Ziprasidon STADA 40 mg Hartkapseln

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

02-09-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

02-09-2020

Wirkstoff:
Ziprasidonhydrochlorid-Monohydrat (Ph.Eur.)
Verfügbar ab:
STADAPHARM, Gesellschaft mit beschränkter Haftung (3364435)
ATC-Code:
N05AE04
INN (Internationale Bezeichnung):
Ziprasidone Hydrochloride Monohydrate (Ph. Eur.)
Darreichungsform:
Hartkapsel
Zusammensetzung:
Ziprasidonhydrochlorid-Monohydrat (Ph.Eur.) (28016) 45,3 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
84178.00.00
Berechtigungsdatum:
2012-03-02

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Englisch

02-09-2020

Fachinformation Fachinformation - Englisch

02-09-2020

Öffentlichen Beurteilungsberichts Öffentlichen Beurteilungsberichts - Englisch

04-09-2012

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GEBRAUCHSINFORMATION: Information für Anwender

Ziprasidon STADA

®

40 mg Hartkapseln

Ziprasidon

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Ziprasidon STADA

und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Ziprasidon STADA

beachten?

Wie ist Ziprasidon STADA

einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Ziprasidon STADA

aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Ziprasidon STADA

®

und wofür wird es angewendet?

Ziprasidon STADA

gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als

Antipsychotika bezeichnet werden.

Ziprasidon STADA

wird bei Erwachsenen zur Behandlung von Schizophrenie

eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine psychiatrische Erkrankung, die mit

folgenden Symptomen einhergeht: Hören, Sehen und Spüren von Dingen, die

nicht wirklich vorhanden sind; Glauben an Dinge, die nicht wahr sind;

übermäßiges Misstrauen; Abwesenheitsgefühl und Schwierigkeiten beim

Aufbauen von sozialen Kontakten; Nervosität; Depressionen oder Ängstlichkeit.

Weiterhin wird Ziprasidon STADA

bei Erwachsenen sowie bei Kindern und

Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren zur Behandlung von manischen

oder gemischten Episoden mittleren Schweregrades im Rahmen einer

bipolaren Störung eingesetzt, einer psychiatrischen Erkrankung, die mit

wechselnden Phasen von euphorischen (manischen) oder depressiven

Gemütszuständen einhergeht. Die typischen Symptome während der

manischen Episoden sind vor allem: euphorisches Verhalten, übertriebene

Selbsteinschätzung, Zunahme an Energie, verminderter Schlafbedarf,

Konzentrationsmangel oder Hyperaktivität und wiederholtes hochriskantes

Verhalten.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Ziprasidon STADA

®

beachten?

Ziprasidon STADA

®

darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Ziprasidon oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Eine

allergische Reaktion kann sich als Ausschlag, Juckreiz, Gesichts- oder

Lippenschwellung oder Atemprobleme zeigen;

wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden oder litten oder kürzlich einen

Herzinfarkt hatten;

wenn Sie bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen einnehmen

oder Arzneimittel, die den Herzrhythmus beeinflussen können. Beachten Sie

hierzu bitte auch den Abschnitt „Einnahme von Ziprasidon STADA

zusammen mit anderen Arzneimitteln“ weiter unten.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Ziprasidon STADA

einnehmen,

wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal venöse Thrombosen

(Blutgerinnsel) hatten, denn derartige Arzneimittel werden mit dem Auftreten

von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht,

wenn Sie Leberprobleme haben,

wenn Sie an Krampfanfällen oder Epilepsie leiden oder litten,

wenn Sie älter sind (über 65 Jahre) und an Demenz leiden,

wenn Sie ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko oder eine vorübergehende

Verringerung der Blutversorgung des Gehirns haben,

wenn Sie einen langsamen Ruhepuls haben und/oder wissen, dass Sie

möglicherweise infolge von anhaltenden schweren Durchfällen oder

Erbrechen oder durch die Einnahme von Diuretika („Wassertabletten“) an

Salzmangel leiden,

wenn Sie einen schnellen oder unregelmäßigen Herzschlag,

Ohnmachtsanfälle, Bewusstlosigkeit oder Schwindelgefühl beim Aufstehen

haben, da dies ein Hinweis auf eine unregelmäßige Herzfunktion sein kann.

Wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, wenn folgende Symptome

auftreten:

Schwere Hautreaktionen, wie Hautausschlag mit Blasen, die Geschwüre im

Mund, Häutung, Fieber und zielscheibenähnliche Punkte auf der Haut

umfassen könnten, welche Symptome des Stevens-Johnson-Syndroms sein

können. Diese Hautreaktionen könnten potenziell lebensgefährlich sein.

Wenn bei Ihnen ein Labortest (z.B. Blut, Urin, Leberfunktion,

Herzrhythmus) durchgeführt werden soll, informieren Sie bitte Ihren Arzt

vorher, dass Sie Ziprasidon STADA

®

einnehmen, da sich hierdurch die

Testergebnisse verändern können.

Einnahme von Ziprasidon STADA

®

zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen,

andere Arzneimittel anzuwenden.

Nehmen Sie Ziprasidon STADA

NICHT ein, wenn Sie bestimmte Arzneimittel

gegen Herzrhythmusstörungen einnehmen oder Arzneimittel, die den

Herzrhythmus beeinflussen können, wie etwa

Klasse-IA- und Klasse-III-Antiarrhythmika, Arsentrioxid, Halofantrin,

Levomethadylacetat, Mesoridazin, Thioridazin, Pimozid, Sparfloxacin,

Gatifloxacin, Moxifloxacin, Dolasetronmesilat, Mefloquin, Sertindol oder

Cisaprid. Diese Arzneimittel beeinflussen den Herzrhythmus indem sie das

QT-Intervall verlängern. Wenn Sie hierzu weitere Fragen haben, sollten Sie

mit Ihrem Arzt sprechen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie derzeit oder vor

Kurzem Arzneimittel zur Behandlung folgender Erkrankungen einnehmen bzw.

eingenommen haben:

Bakterielle Infektionen; derartige Arzneimittel sind als Antibiotika wie z.B.

Makrolidantibiotika oder Rifampicin bekannt;

Stimmungsschwankungen (können von depressiven Zuständen bis zur

Euphorie reichen), Agitiertheit und Verwirrtheit; dies sind die Stimmung

stabilisierende Arzneimittel, wie etwa Lithium, Carbamazepin oder Valproat;

Depressionen; einschließlich bestimmte serotonerge Arzneimittel, z.B.

SSRIs, wie Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin, oder pflanzliche

Arzneimittel/Naturheilmittel, die Johanniskraut enthalten;

Epilepsie; z.B. Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin oder Ethosuximid;

Parkinsonsche Krankheit; z.B. Levodopa, Bromocriptin, Ropinirol oder

Pramipexol

oder wenn Sie derzeit eines der folgenden Arzneimittel einnehmen bzw. vor

Kurzem eingenommen haben: Verapamil, Chinidin, Itraconazol oder

Ritonavir.

Beachten Sie hierzu auch den vorangegangenen Abschnitt „Ziprasidon

STADA

darf NICHT eingenommen werden“.

Einnahme von Ziprasidon STADA

®

zusammen mit Nahrungsmitteln,

Getränken und Alkohol

Ziprasidon STADA

muss zusammen mit einer Hauptmahlzeit (Frühstück oder

Abendessen) eingenommen werden.

Während der Behandlung mit Ziprasidon STADA

sollten Sie keinen Alkohol

trinken, da sich hierdurch das Risiko für das Auftreten von Nebenwirkungen

erhöhen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Da dieses Arzneimittel möglicherweise Ihrem Baby schaden kann, dürfen Sie

Ziprasidon STADA

nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind, außer Ihr Arzt

hat es Ihnen empfohlen. Verwenden Sie stets eine wirksame

Verhütungsmethode. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie während

der Einnahme von Ziprasidon STADA

schwanger werden, vermuten schwanger

zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden.

Bei neugeborenen Babys von Müttern, die Ziprasidon STADA

im letzten

Trimenon (letzte drei Monate der Schwangerschaft) einnahmen, können folgende

Symptome auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schwäche, Schläfrigkeit,

Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen. Wenn Ihr

Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Stillzeit

Während der Behandlung mit Ziprasidon STADA

dürfen Sie nicht stillen, da

kleine Mengen davon in die Muttermilch übergehen können. Wenn Sie

beabsichtigen zu stillen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses

Arzneimittel einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Während der Behandlung mit Ziprasidon STADA

können Sie sich müde

fühlen. Wenn dies auftritt, dürfen Sie kein Fahrzeug führen und keine

Werkzeuge oder Maschinen bedienen, bis die Müdigkeit wieder abgeklungen

ist.

