Urapidil-Pharmore i.v. 25mg Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Wirkstoff:
Urapidil
Verfügbar ab:
Helm AG
INN (Internationale Bezeichnung):
Urapidil
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Urapidil 5.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
61007.00.00

Gebrauchs- und Fachinformation

Bezeichnung

Urapidil-Pharmore i.v. 25mg

Wirkstoff: Urapidil

Qualitative

und

quantitative Zusammensetzung

Arzneilich wirksamer Bestandteil:

5 ml Injektionslösung enthalten 25 mg Urapidil

Hilfsstoffe siehe unter 6.1.

Darreichungsform und

Inhalt

Packungen mit 5 Ampullen zu je 5 ml (= 25 mg)

Klinikpackungen mit 50 Ampullen zu je 5 ml

Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Hypertensive Notfälle (z.B. krisenhafter Blutdruckanstieg), schwere bzw. schwerste Formen

der Hochdruckkrankheit, therapieresistenter Hochdruck.

Kontrollierte

Blutdrucksenkung

Hochdruckpatienten

während

und/oder

nach

Operationen.

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Hypertensiver

Notfall,

schwere

und

schwerste

Formen

der

Hypertonie

und

therapieresistente Hypertonie

1) Intravenöse Injektion

Als Injektion werden 10-50 mg Urapidil langsam – unter laufender Blutdruckkontrolle –

intravenös verabreicht.

Innerhalb von 5 min nach der Injektion ist eine blutdrucksenkende Wirkung zu erwarten.

Abhängig vom Blutdruckverhalten kann die Injektion von Urapidil-Pharmore i.v. 25mg

wiederholt werden.

2) Intravenöse Dauertropfinfusion oder kontinuierliche Infusion per Perfusor

Die Dauertropfinfusionslösung zur Aufrechterhaltung des durch die Injektion erreichten

Blutdruckniveaus wird folgendermaßen hergestellt:

Zu 500 ml einer kompatiblen Infusionslösung, z.B. physiologischer Kochsalzlösung, 5-oder

10%iger Glucoselösung, gibt man im Allgemeinen 250 mg Urapidil (10 Ampullen Urapidil-

Pharmore i.v. 25mg).

Bei Verwendung eines Perfusors zur Gabe der Erhaltungsdosis werden 20 ml

Injektionslösung (= 100 mg Urapidil) in einer Perfusor-Spritze aufgezogen und bis zu einem

Volumen von 50 ml mit einer kompatiblen Infusionslösung (siehe oben) verdünnt.

Gebrauchs- und Fachinformation

Die kompatible Höchstmenge beträgt 4 mg Urapidil pro ml Infusionslösung.

Applikationsgeschwindigkeit

Die Tropfgeschwindigkeit richtet sich nach dem individuellen Blutdruckverhalten.

Initiale Richtgeschwindigkeit

2 mg/min

Erhaltungsdosis

Im Mittel 9 mg/h, bezogen auf 250 mg Urapidil zusätzlich zu 500 ml Infusionslösung

entspricht 1 mg = 44 Tropfen = 2,2 ml.

Kontrollierte

Blutdrucksenkung bei Blutdruckanstiegen während und/oder nach

Operationen

Zur Aufrechterhaltung des durch die Injektion erreichten Blutdruckniveaus kommen

kontinuierliche Infusion per Perfusor oder Dauertropfinfusion zur Anwendung.

Hinweise

wird Urapidil-Pharmore

i.v. 25mg nicht als erstes blutdrucksenkendes Medikament gegeben, ist ausreichend

lange auf den Wirkungseintritt des/der zuvor gegebenen blutdrucksenkenden Mittel(s) zu

warten. Die Dosierung von Urapidil-Pharmore i.v. 25mg ist entsprechend niedriger zu

wählen.

Zu rascher Blutdruckabfall kann zu Bradykardie oder Herzstillstand führen.

