Vetflurane 1000 mg/g Flüssigkeit zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Isofluran
Verfügbar ab:
Virbac
ATC-Code:
QN01AB06
INN (Internationale Bezeichnung):
isoflurane
Darreichungsform:
Flüssigkeit zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation
Zusammensetzung:
Isofluran 1000.0mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
401364.00.00

Fachinformation in Form der Zusammenfassung der Merkmale des Tierarzneimittels

(Summary of Product Characteristics)

1.

Bezeichnung des Tierarzneimittels:

Vetflurane 1000 mg/g Flüssigkeit zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung:

Jeder Milliliter enthält:

Wirkstoff:

1000 mg/g

Isofluran

Das Tierarzneimittel enthält keine sonstigen Bestandteile.

3.

Darreichungsform:

Flüssigkeit zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation

Klare, farblose Flüssigkeit

4.

Klinische Angaben:

4.1

Zieltierart(en):

Pferde, Hunde, Katzen, Ziervögel, Reptilien, Ratten, Mäuse, Hamster, Chinchillas,

Gerbile, Meerschweinchen und Frettchen

4.2

Anwendungsgebiete unter Angabe der Zieltierart(en):

Einleitung und Aufrechterhaltung einer Allgemeinnarkose.

4.3

Gegenanzeigen:

Nicht anwenden bei Tieren mit bekannter Disposition für maligne Hyperthermie.

Nicht anwenden bei Tieren mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Isofluran oder

andere halogenierte Substanzen.

4.4

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:

Bei Vögeln und auch bei kleinen Säugetieren wird der Stoffwechsel wegen der

vergleichsweise

großen

Körperoberfläche

durch

eine

Abnahme

Körpertemperatur besonders stark beeinflusst. Die Verstoffwechselung von

Arzneimitteln bei Reptilien ist langsam und hängt von der Umgebungstemperatur

Isofluran wird rasch resorbiert, verteilt und ausgeschieden. Isofluran wird

weitgehend unverändert über die Lunge ausgeschieden. Deshalb kann Isofluran bei

bestimmten Patientengruppen wie alten oder jungen Tieren und Tieren mit

eingeschränkter

Leber-,

Nieren-

oder

Herzfunktion

günstig

sein.

Narkoseverfahren sollte jedoch individuell angepasst werden.

4.5

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung:

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Isofluran hat geringe bis keine analgetischen Eigenschaften. Vor einem operativen

Eingriff ist für eine ausreichende Analgesie zu sorgen. Der weitere Bedarf des

Patienten an einer Analgesie sollte vor Beendigung der Allgemeinnarkose

berücksichtigt werden.

Der Einsatz des Tierarzneimittels bei herzkranken Patienten sollte nur nach

Durchführung einer Nutzen-Risiko- Analyse durch den Tierarzt erwogen werden.

Während der Narkose sind Atmung und Puls zu überwachen und die Atemwege frei

zu halten. Für eine gute Sauerstoffversorgung des Gewebes ist zu sorgen.

Bei Anwendung von Isofluran als Narkotikum bei Tieren mit Kopfverletzung ist

abzuwägen, ob eine künstliche Beatmung zur Aufrechterhaltung physiologischer

-Konzentrationen erforderlich ist, um einem möglichen Anstieg des zerebralen

Blutflusses entgegenzuwirken.

Da es sich bei Isofluran um ein Atemdepressivum handelt, sind die Atemfrequenz

und die Atemtiefe während der Narkose zu überwachen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Isofluran dürfen dieses

Tierarzneimittel nicht anwenden.

Narkotikum nicht einatmen.

Anwender sollten bei ihrer nationalen Behörde die beruflichen Expositionsstandards

für Isofluran erfragen.

Operations- und Aufwachräume müssen mit einer adäquaten Belüftung oder

Auffangsystemen ausgestattet sein, um eine Ansammlung von Narkosegasen zu

verhindern. Alle Auffang-/Absaugsysteme müssen vorschriftsmäßig gewartet sein.

