Valsartan Denk 320 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Wirkstoff:
Valsartan
Verfügbar ab:
Denk Pharma GmbH & Co. KG
ATC-Code:
C09CA03
INN (Internationale Bezeichnung):
Valsartan
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Valsartan 320.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
73953.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Valsartan Denk 40 mg Filmtabletten

Valsartan Denk 80 mg Filmtabletten

Valsartan Denk 160 mg Filmtabletten

Valsartan Denk 320 mg Filmtabletten

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1. Was ist Valsartan Denk und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Valsartan Denk beachten?

3. Wie ist Valsartan Denk einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Valsartan Denk aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Valsartan Denk und wofür wird es angewendet?

Valsartan Denk enthält den Wirkstoff Valsartan und gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die als

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bekannt sind und helfen, einen hohen Blutdruck zu

kontrollieren. Angiotensin II ist eine körpereigene Substanz, welche die Blutgefäße verengt und damit

bewirkt, dass Ihr Blutdruck ansteigt. Valsartan Denk wirkt durch eine Blockade des Effekts von

Angiotensin-II. Dadurch werden die Blutgefäße erweitert und der Blutdruck gesenkt.

Valsartan Denk 40 mg Filmtabletten können für die Behandlung von drei verschiedenen Erkrankungen

verwendet werden:

zur Behandlung eines hohen Blutdrucks bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18

Jahren

. Ein hoher Blutdruck vergrößert die Belastung für Herz und Arterien. Wenn ein hoher

Blutdruck über einen längeren Zeitraum besteht, kann dies die Blutgefäße von Gehirn, Herz und

Nieren schädigen. Dies kann zu Schlaganfall, Herz- oder Nierenversagen führen. Ein hoher

Blutdruck erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt. Die Senkung Ihres Blutdrucks auf Normalwerte

verringert das Risiko, eine dieser Erkrankungen zu erleiden.

zur Behandlung von erwachsenen Patienten nach einem vor kurzem aufgetretenen

Herzinfarkt

(Myokardinfarkt). „Vor kurzem“ bedeutet hier zwischen 12 Stunden und 10 Tagen

zurückliegend.

Valsartan Denk kann zur Behandlung von symptomatischer Herzleistungsschwäche

(Herzinsuffizienz) bei erwachsenen Patienten angewendet werden

. Valsartan Denk wird

angewendet, wenn eine Gruppe von Arzneimitteln, die Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer

(ACE-Hemmer) genannt werden (Arzneimittel zur Behandlung von Herzleistungsschwäche), nicht

angewendet werden kann. Es kann auch zusätzlich zu ACE-Hemmern angewendet werden, wenn

andere Arzneimittel gegen Herzleistungsschwäche nicht angewendet werden können. Eine

Herzleistungsschwäche ist verbunden mit Kurzatmigkeit und Schwellung von Füßen und Beinen

aufgrund von Flüssigkeitseinlagerungen. Herzleistungsschwäche bedeutet, dass der Herzmuskel

das Blut nicht mehr stark genug pumpen kann, um den ganzen Körper mit der benötigten

Blutmenge zu versorgen.

Valsartan Denk 80 mg Filmtabletten können für die

Behandlung von drei verschiedenen

Erkrankungen verwendet werden:

zur Behandlung eines hohen Blutdrucks bei Erwachsenen und bei Kindern und

Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren

. Ein hoher Blutdruck vergrößert die Belastung für

Herz und Arterien. Wenn ein hoher Blutdruck über einen längeren Zeitraum besteht, kann dies die

Blutgefäße von Gehirn, Herz und Nieren schädigen. Dies kann zu Schlaganfall, Herz- oder

Nierenversagen führen. Ein hoher Blutdruck erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt. Die Senkung

Ihres Blutdrucks auf Normalwerte verringert das Risiko, eine dieser Erkrankungen zu erleiden.

zur Behandlung von erwachsenen Patienten nach einem vor kurzem aufgetretenen

Herzinfarkt

(Myokardinfarkt). “Vor kurzem” bedeutet hier zwischen 12 Stunden und 10 Tagen

zurückliegend.

Valsartan Denk kann zur Behandlung von symptomatischer Herzleistungsschwäche

(Herzinsuffizienz) bei erwachsenen Patienten angewendet werden.

Valsartan Denk wird

angewendet, wenn eine Gruppe von Arzneimitteln, die Angiotensin-Converting-Enzym- Hemmer

(ACE-Hemmer) genannt werden (Arzneimittel zur Behandlung von Herzleistungsschwäche), nicht

angewendet werden kann. Es kann auch zusätzlich zu ACE-Hemmern angewendet werden, wenn

andere Arzneimittel gegen Herzleistungsschwäche nicht angewendet werden können.

Eine Herzleistungsschwäche ist verbunden mit Kurzatmigkeit und Schwellung von Füßen und

Beinen aufgrund von Flüssigkeitseinlagerungen. Herzleistungsschwäche bedeutet, dass der

Herzmuskel das Blut nicht mehr stark genug pumpen kann, um den ganzen Körper mit der

benötigten Blutmenge zu versorgen.

Valsartan Denk 160 mg protect Filmtabletten können für die Behandlung von drei verschiedenen

Erkrankungen verwendet werden:

zur Behandlung eines hohen Blutdrucks bei Erwachsenen und bei Kindern und Jugendlichen

im Alter von 6 bis 18 Jahren

. Ein hoher Blutdruck vergrößert die Belastung für Herz und

Arterien. Wenn ein hoher Blutdruck über einen längeren Zeitraum besteht, kann dies die

Blutgefäße von Gehirn, Herz und Nieren schädigen. Dies kann zu Schlaganfall, Herz- oder

Nierenversagen führen. Ein hoher Blutdruck erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt. Die Senkung

Ihres Blutdrucks auf Normalwerte verringert das Risiko, eine dieser Erkrankungen zu erleiden.

zur Behandlung von erwachsenen Patienten nach einem vor kurzem aufgetretenen

Herzinfarkt

(Myokardinfarkt). “Vor kurzem” bedeutet hier zwischen 12 Stunden und 10 Tagen

zurückliegend.

Valsartan Denk kann zur Behandlung von symptomatischer Herzleistungsschwäche

(Herzinsuffizienz) bei erwachsenen Patienten angewendet werden

. Valsartan Denk wird

angewendet, wenn eine Gruppe von Arzneimitteln, die Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer

(ACE-Hemmer) genannt werden (Arzneimittel zur Behandlung von Herzleistungsschwäche), nicht

angewendet werden kann. Es kann auch zusätzlich zu ACE-Hemmern angewendet werden, wenn

andere Arzneimittel gegen Herzleistungsschwäche nicht angewendet werden können. Eine

Herzleistungsschwäche ist verbunden mit Kurzatmigkeit und Schwellung von Füßen und Beinen

aufgrund von Flüssigkeitseinlagerungen. Herzleistungsschwäche bedeutet, dass der Herzmuskel

das Blut nicht mehr stark genug pumpen kann, um den ganzen Körper mit der benötigten

Blutmenge zu versorgen.

Valsartan Denk 320 mg forte Filmtabletten

können verwendet werden

zur Behandlung eines hohen Blutdrucks bei Erwachsenen und bei Kindern und Jugendlichen

im Alter von 6 bis 18 Jahren

. Ein hoher Blutdruck vergrößert die Belastung für Herz und

Arterien. Wenn ein hoher Blutdruck über einen längeren Zeitraum besteht, kann dies die

Blutgefäße von Gehirn, Herz und Nieren schädigen. Dies kann zu Schlaganfall, Herz- oder

Nierenversagen führen. Ein hoher Blutdruck erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt. Die Senkung

Ihres Blutdrucks auf Normalwerte verringert das Risiko, eine dieser Erkrankungen zu erleiden.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Valsartan Denk beachten?

Valsartan Denk darf nicht eingenommen werden:

wenn Sie allergisch gegen Valsartan, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6 genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie eine

schwere Lebererkrankung

haben.

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind. Es wird empfohlen, Valsartan Denk auch in der

frühen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und

Stillzeit“.

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Wenn irgendeiner dieser Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und nehmen Sie

Valsartan Denk nicht ein.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Valsartan Denk einnehmen

wenn Sie eine Lebererkrankung haben.

wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben oder dialysiert werden müssen

.

wenn Sie an einer Verengung der Nierenarterie leiden.

wenn bei Ihnen vor kurzem eine Nierentransplantation (Erhalt einer neuen Niere) durchgeführt

wurde.

wenn Sie außer einer symptomatischen Herzleistungsschwäche oder Herzinfarkt eine andere

schwere Herzerkrankung haben.

wenn Sie jemals während der Einnahme weiterer Arzneimittel (einschließlich eines ACE-

Inhibitors) ein Anschwellen von Zunge und Gesicht hatten, hervorgerufen durch eine als

Angioödem bezeichnete allergische Reaktion, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Wenn diese Symptome

während der Einnahme von Valsartan Denk auftreten, brechen Sie die Einnahme von Valsartan

Denk sofort ab und nehmen Sie es nie mehr ein. Siehe auch Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen

sind möglich?“

wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die das Kalium in Ihrem Blut erhöhen. Dazu gehören

Kaliumpräparate oder kaliumhaltige Salzersatzmittel, kaliumsparende Arzneimittel und Heparin.

Es kann dann notwendig sein, die Kaliumwerte in Ihrem Blut regelmäßig zu kontrollieren.

wenn Sie an Hyperaldosteronismus leiden, einer Krankheit, bei der Ihre Nebennieren eine zu große

Menge des Hormons Aldosteron bilden. In diesem Fall wird die Anwendung von Valsartan Denk

nicht empfohlen.

wenn Sie aufgrund von Durchfall oder Erbrechen viel Flüssigkeit verloren haben (d. h. dehydriert

sind) oder wenn Sie hohe Dosen harntreibender Medikamente (Diuretika) einnehmen.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

wenn Sie eine Behandlung mit einem ACE-Hemmer zusammen mit bestimmten anderen

Arzneimitteln zur Behandlung von Herzleistungsschwäche erhalten, die Mineralokortikoid-

Rezeptor-Antagonisten (MRA) (z. B. Spironolacton, Eplerenon) oder Betablocker (z. B.

Metoprolol) genannt werden.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen. Siehe auch Abschnitt „Valsartan Denk

darf nicht eingenommen werden“. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein

(oder schwanger werden könnten / möchten). Die Einnahme von Valsartan Denk in der frühen Phase

der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Valsartan Denk darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Valsartan Denk in diesem

Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“).

