Venofer Injektionslösung/Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Wirkstoff:
Eisen(III)-hydroxid-Sucrose-Wasser-Komplex
Verfügbar ab:
EurimPharm Arzneimittel GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Iron(III) hydroxide-Sucrose-water complex
Darreichungsform:
Injektionslösung/Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Zusammensetzung:
Eisen(III)-hydroxid-Sucrose-Wasser-Komplex 2700.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
80585.00.00

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Atorvastatin Aurobindo 10 mg Filmtabletten

Atorvastatin Aurobindo 20 mg Filmtabletten

Atorvastatin Aurobindo 40 mg Filmtabletten

Atorvastatin Aurobindo 80 mg Filmtabletten

Atorvastatin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Atorvastatin Aurobindo und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Atorvastatin Aurobindo beachten?

3. Wie ist Atorvastatin Aurobindo einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Atorvastatin Aurobindo aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Atorvastatin Aurobindo und wofür wird es angewendet?

Atorvastatin Aurobindo gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Statine

bezeichnet werden und die Blutfette (Lipide) regulieren.

Atorvastatin Aurobindo wird angewendet, um die Blutfette, die als Cholesterin oder

Triglyzeride bezeichnet werden, zu verringern, falls eine fettarme Ernährung und eine

Umstellung des Lebensstils allein nicht ausreichen. Wenn Sie ein erhöhtes Risiko für

Herzkrankheiten haben, kann Atorvastatin Aurobindo auch zur Verringerung dieses

Risikos bei normalen Cholesterinwerten angewendet werden. Während der Behandlung

sollten Sie die übliche cholesterinbewusste Ernährung fortführen.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Atorvastatin Aurobindo beachten?

Atorvastatin Aurobindo darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Atorvastatin, ähnliche Arzneimittel zur

Senkung der Blutfette, Erdnüsse, Soja oder einen sonstigen Bestandteil dieses

Arzneimittels sind (siehe Abschnitt 6.),

wenn Sie eine Lebererkrankung haben oder hatten,

wenn bei Ihnen im Leberfunktionstest ohne klare Ursache Veränderungen der

Leberwerte aufgetreten sind,

wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, und keine zuverlässige

Schwangerschaftsverhütung betreiben,

wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden möchten,

wenn Sie stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal,

bevor Sie Atorvastatin Aurobindo einnehmen.

Im Folgenden werden Gründe genannt, aus denen Atorvastatin Aurobindo für Sie nicht

geeignet sein könnte:

wenn Sie bereits einmal einen Schlaganfall mit Einblutungen ins Gehirn erlitten

haben, oder wenn von früheren Schlaganfällen kleine Flüssigkeitseinschlüsse im

Gehirn zurückgeblieben sind,

wenn Sie Probleme mit den Nieren haben,

wenn Sie an einer Unterfunktion der Schilddrüse leiden,

wenn Sie wiederholte oder unklare Muskelbeschwerden oder -schmerzen hatten oder

bei Ihnen oder bei nahen Verwandten Muskelerkrankungen aufgetreten sind,

wenn bei Ihnen in der Vergangenheit Muskelerkrankungen im Zusammenhang mit

der Anwendung anderer blutfettsenkender Arzneimittel (z. B. anderer Statine oder

Fibrate) aufgetreten sind,

wenn Sie regelmäßig große Mengen Alkohol trinken,

wenn Sie eine Lebererkrankung in Ihrer Vorgeschichte haben,

wenn Sie älter als 70 Jahre sind.

Sprechen Sie vor der Behandlung mit Atorvastatin Aurobindo mit Ihrem Arzt oder

Apotheker,

wenn Sie an schwerer Atemnot leiden.

Wenn einer dieser Gründe bei Ihnen zutrifft, wird Ihr Arzt vor und möglicherweise auch

während Ihrer Behandlung mit Atorvastatin Aurobindo eine Blutuntersuchung durchführen,

um Ihr Risiko für Nebenwirkungen an der Muskulatur abschätzen zu können. Es ist

bekannt, dass das Risiko für Nebenwirkungen an der Muskulatur (z. B. für

Rhabdomyolyse) ansteigt, wenn bestimmte Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden

(siehe Abschnitt 2. „Bei Einnahme von Atorvastatin Aurobindo zusammen mit anderen

Arzneimitteln“).

Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Apotheker, wenn bei Ihnen anhaltende

Muskelschwäche auftritt. Zur Diagnose und Behandlung dieses Zustands sind

möglicherweise weitere Untersuchungen und Arzneimittel notwendig.

Während der Behandlung mit diesem Arzneimittel wird Ihr Arzt Sie engmaschig darauf

überwachen, ob Sie an Diabetes leiden oder ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für Diabetes

aufweisen. Die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, ist groß, wenn Ihre

Blutzucker- und Blutfettspiegel hoch sind, wenn Sie Übergewicht haben und wenn Ihr

Blutdruck erhöht ist.

Einnahme von Atorvastatin Aurobindo zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel

einzunehmen.

Manche Arzneimittel verändern die Wirkung von Atorvastatin Aurobindo, oder ihre eigene

Wirkung wird durch Atorvastatin Aurobindo verändert. Derartige Wechselwirkungen

können dazu führen, dass die Wirksamkeit eines oder beider Arzneimittel nachlässt.

Genauso können sie dazu führen, dass das Risiko oder die Schwere von

Nebenwirkungen einschließlich eines schweren Muskelschwunds, der als Rhabdomyolyse

in Abschnitt 4. beschrieben wird, erhöht ist:

Arzneimittel, die Ihr körpereigenes Abwehrsystem beeinflussen (z. B. Ciclosporin)

Bestimmte Antibiotika oder Arzneimittel gegen Pilzinfektionen (z. B. Erythromycin,

Clarithromycin, Telithromycin, Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol, Fluconazol,

Posaconazol, Rifampicin, Fusidinsäure)

Andere Arzneimittel zur Regulierung der Blutfettwerte (z. B. Gemfibrozil, andere

Fibrate, Colestipol)

Einige Kalziumantagonisten gegen Angina pectoris oder hohen Blutdruck (z. B.

Amlodipin, Diltiazem); Arzneimittel, die Ihren Herzschlag regulieren (z. B. Digoxin,

Verapamil, Amiodaron)

Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen (z. B. Ritonavir, Lopinavir,

Atazanavir, Indinavir, Darunavir, die Kombination Tipranavir/Ritonavir usw.)

Manche Arzneimittel zur Behandlung der Hepatitis C (z. B. Telaprevir)

Weitere Arzneimittel mit bekannten Wechselwirkungen mit Atorvastatin Aurobindo

sind u. a. Ezetimib (zur Cholesterinsenkung), Warfarin (zur Verhinderung von

Blutgerinnseln), orale Kontrazeptiva (die „Pille“), Stiripentol (zur Verhinderung von

Krampfanfällen bei Epilepsie), Cimetidin (bei Sodbrennen und Magengeschwüren),

Phenazon (ein Schmerzmittel), Colchicin (zur Gicht-Behandlung) und Antazida

(aluminium- oder magnesiumhaltige Arzneimittel gegen Magenverstimmung)

Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel: Johanniskraut

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen

oder kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Einnahme von Atorvastatin Aurobindo zusammen mit Nahrungsmitteln und

Getränken

Wie Atorvastatin Aurobindo einzunehmen ist, wird in Abschnitt 3. beschrieben. Bitte

berücksichtigen Sie außerdem die folgenden Hinweise:

Grapefruitsaft

Trinken Sie nie mehr als ein oder zwei kleine Gläser Grapefruitsaft am Tag, da große

Mengen an Grapefruitsaft die Wirkungen von Atorvastatin Aurobindo verändern können.

Alkohol

Vermeiden Sie übermäßigen Alkoholkonsum, während Sie dieses Arzneimittel

einnehmen. Näheres siehe Abschnitt 2. “Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen”

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Sie dürfen Atorvastatin Aurobindo nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder

schwanger werden möchten.

Sie dürfen Atorvastatin Aurobindo nicht einnehmen, wenn Sie im gebärfähigen Alter sind,

es sei denn, Sie wenden zuverlässige Maßnahmen zur Schwangerschaftsverhütung an.

Sie dürfen Atorvastatin Aurobindo nicht einnehmen, wenn Sie stillen.

Die Sicherheit von Atorvastatin während Schwangerschaft und Stillzeit wurde bisher nicht

nachgewiesen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Normalerweise beeinflusst dieses Arzneimittel Ihre Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen nicht. Sie dürfen jedoch nicht Auto fahren, wenn dieses

Arzneimittel Ihre Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigt. Auch dürfen Sie keine Werkzeuge

oder Maschinen bedienen, wenn Ihre Fähigkeit, diese zu benutzen, beeinträchtigt ist.

Atorvastatin Aurobindo enthält Lactose-Monohydrat und entölte Phospholipide aus

Sojabohnen

Bitte nehmen Sie Atorvastatin Aurobindo erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn

Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern

leiden.

Dieses Arzneimittel enthält entölte Phospholipide aus Sojabohnen. Sie dürfen dieses

Arzneimittel nicht einnehmen, wenn Sie allergisch gegen Erdnüsse oder Soja sind.

3. Wie ist Atorvastatin Aurobindo einzunehmen?

Ihr Arzt wird Sie vor Behandlungsbeginn auf eine cholesterinarme Ernährung umstellen,

die Sie auch während der Behandlung mit Atorvastatin Aurobindo beibehalten sollen.

Die übliche Anfangsdosierung von Atorvastatin Aurobindo beträgt 10 mg einmal täglich

bei Erwachsenen und Kindern ab 10 Jahren. Diese kann bei Bedarf von Ihrem Arzt erhöht

werden, bis Sie die Dosis erhalten, die Sie benötigen. Ihr Arzt wird die Dosierung in

Zeitabständen von 4 Wochen oder mehr anpassen. Die Höchstdosis von Atorvastatin

Aurobindo beträgt 80 mg einmal täglich für Erwachsene und 20 mg einmal täglich für

Kinder.

Nehmen Sie die Atorvastatin-Aurobindo-Tabletten unzerkaut mit einem Glas Wasser ein.

Die Einnahme kann zu jeder Tageszeit unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Sie

sollten aber versuchen, Ihre Tablette jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Die Dauer der Behandlung mit Atorvastatin Aurobindo wird von Ihrem Arzt

bestimmt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von

Atorvastatin Aurobindo zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Atorvastatin Aurobindo eingenommen haben,

als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Atorvastatin-Aurobindo-Tabletten (mehr als Ihre übliche

Tagesdosis) eingenommen haben, fragen Sie bei Ihrem Arzt oder dem nächstgelegenen

Krankenhaus um Rat.

Wenn Sie die Einnahme von Atorvastatin Aurobindo vergessen haben

Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie einfach zum üblichen Zeitpunkt

die nächste Dosis ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige

Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Atorvastatin Aurobindo abbrechen

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben oder die Einnahme

von Atorvastatin Aurobindo abbrechen wollen, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn bei Ihnen eine der folgenden schweren Nebenwirkungen auftritt, brechen Sie

die Tabletteneinnahme ab und informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder suchen

Sie die nächstgelegene Krankenhaus-Notfallaufnahme auf.

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen):

Schwerwiegende allergische Reaktionen mit Schwellungen im Bereich des

Gesichtes, der Zunge und des Rachens, die zu schweren Atemproblemen führen

können.

Ernste Erkrankungen mit Erscheinungen wie z. B. schwere Hautablösung und

Schwellung der Haut, Blasenbildung auf der Haut, im Mund, im Genitalbereich und

um die Augen und Fieber. Fleckiger, roter Hautausschlag speziell auf den

Handflächen und Fußsohlen, möglicherweise mit Blasenbildung.

Muskelschwäche, Empfindlichkeit oder Schmerzen in der Muskulatur, besonders,

wenn dies mit Unwohlsein oder erhöhter Temperatur verbunden ist, kann durch einen

krankhaften Muskelschwund verursacht werden, der lebensbedrohlich sein und zu

Nierenproblemen führen kann

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen):

Wenn Sie Probleme mit unerwarteten oder ungewöhnlichen Blutungen oder

Blutergüssen haben, kann dies auf Leberschäden hinweisen. Dann müssen Sie so

schnell wie möglich Ihren Arzt aufsuchen.

