Valproat-neuraxpharm 150 mg magensaftresistente Tablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Natriumvalproat
Verfügbar ab:
neuraxpharm Arzneimittel GmbH
ATC-Code:
N03AG01
INN (Internationale Bezeichnung):
sodium valproate
Darreichungsform:
magensaftresistente Tablette
Zusammensetzung:
Natriumvalproat 150.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
47334.00.01

Text Gebrauchsinformation

Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

Version:

Stand: 12/2018

Seite 1 von 19

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Valproat-neuraxpharm 150

Magensaftresistente Tabletten

Wirkstoff: Natriumvalproat

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine

schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem

Sie jede auftretende Nebenwirkung melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen,

siehe Ende Abschnitt 4.

WARNHINWEIS

Wird

Valproat

während

Schwangerschaft

eingenommen,

kann

beim

ungeborenen Kind zu schwerwiegenden Schädigungen führen.

Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden könnte, müssen Sie während der

gesamten

Behandlung

Valproat-neuraxpharm

ohne

Unterbrechung

eine

wirksame Methode zur Schwangerschaftsverhütung (Kontrazeption) anwenden. Ihr

Arzt wird dieses mit Ihnen besprechen, Sie müssen aber auch den in Abschnitt 2

dieser Packungsbeilage angegebenen Anweisungen folgen.

Sie müssen unverzüglich einen Termin mit Ihrem Arzt vereinbaren, wenn Sie

beabsichtigen, schwanger zu werden, oder vermuten, schwanger zu sein.

Sie dürfen die Einnahme von Valproat-neuraxpharm nur dann beenden, wenn Ihr

Arzt Sie dazu auffordert, da sich ansonsten Ihr Zustand verschlechtern kann.

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme

dieses

Arzneimittels

beginnen,

denn

sie

enthält

wichtige

Informationen.

Heben

Packungsbeilage

auf.

Vielleicht

möchten

diese

später

nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dies

gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Valproat-neuraxpharm und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Valproat-neuraxpharm beachten?

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Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

Version:

Stand: 12/2018

Seite 2 von 19

3. Wie ist Valproat-neuraxpharm einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Valproat-neuraxpharm aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Valproat-neuraxpharm und wofür wird es angewendet?

Valproat-neuraxpharm ist ein Mittel zur Behandlung von Anfallsleiden bei Erwachsenen

und Kindern (Antiepileptikum).

Valproat-neuraxpharm wird angewendet zur Behandlung von

den ganzen Körper betreffenden (generalisierten) Anfällen (Absencen, myoklonische

und tonisch-klonische Anfälle),

Anfällen, die einen Teil des Körpers betreffen (fokale Anfälle) und unter Umständen

auch auf den ganzen Körper übergehen (sekundär generalisierte Anfälle),

und zur Kombinationsbehandlung bei anderen Anfallsformen, z. B. fokalen Anfällen mit

einfacher

komplexer

Symptomatik

sowie

fokalen

Anfällen

sekundärer

Generalisation, wenn diese Anfallsformen auf die übliche antiepileptische Behandlung

nicht ansprechen.

Hinweis

Bei Kleinkindern ist Valproat-neuraxpharm nur in Ausnahmefällen ein Mittel der ersten

Wahl. Wenn es eingesetzt wird, sollte Valproat-neuraxpharm nur unter besonderer

Vorsicht

nach

strenger

Nutzen-Risiko-Abwägung

angewendet

möglichst

nicht

zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen Anfallsleiden verabreicht werden.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Valproat-neuraxpharm

beachten?

Valproat-neuraxpharm darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Valproat oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn bei Ihnen oder jemandem aus Ihrer Familie früher schwerwiegende Störungen

der Leberfunktion bestanden haben oder bei Ihnen eine schwerwiegende Störung der

Funktion von Leber oder Bauchspeicheldrüse besteht.

wenn

Geschwistern

eine

Störung

Leberfunktion

während

einer

Valproinsäurebehandlung tödlich verlaufen ist.

wenn

Ihnen

angeborene

oder

erworbene

Störungen

Stoffwechsel

Blutfarbstoffes (hepatische Porphyrie) bestehen.

wenn Sie unter Störungen der Blutgerinnung leiden.

wenn Sie einen genetischen Defekt haben, der eine mitochondriale Erkrankung

verursacht (z. B. Alpers-Huttenlocher-Syndrom).

wenn

Ihnen

eine

Störung

Harnstoffzyklus

(bestimmte

Stoffwechselerkrankung) vorliegt.

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Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

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Stand: 12/2018

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Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Valproat-neuraxpharm nicht zur Behandlung

von Epilepsie anwenden, es sei denn, es stehen keine anderen wirksamen Alternativen

für Sie zur Verfügung.

Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden könnte, dürfen Sie Valproat-

neuraxpharm nicht zur Behandlung von Epilepsie einnehmen, es sei denn, dass Sie

während

gesamten

Behandlung

Valproat-neuraxpharm

eine

wirksame

Methode

Schwangerschaftsverhütung

(Kontrazeption)

anwenden.

dürfen

weder die Einnahme von Valproat-neuraxpharm noch Ihre Empfängnisverhütung

beenden, bevor Sie darüber mit Ihrem Arzt gesprochen haben. Ihr Arzt wird Sie weiter

beraten

(siehe

unter

“Schwangerschaft,

Stillzeit

Fortpflanzungsfähigkeit

Wichtige Hinweise für Frauen“).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Valproat-neuraxpharm

einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Valproat-neuraxpharm ist erforderlich

bei einer früheren Schädigung des Knochenmarks.

bei systemischem Lupus erythematodes (eine Reaktion der körpereigenen Abwehr

gegen eigenes Bindegewebe).

bei Stoffwechselerkrankungen, insbesondere angeborenen Enzymmangelkrankheiten.

Unter der Behandlung mit Valproinsäure-haltigen Arzneimitteln kann es zu einem

Anstieg des Ammoniakserumspiegels (Hyperammonämie) kommen.

Suchen Sie deshalb bitte beim Auftreten von Symptomen wie Abgeschlagenheit,

Müdigkeit, Erbrechen, erniedrigtem Blutdruck oder bei Zunahme der Anfälle Ihren

Arzt auf. Dieser sollte dann die Serumspiegel von Ammoniak und Valproinsäure

bestimmen; ggf. ist die Dosis von Valproat-neuraxpharm zu verringern. Bei Verdacht

auf eine bereits bestehende enzymatische Störung des Harnstoffzyklus sollte der

Ammoniakserumspiegel

bereits

Beginn

Valproinsäuretherapie

bestimmt

werden (siehe auch Abschnitt 2 „Valproat-neuraxpharm darf nicht eingenommen

werden“).

Bei einer Stoffwechselerkrankung, die durch einen Mangel an dem Enzym Carnitin-

Palmitoyl-Transferase

(CPT

bedingt

ist,

unter

Behandlung

Valproinsäure-haltigen

Arzneimitteln

Risiko

für

Auftreten

eines

schwerwiegenden Muskelabbaus (Rhabdomyolyse) erhöht.

wenn Ihnen bekannt ist, dass es in Ihrer Familie eine durch einen genetischen Defekt

verursachte mitochondriale Erkrankung gibt.

bei eingeschränkter Nierenfunktion und / oder Eiweißmangel im Blut.

vor einem chirurgischen oder zahnärztlichen Eingriff (z. B. dem Ziehen eines Zahns)

Fall

Verletzungen

oder

spontanen

Blutungen.

eine

erhöhte

Blutungsneigung bestehen kann, muss der behandelnde Arzt darüber informiert

werden,

dass

Valproat-neuraxpharm

einnehmen,

damit

Blutgerinnung

überprüft werden kann.

bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die die Blutgerinnung hemmen (z. B.

Vitamin-K-Antagonisten); es kann zu einer erhöhten Blutungsneigung kommen. Die

Blutgerinnung muss deshalb regelmäßig überprüft werden.

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Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

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bei gleichzeitiger Einnahme von Acetylsalicylsäure („ASS“), da es zu einer Erhöhung

der Valproinsäurekonzentration (die Wirksubstanz von Valproat-neuraxpharm) im

Blut kommen kann.

Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie Valproat-neuraxpharm

behandelt wurden, hatten Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben

zu nehmen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken haben, setzen Sie sich

sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Kinder und Jugendliche:

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Valproat-neuraxpharm ist erforderlich bei

Kleinkindern, die gleichzeitig andere Arzneimittel gegen Anfallsleiden einnehmen.

mehrfach behinderten Kindern und Jugendlichen mit schweren Anfallsformen.

Die gleichzeitige Einnahme von Valproat-neuraxpharm und Acetylsalicylsäure sollte bei

fieberhaften

Erkrankungen

Säuglingen

Kindern

unterbleiben

Jugendlichen nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung erfolgen.

Warnhinweis:

Gelegentlich

sind

schwere

Schädigungen

Leber,

selten

Schädigungen

Bauchspeicheldrüse beobachtet worden. Patienten, insbesondere Säuglinge, Kleinkinder

Kinder,

müssen

diesbezüglich,

besonders

ersten

sechs

Monaten

Behandlung, ärztlich engmaschig überwacht werden.

Einer Leber- und / oder Bauchspeicheldrüsenschädigung können unspezifische Zeichen

vorausgehen, die meistens plötzlich auftreten, z. B. erneutes Auftreten von Anfällen,

Zunahme der Häufigkeit bzw. der Schwere von Anfällen, Bewusstseinsstörungen mit

Verwirrtheit,

Unruhe,

Bewegungsstörungen,

körperliches

Unwohlsein

Schwächegefühl, Appetitverlust, Abneigung gegen gewohnte Speisen, Abneigung gegen

Valproinsäure,

Übelkeit,

Erbrechen,

Oberbauchbeschwerden,

Teilnahmslosigkeit,

Schläfrigkeit,

auffällig

häufig

Blutergüsse

(Hämatome),

Nasenbluten

oder

Wasseransammlung (Ödeme) an einzelnen Körperteilen oder dem gesamten Körper. Sind

diese Beschwerden anhaltend oder schwerwiegend, muss ein Arzt benachrichtigt werden,

um über die weitere Behandlung mit Valproat-neuraxpharm zu entscheiden.

Maßnahmen zur Früherkennung einer Leber- und/oder

Bauchspeicheldrüsenschädigung

Vor Behandlungsbeginn soll durch Ihren Arzt eine ausführliche Befragung, eine klinische

Untersuchung

eine

laborchemische

Bestimmung

(insbesondere

hinsichtlich

Stoffwechselstörungen, Erkrankung der Leber oder Bauchspeicheldrüse, Blutbild und

Gerinnungsstörungen) erfolgen.

Vier Wochen nach Behandlungsbeginn sollte eine erneute laborchemische Kontrolle

durchgeführt werden.

Bei klinisch unauffälligen Patienten mit krankhaft erhöhten 4-Wochen-Werten sollte eine

Verlaufskontrolle drei Mal im Abstand von maximal 2 Wochen, dann ein Mal pro Monat

bis zum 6. Behandlungsmonat durchgeführt werden.

Eltern / Bezugspersonen sollten bei klinischen Auffälligkeiten unabhängig von diesem

Zeitplan sofort den behandelnden Arzt informieren.

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Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

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Jugendlichen

(etwa ab dem 15. Lebensjahr) und

Erwachsenen

sind im ersten

Halbjahr monatliche Kontrollen des klinischen Befundes und der Laborwerte sowie in

jedem Fall vor Therapiebeginn zu empfehlen.

Nach 12-monatiger Therapie ohne Auffälligkeiten sind nur noch 2 - 3 ärztliche Kontrollen

pro Jahr erforderlich.

Hinweise:

Zu Beginn der Behandlung kann eine Gewichtszunahme auftreten. Kontrollieren Sie

regelmäßig Ihr Gewicht, und vereinbaren Sie erforderlichenfalls mit Ihrem Arzt geeignete

Maßnahmen.

Valproat-neuraxpharm darf nicht angewendet werden zur Migräneprophylaxe (siehe auch

Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“).

Einnahme von Valproat-neuraxpharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel

anzuwenden.

Die Wirkung und teilweise die Nebenwirkungen von Valproat-neuraxpharm werden

verstärkt durch:

Felbamat (Mittel gegen Anfallsleiden)

Cimetidin (Mittel gegen Magengeschwüre)

Erythromycin (Mittel gegen bakterielle Infektionen)

Acetylsalicylsäure

(Mittel

gegen

Fieber

Schmerzen):

Acetylsalicylsäure

vermindert die Bindung der Valproinsäure an das Bluteiweiß. Dadurch kann es zu

einer Erhöhung der leberschädigenden Wirkung der Valproinsäure kommen.

Siehe auch den Abschnitt „Kinder und Jugendliche“ unter 2. „Was sollten Sie vor der

Einnahme von Valproat-neuraxpharm beachten?“.

Die Wirkung von Valproat-neuraxpharm wird abgeschwächt durch:

Phenobarbital,

Primidon,

Phenytoin,

Carbamazepin

(andere

Arzneimittel

gegen

Anfallsleiden)

Mefloquin (Mittel gegen Malaria)

Rifampicin (Mittel gegen Tuberkulose)

Carbapeneme (Antibiotika zur Behandlung von bakteriellen Infektionen, wie z. B.

Imipenem, Panipenem und Meropenem).

Die gleichzeitige Anwendung von Valproinsäure und Carbapenemen sollte vermieden

werden, weil dadurch die Wirksamkeit von Valproinsäure vermindert werden kann.

Protease-Inhibitoren wie Lopinavir oder Ritonavir (Mittel zur Behandlung von HIV-

Infektionen)

Colestyramin (Mittel zur Senkung der Blutfette)

Die Wirkung von Valproat-neuraxpharm kann verstärkt oder abgeschwächt werden

durch:

eine

gleichzeitige

Gabe

Fluoxetin

(Mittel

gegen

Depressionen).

Konzentration

Valproinsäure

(der

Wirkstoff

Valproat-neuraxpharm)

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Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

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Serum kann erhöht werden; es sind jedoch auch Fälle beschrieben, in denen sie

erniedrigt wurde.

Valproat-neuraxpharm verstärkt die Wirkung und teilweise die Nebenwirkungen von:

Phenobarbital, Primidon, Phenytoin, Carbamazepin, Lamotrigin, Felbamat (Mittel

gegen Anfallsleiden)

Neuroleptika (Mittel gegen seelische Erkrankungen), Benzodiazepinen (angst- und

spannungslösende Mittel), Barbituraten (Beruhigungsmittel), MAO-Hemmern (Mittel

gegen Depressionen) und anderen Mitteln gegen Depressionen

Codein (Mittel gegen Husten)

Zidovudin (Mittel zur Behandlung von HIV-Infektionen)

Arzneimitteln mit gerinnungshemmender Wirkung (z. B. Vitamin-K-Antagonisten

oder Acetylsalicylsäure). Es kann zu einer erhöhten Blutungsneigung kommen.

Rufinamid

(Mittel

gegen

Anfallsleiden)

(insbesondere

Kindern

Vorsicht

geboten)

Kindern

kann

Serumspiegel

Phenytoin

(anderes

Arzneimittel

gegen

Anfallsleiden) bei gleichzeitiger Verabreichung von Clonazepam (Benzodiazepin, angst-

spannungslösendes

Arzneimittel

sowie

Arzneimittel

gegen

Anfallsleiden)

Valproinsäure erhöht werden.

gleichzeitiger

Behandlung

Valproinsäure-haltigen

Arzneimitteln

Clonazepam (Arzneimittel gegen Anfallsleiden) trat bei Patienten mit Anfällen vom

Absence-Typ (spezielle von beiden Gehirnhälften ausgehende Anfallsform) in der

Vorgeschichte ein Absence-Status (länger dauernder Dämmerzustand) auf.

Sonstige Wechselwirkungen:

Valproat-neuraxpharm hat keinen Effekt auf den Lithiumserumspiegel.

Die Wirkung von empfängnisverhütenden Hormonpräparaten („Pille“) wird nicht

vermindert.

Bei Diabetikern kann eine Untersuchung auf Ketonkörper im Urin falsch positiv

ausfallen, da Valproinsäure selbst teilweise zu Ketonkörpern verstoffwechselt wird.