Einnahme von Valsartan Denk zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Der Behandlungserfolg kann beeinflusst werden, wenn Valsartan Denk zusammen mit bestimmten

anderen Arzneimitteln verwendet wird. Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen

und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen. Dies gilt sowohl für verschreibungspflichtige als auch

für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, insbesondere für:

andere Arzneimittel, die den Blutdruck senken,

vor allem für

harntreibende Mittel

(Diuretika),

Arzneimittel, die das Kalium

in Ihrem Blut

erhöhen

. Dazu gehören Kaliumpräparate oder

kaliumhaltige Salzersatzmittel, kaliumsparende Arzneimittel und Heparin.

bestimmte Schmerzmittel

, die als nicht-steroidale Entzündungshemmer (

NSAIDs)

bezeichnet

werden.

einige Antibiotika (Rifamycin-Gruppe), ein Arzneimittel, das zum Schutz vor

Transplantatabstoßung angewendet wird (Ciclosporin), oder ein antiretrovirales Arzneimittel, das

zur Behandlung von HIV/AIDS eingesetzt wird (Ritonavir). Diese Arzneimittel können den Effekt

von Valsartan Denk erhöhen.

Lithium

, ein Arzneimittel zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen.

Außerdem:

wenn Sie

nach einem Herzinfarkt behandelt werden

, wird eine Kombination mit einem

ACE-

Hemmer

(ein Arzneimittel zur Behandlung des Herzinfarkts) nicht empfohlen.

wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte „Valsartan Denk

darf nicht eingenommen werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

wenn Sie eine Behandlung mit einem ACE-Hemmer zusammen mit bestimmten anderen

Arzneimitteln

zur Behandlung von Herzleistungsschwäche

erhalten, die Mineralokortikoid-

Rezeptor-Antagonisten (MRA) (z. B. Spironolacton, Eplerenon) oder Betablocker (z. B.

Metoprolol) genannt werden; eine solche Dreifach-kombination wird nicht empfohlen.

Einnahme von Valsartan Denk zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Sie können Valsartan Denk zusammen mit oder ohne Nahrung einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten / möchten).

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Valsartan Denk vor einer

Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen

ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Valsartan Denk in der frühen

Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Valsartan Denk darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Valsartan Denk in diesem

Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen

. Valsartan

Denk wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen. Ihr Arzt kann eine andere

Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im

Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bevor Sie ein Fahrzeug, Werkzeuge oder eine Maschine bedienen oder eine andere Tätigkeit ausüben,

die Konzentration erfordert, sollten Sie vorher wissen, wie Sie auf die Wirkung von Valsartan Denk

reagieren. Wie viele andere Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks kann Valsartan Denk in

seltenen Fällen Schwindel verursachen und die Konzentrationsfähigkeit beeinflussen.

3. Wie ist Valsartan Denk einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein, um das beste

Behandlungsergebnis zu erzielen und das Risiko von Nebenwirkungen zu verringern. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Personen mit hohem Blutdruck

merken oft keine Anzeichen dieses Problems. Viele können sich völlig gesund fühlen. Das macht es

umso wichtiger, die Termine bei Ihrem Arzt einzuhalten, auch wenn Sie sich wohl fühlen.

Erwachsene Patienten mit Bluthochdruck

Die empfohlene Dosis beträgt 80 mg pro Tag. In einigen Fällen kann Ihr Arzt eine höhere Dosis (z. B.

160 mg oder 320 mg) oder zusätzlich ein anderes Arzneimittel (z. B. ein Diuretikum) verschreiben.

Kinder und Jugendliche (im Alter von 6 bis 18 Jahren) mit Bluthochdruck

Bei Patienten, die weniger als 35 kg wiegen, ist die empfohlene Dosis einmal täglich 40 mg Valsartan.

Bei Patienten, die 35 kg oder mehr wiegen, ist die empfohlene Anfangsdosis einmal täglich 80 mg

Valsartan.

In einigen Fällen kann Ihr Arzt höhere Dosen verschreiben (die Dosis kann auf 160 mg und bis zu

maximal 320 mg erhöht werden).

Erwachsene Patienten nach einem vor kurzem aufgetretenen Herzinfarkt

: Nach einem

Herzinfarkt wird mit der Behandlung im Allgemeinen schon nach 12 Stunden begonnen,

üblicherweise in einer niedrigen Dosis von 2-mal täglich 20 mg. Eine Dosis von 20 mg erhalten Sie

durch Teilen der 40-mg-Filmtablette. Ihr Arzt wird dann die Dosis schrittweise über mehrere Wochen

bis zu einem Maximum von 2-mal täglich 160 mg steigern. Die endgültige Dosis hängt davon ab,

welche Dosis Sie persönlich vertragen.

Valsartan Denk kann zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung des Herzinfarkts gegeben

werden, und Ihr Arzt wird darüber entscheiden, welche Behandlung für Sie geeignet ist.

Erwachsene Patienten mit Herzleistungsschwäche

: Die Behandlung beginnt im Allgemeinen mit

einer Dosis von 2-mal täglich 40 mg. Ihr Arzt wird dann die Dosis schrittweise über mehrere Wochen

bis zu einem Maximum von 2-mal täglich 160 mg steigern. Die endgültige Dosis hängt davon ab,

welche Dosis Sie persönlich vertragen.

Valsartan Denk kann zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der

Herzleistungsschwäche gegeben werden, und Ihr Arzt wird darüber entscheiden, welche Behandlung

für Sie geeignet ist.

Art der Anwendung

Sie können Valsartan Denk mit oder ohne Nahrung einnehmen. Schlucken Sie die Tabletten mit einem

Glas Wasser. Nehmen Sie Valsartan Denk jeden Tag etwa zur gleichen Zeit ein.

Allgemeine Dosierungsempfehlungen:

Valsartan Denk ist in vier Stärken erhältlich: 40 mg, 80 mg, 160 mg und 320 mg. Die Tabletten aller

Stärken können in gleiche Dosen geteilt werden.

Wenn Sie eine größer Menge von Valsartan Denk eingenommen haben, als Sie sollten

Falls es zum Auftreten von starkem Schwindel kommt und/oder Sie das Gefühl haben, ohnmächtig zu

werden, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt und legen Sie sich hin. Wenn Sie versehentlich zu

viele Tabletten eingenommen haben, nehmen Sie unverzüglich Kontakt mit Ihrem Arzt, Apotheker

oder einem Krankenhaus auf.

Wenn Sie die Einnahme von Valsartan Denk vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie sie, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn es jedoch

schon fast Zeit ist, die nächste Dosis zu nehmen, lassen Sie die vergessene Dosis aus.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Valsartan Denk abbrechen

Das Abbrechen der Behandlung mit Valsartan Denk kann dazu führen, dass sich Ihre Krankheit

verschlechtert. Beenden Sie die Behandlung nicht, es sei denn Ihr Arzt sagt Ihnen, dass Sie die

Behandlung beenden sollen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein und bedürfen einer unverzüglichen

medizinischen Aufmerksamkeit:

Es kann sein, dass Sie Anzeichen eines Angioödems (eine spezielle allergische Reaktion) bemerken,

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen

Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken

Nesselsucht und Juckreiz.

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome an sich bemerken, brechen Sie die Einnahme

von Valsartan Denk ab und suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf (siehe auch Abschnitt 2

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Andere Nebenwirkungen umfassen:

Häufig

(kann bis zu 1 von 10 Patienten betreffen)

Schwindel

Niedriger Blutdruck mit oder ohne Symptome wie Schwindel und Ohnmacht beim Aufstehen

Herabgesetzte Nierenfunktion (Zeichen einer Nierenfunktionseinschränkung) Gelegentlich (kann

bis zu 1 von 100 Patienten betreffen)

Angioödeme (siehe Abschnitt „Einige Symptome bedürfen einer unverzüglichen medizinischen

Aufmerksamkeit“)

Plötzlicher Bewusstseinsverlust (Synkope)

Drehschwindel (Vertigo)

Stark verminderte Nierenfunktion (Zeichen von akutem Nierenversagen) Muskelkrämpfe,

Herzrhythmusstörungen (Zeichen einer Hyperkaliämie)

Atemnot, Schwierigkeiten beim Atmen im Liegen, geschwollene Füße oder Beine (Zeichen einer

Herzleistungsschwäche)

Kopfschmerzen

Husten

Bauchschmerzen

Übelkeit

Durchfall

Müdigkeit

Schwäche

Nicht bekannt

(Die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Blasenbildung der Haut (Zeichen für eine bullöse Dermatitis)

Allergische Reaktionen mit Hautausschlag, Juckreiz und Nesselsucht; Symptome wie Fieber,

geschwollene Gelenke und Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten

und/oder grippeartige Symptome (Zeichen der Serumkrankheit) können auftreten

Purpurrote punktförmige Hauterscheinungen, Fieber, Juckreiz (Zeichen einer Entzündung der

Blutgefäße, auch als Vaskulitis bezeichnet)

Ungewöhnliche Blutungen oder Blutergüsse (Zeichen einer Thrombozytopenie)

Muskelschmerzen (Myalgie)

Fieber, Halsschmerzen oder Geschwüre im Mund aufgrund von Infektionen (Symptome einer

niedrigen Zahl von weißen Blutzellen, auch als Neutropenie bezeichnet)

Erniedrigte Hämoglobinwerte und verminderter prozentualer Anteil roter Blutzellen im Blut (die in

schweren Fällen zu einer Anämie führen können)

Erhöhte Kaliumwerte im Blut (die in schweren Fällen Muskelkrämpfe und Herzrhythmusstörungen

hervorrufen können)

Erhöhte Leberfunktionswerte (die auf eine Leberschädigung hinweisen können) einschließlich

einer Erhöhung der Bilirubinwerte im Blut (die in schweren Fällen eine Gelbfärbung der Haut und

der Augenbindehaut hervorrufen können)

Erhöhung der Harnstoffstickstoffwerte im Blut und erhöhte Serumkreatininwerte (die auf eine

gestörte Nierenfunktion hindeuten können)

Erniedrigte Natriumwerte im Blut (die in schweren Fällen Müdigkeit, Verwirrung,

Muskelzuckungen und/oder Krämpfe hervorrufen können)

Entölte Phospholipide aus Sojabohnen können sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.