Weitere Nebenwirkungen, die unter Atorvastatin Aurobindo auftreten können:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Entzündung der Luftwege in der Nase, Halsschmerzen, Nasenbluten

allergische Reaktionen

Anstieg des Blutzuckerspiegels (wenn Sie Diabetiker sind, sollten Sie Ihren

Blutzuckerspiegel weiterhin genau überwachen), Anstieg der Kreatininphosphokinase

im Blut

Kopfschmerzen

Übelkeit, Verstopfung, Blähungen, Verdauungsstörungen, Durchfall

Gelenk-, Muskel- und Rückenschmerzen

Ergebnisse von Blutuntersuchungen, die möglicherweise auf eine gestörte

Leberfunktion hinweisen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Appetitlosigkeit (Anorexie), Gewichtszunahme, Senkung des Blutzuckerspiegels

(wenn Sie Diabetiker sind, sollten Sie Ihren Blutzuckerspiegel weiterhin genau

überwachen)

Alpträume, Schlaflosigkeit

Benommenheit, Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Fingern oder Zehen,

herabgesetzte Empfindung der Haut auf leichte Berührungsreize oder Schmerzen,

Störungen des Geschmacksempfindens, Gedächtnisverlust

Verschwommenes Sehen

Ohrgeräusche und/oder Geräusche im Kopf

Erbrechen, Aufstoßen, Oberbauch- oder Unterbauchschmerzen, Entzündung der

Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), was zu Magenschmerzen führt

Leberentzündung (Hepatitis)

Ausschlag, Hautausschlag und Juckreiz, Nesselsucht, Haarausfall

Nackenschmerzen, Muskelschwäche

Erschöpfung, Unwohlsein, Schwächegefühl, Schmerzen im Brustkorb, Schwellungen

besonders im Knöchelbereich (Ödeme), erhöhte Temperatur

Positiver Test auf weiße Blutzellen im Urin

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen):

Sehstörungen

Ungewöhnliche Blutungen oder Blutergüsse

Gelbfärbung der Haut oder des Weißen im Auge (Cholestase)

Sehnenverletzungen

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen):

Eine bestimmte allergische Reaktion mit Beschwerden wie plötzliche keuchende

Atmung und Schmerzen oder Engegefühl im Brustbereich, Anschwellen der

Augenlider, des Gesichts, der Lippen, des Mundes, der Zunge oder des Rachens,

Atembeschwerden, Ohnmachtsanfälle

Hörverlust

Brustvergrößerung bei Mann und Frau (Gynäkomastie)

Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit:

Anhaltende Muskelschwäche

Mögliche Nebenwirkungen, über die bei Anwendung mancher Statine (Medikamente

desselben Typs) berichtet wurde:

Störungen der Sexualfunktion

Depressionen

Atemprobleme, beispielsweise anhaltender Husten und/oder Kurzatmigkeit oder

Fieber

Diabetes (Zuckerkrankheit) Die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, ist

erhöht, wenn Ihre Blutzucker- und Blutfettspiegel hoch sind, wenn Sie Übergewicht

und hohen Blutdruck haben. Während der Einnahme dieses Arzneimittels wird Ihr

Arzt Sie überwachen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker

oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in

dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Atorvastatin Aurobindo aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Atorvastatin Aurobindo enthält

Der Wirkstoff ist: Atorvastatin.

Atorvastatin Aurobindo 10 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 10 mg Atorvastatin (als Atorvastatin-Hemicalcium 1,5 H

Atorvastatin Aurobindo 20 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 20 mg Atorvastatin (als Atorvastatin-Hemicalcium 1,5 H

Atorvastatin Aurobindo 40 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 40 mg Atorvastatin (als Atorvastatin-Hemicalcium 1,5 H

Atorvastatin Aurobindo 80 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 80 mg Atorvastatin (als Atorvastatin-Hemicalcium 1,5 H

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Mannitol (Ph. Eur.), Copovidon, Natriumcarbonat, Croscarmellose-

Natrium, Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat,

Natriumdodecylsulfat, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat

(Ph. Eur.) [pflanzlich]

Filmüberzug:

Poly(vinylalkohol), Titandioxid (E171), Talkum, entölte Phospholipide

aus Sojabohnen, Xanthangummi

Wie Atorvastatin Aurobindo aussieht und Inhalt der Packung

Filmtablette

Atorvastatin Aurobindo 10 mg Filmtabletten

Weiße, ellipsenförmige [9,8 mm x 5,2 mm] Filmtabletten mit der Prägung „Y“ auf der einen

und „77“ auf der anderen Seite.

Atorvastatin Aurobindo 20 mg Filmtabletten

Weiße, ellipsenförmige [12,3 mm x 6,5 mm] Filmtabletten mit der Prägung „Y“ auf der

einen und „78“ auf der anderen Seite.

Atorvastatin Aurobindo 40 mg Filmtabletten

Weiße, ellipsenförmige [15,5 mm x 8,1 mm] Filmtabletten mit der Prägung „Y“ auf der

einen und „79“ auf der anderen Seite.

Atorvastatin Aurobindo 80 mg Filmtabletten

Weiße, ellipsenförmige [19,4 mm x 10,4 mm] Filmtabletten mit der Prägung „Y“ auf der

einen und „72“ auf der anderen Seite.

Atorvastatin Aurobindo Filmtabletten sind in Blisterpackungen aus

Polyamid/Aluminiumfolie/PVC-Aluminiumfolie erhältlich.

Packungsgrößen:

30, 50 und 100 Filmtabletten

Pharmazeutischer Unternehmer

Aurobindo Pharma GmbH

Willy-Brandt-Allee 2

81829 München

Telefon: 089/3700338-0

Telefax: 089/3700338-22

Hersteller

APL Swift Services (Malta) Limited

HF26, Hal Far Industrial Estate, Hal Far,

Birzebbugia, BBG 3000, Malta

Milpharm Limited

Ares Block, Odyssey Business Park, West End Road,

Ruislip HA4 6QD

United Kingdom

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Bulgarien:

Аторвастатин Ауробиндо 10 mg/20 mg/40 mg/80 mg

филмирани таблетки

Dänemark:

Atorvastatin „Aurobindo“

Deutschland:

Atorvastatin Aurobindo 10 mg/20 mg/40 mg/80 mg Filmtabletten

Frankreich:

ATORVASTATINE ARROW GENERIQUES 10 mg/20 mg/40

mg/80 mg comprimé pelliculé

Malta:

Atorvastatin 10 mg/20 mg/40 mg/80 mg film-coated tablets

Niederlande:

Atorvastatine Aurobindo 10 mg,/20 mg,/40 mg,/80 mg,

filmomhulde tabletten

Polen:

Atorvastatin Vitama

Portugal:

Atorvastatina Aurobindo

Rumänien:

Atorvastatina Aurobindo 10 mg/20 mg/40 mg/80 mg comprimate

filmate

Schweden:

Atorvastatin Aurobindo 10 mg/20 mg/40 mg/80 mg filmdragerade

tabletter

Spanien:

ATORVASTATINA AUROBINDO 10 mg/20 mg/40 mg/80 mg

comprimidos recubiertos con película EFG

Vereinigtes Königreich:

Atorvastatin 10 mg/20 mg/40 mg/80 mg film-coated tablets

Zypern:

Atorvastatin Aurobindo 10 mg/20 mg/40 mg επικαλυμμένο με

λεπτό υμένιο δισκία

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2015.

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Atorvastatin Aurobindo 10 mg Filmtabletten

Atorvastatin Aurobindo 20 mg Filmtabletten

Atorvastatin Aurobindo 40 mg Filmtabletten

Atorvastatin Aurobindo 80 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 10 mg Atorvastatin (als Atorvastatin-Hemicalcium 1,5 H

Jede Filmtablette enthält 20 mg Atorvastatin (als Atorvastatin-Hemicalcium 1,5 H

Jede Filmtablette enthält 40 mg Atorvastatin (als Atorvastatin-Hemicalcium 1,5 H

Jede Filmtablette enthält 80 mg Atorvastatin (als Atorvastatin-Hemicalcium 1,5 H

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Jede 10-mg-Filmtablette enthält 43,750 mg Lactose-Monohydrat und 0,061 mg entölte

Phospholipide aus Sojabohnen.

Jede 20-mg-Filmtablette enthält 87,500 mg Lactose-Monohydrat und 0,122 mg entölte

Phospholipide aus Sojabohnen.

Jede 40-mg-Filmtablette enthält 175,000 mg Lactose-Monohydrat und 0,244 mg entölte

Phospholipide aus Sojabohnen.

Jede 80-mg-Filmtablette enthält 350,000 mg Lactose-Monohydrat und 0,488 mg entölte

Phospholipide aus Sojabohnen.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Atorvastatin Aurobindo 10 mg Filmtabletten

Weiße, ellipsenförmige [9,8 mm x 5,2 mm] Filmtabletten mit der Prägung „Y“ auf der einen

und „77“ auf der anderen Seite.

Atorvastatin Aurobindo 20 mg Filmtabletten

Weiße, ellipsenförmige [12,3 mm x 6,5 mm] Filmtabletten mit der Prägung „Y“ auf der

einen und „78“ auf der anderen Seite.

Atorvastatin Aurobindo 40 mg Filmtabletten

Weiße, ellipsenförmige [15,5 mm x 8,1 mm] Filmtabletten mit der Prägung „Y“ auf der

einen und „79“ auf der anderen Seite.

Atorvastatin Aurobindo 80 mg Filmtabletten

Weiße, ellipsenförmige [19,4 mm x 10,4 mm] Filmtabletten mit der Prägung „Y“ auf der

einen und „72“ auf der anderen Seite.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Hypercholesterinämie

Die Anwendung von Atorvastatin Aurobindo ist zusätzlich zu einer Diät angezeigt zur

Senkung erhöhter Gesamtcholesterin- (Gesamt-C-), LDL-Cholesterin- (LDL-C-), Apo-

Lipoprotein-B- und Triglyzeridspiegel bei erwachsenen Patienten, Jugendlichen und

Kindern ab 10 Jahren mit Primärer Hypercholesterinämie einschließlich Familiärer

Hypercholesterinämie (heterozygote Variante) oder Kombinierter (Gemischter)

Hyperlipidämie (entsprechend Typ IIa und IIb nach Fredrickson), wenn Diät und andere

nicht pharmakologische Maßnahmen keine ausreichende Wirkung erbringen.

Atorvastatin Aurobindo ist auch zur Senkung von Gesamt-C und LDL-C bei erwachsenen

Patienten mit homozygoter Familiärer Hypercholesterinämie angezeigt – entweder

zusätzlich zu anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z. B. LDL-Apherese) oder in

Situationen, in denen solche Behandlungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind.

Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen

Zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse bei erwachsenen Patienten, deren Risiko für

ein erstes kardiovaskuläres Ereignis als hoch eingestuft wird (siehe Abschnitt 5.1),

zusätzlich zur Behandlung weiterer Risikofaktoren.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Der Patient sollte vor der Anwendung von Atorvastatin Aurobindo auf eine übliche Diät zur

Cholesterin-Senkung eingestellt werden und diese Diät während der Behandlung mit

Atorvastatin Aurobindo fortsetzen. Die Dosierung sollte individuell entsprechend des

Ausgangs-LDL-Cholesterin-Wertes, dem Ziel der Therapie sowie dem Ansprechen des

Patienten erfolgen.

Die übliche Anfangsdosierung beträgt 10 mg Atorvastatin 1-mal täglich. Die Dosierung

sollte in Intervallen von 4 Wochen oder mehr angepasst werden. Die maximale Dosierung

beträgt einmal täglich 80 mg.

