgt 30 mg einmal täglich.

Die maximale Tagesdosis beträgt 60 mg, als Einzeldosis oder verteilt auf zwei

Teildosen.

Bei ungenügendem Ansprechen auf die Therapie können zusätzlich andere

blutdrucksenkende Medikamente, wie z. B. Diuretika, gegeben werden (siehe

Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Patienten mit Verdacht auf Flüssigkeits- oder Salzmangel

Bei diesen besonders gefährdeten Patienten kann es bereits nach der ersten Dosis zu

einem übermäßigen Blutdruckabfall kommen (siehe „Besondere Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“). Deshalb müssen vor Beginn einer

Therapie mit ACE-Hemmern das Salz- und Flüssigkeitsdefizit ausgeglichen und eine

bestehende Diuretika-Therapie für 2 – 3 Tage unterbrochen werden. Dann empfiehlt

sich eine Anfangsdosis von täglich 15 mg Zofenopril-Calcium. Ist das nicht möglich,

sollte die Anfangsdosis 7,5 mg pro Tag betragen.

Nach der ersten Einnahme, aber auch bei Erhöhung der Dosis des ACE-Hemmers

oder eines Diuretikums sollten Patienten mit einem hohen Risiko für einen akuten

Blutdruckabfall engmaschig und vorzugsweise im Krankenhaus überwacht werden.

Das gilt auch für Patienten mit Angina pectoris oder zerebrovaskulären Krankheiten,

bei denen ein ausgeprägter Blutdruckabfall zu einem Myokardinfarkt oder

zerebrovaskulärem Insult führen könnte.

Nierenfunktionsstörung und Dialyse

Bei Bluthochdruckpatienten mit leichter Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance

> 45 ml/min) kann die Normaldosis von Zofenil als tägliche Einmalgabe angewendet

werden. Bei Patienten mit mittlerer bis schwerer Beeinträchtigung (Kreatinin-Clearance

< 45 ml/min) ist die Dosis zu halbieren; die tägliche Einmalgabe kann beibehalten

werden.

Bei dialysepflichtigen Patienten sollten die Anfangs- und Erhaltungsdosis ¼ der Dosis

betragen, welche Patienten mit normaler Nierenfunktion verabreicht wird.

Neuere klinische Beobachtungen bei Patienten unter ACE-Hemmer-Therapie zeigten

eine Häufung anaphylaktoider Reaktionen während der Hämodialyse mit High-flux-

Dialysemembranen bzw. während einer LDL-Apherese (siehe Abschnitt 4.4).

Ältere Menschen (über 65 Jahre)

Bei älteren Menschen mit normaler Kreatinin-Clearance ist keine Dosisanpassung

notwendig.

Bei älteren Menschen mit verringerter Kreatinin-Clearance (< 45 ml/min) wird die

Halbierung der Tagesdosis empfohlen.

Die Kreatinin-Clearance kann aus der Serumkreatininkonzentration nach der folgenden

Formel berechnet werden:

(140 – Alter) × Körpergewicht [kg]

Kreatinin-Clearance [ml/min] =

––––––––––––––––––––––––––––––––––

72 × Serumkreatininkonzentration [mg/dl]

Mit dieser Berechnungsmethode erhält man Werte für männliche Patienten. Bei Frauen

ist der erhaltene Wert mit dem Faktor 0,85 zu multiplizieren.

Leberfunktionsstörung

Bei Bluthochdruckpatienten mit leichter bis mittlerer Leberfunktionsstörung beträgt die

Anfangsdosis von Zofenil die Hälfte der Normaldosis.

Bei Bluthochdruckpatienten mit schwerer Leberfunktionsstörung darf Zofenil nicht

angewendet werden.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Zofenil bei Kindern und Jugendlichen unter 18

Jahren ist nicht erwiesen. Daher wird die Anwendung nicht empfohlen.

Akuter Myokardinfarkt

Erwachsene

Die Behandlung mit Zofenil sollte innerhalb von 24 Stunden nach Auftreten von

Symptomen eines akuten Myokardinfarktes begonnen und über 6 Wochen fortgesetzt

werden.

Es sollte folgendermaßen dosiert werden:

am ersten und zweiten Tag: 7,5 mg alle 12 Stunden,

am dritten und vierten Tag: 15 mg alle 12 Stunden,

am fünften und den folgenden Tagen: 30 mg alle 12 Stunden.

Tritt bei Behandlungsbeginn oder innerhalb der ersten 3 Tage nach dem

Myokardinfarkt ein niedriger systolischer Blutdruck auf (≤ 120 mmHg), sollte die

Tagesdosis nicht erhöht werden. Bei Auftreten von Hypotonie (systolischer Blutdruck

≤ 100 mmHg) oder schwerer Hypotonie (systolischer Blutdruck < 90 mmHg bei zwei

aufeinanderfolgenden Messungen, die mindestens 1 Stunde auseinanderliegen) sollte

Zofenil abgesetzt werden.

Nach 6-wöchiger Behandlung müssen die Patienten erneut untersucht werden. Die

Behandlung sollte beendet werden, wenn keine Symptome einer linksventrikulären

Dysfunktion oder einer Herzinsuffizienz festgestellt worden sind. Sind diese Symptome

jedoch vorhanden, kann eine Langzeittherapie erfolgen.

Wenn erforderlich, sollten die Patienten auch die Standardbehandlung mit Nitraten,

Acetylsalicylsäure oder Beta-Rezeptorenblockern erhalten.

Ältere Menschen (über 65 Jahre)

Bei Myokardinfarkt-Patienten mit einem Alter von über 75 Jahren sollte die Behandlung

mit Zofenil unter Vorsicht erfolgen.

Nierenfunktionsstörung und Dialyse

Da die Wirksamkeit und Sicherheit von Zofenil bei Myokardinfarkt-Patienten mit

Nierenfunktionsstörung oder Dialysepatienten noch nicht untersucht worden ist, sollte

es bei diesen Patienten nicht angewendet werden.

Leberfunktionsstörung

Da die Wirksamkeit und Sicherheit von Zofenil bei Myokardinfarkt-Patienten mit

Leberfunktionsstörung nicht untersucht worden ist, sollte es bei diesen Patienten nicht

angewendet werden.

