Xeloda 500 mg Filmtabletten

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-08-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-10-2018

Wirkstoff:
capecitabinum
Verfügbar ab:
Roche Pharma (Schweiz) AG
ATC-Code:
L01BC06
INN (Internationale Bezeichnung):
capecitabinum
Darreichungsform:
Filmtabletten
Zusammensetzung:
capecitabinum 500 mg, lactosum 52 mg, carmellosum natricum nur zusammengehalten Endwerte. Natrium 3,75 mg, hypromellosum, cellulosum microcristallinum, magnesium stearas, Überzug: hypromellosum, Talkum, E 171, E 172 (gelb), E 172 (rot), für compresso Dunst.
Klasse:
A
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Zytostatikum
Zulassungsnummer:
54657
Berechtigungsdatum:
1998-06-10

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-08-2020

Fachinformation Fachinformation - Französisch

01-08-2020

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-08-2020

Fachinformation Fachinformation - Italienisch

01-08-2020

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Xeloda®

Roche Pharma (Schweiz) AG

Was ist Xeloda und wann wird es angewendet?

Xeloda gehört zu der Arzneimittelgruppe der «Zytostatika», die das Wachstum von Krebszellen

hemmen. Xeloda wird in Form von Filmtabletten angeboten. Es enthält den Wirkstoff Capecitabin, der

im Körper (vorwiegend im Tumorgewebe) zu einer gegen Krebszellen wirksamen Substanz

umgewandelt wird. Xeloda wird allein oder in Kombination mit anderen Tumorarzneimitteln bei

folgenden Tumorerkrankungen angewendet: zur Nachbehandlung bei Dickdarmkrebs, der im frühen

Stadium entdeckt und operiert wurde; bei Krebserkrankungen des Dick- und Enddarms mit Ablegern

(Metastasen); bei Brustkrebs, der lokal fortgeschritten ist oder Ableger gebildet hat und bei

Magen-/Speiseröhrenkrebs.

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Wann darf Xeloda nicht eingenommen werden?

Sie dürfen Xeloda nicht einnehmen, wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe des Arzneimittels allergisch

reagieren. Daher müssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie wissen, dass Sie auf

Xeloda allergisch reagieren. Sie müssen ihn bzw. sie auch informieren, wenn bei Ihnen eine bekannte

Überempfindlichkeit gegenüber 5-Fluorouracil (5-FU) besteht.

Wenn Sie wissen, dass bei Ihnen das Enzym Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) nicht aktiv ist

(vollständiger DPD-Mangel), sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin unbedingt vor Behandlungsbeginn

informieren. Sie dürfen in diesem Fall Xeloda nicht einnehmen.

Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie eine Schwangerschaft planen, dürfen Sie Xeloda nicht

einnehmen. Auch dürfen Sie Xeloda während der Stillzeit nicht einnehmen.

Sie dürfen Xeloda nicht einnehmen, wenn Sie an einer schweren Einschränkung der Nierenfunktion oder

der Leberfunktion leiden.

Xeloda darf nicht gleichzeitig mit oder in kurzer zeitlicher Abfolge nach Brivudin oder verwandten

Substanzen wie z.B. Sorivudin eingenommen werden (siehe «Wann ist bei der Einnahme von Xeloda

Vorsicht geboten?»).

Wann ist bei der Einnahme von Xeloda Vorsicht geboten?

Bitte informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin vor Beginn der Behandlung, wenn Sie

·wissen. dass bei Ihnen ein teilweiser Mangel der Aktivität des Enzyms Dihydropyrimidin-

Dehydrogenase (DPD) vorliegt,

·ein Familienmitglied haben. bei dem ein teilweiser oder vollständiger Mangel des Enzyms

Dihydropyrimidin-Dehydrogenase {DPD) vorliegt,

·Durchfall haben,

·aufgrund schwerer Übelkeit oder Erbrechens weder Nahrung noch Wasser in Ihrem Körper behalten

können,

·einen Wassermangel haben (ausgetrocknet sind) oder bekommen,

·ein Hand-Fuss-Syndrom bekommen,

·eine schwere Hautreaktion haben,

·eine Entzündung der Mundschleimhaut haben,

·Fieber haben,

·eine Lebererkrankung haben,

·eine Nierenerkrankung haben,

·Herzprobleme haben oder hatten, z.B. einen unregelmässigen Herzschlag oder Brust- Kiefer- und

Rückenschmerzen nach körperlicher Anstrengung, aufgrund von Problemen mit der Blutversorgung des

Herzens,

·Krankheiten des Gehirns, z.B. eine Krebserkrankung, die ins Gehirn gestreut hat, oder Nervenschäden

(Neuropathie) haben,

·Taubheit oder Kribbeln an Händen oder Füssen haben,

·Diabetes haben,

·Ungleichgewichte im Elektrolythaushalt (insbesondere Kalzium und Natrium) haben, die bei

Blutuntersuchungen festgestellt wurden,

·in der Vergangenheit Augenprobleme hatten, insbesondere der Hornhaut.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Xeloda und bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln

(Acenocoumarol, Phenprocoumon) kann es zu einer Störung der Blutgerinnung kommen. Informieren

Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie solche Arzneimittel einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auch, wenn Sie Phenytoin gegen Epilepsie einnehmen, da

die Wirkungen bzw. Nebenwirkungen von Phenytoin möglicherweise verstärkt werden können.

Xeloda sollte nicht gleichzeitig mit Allopurinol, einem Arzneimittel, das die Ausscheidung von

Harnsäure verbessert und bei Gicht verabreicht wird, eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Allopurinol einnehmen.

Xeloda darf nicht zusammen mit Brivudin, einem Arzneimittel zur Behandlung der Gürtelrose

eingenommen werden. Ferner muss zwischen dem Ende der Einnahme von Brivudin und dem

Behandlungsbeginn mit Xeloda ein zeitlicher Abstand von mindestens 4 Wochen eingehalten werden.

Die Einnahme von Xeloda zusammen oder in kurzer zeitlicher Abfolge nach Brivudin kann die Wirkung

von Xeloda verstärken und zu schweren Nebenwirkungen führen (dies gilt auch für verwandte

Substanzen von Brivudin wie z.B. Sorivudin). Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin,

wenn Sie Brivudin oder ähnliche Substanzen einnehmen oder vor kurzem eingenommen haben.

DPD-Mangel

Es gibt Personen mit einem vererbbaren Mangel an dem Enzym Dihydropyrimidin-Dehydrogenase

(DPD). Das Enzym ist am Abbau verschiedener Krebsmittel wie 5-Fluoruracil (5-FU) und Capecitabin

im Körper beteiligt. Normalerweise ist ein DPD-Mangel nicht mit Gesundheitsproblemen verbunden, bis

man bestimmte Arzneimittel einnimmt.

Falls bei Ihnen ein DPD-Mangel bekannt ist und Sie Xeloda einnehmen, haben Sie ein erhöhtes Risiko,

dass bei Ihnen plötzlich und frühzeitig Nebenwirkungen auftreten, z.B. Mundschleimhautentzündung,

Schleimhautentzündung, Durchfall, Neutropenie (verminderte Anzahl weisser Blutkörperchen) und das

Nervensystem schädigende Nebenwirkungen (Neurotoxizität), die durch Xeloda ausgelöst wurden (siehe

auch Rubrik «Welche Nebenwirkungen kann Xeloda haben?»). Diese Nebenwirkungen können zum

Teil schwer, lebensbedrohlich oder tödlich verlaufen. Falls sie frühzeitig entdeckt werden, bessern sich

diese Nebenwirkungen normalerweise innerhalb von 2-3 Tagen nach Absetzen von Xeloda. Falls diese

Nebenwirkungen jedoch anhalten, informieren Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Es kann sein,

dass Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Sie anweist, die Behandlung mit einer geringeren Dosis fortzusetzen.

Es wird empfohlen. dass Sie vor Beginn der Behandlung auf einen DPD-Mangel getestet werden. Wenn

bei Ihnen keine Aktivität des Enzyms besteht, sollten Sie Xeloda nicht einnehmen. Wenn bei Ihnen eine

verringerte Aktivität des Enzyms festgestellt wird (teilweiser Mangel), verschreibt Ihr Arzt / Ihre Ärztin

Ihnen eventuell eine verringerte Dosis. Wenn Ihr Untersuchungsergebnis in Bezug auf einen DPD-

Mangel negativ ausfällt, können trotzdem schwerwiegende und lebensbedrohliche Nebenwirkungen

auftreten.

Xeloda Filmtabletten enthalten Milchzucker (Laktose). Falls ihr Arzt oder Ihre Ärztin bei Ihnen eine

Milchzuckerunverträglichkeit festgestellt hat, informieren Sie ihn oder sie, bevor Sie dieses Medikament

einnehmen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu

«natriumfrei».

Ob Xeloda die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt, wurde

nicht speziell untersucht. Aufgrund der möglichen unerwünschten Wirkungen wie Benommenheit,

Ermüdung und Übelkeit ist jedoch beim Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen Vorsicht

geboten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Xeloda während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Xeloda darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Informieren Sie vor Beginn der

Behandlung Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft vermuten oder

planen. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und 6 Monate nach Einnahme

der letzten Dosis Xeloda wirksame empfängnisverhütende Massnahmen treffen. Tritt während der

Behandlung mit Xeloda eine Schwangerschaft ein, ist unverzüglich der Arzt bzw. die Ärztin zu

informieren. Er bzw. sie wird Ihnen die potenzielle Gefährdung für den Fötus erläutern. Auch wenn der

männliche Partner mit Xeloda behandelt wird, sind bei Frauen im gebärfähigen Alter während der

Behandlung und 3 Monate nach Einnahme der letzten Dosis Xeloda empfängnisverhütende

Massnahmen zu ergreifen. Während der Behandlung mit Xeloda dürfen Sie nicht stillen, da die

potenzielle Gefährdung für den Fötus nicht bekannt ist. Während einer Behandlung und während 2

Wochen nach Einnahme der letzten Dosis ist das Stillen zu unterbrechen.

Wie verwenden Sie Xeloda?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen die für Sie geeignete Dosis verordnen und dabei die Art Ihrer

Erkrankung, Ihre Körperoberfläche, Ihre Nieren- und Leberfunktion, Ihr Alter und Ihre individuelle

Reaktion auf die Behandlung mit Xeloda berücksichtigen. Er bzw. sie wird Ihnen die Anzahl der

Filmtabletten angeben, die Sie morgens und abends jeweils innerhalb von 30 Minuten nach einer

Mahlzeit einnehmen müssen. Schlucken Sie die Filmtabletten unzerkaut als Ganzes mit etwas Wasser.

Sie sollten nicht geteilt oder zerkleinert werden. Falls Sie jedoch nicht in der Lage sind, eine ganze

Tablette zu schlucken und eine Zerkleinerung notwendig ist, sollte dies durch eine Fachperson

vorgenommen werden, die in der sicheren Handhabung von Krebsmedikamenten ausgebildet ist.