Ziprasidon STADA

®

enthält Lactose und Natrium

Bitte nehmen Sie Ziprasidon STADA

erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt

ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber

bestimmten Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Hartkapsel,

d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

3. Wie ist Ziprasidon STADA

®

einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt

oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie

sich nicht sicher sind.

Erwachsene

Die übliche Dosis ist 40 bis 80 mg zweimal täglich zu den Mahlzeiten.

Bei einer längeren Behandlung kann es sein, dass Ihr Arzt Ihre Dosis anpasst.

Eine Maximaldosis von 160 mg täglich sollte nicht überschritten werden.

Ältere Patienten (älter als 65 Jahre)

Wenn Sie älter sind, wird Ihr Arzt die für Sie geeignete Dosis festlegen. Die

Dosierung bei über 65-Jährigen ist manchmal niedriger als bei jüngeren

Menschen. Ihr Arzt wird Ihnen die für Sie geeignete Dosierung mitteilen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Wenn Sie Probleme mit der Leber haben, kann es sein, dass Sie Ziprasidon

STADA

in einer niedrigeren Dosis einnehmen müssen. Ihr Arzt wird die für Sie

geeignete Dosis festlegen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen mit bipolarer Störung

Die übliche Anfangsdosis ist 20 mg zu einer Mahlzeit. Danach wird Ihr Arzt die für

Sie optimale Dosis festlegen. Bei Kindern mit einem Körpergewicht unter 45 kg

sollte eine Maximaldosis von 80 mg täglich und bei Kindern über 45 kg sollte eine

Maximaldosis von 160 mg täglich nicht überschritten werden.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ziprasidon zur Behandlung von

Schizophrenie bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht nachgewiesen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Hartkapseln sollten unzerkaut im Ganzen und müssen zu einer Mahlzeit

eingenommen werden. Es ist wichtig, dass Sie die Hartkapseln nicht zerbeißen,

da hierdurch die Aufnahme des Arzneimittels im Darm verändert werden kann.

Ziprasidon STADA

sollte zweimal täglich eingenommen werden, eine

Hartkapsel morgens bei einem ausgiebigen Frühstück und eine abends beim

Abendessen. Sie sollten dieses Arzneimittel jeden Tag zur gleichen Zeit

einnehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Ziprasidon STADA

®

eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder suchen Sie die nächstgelegene

Notfallambulanz eines Krankenhauses auf. Nehmen Sie dabei die

Tablettenschachtel von Ziprasidon STADA

mit.

Wenn Sie zu viel Ziprasidon STADA

eingenommen haben, kann es zu

Müdigkeit, Schüttelbewegungen, Krampfanfällen und unwillkürlichen Kopf- und

Halsbewegungen kommen.

Wenn Sie die Einnahme von Ziprasidon STADA

®

vergessen haben

Es ist wichtig, dass Sie Ziprasidon STADA

jeden Tag regelmäßig zur gleichen

Zeit einnehmen. Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, holen Sie diese nach,

sobald Sie es bemerken, außer, es ist bereits Zeit für die nächste Einnahme.

Nehmen Sie in diesem Fall einfach die nächste Dosis ein. Nehmen Sie nicht die

doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Ziprasidon STADA

®

abbrechen

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie Ziprasidon STADA

einnehmen

müssen. Sie sollten die Anwendung von Ziprasidon STADA

nicht abbrechen,

es sei denn, Ihr Arzt hat es so angeordnet.

Es ist wichtig, dass Sie die Behandlung fortsetzen, auch wenn Sie sich besser

fühlen. Wenn Sie die Behandlung zu früh beenden, kann es sein, dass Ihre

Beschwerden zurückkehren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden

Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die meisten Nebenwirkungen sind

jedoch vorübergehend. Manchmal kann es auch schwierig sein, die

Beschwerden durch Ihre Erkrankung von einer Nebenwirkung zu

unterscheiden.

Wenn Sie eine der folgenden schweren Nebenwirkungen haben,

BEENDEN Sie die Einnahme von Ziprasidon STADA

®

und suchen Sie

sofort Ihren Arzt auf!

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, Schwindelgefühl beim

Aufstehen, was ein Hinweis auf eine gestörte Herzfunktion sein kann. Dies

könnten Beschwerden einer Erkrankung sein, die als orthostatische

Hypotonie bekannt ist.

Unwillkürliche/ungewöhnliche Bewegungen, besonders im Gesicht oder der

Zunge.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar):

Schwellungen im Gesicht, der Lippen, der Zunge oder im Hals, Schluck-

oder Atemprobleme, Nesselfieber. Dies können Zeichen einer schweren

allergischen Reaktion, wie z.B. ein Angioödem sein.

Fieber, beschleunigte Atmung, Schweißausbruch, Muskelsteifigkeit,

Schüttelbewegungen, Schluckbeschwerden und verminderte

Wahrnehmungsfähigkeit. Dies können Zeichen eines sogenannten malignen

neuroleptischen Syndroms sein.

Hautreaktionen, insbesondere Ausschlag, Fieber und geschwollene

Lymphknoten, die Symptome einer Erkrankung mit dem Namen

Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen

(DRESS-Syndrom) sein könnten. Diese Reaktionen könnten potenziell

lebensgefährlich sein.

Verwirrtheit, Agitiertheit, erhöhte Temperatur, Schweißausbruch, fehlende

Koordination der Muskulatur, Muskelzucken. Dies können Zeichen eines

sogenannten Serotonin-Syndroms sein.

Schneller, unregelmäßiger Herzschlag und Ohnmachtsanfälle, die Zeichen

für eine Torsade de pointes genannte, lebensgefährliche Erkrankung sein

können.

Anhaltende, abnorme und schmerzhafte Peniserektion.

Sie können eine der nachfolgend aufgeführten Nebenwirkungen bekommen.

Diese sind im Allgemeinen leicht bis mäßig ausgeprägt und können im Laufe

der Zeit auch wieder zurückgehen. Wenn eine Nebenwirkung jedoch

schwerwiegend oder anhaltend ist, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Ruhelosigkeit,

Bewegungsstörungen einschließlich unwillkürliche Bewegungen,

Muskelsteifigkeit und -starrheit, verlangsamte Bewegungen,

Schüttelbewegungen, allgemeine Kraftlosigkeit und Müdigkeit,

Schwindelgefühl,

Schläfrigkeit,

Kopfschmerzen,

Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen und Magenverstimmung,

Mundtrockenheit, erhöhter Speichelfluss,

verschwommenes Sehen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

gesteigerter Appetit,

Probleme, kontrollierte Bewegungen auszuführen,

Aufgeregtheit oder Angst, Engegefühl im Hals, Albträume,

Krampfanfälle, unwillkürliche Augenbewegungen in eine bestimmte

Richtung, Ungeschicklichkeit, Sprachstörungen, Taubheitsgefühl, Kribbeln,

Konzentrationsstörungen, Sabbern, starke Schläfrigkeit tagsüber,

Erschöpfung,

Herzklopfen (Palpitationen), das Gefühl, beim Aufstehen vom Sitzen

ohnmächtig zu werden, Atemlosigkeit,

Lichtempfindlichkeit, Ohrgeräusche,

Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, geschwollene Zunge, Durchfall,

Blähungen, Magenbeschwerden,

juckender Hautausschlag, Akne,

Muskelkrampf, steife oder geschwollene Gelenke,

Durst, Schmerzen, Beschwerden im Brustbereich, Gangstörungen.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

laufende Nase,

Abnahme der Kalziumspiegel im Blut,

Panikattacken, depressive Verstimmung, verzögerte Denkvorgänge,

Emotionslosigkeit,

Schiefhals (Tortikollis), Lähmung, Syndrom der ruhelosen Beine,

teilweiser oder vollständiger Verlust der Sehfähigkeit auf einem Auge,

Augenjucken, trockene Augen, Sehstörungen,

Ohrenschmerzen,

Schluckauf,

Sodbrennen,

dünner Stuhlgang,

Haarausfall, Gesichtsschwellung, Hautirritationen,

Unfähigkeit, den Mund zu öffnen,

Harninkontinenz, Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen,

Harnretention (wenn Sie nicht in der Lage sind, Ihre Blase vollständig zu

entleeren),

verminderte oder verstärkte Erektion, abgeschwächter Orgasmus,

anormaler Milchfluss,

Vergrößerung der Brustdrüsen bei Frauen und Männern,

Hitzegefühl, Fieber,

Abnahme oder Zunahme der weißen Blutzellen (bei Blutuntersuchungen),

ungewöhnliche Werte beim Leberfunktionstest,

hoher Blutdruck,

ungewöhnliche Ergebnisse bei Blut- oder Herzfrequenzuntersuchungen,

erhabene und entzündete, rote Hautflecken, die mit weißen Schuppen

bedeckt sind und als Psoriasis bekannt sind.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten

nicht abschätzbar):

schwere allergische Reaktion.