Schwangere und stillende Mütter dürfen nicht mit dem Tierarzneimittel in Kontakt

kommen und sollten Operations- und Aufwachräume für die Tiere nicht betreten.

vermeiden

sind

eine

längere

Einleitung

Aufrechterhaltung

Inhalationsnarkose mit einer Maske.

Nach Möglichkeit sollte das Tierarzneimittel während der Aufrechterhaltung der

Allgemeinnarkose über einen geblockten Endotrachealtubus verabreicht werden.

Zum Schutz der Umgebung gilt es als gute Praxis, Kohlefilter mit geeigneter

Abfangvorrichtung zu verwenden.

Besondere Sorgfalt ist erforderlich bei der Entnahme von Isofluran. Verschüttete

Substanz muss sofort mit einem inerten absorbierenden Material (z. B. Sägemehl)

aufgenommen werden.

Spritzer auf der Haut und in den Augen unverzüglich ab- bzw. auswaschen und

Kontakt mit dem Mund vermeiden.

Exposition ist unverzüglich die betroffene Person von der Expositionsquelle zu

entfernen, ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett

vorzuzeigen.

Halogenierte Inhalationsnarkotika können Leberschäden hervorrufen. Im Fall von

Isofluran handelt es sich um eine idiosynkratische Reaktion, die sehr selten nach

wiederholter Exposition auftreten kann.

Hinweis für Ärzte:

Atemwege frei

halten und eine symptomatische und

unterstützende

Therapie

einleiten.

beachten

ist,

dass Adrenalin

Katecholamine Herzrhythmusstörungen hervorrufen können.

4.6

Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere):

Isofluran verursacht eine dosisabhängige Hypotonie und Atemdepression.

Nur selten wurden Herzrhythmusstörungen und eine vorübergehende Bradykardie

beschrieben.

Sehr selten wurde maligne Hyperthermie bei entsprechend disponierten Tieren

beschrieben.

Tiere mit Atemstillstand sollten mittels assistierter Beatmung behandelt werden.

Im Fall eines Herzstillstands ist eine vollständige kardiopulmonale Reanimation

durchzuführen.

Das Auftreten von Nebenwirkungen nach Anwendung von Vetflurane 1000 mg/g

Flüssigkeit zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation sollte dem Bundesamt für

Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Mauerstr. 39 - 42, 10117 Berlin oder

dem pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt werden. Meldebögen können

kostenlos unter o. g. Adresse oder per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert

werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung (Online-

Formular auf der Internetseite http://vet-uaw.de).

4.7

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode:

Trächtigkeit:

Nur anwenden nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden

Tierarzt. Isofluran hat sich als sicheres Narkotikum während der Schnittentbindung

bei Hunden und Katzen erwiesen.

Laktation:

anwenden

nach

entsprechender

Nutzen-Risiko-Bewertung

durch

behandelnden Tierarzt.

4.8

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Beim Menschen wird die Wirkung von Isofluran durch gleichzeitige Inhalation von

Lachgas verstärkt. Eine ähnliche Wirkungsverstärkung kann auch bei Tieren

erwartet werden.

Die gleichzeitige Verabreichung von Sedativa oder Analgetika kann die für die

Einleitung und Aufrechterhaltung der Narkose erforderliche Isofluran-Konzentration

reduzieren.

Bei Pferden wird beschrieben, dass Detomidin und Xylazin die MAC (minimale

alveoläre Konzentration) für Isofluran herabsetzen.

Hunden wird beschrieben, dass Morphin, Oxymorphon, Acepromazin,

Medetomidin plus Midazolam die MAC für Isofluran herabsetzen. Die gleichzeitige

Gabe von Midazolam/Ketamin während einer Isofluran-Narkose kann ausgeprägte

kardiovaskuläre Effekte haben, insbesondere eine arterielle Hypotonie. Der

depressive Effekt von Propanolol auf die Kontraktilität des Myokards ist während

der Anästhesie mit Isofluran reduziert, was auf eine moderate β-Rezeptoraktivität

hinweist.

