Valpro TAD 150mg magensaftresistente Filmtablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Natriumvalproat
Verfügbar ab:
TAD Pharma GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
sodium valproate
Darreichungsform:
magensaftresistente Filmtablette
Zusammensetzung:
Natriumvalproat 150.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
48775.00.00

GEBRAUCHSINFORMATION:INFORMATIONFÜRDENANWENDER

ValproTAD®150mg,

magensaftresistenteTabletten

Wirkstoff:Natriumvalproat

LesenSiediegesamtePackungsbeilagesorgfältigdurch,bevorSiemitderEinnahmedieses

Arzneimittelsbeginnen.

HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäternochmalslesen.

WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichbitteanIhrenArztoderApotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritteweiter.Eskann

anderenMenschenschaden,auchwenndiesedieselbenBeschwerdenhabenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungen

bemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,informierenSiebitteIhrenArztoder

Apotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

WasistValproTAD150mgundwofürwirdesangewendet?

WasmüssenSievorderEinnahmevonValproTAD150mgbeachten?

WieistValproTAD150mgeinzunehmen?

WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WieistValproTAD150mgaufzubewahren?

WeitereInformationen

1. WASISTVALPROTAD150MGUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

ValproTAD150mgisteinMittelzurBehandlungvonAnfallsleiden(Antiepileptikum)

ValproTAD150mgwirdangewendetzurBehandlungvon

Anfällen,dievonbeidenGehirnhälftenausgehen(generalisierteAnfälle,z.B.Absencen,myoklonischeund

tonisch-klonischeAnfälle)

Anfällen,dievoneinemumschriebenenGebietdesGehirnsausgehen(fokaleAnfälle)undsichunter

UmständenaufbeideHirnhälftenausbreiten(sekundärgeneralisierteAnfälle)

Hinweis:

ValproTAD150mgkannbeianderenAnfallsformen,z.B.Anfällenmitgemischter(komplexer)Symptomatiksowie

beiAnfällen,diesichvoneinemumschriebenenHirngebietaufbeideHirnhälftenausbreiten(sekundär

generalisierteAnfälle)zusammenmitanderenArzneimittelngegenAnfallsleidenverabreichtwerden,wenndiese

AnfallsformenaufdieüblicheantiepileptischeBehandlungnichtansprechen.

BeiKleinkindernbiseinschließlich3JahrensollteValproTAD150mgnurunterbesondererVorsichtnachstrenger

Nutzen-Risiko-AbwägungundmöglichstalsMonotherapieangewendetwerden.

2. WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVONVALPROTAD150MGBEACHTEN?

ValproTAD150mgdarfnichteingenommenwerden

wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenüberValproinsäureodereinemdersonstigenBestandteilesind

beifrüherenoderbestehendenLebererkrankungenindereigenenoderfamiliärenVorgeschichtesowie

bestehendenschwerwiegendenFunktionsstörungenvonLeberoderBauchspeicheldrüse

beiFunktionsstörungenderLebermittödlichemAusgangwährendeinerValproinsäure-Behandlungbei

Geschwistern

beiangeborenenodererworbenenStörungenimStoffwechseldesBlutfarbstoffes(Porphyrie)

beiBlutgerinnungsstörungen.

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonValproTAD150mgisterforderlich

beieinerfrüherenSchädigungdesKnochenmarks;indiesemFallisteinestrengeärztlicheÜberwachung

erforderlich(Blutbildkontrollen).

beisystemischemLupuserythematodes(eineReaktionderkörpereigenenAbwehrgegeneigenes

Bindegewebe),

beiStoffwechselerkrankungen,insbesondereangeborenenEnzymmangelkrankheiten.UnterderBehandlung

mitvalproinsäurehaltigenArzneimittelnkanneszueinemAnstiegdesAmmoniakserumspiegels

(Hyperammonämie)kommen.

SuchenSiedeshalbbittebeimAuftretenfolgenderSymptomewieAbgeschlagenheit,Müdigkeit,Erbrechen,

erniedrigterBlutdruckoderbeiZunahmederAnfälleIhrenArztauf.DiesersolltedanndieSerumspiegelvon

AmmoniakundValproinsäurebestimmen;ggf.istdieDosisvonValproTAD150mgzuverringern.

BeiVerdachtaufeinebereitsbestehendeenzymatischeStörungdesHarnstoffzyklussollteder

AmmoniakserumspiegelbereitsvorBeginnderValproinsäuretherapiebestimmtwerden.

BeieingeschränkterNierenfunktionund/oderEiweißmangelimBlutmussderAnstieganfreierValproinsäure

imBlutinBetrachtgezogenwerdenunddieDosisentsprechendverringertwerden.

voreinemchirurgischenoderzahnärztlichenEingriff(z.B.demZieheneinesZahns).DabeiEinnahmevon

ValproTAD150mgeineerhöhteBlutungsneigungbestehenkann,mussderbehandelndeArztdarüber

informiertwerden,dassSieValproTAD150mgeinnehmen,damitdieBlutgerinnungüberprüftwird.

BeigleichzeitigerEinnahmevonArzneimitteln,diedieBlutgerinnunghemmen(z.B.Vitamin-K-Antagonisten)

kanneszueinererhöhtenBlutungsneigungkommen.DieBlutgerinnung(Quick-Wert)mussdeshalb

regelmäßigüberprüftwerden.

EbensokannbeigleichzeitigerEinnahmevonAcetylsalicylsäure,z.B.ASS,AspirindieBlutungsneigung

verstärktsein,sodassregelmäßigeKontrollenderBlutgerinnungerforderlichsind(Bestimmungder

Blutungszeitund/oderBlutplättchenzahl;sieheauchAbschnitte"BeiEinnahmevonValproTAD150mgmit

anderenArzneimitteln"und4."WelcheNebenwirkungensindmöglich?").

FragenSieindiesenFällenvorBehandlungsbeginndenArzt.Diesgiltauch,wenndieseAngabenbeiIhnenfrüher

einmalzutrafen.

Warnhinweis:

EinegeringeAnzahlvonPatienten,diemitAntiepileptikawieValproTAD150mgbehandeltwurden,hatten

Gedankendaran,sichselbstzuverletzenodersichdasLebenzunehmen.WennSiezuirgendeinemZeitpunkt

solcheGedankenhaben,setzenSiesichsofortmitIhremArztinVerbindung.

Gelegentlichtretenschwerwiegende(bistödlichverlaufende)SchädigungenvonLeberundBauchspeicheldrüse

auf.DieseSchädigungentretenunabhängigvonderValproTAD150mg-Dosisundfastausschließlichinden

ersten6Behandlungsmonatenauf.BetroffensindvorwiegendKinderunter15Jahren,besondersmehrfach

behinderteKinderbiseinschließlich3Jahren,diezusätzlichandereArzneimittelgegenAnfälleeinnehmen.

BeieinerLeberschädigungzeigensichmeistensbereitsvoreinerVeränderungvonLaborwertenklinische

AuffälligkeitenwieAppetitverlust,Übelkeit,Erbrechen,Bauchschmerzen,AbneigunggegengewohnteSpeisen,

Abneigung gegen Valproinsäure, Müdigkeit, Schlappheit, Bewusstseinsstörungen mit Verwirrtheit,

Teilnahmslosigkeit,UnruheundBewegungsstörungen,körperlichesSchwächegefühl,Zunahmevon

Häufigkeit/SchwerederAnfälle,auffällighäufigblaueFlecken/Nasenbluten,Wassereinlagerungeninden

AugenlidernoderBeinenundGelbsucht.InsehrseltenenFällenwurdenauchSchädigungender

BauchspeicheldrüsemitähnlichenBeschwerdenbeobachtet.

DerklinischenÜberwachungderPatientenkommtdeshalbgrößereBedeutungzualsdenLaborbefunden.

MaßnahmenzurFrüherkennungeinerLeberschädigung:

VorBehandlungsbeginnausführlicheklinischeUntersuchung(insbesonderehinsichtlichStoffwechselstörungen,

ErkrankungderLeberoderBauchspeicheldrüseundGerinnungsstörungen)undlaborchemischeBestimmungvon

BlutbildmitThrombozyten,Bilirubin,Leberenzyme,Lipase,alpha-AmylaseimBlut,Blutzucker,Gesamteiweiß,

Gerinnungsparameter.DiePatientensindengmaschigzuüberwachen(besondersbeiFieber).DieEltern/

BezugspersonensindaufmöglicheZeicheneinerLeberschädigung(s.o.)hinzuweisenundindieÜberwachungmit

einzubeziehen.

ElternundbehandelnderArztsolltenindenersten6Behandlungsmonatenengendirektenodertelefonischen

Kontakthalten.

ElternsolltenbeiklinischenAuffälligkeitenundunabhängigvondiesemZeitplansofortdenbehandelndenArzt

informieren.

LaborkontrollenbeidenArztbesuchen:

BeiunauffälligemKind:BlutbildmitThrombozyten,SGOTundSGPT,beijederzweitenärztlichenUntersuchung,

außerdemGerinnungsparameter.Nach12monatigerTherapieohneAuffälligkeitensindnurnoch2-3ärztliche

KontrollenproJahrerforderlich.

EinsofortigerTherapieabbruchistzuerwägenbei:

nicht erklärbarer Störung des Allgemeinbefindens, klinischen Zeichen einer Leber- oder

BauchspeicheldrüsenschädigungoderBlutungsneigung,mehrals2-3facherErhöhungderLebertransaminasen

auchohneklinischeZeichen(Enzyminduktiondurchevtl.Begleitmedikationbedenken),leichte(eineinhalb-bis

zweifache)ErhöhungderLebertransaminasenbeigleichzeitigem,akutfieberhaftenInfekt,ausgeprägterStörung

desGerinnungsstatus.

BeiJugendlichen(etwaabdem15.Lebensjahr)undErwachsenensindim1.HalbjahrmonatlicheKontrollendes

klinischenBefundesundderLaborwertesowieinjedemFallvorTherapiebeginnzuempfehlen.

Kinder

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonValproTAD150mgisterforderlichbei

KleinkindernbiszueinemAltervoneinschließlich3Jahren,diegleichzeitigandereArzneimittelgegen

Anfallsleideneinnehmen,

mehrfachbehindertenKindernundJugendlichenmitschwerenAnfallsformen.

BeiKindernundJugendlichensind,besondersbeigleichzeitigerEinnahmevonanderenAntiepileptika,gelegentlich

dosisunabhängigschwerwiegende,ineinzelnenFällentödlichverlaufendeSchädigungenderLeberbeobachtet

worden.DiebeobachtetenLeberfunktionsstörungentratenvoralleminnerhalbderersten6Behandlungsmonate,

insbesonderezwischender2.und12.BehandlungswocheaufundwurdenamhäufigstenbeiSäuglingenund

Kleinkindernbeobachtet,dieanschwerenepileptischenAnfällenlitten,besonderswennzusätzlicheine

Hirnschädigung,geistigeBehinderungund/odereineangeboreneStoffwechselerkrankungvorlag.Beidieser

PatientengruppesolltedieAnwendungvonValproTAD150mgnurmitbesondererVorsichtundohnegleichzeitige

BehandlungmitanderenArzneimittelngegenAnfälleerfolgen.

DeshalbsindKinderundJugendlichebesondersindenerstensechsMonatenärztlichengmaschigzuüberwachen.