älteren

Patienten

und bei Patienten mit Leber- und Niereninsuffizienz müssen blutdrucksenkende Mittel

mit entsprechender Vorsicht und zu Beginn in kleineren Dosen verabreicht werden, da

bei diesen Patienten die Empfindlichkeit gegenüber derartigen Präparaten oftmals

verändert ist.

Die für dieses Präparat

in Frage kommenden Indikationen sind in der

Kinderheilkunde

äußerst selten.

Erfahrungen liegen nicht vor.

Urapidil-Pharmore i.v. 25mg wird intravenös als Injektion oder Infusion am liegenden

Patienten verabreicht.

Sowohl ein- oder mehrmalige Injektion als auch intravenöse Langzeitinfusionen sind

möglich. Injektionen lassen sich mit anschließender Langzeitinfusion kombinieren.

Überlappend mit der parenteralen Akuttherapie ist der Übergang auf eine Dauertherapie mit

oral zu verabreichenden Blutdrucksenkern möglich.

Toxikologisch abgesichert ist eine Behandlungsdauer von 7 Tagen, die im Allgemeinen bei

parenteraler antihypertensiver Therapie auch nicht überschritten wird. Eine parenterale

Wiederholungsbehandlung bei erneut auftretendem Blutdruckanstieg ist möglich.

Dosierungsschema

intravenöse Injektion

bei Blutdrucksenkung

Gebrauchs- und Fachinformation

Stabilisierung des Blutdrucks

durch Infusion

Anfangs bis 6 mg in 1–2 min,

dann Reduzierung

von 25 mg Urapidil

(= 5 ml Injektionslösung)

nach 2 min

nach 2 min

keine

Reaktion des

Blutdrucks

intravenöse Injektion

von 25 mg Urapidil

(= 5 ml Injektionslösung)

bei Blutdrucksenkung

nach 2 min

nach 2 min

keine

Reaktion des

Blutdrucks

langsame intravenöse

Injektion von 50 mg Urapidil

(= 10 ml Injektionslösung)

bei Blutdrucksenkung

nach 2 min

4.3 Gegenanzeigen

Urapidil-Pharmore i.v. 25mg darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit

(Allergie) gegen einen der Inhaltsstoffe.

Urapidil-Pharmore i.v. 25mg soll bei Aortenisthmusstenose und arteriovenösem Shunt

(hämodynamisch nicht wirksamer Dialyse-Shunt ausgenommen) nicht angewendet werden.

4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Urapidil-Pharmore i.v. 25mg ist erforderlich bei

Herzinsuffizienz, deren Ursache in einer mechanischen Funktionsbehinderung liegt,

B. Aortenklappen- oder Mitralstenose, bei Lungenembolie oder bei durch

Perikarderkrankungen bedingter Einschränkung der Herzaktion

Kindern, da keine Untersuchungen hierzu vorliegen

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Patienten mit mäßiger bis schwerer Nierenfunktionsstörung

Älteren Patienten

Patienten, die gleichzeitig Cimetidin erhalten (siehe Kapitel 4.5 Wechselwirkungen

mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen).

Propylenglycol kann Symptome wie nach Alkoholgenuss verursachen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Die blutdrucksenkende Wirkung von Urapidil-Pharmore i.v. 25mg kann durch gleichzeitig

verabreichte Alpha-Rezeptorenblocker und durch andere blutdrucksenkende Arzneimittel

sowie bei Zuständen mit Volumenmangel (Durchfall, Erbrechen) und Alkohol verstärkt

werden.

gleichzeitiger

Gabe

Cimetidin

einer

Erhöhung

Urapidil-

Serumspiegelmaxima um 15 % zu rechnen.

Da noch keine ausreichenden Erfahrungen in der Kombinationsbehandlung mit ACE-

Hemmern vorliegen, wird diese derzeit nicht empfohlen.

Gebrauchs- und Fachinformation

4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

Urapidil-Pharmore i.v. 25mg soll während der Schwangerschaft nur bei zwingender

Indikation verabreicht werden, da bisher keine Erfahrungen über die Sicherheit einer

Anwendung im ersten und zweiten Trimester und nur unzureichende Erfahrungen mit dem

Einsatz

dritten

Trimester

vorliegen.

