Valsacor comp. 320 mg/25 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Wirkstoff:
Valsartan, Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
TAD Pharma GmbH
ATC-Code:
C09DA03
INN (Internationale Bezeichnung):
Valsartan, Hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Valsartan 320.mg; Hydrochlorothiazid 25.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
75559.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Valsacor comp.

®

320 mg/12,5 mg Filmtabletten

Valsartan/Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor

Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie

enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese

später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben

Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden,

auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in

dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Valsacor comp. und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Valsacor comp. beachten?

Wie ist Valsacor comp. einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Valsacor comp. aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Valsacor comp. und wofür wird es angewendet?

Valsacor comp.-Filmtabletten enthalten zwei Wirkstoffe, die Valsartan

und Hydrochlorothiazid genannt werden. Beide Wirkstoffe unterstützen

die Kontrolle eines zu hohen Blutdrucks (Hypertonie).

Valsartan gehört zur Arzneimittelgruppe der so genannten

„Angiotensin II-Rezeptor-Antagonisten“, die bei der Kontrolle

des hohen Blutdrucks helfen. Angiotensin II ist eine

körpereigene Substanz, die ein Zusammenziehen der Gefäße

bewirkt und so das Ansteigen des Blutdrucks auslöst. Valsartan

wirkt dadurch, dass es die Wirkung von Angiotensin II hemmt.

Infolgedessen entspannen sich die Blutgefäße und der

Blutdruck sinkt.

Hydrochlorothiazid gehört zur Arzneimittelgruppe der so

genannten Thiaziddiuretika (auch als „Wassertabletten“

bekannt). Hydrochlorothiazid erhöht die Urinausscheidung,

wodurch es ebenfalls zur Blutdrucksenkung kommt.

Valsacor comp. wird zur Behandlung des hohen Blutdrucks

angewendet, wenn dieser durch die Anwendung eines einzigen

Wirkstoffs nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

Hoher Blutdruck erhöht die Arbeitslast des Herzens und der Arterien.

Wenn er nicht behandelt wird, kann er Schädigungen der Blutgefäße in

Gehirn, Herz und Nieren verursachen, was zu einem Schlaganfall,

Herz- oder Nierenversagen führen kann. Hoher Blutdruck erhöht das

Risiko für Herzinfarkte. Das Senken Ihres Blutdrucks auf Normalwerte

senkt das Risiko für diese Erkrankungen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Valsacor comp. beachten?

Valsacor comp. darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Valsartan, Hydrochlorothiazid,

Sulfonamidderivate (chemisch mit Hydrochlorothiazid

verwandte Wirkstoffe) oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind. (Es wird

empfohlen, Valsacor comp. auch in der frühen Phase der

Schwangerschaft nicht anzuwenden - siehe Abschnitt

Schwangerschaft und Stillzeit),

wenn Sie unter einer schweren Lebererkrankung, Zerstörung

der kleinen Gallengänge innerhalb der Leber (biliäre Zirrhose)

leiden, die zu einem Rückstau von Galle in der Leber führen

können (Cholestase),

wenn Sie unter einer schweren Nierenerkrankung leiden,

wenn Sie kein Wasser lassen können (Anurie),

wenn Sie mit einer künstlichen Niere behandelt werden,

wenn der Kalium- oder Natriumspiegel in Ihrem Blut unter dem

Normalwert liegt, bzw. wenn der Kalziumspiegel in Ihrem Blut

trotz Behandlung über dem Normalwert liegt,

wenn Sie unter Gicht leiden,

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte

Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden

Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, nehmen

Sie dieses Arzneimittel nicht ein und sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Valsacor

comp. einnehmen.

wenn Sie kaliumsparende Arzneimittel, Kaliumersatzpräparate

oder kaliumhaltige Salzersatzpräparate oder andere

Arzneimittel anwenden, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut

erhöhen, wie z.B. Heparin. Es kann notwendig sein, dass Ihr

Arzt den Kaliumspiegel in Ihrem Blut in regelmäßigen

Abständen kontrolliert.

wenn in Ihrem Blut ein niedriger Kaliumspiegel vorliegt.

wenn Sie unter Durchfall oder schwerem Erbrechen leiden.

wenn Sie hohe Dosen Wassertabletten einnehmen (Diuretika).

wenn Sie unter einer schweren Herzerkrankung leiden.

wenn Sie an Herzinsuffizienz leiden oder einen Herzinfarkt

erlitten haben. Folgen Sie genau der Anweisung Ihres Arztes

bezüglich der Anfangsdosis. Ihr Arzt kann auch Ihre

Nierenfunktion überprüfen.

wenn Sie unter einer Verengung der Nierenarterie leiden.

wenn Sie vor kurzem eine neue Niere erhalten haben.

wenn Sie unter Hyperaldosteronismus leiden. Dies ist eine

Erkrankung, bei der Ihre Nebenniere zuviel des Hormons

Aldosteron produziert. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, wird die

Anwendung von Valsacor comp. nicht empfohlen.

wenn Sie unter einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden.

wenn Sie jemals während der Einnahme weiterer Arzneimittel

(einschließlich eines ACE-Inhibitors) ein Anschwellen von

Zunge und Gesicht hatten, hervorgerufen durch eine als

Angioödem bezeichnete allergische Reaktion, sprechen Sie mit

Ihrem Arzt. Wenn diese Symptome während der Einnahme von

Valsacor comp. auftreten, brechen Sie die Einnahme von

Valsacor comp. sofort ab und nehmen Sie es nie mehr ein.

Siehe auch Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind

möglich?“.

wenn Sie Fieber, Ausschlag und Gelenkschmerzen haben, die

Anzeichen für einen systemischen Lupus erythematodes sein

können (SLE, eine so genannte Autoimmunerkrankung).

wenn Sie unter Diabetes mellitus, Gicht, hohen

Cholesterinwerten oder Trigyzeridwerten in Ihrem Blut leiden.

wenn Sie in Verbindung mit der Anwendung anderer

blutdrucksenkender Wirkstoffe dieser Arzneimittelgruppe

(Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten) unter allergischen

Reaktionen litten, bzw. wenn Sie Allergien oder Asthma haben.

wenn Sie eine Verringerung des Sehvermögens oder

Augenschmerzen bemerken. Es könnte sich dabei um

Symptome eines Druckanstiegs in Ihrem Auge handeln, die

innerhalb von Stunden bis zu einer Woche nach der Einnahme

von Valsacor comp. auftreten können. Dies kann unbehandelt

zu einem dauerhaften Verlust des Sehvermögens führen. Wenn

Sie vorher eine Penicillin- oder Sulfonamidallergie hatten,

können Sie ein höheres Risiko besitzen dies zu entwickeln.

es kann zu einer erhöhten Empfindlichkeit der Haut gegen

Sonnenlicht kommen.

wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder während der

Behandlung eine unerwartete Hautläsion entwickeln. Die

Behandlung mit Hydrochlorothiazid, insbesondere eine

hochdosierte Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger

Arten von Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs) erhöhen.

Schützen Sie Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung und UV-

Strahlen, solange Sie Valsacor comp. einnehmen.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von

hohem Blutdruck einnehmen:

einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril),

insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von

Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und

die Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen

Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Valsacor comp. darf nicht eingenommen werden.“

Wenn irgendeiner dieser Punkte auf Sie zutrifft, informieren Sie bitte

Ihren Arzt.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten schwanger zu sein (oder

schwanger werden könnten). Die Einnahme von Valsacor comp. in der

frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Valsacor

comp. darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Valsacor comp. in

diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen

Kindes führen kann (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Valsacor comp. bei Kindern und Jugendlichen

(unter 18 Jahren) wird nicht empfohlen.

Dopinghinweis

Dieses Arzneimittel enthält Hydrochlorothiazid. Die Anwendung von

Valsacor comp. kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen

führen.

Einnahme von Valsacor comp. zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere

Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen

haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Die Wirkung der Behandlung kann beeinflusst werden, wenn Valsacor

comp. zusammen mit bestimmten anderen Arzneimitteln

eingenommen/angewendet wird. Es kann dann notwendig sein, die

Dosierung zu ändern, andere Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen oder

in manchen Fällen auch die Einnahme eines der Arzneimittel zu

unterbrechen. Dies gilt insbesondere für folgende Arzneimittel:

Lithium, ein Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Arten von

psychischen Erkrankungen,

Arzneimittel oder Substanzen, die den Kaliumgehalt in Ihrem

Blut erhöhen können. Dazu zählen Kaliumersatzpräparate oder

Salzersatzmittel, die Kalium enthalten, kaliumsparende

Arzneimittel und Heparin,

Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut senken

können, wie Diuretika (Wassertabletten), Kortikosteroide,

Abführmittel, Carbenoxolon, Amphotericin oder Penicillin G,

einige Antibiotika (Rifamycin-Gruppe), ein Arzneimittel, das zum

Schutz vor Transplantatabstoßung angewendet wird (Ciclosporin),

oder ein antiretrovirales Arzneimittel, das zur Behandlung von

HIV/AIDS eingesetzt wird (Ritonavir). Diese Arzneimittel können

den Effekt von Valsacor comp. erhöhen.

Arzneimittel, die „Torsades de Pointes“ (unregelmäßiger

Herzschlag) auslösen können, wie Antiarrhythmika (Arzneimittel

zur Behandlung von Herzproblemen) und einige Antipsychotika,

Arzneimittel, die den Natriumgehalt in Ihrem Blut erniedrigen

können, wie z. B. Antidepressiva, Antipsychotika, Antiepileptika,

Arzneimittel zur Behandlung der Gicht, wie Allopurinol,

Probenecid, Sulfinpyrazon,

therapeutische Vitamin-D- und Kalziumergänzungsmittel,

Arzneimittel zur Behandlung des Diabetes mellitus (orale

Wirkstoffe wie Metformin oder Insulin),

andere Arzneimittel zur Senkung Ihres hohen Blutdrucks

einschließlich Methyldopa,

Arzneimittel zur Erhöhung Ihres Blutdrucks, wie Noradrenalin

oder Adrenalin,

Digoxin oder andere Digitalis-Glykoside (Arzneimittel zur

Behandlung von Herzproblemen),

Arzneimittel, die den Blutzuckerspiegel anheben können, wie

z.B. Diazoxid oder Beta-Blocker,

zytotoxische Arzneimittel (Arzneimittel zur Krebsbehandlung),

wie Methotrexat oder Cyclophosphamid,

Arzneimittel gegen Schmerzen, wie nicht steroidale

entzündungshemmende Wirkstoffe (NSAIDs), einschließlich

selektiven Cyclooxygenase-2-Hemmern (COX-2-Hemmer) und

Acetylsalicylsäure > 3 g,

Arzneimittel zur Muskelentspannung wie Tubocurarin,

anticholinergische Arzneimittel (Arzneimittel zur Behandlung

einer Reihe von Erkrankungen, wie Magen-Darm-Krämpfe,

Spasmus der Harnblase, Asthma, Reisekrankheit,

Muskelkrämpfe, Parkinson-Krankheit und als Mittel in der

Anästhesie),

Amantadin (Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-

Krankheit sowie zur Behandlung oder Vermeidung bestimmter

durch Viren verursachter Krankheiten),

Cholestyramin und Cholestipol (Arzneimittel hauptsächlich zur

Behandlung hoher Blutfettwerte),

Ciclosporin, ein Arzneimittel, das nach Organtransplantationen

zur Unterdrückung der Abstoßungsreaktionen eingesetzt wird,

Alkohol, Schlaftabletten und Anästhetika (Arzneimittel mit

einem schlaffördernden oder schmerzstillenden Effekt, die z. B.

bei einem chirurgischen Eingriff angewendet werden),

jodhaltige Kontrastmittel (Substanzen für bildgebende

Untersuchungen),

wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen (siehe

auch Abschnitte „Valsacor comp. darf nicht eingenommen

werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Einnahme von Valsacor comp. zusammen mit Nahrungsmitteln,

Getränken und Alkohol

Sie können Valsacor comp. zusammen mit einer Mahlzeit oder auf

nüchternen Magen einnehmen.

Vor dem Konsum von Alkohol sollten Sie Ihren Arzt um Rat fragen.

Alkohol kann zu einer stärkeren Senkung Ihres Blutdrucks führen bzw.

das Risiko erhöhen, dass Ihnen schwindelig wird oder Sie sich

schwach fühlen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten,

schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen

Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein

(oder schwanger werden könnten).

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Valsacor comp. vor einer

Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind,

abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die

Anwendung von Valsacor comp. in der frühen Schwangerschaft wird

nicht empfohlen und Valsacor comp. darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von

Valsacor comp. in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres

ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen

beginnen wollen.