DiegleichzeitigeEinnahmevonValproTAD150mgundAcetylsalicylsäure(z.B.ASS,Aspirin)solltebesondersbei

SäuglingenundKleinkindernbeiderBehandlungvonFieberoderSchmerzenunterbleiben,weildie

Blutungsneigungerhöhtseinkann(sieheauchAbschnitte"BeiEinnahmevonValproTAD150mgmitanderen

Arzneimitteln"und4."WelcheNebenwirkungensindmöglich?").

BeiEinnahmevonValproTAD150mgmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimitteleinnehmen/anwendenbzw.vor

kurzemeingenommen/angewendethaben,auchwennessichumnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

TeilenSieIhremArztmit,wennSieeinesderfolgendenArzneimitteleinnehmen:

-Carbapeneme(AntibiotikazurBehandlungvonbakteriellenInfektionen).

DiegleichzeitigeAnwendungvonValproinsäureundCarbapenemensolltevermiedenwerden,weildadurchdie

WirksamkeitvonValproinsäurevermindertwerdenkann.

DieWirkungundteilweisedieNebenwirkungenvonValproTAD150mgwerdenverstärktdurch:

Felbamat(MittelgegenAnfallsleiden),dasdosisabhängigdieSerumkonzentrationenvonfreierValproinsäure

erhöht.

Cimetidin(MittelgegenMagengeschwüre)

Erythromycin(MittelgegenbakterielleInfektionen)

Acetylsalicylsäure(z.B.Aspirin,ASS:MittelgegenFieberundSchmerzen).DieAcetylsalicylsäurevermindert

dieBindungderValproinsäureandasBluteiweiß.EinegleichzeitigeGabevonValproTAD150mgund

AcetylsalicylsäuresolltedeshalbbesondersbeiSäuglingenundKindernunterbleiben,weildie

Blutungsneigungerhöhtseinkann(sieheauchdenAbschnitt"Kinder"unter2."BesondereVorsichtbeider

EinnahmevonValproTAD150mgisterforderlich").

DieWirkungvonValproTAD150mgwirdabgeschwächtdurch

andereArzneimittelgegenAnfällewiePhenobarbital,PhenytoinundCarbamazepin,durchbeschleunigte

Valproinsäure-Ausscheidung

Primidon(ArzneimittelgegenAnfallsleiden)

Mefloquin(MittelgegenMalaria)undCarbapeneme,z.B.Meropenem,PanipenemundImipenem(Mittelgegen

bakterielleInfektionen),dieValproinsäureverstärktabbauenunddarüberhinauseinemögliche

krampfauslösendeWirkunghaben,waszuepileptischenAnfällenführenkann

DieWirkungvonValproTAD150mgkannverstärktoderabgeschwächtwerdendurch

Fluoxetin(MittelgegenDepressionen)durchErhöhungderValproinsäurekonzentrationimSerum.Essind

jedochauchFällebeschrieben,indenendieValproinsäurekonzentrationimSerumerniedrigtwurde.

ValproTAD150mgverstärktdieWirkungundteilweisedieNebenwirkungenvon

ArzneimittelgegenAnfällewie

Phenobarbital(durchErhöhungderSerumkonzentrationenvonPhenobarbital),wassichinsbesonderebei

KinderninverstärkterMüdigkeitäußernkann,

Phenytoin(durchVerminderungderBindungdesPhenobarbitalsanPlasmaeiweiß);hierdurchkanndasRisiko

fürdasAuftretenvonNebenwirkungen,insbesondereeinerHirnschädigung,erhöhtsein("Nebenwirkungen"

beachten),

Primidon,

Carbamazepin,

Felbamat;derSerumspiegelvonFelbamatkanndurchgleichzeitigeEinnahmevonValproinsäureum50%

erhöhtwerden.

Lamotrigin(durchHemmungdesAbbausvonLamotrigin).EsbestehtderVerdacht,dassbeieiner

KombinationvonLamotriginmitValproTAD150mgdasRisikovonHautreaktionenerhöhtist.

Neuroleptika(MittelgegenseelischeErkrankungen),

Benzodiazepine(angst-undspannungslösendeArzneimittel)wieDiazepam(durchErhöhungdesfreien

Diazepams,vermindertenAbbauundverminderteAusscheidung)undLorazepam(insbesonderedurch

verminderteAusscheidung),

Barbiturate(Beruhigungsmittel),

MAO-Hemmer(ArzneimittelgegenDepressionenundandereArzneimittelgegenDepressionen),

Codein(u.a.inHustenmittelnenthalten),

Zidovudin(MittelzurBehandlungvonHIV-Infektionen),

Gerinnungshemmern(z.B.Vitamin-K-Antagonisten),sodassdieBlutungsneigungerhöhtseinkann.

BeiKindernkannderSerumspiegelvonPhenytoin(anderesArzneimittelgegenAnfälle)beigleichzeitiger

VerabreichungvonClonazepam(Benzodiazepin;angst-undspannungslösendesArzneimittelsowieArzneimittel

gegenAnfälle)undValproinsäureerhöhtwerden.

InsbesonderebeiderKombinationvonValproTAD150mgmitanderenArzneimittelngegenKrampfanfälle,

DepressionenundseelischeErkrankungenkönnenschwerwiegendeNebenwirkungenauftreten.Daherdürfendiese

ArzneimittelnichtohneRücksprachemitIhremArztmitValproTAD150mgkombiniertwerden.

BeigleichzeitigerBehandlungvonvalproinsäurehaltigenArzneimittelnundClonazepam(Arzneimittelgegen

Anfälle)tratbeiPatientenmitAnfällenvomAbsence-Typ(spezielle,vonbeidenGehirnhälftenausgehende

Anfallsform)inderVorgeschichteeinAbsence-Status(längerdauernderDämmerzustand)auf.

BeieinerPatientinmitschizoaffektiverStörung(seelischeStörung)tratbeigleichzeitigerBehandlungmit

Valproinsäure,Sertralin(Antidepressivum)undRisperidon(Neuroleptikum)eineKatatonie(Zustandstarren

Verharrens,derdurchAußenreizenichtzubeendenist)auf.

Sonstige

Acetylsalicylsäure,z.B.ASS,Aspirin,(schmerz-undfiebersenkendesArzneimittel)kannbeigleichzeitiger

EinnahmemitValproTAD150mgzueinererhöhtenBlutungsneigungführen(sieheauchdenAbschnitt

"Kinder"unter"BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonValproTAD150mgisterforderlich"und4."Welche

Nebenwirkungensindmöglich?").

BeiDiabetikernkanneineUntersuchungaufKeton-KörperimUrinfalschausfallen,daValproinsäureselbst

teilweisezuKeton-Körpernverstoffwechseltwird.

AndereArzneimittel,diedenLeberstoffwechselbelasten,könnendasRisikoderEntstehungvonLeberschäden

erhöhen.

DieWirkungvonempfängnisverhütendenHormonpräparaten("Pille")wirddurchValproTAD150mgnicht

vermindert.

BeachtenSiebitte,dassdieseAngabenauchfürvorkurzemangewandteArzneimittelgeltenkönnen.

BeiEinnahmevonValproTAD150mgzusammenmitNahrungsmittelnundGetränken

AlkoholkonsumkanndieWirkungvonValproTAD150mgbeeinflussenunddieNebenwirkungenverstärken.

MeidenSiedeshalbdenGenussvonAlkoholwährendderBehandlung.

SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft:

MitderEpilepsieundAntiepileptikaverbundeneRisikenimAllgemeinen:

DasFehlbildungsrisikoistbeidenNachkommenvonMüttern,diemitAntiepileptikabehandeltwurden,umden

Faktor2-3erhöht.AmhäufigstenwirdüberLippenspalte,Herz-undGefäßebetreffendeMissbildungenund

Neuralrohrdefekteberichtet.DieBehandlungmitmehrerenAntiepileptikakannmiteinemhöherenRisikofür

angeboreneMissbildungenassoziiertseinalsdieMonotherapie,weshalbeswichtigist,dieMonotherapiewann

immermöglichzupraktizieren.GewöhnlichreduziertdieKombinationeinerMonotherapiemitderniedrigst

möglichenDosisundeinerFolsäuresubstitutiondasFehlbildungsrisiko.DieNotwendigkeiteinerBehandlungmit

Antiepileptikasollteüberdachtwerden,wenneineFraubeabsichtigt,schwangerzuwerden.Einplötzlicher

Therapieabbruchsolltenichtvorgenommenwerden,dadieserzuepileptischenAnfällenmitschwerwiegenden

FolgenfürMutterundKindhabenkann.

MitValproatverbundenesRisiko:

ÜbereinvermehrtesAuftretenvonangeborenenMissbildungeneinschließlichNeurahlrohrdefekte(Spinabifida,

Meningomyelozele)undanderenMissbildungensowieHerzmissbildungenwurdebeiNachkommenvonMüttern

berichtet,dieanEpilepsieleidenundmitValproatbehandeltwurden,imVergleichzurBehandlungmitanderen

Antiepileptika.ÜbereineanhaltendegeistigeReifungsverzögerungimVergleichzumjeweiligenLebensalter

und/oderverzögertegeistigeundmotorischeEntwicklungwurdeberichtet.

EineFolsäuresubstitution,5mg/Tag,vorderSchwangerschaftkanndieHäufigkeitfürbestimmteDefekte

(Neuralrohrdefekte)beiKindernvonMütternsenken,diehierfüreinerhöhtesRisikoaufweisen.

ValproTADpassiertdiePlacentaunderreichtimfetalenPlasmahöhereKonzentrationenalsimmaternalen.Falls

ValproTADunverzichtbarist,sollteinderSchwangerschaft,besondersimerstenTrimenon,ValproTADinder

niedrigstenanfallskontrollierendenDosisangewendetwerden.DaFehlbildungenmitgroßerWahrscheinlichkeit

durchSpitzenkonzentrationenimPlasmaausgelöstwerden,solltebeiKinderwunsch,aufjedenFalljedochzwischen

dem20.und40.Schwangerschaftstag,dieTagesdosisinmehrerenkleinenDosenüberdenTagverteilteinge-

nommenwerden.ZusätzlichsollteeineregelmäßigeKontrollederPlasmakonzentrationvorgenommenwerden,da

offenbarbeigleichbleibenderDosierungdiePlasmakonzentrationenimVerlaufderSchwangerschafterheblichen

Veränderungenunterliegenkönnen.MaßnahmenzurFrüherkennungvonSchädigungenvorderGeburt(Ultraschall

undalpha-Fetoproteinbestimmung)werdenempfohlen.ÜberEntzugserscheinungen(ReizbarkeitundKrämpfe

könnenbiszu12-24StundennachderGeburtauftreten)undschwachesSäugenbeiNeugeborenen,derenMütter

inderSpätschwangerschaftmitValproatbehandeltwurden,wurdeberichtet.

EsliegenFallberichteübereineStörungderBlutgerinnung(hämorrhagischesSyndrom)beiNeugeborenenvor,

derenMütterwährendderSchwangerschaftmitValproatbehandeltwordenwaren.AuchvonTodesfällendurch

völligesFehlenvonFibrinistberichtetworden.Blutplättchen,FibrinogenspiegelundGerinnungsfaktorensolltenbei

NeugeborenenuntersuchtundGerinnungstestsdurchgeführtwerden.

