Zithromax Uno Granulat zur Herstellung einer oralen Suspension mit verzögerter Wirkstofffreigabe

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-02-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-10-2018

Wirkstoff:
azithromycinum
Verfügbar ab:
Pfizer PFE Switzerland GmbH
ATC-Code:
J01FA10
INN (Internationale Bezeichnung):
azithromycinum
Darreichungsform:
Granulat zur Herstellung einer oralen Suspension mit verzögerter Wirkstofffreigabe
Zusammensetzung:
azithromycinum 2 g als azithromycinum dihydricum, arom.: vanillinum und ethylvanillinum und andere, excipiens ad granulatum Endwerte., Aussetzung reconstituta 60 ml.
Klasse:
A
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Infektionskrankheiten
Zulassungsnummer:
57524
Berechtigungsdatum:
2006-06-30

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-02-2019

Fachinformation Fachinformation - Französisch

23-10-2018

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-02-2019

Zithromax® Uno

Pfizer PFE Switzerland GmbH

Was ist Zithromax Uno und wann wird es angewendet?

Zithromax Uno ist ein Antibiotikum, das viele bakterielle Erreger von Infektionen hemmt.

Zithromax Uno darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zur Behandlung folgender

Infektionen der Atemwege, die durch Azithromycin-empfindliche Erreger hervorgerufen sind,

angewendet werden:

·Akute bakterielle Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung).

·Ambulant erworbene Pneumonie (Lungenentzündung).

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer

gegenwärtigen Krankheit verschrieben.

Das Antibiotikum Azithromycin in Zithromax Uno ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche

Infektionskrankheiten verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht

richtig dosierten Antibiotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von

sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an. Auch bei späteren

neuen Infektionen dürfen Sie Zithromax Uno nicht ohne erneute ärztliche Konsultation anwenden.

Wenn Sie eine Überdosis Zithromax Uno eingenommen haben, müssen Sie sich in ärztliche

Behandlung begeben.

Hinweis für Diabetiker/innen

Wenn Sie Diabetiker/in sind und Zithromax Uno bekommen, müssen Sie den Zuckergehalt

(Saccharose) der Suspension berücksichtigen.

Dieses Arzneimittel enthält 19.36 g verwertbare Kohlenhydrate pro Einzeldosis (1 Flasche

Zithromax Uno).

Wann darf Zithromax Uno nicht angewendet werden?

Patientinnen oder Patienten, welche eine bekannte oder vermutete Überempfindlichkeit (Allergie)

auf Azithromycin, Erythromycin, andere Makrolid- oder Ketolid-Antibiotika oder andere Zithromax

Uno-Inhaltsstoffe haben, dürfen Zithromax Uno nicht einnehmen.

Machen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darauf aufmerksam, falls Sie einmal auf Antibiotika mit

Nebenwirkungen reagiert haben oder wenn Sie eine frühere Behandlung mit Zithromax Uno nicht

gut vertragen haben.

Wann ist bei der Einnahme von Zithromax Uno Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Zithromax Uno kann es zu Lichtempfindlichkeitsreaktionen kommen

(Auftreten von Hautausschlägen). Meiden Sie deshalb während und mindestens 7 Tagen nach

Einnahme von Zithromax Uno direktes Sonnenlicht und Solarien.

Während der Behandlung mit Zithromax Uno wurden selten schwere allergische Reaktionen wie

Schwellungen der Haut und Schleimhäute, des Gesichts, der Zunge und des Kehlkopfes,

Herzklopfen, Blutdruckabfall (bis hin zu Ohnmacht und Schock) und Atemnot oder

Atembeschwerden sowie schwere Hautreaktionen (gerötete Schwellung mit zahlreichen kleinen

Pusteln (akute generalisierte exanthematöse Pustulosis), Stevens-Johnson-Syndrom, toxische

epidermale Nekrolyse, DRESS-Syndrom) beobachtet. Diese schweren Krankheitsbilder mit Blasen-

und Geschwürbildung betreffen vor allem die Schleimhäute. Zusätzlich zeigen sich auf der Haut

ebenfalls typische Schäden (münzgrosse Hautrötungen mit einer zentralen Hauterhebung oder

Blase). Hinzu kommen häufig hohes Fieber und körperliche Abgeschlagenheit. Zithromax Uno ist

bei den ersten Anzeichen solcher allergischen Reaktionen abzusetzen und der Arzt / die Ärztin zu

kontaktieren.

Zithromax Uno sollte mit Vorsicht angewendet werden, wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden,

wenn Sie andere Medikamente einnehmen, welche eine Rhythmusstörung verursachen können oder

wenn Sie unter Elektrolytstörungen leiden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin,

·wenn Sie bekanntermassen an einer Herzmuskelerkrankung oder unregelmässigem oder

verlangsamtem Herzschlag leiden oder eine Auffälligkeit im Elektrokardiogramm (EKG) haben, die

«Verlängerung der QT-Zeit» genannt wird.

·wenn Sie Antiarrhythmika, Antidepressiva, Antibiotika oder antipsychotische Medikamente

einnehmen.

·wenn Sie an Elektrolytstörungen leiden.

Zithromax Uno soll bei älteren Patienten, welche empfindlicher für Arzneimittel-Einflüsse auf das

Herz (Herzrhythmusstörungen) reagieren können, mit Vorsicht angewendet werden.

Wenn Sie unter einer Leberfunktionsstörung leiden, dürfen Sie Zithromax Uno nur unter

engmaschiger ärztlicher Kontrolle einnehmen. Bei Auftreten von Symptomen einer Hepatitis

(Leberentzündung) wie Schwächegefühl, Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen,

Müdigkeit, Gelbfärbung der Augen (Bindehaut) und Haut, entfärbter Stuhl, muss unverzüglich der

Arzt / die Ärztin kontaktiert werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie während oder nach der Behandlung mit

Zithromax Uno schweren anhaltenden Durchfall bekommen. Das Präparat ist in diesem Fall

abzusetzen und es dürfen keine Arzneimittel, welche die Darmperistaltik (Darmbewegung) hemmen,

eingenommen werden.

Unter einer Behandlung mit Zithromax Uno wurde über das Auftreten oder die Verschlimmerung

von Beschwerden eines bestimmten Muskelleidens (Myasthenia gravis) berichtet.

Nach Anwendung von Azithromycin, dem Wirkstoff von Zithromax Uno, bei Neugeborenen

(Behandlung in den ersten 42 Tagen nach der Geburt), wurden Fälle einer Verengung im Bereich des

Magenausgangs (kindliche hypertrophische Pylorusstenose, IHPS) berichtet. Kontaktieren Sie Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin, wenn es bei Ihrem bzw. dem von Ihnen betreuten Kind zu Erbrechen oder

Irritationen beim Füttern kommt.

Nehmen Sie während der Behandlung mit Zithromax Uno keine Arzneimittel mit dem Wirkstoff

Ergotamin oder Ergotamin-Abkömmlingen (z.B. Dihydergot®, Cafergot®, Bellergal®) ein.

Nehmen Sie Zithromax Uno nicht gleichzeitig mit magensäurehemmenden Arzneimitteln (Antacida)

ein.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Arzneimittel, die das Immunsystem

unterdrücken (Immunsuppressiva), Antikoagulantien (Blutverdünnungsmittel), Herzglykoside (wie

z.B. Digoxin und Colchicin) oder Mittel gegen Migräne, Allergien, HIV Infektion oder Tuberkulose

einnehmen.

Nach der Markteinführung wurde über Muskelerkrankungen (Rhabdomyolyse) bei Patienten

berichtet, die Zithromax Uno gleichzeitig mit Cholesterinsenkern (Statinen) erhielten.

Dieses Produkt enthält Saccharose und ist daher für Patienten und Patientinnen mit Fructose-

Intoleranz, Saccharase-Isomaltase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption (seltene

Stoffwechselkrankheiten) nicht angezeigt.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden (Externa)!

Darf Zithromax Uno während der Schwangerschaft oder der Stillzeit eingenommen werden?

Untersuchungen am Tier zeigten keine Schädigung des Foetus. Untersuchungen bei schwangeren

Frauen wurden aber nicht durchgeführt. Das Arzneimittel geht in die Muttermilch über, daher soll

Zithromax Uno während der Stillzeit nicht angewendet oder es soll abgestillt werden.

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel

verzichten und Zithromax Uno nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin einnehmen.

Wie verwenden Sie Zithromax Uno?

Grundsätzlich soll die vom Arzt oder von der Ärztin verordnete Dosierung genau eingehalten

werden, um den vollen Nutzen von Zithromax Uno zu erhalten.

Zithromax Uno sollte nüchtern, mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit,

eingenommen werden.

Falls vom Arzt oder von der Ärztin nicht anders verordnet, gelten folgende übliche Dosierungen

Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren

Die empfohlene Dosis beträgt 1 Flasche Zithromax Uno (entspricht 2.0 g Azithromycin) als

Einzeldosis.