Die Häufigkeit mancher Nebenwirkungen kann in Abhängigkeit von Ihrer persönlichen Erkrankung

variieren. Zum Beispiel wurden Nebenwirkungen wie Schwindel und eine herabgesetzte

Nierenfunktion bei erwachsenen Patienten, die gegen hohen Blutdruck behandelt wurden, weniger

häufig beobachtet als bei erwachsenen Patienten, die gegen Herzinsuffizienz oder nach einem vor

kurzem aufgetretenen Herzinfarkt behandelt wurden. Die Nebenwirkungen bei Kindern und

Jugendlichen sind ähnlich wie die bei Erwachsenen beobachteten Nebenwirkungen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Valsartan Denk aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 30 °C lagern.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: wenn die

Verpackung Beschädigungen aufweist oder wenn Sie den Verdacht haben, dass es sich um eine

Produktfälschung handelt.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Valsartan Denk enthält

Der Wirkstoff ist: Valsartan

Eine Valsartan Denk 40 mg Filmtablette enthält 40 mg Valsartan.

Eine Valsartan Denk 80 mg Filmtablette enthält 80 mg Valsartan.

Eine Valsartan Denk 160 mg Filmtablette enthält 160 mg Valsartan.

Eine Valsartan Denk 320 mg Filmtablette enthält 320 mg Valsartan.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte Stärke (aus Mais), Crospovidon (Typ A), Magnesiumstearat

(Ph.Eur.)

[pflanzlich],

hochdisperses

Siliciumdioxid,

Poly(vinylalkohol)

teilw.

hydrolysiert,

Titandioxid (E171), Talkum, Macrogol 3350, Phospholipide (aus Soja), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H20

(E172), Eisen(III)-oxid (E172), Eisen(II,III)-oxid (E172)

Valsartan Denk 320 mg Filmtabletten zusätzlich: Brilliantblau FCF Aluminiumsalz (E132)

Wie Valsartan Denk aussieht und Inhalt der Packung

Valsartan Denk 40 mg Filmtabletten:

Gelbe, ovale, leicht konvexe Filmtabletten mit abgeschrägten Kanten und einer Einkerbung an einer

Seite.

Valsartan Denk 80 mg Filmtabletten:

Blassrote, runde, leicht konvexe Filmtabletten mit abgeschrägten Kanten und einer Einkerbung an

einer Seite.

Valsartan Denk 160 mg Filmtabletten:

Grauorange, ovale, leicht konvexe Filmtabletten mit abgeschrägten Kanten und einer Einkerbung an

einer Seite.

Valsartan Denk 320 mg Filmtabletten:

Rot-braune, ovale, leicht konvexe Filmtabletten mit einer Einkerbung an einer Seite.

Valsartan Denk Filmtabletten sind erhältlich in Blisterpackungen zu 7, 14, 28, 56 und 98

Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

DENK PHARMA GmbH & Co.KG

Prinzregentenstraße 79

81675 München

Deutschland

Hersteller

DENK PHARMA GmbH & Co. KG

Betriebsstätte:

Göllstr. 1

84529 Tittmoning

Deutschland

oder

HBM Pharma s.r.o.

Sklabinská 30

036 80 Martin

Slowakije

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland

Valsartan Denk 40 mg Filmtabletten

Valsartan Denk 80 mg Filmtabletten

Valsartan Denk 160 mg Filmtabletten

Valsartan Denk 320 mg Filmtabletten

Niederlande

Valsartan Denk 40 mg filmomhulde tabletten

Valsartan Denk 80 mg filmomhulde tabletten

Valsartan Denk 160 mg filmomhulde tabletten

Valsartan Denk 320 mg filmomhulde tabletten

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im.

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Valsartan Denk

40 mg Filmtabletten

Valsartan Denk

80 mg Filmtabletten

Valsartan Denk 160 mg Filmtabletten

Valsartan Denk

320 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette Valsartan Denk 40 mg enthält 40 mg Valsartan.

Jede Filmtablette Valsartan Denk 80 mg enthält 80 mg Valsartan.

Jede Filmtablette Valsartan Denk 160 mg enthält 160 mg Valsartan.

Jede Filmtablette Valsartan Denk 320 mg enthält 320 mg Valsartan.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Die Filmtabletten können in gleiche Dosen geteilt werden.

Valsartan Denk 40 mg

Gelbe, ovale, leicht konvexe Filmtabletten mit abgeschrägten Kanten und einer Einkerbung

an einer Seite.

Valsartan Denk 80 mg

Blassrote, runde, leicht konvexe Filmtabletten mit abgeschrägten Kanten und einer

Einkerbung an einer Seite.

Valsartan Denk 160 mg

Grauorange, ovale, leicht konvexe Filmtabletten mit abgeschrägten Kanten und einer

Einkerbung an einer Seite.

Valsartan Denk 320 mg

Rot-braune, ovale, leicht konvexe Filmtabletten mit einer Einkerbung an einer Seite.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Hypertonie (nur 40 mg)

Behandlung der Hypertonie bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren.

Hypertonie (nur 80 mg, 160 mg und 320 mg)

Behandlung der essenziellen Hypertonie bei Erwachsenen und der Hypertonie bei Kindern

und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren.

Nach einem vor kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt (nur 40 mg, 80 mg und 160 mg)

Behandlung von klinisch stabilen erwachsenen Patienten mit symptomatischer

Herzinsuffizienz oder einer asymptomatischen, links-ventrikulären systolischen Dysfunktion

nach einem vor kurzem (12 Stunden bis 10 Tage) aufgetretenen Myokardinfarkt (siehe

Abschnitte 4.4 und 5.1).

Herzinsuffizienz (nur 40 mg, 80 mg und 160 mg)

Behandlung erwachsener Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz, wenn ACE-

Hemmer nicht vertragen werden oder bei Patienten mit Unverträglichkeit gegenüber

Betablockern als Add-on-Therapie zu ACE-Hemmern, wenn Mineralokortikoid-Rezeptor-

Antagonisten nicht angewendet werden können (siehe Abschnitte 4.2, 4.4, 4.5 und 5.1).

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Dosierung

Hypertonie (nur 80 mg, 160 mg und 320 mg)

Die empfohlene Dosierung beträgt 80 mg Valsartan einmal täglich. Eine antihypertensive

Wirkung wird im Wesentlichen innerhalb von 2 Wochen erreicht. Der maximale

blutdrucksenkende Effekt wird nach 4 Wochen beobachtet. Bei einigen Patienten, deren

Blutdruck nicht ausreichend kontrolliert wurde, kann die Dosis auf 160 mg erhöht werden,

maximal jedoch auf 320 mg.

Valsartan kann auch zusammen mit anderen Antihypertensiva gegeben werden (siehe

Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1). Die zusätzliche Gabe eines Diuretikums wie

Hydrochlorothiazid senkt den Blutdruck bei diesen Patienten noch stärker.

Nach einem vor kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt (nur 40 mg, 80 mg und 160 mg)

Bei klinisch stabilen Patienten kann mit der Behandlung bereits 12 Stunden nach einem

Myokardinfarkt begonnen werden. Nach einer initialen Dosis von zweimal täglich 20 mg

sollte die Valsartan-Dosis im Verlauf der nächsten Wochen schrittweise auf zweimal täglich

40 mg, 80 mg und 160 mg Valsartan erhöht werden. Die Startdosis steht als teilbare 40-mg-

Filmtablette zur Verfügung.

Die maximale Zieldosis beträgt zweimal täglich 160 mg Valsartan. Im Allgemeinen wird

empfohlen, dass die Patienten innerhalb von 2 Wochen nach Behandlungsbeginn eine Dosis

von zweimal täglich 80 mg Valsartan erreichen. Die maximale Zieldosis von zweimal täglich

160 mg Valsartan sollte, in Abhängigkeit von der Verträglichkeit, innerhalb von 3 Monaten

erreicht werden. Wenn eine symptomatische Hypotonie oder eine Nierenfunktionsstörung

auftritt, ist eine Dosisreduktion in Betracht zu ziehen.

Zur Nachbehandlung eines Herzinfarkts kann Valsartan zusammen mit anderen

Arzneistoffen wie z. B. Thrombolytika, Acetylsalicylsäure, Beta-Blockern, Statinen und

Diuretika angewendet werden. Die Kombination mit ACE-Hemmern wird nicht empfohlen

(siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Bei der Untersuchung von Patienten nach einem Myokardinfarkt sollte immer eine

Beurteilung der Nierenfunktion durchgeführt werden.

Herzinsuffizienz (nur 40 mg, 80 mg und 160 mg)

Die empfohlene Startdosis beträgt zweimal täglich 40 mg Valsartan. Die Dosis sollte dann

schrittweise, in Intervallen von mindestens 2 Wochen, bis zur höchsten vom Patienten

tolerierten Dosis, nämlich zunächst auf zweimal täglich 80 mg Valsartan und dann auf

zweimal täglich 160 mg Valsartan, gesteigert werden. Bei gleichzeitiger Gabe eines

Diuretikums sollte eine Dosisreduktion des Diuretikums in Betracht gezogen werden. In

klinischen Studien betrug die maximale tägliche Dosis 320 mg Valsartan in geteilten Dosen.

Valsartan kann zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Herzinsuffizienz

angewendet werden. Allerdings wird die Dreifachkombination aus einem ACE-Hemmer,

Valsartan und einem Betablocker oder einem Kalium-sparenden Diuretikum nicht empfohlen

(siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Bei Untersuchungen von Patienten mit Herzinsuffizienz sollte immer auch die Nierenfunktion

überprüft werden.

Weitere Informationen zu speziellen Patientengruppen

Ältere Patienten

Für ältere Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Bei erwachsenen Patienten mit einer Kreatinin-Clearance > 10 ml/min ist keine

Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Patienten mit Leberfunktionsstörung

Valsartan ist kontraindiziert bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz, mit Leberzirrhose

bei Patienten mit Cholestase (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2). Bei Patienten mit

leichter

bis mittelschwerer Leberinsuffizienz ohne Cholestase sollte die Dosis 80 mg

Valsartan nicht übersteigen.

Pädiatrische Patienten

Hypertonie bei pädiatrischen Patienten

Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren

Die Startdosis beträgt 40 mg einmal täglich bei Kindern mit einem Körpergewicht unter 35 kg

und 80 mg einmal täglich bei einem Körpergewicht von 35 kg oder mehr. Die Dosis sollte auf

der Basis des Ansprechens des Blutdrucks angepasst werden. Bezüglich der Höchstdosen,

die in klinischen Prüfungen geprüft wurden, wird auf die folgende Tabelle verwiesen.

Höhere als die in der Tabelle aufgelisteten Dosierungen wurden nicht untersucht und werden

daher nicht empfohlen.