ValproTADsolltenurwennunbedingterforderlichundnachsorgfältigerNutzen-Risiko-Bewertunginder

Schwangerschaftangewendetwerden.

Stillzeit

ValproTADtrittindieMuttermilchüber.DieMengensindjedochgeringundbedeutenimAllgemeinenkeinRisiko

fürdasKind.DieMonotherapiemitValproinsäurewirdgewöhnlichalskompatibelmitdemStillenangesehen.

FragenSievorderEinnahme/AnwendungvonallenArzneimittelnIhrenArztoderApothekerumRat.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

SiedürfensichnichtohneRücksprachemitIhremArztandasSteuereinesFahrzeugssetzenoderMaschinen

bedienen.

ZuBeginneinerBehandlungmitValproTAD150mgundbeihöhererDosierungodergleichzeitigerEinnahme

anderer,ebenfallsamZentralnervensystemangreifendenArzneimitteln,könnenzentralnervöseWirkungenwiez.B.

SchläfrigkeitoderVerwirrtheit,dasReaktionsvermögensoweitverändern,dass-unabhängigvonderAuswirkung

deszubehandelndenGrundleidens-dieFähigkeitzuraktivenTeilnahmeamStraßenverkehroderzumBedienen

vonelektrischenWerkzeugenundMaschinenvermindertwird.DiesgiltinverstärktemMaßeimZusammenwirken

mitAlkohol.

3. WIEISTVALPROTAD150MGEINZUNEHMEN?

NehmenSieValproTAD150mgimmergenaunachderAnweisungdesArztesein.BittefragenSiebeiIhremArzt

oderApothekernach,wennSiesichnichtganzsichersind.

FallsvomArztnichtandersverordnet,istdieüblicheDosis:

DieDosierungistindividuellvom(Fach)Arztzubestimmenundzukontrollieren,wobeiAnfallsfreiheitbeimöglichst

niedrigerDosierung,besondersauchinderSchwangerschaft,angestrebtwerdensollte.

OhnevorherigeRücksprachemitIhremArztdürfenSiekeineBehandlungs-oderDosisänderungenvornehmen,um

denBehandlungserfolgnichtzugefährden.

Esempfiehltsicheinstufenweiser(einschleichender)AufbauderDosierungbiszuroptimalwirksamenDosis.

BeialleinigerGabe(Monotherapie)beträgtdieAnfangsdosisinderRegel5–10mgNatriumvalproat/kg

Körpergewicht,diealle4-7Tageumetwa5mgNatriumvalproat/kgKörpergewichterhöhtwerdensollte.

DievolleWirkungistineinigenFällenerstnach4-6Wochenzubeobachten.DieTagesdosensolltendeshalb

nichtzufrühübermittlereWertehinausgesteigertwerden.

DiemittlereTagesdosisbeträgtwährendderLangzeitbehandlungimAllgemeinen:

23,1mgNatriumvalproat/kgKörpergewicht/TagfürErwachseneundälterePatienten.

28,8mgNatriumvalproat/kgKörpergewicht/TagfürJugendliche

34,6mgNatriumvalproat/kgKörpergewicht/TagfürKinder

EmpfehlungenzursicherenAnwendungvonValproatbeiDosenüber60mg/kg/Tagkönnennichtgegebenwerden.

EntsprechendwerdenfolgendeorientierendeTagesdosenempfohlen:s.Dosierungstabelle

Dosierungstabelle

Lebensalter Körpergewicht(inkg) durchschnittl. Anzahl

Dosisinmg/Tag1

Erwachsene abca.60 1200–2100 8-14Filmtabletten150mg

Jugendlicheab14Jahre ca.40-60 600–1500 4-10Filmtabletten150mg

Kinder:2

6-12Monate ca.7,5-10 150-300 1-2Filmtabletten150mg

1-3Jahre ca.10-15 300-450 2-3Filmtabletten150mg

3-6Jahre ca.15-25 300-600 2-4Filmtabletten150mg

7-14Jahre ca.25-40 600-1200 4-8Filmtabletten150mg

AngabenbezogenaufmgNatriumvalproat

2Hinweise:

FürKinderbiszu3JahrensolltenvorzugsweisediezurVerfügungstehendenDarreichungsformenmitniedrigerem

Wirkstoffgehalt(z.B.Lösungbzw."Sirup")verwendetwerden.

FolgendeTagesdosenwerdenempfohlen:sieheDosierungstabelleoben

DieTagesdosiskannauf2-4Einzelgabenverteiltwerden.

WirdValproTAD150mgzusammenmitanderenArzneimittelngegenAnfallsleideneingenommenodersolles

einefrühereMedikationersetzen,sollteinErwägunggezogenwerden,derenDosisoderdiedeszuvor

eingenommenenArzneimittelsgegenAnfallsleiden(besondersdesPhenobarbitals)zuvermindern.Fallsdie

vorausgegangeneMedikationabgesetztwird,hatdiesausschleichendzuerfolgen.

AndereArzneimittelgegenAnfallsleidenwiePhenobarbital,Phenytoin,PrimidonundCarbamazepinbeschleunigen

denAbbauvonValproinsäure.WerdendieseMedikamenteabgesetzt,steigtdieValproinsäure-Konzentrationim

Blutlangsaman,sodassdieValproinsäure-KonzentrationübereinenZeitraumvon4-6Wochenkontrolliert

werdenmuss.DieTagesdosisvonValproTAD150mgistgegebenenfallszuvermindern.

DieKonzentrationvonValproinsäureimBlutserum(bestimmtvordererstenTagesdosis)sollte100µg/mlnicht

überschreiten.

BesonderePatientengruppen

BeiPatientenmitverminderterNierenfunktionoderEiweißmangelimBlutsolltefüreineDosisanpassungdas

klinischeBildentscheidendsein,daeineBestimmungderValproinsäurekonzentrationimSerumzufalschen

Schlussfolgerungenführenkann.EntscheidendfüreineDosisanpassungsolltejedochdasklinischeBildundnicht

derValproinsäurespiegelimSerumsein.

ArtderAnwendung

DiemagensaftresistentenFilmtablettensolltenmöglichst1StundevordenMahlzeiten(nüchtern)unzerkautmit

reichlichFlüssigkeit(z.B.1GlasWasser)eingenommenwerden.

DauerderAnwendung

DieBehandlungvonAnfallsleidenistgrundsätzlicheineLangzeitbehandlung.

ÜberdieEinstellung,Behandlungsdauer,DosierungunddasAbsetzenvonValproTAD150mgsollteimEinzelfall

inAbsprachemitdemPatienteneinFacharzt(Neurologe,Neuropädiater)inAbhängigkeitvomindividuellen

Krankheitsverlaufentscheiden.

ImAllgemeinenisteineDosisverringerungundeinAbsetzendesArzneimittelsfrühestensnachzwei-bis

dreijährigerAnfallsfreiheitzuerwägen.

DasAbsetzensollteinschrittweiserDosisverringerungübermindestens6Monateerfolgen,Kinderkönnender

DosisprokgKörpergewichtentwachsen.BeieinerÄnderungderDosisproKilogrammKörpergewichthinzur

empfohlenenDosisfürdieAltersgruppesolltesichderEEG-Befundnichtverschlechtern.

UnterderBehandlungmitNatriumvalproatsolltendieSerumkonzentrationenregelmäßigbestimmtwerden.

BittesprechenSiemitIhremArzt,wennSiedenEindruckhaben,dassdieWirkungvonValproTAD150mgzustark

oderzuschwachist.

WennSieeinegrößereMengeValproTAD150mgeingenommenhaben,alsSiesollten

Dieunterden"Nebenwirkungen"genanntenunerwünschtenErscheinungenkönnenbeieinerÜberdosierungim

verstärktenMaßeauftreten,z.B.erhöhteAnfallsneigungundVerhaltensstörungenbeiErwachsenenwiebei

Kindern.

BeijedemAnwendungsfehleristsoforteinArztzuinformieren.WurdenhoheDoseneingenommen,sind

Notfallmaßnahmeneinzuleiten(EinlieferungineinKrankenhaus).

EinspezifischesGegenmittelistnichtbekannt.DieBehandlungmusssichdeshalbaufallgemeineMaßnahmenzur

EntfernungdesWirkstoffesausdemOrganismusundStützungderlebenswichtigenFunktionenbeschränken.

Wennmöglich,solltefrühzeitig(innerhalbvon30MinutennachderEinnahme)Erbrechenausgelöstbzw.

MagenspülungunddieGabevonAktivkohlevorgenommenwerden.EineintensivemedizinischeÜberwachung

kannimEinzelfallerforderlichsein.

WennSiedieEinnahmevonValproTAD150mgvergessenhaben

KeinesfallsdürfenSiedievergesseneDosisdurchdieEinnahmederdoppeltenMengeausgleichen.Bittenehmen

SiedannIhrArzneimittelweitersoein,wieesinseinerAnwendungvorgeschriebenist.

WennSiedieEinnahmevonValproTAD150mgabbrechen

SiedürfenaufkeinenFalldieBehandlungmitValproTAD150mgeigenmächtigunterbrechenodervorzeitig

beenden.BittesprechenSievorhermitIhremArzt,wennUnverträglichkeitenodereineÄnderunginIhrem

Krankheitsbildeintreten.SiekönnendamitdenBehandlungserfolggefährdenunderneutepileptischeAnfälle

auslösen.

WennSieweitereFragenzurAnwendungdesArzneimittelshaben,fragenSieIhrenArztoderApotheker.

4. WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannValproTAD150mgNebenwirkungenhaben,dieabernichtbeijedemBehandelten

auftretenmüssen.

BeiderBewertungderHäufigkeitenwerdenfolgendeHäufigkeitsangabenzuGrundegelegt:

Sehrhäufig:

mehrals1von10Behandelten Häufig:

wenigerals1von10,abermehrals1von100

Behandelten

Gelegentlich:

wenigerals1von100,abermehrals1von

1000Behandelten Selten:

wenigerals1von1000,abermehrals1von10.000

Behandelten

Sehrselten:

wenigerals1Fallvon10.000Behandeltenoderunbekannt

MöglicheNebenwirkungen

Sehrhäufig Häufig Gelegentlich Selten Sehrselten

Erkrankungendes

Blut-und

Lymphsystems Verringerungder

Blutplättchen

(Thrombozytopenie),

Verringerungder

weißenBlutzellen

(Leukopenie)–

dieseverschwinden

häufigvollständig,

wenndie

Behandlung

Blutungen–

besonderszu

Behandlungsbeginn Verringerungder

Zahlbestimmter

weißerBlutzellen

(Lymphopenie,

Neutropenie),

Verminderungaller

Blutzellen

(Panzytopenie),

Blutarmut(Anämie),

erniedrigte

Konzentration von

bestimmten

Blutgerinnungsfakto

ren(Fibrinogenoder

FaktorVIII)oder

verlängerte

Blutungszeit

Erkrankungendes

Immunsystems Blutgefäßentzündung,

Lupuserythematodes

Endokrine

Erkrankungen Ausbleibender

monatlichen

Regelblutung

(Amenorrhö),erhöhte

Testosteronspiegel,

veränderteEierstöcke

(polyzystische

Ovarien)

Stoffwechsel-und

Ernährungsstörungen Vereinzeltund

mäßigausgeprägte

Stoffwechselstörung

(Hyperammonämie)

ohneVeränderung

Leberfunktions-para

meter–ein

Therapieabbruchist

nichterforderlich Vorübergehende

Stoffwechselstörung

(Fanconi-Syndrom)

mitAnsäuerungdes

Blutes(metabolische

Azidose)mit

Ausscheidungvon

Phosphat

(Phosphaturie),

Aminosäuren

(Aminoacidurie)und

Zucker(Glukosurie)

imHarnnach

Absetzenvon

Valproinsäure

Psychiatrische

Erkrankungen Halluzinationen

Erkrankungendes

Nervensystems Dosisabhängig

Schläfrigkeit,

ZitternderHände

(Tremor)oder

Missempfindung

anderHaut

(Parästhesie) Schädigungdes

Gehirns

(Enzephalopathie),

ineinigenFällen

miterhöhten

Ammoniakspiegeln,

diesichnach

Therapieabbruch

zurückbildet,

einAnstiegdes

Phenobarbital-spieg

elsinder

Kombinations-thera

pie,Benommenheit,

zeitweisemiteiner

erhöhten

Anfallshäufigkeit

assoziiert,deren

Symptomebei

Dosiserniedrigung

zurückgehen.Die

Mehrzahldieser

Fälletratenunter

Kombinations-thera

pie(besondersmit

Phenobarbital)

odernacheinem

schnellen

Dosisanstiegauf.