Im unwahrscheinlichen Fall, dass Sie innerhalb von 5 Minuten nach Einnahme von Zithromax Uno

erbrechen, sollte eine zweite Dosis eingenommen werden. Falls Sie innerhalb 5 - 60 Minuten nach

Einnahme von Zithromax Uno erbrechen sollten, sollte eine alternative antibiotische Therapie in

Betracht gezogen werden. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder

Apothekerin. Bei Erbrechen mehr als eine Stunde nach Einnahme von Zithromax Uno ist der

antibiotische Schutz gewährleistet und keine Alternativtherapie gerechtfertigt.

Kinder unter 16 Jahren

Die Anwendung von Zithromax Uno bei Kindern unter 16 Jahren wird nicht empfohlen. Für diese

Patienten steht Zithromax Suspension zur Verfügung.

Zubereitung der Zithromax Uno Suspension

Die Suspension wird normalerweise vom Apotheker oder der Apothekerin zubereitet. Falls die

Suspension nicht zubereitet ist, muss dem Granulat Trinkwasser wie folgt zugegeben werden:

1.Leicht an der Flasche klopfen, um das Granulat aufzulockern. Flasche bis zur Markierung auf der

Etikette mit Wasser füllen (= 60 ml Wasser).

2.Kappe wieder aufsetzen.

3.Gut schütteln.

4.Unmittelbar vor der Anwendung gut schütteln und den gesamten Inhalt der Flasche trinken

Die fertig zubereitete Suspension ist innerhalb von 12 Stunden anzuwenden. Nicht im Kühlschrank

aufbewahren, nicht einfrieren.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung oder Therapiedauer. Wenn Sie glauben,

das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker

bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Zithromax Uno haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Zithromax Uno auftreten:

Häufig (bei 1-10% der Patienten): Störungen im Magen-Darm-Trakt wie Appetitlosigkeit, Übelkeit,

Erbrechen, Durchfall, weicher Stuhl, Bauchschmerzen sowie Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen,

Verdauungsstörungen und Verstopfung. Informieren Sie umgehend den Arzt oder die Ärztin, wenn

während oder nach der Behandlung mit Zithromax Uno schwere und anhaltende Durchfälle

auftreten.

Gelegentlich bis häufig (bei 0.1-10% der Patienten): Nach Anwendung von Azithromycin, dem

Wirkstoff von Zithromax Uno, bei Neugeborenen (Behandlung in den ersten 42 Tagen nach der

Geburt), wurden Fälle einer Verengung im Bereich des Magenausgangs (kindliche hypertrophische

Pylorusstenose, IHPS) berichtet. Kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn es bei Ihrem

bzw. dem von Ihnen betreuten Kind zu Erbrechen oder Irritationen beim Füttern kommt.

Gelegentlich (bei 0.1-1% der Patienten): Blähungen, Bauchdehnung, Lungenentzündungen,

Rachenentzündungen, Schluckstörungen, Mundtrockenheit, Aufstossen, übermässige

Speichelsekretion, Geschwürbildung im Mund, Magen-Darm-Entzündungen, Schnupfen, Atemnot,

Nasenbluten, Pilzinfektionen, Scheidenentzündungen, Menstruationsstörungen, Hautentzündungen,

trockene Haut, übermässige Schweissproduktion, allergische Reaktionen mit Hautausschlag, Juckreiz

und Nesselfieber, Hitzewallungen, Nervosität, Schlaflosigkeit, Benommenheit, Schwäche,

Müdigkeit, Schläfrigkeit, Missempfindungen (Parästhesien), Schmerzen, Fieber, Unwohlsein,

Schwellungen, Seh- und Geschmackstörungen, Störungen des Ohrs, Nacken- und Rückenschmerzen,

Gelenk- und Muskelschmerzen, erschwerte Blasenentleerung und Nierenschmerzen,

Funktionsstörungen der Hoden, Kraftlosigkeit, Brustschmerzen.

Selten (bei 0.01-0.1% der Patienten): Ohnmacht, Schwindel, Krämpfe, Krampfanfälle,

Hyperaktivität, aggressive Reaktionen, Erregung, Angst, tiefer Blutdruck, Herzklopfen,

Herzrhythmusstörungen, schwere anhaltende Durchfälle, Lichtempfindlichkeitsreaktionen

(Hautreaktionen in Zusammenhang mit Sonnenlicht), schwerer Hautausschlag, Muskelerkrankung

(Myasthenia gravis) (siehe «Wann ist bei der Einnahme von Zithromax Uno Vorsicht geboten?»),

Zungenverfärbung, Störungen des Geruchsinns sowie verminderte Berührungsempfindlichkeit.

Selten sind schwere allergische Reaktionen beobachtet worden. Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt

oder Ihre Ärztin, falls obengenannte Nebenwirkungen oder allergische Symptome wie

Hautausschlag, Juckreiz, Rötung, Hautbläschen, Gesichtsoedem oder Atemnot auftreten.

Vor allem bei der Einnahme von höheren Dosen über eine längere Zeit wurden selten Hörstörungen,

einschliesslich Ohrenklingen, Taubheit und komplettem/teilweisem Hörverlust, beobachtet. Die

meisten dieser Symptome bildeten sich wieder zurück. Konsultieren Sie bei Auftreten solcher

Symptome Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Abnormale Nieren-, Bauchspeicheldrüsen- und Leberfunktion (inklusive Entzündung der

Bauchspeicheldrüse, Leberentzündung und Gelbsucht, Leberversagen, akutes Nierenversagen),

wurden selten beobachtet. Konsultieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Bauchschmerzen,

Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder eine Gelbfärbung der Haut auftreten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Aufbewahrung/Lagerung

Unterhalb 30 °C, in der Originalpackung, dicht verschlossen und ausser Reichweite von Kindern

aufbewahren.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Weitere Auskünfte über Zithromax Uno erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder

Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Zithromax Uno enthalten?

1 Flasche zubereitete Zithromax Uno Suspension enthält:

Wirkstoff: Azithromycin 2 g in Form von Azithromycin Dihydrat.

Hilfsstoffe: Glyceryldibehenat, Poloxamer, Saccharose, Natriumphosphat tribasisch wasserfrei,

Magnesiumhydroxid, Hydroxypropylcellulose, Xanthangummi, hochdisperses Siliciumdioxid,

Titandioxid, Aromatica: künstliches Kirscharoma, künstliches Bananenaroma, Vanillin,

Ethylvanillin.

Zulassungsnummer

57524 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Zithromax Uno? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Zithromax Uno Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen mit verzögerter

Wirkstofffreigabe ist in einer Packung mit 1 Flasche mit 2.0 g Azithromycin zur Rekonstitution mit

60 ml Wasser erhältlich.

Zulassungsinhaberin

Pfizer PFE Switzerland GmbH, Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

PIL V015

Fachinformation

Zithromax® Uno

Pfizer PFE Switzerland GmbH

Zusammensetzung

a. Wirkstoff: Azithromycinum (ut A. dihydricum).

b. Hilfsstoffe: Glyceroli dibehenas, poloxamera, natrii phosphas anhydricum, magnesii hydroxidum,

hydroxypropylcellulosum, xanthani gummi, silica colloidalis anhydricum, saccharum, titanii

dioxidum, Aromatica: Aroma cerasi artificiale, aroma bananae artificiale, Vanillinum,

Ethylvanillinum.

Hinweis für Diabetiker

Der Zuckergehalt der Suspension muss berücksichtigt werden, wenn Zithromax Uno Suspension für

Diabetiker verschrieben wird. Die zubereitete Suspension enthält 19.36 g Saccharose.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Granulat zur Herstellung einer oralen Suspension mit verzögerter Wirkstofffreigabe. Die mit Wasser

zubereitete Suspension ist eine weisse Flüssigkeit mit Früchtegeschmack, die sich beim Trinken

körnig anfühlt.

Jede Flasche zubereiteter Suspension enthält 2.0 g Azithromycin (ut A. dihydricum).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zithromax Uno ist angezeigt zur Behandlung folgender milder bis mittelschwerer Infektionen der

Atemwege, sofern sie durch Azithromycin-empfindliche Erreger hervorgerufen sind und sich für

eine orale Therapie eignen:

·Akute bakterielle Sinusitis verursacht durch Haemophilus influenzae, Moraxella catarrhalis,

Streptococcus pneumoniae.

·Ambulant erworbene Pneumonie verursacht durch Chlamydia pneumoniae, Haemophilus

influenzae, Mycoplasma pneumoniae oder Streptococcus pneumoniae.

Offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollen beachtet werden,

insbesondere Anwendungsempfehlungen zur Verhinderung der Zunahme der Antibiotikaresistenz.

Dosierung/Anwendung

Zithromax Uno sollte nüchtern, mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit,

eingenommen werden (siehe Abschnitt «Pharmakokinetik»).

Übliche Dosierung

Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren

Die empfohlene Dosis beträgt 2.0 g Azithromycin als Granulat mit verzögerter Wirkstofffreigabe als

Einzeldosis (entspricht 1 Flasche Zithromax Uno).

Im unwahrscheinlichen Fall, dass der Patient innerhalb von 5 Minuten nach Einnahme von

Zithromax Uno erbricht, sollte eine zweite Dosis eingenommen werden.