Gewicht

In klinischen Studien geprüfte

Höchstdosen

≥ 18 kg bis < 35 kg

80 mg

≥ 35 kg bis < 80 kg

160 mg

≥ 80 kg bis ≤ 160 kg

320 mg

Kinder unter 6 Jahren

Die verfügbaren Daten sind in den Abschnitten 4.8, 5.1 und 5.2 beschrieben. Allerdings

wurden Sicherheit und Wirksamkeit von Valsartan bei Kindern von 1 bis 6 Jahren nicht

nachgewiesen.

Anwendung bei pädiatrischen Patienten von 6 bis 18 Jahren mit Nierenfunktionsstörungen

Die Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min und

pädiatrischen Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen müssen, wurde nicht untersucht.

Daher wird Valsartan bei diesen Patienten nicht empfohlen. Für pädiatrische Patienten mit

einer Kreatinin-Clearance > 30 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die

Nierenfunktion und der Kaliumspiegel sollten engmaschig überwacht werden (siehe

Abschnitte 4.4 und 5.2).

Anwendung bei pädiatrischen Patienten von 6 bis 18 Jahren mit Leberfunktionsstörungen

Wie bei Erwachsenen ist Valsartan bei pädiatrischen Patienten mit schwerer

Leberinsuffizienz,

mit Leberzirrhose und bei Patienten mit Cholestase kontraindiziert (siehe

Abschnitte 4.3, 4.4

und 5.2). Es gibt nur begrenzte klinische Erfahrung mit Valsartan bei

pädiatrischen Patienten

mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz. Bei diesen

Patienten sollte die Dosis 80 mg

Valsartan nicht übersteigen.

Pädiatrische Patienten mit Herzinsuffizienz und nach einem vor kurzem aufgetretenen

Myokardinfarkt

Valsartan wird wegen fehlender Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit nicht für die

Behandlung

der Herzinsuffizienz und zur Nachbehandlung eines Myokardinfarktes bei

Kindern und

Jugendlichen unter 18 Jahren empfohlen.

Art der Anwendung

Valsartan Denk kann unabhängig von einer Mahlzeit gegeben werden und sollte mit Wasser

eingenommen

werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt

6.1 genannten

sonstigen Bestandteile

Schwere Leberinsuffizienz, biliäre Zirrhose und Cholestase

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)

Die gleichzeitige Anwendung von Valsartan mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist

Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60

ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Hyperkaliämie

Die gleichzeitige Anwendung mit Kaliumpräparaten, kaliumsparenden Diuretika,

kaliumhaltigen Salzersatzmitteln oder anderen Wirkstoffen, die die Kaliumspiegel erhöhen (z.

B. Heparin), wird nicht empfohlen. Gegebenenfalls ist auf eine engmaschige Überwachung

der Kaliumspiegel zu achten.

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Es gibt keine Erfahrungen zur sicheren Anwendung bei Patienten mit einer Kreatinin-

Clearance < 10 ml/min und Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen müssen. Daher

sollte Valsartan bei diesen Patienten nur mit Vorsicht angewendet werden. Bei erwachsenen

Patienten mit einer Kreatinin-Clearance > 10 ml/min ist eine Dosisanpassung nicht

erforderlich (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Patienten mit Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz ohne Cholestase sollte

Valsartan mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Natrium- und/oder Volumenmangel

Bei Patienten mit schwerem Natriummangel und/oder Volumenmangel (z. B. bei

hochdosiertem Diuretikum) kann in seltenen Fällen bei Beginn der Behandlung mit Valsartan

eine symptomatische Hypotonie auftreten. Ein Natrium- und/oder Volumendefizit ist vor

Beginn der Behandlung mit Valsartan auszugleichen, beispielsweise durch eine Reduzierung

der Diuretika-Dosierung.

Nierenarterienstenose

Bei Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder Arterienstenose einer Einzelniere

ist eine sichere Anwendung von Valsartan nicht nachgewiesen worden.

Die kurzzeitige Anwendung von Valsartan bei 12 Patienten mit renovaskulärer Hypertonie

infolge einer einseitigen Nierenarterienstenose beeinflusste die renale Hämodynamik,

Serumkreatinin oder Blutharnstoffwerte nicht signifikant. Da andere Wirkstoffe, die das

Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, die Blutharnstoff- und

Serumkreatininwerte erhöhen können, wird als Sicherheitsmaßnahme eine engmaschige

Überwachung dieser Patienten empfohlen.

Nierentransplantation

Es liegen gegenwärtig keine Erfahrungen zur sicheren Anwendung von Valsartan bei

Patienten

vor, die sich vor kurzem einer Nierentransplantation unterzogen haben.

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sollten nicht mit Valsartan behandelt werden,

ihr Renin-Angiotensin-Aldosteron-System nicht aktiviert ist.

Aorten- und Mitralklappenstenose bzw. hypertrophe Kardiomyopathie

Wie alle Vasodilatatoren sollte Valsartan bei Patienten mit Aorten- und Mitralklappenstenose

bzw. hypertropher, obstruktiver Kardiomyopathie nur mit Vorsicht angewendet werden.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden.

Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative

blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es

sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und,

wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Nach einem vor kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt (nur 40 mg, 80 mg und 160 mg)

Es ergaben sich keine Hinweise auf einen zusätzlichen klinischen Nutzen durch eine

gemeinsame Anwendung von Captopril und Valsartan. Hingegen nahm das Risiko für das

Auftreten unerwünschter Ereignisse bei gleichzeitiger Anwendung im Vergleich zu den

jeweiligen Monotherapien zu (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1). Deshalb wird die kombinierte

Anwendung von Valsartan mit einem ACE-Hemmer nicht empfohlen.

Die Initialbehandlung von Patienten mit Valsartan nach einem Myokardinfarkt sollte mit

Vorsicht

erfolgen. Bei der Untersuchung von Patienten nach einem Myokardinfarkt sollte

immer eine

Beurteilung der Nierenfunktion durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.2).

Die Anwendung von Valsartan bei Patienten nach Myokardinfarkt führt häufig zu einer

Blutdrucksenkung. Ein Therapieabbruch aufgrund einer andauernden symptomatischen

Hypotonie ist jedoch im Allgemeinen nicht erforderlich, sofern die Dosierungsanleitung

eingehalten wird (siehe Abschnitt 4.2).

Herzinsuffizienz (nur 40 mg, 80 mg und 160 mg)

Bei Anwendung von Valsartan in Kombination mit einem ACE-Hemmer kann sich das Risiko

für

Nebenwirkungen, insbesondere Hypotonie, Hyperkaliämie und Abnahme der

Nierenfunktion

(einschließlich eines akuten Nierenversagens), erhöhen. Bei Patienten mit

Herzinsuffizienz

wurde für die Dreifachkombination aus einem ACE-Hemmer, einem

Betablocker und Valsartan kein klinischer Nutzen nachgewiesen (siehe Abschnitt 5.1). Diese

Kombination erhöht

offensichtlich das Risiko für unerwünschte Ereignisse und wird daher

nicht empfohlen. Eine

Dreifachkombination aus einem ACE-Hemmer, einem

Mineralokortikoid-Rezeptor-

Antagonisten und Valsartan wird ebenfalls nicht empfohlen.

Solche Kombinationen sollten nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung

engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck angewendet

werden.

Bei Beginn der Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz ist Vorsicht geboten. Die

Untersuchung von Patienten mit Herzinsuffizienz sollte immer auch eine Überprüfung der

Nierenfunktion umfassen (siehe Abschnitt 4.2).

Valsartan bewirkt bei Patienten mit Herzinsuffizienz häufig eine gewisse Blutdrucksenkung.

Allerdings ist ein Behandlungsabbruch wegen andauernder symptomatischer Hypotonie in

der Regel nicht erforderlich, sofern die Hinweise zur Dosierung befolgt werden (siehe

Abschnitt 4.2).

Bei Patienten, deren Nierenfunktion von der Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-

Systems abhängen kann (z. B. Patienten mit schwerer kongestiver Herzinsuffizienz), war die

Behandlung mit ACE-Hemmern mit Oligurie und/oder fortschreitender Azotämie sowie in

seltenen Fällen mit akutem Nierenversagen und/oder dem Tod des Patienten verbunden. Da

Valsartan ein Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist ist, kann nicht ausgeschlossen werden,

dass die Anwendung von Valsartan mit einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion verbunden

sein kann.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Historie von Angioödemen

Angioödeme, inklusive Anschwellen von Larynx und Glottis, die eine Verengung der

Atemwege hervorrufen und/oder Anschwellen von Gesicht, Lippen, Pharynx und/oder der

Zunge, wurde bei Patienten berichtet, die mit Valsartan behandelt wurden; bei einigen dieser

Patienten traten Angioödeme schon vorher mit anderen Arzneimitteln inklusive ACE-

Inhibitoren auf. Valsartan sollte sofort bei Patienten abgesetzt werden, die Angioödeme

entwickeln und Valsartan sollte dann nicht erneut verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.8).

Sonstige Erkrankungen, die das Renin-Angiotensin-System stimulieren (nur 320 mg)

Bei Patienten, deren Nierenfunktion von der Aktivität des Renin-Angiotensin-System

abhängen kann (z. B. Patienten mit einer schweren Stauungsinsuffizienz des Herzens),

wurde die Behandlung mit ACE-Hemmern mit einer Oligurie und/oder progredient

verlaufenden Azotämie in Verbindung gebracht, in seltenen Fällen sogar mit akutem

Nierenversagen und/oder Tod. Da Valsartan ein Angiotensin-II-Antagonist ist, kann nicht

ausgeschlossen werden, dass die Anwendung von Valsartan eine Einschränkung der

Nierenfunktion mit sich bringen kann.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine

Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine

duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe

Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies

nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen. ACE-Hemmer und Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig

angewendet werden.

Pädiatrische Patienten

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Die Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min und

pädiatrischen Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen müssen, wurde nicht untersucht.

Daher wird Valsartan bei diesen Patienten nicht empfohlen. Für pädiatrische Patienten mit

einer Kreatinin-Clearance > 30 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe

Abschnitte 4.2 und 5.2). Die Nierenfunktion und der Kaliumspiegel sollten während der

Behandlung mit Valsartan engmaschig überwacht werden. Dies gilt besonders, wenn

Valsartan bei Vorhandensein von sonstigen Zuständen (Fieber, Dehydrierung), die die

Nierenfunktion beeinträchtigen können, gegeben wird.