Bei mit Isofluran narkotisierten Katzen wird beschrieben, dass die intravenöse

Applikation von Midazolam-Butorphanol mehrere kardio-respiratorische Parameter

verändert. Das trifft ebenso bei epidural verabreichtem Fentanyl und Medetomidin

zu. Isofluran führt nachweislich zu einer Herabsetzung der Sensibilität des Herzens

gegenüber Adrenalin (Epinephrin).

Bei Kakadus wird beschrieben, dass Butorphanol die MAC für Isofluran herabsetzt.

Bei Tauben wird beschrieben, dass Midazolam die MAC für Isofluran herabsetzt.

Für Reptilien und Kleinsäuger liegen keine entsprechenden Daten vor.

Isofluran sensibilisiert das Myokard in geringerem Maße für die Wirkung

zirkulierender arrhythmogener Katecholamine als Halothan.

Bei der Reaktion von Isofluran mit ausgetrockneten Kohlendioxid-Absorbern kann

Kohlenmonoxid entstehen.

4.9

Dosierung und Art der Anwendung:

Isofluran sollte mit Hilfe eines genau kalibrierten Verdampfers in einem geeigneten

Narkosekreislauf angewendet werden, da sich die Tiefe der Narkose schnell und

leicht ändern kann.

Isofluran kann mit Sauerstoff oder Sauerstoff-/Lachgasgemischen verabreicht

werden.

Die unten für die Zieltierarten aufgeführten Werte für die MAC (minimale alveoläre

Konzentration) oder die wirksame Dosis ED

und die Konzentrationsempfehlungen

dienen lediglich als Richtlinie oder Ausgangspunkt. Die in der Praxis tatsächlich

erforderlichen Konzentrationen hängen von zahlreichen Variablen ab, u. a. vom

gleichzeitigen Einsatz anderer Arzneimittel während der Narkose und vom

klinischen Zustand des Patienten.

Isofluran kann zusammen mit anderen Wirkstoffen eingesetzt werden, die

üblicherweise

Narkoseverfahren

für

Prämedikation,

Einleitung

Schmerzbehandlung verwendet werden. Einige spezifische Beispiele sind in den

Informationen zu den einzelnen Tierarten aufgeführt.

Die Ausleitung einer Narkose mit Isofluran verläuft in der Regel reibungslos und

schnell. Der Analgesiebedarf des jeweiligen Patienten sollte bereits vor Ausleitung

der Allgemeinnarkose berücksichtigt werden.

Die gleichzeitige Anwendung sedativer oder analgetischer Wirkstoffe senkt

wahrscheinlich die für die Einleitung und Aufrechterhaltung der Narkose

erforderliche Isofluran-Konzentration.

PFERD

Die MAC für Isofluran liegt beim Pferd bei ca. 1,31%.

Prämedikation:

Isofluran kann zusammen mit anderen Wirkstoffen verwendet werden, die bei

veterinärmedizinischen Narkosen üblich sind. Folgende Wirkstoffe sind mit Isofluran

verträglich: Acepromazin, Butorphanol, Detomidin, Diazepam, Dobutamin, Dopamin,

Guaifenesin, Ketamin, Morphin, Pethidin, Thiamylal, Thiopental und Xylazin. Die

Prämedikation ist den individuellen Bedürfnissen des Patienten entsprechend zu

wählen. Jedoch sollten die unten aufgeführten möglichen Wechselwirkungen

berücksichtigt werden.

Wechselwirkungen:

Siehe Abschnitt 4.8.