Primäre Hypercholesterinämie und Kombinierte (Gemischte) Hyperlipidämie

Die meisten Patienten lassen sich mit Atorvastatin 10 mg einmal täglich ausreichend

einstellen. Der therapeutische Erfolg zeigt sich innerhalb von 2 Wochen, und der

maximale therapeutische Effekt wird in der Regel nach 4 Wochen erreicht. Die Wirkung

bleibt unter Dauertherapie erhalten.

Heterozygote Familiäre Hypercholesterinämie

Die Anfangsdosis von Atorvastatin Aurobindo beträgt 10 mg täglich. Anpassungen der

Dosierung sollten individuell in Abständen von 4 Wochen bis zu einer Dosierung von

täglich 40 mg durchgeführt werden. Danach kann entweder die Dosierung bis auf maximal

80 mg täglich erhöht oder einmal täglich 40 mg Atorvastatin mit einem

gallensäurebindenden Ionenaustauscherharz kombiniert werden.

Homozygote Familiäre Hypercholesterinämie

Hierzu liegen nur begrenzte Daten vor (siehe Abschnitt 5.1).

Für Patienten mit Homozygoter Familiärer Hypercholesterinämie beträgt die Dosierung 10

bis 80 mg pro Tag (siehe Abschnitt 5.1). Atorvastatin sollte bei diesen Patienten als

Ergänzung zu anderen lipidsenkenden Behandlungsmöglichkeiten (z. B. LDL-Apherese)

angewendet werden oder falls diese Behandlungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind.

Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen

In den Studien zur Primärprävention betrug die Dosierung 10 mg pro Tag. Um einen LDL-

Cholesterin-Spiegel entsprechend den aktuellen Leitlinien zu erreichen, kann eine höhere

Dosierung notwendig sein.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Atorvastatin sollte bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vorsichtig eingesetzt

werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Atorvastatin Aurobindo ist kontraindiziert bei

Patienten mit aktiver Lebererkrankung (siehe Abschnitt 4.3).

Anwendung bei älteren Patienten

Wirksamkeit und Sicherheit der empfohlenen Dosierungen sind bei Patienten über 70

Jahren vergleichbar mit der Gesamtpopulation.

Kinder und Jugendliche

Hypercholesterinämie:

Die Anwendung bei Kindern sollte Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung pädiatrischer

Formen der Hyperlipidämie vorbehalten sein, und es sollten regelmäßige

Verlaufskontrollen durchgeführt werden.

Für Patienten ab 10 Jahren beträgt die empfohlene Anfangsdosis von Atorvastatin 10 mg

pro Tag; sie kann auf maximal 20 mg pro Tag gesteigert werden. Dosissteigerungen

sollten bei pädiatrischen Patienten in Abhängigkeit vom individuellen Ansprechen und der

Verträglichkeit durchgeführt werden. Es liegen nur begrenzte Informationen zur Sicherheit

bei pädiatrischen Patienten vor, die mit Dosen von mehr als 20 mg, entsprechend ca. 0,5

mg/kg, behandelt werden.

Erfahrungen mit der Behandlung von Kindern im Alter zwischen 6 und 10 Jahren liegen

nur in begrenztem Umfang vor (siehe Abschnitt 5.1). Atorvastatin ist nicht angezeigt zur

Behandlung von Patienten unter 10 Jahren.

Für diese Patientengruppe sind andere Darreichungsformen/Dosierungsstärken besser

geeignet.

Art der Anwendung

Atorvastatin Aurobindo wird oral verabreicht. Die jeweilige Tagesdosis an Atorvastatin

wird auf einmal verabreicht. Die Einnahme kann zu jeder Tageszeit unabhängig von den

Mahlzeiten vorgenommen werden.

4.3 Gegenanzeigen

Atorvastatin Aurobindo ist kontraindiziert bei Patienten:

mit Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, Erdnüssen oder Soja oder einem

der sonstigen in Abschnitt 6.1 aufgeführten Bestandteile des Arzneimittels.

mit aktiver Lebererkrankung oder unklarer, dauerhafter Erhöhung der

Serumtransaminasen auf mehr als das 3-Fache der oberen Normgrenze

in der Schwangerschaft, während der Stillzeit und bei Frauen im gebärfähigen Alter,

die keine geeigneten Empfängnisverhütungsmethoden anwenden (siehe Abschnitt

4.6).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Einfluss auf die Leber

Leberfunktionstests sollten vor Behandlungsbeginn und danach in regelmäßigen

Abständen durchgeführt werden. Bei Patienten, bei denen Anzeichen oder Symptome

einer Leberschädigung auftreten, sollte ein Leberfunktionstest durchgeführt werden.

Patienten, bei denen sich ein Transaminasenanstieg entwickelt, sollten bis zum Abklingen

des Befunds beobachtet werden. Falls die Erhöhung der Transaminasen auf mehr als das

3-Fache der oberen Normgrenze fortdauert, empfiehlt sich eine Dosisreduktion oder ein

Abbruch der Therapie mit Atorvastatin Aurobindo (siehe Abschnitt 4.8).

Bei Patienten, die beträchtliche Mengen Alkohol konsumieren und/oder bei denen bereits

eine Lebererkrankung in der Vorgeschichte bekannt ist, sollte Atorvastatin Aurobindo mit

Vorsicht angewendet werden.

SPARCL-Studie (Stroke Prevention by Aggressive Reduction in Cholesterol Levels)

In einer Post-hoc-Analyse von Schlaganfall-Subtypen bei Patienten ohne KHK, die

kürzlich einen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke (TIA) erlitten

hatten, zeigte sich im Vergleich zur Placebo-Gruppe eine höhere Inzidenz von

hämorrhagischen Schlaganfällen bei den Patienten, die die Therapie mit 80 mg

Atorvastatin begannen. Das erhöhte Risiko war besonders ausgeprägt bei Patienten, die

bei Aufnahme in die Studie einen hämorrhagischen Schlaganfall oder einen lakunären

Infarkt in der Anamnese hatten. Für Patienten mit einem hämorrhagischen Schlaganfall

oder einem lakunären Infarkt in der Anamnese ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis der 80-

mg-Dosierung von Atorvastatin ungeklärt, und das mögliche Risiko eines

hämorrhagischen Schlaganfalls sollte vor Behandlungsbeginn sorgfältig bedacht werden

(siehe Abschnitt 5.1).

Einfluss auf die Skelettmuskulatur

Wie andere HMG-CoA-Reduktase-Hemmer kann auch Atorvastatin in seltenen Fällen die

Skelettmuskulatur beeinflussen und eine Myalgie, eine Myositis oder eine Myopathie

verursachen, die sich zu einer Rhabdomyolyse entwickeln kann; diese potenziell

lebensbedrohliche Erkrankung ist durch deutlich erhöhte Kreatinkinase(CK)-Spiegel (>10-

Fache der oberen Normgrenze), Myoglobinämie und Myoglobinurie mit möglichem

Nierenversagen charakterisiert.

In sehr seltenen Fällen wurde während oder nach der Behandlung mit einigen Statinen

über eine immunvermittelte nekrotisierende Myopathie (immune-mediated necrotizing

myopathy; IMNM) berichtet. Die klinischen Charakteristika einer IMNM sind persistierende

proximale Muskelschwäche und erhöhte Serum-Kreatinkinase-Werte, die trotz Absetzen

der Behandlung mit Statinen fortbestehen.

Vor Behandlungsbeginn

Atorvastatin sollte mit Vorsicht bei Patienten verschrieben werden, bei denen

prädisponierende Faktoren für das Auftreten von Rhabdomyolysen vorliegen. Vor Beginn

einer Statin-Therapie sollten Messungen der Kreatinkinase-Aktivität bei Vorliegen der

folgenden Risikofaktoren bzw. Erkrankungen vorgenommen werden:

Eingeschränkte Nierenfunktion

Hypothyreose

Erbliche Myopathien in der Eigen- oder Familienanamnese

Muskulär-toxische Komplikationen im Zusammenhang mit der Gabe eines Statins

oder Fibrates in der Anamnese

Lebererkrankungen in der Vorgeschichte und/oder erheblicher Alkoholkonsum

Bei älteren Patienten (>70 Jahre) sollte die Notwendigkeit einer solchen Messung

erwogen werden, wenn weitere prädisponierende Faktoren für das Auftreten einer

Rhabdomyolyse vorliegen

Umstände, bei denen eine Erhöhung der Plasmaspiegel eintreten kann, wie

beispielsweise Wechselwirkungen (siehe Abschnitt 4.5) und spezielle

Patientengruppen einschließlich genetischer Subpopulationen (siehe Abschnitt 5.2).

In solchen Situationen ist eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich, und es

sollte eine engmaschige klinische Überwachung erfolgen.

Wenn die CK-Werte vor Beginn der Behandlung wesentlich (um mehr als das 5-Fache der

oberen Normgrenze) erhöht sind, sollte eine Therapie nicht begonnen werden.

Kreatinkinase-Bestimmung

Die Kreatinkinase (CK) sollte nicht nach schweren körperlichen Anstrengungen oder bei

Vorliegen von anderen möglichen Ursachen eines CK-Anstiegs gemessen werden, da

dies die Interpretation der Messwerte erschwert. Falls die CK-Werte vor Beginn der

Behandlung wesentlich erhöht sind (um mehr als das 5-Fache der oberen Normgrenze),

sollten zur Überprüfung innerhalb von 5 bis 7 Tagen erneute Messungen durchgeführt

werden.

Überwachung während der Therapie

Die Patienten müssen aufgefordert werden, Schmerzen, Krämpfe oder Schwäche der

Skelettmuskeln umgehend zu berichten, insbesondere, wenn sie begleitet sind von

allgemeinem Unwohlsein oder Fieber.

Wenn solche Symptome während der Behandlung mit Atorvastatin auftreten, sollte

die CK-Aktivität gemessen werden. Ist diese wesentlich (auf >5-Fache der oberen

Normgrenze) erhöht, sollte die Therapie abgebrochen werden.

Bei starken und täglich auftretenden Muskelbeschwerden sollte auch dann ein

Abbruch der Therapie erwogen werden, wenn die CK-Werte nicht auf mehr als das

≤ 5-Fache der oberen Normgrenze erhöht sind.

Wenn die Symptome abgeklungen und die CK-Werte auf ein normales Niveau

gesunken sind, kann eine Wiederaufnahme der Therapie mit Atorvastatin oder einem

anderen Statin in der niedrigsten Dosierung und mit engmaschiger Überwachung

erwogen werden.

Die Therapie mit Atorvastatin muss abgebrochen werden, falls klinisch signifikante

CK-Konzentrationen im Serum auftreten (>10-Fache der oberen Normgrenze) oder

falls eine Rhabdomyolyse diagnostiziert oder vermutet wird.

Gleichzeitige Therapie mit anderen Arzneimitteln

Die Gefahr einer Rhabdomyolyse ist erhöht, wenn Atorvastatin zusammen mit bestimmten

anderen Arzneimitteln verabreicht wird, die die Plasmakonzentration von Atorvastatin

erhöhen können, wie z. B. starke Hemmer von CYP3A4 oder Transportproteinen (z. B.

Ciclosporin, Telithromycin, Clarithromycin, Delavirdin, Stiripentol, Ketoconazol,

Voriconazol, Itraconazol, Posaconazol und bestimmte HIV-Protease-Inhibitoren

einschließlich Ritonavir, Lopinavir, Atazanavir, Indinavir, Darunavir usw.). Darüber hinaus

kann die Gefahr einer Myopathie auch erhöht sein bei gleichzeitiger Anwendung von

Gemfibrozil und anderen Fibraten, Erythromycin, Niacin, Ezetimib, Telaprevir oder einer

Kombination von Tipranavir/Ritonavir. Wenn möglich, sollten alternative (nicht

interagierende) Therapiemaßnahmen statt dieser Arzneimittel in Erwägung gezogen

werden.