Die Filmtabletten werden entweder jeweils morgens und abends während 14 Tagen eingenommen,

gefolgt von einer Einnahmepause von 7 Tagen (kein Arzneimittel) und anschliessender Wiederaufnahme

des 3-wöchigen Zyklus oder täglich morgens und abends ohne Einnahmepause. Ihr Arzt/Ihre Ärztin

bzw. Ihr Apotheker/Ihre Apothekerin geben Ihnen diesbezüglich genaue Anweisungen.

Die Dauer einer Therapie mit Xeloda ist unterschiedlich und hängt von der Art Ihrer Erkrankung ab und

davon, wie Sie auf die Behandlung ansprechen.

Xeloda soll bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden, da keine Untersuchungen zur

Wirksamkeit und Verträglichkeit vorliegen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Falls Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie die vergessene Dosis nicht nachträglich ein. Fahren

Sie mit Ihrem normalen Dosierungsschema fort und setzen sich mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin in

Verbindung.

Die Anwendung und Sicherheit von Xeloda bei Kindern und Jugendlichen / bei Kindern unter 18 Jahren

ist bisher nicht geprüft worden.

Welche Nebenwirkungen kann Xeloda haben?

Neben den erwünschten Wirkungen können, selbst bei ordnungsgemässer Anwendung, während der

Behandlung mit Xeloda auch Nebenwirkungen auftreten.

Unerwünschte Wirkungen sind vor allem zu Beginn der Behandlung zu beobachten. Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin wird mit Ihnen vor Beginn der Behandlung mit Xeloda genau besprechen, welche

Nebenwirkungen auftreten können und wie Sie sich beim Auftreten dieser Nebenwirkungen unbedingt

verhalten sollen. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über auftretende Nebenwirkungen

sofort informieren und bei schwereren Nebenwirkungen die Behandlung mit Xeloda sofort

unterbrechen, damit Ihnen rasch geholfen werden kann. Die Massnahmen, die Sie mit Ihrem Arzt bzw.

mit Ihrer Ärztin treffen werden, hängen von der Art und dem Schweregrad der beobachteten

Nebenwirkungen ab. Medikamentöse Behandlung, Unterbrechung der Therapie und eventuelle

Dosisanpassung können sinnvolle Massnahmen sein.

Die Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin sind streng zu befolgen.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Xeloda auftreten:

Wichtigste Nebenwirkungen

Hand-Fuss-Syndrom

Xeloda kann das sogenannte Hand-Fuss-Syndrom verursachen. Diese Nebenwirkung zeigt sich an den

Handinnenflächen und Fusssohlen. Es beginnt mit Prickeln, Taubheitsgefühl, Schwellungen oder

Rötungen und kann sich im Laufe von Tagen verschlimmern (Entwicklung von Schmerzen,

Abschuppung, Geschwüren oder Blasen). Sollte das Hand-Fuss-Syndrom schmerzhaft werden, müssen

Sie selbst die Einnahme von Xeloda sofort abbrechen und sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin wenden.

Ein Hand-Fuss-Syndrom kann zum Verlust des Fingerabdrucks führen, was sich auf Ihre Identifizierung

durch einen Fingerabdruckscanner auswirken könnte.

Durchfall/Erbrechen

Patientinnen bzw. Patienten, die Xeloda einnehmen, können Durchfall bekommen. Falls Sie mehr als 3-

mal täglich Stuhlgang haben oder sogar Durchfall während der Nacht bekommen, müssen Sie die

Einnahme von Xeloda sofort stoppen und Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat fragen.

Sie werden vielleicht erbrechen, wenn Sie Xeloda einnehmen. Falls Sie sich mehr als einmal innerhalb

von 24 Stunden übergeben müssen, stoppen Sie sofort die Einnahme von Xeloda und fragen Sie Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin um Rat.

Durchfall und/oder Erbrechen kann zu einer übermässigen Abnahme der Körperflüssigkeit

(Dehydrierung) führen, die dann ein akutes Nierenversagen verursachen kann. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

wird vorbeugende Massnahmen anordnen oder die Dehydrierung bereits im Frühstadium behandeln.

Hautreaktionen/Wunde Stellen im Mund

Xeloda kann schwere Hautreaktionen auslösen. Diesen Hautreaktionen geht oft eine Phase mit

Lichtempfindlichkeit, Atemweginfektionen (z.B. Bronchitis) und/oder Fieber voraus. Später können

Hautausschlag, Geschwüre und Blasen an Mund, Nase, Genitalien, Händen, Füssen und Augen (gerötete

und geschwollene Augen) sowie Hautrötung und wunde Stellen auftreten.

Falls Sie schmerzhafte wunde Stellen haben, müssen Sie Xeloda sofort absetzen und Ihren Arzt bzw.

Ihre Ärztin um Rat fragen.

Fieber oder Infektionen

Wenn Sie Fieber von mehr als 38 °C entwickeln oder andere Anzeichen einer Infektion (z.B.

Erschöpfung, Körpermüdigkeit, Schmerzen) haben, wenden Sie sich sofort und unbedingt noch am

gleichen Tag an den Arzt bzw. an die Ärztin.

Herzprobleme

Unter Xeloda können Herzprobleme wie Herzinfarkt, Instabile Angina pectoris, Angina pectoris,

Rhythmusstörungen, Herzstillstand, Herzinsuffizienz und EKG-Veränderungen auftreten. Bei Patienten

mit koronarer Herzerkrankung in der Vorgeschichte können diese Nebenwirkungen häufiger auftreten.

Bitte setzen Sie Xeloda ab wenn Sie ein Engegefühl im Brustbereich verspüren, insbesondere, wenn

dieses bei körperlicher Belastung auftritt.

Diese Nebenwirkungen bilden sich meist schnell zurück (innerhalb von 2 bis 3 Tagen), wenn die

Einnahme von Xeloda unterbrochen wird. Danach können Sie normalerweise die Behandlung nach

Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin wieder aufnehmen.

Wenn während des ersten Behandlungszyklus schwere Stomatitis (wunde Stellen in Mund und/oder

Rachen), Schleimhautentzündung, Durchfall, Neutropenie (erhöhtes Risiko für Infektionen) oder

Neurotoxizität auftritt, kann ein DPD-Mangel vorliegen (siehe Rubrik «Wann ist bei der Einnahme von

Xeloda Vorsicht geboten?»).

Nach Kontakt mit zerbrochenen oder aufgeschnittenen Xeloda Tabletten wurde über folgende

Nebenwirkungen berichtet: Augenreizung, Augenschwellung, Hautausschlag, Kopfschmerzen,

Empfindungsstörungen der Haut, Durchfall, Übelkeit, Magenreizung und Erbrechen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin,

Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

Infektionen im Nasen-Rachen-Raum, Verminderung der weissen und roten Blutkörperchen und der

Blutplättchen, Appetitlosigkeit, Anstieg des Blutzuckers, Abnahme des Kalzium- und Natriumspiegels

im Blut, Geschmacksstörungen, Taubheit oder Kribbeln an Händen oder Füssen, erhöhter Tränenfluss,

Kopfschmerzen, Schwindel, Halsschmerzen, Bluthochdruck, Gefässverschluss durch Blutgerinnsel,

Schluckauf, Übelkeit, Erbrechen, Entzündung der Mundschleimhaut, Bauchschmerzen, Durchfall,

Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, Veränderung der Leberfunktion, Hautentzündung (inkl. Hand-

Fuss-Syndrom), Haarausfall, Nagelveränderungen (z.B. Nagelverfärbung, Ablösen der Nägel),

Schmerzen und Schwellungen in den Armen und Beinen, Muskel- und Gelenkbeschwerden,

Veränderung der Nierenfunktion, Abgeschlagenheit, Fieber, Flüssigkeitsansammlung im Gewebe

(Ödeme), Schwäche, Müdigkeit, Wärme- und Kälteintoleranz.

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Herpes-Infektionen («Fieberbläschen»), Lungenentzündung, Lungenembolie, Harnblasenentzündung,

Blutvergiftung (septischer Schock), Überempfindlichkeitsreaktionen, Anstieg des Kalziumspiegels im

Blut, Verminderung des Kaliumspiegels im Blut, Flüssigkeitsverlust, Gewichtsverlust, Depressionen,

Angstgefühl, Schlaflosigkeit, verstärkte oder herabgesetzte Berührungs-Empfindung, Gefühlsstörungen,

Gangunsicherheit, Lähmungen, Zittern, Augenreizung, Bindehautentzündung, verschwommene Sicht,

Herzprobleme (Engegefühl im Brustbereich sowie Spüren des Herzschlags), niedriger Blutdruck,

Atembeschwerden, Nasenbluten, Husten, Nasenlaufen, Hörstörungen, Mundtrockenheit, Blähungen,

Bauchauftreibung, Schluckstörungen, Blutungen im Magendarmbereich, dünner Stuhl, trockene,

fleckige, gerötete, sich schälende Haut, Hautrisse, Hautverfärbungen, Juckreiz, Glieder- und

Rückenschmerzen, Steifheit, Kieferschmerzen, Muskelschwäche, Ohrensausen (Tinnitus).

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen, Verwirrtheit, Herzklopfen, Sprachstörungen, Blutungen

im Magen-Darm-Trakt, Strahlen- und Lichtempfindlichkeitsreaktionen, unregelmässiger Herzschlag und

Herzklopfen (Herzrhythmusstörungen), Brustschmerzen und Herzanfall (Herzinfarkt).

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Darmverschluss, akutes Nierenversagen, bestimmte Arten von Herzrhythmusstörungen (einschliesslich

Kammerflimmern, schneller, unregelmässiger Herzschlag (Torsades de Pointes) und verlangsamter

Herzschlag).

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

Hornhautentzündung.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Aufbrauchfrist nach Anbruch

Denken Sie daran, nicht verbrauchte oder abgelaufene Filmtabletten unbedingt bei Ihrer Abgabestelle

(Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin) für die fachgerechte Entsorgung

zurückzugeben.

Lagerungshinweis

Nicht über 30 °C lagern.

Den Behälter im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin; diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Xeloda enthalten?

Wirkstoffe

1 Filmtablette enthält 150 mg beziehungsweise 500 mg Capecitabin als Wirkstoff.

Hilfsstoffe

Tablettenkern

1 Filmtablette enthält Lactose (Milchzucker), Croscarmellose-Natrium (aus gentechnisch veränderter

Baumwolle hergestellt), Hypromellose, mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat.

Filmüberzug:

Hypromellose, Talk, Titandioxid, Eisen(III)-hydroxid-oxid, Eisen(III)-oxid.

Zulassungsnummer

54657 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Xeloda? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Xeloda Filmtabletten 150 mg sind in Packungen mit 60 Stück erhältlich.