Valsacor comp. wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern

empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere Behandlung für Sie wählen,

wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im

Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bevor Sie ein Fahrzeug steuern, Werkzeuge verwenden, Maschinen

bedienen oder andere Tätigkeiten ausüben, die Konzentration

erfordern, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, wie Valsacor comp.

bei Ihnen wirkt. Wie bei vielen anderen Arzneimitteln zur Behandlung

des hohen Blutdrucks kann es nach Einnahme von Valsacor comp.

gelegentlich zu Schwindelanfällen und einer Beeinträchtigung der

Konzentrationsfähigkeit kommen.

Valsacor comp. enthält Lactose und Natrium.

Wenn Ihr Arzt Ihnen gesagt hat, dass Sie unter einer Intoleranz

gegenüber einigen Zuckerarten leiden, fragen Sie Ihren Arzt, bevor Sie

dieses Arzneimittel einnehmen. Bitte nehmen Sie Valsacor comp.

daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt

ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten

Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro

Filmtablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

3.

Wie ist Valsacor comp. einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit

Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder

Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Dies trägt dazu bei,

dass die besten Ergebnisse erzielt werden und senkt das Risiko von

Nebenwirkungen.

Menschen mit hohem Blutdruck bemerken oft keinerlei Anzeichen für

dieses Problem. Viele fühlen sich recht normal. Daher ist es umso

wichtiger für Sie, dass Sie Ihre Termine bei Ihrem Arzt einhalten, auch

wenn Sie sich gut fühlen.

Ihr Arzt wird Ihnen genau sagen, wie viele Tabletten von Valsacor

comp. Sie einnehmen müssen. Je nachdem, wie Sie auf die

Behandlung ansprechen, kann Ihr Arzt Ihnen eine höhere oder auch

niedrigere Dosierung vorschlagen.

Die übliche Dosierung von Valsacor comp. entspricht einer

Tablette am Tag.

Verändern Sie diese Dosierung nicht oder unterbrechen Sie die

Behandlung nicht, ohne mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben.

Das Arzneimittel sollte jeden Tag zur selben Zeit eingenommen

werden, normalerweise morgens.

Sie können Valsacor comp. mit einer oder außerhalb einer

Mahlzeit einnehmen.

Schlucken Sie die Tablette mit einem Glas Wasser.

Wenn Sie eine größere Menge von Valsacor comp. eingenommen

haben, als Sie sollten

Wenn es bei Ihnen zu starken Schwindelanfällen und/oder Ohnmacht

kommt, legen Sie sich hin und informieren sofort Ihren Arzt.

Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben,

informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das Krankenhaus.

Wenn Sie die Einnahme von Valsacor comp. vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie eine Tablette ein,

sobald Sie daran denken. Wenn es jedoch fast Zeit für Ihre nächste

Dosis ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige

Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Valsacor comp. abbrechen

Wenn Sie Ihre Behandlung abbrechen, kann dies zu einer

Verschlechterung Ihres hohen Blutdruckes führen. Daher sollten Sie

zuerst mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie die Absicht haben, Valsacor

comp. nicht mehr einzunehmen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben,

wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen

haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein und

erfordern sofortige medizinische Behandlung:

Bitte kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie Symptome

eines Angioödems feststellen, wie z.B.:

Anschwellen von Gesicht, Zunge bzw. Rachenraum

Schwierigkeiten beim Schlucken

Nesselsucht und Schwierigkeiten beim Atmen

schwere Hauterkrankung, die zu Hautausschlag, geröteter

Haut, Blasenbildung auf Lippen, Augen oder Mund,

Abschuppen der Haut, Fieber führen kann (toxische epidermale

Nekrolyse)

verringertes Sehvermögen oder Augenschmerzen aufgrund

eines erhöhten Drucks (mögliche Anzeichen von akutem

Engwinkelglaukom

Fieber, Halsschmerzen, häufigere Infektionen (Agranulozytose).

Diese Nebenwirkungen sind sehr selten oder die Häufigkeit ist nicht

bekannt.

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome an sich

bemerken, brechen Sie die Einnahme von Valsacor comp. ab und

suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf (siehe auch Abschnitt 2

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Weitere Nebenwirkungen bestehen in folgenden:

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Husten

niedriger Blutdruck

Benommenheit

Dehydrierung (mit Symptomen wie Durst, trockener Mund und

Zunge, seltener Harndrang, stark gefärbter Urin, trockene Haut)

Muskelschmerzen

Müdigkeit

Kribbeln oder Taubheitsgefühl

Verschwommenes Sehen

Geräusche (z.B. Pfeifen, Summen) in den Ohren

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Schwindel

Durchfall

Gelenkschmerzen

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar)

Atembeschwerden

stark verminderte Urinausscheidung

niedriger Natriumspiegel im Blut (der in schweren Fällen

Müdigkeit, Verwirrung, Muskelzuckungen und/oder Krämpfe

hervorrufen kann)

niedriger Kaliumspiegel im Blut (manchmal in Verbindung mit

Muskelschwäche, Muskelkrämpfen, abnormalem

Herzrhythmus)

geringe Anzahl weißer Blutkörperchen im Blut (mit Symptomen

wie Fieber, Hautinfektionen, Halsschmerzen oder

Mundschleimhautgeschwüren infolge von Infektionen,

Schwäche)

erhöhter Bilirubinspiegel im Blut (was in schweren Fällen eine

Gelbfärbung der Haut und Augen auslösen kann)

erhöhter Harnstoff-Stickstoff- und Kreatininspiegel im Blut (was

auf eine gestörte Nierenfunktion hinweisen kann)

erhöhter Harnsäurespiegel im Blut (was in schweren Fällen

Gicht verursachen kann)

Synkopen (Ohnmacht).

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei Arzneimitteln, die

Valsartan oder Hydrochlorothiazid alleine enthalten, berichtet:

Valsartan

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Drehschwindel

Bauchschmerzen.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar)

Hautausschlag mit oder ohne Juckreiz in Verbindung mit

einigen der folgenden Anzeichen oder Symptome: Fieber,

Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, geschwollene

Lymphknoten und/oder grippeähnlichen Symptome

Ausschlag, purpurrote Flecken, Fieber, Juckreiz (Symptome

einer Entzündung der Blutgefäße)

geringe Blutplättchenzahl (manchmal mit ungewöhnlichen

Blutungen oder blauen Flecken)

hoher Kaliumspiegel im Blut (manchmal mit Muskelkrämpfen,

Herzrhythmusstörungen)

allergische Reaktionen (mit Symptomen wie Ausschlag,

Juckreiz, Nesselsucht, Schwierigkeiten beim Atmen oder

Schlucken, Schwindel)

Schwellungen hauptsächlich im Gesicht und Rachen;

Hautausschlag; Juckreiz

erhöhte Leberfunktionswerte

verminderter Hämoglobinspiegel und verminderter Anteil roter

Blutkörperchen im Blut (was beides in schweren Fällen eine

Anämie auslösen kann)

Nierenversagen

niedriger Natrium-Spiegel im Blut (der in schweren Fällen

Müdigkeit, Verwirrung, Muskelzuckungen und/oder Krämpfe

hervorrufen kann)

Hydrochlorothiazid

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

niedriger Kaliumspiegel im Blut

Erhöhung der Blutfettwerte

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

niedriger Natriumspiegel im Blut

niedriger Magnesiumspiegel im Blut

hoher Harnsäurespiegel im Blut

juckender Hautausschlag und andere Arten von Ausschlag

Appetitverlust

leichte Übelkeit und Erbrechen

Schwindel, Ohnmacht beim Aufstehen

Unfähigkeit, eine Erektion zu bekommen oder aufrecht zu

erhalten

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

Schwellung und Blasenbildung der Haut (aufgrund erhöhter

Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht)

hoher Calciumspiegel im Blut

hoher Blutzuckerspiegel

Zucker im Urin

sich verschlechternde diabetische Stoffwechsellage

Verstopfung, Durchfall, Unwohlsein im Magen-Darmbereich,

Leberfunktionsstörungen, die mit einer Gelbfärbung von Haut

und Augen einhergehen können

unregelmäßiger Herzschlag

Kopfschmerzen

Schlafstörungen

schlechte Stimmung (Depression)

niedrige Zahl der roten Blutkörperchen (manchmal mit

Blutungen oder Bildung blauer Flecken unter der Haut)

Schwindel

Kribbeln oder Taubheitsgefühl

Sehstörungen

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Entzündung der Blutgefäße mit Symptomen wie Ausschlag,

purpurroten Flecken, Fieber (Vaskulitis)

Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Schwierigkeiten beim

Atmen oder Schlucken, Schwindel (Überempfindlichkeits-

reaktionen)

Gesichtsausschlag, Gelenkschmerzen

Muskelstörungen

Fieber (Lupus erythematodes)

starke Schmerzen im Oberbauch (Pankreatitis)

Schwierigkeiten beim Atmen mit Fieber, Husten, Keuchen,

Kurzatmigkeit (Atemnot, einschließlich Pneumonitis und

Lungenödeme)

blasse Haut, Müdigkeit, Atemlosigkeit, dunkler Urin

(hämolytische Anämie)

Fieber, Halsschmerzen oder Geschwüre im Mund aufgrund von

Infektionen (Leukopenie)

Verwirrtheit, Müdigkeit, Muskelzuckungen und -krämpfe,

schnelles Atmen (hypochlorämische Alkalose)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten

nicht abschätzbar)

Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs)

Schwäche, blaue Flecken und häufige Infektionen (aplastische

Anämie)

stark herabgesetzte Urinmenge (mögliche Anzeichen von

Nierenerkrankungen oder Nierenversagen)

Hautausschlag, gerötete Haut, Blasenbildung auf Lippen,

Augen oder Mund, Abschuppen der Haut, Fieber (mögliche

Anzeichen von Erythema multiforme)

Muskelkrämpfe

Fieber (Pyrexie)

Schwäche (Asthenie)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch

direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden,

können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Valsacor comp. aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Verpackung nach

„verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen

Monats.

Nicht über 30°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und

Feuchtigkeit zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist,

wenn Sie sie nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Valsacor comp. enthält

Die Wirkstoffe sind: Valsartan und Hydrochlorothiazid.

Jede Valsacor comp. 320 mg/12,5 mg Filmtablette enthält 320

mg Valsartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose, Lactose-

Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Croscarmellose-Natrium,

Povidon K 25 und hochdisperses Siliciumdioxid im Tablettenkern sowie

Hypromellose, Titandioxid (E171), Macrogol 4000, Eisen(III)-oxid

(E172) im Filmüberzug. Siehe Abschnitt 2 "Valsacor comp. enthält

Lactose und Natrium".

Wie Valsacor comp. aussieht und Inhalt der Packung

Die Filmtabletten sind pinkfarben, oval, bikonvex.

Valsacor comp. 320 mg/12,5 mg Filmtabletten sind in Packungen mit

10, 14, 28, 30, 56, 60, 84, 90, 98, 100, 280, 56 x 1, 98 x 1, 280 x 1

Filmtabletten in Blistern erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr

gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

TAD Pharma GmbH

Heinz-Lohmann-Straße 5

27472 Cuxhaven

Tel.: (04721) 606-0

Fax: (04721) 606-333

E-Mail: info@tad.de

Hersteller

KRKA, d.d., Novo mesto, Šmarješka cesta 6, 8501 Novo mesto,

Slowenien

oder:

TAD Pharma GmbH, Heinz-Lohmann-Straße 5, 27472 Cuxhaven,

Deutschland.

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen

Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen

zugelassen

Name des Mitgliedsstaates

Name des Arzneimittels

Bulgarien

Co-Valsacor 320 mg/12,5 mg

Ко

Валсакор

Dänemark

Valsartan/Hydrochlorothiazide Krka

320 mg/12,5 mg Filmovertrukket tablet

Estland

Valsacombi

Finnland

Valsartan/Hydrochlorothiazide Krka

320 mg/12,5 mg Tabletti,

kalvopäällysteinen

Griechenland

Valsartan+Hydrochlorothiazide/Krka

320 mg/12,5 mg

Επικαλυµµένο

µε

λεπτό

υµένιο

δισκίο

Irland

Valsartan/hydrochlorothiazide Krka 320

mg/12,5 mg Film-coated tablets

Island

Valsartan/Hydrochlorothiazide Krka

Lettland

Valsacombi 320 mg/12,5 mg Apvalkot

tablete

Litauen

Valsacombi 320 mg/12,5 mg pl

vele

dengtos tablet

Norwegen

Valsartan/Hydrochlorothiazide Krka

320 mg/12,5 mg Tablett, filmdrasjert

Österreich

Valsartan/Hydrochlorothiazid Krka 320

mg/12,5 mg Filmtabletten

Polen

Co-Valsacor

Schweden

Valsartan/Hydrochlorothiazide Krka

320 mg/12,5 mg Filmdragerad tablett

Slowakei

Co-Valsacor 320 mg/12,5 mg Filmom

obalená tableta

Slowenien

Valsacombi 320 mg/12,5 mg filmsko

obložene tablete

Spanien

Valsartán/hidroclorotiazida Kern

Pharma 320 mg/12,5 mg comprimidos

recubiertos con película EFG

Tschechische Republik

Valsacombi 320 mg/12,5 mg

Potahovaná tableta

Ungarn

Co-Valsacor 320 mg/12,5 mg

Filmtabletta

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November

2018.