Besonderszu

Behandlungsbeginn

-Speichelfluss

(Hypersalivation),

Kopfschmerzen,

erhöhte

Eigenspannungder

Muskulatur

(Spastik),

Koordinations-störu

ngvon

Bewegungsabläufen

(Ataxie),

Reizbarkeit,

Hyperaktivitätund

In Fällenmithöherer

Dosierungoderbei

Kombinationstherapie

mitanderen

Antiepileptika:

chronische

Schädigungdes

Gehirns

(Enzephalopathie)mit

entsprechender

Vorübergehende

Demenz, assoziiert

mitvorübergehender

Verkleinerungdes

Gehirns(zerebrale

Atrophie).Unter

Langzeitbehandlung

zusammenmit

anderen

Antiepileptika-

insbesonderemit

Phenytoin:Zeichen

einer

Hirnschädigung

(Enzephalopathie):

vermehrte

Krampfanfälle,

Antriebslosigkeit,

Reglosigkeit

(Stupor),

Muskel-schwäche

(muskuläre

Hypotonie),

Bewegungsstörungen

(Choreatiforme

Dyskinesien)und

schwere

Allgemein-veränder

ungeninden

Hirnströmen(EEG).

Einnässen

(Enuresis)bei

Kindern.

Erkrankungendes

Ohrsunddes

Labyrinths Vorübergehender

oderunumkehrbarer

Hörverlust,

Ohrgeräusche

(Tinnitus).

Erkrankungendes

Gastrointestinaltrakts Gewichtszunahme

oder–abnahme,

erhöhterAppetit

oder

Appetitlosigkeit Insbesonderezu

Behandlungsbeginn

übereinigeTage–

Durchfall

(Diarrhö),

Störungenim

Magen-Darm-Trakt

(Übelkeit,

Bauchschmerzen)

Leber-und

Gallenerkrankungen* Dosisabhängig

schwere(bis

lebensbedrohliche)

Störungender

Leberfunktion

(erhöhtesRisikofür

Kinder

insbesonderezu

Behandlungsbeginn

unter

Kombinations-thera

piemitanderen

Antiepileptika

(siehe„Besondere

Vorsichtbeider

Einnahmevon

Valpro TAD150

mgist

Schädigungder

Bauchspeicheldrüse

(Pankreas),manchmal

mittödlichem

Ausgang

Erkrankungender

Hautunddes

Unterhautzellgewebe

Dosisabhängig

zeitweise

Haarausfall Hautreaktionen

(Erythema

multiforme) Schwere

Hautreaktionen

(Steven-Johnson

Syndromund

toxischeepidermale

Nekrolyse,ebenso

wieLyellSyndrom)

Allgemeine

Erkrankungenund

Beschwerdenam

Verabreichungsort Insbesonderezu

Behandlungsbeginn

–Einlagerungvon

WasserimGewebe

(periphereÖdeme)

Leber-undGallenerkrankungen*

BesondereAufmerksamkeitmussimLaufederBehandlungauffolgendeAnzeicheneinerLeberschädigung

gerichtetwerden:

VerringerungantiepileptischerWirkung,diedurcherneutesAuftretenoderZunahmeepileptischerAnfälle

gekennzeichnetist;längerandauerndeSymptomewiekörperlichesSchwächegefühl,Teilnahmslosigkeit,

Appetitlosigkeit,ÜbelkeitundwiederholtesErbrechenoderunklareOberbauchbeschwerden,vermehrte

GewebewassereinlagerungenimganzenKörperoderinTeiledavon,BewusstseinsstörungenmitVerwirrtheit,

UnruheoderBewegungsstörungen.

HinsichtlichdieserAnzeichensolltenSäuglingeundKleinkinder(1-3Jahre)ärztlichengmaschigüberwachtwerden.

SinddieobenerwähntenBeschwerdenanhaltendoderschwerwiegend,sosindnebeneinergründlichen

UntersuchungauchentsprechendeLaboruntersuchungenvorzunehmen.

InformierenSieIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblich

beeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind.

5. WIEISTVALPROTAD150MGAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufderFaltschachtelunddemEtikettderGlasflaschenach„verwendbarbis:“

angegebenenVerfalldatumnichtmehrverwenden.DasVerfalldatumbeziehtsichaufdenletztenTagdesMonats.

DiemagensaftresistentenFilmtablettendürfenerstunmittelbarvorEinnahmeausderGlasflascheentnommen

werden.

VorFeuchtigkeitschützenundnichtüber+25°Caufbewahren.

6.WEITEREINFORMATIONEN

WasValproTAD150mgenthält:

-DerWirkstoffist:Natriumvalproat.

1magensaftresistenteFilmtabletteenthält150mgNatriumvalproat,entsprechend130,2mgValproinsäure.

-DiesonstigenBestandteilesind:

Mikrokristalline Cellulose, Gelatine, Calciumtrimetasilikat 5 H2O,Magnesiumstearat(Ph.Eur.),

Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer(1:1)(Ph.Eur.),Triethylcitrat,Titandioxid(E171),Glycerolmonostearat.

WieValproTAD150mgaussiehtundInhaltderPackung

ValproTAD150mgisteineweiße,runde,bikonvexeFilmtablette.

ValproTAD150mgistinPackungenmit50,100oder200magensaftresistentenFilmtablettenerhältlich.

PharmazeutischerUnternehmerundHersteller

TADPharmaGmbH

Heinz-Lohmann-Straße5

D-27472Cuxhaven

Telefon:(04721)606-0

Telefax:(04721)606-333

E-Mail:info@tad.de

Internet:www.tad.de

DiesesArzneimittelistindenMitgliedsstaatendesEuropäischenWirtschaftsraumes(EWR)unterden

folgendenBezeichnungenzugelassen:

DeutschlandValproTAD150mg

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetimJuni2010.

__________________Fachinformation ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels(SPC)

_______________ValproTAD ® 150mg/-300mg/-600mg

1.Bezeichnungdes

Arzneimittels

ValproTAD ® 150mg,magensaftresistente

Tabletten

ValproTAD ® 300mg,magensaftresistente

Tabletten

ValproTAD ® 600mg,magensaftresistente

Tabletten

2.QualitativeundquantitativeZusam-

mensetzung

(ArzneilichwirksameBestandteilenachArt

undMenge)

ValproTAD150mg:

1magensaftresistenteFilmtabletteenthält

150mgNatriumvalproat(entsprechend

130,2mgValproinsäure).

ValproTAD300mg

1magensaftresistenteFilmtabletteenthält

300mgNatriumvalproat(entsprechend

260,4mgValproinsäure).

ValproTAD600mg:

1magensaftresistenteFilmtabletteenthält

600mgNatriumvalproat(entsprechend

520,6mgValproinsäure).

SonstigeBestandteilesieheAbschnitt6.1

ValproTAD150mg/-300mg/-600mg:

magensaftresistenteTablettenmit

folgendemAussehen:

150mg:weiße,runde,bikonvexe

Filmtablette

300mg:weiße,runde,bikonvexe

Filmtablette

600mg:weiße,oblongförmige,bikonvexe

Filmtablette

4.KlinischeAngaben

4.1Anwendungsgebiete

ZurBehandlungvon:

GeneralisiertenAnfälleninFormvon

Absencen,myoklonischenAnfällen

undtonisch-klonischenAnfällen

fokalenundsekundär-generalisierten

Anfällen

Hinweis

Kombinationsbehandlungbeianderen

Anfallsformen,z.B.fokalenAnfällenmit

einfacherundkomplexerSymptomatologie

sowiefokalenAnfällenmitsekundärer

Generalisation,wenndieseAnfallsformen

aufdieüblicheantiepileptischeBehandlung

nichtansprechen.

BeiKleinkindernbiseinschließlich3

JahrensollteValproTAD150mg/-300

mg/-600mgnurunterbesondererVorsicht

nachstrengerNutzen-Risiko-Abwägung

undmöglichstalsMonotherapieange-

4.2.Dosierung,ArtundDauerderAn-

wendung

DieDosierungistindividuellvom

(Fach)arztzubestimmenundzukontrol-

lieren,wobeiAnfallsfreiheitbeiminimaler

Dosierung,besondersauchinderSchwan-

gerschaft,angestrebtwerdensollte.

Esempfiehltsicheinstufenweiser(ein-

schleichender)AufbauderDosierungbis

zuroptimalwirksamenDosis.

InderMonotherapiebeträgtdieInitialdosis

inderRegel5–10mgNatriumvalproat/kg

Körpergewicht,diealle4-7Tageumetwa5

mgNatriumvalproat/kgKörpergewicht

erhöhtwerdensollte.

DievolleWirkungistineinigenFällenerst

nach4-6Wochenzubeobachten.Die

Tagesdosensollendeshalbnichtzufrüh

übermittlereWertehinausgesteigert

werden.

DiemittlereTagesdosisbeträgtwährend

derLangzeitbehandlungimAllgemeinen

für:

ErwachseneundälterePatienten23,1

mgNatriumvalproat/kgKörpergewicht

Jugendliche28,8mgNatriumvalpro-

at/kgKörpergewicht

Kinder34,6mgNatriumvalproat/kg

Körpergewicht.

__________________Fachinformation ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels(SPC)

_______________ValproTAD ® 150mg/-300mg/-600mg

Empfehlungenzur

sicherenAnwendung

vonValproatbeiDosenüber60mg/kg/Tag

könnennichtgegebenwerden.