Patienten mit Leberinsuffizienz

Wie bei Erwachsenen ist Valsartan bei pädiatrischen Patienten mit schwerer

Leberinsuffizienz,

mit Leberzirrhose und bei Patienten mit Cholestase kontraindiziert (siehe

Abschnitte 4.3 und

5.2). Es gibt nur begrenzte klinische Erfahrung mit Valsartan bei

pädiatrischen Patienten mit

leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz. Bei diesen

Patienten sollte die Dosis 80 mg

Valsartan nicht übersteigen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) mit AIIRAs, ACE-

Hemmern oder Aliskiren

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-

Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung

einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten

Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion

(einschließlich eines akuten Nierenversagens) einhergeht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Eine gemeinsame Anwendung wird nicht empfohlen für

Lithium

Eine reversible Zunahme der Serum-Lithium-Konzentrationen und der Toxizität von Lithium

wurde unter gleichzeitiger Anwendung von Lithium mit Angiotensin-Converting-Enzym-

Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, einschließlich Valsartan , berichtet.

Sollte

sich diese Kombination als notwendig erweisen, wird bei gleichzeitiger Anwendung die

Überwachung der Serum-Lithium-Konzentration empfohlen. Wird auch ein Diuretikum

verwendet, kann das Risiko einer Lithiumtoxizität vermutlich weiter erhöht sein.

Kaliumsparende Diuretika, Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzmittel und andere

Wirkstoffe, die die Kaliumspiegel erhöhen können

Wenn ein die Kaliumspiegel beeinflussendes Arzneimittel in kombinierter Anwendung mit

Valsartan für notwendig erachtet wird, wird eine regelmäßige Kaliumkontrolle empfohlen.

Vorsicht ist geboten bei der gemeinsamen Anwendung von

nicht-steroidalen entzündungshemmenden Wirkstoffen (NSAIDs), einschließlich selektiven

COX-2-Hemmern, Acetylsalicylsäure (> 3 g/Tag) und nicht selektiven NSAIDs

Wenn Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten gleichzeitig mit NSAIDs angewendet werden,

kann eine Minderung der antihypertensiven Wirkung auftreten. Darüber hinaus kann die

gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und NSAIDs zu einem

erhöhten Risiko einer sich verschlechternden Nierenfunktion und zu einem Anstieg des

Serumkaliums führen. Daher wird zu Beginn der Begleittherapie eine Überwachung der

Nierenfunktion empfohlen. Die Patienten sollten ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Transporter

In-vitro-Daten deuten darauf hin, dass Valsartan ein Substrat des hepatischen Uptake-

Transporters OATP1B1/OATP1B3 und des hepatischen Efflux-Transporters MRP2 ist. Die

klinische Relevanz dieses Ergebnisses ist unbekannt. Die gleichzeitige Gabe von

Inhibitoren

des Uptake-Transporters (z. B. Rifampicin, Ciclosporin) oder des Efflux-

Transporters (z. B.

Ritonavir) können die systemische Konzentration von Valsartan

erhöhen. Wenden Sie

entsprechende Vorsicht an, wenn Sie die gleichzeitige Gabe

solcher Arzneimittel einleiten

oder beenden.

Sonstiges

In Studien zu Arzneimittelwechselwirkungen von Valsartan wurden keine klinisch

signifikanten pharmakokinetischen Arzneimittelinteraktionen mit den folgenden mit

Valsartan

angewendeten Substanzen gefunden: Cimetidin, Warfarin, Furosemid, Digoxin,

Atenolol,

Indometacin, Hydrochlorothiazid, Amlodipin und Glibenclamid.

Pädiatrische Patienten

Bei der Hypertonie von Kindern und Jugendlichen, bei denen zugrunde liegende renale

Auffälligkeiten häufig vorkommen, ist Vorsicht geboten bei gleichzeitiger Anwendung von

Valsartan und anderen Substanzen, die das Renin-Angiotensin-System hemmen und zu

einer Erhöhung des Kaliumspiegels führen können. Die Nierenfunktion und der

Kaliumspiegel sollten engmaschig überwacht werden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen

Risikos

nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten

Schwangerschaftstrimesters vor;

ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht

ausgeschlossen werden. Auch wenn keine

kontrollierten epidemiologischen Daten zum

Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern

(AIIRAs) vorliegen, so bestehen

möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare

Risiken. Sofern ein Fortsetzen

der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten

Patientinnen, die planen,

schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive

Therapie mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine

Schwangerschaft

festgestellt, ist eine Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und,

wenn

erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Die Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) wird während des ersten

Schwangerschaftstrimesters nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Während des zweiten und

dritten Schwangerschaftstrimesters ist die Anwendung von AIIRAs kontraindiziert (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRAs während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion,

Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer

Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf

Hypotonie untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Valsartan in der Stillzeit vorliegen, wird

Valsartan nicht empfohlen; eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser

geeigneten

Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere

wenn

Neugeborene oder Frühgeburten gestillt werden.

Fertilität

Valsartan hatte keine negativen Wirkungen auf die Reproduktionsleistung von männlichen

oder weiblichen Ratten bei Dosen von bis zu 200 mg/kg/Tag. Dies ist das 6-Fache der

empfohlenen Maximaldosis beim Menschen auf mg/m

-Basis (die Berechnungen gehen

einer oralen Dosis von 320 mg/Tag und einem 60-kg-Patienten aus).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Bei der Teilnahme am Straßenverkehr und beim

Bedienen von Maschinen sollte berücksichtigt werden, dass gelegentlich Schwindel oder

Müdigkeit auftreten können.

4.8

Nebenwirkungen

In kontrollierten klinischen Studien an erwachsenen Patienten mit Hypertonie war die

Gesamtinzidenz von Nebenwirkungen zwischen Valsartan und Placebo vergleichbar. Die

Inzidenz der Nebenwirkungen schien dabei nicht von der Dosis oder der

Behandlungsdauer

abhängig zu sein und wurde auch durch Geschlecht, Alter oder Rasse

nicht beeinflusst.

Die im Rahmen von klinischen Studien, der Anwendung nach der Marktzulassung

sowie

Laboruntersuchungen

berichteten

Nebenwirkungen

sind

nachfolgend

nach

Organklasse

aufgelistet.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen werden in absteigender Folge nach ihrer Häufigkeit angegeben, wobei

häufigsten als erste gemäß folgender Konvention genannt werden: sehr häufig (≥

1/10);

häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100); selten (≥ 1/10.000

< 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (die Häufigkeit kann anhand der

vorhandenen Daten nicht bestimmt werden). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden

Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Für alle im Rahmen von Anwendungsbeobachtungen nach Marktzulassung und

Laboruntersuchungen berichteten Nebenwirkungen ist die Anwendung einer Häufigkeit

nicht

möglich. Daher werden diese mit der Häufigkeit „nicht bekannt“ angegeben.

Hypertonie

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Nicht bekannt

Hämoglobinabfall, Abfall des Hämatokrits,

Neutropenie, Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt

Überempfindlichkeit einschließlich

Serumkrankheit

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Nicht bekannt

Anstieg des Serumkaliums, Hyponatriämie

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich

Vertigo

Gefäßerkrankungen

Nicht bekannt

Vaskulitis

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich

Husten

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich

Abdominale Schmerzen

Leber- und Gallenerkrankungen

Nicht bekannt

Erhöhung der Leberfunktionswerte mit

Erhöhung des Serumbilirubins

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Nicht bekannt

Angioödem, bullöse Dermatitis,

Hautausschlag, Pruritus

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Nicht bekannt

Myalgie

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nicht bekannt

Niereninsuffizienz und Einschränkung der

Nierenfunktion, Erhöhung des

Serumkreatinins

Allgemeine Erkrankungen

Gelegentlich

Erschöpfung

Pädiatrische Patienten

Hypertonie

Die antihypertensive Wirkung von Valsartan wurde in zwei randomisierten, doppelblinden

klinischen Studien an 561 pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 18 Jahren untersucht.

Mit Ausnahme einzelner gastrointestinaler Erkrankungen (wie Abdominalschmerzen,

Übelkeit und Erbrechen) und Schwindel wurden im Hinblick auf Typ, Häufigkeit und

Schwere der unerwünschten Ereignisse keine relevanten Unterschiede zwischen dem

Sicherheitsprofil für pädiatrische Patienten von 6 bis 18 Jahren und dem bislang für

erwachsene Patienten beobachteten Sicherheitsprofil identifiziert.

Die neurokognitive Beurteilung und die Auswertung der Entwicklung von pädiatrischen

Patienten im Alter von 6 bis 16 Jahren zeigten insgesamt keinen klinisch relevanten

negativen Einfluss von Valsartan nach Behandlung bis zu einem Jahr.

In einer doppelblinden, randomisierten Studie an 90 Kindern im Alter von 1 bis 6 Jahren,

gefolgt von einer einjährigen offenen Extension, wurden zwei Todesfälle und isolierte Fälle

von deutlichen Anstiegen der Lebertransaminasen beobachtet. Diese Fälle traten in einer

Population mit signifikanten Begleiterkrankungen auf. Ein kausaler Zusammenhang mit

Valsartan wurde nicht festgestellt. In einer zweiten Studie, in die 75 Kinder von 1 bis 6

Jahren

randomisiert wurden, traten keine signifikanten Anstiege der Lebertransaminasen

oder

Todesfälle im Zusammenhang mit der Valsartan-Behandlung auf.

Eine Hyperkaliämie wurde häufiger bei Kindern und Jugendlichen von 6 bis 18 Jahren mit

zugrunde liegender chronischer Nierenerkrankung beobachtet.

Das Sicherheitsprofil, das in kontrollierten klinischen Studien an erwachsenen Patienten

nach Myokardinfarkt und/oder Herzinsuffizienz gesehen wurde, unterscheidet sich vom

allgemeinen Sicherheitsprofil bei Hypertonikern. Dies kann mit der jeweiligen

Grunderkrankung der Patienten zusammenhängen. Nebenwirkungen, die bei

erwachsenen

Patienten nach Myokardinfarkt und/oder Patienten mit Herzinsuffizienz

auftraten, sind im

Folgenden aufgeführt.