Einleitung

Da es normalerweise nicht praktikabel ist, eine Narkose bei adulten Pferden mittels

Isofluran einzuleiten, sollte die Einleitung mit einem kurz wirkenden Barbiturat, wie

z. B. Thiopental-Natrium, Ketamin oder Guaifenesin, erfolgen. Anschließend kann

Isofluran in Konzentrationen von 3-5% verabreicht werden, um die gewünschte

Narkosetiefe innerhalb von 5-10 Minuten herbeizuführen.

Isofluran kann in Konzentrationen von 3-5% bei gleichzeitig hoher Sauerstoffzufuhr

zur Narkoseeinleitung bei Fohlen angewendet werden.

Erhaltung

Die Narkose kann mit Isofluran-Konzentrationen von 1,5-2,5% aufrechterhalten

werden.

Ausleitung

Die Ausleitung verläuft in der Regel reibungslos und schnell.

HUND

Die MAC für Isofluran liegt beim Hund bei ca. 1,28%.

Prämedikation:

Isofluran kann zusammen mit anderen Wirkstoffen verwendet werden, die bei

veterinärmedizinischen Narkosen üblich sind. Folgende Wirkstoffe sind mit Isofluran

verträglich: Acepromazin, Atropin, Butorphanol, Buprenorphin,

Bupivacain, Diazepam, Dobutamin, Ephedrin, Epinephrin, Glycopyrrolat, Ketamin,

Medetomidin,

Midazolam,

Methoxamin,

Oxymorphon,

Propofol,

Thiamylal,

Thiopental und Xylazin. Die Prämedikation ist den individuellen Bedürfnissen des

Patienten entsprechend zu wählen. Jedoch sollten die unten aufgeführten

möglichen Wechselwirkungen berücksichtigt werden.

Wechselwirkungen:

Siehe Abschnitt 4.8.

Einleitung

Die Einleitung kann über eine Gesichtsmaske mit einer Isofluran-Konzentration von

bis zu 5% mit oder ohne Prämedikation vorgenommen werden.

Erhaltung

Die Narkose kann mit Isofluran-Konzentrationen von 1,5-2,5% aufrechterhalten

werden.

Ausleitung

Die Ausleitung verläuft in der Regel reibungslos und schnell.

KATZE

Die MAC für Isofluran liegt bei der Katze bei ca. 1,63%.

Prämedikation:

Isofluran kann zusammen mit anderen Wirkstoffen verwendet werden, die bei

veterinärmedizinischen Narkosen üblich sind. Folgende Wirkstoffe sind mit Isofluran

verträglich: Acepromazin, Atropin, Diazepam, Ketamin und Oxymorphon. Die

Prämedikation ist den individuellen Bedürfnissen des Patienten entsprechend zu

wählen. Jedoch sollten die unten aufgeführten möglichen Wechselwirkungen

berücksichtigt werden.

Wechselwirkungen:

Siehe Abschnitt 4.8.

Einleitung

Die Einleitung kann über eine Gesichtsmaske mit einer Isofluran-Konzentration von

bis zu 4 %, mit oder ohne Prämedikation, vorgenommen werden.

Erhaltung

Die Narkose kann mit einer Isofluran-Konzentration von 1,5-3% aufrechterhalten

werden.

Ausleitung

Die Ausleitung verläuft in der Regel reibungslos und schnell.

ZIERVÖGEL

Es wurden bisher nur wenige MAC/ED

-Werte protokolliert. Beispiele sind 1,34%

beim Kanadakranich (Grus canadensis), 1,45% bei der Brieftaube (reduziert auf

0,89% bei Gabe von Midazolam) und 1,44% bei Kakadus, reduziert auf 1,08% bei

Gabe des Schmerzmittels Butorphanol.

Der Einsatz von Isofluran als Narkotikum wird bei vielen Arten beschrieben, von

kleinen Vögeln, wie z. B. Zebrafinken, bis hin zu großen Vögeln, wie z. B. Geiern,

Adlern und Schwänen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen

In der Fachliteratur wird beschrieben, dass Propofol mit einer Isofluran-Narkose bei

Schwänen kompatibel ist.