Erbricht der Patient nach 5-60 Minuten nach Einnahme, sollte eine alternative antibiotische Therapie

in Betracht gezogen werden. Weder eine zweite Dosis Zithromax Uno noch eine Alternativtherapie

ist gerechtfertigt, wenn das Erbrechen nach 60 Minuten erfolgt bei Patienten mit normaler

Magenentleerung.

Kinder unter 16 Jahren

Die Anwendung von Zithromax Uno bei Kindern unter 16 Jahren wird nicht empfohlen. Für diese

Patienten steht Zithromax Pulver zur Herstellung einer Suspension zur Verfügung.

Dosierung in speziellen Patientengruppen

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Anpassung der Dosis erforderlich (siehe Abschnitt

«Pharmakokinetik/Kinetik spezieller Patientengruppen»). Ältere Patienten sind anfälliger für

Torsades de Pointes oder Arrhythmien als jüngere Patienten (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit leichter bis mässiger Niereninsuffizienz (GFR 10-80 ml/min) ist keine

Dosisanpassung erforderlich. Die Behandlung von Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (GFR

<10 ml/min) sollte mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen» und «Pharmakokinetik/Kinetik spezieller Patientengruppen»).

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung kann mit Vorsicht die gleiche

Dosierung wie bei Patienten mit normaler Leberfunktion angewendet werden (siehe Abschnitt

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Pharmakokinetik/Kinetik spezieller

Patientengruppen»).

Kontraindikationen

Zithromax Uno ist kontraindiziert bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen

Azithromycin, gegen Erythromycin, gegen andere Makrolid- oder Ketolid-Antibiotika oder gegen

einen anderen Inhaltsstoff von Zithromax Uno.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Überempfindlichkeit

Es wurden selten schwere allergische Reaktionen einschliesslich Angioödem und Anaphylaxie

(selten tödlich verlaufend) sowie dermatologische Reaktionen wie akute generalisierte

exanthematöse Pustulosis (AGEP), das Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse

(selten tödlich verlaufend) und Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen

(DRESS) beobachtet. Einige dieser Reaktionen traten unter Azithromycin mit sich wiederholender

Symptomatik auf und machten eine länger dauernde Überwachung und Therapie notwendig.

Beim Auftreten allergischer Reaktionen ist das Arzneimittel abzusetzen und eine geeignete Therapie

einzuleiten.

Während der Behandlung mit Zithromax Uno kann es zu Lichtempfindlichkeitsreaktionen kommen.

Während mindestens 7 Tagen nach Einnahme von Zithromax Uno sollte deshalb direktes

Sonnenlicht gemieden werden.

Lebertoxizität

Da die Leber den wichtigsten Ausscheidungsweg für Azithromycin darstellt, darf Azithromycin bei

Patienten mit Leberfunktionsstörung nur mit Vorsicht verabreicht werden (siehe Abschnitt

«Pharmakokinetik/Kinetik spezieller Patientengruppen»).

Auffallende Leberfunktionswerte, Hepatitis, cholestatischer Ikterus, hepatische Nekrose und

Leberversagen (teilweise mit tödlichem Ausgang) wurden beobachtet. Azithromycin ist sofort

abzusetzen, wenn Symptome einer Hepatitis auftreten.

Infantile hypertrophische Pylorusstenose (IHPS)

Nach Anwendung von Azithromycin bei Neugeborenen (Behandlung in den ersten 42 Tagen nach

der Geburt), wurden Fälle von infantiler hypertrophischer Pylorusstenose (IHPS) berichtet, die

teilweise eine chirurgische Pylorusmyotomie erforderten. Die Eltern und das Pflegepersonal sollen

aufgefordert werden, ihren Arzt oder ihre Ärztin zu kontaktieren, wenn es zu Erbrechen oder

Irritationen beim Füttern kommt.

Superinfektion

Wie bei jeder Antibiotikatherapie wird während einer Azithromycintherapie eine Überwachung im

Hinblick auf Symptome einer Superinfektion mit resistenten Mikroorganismen, einschliesslich mit

Pilzen, empfohlen.

Clostridium difficile-assoziierte Diarrhö

Die Clostridium difficile-assoziierte Diarrhö (CDAD) ist mit nahezu allen antibakteriellen

Wirkstoffen einschliesslich Azithromycin beobachtet worden und ihr Schweregrad kann von leichter

Diarrhö bis zur tödlichen Kolitis reichen. Die Behandlung mit antibakteriellen Wirkstoffen verändert

die normale Flora des Dickdarms, was zum Überwuchern durch C. difficile führen kann. C. difficile

produziert die Toxine A und B, die zur Entstehung der CDAD beitragen. Hypertoxin-produzierende

Stämme von C. difficile bedingen eine erhöhte Morbidität und Mortalität, denn diese Infektionen

können gegen antimikrobielle Therapie resistent sein, was unter Umständen eine Kolektomie

erfordert. Eine CDAD ist bei allen Patienten mit Diarrhö nach antibiotischer Behandlung in Betracht

zu ziehen. Es ist eine sorgfältige Anamnese zu erheben, da Fälle von CDAD mehr als zwei Monate

nach antibiotischer Behandlung beschrieben worden sind.

Peristaltikhemmende Arzneimittel sind in diesem Fall kontraindiziert.

Ergotamin-Derivate

Wenn Patienten gleichzeitig Ergotamin oder Ergotamin-Derivate und gewisse Makrolidantibiotika

einnehmen, kann ein Ergotismus auftreten. Untersuchungen über eine mögliche Interaktion zwischen

Ergotamin und Azithromycin fehlen. Wegen der theoretischen Möglichkeit eines Ergotismus soll

Azithromycin jedoch nicht zusammen mit Ergotamin oder einem anderen Mutterkornalkaloid-

Derivat verabreicht werden.

Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (GFR <10 ml/min) wurde eine Erhöhung der

Azithromycin-Konzentrationen um 33% beobachtet (siehe «Pharmakokinetik»).

Verlängerung des QT-Intervalls

Unter Behandlung mit Makroliden, einschliesslich Azithromycin, wurde eine Verlängerung der

Repolarisierung des Herzens und des QT-Intervalls beobachtet, die zu Arrhythmien und Torsade de

Pointes führen können (siehe «Eigenschaften/Wirkungen/Pharmakodynamik»). Medizinische

Fachpersonen sollten das Risiko einer lebensbedrohenden QT-Verlängerung in Betracht ziehen wenn

sie Nutzen und Risiken von Azithromycin bei Risikopatienten abwägen. Vorsicht ist daher geboten

bei der Behandlung von:

·Patienten mit kongenitaler oder erworbener QT-Verlängerung.

·Patienten, die bereits andere QT-Intervalls-verlängernde Wirkstoffe einnehmen, wie

Antiarrhythmika der Klassen IA und III, Antipsychotika, Antidepressiva und Fluorchinolone.

·Patienten mit Elektrolytstörungen, insbesondere mit Hypokaliämie und Hypomagnesiämie.

·Patienten mit klinisch relevanter Bradykardie, Herzarrhythmien oder Herzinsuffizienz.

·älteren Patienten welche empfindlicher auf arzneimittel-assoziierte Einflüsse auf das QT-Intervall

reagieren können.

Myasthenia gravis

Unter einer Therapie mit Azithromycin wurde über eine Exazerbation von Symptomen einer

Myasthenia gravis oder das Auftreten eines Myasthenie-Syndroms berichtet (siehe Abschnitt

«Unerwünschte Wirkungen»).

Fertilität

In Fertilitätsstudien an Ratten wurde nach Gabe von Azithromycin eine verminderte

Schwangerschaftsrate festgestellt (siehe «Präklinische Daten»). Die Bedeutung dieser Resultate für

den Menschen ist nicht bekannt.

Diabetes

Zithromax Uno (entspricht 60 ml zubereiteter Suspension) enthält 19.36 g Saccharose. Dieses

Arzneimittel ist daher ungeeignet für Personen mit hereditären Fructoseintoleranz sowie bei Glucose-

Galactose-Malabsorption oder Sucrase-Isomaltase-Mangel.

Zithromax Uno (entspricht 60 ml zubereiteter Suspension) enthält 148 mg Natrium.

Interaktionen

Vorsicht ist geboten bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die eine QT-Verlängerung

auslösen können (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Antacida

Die gleichzeitige Einnahme von Zithromax Uno und einer 20 ml Einmaldosis eines mineralischen

Antazidums hatte keinen Einfluss auf Geschwindigkeit und Ausmass der Resorption von

Azithromycin.

In einer Pharmakokinetik-Studie konnte gezeigt werden, dass bei gleichzeitiger Verabreichung von

unretardiertem Azithromycin mit Antacida die Bioverfügbarkeit von Azithromycin unverändert

bleibt, obwohl die maximale Serumkonzentration um etwa 25% reduziert wird. Patienten, die sowohl

Azithromycin als auch Antacida erhalten, sollten die beiden Arzneimittel deshalb nicht gleichzeitig

einnehmen.

Alle anderen Interaktionsstudien wurden mit unretardiertem Azithromycin (Dosierung zwischen 500

und 1200 mg) durchgeführt.