In den Fällen, in denen eine gemeinsame Anwendung dieser Arzneimittel zusammen mit

Atorvastatin unumgänglich ist, muss eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung der

Komedikation durchgeführt werden. Bei Patienten, die Arzneimittel erhalten, die die

Plasmakonzentration von Atorvastatin erhöhen, wird eine niedrigere Maximaldosis von

Atorvastatin empfohlen. Bei starken CYP3A4-Hemmern muss zusätzlich eine niedrigere

Initialdosis von Atorvastatin in Erwägung gezogen werden, und es wird eine

entsprechende klinische Überwachung dieser Patienten empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Eine gleichzeitige Anwendung von Atorvastatin und Fusidinsäure wird nicht empfohlen,

sodass bei einer Therapie mit Fusidinsäure ein vorübergehendes Absetzen von

Atorvastatin erwogen werden sollte (siehe Abschnitt 4.5).

Kinder und Jugendliche

Sicherheit im Hinblick auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist nicht

nachgewiesen (siehe Abschnitt 4.8).

Interstitielle Lungenkrankheit

Bei einigen Statinen wurde, besonders bei Langzeittherapie, in Ausnahmefällen eine

interstitielle Lungenkrankheit berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Die auftretenden

Beschwerden können dabei Dyspnoe, unproduktiven Husten und allgemeine

Gesundheitsstörungen (Erschöpfung, Gewichtsverlust und Fieber) einschließen. Wenn

vermutet wird, dass ein Patient eine interstitielle Lungenkrankheit entwickelt hat, sollte die

Statintherapie abgebrochen werden.

Diabetes mellitus

Es liegen Hinweise auf eine Blutzucker erhöhende Wirkung der Statine als Klasse vor; bei

manchen Patienten mit hohem Risiko für eine künftige Diabetes-Erkrankung kann eine so

starke Hyperglykämie ausgelöst werden, dass eine formelle Diabetes-Behandlung

erforderlich wird. Dieses Risiko wird jedoch durch die Verminderung des vaskulären

Risikos durch die Statine ausgeglichen und sollte daher kein Grund für den Abbruch der

Statin-Therapie sein. Risikopatienten (Nüchternblutzucker 5,6 bis 6,9 mmol/l,

BMI > 30 kg/m

, erhöhte Triglyzeride, Hypertonie) sollten entsprechend den nationalen

Leitlinien sowohl klinisch als auch laborchemisch sorgfältig überwacht werden.

Sonstige Bestandteile

Atorvastatin Aurobindo enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-

Intoleranz, Lapp-Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses

Arzneimittel nicht einnehmen.

Atorvastatin Aurobindo enthält entölte Phospholipide aus Sojabohnen (siehe Abschnitt

4.3).

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Auswirkungen gleichzeitig verabreichter Arzneimittel auf Atorvastatin

Atorvastatin wird durch das Cytochrom-P-450-Isoenzym 3A4 (CYP3A4) metabolisiert und

ist ein Substrat von Transportproteinen, z. B. dem hepatischen Aufnahme-

Transportprotein OATP1B1. Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die

Hemmstoffe von CYP3A4 oder von Transportproteinen sind, kann zu erhöhten

Plasmakonzentrationen von Atorvastatin und einem erhöhten Myopathierisiko führen.

Auch bei der gleichzeitigen Gabe von Atorvastatin zusammen mit anderen Arzneimitteln,

die ein Myopathie induzierendes Potenzial aufweisen, wie etwa Fibrate und Ezetimib,

kann das Risiko erhöht sein (siehe Abschnitt 4.4).

Hemmstoffe von CYP3A4

Es hat sich gezeigt, dass starke CYP3A4-Hemmer die Konzentrationen von Atorvastatin

deutlich erhöhen (siehe Tabelle 1 und die nachfolgenden Erläuterungen). Soweit möglich

sollte eine Begleittherapie mit starken CYP3A4-Hemmern (z. B. Ciclosporin,

Telithromycin, Clarithromycin, Delavirdin, Stiripentol, Ketoconazol, Voriconazol,

Itraconazol, Posaconazol und bestimmte HIV-Protease-Inhibitoren einschließlich

Atazanavir, Indinavir, Darunavir usw.) vermieden werden. In den Fällen, in denen eine

gemeinsame Anwendung dieser Arzneimittel zusammen mit Atorvastatin unumgänglich

ist, sollte eine niedrigere Initial- und Maximaldosis erwogen werden, und es wird eine

entsprechende klinische Kontrolle des Patienten empfohlen (siehe Tabelle 1).

Mittelstarke CYP3A4-Hemmer (z. B. Erythromycin, Diltiazem, Verapamil und Fluconazol)

können die Plasmakonzentration von Atorvastatin erhöhen (siehe Tabelle 1). Bei

Anwendung von Erythromycin zusammen mit Statinen wurde ein erhöhtes

Myopathierisiko beobachtet. Es wurden keine Interaktionsstudien zu den Auswirkungen

von Amiodaron oder Verapamil auf Atorvastatin durchgeführt. Amiodaron und Verapamil

sind bekannte CYP3A4-Hemmstoffe, und eine Begleittherapie mit Atorvastatin kann daher

möglicherweise zu einer erhöhten Atorvastatin-Exposition führen. Deshalb sollte bei einer

Begleittherapie mit einem mittelstarken CYP3A4-Hemmer eine niedrigere Maximaldosis

von Atorvastatin erwogen werden, und es wird eine entsprechende klinische Kontrolle des

Patienten empfohlen. Nach dem Behandlungsbeginn oder einer Dosisanpassung des

Hemmstoffs wird eine entsprechende klinische Kontrolle empfohlen.

Induktoren von CYP3A4

Die gleichzeitige Anwendung von Atorvastatin und Induktoren des Cytochrom-P-450-

Isoenzyms 3A4 (z. B. Efavirenz, Rifampicin, Johanniskraut) kann zu unterschiedlich

starken Verringerungen der Plasmakonzentration von Atorvastatin führen. Aufgrund des

dualen Interaktionsmechanismus von Rifampicin (Induktor des Cytochrom-P-450-

Isoenzyms 3A4 und Hemmer des hepatozellulären Aufnahmetransporters OATP1B1) wird

bei gleichzeitiger Anwendung von Atorvastatin und Rifampicin empfohlen, beide

zusammen einzunehmen, da eine verzögerte Einnahme von Atorvastatin nach der Gabe

von Rifampicin mit einer ausgeprägten Verringerung der Plasmakonzentration von

Atorvastatin verbunden war. Die Auswirkungen von Rifampicin auf die Konzentration von

Atorvastatin in den Hepatozyten ist jedoch unbekannt, und für den Fall, dass eine

Komedikation nicht vermieden werden kann, sollten die Patienten sorgfältig hinsichtlich

der Wirksamkeit überwacht werden.

Transportprotein-Inhibitoren

Hemmstoffe von Transportproteinen (z. B. Ciclosporin) können die systemische

Exposition von Atorvastatin erhöhen (siehe Tabelle 1). Die Auswirkungen einer Hemmung

von hepatischen Aufnahmetransportern auf die Konzentration von Atorvastatin in

Hepatozyten sind nicht bekannt. Falls eine Komedikation nicht vermieden werden kann,

werden eine Dosisreduktion und eine klinische Überwachung hinsichtlich der Wirksamkeit

empfohlen (siehe Tabelle 1).

Gemfibrozil/Fibrate

Bei Monotherapie mit Fibraten treten gelegentlich muskuläre Störungen einschließlich

Rhabdomyolyse auf. Bei gleichzeitiger Gabe von Fibraten und Atorvastatin kann das

Risiko für das Auftreten derartiger Störungen erhöht sein. Falls eine Komedikation nicht

vermieden werden kann, sollte die niedrigste zum Erreichen des Therapieziels

notwendige Dosis von Atorvastatin angewendet werden und eine entsprechende Kontrolle

des Patienten erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).

Ezetimib

Die alleinige Anwendung von Ezetimib wird mit dem Auftreten von muskulären

Erscheinungen einschließlich Rhabdomyolyse in Verbindung gebracht. Daher kann bei

gleichzeitiger Anwendung von Ezetimib und Atorvastatin das Risiko für das Auftreten

derartiger Erscheinungen erhöht sein. Es wird eine entsprechende klinische Kontrolle des

Patienten empfohlen.

Colestipol

Die Plasmakonzentrationen von Atorvastatin und seinen aktiven Metaboliten waren bei

gleichzeitiger Einnahme von Colestipol und Atorvastatin Aurobindo erniedrigt (um ca. 25

%). Die lipidsenkende Wirkung war jedoch bei gleichzeitiger Einnahme von Atorvastatin

Aurobindo und Colestipol größer als bei alleiniger Gabe der jeweiligen Arzneimittel.

Fusidinsäure

Interaktionsstudien mit Atorvastatin und Fusidinsäure wurden nicht durchgeführt. In den

Erfahrungen nach Markteinführung wurden jedoch bei gleichzeitiger Gabe von

Atorvastatin und Fusidinsäure, wie auch bei anderen Statinen, muskuläre Erkrankungen

einschließlich Rhabdomyolyse berichtet. Der Mechanismus dieser Interaktion ist nicht

bekannt. Diese Patienten sollten engmaschig überwacht und ein vorübergehendes

Aussetzen der Therapie mit Atorvastatin erwogen werden.

Colchicin

Zwar wurden keine Interaktionsstudien zu Atorvastatin und Colchicinen durchgeführt,

doch wurden Fälle von Myopathie bei Patienten gemeldet, die gleichzeitig mit Atorvastatin

und Colchicinen behandelt wurden; bei der Verordnung von Atorvastatin zusammen mit

einem Colchicin ist daher Vorsicht geboten.

Auswirkungen von Atorvastatin auf gleichzeitig verabreichte Arzneimittel

Digoxin

Bei gleichzeitiger, mehrmaliger Einnahme von 10 mg Atorvastatin und Digoxin erhöhte

sich die Steady-State-Plasmakonzentration von Digoxin geringfügig. Patienten, die

gleichzeitig Digoxin einnehmen, sollten deshalb entsprechend überwacht werden.

Orale Kontrazeptiva

Die gleichzeitige Einnahme von Atorvastatin Aurobindo und oralen Kontrazeptiva führt zu

einem Anstieg der Plasmakonzentrationen von Norethisteron und Ethinyl-Estradiol.

Warfarin

In einer klinischen Studie mit Patienten unter einer Dauertherapie mit Warfarin führte die

gleichzeitige Einnahme von 80 mg Atorvastatin täglich und Warfarin während der ersten 4

Behandlungstage zu einer geringen (ca. 1,7 Sekunden) Verkürzung der Prothrombinzeit;

unter fortgesetzter Anwendung von Atorvastatin normalisierte sich die Prothrombinzeit

innerhalb von 15 Tagen wieder. Obwohl nur sehr seltene Fälle einer klinisch signifikanten

Wechselwirkung mit Antikoagulanzien berichtet wurden, sollte bei Patienten, die

Antikoagulanzien vom Coumarin-Typ einnehmen, vor der ersten Anwendung von

Atorvastatin und während der ersten Therapiephase die Prothrombinzeit so häufig

bestimmt werden, dass sichergestellt ist, dass keine signifikante Änderung der

Prothrombinzeit eintritt. Wenn dann eine stabile Prothrombinzeit gesichert ist, kann sie in

den Abständen, wie sie für Patienten unter Antikoagulanzien vom Coumarin-Typ üblich

ist, kontrolliert werden. Wenn die Dosis von Atorvastatin verändert oder die Therapie

abgebrochen wird, sollte die gleiche Vorgehensweise gewählt werden. Bei Patienten ohne

Antikoagulanzientherapie wurde Atorvastatin nicht mit Blutungen oder Veränderungen der

Prothrombinzeit in Verbindung gebracht.

Kinder und Jugendliche

Arzneimittelwechselwirkungsstudien wurden nur bei erwachsenen Patienten durchgeführt.

In welchem Umfang Wechselwirkungen bei Kindern und Jugendlichen auftreten, ist nicht

bekannt. Die oben genannten Wechselwirkungen bei Erwachsenen und die Warnhinweise

in Abschnitt 4.4 gelten auch für pädiatrische Patienten.