Art der Anwendung

Zofenil kann vor, während oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Die

Dosierung wird in Abhängigkeit vom Therapieerfolg titriert.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere ACE-Hemmer oder einen der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

angioneurotisches Ödem in Verbindung mit ACE-Hemmern in der Anamnese

gleichzeitige Anwendung einer Sacubitril/Valsartan-Therapie: Die Behandlung mit

Zofenil darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan

begonnen werden (siehe auch Abschnitte 4.4 und 4.5)

angeborenes/idiopathisches angioneurotisches Ödem

schwere Leberfunktionsstörung

zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)

Frauen im gebärfähigen Alter ohne ausreichenden Konzeptionsschutz

Nierenarterienstenose (beidseitig oder einseitig bei Einzelniere)

Die gleichzeitige Anwendung von Zofenil mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei

Patienten mit Diabetes mellitus oder Nierenfunktionsstörung (GFR

< 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Bes ondere Warnhinweis e und Vors ichts maßnahmen für die Anwendung

Hypotonie

Wie andere ACE-Hemmer kann auch Zofenil, insbesondere nach der ersten Einnahme,

einen starken Blutdruckabfall bewirken, obwohl eine symptomatische Hypotonie bei

unkomplizierten Hypertoniepatienten selten vorkommt.

Sie tritt häufiger bei Patienten auf, die an Flüssigkeits- und Elektrolytmangel aufgrund

von Diuretikatherapie, salzarmer Diät, Dialyse, Diarrhoe oder Erbrechen leiden, oder

bei Patienten, die einen schweren renin-abhängigen Bluthochdruck aufweisen (siehe

Abschnitte 4.5 und 4.8). Bei Patienten mit Herzinsuffizienz – mit oder ohne begleitende

Niereninsuffizienz – wurde eine symptomatische Hypotonie beobachtet. Diese tritt

häufiger bei Patienten mit schwerergradiger Herzinsuffizienz auf, die durch die

Einnahme hoher Dosen an Schleifendiuretika, eine Hyponatriämie oder

Nierenfunktionsstörung gekennzeichnet ist. Bei Patienten, die ein erhöhtes Risiko für

eine symptomatische Hypotonie aufweisen, sollte die Behandlung unter strenger

medizinischer Kontrolle, vorzugsweise im Krankenhaus, mit niedrigen Dosen und unter

sorgfältiger Dosistitration begonnen werden.

Wenn möglich, sollte die Diuretikabehandlung zeitweilig unterbrochen werden, wenn

eine Therapie mit Zofenil begonnen wird. Dies gilt auch für Patienten mit Angina

pectoris oder zerebrovaskulären Krankheiten, bei denen ein übermäßiger

Blutdruckabfall zum Myokardinfarkt oder zerebrovaskulären Insult führen könnte.

Wenn ein akuter Blutdruckabfall auftritt, sollte der Patient in Schocklage gebracht

werden. Volumenersatz durch intravenös zugeführte physiologische Kochsalzlösung

kann gegebenenfalls erforderlich werden. Das Auftreten einer Hypotonie nach der

Initialdosis schließt eine nachfolgende vorsichtige Dosisanpassung bei diesen

Patienten nicht aus.

Bei einigen Patienten mit Herzinsuffizienz, die einen normalen oder niedrigen Blutdruck

aufweisen, kann eine zusätzliche Senkung des systemischen Blutdrucks unter Zofenil

auftreten. Dieser Effekt ist zu erwarten und stellt üblicherweise keinen Grund für einen

Abbruch der Behandlung dar. Sollte die Hypotonie symptomatisch werden, könnte eine

Dosisreduktion oder der Abbruch der Therapie mit Zofenil notwendig werden.

Akuter Blutdruckabfall bei akutem Myokardinfarkt

Bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt darf eine Zofenil-Therapie nicht begonnen

werden, wenn das Risiko einer zusätzlichen schweren Beeinträchtigung der

hämodynamischen Parameter nach der Behandlung mit einem Vasodilatator besteht.

Dies trifft zu bei Patienten mit einem systolischen Blutdruck von < 100 mmHg oder mit

einem kardiogenen Schock. Die Behandlung mit Zofenil bei Patienten mit akutem

Myokardinfarkt kann einen akuten Blutdruckabfall bewirken. Im Falle einer anhaltenden

Hypotonie (systolischer Blutdruck < 90 mmHg über mehr als 1 Stunde) sollte Zofenil

abgesetzt werden. Bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz sollte Zofenil nach

einem akuten Myokardinfarkt nur dann angewendet werden, wenn der Patient

hämodynamisch stabil ist.

Myokardinfarkt-Patienten mit einges chränkter Leberfunktion

Da die Wirksamkeit und Sicherheit von Zofenil bei Myokardinfarkt-Patienten mit

Leberfunktionsstörung nicht untersucht worden ist, sollte es bei diesen Patienten nicht

angewendet werden.

Ältere Mens chen

Bei Myokardinfarkt-Patienten mit einem Alter von über 75 Jahren sollte die Behandlung

mit Zofenil unter Vorsicht erfolgen.

Patienten mit renovas kulärer Hypertonie

Es besteht ein erhöhtes Risiko für akuten Blutdruckabfall und Niereninsuffizienz, wenn

Patienten mit renovaskulärer Hypertonie und bereits bestehender beidseitiger

Nierenarterienstenose oder Arterienstenose einer Einzelniere mit ACE-Hemmern

behandelt werden. Diuretikabehandlung kann ein zusätzlicher Risikofaktor sein. Eine

Verschlechterung der Nierenfunktion kann auch ohne deutliche Veränderung des

Serumkreatinins eintreten, sogar bei Patienten mit einseitiger Nierenarterienstenose.

Die Behandung mit Zofenil sollte, wenn dennoch notwendig, im Krankenhaus unter

strenger medizinischer Kontrolle mit niedrigen Dosen und sorgfältiger Dosiseinstellung

begonnen werden. Vor Beginn der Therapie mit Zofenil sollte die Diuretikabehandlung

vorübergehend unterbrochen und die Nierenfunktion während der ersten Wochen

engmaschig kontrolliert werden.

Patienten mit Nierenins uffizienz

Zofenil sollte mit Vorsicht bei Patienten mit Niereninsuffizienz angewandt werden, da

eine geringere Dosierung notwendig ist. Wo es angemessen erscheint, sollten während

der Therapie engmaschige Kontrollen der Nierenfunktion durchgeführt werden.