Interaktionen im Zusammenhang mit Cytochrom P450

Azithromycin interagiert nicht wesentlich mit dem hepatischen Cytochrom P450-System. Daher

werden pharmakokinetische Interaktionen, wie sie von Erythromycin und anderen Makroliden

bekannt sind, für Azithromycin nicht erwartet. Eine Induktion des hepatischen Cytochrom P450-

Systems bzw. eine Inaktivierung über einen Cytochrom-Metaboliten-Komplex findet mit

Azithromycin nicht statt.

Für viele über das Cytochrom P450-System metabolisierten Substanzen haben pharmakokinetische

Interaktionsstudien bei Versuchspersonen gezeigt, dass ihre gleichzeitige Verabreichung mit

Azithromycin in den üblichen empfohlenen Dosen nicht zu wesentlich erhöhten

Plasmakonzentrationen des Arzneimittels oder seines aktiven Metaboliten führt. (Beispiele siehe

Tabelle 1 und 2)

Ciclosporin

In einer pharmakokinetischen Studie mit gesunden Probanden, die 500 mg Azithromycin täglich oral

über 3 Tage erhielten und dann eine orale Einzeldosis von 10 mg/kg Ciclosporin einnahmen, waren

Cmax und AUC0-5 von Ciclosporin signifikant erhöht. Cmax von Ciclosporin ohne gleichzeitige

Verabreichung von Azithromycin betrug 1334 ng/ml (834-1698 ng/ml), bei gleichzeitiger

Verabreichung von Azithromycin 1651 ng/ml (1378-2228 ng/ml). Ohne gleichzeitige Verabreichung

von Azithromycin betrugen AUC0-5 bzw. AUC0-∞ von Ciclosporin 4922 ng/mlh (2632-

6824 ng/mlh) bzw. 11616 ng/mlh (9138-14486 ng/mlh), bei gleichzeitiger Verabreichung von

Azithromycin lagen die entsprechenden Werte bei 5771 ng/mlh (4742-7300 ng/mlh) bzw.

11557 ng/mlh (8672-15078 ng/mlh). Bevor die gleichzeitige Verabreichung dieser Arzneimittel in

Betracht gezogen wird, ist daher Vorsicht geboten, da das Potential für das Auftreten von

unerwünschten Wirkungen erhöht sein könnte. Wenn eine gleichzeitige Anwendung dieser

Arzneimittel notwendig ist, müssen die Ciclosporinkonzentrationen regelmässig kontrolliert und

allfällige Dosisanpassungen vorgenommen werden.

Rifabutin

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Azithromycin und Rifabutin wurden Neutropenien beobachtet.

Obwohl Neutropenien mit der Anwendung von Rifabutin in Zusammenhang gebracht worden sind,

konnte ein kausaler Zusammenhang mit der Kombination mit Azithromycin nicht festgestellt

werden. Die Häufigkeit von unerwünschten Wirkungen steigt unter einer Kombinationstherapie an

(siehe auch Abschnitt «Unerwünschte Wirkungen»).

Ergotamin

Wegen der theoretischen Möglichkeit eines Ergotismus wird die gleichzeitige Anwendung von

Azithromycin und Ergotamin-Derivaten nicht empfohlen (siehe Abschnitt «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Statine

Nach Markteinführung wurden Fälle von Rhabdomyolyse bei Patienten beobachtet, die

Azithromycin gleichzeitig mit Statinen (wie z.B. Atorvastatin) erhielten.

Orale Antikoagulantien

In einer pharmakodynamischen Interaktionsstudie mit gesunden Probanden wurde die

antikoagulierende Wirkung einer Einmaldosis Warfarin (15 mg) durch Azithromycin nicht verändert.

Im Rahmen der Post Marketing Überwachung sind Fälle beschrieben worden, bei denen die

Antikoagulation als Folge einer gleichzeitigen Verabreichung von Azithromycin und oralen

Antikoagulantien vom Cumarin-Typ verstärkt worden ist. Obwohl ein kausaler Zusammenhang nicht

nachgewiesen worden ist, soll die Häufigkeit der Prothrombinzeitbestimmungen neu überprüft

werden, wenn Azithromycin bei Patienten verwendet wird, die Antikoagulantien vom Cumarin-Typ

erhalten.

Digoxin

Es wurde berichtet, dass die gleichzeitige Gabe von Makrolid-Antibiotika einschliesslich

Azithromycin zusammen mit P-Glykoprotein-Substraten wie beispielsweise Digoxin zu erhöhten

Serumspiegeln des P-Glykoprotein-Substrates führte. Daher sollte bei gleichzeitiger Gabe von

Azithromycin und P-Glykoprotein-Substraten wie Digoxin die Möglichkeit erhöhter

Digoxinkonzentrationen im Serum berücksichtigt werden.

Während und nach der Azithromycin-Behandlung ist eine klinische Überwachung und eventuell eine

Kontrolle der Digoxinserumspiegel erforderlich.

Mit Azithromycin und weiteren Arzneimitteln, die gleichzeitig mit Azithromycin verabreicht werden

könnten, wurden Interaktionsstudien durchgeführt. Die Auswirkungen der gleichzeitigen Gabe von

Azithromycin auf die Pharmakokinetik von anderen Arzneimitteln ist in Tabelle 1 aufgelistet, die

Auswirkungen von anderen Arzneimitteln auf die Pharmakokinetik von Azithromycin in Tabelle 2.

Die gleichzeitige Verabreichung von Azithromycin in therapeutischer Dosierung hatte eine geringe

Auswirkung auf die Arzneimittel, die in Tabelle 1 aufgelistet sind. Für die in Tabelle 1 aufgelisteten

Arzneimittel wird bei gleichzeitiger Verabreichung mit Azithromycin keine Dosisanpassung

empfohlen.

Die gleichzeitige Verabreichung von Azithromycin und Efavirenz oder Fluconazol hatte einen

geringen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Azithromycin. Es wird keine Dosisanpassung von

Azithromycin empfohlen, wenn das Arzneimittel zusammen mit den in Tabelle 2 aufgelisteten

Arzneimitteln verabreicht wird.

Tabelle 1

Arzneimittelinteraktionen: Pharmakokinetische Parameter der gleichzeitig mit Azithromycin

verabreichten Arzneimittel

Gleichzeitig

verabreichtes

Arzneimittel

Dosierung des gleichzeitig

verabreichten Arzneimittels

in der Interaktionsstudie =

keine

Dosierungsempfehlung

Dosierung von

Azithromycin in der

Interaktionsstudie = keine

Dosierungsempfehlung

N Quotient (mit/ohne

Azithromycin) der

pharmakokinetischen

Parameter des

gleichzeitig

verabreichten

Arzneimittels (90%

CI);

keine Auswirkung =

1.00

Mittlere

Mittlere

Cmax

Atorvastatin

10 mg/d × 8 Tage

500 mg/d p.o. an den

Tagen 6-8

0.83

(0.63-1.08)

1.01

(0.81-

1.25)

Carbamazepin

200 mg/d × 2 Tage, danach

200 mg BID × 18 Tage

500 mg/d p.o. an den

Tagen

16-18

0.97

(0.88-1.06)

0.96

(0.88-

1.06)

Cetirizin

20 mg/d × 11 Tage

500 mg p.o. am 7. Tag,

danach 250 mg/d an den

Tagen 8-11

1.03

(0.93-1.14)

1.02

(0.92-

1.13)

Didanosin

200 mg p.o. BID × 21 Tage

1200 mg/d p.o. an den

Tagen 8-21

1.44

(0.85-2.43)

1.14

(0.83-

1.57)

Efavirenz

400 mg/d × 7 Tage

600 mg p.o. am 7. Tag

14 1.04*

0.95*

Fluconazol

200 mg p.o. Einmaldosis

1200 mg p.o. Einmaldosis 18

1.04

(0.98-1.11)

1.01

(0.97-

1.05)

Indinavir

800 mg TID × 5 Tage

1200 mg p.o. am 5. Tag

0.96

(0.86-1.08)

0.90

(0.81-

1.00)

Midazolam

15 mg p.o. am 3. Tag

500 mg/d p.o. × 3 Tage

1.27

(0.89-1.81)

1.26

(1.01-

1.56)

Nelfinavir

750 mg TID × 11 Tage

1200 mg p.o. am 9. Tag

0.90

(0.81-1.01)

0.85

(0.78-

0.93)

Rifabutin

300 mg/d × 10 Tage

500 mg p.o. am 1. Tag,

danach 250 mg/d an den

Tagen 2-10

s. Fussnote

Sildenafil

100 mg an den Tagen 1 und

500 mg/d p.o. × 3 Tage

1.16

(0.86-1.57)

0.92

(0.75-

1.12)

Theophyllin

4 mg/kg i.v. an den Tagen

1, 11, 25

500 mg p.o. am 7. Tag,

250 mg/d an den Tagen 8-

1.19

(1.02-1.40)

1.02

(0.86-

1.22)

Theophyllin

300 mg p.o. BID × 15 Tage

500 mg p.o. am 6. Tag,

danach 250 mg/d an den

Tagen 7-11

1.09

(0.92-1.29)

1.08

(0.89-

1.31)

Triazolam

0.125 mg am 2. Tag

500 mg p.o. am 1. Tag,

danach 250 mg/d am

2. Tag

12 1.06*

1.02*

Trimethoprim/

Sulfamethoxazol

160 mg/800 mg/d p.o. ×

7 Tage

1200 mg p.o. am 7. Tag

0.85

(0.75-0.97)/

0.90

(0.78-1.03)

0.87

(0.80-

0.95)/

0.96

(0.88-

1.03)

Zidovudin

500 mg/d p.o. × 21 Tage

600 mg/d p.o. × 14 Tage

1.12

(0.42-3.02)

0.94

(0.52-

1.70)

Zidovudin

500 mg/d p.o. × 21 Tage

1200 mg/d p.o. × 14 Tage 4

1.31

(0.43-3.97)

1.30

(0.69-

2.43)

NA – Not Available

* 90% Konfidenzintervall nicht berichtet

Bei gleichzeitiger Verabreichung mit Azithromycin lagen die mittleren Rifabutinkonzentrationen

einen halben Tag nach der letzten Rifabutindosis bei 60 ng/ml resp. bei 71 ng/mL bei gleichzeitiger

Verabreichung mit Placebo.