Wechselwirkungen:

Siehe Abschnitt 4.8.

Einleitung

Die Narkoseeinleitung mit einer Isofluran-Konzentration von 3 bis 5% verläuft in der

Regel schnell. Die Narkoseeinleitung mit Propofol, gefolgt von Isofluran zur

Erhaltung, wird bei Schwänen beschrieben.

Erhaltung

Die für die Aufrechterhaltung der Narkose erforderliche Dosis hängt von der

jeweiligen Tierart und vom einzelnen Tier ab. In der Regel gelten 2-3% als geeignet

und sicher.

Bei einigen Storch- und Reiherarten sind unter Umständen lediglich 0,6-1%

notwendig.

Bei einigen Geiern und Adlern können bis zu 4-5% erforderlich sein.

Für einige Enten und Gänse kann die erforderliche Dosis bei 3,5-4 % liegen.

In der Regel reagieren Vögel sehr schnell auf Veränderungen der Isofluran-

Konzentration.

Ausleitung

Die Ausleitung verläuft in der Regel reibungslos und schnell.

REPTILIEN

Laut Literatur wird Isofluran bei einer großen Bandbreite von Reptilien angewendet

(z. B. verschiedene Arten von Echsen, Schildkröten, Leguanen, Chamäleons und

Schlangen).

Für den Wüstenleguan wurde eine ED

von 3,14% bei 35°C und 2,83% bei 20°C

bestimmt.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen

Siehe Abschnitt 4.8.

Einleitung

Die Einleitung gelingt mit einer Isofluran-Konzentration von 2-4% in der Regel

schnell.

Erhaltung

Eine Isofluran-Konzentration von 1-3% hat sich als sinnvoll erwiesen.

Ausleitung

Die Ausleitung verläuft in der Regel reibungslos und schnell.

RATTEN, MÄUSE, HAMSTER, CHINCHILLAS, GERBILE, MEER-SCHWEINCHEN

UND FRETTCHEN

Die MAC wird in der Literatur für Mäuse mit 1,34% und für Ratten mit 1,38%, 1,46%

und 2,4% angegeben.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen

Siehe Abschnitt 4.8.

Einleitung

Isofluran-Konzentration 2-3%.

Erhaltung

Isofluran-Konzentration 0,25-2%.

Ausleitung

Die Ausleitung verläuft in der Regel reibungslos und schnell.

Tierart

(% Isofluran)

Einleitung

Isofluran)

Aufrecht-

erhaltung

(% Isofluran)

Ausleitung

Pferd

1,31

3,0 - 5,0

(Fohlen)

1,5 - 2,5

reibungslos

und schnell

Hund

1,28

bis 5,0

1,5 - 2,5

reibungslos

und schnell

Katze

1,63

bis 4,0

1,5 - 3,0

reibungslos

und schnell

Ziervögel

siehe

Angaben zur

Dosierung

3,0 - 5,0

siehe

Angaben zur

Dosierung

reibungslos

und schnell

Reptilien

siehe

Angaben zur

Dosierung

2,0 - 4,0

1,0 - 3,0

reibungslos

und schnell

Ratten, Mäuse,

Hamster, Chinchillas,

Gerbile,

Meerschweinchen und

Frettchen

1,34 (Maus)

1,38/1,46/2,

40 (Ratte)

2,0 - 3,0

0,25 - 2,0

reibungslos

und schnell

4.10

Überdosierung

(Symptome,

Notfallmaßnahmen

und

Gegenmittel),

falls

erforderlich:

Die Überdosierung von Isofluran kann zu schwerer Atemdepression führen. Daher

muss die Atmung sorgfältig überwacht und, wenn erforderlich, durch zusätzlich

verabreichten Sauerstoff und/oder künstliche Beatmung unterstützt werden.