Nach einem Myokardinfarkt und/oder bei Herzinsuffizienz (nur bei

erwachsenen

Patienten untersucht)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Nicht bekannt

Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt

berempfindlichkeit einschlie

lich

Serumkrankheit

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich

Hyperkaliämie

Nicht bekannt

Anstieg des Serumkaliums, Hyponatriämie

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig

Schwindel, Schwindel bei Lagewechsel

Gelegentlich

Synkope, Kopfschmerzen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich

Vertigo

Herzerkrankungen

Gelegentlich

Herzinsuffizienz

Gefäßerkrankungen

Häufig

Hypotonie, orthostatischer Hypotonus

Nicht bekannt

Vaskulitis

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich

Husten

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich

Übelkeit, Diarrhö

Leber- und Gallenerkrankungen

Nicht bekannt

Erhöhung der Leberfunktionswerte

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Angioödem

Nicht bekannt

Bullöse Dermatitis, Hautausschlag, Pruritus

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Nicht bekannt

Myalgie

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig

Niereninsuffizienz und

-funktionseinschränkung

Gelegentlich

Akute Niereninsuffizienz, Erhöhung des

Serumkreatinins

Nicht bekannt

Anstieg des Blutharnstoffstickstoffs

Allgemeine Erkrankungen

Gelegentlich

Asthenie, Erschöpfung

Entölte Phospholipide aus Sojabohnen können sehr selten allergische Reaktionen

hervorrufen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome

Eine Überdosierung mit Valsartan kann eventuell eine ausgeprägte Hypotonie verursachen,

unter Umständen zu Bewusstseinsbeeinträchtigung, Kreislaufkollaps und/oder -schock

führen kann.

Behandlung

Die Therapiemaßnahmen richten sich nach dem Zeitpunkt der Einnahme sowie Art und

Schwere der Symptome, wobei die Wiederherstellung stabiler Kreislaufverhältnisse im

Vordergrund stehen sollte.

Bei Hypotonie sollte der Patient flach gelagert werden und Salz- und Plasmaersatzmittel

rasch verabreicht werden.

Eine Elimination von Valsartan durch Hämodialyse ist nicht zu erwarten.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist, rein, ATC-Code:

C09CA03

Valsartan ist ein oral wirksamer, potenter und spezifischer Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonist. Valsartan besitzt eine selektive Wirkung auf den AT

-Rezeptor-Subtyp, der für

die bekannten Effekte von Angiotensin II verantwortlich ist. Die erhöhten Plasmaspiegel von

Angiotensin II infolge der AT

-Rezeptorblockade mit Valsartan stimulieren möglicherweise

den nicht blockierten AT

-Rezeptor, der die Wirkung des AT

-Rezeptors auszugleichen

scheint. Valsartan übt keinerlei partielle agonistische Wirkung auf den AT

-Rezeptor aus.

Seine Affinität für den AT

-Rezeptor ist ungefähr 20.000-fach stärker als die für den AT

Rezeptor. Valsartan hat keine Wirkung auf andere Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle mit

bekannter Bedeutung für die kardiovaskuläre Regulation.

Valsartan hemmt nicht ACE (= Kininase II), das Enzym, welches Angiotensin I zu Angiotensin

II konvertiert und Bradykinin abbaut. Da es keinen Effekt auf ACE hat und die Wirkung von

Bradykinin bzw. Substanz P nicht verstärkt, ist für Angiotensin-II-Antagonisten ein Husten

nicht zu erwarten. In vergleichenden klinischen Studien mit Valsartan und einem

ACE-

Hemmer war die Häufigkeit von trockenem Husten bei Patienten, die mit Valsartan

behandelt

wurden, signifikant geringer (p < 0,05) als bei denen, die mit einem ACE-Hemmer

behandelt

wurden (2,6 % vs. 7,9 %). In einer klinischen Studie an Patienten, bei denen zuvor

unter der

Therapie mit einem ACE-Hemmer trockener Husten aufgetreten war, kam es unter

Valsartan

bei 19,5 %, unter einem Thiazid-Diuretikum bei 19,0 % und unter einem ACE-Hemmer bei

68,5 % der Patienten zu Husten (p < 0,05).

Hypertonie (nur 80 mg, 160 mg und 320 mg)

Die Gabe von Valsartan senkt bei Patienten mit Hypertonie den Blutdruck, ohne die

Pulsfrequenz zu beeinflussen.

Bei den meisten Patienten setzt die antihypertensive Wirkung innerhalb von 2 Stunden nach

Verabreichung einer oralen Einzeldosis ein; die stärkste Blutdrucksenkung wird nach 4 –

6 Stunden erreicht. Die antihypertensive Wirkung hält nach Einnahme über 24 Stunden an.

Nach wiederholter Einnahme ist ein wesentlicher blutdrucksenkender Effekt innerhalb von 2

Wochen zu beobachten, die maximale Blutdrucksenkung wird innerhalb von 4 Wochen

erreicht und bei Langzeittherapie aufrechterhalten. Zusammen mit Hydrochlorothiazid wird

eine signifikante zusätzliche Blutdrucksenkung erreicht.

Plötzliches Absetzen von Valsartan konnte bisher nicht mit einem schnellen Blutdruckanstieg

(Rebound) oder anderen unerwünschten Ereignissen in Verbindung gebracht werden.

Bei hypertensiven Patienten mit Typ-2-Diabetes und Mikroalbuminurie konnte gezeigt

werden, dass Valsartan die Ausscheidung von Albumin über den Urin reduziert. Die

MARVAL (Micro Albuminuria Reduction with Valsartan)-Studie untersuchte die Senkung der

Albuminexkretion über den Urin (UAE) unter Valsartan (80–160 mg/1 x täglich) versus

Amlodipin (5–10 mg/1 x täglich) bei 332 Typ-2-Diabetikern (durchschnittliches Alter:

58 Jahre; 265 Männer) mit Mikroalbuminurie (Valsartan: 58 µg/min; Amlodipin: 55,4 µg/min),

normalem oder erhöhtem Blutdruck und mit erhaltener Nierenfunktion (Plasma-Kreatinin

< 120 µmol/l). Nach 24 Wochen war die UAE reduziert (p < 0,001), und zwar unter Valsartan

um 42 % (–24,2 µg/min; 95 %-KI: –40,4 bis –19,1) und um etwa 3 % (–1,7 µg/min; 95 %-KI:

–5,6 bis 14,9) unter Amlodipin trotz ähnlicher Blutdrucksenkungsraten in beiden Gruppen.

Die „Valsartan Reduction of Proteinuria“ (DROP)-Studie untersuchte im Weiteren die

Wirksamkeit von Valsartan im Hinblick auf die Senkung der UAE bei 391 hypertensiven

Patienten (Blutdruck = 150/88 mmHg) bei Typ-2-Diabetes, Albuminurie (Mittelwert =

102 µg/min; 20–700 µg/min) und erhaltener Nierenfunktion (mittleres Serum-Kreatinin =

80 µmol/l). Die Patienten wurden auf eine von 3 Dosen von Valsartan randomisiert (160, 320

und 640 mg einmal täglich) und über 30 Wochen behandelt. Der Zweck der Studie war die

Ermittlung der optimalen Dosis Valsartan zur Senkung der UAE bei hypertensiven Patienten

mit Typ-2-Diabetes. Nach 30 Wochen war die prozentuale Veränderung der UAE seit

Studienbeginn unter Valsartan 160 mg signifikant um 36 % (95 %-KI: 22 bis 47 %) und um 44

% unter Valsartan 320 mg (95 %-KI: 31 bis 54 %) reduziert worden. Es wurde gefolgert, dass

160 mg bis 320 mg Valsartan eine klinisch relevante Senkung der UAE bei hypertensiven

Patienten mit Typ-2-Diabetes bewirkt.

Nach einem vor kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt (nur 40 mg, 80 mg und 160 mg)

Die „VALsartan In Acute myocardial iNfarcTion“ (VALIANT)-Studie war eine randomisierte,

kontrollierte, multinationale, doppelblinde Studie mit 14.703 Patienten nach akutem

Myokardinfarkt und Anzeichen, Symptomen oder radiologischen Hinweisen auf eine

Herzinsuffizienz und/oder Hinweisen auf eine links-ventrikuläre, systolische Dysfunktion

(Ejektionsfraktion ≤ 40 % [Radionukleotid-Ventrikulographie] bzw. ≤ 35 % [Echokardiographie

oder ventrikuläre Kontrastangiographie]). Innerhalb eines Zeitraums von 12 Stunden bis

10 Tagen nach dem Auftreten der Symptome eines Myokardinfarkts wurden die Patienten

auf eine der drei folgenden Behandlungsgruppen randomisiert: Valsartan, Captopril oder die

Kombination aus Valsartan und Captopril. Die mittlere Behandlungsdauer betrug 2 Jahre.

Der primäre Endpunkt war die Zeit bis zum Auftreten der Gesamtmortalität.

Valsartan war in Bezug auf eine Reduktion der Gesamtmortalität nach einem Myokardinfarkt

genauso wirksam wie Captopril. Die Gesamtmortalität war in den drei Gruppen vergleichbar

und betrug in der Valsartan-Gruppe 19,9 %, in der Captopril-Gruppe 19,5 % und in der

Valsartan-plus-Captopril-Gruppe 19,3 %. Die Kombination von Valsartan und Captopril

erbrachte keinen weiteren Nutzen gegenüber einer Behandlung mit Captopril alleine. Bei der

Gesamtmortalität wurden, unabhängig von Alter, Geschlecht, Rasse, Basistherapie und

Grunderkrankung, keine Unterschiede zwischen Valsartan und Captopril festgestellt.

Valsartan verlängerte auch die Zeit bis zum Auftreten von bzw. verringerte die

kardiovaskuläre Mortalität, die Hospitalisierung wegen eines Herzversagens, das Auftreten

eines erneuten Myokardinfarktes, eines Herzstillstandes mit Reanimation und nicht tödlicher

Myokardinfarkte (sekundärer zusammengesetzter Endpunkt).

Das Sicherheitsprofil von Valsartan entsprach dem klinischen Verlauf der Patienten, die im

Rahmen eines kurz zuvor aufgetretenen Myokardinfarktes behandelt wurden. Im Hinblick auf

die Nierenfunktion wurde eine Verdopplung des Serumkreatinins bei 4,2 % der mit Valsartan

behandelten Patienten, bei 4,8 % der mit Valsartan plus Captopril behandelten Patienten und

bei 3,4 % der mit Captopril behandelten Patienten festgestellt. Therapieabbrüche aufgrund

unterschiedlicher Nierenfunktionsstörungen traten bei 1,1 % der mit Valsartan behandelten

Patienten, bei 1,3 % der mit Valsartan plus Captopril behandelten Patienten und bei 0,8 %

der mit Captopril behandelten Patienten auf. Bei der Untersuchung von Patienten nach einem

Myokardinfarkt sollte immer eine Beurteilung der Nierenfunktion durchgeführt werden. Es gab

keine Unterschiede hinsichtlich Gesamt- oder kardiovaskulärer Mortalität und Morbidität,

wenn Beta-Blocker zusammen mit der Kombination Valsartan plus Captopril oder mit

Valsartan bzw. Captopril alleine verabreicht wurden. Unabhängig von der Behandlung war die

Mortalität in der Gruppe von Patienten, die mit einem Beta-Blocker behandelt wurden,

geringer. Dies weist darauf hin, dass die bekannten Vorteile einer Behandlung dieser

Patienten mit Beta-Blockern in der Studie erhalten blieben.