Xeloda Filmtabletten 500 mg sind in Packungen mit 120 Stück erhältlich.

Zulassungsinhaberin

Roche Pharma (Schweiz) AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Fachinformation

Xeloda®

Roche Pharma (Schweiz) AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Capecitabinum.

Hilfsstoffe: Lactosum, Croscarmellosum natricum conexum (aus gentechnisch veränderter

Baumwolle hergestellt), Excipiens pro compresso obducto.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Hellrote Filmtabletten zu 150 mg Capecitabine.

Grau-rote Filmtabletten zu 500 mg Capecitabine.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Kolon- und Kolorektalkarzinom

Adjuvante Therapie bei Patienten mit Kolonkarzinom Dukes C als Monotherapie oder in

Kombination mit Oxaliplatin.

Firstline-Therapie bei Patienten mit metastasierendem Kolorektalkarzinom als Monotherapie oder in

Kombination mit Oxaliplatin (XELOX) mit oder ohne Bevacizumab.

Secondline-Therapie bei Patienten mit metastasierendem Kolorektalkarzinom in Kombination mit

Oxaliplatin (XELOX).

Mammakarzinom

In Kombination mit Docetaxel bei Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem

Mammakarzinom nach Versagen einer zytotoxischen Chemotherapie mit Anthracyclinen.

In Kombination mit Vinorelbin bei Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem

Mammakarzinom nach Versagen einer Therapie mit Anthracyclinen und Taxanen.

Bei Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem Mammakarzinom, wenn

Paclitaxel und eine Chemotherapie mit Anthracyclinen versagt haben.

Ösophaguskarzinom, Karzinom des gastroösophagealen Übergangs und Magenkarzinom

Firstline-Therapie in Kombination mit Epirubicin und Oxaliplatin bei Patienten mit

fortgeschrittenem oder metastatischem Magenkarzinom, Ösophaguskarzinom oder Karzinom des

gastroösophagealen Übergangs.

In Kombination mit Herceptin und Cisplatin bei Patienten und Patientinnen mit HER2-positivem

metastasierendem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs, welche

keine Chemotherapie im Rahmen der metastatischen Erkrankung erhalten haben. Herceptin sollte nur

bei Patienten mit metastasierendem Magenkarzinom, deren Tumoren HER2 überexprimieren,

definiert durch IHC2+ und bestätigt durch FISH+ oder IHC3+ bestimmt durch einen validierten Test,

angewendet werden.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Xeloda Filmtabletten sind mit Wasser innerhalb von 30 Minuten nach einer Mahlzeit einzunehmen.

Adjuvante Therapie bei Kolonkarzinom Dukes C

Monotherapie (6 Monate)

Die empfohlene Dosis von Xeloda in der Monotherapie beträgt 1250 mg/m² zweimal täglich

(morgens und abends; entsprechend einer Gesamttagesdosis von 2500 mg/m²) über 14 Tage, gefolgt

von einer 7-tägigen Einnahmepause.

In Kombination mit Oxaliplatin (6 Monate)

Im Anschluss an Oxaliplatin, verabreicht als intravenöse Infusion zu 130 mg/m² während 2 Stunden,

wird am gleichen Tag beginnend mit Xeloda 1000 mg/m² zweimal täglich während zwei Wochen

behandelt, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause. Detaillierte Angaben zur Anwendung von

Oxaliplatin wie die Verabreichung einer Prämedikation sind der Fachinformation von Oxaliplatin zu

entnehmen.

Therapie bei metastasierendem Kolorektalkarzinom

Monotherapie

Die empfohlene Dosis von Xeloda in der Monotherapie beträgt 1250 mg/m² zweimal täglich

(morgens und abends; entsprechend einer Gesamttagesdosis von 2500 mg/m²) über 14 Tage, gefolgt

von einer 7-tägigen Einnahmepause.

In Kombination mit Oxaliplatin

Im Anschluss an Oxaliplatin, verabreicht als intravenöse Infusion zu 130 mg/m² während 2 Stunden,

wird am gleichen Tag beginnend mit Xeloda 1000 mg/m² zweimal täglich während zwei Wochen

behandelt, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause. Detaillierte Angaben zur Anwendung von

Oxaliplatin wie die Verabreichung einer Prämedikation sind der Fachinformation von Oxaliplatin zu

entnehmen.

In Kombination mit Oxaliplatin und Bevacizumab

Bevacizumab wird als intravenöse Infusion zu 7,5 mg/kg am Tag 1 des dreiwöchentlichen Regimes

während 30 bis 90 Minuten gegeben, gefolgt von Oxaliplatin und Xeloda gemäss Beschrieb in

Sektion «in Kombination mit Oxaliplatin». Für detaillierte Angaben siehe Fachinformation von

Avastin.

Therapie beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden Mammakarzinom

Monotherapie

Die empfohlene Dosis von Xeloda in der Monotherapie beträgt 1250 mg/m² zweimal täglich

(morgens und abends; entsprechend einer Gesamttagesdosis von 2500 mg/m²) über 14 Tage, gefolgt

von einer 7-tägigen Einnahmepause.

In Kombination mit Docetaxel

In der Kombinationstherapie mit Docetaxel beträgt die empfohlene Dosis von Xeloda 1250 mg/m²

zweimal täglich über 14 Tage, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause, kombiniert mit Docetaxel

75 mg/m² als einstündige intravenöse Infusion alle 3 Wochen. Dieser 3-Wochenzyklus wird solange

weitergeführt, bis eine Progredienz der Krebserkrankung dokumentiert wird oder nicht mehr

tolerierbare Nebenwirkungen einen Abbruch der Behandlung erfordern. Detaillierte Angaben zur

Anwendung von Docetaxel wie die Verabreichung einer Prämedikation sind der Fachinformation

von Docetaxel zu entnehmen.

In Kombination mit Vinorelbin

Die empfohlene Dosis Xeloda beträgt 1000 mg/m² zweimal täglich während 14 Tagen, gefolgt von

einer 7-tägigen Einnahmepause. Detaillierte Angaben zur Anwendung von Vinorelbin sind der

Fachinformation von Vinorelbin zu entnehmen.

Therapie beim fortgeschrittenen oder metastatischen Magenkarzinom, Ösophaguskarzinom oder

Karzinom des gastroösophagealen Übergangs

In Kombination mit Oxaliplatin und Epirubicin

Die empfohlene Dosis von Xeloda beträgt zweimal täglich 625 mg/m² ohne Einnahmepause über 24

Wochen in Kombination mit Oxaliplatin 130 mg/m² (alle 3 Wochen) und Epirubicin 50 mg/m² (alle

3 Wochen). Für detaillierte Angaben zur Prämedikation für die Aufrechterhaltung einer adäquaten

Hydratation und Antiemese vor Gabe von Oxaliplatin siehe Fachinformation von Oxaliplatin.

Therapie beim HER2-positiven metastasierenden Adenokarzinom des Magens oder des

gastroösophagealen Übergangs

In Kombination mit Herceptin und Cisplatin

Im Anschluss an Herceptin und Cisplatin (80 mg/m²) Gabe als intravenöse Infusion während 2

Stunden, wird am gleichen Tag beginnend mit Xeloda 1000 mg/m² zweimal täglich während zwei

Wochen behandelt, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause; dies während 6 Zyklen. Detaillierte

Angaben zur Anwendung von Herceptin und Cisplatin wie die Verabreichung einer Prämedikation

sind den jeweiligen Fachinformationen zu entnehmen.

Die folgenden Tabellen zeigen die Berechnung der Standarddosis und der reduzierten Dosis von

Xeloda (siehe «Dosisanpassung im Verlauf der Behandlung») für eine Xeloda-Anfangsdosis von

1250 mg/m² oder 1000 mg/m².

Tabelle 1: Berechnung der Standarddosis und der reduzierten Dosis in Abhängigkeit von der

Körperoberfläche für eine Xeloda-Anfangsdosis von 1250 mg/m²

Dosierung 1250 mg/m2 (2× tgl.)

Volle Dosis

1250 mg/m2

Anzahl

Tabletten zu

150 mg

und/oder

500 mg pro

Gabe (jede

Verabreichung

hat morgens

Reduzierte Dosis

(75%)

950 mg/m2

Reduzierte Dosis (50%)

625 mg/m2

und abends zu

erfolgen)

Körperoberfläche

(m2)

Dosis pro Gabe

(mg)

150 mg 500 mg

Dosis pro Gabe

(mg)

Dosis pro Gabe

(mg)

≤1,26

1500

1150

1,27–1,38

1650

1300

1,39–1,52

1800

1450

1,53–1,66

2000

1500

1000

1,67–1,78

2150

1650

1000

1,79–1,92

2300

1800

1150

1,93–2,06

2500

1950

1300

2,07–2,18

2650

2000

1300

≥2,19

2800

2150

1450

Tabelle 2: Berechnung der Standarddosis und reduzierten Dosis in Abhängigkeit von der

Körperoberfläche für eine Xeloda-Anfangsdosis von 1000 mg/m²

Dosierung 1000 mg/m2 (2× tgl.)

Volle Dosis

1000 mg/m2

Anzahl

Tabletten zu

150 mg

und/oder

500 mg pro

Gabe (jede

Verabreichung

hat morgens

und abends zu

erfolgen)

Reduzierte Dosis

(75%)

750 mg/m2

Reduzierte Dosis (50%)

500 mg/m2

Körperoberfläche

(m2)

Dosis pro Gabe

(mg)

150 mg 500 mg

Dosis pro Gabe

(mg)

Dosis pro Gabe

(mg)

≤1,26

1150

1,27–1,38

1300

1000

1,39–1,52

1450

1100

1,53–1,66

1600

1200

1,67–1,78

1750

1300

1,79–1,92

1800

1400

1,93–2,06

2000

1500

1000

2,07–2,18

2150

1600

1050

≥2,19

2300

1750

1100

Dosisanpassung im Verlauf der Behandlung

Mögliche Nebenwirkungen von Xeloda können durch symptomatische Behandlung und/oder

Veränderung der Dosis von Xeloda beherrscht werden (Unterbrechung der Behandlung und/oder

Dosisreduktion). Nachdem die Dosis angepasst wurde, sollte sie zu einem späteren Zeitpunkt nicht

mehr erhöht werden.

Patienten, die Xeloda einnehmen, müssen darauf hingewiesen werden, dass sie die Behandlung

unverzüglich unterbrechen müssen, falls mittelschwere oder schwere Nebenwirkungen auftreten.