Tabelle 1:

Auswirkungen gleichzeitig verabreichter Arzneimittel auf die Pharmakokinetik

von Atorvastatin

Gleichzeitig

verabreichtes

Arzneimittel und

Dosierung und

vorgeschlagene

Dosierungen

Atorvastatin

Dosis (mg)

Veränderung

der AUC

Klinische

Empfehlungen

Tipranivir 500 mg 2 x

täglich/Ritonavir 200 mg

2 x täglich, 8 Tage (Tag

14 bis 21)

40 mg an Tag 1, 10

mg an Tag 20

↑ 9,4-fach

Falls eine

Komedikation mit

Atorvastatin

notwendig ist, 10 mg

Atorvastatin nicht

überschreiten. Eine

klinische

Überwachung dieser

Patienten wird

empfohlen.

Telaprevir 750 mg alle 8

Stunden, 10 Tage

20 mg als

Einmalgabe

↑ 7,9-fach

Ciclosporin 5,2

mg/kg/Tag, stabile Dosis

10 mg 1 x täglich, 28

Tage

↑ 8,7-fach

Lopinavir 400 mg 2 x

täglich/Ritonavir 100 mg

2 x täglich, 14 Tage

20 mg einmal täglich

über 4 Tage

↑ 5,9-fach

Falls eine

Komedikation mit

Atorvastatin

notwendig ist, wird

eine niedrigere

Atorvastatin-

Erhaltungsdosis

empfohlen. Bei

Patienten mit einer

Atorvastatin-

Dosierung von > 20

mg wird eine

engmaschige

klinische

Überwachung

empfohlen.

Clarithromycin 500 mg 2

x täglich, 9 Tage

80 mg 1 x täglich, 8

Tage

↑ 4,4-fach

Saquinavir 400 mg 2 x

täglich/ Ritonavir (300

mg 2 x täglich ab Tag 5-

7, 400 mg 2 x täglich an

Tag 8), Tage 4-18, 30

Min nach Verabreichung

von Atorvastatin

40 mg einmal täglich

über 4 Tage

↑ 3,9-fach

Falls eine

Komedikation mit

Atorvastatin

notwendig ist, wird

eine niedrigere

Atorvastatin-

Erhaltungsdosis

empfohlen. Bei

Patienten mit einer

Atorvastatin-

Dosierung von > 40

mg wird eine

engmaschige

klinische

Überwachung

empfohlen.

Darunavir 300 mg 2 x

täglich/Ritonavir 100 mg

2 x täglich, 9 Tage

10 mg einmal täglich

über 4 Tage

↑ 3,3-fach

Itraconazol 200 mg 1 x

täglich, 4 Tage

40 mg als

Einmalgabe

↑ 3,3-fach

Fosamprenavir 700 mg

2 x täglich/Ritonavir 100

mg 2 x täglich, 14 Tage

10 mg einmal täglich

über 4 Tage

↑ 2,5-fach

Fosamprenavir 1400 mg

2 x täglich, 14 Tage

10 mg einmal täglich

über 4 Tage

↑ 2,3-fach

Nelfinavir 1250 mg 2 x

täglich, 14 Tage

10 mg einmal täglich

über 28 Tage

↑ 1,7 fach^

Keine besonderen

Empfehlungen

Grapefruitsaft, 240 ml 1

x täglich*

40 mg als

Einmalgabe

↑ 37 %

Große Mengen

Grapefruitsaft und

Atorvastatin sollten

nicht gleichzeitig

eingenommen

werden.

Diltiazem 240 mg einmal

täglich, 28 Tage

40 mg als

Einmalgabe

↑ 51 %

Nach Therapiebeginn

oder

Dosisanpassung von

Diltiazem wird eine

geeignete klinische

Überwachung dieser

Patienten empfohlen.

Erythromycin 500 mg 4 x

täglich, 7 Tage

10 mg als

Einmalgabe

↑ 33 %^

Es werden eine

niedrigere

Maximaldosis und

eine klinische

Überwachung dieser

Patienten empfohlen.

Amlodipin 10 mg als

Einmalgabe

80 mg als

Einmalgabe

↑ 18 %

Keine besonderen

Empfehlungen

Cimetidin 300 mg 4 x

täglich, 2 Wochen

10 mg einmal täglich

über 4 Wochen

unter 1 %^

Keine besonderen

Empfehlungen

Antazidasuspension aus

Magnesium- und

Aluminiumhydroxid, 30

ml 4 x täglich, 2 Wochen

10 mg einmal täglich

über 4 Wochen

35 %^

Keine besonderen

Empfehlungen

Efavirenz 600 mg einmal

täglich, 14 Tage

10 mg über 3 Tage

41 %

Keine besonderen

Empfehlungen

Rifampicin 600 mg

einmal täglich, 7 Tage

(gleichzeitige

Verabreichung)

40 mg als

Einmalgabe

↑ 30 %

Falls eine

Komedikation

notwendig ist, wird

eine gleichzeitige

Verabreichung von

Atorvastatin

zusammen mit

Rifampicin unter

klinischer Kontrolle

empfohlen.

Rifampicin 600 mg

einmal täglich, 5 Tage

(getrennte

Verabreichung)

40 mg als

Einmalgabe

80 %

Gemfibrozil 600 mg 2 x

täglich, 7 Tage

40 mg als

Einmalgabe

↑ 35 %

Es werden eine

niedrigere Initialdosis

und eine klinische

Überwachung dieser

Patienten empfohlen.

Fenofibrat 160 mg

einmal täglich, 7 Tage

40 mg als

Einmalgabe

↑ 3 %

Es werden eine

niedrigere Initialdosis

und eine klinische

Überwachung dieser

Patienten empfohlen.

&

Die Angaben zur x-fachen Veränderung stellen ein einfaches Verhältnis zwischen der

Komedikation und der Anwendung von Atorvastatin allein dar (z. B. einfach = keine

Veränderung). Die Angaben der Veränderung in x Prozent zeigen den prozentualen

Unterschied bezogen auf die Anwendung von Atorvastatin allein (z. B. 0 % = keine

Veränderung).

Zur klinischen Signifikanz siehe Abschnitte 4.4 und 4.5.

Enthält einen oder mehrere Inhaltsstoffe, die CYP3A4 hemmen, und kann die

Plasmakonzentrationen von Arzneimitteln, die durch CYP3A4 metabolisiert werden,

erhöhen. Ein Glass Grapefruitsaft (240 ml) führte darüber hinaus zu einer Abnahme

der AUC des aktiven Orthohydroxy-Metaboliten um 20,4 %. Große Mengen

Grapefruitsaft (mehr als 1,2 Liter täglich über 5 Tage) erhöhten die AUC von

Atorvastatin um das 2,5-Fache sowie die AUC der aktiven Bestandteile (Atorvastatin

und Metabolite).

Gesamte Aktivität der Atorvastatin-Äquivalenz

↑ = Anstieg;

↓ = Abnahme

Atorvastatin und

Gleichzeitig verabreichte Arzneimittel

Dosierung

Arzneimittel und Dosierung

(mg)

Veränderung

der AUC

Klinische

Empfehlungen

80 mg einmal

täglich über 10

Tage

Digoxin 0,25 mg einmal

täglich, 20 Tage

↑ 15 %

Patienten, die

gleichzeitig Digoxin

einnehmen, sollten

deshalb entsprechend

überwacht werden.

40 mg einmal

täglich über 22

Tage

Orale Kontrazeptiva

einmal täglich, 2 Monate

- Norethindron 1 mg

- Ethinyl-Estradiol 35 µg

↑ 28 %

↑ 19 %

Keine besonderen

Empfehlungen

80 mg einmal

täglich über 15

Tage

* Phenazon 600 mg als

Einmalgabe

↑ 3 %

Keine besonderen

Empfehlungen

10 mg als

Einmalgabe

Tipranavir 500 mg 2 x

täglich/Ritonavir 200 mg 2

x täglich, 7 Tage

Keine

Veränderung

Keine besonderen

Empfehlungen

10 mg einmal

täglich, 4 Tage

Fosamprenavir 1400 mg 2

x täglich, 14 Tage

Keine besonderen

Empfehlungen

10 mg einmal

täglich über 4

Tage

Fosamprenavir 700 mg 2 x

täglich/Ritonavir 100 mg 2

x täglich, 14 Tage

Keine

Veränderung

Keine besonderen

Empfehlungen

&

Die Angaben der Veränderung in x Prozent zeigen den prozentualen Unterschied

bezogen auf die Anwendung von Atorvastatin allein (z. B. 0 % = keine Veränderung).

Bei mehrfacher Gabe von Atorvastatin in Kombination mit Phenazon zeigten sich nur

geringe oder nicht erkennbare

Auswirkungen auf die Clearance von Phenazon.

↑ = Anstieg;

↓ = Abnahme

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen, die schwanger werden können

Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Therapie geeignete

Verhütungsmaßnahmen anwenden (siehe Abschnitt 4.3).

Schwangerschaft

Atorvastatin Aurobindo ist während der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt

4.3). Die Sicherheit in der Schwangerschaft ist bisher nicht belegt. Bei schwangeren

Frauen wurden keine kontrollierten klinischen Studien mit Atorvastatin durchgeführt. Es

liegen seltene Berichte über kongenitale Anomalien nach intrauteriner Exposition mit

HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren vor. In tierexperimentellen Studien hat sich eine

Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Eine Behandlung der Mutter mit Atorvastatin kann beim Fötus die Konzentration von

Mevalonat, einem Vorprodukt der Cholesterinbiosynthese, verringern. Atherosklerose ist

ein chronischer Prozess, und das übliche Absetzen einer lipidsenkenden Therapie

während der Schwangerschaft sollte nur einen geringen Einfluss auf das Langzeitrisiko

einer primären Hypercholesterinämie haben.

Deshalb sollte Atorvastatin Aurobindo von Frauen, die schwanger sind, schwanger

werden möchten oder glauben, schwanger zu sein, nicht angewendet werden. Die

Behandlung mit Atorvastatin Aurobindo sollte für die Dauer der Schwangerschaft bzw. so

lange ausgesetzt werden, bis festgestellt ist, dass keine Schwangerschaft vorliegt (siehe

Abschnitt 4.3).

Stillzeit

Ob Atorvastatin oder seine Metaboliten in die menschliche Muttermilch übergehen, ist

nicht bekannt. Bei Ratten wurden in der Milch ähnliche Konzentrationen von Atorvastatin

und seinen aktiven Metaboliten wie im Plasma gemessen (siehe Abschnitt 5.3). Wegen

der Gefahr schwerer Nebenwirkungen sollten Frauen, die Atorvastatin einnehmen, ihre

Säuglinge nicht stillen (siehe Abschnitt 4.3). Atorvastatin ist in der Stillzeit kontraindiziert

(siehe Abschnitt 4.3).

Fertilität

In tierexperimentellen Studien hatte Atorvastatin keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit von

männlichen oder weiblichen Tieren (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Atorvastatin Aurobindo hat einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit

und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

In der 16.066 Patienten (8.755 Atorvastatin und 7.311 Plazebo) mit einer

durchschnittlichen Behandlungsdauer von 53 Wochen umfassenden Datenbank der

plazebokontrollierten klinischen Studien mit Atorvastatin brachen 5,2 % der Atorvastatin-

Patienten und 4,0 % der Patienten unter Plazebo die Therapie wegen Nebenwirkungen

Auf der Basis von klinischen Studien sowie umfangreichen Erfahrungen im täglichen

Einsatz ergibt sich das nachfolgende Verträglichkeitsprofil von Atorvastatin.

Die Häufigkeitsangaben entsprechen folgenden geschätzten Inzidenzen: häufig (≥ 1/100,

< 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100); selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten

(≤ 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar).

Infektionen und parasitäre Erkrankungen:

Häufig: Nasopharyngitis.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Thrombopenie.

Erkrankungen des Immunsystems

Häufig: allergische Reaktionen.

Sehr selten: anaphylaktische Reaktionen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Hyperglykämie.

Gelegentlich: Hypoglykämie, Gewichtszunahme, Anorexie.