Andere Arzneimittel, die den Leberstoffwechsel belasten, können das Risiko der

Entstehung von Leberschäden erhöhen.

gleichzeitiger

Gabe

Valproinsäure

Topiramat

(Mittel

gegen

Anfallsleiden) ist über Zeichen einer Hirnschädigung (Enzephalopathie) und / oder

einen Anstieg des Ammoniakspiegels im Blut (Hyperammonämie) berichtet worden.

Wird Valproat-neuraxpharm zusammen mit Acetazolamid (Mittel zur Behandlung von

grünem

Star

[Glaukom])

angewendet,

kann

einem

Anstieg

Ammoniakspiegels im Blut mit dem Risiko einer Hirnschädigung (Enzephalopathie)

kommen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Valproinsäure und Phenobarbital oder Phenytoin

kann der Ammoniakspiegel im Blut ansteigen. Ihr Arzt wird Sie diesbezüglich

sorgfältig überwachen.

Die gleichzeitige Anwendung von Valproinsäure und Quetiapin (ein Arzneimittel zur

Behandlung psychischer Störungen) kann das Risiko einer verminderten Anzahl an

weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie) erhöhen.

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Valproat-neuraxpharm kann die Plasmakonzentration von Olanzapin (ein Arzneimittel

zur Behandlung psychischer Störungen) erniedrigen.

Ihr Arzt wird feststellen, ob gleichzeitig angewendete Arzneimittel abgesetzt werden

sollen oder die Behandlung weitergeführt werden darf.

Einnahme von Valproat-neuraxpharm zusammen mit Nahrungsmitteln,

Getränken und Alkohol

gleichzeitigem

Alkoholkonsum

kann

Wirkung

Valproat-neuraxpharm

abgeschwächt oder verstärkt sowie die Nebenwirkungen können verstärkt werden.

Meiden Sie deshalb den Genuss von Alkohol während der Behandlung.

Bioverfügbarkeit

Valproat-neuraxpharm

wird

durch

gleichzeitige

Nahrungsaufnahme nicht entscheidend beeinflusst.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wichtige Hinweise für Frauen

Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Valproat-neuraxpharm nicht zur Behandlung

von Epilepsie anwenden, es sei denn, es stehen keine anderen wirksamen Alternativen

für Sie zur Verfügung.

Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden könnte, dürfen Sie Valproat-

neuraxpharm nicht zur Behandlung von Epilepsie einnehmen, es sei denn, dass Sie

während

gesamten

Behandlung

Valproat-neuraxpharm

eine

wirksame

Methode

Schwangerschaftsverhütung

(Kontrazeption)

anwenden.

dürfen

weder die Einnahme von Valproat-neuraxpharm noch Ihre Empfängnisverhütung

beenden, bevor Sie darüber mit Ihrem Arzt gesprochen haben. Ihr Arzt wird Sie weiter

beraten.

Risiken von Valproat bei Einnahme während der Schwangerschaft (unabhängig von der

Erkrankung, wegen der Valproat angewendet wird)

Valproat kann das ungeborene Kind schädigen, wenn eine Frau das Arzneimittel

während der Schwangerschaft einnimmt.

Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt, wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu

werden, oder wenn Sie schwanger sind.

Valproat birgt ein Risiko, wenn es während der Schwangerschaft angewendet wird. Je

höher die Dosis, desto höher das Risiko; es sind jedoch alle Dosen risikobehaftet.

Arzneimittel

kann

schwerwiegende

Geburtsfehler

verursachen

Entwicklung

Kindes

während

Wachstums

beeinträchtigen.

beobachteten Geburtsfehlern zählen

Spina bifida

(bei der die Knochen der Wirbelsäule

nicht normal ausgebildet sind), Gesichts- und Schädeldeformationen, Missbildungen

des Herzens, der Nieren, der Harnwege, der Sexualorgane sowie Gliedmaßendefekte.

Wenn Sie Valproat während der Schwangerschaft einnehmen, haben Sie ein höheres

Risiko als andere Frauen, ein Kind mit Geburtsfehlern zu bekommen, die eine

medizinische Behandlung erfordern. Da Valproat seit vielen Jahren angewendet wird,

bekannt,

dass

Frauen,

Valproat

einnehmen,

ungefähr

Neugeborenen mit Geburtsfehlern zur Welt kommen. Im Vergleich dazu sind es 2 - 3

von 100 Neugeborenen bei Frauen ohne Epilepsie.

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Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

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Stand: 12/2018

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Schätzungen zufolge kann es bei bis zu 30 - 40 % der Kinder im Vorschulalter, deren

Mütter während der Schwangerschaft Valproat eingenommen haben, zu Problemen in

der frühkindlichen Entwicklung kommen. Die betroffenen Kinder lernen langsamer

laufen und sprechen, sind geistig weniger leistungsfähig als andere Kinder und haben

Sprach- und Gedächtnisprobleme.

Autistische Störungen werden häufiger bei Kindern diagnostiziert, die Valproat

ausgesetzt waren, und es gibt einige Hinweise, dass bei diesen Kindern das Risiko für

Entwicklung

Symptomen

einer

Aufmerksamkeitsdefizit-

/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erhöht ist.

Bevor Ihr Arzt Ihnen dieses Arzneimittel verschreibt, wird er Ihnen erklären, was

Ihrem Baby zustoßen kann, wenn Sie unter Einnahme von Valproat schwanger

werden. Wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, dass Sie ein Kind

bekommen

möchten,

dürfen

Einnahme

Ihres

Arzneimittels

oder

Ihre

Empfängnisverhütung nicht beenden, bevor Sie darüber mit Ihrem Arzt gesprochen

haben.

Wenn Sie ein Elternteil oder eine Betreuungsperson eines Mädchens sind, das mit

Valproat behandelt wird, müssen Sie den Arzt informieren, sobald bei Ihrem Kind, das

Valproat anwendet, die erste Regelblutung einsetzt.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Einnahme von Folsäure, wenn Sie versuchen,

schwanger zu werden. Folsäure kann das allgemeine Risiko für

Spina bifida

und eine

frühe Fehlgeburt verringern, das bei allen Schwangerschaften besteht. Es ist jedoch

unwahrscheinlich, dass sie das Risiko für Geburtsfehler senkt, das mit der Einnahme

von Valproat verbunden ist.

Wenn

während

Schwangerschaft

Valproinsäure-haltige

Arzneimittel

eingenommen haben, sollen beim Neugeborenen wegen möglicher Störungen der

Blutgerinnung

Gerinnungswerte

(Blutplättchen,

Fibrinogen)

Gerinnungsfaktoren untersucht und Gerinnungstests durchgeführt werden.

Entzugserscheinungen

(wie

Unruhe,

übermäßige

Bewegungsaktivität,

Zittern,

Krämpfe und Störungen bei der Nahrungsaufnahme) können bei Neugeborenen

vorkommen, deren Mütter während der letzten drei Monate der Schwangerschaft mit

Valproinsäure-haltigen Arzneimitteln behandelt wurden.

Es wurden Fälle von zu niedrigen Zuckerspiegeln im Blut bei Neugeborenen berichtet,

deren Mütter in den drei letzten Monaten der Schwangerschaft Valproat eingenommen

haben.

Bei Neugeborenen, deren an Epilepsie leidende Mütter während der Schwangerschaft

Valproat eingenommen hatten, wurden Fälle von Unterfunktion der Schilddrüse

beschrieben.

Bitte wählen Sie von den nachfolgend aufgeführten Situationen diejenigen aus, die

auf Sie zutreffen, und lesen Sie den entsprechenden Text durch:

ICH BEGINNE MIT DER BEHANDLUNG MIT VALPROAT-NEURAXPHARM

ICH NEHME VALPROAT-NEURAXPHARM EIN UND BEABSICHTIGE NICHT,

SCHWANGER ZU WERDEN

ICH NEHME VALPROAT-NEURAXPHARM EIN UND BEABSICHTIGE,

SCHWANGER ZU WERDEN

Text Gebrauchsinformation

Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

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Stand: 12/2018

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ICH BIN SCHWANGER UND NEHME VALPROAT-NEURAXPHARM EIN

ICH BEGINNE MIT DER BEHANDLUNG MIT VALPROAT-NEURAXPHARM

Wenn Ihnen Valproat-neuraxpharm zum ersten Mal verschrieben wurde, hat Ihnen Ihr

Arzt die Risiken für das ungeborene Kind erklärt, falls Sie schwanger werden. Sobald Sie

alt genug sind, um schwanger werden zu können, müssen Sie sicherstellen, dass Sie

während der gesamten Behandlung mit Valproat-neuraxpharm ohne Unterbrechung eine

wirksame Methode zur Empfängnisverhütung anwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt

oder wenden Sie sich an eine Beratungsstelle zur Familienplanung, falls Sie eine

Beratung zur geeigneten Verhütungsmethode benötigen.

Kernbotschaften:

Vor Beginn der Behandlung mit Valproat-neuraxpharm müssen Sie mit Hilfe eines

Schwangerschaftstests eine Schwangerschaft ausschließen, wobei Ihr Arzt dieses

Ergebnis bestätigen muss.

Während der gesamten Behandlung mit Valproat-neuraxpharm müssen Sie eine

wirksame Methode zur Schwangerschaftsverhütung (Kontrazeption) anwenden.

Sprechen

Ihrem

Arzt

über

geeignete

Methoden

Schwangerschaftsverhütung (Kontrazeption). Ihr Arzt wird Ihnen Informationen

zur Verhütung einer Schwangerschaft geben und Sie eventuell weiter an einen

Spezialisten zur diesbezüglichen Beratung verweisen.

Sie müssen regelmäßig (mindestens einmal im Jahr) einen Spezialisten aufsuchen,

der auf die Behandlung von bipolaren Störungen oder Epilepsie spezialisiert ist.

Während dieses Besuchs wird Ihr Arzt sich davon überzeugen, dass Sie alle Risiken

und Ratschläge zur Anwendung von Valproat während der Schwangerschaft

kennen und diese verstanden haben.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden.

Sprechen

unverzüglich

Ihrem

Arzt,

wenn

schwanger

sind

oder

vermuten, schwanger zu sein.

ICH NEHME VALPROAT-NEURAXPHARM EIN UND BEABSICHTIGE

NICHT, SCHWANGER ZU WERDEN

Wenn Sie die Behandlung mit Valproat-neuraxpharm fortsetzen und nicht beabsichtigen,

schwanger

werden,

müssen

sicherstellen,

dass

während

gesamten

Behandlung mit Valproat-neuraxpharm ohne Unterbrechung eine wirksame Methode zur

Empfängnisverhütung anwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder wenden Sie sich an

eine

Beratungsstelle

Familienplanung,

falls

eine

Beratung

geeigneten

Verhütungsmethode benötigen.

Kernbotschaften:

Während der gesamten Behandlung mit Valproat-neuraxpharm müssen Sie eine

wirksame Methode zur Schwangerschaftsverhütung (Kontrazeption) anwenden.

Sprechen

Ihrem

Arzt

über

Maßnahmen

Empfängnisverhütung

(Kontrazeption).

Arzt

wird

Ihnen

Informationen

Verhütung

einer

Schwangerschaft

geben

eventuell

weiter

einen

Spezialisten

diesbezüglichen Beratung verweisen.

Text Gebrauchsinformation

Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

Version:

Stand: 12/2018

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Sie müssen regelmäßig (mindestens einmal im Jahr) einen Spezialisten aufsuchen,

der auf die Behandlung von bipolaren Störungen oder Epilepsie spezialisiert ist.

Während dieses Besuchs wird Ihr Arzt sich davon überzeugen, dass Sie alle Risiken

und Ratschläge zur Anwendung von Valproat während der Schwangerschaft

kennen und diese verstanden haben.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden.

Sprechen

unverzüglich

Ihrem

Arzt,

wenn

schwanger

sind

oder

vermuten, schwanger zu sein.

ICH NEHME VALPROAT-NEURAXPHARM EIN UND BEABSICHTIGE,

SCHWANGER ZU WERDEN

Wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden, müssen Sie zuerst einen Termin mit

Ihrem Arzt vereinbaren.

dürfen

weder

Einnahme

Valproat-neuraxpharm

noch

Ihre

Empfängnisverhütung beenden, bevor Sie darüber mit Ihrem Arzt gesprochen haben. Ihr

Arzt wird Sie weiter beraten.

Bei Babys von Müttern, die mit Valproat behandelt wurden, besteht ein schwerwiegendes

Risiko

für

Geburtsfehler

Entwicklungsprobleme,

schwerwiegenden

Behinderungen führen können. Ihr Arzt wird Sie an einen Spezialisten überweisen, der

auf die Behandlung von bipolaren Störungen oder Epilepsie spezialisiert ist, damit dieser

bereits frühzeitig alternative Behandlungsoptionen prüfen kann. Ihr Spezialist kann einige

Maßnahmen ergreifen, damit Ihre Schwangerschaft so reibungslos wie möglich verläuft

und die Risiken für Sie und Ihr ungeborenes Kind so weit wie möglich gesenkt werden

können.

Eventuell wird Ihr Spezialist, lange bevor Sie schwanger werden, die Dosis von Valproat-

neuraxpharm verändern oder Sie auf ein anderes Arzneimittel umstellen oder die

Behandlung mit Valproat-neuraxpharm beenden. Damit wird sichergestellt, dass Ihre

Erkrankung stabil bleibt.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Einnahme von Folsäure, wenn Sie beabsichtigen,

schwanger zu werden. Folsäure kann das allgemeine Risiko für

Spina bifida

und eine

frühe Fehlgeburt verringern, das bei allen Schwangerschaften besteht. Es ist jedoch

unwahrscheinlich, dass sie das Risiko für Geburtsfehler senkt, das mit der Einnahme von

Valproat verbunden ist.

Kernbotschaften:

Sie dürfen die Einnahme von Valproat-neuraxpharm nur dann beenden, wenn Ihr

Arzt Sie dazu auffordert.

Setzen Sie Ihre Methoden zur Schwangerschaftsverhütung (Kontrazeption) nicht

ab, bevor Sie mit Ihrem Arzt gesprochen haben und gemeinsam einen Plan

erarbeitet haben, um sicherzustellen, dass Ihre Erkrankung gut eingestellt ist und

die Risiken für Ihr Baby minimiert wurden.

Zuerst müssen Sie einen Termin mit Ihrem Arzt vereinbaren. Während dieses

Besuchs wird Ihr Arzt sich davon überzeugen, dass Sie alle Risiken und Ratschläge

zur Anwendung von Valproat während der Schwangerschaft kennen und diese

verstanden haben.

Text Gebrauchsinformation

Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

Version:

Stand: 12/2018

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Ihr Arzt wird, lange bevor Sie schwanger werden, versuchen, Sie auf ein anderes

Arzneimittel

umzustellen,

oder

Behandlung

Valproat-neuraxpharm

beenden.

Sie müssen unverzüglich einen Termin mit Ihrem Arzt vereinbaren, wenn Sie

schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein.

ICH BIN SCHWANGER UND NEHME VALPROAT-NEURAXPHARM EIN

Sie dürfen die Einnahme von Valproat-neuraxpharm nur dann beenden, wenn Ihr Arzt

Sie dazu auffordert, da sich ansonsten Ihr Zustand verschlechtern kann. Sie müssen

unverzüglich einen Termin mit Ihrem Arzt vereinbaren, wenn Sie schwanger sind oder

vermuten, schwanger zu sein. Ihr Arzt wird Sie weiter beraten.

Bei Babys von Müttern, die mit Valproat behandelt wurden, besteht ein schwerwiegendes

Risiko

für

Geburtsfehler

Entwicklungsprobleme,

schwerwiegenden

Behinderungen führen können.

Sie werden an einen Spezialisten überwiesen, der auf die Behandlung von bipolaren

Störungen oder Epilepsie spezialisiert ist, damit dieser alternative Behandlungsoptionen

prüfen kann.

Für den Ausnahmefall, dass Valproat-neuraxpharm während der Schwangerschaft die

einzig geeignete Behandlungsoption darstellt, werden sowohl die Behandlung Ihrer

Grunderkrankung als auch die Entwicklung Ihres ungeborenen Kindes sehr engmaschig

überwacht. Sie und Ihr Partner können hinsichtlich einer Schwangerschaft unter Valproat

beraten und unterstützt werden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Einnahme von Folsäure. Folsäure kann das

allgemeine Risiko für

Spina bifida

und eine frühe Fehlgeburt verringern, das bei allen

Schwangerschaften besteht. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sie das Risiko für

Geburtsfehler senkt, das mit der Einnahme von Valproat verbunden ist.