Entsprechendwerdenfolgendeorientieren-

deTagesdosenempfohlen:

Dosierungstabelle

ValproTAD150mg:

Lebens-

alter Körperge-

wicht(in

durchschnittl.Anzahl

Dosisinmg/

Erwach-

sene

abca.60 1200-2100 8-14

Film-

tabletten

150mg

Jugend-

licheab

14Jahre ca.40-60 600–1500 4-10

Film-

tabletten

150mg

Kinder: 2

6-12

Monate

ca.7,5-10 150-300 1-2Film-

tabletten

150mg

1-3Jahre ca.10-15 300-450 2-3Film-

tabletten

150mg

3-6Jahre ca.15-25 300-600 2-4Film-

tabletten

150mg

7-14

Jahre ca.25-40 600-1200 4-8Film-

tabletten

150mg

1 AngabenbezogenaufmgNatriumvalproat

Hinweise:

FürKinderbiszu3Jahrensolltenvorzugs-

reichungsformenmitniedrigeremWirk-

stoffgehalt(z.B.Lösungbzw."Sirup")ver-

wendetwerden.

ValproTAD300mg:

Lebens-

alter Körperge-

wicht(in

durchschnittl.

Anzahl

Dosisinmg/

Erwach-

sene

abca.60 1200–

2100 4-7

Film-

tablette

n300

Jugend-

licheab

14Jahre ca.40-60 600–1500 2-5

Film-

tablette

n300

Kinder: 2

3-6Jahre ca.15-25 300-600 1-2

Film-

tablette

n300

7-14Jahre ca.25-40 600-1200 2-4

Film-

tablette

n300

AngabenbezogenaufmgNatriumvalproat

Hinweise:

FürKinderbiszu6Jahreneignensichbe-

sondersdiezurVerfügungstehendenDar-

reichungsformenmitniedrigeremWirk-

stoffgehalt(z.B.Lösungbzw."Sirup"oder

Tablettenzu100mg)

Lebens-

alter Körperge

-wicht(in

durchschnittl.

Anzahl

Dosisinmg/

Erwach-

sene abca.60 1200–

2100 2-4

Film-

tablette

n600

Jugend-

licheab

14Jahre ca.40-60 600–1500 1-3

Film-

tablette

n600

Kinder:

7-14Jahre ca.25-40 600-1200 1-2

Film-

tablette

n600

1 AngabenbezogenaufmgNatriumvalproat

WirdValproTAD150mg/-300mg/-600

mginKombinationoderalsSub-

stitutionstherapiezueinerfrüherenMedi-

kationgegeben,sollteinErwägung

gezogenwerden,derenDosisoderdiedes

zuvoreingenommenenArzneimittels

(besondersdesPhenobarbitals)zuver-

mindern(sieheAbschnitt4.5).Fallsdie

vorausgegangeneMedikationabgesetzt

wird,hatdiesausschleichendzuerfolgen.

DadieenzyminduzierendeWirkung

andererAntiepileptikawiePhenobarbital,

Phenytoin,PrimidonundCarbamazepin

reversibelist,istetwa4-6Wochennachder

letztenEinnahmeeinessolchen

AntiepileptikumsderSerumspiegelder

__________________Fachinformation ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels(SPC)

_______________ValproTAD ® 150mg/-300mg/-600mg

Valproinsäure zu

kontrollierenunddie

Tagesdosis

gegebenenfalls zu

reduzieren.

DieSerumkonzentration(bestimmtvorder

erstenTagesdosis)sollte100µgValproin-

säure/mlnichtüberschreiten.

BeiPatientenmitNiereninsuffizienzoder

Hypoproteinämiesolltefüreine

DosisanpassungdasklinischeBild

entscheidendsein,daeineBestimmungder

Valproinsäuregesamtkonzentration im

SerumzufalschenSchlussfolgerungen

führenkann(s.auchAbschnitt5.2

„PharmakokinetischeEigenschaften“).

DieTagesdosiskannauf2-4Einzelgaben

verteiltwerden.

ArtundDauerderAnwendung

ValproTAD150mg/-300mg/-600mg:

DiemagensaftresistentenFilmtablettensoll-

tenmöglichst1StundevordenMahlzeiten

(nüchtern)unzerkautmitreichlich

Flüssigkeit(z.B.1GlasWasser)eingenom-

menwerden.

DieDauerderAnwendungistindividuell

verschiedenundwirdinAbsprachemit

behandelndenArztfestgelegt.

DieantiepileptischeTherapieistgrundsätz-

ÜberdieEinstellung,Behandlungsdauer

unddasAbsetzenvonValproTAD150

mg/-300mg/-600mgsollteimEinzelfall

inAbsprachemitdemPatientenein

Facharzt(Neurologe,Neuropädiater)

entscheiden.ImAllgemeinenisteine

DosisreduktionundeinAbsetzender

Medikationfrühestensnachzwei-bisdrei-

jährigerAnfallsfreiheitzuerwägen.Das

AbsetzenmussinschrittweiserDosisreduk-

tionübermindestens6Monateerfolgen.

KinderkönnenderDosisproKilogramm

Körpergewichtentwachsen.Beieiner

ÄnderungderDosisproKilogramm

KörpergewichthinzurempfohlenenDosis

fürdieAltersgruppesolltesichderEEG-

Befundnichtverschlechtern.

UnterderBehandlungmitNatriumvalproat

solltendieSerumkonzentrationen

regelmäßigbestimmtwerden.

4.3Gegenanzeigen

ValproTAD150mg/-300mg/-600mg

darfnichtangewendetwerdenbei:

ÜberempfindlichkeitgegenValproin-

säureeinendersonstigenBestandteile

Früheren oder jetzigen

Lebererkrankungenindereigenen

oderFamilienanamnesesowie

manifestenschwerwiegendenLeber-

undPankreasfunktionsstörungen

Leberfunktionsstörungen mit

tödlichemAusgangwährendeiner

Valproinsäure-TherapiebeiGe-

Porphyrie

Blutgerinnungsstörungen.

4.4WarnhinweiseundVorsichtsmaßnah-

menfürdieAnwendung

ValproTAD150mg/-300mg/-600mg

darfnurunterbesondererVorsicht

angewendet werden (relative

Gegenanzeige)bei:

KleinkindernbiszueinemAltervon

einschließlich3Jahren,beidenendie

gleichzeitigeBehandlungmit

mehrerenAntiepileptikaerforderlich

ist,

mehrfachbehindertenKindernundJu-

gendlichenmitschwerenAnfallsfor-

men.

BesondereVorsichtistauchgebotenbei

Patientenmit:

Knochenmarkschädigungen,

metabolischenErkrankungen,insbe-

sondereangeborenenEnzymopathien,

NiereninsuffizienzundHypoprotein-

ämie,

systemischemLupuserythematodes.

Risikogruppen:

Siehe„Warnhinweise“und„Sonstige

Hinweise“

Warnhinweise

__________________Fachinformation ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels(SPC)

_______________ValproTAD ® 150mg/-300mg/-600mg

gleichzeitige

Anwendung von

Valproinsäure/Valproaten und

Carbapenemenwirdnichtempfohlen(siehe

Abschnitt4.5).

ÜbersuizidaleGedankenundsuizidales

VerhaltenwurdebeiPatienten,diemit

Antiepileptika in verschiedenen

Indikationenbehandeltwurden,berichtet.

EineMetaanalyserandomisierter,plazebo-

kontrollierterStudienmitAntiepileptika

zeigteaucheinleichterhöhtesRisikofür

dasAuftretenvonSuizidgedankenund

suizidalemVerhalten.DerMechanismusfür

dieAuslösungdieserNebenwirkungist

nichtbekanntunddieverfügbarenDaten

schließendieMöglichkeiteineserhöhten

RisikosbeiderEinnahmevonValproTAD

150mg/-300mg/-600mgnichtaus.

DeshalbsolltendiePatientenhinsichtlich

AnzeichenvonSuizidgedankenund

suizidalenVerhaltensweisenüberwachtund

einegeeigneteBehandlunginErwägung

gezogenwerden.Patienten(undderen

Betreuern)solltegeratenwerden

medizinischeHilfeeinzuholen,wenn

AnzeichenfürSuizidgedankenoder

suizidalesVerhaltenauftreten.

GelegentlichsindschwereSchädigungen

derLebermittödlichemAusgangbeobach-

tetworden.

AmhäufigstenbetroffensindSäuglinge

schwerenepileptischenAnfällenleiden,

besonderswennzusätzlicheine

Hirnschädigung,mentaleRetardierungoder

eineangeboreneStoffwechselerkrankung

vorliegen.BeidieserPatientengruppesollte

dieValproinsäure-Anwendungmit

besondererVorsichtundalsMonotherapie

erfolgen.DieErfahrunghatgezeigt,dass

oberhalbdieserAltersgruppe(vorallem

jenseitsdes10.Lebensjahres)die

HäufigkeitderLebererkrankungen

beträchtlichabnimmt.

InderMehrzahlderFällewurdenLeber-

schädeninnerhalbderersten6Monateder

Therapiebeobachtet,insbesondere

zwischender2.und12.Woche,und

zumeistbeidergleichzeitigenAnwendung

andererAntiepileptika.

SonstigeHinweise

BeiPatientenmitNiereninsuffizienzund

HypoproteinämiesolltedasklinischeBild

alsentscheidenderFaktorfüreine

Dosisanpasssungdienen,dadie

BestimmungderGesamtvalproinsäure-

konzentrationimSerumzufalschen

Schlussfolgerungenführenkann.

DieAnwendungvonvalproinsäurehaltigen

ArzneimittelnführtnurseltenzuReaktio-

nendesImmunsystems.Trotzdemsolltebei

Patienten,dieAnzeicheneinesLupusery-

sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung

erfolgen.

BesondereVorsichtshinweisefürdenGe -

brauchundKontrollmaßnahmen

Schwere,lebensbedrohendeSchädigungen

vonLeberoderPankreastretengelegentlich

aufundkommenfastausschließlichinden

ersten6Behandlungsmonatenvor.

BetroffensindvorwiegendKinderunter15

Jahren,besondersmehrfachbehinderte

Kleinkinderbiseinschließlich3Jahrenund

Kombinationstherapie.

MeistenszeigensichklinischeAuffällig-

keiten(Appetitverlust,Übelkeit,Erbrechen,

Bauchschmerzen,Abneigunggegenge-

wohnteSpeisen,AbneigunggegenVal-

proinsäure,Müdigkeit,Schlappheit,Zunah-

mevonFrequenz/SchwerederAnfälle,

Hämatome/Epistaxis,ÖdemederAugenli-

der/unterenExtremitäten,Ikterus)schon

vorderVeränderungvonLaborwerten.Der

klinischenÜberwachungderPatienten

kommtdeshalbgrößereBedeutungzuals

denLaborbefunden.

MaßnahmenzurFrüherkennungeinerLe -

berschädigung:

VorBehandlungsbeginnausführlicheklini-

scheUntersuchungen(insbesonderehin-

sichtlichStoffwechselstörungen,Hepatopa-

thie,PankreasaffektionenundGerinnungs-

störungen)undlaborchemischeBestim-

mungvonBlutbildmitThrombozyten,Bili-

__________________Fachinformation ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels(SPC)

_______________ValproTAD ® 150mg/-300mg/-600mg

rubin,Leberenzyme,

Lipase,alpha-Amylase

imBlut,Blutzucker,

Gesamteiweiß,

Gerinnungsparameter.DiePatientensind

engmaschigzuüberwachen(besondersbei

Fieber),dieEltern/Bezugspersonensindauf

möglicheZeicheneinerLeberschädigung

(s.o.)hinzuweisenundindieÜberwachung

miteinzubeziehen.

ElternundbehandelnderArztsollteninden

ersten6Behandlungsmonatenengendirek-

tenodertelefonischenKontakthalten.