Wenn eine Einnahme von Xeloda aufgrund von Nebenwirkungen ausgelassen wurde, sollte sie nicht

nachgeholt werden, sondern der Patient sollte den ursprünglich geplanten Behandlungszyklus wieder

aufnehmen. Je nach Schweregrad der Nebenwirkungen werden folgende Dosisanpassungen

empfohlen:

Tabelle 3: Übersicht zur Dosisanpassung von Xeloda

Toxizität

NCIC Grad

Massnahmen bei Auftreten von Nebenwirkungen

Dosisanpassung für

den nächsten Zyklus

(% der Startdosis)

Grad 2

Erstmaliges

Auftreten

Behandlung unterbrechen, bis eine Rückbildung auf Grad 0-1

erreicht wurde

100%

Zweites

Auftreten

Drittes

Auftreten

Viertes

Auftreten

Behandlung endgültig abbrechen

Grad 3

Erstmaliges

Auftreten

Behandlung unterbrechen, bis eine Rückbildung auf Grad 0-1

erreicht wurde

Zweites

Auftreten

Drittes

Auftreten

Behandlung endgültig abbrechen

Grad 4

Erstmaliges

Auftreten

Behandlung endgültig abbrechen oder falls der Arzt eine

Weiterführung der Behandlung für den Patienten für sinnvoll

erachtet, Behandlung unterbrechen, bis eine Rückbildung auf

Grad 0-1 erreicht wurde

-/50%

Zweites

Auftreten

Behandlung endgültig abbrechen

Hämatologie: Patienten mit Ausgangswerten einer Neutrophilenzahl von <1,5× 109/l und/oder einer

Thrombozytenzahl von <100× 109/l sollten nicht mit Xeloda behandelt werden. Wenn

Laboruntersuchungen während eines Behandlungszyklus eine hämatologische Toxizität von Grad 3

oder 4 zeigen, so sollte die Behandlung mit Xeloda unterbrochen werden bis eine Rückbildung der

Toxizität auf Grad 0-1 erreicht wird.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Leberinsuffizienz

Die Pharmakokinetik von Xeloda wurde bei Patienten mit leichten bis mässigen durch Metastasen

bedingten Erhöhungen von Bilirubin, Transaminasen und alkalischer Phosphatase geprüft. Bei diesen

Patienten ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich. Die Gabe von Xeloda sollte unterbrochen

werden, wenn behandlungsbedingte Erhöhungen des Bilirubinwertes auf mehr als das 3,0fache der

oberen Grenze des Normalbereiches oder behandlungsbedingte Erhöhungen der hepatischen

Aminotransferasen (ALAT, ASAT) auf mehr als das 2,5fache der oberen Grenze des

Normalbereiches auftreten. Die Behandlung mit Xeloda kann wieder aufgenommen werden, wenn

der Bilirubinwert auf unterhalb des 3,0fachen der oberen Grenze des Normalbereiches oder die

hepatischen Aminotransferasen (ALAT, ASAT) auf unterhalb des 2,5fachen der oberen Grenze des

Normalbereiches absinken.

Bei Leberinsuffizienz liegen keine Erfahrungen vor; bei Patienten mit leichter bis mässiger

Leberinsuffizienz sollte die Anwendung von Capecitabine sorgfältig überwacht werden; bei schwerer

Leberinsuffizienz (Child Pugh C) ist Xeloda kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).

Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit leichter Niereninsuffizienz (Kreatininclearance 51–80 ml/min) ist eine Anpassung

der Anfangsdosis nicht notwendig. Bei Patienten, die zu Beginn der Behandlung eine mässige

Niereninsuffizienz (Kreatininclearance 30–50 ml/min) aufweisen, sollte Xeloda auf 75% der

empfohlenen Anfangsdosis reduziert werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatininclearance <30 ml/min) ist Xeloda kontraindiziert (siehe

«Kontraindikationen»). Falls die errechnete Kreatininclearance während der Behandlung auf einen

Wert <30 ml/min absinkt, sollte Xeloda abgesetzt werden.

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren)

Zur Verträglichkeit und Wirksamkeit von Xeloda bei Kindern und Jugendlichen liegen keine

Untersuchungen vor.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten (>60 Jahre) waren behandlungsbedingte Nebenwirkungen Grad 3/4 häufiger als

bei jüngeren Patienten.

Bei Xeloda Monotherapie und in Kombination mit Oxaliplatin sind keine Anpassungen der

Anfangsdosis vorgesehen; eine sorgfältige Überwachung ist aber empfohlen.

In Kombination mit Docetaxel wird eine Reduktion der Anfangsdosis von Xeloda auf 75%

empfohlen.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, anderen Fluoropyrimidinen (Fluorouracil [5-FU])

oder einem der Hilfsstoffe.

Bekannter schwerer Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD)-Mangel (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Schwangerschaft und Stillzeit.

Schwere Niereninsuffizienz (Kreatininclearance unter 30 ml/min).

Schwere Leberinsuffizienz (Child Pugh C).

Gleichzeitige Behandlung mit Brivudin oder mit chemisch verwandten Substanzen wie z.B.

Sorivudin (siehe «Interaktionen»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Xeloda sollte ausschliesslich von einem entsprechend qualifizierten Arzt verordnet werden, der

Erfahrung mit der Anwendung antineoplastischer Wirkstoffe besitzt. Da Xeloda meist zu Hause

eingenommen wird, müssen die Patienten vor Beginn der Therapie über mögliche Nebenwirkungen

informiert und speziell über das Vorgehen beim Auftreten dieser Nebenwirkungen instruiert werden.

Patienten, die Xeloda erhalten, sollten engmaschig auf Nebenwirkungen überwacht werden.

Die meisten Nebenwirkungen sind reversibel und erfordern keinen endgültigen Therapieabbruch;

unter Umständen muss die Behandlung jedoch unterbrochen und/oder die Dosierung verringert

werden (siehe «Dosierung/Anwendung, Dosisanpassung im Verlauf der Behandlung»).

Zu den dosisbeschränkenden Nebenwirkungen gehören Diarrhöe, das Hand-Fuss-Syndrom, Übelkeit,

Stomatitis sowie Bauchschmerzen.

Diarrhöe

Diarrhöe aller Schweregrade wurde bei 50% der Patienten beobachtet. Patienten mit schwerer

Diarrhöe sollten sorgfältig überwacht und im Falle einer Dehydrierung mit Flüssigkeit und einem

Elektrolytersatz versorgt werden. Die Standardtherapie für Durchfallerkrankungen (z.B. Loperamid)

sollte so früh wie möglich, entsprechend der medizinischen Indikation, erfolgen. Nötigenfalls ist die

Dosis zu reduzieren.

Dehydrierung

Dehydrierung ist vorbeugend oder schon im Frühstadium zu behandeln. Übelkeit, Erbrechen oder

Diarrhöe können rasch zu Dehydrierung führen. Bei Patienten mit vorbestehender Niereninsuffizienz

oder bei Komedikation mit bekannten nephrotoxischen Wirkstoffen wurde über Nierenversagen mit

tödlichem Ausgang berichtet. Bei Dehydrierung des Grades 2 oder höher ist die Behandlung mit

Xeloda sofort zu unterbrechen und die Dehydrierung zu korrigieren. Die Behandlung soll erst wieder

aufgenommen werden, wenn der Patient rehydriert und auslösende Faktoren korrigiert oder unter

Kontrolle sind. Bezüglich der auslösenden unerwünschten Wirkung ist nötigenfalls eine

Dosisänderung vorzunehmen (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD)-Mangel

Seltene Fälle einer unerwarteten schweren Toxizität im Zusammenhang mit 5-FU (z.B. Stomatitis,

Diarrhöe, Schleimhautentzündung, Neutropenie und Neurotoxizität) wurden auf einen Mangel an

DPD-Aktivität zurückgeführt. Patienten mit niedriger oder fehlender Aktivität von DPD, einem am

Abbau von Fluorouracil beteiligten Enzym, tragen ein erhöhtes Risiko für schwere,

lebensbedrohliche oder tödlich verlaufende, durch Fluorouracil verursachte unerwünschte

Wirkungen und bei ihnen ist die Anwendung von Xeloda kontraindiziert (siehe

«Kontraindikationen»). Solche Patienten mit bestimmten homozygoten oder bestimmten gemischt-

heterozygoten Mutationen am DPYD-Genlocus, die ein vollständiges oder nahezu vollständiges

Fehlen der DPD-Aktivität verursachen, tragen das höchste Risiko für eine lebensbedrohliche oder

tödlich verlaufende Toxizität und sollten nicht mit Xeloda behandelt werden. Bei Patienten mit

vollständigem Fehlen der DPD-Aktivität wurde für keine Dosis die Sicherheit bestätigt.

Patienten mit partiellem DPD-Mangel, bei welchen der Nutzen von Xeloda höher eingestuft wird als

die Risiken (unter Berücksichtigung der möglichen Eignung eines alternativen nicht-

fluoropyrimidinhaltigen Chemotherapieregimes), müssen mit äusserster Vorsicht behandelt werden,

anfänglich mit einer erheblichen Dosisreduktion und nachfolgender engmaschiger Überwachung und

Dosisanpassung entsprechend der Toxizität.

Bei Patienten mit unerkanntem DPD-Mangel, die mit Capecitabine behandelt werden, können

lebensbedrohliche, sich als Überdosierung manifestierende Toxizitäten auftreten. Im Falle einer

akuten Toxizität von Grad 2-4 muss die Behandlung sofort abgebrochen werden. Eine dauerhafte

Beendigung der Behandlung sollte auf der Basis der klinischen Beurteilung des Einsetzens, der

Dauer und des Schweregrades der beobachteten Toxizitäten erwogen werden (siehe

«Überdosierung»).

Hand-Fuss-Syndrom

Xeloda kann das sogenannte Hand-Fuss-Syndrom (palmoplantare Erythrodysästhesie oder

Chemotherapie-induziertes akrales Erythem) mit Schweregrad zwischen 1 und 3 auslösen. Ein

persistierendes oder schweres Hand-Fuss-Syndrom (Grad 2 und höher) kann letztendlich zum

Verlust von Fingerabdrücken führen, was die Identifizierung des betreffenden Patienten erschweren

kann. Unter einer Monotherapie mit Xeloda betrug die mediane Zeit bis zum Auftreten 79 Tage (11–

360 Tage). Das Hand-Fuss-Syndrom Grad 1 ist gekennzeichnet durch Taubheitsgefühl,

Dysästhesie/Parästhesie, Kribbeln, Erythem oder schmerzlose Schwellung an Händen und/oder

Füssen. Die Beschwerden beeinflussen die Alltagsaktivitäten nicht. Grad 2 ist definiert als

schmerzhaftes Erythem und Schwellung der Hände und/oder Füsse und/oder Beschwerden, welche

die Patienten bei ihren Alltagsaktivitäten behindern. Bei Grad 3 kommt es definitionsgemäss zu

nässenden Abschuppungen, Geschwür- und Blasenbildung sowie starken Schmerzen an Händen

und/oder Füssen und/oder Beschwerden, die es den Patienten unmöglich machen, zu arbeiten oder

ihren Alltagsaktivitäten nachzugehen. Kommt es zum Hand-Fuss-Syndrom 2. oder 3. Grades, sollte

eine Dosisanpassung von Xeloda erfolgen (siehe «Dosierung/Anwendung, Dosisanpassung im

Verlauf der Behandlung»).