Bei älteren Personen mit Demenz wurde unter der Einnahme von

Antipsychotika im Vergleich zu denjenigen, die keine Antipsychotika

erhielten, ein leichter Anstieg von Todesfällen beobachtet.

Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen,

Schmerzen und Rötungen der Beine), die möglicherweise über die Blutbahn

in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim

Atmen verursachen können. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich

beobachten, holen Sie bitte unverzüglich ärztlichen Rat ein.

Einschlafstörungen, unwillkürliches Wasserlassen,

übermäßig heiterer Gemütszustand, merkwürdige Denkmuster und

Überaktivität,

Bewusstlosigkeit,

große Quaddeln mit starkem Juckreiz,

Gesichtsmuskelschwäche,

Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt

werden.

5. Wie ist Ziprasidon STADA

®

aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der

Blisterpackung nach „verwendbar bis“ oder „verw. bis“ angegebenen

Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die

Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen

damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter

www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Ziprasidon STADA

®

40 mg Hartkapseln enthält

Der Wirkstoff ist Ziprasidon.

Jede Hartkapsel enthält 40 mg Ziprasidon als Ziprasidonhydrochlorid-

Monohydrat (Ph.Eur.).

Die sonstigen Bestandteile sind

Kapselinhalt

Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte Stärke (Mais),

Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich].

Kapselhülle

Titandioxid (E171), Gelatine, lndigocarmin (E132), Erythrosin (E127),

Eisen(ll,III)-oxid (E172).

Wie Ziprasidon STADA

®

40 mg Hartkapseln aussieht und Inhalt der

Packung

Die Ziprasidon STADA

Kapseln sind Hartkapseln aus Gelatine.

Blaue Hartkapseln der Größe 3, Länge ca. 15,9 mm.

Ziprasidon STADA

40 mg Hartkapseln

ist in Packungen mit 30 und 100

Hartkapseln erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

STADAPHARM GmbH, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 603-3888, Internet: www.stadapharm.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen

Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Dänemark:

Ziprasidon STADA

Deutschland:

Ziprasidon STADA

40 mg Hartkapseln

Portugal:

Ziprasidona Ciclum

Schweden:

Ziprasidon STADA

kapslar, hårda

Spanien:

Ziprasidona STADA

40 mg cápsulas duras EFG

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2020.

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)

1. Bezeichnung des Arzneimittels

Ziprasidon STADA

20 mg Hartkapseln

Ziprasidon STADA

40 mg Hartkapseln

Ziprasidon STADA

60 mg Hartkapseln

Ziprasidon STADA

80 mg Hartkapseln

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Ziprasidon STADA

®

20 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält 20 mg Ziprasidon als Ziprasidonhydrochlorid-

Monohydrat (Ph.Eur.).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 42,022 mg Lactose.

Ziprasidon STADA

®

40 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält 40 mg Ziprasidon als Ziprasidonhydrochlorid-

Monohydrat (Ph.Eur.).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 84,04 mg Lactose.

Ziprasidon STADA

®

60 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält 60 mg Ziprasidon als Ziprasidonhydrochlorid-

Monohydrat (Ph.Eur.).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 126,065 mg Lactose.

Ziprasidon STADA

®

80 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält 80 mg Ziprasidon als Ziprasidonhydrochlorid-

Monohydrat (Ph.Eur.).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 168,086 mg Lactose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. Darreichungsform

Hartkapsel

Ziprasidon STADA

®

20 mg Hartkapseln

Blau-weiße Hartkapseln der Größe 4, Länge ca. 14,3 mm

Ziprasidon STADA

®

40 mg Hartkapseln

Blaue Hartkapseln der Größe 3, Länge ca. 15,9 mm

Ziprasidon STADA

®

60 mg Hartkapseln

Weiße Hartkapseln der Größe 1, Länge ca. 19,4 mm

Ziprasidon STADA

®

80 mg Hartkapseln

Blau-weiße Hartkapseln der Größe 0, Länge ca. 21,7 mm

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Ziprasidon wird angewendet zur Behandlung der Schizophrenie bei

Erwachsenen.

Ziprasidon wird bei Erwachsenen und bei Kindern und Jugendlichen im Alter

von 10 bis 17 Jahren angewendet zur Behandlung von manischen oder

gemischten Episoden bis zu einem mäßigen Schweregrad bei bipolaren

Störungen (die Prävention von Episoden bipolarer Störungen wurde nicht

nachgewiesen – siehe Abschnitt 5.1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Die empfohlene Dosis in der Akutbehandlung der Schizophrenie und bipolaren

Manie beträgt 2-mal täglich 40 mg, zusammen mit Nahrung eingenommen. Die

Dosis kann - abhängig vom klinischen Ansprechen des Patienten - auf bis zu

maximal 2-mal täglich 80 mg erhöht werden. Wenn erforderlich, kann die

höchste empfohlene Dosis bereits am dritten Behandlungstag erreicht werden.

Es ist von besonderer Wichtigkeit, dass die Höchstdosis auf keinen Fall

überschritten wird, da das Unbedenklichkeitsprofil von Dosen über 160 mg/Tag

nicht nachgewiesen wurde und Ziprasidon mit einer dosisabhängigen

Verlängerung des QT-Intervalls in Verbindung gebracht wird (siehe Abschnitte

4.3 und 4.4).

Die Ziprasidon-Erhaltungsdosis zur Behandlung von schizophrenen Patienten

sollte die niedrigste wirksame Dosis sein; in vielen Fällen kann bereits eine

Dosis von 2-mal täglich 20 mg ausreichend sein.

Ältere Patienten

Eine niedrigere Initialdosis ist nicht generell angezeigt, sollte bei über 65-

Jährigen in Betracht gezogen werden, wenn klinische Faktoren dafür sprechen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung

erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollten niedrigere Dosen in

Betracht gezogen werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Bipolare Störungen

Bei pädiatrischen Patienten im Alter von 10 bis 17 Jahren beträgt die

empfohlene Dosis zur Akutbehandlung bipolarer Störungen am ersten Tag 20

mg als Einzeldosis zusammen mit einer Mahlzeit. Anschließend sollte

Ziprasidon zweimal täglich als getrennte Gaben mit jeweils einer Mahlzeit

verabreicht werden. Über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen sollte dabei

bei Patienten mit einem Körpergewicht von 45 kg und mehr auf eine Zieldosis

von 120 bis 160 mg/Tag und bei Patienten mit einem Gewicht unter 45 kg auf

eine Zieldosis von 60 bis 80 mg/Tag auftitriert werden. Die nachfolgende

Dosierung sollte sich in Abhängigkeit vom jeweiligen klinischen Status bei

Patienten von 45 kg und mehr in einem Bereich von 80 bis 160 mg/Tag oder bei

Patienten unter 45 kg in einem Bereich von 40 bis 80 mg/Tag bewegen. In der

klinischen Studie war eine asymmetrische Dosierung mit einer morgendlichen

Gabe möglich, die um 20 oder 40 mg unter der abendlichen Gabe lag (siehe

Abschnitte 4.4, 5.1 und 5.2).

Es ist von besonderer Wichtigkeit, dass die gewichtsabhängige Maximaldosis

nicht überschritten wird, da das Unbedenklichkeitsprofil über die Maximaldosis

hinaus (160 mg/Tag für Kinder mit einem Körpergewicht von 45 kg und mehr

und 80 mg/Tag für Kinder mit einem Körpergewicht unter 45 kg) nicht bestätigt

wurde und Ziprasidon mit einer dosisabhängigen Verlängerung des QT-

Intervalls assoziiert ist (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Schizophrenie

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Ziprasidon bei pädiatrischen

Patienten mit Schizophrenie wurden nicht nachgewiesen (siehe Abschnitt 4.4).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Hartkapseln müssen mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Die

Hartkapseln sollten im Ganzen, nicht zerkaut, eingenommen werden. Es ist

wichtig, dass die Kapseln nicht zerkaut werden, weil dies eine Auswirkung auf

die Resorptionsrate des Wirkstoffes im Darm haben kann.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile,

bekannte QT-Intervall-Verlängerung,

angeborenes QT-Syndrom,

kürzlich vorangegangener akuter Myokardinfarkt,

nicht kompensierte Herzinsuffizienz,

Herzrhythmusstörungen, die mit Antiarrhythmika der Klassen IA und III

behandelt werden.

Gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, wie

Antiarrhythmika der Klassen IA und III, Arsentrioxid, Halofantrin,

Levomethadylacetat, Mesoridazin, Thioridazin, Pimozid, Sparfloxacin,

Gatifloxacin, Moxifloxacin, Dolasetronmesilat, Mefloquin, Sertindol oder

Cisaprid (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

Zur Erkennung der Patienten, für die die Behandlung mit Ziprasidon nicht

empfohlen werden kann, muss die Krankengeschichte einschließlich der

Familienanamnese erhoben und eine körperliche Untersuchung durchgeführt

werden (siehe Abschnitt 4.3).

Schwere Nebenwirkungen der Haut

Das Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen

(DRESS Syndrom) wurde zusammen mit der Einnahme von Ziprasidon

berichtet. DRESS besteht aus einer Kombination von drei oder mehreren der

folgenden Symptome: Hautnebenwirkung (wie Hautausschlag oder exfoliative

Dermatitis), Eosinophilie, Fieber, Lymphadenopathie und eine oder mehrere

systemische Komplikationen, wie Hepatitis, Nephritis, Pneumonitis, Myokarditis

und Perikarditis.

Andere schwere Nebenwirkungen der Haut, wie das Stevens-Johnson-

Syndrom, wurden zusammen mit der Einnahme von Ziprasidon berichtet.

Schwere Nebenwirkungen der Haut verlaufen manchmal tödlich. Ziprasidon

muss abgesetzt werden, wenn schwere Nebenwirkungen der Haut auftreten.

QT-Intervall

Ziprasidon verursacht dosisabhängig eine leichte bis mäßige Verlängerung des

QT-Intervalls (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1).

Ziprasidon darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln gegeben werden, die

bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Bei Patienten mit ausgeprägter Bradykardie ist Vorsicht geboten.

Elektrolytstörungen wie Hypokaliämie und Hypomagnesiämie erhöhen das

Risiko für maligne Arrhythmien und müssen vor Behandlungsbeginn mit

Ziprasidon korrigiert werden. Bei Patienten mit stabilen Herzerkrankungen muss

vor Behandlungsbeginn eine EKG-Kontrolle in Erwägung gezogen werden.

Wenn kardiale Symptome wie Palpitationen, Schwindel, Synkopen oder

Krampfanfälle auftreten, ist an die Möglichkeit maligner Herzrhythmusstörungen

zu denken und eine kardiale Untersuchung einschließlich EKG durchzuführen.

Beträgt die Länge des QT

-Intervalls über 500 Millisekunden, wird ein Abbruch

der Behandlung empfohlen (siehe Abschnitt 4.3).

Nach Markteinführung gab es seltene Berichte über das Auftreten von Torsade

de pointes bei Patienten mit multiplen Risikofaktoren, die Ziprasidon

einnahmen.

Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)

MNS ist ein seltener, aber potenziell lebensbedrohlicher Symptomkomplex, der

im Zusammenhang mit Neuroleptika, einschließlich Ziprasidon, beobachtet

wurde. Die Behandlung des MNS muss ein sofortiges Absetzen aller

Neuroleptika beinhalten.

Tardive Dyskinesie

Es besteht die Möglichkeit, dass Ziprasidon nach Langzeitbehandlung

Spätdyskinesien oder andere tardive extrapyramidale Syndrome auslöst.

Patienten mit bipolaren Störungen sind erfahrungsgemäß besonders anfällig für

derartige Nebenwirkungen. Sie treten bei längerer Behandlungsdauer und

zunehmendem Alter häufiger auf. Wenn Anzeichen einer Spätdyskinesie

auftreten, muss eine Dosisreduktion oder ein Absetzen von Ziprasidon in

Erwägung gezogen werden.

Krampfanfälle

Bei der Behandlung von Patienten mit Krampfanfällen in der Vorgeschichte ist

Vorsicht geboten.

Eingeschränkte Leberfunktion

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen bei Patienten mit schwerer

Leberinsuffizienz vor. Bei dieser Patientengruppe muss Ziprasidon mit Vorsicht

eingesetzt werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Erhöhtes Risiko für das Auftreten von unerwünschten zerebrovaskulären

Ereignissen bei an Demenz erkrankten Patienten

In randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien mit an Demenz

erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt

wurden, wurde ein etwa um das Dreifache erhöhtes Risiko für unerwünschte

zerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet. Der Mechanismus, der zu dieser

Risikoerhöhung führt, ist unbekannt. Es kann nicht ausgeschlossen werden,

dass dieses erhöhte Risiko auch bei der Anwendung anderer Antipsychotika

oder bei anderen Patientengruppen auftritt. Ziprasidon STADA

sollte daher bei

Patienten, die ein erhöhtes Schlaganfallrisiko haben, mit Vorsicht angewendet

werden.

Erhöhte Mortalität bei älteren Personen mit Demenz

Die Daten zweier großer Anwendungsstudien zeigten, dass ältere Personen mit

Demenz, die mit Antipsychotika behandelt werden, im Vergleich zu

unbehandelten Personen, ein leicht erhöhtes Mortalitätsrisiko aufweisen. Zur

Abschätzung einer genauen Größe des Risikopotenzials reichen die Daten

jedoch nicht aus. Die Ursache für dieses erhöhte Risiko ist nicht bekannt.

Ziprasidon STADA

ist nicht zur Behandlung von Demenz-assoziierten

Verhaltensstörungen zugelassen.

Thromboembolie-Risiko

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika sind Fälle von

venösen Thromboembolien (VTE) berichtet worden. Da Patienten, die mit

Antipsychotika behandelt werden, häufig erworbene Risikofaktoren für VTE

aufweisen, sollten alle möglichen Risikofaktoren für VTE vor und während der

Behandlung mit Ziprasidon identifiziert und Präventivmaßnahmen ergriffen

werden.

Priapismus

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika, einschließlich

Ziprasidon, sind Fälle von Priapismus berichtet worden. Wie bei anderen

psychotropen Arzneimitteln scheint dieses unerwünschte Ereignis nicht

dosisabhängig und auch nicht abhängig von der Behandlungsdauer zu sein.

Hyperprolaktinämie

Wie bei anderen Arzneimitteln, die antagonistisch auf Dopamin-D

-Rezeptoren

wirken, kann Ziprasidon den Prolaktinspiegel erhöhen. Im Zusammenhang mit

der Anwendung von Stoffen, die die Prolaktinspiegel erhöhen, sind

Beeinträchtigungen wie Galaktorrhoe, Amenorrhoe, Gynäkomastie und

Impotenz berichtet worden. Lang anhaltende Hyperprolaktinämie kann, sofern

von Hypogonadismus begleitet, zu einer verringerten Knochendichte führen.

Kinder und Jugendliche

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Ziprasidon bei der Behandlung von

Kindern und Jugendlichen mit Schizophrenie wurden nicht untersucht.

Sonstige Bestandteile

Ziprasidon STADA

enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären

Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-

Malabsorption sollten Ziprasidon STADA

nicht einnehmen.

Ziprasidon STADA

enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Hartkapsel,

d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Pharmakokinetische und pharmakodynamische Studien mit Ziprasidon und

anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, wurden nicht

durchgeführt. Da ein additiver Effekt von Ziprasidon und diesen Arzneimitteln

jedoch nicht ausgeschlossen werden kann, darf Ziprasidon nicht zusammen mit

anderen Arzneimitteln gegeben werden, die das QT-Intervall verlängern, wie

etwa Antiarrhythmika der Klassen IA und III, Arsentrioxid, Halofantrin,

Levomethadylacetat, Mesoridazin, Thioridazin, Pimozid, Sparfloxacin,

Gatifloxacin, Moxifloxacin, Dolasetronmesilat, Mefloquin, Sertindol oder

Cisaprid (siehe Abschnitt 4.3).

Es wurden keine Studien zur Interaktion von Ziprasidon mit anderen

Arzneimitteln bei Kindern durchgeführt.

Zentralnervös wirksame Arzneimittel/Alkohol

Angesichts der primären Wirkung von Ziprasidon muss bei der Kombination mit

anderen zentral wirksamen Arzneimitteln und mit Alkohol Vorsicht walten.