In Fällen einer schweren kardiopulmonalen Depression sollte die Isofluran-Zufuhr

gestoppt, der Atemkreislauf mit Sauerstoff gespült, die freie Durchgängigkeit der

Atemwege sichergestellt und eine assistierte oder kontrollierte Beatmung mit reinem

Sauerstoff eingeleitet werden. Eine kardiovaskuläre Depression sollte durch

Plasmaexpander,

Vasopressoren,

Antiarrhythmika

oder

andere

geeignete

Therapiemaßnahmen behandelt werden.

4.11

Wartezeit(en):

Pferd:

Essbare Gewebe:

2 Tage

Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen

ist.

5.

Pharmakologische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Allgemeinanästhetika

Halogenierte

Kohlenwasserstoffe, Isofluran

ATCvet Code:

QN01AB06

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften:

Isofluran ruft aufgrund seiner Wirkung auf das zentrale Nervensystem eine

Bewusstlosigkeit

hervor.

Isofluran besitzt

geringe bis

keine

analgetischen

Eigenschaften.

Wie andere Inhalationsnarkotika dieses Typs führt Isofluran zu einer Senkung der

Atem- und Herz-Kreislaufaktivität.

5.2

Angaben zur Pharmakokinetik:

Isofluran wird nach Inhalation rasch resorbiert und schnell über das Blut in andere

Gewebe einschließlich Gehirn verteilt. Der Blut-/Gas-Verteilungskoeffizient bei 37°C

beträgt 1,4. Die Resorption und Verteilung von inhaliertem Isofluran sowie die

Ausscheidung von nicht metabolisiertem Isofluran über die Lunge geschehen sehr

schnell. Aus klinischer Sicht ermöglichen diese pharmakokinetischen Eigenschaften

eine rasche Narkoseeinleitung und -ausleitung und erlauben eine leichte und

schnelle Veränderung der Narkosetiefe.

Nahezu die Gesamtmenge des verabreichten Isoflurans wird unverändert über die

Lunge ausgeschieden. Ein minimaler Anteil des verabreichten Isoflurans (ca. 0,2%)

wird vorwiegend zu anorganischen Fluoriden metabolisiert.

6.

Pharmazeutische Angaben

6.1

Verzeichnis der sonstigen Bestandteile:

Keine.

6.2

Inkompatibilitäten:

Isofluran

wurde

berichtet,

dass

trockenen

Kohlendioxid-

Absorptionsmitteln interagiert und Kohlenmonoxid bildet. Um das Risiko der Bildung

von Kohlenmonoxid in Beatmungskreisläufen und die Möglichkeit von erhöhten

Carboxyhämoglobinwerten zu minimieren, sollten Kohlendioxid-Absorptionsmittel

niemals austrocknen.

6.3

Dauer der Haltbarkeit:

Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis:

2 Jahre

6.4

Besondere Lagerungshinweise:

Nicht über 25 °C lagern.

Vor direktem Sonnenlicht und direkter Hitze schützen.

In der Originalverpackung aufbewahren. Behältnis fest verschlossenen halten.

6.5

Art und Beschaffenheit des Behältnisses:

100 ml und 250 ml Braunglasflaschen (Glasart III) mit Schraubverschluss

(ausgekleidet mit Polyethylen)

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung nicht verwendeter

Tierarzneimittel oder bei der Anwendung entstehender Abfälle:

Nicht

aufgebrauchte

Tierarzneimittel

sind

vorzugsweise

Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem

Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese

Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw.

über die Kanalisation entsorgt werden.

7.

Zulassungsinhaber:

VIRBAC SA

1ére Avenue L.I.D. 2065m

06516 CARROS CEDEX

Frankreich

8.

Zulassungsnummer:

9.

Datum der Erteilung der Erstzulassung / Verlängerung der Zulassung:

10.

Stand der Information

11.

Verbot des Verkaufs, der Abgabe und/oder der Anwendung

Nicht zutreffend.

12.

Verschreibungsstatus / Apothekenpflicht

Verschreibungspflichtig

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