Xeloda kann schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und toxische epidermale

Nekrolyse (TEN) verursachen (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Bei Patienten, welche während

der Behandlung von einer schweren Hautreaktion betroffen sind, sollte Xeloda endgültig abgesetzt

werden.

Da Daten zur Verträglichkeit und Wirksamkeit bei Patienten mit Leberschäden fehlen, sollte die

Anwendung von Capecitabine bei Patienten mit leichter bis mässiger Leberfunktionsstörung

sorgfältig überwacht werden, unabhängig vom Vorhandensein von Lebermetastasen. Die

Anwendung bei Patienten mit Lebermetastasen und erhöhten Bilirubinwerten oder anderen erhöhten

Leberenzymwerten sollte mit Vorsicht erfolgen (siehe «Dosierung/Anwendung, Spezielle

Dosierungsanweisungen»).

Die Anwendung von Xeloda bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte mit Vorsicht

erfolgen. Bei Patienten mit mässiger Niereninsuffizienz (Kreatininclearance 30–50 ml/min) wurde –

wie auch unter 5-FU – eine höhere Inzidenz von Nebenwirkungen mit Grad 3 oder 4 beobachtet. Bei

diesen Patienten sollte Xeloda auf 75% der empfohlenen Anfangsdosis reduziert werden.

Die unter Xeloda beobachteten kardiotoxischen Nebenwirkungen wie Herzinfarkt, Angina pectoris,

Rhythmusstörungen, Herzstillstand, Herzinsuffizienz und EKG-Veränderungen sind mit denen

anderer fluorierter Pyrimidine vergleichbar. Bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung in der

Vorgeschichte können diese Nebenwirkungen häufiger auftreten. Die Anwendung bei Patienten, aus

deren Vorgeschichte schwere Herzerkrankungen, Arrhythmien und Angina pectoris bekannt sind,

darf nur mit Vorsicht erfolgen.

Bei älteren Patienten im Alter zwischen 60 und 79 Jahren mit metastasierenden kolorektalen

Tumoren, die eine Monotherapie mit Xeloda erhielten, war die Häufigkeit gastrointestinaler

Nebenwirkungen ähnlich wie bei der gesamten Patientenpopulation. Bei den betagten Patienten

(80 Jahre und darüber) wies ein höherer Prozentsatz reversible gastrointestinale Nebenwirkungen des

Grades 3 oder 4 wie Diarrhöe, Übelkeit und Erbrechen auf (siehe «Dosierung/Anwendung, Spezielle

Dosierungsanweisungen»).

Die Auswertung der Sicherheitsdaten von 60-jährigen und älteren Patienten, die mit der Kombination

Xeloda und Docetaxel behandelt wurden, zeigte im Vergleich zu Patienten unter 60 Jahren eine

Zunahme der Inzidenz behandlungsbedingter Nebenwirkungen. Ein frühzeitiger Therapieabbruch

kann notwendig sein.

Die Xeloda Filmtabletten enthalten Laktose und sollten Patienten nicht verabreicht werden, die an

den seltenen erblichen Problemen einer Galaktoseintoleranz, des Lapp-Laktasemangels oder einer

Glukose-Galaktose-Malabsorption leiden.

Interaktionen

Eiweissbindung

Die Plasmaeiweissbindung von Capecitabine ist gering (54%). Eine Wechselwirkung durch

Verdrängung von Substanzen mit hoher Eiweissbindung ist daher nicht zu erwarten.

Antikoagulanzien vom Cumarin-Typ

Eine Veränderung der Gerinnungsparameter und/oder Blutungen wurden bei Patienten beobachtet,

die Capecitabine zusammen mit Cumarin-Derivaten wie Warfarin und Phenprocoumon (CYP2C9-

Substrate) einnahmen. Diese unerwünschten Wirkungen traten innerhalb mehrerer Tage und bis zu

mehreren Monaten nach Beginn der Behandlung mit Capecitabine auf und in wenigen Fällen bis zu

einem Monat nach Absetzen von Capecitabine. In einer klinischen Interaktionsstudie wurde nach

einer Einmalgabe von 20 mg Warfarin die AUC von S-Warfarin durch die Behandlung mit Xeloda

um 57% erhöht, und es wurde ein Anstieg des INR-Wertes um 91% beobachtet. Patienten, die

gleichzeitig mit Capecitabine Antikoagulanzien vom Cumarin-Typ (inkl. Acenocoumarol)

einnehmen, müssen regelmässig auf Veränderungen der Gerinnungsparameter hin beobachtet werden

(Thromboplastinzeit oder INR) und die Antikoagulanzien-Dosis muss entsprechend angepasst

werden.

Phenytoin

Erhöhte Plasmakonzentrationen von Phenytoin (CYP2C9-Substrat) sind bei der gleichzeitigen

Anwendung von Xeloda mit Phenytoin beobachtet worden. Patienten, die gleichzeitig Phenytoin und

Xeloda einnehmen, sollten regelmässig auf erhöhte Plasmakonzentrationen von Phenytoin und damit

verbundene klinische Symptome hin überwacht werden.

Andere CYP2C9-Substrate

Interaktionsstudien mit anderen CYP2C9-Substraten wurden nicht durchgeführt. Bei Verabreichung

dieser Arzneimittel zusammen mit Xeloda ist Vorsicht geboten.

Antazida

Die Einnahme von Xeloda zusammen mit einem Aluminiumhydroxid- und Magnesiumhydroxid-

haltigen Antazidum (Maaloxan) ergab eine geringfügige Erhöhung der Plasmakonzentration von

Capecitabine und eines Metaboliten (5’-DFCR); es gab keine Auswirkungen auf die drei

Hauptmetaboliten 5’-DFUR, 5-FU und FBAL.

Allopurinol

Interaktionen mit Allopurinol wurden für 5-FU beobachtet; die gleichzeitige Verabreichung von

Allopurinol mit Capecitabine sollte vermieden werden.

Docetaxel/Paclitaxel

Studien, die die Auswirkungen von Xeloda auf die Pharmakokinetik von Docetaxel und Paclitaxel

und umgekehrt untersuchten, zeigten weder einen Effekt von Xeloda auf die Pharmakokinetik von

Docetaxel oder Paclitaxel (Cmax und AUC) noch einen Effekt von Docetaxel oder Paclitaxel auf die

Pharmakokinetik von 5’-DFUR.

Leucovorin (Folinsäure)

Leucovorin beeinflusst die Pharmakokinetik von Capecitabine und seiner Metaboliten nicht.

Leucovorin hat jedoch einen Einfluss auf die Pharmakodynamik von Capecitabine und dessen

Toxizität kann durch Leucovorin verstärkt werden: Die maximale tolerierte Dosis beträgt für

Capecitabine bei alleiniger Verabreichung unter Anwendung des intermittierenden

Dosierungsschemas 3000 mg/m² pro Tag. Bei kombinierter Verabreichung mit Leucovorin (2-mal

täglich 30 mg oral) beträgt sie lediglich 2000 mg/m² pro Tag.

Brivudin und Analoga

Capecitabine darf nicht zusammen mit Brivudin, einem irreversiblen Hemmer der Dihydropyrimidin-

Dehydrogenase (DPD) oder chemisch verwandten Substanzen wie z.B. Sorivudin angewendet

werden, da die Enzymhemmung zu einer verstärkten Toxizität von Capecitabine führen kann, welche

potentiell letal sein kann. Ferner muss zwischen einer Behandlung mit Brivudin oder chemisch

verwandten Substanzen wie z.B. Sorivudin und dem Beginn einer Therapie mit Capecitabine ein

zeitlicher Abstand von mindestens 4 Wochen eingehalten werden.

Oxaliplatin

Bei kombinierter Gabe von Capecitabine und Oxaliplatin mit oder ohne Bevacizumab zeigten sich

keine klinisch signifikanten Unterschiede der Exposition gegenüber Capecitabine oder seinen

Metaboliten, freiem Platin oder Gesamt-Platin.

Schwangerschaft/Stillzeit

Untersuchungen zur Behandlung von Schwangeren mit Xeloda liegen nicht vor. In

reproduktionstoxikologischen Prüfungen am Tier führte die Anwendung von Capecitabine zu

Embryoletalität und Teratogenität. Diese Resultate sind bei Fluoropyrimidin-Derivaten zu erwarten.

Es ist davon auszugehen, dass die Verabreichung von Xeloda während der Schwangerschaft zur

Schädigung des Feten führen kann. Die Substanz sollte als teratogen für den Menschen angesehen

werden. Daher soll Xeloda während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Wird Xeloda

während einer Schwangerschaft verabreicht oder wird die Patientin im Laufe der Behandlung

schwanger, muss sie auf die mögliche Gefährdung des Feten aufmerksam gemacht werden.

Gebärfähigen Frauen ist von einer Schwangerschaft während der Behandlung mit Xeloda abzuraten.

Frauen und Männer unter Behandlung mit Xeloda sollen empfängnisverhütende Massnahmen

treffen.

Ob Xeloda in die Muttermilch übertritt, ist nicht bekannt. In einer Studie, in der säugende Mäuse

eine orale Einmaldosis Xeloda erhielten, wurde eine signifikante Menge von Capecitabine-

Metaboliten in der Milch nachgewiesen. Während einer Behandlung mit Xeloda darf daher nicht

gestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Xeloda kann Schwindel, Müdigkeit und Übelkeit verursachen. Dadurch kann die Fahrtüchtigkeit und

die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

Unerwünschte Wirkungen

Die häufigsten behandlungsbedingten Nebenwirkungen, über die in klinischen Studien berichtet

wurde, waren Diarrhöe, Übelkeit, Erbrechen, Stomatitis und Hand-Fuss-Syndrom (palmoplantare

Erythrodysästhesie).

Die unerwünschten Wirkungen bei der Kombination von Xeloda mit Oxaliplatin und/oder

Bevacizumab stimmen mit den unerwünschten Wirkungen überein, die bei Xeloda- oder Oxaliplatin-

Monotherapie oder Bevacizumab-Kombinationstherapie mitgeteilt wurden (siehe Fachinformation

für Oxaliplatin und Bevacizumab).

Häufigkeitsangaben: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100),

selten (≥1/10’000, <1/1000) und sehr selten (<1/10’000, einschliesslich Einzelfallberichte).

Infektionen

Sehr häufig: Rhinopharyngitis (bis zu 13% in Kombination mit Herceptin + Cisplatin).

Häufig: Herpes simplex-Infektionen, orale Candidiasis, Pneumonie, septischer Schock (beide in

Kombination mit Herceptin + Cisplatin), Cystitis (in Kombination mit Cisplatin).