Tierexperimentelle

Studien

haben

keine

Anhaltspunkte für eine Keimschädigung ergeben.

Urapidil-Pharmore i.v. 25mg darf in der Stillzeit nicht verabreicht werden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von

Maschinen

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so

weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum

Bedienen von Maschinen oder zu Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt

in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie

im Zusammenhang mit Alkohol.

4.8 Nebenwirkungen

In der Mehrzahl der Fälle sind die folgenden Nebenwirkungen auf eine zu rasche

Blutdrucksenkung zurückzuführen; erfahrungsgemäß verschwinden sie jedoch innerhalb von

Minuten, auch während der Langzeitinfusion, so dass in Abhängigkeit vom Schweregrad der

Nebenwirkung über die Unterbrechung der Behandlung entschieden werden muss.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde

gelegt: Siehe Tabelle.

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten

häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von

100 Behandelten

gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr

als 1 von 1000 Behandelten

selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1

von 10000 Behandelten

sehr selten: weniger als 1 von 10000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Häufigkeit

Organsystem

häufig

( 1 % - < 10 %)

gelegentlich

( 0,1 % - < 1 %)

selten

( 0,01 % -<0,1 %)

sehr selten

(< 0,01 %)

Herzerkrankungen

Herzklopfen;

Tachykardie;

Bradykardie;

Druckgefühl

hinter dem

Brustbein;

Atemnot

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Übelkeit

Erbrechen

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Müdigkeit

Untersuchungen

Unregelmäßige

Herzschlagfolge

Verminderung

der Thrombo-

zytenzahl*

Gebrauchs- und Fachinformation

Erkrankungen des

Nervensystems

Schwindel;

Kopfschmerzen

Psychiatrische

Erkrankungen

Unruhe

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane

und Brustdrüse

Priapismus

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und des

Mediastinums

Verstopfte Nase

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzellgewebe

Schweißausbruch

Allergische

Erscheinungen

(Juckreiz,

Hautrötung,

Exantheme)

* In sehr seltenen Einzelfällen ist in zeitlichem Zusammenhang mit der oralen Gabe von Urapidil

eine Verminderung der Thrombozytenzahl beobachtet worden. Ein kausaler Zusammenhang mit der

Urapidil-Therapie konnte – beispielsweise durch immunhämatologische Untersuchungen – nicht

nachgewiesen werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage

aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

4.9 Überdosierung

Zeichen einer Überdosierung sind

seitens des Kreislaufs

Schwindel, Orthostasesyndrom und Kollaps

seitens

Zentralnervensystems

Müdigkeit und verminderte Reaktionsfähigkeit

Therapie bei Überdosierung:

Eine übermäßige Blutdrucksenkung kann durch Hochlagern der Beine und Volumen-

substitution gebessert werden. Falls diese Maßnahmen nicht ausreichen, können

gefäßverengende Präparate langsam und unter Blutdruckkontrolle i.v. injiziert werden. In

ganz seltenen Fällen ist die Gabe von Katecholaminen (z.B. Adrenalin, 0,5 – 1,0 mg auf

10 ml mit isotonischer Natriumchloridlösung verdünnt) notwendig.

Pharmakologische

Eigenschaften

Pharmakodynamische

Eigenschaften

Urapidil-Pharmore

i.v.

25mg

gehört

Gruppe

Alpha-Rezeptor-

antagonisten/Synthetische Antihypertonika, ATC-Code C02CA06.

Urapidil-Pharmore i.v. 25mg führt zu einer Senkung des systolischen und diastolischen

Blutdrucks durch Verminderung des peripheren Widerstandes. Die Herzfrequenz bleibt

weitgehend konstant oder steigt nur geringfügig reflektorisch an.