Insbesondere bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder einer

Nierengrunderkrankung, einschließlich Nierenarterienstenose, wurde in Verbindung mit

ACE-Hemmern über Nierenversagen berichtet. Bei einigen Patienten mit scheinbar

nicht vorher bestehender Nierenerkrankung kam es zu Erhöhungen des Harnstoffes

und der Kreatininkonzentrationen im Blut, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme

eines Diuretikums. Gegebenenfalls ist eine Dosisreduzierung des ACE-Hemmers oder

eine Unterbrechung der Diuretikatherapie erforderlich. Die Nierenfunktion sollte

während der ersten Therapiewochen engmaschig kontrolliert werden.

Da die Wirksamkeit und Sicherheit von Zofenil bei Myokardinfarkt-Patienten mit

Niereninsuffizienz noch nicht untersucht worden ist, sollte es bei Niereninsuffizienz

(Serumkreatinin ≥ 2,1 mg/dl und Proteinurie ≥ 500 mg/Tag) und Myokardinfarkt nicht

angewendet werden.

Dialys epatienten

Patienten, die mit Hilfe von Polyacrylonitril-high-flux-Dialysemembranen (z. B. AN 69)

dialysiert werden und ACE-Hemmer einnehmen, neigen zu anaphylaktoiden

Reaktionen, wie Gesichtsschwellungen, Hitzegefühl, Blutdruckabfall und Atemnot

innerhalb weniger Minuten nach Beginn der Hämodialyse. Es wird empfohlen, andere

Dialysemembranen oder ein Antihypertonikum einer anderen Substanzklasse zu

verwenden.

Da die Wirksamkeit und Sicherheit von Zofenil bei Myokardinfarkt-Patienten unter

Dialysebehandlung noch nicht untersucht worden ist, sollte es bei diesen Patienten

nicht angewendet werden.

Patienten unter LDL-Apheres e

Mit ACE-Hemmern behandelte Patienten, die sich einer LDL-Apherese mit

Dextransulfat unterziehen, neigen zu ähnlichen anaphylaktoiden Reaktionen wie

Patienten unter Hämodialyse mit High-flux-Membranen (siehe oben). Es wird

empfohlen, bei diesen Patienten ein Antihypertonikum einer anderen Substanzklasse

anzuwenden.

Anaphylaktis che Reaktionen während einer Des ens ibilis ierungs therapie oder

nach Ins ektens tichen

In seltenen Fällen wurden bei Patienten unter ACE-Hemmer-Therapie während einer

Desensibilisierungstherapie (z. B. mit Insektengiften) oder nach Insektenstichen

lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen beobachtet. Solche Reaktionen konnten

bei denselben Patienten durch vorübergehende Unterbrechung der ACE-Hemmer-

Therapie vermieden werden, aber sie traten bei versehentlicher Fortsetzung der

Therapie wieder auf. Bei der Anwendung von ACE-Hemmern bei Patienten, die eine

Desensibilisierungstherapie erhalten, ist deshalb Vorsicht geboten.

Nierentrans plantation

Zur Anwendung von Zofenil bei Patienten, denen vor Kurzem eine Niere transplantiert

worden ist, liegen keine Erfahrungen vor.

Primärer Hyperaldos teronis mus

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen grundsätzlich nicht auf

Antihypertonika an, die über eine Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems wirken.

Daher ist die Anwendung dieses Arzneimittels nicht zu empfehlen.

Überempfindlichkeit/Angioödem

Meistens während der ersten Behandlungswochen können bei Patienten, die mit ACE-

Hemmern behandelt werden, Angioödeme im Gesicht, an den Extremitäten, Lippen,

Schleimhäuten, an der Zunge, der Glottis oder im Larynxbereich auftreten. In seltenen

Fällen können sich jedoch auch nach Langzeitbehandlung mit einem ACE-Hemmer

schwere Angioödeme entwickeln. Die Behandlung sollte sofort abgebrochen und mit

einem Wirkstoff aus einer anderen Substanzklasse fortgesetzt werden.

Angioödeme der Zunge, Glottis oder des Larynx können zum Tode führen. Eine

Notfalltherapie ist einzuleiten. Dies umfasst mindestens, aber nicht ausschließlich, die

sofortige subkutane Injektion von 0,3 bis 0,5 ml einer Epinephrin-Lösung 1:1000 oder

die langsame intravenöse Injektion von Epinephrin 1 mg/ml (nach Vorschrift zu

verdünnen) unter engmaschiger Kontrolle von EKG und Blutdruck. Der Patient sollte

ins Krankenhaus eingewiesen, mindestens 12 bis 24 Stunden beobachtet und erst

nach vollständigem Abklingen der Symptome entlassen werden.

Patienten sollten auch dann überwacht werden, wenn ausschließlich eine Schwellung

der Zunge ohne Atemnot auftritt, da eine Behandlung mit Antihistaminika und

Kortikosteroiden nicht ausreichend sein könnte.

ACE-Hemmer verursachen bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe häufiger

Angioödeme als bei Patienten mit nichtschwarzer Hautfarbe.

Bei Patienten mit Angioödemen in der Anamnese, die unabhängig von einer Therapie

mit ACE-Hemmern auftraten, könnte das Risiko von Angioödemen unter ACE-

Hemmern erhöht sein (siehe Abschnitt 4.3).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen

des erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert. Eine Behandlung mit

Sacubitril/Valsartan darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Zofenil

begonnen werden. Eine Behandlung mit Zofenil darf frühestens 36 Stunden nach der

letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Eine gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B.

Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko

eines Angioödems führen (z. B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge mit oder

ohne Atembeschwerden) (siehe Abschnitt 4.5). Vorsicht ist geboten, wenn die

Behandlung mit Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus,

Temsirolimus) und Vildagliptin bei Patienten begonnen wird, die bereits einen ACE-

Hemmer einnehmen.

Hus ten

Während der Behandlung mit Zofenil kann ein trockener Reizhusten auftreten, der

nach Absetzen wieder verschwindet. Durch ACE-Hemmer verursachter Husten sollte

bei der Differenzialdiagnose von Husten berücksichtigt werden.

Lebervers agen

ACE-Hemmer wurden in seltenen Fällen mit einem Symptomkomplex in Verbindung

gebracht, der mit cholestatischer Gelbsucht beginnt und zu fulminanter, manchmal

tödlicher, Lebernekrose fortschreitet. Der Mechanismus dieses Symptomkomplexes ist

nicht aufgeklärt. Patienten, die unter Therapie mit ACE-Hemmern Gelbsucht oder

einen starken Anstieg der Leberenzyme entwickeln, sollten den ACE-Hemmer

absetzen und eine angemessene medizinische Nachsorge erhalten.