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Alpträume, Schlaflosigkeit.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Benommenheit, Parästhesien, Hypästhesien, Störung des

Geschmacksempfindens, Amnesie.

Selten: periphere Neuropathie.

Augenerkrankungen

Gelegentlich: verschwommenes Sehen.

Selten: Sehstörungen.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Tinnitus.

Sehr selten: Hörverlust.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: pharyngolaryngeale Schmerzen, Nasenbluten.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Verstopfung, Blähungen, Dyspepsie, Übelkeit, Durchfall.

Gelegentlich: Erbrechen, Ober- und Unterbauchschmerzen, Aufstoßen, Pankreatitis.

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Hepatitis.

Selten: Cholestase.

Sehr selten: Leberversagen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Urtikaria, Hautausschlag, Pruritus, Alopezie.

Selten: angioneurotisches Ödem, bullöses Exanthem einschl. Erythema multiforme,

Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Myalgie, Arthralgie, Schmerzen in den Extremitäten, Muskelspasmen,

Gelenkschwellungen, Rückenschmerzen.

Gelegentlich: Nackenschmerzen, Muskelschwäche.

Selten: Myopathie, Myositis, Rhabdomyolyse, Tendopathie (manchmal verkompliziert

durch eine Sehnenruptur).

Nicht bekannt: Immunvermittelte nekrotisierende Myopathie (siehe Abschnitt 4.4).

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr selten: Gynäkomastie.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden

Gelegentlich: Unwohlsein, Asthenie, Schmerzen im Brustkorb, periphere Ödeme,

Erschöpfung, Fieber.

Untersuchungen

Häufig: veränderte Leberwerte, erhöhte Kreatinphosphokinase-Spiegel im Blut.

Gelegentlich: Test auf Leukozyten im Urin positiv.

Wie bei anderen HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren wurde bei Patienten, die mit

Atorvastatin behandelt wurden, ein Anstieg der Serumtransaminasen beobachtet. Diese

Veränderungen waren normalerweise geringfügig und vorübergehend und führten nicht zu

einem Behandlungsabbruch. Klinisch relevante Erhöhungen (auf mehr als das 3-Fache

der oberen Normgrenze) der Transaminasen traten bei 0,8 % der Patienten unter

Atorvastatin auf. Diese Erhöhungen waren dosisabhängig und bei allen Patienten

reversibel.

Ähnlich wie bei anderen HMG-CoA-Reduktase-Hemmern wurden in klinischen Studien bei

2,5 % der Patienten unter Atorvastatin erhöhte Kreatinkinase(CK)-Konzentrationen im

Serum beobachtet, die über dem 3-Fachen der oberen Normgrenze lagen. Werte über

dem 10-Fachen der oberen Normgrenze traten bei 0,4 % der mit Atorvastatin behandelten

Patienten auf (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Die Datenbank zur klinischen Sicherheit beinhaltet Sicherheitsdaten von 249

pädiatrischen Patienten, die mit Atorvastatin behandelt wurden, darunter 7 Kinder unter 6

Jahren, 14 Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren und 228 Patienten im Alter von 10 bis 17

Jahren.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Bauchschmerzen.

Untersuchungen

Häufig: Erhöhte Blutspiegel von Alaninaminotransferase und Kreatinphosphokinase.

Aufgrund der vorliegenden Daten ist zu erwarten, dass Häufigkeit, Art und Schwere der

Nebenwirkungen bei Kindern dieselben sind wie bei Erwachsenen. Bislang liegen nur

begrenzte Erfahrungen hinsichtlich der langfristigen Sicherheit bei Kindern und

Jugendlichen vor.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei einigen Statinen berichtet:

Störung der Sexualfunktion,

Depressionen,

in Ausnahmefällen und besonders bei Langzeittherapie eine interstitielle

Lungenkrankheit (siehe Abschnitt 4.4),

Diabetes mellitus: Die Häufigkeit hängt vom Vorliegen oder Fehlen von Risikofaktoren

ab (Nüchternblutzucker > 5,6 mmol/l, BMI > 30 kg/m

, erhöhte Triglyzeride,

Hypertonie in der Anamnese).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Eine spezielle Behandlung bei Überdosierung mit Atorvastatin ist nicht verfügbar. Bei

Überdosierung sollte der Patient symptomatisch behandelt werden und es sollten, falls

erforderlich, unterstützende Maßnahmen ergriffen werden. Leberfunktionstests sollten

durchgeführt und die CK-Werte im Serum überprüft werden. Da Atorvastatin zu einem

hohen Anteil an Plasmaproteine gebunden wird, lässt eine Hämodialyse keine signifikante

Beschleunigung der Atorvastatin-Clearance erwarten.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Arzneimittel zur Regulierung der Lipidwerte, HMG-CoA-

Reduktase-Hemmer

ATC-Code: 10AA 05

Atorvastatin ist ein selektiver, kompetitiver Hemmstoff der HMG-CoA-Reduktase. Dieses

Enzym katalysiert geschwindigkeitsbestimmend die Umwandlung von 3-Hydroxy-3-

methyl-glutaryl-Coenzym-A zu Mevalonat, dem Vorläufer von Sterolen einschließlich des

Cholesterins. In der Leber werden Triglyzeride und Cholesterin in Very-Low-Density-

Lipoproteine (VLDL) eingebaut und zum weiteren Transport in periphere Gewebe an das

Plasma abgegeben. Low-Density-Lipoproteine (LDL) entstehen aus VLDL und werden

vorwiegend durch den Rezeptor mit hoher Affinität für LDL (LDL-Rezeptor) abgebaut.

Atorvastatin senkt die Konzentrationen von Plasmacholesterin und Lipoproteinen im

Serum durch Hemmung der HMG-CoA-Reduktase und demzufolge der

Cholesterinbiosynthese in der Leber und erhöht die Anzahl der hepatischen LDL-

Rezeptoren auf der Zelloberfläche, wodurch die Aufnahme und der Abbau von LDL

beschleunigt wird.

Atorvastatin senkt die LDL-Produktion und die Anzahl von LDL-Teilchen. Atorvastatin

bewirkt einen tiefgreifenden und anhaltenden Anstieg der LDL-Rezeptor-Aktivität,

verbunden mit einer günstigen Veränderung in der Qualität der zirkulierenden LDL-

Partikel. Atorvastatin senkt wirksam den LDL-C-Spiegel bei Patienten mit homozygoter

Familiärer Hypercholesterinämie, d. h. bei einer Patientengruppe, die auf Lipidsenker

gewöhnlich nicht anspricht.

In einer Dosis-Wirkungs-Studie wurde nachgewiesen, dass Atorvastatin die

Konzentrationen von Gesamt-C (30-46 %), LDL-C (41-61 %), Apolipoprotein B (34-50 %)

und Triglyzeriden (14-33 %) senkt und gleichzeitig die Spiegel von HDL-C und

Apolipoprotein A1 unterschiedlich stark anhebt. Diese Ergebnisse treffen in gleichem Maß

auf Patienten mit Heterozygoter Familiärer Hypercholesterinämie, nicht familiären Formen

der Hypercholesterinämie sowie Gemischter Hyperlipidämie einschließlich Patienten mit

nicht insulinabhängigem Diabetes mellitus zu.

Die Senkung des Gesamt-Cholesterins, LDL-Cholesterins und Apolipoproteins B zeigte

nachweislich eine Reduktion des Risikos kardiovaskulärer Ereignisse und

kardiovaskulärer Todesfälle.

Homozygote Familiäre Hypercholesterinämie

In eine offene Multizenter-Compassionate-Use-Studie über acht Wochen mit einer

optionalen Verlängerungsphase von variabler Dauer wurden 335 Patienten

eingeschlossen. Bei 89 dieser Patienten wurde eine Homozygote Familiäre

Hypercholesterinämie diagnostiziert. Die durchschnittliche prozentuale Senkung des LDL-

Cholesterins belief sich bei diesen 89 Patienten auf ca. 20 %. Atorvastatin wurde in Dosen

von bis zu 80 mg pro Tag verabreicht.

Atherosklerose

In der REVERSAL-Studie („Reversing Atherosclerosis with Aggressive Lipid-Lowering

Study”) wurde die Wirkung einer intensiven Lipidsenkung mit 80 mg Atorvastatin mit der

Wirkung einer moderaten Lipidsenkung durch 40 mg Pravastatin auf die koronare

Atherosklerose mittels intravaskulärem Ultraschall (IVUS) während einer

Koronarangiographie bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit verglichen. Die

Ultraschalluntersuchung wurde in dieser randomisierten, doppelblinden, kontrollierten

Multizenterstudie bei insgesamt 502 Patienten vor Behandlungsbeginn und nach 18

Monaten durchgeführt. In der Atorvastatin-Gruppe (n = 253) war keine Progression der

Atherosklerose festzustellen.

Die mediane prozentuale Veränderung des gesamten atherosklerotischen

Plaquevolumens gegenüber dem Ausgangswert (primärer Endpunkt der Studie) betrug -

0,4 % (p = 0,98) in der Atorvastatin-Gruppe und +2,7 % (p = 0,001) in der Pravastatin-

Gruppe (n = 249). Die Unterschiede zwischen Atorvastatin und Pravastatin waren

statistisch signifikant (p = 0,02). Der Einfluss einer starken Lipidsenkung auf

kardiovaskuläre Endpunkte (z. B. Notwendigkeit von Revaskularisierung, nicht tödlicher

Myokardinfarkt, Tod aufgrund KHK) wurde in dieser Studie nicht untersucht.

Der durchschnittliche LDL-C-Spiegel sank in der Atorvastatin-Gruppe von einem

Ausgangswert von 3,89 mmol/l ± 0,7 (150 mg/dl ± 28) auf 2,04 mmol/l ± 0,8 (78,9 mg/dl ±

30) und in der Pravastatin-Gruppe von einem Ausgangswert von 3,89 mmol/l ± 0,7 (150

mg/dl ± 26) auf 2,85 mmol/l ± 0,7 (110 mg/dl ± 26) (p < 0,0001). Atorvastatin führte

darüber hinaus auch zu einer signifikanten Abnahme des durchschnittlichen

Gesamtcholesterins um 34,1 % (Pravastatin: -18,4 %, p <0,0001), der durchschnittlichen

Triglyzeridspiegel um 20 % (Pravastatin: -6,8 %, p = 0,0009) sowie des mittleren

Apolipoproteins B um 39,1 % (Pravastatin: -22,0 %, p <0,0001). Atorvastatin erhöhte das

mittlere HDL-C um 2,9 % (Pravastatin: +5,6 %, p = n. s.). Das CRP wurde in der

Atorvastatin-Gruppe um durchschnittlich 36,4 % verringert, verglichen mit einer 5,2%igen

Verringerung in der Pravastatin-Gruppe (p <0,0001).

Diese Studienergebnisse wurden mit einer 80-mg-Dosierung erreicht. Sie können daher

nicht auf niedrigere Dosierungen extrapoliert werden.

Die Sicherheits- und Verträglichkeitsprofile der beiden Behandlungsgruppen waren

vergleichbar.

Die Auswirkung einer intensiven Lipidsenkung auf schwere kardiovaskuläre Endpunkte

wurde in dieser Studie nicht untersucht. Daher ist die klinische Signifikanz dieser

bildgebenden Ergebnisse bezüglich der Primär- und Sekundärprävention kardiovaskulärer

Ereignisse nicht bekannt.