Herzinsuffizienz (nur 40 mg, 80 mg und 160 mg)

Val-HeFT war eine randomisierte, kontrollierte, multinationale klinische Studie, in der die

Wirkung von Valsartan auf die Morbidität und Mortalität bei 5010 Patienten mit

Herzinsuffizienz der NYHA-Klassen II (62 %), III (36 %) und IV (2 %) sowie einer links-

ventrikulären Auswurffraktion von < 40 % und einem internen links-ventrikulären

diastolischen Durchmesser (LVIDD) von > 2,9 cm/m

im Vergleich zu Placebo untersucht

wurde. Die Basistherapie beinhaltete ACE-Hemmer (93 %), Diuretika (86 %), Digoxin (67 %)

und Beta-Blocker (36 %). Die mittlere Verweildauer der Patienten in der Studie betrug

nahezu 2 Jahre. Die mittlere Tagesdosis betrug in Val-HeFT 254 mg Valsartan. Die Studie

hatte 2 primäre Endpunkte: „Tod unabhängig von der Ursache, zusammengefasst als

Gesamtmortalität (Zeit bis zum Tod)“ sowie „zusammengesetzter Endpunkt aus Mortalität

und Morbidität wegen Herzinsuffizienz (Zeit bis zum Auftreten des ersten

Krankheitsereignisses), definiert als: Tod, plötzlicher Tod mit Reanimation, Hospitalisierung

wegen einer Herzinsuffizienz und intravenöse Gabe von inotropen Substanzen oder

Vasodilatatoren über mindestens 4 Stunden, ohne Hospitalisierung“.

Die Gesamtmortalität war in der Valsartan- (19,7 %) und Placebogruppe (19,4 %)

vergleichbar (p = NS). Der hauptsächliche Nutzen bestand in einer Reduktion des Risikos

(13,9 % vs. 18,5 %) der ersten Hospitalisierung aufgrund einer Herzinsuffizienz um 27,5 %

(95 %-KI: 17 bis 37 %). Bei Patienten, die mit einer Dreifachkombination, bestehend aus

ACE-Hemmer, Betablocker und Valsartan, behandelt wurden, wurden Ergebnisse

beobachtet, die Placebo zu begünstigen schienen (die zusammengesetzte Mortalität und

Morbidität betrug 21,9 % in der Placebo- versus 25,4 % in der Valsartan-Gruppe).

In einer Untergruppe von Patienten, die keinen ACE-Hemmer erhielten (n = 366), war der

Nutzen im Hinblick auf die Morbidität am größten. In dieser Untergruppe wurde die

Gesamtmortalität mit Valsartan im Vergleich zu Placebo signifikant um 33 % reduziert (95 %-

KI: –6 % bis 58 %) (17,3 % Valsartan vs. 27,1 % Placebo) und das zusammengesetzte

Mortalitäts- und Morbiditätsrisiko wurde signifikant um 44 % reduziert (24,9 % Valsartan vs.

42,5 % Placebo).

Bei Patienten, die einen ACE-Hemmer ohne einen Betablocker erhielten, war die

Gesamtmortalität in der Valsartan- (21,8 %) und der Placebo-Gruppe (22,5 %) ähnlich

(p = NS). Das zusammengesetzte Mortalitäts- und Morbiditätsrisiko war unter Valsartan

gegenüber Placebo (31,0 % versus 36,3 %) signifikant um 18,3 % (95 %-KI: 8 % bis 28 %)

reduziert.

In der Gesamtpopulation der Val-HeFT-Studie zeigten die mit Valsartan behandelten

Patienten im Vergleich zu Placebo eine signifikante Verbesserung hinsichtlich der NYHA-

Klasse und der Krankheitszeichen und Symptome der Herzinsuffizienz wie Atemnot,

Müdigkeit, Ödeme und Rasselgeräusche. Auch die Lebensqualität der Patienten unter

Valsartan hatte sich nach einer Erhebung mit dem „Minnesota Living with Heart Failure

Quality of Life Score“ seit Studienbeginn bis zum Erreichen des Endpunktes im Vergleich zu

Placebo verbessert. Die Auswurffraktion hatte sich bei den mit Valsartan behandelten

Patienten im Vergleich zu Placebo seit Studienbeginn bis zum Erreichen des Endpunktes

signifikant erhöht und der innere links-ventrikuläre diastolische Durchmesser wurde

signifikant reduziert.

Andere: Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan

Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The

Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-

Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie,

akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet

wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse

auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar. Aus

diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and

Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu

einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten

bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer

Nierenerkrankung und/oder

kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die

Studie wurde wegen eines

erhöhten Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet.

Sowohl kardiovaskuläre

Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe

numerisch häufiger auf als

in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und

besondere schwerwiegende

unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie,

Nierenfunktionsstörung).

Pädiatrische Patienten

Hypertonie

Die antihypertensive Wirkung von Valsartan wurde in vier randomisierten,

doppelblinden

klinischen Studien an 561 pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 18

Jahren und

165 pädiatrischen Patienten im Alter von 1 bis 6 Jahren untersucht. Nierenerkrankungen

Erkrankungen der ableitenden Harnwege sowie Adipositas waren die häufigsten

Grunderkrankungen, die möglicherweise zur Hypertonie der Kinder, die in diese Studien

eingeschlossen wurden, beigetragen haben.

Klinische Erfahrung bei Kindern im Alter von 6 Jahren oder älter

In einer klinischen Studie, in die 261 hypertensive pädiatrische Patienten von 6 bis 16

Jahren

eingeschlossen wurden, erhielten Patienten mit < 35 kg Körpergewicht täglich

Valsartan-

Tabletten mit 10, 40 oder 80 mg (niedrige, mittlere und hohe Dosen) und

Patienten mit

≥ 35 kg Körpergewicht täglich Valsartan-Tabletten mit 20, 80 und 160 mg (niedrige,

mittlere

und hohe Dosen). Nach 2 Wochen senkte Valsartan sowohl den systolischen als

auch den

diastolischen Blutdruck dosisabhängig. Insgesamt reduzierten die drei

Dosislevel (niedrig,

mittel und hoch) den systolischen Blutdruck signifikant um 8, 10 bzw.

12 mmHg gegenüber

dem Ausgangswert. Die Patienten wurden erneut randomisiert, um

entweder weiterhin die

gleiche Dosis Valsartan zu erhalten oder auf Placebo zu

wechseln. Bei den Patienten, die

weiterhin die mittleren und hohen Dosen Valsartan

erhielten, war der systolische Blutdruck

im „trough“ -4 und -7 mmHg niedriger als bei den

Patienten unter Placebo. Bei den

Patienten, die die niedrige Dosis Valsartan erhielten,

war der systolische Blutdruck im

„trough“ vergleichbar mit dem der Patienten unter Placebo. Insgesamt war die

antihypertensive Wirkung von Valsartan über alle demographischen Subgruppen

konsistent.

In einer anderen klinischen Studie, in die 300 hypertensive pädiatrische Patienten im Alter

von 6 bis 18 Jahren eingeschlossen wurden, wurden die geeigneten Patienten auf

Valsartan-

oder Enalapril-Tabletten über 12 Wochen randomisiert. Kinder mit einem

Körpergewicht

zwischen ≥ 18 kg und < 35 kg erhielten 80 mg Valsartan oder 10 mg

Enalapril, Kinder

zwischen ≥ 35 kg und < 80 kg Körpergewicht erhielten 160 mg Valsartan

oder 20 mg

Enalapril und Kinder ≥ 80 kg erhielten 320 mg Valsartan oder 40 mg Enalapril.

Senkungen des systolischen Blutdrucks bei den Patienten unter Valsartan (15 mmHg)

Enalapril (14 mmHg) waren vergleichbar (Nicht-Unterlegenheits-p-Wert: < 0,0001).

Konsistente Ergebnisse wurden für den diastolischen Blutdruck mit Senkungen von

9,1 mmHg und 8,5 mmHg unter Valsartan bzw. Enalapril beobachtet.

Klinische Erfahrung bei Kindern unter 6 Jahren

Zwei klinische Studien mit 90 bzw. 75 Patienten wurden an Kindern im Alter von 1 bis

6 Jahren durchgeführt. Kinder unter 1 Jahr wurden nicht in diese Studien eingeschlossen.

der ersten Studie wurde die Wirksamkeit von Valsartan im Vergleich zu Placebo

nachgewiesen, jedoch konnte keine Dosis-Wirkungsbeziehung gezeigt werden. In der

zweiten Studie waren höhere Dosen Valsartan verbunden mit einer größeren

Blutdrucksenkung, aber der Trend der Dosis-Wirkungsbeziehung erreichte keine

statistische

Signifikanz. Auch der Unterschied der Behandlung im Vergleich zu Placebo

war nicht

signifikant. Aufgrund dieser Inkonsistenzen wird Valsartan für diese Altersgruppe

nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.8).

Die Europäische Arzneimittelagentur hat darauf verzichtet, dass Studienergebnisse mit

Valsartan in allen Untergruppen von pädiatrischen Patienten bei Herzinsuffizienz und

Herzinsuffizienz nach einem Myokardinfarkt vorgelegt werden müssen. Für Informationen

Anwendung bei Kindern siehe Abschnitt 4.2.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Einnahme von Valsartan alleine werden die Spitzenkonzentrationen von

Valsartan im Plasma bei den Tabletten in 2–4 Stunden und bei der Lösung in 1–2 Stunden

erreicht. Die mittlere absolute Bioverfügbarkeit beträgt 23 % bei den Tabletten bzw. 39 %

der Lösung. Durch die Einnahme während einer Mahlzeit werden die Exposition

gegenüber

Valsartan (gemessen anhand der Fläche unter der Plasmakonzentrationskurve

= AUC) um

etwa 40 % und die Spitzenplasmakonzentration (C

) um etwa 50 %

verringert. Allerdings

sind die Plasmakonzentrationen ab der 8. Stunde nach Einnahme

von Valsartan nüchtern

oder mit einer Mahlzeit vergleichbar. Die Verringerung der AUC

scheint jedoch keine klinisch

relevante Verminderung der therapeutischen Wirkung zu

bewirken, und daher kann Valsartan entweder mit oder ohne Mahlzeit eingenommen

werden.