Selten: lokale und letale systemische Infektionen (bakterieller, viraler oder fungaler Ätiologie).

Immunsystem

Häufig, vorwiegend in Kombination mit Oxaliplatin oder Herceptin + Cisplatin:

Hypersensitivitätsreaktionen.

Blut- und Lymphsystem

Sehr häufig: Lymphozytopenie (51,3–58,2%, Grad 3/4 2,1–5,1%), Anämie (2–41,4%, Grad 3/4 1%,

in Kombination mit Cisplatin oder Oxaliplatin mit oder ohne Epirubicin 17–79%, Grad 3/4 3–

10,5%), Thrombozytopenie (5–21,1%, Grad 3/4 0,5–5,2%), Neutropenie (1–30,3%, Grad 3/4 <1–

6%, in Kombination mit Docetaxel: 80,8%, Grad 3/4: 62,9%, in Kombination mit Cisplatin mit oder

ohne Epirubicin: 33–85,6%, Grad 3/4 16–51,1%), febrile Neutropenie (vorwiegend in Kombination

mit Docetaxel und Cisplatin mit oder ohne Epirubicin: <1–16%, Grad 3/4 6,7%), Leukopenie (3–

14%, Grad 3/4 3%).

Häufig: Granulozytopenie.

Gelegentlich: Panzytopenie, Knochenmarksuppression.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Anorexie (9–50%, Grad 3/4 2–3%), Hyperglykämie (40%, Grad 3/4 0,9%),

Hypocalcämie (13,2%, Grad 3/4 0,8%), Hyponatriämie (3–17,5%, Grad 3/4 0,4–1%), verminderter

Appetit (5–10%).

Häufig: Hypercalcämie, Hypokaliämie, Dehydrierung, Gewichtsverlust.

Gelegentlich: Hypertriglyceridämie.

Psychiatrische Störungen

Häufig: Depression, Angstgefühl.

Nervensystem

Sehr häufig vorwiegend in Kombination mit Oxaliplatin, Docetaxel oder Cisplatin mit oder ohne

Epirubicin: Geschmacksstörungen (0–15%, Grad 3/4 <1%); Parästhesien (2–37%, Grad 3/4 0–6%),

Neuropathien: periphere Neuropathie (<1–83,7%, Grad 3/4 0–5%), periphere sensorische

Neuropathie (<1–18%, Grad 3/4 0–2%), generelle Neuropathie (0–14%, Grad 3/4 0–2%), Dysgeusie

(4–13%, Grad 3/4 <1%), Dysästhesie (0–13%, Grad 3/4 0–3%), Kopfschmerzen (5–12%, Grad 3/4

<1%), Schwindel (1–11%).

Häufig: Schlaflosigkeit, Lethargie, Hypoästhesie, Hyperästhesie, Polyneuropathie, Tremor. Die

Mehrzahl der Parästhesien trat in Zusammenhang mit dem Hand-Fuss-Syndrom auf.

Gelegentlich: Enzephalopathie, Konfusion, zerebellare Symptome wie z.B. Ataxie, Dysarthrie,

Gleichgewichtsstörungen und abnorme Koordination.

Häufigkeit unbekannt: Toxische Leukoenzephalopathie wurde nach Markteinführung beobachtet.

Augen

Sehr häufig vorwiegend in Kombination mit Docetaxel: erhöhte Tränensekretion (<1–12%).

Häufig: Konjunktivitis, Augenreizung, verschwommene Sicht.

Sehr selten: Tränenkanal-Stenosen, Hornhauterkrankungen einschliesslich Keratitis wurden nach

Markteinführung beobachtet.

Herz

Häufig: kardiale Ischämie/Infarkt, Palpitationen (in Kombination mit Herceptin + Cisplatin).

Gelegentlich: Herzinsuffizienz, Kardiomyopathie, plötzlicher Herztod, Tachykardie,

Vorhofarrhythmien einschliesslich Vorhofflimmern, ventrikuläre Extrasystolen.

Gefässe

Sehr häufig: arterielle Hypertonie (vorwiegend in Kombination mit Bevacizumab: <1–12%, Grad 3/4

<1–3%), Ödeme der unteren Extremitäten (vorwiegend in Kombination mit Docetaxel: 4–14%),

Thromboembolie (13,3%, vorwiegend in Kombination mit Cisplatin mit Epirubicin).

Häufig: Hypotension (in Kombination mit Herceptin + Cisplatin).

Atmungsorgane

Sehr häufig: pharyngeale Dysästhesie (0–13%, Grad 3/4 0–2%), Halsschmerzen (vorwiegend in

Kombination mit Docetaxel: <1–11%, Grad 3/4 2%), Singultus (12%, in Kombination mit Herceptin

+ Cisplatin).

Häufig: Dyspnoe, Epistaxis, Husten, pharyngolaryngeale und oropharyngeale Schmerzen,

Rhinorrhoe, Dysphonie, Lungenembolie (in Kombination mit Cisplatin).

Gastrointestinale Störungen

Sehr häufig: Diarrhöe (23–64%, Grad 3/4 5–22%), Übelkeit (33–82,1%, Grad 3/4 2–11,4%),

Erbrechen (14–82,1%, Grad 3/4 2–11,4%), Stomatitis (12–39,1%, Grad 3/4 <1–4%, in Kombination

mit Docetaxel: 67%, Grad 3/4 18%), Bauchschmerzen (10–25%, Grad 3/4 2–7%), Obstipation (6–

20%, Grad 3/4 <1–1%), Dyspepsie (6–12%, Grad 3/4: <1%).

Häufig: Oberbauchbeschwerden, abdominale Distension, Mundtrockenheit, Flatulenz, orale

Schmerzen, Gastritis, Dysphagie, gastrointestinale Blutungen (in Kombination mit Herceptin +

Cisplatin).

Gelegentlich: Ösophagitis, Duodenitis, Kolitis.

Selten: intestinale Obstruktion.

Leber und Galle

Sehr häufig: Erhöhung der ASAT (25,1–28,7%, Grad 3/4 0,3–0,7%), der ALAT (16,7–27,2%, Grad

3/4 0,4–1,3%), des Bilirubins (<1–50,3%, Grad 3/4 15,3–18,6%), der alkalischen Phosphatase (26,0–

27,2%, Grad 3/4 0–0,1%).

Sehr selten: Leberinsuffizienz, cholestatische Hepatitis.

Haut

Sehr häufig: Hand-Fuss-Syndrom oder palmoplantare Erythrodysästhesie (22-63%, Grad 3/4 4-24%;

ausgehend von den Erfahrungen nach der Markteinführung kann eine persistierende oder schwere

palmoplantare Erythrodysästhesie letztendlich zum Verlust von Fingerabdrücken führen (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), Dermatitis (<1-10%, Grad 3/4 <1%),

Nagelveränderungen (1-14%, Grad 3/4 0-2%; z.B. Nagelverfärbung, Onycholyse), Alopezie

(vorwiegend in Kombination mit Docetaxel oder Cisplatin mit oder ohne Epirubicin: 1-82,5%, Grad

3/4 0-47,4%).

Häufig: trockene Haut, Rash, Erythem, Pigmentationsstörungen, Pruritus, örtlich begrenzte

Exfoliation, Hautfissuren.

Gelegentlich: Lichtempfindlichkeitsreaktionen, Radiation-Recall-Phänomen, exfoliative Dermatitis,

juckende Rötungen, spröde Nägel und Nageldystrophie.

Sehr selten: kutaner Lupus erythematodes, Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale

Nekrolyse (TEN) wurden nach Markteinführung beobachtet.

Muskelskelettsystem

Sehr häufig: Schmerzen in den Extremitäten (vorwiegend in Kombination mit Oxaliplatin: 0–12%,

Grad 3/4 <1%), Myalgie (1–14%, Grad 3/4 2%), Arthralgie (<1–11%, Grad 3/4 1%), alle

vorwiegend in Kombination mit Docetaxel.

Häufig: Gliederschmerzen, Rückenschmerzen, Rigor, Kieferschmerzen, Muskelschwäche.

Nieren und Harnwege

Sehr häufig: Erhöhung des Serumkreatinins (9,8–18%; Grad 3/4 0–0,4%).

Selten: akutes Nierenversagen sekundär nach Dehydrierung, mit teilweise tödlichem Ausgang, wurde

nach Markteinführung beobachtet.

Reproduktionssystem und Brust

Gelegentlich: Brustschmerzen.

Ohr und Innenohr

Häufig: Tinnitus, Schwerhörigkeit (beides in Kombination mit Herceptin + Cisplatin), Vertigo.

Allgemeine Störungen

Sehr häufig: Abgeschlagenheit (15–24%, Grad 3/4 0–3%), Fieber (4–21%, Grad 3/4 1%), Asthenie

(4–23%, Grad 3/4 <1–7%), Müdigkeit (17–38%, Grad 3/4 2–7%, in Kombination mit Cisplatin oder

Oxaliplatin mit oder ohne Epirubicin: 15–96,1%, Grad 3/4 <1–24,9%), Temperaturintoleranz (5–

11%), Gewichtsverlust (bei bis zu 23% in Kombination mit Cisplatin), Pyrexie (bei bis zu 20% in

Kombination mit Herceptin + Cisplatin), Ödeme (10%).

Häufig: Fieber, Malaise, Schmerzen.

Überdosierung

Die Symptome einer akuten Überdosierung sind Übelkeit, Erbrechen, Diarrhöe,

Schleimhautentzündung, Magen-Darm-Reizung, Blutung und Knochenmarkaplasie. Die

medizinische Behandlung bei einer Überdosierung muss die üblichen therapeutischen und

unterstützenden medizinischen Massnahmen umfassen mit dem Ziel, die vorhandenen klinischen

Symptome zu beseitigen und mögliche Komplikationen zu verhindern.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: L01BC06

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Capecitabine ist ein Fluoropyrimidincarbamat zur oralen Anwendung und gehört zur Gruppe der

tumoraktivierten und tumorselektiven Zytostatika. Es wirkt selbst nicht zytotoxisch, wird jedoch

durch 3 enzymatische Schritte, zuletzt vorzugsweise im Tumor, zum aktiven zytotoxischen Wirkstoff

5-FU umgewandelt.

5-FU hemmt die Zellteilung durch Blockierung der DNS-Synthese (Enzymhemmung) und führt zur

Bildung von fehlerhaft strukturierter RNS (Einbau von 5-FU), was unmittelbar die

Proteinbiosynthese beeinflusst.

Die Bildung von 5-FU aus Capecitabine wird vorzugsweise im Tumor durch den tumorassoziierten

angiogenen Faktor Thymidinphosphorylase katalysiert. Hierdurch wird die Belastung von gesundem

Gewebe durch systemisches 5-FU auf ein Minimum beschränkt. Die schrittweise enzymatische

Biotransformation von Capecitabine in 5-FU führt im Tumorgewebe zu höheren Konzentrationen als

im Normalgewebe.