Kernbotschaften:

Sie müssen unverzüglich einen Termin mit Ihrem Arzt vereinbaren, wenn Sie

schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein.

Sie dürfen die Einnahme von Valproat-neuraxpharm nur dann beenden, wenn Ihr

Arzt Sie dazu auffordert.

Kümmern Sie sich darum, dass Sie an einen Spezialisten überwiesen werden, der

auf die Behandlung von Epilepsie oder bipolaren Störungen spezialisiert ist, damit

dieser die Notwendigkeit alternativer Behandlungsoptionen prüfen kann.

müssen

über

Risiken

Valproat-neuraxpharm

während

Schwangerschaft

ausführlich

aufgeklärt

werden,

einschließlich

fruchtschädigenden Wirkungen (Teratogenität) und der Auswirkungen auf die

Entwicklung bei Kindern.

Kümmern

sich

darum,

dass

pränatalen

Überwachung

einen

Spezialisten überwiesen werden, damit möglicherweise auftretende Missbildungen

erkannt werden können.

Lesen Sie sich bitte unbedingt den Leitfaden für Patienten durch, den Sie von Ihrem

Arzt erhalten werden. Ihr Arzt wird mit Ihnen das jährlich auszufüllende Formular

zur

Bestätigung

der

Risikoaufklärung

besprechen

und

Sie

bitten,

es

zu

unterschreiben, und es dann behalten. Von Ihrem Apotheker werden Sie zudem eine

Text Gebrauchsinformation

Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

Version:

Stand: 12/2018

Seite 12 von 19

Patientenkarte erhalten, die Sie an die Risiken bei Anwendung von Valproat

während der Schwangerschaft erinnern soll.

Stillzeit

Valproinsäure tritt in geringen Mengen in die Muttermilch über. Wenn Sie stillen, fragen

Sie vor der Einnahme / Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Fortpflanzungsfähigkeit

Dieses Arzneimittel kann Ihre Zeugungsfähigkeit beeinträchtigen. Einzelne Fallberichte

zeigten jedoch, dass diese Effekte nach dem Absetzen des Wirkstoffs reversibel sind.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Sie dürfen sich nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt an das Steuer eines Fahrzeugs

setzen oder Maschinen bedienen.

Zu Beginn einer Behandlung mit Valproat-neuraxpharm und bei höherer Dosierung oder

gleichzeitiger

Einnahme

anderer,

ebenfalls

Zentralnervensystem

angreifender

Arzneimittel

können

zentralnervöse

Wirkungen,

Schläfrigkeit

oder

Verwirrtheit, das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass - unabhängig von der

Auswirkung des zu behandelnden Grundleidens - die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme

am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen vermindert wird. Dies gilt in

verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

3.

Wie ist Valproat-neuraxpharm einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Ohne vorherige

Rücksprache mit dem Arzt dürfen Sie keine Änderung der Behandlung oder Dosierung

vornehmen.

Behandlung

Valproat-neuraxpharm

muss

einem

Arzt

eingeleitet

überwacht werden, der auf die Behandlung von Epilepsie spezialisiert ist.

Dosierung

wird

individuell

Ihrem

behandelnden

Facharzt

bestimmt

kontrolliert, wobei Anfallsfreiheit bei möglichst niedriger Dosierung, besonders auch in

der Schwangerschaft, angestrebt werden sollte.

Dosierung

Es empfiehlt sich ein stufenweiser (einschleichender) Aufbau der Dosierung bis zur

optimal wirksamen Dosis.

Bei alleiniger Gabe (Monotherapie) von Valproinsäure beträgt die Anfangsdosis in der

Regel 5 - 10 mg Valproinsäure/kg Körpergewicht, die alle 4 - 7 Tage um etwa 5 mg

Valproinsäure/kg Körpergewicht erhöht werden sollte.

Die volle Wirkung ist in einigen Fällen erst nach 4 - 6 Wochen zu beobachten. Die

Tagesdosen sollten deshalb nicht zu früh über mittlere Werte hinaus gesteigert werden.

Die mittlere Tagesdosis beträgt während der Langzeitbehandlung im Allgemeinen:

30 mg Valproinsäure/kg Körpergewicht/Tag für Kinder,

25 mg Valproinsäure/kg Körpergewicht/Tag für Jugendliche,

20 mg Valproinsäure/kg Körpergewicht/Tag für Erwachsene und ältere Patienten.

Text Gebrauchsinformation

Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

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Seite 13 von 19

Entsprechend werden folgende orientierende Tagesdosen empfohlen:

Lebensalter

Körpergewicht

(kg)

durchschnittliche

Dosis

*

mg/Tag

Anzahl

magensaftresistente

Tabletten

Erwachsene

ab ca. 60

1200 - 2100

8 - 14

Jugendliche ab

14 Jahre

ca. 40 - 60

1000 - 1500

7 - 10

Kinder:

3 - 6 Monate

ca. 5,5 - 7,5

siehe Hinweis

6 - 12 Monate

ca. 7,5 - 10

150 - 300

1 - 2

1 - 3 Jahre

ca. 10 - 15

300 - 450

2 - 3

3 - 6 Jahre

ca. 15 - 25

450 - 750

3 - 5

7 - 14 Jahre

ca. 25 - 40

750 - 1200

5 - 8

Angaben bezogen auf mg Natriumvalproat

** Hinweise:

Für Kinder bis zu 6 Jahren eignen sich besonders die zur Verfügung stehenden

Lösungen (z. B.: Valproat-neuraxpharm Lösung zum Einnehmen, 300 mg/ml bzw.

Valproat-neuraxpharm 60 mg/ml Lösung zum Einnehmen).

Wenn Sie an einer eingeschränkten Nierenfunktion oder einem Eiweißmangel im Blut

leiden,

kann

Blutspiegel

Wirksubstanz

(Valproinsäure)

Valproat-

neuraxpharm erhöht sein. Ihr Arzt muss die Tagesdosis, die Sie erhalten, nötigenfalls

durch eine niedrigere Dosierung anpassen.

Hinweise zur Umstellung einer Behandlung:

Falls Sie von einem anderen Arzneimittel mit dem gleichen Wirkstoff oder von einem

Arzneimittel mit einem anderen Wirkstoff gegen Anfallsleiden auf eine Behandlung mit

Valproat-neuraxpharm

umgestellt

werden

sollen,

erfolgt

diese

Umstellung

nach

Anweisungen Ihres behandelnden Arztes.

Wird Valproat-neuraxpharm zusammen mit anderen Antiepileptika eingenommen oder

soll es eine frühere Medikation ersetzen, muss die Dosis der bis dahin eingenommenen

Antiepileptika, besonders des Phenobarbitals, unverzüglich vermindert werden. Falls die

vorausgegangene Medikation abgesetzt wird, hat dies ausschleichend zu erfolgen. Da sich

der beschleunigte Abbau von Valproinsäure durch andere Antiepileptika nach deren

Absetzen zurückbildet, ist die Valproinsäurekonzentration im Serum 4 - 6 Wochen nach

Beendigung der antiepileptischen Begleitmedikation zu überprüfen und gegebenenfalls

Tagesdosis

vermindern.

Serumkonzentration

(bestimmt

ersten

Tagesdosis) sollte 100 mg/l nicht überschreiten.

Der Behandlungserfolg steht in keiner direkten Beziehung zur täglichen Dosis oder der

Wirkstoffkonzentration im Serum. Darum sollte die Dosierung im Wesentlichen nach der

Anfallskontrolle erfolgen.

Die Tagesdosis von Valproat-neuraxpharm kann auf 2 - 4 Einzelgaben verteilt werden.

Text Gebrauchsinformation

Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

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Stand: 12/2018

Seite 14 von 19

Art der Anwendung

Die magensaftresistenten Tabletten sollten möglichst 1 Stunde vor den Mahlzeiten

(morgens nüchtern) unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser)

eingenommen werden. Es wird empfohlen, keine kohlensäurehaltigen Getränke wie

Mineralwasser oder Ähnliches zum Einnehmen der magensaftresistenten Tabletten zu

verwenden.

Dauer der Anwendung

Die Behandlung von Anfallsleiden ist eine Langzeitbehandlung.

Über die Behandlungsdauer und das Absetzen von Valproat-neuraxpharm sollte im

Einzelfall ein Facharzt entscheiden. Im Allgemeinen ist ein Herabsetzen der Dosis oder

ein Absetzen des Arzneimittels frühestens nach zwei- bis dreijähriger Anfallsfreiheit zu

erwägen. Das Herabsetzen bzw. Absetzen des Arzneimittels muss in schrittweiser

Verringerung der täglichen Einnahmemenge über ein bis zwei Jahre erfolgen.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Valproat-neuraxpharm zu stark

oder zu schwach ist, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt darüber.

Wenn Sie eine größere Menge von Valproat-neuraxpharm eingenommen haben,

als Sie sollten,

benachrichtigen

umgehend

Ihren

Arzt,

damit

nötigenfalls

erforderliche

Maßnahmen einleiten kann. Die unter den „Nebenwirkungen“ genannten unerwünschten

Erscheinungen

können

verstärkten

Maße

auftreten,

eine

erhöhte

Anfallsneigung sowie Verhaltensstörungen sowohl bei Erwachsenen wie bei Kindern.

Nach massiver Überdosierung sind vereinzelt Todesfälle aufgetreten.

Wenn Sie die Einnahme von Valproat-neuraxpharm vergessen haben,

dürfen Sie keinesfalls die vergessene Dosis durch die Einnahme der doppelten Menge

ausgleichen. Bitte nehmen Sie dann Ihr Arzneimittel weiter so ein, wie es verordnet ist.

Wenn Sie die Einnahme von Valproat-neuraxpharm abbrechen

Sie dürfen auf keinen Fall die Behandlung mit Valproat-neuraxpharm eigenmächtig

verändern, unterbrechen oder vorzeitig beenden. Bitte sprechen Sie vorher mit Ihrem

behandelnden

Arzt,

wenn

Unverträglichkeiten

oder

eine

Änderung

Ihrem

Krankheitsbild eintreten. Sie können sonst den Behandlungserfolg gefährden und erneut

Anfälle auslösen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich

an Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zu Grunde

gelegt:

Sehr häufig:

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Text Gebrauchsinformation

Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

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Seite 15 von 19

Häufig:

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich:

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten:

kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen

Sehr selten:

kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten

nicht abschätzbar

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschließlich Zysten und

Polypen)

Selten:

Fehlbildung

Vorläuferzellen

für

Blutzellen

Rückenmark

(myelodysplastisches Syndrom)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig:

verminderte

Zahl

roten

Blutkörperchen

(Anämie),

Blutplättchen

(Thrombozytopenie) oder der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)

Gelegentlich: verminderte Zahl aller Blutzellen (Panzytopenien)

Selten: Beeinträchtigung der Knochenmarkfunktion mit herabgesetzter Zahl der weißen

Blutzellen (Lymphopenien, Neutropenien), mit starker Verminderung bestimmter weißer

Blutkörperchen

(Agranulozytose),

fehlender

Bildung

(Aplasie)

roten

Blutkörperchen oder mit der Bildung vergrößerter roter Blutkörperchen in normaler

(Makrozytose) oder verminderter Zahl (makrozytäre Anämie)

Endokrine Erkrankungen

Gelegentlich: erhöhte Spiegel des antidiuretischen Hormons (Syndrom der inadäquaten

ADH-Sekretion, SIADH), vermehrte Behaarung bei Frauen, Vermännlichung, Akne,

Haarausfall mit dem bei Männern typischen Erscheinungsbild und / oder erhöhte

Androgenspiegel

Selten: Unterfunktion der Schilddrüse

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: allein auftretender und mäßig ausgeprägter Anstieg des Ammoniakspiegels

Blut

(Hyperammonämie)

ohne

Veränderung

Leberfunktionswerte,

jedoch

vereinzelt

Symptomen

Zentralnervensystems

(siehe

auch

Abschnitt

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

Häufig: Gewichtszunahme (ein Gefährdungsgrund für das Auftreten von zystischen

Veränderungen der Eierstöcke) oder Gewichtsabnahme, erhöhter Appetit oder auch

Appetitlosigkeit; erniedrigte Natriumkonzentration im Blut (Hyponatriämie), die zu

Verwirrtheit führen kann

Selten: Fettleibigkeit

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig:

Verwirrtheitszustände,

Halluzinationen,

Aggression

Unruhe

Aufmerksamkeitsstörungen

Gelegentlich: Reizbarkeit, Überaktivität

Text Gebrauchsinformation

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Seite 16 von 19

Selten:

abnormales

Verhalten

Lernschwäche

geistige

körperliche

(psychomotorische) Überaktivität

Diese Nebenwirkungen wurden hauptsächlich bei Kindern beobachtet.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Zittern (Tremor)

Häufig:

extrapyramidale

Störungen

(Bewegungsstörungen,

Steuerung

Muskeltätigkeit durch das Gehirn betreffen, z. T. bleibende Störungen), Zustand der

Erstarrung

(Stupor)

Schläfrigkeit,

Krämpfe

(Konvulsionen)

eingeschränktes

Erinnerungsvermögen,

Kopfschmerzen,

Augenzittern

(Nystagmus),

Schwindelgefühl

und Kribbeln / Missempfinden (Parästhesien)

Gelegentlich:

Koma

Hirnschädigung

(Enzephalopathie),

Teilnahmslosigkeit

(Lethargie),

Parkinson-Syndrom,

sich

nach

Absetzen

Valproinsäure

zurückbildet,

erhöhte

Muskelspannung

(Spastizität)

gestörte

Bewegungskoordination (Ataxie)

Kurz nach Anwendung von Valproinsäure-haltigen Arzneimitteln wurden Zeichen einer

Hirnschädigung

(Enzephalopathie)

beschrieben,

sich

nach

Absetzen

Arzneimittels

zurückbildeten.

einigen

Fällen

waren

diese

erhöhten

Ammoniakspiegeln

sowie

Kombinationstherapie

Phenobarbital

einem

Anstieg des Phenobarbitalspiegels verbunden.

Selten: ausgeprägte Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit (Demenz), die sich nach

Absetzen der Behandlung zurückbildet, teilweise mit Schwund von Hirngewebe; leichte

Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit (kognitive Störung).

Selten

wurde

über

Erkrankungen

Gehirns

(chronische

Enzephalopathien)

Störungen der Gehirnfunktion sowie Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit, vor

allem bei höherer Dosierung oder gleichzeitiger Einnahme von anderen Mitteln gegen

Anfallsleiden, berichtet.

Selten: Doppeltsehen

Häufigkeit nicht bekannt: Benommenheit

Es wurden Fälle beschrieben, in denen ein Zustand der Erstarrung (Stupor) und

Teilnahmslosigkeit bis hin zu flüchtigen, komatösen Bewusstseinsstörungen oder

Hirnschädigungen (Enzephalopathie) auftraten, teils zusammen mit einer erhöhten

Anfallshäufigkeit und insbesondere bei gleichzeitiger Gabe von Phenobarbital oder

Topiramat oder einer raschen Erhöhung der Dosierung. Nach Verringerung der

Dosierung oder nach Absetzen des Arzneimittels bildeten sich diese Symptome

zurück.

einer

Langzeitbehandlung

Valproat-neuraxpharm,

insbesondere

einer

gleichzeitigen Einnahme von Phenytoin (anderes Arzneimittel gegen Epilepsie), kann es

zu Zeichen einer Hirnschädigung (Enzephalopathie) kommen: vermehrte Krampfanfälle,

Antriebslosigkeit,

Erstarrung

(Stupor),

herabgesetzte

Muskelspannung

(muskuläre

Hypotonie)

schwere

Allgemeinveränderungen

Aufzeichnungen

Hirnströme (EEG).