Akutes Koronarsyndrom

In der MIRACL-Studie wurde 80 mg Atorvastatin bei 3.086 Patienten (Atorvastatin Pfizer n

= 1.538; Plazebo n = 1.548) mit akutem Koronarsyndrom (Non-Q-Wave-Myokardinfarkt

oder instabile Angina pectoris) untersucht. Die Behandlung wurde in der akuten Phase

nach Klinikeinweisung begonnen und über 16 Wochen durchgeführt. Durch die Therapie

mit 80 mg Atorvastatin täglich verlängerte sich die Zeit bis zum Auftreten des

kombinierten primären Endpunktes (Tod jeglicher Ursache, nicht tödlicher Myokardinfarkt,

Herzstillstand mit Reanimation oder Angina pectoris mit Hinweis auf eine zugrunde

liegende Myokardischämie und erforderlicher Hospitalisierung), was eine Risikoreduktion

um 16 % (p = 0,048) bedeutet. Dies beruhte hauptsächlich auf einer Verringerung der

Wiedereinweisungen ins Krankenhaus bei Angina pectoris mit Hinweis auf eine zugrunde

liegende Myokardischämie um 26 % (p = 0,018). Die anderen sekundären Endpunkte

erreichten für sich alleine keine statistische Signifikanz (Insgesamt: Plazebo: 22,2 %;

Atorvastatin: 22,4 %).

Das Sicherheitsprofil von Atorvastatin in der MIRACL-Studie entsprach den unter

Abschnitt 4.8 gemachten Angaben.

Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen

In der ASCOT-LLA-Studie („Anglo-Scandinavian Cardiac Outcomes Trial Lipid Lowering

Arm“), einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie, wurde der Effekt

von Atorvastatin auf eine koronare Herzkrankheit mit tödlichem und nicht tödlichem

Ausgang untersucht. Die Patienten litten an Hypertonie, waren 40-79 Jahre alt, hatten

noch keinen Herzinfarkt erlitten und keine Behandlung wegen Angina pectoris erhalten,

und ihre Gesamtcholesterinspiegel betrugen

6,5 mmol/l (251 mg/dl). Alle Patienten

wiesen mindestens 3 der vorab definierten kardiovaskulären Risikofaktoren auf:

männliches Geschlecht, Alter

55 Jahre, Raucher, Diabetes, KHK bei einem Verwandten

1. Grades, Quotient aus Gesamt-C und HDL-C > 6, periphere Gefäßkrankheit,

Linksherzhypertrophie, zerebrovaskuläres Ereignis in der Anamnese, spezifische EKG-

Veränderungen, Proteinurie/Albuminurie. Nicht bei allen eingeschlossenen Patienten

konnte von einem hohen Risiko für ein erstes kardiovaskuläres Ereignis ausgegangen

werden.

Die Patienten erhielten eine antihypertensive Therapie (entweder auf der Basis von

Amlodipin oder Atenolol) und entweder 10 mg Atorvastatin täglich (n = 5.168) oder

Placebo (n = 5.137).

Die absolute und relative Risikoreduktion durch Atorvastatin ist in der folgenden Tabelle

aufgeführt.

Ereignis

Relative

Risiko-

reduktion (%)

Anzahl der

Ereignisse

(Atorvastatin

vs. Placebo)

Absolute

Risiko-

reduktion

p-Wert

Tödliche KHK plus nicht-tödliche

36 %

100 vs. 154

1,1 %

0,0005

Gesamtzahl der

kardiovaskulären Ereignisse und

Revaskularisierungsmaßnahmen

20 %

389 vs. 483

1,9 %

0,0008

Alle Koronarereignisse

29 %

178 vs. 247

1,4 %

0,0006

Berechnet auf Basis des Unterschieds zwischen den Rohdaten für die Ereignisraten

während eines medianen Beobachtungszeitraums von 3,3 Jahren.

Die Gesamtsterblichkeit und die kardiovaskuläre Sterblichkeit wurden nicht signifikant

verringert (185 vs. 212 Ereignisse, p = 0,17 und 74 vs. 82 Ereignisse, p = 0,51). In einer

geschlechtsbezogenen Subgruppenanalyse (81 % Männer, 19 % Frauen) konnte die

positive Wirkung von Atorvastatin bei Männern, jedoch nicht bei den Frauen

nachgewiesen werden, was jedoch möglicherweise auf die niedrige Fallzahl in der

Subgruppe der Frauen zurückzuführen war. Gesamtsterblichkeit und kardiovaskuläre

Sterblichkeit waren bei den weiblichen Patienten numerisch höher (38 vs. 30 und 17 vs.

12), erreichten jedoch keine statistische Signifikanz. Abhängig von der antihypertensiven

Basistherapie ergaben sich jedoch signifikante Auswirkungen: Der primäre Endpunkt

(koronare Herzkrankheit mit tödlichem Ausgang und nicht tödlicher Herzinfarkt) wurde

durch Atorvastatin bei den mit Amlodipin behandelten Patienten signifikant verringert (HR

0,47 (0,32 bis 0,69), p = 0,00008) jedoch nicht bei den mit Atenolol behandelten Patienten

(HR 0,83 (0,59 bis 1,17), p = 0,287).

Weiterhin wurde die Wirkung von Atorvastatin auf kardiovaskuläre Erkrankungen mit

tödlichem und nicht tödlichem Ausgang in einer randomisierten, doppelblinden,

placebokontrollierten Multizenterstudie, der CARDS-Studie („Collaborative Atorvastatin

Diabetes Study“), untersucht. Bei den Patienten handelte es sich um Typ-2-Diabetiker im

Alter zwischen 40 und 75 Jahren, ohne kardiovaskuläre Erkrankungen in der

Vorgeschichte und mit einem LDL-C von ≤ 4,14 mmol/l (160 mg/dl) und TG ≤ 6,78 mmol/l

(600 mg/dl). Alle Patienten hatten mindestens einen der folgenden Risikofaktoren:

Hypertonie, Rauchen, Retinopathie, Mikroalbuminurie oder Makroalbuminurie.

Über einen medianen Zeitraum von 3,9 Jahren erhielten diese Patienten entweder 10 mg

Atorvastatin pro Tag (n = 1.428) oder Placebo (n = 1.410).

Die absolute und relative Risikoreduktion durch Atorvastatin ist in der folgenden Tabelle

aufgeführt.

Ereignis

Relative

Risikoreduktion

Anzahl der

Ereignisse

(Atorvastatin

vs. Placebo)

Absolute

Risikore-

duktion

p-Wert

Gravierende kardiovaskuläre

Ereignisse (akute MIs mit

tödlichem und nicht tödlichem

Ausgang, stumme MIs,

plötzlicher KHK-bedingter

Tod, instabile Angina

pectoris, CABG, PTCA,

Revaskularisierung,

Schlaganfall)

37 %

83 vs. 127

3,2 %

0,0010

MI (akute MIs mit tödlichem

und nicht tödlichem Ausgang,

stumme MIs)

42 %

38 vs. 64

1,9 %

0,0070

Schlaganfall mit tödlichem

und nicht tödlichem Ausgang

48 %

21 vs. 39

1,4 %

0,0163

Berechnet auf Basis des Unterschieds zwischen den Rohdaten für die Ereignisraten

während eines medianen Beobachtungszeitraums von 3,9 Jahren.

AMI = akuter Myokardinfarkt; CABG = Koronare Bypassoperation; KHK = koronare

Herzkrankheit; MI = Myokardinfarkt; PTCA = perkutane transluminale

Koronarangioplastie.

Ein von Geschlecht, Alter oder LDL-C-Ausgangswert der Patienten abhängiger

Unterschied hinsichtlich des Behandlungseffekts wurde nicht nachgewiesen. Ein günstiger

Trend war bezüglich der Mortalitätsrate zu beobachten (82 Todesfälle in der

Placebogruppe vs. 61 Todesfälle in der Atorvastatin-Gruppe, p = 0,0592).

Rezidivierender Schlaganfall

In der SPARCL-Studie (Stroke Prevention by Aggressive Reduction in Cholesterol Levels)

wurde die Wirksamkeit gegen Schlaganfall von 80 mg Atorvastatin täglich oder Placebo

bei 4.731 Patienten untersucht, die während der letzten 6 Monate einen Schlaganfall oder

eine transiente ischämische Attacke (TIA) erlitten hatten und anamnestisch keine KHK

aufwiesen. Bei 60 % der Patienten handelte es sich um Männer, das Alter lag zwischen

21 und 92 Jahren (Durchschnitt: 63 Jahre), und der durchschnittliche LDL-Wert zu

Studienbeginn lag bei 133 mg/dl (3,4 mmol/l). Während der Behandlung mit Atorvastatin

betrug der mittlere LDL-C-Wert 73 mg/dl (1,9 mmol/l) und unter Placebo 129 mg/dl (3,3

mmol/l). Die Beobachtungsdauer betrug im Median 4,9 Jahre.

Atorvastatin 80 mg reduzierte die Wahrscheinlichkeit des primären Endpunktes

(Schlaganfall mit tödlichem oder nicht tödlichem Ausgang) um 15 % (HR 0,85; 95%-KI

0,72-1,00; p = 0,05 bzw. 0,84; 95%-KI 0,71-0,99; p = 0,03 nach Adjustierung für

Baselinefaktoren) versus Placebo. Die Gesamtmortalität betrug 9,1 % (216/2.365) unter

Atorvastatin versus 8,9 % (211/2.366) unter Placebo.

Einer Post-hoc-Analyse zufolge reduzierte Atorvastatin 80 mg die Inzidenz ischämischer

Schlaganfälle (218/2.365, 9,2 % vs. 274/2.366, 11,6 %, p = 0,01) und erhöhte die Inzidenz

hämorrhagischer Schlaganfälle (55/2.365, 2,3 % vs. 33/2.366, 1,4 %, p = 0,02) versus

Placebo.

Das Risiko für einen hämorrhagischen Schlaganfall war bei den Patienten erhöht, die

vor Eintritt in die Studie bereits einen hämorrhagischen Schlaganfall erlitten hatten

(7/45 unter Atorvastatin vs. 2/48 unter Placebo; HR 4,06; 95%-KI: 0,84 bis 19,57).

Das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall war zwischen beiden Gruppen

vergleichbar (3/45 unter Atorvastatin vs. 2/48 unter Placebo; HR 1,64; 95%-KI: 0,27

bis 9,82).

Bei den Patienten, die die Studie nach einem vorangegangenen lakunären Infarkt

begannen, war das Risiko für einen hämorrhagischen Schlaganfall erhöht (20/708

unter Atorvastatin vs. 4/701 unter Placebo; HR 4,99; 95%-KI: 1,71 bis 14,6), das

Risiko für einen ischämischen Schlaganfall dagegen ebenfalls erniedrigt (79/708

unter Atorvastatin vs. 102/701 unter Placebo; HR 0,76; 95%-KI: 0,57 bis 1,02).

Möglicherweise ist bei Patienten mit vorangegangenem lakunärem Infarkt, die 80 mg

Atorvastatin täglich erhalten, das Nettorisiko für einen Schlaganfall erhöht.

Die Gesamtmortalität betrug in der Subgruppe der Patienten mit hämorrhagischem

Schlaganfall in der Anamnese 15,6 % (7/45) unter Atorvastatin gegenüber 10,4 % (5/48)

unter Placebo. In der Subgruppe der Patienten mit lakunärem Infarkt in der Anamnese

betrug die Gesamtmortalität 10,9 % (77/708) unter Atorvastatin versus 9,1 % (64/701)

unter Placebo.

Kinder und Jugendliche

Heterozygote Familiäre Hypercholesterinämie bei pädiatrischen Patienten im Alter von 6

bis 17 Jahren

In einer 8-wöchigen, offenen Studie wurden Pharmakokinetik, Pharmakodynamik,

Sicherheit und Verträglichkeit von Atorvastatin bei Kindern und Jugendlichen mit

genetisch nachgewiesener heterozygoter Familiärer Hypercholesterinämie und LDL-C-

Ausgangswerten ≥ 4 mmol/l untersucht. Insgesamt wurden 39 Kinder und Jugendliche im

Alter von 6 bis 17 Jahren in die Studie aufgenommen. Kohorte A umfasste 15 Kinder in

Tanner-Stadium 1 (6 bis 12 Jahre), Kohorte B 24 Kinder in den Tanner-Stadien ≥ 2 (10 bis

17 Jahre).

Die Anfangsdosis von Atorvastatin betrug in Kohorte A 5 mg täglich als Kautablette, in

Kohorte B 10 mg täglich in einer Tablettenformulierung. Die Atorvastatin-Dosis konnte

verdoppelt werden, wenn der angestrebte LDL-C-Spiegel von < 3,35 mmol/l nach

Woche 4 nicht erreicht war und Atorvastatin gut vertragen wurde.