_____________________Fachinformation_________________________________

Valsacor comp.

®

320 mg/12,5 mg Filmtabletten

1. BEZEICHNUNG DES

ARZNEIMITTELS

Valsacor comp.

320 mg/12,5 mg Filmtab-

letten

2. QUALITATIVE UND

QUANTITATIVE

ZUSAMMENSETZUNG

Eine Filmtablette enthält 320 mg Valsartan

und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wir-

kung:

Lactose: 100,70 mg.

Vollständige Auflistung der sonstigen Be-

standteile siehe, Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Die Filmtabletten sind pinkfarben, oval, bi-

konvex.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Behandlung der essentiellen Hypertonie bei

Erwachsenen.

feste

Dosiskombination

Valsacor

comp.

Patienten

angezeigt,

deren

Blutdruck durch die Anwendung von Vals-

artan bzw. Hydrochlorothiazid in Monothe-

rapie nicht ausreichend eingestellt ist.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die empfohlene Dosis von Valsacor comp.

mg/12,5

entspricht

einer

Filmtablette einmal täglich.

Es wird die Dosistitration mit den einzelnen

Bestandteilen

empfohlen.

jedem

Fall

muss die Anhebung der Dosis der einzelnen

Bestandteile auf die nächste Dosierungsstu-

fe überwacht werden, um das Risiko einer

Hypotonie und anderer nachteiliger Ereig-

nisse zu reduzieren.

Sofern dies klinisch angebracht erscheint,

kann der direkte Wechsel von der Mono-

therapie zur festen Dosiskombination bei

Patienten in Betracht gezogen werden, de-

ren Blutdruck unter Valsartan- bzw. Hyd-

rochlorothiazid-Monotherapie nicht ausrei-

chend eingestellt ist, sofern die empfohlene

Dosistitrationsfolge für die Einzelbestand-

teile befolgt wird.

Das Ansprechen auf Valsacor comp. muss

nach Therapiebeginn beurteilt werden und

wenn der Blutdruck nicht ausreichend ein-

gestellt ist, kann die Dosis durch Erhöhung

einer der beiden Komponenten bis auf eine

Höchstdosis

mg/25

Vals-

artan/Hydrochlorothiazid

gesteigert

wer-

den.

Die antihypertensive Wirkung stellt sich im

Wesentlichen innerhalb von 2 Wochen ein.

Bei den meisten Patienten wird die maxi-

male Wirkung innerhalb von 4 Wochen be-

obachtet. Jedoch kann bei einigen Patienten

hierzu eine Behandlung über 4 - 8 Wochen

erforderlich sein. Dies muss bei der Dosisti-

tration

berücksichtigt

werden

(siehe

schnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Art der Anwendung

Valsacor comp. sollte mit Wasser unabhän-

gig von den Mahlzeiten eingenommen wer-

den.

Besondere Patientengruppen

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen:

Bei Patienten mit einer leichten bis mittel-

schweren Nierenfunktionsstörung (Glome-

ruläre Filtrationsrate (GFR) ≥ 30 ml/min)

ist keine Dosisanpassung erforderlich. Auf-

grund der Hydrochlorothiazid-Komponente

ist Valsacor comp. bei Patienten mit schwe-

Nierenfunktionsstörung

(GFR

<

ml/min) und Anurie kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3, 4.4 und 5.2).

Patienten mit Leberfunktionsstörungen:

Bei Patienten mit leichter bis mittlerer Le-

berinsuffizienz ohne Cholestase sollte die

Dosis 80 mg Valsartan pro Tag nicht über-

steigen (siehe Abschnitt 4.4). Bei Patienten

mit leichter bis mittelschwerer Leberfunk-

tionsstörung ist keine Anpassung der Hyd-

rochlorothiazid-Dosis erforderlich. Wegen

des Valsartan-Anteils ist Valsacor comp.

bei Patienten mit schwerer Leberfunktions-

störung oder mit biliärer Zirrhose und Cho-

lestase kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3,

4.4 und 5.2).

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpas-

sung erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Aufgrund fehlender Daten zu Wirksamkeit

und Sicherheit des Arzneimittels wird Va-

lsacor comp. zur Anwendung bei Kindern

Jugendlichen

unter

Jahren

nicht

empfohlen.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstof-

fe, andere Sulfonamidderivate oder einen

der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile

Zweites

drittes

Schwanger-

schaftstrimester (siehe Abschnitt 4.4 und

4.6)

Schwere

Leberinsuffizienz,

biliäre

Zir-

rhose und Cholestase

Schwere

Niereninsuffizienz

(Kreatinin-

Clearance <30 ml/min), Anurie

Refraktorische Hypokaliämie, Hyponat-

riämie, Hyperkalzämie und symptomati-

sche Hyperurikämie.

Die gleichzeitige Anwendung von Va-

lsacor comp. mit Aliskiren-haltigen Arz-

neimitteln ist bei Patienten mit Diabetes

mellitus

oder

eingeschränkter

Nieren-

funktion

(GFR

< 60 ml/min/1,73 m

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und

5.1).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vor-

sichtsmaßnahmen für die Anwendung

Veränderungen der Serumelektrolyte

Valsartan

Die gleichzeitige Anwendung von Kalium-

ersatzpräparaten, kaliumsparenden Diureti-

kaliumhaltigen

Salzersatzpräparaten

oder anderer Wirkstoffe, die den Kalium-

spiegel erhöhen können (Heparin, etc.) wird

nicht empfohlen.

Falls erforderlich, sollte eine Überwachung

des Kaliumspiegels erfolgen.

Hydrochlorothiazid

Während der Behandlung mit Thiaziddiure-

tika, einschließlich von Hydrochlorothiazid,

wurde über das Auftreten einer Hypokaliä-

mie berichtet. Eine engmaschige Kontrolle

des Serum-Kaliumspiegels wird empfohlen.

Die Behandlung mit Thiaziddiuretika, ein-

schließlich

Hydrochlorothiazid,

ging

mit Hyponatriämie und hypochlorämischer

Alkalose

einher.

Thiazide,

einschließlich

von Hydrochlorothiazid, steigern die Aus-

scheidung von Magnesium im Urin, was zu

einer Hypomagnesiämie führen kann. Die

Kalziumexkretion wird durch Thiaziddiure-

tika vermindert. Dies kann zu einer Hyper-

kalzämie führen.

Wie bei jedem Patienten, der eine Diureti-

katherapie

erhält,

sollte

eine

periodische

Bestimmung der Serumelektrolyte in ge-

eigneten zeitlichen Abständen durchgeführt

werden.

Patienten

Natrium-

und/oder

Volu-

menmangel

Patienten, die mit Thiaziddiuretika behan-

delt werden, einschließlich Hydrochlorothi-

azid, sollten auf klinische Anzeichen einer

Störung des Flüssigkeits- oder Elektrolyt-

haushalts hin beobachtet werden.

Patienten

schwerem

Natrium-

und/oder Volumenmangel, wie solche, die

hoch dosierte Diuretika erhalten, kann es in

seltenen Fällen, insbesondere zu Beginn der

Behandlung mit Valsartan und Hydrochlo-

rothiazid, zu einer symptomatischen Hypo-

tonie kommen. Ein Natrium- und/oder Vo-

lumenmangel sollte daher vor Therapiebe-

ginn

Kombinationspräparat

Valsartan

Hydrochlorothiazid

ausge-

glichen werden.

_____________________Fachinformation_________________________________

Valsacor comp.

®

320 mg/12,5 mg Filmtabletten

Patienten mit schwerer chronischer Herzin-

suffizienz oder anderen Erkrankungen mit

Stimulation

Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems

Patienten,

deren

Nierenfunktion

Aktivität

Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems

abhängen

kann

(z.B.

Patienten mit schwerer kongestiver Herzin-

suffizienz), ging die Behandlung mit Angi-

otensin-Converting-Enzym-Hemmern

einer

Oligurie

und/oder

progressiven

Azotämie und in seltenen Fällen mit aku-

tem Nierenversagen und/oder Tod einher.

Die Bewertung von Patienten mit Herzin-

suffizienz oder nach einem Myokardinfarkt

sollte immer eine Untersuchung der Nieren-

funktion beinhalten. Die Anwendung des

Kombinationspräparates aus Valsartan und

Hydrochlorothiazid

Patienten

schwerer

chronischer

Herzinsuffizienz

wurde nicht untersucht.

Daher kann nicht ausgeschlossen werden,

dass

Anwendung

Valsartan

Hydrochlorothiazid

aufgrund

Hem-

mung

Renin-Angiotensin-Aldosteron-

Systems

ebenfalls

einer

Störung

Nierenfunktion einhergeht. Valsacor comp.

sollte daher bei diesen Patienten nicht an-

gewendet werden.

Nierenarterienstenose

Bei Patienten mit unilateraler oder bilatera-

ler Nierenarterienstenose oder Arterienste-

nose

einer

Einzelniere

sollte

Valsacor

comp. zur Behandlung der Hypertonie nicht

angewendet werden, da die Blutharnstoff-

und Serumkreatinin-Spiegel bei diesen Pa-

tienten ansteigen können.

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten

primärem

Hyperaldostero-

nismus sollten nicht mit Valsacor comp.

behandelt

werden,

deren

Renin-

Angiotensin-System nicht aktiviert ist.

Aorten- und Mitralklappenstenose, hyper-

trophe obstruktive Kardiomyopathie

Wie bei anderen Vasodilatatoren ist bei Pa-

tienten, die unter einer Aorten- oder Mitral-

klappenstenose,

bzw.

einer

hypertrophen

obstruktiven

Kardiomyopathie

leiden

(HOCM), besondere Vorsicht geboten.

Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstö-

rung und einer Kreatinin-Clearance von ≥

30 ml/min (siehe Abschnitt 4.2) ist keine

Dosisanpassung erforderlich. Die regelmä-

ßige

Überwachung

Serum-Kalium-,

Kreatinin-

Harnsäure-Spiegel

wird

empfohlen, wenn Valsacor comp. bei Pati-

enten

Niereninsuffizienz

eingesetzt

wird.

Nierentransplantation

Es liegen zurzeit keinerlei Erfahrungen zur

sicheren Anwendung von Valsacor comp.

bei Patienten vor, die sich vor kurzem einer

Nierentransplantation unterzogen haben.

Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit leichter bis mittlerer Le-

berinsuffizienz ohne Cholestase sollte Va-

lsacor

comp.

Vorsicht

angewendet

werden (siehe Abschnitt 4.2 und 5.2). Thia-

zide sollten bei Patienten mit Leberfunkti-

onsstörung

oder

progredient

verlaufender

Lebererkrankung mit Vorsicht angewendet

werden,

geringfügige

Veränderungen

Flüssigkeits-

Elektrolythaushalts

ein hepatisches Koma auslösen können.

Historie von Angiödemen

Angioödeme,

inklusive

Anschwellen

Larynx und Glottis, die eine Verengung der

Atemwege

hervorrufen

und/oder

schwellen

Gesicht,

Lippen,

Pharynx

und/oder der Zunge, wurden bei Patienten

berichtet, die mit Valsartan behandelt wur-

den; bei einigen dieser Patienten traten An-

gioödeme schon vorher mit anderen Arz-

neimitteln inklusive ACE-Inhibitoren auf.

Valsacor comp. sollte sofort bei Patienten

abgesetzt werden, die Angioödeme entwi-

ckeln, und Valsacor comp. sollte dann nicht

erneut verabreicht werden (siehe Abschnitt

4.8).

Systemischer Lupus erythematodes

Es wurde in Zusammenhang mit Thiaziddi-

uretika, einschließlich Hydrochlorothiazid,

über eine Verschlimmerung bzw. Aktivie-

rung

eines

systemischen

Lupus

erythe-

matodes berichtet.

Andere Stoffwechselstörungen

Thiaziddiuretika, einschließlich Hydrochlo-

rothiazid, können die Glukosetoleranz ver-

ändern und einen Anstieg der Serumspiegel

von Cholesterin, Triglyzeriden und Harn-

säure verursachen. Bei diabetischen Patien-

ten kann eine Dosisanpassung von Insulin

oder oralen hypoglykämischen Wirkstoffen

notwendig sein.

Thiazide können die Kalziumausscheidung

über den Harn vermindern und somit zu ei-

nem vorübergehenden und leichten Anstieg

der Serumkalziumwerte führen, auch wenn

keine

Störung

Kalziumstoffwechsels

bekannt ist. Eine ausgeprägte Hyperkalz-

ämie kann auf einen zugrunde liegenden

Hyperparathyroidismus hinweisen. Thiazi-

sollten

abgesetzt

werden,

bevor

eine

Überprüfung

Schilddrüsenfunktion

durchgeführt wird.