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig: Gehörverlust (z. T. bleibend)

Häufigkeit nicht bekannt: Tinnitus (Ohrgeräusche)

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Stand: 12/2018

Seite 17 von 19

Gefäßerkrankungen

Häufig: Blutungen (siehe auch Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“

und „Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“)

Gelegentlich: Blutgefäßentzündung (Vaskulitis)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich:

Ansammlung

Flüssigkeit

zwischen

Lunge

Brustkorb

(Pleuraerguss)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Magen-Darm-Trakt)

Sehr häufig: Übelkeit

Häufig:

Erbrechen,

Zahnfleischerkrankung

(hauptsächlich

Zahnfleischwucherung),

Entzündung der Mundschleimhaut, Durchfall, besonders zu Beginn der Behandlung,

sowie Oberbauchbeschwerden, die sich gewöhnlich ohne Absetzen nach wenigen Tagen

zurückbilden.

Gelegentlich: Schädigung der Bauchspeicheldrüse, teilweise mit tödlichem Verlauf

(siehe

auch

„Warnhinweis“

unter

Abschnitt

„Warnhinweise

Vorsichtsmaßnahmen“),

vermehrter

Speichelfluss

(besonders

Beginn

Behandlung).

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig:

dosisunabhängig

auftretende

schwerwiegende

(bis

tödlich

verlaufende)

Leberschädigungen (siehe auch „Warnhinweis“ unter Abschnitt 2 „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Überempfindlichkeit, vorübergehender und / oder dosisabhängiger Haarausfall,

Nagel- und Nagelbetterkrankungen

Gelegentlich:

Schwellung

(Angioödem)

schmerzhaften,

juckenden

Quaddeln,

meistens im Bereich der Augen, Lippen, des Rachens und des Kehlkopfes und manchmal

an Händen, Füßen und im Genitalbereich, Hautausschlag, Veränderungen der Haare (wie

z. B. veränderte Haarstruktur, Wechsel der Haarfarbe, abnormes Haarwachstum).

Selten: schwere Reaktionen der Haut (Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom

toxische

epidermale

Nekrolyse

bzw.

Lyell-Syndrom),

Syndrom

durch

Medikamente ausgelöstem Hautausschlag, Fieber und Lymphknotenschwellung sowie

mit einem Anstieg bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) und möglicher

Beeinträchtigung anderer Organe (DRESS).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Es wurden Fälle von Verringerungen der Knochendichte (Osteoporose bis hin zu

Knochenbrüchen) berichtet. Bitte beraten Sie sich mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn

Sie Antiepileptika über eine lange Zeit anwenden, wenn bei Ihnen eine Osteoporose

festgestellt wurde oder wenn Sie gleichzeitig Kortison oder andere Steroidhormone

einnehmen.

Text Gebrauchsinformation

Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

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Stand: 12/2018

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Selten: Reaktionen der körpereigenen Abwehr gegen eigenes Bindegewebe (Lupus

erythematodes, siehe auch Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“),

schwerwiegender Muskelabbau (Rhabdomyolyse)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Nierenversagen.

Selten:

Einnässen,

entzündliche

Nierenerkrankung

(tubulointerstitielle

Nephritis),

Störungen der Nierenfunktion (Fanconi-Syndrom) mit Ausscheidung von Phosphat,

Zucker und Eiweißbestandteilen sowie Übersäuerung (metabolische Azidose)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Häufig: schmerzhafte Regelblutung (Dysmenorrhö)

Gelegentlich: Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhö)

Selten:

Unfruchtbarkeit

Männern,

erhöhte

Mengen

Geschlechtshormons

Testosteron im Blut und zystische Veränderungen der Eierstöcke (polyzystische Ovarien)

Kongenitale (angeborene), familiäre und genetische Störungen

(siehe Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: verminderte Körpertemperatur (Hypothermie), Wassereinlagerungen in

den Armen und/oder Beinen (periphere Ödeme)

Untersuchungen

Selten: herabgesetzte Konzentration mindestens eines Gerinnungsfaktors und Störung der

Plättchenfunktion mit veränderten Laborwerten in Bezug auf die Blutgerinnung (siehe

auch Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ und „Schwangerschaft,

Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“). Vitamin-B-Mangel (Biotin-Mangel)

Sonstiges

Beim Auftreten

nicht dosisabhängiger

Nebenwirkungen sowie möglicher Zeichen einer

Leber- oder Bauchspeicheldrüsenschädigung (siehe auch „Warnhinweis“ unter Abschnitt

„Was

sollten

Einnahme

Valproat-neuraxpharm

beachten?“)

benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt, der über die Fortführung der Behandlung mit

Valproat-neuraxpharm entscheiden wird.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Text Gebrauchsinformation

Valproat-neuraxpharm 150 mg (magensaftresistente Tabletten)

Version:

Stand: 12/2018

Seite 19 von 19

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Valproat-neuraxpharm aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf!

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett nach

„verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Die magensaftresistenten Tabletten dürfen erst unmittelbar vor Einnahme aus dem

Tablettenglas entnommen werden.

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht über 25 °C lagern!

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen!

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Valproat-neuraxpharm 150 mg enthält

Der Wirkstoff ist Natriumvalproat.

1 magensaftresistente Tablette enthält 150 mg Natriumvalproat (entsprechend 130,2 mg

Valproinsäure).

sonstigen

Bestandteile

sind:

mikrokristalline

Cellulose,

Gelatine,

Calciumtrimetasilicat 5 H

O, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Methacrylsäure-Ethylacrylat-

Copolymer (1:1) (Ph. Eur.), Triethylcitrat, Glycerolmonostearat, Titandioxid (E 171).

Wie Valproat-neuraxpharm 150 mg aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde Tabletten

Valproat-neuraxpharm ist in Packungen mit 50, 100 und 200 magensaftresistenten

Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

neuraxpharm Arzneimittel GmbH

Elisabeth-Selbert-Straße 23 40764 Langenfeld

Tel. 02173 / 1060 - 0 Fax 02173 / 1060 - 333

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2018.

1811

Text Fachinformation Valproat-neuraxpharm Magensaftresistente Tabletten

Version:

Stand: 12/2018

Seite 1 von 25

Fachinformation

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine

schnelle

Identifizierung

neuer

Erkenntnisse

über

Sicherheit.

Angehörige

Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden.

Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen siehe Abschnitt 4.8.

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Valproat-neuraxpharm 150 mg

Magensaftresistente Tabletten

Valproat-neuraxpharm 300 mg

Magensaftresistente Tabletten

Valproat-neuraxpharm 600 mg

Magensaftresistente Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Wirkstoff: Natriumvalproat

Valproat-neuraxpharm 150 mg

1 magensaftresistente Tablette enthält 150 mg Natriumvalproat (entsprechend 130,2 mg

Valproinsäure).

Valproat-neuraxpharm 300 mg

1 magensaftresistente Tablette enthält 300 mg Natriumvalproat (entsprechend 260,3 mg

Valproinsäure).

Valproat-neuraxpharm 600 mg

1 magensaftresistente Tablette enthält 600 mg Natriumvalproat (entsprechend 520,6 mg

Valproinsäure).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile: siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Valproat-neuraxpharm 150 mg

Magensaftresistente Tablette

Weiße, runde Tablette

Valproat-neuraxpharm 300 mg

Magensaftresistente Tablette

Weiße, runde Tablette

Text Fachinformation Valproat-neuraxpharm Magensaftresistente Tabletten

Version:

Stand: 12/2018

Seite 2 von 25

Valproat-neuraxpharm 600 mg

Magensaftresistente Tablette

Weiße, längliche Tablette

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von:

generalisierten Anfällen in Form von Absencen, myoklonischen Anfällen und tonisch-

klonischen Anfällen,

fokalen und sekundär-generalisierten Anfällen,

und zur Kombinationsbehandlung bei anderen Anfallsformen, z. B. fokalen Anfällen mit

einfacher

komplexer

Symptomatologie

sowie

fokalen

Anfällen

sekundärer

Generalisation, wenn diese Anfallsformen auf die übliche antiepileptische Behandlung nicht

ansprechen.

Hinweise

Bei Kleinkindern sind Valproinsäure-haltige Arzneimittel nur in Ausnahmefällen Mittel der

ersten Wahl; Valproat-neuraxpharm sollte nur unter besonderer Vorsicht nach strenger Nutzen-

Risiko-Abwägung und möglichst als Monotherapie angewendet werden.

Zur Anwendung während der Schwangerschaft siehe Abschnitte 4.4 und 4.6.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Die Dosierung ist individuell vom (Fach-)Arzt zu bestimmen und zu kontrollieren, wobei

Anfallsfreiheit bei minimaler Dosierung, besonders auch in der Schwangerschaft, angestrebt

werden sollte.

Eine

enge

Korrelation

zwischen

täglichen

Dosis,

Serumkonzentration

therapeutischen Wirkung ist nicht nachgewiesen worden. Die optimale Dosierung sollte daher

im Wesentlichen anhand des klinischen Ansprechens festgelegt werden. Die Bestimmung des

Valproinsäure-Serumspiegels kann zusätzlich zur klinischen Überwachung in Betracht gezogen

werden, wenn eine angemessene Kontrolle der Anfälle nicht erzielt wird oder unerwünschte

Wirkungen vermutet werden. Der Wirkungsbereich liegt im Allgemeinen zwischen 40 und 100

mg/l (300 - 700 µmol/l). Die Serumkonzentration (bestimmt vor der ersten Tagesdosis) sollte

100 mg Valproinsäure/l nicht überschreiten.

Es empfiehlt sich ein stufenweiser (einschleichender) Aufbau der Dosierung bis zur optimal

wirksamen Dosis.

Dosierung

In der Monotherapie beträgt die Initialdosis in der Regel 5

- 10 mg Valproinsäure/kg

Körpergewicht, die alle 4 - 7 Tage um etwa 5 mg Valproinsäure/kg Körpergewicht erhöht

werden sollte.

Die volle Wirkung ist in einigen Fällen erst nach 4 - 6 Wochen zu beobachten. Die Tagesdosen

sollen deshalb nicht zu früh über mittlere Werte hinaus gesteigert werden.

Die mittlere Tagesdosis beträgt (während der Langzeitbehandlung) für:

Text Fachinformation Valproat-neuraxpharm Magensaftresistente Tabletten

Version:

Stand: 12/2018

Seite 3 von 25

Erwachsene und ältere Patienten: im Allgemeinen 20 mg Valproinsäure/kg Körpergewicht,

Jugendliche: 25 mg Valproinsäure/kg Körpergewicht,

Kinder: 30 mg Valproinsäure/kg Körpergewicht.

Entsprechend werden folgende orientierende Tagesdosen empfohlen:

Dosierungstabelle:

Lebensalter

Körpergewicht

(kg)

durchschnittliche Dosis*

(mg/Tag)

Anzahl Tabletten

Erwachsene

ab ca. 60

1200 - 2100

Valproat-neuraxpharm 150 mg:

8 - 14

Valproat-neuraxpharm 300 mg:

4 - 7

Valproat-neuraxpharm 600 mg:

2 - 4

Jugendliche

ab 14 Jahre

ca. 40 - 60

1000 - 1500

Valproat-neuraxpharm 150 mg:

7 - 10

Valproat-neuraxpharm 300 mg:

4 - 5

Valproat-neuraxpharm 600 mg:

1 - 2

Kinder**

3 - 6 Monate

ca. 5,5 - 7,5

siehe Hinweise

6 - 12 Monate

ca. 7,5 - 10

150 - 300

Valproat-neuraxpharm 150 mg:

1 - 2

1 - 3 Jahre

ca. 10 - 15

300 - 450

Valproat-neuraxpharm 150 mg:

2 - 3

3 - 6 Jahre

ca. 15 - 25

450 - 750

Valproat-neuraxpharm 150 mg:

3 - 5

Valproat-neuraxpharm 300 mg:

7 - 14 Jahre

ca. 25 - 40

750 - 1200

Valproat-neuraxpharm 150 mg:

5 - 8

Valproat-neuraxpharm 300 mg:

3 - 4

Valproat-neuraxpharm 600 mg:

Angaben bezogen auf mg Natriumvalproat

** Hinweise:

Für

Kinder

Jahren

sollten

vorzugsweise

Verfügung

stehenden

Darreichungsformen mit niedrigerem Wirkstoffgehalt (z. B. Valproat-neuraxpharm 300

mg/ml

Lösung

Einnehmen

bzw.

Valproat-neuraxpharm

mg/ml

Lösung

Einnehmen) verwendet werden.

Für

Kinder

Jahren

eignen

sich

besonders

Verfügung

stehenden

Darreichungsformen mit niedrigerem Wirkstoffgehalt (z. B. Valproat-neuraxpharm 300

Text Fachinformation Valproat-neuraxpharm Magensaftresistente Tabletten

Version:

Stand: 12/2018

Seite 4 von 25

mg/ml

Lösung

Einnehmen

bzw.

Valproat-neuraxpharm

mg/ml

Lösung

Einnehmen oder Tabletten zu 150 mg).

Die Tagesdosis kann auf 2 - 4 Einzelgaben verteilt werden.

Kombinationstherapie:

Wird Valproat-neuraxpharm in Kombination oder als Substitutionstherapie zu einer früheren

Medikation gegeben, muss die Dosis der bis dahin eingenommenen Antiepileptika, besonders

Phenobarbitals,

unverzüglich

vermindert

werden.

Falls

vorausgegangene

Medikation abgesetzt wird, hat dies ausschleichend zu erfolgen.

Da die enzyminduzierende Wirkung anderer Antiepileptika auf die Metabolisierung der

Valproinsäure reversibel ist, ist etwa 4 - 6 Wochen nach der letzten Einnahme eines solchen

Antiepileptikums

Valproinsäureserumspiegel

kontrollieren

Tagesdosis

gegebenenfalls zu reduzieren.

Patienten mit Niereninsuffizienz oder Hypoproteinämie:

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder Hypoproteinämie muss der Anstieg an freier

Valproinsäure im Serum in Betracht gezogen und die Dosis gegebenenfalls reduziert werden.

Entscheidend

für

eine

Dosisanpassung

sollte

jedoch

klinische

Bild

sein,

eine

Bestimmung

Valproinsäure-Gesamtkonzentration

Serum

falschen

Schlussfolgerungen führen kann (siehe auch Abschnitt 5.2).

Mädchen und Frauen im gebärfähigen Alter:

Die Behandlung mit Valproat-neuraxpharm muss von einem in der Therapie von Epilepsie

erfahrenen Spezialisten eingeleitet und überwacht werden. Valproat darf nur dann bei Mädchen

und Frauen im gebärfähigen Alter angewendet werden, wenn andere Behandlungen nicht

wirksam sind oder nicht vertragen werden.

Valproat

wird

entsprechend

Valproat-Schwangerschaftsverhütungsprogramms

verschrieben und abgegeben (Abschnitte 4.3 und 4.4).

Nutzen

Risiken

sollten

regelmäßigen

Untersuchungen

weiterhin

sorgfältig

gegeneinander abgewogen werden.

Valproat sollte vorzugsweise als Monotherapie und in der niedrigsten wirksamen Dosis

verschrieben werden, wenn möglich als Retardformulierung. Die tägliche Dosis sollte in

mindestens zwei Einzeldosen aufgeteilt werden (siehe Abschnitt 4.6).

Art der Anwendung

Die magensaftresistenten Tabletten sollten möglichst eine Stunde vor den Mahlzeiten (morgens

nüchtern)

unzerkaut

reichlich

Flüssigkeit

einem

Glas

Wasser,

jedoch

kein

kohlensäurehaltiges Mineralwasser) eingenommen werden.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung ist individuell verschieden und wird vom behandelnden Arzt

festgelegt.

Die antiepileptische Therapie ist grundsätzlich eine Langzeittherapie.

Über die Behandlungsdauer und das Absetzen von Valproat-neuraxpharm sollte im Einzelfall

ein Facharzt entscheiden. Im Allgemeinen ist eine Dosisreduktion und ein Absetzen der

Medikation frühestens nach zwei- bis dreijähriger Anfallsfreiheit zu erwägen.

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Version:

Stand: 12/2018

Seite 5 von 25

Das Absetzen muss in schrittweiser Dosisreduktion über ein bis zwei Jahre erfolgen, wobei sich

der EEG-Befund nicht verschlechtern sollte. Bei Kindern kann bei der Dosisreduktion das

Entwachsen der Dosis pro kg Körpergewicht berücksichtigt werden.

4.3

Gegenanzeigen

Valproat-neuraxpharm ist in folgenden Fällen kontraindiziert:

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Lebererkrankungen

eigenen

oder

Familienanamnese

sowie

manifesten

schwerwiegenden Leber- und Pankreasfunktionsstörungen.