Durch die Verabreichung von Azithromycin stieg die Konzentration von phosphoryliertem

Zidovudin, dem klinisch aktiven Metaboliten, in den Mononuklearen Zellen des peripheren Blutes

von 2.24 auf 4.11 pmol/106 Zellen × h/ml deutlich an (p=0.0045). Die klinische Relevanz dieser

Ergebnisse ist unklar.

Tabelle 2

Arzneimittelinteraktionen: Pharmakokinetische Parameter von Azithromycin in Gegenwart von

gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln

Gleichzeitig

verabreichtes

Arzneimittel

Dosierung des gleichzeitig

verabreichten Arzneimittels in

der Interaktionsstudie = keine

Dosierungsempfehlung

Dosierung von

Azithromycin in der

Interaktionsstudie

= keine

Dosierungsempfehlung

Quotient (mit/ohne

gleichzeitig

verabreichtes

Arzneimittel) der

pharmakokinetischen

Parameter von

Azithromycin (90%

CI);

keine Auswirkung =

1.00

Mittlere

Cmax

Mittlere

Efavirenz

400 mg/d × 7 Tage

600 mg p.o. am 7. Tag

1.22

(1.04-1.42)

0.92*

Fluconazol

200 mg p.o. Einzeldosis

1200 mg p.o. Einzeldosis

0.82

(0.66-1.02)

1.07

(0.94-

1.22)

Nelfinavir

750 mg TID × 11 Tage

1200 mg p.o. am 9. Tag

2.36

(1.77-3.15)

2.12

(1.80-

2.50)

Rifabutin

300 mg/d × 10 Tage

500 mg p.o. am 1. Tag,

danach 250 mg/d an den

Tagen 2-10

s. Fussnote

NA – Not Available

* 90% Konfidenzintervall nicht berichtet

Bei gleichzeitiger täglicher Gabe von 300 mg Rifabutin lag die mittlere Azithromycinkonzentration

einen Tag nach der letzten Dosis bei 53 ng/ml bzw. bei 49 ng/ml bei gleichzeitiger Gabe von

Placebo.

Cetirizin

Bei gesunden Probanden hatte die gleichzeitige Verabreichung von Azithromycin über 5 Tage mit

20 mg Cetirizin im Steady State weder pharmakokinetische Wechselwirkungen noch signifikante

Veränderungen des QT-Intervalls zur Folge.

Cimetidin

Eine pharmakokinetische Studie, bei welcher eine Dosis Cimetidin 2 Stunden vor der

Azithromycineinnahme verabreicht wurde, zeigte, dass die Pharmakokinetik von Azithromycin

durch eine Einmaldosis von Cimetidin nicht verändert wird.

Methylprednisolon

In einer pharmakokinetischen Interaktions-Studie mit gesunden Probanden wurde keine signifikante

Wirkung von Azithromycin auf die Pharmakokinetik von Methylprednisolon beobachtet.

Orale Kontrazeptiva

Orale Antibiotika können mit der enterohepatischen Rezirkulation von kontrazeptiven Steroiden

interferieren, wodurch deren systemische Verfügbarkeit und Wirksamkeit reduziert wird. Eine

pharmakokinetische Interaktionsstudie zeigt jedoch, dass fünf Tage Behandlung mit oralem

Azithromycin (am ersten Tag 500 mg, gefolgt von 250 mg täglich) keinen signifikanten Effekt auf

die pharmakokinetischen Parameter (AUC, Cmax, Tmax) von Ethinylestradiol und Levonorgestrel

hat. Die Resorption der kontrazeptiven Steroide aus dem Gastrointestinaltrakt wurde offensichtlich

durch Azithromycin nicht beeinflusst.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es wurden tierexperimentelle Reproduktionsstudien mit bis zu annähernd maternaltoxischen

Konzentrationen durchgeführt. In diesen Untersuchungen ergaben sich keine Hinweise auf eine

Beeinträchtigung des Fetus durch Azithromycin. Bei schwangeren Frauen gibt es jedoch keine

entsprechenden, gut kontrollierten Studien. Nachdem tierexperimentelle Reproduktionsstudien nicht

immer auf den Menschen übertragen werden können, darf Azithromycin in der Schwangerschaft nur

gegeben werden, wenn dies klar notwendig ist.

Azithromycin geht bei Menschen in die Muttermilch über. Es existieren jedoch keine adäquat und

zuverlässig kontrollierte Studien bei stillenden Frauen, welche die Pharmakokinetik des Übergangs

von Azithromycin in die Muttermilch beschreiben. Daher soll Zithromax Uno bei stillenden Frauen

nicht angewendet werden. Ist eine Behandlung unabdinglich, soll abgestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Zithromax Uno kann wegen der möglichen Nebenwirkungen die Aufmerksamkeit beeinträchtigen.

Bei Auftreten von potentiellen Nebenwirkungen ist bei Teilnahme am Strassenverkehr und beim

Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.

Unerwünschte Wirkungen

Das Folgende wurde bei Erwachsenen in klinischen Studien mit Azithromycin Granulat mit

verzögerter Wirkstofffreigabe berichtet:

Die im Folgenden beschriebenen Daten beruhen auf der Exposition von 1292 erwachsenen Patienten

gegenüber Azithromycin Granulat mit verzögerter Wirkstofffreigabe in Phase III-Studien. Die

untersuchten Patienten litten an einer akuten bakteriellen Exazerbation einer chronischen Bronchitis,

akuter bakterieller Sinusitis, ambulant erworbener Pneumonie oder Pharyngitis/Tonsillitis.

Insgesamt bestanden die häufigsten unerwünschten Wirkungen bei erwachsenen Patienten, die eine

Einzeldosis von 2 g Azithromycin Granulat zur Herstellung einer oralen Suspension mit verzögerter

Wirkstofffreigabe erhielten, in Diarrhö (10.9%), Übelkeit (4%), Bauchschmerzen (3%),

Kopfschmerzen (1%) und Erbrechen (1%). Die Inzidenz gastrointestinaler unerwünschter Wirkungen

betrug 17% unter Azithromycin Granulat mit verzögerter Wirkstofffreigabe und 10% für die

gepoolten Vergleichssubstanzen.

Die folgende Liste enthält Nebenwirkungen, die in klinischen Prüfungen und nach der

Markeinführung (mit (*) markiert) beobachtet wurden.

Die unerwünschten Wirkungen sind nach Organklasse aufgeführt und nach Häufigkeitsgrad

gewichtet, unter Berücksichtigung folgender Definitionen:

Sehr häufig (≥1/10), häufig (<1/10, ≥1/100), gelegentlich (<1/100, ≥1/1000), selten (<1/1000,

≥1/10'000) und sehr selten (<1/10'000).

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Gelegentlich: Pneumonie, Pilzinfektionen, bakterielle Infektionen, Pharyngitis, Gastroenteritis,

respiratorische Funktionsstörungen, Rhinitis, vaginale Infektionen, orale Candidosen.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Leukopenie, Neutropenie.

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Anaphylaxis (selten tödlich verlaufend), Angioödem (siehe Abschnitt «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Anorexie.

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Schlaflosigkeit.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Parästhesie, Benommenheit, Geschmacksstörungen.

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Sehstörungen.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Selten: Schwindel, Ohrenschmerzen.

Herzerkrankungen

Selten: Herzklopfen.

Gefässerkrankungen

Gelegentlich: Hitzewallungen.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Dyspnoe, Epistaxis.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Durchfall (10.9%).

Häufig: Übelkeit, abdominelle Beschwerden, Erbrechen.