Serumkalium

ACE-Hemmer können eine Hyperkaliämie bewirken, da sie die Freisetzung von

Aldosteron verhindern. Die Wirkung ist im Allgemeinen bei Patienten mit normaler

Nierenfunktion nicht bedeutsam. Allerdings kann es bei Patienten mit einer

beeinträchtigten Nierenfunktion und/oder bei Patienten, die Kalium-Ergänzungsmittel

(einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika, Heparin, Trimethoprim oder

Cotrimoxazol (auch als Trimethoprim/Sulfamethoxazol bekannt) und insbesondere

Aldosteron-Antagonisten oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker einnehmen, zu einer

Hyperkaliämie kommen. Kaliumsparende Diuretika und Angiotensin-Rezeptor-Blocker

sollten bei Patienten, die ACE-Hemmer erhalten, mit Vorsicht angewendet werden.

Serumkalium und Nierenfunktion sind zu überwachen (siehe Abschnitt 4.5).

Duale Blockade des Renin-Angiotens in-Aldos teron-Sys tems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie,

Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten

Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige

Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren

wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1). Wenn die Therapie mit

einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter

Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen. ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Chirurgie/Anäs thes ie

ACE-Hemmer können während einer größeren Operation oder Anästhesie einen

Blutdruckabfall oder sogar einen hypotonischen Schock hervorrufen, da sie vermutlich

die Bildung von Angiotensin II als Folge einer kompensatorischen Renin-Freisetzung

blockieren. Wenn es nicht möglich ist, auf den ACE-Hemmer zu verzichten, sollten

Gefäß- und Plasmavolumen sorgfältig kontrolliert werden.

Aorten- und Mitralklappens tenos e/hypertrophe Kardiomyopathie

ACE-Hemmer sollten bei Patienten mit Mitralklappenstenose oder Behinderung des

Ausflusses aus der linken Herzkammer mit Vorsicht angewendet werden.

Neutropenie/Agranulozytos e

Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozytopenie und Anämie wurden bei Patienten

unter der Therapie mit ACE-Hemmern beobachtet. Das Risiko einer Neutropenie

scheint von der Dosis und dem Typ sowie vom klinischen Zustand des Patienten

abhängig zu sein. Eine Neutropenie ist bei unkomplizierten Patienten selten, kann

jedoch bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion häufiger auftreten,

insbesondere wenn diese mit einer Kollagenose einhergeht, wie z. B. systemischem

Lupus erythematodes oder Sklerodermie und bei einer Therapie mit

Immunsuppressiva, Allopurinol oder Procainamid oder einer Kombination der

genannten Faktoren. Einige dieser Patienten entwickelten schwerwiegende

Infektionen, die in einigen Fällen nicht auf eine intensive Antibiotikatherapie

ansprachen. Falls Zofenopril dennoch bei solchen Patienten angewendet werden soll,

sollten die Leukozyten vor der Behandlung, alle zwei Wochen während der ersten drei

Monate der Therapie mit Zofenopril und weiterhin regelmäßig bestimmt sowie ein

Differenzialblutbild erstellt werden. Die Patienten sollten angewiesen werden, über

jegliche Anzeichen einer Infektion (z. B. Halsschmerzen, Fieber) zu berichten. In so

einem Fall sollte ein Differenzialblutbild der Leukozyten erstellt werden. Wenn eine

Neutropenie (Neutrophile unter 1.000/mm

) festgestellt oder vermutet wird, sollten

Zofenopril und andere Komedikationen (siehe Abschnitt 4.5) abgesetzt werden.

Dies ist nach Absetzen des ACE-Hemmers reversibel.

Ps orias is

ACE-Hemmer sollten bei Patienten mit Schuppenflechte mit Vorsicht angewendet

werden.

Proteinurie

Proteinurie kann insbesondere bei Patienten mit bestehender Nierenfunktionsstörung

oder bei relativ hohen Dosen von ACE-Hemmern vorkommen. Bei Patienten mit

vorangegangener Nierenerkrankung sollte der Urin vor Beginn der Behandlung und

regelmäßg danach auf Proteine untersucht werden (Untersuchung des ersten

morgendlichen Urins mit einem Urinteststreifen).

Diabetiker

Bei mit oralen Antidiabetika oder Insulin vorbehandelten diabetischen Patienten sollte

die Blutglukose während des ersten Monats der Behandlung mit einem ACE-Hemmer

eng überwacht werden (siehe Abschnitt 4.5).

Lithium

Die gleichzeitige Anwendung von Lithium und Zofenopril wird generell nicht empfohlen.

Ethnis che Unters chiede

Wie bei anderen ACE-Hemmern ist es möglich, dass Zofenopril bei schwarzen

Patienten weniger effektiv den Blutdruck senkt als bei nichtschwarzen Patienten. ACE-

Hemmer verursachen bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe häufiger Angioödeme als

bei Patienten mit nichtschwarzer Hautfarbe.

Schwangers chaft

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während der Schwangerschaft

begonnen werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine

Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der

Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft

festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und

gegebenenfalls eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Andere

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-

Intoleranz, völligem Lactasemangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten

dieses Arzneimittel nicht anwenden.

Wechs elwirkungen mit anderen Arzneimitteln und s ons tige Wechs elwirkungen

Arzneimittel, die das Ris iko eines Angioödems erhöhen

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen

des erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren

(z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten

Risiko eines Angioödems führen (siehe Abschnitt 4.4).

Nicht zu empfehlende Kombinationen

Kaliumsparende Diuretika, Kalium-Ergänzungsmittel, kaliumhaltige Salzersatzmittel

oder andere Mittel, die das Serumkalium erhöhen

Obwohl der Serumkaliumwert üblicherweise im Normbereich bleibt, kann bei einigen

Patienten, die mit Zofenopril behandelt werden, eine Hyperkaliämie auftreten.

Kaliumsparende Diuretika (z. B. Spironolacton, Triamteren oder Amilorid), Kalium-

Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzmittel können zu einem signifikanten

Anstieg des Serumkaliums führen. Vorsicht ist auch geboten, wenn Zofenopril

zusammen mit anderen Mitteln gegeben wird, die das Serumkalium erhöhen, wie

Trimethoprim und Cotrimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol), weil Trimethoprim

bekanntermaßen wie ein kaliumsparendes Diuretikum wie Amilorid wirkt. Deshalb wird

die Kombination von Zofenopril mit den vorgenannten Arzneimitteln nicht empfohlen.