Leberfunktionsstörungen mit tödlichem Ausgang während einer Valproinsäure-Therapie bei

Geschwistern.

hepatischer Porphyrie.

Blutgerinnungsstörungen.

bekannten Störungen des Harnstoffzyklus (siehe Abschnitt 4.4).

während

Schwangerschaft,

denn,

stehen

keine

geeigneten

alternativen

Behandlungen zur Verfügung (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Frauen

gebärfähigen

Alter,

denn,

Bedingungen

Schwangerschaftsverhütungsprogramms werden eingehalten (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Valproat darf nicht angewendet werden bei Patienten, die unter mitochondrialen Erkrankungen

leiden, die durch Mutationen in dem das mitochondriale Enzym Polymerase Gamma (POLG)

kodierenden Kerngen verursacht sind, wie beispielsweise das Alpers-Huttenlocher-Syndrom,

sowie bei Kindern im Alter unter zwei Jahren, bei denen der Verdacht auf eine POLG-

verwandte Erkrankung (siehe Abschnitt 4.4) besteht.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

Leber- und/oder Pankreasschädigung

Gelegentlich

sind

schwere

Schädigungen

Leber,

selten

Schädigungen

Pankreas

beobachtet worden. Am häufigsten betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder unter 3 Jahren,

die an schweren epileptischen Anfällen leiden.

Risiko

einer

Leber-

oder

Pankreasschädigung

insbesondere

Kombinationsbehandlung

mehreren

Antiepileptika,

oder

wenn

zusätzlich

eine

Hirnschädigung, mentale Retardierung und/oder eine angeborene Stoffwechselerkrankung oder

degenerative Erkrankung vorliegen, erhöht. Bei diesen Patienten sollte die Anwendung der

Valproinsäure mit besonderer Vorsicht und als Monotherapie erfolgen.

Leberschäden wurden in der Mehrzahl der Fälle innerhalb der ersten 6 Monate der Therapie

beobachtet, insbesondere zwischen der 2. und 12. Woche. Bei Kindern über 3 Jahre und vor

allem jenseits des 10. Lebensjahres nimmt die Häufigkeit der Erkrankungen beträchtlich ab.

Der Verlauf dieser Erkrankungen kann letal sein. Ein gemeinsames Auftreten von Hepatitis und

Pankreatitis erhöht das Risiko eines letalen Verlaufs.

Text Fachinformation Valproat-neuraxpharm Magensaftresistente Tabletten

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Stand: 12/2018

Seite 6 von 25

Zeichen einer Leber- und/oder Pankreasschädigung:

Schwerwiegenden

oder

tödlichen

Leber-

und/oder

Pankreasschädigungen

können

unspezifische Symptome vorausgehen, die meistens plötzlich auftreten, wie erneutes Auftreten

oder

Zunahme

Häufigkeit

bzw.

Schwere

epileptischen

Anfällen,

Bewusstseinsstörungen

Verwirrtheit,

Unruhe,

Bewegungsstörungen,

körperlichem

Unwohlsein

Schwächegefühl,

Appetitverlust,

Abneigung

gegen

gewohnte

Speisen,

Abneigung gegen Valproinsäure, Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchbeschwerden, Lethargie,

Schläfrigkeit und, insbesondere bei Leberschädigung, auffällig häufig Hämatome, Nasenbluten

sowie unterschiedlich lokalisierte oder generalisierte Ödeme. Hinsichtlich dieser Anzeichen

sollten Patienten, vor allem Säuglinge und Kleinkinder, ärztlich engmaschig überwacht werden.

Sind die oben erwähnten Beschwerden anhaltend oder schwerwiegend, so sind neben einer

gründlichen

Untersuchung

auch

entsprechende

Laboruntersuchungen

(siehe

unten

„Maßnahmen zur Früherkennung“) vorzunehmen. Da jedoch die Blutwerte bei Erkrankung

nicht in allen Fällen auffällig sein müssen, sollte der behandelnde Arzt sich nicht ausschließlich

auf veränderte Blutwerte verlassen. Insbesondere zu Beginn der Behandlung können in

Einzelfällen

Werte

Leberenzyme

auch

unabhängig

einer

Leberfunktionsstörung

vorübergehend

erhöht

sein.

Deshalb

sind

stets

Anamnese

klinisches

Bild

entscheidender Bedeutung für die Beurteilung.

Falls

zusätzlich

begleitend

Salicylate

eingenommen

werden,

sollten

diese

Vorsichtsmaßnahme

abgesetzt

werden,

über

denselben

Valproinsäure

metabolisiert werden.

Maßnahmen zur Früherkennung einer Leberschädigung und/oder Pankreasschädigung:

Behandlungsbeginn

sind

eine

ausführliche

Anamnese,

insbesondere

hinsichtlich

Stoffwechselstörungen, Hepatopathien, Pankreasaffektionen und Gerinnungsstörungen beim

Patienten und in der Familie, klinische und laborchemische Untersuchungen (z. B. PTT,

Fibrinogen,

Gerinnungsfaktoren,

INR,

Gesamteiweiß,

Bestimmung

Blutbild

Thrombozyten,

Bilirubin,

SGOT,

SGPT,

Gamma-GT,

Lipase,

Alpha-Amylase

Blut,

Blutzucker) durchzuführen.

Vier Wochen nach Behandlungsbeginn sollte eine laborchemische Kontrolle mit Bestimmung

Gerinnungsparameter

PTT,

SGOT,

SGPT,

Bilirubin

Amylase

durchgeführt werden.

Bei klinisch unauffälligen Kindern sollten das Blutbild mit Thrombozyten, SGOT und SGPT,

bei jeder zweiten ärztlichen Untersuchung außerdem die Gerinnungsparameter bestimmt

werden.

Bei klinisch unauffälligen Patienten mit krankhaft erhöhten 4-Wochen-Werten sollte eine

Verlaufskontrolle dreimal im Abstand von maximal 2 Wochen, dann einmal pro Monat bis zum

6. Behandlungsmonat durchgeführt werden.

Bei Jugendlichen (etwa ab dem 15. Lebensjahr) und Erwachsenen sind im ersten Halbjahr

monatliche Kontrollen des klinischen Befundes und der Laborparameter sowie in jedem Fall

vor Therapiebeginn anzuraten.

Nach 12-monatiger Therapie ohne Auffälligkeiten sind nur noch 2 - 3 ärztliche Kontrollen pro

Jahr erforderlich.

Eltern sind auf mögliche Zeichen einer Leber- und/oder Pankreasschädigung hinzuweisen

(siehe „Zeichen einer Leber- und/oder Pankreasschädigung“) und angehalten, bei klinischen

Auffälligkeiten unabhängig von diesem Zeitplan sofort den behandelnden Arzt zu informieren.

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Stand: 12/2018

Seite 7 von 25

Ein sofortiger Therapieabbruch ist zu erwägen bei:

nicht erklärbarer Störung des Allgemeinbefindens, klinischen Zeichen einer Leber- oder

Pankreasaffektion

oder

Blutungsneigung,

mehr

3-facher

Erhöhung

Lebertransaminasen

auch

ohne

klinische

Zeichen

(Enzyminduktion

durch

evtl.

Begleitmedikation

bedenken),

leichter

(eineinhalb-

zweifacher)

Erhöhung

Lebertransaminasen bei gleichzeitigem, akut fieberhaftem Infekt, ausgeprägter Störung des

Gerinnungsstatus.

Schwangerschaftsverhütungsprogramm

Valproat hat ein hohes teratogenes Potenzial, und bei Kindern, die im Mutterleib Valproat

ausgesetzt sind, besteht ein hohes Risiko für angeborene Missbildungen und neurologische

Entwicklungsstörungen (siehe Abschnitt 4.6).

Valproat-neuraxpharm ist in folgenden Fällen kontraindiziert:

während der Schwangerschaft, es sei denn, es stehen keine geeigneten alternativen

Behandlungen zur Verfügung (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Frauen

gebärfähigen

Alter,

denn,

Bedingungen

Schwangerschaftsverhütungsprogramms werden eingehalten (siehe Abschnitte 4.3

und 4.6).

Bedingungen des Schwangerschaftsverhütungsprogramms:

Der verordnende Arzt muss sicherstellen,

dass die jeweils individuellen Umstände der Patientin berücksichtigt werden, wobei

sie indiesen Prozess mit einzubinden ist, um ihre Mitwirkung sicherzustellen, und

dass Therapieoptionen besprochen werden und gewährleistet ist, dass sie sich der

Risiken bewusst ist und die Maßnahmen verstanden hat, die zur Minimierung der

Risiken erforderlich sind.

dass alle Patientinnen hinsichtlich ihrer Gebärfähigkeit eingeschätzt werden.

dass

Patientin

Risiken

hinsichtlich

angeborener

Missbildungen

neurologischer Entwicklungsstörungen verstanden und bestätigt hat, einschließlich

des Ausmaßes dieser Risiken für Kinder, die im Mutterleib Valproat ausgesetzt sind.

dass

Patientin

Notwendigkeit

versteht,

sich

Beginn

(soweit

erforderlich) während der Behandlung Schwangerschaftstests zu unterziehen.

dass die Patientin bezüglich Empfängnisverhütung beraten wird und dass die Patientin

Lage

ist,

während

gesamten

Dauer

Behandlung

Valproat

ununterbrochen

zuverlässige

Verhütungsmethoden

anzuwenden

(weitere

Informationen

sind

Unterabschnitt

„Empfängnisverhütung“

diesem

eingerahmten Warnhinweis zu finden).

dass die Patientin die Notwendigkeit einer regelmäßigen (mindestens jährlichen)

Überprüfung der

Behandlung versteht, die von einem in der Behandlung von

Epilepsie erfahrenen Spezialisten durchzuführen ist.

dass die Patientin die Notwendigkeit versteht, ihren Arzt aufzusuchen, sobald sie eine

Schwangerschaft

plant,

eine

rechtzeitige

Diskussion

Umstellung

alternative Behandlungsoptionen, noch vor der Empfängnis und vor Beendigung der

Empfängnisverhütung, sicherzustellen.

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Stand: 12/2018

Seite 8 von 25

dass die Patientin die Notwendigkeit versteht, im Falle einer Schwangerschaft

unverzüglich ihren Arzt aufzusuchen.

dass die Patientin den Leitfaden für Patienten erhalten hat.

dass

Patientin

bestätigt,

dass

Gefahren

erforderlichen

Vorsichtsmaßnahmen

Zusammenhang

Anwendung

Valproat

verstanden

(jährlich

auszufüllendes

Formular

Bestätigung

Risikoaufklärung).

Diese Bedingungen treffen auch auf Frauen zu, die zurzeit nicht sexuell aktiv sind, es sei

denn,

verordnenden

Arzt

liegen

triftige

Gründe

vor,

eine

mögliche

Schwangerschaft ausschließen.

Mädchen:

Der verordnende Arzt muss sicherstellen, dass die Eltern/Betreuer von Mädchen die

Notwendigkeit verstehen, den Spezialisten zu informieren, sobald beim Mädchen, das

Valproat anwendet, die erste Regelblutung einsetzt.

Der verordnende Arzt muss sicherstellen, dass die Eltern/Betreuer von Mädchen, bei

denen die erste Regelblutung eingesetzt hat, umfassend über die Risiken hinsichtlich

angeborener Missbildungen und neurologischer Entwicklungsstörungen informiert

werden, einschließlich des Ausmaßes dieser Risiken für Kinder, die im Mutterleib

Valproat ausgesetzt sind.

Patientinnen,

denen

erste

Regelblutung

eingesetzt

hat,

muss

verordnende Spezialist die Notwendigkeit der Therapie mit Valproat jährlich neu

beurteilen und alternative Behandlungsoptionen in Erwägung ziehen. Stellt Valproat

die einzige geeignete Behandlungsoption dar, müssen die notwendige Anwendung

zuverlässiger

Verhütungsmethoden

alle

anderen

Bedingungen

Schwangerschaftsverhütungsprogramms besprochen werden. Der Spezialist sollte

alles daran setzen, Mädchen auf alternative Behandlungen umzustellen, bevor sie das

Erwachsenenalter erreichen.

Schwangerschaftstest:

Vor Beginn der Behandlung mit Valproat muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen

werden.

eine

unbeabsichtigte

Anwendung

während

einer

Schwangerschaft

auszuschließen, darf mit der Behandlung mit Valproat bei Frauen im gebärfähigen Alter

erst

begonnen

werden,

wenn

zuvor

durchgeführter

Schwangerschaftstest

(Blutplasma-basierter

Schwangerschaftstest)

negativ

ausgefallen

Ergebnisdurch medizinisches Fachpersonal bestätigt wurde.

Empfängnisverhütung:

Frauen im gebärfähigen Alter, denen Valproat verschrieben wird, müssen während der

gesamten

Dauer

Behandlung

Valproat

ununterbrochen

zuverlässige

Verhütungsmethoden

anwenden.

Diese

Patientinnen

müssen

umfassend

über

schwangerschaftsverhütende

Maßnahmen

informiert

werden

sollten

eine

Beratungsstelle zur Empfängnisverhütung verwiesen werden, wenn sie keine zuverlässigen

Verhütungsmethoden

anwenden.

Mindestens

eine

zuverlässige

Verhütungsmethode

(vorzugsweise

eine

anwenderunabhängige

Form

Verhütung

etwa

Intrauterinpessar

oder

Implantat)

oder

zwei

einander

ergänzende

Formen

Empfängnisverhütung, einschließlich einer Barrieremethode, sind anzuwenden. Bei der Wahl

Verhütungsmethode

sind

jeweils

individuellen

Umstände

Patientin

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Stand: 12/2018

Seite 9 von 25

berücksichtigen, wobei sie in diesen Prozess mit einzubinden ist, um ihre Mitwirkung und

Einhaltung

gewählten

Maßnahmen

sicherzustellen.

Selbst

einer

vorliegenden

Amenorrhö muss die Patientin sämtliche Empfehlungen für eine zuverlässige Verhütung

befolgen.

Jährliche Beurteilung der Behandlung durch einen Spezialisten:

Der Spezialist hat mindestens einmal jährlich eine Beurteilung vorzunehmen, ob Valproat die

geeignete

Behandlung

für

Patientin

darstellt.

Spezialist

sollte

jährlich

auszufüllende Formular zur Bestätigung der Risikoaufklärung zu Behandlungsbeginn und

während jeder jährlichen Beurteilung mit der Patientin besprechen und sicherstellen, dass sie

den Inhalt verstanden hat.

Schwangerschaftsplanung:

Für die Indikation Epilepsie muss für den Fall, dass eine Frau beabsichtigt, schwanger zu

werden, ein in der Behandlung von Epilepsie erfahrener Spezialist die Therapie mit Valproat

erneut beurteilen und alternative Behandlungsoptionen erwägen. Es sollte alles daran gesetzt

werden, vor der Empfängnis und bevor die Empfängnisverhütung beendet wird auf eine

geeignete alternative Behandlung umzustellen(siehe Abschnitt 4.6). Ist eine Umstellung nicht

möglich, ist die Frau weiter zu den von Valproat ausgehenden Risiken für das ungeborene

Kind

aufzuklären,

fundierten

Entscheidungsfindung

hinsichtlich

Familienplanung zu unterstützen.

Schwangerschaft

Wenn

eine

Frau

während

Anwendung

Valproat

schwanger

wird,

muss

unverzüglich an einen Spezialisten überwiesen werden, damit die Behandlung mit Valproat

erneut beurteilt und alternative Optionen erwogen werden können. Patientinnen, die während

der Schwangerschaft Valproat ausgesetzt sind, sollten gemeinsam mit ihren Partnern an einen

Spezialisten

Erfahrung

Embryonaltoxikologie

oder

Pränatalmedizin

überwiesen

werden, damit er die Auswirkungen der Exposition während der Schwangerschaft beurteilen

und entsprechend aufklären kann (siehe Abschnitt 4.6).

Apotheker müssen sicherstellen,

dass die Patientenkarte bei jeder Abgabe von Valproat ausgehändigt wird und dass

die Patientinnen deren Inhalt verstehen.

dass Patientinnen darüber informiert sind, die Anwendung von Valproat nicht

abzubrechen

Falle

einer

geplanten

oder

vermuteten

Schwangerschaft

unverzüglich einen Spezialisten aufzusuchen.