Gelegentlich: Dysphagie, abdominale Distension, Mundtrockenheit, Aufstossen, Mundulzera,

übermässige Speichelsekretion, weicher Stuhl, Blähungen, Verdauungsstörungen, Gastritis,

Verstopfung.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Dermatitis, trockene Haut, Hyperhidrose, Nesselsucht, Hautausschlag, Juckreiz.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Osteoarthritis, Myalgie, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Dysurie, Nierenschmerzen.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: Metrorrhagie, Funktionsstörungen der Hoden.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Ödeme, Gesichtsödeme, periphere Ödeme, Schmerzen, Fieber, Unwohlsein,

Kraftlosigkeit, Brustschmerzen.

Untersuchungen

Häufig: Reduzierte Lymphozytenzahl, erhöhte Eosinophilenzahl, reduzierter Bicarbonatwert.

Gelegentlich: Erhöhte alkalische Phosphatase im Blut, erhöhtes Bilirubin, erhöhte Aspartat-

Aminotransferase, erhöhte Alanin-Aminotransferase, erhöhter Serum-Harnstoffspiegel, erhöhter

Kreatininwert, veränderter Kaliumspiegel.

Bei Probanden mit normalen Ausgangswerten wurden in klinischen Studien mit Zithromax Uno

folgende klinisch signifikante Veränderungen der Laborwerte (unabhängig von einem

Kausalzusammenhang) beobachtet:

·mit einer Inzidenz ≥1%: Erhöhte Basophilenzahl, erhöhte Eosinophilenzahl, erhöhte Monozytenzahl

und erhöhte Neutrophilenzahl; reduzierter Bikarbonatwert; veränderte Lymphozyten (Reizformen).

·mit einer Inzidenz <1%: Erhöhte Alanin-Aminotransferase, erhöhte Aspartat-Aminotransferase,

erhöhter Bikarbonatwert, erhöhtes Bilirubin, erhöhter Blut-Harnstoffspiegel, erhöhter Chloridspiegel,

erhöhter Kreatininwert, erhöhter Glucosewert und erhöhte Thrombozytenzahl; erniedrigter

Hämatokrit; veränderter Kalium- und Natriumspiegel sowie veränderte Leukozytenzahl.

Bei einigen Fällen ist eine Nachuntersuchung durchgeführt worden. Diese ergab, dass die

Veränderungen der Laborwerte reversibel zu sein scheinen.

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Gelegentlich: Postprozedurale Komplikationen (diverse Komplikationen nach chirurgischen

Eingriffen).

Die Klinischen Erfahrungen mit Zithromax Uno sind noch sehr begrenzt, es muss auch mit dem

Auftreten von unerwünschten Wirkungen gerechnet werden, die nach Einnahme von anderen

galenischen Zubereitungen von Azithromycin beobachtet wurden.

Nachfolgend sind die unerwünschten Wirkungen von Zithromax aufgelistet:

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Gelegentlich: Moniliasis und Vaginitis.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Neutropenie und Thrombozytopenie.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Allergische Reaktionen einschliesslich Rash, Pruritus und Urtikaria.

Selten: Anaphylaxie (selten fatal) (siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»),

Photosensibilisierung, Ödem und Angioödem.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Anorexie.

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Nervosität.

Selten: Aggressive Reaktionen, Erregung und Angst.

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: Benommenheit, Somnolenz, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Parästhesien.

Selten: Synkope, Schwindel, Konvulsionen, Hyperaktivität, Hypaesthesie, Unwohlsein und Asthenie.

Selten wurde über Geruchs-/Geschmacksbeeinträchtigungen bzw. Geruchs-/Geschmacksverlust

berichtet.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Taubheit*, Tinnitus*.

Selten: Beeinträchtigung des Gehörs*. Über Beeinträchtigung des Gehörs wurde mit Makrolid-

Antibiotika berichtet. Es liegen Berichte von einigen Patienten vor, die unter Azithromycin an einer

Beeinträchtigung des Gehörs, einschliesslich Verlust des Hörens, Taubheit und/oder Tinnitus, litten.

Viele dieser Fälle traten in Studien im Zusammenhang mit der Einnahme hoher Dosen über längere

Zeit auf. Die meisten Fälle, bei denen Follow-up Informationen erhältlich waren, waren reversibel.

Herzerkrankungen

Selten: Hypotonie, Palpitationen, Verlängerung des QT-Intervalls, Torsade de Pointes und

Arrhythmien, inklusive der von anderen Makroliden bekannten ventrikulären Tachykardien, sind

selten berichtet worden.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Nausea, Erbrechen/Diarrhö (selten bis zur Dehydration), weicher Stuhl, abdominale

Schmerzen oder Krämpfe, Dyspepsie und Obstipation.

Gelegentlich – **Häufig: Nach Anwendung von Azithromycin bei Neugeborenen (Behandlung in

den ersten 42 Tagen nach der Geburt), wurden Fälle von infantiler hypertrophischer Pylorusstenose

(IHPS)* berichtet.

**Häufig: Nach Anwendung von Azithromycin bei Neugeborenen in den ersten 2 Wochen nach der

Geburt (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Gelegentlich: Flatulenz.

Selten: Pseudomembranöse Colitis, Pankreatitis und Verfärbungen der Zunge.

Affektionen der Leber und Gallenblase

Selten: Leberfunktionsstörungen einschliesslich Hepatitis und cholestatischer Ikterus, sowie

Lebernekrosen und Leberversagen, die selten fatal verliefen.

Reversible Erhöhungen der Lebertransaminasen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Schwere Hautreaktionen einschliesslich Erythema multiforme, akute generalisierte

exanthematöse Pustulosis (AGEP)*, Stevens-Johnson Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse,

Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)*.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Selten: Arthralgien, Myasthenia gravis* (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: Interstitielle Nephritis und akutes Nierenversagen.

Untersuchungen

Gelegentlich wurde eine erhöhte Serum Kreatinin-Phosphokinase Aktivität beobachtet.

Überdosierung

Die Erfahrung mit Azithromycin hat gezeigt, dass bei höheren als den empfohlenen Dosierungen

Nebenwirkungen auftreten, die ähnlich sind wie bei einer therapeutischen Dosis. Bei Überdosierung

sind gegebenenfalls allgemeine symptomatische und unterstützende Massnahmen angezeigt.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J01FA10

Wirkungsmechanismus

Azithromycin ist ein Azalidantibiotikum (Untergruppe der Makrolide) und unterscheidet sich

chemisch von Erythromycin. Chemisch wird es durch Einfügung eines Stickstoffatoms in den

Lakton-Ring von Erythromycin A erhalten. Die chemische Bezeichnung lautet 9-Deoxy-9a-aza-9a-

methyl-9a-homoerythromycin A. Das Molekulargewicht beträgt 749.

Azithromycin bindet an die 23S-rRNA der 50S-Ribosomenuntereinheit. Es blockiert die

Proteinsynthese durch Hemmung des Transpeptidierungs-/Translokationsschritts der Proteinsynthese

und durch Hemmung des Zusammenbaus der 50S-Ribosomenuntereinheit.

Pharmakodynamik

Die Verlängerung des QTc-Intervalls wurde in einer randomisierten, placebo-kontrollierten Parallel-

Studie an 116 gesunden Probanden untersucht, die entweder Chloroquin (1000 mg) allein oder in

Kombination mit Azithromycin (500 mg, 1000 mg bzw. 1500 mg einmal täglich) erhielten. Co-

Administration von Azithromycin erhöhte dosis- und konzentrationsabhängig das QTc-Intervall. Im

Vergleich zu Chloroquin allein betrug der maximale mittlere QTcF Anstieg (95% Signifikanzniveau)

bei Co-Administration von 500, 1000 bzw. 1500 mg Azithromycin 5 (10) ms, 7 (12) ms bzw. 9 (14)

Resistenzmechanismus

Die Resistenz gegenüber Makroliden, wie z.B. Azithromycin, beruht vor allem auf zwei

Mechanismen: zum einen der molekularen Veränderung der rRNA-Zielstruktur (meist durch

Methylierung der 23S-rRNA) und zum anderen dem aktiven Efflux. Das Auftreten dieser

Resistenzmechanismen variiert von Spezies zu Spezies und innerhalb einer Spezies variiert die

Häufigkeit der Resistenz abhängig vom geografischen Standort.

Die Resistenzdaten des Schweizerischen Zentrums für Antibiotikaresistenzen (anresis.ch) für die

Jahre 2010 bis 2012 sind in der Tabelle 1 aufgeführt, wobei sich die Angaben spezifisch auf

Azithromycin* oder auf die Gruppe der Makrolide** (Azithromycin, Clarithromycin, Dirithromycin,

Erythromycin, Josamycin und Roxithromycin) beziehen.

Tabelle 1: Azithromycin* bzw. Makrolid**-Empfindlichkeit der Keime Staphylococcus aureus,

Staphylococcus saprophticus, Haemophilus influenzae, Streptococcus pneumoniae, untersucht am

Schweizerischen Zentrum für Antibiotikaresistenzen (anresis.ch) in den Jahren 2010 bis 2012.