Nach oraler Verabreichung von Capecitabine an Patienten mit kolorektalem Karzinom (n= 8) betrug

das Verhältnis der 5-FU Konzentration zwischen Tumor und angrenzendem Gewebe 3,2 (zwischen

0,9 und 8,0). Das Verhältnis der 5-FU Konzentration zwischen Tumor und Plasma lag bei 21,4

(zwischen 3,9 und 59,9), während das Verhältnis zwischen gesundem Gewebe und Plasma 8,9 betrug

(zwischen 3,0 und 25,8). Die Konzentration der Thymidinphosphorylase wurde bestimmt und war im

primären Kolontumor um das 4fache erhöht gegenüber dem umliegenden normalen Gewebe.

Andere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Thymidinphosphorylasespiegel auch in anderen

beim Menschen vorkommenden Tumoren wie Mamma-, Magen-, Zervix- und Ovarialkarzinomen

höher sind als in entsprechendem gesundem Gewebe.

Klinische Wirksamkeit

Monotherapie adjuvant beim Kolonkarzinom

In einer Studie wurden 1004 Patienten mit Xeloda (3-Wochen-Zyklus über 24 Wochen mit zweimal

täglich 1250 mg/m² während 14 Tagen, gefolgt von einer Ruhepause von 7 Tagen) und 983 Patienten

mit 5-FU und Leucovorin (5-FU/LV, Mayo-Schema während 24 Wochen) behandelt. Im primären

Studienendpunkt krankheitsfreies Überleben war Xeloda in der Intent to treat Population (ITT) mit 5-

FU/LV äquivalent, HR (PP) 0,87 (0,76–1,00). Im Gesamtüberleben fand sich kein signifikanter

Unterschied, HR (PP) 0,88 (0,74–1,05). Die Nachbeobachtungsdauer (Median) betrug zum Zeitpunkt

der Analyse 4,4 Jahre. Bei einer weiteren Analyse nach median 6,9 Jahren fanden sich gleiche

Resultate.

Kombinationstherapie adjuvant beim Kolonkarzinom

Daten aus einer multizentrischen, randomisierten, kontrollierten klinischen Phase 3 Studie bei

Patienten mit einem Kolonkarzinom im Stadium III (Dukes C) sprechen für die Anwendung von

Xeloda in Kombination mit Oxaliplatin (XELOX) als adjuvante Therapie bei Patienten mit

Kolonkarzinom (Studie NO16968). In dieser Studie wurden 944 Patienten auf 3-wöchige Zyklen für

24 Wochen mit Xeloda (1000 mg/m² zweimal täglich über 2 Wochen, gefolgt von einer 1-wöchigen

Ruhepause) in Kombination mit Oxaliplatin (intravenöse Infusion von 130 mg/m² über 2 Stunden an

Tag 1 alle 3 Wochen/XELOX) und 942 Patienten auf eine Behandlung mit 5-FU als Bolus und

Leucovorin (5-FU/LV) randomisiert.

In der Primäranalyse hinsichtlich des krankheitsfreien Überlebens (DFS) zeigte sich XELOX bei der

ITT-Population gegenüber 5-FU/LV signifikant überlegen (HR = 0,80; 95% CI = [0,69; 0,93]; p=

0,0045). Die krankheitsfreie Überlebensrate nach 3 Jahren betrug mit XELOX 71% im Vergleich zu

67% mit 5-FU/LV.

Die Analyse des sekundären Endpunktes rezidivfreies Überleben (RFS) unterstützt diese Ergebnisse

mit einer Hazard Ratio von 0,78 (95% CI = [0,67; 0,92]; p= 0,0024) für XELOX gegenüber 5-

FU/LV.

XELOX zeigte einen Trend zum überlegenen Gesamtüberleben (OS) mit einer Hazard Ratio von

0,87 (95% CI = [0,72; 1,05]; p= 0,1486) was sich in einer 13%igen Reduzierung des Sterberisikos

äusserte. Die Gesamtüberlebensrate nach 5 Jahren betrug mit XELOX 78% im Vergleich zu 74% mit

5-FU/LV. Die Wirksamkeitsdaten basieren auf einer medianen Beobachtungszeit von 59 Monaten

für das Gesamtüberleben bzw. von 57 Monaten für das krankheitsfreie Überleben. In der ITT-

Population war die Abbruchrate aufgrund von Nebenwirkungen höher mit der XELOX Kombination

(21%) verglichen mit dem 5-FU/LV Monotherapie-Arm (9%).

Bei der medianen Nachbeobachtung nach 7 Jahren zeigte sich unter XELOX eine Beibehaltung des

statistisch signifikanten überlegenen krankheitsfreien Überlebens HR = 0,80 (95%-KI 0,69, 0.93;

p= 0.0038) und des rezidivfreien Überlebens HR = 0.78 (95%-KI 0.67, 0.91; p= 0.0015). Die

Gesamtüberlebensrate nach 7 Jahren betrug im XELOX-Arm 73% und im 5-FU/LV-Arm 67%. In

den beiden zusätzlichen Nachbeobachtungsjahren nach der primären Analyse erhöhte sich der

Unterschied zwischen den Überlebensraten von 3% auf 6%.

Monotherapie – Firstline-Therapie des metastasierenden kolorektalen Karzinoms mit Xeloda

In zwei Studien wurden insgesamt 603 Patienten mit Xeloda (1250 mg/m² zweimal täglich über 2

Wochen, gefolgt von einer einwöchigen Behandlungspause, in dreiwöchigen Zyklen) und 604

Patienten mit 5-FU und Leucovorin (Mayo-Schema) behandelt. Die objektive Gesamtansprechrate in

der gesamten randomisierten Population betrug 25,7% (Xeloda) gegenüber 16,7% (Mayo-Schema),

p <0,0002. Die mittlere Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung betrug 140 Tage (Xeloda)

gegenüber 144 Tagen (Mayo-Schema). Die mittlere Überlebensrate betrug 392 Tage (Xeloda)

gegenüber 391 Tagen (Mayo-Schema).

Kombinationstherapie – Firstline-Therapie des metastasierenden kolorektalen Karzinoms

Durch eine randomisierte multizentrische Studie (NO16966) bei insgesamt 2035 Patienten wurde

therapeutische Äquivalenz bezüglich progressionsfreiem und Gesamtüberleben zwischen XELOX

und FOLFOX-4 dokumentiert. Eine im Voraus festgelegte, primäre, exploratorische Analyse zum

Vergleich der Behandlungsuntergruppen von XELOX + Bevacizumab versus FOLFOX-4 +

Bevacizumab zeigte bei Betrachtung des medianen progressionsfreien Überlebens, dass XELOX +

Bevacizumab gleichwertig zu FOLFOX-4 + Bevacizumab war (Hazard Ratio 1,01 [97,5% CI 0,84–

1,22]). Die mediane Nachbeobachtungszeit (follow-up) zum Zeitpunkt dieser primären Analyse in

der Intent-to-treat-Population betrug 1,5 Jahre.

In einer randomisierten multizentrischen Studie (NO16967) bei insgesamt 627 Patienten mit

metastasiertem Kolorektalkarzinom, die zuvor in der first-line Therapie mit Irinotecan und einem

Fluoropyrimidin-haltigem Regimen behandelt worden waren, fanden sich bezüglich

progressionsfreiem und Gesamtüberleben zwischen XELOX und FOLFOX-4 keine wesentlichen

Unterschiede.

Die mediane Nachbeobachtungszeit (follow-up) zum Zeitpunkt der primären Analyse betrug in der

Intent-to-treat Population 2,1 Jahre.

Kombinationstherapie – Therapie des lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden

Mammakarzinoms mit Xeloda und Docetaxel

In einer Phase-III-Studie wurden 255 Patientinnen nach Versagen einer Anthracyclin-haltigen

Chemotherapie mit Xeloda (1250 mg/m² zweimal täglich über 2 Wochen, gefolgt von einer

einwöchigen Therapiepause) plus Docetaxel (75 mg/m² als einstündige intravenöse Infusion alle

3 Wochen) behandelt. 256 Patientinnen erhielten Docetaxel als Monotherapie (100 mg/m² als

einstündige intravenöse Infusion alle 3 Wochen). Die Überlebensrate unter der Kombinationstherapie

mit Xeloda und Docetaxel war signifikant höher (442 Tage mit Xeloda plus Docetaxel gegenüber

352 Tagen mit Docetaxel, p= 0,0126). Die Gesamtansprechrate (Abschätzung des Prüfarztes) in der

gesamten randomisierten Population betrug 41,6% (Xeloda plus Docetaxel) gegenüber 29,7%

(Docetaxel), p= 0,0058. Die mediane Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder Tod war unter

Xeloda plus Docetaxel mit 186 Tagen signifikant länger (p <0,0001) als mit Docetaxel Monotherapie

(128 Tage).

Therapie des lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden Mammakarzinoms mit Xeloda und

Vinorelbin

Die Kombination wurde in insgesamt vier Phase II Studien mit 262 Patientinnen untersucht. In allen

Studien erhielten die Patientinnen 1000 mg/m2 zweimal täglich Xeloda während 14 Tagen, gefolgt

von einer 7-tägigen Pause. Vinorelbin wurde 92 Patientinnen oral mit einer Dosis von 60 mg/m2 an

den Tagen 1, 8 und 15, 115 Patientinnen oral mit einer Dosis von 60 mg/m2 an den Tagen 1 und 8,

rsp. 55 Patientinnen 60 mg/m2 oral an den Tagen 1 und 8 des 1. Zyklus und 80 mg/m2 oral an den

Tagen 1 und 8 aller folgenden Zyklen verabreicht.

Es wurden Ansprechraten zwischen 20% und 56,5% (ITT) und 23,5% und 56,5% (PPT) gefunden.

Das mediane progressionsfreie Überleben war 3,4; 8,4; 8,4 und 10,5 Monate, das mediane

Gesamtüberleben 11,3; 17,5; 25,8 und 29,2 Monate.

Monotherapie – Therapie des lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden Mammakarzinoms mit

Xeloda (nach Vorbehandlung mit Taxanen und Anthracyclinen oder bei Kontraindikation gegen

Anthracycline)

In zwei Phase-II-Studien wurden insgesamt 236 Patientinnen mit Xeloda behandelt (1250 mg/m²

zweimal täglich über 2 Wochen, gefolgt von einer einwöchigen Behandlungspause). Die

Ansprechraten betrugen 20% (erste Studie) und 25% (zweite Studie). Die mittlere Zeit bis zur

Progression der Erkrankung betrug 93 bzw. 98 Tage und die mittlere Überlebensrate 384 bzw. 373

Tage.