Schulungsmaterial

Um Angehörigen von Gesundheitsberufen und Patientinnen dabei zu helfen, eine Valproat-

Exposition

während

Schwangerschaft

vermeiden,

stellt

Zulassungsinhaber

Schulungsmaterial zur Verfügung, das entsprechende Warnhinweise enthält sowie Leitlinien

zur Anwendung von Valproat bei Frauen im gebärfähigen Alter und Einzelheiten zum

Schwangerschaftsverhütungsprogramm. Allen Frauen im gebärfähigen Alter, die Valproat

anwenden, ist ein Leitfaden für Patienten und eine Patientenkarte auszuhändigen.

jährlich

auszufüllendes

Formular

Bestätigung

Risikoaufklärung

Spezialisten

Behandlungsbeginn

während

jeder

jährlichen

Beurteilung

Behandlung mit Valproat zu verwenden.

Text Fachinformation Valproat-neuraxpharm Magensaftresistente Tabletten

Version:

Stand: 12/2018

Seite 10 von 25

Suizidgedanken und suizidales Verhalten

Über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika

in verschiedenen Indikationen behandelt wurden, berichtet. Eine Metaanalyse randomisierter,

placebokontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte auch ein leicht erhöhtes Risiko für das

Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten. Der Mechanismus für die Auslösung

dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt, und die verfügbaren Daten schließen die Möglichkeit

eines erhöhten Risikos bei der Einnahme von Valproinsäure nicht aus.

Deshalb

sollten

Patienten

hinsichtlich

Anzeichen

Suizidgedanken

suizidalen

Verhaltensweisen überwacht und eine geeignete Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Patienten (und deren Betreuern) sollte geraten werden, medizinische Hilfe einzuholen, wenn

Anzeichen für Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten.

Carbapeneme

Die gleichzeitige Anwendung von Valproinsäure/Valproaten und Carbapenemen wird nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Während der Behandlung mit Valproat sollte Alkohol vermieden werden.

Valproat-neuraxpharm darf nicht angewendet werden zur Migräneprophylaxe (siehe auch

Abschnitt 4.6).

Metabolische Erkrankungen, insbesondere angeborene Enzymopathien

Unter der Behandlung mit Valproinsäure-haltigen Präparaten kann es zu einem Anstieg des

Ammoniakserumspiegels (Hyperammonämie) kommen. Deshalb sind beim Auftreten von

Symptomen wie Apathie, Somnolenz, Erbrechen, Hypotension sowie bei der Zunahme der

Anfallsfrequenz die Serumspiegel von Ammoniak und Valproinsäure zu bestimmen; ggf. ist

die Dosis des Präparates zu reduzieren.

Bei Verdacht auf eine bereits bestehende enzymatische Störung des Harnstoffzyklus sollte

bereits

Beginn

einer

Valproinsäure-Therapie

eine

genaue

Abklärung

eventueller

Stoffwechselabweichungen erfolgen, um das Auftreten einer Hyperammonämie zu vermeiden

(siehe Abschnitte 4.3 und 4.8).

Patienten mit bekannter mitochondrialer Erkrankung bzw. mit Verdacht auf eine

mitochondriale Erkrankung

Valproat kann die klinischen Anzeichen für zugrunde liegende mitochondriale Erkrankungen,

die durch Mutationen der mitochondrialen DNA oder auch des kernkodierten POLG-Gens

verursacht werden, auslösen oder verstärken. So wurde von Patienten mit angeborenen

neurometabolischen Erkrankungen, die durch Mutationen im Gen für das mitochondriale

Enzym Polymerase Gamma (POLG) verursacht werden, wie beispielsweise das Alpers-

Huttenlocher-Syndrom, eine höhere Rate an durch Valproat induzierten Fällen von akutem

Leberversagen und leberbedingten Todesfällen gemeldet.

POLG-verwandte Erkrankungen sollten vermutet werden bei Patienten mit entsprechender

familiärer Belastung oder Symptomen, die auf eine POLG-verwandte Erkrankung hinweisen,

einschließlich nicht geklärter Enzephalopathie, refraktärer Epilepsie (fokal, myoklonisch),

Status epilepticus bei Vorstellung, Entwicklungsverzögerung, psychomotorischer Regression,

axonaler sensomotorischer Neuropathie, Myopathie, zerebellarer Ataxie, Ophthalmoplegie

oder komplizierter Migräne mit okzipitaler Aura. Die Untersuchung auf POLG-Mutationen

Text Fachinformation Valproat-neuraxpharm Magensaftresistente Tabletten

Version:

Stand: 12/2018

Seite 11 von 25

sollte in Einklang mit der derzeitigen klinischen Praxis für die diagnostische Bewertung solcher

Erkrankungen erfolgen (siehe Abschnitt 4.3).

Patienten mit einem bestehenden Carnitin-Palmitoyl-Transferase-(CPT-)II-Mangel sollten auf

das erhöhte Risiko einer Rhabdomyolyse unter der Behandlung mit Valproinsäure hingewiesen

werden.

Knochenmarkschädigung

Patienten mit einer vorausgegangenen Knochenmarkschädigung müssen streng überwacht

werden.

Reaktionen des Immunsystems

Obwohl Störungen des Immunsystems während der Anwendung von Valproinsäure-haltigen

Arzneimitteln nur selten beobachtet wurden, sollen diese bei Patienten mit einem systemischen

Lupus erythematodes nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.

Niereninsuffizienz und Hypoproteinämie

Patienten

Niereninsuffizienz

Hypoproteinämie

muss

Anstieg

freier

Valproinsäure im Serum in Betracht gezogen und die Dosis entsprechend reduziert werden

(siehe auch Abschnitt 4.2). Da die Überwachung der Plasmakonzentration allein irreführend

sein kann, sollte die Dosisanpassung entsprechend dem klinischen Bild erfolgen.

Untersuchungen

Zu beachten ist, dass zu Beginn einer Valproinsäurebehandlung, ähnlich wie bei anderen

Antiepileptika, eine passagere Transaminasenerhöhung ohne klinische Symptome auftreten

kann. In diesen Fällen werden weitergehende Laboruntersuchungen (inkl. INR) empfohlen.

Selten kann auch eine harmlose, meist vorübergehende Übelkeit, manchmal auch mit Erbrechen

und Appetitlosigkeit, auftreten, die sich von selbst oder bei einer Verminderung der Dosis

wieder zurückbildet.

Vor einem operativen Eingriff und im Fall von Verletzungen oder spontanen Blutungen ist der

Gerinnungsstatus (inkl. Blutbild mit Thrombozyten, Blutungszeit und Gerinnungsparametern)

zu überprüfen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Vitamin-K-Antagonisten wird eine engmaschige Kontrolle

des INR-Wertes empfohlen.

Patienten sollen auf eine mögliche Gewichtszunahme zu Beginn der Behandlung hingewiesen

werden. Geeignete Maßnahmen zur Gewichtskontrolle sind zu ergreifen.

Sonstiger Hinweis

Beobachtung

nicht

dosisabhängiger

Nebenwirkungen

Absetzen

Arzneimittels angezeigt.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern unter 3 Jahren wird im Falle einer Behandlung mit Valproat-neuraxpharm eine

Monotherapie empfohlen. Dabei ist vor Beginn der Therapie der potenzielle Nutzen gegenüber

den möglichen Risiken wie Leberschädigungen oder Pankreatitis abzuwägen (siehe oben unter

„Leber- und/oder Pankreasschädigung“).

Grund

Risikos

Leberschädigungen

sollte

gleichzeitige

Einnahme

Salicylaten bei Kindern unter 12 Jahren unterbleiben (siehe auch Abschnitt 4.5).

Text Fachinformation Valproat-neuraxpharm Magensaftresistente Tabletten

Version:

Stand: 12/2018

Seite 12 von 25

Warnhinweis

Eine magensaftresistente Tablette Valproat-neuraxpharm 300 mg enthält 1,8 mmol (41,6 mg)

Natrium. Eine magensaftresistente Tablette Valproat-neuraxpharm 600 mg enthält 3,6 mmol

(83,2 mg) Natrium. Dies ist zu berücksichtigen bei Personen unter natriumkontrollierter

(natriumarmer/kochsalzarmer) Diät.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Auswirkungen anderer Arzneimittel auf Valproinsäure

Enzyminduzierende

Antiepileptika

Phenobarbital,

Primidon,

Phenytoin

Carbamazepin

erniedrigen die Valproinsäure-Serumspiegel und vermindern dadurch die

Wirkung. Im Falle einer kombinierten Therapie sollte die Dosierung unter Berücksichtigung

der klinischen Wirksamkeit und des Serumspiegels angepasst werden.

gleichzeitiger

Anwendung

Phenytoin

oder

Phenobarbital

kann

Menge

Metaboliten

Valproinsäure

zunehmen.

Daher

sollten

Patienten,

diesen

Arzneimitteln behandelt werden, sorgfältig hinsichtlich Symptomen einer Hyperammonämie

überwacht werden.

Mefloquin

verstärkt

Abbau

Valproinsäure

besitzt

außerdem

potenziell

krampfauslösende Wirkungen. Eine gleichzeitige Anwendung kann daher zu epileptischen

Anfällen führen.

Absinken

Serumkonzentrationen

Valproinsäure

wurde

beschrieben,

wenn

gleichzeitig

Carbapeneme

angewendet wurden, was zu einer 60 - 100 %igen Senkung der

Valproinsäurespiegel in etwa 2 Tagen führte. Aufgrund des raschen Eintritts und des Ausmaßes

Absinkens

werden

Folgen

einer

Wechselwirkung

zwischen

Valproinsäure

Carbapenemen

Patienten,

stabil

Valproinsäure

eingestellt

sind,

nicht

kontrollierbar angesehen und eine gleichzeitige Anwendung sollte daher vermieden werden

(siehe Abschnitt 4.4). Wenn die Behandlung mit diesen Antibiotika nicht vermieden werden

kann, sollte der Blutspiegel von Valproinsäure eng überwacht werden.

Die Valproinsäurekonzentration im Serum kann durch gleichzeitige Gabe von

Cimetidin

oder

Erythromycin

, als Folge einer verminderten Verstoffwechselung in der Leber, erhöht werden.

Durch gleichzeitige Gabe von

Fluoxetin

kann die Valproinsäurekonzentration im Serum

ebenfalls erhöht werden; es sind jedoch auch Fälle beschrieben, in denen sie erniedrigt wurde.

Felbamat

erniedrigt die Ausscheidung von Valproinsäure um 22 % bis 50 % und erhöht

demzufolge dosisabhängig die Serumkonzentration von freier Valproinsäure linear um 18 %.

Der Valproat-Spiegel sollte überwacht werden.

Arzneimittel mit einer hohen Bindung an Plasmaproteine, wie z. B.

Acetylsalicylsäure

, können

die Valproinsäure kompetitiv aus ihrer Proteinbindung verdrängen und die Konzentration freier

Valproinsäure im Serum erhöhen.

Die gleichzeitige Gabe von Valproinsäure-haltigen Arzneimitteln und Acetylsalicylsäure sollte

bei fieberhaften Erkrankungen bei Säuglingen und Kindern unterbleiben und bei Jugendlichen

nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung erfolgen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von

Vitamin-K-Antagonisten

wird eine engmaschige Kontrolle

des INR-Wertes empfohlen.

Text Fachinformation Valproat-neuraxpharm Magensaftresistente Tabletten

Version:

Stand: 12/2018

Seite 13 von 25

Rifampicin

kann

Valproinsäureserumspiegel

erniedrigen,

einem

fehlenden

therapeutischen

Effekt

führt.

Daher

kann

gleichzeitiger

Gabe

Rifampicin

eine

Dosisanpassung von Valproinsäure notwendig sein.

Der Plasmaspiegel von Valproat wird bei gleichzeitiger Anwendung von Protease-Inhibitoren

Lopinavir

oder

Ritonavir

erniedrigt.

Die gleichzeitige Anwendung von

Colestyramin

kann den Plasmaspiegel von Valproat

erniedrigen.

Auswirkungen von Valproinsäure auf andere Arzneimittel

Von besonderer klinischer Bedeutung ist die Erhöhung der

Phenobarbital

-Konzentration

durch Valproinsäure, was sich in einer starken Sedierung (besonders bei Kindern) äußern kann.

Falls diese auftritt, muss die Phenobarbital- bzw. Primidondosis erniedrigt werden (Primidon

wird z. T. zu Phenobarbital metabolisiert). Deshalb ist insbesondere innerhalb der ersten 15

Tage einer Kombinationstherapie eine sorgfältige Überwachung empfehlenswert.

bestehender

Therapie

Phenytoin

kann

durch

zusätzliche

Gabe

oder

eine

Dosiserhöhung von Valproinsäure-haltigen Arzneimitteln die Menge von freiem Phenytoin

ansteigen (Konzentration des nicht eiweißgebundenen wirksamen Anteils), ohne dass der

Serumspiegel des Gesamtphenytoins erhöht ist. Dadurch kann das Risiko für das Auftreten von

Nebenwirkungen, insbesondere einer Hirnschädigung, erhöht werden (siehe Abschnitt 4.8).

Daher wird ein klinisches Monitoring empfohlen; wenn Phenytoin-Plasmakonzentrationen

erhoben werden, sollte die freie Form bestimmt werden.

Kombinationstherapie

Carbamazepin

Valproinsäure

wurden

Symptome

beschrieben,

möglicherweise

Potenzierung

toxischen

Effektes

Carbamazepin

durch

Valproinsäure

zurückzuführen

sind.

Klinisches

Monitoring

insbesondere zu Beginn der Kombinationstherapie angezeigt; die Dosis sollte bei Bedarf

angepasst werden.

Valproinsäure hemmt den Metabolismus von

Lamotrigin

und erhöht dessen durchschnittliche

Halbwertszeit auf fast das Doppelte. Bei einer Kombination von Lamotrigin und Valproinsäure-

haltigen Arzneimitteln kann das Risiko von Hautreaktionen erhöht sein; einzelne Fälle schwerer

Hautreaktionen

wurden

berichtet,

innerhalb

Wochen

nach

Beginn

einer

Kombinationstherapie auftraten und sich teilweise nach Absetzen der Medikation oder erst nach

entsprechender

Behandlung

zurückbildeten.

wird

daher

eine

klinische

Überwachung

empfohlen

Dosierung

Lamotrigin

sollte

gegebenenfalls

angepasst

werden

(Reduktion der Lamotrigin-Dosierung).

Valproinsäure kann die durchschnittliche

Felbamat

-Clearance um bis zu 16 % reduzieren und

den Serumspiegel von Felbamat um ca. 50 % erhöhen.

In Kombination mit

Benzodiazepinen, Barbituraten

sowie

Neuroleptika, MAO-Hemmern

Antidepressiva

kann Valproinsäure die zentraldämpfende Wirkung dieser Arzneimittel

verstärken. Bei entsprechenden Kombinationen sollten die Patienten sorgfältig beobachtet und

die Dosierungen ggf. angepasst werden.

Valproat-neuraxpharm hat keinen Effekt auf den

Lithium

-Serumspiegel.

Auch der Metabolismus und die Proteinbindung von anderen Wirkstoffen wie

Codein

werden

beeinflusst.

Valproinsäure erhöht möglicherweise die Serumkonzentration von

Zidovudin

, was zu einem

Ansteigen der Toxizität von Zidovudin führen kann.

Text Fachinformation Valproat-neuraxpharm Magensaftresistente Tabletten

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Stand: 12/2018

Seite 14 von 25

Bei gleichzeitiger Einnahme von Valproinsäure-haltigen Arzneimitteln und

Antikoagulanzien

oder Antiaggreganzien

kann es zu erhöhter Blutungsneigung kommen. Deshalb werden bei

gleichzeitiger

Anwendung

regelmäßige

Kontrollen

Blutgerinnungswerte

(siehe

auch

Abschnitt 4.4) empfohlen.

Valproat verdrängt bei gesunden Probanden

Diazepam

aus der Plasmaalbuminbindung und

hemmt seinen Metabolismus. Bei einer Kombinationsbehandlung kann die Konzentration von

ungebundenem Diazepam erhöht sowie die Plasmaclearance und das Verteilungsvolumen der

freien Diazepam-Fraktion (um 25 %; 20 %) reduziert sein. Die Halbwertszeit bleibt jedoch

unverändert.

gleichzeitige

Behandlung

Valproat

Lorazepam

hatte

Gesunden

eine

Erniedrigung der Plasmaclearance von Lorazepam um bis 40 % zur Folge.