Staphylococcus

aureus**

Staphylococcus

aureus,

Methicillin-

resistent**

Staphylococcus

aureus,

Methicillin-

empfindlich**

Jahr

2010 85.3

23'251 31.6

2'220

91.1

20'703

2011 85.3

23'556 33.3

2'213

90.7

20'992

2012 85.2

22'392 38.1

2'079

90.1

19'910

Staphylococcus

saprophticus**

Haemophilus

influenzae*

Streptococcus

pneumoniae**

Jahr

2010 58.5

97.5

84.3

2'281

2011 57.3

93.8

84.2

2'322

2012 59.5

1'968

Streptococcus

pneumoniae,

Penicillin-

nicht

empfindlich*

Streptococcus

pneumoniae,

Penicillin-

empfindlich**

Jahr

2010 36.3

90.6

1'777

2011 38.0

90.6

1'720

2012 35.3

89.9

1'383

Quelle anresis.ch

Breakpoints

Methode zur Bestimmung der in-vitro-Empfindlichkeit von Bakterien gegenüber Azithromycin

Untersuchungen auf Empfindlichkeit können unter Verwendung von standardisierten Laborverfahren

durchgeführt werden, wie sie beispielsweise vom European Committee on Antimicrobial

Susceptibility Testing (EUCAST) definiert sind. Dazu gehören Dilutionsverfahren (MHK-

Ermittlung) und Testblättchen-Empfindlichkeitsverfahren.

Basierend auf einer Reihe von Studien wird empfohlen, die in-vitro-Aktivität von Azithromycin in

Raumluft zu testen, um einen physiologischen pH-Wert des Wachstumsmediums zu gewährleisten.

Erhöhte CO2-Spannungen, welche häufig bei Streptokokken und Anaerobiern sowie gelegentlich bei

anderen Spezies verwendet werden, führen zu einer Senkung des pH-Wertes des Mediums. Dies

beeinträchtigt die apparente Wirksamkeit von Azithromycin stärker als diejenige von anderen

Makroliden.

EUCAST-Empfindlichkeits-Breakpoints für

Azithromycin

MHK (mg/l)

Empfindlich Resistent

Staphylococcus Spezies

≤1

>2

Streptococcus pneumoniae

≤0.25

>0.5

β-hämolysierende Streptokokken a ≤0.25

>0.5

Haemophilus influenzae

≤0.12

>4

Moraxella catarrhalis

≤0.25

>0.5

Neisseria gonorrhoeae

≤0.25

>0.5

a Umfasst die Gruppen A, B, C, G.

EUCAST = European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing.

MHK = minimale Hemmkonzentration.

Quelle: EUCAST-Website.

Antibakterielles Spektrum

Im Folgenden wird die Empfindlichkeit bakterieller Spezies gegenüber Azithromycin angegeben.

Die Prävalenz einer erworbenen Resistenz kann für bestimmte Spezies geografisch und zeitlich

variieren. Deshalb sind lokale Informationen zur Resistenzlage wünschenswert, insbesondere bei der

Behandlung von schwerwiegenden Infektionen. Gegebenenfalls sollte ein Experte zu Rate gezogen

werden, wenn eine lokale Resistenz so häufig auftritt, dass der Nutzen des Wirkstoffs zumindest bei

einigen Arten von Infektionen fraglich erscheint.

Azithromycin zeigt eine Kreuzresistenz mit Erythromycin-resistenten grampositiven Stämmen. Wie

oben beschrieben bestimmen einige ribosomale Modifikationen häufig eine Kreuzresistenz mit

anderen Antibiotika-Klassen, deren ribosomale Bindungsstellen sich mit denen der Makrolide

überlappen: Lincosamide (einschliesslich Clindamycin) und Streptogramine der Gruppe B. Eine

Abnahme in der Empfindlichkeit gegenüber Makroliden wurde insbesondere bei Streptococcus

pneumoniae und Staphylococcus aureus aber auch bei Streptococcus viridans und Streptococcus

agalactiae beobachtet.

Zu den Organismen, die im Allgemeinen empfindlich gegenüber Azithromycin sind, zählen:

Aerobe und fakultativ grampositive Bakterien (Erythromycin-resistente Erreger): S. aureus,

Streptococcus agalactiae*, S. pneumoniae*, Streptococcus pyogenes* andere β-hämolysierende

Streptokokken (Gruppen C, F, G) und Streptococcus viridans-Gruppe.

Makrolid-resistente Erreger wurden bei den aeroben und fakultativ grampositiven Bakterien relativ

häufig festgestellt, insbesondere bei Methicillin-resistenten S. aureus (MRSA) und Penicillin-

resistenten S. pneumoniae (PRSP).

Aerobe und fakultativ gramnegative Bakterien: Bordetella pertussis, Campylobacter jejuni,

Haemophilus ducreyi*, Haemophilus influenzae*, Haemophilus parainfluenzae*, Legionella

pneumophila, Moraxella catarrhalis* und Neisseria gonorrhoeae*.

Pseudomonas spp. und die meisten Enterobacteriaceae besitzen eine inhärente Resistenz gegen

Azithromycin, auch wenn Azithromycin zur Behandlung von Infektionen mit Salmonella enterica

eingesetzt wird.

Anaerobier: Clostridium perfringens, Peptostreptococcus spp. und Prevotella bivia.

Andere bakterielle Spezies: Borrelia burgdorferi, Chlamydia trachomatis, Chlamydophila

pneumoniae*, Mycoplasma pneumoniae*, Treponema pallidum und Ureaplasma urealyticum.

Mit HIV-Infektionen assoziierte opportunistische Pathogene: MAC* und die eukaryontischen

Mikroorganismen Pneumocystis jirovecii und Toxoplasma gondii.

* Die Wirksamkeit von Azithromycin gegen die angegebenen Spezies wurde in klinischen Studien

gezeigt.

Pharmakokinetik

Absorption

Azithromycin Granulat mit verzögerter Wirkstofffreigabe ist eine Darreichungsform, die

Azithromycin langsam im Dünndarm freisetzt. Daten aus separaten pharmakokinetischen Studien bei

gesunden Erwachsenen zeigen, dass höhere Spitzenkonzentrationen im Serum (Cmax) und eine

höhere systemische Exposition (AUC) von Azithromycin am Tag der Dosierung nach einer

Einzeldosis Azithromycin Granulat mit verzögerter Wirkstofffreigabe erreicht werden als bei

konventionellen, unretardierten Darreichungsformen.

Im Vergleich zu Azithromycin Sachet Formulierung beträgt die relative Bioverfügbarkeit von

Azithromycin Granulat mit verzögerter Wirkstofffreigabe 83% und die Spitzenserumkonzentrationen

werden ca. 2.5 Stunden später erreicht.

Nach Einnahme von Azithromycin-Granulat mit verzögerter Wirkstofffreigabe durch gesunde

Probanden nach einer sehr fetthaltigen Mahlzeit waren die Spitzenserumkonzentrationen und die

systemische Exposition erhöht (115% bzw. 23%). Bei Verabreichung an gesunde Probanden nach

einer normalen Mahlzeit erhöhten sich die Spitzenserumkonzentrationen um 119%, aber es zeigte

sich kein Einfluss auf die systemische Exposition.

Resultate aus klinischen Studien deuten auf eine bessere Verträglichkeit von Azithromycin Granulat

mit verzögerter Wirkstofffreigabe bei Verabreichung im nüchternen Zustand hin (siehe Abschnitt

«Dosierung/Anwendung»).

Distribution

Die Serumproteinbindung von Azithromycin ist konzentrationsabhängig mit Werten von 51% bei

0.02 µg/ml bis 7% bei 2 µg/ml. Nach oraler Verabreichung verteilt sich Azithromycin im gesamten

Organismus mit einem Verteilungsvolumen von 31.1 l/kg im Steady State.

Die Konzentrationen von Azithromycin sind im Gewebe höher als in Plasma und Serum. Die starke

Verteilung von Arzneimitteln im Gewebe kann für die klinische Wirksamkeit wichtig sein. Die

antibiotische Wirkung von Azithromycin hängt vom pH-Wert ab und scheint bei einem geringeren

pH-Wert reduziert zu sein. Daher sollten hohe Gewebekonzentrationen nicht quantitativ mit der

klinischen Wirksamkeit in Beziehung gebracht werden.

Metabolismus

Der überwiegende Teil des systemisch vorhandenen Azithromycin wird unverändert über die Galle

ausgeschieden (67% der biliär ausgeschiedenen, Azithromycin abhängigen Stoffe). Daneben konnten

in der menschlichen Galle 10 Metaboliten nachgewiesen werden, welche durch N-Demethylierung

(18.6% der biliär ausgeschiedenen Azithromycin abhängigen Stoffe), O-Demethylierung,

Hydroxylierung des Desosamin und des Aglyconringes sowie durch Spaltung der

Kladinosebindungen (13% der biliär ausgeschiedenen Azithromycin abhängigen Stoffe) entstehen.

Vergleiche zwischen HPLC- und mikrobiologischen Gewebsuntersuchungen deuten an, dass die

Metaboliten von Azithromycin mikrobiologisch unwirksam sind. In-vitro und in-vivo Studien zur

Bestimmung des Metabolismus von Zithromax Uno wurden nicht durchgeführt.