Lichtempfindlichkeit

Es wurde im Zusammenhang mit Thiazid-

diuretika über Fälle von Lichtempfindlich-

keitsreaktionen

berichtet

(siehe

Abschnitt

4.8). Wenn während der Behandlung eine

Lichtempfindlichkeitsreaktion auftritt, wird

die Unterbrechung der Behandlung emp-

fohlen. Wenn die erneute Anwendung des

Diuretikums für notwendig gehalten wird,

empfiehlt es sich, dem Licht ausgesetzte

Bereiche

gegen

Sonne

oder

künstliches

UVA-Licht zu schützen.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit Valsartan sollte nicht

während

Schwangerschaft

begonnen

werden. Bei Patientinnen mit Schwanger-

schaftswunsch sollte eine Umstellung auf

eine alternative blutdrucksenkende Behand-

lung mit geeignetem Sicherheitsprofil für

Schwangere

erfolgen,

denn,

eine

Fortführung der Behandlung mit Valsartan

zwingend

erforderlich.

Wird

eine

Schwangerschaft

festgestellt,

handlung

Valsartan

unverzüglich

beenden und, wenn erforderlich, eine alter-

native

Therapie

beginnen

(siehe

schnitt 4.3 und 4.6).

Im Allgemeinen

Bei Patienten, die bereits gegenüber ande-

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

Überempfindlichkeitsreaktionen

gezeigt

haben, ist Vorsicht geboten. Überempfind-

lichkeitsreaktionen

gegenüber

Hydrochlo-

rothiazid treten bei Patienten mit Allergie

und Asthma mit größerer Wahrscheinlich-

keit auf.

Akutes Engwinkelglaukom

Hydrochlorothiazid, ein Sulfonamid, wurde

mit einer idiosynkratischen Reaktion in Zu-

sammenhang gebracht, die zu einer akuten

vorübergehenden

Myopie

einem

akuten

Engwinkelglaukom

führt.

Symptomen zählen der akute Beginn einer

Visusverschlechterung

oder

Augen-

schmerzen. Sie treten in der Regel wenige

Stunden bis Wochen nach Beginn der Be-

handlung mit dem

Arzneimittel auf. Ein

unbehandeltes

akutes

Engwinkelglaukom

kann

einem

dauerhaften

Verlust

Sehvermögens

führen.

primäre

handlung besteht darin, Hydrochlorothiazid

so schnell wie möglich abzusetzen. Eine so-

fortige medizinische oder chirurgische Be-

handlung muss gegebenenfalls in Betracht

gezogen

werden,

wenn

Augeninnen-

druck unkontrolliert bleibt. Zu den Risiko-

faktoren für die Entwicklung eines akuten

Engwinkelglaukoms zählen u. a. eine Sul-

fonamid-

oder

Penicillinallergie

Anamnese.

Dopinghinweis

Dieses

Arzneimittel

enthält

Hydrochloro-

thiazid.

Anwendung

Valsacor

comp. kann bei Dopingkontrollen zu posi-

tiven Ergebnissen führen.

_____________________Fachinformation_________________________________

Valsacor comp.

®

320 mg/12,5 mg Filmtabletten

Duale

Blockade

Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige

Anwendung

ACE-Hemmern,

Angio-

tensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Alis-

kiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkali-

ämie und eine Abnahme der Nierenfunktion

(einschließlich

eines

akuten

Nierenversa-

gens)

erhöht.

Eine

duale

Blockade

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung

ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird

deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnit-

te 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blo-

ckade als absolut notwendig erachtet wird,

sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezia-

listen und unter Durchführung engmaschi-

ger Kontrollen von Nierenfunktion, Elekt-

rolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer

Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten

mit diabetischer Nephropathie nicht gleich-

zeitig angewendet werden.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

In zwei epidemiologischen Studien auf der

Grundlage des dänischen nationalen Krebs-

registers

wurde

erhöhtes

Risiko

nicht-melanozytärem

Hautkrebs

(NMSC)

[Basalzellkarzinom

(BCC)

Plat-

tenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender

kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid

(HCTZ) beobachtet. Photosensibilisierende

Wirkungen von HCTZ könnten zur Entste-

hung von NMSC beitragen.

Patienten,

HCTZ

einnehmen,

sollten

über das NMSC-Risiko informiert werden,

und es sollte ihnen geraten werden, ihre

Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prü-

unverzüglich

alle

verdächtigen

Hautveränderungen zu melden. Den Patien-

sollten

mögliche

vorbeugende

Maß-

nahmen empfohlen werden, um das Risiko

von Hautkrebs zu minimieren; z. B. Ein-

schränkung der Exposition gegenüber Son-

nenlicht und UV- Strahlung oder im Fall

einer Exposition Verwendung eines ange-

messenen

Sonnenschutzes.

Verdächtige

Hautveränderungen

sollten

unverzüglich

untersucht werden, ggf. einschließlich his-

tologischer Untersuchungen von Biopsien.

Bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC

aufgetreten ist, sollte die Verwendung von

HCTZ überprüft werden (siehe auch Ab-

schnitt 4.8).

Valsacor comp. enthält Lactose. Patienten

seltenen

hereditären

Galactose-

Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder

Glucose-Galactose-Malabsorption

sollten

Valsacor comp. nicht einnehmen.

Dieses

Arzneimittel

enthält

weniger

1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette,

d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arz-

neimitteln und sonstige Wechselwirkun-

gen

Wechselwirkungen im Zusammenhang mit

beiden Wirkstoffen Valsartan und Hydro-

chlorothiazid

Die

gleichzeitige

Anwendung

wird

nicht

empfohlen

Lithium

Während

gleichzeitigen

Anwendung

ACE-Hemmern

Thiaziden,

ein-

schließlich von Hydrochlorothiazid, wurde

über einen reversiblen Anstieg der Serumli-

thiumkonzentration und Toxizität berichtet.

Aufgrund

fehlender

Erfahrungen

gleichzeitigen

Anwendung

Valsartan

und Lithium wird diese Kombination nicht

empfohlen. Wenn sich die Kombination als

notwendig

erweist,

wird

sorgfältige

Überwachung der Serumlithiumwerte emp-

fohlen.

Bei gleichzeitiger Anwendung ist Vorsicht

geboten

Andere antihypertensive Wirkstoffe

Die Kombination aus Valsartan und Hydro-

chlorothiazid

kann

Wirkung

anderer

Wirkstoffe

antihypertensiven

Eigen-

schaften

(z.B.

Guanethidin,

Methyldopa,

Vasodilatatoren,

ACE-Hemmer,

AIIRAs

(Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten),

Betablocker,

Kalzium-Kanalblocker

DRIs (Direkte-Renin-Inhibitoren) steigern.

Pressoramine (z.B. Noradrenalin, Adrena-

lin)

Möglicherweise

vermindertes

Ansprechen

auf Pressoramine. Die klinische Signifikanz

dieser Wirkung ist jedoch ungewiss und

nicht so ausgeprägt, um deren Anwendung

auszuschließen.

Nonsteroidale

Entzündungshemmer

(NSAIDs), einschließlich selektiver COX-2-

Inhibitoren, Acetylsalicylsäure (>3 g/Tag)

und nicht-selektive NSAIDs

NSAIDs

können

blutdrucksenkende

Wirkung

sowohl

Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten, als auch von Hyd-

rochlorothiazid abschwächen, wenn diese

gleichzeitig angewendet

werden. Darüber

hinaus kann die gemeinsame Anwendung

von Valsacor comp. und NSAIDs zu einer

Verschlechterung der Nierenfunktion und

einem

Anstieg

Serumkaliumspiegels

führen. Daher wird die Überwachung der

Nierenfunktion zu Beginn der Behandlung,

wie auch eine adäquate Hydrierung des Pa-

tienten empfohlen.

Wechselwirkungen im Zusammenhang mit

Valsartan

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt,

dass

eine

duale

Blockade

Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems

(RAAS)

durch gleichzeitige Anwendung von ACE-

Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich

zur Anwendung einer einzelnen Substanz,

die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren

Rate

unerwünschten

Ereignissen

Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Ab-

nahme der Nierenfunktion (einschließlich

eines akuten Nierenversagens) einher geht

(siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Die

gleichzeitige

Anwendung

wird

nicht

empfohlen

Kaliumsparende

Diuretika,

Kaliumersatz-

präparate, kaliumhaltige Salzersatzpräpa-

rate und andere Substanzen, die den Kali-

umspiegel erhöhen können

Wenn ein Arzneimittel, das den Kalium-

spiegel beeinflusst, in Kombination mit Va-

lsartan für notwendig erachtet wird, wird

Überwachung

Kalium-

Plasmaspiegels angeraten.

Transporter

In-vitro-Daten deuten darauf hin, dass Va-

lsartan ein Substrat des hepatischen Upt-

ake-Transporters OATP1B1/OATP1B3 und

des hepatischen Efflux-Transporters MRP2

ist. Die klinische Relevanz dieses Ergebnis-

ses ist unbekannt. Die gleichzeitige Gabe

von Inhibitoren des Uptake-Transporters (z.

Rifampicin,

Ciclosporin)

oder

Efflux-Transporters (z. B. Ritonavir) kön-

nen die systemische Konzentration von Va-

lsartan erhöhen. Wenden Sie entsprechende

Vorsicht an, wenn Sie die gleichzeitige Ga-

be solcher Arzneimittel einleiten oder be-

enden.

Keine Interaktion

In Arzneimittelinteraktionsstudien mit Va-

lsartan wurden zwischen Valsartan und fol-

genden Arzneimitteln keine Interaktionen

von klinischer Signifikanz festgestellt: Ci-

metidin,

Warfarin,

Furosemid,

Digoxin,

Atenolol,

Indomethacin,

Hydrochlorothia-

zid, Amlodipin, Glibenclamid. Bei Digoxin

Indomethacin

könnten

Wechselwir-

kungen

Hydrochlorothiazid-

Komponente von Valsacor comp. auftreten

(siehe Wechselwirkungen im Zusammen-

hang mit Hydrochlorothiazid).

Wechselwirkungen im Zusammenhang mit

Hydrochlorothiazid

Bei gleichzeitiger Anwendung ist Vorsicht

geboten

Arzneimittel, die den Kaliumspiegel im Se-

rum beeinflussen

Die hypokaliämische Wirkung von Hydro-

chlorothiazid kann durch gleichzeitige An-

wendung von kaliuretischen Diuretika, Cor-

_____________________Fachinformation_________________________________

Valsacor comp.

®

320 mg/12,5 mg Filmtabletten

ticosteroiden, Laxantien, ACTH, Amphote-

ricin, Carbenoxolon, Penicillin G, Salicyl-

säure und -derivaten verstärkt werden.

Wenn diese Arzneimittel zusammen mit der

Kombination aus Valsartan und Hydrochlo-

rothiazid verordnet werden müssen, wird

Überwachung

Kalium-Plasma-

Spiegel geraten (siehe Abschnitt 4.4).

Arzneimittel,

die

das

Auftreten

von

Tor-

sades de pointes auslösen können

Aufgrund des Risikos einer Hypokaliämie

sollte Hydrochlorothiazid mit Vorsicht an-

gewendet werden, wenn es mit Arzneimit-

teln kombiniert wird, die das Auftreten von

Torsades

pointes

induzieren

könnten,

insbesondere

Klasse-Ia-

Klasse-III-

Antiarrhythmika sowie einige Antipsycho-

tika.

Arzneimittel, die den Natriumspiegel

im Serum beeinflussen

Die hyponatriämische Wirkung von Diure-

tika kann durch gleichzeitige Anwendung

von Arzneimitteln wie Antidepressiva, An-

tipsychotika, Antiepileptika usw. verstärkt

werden.

Langzeit-Anwendung

dieser

Arzneimittel wird empfohlen, mit Vorsicht

vorzugehen.

Digitalisglykoside

Eine durch Thiazide verursachte Hypokali-

ämie oder Hypomagnesämie kann als un-

erwünschtes Ereignis auftreten und digita-

lis-bedingte

Herzrhythmusstörungen

günstigen (siehe Abschnitt 4.4).

Kalziumsalze und Vitamin D

Die Anwendung von Thiaziddiuretika, ein-

schließlich

Hydrochlorothiazid,

sammen mit Vitamin D oder mit Kalzium-

salzen kann den Anstieg der Serumkalzi-

umwerte verstärken. Die gleichzeitige An-

wendung von thiazidartigen Diuretika mit

Calciumsalzen kann bei Patienten, die zu

einer Hypercalcämie neigen (z. B. Hyper-

parathyreoidismus,

maligne

Erkrankung

oder durch Vitamin D vermittelte Erkran-

kungen), durch die Erhöhung der tubulären

Rückresorption von Calcium zu einer Hy-

percalcämie führen.