Einfluss von Ziprasidon auf andere Arzneimittel

Eine In-vivo-Studie mit Dextromethorphan erbrachte bei

Plasmakonzentrationen, die um 50% unter denen lagen, die bei der Einnahme

von zweimal täglich 40 mg Ziprasidon erreicht werden, keine merkliche

Hemmung von CYP2D6. In-vitro-Daten weisen darauf hin, dass Ziprasidon ein

moderater Inhibitor von CYP2D6 und CYP3A4 sein könnte. Es ist jedoch

unwahrscheinlich, dass Ziprasidon die Pharmakokinetik von Arzneimitteln, die

über diese Cytochrom-P-450-Isoformen metabolisiert werden, in klinisch

relevantem Ausmaß beeinflusst.

Orale Kontrazeptiva - Die Anwendung von Ziprasidon verursachte keine

signifikanten Veränderungen der Pharmakokinetik von Östrogen-

(Ethinylestradiol, ein CYP3A4-Substrat) oder Progesteronderivaten.

Lithium - Die gleichzeitige Anwendung von Ziprasidon hatte keinen Effekt auf

die Pharmakokinetik von Lithium.

Da Ziprasidon und Lithium mit Veränderungen der kardialen Reizleitung in

Zusammenhang stehen, kann die gleichzeitige Anwendung mit dem Risiko

pharmakodynamischer Interaktionen einschließlich Herzrhythmusstörungen

verbunden sein. In kontrollierten klinischen Studien zeigte die gleichzeitige

Anwendung von Ziprasidon und Lithium im Vergleich zur alleinigen Anwendung

von Ziprasidon jedoch kein erhöhtes klinisches Risiko.

Es gibt nur begrenzte Daten zur gleichzeitigen Behandlung mit den

Stimmungsstabilisierern Carbamazepin und Valproat. Eine pharmakokinetische

Interaktion zwischen Ziprasidon und Valproat ist aufgrund des Fehlens

gemeinsamer Abbauwege der beiden Arzneimittel unwahrscheinlich. In einer

Studie an Patienten, die gleichzeitig Ziprasidon und Valproat erhielten, zeigte

sich, dass die mittlere Valproatkonzentration innerhalb des therapeutischen

Bereichs lag, der sich im Vergleich bei einer Gabe von Valproat und Placebo

zeigte.

Einfluss anderer Arzneimittel auf Ziprasidon

Der CYP3A4-Hemmstoff Ketoconazol (400 mg/Tag) erhöhte die

Serumkonzentration von Ziprasidon um <40%. Die Serumspiegel von S-Methyl-

dihydroziprasidon und Ziprasidonsulphoxid waren zur erwarteten T

Ziprasidon um 55% bzw. 8% erhöht. Es wurde keine zusätzliche Verlängerung

des QT

-Intervalls beobachtet. Es ist unwahrscheinlich, dass Veränderungen

der Pharmakokinetik bei gleichzeitiger Anwendung von starken CYP3A4-

Hemmstoffen von klinischer Bedeutung sind, so dass von daher keine

Dosisanpassung notwendig ist. In-vitro-Daten deuten darauf hin, dass

Ziprasidon ein Substrat des P-Glykoproteins (P-GP) ist. Die In-vivo-Bedeutung

ist unbekannt. Die gleichzeitige Anwendung mit bekannten P-GP-Hemmstoffen

wie Verapamil, Makrolidantibiotika, Chinidin, Itraconazol und Ritonavir kann die

Plasmakonzentration von Ziprasidon erhöhen. Die gleichzeitige Anwendung mit

bekannten P-GP-Induktoren wie Rifampicin und Johanniskraut kann die

Plasmakonzentration von Ziprasidon erniedrigen. Dies sollte bei einer

angedachten gleichzeitigen Anwendung berücksichtigt werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit 2-mal täglich 200 mg Carbamazepin über 21

Tage verringerte sich die Ziprasidon-Belastung um rund 35%.

Antazida - Die wiederholte Anwendung von aluminium- und magnesiumhaltigen

Antazida oder Cimetidin nach Nahrungsaufnahme beeinflusste die

Pharmakokinetik von Ziprasidon nicht in klinisch signifikantem Ausmaß.

Serotonerge Arzneimittel

In Einzelfällen trat bei der therapeutischen Anwendung von Ziprasidon in

Kombination mit anderen serotonergen Arzneimitteln wie den SSRI

vorübergehend das sogenannte Serotonin-Syndrom auf (siehe Abschnitt 4.8).

Kennzeichen dieses Serotoninsyndroms sind unter anderem Verwirrtheit,

Agitiertheit, Fieber, Schwitzen, Ataxie, Hyperreflexie, Myoklonus und Diarrhö.

Proteinbindung

Ziprasidon bindet stark an Plasmaproteine. In vitro wurde die Plasmabindung

von Ziprasidon durch Warfarin oder Propanolol (zwei Wirkstoffe mit hoher

Plasmabindung) nicht verändert. Ebensowenig veränderte Ziprasidon die

Bindung dieser Wirkstoffe im menschlichen Plasma. Daher ist die

Wahrscheinlichkeit einer Arzneimittelinteraktion von Ziprasidon durch

Verdrängungsreaktionen eher unwahrscheinlich.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität zeigten ungünstige

Wirkungen auf die Fortpflanzung bei Dosierungen, die bereits für das Muttertier

toxisch waren und/oder zur Sedierung führten. Es gab keine Hinweise auf

teratogene Wirkungen (siehe auch Abschnitt 5.3).

Schwangerschaft

Es liegen keine Studien bei schwangeren Frauen vor. Frauen im gebärfähigen

Alter müssen daher angehalten werden, Ziprasidon nur unter ausreichendem

Konzeptionsschutz einzunehmen. Da die Erfahrung bei Menschen begrenzt ist,

darf Ziprasidon in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der

mögliche Nutzen für die Mutter größer ist als das potenzielle Risiko für den

Fötus.

Antipsychotika-Klasseneffekt

Neugeborene, die während des dritten Trimenons der Schwangerschaft

gegenüber Antipsychotika (einschließlich Ziprasidon) exponiert sind, sind durch

Nebenwirkungen einschließlich extrapyramidaler Symptome und/oder

Entzugserscheinungen gefährdet, deren Schwere und Dauer nach der

Entbindung variieren können. Es gab Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder

erniedrigten Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der

Nahrungsaufnahme. Dementsprechend sollten Neugeborene sorgfältig

überwacht werden. Ziprasidon darf während der Schwangerschaft nicht

angewendet werden, es sei denn, es ist unbedingt notwendig. Sollte eine

Unterbrechung während der Schwangerschaft notwendig werden, ist diese nicht

abrupt einzuleiten.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Ziprasidon in die Muttermilch übergeht. Patientinnen

dürfen nicht stillen, wenn sie Ziprasidon einnehmen. Falls die Behandlung

unumgänglich ist, muss abgestillt werden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Ziprasidon kann Somnolenz verursachen und die Fahrtüchtigkeit und das

Bedienen von Maschinen beeinflussen. Patienten müssen vor der aktiven

Teilnahme am Straßenverkehr oder dem Bedienen von Maschinen

entsprechend gewarnt werden.

4.8 Nebenwirkungen

Orales Ziprasidon wurde in klinischen Studien (siehe Abschnitt 5.1) bei ca.

6.500 erwachsenen Personen angewendet. Die häufigsten Nebenwirkungen bei

schizophrenen Patienten waren in klinischen Studien Sedierung und Akathisie.

Bei Patienten mit bipolarer Manie waren die häufigsten Nebenwirkungen in

klinischen Studien Sedierung, Akathisie, extrapyramidale Störungen und

Schwindelgefühl.

Die folgende Tabelle enthält Nebenwirkungen mit wahrscheinlichem oder

möglichem Zusammenhang mit Ziprasidon, die in Kurzzeitstudien sowohl über

4 bis 6 Wochen mit fixer Dosierung bei schizophrenen Patienten als auch in

Kurzzeitstudien über 3 Wochen mit flexibler Dosierung bei Patienten mit

bipolarer Manie häufiger als bei Placebo auftraten. Weitere Nebenwirkungen

aus den Erfahrungen nach der Markteinführung sind in der Tabelle kursiv und

mit der Häufigkeit „nicht bekannt“ aufgelistet

Alle Nebenwirkungen werden nach Organsystem und Häufigkeit aufgeführt:

sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1.000, <1/100),

selten (≥1/10.000, <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit

auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Die unten aufgeführten Nebenwirkungen können auch mit der Grunderkrankung

und/oder einer gleichzeitigen Behandlung mit anderen Medikamenten in

Zusammenhang stehen.