Verteilung

Das Verteilungsvolumen im Steady-State von Valsartan nach intravenöser Verabreichung

beträgt etwa 17 Liter, was darauf hindeutet, dass sich Valsartan im Gewebe nicht

ausgiebig

verteilt. Valsartan wird stark an Serumproteine (94–97 %), vor allem an

Albumin, gebunden.

Biotransformation

Valsartan wird nicht in hohem Maße einer Biotransformation unterzogen, da sich nur

etwa

20 % der Dosis als Metaboliten wiederfinden. Ein Hydroxy-Metabolit wurde im

Plasma in

niedrigen Konzentrationen identifiziert (weniger als 10 % der AUC von

Valsartan). Dieser

Metabolit ist pharmakologisch inaktiv.

Elimination

Valsartan zeigt eine multiexponentielle Abbaukinetik (t

½α

< 1 h und t

½ß

etwa 9 h). Valsartan

wird primär biliär mit den Fäzes (etwa 83 % der Dosis) und renal über den Urin (etwa 13

der Dosis), vorwiegend in unveränderter Form, ausgeschieden. Nach intravenöser

Verabreichung beträgt die Plasma-Clearance von Valsartan ungefähr 2 l/h und die renale

Clearance 0,62 l/h (etwa 30 % der Gesamtclearance). Die Halbwertszeit von Valsartan

beträgt 6 Stunden.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz (nur 40 mg, 80 mg und 160 mg):

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz ist sowohl die durchschnittliche Zeit bis zum Erreichen

maximalen Plasmaspiegels als auch die Eliminationshalbwertszeit von Valsartan

ähnlich wie

bei gesunden Probanden. Die AUC- und C

-Werte von Valsartan nehmen

über den

klinischen Dosisbereich (40 mg bis 160 mg zweimal täglich) nahezu proportional

steigender Dosis zu. Der durchschnittliche Akkumulationsfaktor beträgt ca. 1,7. Die

scheinbare Clearance von Valsartan beträgt nach oraler Gabe ca. 4,5 l/h. Das Lebensalter

hat keinen Einfluss auf die scheinbare Clearance bei Patienten mit Herzinsuffizienz.

Kinetik in speziellen Patientengruppen

Ältere Patienten

Im Vergleich zu jüngeren war bei älteren Patienten eine etwas höhere systemische

Verfügbarkeit von Valsartan zu beobachten, was sich jedoch als klinisch nicht relevant

erwies.

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Wie bei einer Substanz mit einer renalen Ausscheidung von nur 30 % der

Gesamtelimination

aus dem Plasma zu erwarten, wurde keine Korrelation zwischen der

Nierenfunktion und der

systemischen Verfügbarkeit von Valsartan festgestellt. Folglich ist

bei Patienten mit

Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance > 10 ml/min) keine

Dosisanpassung erforderlich. Für Patienten mit einer schweren Nierenfunktionsstörung

(Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) bzw. unter Dialyse liegen keine Erfahrungen zur sicheren

Anwendung vor. Daher ist für die Anwendung von Valsartan bei diesen Patienten Vorsicht

geboten (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Valsartan ist stark an Plasmaproteine gebunden. Eine Elimination durch Dialyse ist daher

nicht zu erwarten.

Patienten mit Leberfunktionsstörung

Etwa 70 % der aufgenommenen Dosis wird über die Galle ausgeschieden, im

Wesentlichen

in unveränderter Form. Valsartan wird keiner nennenswerten

Biotransformation unterzogen.

Eine Verdoppelung der Exposition (AUC) wurde bei

Patienten mit leichter bis mittelschwerer

Leberfunktionseinschränkung im Vergleich zu

gesunden Probanden beobachtet. Es wurde

jedoch keine Korrelation zwischen den

Valsartan-Konzentrationen im Blut und dem Ausmaß

von Leberfunktionsstörungen

beobachtet. Valsartan wurde bei Patienten mit schwerer

hepatischer Dysfunktion nicht

untersucht (siehe Abschnitte 4.2, 4.3 und 4.4).

Pädiatrische Patienten

In einer Studie an 26 hypertensiven pädiatrischen Patienten (im Alter von 1 bis 16 Jahren),

der eine Einzeldosis einer Valsartan-Suspension gegeben wurde (Mittelwert: 0,9 bis 2

mg/kg

bei einer Maximaldosis von 80 mg), war die Clearance (l/h/kg) von Valsartan über

gesamten Altersbereich von 1 bis 16 Jahren vergleichbar und ähnlich der von

Erwachsenen,

die die gleiche Formulierung erhalten haben.

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Die Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min und

pädiatrischen Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen müssen, wurde nicht

untersucht.

Daher wird Valsartan bei diesen Patienten nicht empfohlen. Für pädiatrische

Patienten mit

einer Kreatinin-Clearance > 30 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Nierenfunktion und der Kaliumspiegel sollten engmaschig überwacht werden (siehe

Abschnitte 4.2 und 4.4).

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zu Sicherheitspharmakologie, chronischer

Toxizität, Genotoxizität und Kanzerogenität lassen die präklinischen Daten keine

besonderen

Gefahren für den Menschen erkennen.

Bei Ratten führten für das Muttertier toxische Dosen (600 mg/kg/Tag) während der

letzten Tage der Tragzeit und der Säugeperiode zu einem geringeren Überleben, einer

geringeren Gewichtszunahme und einer verzögerten Entwicklung (Ohrmuschelentwicklung

und Hörkanalöffnung) bei den Jungtieren (siehe Abschnitt 4.6).

Diese bei Ratten verabreichten Dosen (600 mg/kg/Tag) sind in etwa 18-mal so hoch wie

für die Anwendung beim Menschen auf mg/m

-Basis empfohlenen Höchstdosen

(Berechnungen gehen von einer oralen Dosis von 320 mg/Tag und einem 60 kg schweren

Patienten aus).

In präklinischen Sicherheitsstudien verursachten hohe Dosen (200 bis 600 mg/kg

Körpergewicht) bei Ratten eine Reduzierung des roten Blutzellbildes (Erythrozyten,

Hämoglobin, Hämatokrit) und Veränderungen in der renalen Hämodynamik (leichte

Erhöhung von Plasmaharnstoff, tubuläre Hyperplasie und Basophilie bei männlichen

Tieren). Diese bei Ratten verabreichten Dosen (200 bis 600 mg/kg/Tag) sind in etwa 6- bis

18-mal so hoch wie die für die Anwendung beim Menschen auf mg/m

-Basis empfohlenen

Höchstdosen (Berechnungen gehen von einer oralen Dosis von 320 mg/Tag und einem

60 kg schweren Patienten aus).

Bei Marmosetten wurden bei ähnlichen Dosen gleichartige, aber ausgeprägtere

Veränderungen insbesondere in der Niere beobachtet. Es entwickelten sich Nephropathien

mit Anstieg von Harnstoff und Kreatinin.

Eine Hypertrophie der renalen juxtaglomerulären Zellen wurde in beiden Spezies

beobachtet. Alle Veränderungen, insbesondere die bei Marmosetten, sind auf die

pharmakologische Wirkung einer verlängerten Hypotonie zurückzuführen. Für die

Anwendung von therapeutischen Dosen bei Menschen scheint die Hypertrophie von

renalen

juxtaglomerulären Zellen keine Bedeutung zu haben.

Pädiatrische Population

Die tägliche orale Gabe von Valsartan an neonatale/juvenile Ratten (postnatal von Tag 7

Tag 70) in niedrigen Dosen von 1 mg/kg/Tag (etwa 10-35 % der bei Kindern maximal

empfohlenen Dosis von 4 mg/kg/Tag auf Basis der systemischen Exposition) führte zu

persistentem, irreversiblem Nierenschaden. Diese Auswirkungen stellen eine erwartete

überschießende pharmakologische Wirkung von ACE-Hemmern und Angiotensin-II-

Blockern

vom Typ 1 dar; diese Effekte werden beobachtet, wenn Ratten während der

ersten 13

Lebenstage behandelt werden. Dieser Zeitraum entspricht 36

Schwangerschaftswochen

beim Menschen und kann sich gelegentlich auf bis zu 44

Wochen nach Empfängnis beim

Menschen verlängern. Die Ratten in der juvenilen

Valsartan-Studie wurden bis zum Tag 70

behandelt und Auswirkungen auf die renale

Reifung (4-6 Wochen postnatal) können nicht

ausgeschlossen werden. Beim Menschen ist

die funktionale renale Reifung ein laufender

Prozess während des ersten Lebensjahres.

Folglich kann eine klinische Relevanz für Kinder

< 1 Jahr nicht ausgeschlossen werden, während die präklinischen Daten nicht auf

Sicherheitsprobleme für Kinder, die älter als 1 Jahr sind, hindeuten.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Mikrokristalline Cellulose

Vorverkleisterte St

rke (aus Mais)

Crospovidon (Typ A)

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

hochdisperses Siliciumdioxid

Ü

berzug:

Polyvinylalkohol- teilw. hydrolysiert

Titandioxid (E171)

Talkum

Macrogol 3350

Phospholipide (aus Soja)

Eisen(III)-oxid (E172)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H20 (E172)

Eisen(II,III)-oxid (E172)

Bei Valsartan Denk 320 mg Filmtabletten zusätzlich:

Brilliantblau FCF, Alumimiumsalz

(E132)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Helle PVC/PE/PVDC-Aluminiumblisterpackung oder

oPA/Aluminium/PVC-Aluminiumblisterpackung

Packungsgrößen: 7, 14, 28, 56, 98 Filmtabletten

Klinikpackung: 280 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen

7.

INHABER DER ZULASSUNG

DENK PHARMA GmbH & Co.KG

Prinzregentenstraße 79

81675 München

Deutschland

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Valsartan Denk 40 mg Filmtabletten: 73950.00.00

Valsartan Denk 80 mg Filmtabletten: 73951.00.00

Valsartan Denk 160 mg Filmtabletten: 73952.00.00

Valsartan Denk 320 mg Filmtabletten: 73953.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

22.03.2010 / 31.01.2013

10.

STAND DER INFORMATION

Februar 2018

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

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