Antidiabetika (orale Arzneimittel und Insu-

lin)

Thiazide können die Glucosetoleranz ver-

ändern. Es kann notwendig sein, die Dosie-

rung des antidiabetischen Arzneimittels an-

zupassen.

Aufgrund des Risikos einer Lactatazidose,

die auf eine möglicherweise in Verbindung

mit Hydrochlorothiazid auftretende Nieren-

funktionsstörung

zurückzuführen

ist,

Metformin mit Vorsicht anzuwenden.

Betablocker und Diazoxid

Die gleichzeitige Anwendung von Thiazid-

diuretika,

einschließlich

Hydrochlorothia-

zid, und Betablockern kann das Risiko ei-

ner Hyperglykämie erhöhen. Thiaziddiure-

tika,

einschließlich

Hydrochlorothiazid,

können die hyperglykämische Wirkung von

Diazoxid verstärken.

Arzneimittel

zur

Behandlung

der

Gicht

(Probenecid, Sulfinpyrazon und Allopuri-

nol)

Eventuell

kann

eine

Dosisanpassung

Urikosurika erforderlich sein, da Hydroch-

lorothiazid einen Anstieg des Harnsäure-

spiegels im Serum bewirken kann. Eine Er-

höhung der Dosis von Probenecid oder Sul-

finpyrazon kann eventuell notwendig sein.

Die gleichzeitige Anwendung von Thiazid-

diuretika,

einschließlich

Hydrochlorothia-

zid, kann die Häufigkeit von Überempfind-

lichkeitsreaktionen

gegen

Allopurinol

höhen.

Anticholinergische Wirkstoffe und andere

Arzneimittel, die die Magenmotilität beein-

flussen

Bioverfügbarkeit

Diuretika

Thiazidgruppe kann durch anticholinergi-

sche Wirkstoffe (z.B. Atropin, Biperiden)

gesteigert werden, offensichtlich aufgrund

einer Verminderung der gastrointestinalen

Motilität und der Geschwindigkeit der Ma-

genentleerung.

Gegensatz

dazu

wird

erwartet,

dass

prokinetische

Arzneimittel

wie Cisaprid die Bioverfügbarkeit von thia-

zidartigen Diuretika verringern können.

Amantadin

Thiazide, einschließlich von Hydrochloro-

thiazid,

können

Risiko

durch

Amantadin

ausgelösten

unerwünschten

Wirkungen erhöhen.

Jonenaustauscherharze

Die Absorption von Thiaziddiuretika, ein-

schließlich

Hydrochlorothiazid,

wird

durch Colestyramin und Colestipol verrin-

gert.

Dies

könnte

subtherapeutischen

Wirkungen von Thiazid-Diuretika führen.

Eine Verabreichung von Hydrochlorothia-

zid und Ionenaustauschern mit zeitlichem

Abstand, bei der Hydrochlorothiazid min-

destens 4 h vor oder 4 bis 6 h nach der An-

wendung

Ionenaustauschern

verab-

reicht wird, würde das Risiko dieser Wech-

selwirkungen jedoch potenziell minimieren.

Zytotoxische Wirkstoffe

Thiazide, einschließlich von Hydrochloro-

thiazid,

können

renale

Ausscheidung

von zytotoxischen Substanzen (z.B. Cyclo-

phosphamid, Methotrexat) senken und de-

ren myelosuppressive Wirkungen verstär-

ken.

Nicht

depolarisierende

Skelettmuskelre-

laxantien (z.B. Tubocurarin)

Thiazide, einschließlich von Hydrochloro-

thiazid, potenzieren die Wirkung von Mus-

kelrelaxanzien,

beispielsweise

Curare-

Derivaten.

Ciclosporin

Die gleichzeitige Behandlung mit Ciclospo-

rin kann das Risiko einer Hyperurikämie

gichtähnlicher

Komplikationen

ver-

stärken.

Alkohol, Barbiturate oder Narkotika

Die gleichzeitige Anwendung von Thiazid-

Diuretika

Substanzen, die zusätzlich

eine blutdrucksenkende Wirkung haben (z.

B. durch Verringerung der Aktivität des

sympathischen

zentralen

Nervensystems

oder der direkten vasodilatatorischen Akti-

vität), kann eine orthostatische Hypotonie

verstärken.

Methyldopa

Einzelfällen

wurde

Patienten,

gleichzeitig mit Methyldopa und Hydroch-

lorothiazid behandelt wurden, das Auftreten

einer hämolytischen Anämie berichtet.

Jodkontrastmittel

Im Fall einer Diuretika-induzierten Dehy-

drierung besteht ein erhöhtes Risiko für das

Auftreten

eines

akuten

Nierenversagens,

insbesondere bei einer hohen Dosierung des

Jodkontrastmittels.

Patienten

müssen

vor der Anwendung daher rehydriert wer-

den.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Still-

zeit

Schwangerschaft

Valsartan

Die Anwendung von Valsartan wird im

ersten

Schwangerschaftstrimester

nicht

empfohlen

(siehe

Abschnitt

4.4).

Anwendung

Valsartan

zweiten

und dritten Schwangerschaftstrimester ist

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und

4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologi-

schen Daten hinsichtlich eines teratogenen

Risikos

nach

Anwendung

ACE-

Hemmern während des ersten Schwanger-

schaftstrimesters

vor; ein geringfügig er-

höhtes

Risiko

kann

jedoch

nicht

ausge-

schlossen werden. Auch wenn keine kon-

trollierten

epidemiologischen

Daten

Risiko von Valsartan vorliegen, so bestehen

möglicherweise für diese Arzneimittelklas-

se vergleichbare Risiken. Sofern ein Fort-

setzen

Valsartan-Therapie

nicht

notwendig erachtet wird, sollten Patientin-

nen, die planen, schwanger zu werden, auf

_____________________Fachinformation_________________________________

Valsacor comp.

®

320 mg/12,5 mg Filmtabletten

eine alternative antihypertensive Therapie

geeignetem

Sicherheitsprofil

für

Schwangere umgestellt werden. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist eine Be-

handlung mit AIIRAs unverzüglich zu be-

enden und, wenn erforderlich, eine alterna-

tive Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit Va-

lsartan

während

zweiten

dritten

Schwangerschaftstrimesters

fetotoxische

Effekte (verminderte Nierenfunktion, Olig-

ohydramnion, verzögerte Schädelossifikati-

on) und neonatal-toxische Effekte (Nieren-

versagen,

Hypotonie,

Hyperkaliämie)

(siehe auch Abschnitt 5.3).

Im Falle einer Exposition mit Valsartan ab

zweiten

Schwangerschaftstrimester

werden Ultraschalluntersuchungen der Nie-

renfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter Valsartan einge-

nommen haben, sollten häufig wiederholt

Hypotonie

untersucht

werden

(siehe

auch Abschnitt 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit

der Anwendung von Hydrochlorothiazid in

Schwangerschaft

vor,

insbesondere

während des ersten Trimesters. Ergebnisse

aus Tierstudien sind unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Auf

Grund des pharmakologischen Wirkmecha-

nismus von Hydrochlorothiazid kann es bei

Anwendung während des zweiten und drit-

ten Trimesters zu einer Störung der feto-

plazentaren Perfusion und zu fetalen und

neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Stö-

rung des Elektrolythaushalts und Throm-

bozytopenien kommen.

Auf Grund des Risikos eines verringerten

Plasmavolumens und einer plazentaren Hy-

poperfusion,

ohne

Krankheitsverlauf

günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlo-

rothiazid

Schwangerschaftsödemen,

Schwangerschaftshypertonie

oder

einer

Präeklampsie nicht zur Anwendung kom-

men.

essentieller

Hypertonie

schwangerer

Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den

seltenen Fällen, in denen keine andere Be-

handlung möglich ist, angewandt werden.

Stillzeit

Valsartan

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von

Valsacor comp. in der Stillzeit vorliegen,

wird Valsacor comp. nicht empfohlen. Eine

alternative

antihypertensive

Therapie

einem besser geeigneten Sicherheitsprofil

bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzu-

ziehen,

insbesondere

wenn

Neugeborene

oder Frühgeburten gestillt werden.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid geht in die Muttermilch

über. Die Anwendung von Valsacor comp.

während der Stillzeit wird nicht empfohlen.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüch-

tigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswir-

kungen

Kombinationspräparates

Valsartan und Hydrochlorothiazid auf die

Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Be-

dienen von Maschinen durchgeführt. Bei

der Teilnahme am Straßenverkehr oder dem

Bedienen von Maschinen ist daher zu be-

rücksichtigen,

dass

gelegentlich

Schwindel

oder

Benommenheit

kommen

kann.

4.8 Nebenwirkungen

Nebenwirkungen, die in klinischen Studien

und Laborergebnissen berichtet wurden und

häufiger

Kombination

Valsartan

plus Hydrochlorothiazid gegenüber Placebo

auftraten, sowie nach der Markteinführung

aufgetretene

Einzelfälle

werden

nachste-

hend

entsprechend

systemischen

ganklasse aufgeführt. Nebenwirkungen, die

bekanntermaßen

auftreten

können,

wenn

jeder Bestandteil einzeln angewendet wird,

die jedoch in den klinischen Studien nicht

festgestellt wurden, können auch während

Behandlung

Vals-

artan/Hydrochlorothiazid auftreten.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwir-

kungen

werden

folgende

Kategorien

grunde gelegt:

sehr häufig (≥1/10)

häufig (≥1/100, <1/10)

gelegentlich (≥1/1.000, <1/100)

selten (≥1/10.000, <1/1.000)

sehr selten (<1/10.000),

nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage

verfügbaren

Daten

nicht

abschätz-

bar.)

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden

Nebenwirkungen

nach

abnehmendem

Schweregrad angegeben.

Tabelle 1. Häufigkeit der Nebenwirkungen

von Valsartan/Hydrochlorothiazid

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich:

Dehydrierung

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr selten:

Benommenheit

Gelegentlich:

Parästhesie

Nicht bekannt:

Synkopen

Augenerkrankungen

Gelegentlich:

Verschwommenes

Erkrankungen des Ohrs und des Laby-

rinths

Gelegentlich:

Tinnitus

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich:

Hypotonie

Erkrankungen

der

Atemwege,

des

Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich:

Husten

Nicht bekannt:

Nicht-kardiogenes Lun-

genödem

Erkrankungen

des

Gastrointestinal-

trakts

Sehr selten:

Diarrhöe

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs-

und

Knochenerkrankungen

Gelegentlich:

Myalgie

Sehr selten:

Arthralgie

Erkrankungen der Nieren und Harnwe-

ge

Nicht bekannt:

Nierenfunktionsstörung

Allgemeine

Erkrankungen

und

Be-

schwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich:

Erschöpfung

Untersuchungen

Nicht bekannt:

Serumharnsäure erhöht,

Serumbilirubin und Se-

rumkreatinin

erhöht,

Hypokaliämie,

ponatriämie,

Erhöhung

des Blutharnstickstoffs,

Neutropenie.

Weitere

Informationen

einzelnen

Bestandteilen

Nebenwirkungen, die zuvor bei einem der

Einzelbestandteile berichtet wurden, kön-

ebenfalls

mögliche

Nebenwirkungen

Kombination

Valsartan

Hydrochlorothiazid sein, auch wenn sie in

klinischen Studien oder während der Zeit

nach der Markteinführung nicht beobachtet

wurden.

Tabelle 2. Häufigkeit der Nebenwirkungen

bei Valsartan

Erkrankungen

des

Blutes

und

des

Lymphsystems

Nicht bekannt:

Absinken

Hämo-

globinwerte,

Absinken

Hämatokritwerte,

Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt:

sonstige

Überempfind-

lichkeitsreaktio-

nen/Allergien,

ein-

schließlich

Serum-

krankheit

_____________________Fachinformation_________________________________

Valsacor comp.