Elternsindanzuweisen,beiklinischenAuf-

fälligkeitenundunabhängigvondiesem

ZeitplansofortdenbehandelndenArztzu

informieren.LaborkontrollenbeidenArzt-

besuchen:

BeiunauffälligemKind:Blutbildmit

Thrombozyten,SGOTundSGPT,beijeder

zweitenärztlichenUntersuchung,außerdem

Gerinnungsparameter.Nach12monatiger

TherapieohneAuffälligkeitensindnur

noch2-3ärztlicheKontrollenproJahr

erforderlich.

EinsofortigerTherapieabbruchistin

folgendenFällenzuerwä genbei:

nichterklärbarerStörungdesAllgemeinbe-

findens,klinischenZeicheneinerLeber-

oderPankreasaffektionoderBlutungsnei-

gung,mehrals2-3facherErhöhungder

Lebertransaminasenauchohneklinische

gleitmedikationbedenken),leichte(einein-

halb-biszweifacheErhöhung)derLeber-

transaminasenbeigleichzeitigem,akutfie-

berhaftenInfekt,ausgeprägterStörungdes

Gerinnungsstatus.

BeiJugendlichen(etwaabdem15.Lebens-

jahr)undErwachsenensindimerstenHalb-

jahrmonatlicheKontrollendesklinischen

BefundesundderLaborparametersowiein

jedemFallvorTherapiebeginnanzuraten.

WeitereVorsichtshinweise:

Unter der Behandlung mit

valproinsäurehaltigenPräparatenkanneszu

einemAnstiegdesAmmoniakserumspiegels

(Hyperammonämie)kommen.Deshalbist

beimAuftretenvonSymptomenwie

Apathie, Somnolenz, Erbrechen,

HypotensionsowiebeiderZunahmeder

AnfallsfrequenzderSerumspiegelvon

AmmoniakundValproinsäurezu

bestimmen;ggf.istdieDosisdesPräparates

zureduzieren.BeiVerdachtaufeinebereits

bestehendeenzymatischeStörungdes

HarnstoffzyklussolltederAmmoniak-

serumspiegelbereitsvorBeginnderThe-

rapiemitvalproinsäurehaltigenArzneimit-

telnbestimmtwerden.

Zubeachtenist,dasszuBeginneinerVal-

proinsäure-Behandlungseltenaucheine

harmlose,meistvorübergehendeÜbelkeit,

manchmalauchmitErbrechenundAppetit-

oderbeiDosisverringerungwiederzurück-

bildet.

Essolltedaraufgeachtetwerden,dassdie

Patientenmöglichstnichtgleichzeitigsaure

GetränkeodereisgekühlteSpeisenmitVal-

proTAD150mg/-300mg/-600mgzusich

nehmen.

VoreinemoperativenEingriffistderGe-

rinnungsstatuszuüberprüfen.Beigleich-

zeitigerEinnahmevonVitamin-K-Antago-

nistenwirdeineengmaschigeKontrolledes

Quick-Wertesempfohlen.

PatientenmitvorausgegangenerKnochen-

markschädigungmüssenstrengüberwacht

werden.

4.5WechselwirkungenmitanderenArz-

neimittelnundsonstigeWechselwirkun-

gen

BeiderKombinationvonValproTAD150

mg/-300mg/-600mgmitanderenAnti-

konvulsivaistzubeachten,dasswech-

selseitigeBeeinflussungenderWirkstoff-

konzentrationenimSerummöglichsind.

a)Valproinsäurewirdbeeinflusstvon:

EnzyminduzierendeAntiepileptikawiePhe-

nobarbital,Phenytoin,PrimidonundCar-

bamazepinerhöhendieValproinsäure-Aus-

scheidungundverminderndadurchdieWir-

kung.

__________________Fachinformation ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels(SPC)

_______________ValproTAD ® 150mg/-300mg/-600mg

Felbamat erhöht

dosisabhängig die

Serumkonzentrationen

freier

Valproinsäurelinearum18%.

MefloquinverstärktdenAbbauvon

Valproinsäureundbesitztaußerdem

potentiellkrampfauslösendeWirkungen,

waszuepileptischenAnfällenführenkann.

EinAbsinkenderSerumkonzentrationen

vonValproinsäurewurdebeschrieben,wenn

gleichzeitigCarbapenemeangewendet

wurden,waszueiner60-100%igen

SenkungderValproinsäurespiegelinetwa2

Tagenführte.AufgrunddesraschenEintritts

unddesAusmaßesdesAbsinkenswerden

dieFolgeneinerWechselwirkungzwischen

ValproinsäureundCarbapenemenbei

Patienten,diestabilaufValproinsäure

eingestelltsind,alsnichtkontrollierbar

angesehenundeinegleichzeitige

Anwendungsolltedahervermiedenwerden

(sieheAbschnitt4.4).

DieValproinsäurekonzentrationimSerum

kanndurchgleichzeitigeGabevonCime-

tidin,ErythromycinundFluoxetinerhöht

werden.IneinigenFällenwurdedie

ValproinsäurekonzentrationimSerum

durchgleichzeitigeFluoxetineinnahme

BeigleichzeitigerEinnahmevonvalproin-

säurehaltigenArzneimittelnundAntikoa-

gulantienoderAcetylsalicylsäurekannes

zuerhöhterBlutungsneigungkommen.

AcetylsalicylsäurevermindertdieBindung

derValproinsäureanPlasmaproteine.

DeshalbwirdinFällenmitgleichzeitiger

EinnahmeeineregelmäßigeÜberwachung

derBlutgerinnungswerte/Thromboplastin,

Fibrinogen,FaktorVII)(sieheAbschnitt4.4

„WarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmen

fürdieAnwendung“)empfohlen.

EinegleichzeitigeGabevonvalproinsäure-

haltigenArzneimittelnundAcetylsalicyl-

säuresolltebeiFieberundSchmerzen,be-

sondersbeiSäuglingenundKleinkindern,

unterbleiben.

b)Valproinsäurebeeinflusst:

VonbesondererklinischerBedeutungistdie

ErhöhungderPhenobarbital-Konzentration

durchValproinsäure,wassichineiner

starkenSedierung(besondersbeiKindern)

äußernkann.Fallsdieseauftritt,mussdie

Phenobarbital-bzw.Primidondosiser-

niedrigtwerdenundinsbesondereinnerhalb

derersten15Tageeiner

Kombinationstherapieisteinesorgfältige

Überwachungempfehlenswert.

BeibestehenderTherapiemitPhenytoin

kanndurchdiezusätzlicheGabeodereiner

DosiserhöhungvonValproatdieMengedes

SerumspiegeldesGesamtphenytoinserhöht

ist.DadurchkanndasRisikofürdasAuf-

tretenvonNebenwirkungen,insbesondere

einerHirnschädigung/Enzephalopathie,die

Pathogeneseistnichtaufgeklärt),erhöht

werden (siehe auch 4.8.

„Nebenwirkungen“).

InderKombinationstherapievonValproin-

säuremitCarbamazepinwurdenSymptome

beschrieben,diemöglicherweiseaufdie

PotenzierungdestoxischenEffektesvon

CarbamazepindurchValproinsäurezurück-

zuführensind.KlinischesMonitoringist

insbesonderezuBeginnderKombinations-

therapieangezeigt;dieDosissolltebeiBe-

darfangepasstwerden.

ValproatverdrängtebeigesundenProban-

denDiazepamausderPlasmaalbumin-

bindungundhemmteseinenMetabolismus.

InKombinationsbehandlungkanndieKon-

zentrationvonungebundenenDiazepamer-

höhtsowiediePlasmaclearanceunddas

VerteilungsvolumenderfreienDiazepam-

Fraktion(um25%;20%)reduziertwer-

den.DieHalbwertszeitbleibtjedochun-

verändert.

DiegleichzeitigeBehandlungvonValproat

undLorazepamhattebeiGesundeneine

ErniedrigungderPlasmaclearancevon

Lorazepamumbis40%zurFolge.

DerSerumspiegelvonPhenytoinbeiKin-

dernkannnachgleichzeitigerVerabrei-

__________________Fachinformation ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels(SPC)

_______________ValproTAD ® 150mg/-300mg/-600mg

chungvonClonazepam

Valproinsäure

erhöhtwerden.

ValproinsäurehemmtdenMetabolismus

vonLamotrigin,dieLamotrigindosissollte

daherggf.angepasstwerden.EsgibtVer-

dachtsmomente,dassbeieiner

KombinationvonLamotriginund

Valproinsäure-haltigenArzneimittelndas

RisikovonHautreaktionenerhöhtist.

ValproinsäurekanndenSerumspiegelvon

Felbamatumca.50%erhöhen.

AuchderMetabolismusunddieProtein-

bindungvonanderenWirkstoffenwieCo-

deinwerdenbeeinflusst.

InKombinationmitBarbituratensowie

NeuroleptikaundAntidepressivakannVal-

proinsäurediezentraldämpfendeWirkung

dieserArzneimittelverstärken.Beientspre-

chendenKombinationensolltendiePatien-

tensorgfältigbeobachtetunddieDosierun-

genggf.angepasstwerden.

DaValproinsäureteilweisezuKetonkör-

pernmetabolisiertwird,solltebeiDiabeti-

kernmitVerdachtaufKetoazidoseeine

möglichefalsch-positiveReaktioneines

TestsaufKetonkörper-Ausscheidungbe-

Valproinsäureerhöhtmöglicherweisedie

SerumkonzentrationvonZidovudin,waszu

verstärkterToxizitätdesZidovudinsführen

kann.

c)Sonstige:

DieWirkungvonempfängnisverhütenden

Hormonpräparaten("Pille")wirddurchVal-

proinsäurenichtvermindert,daValproin-

säurekeineenzyminduzierendeWirkung

besitzt.

Eswirddaraufhingewiesen,dasspotentiell

hepatotoxischeArzneimittel,wieauchAl-

kohol,dieLebertoxizitätvonValproinsäure

verstärkenkönnen.

BeigleichzeitigerBehandlungvon

valproinsäurehaltigenArzneimittelnund

ClonazepamtratbeiPatientenmitAnfällen

vomAbsence-TypinderVorgeschichteein

Absence-Statusauf.

BeieinerPatientinmitschizoaffektiverStö-

rungtratbeigleichzeitigerBehandlungvon

Valproinsäure,Sertralin(Antidepressivum)

undRisperidon(Neuroleptikum)eineKata-

tonieauf.

4.6SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

MitderEpilepsieundAntiepileptika

verbundeneRisikenimAllgemeinen:

DasFehlbildungsrisikoistbeiden

NachkommenvonMüttern,diemit

Faktor2-3erhöht.Amhäufigstenwirdüber

Lippenspalte, kardiovaskuläre

MissbildungenundNeuralrohrdefekte

berichtet.DieBehandlungmitmehreren

Antiepileptikakannmiteinemhöheren

RisikofürkongenitaleMissbildungen

assoziiertseinalsdieMonotherapie,

weshalbeswichtigist,dieMonotherapie

wannimmermöglichzupraktizieren.

GewöhnlichreduziertdieKombination

einerMonotherapiemitderniedrigst

möglichen Dosis und einer

FolsäuresubstitutiondasFehlbildungsrisiko.