Wenn die gleichzeitige Anwendung angezeigt ist, muss sie mit Vorsicht und unter

regelmäßiger Kontrolle des Serumkaliums erfolgen.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-

Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur

Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate

an unerwünschten Ereignissen, wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Abnahme der

Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) einhergeht (siehe

Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Mit Vors icht anzuwendende Kombinationen

Diuretika (Thiazide oder Schleifendiuretika)

Eine vorangegangene Behandlung mit hochdosierten Diuretika kann zu

Volumenverlust und dem Risiko einer Hypotonie nach Beginn der Therapie mit

Zofenopril führen (siehe Abschnitt 4.4). Ein Blutdruckabfall kann durch Absetzen des

Diuretikums, Volumenerhöhung oder Salzaufnahme oder durch die Einleitung der

Therapie mit einer niedrigen Zofenopril-Dosis vermindert werden.

Lithium

Bei gleichzeitiger Einnahme von Lithium und ACE-Hemmern wurden ein reversibler

Anstieg der Lithiumkonzentration im Serum und der Lithiumtoxizität beobachtet. Die

gleichzeitige Einnahme von Thiazid-Diuretika kann das Risiko einer Lithiumtoxizität und

das bereits bestehende erhöhte Risiko der Lithiumtoxizität unter ACE-Hemmern

verstärken. Die gleichzeitige Anwendung von Zofenil und Lithium wird daher nicht

empfohlen; wenn diese notwendig ist, sollte der Lithiumspiegel im Serum engmaschig

überwacht werden.

Gold

Nitridoide Reaktionen (Symptome einer Gefäßerweiterung, wie Hitzegefühl, Übelkeit,

Schwindel und möglicherweise sehr schwere Hypotonie) wurden nach der Injektion von

Goldverbindungen (z. B. Natiumauro-thiomalat) bei Patienten häufiger beobachtet, die

ACE-Hemmer einnahmen.

Narkosemittel

ACE-Hemmer können die blutdrucksenkende Wirkung gewisser Narkosemittel

verstärken.

Betäubungsmittel/trizyklische Antidepressiva/Antipsychotika/Barbiturate

Orthostatische Hypotonie kann auftreten.

Andere blutdrucksenkende Wirkstoffe (z. B. Beta-Rezeptorenblocker, Alpha-

Rezeptorenblocker, Kalziumantagonisten)

Eine additive oder verstärkte Blutdrucksenkung kann auftreten. Bei der Behandlung mit

Nitroglycerin und anderen Nitraten oder anderen Vasodilatatoren ist Vorsicht geboten.

Cimetidin

Kann das Risiko eines Blutdruckabfalls erhöhen.

Ciclosporin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Ciclosporin kann eine

Hyperkaliämie auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Heparin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Heparin kann eine

Hyperkaliämie auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Allopurinol, zytostatische oder immunsuppressive Substanzen, systemische

Kortikosteroide oder Procainamid

Erhöhtes Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen bei gleichzeitiger Anwendung von

ACE-Hemmern. Möglicherweise erhöhtes Risiko einer Leukopenie bei gleichzeitiger

Anwendung von ACE-Hemmern.

Antidiabetika

Selten können ACE-Hemmer bei Diabetikern den Glukose-senkenden Effekt von

Insulin und oralen Antidiabetika wie Sulfonylharnstoffen verstärken. In solchen Fällen

kann es notwendig sein, die Dosis des Antidiabetikums während der gleichzeitigen

Behandlung mit dem ACE-Hemmer zu reduzieren.

Hämodialyse mit High-flux-Dialysemembranen

Erhöhtes Risiko für anaphylaktoide Reaktionen bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-

Hemmern.

Weitere zu berücks ichtigende Kombinationen

Nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel (einschließlich ASS ≥ 3 g/Tag)

Die Anwendung nicht-steroidaler entzündungshemmender Mittel kann die

blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern verringern. Weiterhin wurde berichtet,

dass NSAR und ACE-Hemmer eine zusätzliche Wirkung auf die Erhöhung des Serum-

Kalium-Spiegels haben können und die Nierenfunktion verringert sein kann. Diese

Effekte sind grundsätzlich reversibel und treten insbesondere bei Patienten mit

Nierenfunktionsstörung auf. Selten kann, insbesondere bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion, wie z. B. älteren und dehydrierten Patienten, ein

akutes Nierenversagen auftreten.

Antazida

Vermindern die Bioverfügbarkeit von ACE-Hemmern.

Sympathomimetika

Können die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern verringern; zur Sicherung

des gewünschten Effektes sollten die Patienten engmaschig überwacht werden.

Nahrungsmittel

Können die Geschwindigkeit, aber nicht das Ausmaß der Resorption von Zofenopril-

Calcium verringern.

Weitere Informationen

Direkte klinische Daten zu Wechselwirkungen von Zofenopril mit Arzneimitteln, die

über Cytochrom-P-Enzyme verstoffwechselt werden, liegen nicht vor. In-vitro-Studien

zum Metabolismus von Zofenopril zeigten jedoch keine Hinweise auf eventuelle

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln, die durch Cytochrom-P-Enzyme metabolisiert

werden.

Fertilität, Schwangers chaft und Stillzeit

Schwangers chaft

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern im zweiten und

dritten Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen

Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten

Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht

ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen der ACE-Hemmer-Therapie nicht als

notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf

eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für

Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine

Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und gegebenenfalls eine

alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten und

dritten Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion,

Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle

einer Exponierung mit ACE-Hemmern ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester

werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt

auf Hypotonie hin untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Zofenil in der Stillzeit vorliegen, wird Zofenil

nicht empfohlen. Eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser

geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen,

insbesondere wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

Aus wirkungen auf die Verkehrs tüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Mas chinen

Es gibt keine Studien über Auswirkungen von Zofenil auf die Fahrtauglichkeit. Beim

Autofahren oder Bedienen von Maschinen sollte daran gedacht werden, dass bisweilen

Schwäche, Schwindel oder Müdigkeit auftreten können.