®

320 mg/12,5 mg Filmtabletten

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Nicht bekannt:

Erhöhung des Serumka-

liumspiegels,

Hyponat-

riämie

Erkrankungen des Ohrs und des Laby-

rinths

Gelegentlich:

Vertigo

Gefäßerkrankungen

Nicht bekannt:

Vaskulitis

Erkrankungen

des

Gastrointestinal-

trakts

Gelegentlich:

Bauchschmerzen

Leber- und Gallenerkrankungen

Nicht bekannt:

erhöhte

Leberfunkti-

onswerte

Erkrankungen der Haut und des Unter-

hautzellgewebes

Nicht bekannt:

Angioödem, Ausschlag,

Pruritus

Erkrankungen der Nieren und Harnwe-

ge

Nicht bekannt:

Nierenversagen

Tabelle 3. Häufigkeit der Nebenwirkungen

bei Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid wird seit Jahren aus-

giebig verschrieben, häufig in höheren Do-

sierungen, als denjenigen, die mit Valsacor

comp. angewendet werden. Die folgenden

Nebenwirkungen wurden bei Patienten be-

richtet, die in Monotherapie mit Thiaziddi-

uretika, einschließlich Hydrochlorothiazid,

behandelt wurden:

Gutartige,

bösartige

und

unspezifische

Neubildungen (einschl. Zysten und Poly-

pen)

nicht bekannt:

Nicht-melanozytärer

Hautkrebs

(Basalzell-

karzinom

Plat-

tenepithelkarzinom)

Erkrankungen

des

Blutes

und

des

Lymphsystems

Selten:

Thrombozytopenie,

manchmal mit Purpura

Sehr selten:

Agranulozytose,

Leu-

kopenie,

hämolytische

Anämie,

Knochen-

marksinsuffizienz

Nicht bekannt:

aplastische Anämie

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten:

Überempfindlichkeits-

reaktionen

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Sehr häufig:

Hypokaliamie,

erhöhte

Blutfettwerte

(haupt-

sächlich

höheren

Dosierungen)

Häufig:

Hyponatriämie,

pomagnesiämie,

Hype-

rurikämie

Selten:

Hypercalcämie,

Hyper-

glykämie,

Glukosurie

eine

sich

ver-

schlechternde

diabeti-

sche Stoffwechsellage

Sehr selten:

Hypochlorämische

kalose

Psychiatrische Erkrankungen

Selten:

Depression,

Schlafstö-

rungen

Erkrankungen des Nervensystems

Selten:

Kopfschmerzen,

Schwindel, Parästhesien

Augenerkrankungen

Selten:

Sehstörungen

Nicht bekannt:

akutes

Engwinkelglau-

Herzerkrankungen

Selten:

Herzrhythmusstörungen

Gefäßerkrankungen

Häufig:

posturale Hypotonie

Erkrankungen

der

Atemwege,

des

Brustraums und Mediastinums

Sehr selten:

Atemnot, einschließlich

Pneumonie

Lun-

genödem

Erkrankungen

des

Gastrointestinal-

trakts

Häufig:

Appetitmangel,

leichte

Übelkeit und Erbrechen

Selten:

Verstopfung,

gastroin-

testinales

Unwohlsein,

Diarrhoe

Sehr selten:

Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten:

intrahepatische

Cho-

lestase oder Gelbsucht

Erkrankungen der Nieren und Harnwe-

ge

Nicht bekannt:

Nierenfunktionsstörung,

akutes Nierenversagen

Erkrankungen der Haut und des Unter-

hautzellgewebes

Häufig:

Urtikaria

andere

Formen des Ausschlags

Selten:

Fotosensibilität

Sehr selten:

Nekrotisierende Vasku-

litis

toxisch-

epidermale

Nekrolyse,

ähnliche Symptome wie

kutanem

Lupus

erythematodes,

Reakti-

vierung

eines

kutanen

Lupus erythematodes

Nicht bekannt:

Erythema multiforme

Allgemeine

Erkrankungen

und

Be-

schwerden am Verabreichungsort

Nicht bekannt:

Pyrexie, Asthenie

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs-

und

Knochenerkrankungen

Nicht bekannt:

Muskelkrämpfe

Erkrankungen

der

Geschlechtsorgane

und der Brustdrüse

Häufig:

Impotenz

Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der

Grundlage der vorliegenden Daten aus epi-

demiologischen Studien wurde ein kumula-

tiver dosisabhängiger Zusammenhang zwi-

schen HCTZ und NMSC festgestellt (siehe

auch Abschnitt 4.4 und 5.1 ).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkun-

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir-

kungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinu-

ierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehöri-

ge von Gesundheitsberufen sind aufgefor-

dert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwir-

kung dem Bundesinstitut für Arzneimittel

Medizinprodukte,

Abt.

Pharmakovi-

gilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-

53175 Bonn, Website: www.bfarm.de an-

zuzeigen.

4.9 Überdosierung

Symptome

Eine Überdosierung mit Valsartan kann ei-

ne ausgeprägte Hypotonie bewirken, die zu

einem

verringerten

Bewusstseinszustand,

Kreislaufkollaps

und/oder

Schock

führen

könnte. Darüber hinaus können aufgrund

einer Überdosierung des Bestandteils Hyd-

rochlorothiazid

folgenden

Anzeichen

und Symptome auftreten: Übelkeit, Schläf-

rigkeit,

Hypovolämie

Störungen

Elektrolythaushalts, die mit Herzrhythmus-

störungen und Muskelkrämpfen einherge-

hen.

Behandlung

therapeutischen

Maßnahmen

hängen

vom Zeitpunkt der Einnahme, sowie Art

und Schweregrad der Symptome ab, wobei

der Stabilisierung des Kreislaufs primäre

Bedeutung zukommt.

Wenn eine Hypotonie auftritt, sollte der Pa-

tient in eine liegende Position gebracht und

für eine rasche Salz- und Volumenergän-

zung gesorgt werden.

_____________________Fachinformation_________________________________

Valsacor comp.

®

320 mg/12,5 mg Filmtabletten

Valsartan

kann

aufgrund

seiner

starken

Plasmaproteinbindung nicht durch Hämo-

dialyse

eliminiert

werden,

wogegen

Clearance von Hydrochlorothiazid mittels

Hämodialyse erzielt werden kann.

5. PHARMAKOLOGISCHE

EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische

Gruppe:

Angio-

tensin-II-Antagonisten

Diuretika,

ATC-Code: C09DA03.

Valsartan/Hydrochlorothiazid

In einer randomisierten, aktiv-kontrollierten

Doppelblind-Studie mit Patienten, die mit

Hydrochlorothiazid 12,5 mg nicht ausrei-

chend

eingestellt

waren,

wurde

Ver-

gleich bei der Behandlung mit der Kombi-

nation aus Valsartan/Hydrochlorothiazid 80

mg/12,5 mg eine signifikant stärkere Sen-

kung

mittleren

systoli-

schen/diastolischen Blutdrucks beobachtet

(14,9/11,3 mmHg), als bei Hydrochlorothi-

azid 12,5 mg (5,2/2,9 mmHg) und Hydro-

chlorothiazid 25 mg (6,8/5,7 mmHg). Dar-

über hinaus sprach im Vergleich ein signi-

fikant größerer Prozentsatz an Patienten (60

Valsartan/Hydrochlorothiazid

mg/12,5

(diastolischer

Blutdruck

<90mmHg bzw. Senkung >10 mmHg), als

auf Hydrochlorothiazid 12,5 mg (25 %) und

Hydrochlorothiazid 25 mg (27 %).

In einer randomisierten, aktiv-kontrollierten

Doppelblind-Studie mit Patienten, die mit

Valsartan 80 mg nicht ausreichend einge-

stellt waren, wurde bei der Behandlung mit

Kombination

Vals-

artan/Hydrochlorothiazid

mg/12,5

eine signifikant größere Senkung des mitt-

leren systolischen/diastolischen Blutdrucks

(9,8/8,2 mmHg) festgestellt, als unter Vals-

artan 80 mg (3,9/5,1 mmHg) und Valsartan

160 mg (6,5/6,2 mmHg). Darüber hinaus

sprach im Vergleich ein signifikant größe-

rer Prozentsatz an Patienten (51 %) auf Va-

lsartan/Hydrochlorothiazid 80 mg/12,5 mg

(diastolischer

Blutdruck

<90 mmHg

bzw. Senkung ≥10 mmHg), als auf Vals-

artan 80 mg (36 %) und Valsartan 160 mg

(37 %).

einer

randomisierten,

placebo-

kontrollierten Doppelblind-Studie mit fak-

toriellem Design, in der verschiedene Do-

siskombinationen

Vals-

artan/Hydrochlorothiazid mit ihren jeweili-

Einzelkomponenten

verglichen

wur-

den, wurden mit der Kombination aus Va-

lsartan/Hydrochlorothiazid 80 mg/12,5 mg

signifikant größere mittlere Senkungen des

systolischen/diastolischen Blutdrucks beo-

bachtet

(16,5/11,8

mmHg),

Ver-

gleich zu Placebo (1,9/4,1 mmHg) und den

beiden Arzneimitteln allein, d.h. Hydroch-

lorothiazid 12,5 mg (7,3/7,2 mmHg) und

Valsartan 80 mg (8,8/8,6 mmHg). Darüber

hinaus sprach ein signifikant größerer Pro-

zentsatz

Patienten

Vals-

artan/Hydrochlorothiazid

mg/12,5

(64 %) an (diastolischer Blutdruck < 90

mmHg oder Reduktion ≥10 mmHg), als auf

Placebo (29 %) und 12,5 mg Hydrochloro-

thiazid (41 %).

In einer doppelblinden, randomisierten, ak-

tiv-kontrollierten Studie an Patienten, die

mit 320 mg Valsartan alleine nicht ausrei-

chend behandelbar waren, wurde eine sig-

nifikant größere mittlere Senkung des sys-

tolischen/diastolischen

Blutdrucks

sowohl

Kombination

Vals-

artan/Hydrochlorothiazid

320/25 mg

(15,4/10,4 mmHg) wie auch mit der Kom-

bination

Valsartan/Hydrochlorothiazid

320/12,5 mg

(13,6/9,7 mmHg)

Ver-

gleich

320 mg

Valsartan

(6,1/5,8 mmHg) beobachtet.

Der Unterschied in der systolischen Blut-

drucksenkung

zwischen

Dosierungen

320/25 mg and 320/12,5 mg war statistisch

ebenfalls signifikant. Darüber hinaus war

Anteil

Responder

(diastolischer

Blutdruck

<90 mmHg

oder

Senkung

≥10 mmHg)

unter

Vals-

artan/Hydrochlorothiazid 320/25 mg (75%)

und 320/12,5 mg (69%) signifikant höher

als unter 320 mg Valsartan (53%).

einer

randomisierten,

doppel-blinden,

plazebokontrollierten Studie im faktoriellen

Design wurden mehrere Dosiskombinatio-

nen von Valsartan/Hydrochlorothiazid mit

den jeweiligen Einzelkomponenten vergli-

chen.

Es wurde eine signifikant größere mittlere

systolische/diastolische

Blutdrucksenkung

Kombinationen

Vals-

artan/Hydrochlorothiazid

320/12,5 mg

(21,7/15,0 mmHg)

320/25 mg

(24,7/16,6 mmHg) im Vergleich zu Placebo

(7,0/5,9 mmHg) und den jeweiligen Mono-

therapien, also 12,5 mg (11,1/9,0 mmHg)

und 25 mg (14,5/10,8 mmHg) Hydrochlo-

rothiazid

bzw.

320 mg

Valsartan

(13,7/11,3 mmHg)

beobachtet.

Darüber

hinaus war der Anteil der Responder (dias-

tolischer Blutdruck <90 mmHg oder Sen-

kung

≥10 mmHg)

unter

Vals-

artan/Hydrochlorothiazid 320/25 mg (85%)

bzw. 320/12,5 mg (83%) signifikant höher

als unter Placebo (45%) bzw. den jeweili-

Monotherapien

12,5 mg

(60%)

bzw. 25 mg Hydrochlorothiazid (66%) und

320 mg Valsartan (69%).

Eine dosisabhängige Verminderung der Se-

rum-Kalium-Spiegel

trat

kontrollierten

klinischen Studien mit Valsartan + Hydro-

chlorothiazid auf. Die Senkung des Serum-

Kalium-Wertes trat bei Patienten, die 25

mg Hydrochlorothiazid erhielten, häufiger

auf, als bei Patienten, denen 12,5 mg Hyd-

rochlorothiazid gegeben wurde. In kontrol-

lierten

klinischen

Studien

Vals-

artan/Hydrochlorothiazid wurde die Kalium

senkende Wirkung von Hydrochlorothiazid

durch die Kalium sparende Wirkung von

Valsartan gemildert.

Positive Effekte von Valsartan in Kombina-

tion mit Hydrochlorothiazid auf die kardi-

ovaskuläre Mortalität und Morbidität sind

zurzeit nicht bekannt.

Epidemiologische

Studien

haben

gezeigt,

dass die Langzeitbehandlung mit Hydroch-

lorothiazid das Risiko der kardiovaskulären

Mortalität und Morbidität senkt.

Valsartan

Valsartan ist ein oral aktiver und spezifi-

scher

Angiotensin-II-(Ang-II)-Rezeptor-

Antagonist. Es wirkt selektiv auf den AT

Rezeptor-Subtyp,

für

bekannten

Wirkungen von Angiotensin II verantwort-

lich ist. Die erhöhten Plasmaspiegel von

Angiotensin

nach

-Rezeptor-

Blockade durch Valsartan können die freien

-Rezeptoren stimulieren, was die Wir-

kung auf den AT

-Rezeptor auszugleichen

scheint. Valsartan übt keinerlei partiell a-

gonistische Wirkung auf den AT

-Rezeptor

aus und verfügt über eine sehr viel größere

Affinität

(ungefähr

20.000fache)

zum AT

-Rezeptor, als zum AT

-Rezeptor.