Organsystem

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

selten

Rhinitis

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

selten

Lymphopenie, Eosinophilie

Erkrankungen des Immunsystems

nicht bekannt

Anaphylaktische Reaktionen

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

gelegentlich

Gesteigerter Appetit

selten

Hypokalzämie

Psychiatrische Erkrankungen

häufig

Ruhelosigkeit

gelegentlich

Agitiertheit, Angst, Engegefühl im Hals, Albträume

selten

Panikattacken, depressive Verstimmung,

Bradyphrenie, flacher Affekt, Anorgasmie

nicht bekannt

Schlaflosigkeit; Manie/Hypomanie

Erkrankungen des Nervensystems

häufig

Dystonie, Akathisie, extrapyramidale Störungen,

Parkinsonismus (einschl. Zahnradphänomen,

Bradykinesie, Hypokinesie), Tremor,

Schwindelgefühl, Sedierung, Somnolenz,

Kopfschmerzen

gelegentlich

Generalisierte tonisch-klonische Krampfanfälle,

Spätdyskinesien, Frühdyskinesien, Sabbern,

Ataxie, Dysarthrie, okulogyre Krise,

Aufmerksamkeitsstörungen, Hypersomnie,

Hypästhesie, Parästhesie, Lethargie

selten

Torticollis, Parese, Akinesie, erhöhter

Muskeltonus, Syndrom der ruhelosen Beine

nicht bekannt

Malignes neuroleptisches Syndrom, Serotonin-

Syndrom (siehe Abschnitt 4.5),

Gesichtsasymmetrie

Augenerkrankungen

häufig

Verschwommenes Sehen

gelegentlich

Photophobie

selten

Amblyopie, Sehstörungen, Augenjucken, trockene

Augen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

gelegentlich

Schwindel, Tinnitus

selten

Ohrenschmerzen

Herzerkrankungen

gelegentlich

Palpitationen, Tachykardie

selten

Verlängerung des QTc-Intervalls im EKG

nicht bekannt

Torsade de pointes (siehe Abschnitt 4.4)

Gefäßerkrankungen

gelegentlich

Hypertensive Krise, Hypertonie, orthostatische

Dysregulation, Hypotonie

selten

Systolische Hypertonie, diastolische Hypertonie,

Blutdruckschwankungen

nicht bekannt

Synkope, Fälle von Thromboembolien

(einschließlich Fällen von Lungenembolie und

Fällen von tiefer Venenthrombose)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

gelegentlich

Dyspnoe, Halsschmerzen

selten

Schluckauf

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

häufig

Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Dyspepsie,

Mundtrockenheit, Speichelfluss

gelegentlich

Diarrhö, Dysphagie, Gastritis, Magen-Darm-

Beschwerden, Zungenschwellung, Gefühl einer

dicken Zunge, Flatulenz

selten

Gastroösophagealer Reflux, dünner Stuhl

Leber- und Gallenerkrankungen

gelegentlich

Leberenzymerhöhung

selten

Pathologischer Leberfunktionstest

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

gelegentlich

Urtikaria, Ausschlag, makulo-papulöser

Ausschlag, Akne

selten

Psoriasis, allergische Dermatitis, Alopezie,

Gesichtsschwellung, Erythem, papulöser

Ausschlag, Hautreizungen

nicht bekannt

Überempfindlichkeit, Angioödeme,

Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und

systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

häufig

Muskuloskelettale Rigidität

gelegentlich

Muskuloskelettale Beschwerden, Muskelkrämpfe,

Schmerzen in den Extremitäten, Gelenksteifigkeit

selten

Trismus

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

selten

Harninkontinenz, Dysurie, Harnretention

nicht bekannt

Enuresis

Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen

nicht bekannt

Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen

(siehe Abschnitt 4.6)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

selten

Erektile Dysfunktion, gesteigerte Erektionen,

Galaktorrhoe, Gynäkomastie

nicht bekannt

Priapismus

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

häufig

Asthenie, Müdigkeit

gelegentlich

Brustkorbbeschwerden, Störung des Gangbildes,

Schmerzen, Durst

selten

Fieber, Hitzegefühl

Untersuchungen

selten

Anstieg der Lactatdehydrogenase (LDH)

In Kurz- und Langzeitstudien mit Ziprasidon zur Behandlung von schizophrenen

Patienten und Patienten mit bipolarer Manie traten tonisch-klonische

Krampfanfälle und Hypotonie gelegentlich, bei weniger als 1% der mit

Ziprasidon behandelten Patienten, auf.

Ziprasidon verursacht dosisabhängig eine leichte bis mäßige Verlängerung des

QT-Intervalls (siehe Abschnitt 5.1). In klinischen Studien mit schizophrenen

Patienten wurde ein Anstieg von 30 bis 60 Millisekunden bei 12,3% (976 von

7941) der EKG-Ableitungen von mit Ziprasidon behandelten Patienten und bei

7,5% (73 von 975) der Ableitungen von placebobehandelten Patienten

festgestellt. Eine Verlängerung von mehr als 60 Millisekunden wurde bei den

Ableitungen von 1,6% (128 von 7941) der mit Ziprasidon und bei 1,2% (12 von

975) der Ableitungen von placebobehandelten Patienten beobachtet. Eine

Verlängerung des QT

-Intervalls auf mehr als 500 Millisekunden trat bei 3 von

insgesamt 3266 mit Ziprasidon behandelten Patienten auf (0,1%) und bei 1 von

insgesamt 538 Patienten (0,2%) unter Placebo. Ähnliche Ergebnisse wurden in

klinischen Studien bei Patienten mit bipolarer Manie beobachtet.

In Langzeitstudien zur Erhaltungstherapie bei schizophrenen Patienten wurden

gelegentlich erhöhte Prolaktinspiegel bei Patienten beobachtet, die mit

Ziprasidon behandelt wurden; in den meisten Fällen kam es jedoch ohne

Therapieabbruch zu einer Normalisierung. Mögliche klinische Auswirkungen

(wie z.B. Gynäkomastie oder Vergrößerung der Brustdrüsen) waren darüber

hinaus selten.

Kinder und Jugendliche mit bipolaren Störungen sowie Jugendliche mit

Schizophrenie

In einer placebokontrollierten Studie zu bipolaren Störungen (Altersgruppe: 10

bis 17 Jahre) waren die häufigsten Nebenwirkungen (mit einer Häufigkeit über

10%) Sedierung, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit und

Schwindel. In einer placebokontrollierten Studie zu Schizophrenie

(Altersgruppe: 13 bis 17 Jahre) waren die häufigsten Nebenwirkungen (mit

einer Häufigkeit über 10%) Schläfrigkeit und extrapyramidale Störungen.

Häufigkeit, Ausprägung und Schweregrad der Nebenwirkungen waren bei

diesen Patienten im Allgemeinen vergleichbar mit denen, die bei mit Ziprasidon

behandelten Erwachsenen mit bipolaren Störungen oder Schizophrenie

aufgetreten sind.

In pädiatrischen Studien zu bipolaren Störungen und Schizophrenie kam es

unter Ziprasidon zu einer ähnlichen, leichten bis mäßigen, dosisabhängigen

Verlängerung des QT-Intervalls, wie sie auch in der Erwachsenenpopulation

beobachtet wird. Über tonisch-klonische Krampfanfälle und Hypotonie wurden

in den placebokontrollierten pädiatrischen Studien bei bipolaren Störungen nicht

berichtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von

großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des

Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von

Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Die Erfahrungen mit Überdosierungen von Ziprasidon sind begrenzt. Die größte

bestätigte Menge einer auf einmal eingenommenen Dosis Ziprasidon beträgt

12.800 mg. In diesem Fall wurden extrapyramidale Symptome und eine

QT/QTc-Verlängerung von 446 msec (ohne kardiale Folgeerscheinungen)

berichtet. Generell sind die häufigsten beobachteten Symptome infolge

Überdosis extrapyramidale Symptome, Somnolenz, Tremor und Ängstlichkeit.

Das mögliche Auftreten von Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen oder

dystonen Reaktionen des Kopfes und Halses nach Überdosierung kann ein

Aspirationsrisiko bei induziertem Erbrechen darstellen. Eine Überwachung der

Herz-Kreislauf-Funktion muss unverzüglich beginnen und kontinuierliche EKG-

Ableitungen einschließen, um mögliche Arrhythmien zu erkennen. Es gibt kein

spezifisches Antidot für Ziprasidon.