Kombinationstherapie – Ösophaguskarzinom, Karzinom des gastroösophagealen Übergangs sowie

Magenkarzinom

In einer randomisierten 4-armigen Phase III Studie (REAL-2 Studie) wurden 1002 Patienten mit

fortgeschrittenem oder metastatischem Ösophaguskarzinom, Karzinom des gastroösophagealen

Übergangs sowie Magenkarzinom aufgenommen und mit einer der 4 folgenden

Dreifachkombinationen behandelt: EOX = Epirubicin (50 mg/m² als Bolus am Tag 1 alle 3 Wochen),

Oxaliplatin (130 mg/m²) als zweistündige Infusion am Tag 1 alle 3 Wochen und Capecitabine (625

mg/m² zweimal täglich ohne Einnahmepause) oder EOF = Epirubicin und Oxaliplatin mit 5-FU (200

mg/m² täglich als kontinuierliche Infusion) oder ECX = Epirubicin, Cisplatin (60 mg/m²) als

zweistündige Infusion am Tag 1 alle 3 Wochen und Capecitabine 625 mg/m² zweimal täglich ohne

Einnahmepause) oder ECF = Epirubicin, Cisplatin mit 5-FU (200 mg/m² täglich als kontinuierliche

Infusion).

In Bezug auf das Gesamtüberleben, dem primären Studienendpunkt, zeigte die primäre

Wirksamkeitsanalyse in der per-Protokoll Population die Nicht-Unterlegenheit für Capecitabine vs.

5-FU basierte Arme (Hazard Ratio 0,86, 95% CI 0,80-0,99) und für Oxaliplatin vs. Cisplatin-basierte

Arme (Hazard Ratio 0,92, 95% CI 0,80-1,05). Das mediane Gesamtüberleben der per-Protokoll

Population war 10,9 Monate in den Capecitabine-enthaltenden Armen und 9,6 Monate in den 5-FU-

enthaltenden Armen sowie 10,0 Monate in Cisplatin-enthaltenden Armen und 10,4 Monate in den

Oxaliplatin-enthaltenden Armen.

Das mediane Gesamtüberleben EOX vs. EOF war 11,2 vs. 9,3 Monate und von ECX vs. ECF 9,9 vs.

9,9 Monate. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 7,0 (EOX), 6,5 (EOF), 6,7 (ECX) und

6,2 (ECF) Monate, die Ansprechrate lag bei 47,9%, 42,4%, 46,4% und 40,7%.

Kombinationstherapie – Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs

In Bezug auf die Kombination mit Herceptin und Cisplatin (ToGA Studie) siehe Fachinformation zu

Herceptin.

Pharmakokinetik

Die pharmakokinetischen Parameter für Capecitabine wurden in einem Dosisbereich von 502 bis

3514 mg/m²/Tag untersucht. Die an Tag 1 und Tag 14 bestimmten Parameter für Capecitabine und

die Metaboliten 5’-Desoxy-5-Fluorocytidin (5’-DFCR) und 5’-Desoxy-5-Fluorouridin (5’-DFUR)

waren vergleichbar. Die AUC von 5-FU war am Tag 14 um 30% bis 35% höher, stieg aber

nachfolgend nicht noch weiter an (Tag 22). Im therapeutischen Dosisbereich erwies sich die

Pharmakokinetik von Capecitabine und seinen Metaboliten mit Ausnahme von 5-FU als proportional

zur Dosis.

Absorption

Nach oraler Gabe wird Capecitabine von der Darmschleimhaut als intaktes Molekül schnell und

umfassend absorbiert. Anschliessend erfolgt eine rasche Metabolisierung. Eine Einnahme mit der

Nahrung verringert zwar die Geschwindigkeit der Capecitabine-Absorption; dies hat jedoch nur

geringen Einfluss auf die Fläche unter der Kurve (AUC) für 5’-DFUR und auf die AUC des

Folgemetaboliten 5-FU.

Bei einer am Tag 14 mit der Nahrung aufgenommenen Dosis von 1250 mg/m² betrug die

Spitzenkonzentration im Plasma (Cmax in µg/ml) für Capecitabine, 5’-DFCR, 5’-DFUR, 5-FU und

α-Fluoro-β-Alanin (FBAL, Metabolit von 5-FU) 4,47, 3,05, 12,1, 0,95 bzw. 5,46. Die Zeit bis zum

Erreichen der Spitzenkonzentration im Plasma (Tmax in Stunden) betrug 1,50, 2,00, 2,00, 2,00 bzw.

3,34. Die AUC0–∞-Werte in µg × h/ml lagen bei 7,75, 7,24, 24,6, 2,03 bzw. 36,3. Die Plasma-AUC

ist für 5-FU nach Gabe von Capecitabine 6–22-mal niedriger als nach Gabe eines intravenösen Bolus

5-FU (Dosis 600 mg/m²).

Distribution

In-vitro-Untersuchungen mit menschlichem Plasma haben gezeigt, dass Capecitabine, 5’-DFCR, 5’-

DFUR und 5-FU zu 54%, 10%, 62% bzw. 10% an Plasmaproteine, vornehmlich an Albumin,

gebunden werden.

Metabolismus

Capecitabine wird zunächst durch hepatische Carboxylesterasen zu 5’-Desoxy-5-Fluorocytidin (5’-

DFCR) metabolisiert, das wiederum durch die Cytidin-Desaminase, die sich hauptsächlich in der

Leber und in Tumorgeweben befindet, in 5’-Desoxy-5-Fluorouridin (5’-DFUR) umgewandelt wird.

In der Folge wird 5’-DFUR durch die Thymidinphosphorylase vorwiegend im Tumorgewebe und in

der Leber katalytisch zu 5-FU aktiviert.

Mit Ausnahme von 5-FU wurde für die Metaboliten von Capecitabine in vitro keine Zytotoxizität

nachgewiesen.

5-FU wird durch das Enzym Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) weiter zu dem deutlich

weniger toxischen Dihydro-5-fluorouracil (FUH2) katabolisiert. Das Enzym Dihydropyrimidinase

spaltet den Pyrimidin-Ring zu 5-Fluoroureidopropionsäure (FUPA). Schliesslich spaltet die β-

Ureido-Propionase FUPA zu α-Fluoro-β-Alanin (FBAL), das mit dem Urin ausgeschieden wird. Die

Aktivität der Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) ist geschwindigkeitsbestimmend. Ein Mangel

an DPD kann zu einer erhöhten Toxizität von Capecitabine führen (siehe «Kontraindikationen» und

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit von Capecitabine und den Metaboliten 5’-DFCR, 5’-DFUR, 5-FU und

FBAL beträgt 0,85, 1,11, 0,66, 0,76 bzw. 3,23 Stunden. Die Capecitabine-Metaboliten werden

vorwiegend mit dem Urin ausgeschieden (95,5% der verabreichten Dosis): Capecitabine (2,9%), 5’-

DFCR (7,2%), 5’-DFUR (11,1%), 5-FU (0,54%) und FBAL (57%). Die Ausscheidung mit den Fäzes

ist minimal (2,6%).

Kinetik spezieller Patientengruppen

Patienten mit Leberinsuffizienz aufgrund von Lebermetastasen

Es wurden keine klinisch relevanten Auswirkungen auf die biologische Aktivierung und die

Pharmakokinetik von Capecitabine bei Krebspatienten beobachtet, die aufgrund von

Lebermetastasen eine leichte bis mässige Beeinträchtigung der Leberfunktion aufwiesen (siehe

«Dosierung/Anwendung»).

Es liegen keine pharmakokinetischen Daten über Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz vor.

Patienten mit Niereninsuffizienz

In einer pharmakokinetischen Studie bei Krebspatienten mit leichter bis schwerer Niereninsuffizienz

gab es keinen Anhaltspunkt für Auswirkungen der Kreatininclearance auf die Pharmakokinetik der

intakten Wirksubstanz und 5-FU. Es wurde beobachtet, dass die Kreatininclearance die systemische

Exposition von 5’-DFUR (Erhöhung der AUC um 35% bei einer Erniedrigung der

Kreatininclearance um 50%) und von FBAL beeinflusste (Erhöhung der AUC um 114% bei einer

Erniedrigung der Kreatininclearance um 50%). Der Metabolit FBAL besitzt keine antiproliferative

Aktivität.

Ältere Patienten

Nach den Ergebnissen populationspharmakokinetischer Analysen, die Patienten in einem breiten

Altersbereich (27 bis 86 Jahre) und 234 Patienten (46%) mit einem Alter von mindestens 65 Jahren

umfasste, hat das Alter keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von 5’-DFUR und 5-FU. Die AUC

von FBAL nahm mit dem Alter zu. Ein 20%iges höheres Alter hat eine 15%ige Zunahme der AUC

von FBAL zur Folge. Diese Zunahme beruht wahrscheinlich auf einer Verminderung der

Nierenfunktion (siehe «Patienten mit Niereninsuffizienz»).

Pädiatrie

Zur Pharmakokinetik bei pädiatrischen Patienten liegen keine Daten vor.

Populationskinetische Analyse

Nach der Behandlung von 505 Patienten mit kolorektalem Karzinom mit Xeloda (1250 mg/m²

zweimal täglich) wurde eine populations-pharmakokinetische Analyse durchgeführt. Geschlecht,

Vorhandensein von Lebermetastasen zu Behandlungsbeginn, Karnofsky-Index, Gesamtbilirubin,

Serumalbumin, ASAT und ALAT hatten keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die

Pharmakokinetik von 5’-DFUR, 5-FU und FBAL.

Präklinische Daten

Reproduktion

Die Gabe von Capecitabine führte bei weiblichen Mäusen zu eingeschränkter Fertilität; während

einer 13-wöchigen Studie an männlichen Mäusen traten atrophische und degenerative

Veränderungen an den Reproduktionsorganen auf. Beide Befunde waren nach einem

behandlungsfreien Intervall reversibel.

Wie für andere Fluoropyrimidine bekannt, zeigte auch Capecitabine eine embryolethale und

teratogene Wirkung (Klasseneffekt).

Mutagenität

Capecitabine wirkte in vitro bei Bakterien (Ames Test) oder Säugerzellen (V79/HPRT) sowie in-

vivo im Maus-Mikronukleustest nicht mutagen. Wie andere Nukleosidanaloga erwies sich

Capecitabine jedoch in-vitro bei humanen Lymphozyten als klastogen.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit «EXP» bezeichneten Datum

verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 30 °C lagern.

Hinweise zur Entsorgung

Nach Therapieabschluss oder Verfall sind nicht verwendete Arzneimittel in der Originalpackung der

Abgabestelle (Arzt oder Apotheker) zur fachgerechten Entsorgung zu retournieren.

Zulassungsnummer

54657 (Swissmedic).

Packungen

Xeloda 150 mg Filmtabletten: 60 [A]

Xeloda 500 mg Filmtabletten: 120 [A]

Zulassungsinhaberin

Roche Pharma (Schweiz) AG, 4153 Reinach.

Stand der Information

August 2016.

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