Elimination

Nach einer Dosis von 2.0 g Azithromycin Granulat mit verzögerter Wirkstofffreigabe verringerten

sich die Konzentrationen von Azithromycin im Serum polyphasisch mit einer terminalen

Eliminationshalbwertszeit von 59 Stunden. Es wird angenommen, dass die verlängerte terminale

Halbwertszeit auf ein grösseres Verteilungsvolumen zurückzuführen ist.

Azithromycin wird hauptsächlich unverändert über die Galle ausgeschieden. Im Laufe einer Woche,

werden ca. 6% der verabreichten Dosis unverändert im Urin ausgeschieden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Eingeschränkte Nierenfunktion

Die Verabreichung einer Einzeldosis von 1 g unretardiertem Azythromycin hatte keinen Einfluss auf

die Pharmakokinetik bei Patienten mit leichter bis mässiger Niereninsuffizienz (GFR 10 bis

80 ml/min). Statistisch signifikante Unterschiede von AUC0-120 (8.8 mcg × h/ml vs. 11.7 mcg ×

h/ml), Cmax (1.0 mcg/ml vs. 1.6 mcg/ml) und CLr (2.3 ml/min/kg vs. 0.2 ml/min/kg) wurden

zwischen der Gruppe mit schwerer Niereninsuffizienz (GFR <10 ml/min) und der Gruppe mit

normaler Nierenfunktion festgestellt.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit leichter (Child Pugh Klasse A) bis mässiger (Child Pugh Klasse B)

Leberinsuffizienz ergab sich kein deutlicher Unterschied der Pharmakokinetik von Azithromycin im

Serum im Vergleich zu Patienten mit normaler Leberfunktion. Die Nierenclearance von

Azithromycin scheint bei diesen Patienten erhöht zu sein, wohl um die verminderte Leberclearance

zu kompensieren. Da die Leber jedoch den wichtigsten Ausscheidungsweg für Azithromycin

darstellt, darf Azithromycin bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen nur mit Vorsicht verabreicht

werden.

Ältere Patienten

Die Pharmakokinetik von Azithromycin nach Gabe von Zithromax Uno (verzögerte

Wirkstofffreigabe) ist in geriatrischen Patienten nicht untersucht worden. Bei älteren Probanden (>65

Jahre) lagen nach 5-tägiger Azithromycineinnahme mit Immediate Release Darreichungsformen

(500 mg am ersten Tag, 250 mg an den folgenden 4 Tagen) die AUC-Werte um durchschnittlich

29%, die Tmax-Werte um durchschnittlich 37.5% höher als bei den jüngeren Probanden (<40 Jahre).

Da diese Unterschiede als klinisch bedeutungslos angesehen werden, wird eine Dosisanpassung nicht

empfohlen.

Präklinische Daten

Akute Toxizität

Die akute Toxizität von Azithromycin ist gering. Die LD50 liegt nach oraler Gabe bei Maus und

Ratte bei über 2 g freier Base/kg, bei parenteraler Gabe (i.p.) bei männlichen Mäusen über

400 mg/kg und bei Ratten über 500 mg/kg Körpergewicht.

Chronische Toxizität

Die Azithromycin-Gewebespiegel in den bis zu 6-monatigen Studien an Ratten und Hunden zeigten

eine Abhängigkeit von Dosis und Behandlungsdauer. Nach mehrfacher Gabe von Dosen über

10 mg/kg KG stiegen die Konzentrationen bei beiden Spezies überproportional. Bei

diskontinuierlicher Gabe (10 Tage Substanzgabe, dann 10 Tage ohne Azithromycin, dann wieder 10

Tage Substanz usw.) von 30 mg/kg KG betrugen die Azithromycin-Konzentrationen nach 100

Dosierungen nur ¼ bis ½ der Werte, die nach kontinuierlicher Behandlung über den gleichen

Zeitraum (182 Dosierungen) gemessen wurden.

Es wurden histopathologische Veränderungen gefunden, die als Phospholipidose bezeichnet werden.

Hierbei handelt es sich um die intrazelluläre Aufnahme von Azithromycin in Gewebelysosomen, die

lichtmikroskopisch durch das Auftreten von zytoplasmatischen Vakuolen nachweisbar ist.

Elektronenmikroskopisch stellen sich diese als vergrösserte Vakuolen dar, die ein lamellenartig

angeordnetes Muster von Myelinkörpern beinhalten. Die Phospholipidose wurde mit Ausnahme von

Gehirn und Lunge in allen Geweben gefunden, die untersucht worden sind. Ihre Ausprägung war

dosisabhängig, und sie war nach Absetzen von Azithromycin reversibel.

Bei Ratten blieb die Phospholipidose nach den Dosen 20 mg/kg KG/d (kontinuierliche Gabe) und

40 mg/kg KG/d (diskontinuierliche Gabe, Schema s.o.) über 6 Monate ohne Folgeerscheinungen für

die Organe.

Bei Hunden, der empfindlichen Spezies, war die Organtoxizität auf die Nieren (Glomerulonephrose),

die Leber (fokale Nekrosen der Hepatozyten und Gallengänge) und die Gallenblase (Hyperplasie und

fokale Nekrosen) beschränkt. Das sind die Gewebe, in denen nach 61 aufeinander folgenden Dosen

von 100 mg/kg KG/d die höchsten Azithromycin-Konzentrationen erreicht worden sind (bis über

5000 μg/g Gewebe). Nach diskontinuierlicher Gabe (Schema s.o., insgesamt 100 Dosen) mit der

gleichen Dosis wurden keine pathologischen Veränderungen in diesen Geweben gefunden. Nach

Behandlung mit Dosen über 20 mg/kg KG/d wurden beim Hund folgende reversible Veränderungen

von Laborparametern festgestellt: Anstieg der Transaminasen, Abnahme der Parameter des roten

Blutbildes (Erythrozytenzahl, Hämatokritwert, Hämoglobinkonzentration), Auftreten atypischer

eosinophiler Granulozyten und vakuoliger Lymphozyten, Proteinurie.

Kanzerogenität

Kanzerogenitätsstudien mit Azithromycin wurden nicht durchgeführt, da nur eine kurzzeitige

Anwendung vorgesehen ist und keine Hinweise auf mutagene oder kanzerogene Eigenschaften

vorliegen.

Reproduktiostoxizität

Präklinische Studien zur Beurteilung der Trächtigkeitsraten von Ratten, die mit Azithromycin

behandelt wurden, liessen darauf schliessen, dass eine Behandlung mit Azithromycin (in Dosen von

20 bzw. 30 mg/kg/d, nicht jedoch von 10 mg/kg/d) eine geringfügige Verminderung der Fertilität

verursachen könnte. Dabei mussten sowohl die männlichen als auch die weiblichen Ratten

gleichzeitig behandelt werden, um eine Auswirkung auf die Trächtigkeitsrate zu verursachen. Dieser

minimale Effekt wurde durch eine Steigerung der Dosis von 20 auf 30 mg/kg/d nicht verstärkt. Die

Behandlung mit Azithromycin hatte keine Auswirkungen auf andere Fortpflanzungsparameter.

In Tierexperimenten bezüglich einer Embryotoxizität wurden bei Mäusen und Ratten keine

teratogenen Effekte beobachtet. Bei Ratten verursachten Dosen von 100 und 200 mg/kg KG/d leichte

Verzögerungen der mütterlichen Körpergewichtszunahme und der fetalen Ossifikation. In der Peri-

und Postnatalstudie ergaben sich bei Ratten leichte Retardierungen ab 50 mg/kg KG/d

(Verzögerungen der physischen Entwicklung und des Reflexverhaltens).

In Neonatalstudien zeigten Ratten und Hunde keine höhere Empfindlichkeit gegenüber Azithromycin

als erwachsene Tiere der jeweiligen Gattung.

Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht.

Mutagenität

In-vivo- und in-vitro-Untersuchungen zum Nachweis von Gen- und Chromosomenmutationen

ergaben keine Hinweise auf ein mutagenes Potenzial.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Zithromax Uno darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerhinweise

Unterhalb 30 °C, in der Originalpackung, dicht verschlossen und ausser Reichweite von Kindern

aufbewahren.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Zubereitete Suspension

Die zubereitete Suspension ist während 12 Stunden stabil und sollte unterhalb 30 °C aufbewahrt

werden. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Hinweise für die Handhabung

Herstellung der Zithromax Uno Suspension:

1.Leicht an der Flasche klopfen, um das Granulat aufzulockern.

2.Flasche bis zur Markierung auf der Etikette mit Wasser füllen (= 60 ml Wasser).

3.Kappe wieder aufsetzen

4.Gut schütteln

5.Unmittelbar vor der Anwendung gut schütteln

6.Den gesamten Inhalt der Flasche trinken.

Die fertig zubereitete Suspension ist innerhalb von 12 Stunden anzuwenden.

Zulassungsnummer

57524 (Swissmedic).

Packungen

1 Packung Zithromax Uno enthält Granulat zur Herstellung einer oralen Suspension mit verzögerter

Wirkstofffreigabe, entsprechend 2.0 g Azithromycindihydrat. [A]

Zulassungsinhaberin

Pfizer PFE Switzerland GmbH, Zürich.

Stand der Information

August 2017.

LLD V015

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