Die Mittelwerte für LDL-C, Gesamt-C, VLDL-C und Apo B gingen bei allen Probanden bis

Woche 2 zurück. Bei den Probanden, bei denen die Dosis verdoppelt wurde, waren schon

bei der ersten Untersuchung 2 Wochen nach der Dosissteigerung zusätzliche Rückgänge

zu beobachten. Das mittlere Ausmaß der prozentualen Senkung der Lipidparameter war

in beiden Kohorten vergleichbar, unabhängig davon, ob die Anfangsdosis beibehalten

oder verdoppelt wurde. Bei den gegebenen Expositionen betrug die prozentuale

Veränderung von LDL-C und Gesamt-C versus Baseline nach Woche 8 im Durchschnitt

ca. 40 % bzw. 30 %.

Heterozygote Familiäre Hypercholesterinämie bei pädiatrischen Patienten im Alter von 10-

17 Jahren

In einer placebokontrollierten Doppelblindstudie mit offener Verlängerungsphase wurden

187 männliche und postmenarchale weibliche Patienten im Alter von 10-17 Jahren

(mittleres Alter 14,1 Jahre) mit heterozygoter Familiärer Hypercholesterinämie (FH) oder

schwerer Hypercholesterinämie randomisiert einer 26-wöchigen Behandlung mit

Atorvastatin (n = 140) oder Placebo (n = 47) zugewiesen; anschließend erhielten alle

Patienten über weitere 26 Wochen Atorvastatin. Die Atorvastatin-Dosis (einmal täglich)

betrug in den ersten 4 Wochen 10 mg und wurde dann auf 20 mg erhöht, wenn der LDL-

C-Spiegel über 3,36 mmol/l lag. Während der 26-wöchigen Doppelblindphase senkte

Atorvastatin signifikant die Plasmaspiegel von Gesamt-C, LDL-C, Triglyzeriden und

Apolipoprotein B. Der während der 26-wöchigen Doppelblindphase erzielte LDL-C-Wert

betrug im Mittel 3,38 mmol/l (Spanne: 1,81-6,26 mmol/l) in der Atorvastatin-Gruppe versus

5,91 mmol/l (Spanne: 3,93-9,96 mmol/l) in der Placebogruppe.

In einer weiteren Studie zu Atorvastatin versus Colestipol bei pädiatrischen Patienten im

Alter von 10-18 Jahren mit Hypercholesterinämie senkte Atorvastatin (n = 25) den LDL-C-

Spiegel nach Woche 26 im Vergleich zu Colestipol (n = 31) signifikant (p < 0,05).

An einer Compassionate-Use-Studie mit Patienten mit schwerer Hypercholesterinämie

(einschließlich homozygoter Hypercholesterinämie) nahmen 46 pädiatrische Patienten

teil, deren Atorvastatin-Dosis in Abhängigkeit vom Ansprechen titriert wurde (einige

Patienten erhielten 80 mg Atorvastatin pro Tag). Die Studie dauerte 3 Jahre: Der LDL-

Cholesterinspiegel wurde um 36 % gesenkt.

Die langfristige Wirksamkeit der Atorvastatin-Therapie in der Kindheit hinsichtlich der

Reduktion von Morbidität und Mortalität im Erwachsenenalter ist nicht nachgewiesen.

Die Europäische Arzneimittelagentur hat die Pflicht zur Vorlage der Ergebnisse von

Studien zur Anwendung von Atorvastatin bei Kindern von 0 bis < 6 Jahren zur

Behandlung der heterozygoten Hypercholesterinämie und bei Kindern von 0 bis < 18

Jahren zur Behandlung der homozygoten Familiären Hypercholesterinämie, der

kombinierten (gemischten) Hypercholesterinämie und der Primären Hypercholesterinämie

sowie zur Prävention kardiovaskulärer Ereignisse aufgehoben (Informationen zur

Anwendung bei pädiatrischen Patienten siehe Abschnitt 4.2).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Atorvastatin wird nach oraler Verabreichung schnell resorbiert; die maximale

Plasmakonzentration (C

) wird nach ein bis 2 Stunden erreicht. Das Ausmaß der

Resorption steigt proportional mit der Wirkstoffdosis an. Atorvastatin Filmtabletten sind im

Vergleich zu einer oralen Lösung zu 95 bis 99 % biologisch verfügbar. Die absolute

Bioverfügbarkeit von Atorvastatin beträgt annähernd 12 %, und die systemisch verfügbare

Hemmaktivität der HMG-CoA-Reduktase beträgt ca. 30 %. Die geringe systemische

Verfügbarkeit wird der präsystemischen Clearance in der gastrointestinalen Mukosa

und/oder einem First-Pass-Metabolismus in der Leber zugeschrieben.

Verteilung

Das mittlere Verteilungsvolumen von Atorvastatin beträgt ca. 381 Liter. Atorvastatin ist

zu ≥ 98 % an Plasmaproteine gebunden.

Biotransformation

Atorvastatin wird vom Cytochrom-P-450-Isoenzym 3A4 zu ortho- und parahydroxylierten

Derivaten und verschiedenen Beta-Oxidationsprodukten metabolisiert. Diese Produkte

werden zum Teil durch Glucuronidierung weiter metabolisiert. In vitro ist die Hemmung

der HMG-CoA-Reduktase durch ortho- und parahydroxylierte Metaboliten und durch

Atorvastatin äquivalent. Annähernd 70 % der zirkulierenden Hemmaktivität für die HMG-

CoA-Reduktase werden den aktiven Metaboliten zugeschrieben.

Elimination

Atorvastatin wird nach hepatischer und/oder extrahepatischer Umwandlung hauptsächlich

über die Galle eliminiert. Jedoch scheint Atorvastatin keinem signifikanten

enterohepatischen Kreislauf zu unterliegen. Die mittlere Eliminationshalbwertszeit von

Atorvastatin aus dem Plasma beträgt beim Menschen annähernd 14 Stunden. Die

Halbwertszeit für die HMG-CoA-Reduktase-Hemmaktivität beträgt annähernd 20 bis 30

Stunden. Dies wird auf den Beitrag der aktiven Metaboliten zurückgeführt.

Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten: Der Plasmaspiegel von Atorvastatin und seinen aktiven Metaboliten ist

bei gesunden älteren Menschen höher als bei jungen Erwachsenen, während die Wirkung

auf die Lipide bei älteren Patienten vergleichbar zu der bei jungen Patienten ist.

Kinder und Jugendliche: In einer 8-wöchigen, offenen Studie wurden pädiatrische

Patienten (Alter 6-17 Jahre) der Tanner-Stadien 1 (n = 15) und ≥ 2 (n = 24) mit

heterozygoter Familiärer Hypercholesterinämie und LDL-C-Ausgangswerten

von ≥ 4 mmol/l mit einmal täglich Atorvastatin 5 oder 10 mg als Kautablette bzw. 10 oder

20 mg als Filmtablette behandelt. In einem pharmakokinetischen Populationsmodell für

Atorvastatin war das Körpergewicht die einzige signifikante Kovariate. Bei allometrischer

Skalierung nach dem Körpergewicht glich die apparente orale Clearance von Atorvastatin

bei pädiatrischen Patienten weitgehend der bei Erwachsenen. Im gesamten Bereich der

untersuchten Expositionen gegenüber Atorvastatin und o-Hydroxyatorvastatin wurden

konsistente Senkungen von LDL-C und Gesamt-C beobachtet.

Geschlecht:

Die Konzentrationen von Atorvastatin und seinen aktiven Metaboliten

unterscheiden sich bei Frauen und Männern (Frauen: C

ca. 20 % höher und AUC ca.

10 % kleiner). Diese Unterschiede hatten keine klinische Bedeutung; daraus resultierten

keine klinisch signifikanten Unterschiede in der Wirkung auf die Lipide zwischen Männern

und Frauen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Eine Erkrankung der Nieren hat keinen

Einfluss auf die Plasmaspiegel von Atorvastatin und seine aktiven Metaboliten oder ihre

Wirkungen auf die Lipide.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Die Plasmakonzentrationen von Atorvastatin

und seinen aktiven Metaboliten sind deutlich erhöht (C

annähernd 16-fach und AUC

annähernd 11-fach) bei Patienten mit chronischer alkoholbedingter Lebererkrankung

(Child-Pugh B).

SLOC1B1-Polymorphie

: Die hepatische Aufnahme aller HMG-CoA-Reduktase-

Hemmstoffe einschließlich Atorvastatin geschieht u. a. über den OATP1B1-Transporter.

Bei Patienten mit SLCO1B1-Polymorphie besteht das Risiko einer erhöhten Aufnahme

von Atorvastatin, was zu einem erhöhten Rhabdomyolyse-Risiko führen kann (siehe

Abschnitt 4.4). Eine Nukleotidpolymorphie in dem Gen, das für OATP1B1 codiert

(SLCO1B1 c.521CC), führt im Vergleich zu Personen ohne diese Genotyp-Variante

(c.521TT) zu einer 2,4-fach höheren Atorvastatin-Exposition (AUC). Bei diesen Patienten

ist darüber hinaus eine genetisch bedingte Störung der hepatischen Aufnahme von

Atorvastatin möglich. Eventuelle Auswirkungen auf die Wirksamkeit sind nicht bekannt.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Bei vier In-vitro-Tests und einem In-vivo-Testsystem zeigte Atorvastatin kein mutagenes

oder klastogenes Potenzial. Bei Ratten erwies sich Atorvastatin als nicht karzinogen. Bei

Ratten erwies sich Atorvastatin als nicht karzinogen. Bei Mäusen kam es jedoch bei

hohen Dosen (die zu einer 6- bis 11-fach höheren AUC

0-24 h

führten, als mit der höchsten

empfohlenen Dosis beim Menschen erreicht wird) zu hepatozellulären Adenomen bei den

männlichen und zu hepatozellulären Karzinomen bei den weiblichen Versuchstieren.

Aus tierexperimentellen Studien gibt es Hinweise, dass HMG-CoA-Reduktase-Hemmer

die Entwicklung von Embryo oder Fötus beeinflussen können. Bei Ratten, Kaninchen und

Hunden beeinflusste Atorvastatin die Fertilität nicht, und es war nicht teratogen. Bei

maternal toxischen Dosen wurde jedoch bei Ratten und Kaninchen eine fötotoxische

Wirkung beobachtet. Bei einer Exposition des Muttertiers mit hohen Atorvastatin-Dosen

kam es bei Ratten zu einer verzögerten Entwicklung und einer verringerten

Überlebensrate des Nachwuchses. Bei Ratten ergaben sich Hinweise auf eine

Plazentagängigkeit. Die Atorvastatinkonzentrationen sind bei Ratten im Plasma und in der

Muttermilch ähnlich. Ob Atorvastatin oder seine Metaboliten in die menschliche

Muttermilch übergehen, ist nicht bekannt.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Mannitol (Ph. Eur.)

Copovidon

Natriumcarbonat

Croscarmellose-Natrium

Mikrokristalline Cellulose

Lactose-Monohydrat

Natriumdodecylsulfat

Hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]

Tablettenüberzug:

Poly(vinylalkohol)

Titandioxid (E171)

Talkum

Entölte Phospholipide aus Sojabohnen

Xanthangummi

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Atorvastatin Aurobindo Filmtabletten sind in Blisterpackungen aus Polyamid/

Aluminiumfolie/ PVC-Aluminiumfolie erhältlich.

Packungsgrößen:

30, 50 und 100 Filmtabletten

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNGEN

Aurobindo Pharma GmbH

Willy-Brandt-Allee 2

81829 München

Telefon: 089/3700338-0

Telefax: 089/3700338-22

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

90582.00.00

90583.00.00

90584.00.00

90585.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN

17.03.2015

10. STAND DER INFORMATION

April 2015

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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