Nebenwirkungen

Tabellaris che Übers icht der Nebenwirkungen

Die nachfolgende Tabelle enthält alle Nebenwirkungen, die während der klinischen

Anwendung von Zofenil beobachtet worden sind. Sie sind nach Systemorganklassen

und Häufigkeit unter Anwendung der folgenden Definition aufgelistet: sehr häufig

(≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000,

< 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), Häufigkeit nicht bekannt (auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

MedDRA

Systemorganklasse

Nebenwirkungen

Häufigkeit

Erkrankungen des

Nervensystems

Schwindel

Häufig

Kopfschmerzen

Häufig

Erkrankungen der Atemwege,

des Brustraums und

Mediastinums

Husten

Häufig:

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Übelkeit

Häufig

Erbrechen

Häufig

Erkrankungen der Haut und

des Unterhautzellgewebes

Hautausschlag

Gelegentlich

Angioödem

Selten

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Muskelkrämpfe

Gelegentlich

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Ermüdung

Häufig

Schwäche

Gelegentlich

Die folgenden Nebenwirkungen sind im Zusammenhang mit einer Behandlung

mit ACE-Hemmern aufgetreten:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphs ys tems

Bei einigen Patienten kann Agranulozytose und Panzytopenie auftreten.

Es liegen Berichte über eine hämolytische Anämie bei Patienten mit Glucose-6-

Phosphat-Dehydrogenase-Mangel vor.

Stoffwechs el- und Ernährungs s törungen

Sehr selten: Hypoglykämie

Endokrine Erkrankungen

Häufigkeit nicht bekannt: gestörte antidiuretische Hormonsekretion

Ps ychiatris che Erkrankungen

Selten: Depressionen, Stimmungsänderung, Schlafstörung, Verwirrtheitszustand

Erkrankungen des Nervens ys tems

Gelegentlich: Parästhesie, Geschmacksstörung, Gleichgewichtsstörung

Augenerkrankungen

Selten: Verschwommenes Sehen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Selten: Tinnitus

Herzerkrankungen

Im Zusammenhang mit Hypotonie wurden für ACE-Hemmer Einzelfälle von

Tachykardie, Palpitationen, Arrhythmie, Angina pectoris und Myokardinfarkt berichtet.

Gefäßerkrankungen

Nach Einleitung bzw. Intensivierung der Therapie kam es zu schwerer Hypotonie. Dies

tritt besonders bei speziellen Risikogruppen auf (siehe Abschnitt 4.4). Im

Zusammenhang mit Hypotonie: Symptome wie Schwindel, Schwächegefühl,

Sehverschlechterung, selten mit Bewusstseinsstörung (Synkope).

Selten tritt Hitzegefühl auf.

Erkrankungen der Atemwege, des Brus traums und Medias tinums

Selten wurde über Dyspnoe, Sinusitis, Rhinitis, Glossitis, Bronchitis und

Bronchospasmus berichtet. ACE-Hemmer wurden mit dem Auftreten von

angioneurotischen Ödemen mit Beteiligung des Gesichtes und des Gewebes des

Mund- und Rachenraums bei einer kleinen Untergruppe von Patienten in

Zusammenhang gebracht. In Einzelfällen führten angioneurotische Ödeme der oberen

Luftwege zu tödlicher Atemwegsobstruktion.

Erkrankungen des Gas trointes tinaltrakts

Gelegentlich: Abdominalschmerz, Diarrhoe, Obstipation und Mundtrockenheit können

auftreten.

Einzelfälle von Pankreatitis und Ileus wurden im Zusammenhang mit ACE-Hemmern

beschrieben.

Sehr selten: Angioödem des Dünndarms

Leber- und Gallenerkrankungen

Einzelfälle von cholestatischer Gelbsucht und Hepatitis wurden im Zusammenhang mit

ACE-Hemmern beschrieben.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich können allergische Reaktionen und Überempfindlichkeitsreaktionen wie

Pruritus, Urtikaria, Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, Epidermolysis

acuta toxica, Psoriasis-ähnlicher Ausschlag, Alopezie auftreten.

Dies kann mit Fieber, Myalgie, Arthralgie, Eosinophilie und/oder erhöhten ANA-Titern

einhergehen.

Selten tritt eine Hyperhidrosis auf.

Skelettmus kulatur-, Bindegewebs - und Knochenerkrankungen

Gelegentlich kann Myalgie auftreten.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Eine Niereninsuffizienz kann auftreten bzw. verstärkt werden. Über akutes

Nierenversagen wurde berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Selten treten Miktionsstörungen auf.

Erkrankungen der Ges chlechts organe und der Brus tdrüs e

Selten: Erektionsstörung

Allgemeine Erkrankungen und Bes chwerden am Verabreichungs ort

Sehr selten: peripheres Ödem und Brustschmerzen

Unters uchungen

Besonders beim Vorliegen einer Niereninsuffizienz, einer schweren Herzinsuffizienz

oder einer renovaskulären Hypertonie treten Erhöhungen des Blutharnstoffes und des

Kreatinins auf, die nach Absetzen reversibel sind.

Bei einigen Patienten wurden über Erniedrigungen des Hämoglobins, des Hämatokrits,

der Blutplättchen sowie der Leukozyten berichtet.

Erhöhungen von Leberenzymen und Bilirubin im Serum wurden ebenfalls berichtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind

aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für

Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee

3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdos ierung

Symptome von Überdosierung sind schwere Hypotonie, Schock, Benommenheit,

Bradykardie, Störungen im Elektrolythaushalt und Nierenversagen.

Nach Einnahme einer Überdosis sollte der Patient unter strenge Kontrolle gestellt und

vorzugsweise in eine Intensivstation gebracht werden. Serum-Elektrolyte und Kreatinin

sind häufig zu kontrollieren. Therapeutische Maßnahmen hängen von der Art und

Schwere der Symptome ab. Wenn die Einnahme unmittelbar zuvor erfolgte, können

resorptionsvermindernde Maßnahmen, wie Magenspülung und Verabreichung von

Adsorbentien und Natriumsulfat eingeleitet werden. Bei Blutdruckabfall sollte der

Patient in Schocklage gebracht werden; eine adäquate Anwendung von

Volumenexpandern und/oder Behandlung mit Angiotensin II ist zu erwägen.