Der Serumspiegel von

Phenytoin

bei Kindern kann nach gleichzeitiger Verabreichung von

Clonazepam und Valproinsäure erhöht werden.

Valproinsäure kann die Plasmakonzentration von

Olanzapin

erniedrigen.

Valproinsäure kann den Plasmaspiegel von

Rufinamid

erhöhen. Dieser Anstieg ist von der

Valproinsäure-Konzentration abhängig. Insbesondere bei Kindern ist Vorsicht geboten, da der

Effekt bei diesen stärker ist.

Sonstige Wechselwirkungen

Es wird darauf hingewiesen, dass potenziell hepatotoxische Arzneimittel sowie auch Alkohol

die Lebertoxizität von Valproinsäure verstärken können.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Valproinsäure und

Topiramat

ist über Enzephalopathie

und/oder einen Anstieg des Ammoniakserumspiegels (Hyperammonämie) berichtet worden.

Zu einer Hyperammonämie kann es auch bei Anwendung von Valproinsäure zusammen mit

Acetazolamid

kommen, wodurch das Risiko für eine Enzephalopathie erhöht sein kann.

Patienten, die mit diesen beiden Arzneistoffen behandelt werden, sollten sorgfältig hinsichtlich

Anzeichen für eine hyperammonämische Enzephalopathie überwacht werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Valproinsäure und

Quetiapin

kann das Risiko einer

Neutropenie/Leukopenie erhöht sein.

Wirkung

empfängnisverhütenden

Hormonpräparaten

(„Pille“)

wird

durch

Valproinsäure nicht vermindert, da Valproinsäure keine enzyminduzierende Wirkung besitzt.

Da Valproinsäure teilweise zu Ketonkörpern metabolisiert wird, sollte bei Diabetikern mit

Verdacht

Ketoazidose

eine

mögliche

falsch

positive

Reaktion

eines

Tests

Ketonkörperausscheidung berücksichtigt werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Valproinsäure-haltigen Arzneimitteln und

Clonazepam

trat

bei Patienten mit Anfällen vom Absence-Typ in der Vorgeschichte ein Absence-Status auf.

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Stand: 12/2018

Seite 15 von 25

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Valproat ist zur Behandlung von Epilepsie während der Schwangerschaft kontraindiziert, es

denn,

stehen

keine

geeigneten

Alternativen

Behandlung

Epilepsie

Verfügung.

Anwendung

Valproat

Frauen

gebärfähigen

Alter

kontraindiziert, es sei denn, die Bedingungen des Schwangerschaftsverhütungsprogramms

werden eingehalten (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Teratogenität und Auswirkungen auf die Entwicklung:

Valproat ist sowohl bei alleiniger Gabe als auch bei Gabe in Kombination mit anderen

Arzneimitteln mit Anomalien des Neugeborenen assoziiert. Die verfügbaren Daten legen nahe,

dass bei der Behandlung von Epilepsie die Anwendung von Valproat zusammen mit anderen

Arzneimitteln zu einem höheren Risiko für angeborene Missbildungen führt, als eine Valproat-

Monotherapie.

Angeborene Missbildungen:

Daten aus einer Metaanalyse (einschließlich Registern und Kohortenstudien) haben gezeigt,

dass es bei 10,73 % der Kinder von Frauen, die an Epilepsie leiden und während der

Schwangerschaft

eine

Monotherapie

Valproat

erhalten

haben,

angeborenen

Missbildungen gekommen ist (95 % KI: 8,16 - 13,29). Dies stellt ein höheres Risiko für

schwerwiegende Missbildungen als in der Allgemeinbevölkerung dar, in der das Risiko bei ca.

2 - 3 % liegt. Das Risiko ist dosisabhängig, doch es lässt sich keine Schwellendosis, unterhalb

derer kein Risiko besteht, festlegen.

Die verfügbaren Daten zeigen eine erhöhte Inzidenz von leichteren und schwerwiegenderen

Missbildungen. Zu den häufigsten Arten von Missbildungen zählen Neuralrohrdefekte, faziale

Dysmorphien, Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Kraniostenose, Schädigungen des Herzens, der

Nieren, des Urogenitaltraktes, der Extremitäten (einschließlich bilateraler Aplasie des Radius)

sowie zahlreiche Anomalien verschiedener Körpersysteme.

Entwicklungsstörungen:

Die Daten zeigen, dass es bei Kindern, die im Mutterleib Valproat ausgesetzt waren, zu

unerwünschten

Wirkungen

Hinblick

deren

geistige

körperliche

Entwicklung

kommen kann. Das Risiko scheint dosisabhängig zu sein, doch anhand der verfügbaren Daten

lässt sich keine Schwellendosis, unterhalb derer kein Risiko besteht, festlegen. Über den

genauen Schwangerschaftsabschnitt, in dem ein Risiko für diese Wirkungen besteht, gibt es

keine gesicherten Erkenntnisse, und die Möglichkeit, dass das Risiko während der gesamten

Schwangerschaft besteht, kann nicht ausgeschlossen werden.

Studien mit Vorschulkindern, die im Mutterleib Valproat ausgesetzt waren, zeigen, dass es bei

bis zu 30 - 40 % zu Verzögerungen in der frühkindlichen Entwicklung kommt. Sie fangen zum

Beispiel später an zu sprechen und zu laufen, haben geringere geistige Fähigkeiten, eine geringe

Sprachkompetenz (Sprechen und Verstehen) und leiden unter Gedächtnisproblemen.

Der Intelligenzquotient (IQ), der bei Kindern im Alter von 6 Jahren mit einer Exposition

gegenüber Valproat im Mutterleib bestimmt wurde, war um durchschnittlich 7 - 10 Punkte

niedriger als bei Kindern, die anderen Antiepileptika ausgesetzt waren. Obwohl die Bedeutung

von Störfaktoren nicht ausgeschlossen werden kann, steht jedoch fest, dass das Risiko einer

intellektuellen Beeinträchtigung bei Kindern, die Valproat ausgesetzt waren, unabhängig vom

IQ der Mutter erhöht sein kann.

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Stand: 12/2018

Seite 16 von 25

Über die langfristigen Auswirkungen liegen nur begrenzte Daten vor.

Die verfügbaren Daten zeigen, dass Kinder, die im Mutterleib Valproat ausgesetzt waren, im

Vergleich

allgemeinen

Studienpopulation

erhöhtes

Risiko

für

Störungen

autistischen Formenkreises (ca. 3-fach erhöht) und frühkindlichen Autismus (ca. 5-fach erhöht)

aufweisen.

Begrenzte Daten legen nahe, dass bei Kindern, die Valproat im Mutterleib ausgesetzt waren,

eine

höhere

Wahrscheinlichkeit

vorliegt,

dass

ihnen

Symptome

einer

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) auftreten.

Mädchen, weibliche Jugendliche und Frauen im gebärfähigen Alter (siehe oben und in

Abschnitt 4.4):

Wenn eine Frau eine Schwangerschaft plant:

Bei der Indikation Epilepsie muss für den Fall, dass eine Frau beabsichtigt, schwanger zu

werden, ein in der Behandlung von Epilepsie erfahrener Spezialist die Therapie mit Valproat

erneut beurteilen und alternative Behandlungsoptionen erwägen. Es sollte alles daran gesetzt

werden, vor der Empfängnis und bevor die Empfängnisverhütung beendet wird auf eine

geeignete alternative Behandlung umzustellen (siehe Abschnitt 4.4). Ist eine Umstellung nicht

möglich, ist die Frau weiter zu den von Valproat ausgehenden Risiken für das ungeborene Kind

aufzuklären, um sie bei der fundierten Entscheidungsfindung hinsichtlich der Familienplanung

zu unterstützen.

Schwangere

Valproat ist während der Schwangerschaft zur Behandlung von Epilepsie kontraindiziert, es sei

denn, es stehen keine geeigneten alternativen Behandlungen zur Verfügung (siehe Abschnitte

4.3 und 4.4). Wenn eine Frau während der Anwendung von Valproat schwanger wird, muss sie

unverzüglich

einen

Spezialisten

überwiesen

werden,

damit

dieser

alternative

Behandlungsoptionen erwägen kann. Während der Schwangerschaft stellen bei der Mutter

auftretende tonisch-klonische Anfälle und Status epilepticus, verbunden mit Hypoxie, ein

besonderes Risiko dar, welches zum Tod der Mutter und des ungeborenen Kindes führen kann.

Wenn trotz der bekannten Risiken von Valproat während der Schwangerschaft und nach

sorgfältiger

Erwägung

alternativer

Behandlungen

Ausnahmefall

eintritt,

dass

eine

Schwangere Valproat zur Behandlung von Epilepsie erhalten muss, wird Folgendes empfohlen:

Anwendung der niedrigsten wirksamen Dosis und Aufteilung der täglichen Valproat-Dosis

in mehrere kleine Dosen, die über den Tag verteilt einzunehmen sind. Es kann ratsam sein,

die Anwendung einer Retardformulierung anderen Darreichungsformen vorzuziehen, um

hohe Spitzenkonzentrationen im Plasma zu vermeiden (siehe Abschnitt 4.2).

Alle Patientinnen, die während der Schwangerschaft Valproat ausgesetzt sind, sollten

gemeinsam mit ihren Partnern an einen Spezialisten mit Erfahrung in Embryonaltoxikologie

oder Pränatalmedizin überwiesen werden, damit er die Auswirkungen der Exposition während

der Schwangerschaft beurteilen und entsprechend aufklären kann. Eine spezielle pränatale

Überwachung ist einzuleiten, um möglicherweise auftretende Neuralrohrdefekte oder andere

Missbildungen zu erkennen. Eine Folsäure-Supplementierung vor der Schwangerschaft kann

das Risiko für Neuralrohrdefekte, das bei allen Schwangerschaften besteht, möglicherweise

senken. Jedoch lassen verfügbare Daten nicht darauf schließen, dass eine solche

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Stand: 12/2018

Seite 17 von 25

Supplementierung Geburtsfehler oder Missbildungen, die durch eine Exposition gegenüber

Valproat bedingt sind, verhindert.

Risiken für Neugeborene:

sehr

seltenen

Fällen

wurde

Neugeborenen,

deren

Mütter

während

Schwangerschaft Valproat eingenommen haben, über das Auftreten eines hämorrhagischen

Syndroms

berichtet.

Dieses

hämorrhagische

Syndrom

geht

Thrombozytopenie,

Hypofibrinogenämie und/oder einer Abnahme anderer Gerinnungsfaktoren einher. Es wurde

darüber hinaus über Afibrinogenämie berichtet, die zum Tod führen kann. Dieses Syndrom

muss jedoch von einer durch Phenobarbital und andere Enzyminduktoren hervorgerufenen

Abnahme der Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren unterschieden werden. Daher

sollten

Neugeborenen

Thrombozytenzahl,

Fibrinogenspiegel

Plasma

Gerinnungsfaktoren untersucht sowie Gerinnungstests durchgeführt werden.

Bei Neugeborenen, deren Mütter während des dritten Trimenons ihrer Schwangerschaft

Valproat eingenommen haben, wurde über Fälle von Hypoglykämie berichtet.

Bei Neugeborenen, deren Mütter während der Schwangerschaft Valproat eingenommen

haben, wurde über Fälle von Hypothyreose berichtet.

Bei Neugeborenen, deren Mütter während des letzten Trimenons ihrer Schwangerschaft

Valproat

eingenommen

haben,

kann

Entzugserscheinungen

(insbesondere

Agitiertheit,

Reizbarkeit,

Übererregbarkeit,

Nervosität,

Hyperkinesie,

Tonusstörungen,

Tremor, Krämpfen und Störungen bei der Nahrungsaufnahme) kommen.

Stillzeit

Valproat tritt in die Muttermilch in einer Konzentration zwischen 1 % und 10 % des

mütterlichen

Serumspiegels

über.

gestillten

Neugeborenen/Kindern

behandelten

Müttern wurden hämatologische Störungen nachgewiesen (siehe Abschnitt 4.8).

Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder

ob auf die Behandlung mit Valproat-neuraxpharm verzichtet werden soll bzw. die Behandlung

mit Valproat-neuraxpharm zu unterbrechen ist. Dabei sind sowohl der Nutzen des Stillens für

das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen.

Fertilität

Bei Frauen, die Valproat anwenden, wurde über Amenorrhoe, polyzystische Ovarien und

erhöhte Testosteronspiegel berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Die Verabreichung von Valproat

kann

auch

Fruchtbarkeit

Männern

beeinträchtigen

(siehe

Abschnitt

4.8).

Fallberichten geht hervor, dass die Fertilitätsstörungen nach dem Absetzen der Behandlung

reversibel sind.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Zu Beginn einer Therapie mit Valproat-neuraxpharm bei höherer Dosierung und/oder in

Kombination mit am Zentralnervensystem wirkenden Arzneimitteln können zentralnervöse

Wirkungen, wie z. B. Schläfrigkeit und/oder Verwirrtheit, das Reaktionsvermögen so weit

verändern, dass - unabhängig von der Auswirkung des behandelten Grundleidens - die

Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen

beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei gleichzeitigem Alkoholgenuss.

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Stand: 12/2018

Seite 18 von 25

4.8

Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Selten: myelodysplastisches Syndrom

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig: Anämie, Thrombozytopenie (siehe Abschnitt 4.4) oder Leukopenie, die sich oft unter

Beibehalten

Medikation,

aber

immer

nach

Absetzen

Valproinsäure

vollständig

zurückbildet

Gelegentlich: Panzytopenie

Selten: Beeinträchtigung der Knochenmarkfunktion einschließlich Aplasie der roten Zelllinie,

Agranulozytose, makrozytärer Anämie, Makrozytose, Lymphopenie, Neutropenie

Endokrine Erkrankungen

Gelegentlich:

Syndrom

inadäquaten

ADH-Sekretion

(SIADH),

Hyperandrogenismus

(Hirsutismus, Virilismus, Akne, Haarausfall mit dem bei Männern typischen Erscheinungsbild

und/oder erhöhte Androgenspiegel)

Selten: Hypothyreose

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Hyperammonämie (siehe Abschnitt 4.4)

Es kann eine isolierte und mäßig ausgeprägte Hyperammonämie ohne Veränderung der

Leberfunktionsparameter auftreten, die keinen Therapieabbruch erfordert. Zusätzlich sind

jedoch Fälle berichtet, bei denen neurologische Symptome auftreten. In diesen Fällen sollten

weitere Untersuchungen erfolgen.

Häufig:

Gewichtszunahme

(Risikofaktor

für

polyzystisch-ovarielles

Syndrom,

daher

sorgfältige Überwachung nötig, siehe Abschnitt 4.4) oder -abnahme, erhöhter Appetit oder auch

Appetitlosigkeit, Hyponatriämie

Selten: Adipositas

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig:

Verwirrtheitszustände,

Halluzinationen,

Aggression

Agitiertheit

Aufmerksamkeitsstörungen

Gelegentlich: Reizbarkeit, Hyperaktivität

Selten: abnormales Verhalten

, psychomotorische Hyperaktivität

, Lernschwäche

Diese Nebenwirkungen wurden hauptsächlich bei Kindern beobachtet.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Tremor

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Stand: 12/2018

Seite 19 von 25

Häufig: extrapyramidale Störungen (z. T. irreversibel), Stupor

, Schläfrigkeit, Parästhesien,

Konvulsionen

eingeschränktes

Erinnerungsvermögen,

Kopfschmerzen,

Nystagmus

Schwindelgefühl

Gelegentlich:

Koma

Enzephalopathie

Lethargie

(siehe

unten),

reversibles

Parkinson-

Syndrom, Spastizität und Ataxie

Gelegentlich wurde kurz nach Anwendung von Valproinsäure-haltigen Arzneimitteln eine

Enzephalopathie beobachtet, deren Pathogenese nicht geklärt ist und die nach Absetzen des

Arzneimittels reversibel ist. Dabei wurden in einigen Fällen erhöhte Ammoniakspiegel sowie

Kombinationstherapie

Phenobarbital

Anstieg

Phenobarbitalspiegels

beschrieben.