DieNotwendigkeiteinerBehandlungmit

Antiepileptikasollteüberdachtwerden,

wenneineFraubeabsichtigt,schwangerzu

werden.EinplötzlicherTherapieabbruch

solltenichtvorgenommenwerden,dadieser

zuepileptischenAnfällenmit

schwerwiegendenFolgenfürMutterund

Kindhabenkann.

MitValproatverbundenesRisiko:

ÜbereinehöhereInzidenzfürkongenitale

Missbildungen einschließlich

Neurahlrohrdefekte(Spinabifida,

Meningomyelozele) und anderen

„midline“-DefektenwieHypospadiebei

männlichenKindern,skelettalenMissbil-

dungen(facialeDysmorphie–auchin

VerbindungmitmentalerRetardierung,

Gliedmaßenanomalien) und

Herzmissbildungen wurde bei

NachkommenvonMütternberichtet,diean

EpilepsieleidenundmitValproatbehandelt

wurden,imVergleichzurBehandlungmit

__________________Fachinformation ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels(SPC)

_______________ValproTAD ® 150mg/-300mg/-600mg

anderenAntiepileptika.

Übereineanhaltende

mentaleRetardierung

und/oderverzögerte

mentaleundmotorischeEntwicklung

wurdeberichtet.BilateraleRadiusaplasie

scheinteineselteneaberspezifische

WirkungvonValproatzusein.

EineFolsäuresubstitution,5mg/Tag,vor

derSchwangerschaftkanndieInzidenzfür

NeuralrohrdefektebeiKindernvonMüttern

senken,diehierfüreinerhöhtesRisiko

aufweisen.

ValproTADpassiertdiePlacentaund

erreichtimfetalenPlasmahöhere

Konzentrationenalsimmaternalen.Falls

ValproTADunverzichtbarist,sollteinder

Schwangerschaft,besondersimersten

Trimenon,ValproTADinderniedrigsten

anfallskontrollierendenDosisangewendet

werden.DaFehlbildungenmitgroßer

WahrscheinlichkeitdurchSpitzen-

konzentrationenimPlasmaausgelöstwer-

den,solltebeiKinderwunsch,aufjedenFall

jedochzwischendem20.und40.Schwan-

gerschaftstag,dieTagesdosisinmehreren

kleinenDosenüberdenTagverteilteinge-

nommenwerden.Zusätzlichsollteeine

regelmäßigeKontrollederPlasmakonzen-

trationvorgenommenwerden,daoffenbar

beigleichbleibenderDosierungdiePlasma-

konzentrationenimVerlaufderSchwanger-

genkönnen.Pränataldiagnostische

MaßnahmenzurFrüherkennungvon

Schädigungen(Ultraschallundalpha-

Fetoproteinbestimmung) werden

empfohlen.ÜberEntzugserscheinungen

(ReizbarkeitundKrämpfekönnenbiszu

12-24StundennachderGeburtauftreten)

undschwachesSäugenbeiNeugeborenen,

derenMütterinderSpätschwangerschaft

mitValproatbehandeltwurden,wurde

berichtet.

EsliegenFallberichteübereineStörungder

Blutgerinnung(hämorrhagischesSyndrom)

beiNeugeborenenvor,derenMütterwäh-

rendderSchwangerschaftmitValproatbe-

handeltwordenwaren.DiesesSyndromist

aufeineHypofibrinogenämiezurückzufüh-

ren.AuchvonTodesfällendurchvölliges

FehlenvonFibrinistberichtetworden.Die

Hypofibrinogenämietrittmöglicherweise

gemeinsammiteinemAbfallvonGerin-

nungsfaktorenauf.Dennochmussdieses

SyndromvoneinemAbfallVitamin-K-ab-

hängigerGerinnungsfaktoren,derdurch

EnzyminduktorenwiePhenobarbitalverur-

sachtwird,unterschiedenwerden.Daher

solltenBlutplättchen,Fibrinogenspiegel

undGerinnungsfaktorenbeiNeugeborenen

untersuchtundGerinnungstestsdurchge-

führtwerden.

ValproTADsolltenurwennunbedingt

erforderlichundnachsorgfältigerNutzen-

Risiko-BewertunginderSchwangerschaft

Stillzeit

ValproTADtrittindieMuttermilchüber.

DieMengensindjedochgeringund

bedeutenimAllgemeinenkeinRisikofür

dasKind.DieMonotherapiemit

Valproinsäurewirdgewöhnlichals

kompatibelmitdemStillenangesehen.

4.7AuswirkungenaufdieVerkehrs-

tüchtigkeitunddasBedienenvonMa-

schinen

ZuBeginneinerTherapiemitValproTAD

150mg/-300mg/-600mg,beihöherer

DosierungoderinKombinationmitam

ZentralnervensystemwirkendenArz-

neimittelnkönnenzentralnervöseWirkun-

genwiez.B.Schläfrigkeit,Verwirrtheitdas

Reaktionsvermögensoweitverändern,dass

-unabhängigvonderAuswirkungdesbe-

handeltenGrundleidens-dieFähigkeitzur

aktivenTeilnahmeamStraßenverkehroder

zumBedienenvonMaschinenoderzur

DurchführungvonTätigkeiten,diemitAb-

sturzoderUnfallgefahreinhergehen,beein

trächtigtwird.Diesgiltinverstärktem

MaßebeigleichzeitigemAlkoholgenuss.

4.8Nebenwirkungen

Klassifizierung:

Sehrhäufig: (>1/10)

häufig: (>1/100;<1/10)

gelegentlich: (>1/1000;<1/100)

selten: (>1/10000;<1/1000)

__________________Fachinformation ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels(SPC)

_______________ValproTAD ® 150mg/-300mg/-600mg

sehr selten: (<1/10000)einschließlich

Einzelfälle

Sehrhäufig Häufig Gelegentlich Selten Sehrselten

Erkrankungendes

Blut-und

Lymphsystems

(008) Thrombozytop

enie,

Leukopenie–

diese

verschwinden

häufig

vollständig,

wenndie

Behandlung

fortgeführt

Blutungen–besonders

zuBehandlungsbeginn Lymphopenie,

Neutropenie,

Panzytopenie,

Anämie,erniedrigte

Konzentrationvon

Fibrinogenoder

FaktorVIIIoder

verlängerte

Blutungszeit

Erkrankungendes

Immunsystems

(009) Blutgefäßentzündung,

Lupuserythematodes

Endokrine

Erkrankungen(010) Amenorrhö,erhöhte

Testosteronspiegel,

polyzystische

Ovarien

Stoffwechsel-und

Ernährungsstörunge

n(011) Vereinzeltund

mäßigausgeprägte

Hyper-

ammonämie

ohneVeränderung

der

Leberfunktionspar

ameter–ein

Therapieabbruch

istnicht

ReversiblesFanconi-

Syndrom

(metabolische

Azidose,

Phosphaturie,

Aminoacidurie,

Glukosurie)nach

Absetzenvon

Valproinsäure

Psychiatrische Halluzinationen

__________________Fachinformation ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels(SPC)

_______________ValproTAD ® 150mg/-300mg/-600mg

Erkrankungen(012)

Erkrankungendes

Nervensystems

(013) Dosisabhängig

Schläfrigkeit,

Tremoroder

Parästhesie Enzephalopathie(re-

versibelnachAbbruch),

ineinigenFällenmit

erhöhten

Ammoniakspiegeln,ein

Anstiegdes

Phenobarbitalspiegels

inder

Kombinationstherapie,

Benommenheit,

zeitweisemiteiner

erhöhten

Anfallsfrequenz

assoziiert,deren

Symptomebei

Dosiserniedrigung

zurückgehen.Die

MehrzahldieserFälle

tratenunter

Kombinationstherapie

(besondersmit

Phenobarbital)oder

nacheinemschnellen

Dosisanstiegauf.

Besonderszu

Behandlungsbeginn-

Hypersalivation,

Kopfschmerzen,

Spastik,Ataxie,

Reizbarkeit,

Hyperaktivitätund

InFällenmithöherer

Dosierungoderbei

Kombinationstherapie

mitanderen

Antiepileptika:

chronische

Enzephalopathiemit

neurologischer

Symptomatikund

Störungenhoher

kortikaler

Funktionen,deren

Pathogenesebisher

unzulänglich

ReversibleDemenz,

assoziiertmit

reversibler

zerebralerAtrophie.

Unter

Langzeitbehandlun

gzusammenmit

anderen

Antiepileptika-

insbesonderemit

Phenytoin:Zeichen

einer

Hirnschädigung

(Enzephalopathie):

vermehrte

Krampfanfälle,

Antriebslosigkeit,

Stupor,

Muskelschwäche

(muskuläre

Hypotonie),

Bewegungsstörunge

n(Choreatiforme

Dyskinesien)und

schwere

Allgemeinveränder

ungenimEEG.

Enuresisbei

Kindern.

__________________Fachinformation ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels(SPC)

_______________ValproTAD ® 150mg/-300mg/-600mg

Erkrankungendes

Ohrsunddes

Labyrinths(015) Reversibleroder

irreversibler

Hörverlust,

Tinnitus.

Sehrhäufig Häufig Gelegentlich Selten Sehrselten

Erkrankungendes

Gastrointestinaltrak

ts)(019) Gewichtszuna

hmeoder–

abnahme,

erhöhter

Appetitoder

Appetitlosigke

Insbesonderezu

Behandlungsbeginn

übereinigeTage–

Diarrhö,

gastrointestinale

Störungen(Übelkeit,

Bauchschmerzen)

Leber-und

Gallenerkrankunge

n(020)* Dosisabhängigschwere

(bislebensbedrohliche)

Störungender

Leberfunktion

(erhöhtesRisikofür

Kinderinsbesonderezu

Behandlungsbeginn

unter

Kombinationstherapie

mitanderen

Antiepileptika(siehe

„4.4Warnhinweiseund

Vorsichtsmaßnahmen

Schädigungdes

Pankreas,manchmal

mittödlichem

Ausgang

Erkrankungender

Hautunddes

Unterhautzellgeweb

es(021) Dosisabhängig

zeitweise

Haarausfall Hautreaktionen

(Erythema

multiforme) Schwere

Hautreaktionen

(Steven-Johnson

Syndromund

toxischeepidermale

Nekrolyse,ebenso

wieLyellSyndrom)

Allgemeine Insbesonderezu

__________________Fachinformation ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels(SPC)

_______________ValproTAD ® 150mg/-300mg/-600mg

Erkrankungenund

Beschwerdenam

Verab-reichungsort

(027) Behandlungsbeginn–

periphereÖdeme

Leber-undGallenerkrankungen(020)*

BesondereAufmerksamkeitmussim

LaufederBehandlungauffolgendeAn-

zeicheneinerLeberschädigunggerichtet

werden:

VerringerungantiepileptischerWirkung,die

durcherneutesAuftretenoderZunahme

epileptischerAnfällegekennzeichnetist;

länger

andauerndeSymptomewiekörperliches

Schwächegefühl, Teilnahmslosigkeit,

Appetitlosigkeit,Übelkeitundwiederholtes

ErbrechenoderunklareOberbauchbe-

schwerden,vermehrteGewebewasserein-

lagerungenimganzenKörperoderinTeile

davon,BewusstseinsstörungenmitVer-

wirrtheit,UnruheoderBewegungsstörun-

gen.