Bradykardie oder ausgeprägte vagale Reaktionen sollten durch Verabreichung von

Atropin behandelt werden. Die Anwendung eines Schrittmachers ist in Betracht zu

ziehen. ACE-Hemmer sind dialysierbar, jedoch ist die Anwendung von High-flux-

Polyacrylnitril-Membranen zu vermeiden.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Pharmakodynamis che Eigens chaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: ACE-Hemmer, ATC-Code: C09AA15

Die Wirksamkeit von Zofenil bei Hypertonie und akutem Myokardinfarkt beruht in erster

Linie auf der Hemmung des Plasmarenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems. Die ACE-

Hemmung (K

0,4 nM in Kaninchenlunge für das Argininsalz von Zofenoprilat) führt zu

verringertem Angiotensin II im Plasma, was wiederum zu verminderter

vasopressorischer Aktivität und zu reduzierter Aldosteron-Sekretion führt. Obgleich

letztgenannte Verringerung nicht groß ist, kann ein leichter Anstieg der

Kaliumkonzentration sowie ein Natrium- und Flüssigkeitsverlust auftreten. Die

Aufhebung der negativen Rückkopplung von Angiotensin II auf die Reninsekretion führt

zu einer Erhöhung der Plasmarenin-Aktivität. Nach Gabe oraler Einzeldosen von

30 mg bzw. 60 mg Zofenopril-Calcium ist die Plasma-ACE-Aktivität nach 24 Stunden

um 53,4 % bzw. um 74,4 % reduziert.

Die Hemmung von ACE führt zu einer erhöhten Aktivität des zirkulären und lokalen

Kallikrein-Kinin-Systems, das zu einer peripheren Gefäßdilatation durch Aktivierung

des Prostaglandinsystems beiträgt. Möglicherweise trägt dieser Mechanismus zur

blutdrucksenkenden Wirkung von Zofenopril-Calcium bei und ist für einige

Nebenwirkungen verantwortlich.

Bei Patienten mit Bluthochdruck führt die Verabreichung von Zofenil im Liegen und

Stehen gleichermaßen zu einer Reduzierung des Blutdruckes, ohne

kompensatorischen Anstieg der Herzfrequenz. Der mittlere periphere Gefäßwiderstand

nimmt nach Zofenil-Gabe ab.

Bei einigen Patienten wird eine optimale Blutdrucksenkung erst nach einigen Wochen

erreicht. Die blutdrucksenkende Wirkung bleibt während einer Langzeittherapie

erhalten.

Plötzlicher Abbruch der Therapie geht nicht mit einem schnellen Anstieg des

Blutdruckes einher. Derzeit gibt es keine Daten zur Wirkung von Zofenil auf die

Morbidität und Mortalität von Hypertonie-Patienten.

Obgleich die blutdrucksenkende Wirkung in allen untersuchten Rassen beobachtet

wurde, haben schwarze Hypertoniepatienten (gewöhnlich eine niedrig-renin-

hypertonische Population) eine niedrigere durchschnittliche Ansprechrate gegenüber

einer ACE-Hemmer-Monotherapie als nichtschwarze Patienten. Dieser Unterschied

verschwindet, wenn zusätzlich ein Diuretikum verabreicht wird.

Die klinische Wirkung, die sich aus der frühen Anwendung von Zofenil nach einem

Myokardinfarkt ergibt, kann mit vielen weiteren Effekten verbunden sein. So kommt es

zur Verminderung des Plasmaspiegels von Angiotensin II (auf diesem Weg wird der

Vorgang des ventrikulären Remodelling begrenzt, der einen negativen Einfluß auf die

Lebenserwartung des Infarktpatienten haben kann) und der Erhöhung der Plasma-

/Gewebe-Konzentrationen von vasodilatierenden Substanzen des Prostaglandin-Kinin-

Systems.

An 1556 Patienten mit anteriorem Myokardinfarkt, die keine thrombolytische Therapie

erhalten hatten, wurde eine randomisierte, placebo-kontrollierte klinische Studie mit

Zofenopril durchgeführt. Die Behandlung wurde innerhalb von 24 Stunden begonnen

und über 6 Wochen fortgesetzt. Die Inzidenz für den primären kombinierten Parameter

(schwere Herzinsuffizienz und/oder Tod innerhalb von 6 Wochen) wurde in der mit

Zofenopril behandelten Gruppe verringert (Zofenopril 7,1 %, Placebo 10,6 %). Nach

einem Jahr war die Überlebensrate in der Zofenopril-Gruppe höher.

Weitere Informationen

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing

Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA

NEPHRON-D” [The Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige

Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

untersucht.

Die „ONTARGET“-Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2

mit nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie

wurde bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie

durchgeführt. Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale

und/oder kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für

Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur

Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer

Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-

II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei

Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and

Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren

zusätzlich zu einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer

Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die

Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig

beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der

Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso

unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse

(Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Pharmakokinetis che Eigens chaften

Zofenopril-Calcium ist ein Prodrug, da die aktive Komponente die aus der Thioester-

Hydrolyse hervorgehende freie Thiol-Verbindung Zofenoprilat ist.

Res orption

Zofenopril-Calcium wird nach oraler Gabe schnell und vollständig resorbiert und

unterliegt einer nahezu vollständigen Umwandlung zu Zofenoprilat. Maximale

Blutspiegel werden 1,5 Stunden nach Applikation erreicht. Die Einzeldosiskinetik

verläuft im Dosisbereich von 10 – 80 mg Zofenopril-Calcium linear. Nach

Verabreichung von 15 – 60 mg Zofenopril-Calcium über 3 Wochen trat keine

Akkumulation auf. Nahrungsaufnahme verringert die Geschwindigkeit, aber nicht das

Ausmaß der Resorption. Die AUCs von Zofenoprilat sind vor und nach

Nahrungsaufnahme nahezu identisch.

Verteilung

Circa 88 % der ex vivo gemessenen zirkulierenden Radioaktivität aus einer radioaktiv

markierten Dosis Zofenopril-Calcium ist an Plasmaproteine gebunden. Das

Verteilungsvolumen im Steady State beträgt 96 Liter.

Biotrans formation

Acht Metaboliten, 76 % der Urinradioaktivität, wurden nach einer radioaktiv markierten

Dosis Zofenopril-Calcium im menschlichen Urin identifiziert. Der Hauptmetabolit ist

Zofenoprilat (22 %), der anschließend über verschiedene Stoffwechselwege,

einschließlich Glukuronid-Konjugation (17 %), Zyklisierung und Glukuronid-Konjugation

(13 %), Cystein-Konjugation (9 %) und S-Methylierung der Thiolgruppe (8 %)

metabolisiert wird. Zofenoprilat hat eine Halbwertszeit von 5,5 h; die Gesamtkörper-

Clearance nach oraler Einnahme von Zofenopril-Calcium beträgt 1.300 ml/min.

Elimination

Intravenös verabreichtes radioaktiv markiertes Zofenoprilat wird zu 76 % im Urin und

zu 16 % mit den Fäzes ausgeschieden, während oral verabreichtes radioaktiv

markiertes Zofenopril-Calcium zu 69 % mit dem Urin und zu 26 % mit den Fäzes

ausgeschieden wird, was auf zwei Eliminationswege (Niere und Leber) hinweist.