Soweit bekannt bindet oder blockiert Vals-

artan keine anderen für die kardiovaskuläre

Regulierung

wichtigen

Hormonrezeptoren

oder Ionenkanäle.

Valsartan hemmt nicht das ACE, das auch

als Kinase II bekannte Enzym, das Ang I in

Ang II umwandelt und Bradykinin abbaut.

Da keine Wirkung auf das ACE und keine

Potenzierung von Bradykinin oder der Sub-

stanz P vorliegt, ist es unwahrscheinlich,

dass

Angiotensin-II-Antagonisten

Husten-

reiz verursachen. In klinischen Studien, in

denen Valsartan mit einem ACE-Hemmer

verglichen wurde, war die Inzidenz für tro-

ckenen Husten bei Patienten, die mit Vals-

artan behandelt wurden, signifikant gerin-

ger (P < 0,05), als bei den mit einem ACE-

Hemmer behandelten Patienten (2,6 % ver-

sus 7,9 %).

In einer klinischen Studie mit Patienten, die

während

einer

zurückliegenden

ACE-

Hemmer-Therapie unter trockenem Husten

litten, kam es unter Valsartan bei 19,5 %,

unter einem Thiaziddiuretikum bei 19,0 %

und unter einem ACE-Hemmer bei 68,5 %

der Patienten zu Husten (P < 0,05).

Die Verabreichung von Valsartan an Pati-

enten mit Hypertonie führt zu einer Sen-

kung des Bluthochdrucks, ohne die Puls-

frequenz zu beeinflussen. Bei den meisten

_____________________Fachinformation_________________________________

Valsacor comp.

®

320 mg/12,5 mg Filmtabletten

Patienten

setzt

antihypertensive

Wir-

kung innerhalb von 2 h nach Verabreichung

einer oralen Einzeldosis ein und die maxi-

male Blutdrucksenkung wird nach 4-6 h er-

reicht. Die blutdrucksenkende Wirkung hält

nach Einnahme über 24 h lang an. Während

der Wiederholungsdosierung wird die ma-

ximale Blutdrucksenkung im Allgemeinen

bei jeder Dosierung innerhalb von 2-4 Wo-

chen erreicht und bei Langzeitbehandlung

aufrechterhalten. Die gleichzeitige Anwen-

dung von Hydrochlorothiazid bewirkt eine

signifikant stärkere Blutdrucksenkung.

plötzliche

Absetzen

Valsartan

führt zu keinem schnellen Blutdruckanstieg

oder anderen unerwünschten klinischen Er-

eignissen.

Bluthochdruckpatienten

Diabetes

mellitus Typ 2 und Mikroalbuminurie wur-

de nachgewiesen, dass Valsartan die Urin-

ausscheidung von Albumin vermindert. Die

MARVAL-Studie (Micro Albuminuria Re-

duction with Valsartan) untersuchte die Re-

duzierung der Albuminausscheidung über

Urin

(UAE)

Valsartan

(80-160

mg/od)

gegenüber

Amlodipin

(5-10

mg/od),

Patienten

Diabetes

mellitus Typ 2 (Durchschnittsalter: 58 Jah-

Männer)

Mikroalbuminurie

(Valsartan:

µg/min.;

Amlodipin

55,4

µg/min.), normalem bzw. hohem Blutdruck

sowie

erhaltener

Nierenfunktion

(Blut-

Kreatinin <120µmol/l). Nach 24 Wochen

war die UAE unter Behandlung mit Vals-

artan um 42 % vermindert (p<0,001) (-24,2

µg/min; 95 % CI: -40,4 bis -19,1) und bei

Amlodipin um ungefähr 3 % (-1,7 µg/min;

95 CI: -5,6 bis 14,9), obwohl in beiden

Gruppen ähnliche Werte bei der Blutdruck-

senkung

berichtet

wurden.

DROP-

Studie (Diovan Reduction of Proteinuria)

untersuchte die Wirkung von Valsartan im

Hinblick auf die Senkung der UAE bei 391

Bluthochdruckpatienten

150/88

mmHg) mit Diabetes mellitus Typ 2, Al-

buminurie (Im Mittel = 102 µg/min; 20-700

µg/min)

erhaltener

Nierenfunktion

(mittleres

Serum-Kreatinin

µmol/l)

weiter. Die Patienten wurden randomisiert

auf eine von 3 Dosierungen mit Valsartan

verteilt (160, 320 und 640 mg/od) und über

einen Zeitraum von 30 Wochen behandelt.

Der Zweck der Studie bestand darin, die

optimale Dosierung von Valsartan zwecks

Senkung der UAE bei Bluthochdruckpati-

enten mit Diabetes mellitus Typ 2 zu ermit-

teln. Nach 30 Wochen lag die prozentuale

Änderung

Vergleich

Ausgangswert bei einer Dosierung von 160

mg Valsartan (95 %CI: 22 bis 47 %) bei ei-

ner signifikanten Minderung um 36 %, und

bei einer Dosierung von 320 mg Valsartan

bei 44 % (95%CI: 31 bis 54 %). Es wurde

der Schluss gezogen, dass eine Dosierung

von 160 - 320 mg Valsartan eine klinisch

relevante Senkung der UAE bei Bluthoch-

druckpatienten mit Diabetes mellitus Typ 2

bewirkt.

Duale

Blockade

Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS)

In zwei großen randomisierten, kontrollier-

Studien

(„ONTARGET”

[ONgoing

Telmisartan Alone and in combination with

Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA

NEPHRON-D” [The Veterans Affairs Ne-

phropathy in Diabetes]) wurde die gleich-

zeitige

Anwendung

eines

ACE-Hemmers

einem

Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Pati-

enten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vor-

geschichte

oder

Diabetes

mellitus

Typ 2 mit nachgewiesenen Endorganschä-

durchgeführt.

„VA

NEPHRON-

D“-Studie wurde bei Patienten mit Diabetes

mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropa-

thie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten

vorteilhaften

Effekt

renale

und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität,

während ein höheres Risiko für Hyperkali-

ämie,

akute

Nierenschädigung

und/oder

Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie

beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer

Eigenschaften

sind

diese

Ergebnisse

auch

andere

ACE-

Hemmer

Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

bei Patienten mit diabetischer Nephropathie

nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Tri-

al in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular

and Renal Disease Endpoints) wurde unter-

sucht, ob die Anwendung von Aliskiren zu-

sätzlich zu einer Standardtherapie mit ei-

ACE-Hemmer

oder

Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten

Patienten

Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer

Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulä-

rer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die

Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos

unerwünschter

Ereignisse

vorzeitig

been-

det. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als

auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-

Gruppe numerisch häufiger auf als in der

Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Er-

eignisse

besondere

schwerwiegende

unerwünschte

Ereignisse

(Hyperkaliämie,

Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Hydrochlorothiazid

Wirkort

Thiaziddiuretika

liegt

primär im früh-distalen Tubulus der Niere.

Es wurde nachgewiesen, dass im renalen

Kortex

Rezeptor

hoher

Affinität

vorliegt,

Hauptangriffspunkt

für

das Thiaziddiuretikum und die Hemmung

des NaCl-Transports in das distale Konvo-

lut darstellt. Die Wirkweise der Thiazide

beruht

Hemmung

Natrium-

Chlorid-Symporters, möglicherweise indem

sie am Cl--Ort angreifen und dadurch den

Elektrolyt-Reabsorptionsmechanismus ver-

ändern: und zwar direkt, indem sie die Nat-

rium- und Chlorid-Ausscheidung jeweils in

ungefähr gleichem Umfang steigern, und

indirekt, indem sie durch diese diuretische

Wirkung das Plasmavolumen senken, was

wiederum die Plasma-Renin-Aktivität, die

Aldosteron-Sekretion und den Kaliumver-

lust über den Urin steigert und eine Sen-

kung des Serum-Kalium-Spiegels bewirkt.

Renin-Aldosteron-Verbindung

wird

durch Angiotensin II gesteuert, so dass bei

gleichzeitiger Verabreichung von Valsartan

Senkung

Serum-Kalium-Spiegels

weniger ausgeprägt ist, als dies bei Mono-

therapie mit Hydrochlorothiazid beobachtet

wird.

Nicht-melanozytärer

Hautkrebs:

Grundlage der vorliegenden Daten aus epi-

demiologischen Studien wurde ein kumula-

tiver dosisabhängiger Zusammenhang zwi-

schen HCTZ und NMSC beobachtet. Eine

Studie umfasste eine Grundgesamtheit aus

71 533 Fällen von BCC und 8 629 Fällen

von SCC mit Kontrollgruppen von 1 430

833 bzw.

462 Personen. Eine

hohe

HCTZ-Dosierung (≥ 50 000 mg kumulativ)

war assoziiert mit einer bereinigten Odds-

Ratio von 1,29 (95% Konfidenzintervall:

1,23-1,35) für BCC und 3,98 (95 % Kon-

fidenzintervall:

3,68-4;31)

für

SCC.

wohl bei BCC als auch bei SCC wurde eine

eindeutige

kumulative

Dosis-

Wirkungsbeziehung ermittelt. Eine weitere

Studie ergab einen möglichen Zusammen-

hang zwischen Lippenkrebs (SCC) und der

Exposition gegenüber HCTZ: 633 Fälle von

Lippenkrebs wurden mittels eines risikoori-

entierten

Stichprobenverfahrens

einer

Kontrollgruppe von 63 067 Personen abge-

glichen. Es wurde eine kumulative Dosis-

Wirkungsbeziehung

einer

bereinigten

Odds-Ratio von 2,1 (95% Konfidenzinter-

vall: 1,7-2,6) festgestellt, die sich bei hoher

Exposition (~ 25 000 mg) auf eine Odds-

Ratio von 3,9 (3,0-4,9) und bei der höchs-

ten kumulativen Dosis (~ 100,000 mg) auf

eine Odds-Ratio von 7,7 (5,7-10,5) erhöhte

(siehe auch Abschnitt 4.4).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Valsartan/Hydrochlorothiazid

Die systemische Verfügbarkeit von Hydro-

chlorothiazid ist um ungefähr 30 % ver-

mindert, wenn es gleichzeitig mit Valsartan

angewendet wird. Die Kinetik von Vals-

artan wird durch die gleichzeitige Anwen-

dung von Hydrochlorothiazid nicht wesent-

lich beeinflusst. Diese festgestellte Interak-

_____________________Fachinformation_________________________________

Valsacor comp.

®

320 mg/12,5 mg Filmtabletten

tion hat keine Auswirkung auf die gemein-

same Anwendung von Valsartan und Hyd-

rochlorothiazid,

kontrollierte

klinische

Untersuchungen eine klare antihypertensive

Wirkung nachgewiesen haben, die größer

ist, als diejenige, die erzielt wird, wenn je-

der Wirkstoff allein bzw. ein Placebo gege-

ben wird.

Valsartan

Resorption

Nach der oralen Anwendung von Valsartan

allein wird die maximale Plasmakonzentra-

tion von Valsartan nach 2 - 4 Stunden er-

reicht. Die mittlere absolute Bioverfügbar-

keit von Valsartan beträgt 23 %. Die Auf-

nahme von Nahrung vermindert die Biover-

fügbarkeit von Valsartan (gemessen durch

AUC)

maximale

Plasmakonzentration (Cmax) um ungefähr

50 %, allerdings sind die Plasmakonzentra-

tionskurven ab 8 Stunden nach Einnahme

Valsartan

nüchtern

oder

einer

Mahlzeit

vergleichbar.

Verringerung

der AUC hat keinen signifikanten Einfluss

auf die therapeutische Wirksamkeit; daher

kann die Einnahme von Valsartan unab-

hängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Verteilung

Verteilungsvolumen

Valsartan

nach intravenöser Gabe liegt im Steady-

state bei ungefähr 17 Litern, was darauf

hinweist, dass Valsartan sich nicht wesent-

lich

Gewebe

verteilt.

Valsartan

überwiegend an Serum-Proteine gebunden

(94-97 %), hauptsächlich an das Serum-

Albumin.

Biotransformation

Valsartan unterliegt nur in geringem Um-

fang der Biotransformation, da nur ca. 20 %

der Dosis als Metaboliten wiedergefunden

werden.

Plasma

kommt

niedriger

Konzentration

Hydroxymetabolit

(weniger als 10 % der Valsartan AUC).

Dieser Metabolit ist pharmakologisch inak-

tiv.

Elimination

Valsartan

zeigt

eine

multiexponentielle

Abbaukinetik (

t1/2α

< 1 h und t

1/2β

ca. 9 h).