HinsichtlichdieserAnzeichensolltenSäug-

lingeundKleinkinder(1-3Jahre)ärztlich

engmaschigüberwachtwerden.

SinddieobenerwähntenBeschwerdenan-

haltendoderschwerwiegend,sosindneben

einergründlichenUntersuchungauchent-

sprechendeLaboruntersuchungenvorzuneh-

men(s.SonstigeHinweise4.4).

4.9Überdosierung

Valproinsäurebesitztbeitherapeutischen

Serumspiegeln(Bereich50-100µg/ml)

einerelativgeringeToxizität.Sehrselten

sind

akuteIntoxikationenmitValproinsäurebei

Serumspiegelnüber100µg/mlbei

ErwachsenenalsauchbeiKindernvorge-

kommen.

EinzelfälleakuterundchronischerÜber-

dosierungenmittödlichemAusgangsind

ausderLiteraturbekannt.

SymptomeeinerÜberdosierung :

DasVergiftungsbildistgekennzeichnet

durchVerwirrtheitszustände,Sedationbis

hinzumKoma,MuskelschwächeundHypo-

bzw.Areflexie.

InEinzelfällenwurdenHypotension,Mio-

sis,kardiovaskulärewierespiratorischeStö-

rungen,zerebralesÖdem,metabolischeAzi-

dose,Hypernatriämiebeobachtet.

HoheSerumspiegelriefenbeiErwachsenen

wiebeiKindernabnormeneurologische

Störungenwiez.B.erhöhteAnfallsneigung

undVerhaltensänderungenhervor.

MaßnahmenbeiÜberdosierung:

DieTherapiemusssichdeshalbaufallge-

meineMaßnahmenzurEntfernungdes

WirkstoffesausdemOrganismusundStüt-

zungderVitalfunktionenbeschränken.

Wennmöglichistinitial,innerhalbvon30

MinutennachEinnahme,Erbrechen

auszulö-

senbzw.MagenspülungunddieGabevon

Aktivkohlevorzunehmen.Hierbeiistinten-

sivmedizinischeÜberwachungerforderlich.

HämodialyseundforcierteDiuresekönnen

wirksamsein.DiePeritonealdialyseistwe-

nigwirksam.

ÜberdieWirksamkeitderhämatogenen

Kohleperfusionsowiederkompletten

Plasmasubstitutionund-transfusionliegen

keine

ausreichendenErfahrungenvor.Ausdiesem

Grundwirdeineintensiveinternistische

TherapieohnespezielleDetoxikations-

verfahren,

besondersbeiKindern,abermitKontrolle

derSerumkonzentrationempfohlen.

DieintravenöseGabevonNaloxonzurAuf-

hellungderBewusstseinstrübungistinei-

nemFallalswirksambeschriebenworden.

5.PharmakologischeEigenschaften

5.1PharmakodynamischeEigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Fettsäurenderivate

ATC-Code:N03AG01

ValproinsäureisteinAntiepileptikum,das

keinestrukturelleÄhnlichkeitmitanderen

antikonvulsivenWirkstoffenzeigt.Als

WirkmechanismenvonValproinsäurewird

eineErhöhungderGABA-mediiertenInhi-

bitiondurcheinenpräsynaptischenEffekt

aufdenGABA-Metabolismusund/odereine

direktepostsynaptischeWirkungaufdie

IonenkanälchenoderneuronalenMembran

angenommen.

ValproinsäureistinWassersehrschwer

löslich(1:800),dasNatriumsalzistin

Wassersehrleichtlöslich(1:0,4).

5.2PharmakokinetischeEigenschaften

-Resorption

NachoralerGabewerdendieValproinsäure

undihrNatriumsalzimGastrointestinaltrakt

schnellundnahezuvollständigresorbiert.

-Serumspiegel,Plasmaproteinbindung,

Verteilung

DerZeitpunktdermaximalenSerumkon-

zentrationhängtvondergalenischenDarrei-

beiLösungen(ValproTADLösung)wird

sieinnerhalbvon0,5-2Stundenerreicht,

beimagensaftresistentenZubereitungen

(ValproTAD150mg/-300mg/-600mg)

ergebensichmaximaleSerumkonzentratio-

nennach2-8Stunden.

EsbestehtkeinelineareBeziehungzwischen

DosisundSerumkonzentration.Während

Dosierungsänderungennormalerweisemit

proportionalenÄnderungenderPlasma-

Wirkstoffspiegeleinhergehen,kanndie

LinearitätderPharmakokinetikvon

Valproinsäuregestörtwerden,wenndie

PlasmaproteinbindungdesWirkstoffs

gesättigtist(beihöherenDosierungen),was

zueinererhöhtenValproinsäure-Clearance

führt(DavisR,PetersDH,McTavishD.

Drugs47:332-372,1994).

DermittleretherapeutischeBereichderSe-

rumkonzentrationwirdmit50-100µg/ml

angegeben.Oberhalbvon100µg/mlistver-

mehrtmitNebenwirkungenbishinzurIn-

toxikationzurechnen.Steady-State-Se-

rumspiegelwerdenindenmeistenFällen

innerhalbvon3-5Tagenerreicht.

InderZerebrospinalflüssigkeitliegendie

Valproinsäure-Konzentrationenbei10%der

jeweiligenSerumkonzentration.

DasVerteilungsvolumenistaltersabhängig

undbeträgtinderRegel0,13-0,23l/kg,bei

Jüngeren0,13-0,19l/kg.

Valproinsäurewirdzu90-95%anPlasma-

proteinegebunden,vornehmlichanAlbu-

min.BeihöhererDosierungnimmtdie

Eiweißbindungab.DiePlasmaprotein bin -

dungistbeiälterenPatientensowiebei

PatientenmitNieren-oderLeberfunktions -

störungenniedriger.IneinerStudiewurden

erhöhteWertefreienWirkstoffes(8,5bis

über20%)beiPatientenmitsignifikantver-

minderterNierenfunktionbeobachtet.

InPatientenmitNiereninsufffizienzund

Hypoproteinämiesolltedasklinische

KrankheitsbildderentscheidendeFaktorfür

eineDosisanpassungsein,dadie

Bestimmung der

Valproinsäuregesamtkonzentrationausdem

SerumzufalschenSchlussfolgerungen

führenkann.

-Metabolismus,Ausscheidung

DieBiotransformationerfolgtüberGlu-

kuronidierungsowieb-,w-(Omega)undw-

1(Omega-1)-Oxidation.Etwa20%derap-

pliziertenDosistretennachrenalerExkre-

tionalsEster-GlukuronidimHarnauf.Es

existierenmehrals20Metabolite,wobeidie

derOmega-Oxidationalshepatotoxisch

angesehenwerden.Wenigerals5%der

appliziertenDosisValproinsäureerscheinen

unverändertimUrin.

Hauptmetabolitistdie3-Keto-Valproin-

säure,diezu3-60%imHarnauftritt.

DieserMetabolitistbeiderMausanti-

konvulsivwirksam,beimMenschenistdie

Wirkungnochnichtgeklärt.

-Plasmaclearance,Plasmahalbwertszeit

DiePlasmaclearancebetrugineinerStudie

12,7ml/minbeiPatientenmitEpilepsie,bei

Gesundenliegtsiebei5-10ml/min,bei

EinnahmeenzyminduzierenderAntiepi-

leptikaerhöhtsiesich.

DiePlasmahalbwertszeitliegtbeiMonothe-

rapiedurchschnittlichbei12-16Stunden

undbleibtauchbeiLangzeittherapiekon-

stant.

BeiKombinationmitanderenArzneimit-

teln(z.B.Primidon,Phenytoin,Phenobar-

bitalundCarbamazepin)sinktdieHalb-

wertszeitaufWertezwischen4und9Stun-

den,inAbhängigkeitvonderEnzyminduk-

tion.NeugeboreneundKinderbiszu18

MonatenzeigenPlasmahalbwertszeitenzwi-

schen10und67Stunden.Dielängsten

Halbwertszeitenwurdenunmittelbarnach

derGeburtbeobachtet,oberhalbvon2Mo-

natennähernsichdieWertedenenvon

Erwachsenen.

BeiLeberkrankenistdieHalbwertszeitver-

längert.ImFallevonÜberdosierungwurden

Halbwertszeitenbiszu30Stundenbeob-

achtet.

InderSchwangerschaftnimmtbeiZunahme

desVerteilungsvolumensimdrittenTri-

menondiehepatischeundrenaleClearance

zu,miteinemmöglichenAbfallderSerum-

konzentrationbeigleichhoherDosierung.

Ferneristzubeachten,dassimVerlaufder

SchwangerschaftsichdiePlasmaproteinbin-

dungverändernundderfreie(therapeutisch

wirkende)AnteilderValproinsäurezuneh-

menkann.

-ÜbergangindieMuttermilch

Valproinsäureistplazentagängigundgehtin

dieMuttermilchüber.Imsteady-statebe-

trägtdieKonzentrationinderMuttermilch

bisca.10%derSerumkonzentration.

InUntersuchungenzurchronischenToxi-

zitätwurdennachhohenDosen(250mg/kg

beiRatten;90mg/kgbeiHunden)Atrophie

derHoden,DegenerationdesDuctusdefe-

rensundeineinsuffizienteSpermatogenese

sowieLungen-undProstataveränderungen

festgestellt.

MutagenitätstestanBakteriensowieanRat-

tenundMäusenverliefennegativ.

LangzeituntersuchungenwurdenanRatten

undMäusendurchgeführt.Beisehrhohen

Dosierungenwurdenvermehrtsubcutane

FibrosarkomebeimännlichenRattenbeob-

achtet.ValproinsäureerwiessichinTier-

studienalsteratogen.

6.PharmazeutischeAngaben

6.1SonstigeBestandteile

ValproTAD150mg/-300mg/-600mg:

MikrokristallineCellulose,Gelatine,Cal-

ciumtrimetasilikat5H

O,Magnesiumstearat

(Ph.Eur.),Methacrylsäure-Ethylacrylat-

Copolymer(1:1)(Ph.Eur.),Triethylcitrat,

Titandioxid(E171),Glycerolmonostearat

6.2Inkompatibilitäten

Bishernichtbekannt.

6.3DauerderHaltbarkeit

3Jahre

6.4BesondereLagerungshinweise

ValproTAD150mg/300mg/-600mg:

Nichtüber+25°Clagern!DasBehältnisfest

verschlossenhalten,umdenInhaltvor

Feuchtigkeitzuschützen.

6.5ArtundInhaltdesBehältnisses

ValproTAD150mg/-300mg/-600mg:

BrauneGlasflasche(GlastypIII,weißer

Verschluss)mit50,100oder200magen-

saftresistentenFilmtabletten.

6.6HinweisezurHandhabung

KeinebesonderenAnforderungen

7.PharmazeutischerUnternehmer

TADPharmaGmbH

Heinz-Lohmann-Strasse5

27472Cuxhaven

Telefon:(04721)606-0

Telefax:(04721)606-333

E-Mail:info@tad.de

8.Zulassungsnummer

150mg:48775.00.00

300mg:48775.01.00

600mg:48775.02.00

9.DatumderZulassung/Verlängerung

16.11.2000

10.StandderInformation

Juni2010

11.Verschreibungsstatus/Apotheken-

pflicht

Verschreibungspflichtig

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Teilen Sie diese Informationen