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Psycholeptika; Antipsychotika: Indol-Derivate

ATC Code: N05A E04

Ziprasidon hat eine hohe Affinität zu Dopamin-Typ-2(D

)-Rezeptoren und eine

noch wesentlich höhere Affinität zu Serotonin-Typ-2

-(5HT

)-Rezeptoren. In

einer Untersuchung mittels Positronen-Emissions-Tomographie (PET) war die

Rezeptorblockade 12 Stunden nach einer Einzeldosis von 40 mg für die 5HT

Rezeptoren größer als 80% und für die D

-Rezeptoren größer als 50%. Die

Affinitäten von Ziprasidon zu Serotonin 5HT

-, 5HT

- und 5HT

-Rezeptoren

sind gleich oder größer als seine Affinität für D

-Rezeptoren. Ziprasidon zeigt

eine mäßig ausgeprägte Affinität zu neuronalen Serotonin- und

Noradrenalintransportern und eine mäßiggradige Affinität für Histamin-H

- und

Alpha

-Rezeptoren. Ziprasidon zeigt eine vernachlässigbare Affinität zu

muskarinischen M

-Rezeptoren.

Ziprasidon hat sich als Antagonist sowohl an Serotonin-Typ-2

-(5HT

-)- als

auch an Dopamin-Typ-2(D

-)-Rezeptoren erwiesen. Es wird angenommen,

dass die therapeutische Wirksamkeit zum Teil durch diese Kombination

antagonistischer Wirkungen vermittelt wird. Ziprasidon wirkt auch als potenter

Antagonist an 5HT

- und 5HT

-Rezeptoren, als potenter Agonist an 5HT

Rezeptoren und hemmt die neuronale Wiederaufnahme von Noradrenalin und

Serotonin.

Weitere Informationen über klinische Prüfungen

Schizophrenie

In einer Studie über 52 Wochen war Ziprasidon bei Patienten mit einem initialen

Behandlungserfolg wirksam bei der Aufrechterhaltung der klinischen Besserung

während der Erhaltungstherapie: Zwischen den einzelnen Ziprasidon-

Behandlungsgruppen gab es keinen eindeutigen Nachweis einer Dosis-

Wirkungs-Beziehung. In dieser Untersuchung, die sowohl Patienten mit

Positivsymptomatik wie auch mit Negativsymptomatik einschloss, zeigte sich

die Wirksamkeit von Ziprasidon sowohl auf die Positiv- wie auch auf die

Negativsymptomatik.

Die Häufigkeit, mit der eine Gewichtszunahme in kurzzeitigen Studien (4 bis 6

Wochen) bei schizophrenen Patienten als Nebenwirkung gemeldet wurde, war

gering und bei den mit Ziprasidon und Placebo behandelten Patienten identisch

(beide 0,4%). In einer placebokontrollierten Studie über ein Jahr wurde bei den

mit Ziprasidon behandelten Patienten ein Gewichtsverlust von 1 bis 3 kg

(median) und bei den mit Placebo behandelten Patienten von 3 kg (median)

beobachtet.

In einer doppelblinden Vergleichsstudie mit schizophrenen Patienten wurden

die metabolischen Parameter Gewicht, Nüchterninsulin, Gesamtcholesterin und

Triglyzeride sowie ein Insulinresistenzindex (IR) bestimmt. Bei den mit

Ziprasidon behandelten Patienten kam es bei keinem dieser metabolischen

Parameter zu signifikanten Veränderungen gegenüber dem Ausgangswert.

Ergebnisse einer großen Sicherheitsstudie nach Markteinführung

Um herauszufinden, ob die Auswirkungen von Ziprasidon auf das QT

-Intervall

mit einem erhöhten Risiko für nicht durch Suizid verursachte Mortalität

verbunden sind, wurde an 18.239 schizophrenen Patienten nach der Zulassung

eine randomisierte Studie über eine Nachbeobachtungszeit von einem Jahr

durchgeführt. Diese Studie, die in einer realistischen klinischen Umgebung

durchgeführt wurde, erbrachte im Hinblick auf die nicht durch Suizid

verursachte Gesamtmortalität keinen Unterschied zwischen einer Behandlung

mit Ziprasidon und einer Behandlung mit Olanzapin (primärer Endpunkt). Auch

bei den sekundären Endpunkten Gesamtmortalität, Mortalität durch Suizid und

Mortalität durch plötzlichen Tod zeigte die Studie keine Unterschiede. In der

Ziprasidon-Gruppe wurde jedoch eine nicht signifikante, numerisch höhere

Inzidenz von kardiovaskulärer Mortalität beobachtet. Weiterhin kam es in der

Ziprasidon-Gruppe zu statistisch signifikant mehr Krankenhauseinweisungen

aus allen Gründen, was hauptsächlich auf Unterschiede bei den

Krankenhauseinweisungen wegen psychiatrischer Ursachen zurückzuführen

war.

Bipolare Manie

Die Wirksamkeit von Ziprasidon zur Behandlung von manischen Erwachsenen

wurde in zwei placebokontrollierten Doppelblindstudien über 3 Wochen

nachgewiesen. Es wurde Ziprasidon mit Placebo verglichen und in einer

Doppelblindstudie über 12 Wochen Ziprasidon mit Haloperidol und Placebo. In

diese Studien wurden ca. 850 Patienten eingeschlossen, die die DSM-IV-

Kriterien einer Bipolar-I-Störung erfüllten mit einer akuten manischen oder

gemischten Episode, mit oder ohne psychotische Symptome. Psychotische

Symptome waren zu Beginn der Studien bei 49,7%, 34,7% bzw. 34,9% der

Patienten vorhanden. Die Wirksamkeit wurde anhand der Mania Rating Scale

(MRS) bewertet. Die „Clinical Global Impression Severity“(CGI-S)-Skala wurde

in diesen Studien entweder als koprimäre oder als wichtigste sekundäre

Wirksamkeitsvariable herangezogen. Die Behandlung mit Ziprasidon (40 - 80

mg 2x täglich, durchschnittliche Tagesdosis 120 mg) hatte beim letzten

Untersuchungstermin (3 Wochen) eine statistisch signifikant größere

Verbesserung des MRS-Score und CGI-S-Score zur Folge als unter Placebo. In

der 12-wöchigen Studie bewirkte die Behandlung mit Haloperidol

(durchschnittliche Tagesdosis 16 mg) eine signifikante höhere Verringerung der

MRS-Scores im Vergleich zu Ziprasidon (durchschnittliche Tagesdosis 121 mg).

Ziprasidon wies eine vergleichbare Wirksamkeit zu Haloperidol auf hinsichtlich

des Anteils an Patienten, die von Woche 3 bis Woche 12 ein kontinuierliches

Ansprechen auf die Behandlung zeigten.

Die Wirksamkeit von Ziprasidon bei der Behandlung von pädiatrischen

Patienten (10 bis 17 Jahre) mit Bipolar-I-Störungen wurde in einer

vierwöchigen, placebokontrollierten Studie (n = 237) an stationären und

ambulanten Patienten geprüft, die die DSM-IV-Kriterien einer Bipolar-I-Störung

mit einer manischen oder gemischten Episode mit oder ohne psychotischen

Symptomen erfüllten und die einen Ausgangs-Y-MRS-Wert ≥17 aufwiesen. In

dieser doppelblinden, placebokontrollierten Studie wurde flexibel dosiertes,

orales Ziprasidon (80 bis 160 mg/Tag in zwei getrennten Dosen zu 40 bis 80

mg bei Patienten mit 45 kg und mehr; 40 bis 80 mg/Tag in zwei getrennten

Dosen zu 20 bis 40 mg bei Patienten unter 45 kg) mit Placebo verglichen. Am

ersten Tag wurde Ziprasidon als Einzeldosis von 20 mg gegeben und

anschließend über 1 bis 2 Wochen in zwei Gaben täglich auf eine Zieldosis von

120 bis 160 mg/Tag bei Patienten mit 45 kg und mehr oder auf 60 bis 80

mg/Tag bei Patienten unter 45 kg Körpergewicht auftitriert. Eine asymmetrische

Dosierung mit einer morgendlichen Gabe, die um 20 oder 40 mg unter der

abendlichen Gabe lag, war möglich. Im Hinblick auf den Y-MRS-Gesamtwert

übertraf Ziprasidon Placebo hinsichtlich der Veränderung vom Ausgangswert

bis Woche 4. Die mittleren Tagesdosen in dieser klinischen Studie lagen bei

119 mg für die Patienten mit 45 kg und mehr und bei 69 mg für die Patienten

unter 45 kg.