Valsartan wird überwiegend über die Fae-

ces (ungefähr 83 % der Dosis) und den

Urin

(ungefähr

Dosis)

ausge-

schieden, im wesentlichen als unveränder-

ter Wirkstoff. Nach intravenöser Anwen-

dung liegt die Plasma-Clearance von Vals-

artan

ungefähr

renale

Clearance bei 0,62 l/h (ca. 30 % der Ge-

samt-Clearance). Die Halbwertzeit von Va-

lsartan beträgt 6 Stunden.

Hydrochlorothiazid

Resorption

Die Absorption von Hydrochlorothiazid er-

folgt nach oraler Anwendung rasch (t

ungefähr

Innerhalb

therapeuti-

schen Bereichs ist die Zunahme der mittle-

ren AUC linear und dosisproportional.

Die Wirkung von Nahrungsmitteln auf die

Resorption von Hydrochlorothiazid, sofern

vorhanden, ist nur in geringem Maße kli-

nisch signifikant. Die absolute Bioverfüg-

barkeit

Hydrochlorothiazid

beträgt

nach oraler Gabe 70 %.

Verteilung

Das apparente Verteilungsvolumen beträgt

4 bis 8 l/kg.

Zirkulierendes

Hydrochlorothiazid

Serumproteine

gebunden

(40 bis

hauptsächlich an Albumin.

Hydrochlorothiazid akkumuliert auch unge-

fähr 3-fach in Erythrozyten im Vergleich

zum Plasmaspiegel.

Elimination

Hydrochlorothiazid

wird

vorwiegend

unveränderter Form ausgeschieden.

Hydrochlorothiazid wird im Plasma mit ei-

Halbwertszeit

durchschnittlich

bis 15 Stunden in der terminalen Eliminati-

onsphase ausgeschieden. Bei wiederholter

Gabe lag keine Veränderung der Kinetik

von Hydrochlorothiazid vor, und die Ak-

kumulation ist gering, wenn es einmal täg-

lich dosiert wird. Über 95 % der absorbier-

ten Dosis werden als unveränderte Verbin-

dung im Urin ausgeschieden. Die renale

Clearance besteht in einer Kombination aus

passiver Filtration und aktiver Sekretion in

den Nierentubuli.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten:

Bei einigen älteren Patienten war die sys-

temische Verfügbarkeit von Valsartan et-

was höher als bei jungen Patienten. Jedoch

erwies sich dieser Unterschied als klinisch

nicht relevant.

In begrenztem Umfang vorliegende Daten

legen nahe, dass die systemische Clearance

von Hydrochlorothiazid sowohl bei gesun-

den, als auch bei unter Bluthochdruck lei-

denden älteren Patienten im Vergleich zu

gesunden

jungen

Freiwilligen

vermindert

ist.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen:

Bei der empfohlenen Dosierung der Festdo-

siskombination aus Valsartan und Hydroch-

lorothiazid ist bei Patienten mit einer glo-

merulären Filtrationsrate (GFR) von 30-70

ml/min keine Dosisanpassung erforderlich.

Bei Patienten mit schweren Nierenfunkti-

onsstörungen (GFR <30 ml/min) und Pati-

enten unter Dialysebehandlung stehen für

die feste Dosiskombination aus Valsartan

Hydrochlorothiazid

keine

Daten

Verfügung. Valsartan bindet stark an Plas-

maprotein und kann daher mittels Dialyse

nicht

eliminiert

werden,

während

eine

Clearance von Hydrochlorothiazid mit Hil-

fe der Dialyse möglich ist.

Nierenfunktionsstörungen

sind

mittleren

maximalen

Plasmakonzentratio-

nen und AUC-Werte von Hydrochlorothia-

zid erhöht und die Urinausscheidungsrate

ist reduziert. Bei Patienten mit leichter bis

mittelschwerer

Nierenfunktionsstörung

wurde ein 3-facher Anstieg der AUC von

Hydrochlorothiazid beobachtet. Bei Patien-

schwerer

Nierenfunktionsstörung

wurde ein 8-facher Anstieg der AUC beo-

bachtet. Hydrochlorothiazid ist kontraindi-

ziert

bei Patienten

schwerer

Nieren-

funktionsstörung (siehe Abschnitt 4.3).

Leberfunktionsstörungen:

einer

pharmakokinetischen

Untersu-

chung an Patienten mit leichter (n=6) bis

mittlerer (n=5) Leberfunktionsstörung wur-

de die Valsartan-Dosis im Vergleich zu ge-

sunden

Freiwilligen

ungefähr

fache erhöht (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Es stehen keine Daten hinsichtlich der An-

wendung von Valsartan bei Patienten mit

schwerer Leberfunktionsstörung zur Verfü-

gung (siehe Abschnitt 4.3). Eine Leberer-

krankung wirkt sich nicht signifikant auf

die Pharmakokinetik von Hydrochlorothia-

zid aus.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

potentielle

Toxizität

Kombinati-

onspräparats aus Valsartan und Hydrochlo-

rothiazid nach oraler Gabe wurde im Rah-

men von Studien mit einer Dauer von bis

zu sechs Monaten an Ratten und Pinselaf-

fen untersucht. Dabei wurden keine Ergeb-

nisse erhalten, die die Anwendung thera-

peutischer

Dosierungen

beim

Menschen

ausschließen würden.

Die Veränderungen, die in den chronischen

Toxizitätsstudien

durch

Kombination

verursacht wurden, sind höchstwahrschein-

lich auf die Komponente Valsartan zurück-

zuführen. Das toxikologische Zielorgan wa-

ren die Nieren, wobei die Reaktion beim

Pinselaffen ausgeprägter war, als bei der

Ratte. Die Kombination führte zu Nieren-

schäden (Nephropathie mit Tubuluskarzi-

nom basophilen Typs, Anstieg des Plasma-

Harnstoffs, Plasma-Kreatinin- und Serum-

Kalium-Spiegels,

Anstieg

Urinmenge

Elektrolyte

Urin

mg/kg/Tag Valsartan + 9 mg/kg/Tag Hyd-

rochlorothiazid

Ratten

mg/kg/Tag bei Pinselaffen), wahrscheinlich

aufgrund

einer

Veränderung

renalen

Hämodynamik. Diese Dosierungen bei Rat-

ten stellen das 0,9- bzw. 3,5-fache der emp-

fohlenen

Höchstdosis

beim

Menschen

_____________________Fachinformation_________________________________

Valsacor comp.

®

320 mg/12,5 mg Filmtabletten

(MRHD) an Valsartan und Hydrochlorothi-

azid auf einer mg/m²-Basis dar. Auf einer

mg/m²-Basis entsprechen diese Dosierun-

Pinselaffen

0,3-

bzw.

1,2-

fachen der für Valsartan und Hydrochloro-

thiazid

empfohlenen

Höchstdosis

beim

Menschen

(MRHD).

(Die

Berechnungen

gehen

einer

oralen

Dosis

mg/Tag Valsartan in Kombination mit 25

mg/Tag Hydrochlorothiazid und einem Pa-

tienten mit einem Körpergewicht von 60 kg

aus).

Hohe Dosen von Valsartan und Hydrochlo-

rothiazid in Kombination verursachten ein

Abfallen bei den Indizes der roten Blutkör-

perchen (Anzahl der roten Blutkörperchen,

Hämoglobin,

Hämatokrit

mg/kg/Tag

Ratten

mg/kg/Tag

Pinselaffen).

einer

mg/m²-Basis entsprechen diese Dosierun-

gen bei Ratten dem 3- bzw. 12-fachen der

für Valsartan und Hydrochlorothiazid emp-

fohlenen

Höchstdosis

beim

Menschen

(MRHD). Auf einer mg/m²-Basis entspre-

chen diese Dosierungen beim Pinselaffen

dem 0,9- bzw. 3,5 fachen der für Valsartan

Hydrochlorothiazid

empfohlenen

Höchstdosis

beim

Menschen

(MRHD).

(Die Berechnungen gehen von einer oralen

Dosis von 320 mg/Tag Valsartan in Kom-

bination mit 25 mg/Tag Hydrochlorothiazid

und einem Patienten mit einem Körperge-

wicht von 60 kg aus).

Bei Pinselaffen wurden Schädigungen der

Magenschleimhaut festgestellt (ab 30 + 9

mg/kg/Tag). Die Kombination führte in der

Niere außerdem zu Hyperplasie der afferen-

ten Arteriolen (bei 600 + 188 mg/kg/Tag

bei Ratten und ab 30 +9 mg/kg/Tag bei

Pinselaffen).

Auf einer

mg/m²-Basis ent-

sprechen diese Dosierungen beim Pinselaf-

fen dem 0,9- bzw. 3,5 fachen der für Vals-

artan und Hydrochlorothiazid empfohlenen

Höchstdosis beim Menschen (MRHD). Auf

einer mg/m²-Basis entsprechen diese Dosie-

rungen bei Ratten dem 18- bzw. 73-fachen

der für Valsartan und Hydrochlorothiazid

empfohlenen Höchstdosis beim Menschen

(MRHD). (Die Berechnungen gehen von

einer oralen Dosis von 320 mg/Tag Vals-

artan in Kombination mit 25 mg/Tag Hyd-

rochlorothiazid und einem Patienten mit ei-

nem Körpergewicht von 60 kg aus).

Die oben beschriebenen Wirkungen schei-

nen auf die pharmakologische Wirkung von

Valsartan in hohen Dosierungen zurückzu-

führen zu sein (Blockade der Angiotensin-

II-induzierten Hemmung der Reninfreiset-

zung,

Stimulation

renin-

produzierenden Zellen) und treten auch bei

ACE-Hemmern

auf.

Diese

Ergebnisse

scheinen jedoch für die Anwendung von

Valsartan in therapeutischen Dosierungen

beim Menschen nicht relevant zu sein.

Die Kombination aus Valsartan und Hydro-

chlorothiazid wurde nicht hinsichtlich Mu-

tagenität, Chromosomenbruch oder Karzi-

nogenität untersucht, da es keinen Nach-

weis für eine Interaktion zwischen den bei-

den Wirkstoffen gibt. Jedoch wurden diese

Untersuchungen jeweils separat für Vals-

artan und Hydrochlorothiazid durchgeführt

und ergaben keinen Hinweis auf Mutageni-

tät, Chromosomenbruch oder Karzinogeni-

tät.

Bei Ratten führen mütterlicherseits verab-

reichte toxische Dosierungen von Valsartan

(600 mg/kg/Tag) während der letzten Tage

der Gestation und Laktation zu einer nied-

rigeren

Überlebensrate,

einer

geringeren

Gewichtszunahme und einem verzögerten

Entwicklungsstand (Ablösung der Ohrmu-

schel und Öffnung des Gehörgangs) bei den

Nachkommen (siehe Abschnitt 4.6). Diese

Dosierungen bei Ratten (600 mg/kg/Tag)

entsprechen ungefähr dem 18-fachen der

empfohlenen Höchstdosis beim Menschen

auf einer mg/m²-Basis (die Berechnungen

gehen

einer

oralen

Dosis

mg/Tag und einem 60 kg schweren Patien-

ten aus). Bei Ratten und Kaninchen fanden

sich

Kombination

Vals-

artan/Hydrochlorothiazid

ähnliche

Ergeb-

nisse.

Untersuchungen

embryo-

fötalen Entwicklung (Segment II) mit Vals-

artan/Hydrochlorothiazid

Ratten

Kaninchen ergab sich kein Nachweis für

eine

Teratogenität;

jedoch

wurde

sammenhang mit der mütterlichen Toxizität

eine entsprechende Fötotoxizität beobach-

tet.

6.PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Mikrokristalline Cellulose (E460)

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph. Eur.) (E572)

Croscarmellose-Natrium

Povidon K 25

Hochdisperses Siliciumdioxid

Filmüberzug:

Hypromellose

Titandioxid (E 171)

Macrogol 4000

Eisen(III)-oxid (E 172)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3 Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für

die Aufbewahrung

Nicht über 30°C lagern. In der Originalver-

packung aufbewahren, um den Inhalt vor

Licht und Feuchtigkeit zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackungen

(PVC/PE/PVDC-Folie,

Aluminiumfolie): 10, 14, 28, 30, 56, 60, 84,

90, 98, 100, 56 x 1, 98 x 1 Filmtabletten in

einer Faltschachtel.

Klinikpackungen

Filmtabletten;

Musterpackungen

Filmtabletten in einer Faltschachtel.

Es werden möglicherweise nicht alle Pa-

ckungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für

die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

TAD Pharma GmbH

Heinz-Lohmann-Straße 5

27472 Cuxhaven

Telefon: (0 47 21) 6 06-0

Telefax: (0 47 21) 6 06-333

E-Mail: info@tad.de

8. ZULASSUNGSNUMMER

75560.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER

ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG

DER ZULASSUNG

09.03.2011 /

10. STAND DER INFORMATION

November 2018

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Teilen Sie diese Informationen