Selten: reversible Demenz, vergesellschaftet mit reversibler zerebraler Atrophie, kognitive

Störungen

Selten wurde, vor allem bei höherer Dosierung oder in Kombinationstherapie mit anderen

Antiepileptika, auch über chronische Enzephalopathien mit neurologischer Symptomatik sowie

Störungen

höherer

kortikaler

Funktionen

berichtet,

deren

Pathogenese

ebenfalls

nicht

ausreichend geklärt wurde.

Selten: Doppeltsehen

Häufigkeit nicht bekannt: Sedierung

Es wurden Fälle von Stupor und Lethargie bis hin zum transienten Koma/Hirnschädigung

(Enzephalopathie) berichtet, die zum Teil mit einer erhöhten Anfallsfrequenz verbunden

waren

deren

Symptomatik

sich

Reduktion

Dosis

oder

Absetzen

Arzneimittels zurückbildete. Die Mehrzahl dieser Fälle trat bei einer Kombinationstherapie

(insbesondere mit Phenobarbital oder Topiramat) oder nach einer raschen Dosiserhöhung

auf.

Bei einer

Langzeittherapie

mit Valproat zusammen mit anderen Antiepileptika, insbesondere

Phenytoin, kann es zu Zeichen einer Hirnschädigung (Enzephalopathie) kommen: vermehrte

Krampfanfälle,

Antriebslosigkeit,

Stupor,

Muskelschwäche

(muskuläre

Hypotonie)

schwere Allgemeinveränderungen im EEG.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig: Taubheit (z. T. irreversibel)

Häufigkeit nicht bekannt: Tinnitus

Gefäßerkrankungen

Häufig: Blutungen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)

Gelegentlich: Vaskulitis

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Pleuraerguss

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit

Häufig: Erbrechen, Zahnfleischerkrankung (hauptsächlich Gingivahyperplasie), Stomatitis,

Diarrhö, besonders zu Beginn der Behandlung, Oberbauchbeschwerden, die sich gewöhnlich

trotz Beibehaltens der Therapie nach wenigen Tagen zurückbildeten

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Version:

Stand: 12/2018

Seite 20 von 25

Gelegentlich: Schädigung der Bauchspeicheldrüse, teilweise mit tödlichem Verlauf (siehe

Abschnitt 4.4), Hypersalivation (besonders zu Beginn der Behandlung)

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig:

dosisunabhängig

auftretende,

schwerwiegende

(bis

tödlich

verlaufende)

Leberschädigungen.

Kindern,

besonders

Kombinationstherapie

anderen

Antiepileptika, ist das Risiko der Leberschädigung deutlich erhöht (siehe Abschnitt 4.4).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Überempfindlichkeit, vorübergehender und/oder dosisabhängiger Haarausfall, Nagel-

und Nagelbetterkrankungen

Gelegentlich: Angioödem, Hautausschlag, Veränderungen der Haare (wie z. B. veränderte

Haarstruktur, Wechsel der Haarfarbe, abnormes Haarwachstum)

Selten: toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme,

Syndrom der Medikamentenreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Es gibt Fallberichte über die Abnahme der Knochendichte unter dem Bild der Osteoporose bis

hin zu pathologischen Frakturen bei Patienten, die Natriumvalproat über eine lange Zeit

angewendet haben. Der Mechanismus, über den Natriumvalproat den Knochen-Metabolismus

beeinflusst, ist nicht bekannt.

Selten: systemischer Lupus erythematodes, Rhabdomyolyse (siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen der Niere und Harnwege

Gelegentlich: Nierenversagen

Selten: Enuresis, tubulointerstitielle Nephritis, reversibles Fanconi-Syndrom (metabolische

Azidose, Phosphaturie, Aminoazidurie, Glukosurie), der Mechanismus ist jedoch bis jetzt

unklar.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Häufig: Dysmenorrhö

Gelegentlich: Amenorrhö

Selten: Unfruchtbarkeit bei Männern, erhöhte Testosteronspiegel und polyzystische Ovarien

Kongenitale, familiäre und genetische Erkrankungen

Angeborene Missbildungen und Entwicklungsstörungen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Hypothermie, minderschwere periphere Ödeme

Untersuchungen

Selten:

Valproinsäure

kann

einer

erniedrigten

Konzentration

mindestens

einem

Gerinnungsfaktor führen sowie die sekundäre Phase der Plättchenaggregation hemmen und

dadurch eine verlängerte Blutungszeit bedingen. Dies kann sich in veränderten Resultaten in

Koagulationstests (wie verlängerte Prothrombinzeit, aktivierte partielle Thromboplastinzeit,

Thrombinzeit oder INR, siehe Abschnitt 4.4 und 4.6) zeigen.

Es kann zu einem Biotin/Biotinidase-Mangel kommen.

Text Fachinformation Valproat-neuraxpharm Magensaftresistente Tabletten

Version:

Stand: 12/2018

Seite 21 von 25

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Meldung

Verdachts

Nebenwirkungen

nach

Zulassung

großer

Wichtigkeit.

ermöglicht

eine

kontinuierliche

Überwachung

Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden

Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Bei jeder Beurteilung einer Intoxikation sollte an die Möglichkeit einer Mehrfachintoxikation,

z. B. durch Einnahme mehrerer Arzneimittel, beispielsweise in suizidaler Absicht, gedacht

werden.

Valproinsäure besitzt bei therapeutischen Serumspiegeln (Bereich 40 - 100 mg/l) eine relativ

geringe Toxizität. Sehr selten sind akute Intoxikationen mit Valproinsäure bei Serumspiegeln

über 100 mg/l sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern vorgekommen. Einzelfälle akuter

und chronischer Überdosierungen mit tödlichem Ausgang sind aus der Literatur bekannt.

Symptome der Intoxikation

Das Vergiftungsbild ist gekennzeichnet durch Verwirrtheitszustände, Sedation bis hin zum

Koma,

Muskelschwäche

Hypo-

bzw.

Areflexie.

wurden

Miosis,

respiratorische

Störungen,

metabolische

Azidose,

kardiovaskuläre

Störungen,

Hypotension

Kreislaufkollaps/Schock beobachtet. Nach massiver Überdosierung sind vereinzelt Todesfälle

aufgetreten.

Hohe Serumspiegel riefen bei Erwachsenen wie bei Kindern abnorme neurologische Störungen,

wie z. B. erhöhte Anfallsneigung und Verhaltensänderungen, hervor. Fälle von intrakranieller

Drucksteigerung, verbunden mit zerebralem Ödem, wurden berichtet.

Aufgrund

Valproat-Formulierung

enthaltenen

Natriumgehalts

kann

Überdosierung zu einer Hypernatriämie kommen.

Therapie bei Überdosierung

Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Die klinischen Maßnahmen richten sich nach der

Symptomatik. Die Gabe von Aktivkohle oder eine Magenspülung kann bis zu 12 Stunden nach

Überdosierung sinnvoll sein. Die Vitalfunktionen sollen überwacht und ggf. unterstützt werden.

Hämodialyse und forcierte Diurese können wirksam sein, um die nicht an Protein gebundene

Valproinsäure im Blut zu entfernen. Die Peritonealdialyse ist wenig wirksam. Über die

Wirksamkeit der kompletten Plasmasubstitution und -transfusion liegen keine ausreichenden

Erfahrungen vor. Aus diesem Grund wird eine intensive internistische Therapie ohne spezielle

Detoxikationsverfahren, besonders bei Kindern, aber mit Kontrolle der Serumkonzentration

empfohlen.

Die intravenöse Gabe von Naloxon zur Aufhellung der Bewusstseinstrübung ist in einigen

Fällen als wirksam beschrieben worden.

Im Falle von massiver Überdosierung wurden

Hämodialyse und Hämoperfusion erfolgreich eingesetzt.

Text Fachinformation Valproat-neuraxpharm Magensaftresistente Tabletten

Version:

Stand: 12/2018

Seite 22 von 25

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Antiepileptika

ATC-Code:

N03AG01

Valproinsäure

Antiepileptikum,

keine

strukturelle

Ähnlichkeit

anderen

antikonvulsiven Wirkstoffen zeigt. Als Wirkmechanismen von Valproinsäure werden eine

Erhöhung der GABA-mediierten Inhibition durch einen präsynaptischen Effekt auf den GABA-

Metabolismus und/oder eine direkte postsynaptische Wirkung auf die Ionenkanälchen der

neuronalen Membran angenommen.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Gabe werden die Valproinsäure und ihr Natriumsalz im Gastrointestinaltrakt

schnell und nahezu vollständig resorbiert.

Zeitpunkt

maximalen

Serumkonzentration

hängt

galenischen

Darreichungsform ab. Bei Lösungen wird sie innerhalb von 0,5 - 2 Stunden erreicht, bei

magensaftresistenten

Zubereitungen ergeben sich maximale Serumkonzentrationen nach 2 - 8

Stunden mit einer Verzögerung von 1 - 4 Stunden. Hierbei wurden nach einer Dosis von 600

mg maximale Serumkonzentrationen zwischen 46 und 88 µg/ml gemessen.

Verteilung

mittlere therapeutische Bereich

der Serumkonzentration wird mit 50 - 100 mg/l angegeben.

Oberhalb von 100 mg/l ist vermehrt mit Nebenwirkungen bis hin zur Intoxikation zu rechnen.

Steady-state-Serumspiegel werden in der Regel innerhalb von 2 Wochen erreicht.

Zerebrospinalflüssigkeit

liegen

Valproinsäurekonzentrationen

jeweiligen Serumkonzentration.

Verteilungsvolumen

ist altersabhängig und beträgt in der Regel 0,13 - 0,23 l/kg KG, bei

Jüngeren 0,13 - 0,19 l/kg KG.

Valproinsäure wird zu 90 - 95 % an Plasmaproteine gebunden, vornehmlich an Albumin. Bei

höherer Dosierung nimmt die Eiweißbindung ab. Die

Plasmaproteinbindung

ist bei älteren

Patienten sowie bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen niedriger. In einer

Studie wurden erhöhte Werte freien Wirkstoffs (8,5 bis über 20 %) bei Patienten mit signifikant

verminderter Nierenfunktion beobachtet. Die Valproinsäuregesamtkonzentration, bestehend

aus freiem und proteingebundenem Anteil, kann bei Vorliegen einer Hypoproteinämie jedoch

Wesentlichen

unverändert

sein;

kann

aber

auch

Grund

vermehrten

Metabolisierung des freien Anteils vermindert sein.

Biotransformation

Biotransformation

erfolgt über Glukuronidierung sowie β-(Beta-), ω-(Omega-) und ω-1-

(Omega-1-) Oxidation. Etwa 20 % der applizierten Dosis treten nach renaler Exkretion als

Ester-Glukuronid im Harn auf. Es existieren mehr als 20 Metabolite, wobei die der Omega-

Oxidation als hepatotoxisch angesehen werden. Weniger als 5 % der applizierten Dosis

Valproinsäure erscheinen unverändert im Urin.

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Hauptmetabolit ist die 3-Keto-Valproinsäure, die zu 3 - 60 % im Harn auftritt. Dieser Metabolit

ist bei der Maus antikonvulsiv wirksam, beim Menschen ist die Wirkung noch nicht geklärt.

Elimination

Plasmaclearance

betrug in einer Studie 12,7 ml/min bei Patienten mit Epilepsie, bei

Gesunden liegt sie bei 5 - 10 ml/min, bei Einnahme enzyminduzierender Antiepileptika erhöht

sie sich.

Plasmahalbwertszeit

von Valproinsäure liegt bei gesunden Probanden bei 12 - 16 Stunden.

Bei Kombination mit anderen Arzneimitteln (z. B. Primidon, Phenytoin, Phenobarbital und

Carbamazepin) sinkt die Halbwertszeit auf Werte zwischen 4 und 9 Stunden in Abhängigkeit

Enzyminduktion.

Neugeborene

Kinder

Monaten

zeigen

Plasmahalbwertszeiten zwischen 10 und 67 Stunden. Die längsten Halbwertszeiten wurden

unmittelbar nach der Geburt beobachtet, oberhalb von 2 Monaten nähern sich die Werte denen

von Erwachsenen.

Linearität / Nicht-Linearität

Es besteht keine lineare Beziehung zwischen Dosis und Serumkonzentration.

Bestimmte Patientengruppen

Leberkranken

ist die Halbwertszeit verlängert. Im Falle von Überdosierung wurden

Halbwertszeiten von bis zu 30 Stunden beobachtet.

In der

Schwangerschaft

nimmt bei Zunahme des Verteilungsvolumens im dritten Trimenon die

hepatische und renale Clearance zu, mit einem möglichen Abfall der Serumkonzentration bei

gleich hoher Dosierung.

Ferner ist zu beachten, dass sich im Verlauf der Schwangerschaft die Plasmaproteinbindung

verändert und der freie (therapeutisch wirkende) Anteil der Valproinsäure zunehmen kann.

Plazentagängigkeit / Übergang in die Muttermilch

Valproinsäure passiert die Plazenta und erreicht im fötalen Serum höhere Konzentrationen als

im maternalen Serum.

Valproat tritt in die Muttermilch in einer Konzentration zwischen 1 % und 10 % des

mütterlichen Serumspiegels über.

Bioverfügbarkeit

Die Bioverfügbarkeit der Valproinsäure beträgt bei oraler Gabe für alle Darreichungsformen

nahezu 100 %.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität

Untersuchungen zur akuten Toxizität von Natriumvalproat an verschiedenen Tierarten haben

-Werte zwischen 1.200 und 1.600 mg/kg Körpergewicht nach oraler Gabe und zwischen

750 und 950 mg/kg Körpergewicht nach i. v. Gabe ergeben.

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Chronische Toxizität

In Untersuchungen zur chronischen Toxizität wurden bei Dosierungen ab 250 mg/kg bei Ratten

und ab 90 mg/kg bei Hunden eine Atrophie der Hoden (Degeneration des Ductus deferens und

eine insuffiziente Spermatogenese) und Lungen- und Prostataveränderungen festgestellt.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Mutagenitätstests an Bakterien sowie an Ratten und Mäusen verliefen negativ.

Langzeituntersuchungen wurden an Ratten und Mäusen durchgeführt. Bei sehr hohen Dosen

wurden vermehrt subkutane Fibrosarkome bei den männlichen Ratten beobachtet.

Reproduktionstoxizität

Teratogene Effekte wurden in Mäusen, Ratten und Kaninchen gezeigt.

HIV-Replikation

In einzelnen Studien hat sich

in vitro

ein stimulierender Effekt von Natriumvalproat auf die

Replikation von HI-Viren gezeigt. Dieser

In-vitro-

Effekt ist gering ausgeprägt und abhängig

von den eingesetzten experimentellen Modellen und/oder individuellen Reaktionen gegenüber

Valproinsäure auf zellulärer Ebene. Klinische Konsequenzen dieser Beobachtungen sind nicht

bekannt.

Unabhängig

davon

sollten

diese

Ergebnisse

HIV-positiven

Patienten,

Natriumvalproat erhalten, in die Bewertung von Ergebnissen der routinemäßigen Bestimmung

zur Virusbelastung einbezogen werden.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose

Gelatine

Calciumtrimetasilicat 5 H

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) (Ph. Eur.)

Triethylcitrat

Glycerolmonostearat

Titandioxid (E 171)

6.2

Inkompatibilitäten

Es wird empfohlen, keine kohlensäurehaltigen Getränke wie Mineralwasser oder ähnliches zum

Einnehmen zu verwenden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern!

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In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen!

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Tablettengläser aus Braunglas mit Kunststoffstopfen

Packungen mit 50, 100 und 200 magensaftresistenten Tabletten

Klinikpackungen mit 1000 (5 x 200) magensaftresistenten Tabletten (Bündelpackungen)

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige

Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen

7.

INHABER DER ZULASSUNG

neuraxpharm

Arzneimittel GmbH

Elisabeth-Selbert-Straße 23

40764 Langenfeld

Tel. 02173 / 1060 - 0

Fax 02173 / 1060 - 333

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Valproat-neuraxpharm 150 mg:

47334.00.01

Valproat-neuraxpharm 300 mg:

46588.00.00

Valproat-neuraxpharm 600 mg:

46588.01.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG /

VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

28.10.2008

10.

STAND DER INFORMATION

12/2018

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

1812

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