Die Sicherheit von Ziprasidon wurde bei 267 pädiatrischen Patienten (10 bis 17

Jahre) untersucht, die an klinischen Studien bei bipolarer Manie mit

unterschiedlichen Dosierungen teilnahmen. Insgesamt 82 pädiatrische

Patienten mit Bipolar-I-Störungen erhielten orales Ziprasidon über einen

Zeitraum von mindestens 180 Tagen.

In einer vierwöchigen Studie bei pädiatrischen Patienten (10 bis 17 Jahre) mit

bipolarer Manie ergaben sich keine Unterschiede zwischen den mit Ziprasidon

oder Placebo behandelten Patienten im Hinblick auf Änderungen des

Mittelwertes gegenüber dem Ausgangswert bei Körpergewicht, Nüchternzucker,

Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin oder den Triglyzeridwerten.

Es gibt keine klinischen Langzeit-Doppelblindstudien, die die Wirksamkeit und

Verträglichkeit von Ziprasidon bei Kindern und Jugendlichen untersuchen.

Es gibt keine klinischen Langzeitstudien zur Untersuchung der Wirksamkeit von

Ziprasidon zur Prophylaxe wiederauftretender manisch-depressiver Symptome.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Mehrfachgabe von Ziprasidon zusammen mit Nahrung werden

maximale Serumkonzentrationen typischerweise 6 bis 8 Stunden nach der

Einnahme beobachtet. Die absolute Bioverfügbarkeit einer 20-mg-Dosis beträgt

bei Einnahme zusammen mit Nahrung 60%. Pharmakokinetische Studien

haben gezeigt, dass die Bioverfügbarkeit von Ziprasidon bei gleichzeitiger

Nahrungsaufnahme um bis zu 100% steigt. Es wird deshalb empfohlen,

Ziprasidon zusammen mit Nahrung einzunehmen.

Verteilung

Das Verteilungsvolumen beträgt etwa 1,1 l/kg. Ziprasidon wird im Serum zu

über 99% an Protein gebunden.

Biotransformation und Elimination

Die mittlere terminale Halbwertszeit nach oraler Anwendung von Ziprasidon

beträgt 6,6 Stunden. Ein Steady State stellt sich innerhalb von 1 bis 3 Tagen

ein. Die mittlere Ziprasidon-Clearance nach intravenöser Anwendung beträgt 5

ml/min/kg. Etwa 20% der Dosis werden über den Urin, etwa 66% über die

Faeces ausgeschieden.

Ziprasidon zeigt bei gleichzeitiger Nahrungsaufnahme eine lineare Kinetik über

den gesamten therapeutischen Dosisbereich von 2-mal täglich 40 bis 80 mg.

Ziprasidon unterliegt nach oraler Anwendung einem extensiven Metabolismus,

lediglich eine kleine Menge wird unverändert über den Urin (

<

1%) oder die

Faeces (

<

4%) ausgeschieden. Die drei Hauptstoffwechselwege führen zur

Bildung von vier primären zirkulierenden Metaboliten:

Benzisothiazolpiperazin(BITP-)-Sulfoxid, BITP-Sulphon, Ziprasidon-Sulfoxid

und S-Methyl-dihydroziprasidon. Der Anteil von unverändertem Ziprasidon an

der Gesamtsubstanz im Serum beträgt ungefähr 44%.

Ziprasidon wird vorwiegend auf zwei Wegen metabolisiert: Durch Reduktion

und Methylierung zur Generierung von S-Methyl-dihydroziprasidon, was für

ungefähr zwei Drittel der Metabolisierung verantwortlich ist, oder durch

oxidative Metabolisierung, was das verbleibende Drittel ausmacht. In-vitro-

Studien mit subzellulären Fraktionen menschlicher Leber weisen darauf hin,

dass S-Methyl-dihydroziprasidon in zwei Schritten generiert wird. Aus diesen

Studien geht hervor, dass der erste Schritt vorwiegend durch die chemische

Reduktion durch Glutathion sowie die enzymatische Reduktion durch

Aldehydoxidase vermittelt wird. Der zweite Schritt besteht in der durch

Thiolmethyltransferase vermittelten Methylierung. In-vitro-Studien weisen darauf

hin, dass CYP3A4 das wichtigste Cytochrom-P450-Enzym ist, welches die

oxidative Metabolisierung von Ziprasidon katalysiert, wobei eine geringfügige

Beteiligung von CYP1A2 möglich ist.

Bei In-vitro-Untersuchungen zeigen Ziprasidon, S-Methyl-dihydroziprasidon und

Ziprasidonsulfoxid Effekte, die auf eine QT

-verlängernde Wirkung hindeuten

könnten. Die Elimination von S-Methyl-dihydroziprasidon erfolgt im

Wesentlichen über die Faeces durch biliäre Sekretion und zu einem geringeren

Anteil über einen durch CYP3A4 katalysierten Metabolismus. Ziprasidonsulfoxid

wird mittels renaler Sekretion und sekundärer Verstoffwechselung durch

CYP3A4 ausgeschieden.

Spezielle Patientengruppen

Pharmakokinetische Screening-Untersuchungen bei Patienten zeigten keine

signifikanten pharmakokinetischen Unterschiede zwischen Rauchern und

Nichtrauchern.

Es wurden keine klinisch bedeutsamen alters- oder geschlechtsbezogenen

Unterschiede in der Pharmakokinetik beobachtet. Nach Berücksichtigung des

unterschiedlichen Körpergewichts war die Pharmakokinetik von Ziprasidon bei

pädiatrischen Patienten im Alter von 10 bis 17 Jahren vergleichbar mit der bei

erwachsenen Patienten.

In Übereinstimmung mit der Tatsache, dass die renale Clearance nur sehr

wenig zur Gesamtclearance beiträgt, wurde bei Patienten mit unterschiedlich

eingeschränkter Nierenfunktion kein progressiver Anstieg der Belastung mit

Ziprasidon vermerkt. Die Belastung bei Personen mit leichter

(Kreatininclearance 30 bis 60 ml/min), mäßiggradiger (Kreatininclearance 10 bis

29 ml/min) und schwerer Niereninsuffizienz (dialysepflichtig) betrug 146%, 87%

und 75% von der bei gesunden Personen (Kreatininclearance >70 ml/min) unter

oraler Anwendung von 20 mg zweimal täglich über 7 Tage. Es ist nicht bekannt,

ob die Serumkonzentrationen der Metaboliten bei diesen Patienten erhöht sind.

Bei leichter bis mäßiggradiger Einschränkung der Leberfunktion (Child Pugh A

oder B), verursacht durch eine Zirrhose, waren die Plasmakonzentrationen

nach oraler Anwendung 30% höher und die terminale Halbwertszeit etwa 2

Stunden länger als bei normalen Patienten. Über die Auswirkung einer

Lebererkrankung auf die Serumkonzentrationen der Metaboliten liegen keine

Erkenntnisse vor.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie,

Genotoxizität und zum kanzerogenen Potenzial lassen die präklinischen Daten

zur Sicherheit keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. In

Reproduktionsstudien bei Ratten und Kaninchen zeigte Ziprasidon keine

Hinweise auf Teratogenität. Unerwünschte Wirkungen auf die Fertilität und

reduziertes Geburtsgewicht wurden unter Dosierungen beobachtet, die bei den

Muttertieren toxische Effekte, wie beispielsweise eine verminderte

Gewichtszunahme, verursachten. Bei Plasmakonzentrationen im Muttertier, die

extrapoliert mit denen vergleichbar waren, die als Maximalkonzentrationen bei

therapeutischen Dosierungen beim Menschen auftreten, kam es zu einer

erhöhten perinatalen Sterblichkeit und verzögerter funktioneller Entwicklung der

Nachkommen.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Kapselinhalt

Lactose-Monohydrat

Mikrokristalline Cellulose

Vorverkleisterte Stärke (Mais)

Croscarmellose-Natrium

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Kapselhülle

Ziprasidon STADA

®

20 mg / 40 mg / 80 mg Hartkapseln

Titandioxid (E171)

Gelatine

Indigocarmin (E132)

Erythrosin (E127)

Eisen(II,III)-oxid (E172)

Ziprasidon STADA

®

60 mg Hartkapseln

Titandioxid (E171)

Gelatine

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen.

Originalpackungen mit 30 und 100 Hartkapseln.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den

nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. Inhaber der Zulassung

STADAPHARM GmbH

Stadastraße 2–18

61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0

Telefax: 06101 603-3888

Internet: www.stadapharm.de

8. Zulassungsnummern

84177.00.00

84178.00.00

84179.00.00

84180.00.00

9. Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung

Datum der Erteilung der Zulassung: 02. März 2012

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 10. Oktober 2016

10. Stand der Information

Mai 2020

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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