Pharmakokinetik bei bes onderen Patientengruppen

Pharmakokinetik bei älteren Menschen

Bei älteren Menschen mit normaler Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung

erforderlich.

Pharmakokinetik bei Nierenfunktionsstörung

Ein Vergleich wichtiger pharmakokinetischer Parameter von Zofenoprilat ergab, dass

nach oraler Gabe von radioaktiv markiertem Zofenopril-Calcium Patienten mit leichter

Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance zwischen 45 und 90 ml/min) Zofenopril

aus dem Körper ebenso schnell eliminieren wie Patienten mit normaler Kreatinin-

Clearance (> 90 ml/min).

Bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Nierenfunktionsstörung (7 – 44 ml/min)

ist die Ausscheidungsrate auf etwa 50 % des Normalwertes reduziert. Daraus ergibt

sich, dass diesen Patienten die Hälfte der gewöhnlichen Anfangsdosis Zofenil

verabreicht werden sollte.

Bei Patienten im Endstadium einer Nierenerkrankung mit Hämo- bzw.

Peritonealdialyse ist die Ausscheidungsrate auf 25 % reduziert. Daraus resultiert, dass

diese Patienten ein Viertel der üblichen Anfangsdosis Zofenil erhalten sollten.

Pharmakokinetik bei Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit leichter bis mittlerer Leberfunktionsstörung, denen Einzeldosen von

radioaktiv markiertem Zofenopril-Calcium gegeben wurden, stimmten C

- und t

Werte für Zofenoprilat mit denen normaler Probanden überein. Jedoch lagen die AUC-

Werte bei Zirrhose-Patienten doppelt so hoch wie bei normalen Probanden, so dass

Patienten mit leichter bis mittlerer Leberfunktionsstörung die Hälfte der gewöhnlichen

Anfangsdosis Zofenil gegeben werden sollte.

Für Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung liegen keine pharmakokinetischen

Daten zu Zofenopril oder Zofenoprilat vor; aus diesem Grunde ist Zofenopril bei diesen

Patienten kontraindiziert.

Präklinis che Daten zur Sicherheit

Bei Toxizitätsstudien mit wiederholter oraler Verabreichung, die an drei Säugetierarten

durchgeführt wurden, traten vor allem die für ACE-Hemmer typischen Wirkungen auf.

Dazu gehören ein Abfall der Erythrozyten-Parameter, eine Erhöhung von

Harnstoffstickstoff im Serum, eine Verringerung des Herzgewichtes und eine

Hyperplasie der juxtaglomerulären Zellen. Diese Veränderungen wurden bei Dosen

beobachtet, die weit über den für den Menschen empfohlenen Maximaldosen liegen. In

einer Toxizitätsstudie am Hund traten nach wiederholter oraler Gabe in hohen

Dosisbereichen speziesspezifische immunologisch vermittelte Blutdyskrasien auf.

In einer einjährigen oralen Studie zur chronischen Toxizität bei Affen konnte keine

signifikante Veränderung der Cytochrom-P450-Enzymaktivität festgestellt werden.

In Reproduktionstoxizitäts-Studien verursachte Zofenopril eine dosisabhängige

Verminderung der Wachstumsrate bei der Nachkommenschaft sowie Nephrotoxizität

und verminderte postnatale Lebensfähigkeit bei Dosen von 90 und 270 mg/kg in der

F1-Generation. Die Behandlung mit Zofenopril während der Schwangerschaft führte zu

fetalen Entwicklungsstörungen bei der Nachkommenschaft der Ratte und ebenso zur

embryonalen und fetalen Toxizität beim Kaninchen, allerdings ausschließlich bei

maternal toxischen Dosen.

Genotoxizitätsstudien zeigten, dass Zofenopril weder mutagen noch klastogen ist.

An Mäusen und Ratten durchgeführte Kanzerogenitätsstudien ergaben keinen Hinweis

auf Kanzerogenität. Ein vermehrtes Auftreten von Hodenatrophie kam nur in der Studie

bei der Maus vor. Die klinische Signifikanz ist unbekannt.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

Lis te der s ons tigen Bes tandteile

Kern:

Mikrokristalline Cellulose

Lactose-Monohydrat

Croscarmellose-Natrium

Magnesiumstearat

hochdisperses Siliciumdioxid

Hülle:

Hypromellose

Titandioxid (E 171)

Macrogol 400

Macrogol 6000

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Bes ondere Vors ichts maßnahmen für die Aufbewahrung

Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung.

Art und Inhalt des Behältnis s es

Blisterpackungen (PVDC/PVC/Aluminium oder Aclar/Aluminium).

Zofenil 7,5 mg:

Originalpackungen mit 30 Filmtabletten (N1)

Originalpackungen mit 50 Filmtabletten

Originalpackungen mit 100 Filmtabletten (N3)

Klinikpackungen mit 50 Filmtabletten

Zofenil 15 mg:

Originalpackungen mit 30 Filmtabletten (N1)

Originalpackungen mit 50 Filmtabletten

Originalpackungen mit 100 Filmtabletten (N3)

Klinikpackungen mit 50 Filmtabletten

Zofenil 30 mg:

Originalpackungen mit 30 Filmtabletten (N1)

Originalpackungen mit 50 Filmtabletten

Originalpackungen mit 100 Filmtabletten (N3)

Klinikpackungen mit 50 Filmtabletten

Zofenil 60 mg:

Originalpackungen mit 28 Filmtabletten (N1)

Originalpackungen mit 30 Filmtabletten (N1)

Originalpackungen mit 50 Filmtabletten

Originalpackungen mit 100 Filmtabletten (N3)

Klinikpackungen mit 50 Filmtabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Bes ondere Vors ichts maßnahmen für die Bes eitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER

BERLIN-CHEMIE AG

Glienicker Weg 125

12489 Berlin, Deutschland

Telefon: (030) 67 07 - 0 (Zentrale)

Telefax: (030) 67 07 - 21 20

www.berlin-chemie.de

ZULASSUNGSNUMMER(N)

Zofenil 7,5 mg: 45020.00.00

Zofenil 15 mg: 45020.01.00

Zofenil 30 mg: 45020.02.00

Zofenil 60 mg: 45020.03.00

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

13. April 1999

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung:

30. Juli 2008

STAND DER INFORMATION

Juni 2019

VERKAUFS ABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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