Das Herzzeitvolumen wird nicht verändert; ein infolge erhöhter Nachlast vermindertes

Herzzeitvolumen kann ansteigen.

Gebrauchs- und Fachinformation

Wirkungsmechanismus

Urapidil hat zentrale und periphere Angriffspunkte.

Peripher blockiert Urapidil vorwiegend postsynaptische Alpha-1-Rezeptoren und hemmt

somit den vasokonstriktorischen Angriff der Katecholamine.

Zentral moduliert Urapidil die Aktivität der Kreislaufregulationszentren; dadurch wird eine

reflektorische Zunahme des Sympathikotonus verhindert oder der Sympathikotonus gesenkt.

Pharmakokinetische

Eigenschaften

Nach intravenöser Applikation von 25 mg Urapidil wird ein biphasischer Verlauf (initiale

Verteilungsphase, terminale Eliminationsphase) der Konzentration im Blut gemessen. Die

Verteilungsphase hat eine Halbwertszeit von ca. 35 min. Das Verteilungsvolumen beträgt 0,8

(0,6 – 1,2)l/kg.

Die Metabolisierung von Urapidil erfolgt vorwiegend in der Leber. Der Hauptmetabolit ist

ein am Phenylkern in 4-Stellung hydroxyliertes Urapidil, welches keine nennenswerte

antihypertensive Wirkung hat. Der Metabolit O-demethyliertes Urapidil verfügt etwa über

die gleiche biologisch Aktivität wie Urapidil, entsteht aber nur in geringem Umfang.

Die Elimination von Urapidil sowie seiner Metaboliten erfolgt beim Menschen zu 50 – 70%

renal, davon ca. 15% der applizierte Dosis als pharmakologisch aktives Urapidil; der Rest

wird als Metaboliten, primär als nicht blutdrucksenkendes para-hydroxyliertes Urapidil fäkal

ausgeschieden.

Für die Halbwertszeit der Elimination aus dem Serum wurden 2,7 (1,8 – 3,9) Stunden nach

intravenöser Bolusinjektion gemessen.

Die Plasma-Eiweißbindung von Urapidil (Humanserum) beträgt in vitro 80%. Diese relativ

geringe

Plasma-Eiweißbindung

Urapidil

könnte

erklären,

dass

bisher

keine

Interaktionen zwischen Urapidil und stark an Plasma-Eiweiß gebundenen Medikamenten

bekannt sind.

Bei fortgeschrittener Leber- und/oder Niereninsuffizienz sowie bei älteren Patienten sind das

Verteilungsvolumen und die Clearance von Urapidil reduziert, die Eliminationshalbwertszeit

ist verlängert.

Die Substanz penetriert die Blut-Hirn-Schranke und ist placentagängig.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

a. Akute Toxizität

Zur akuten Toxizität wurden Untersuchungen mit Urapidilhydrochlorid an Mäusen und

Ratten durchgeführt. Die LD

-Werte (bezogen auf Urapidil-Base) liegen nach oraler Gabe

zwischen 508 und 750 mg/kg KG und nach intravenöser Applikation zwischen 140 und

260 mg/kg KG.

Vorherrschend im Vergiftungsbild waren Sedierung, Ptosis, Motilitätsminderung, Ausfall der

Schutzreflexe und Hypothermie, Schnappatmung, Cyanose, Tremor und Krämpfe vor dem

Tod.

Gebrauchs- und Fachinformation

b. Chronische Toxizität/Subchronische Toxizität

Studien zur chronischen Toxizität wurden an Ratten nach oraler Gabe mit dem Futter über 6

und 12 Monate mit Dosierungen bis zu 250 mg/kg KG/Tag durchgeführt. Beobachtet

wurden Sedierung, Ptosis, verminderte Körpergewichtszunahme, eine Verlängerung des

Oestruszyklus und verminderte Uterusgewichte.

Am Hund wurde die chronische Toxizität in Studien über 6 und 12 Monate mit Dosierungen

bis zu 64 mg/kg KG geprüft. Dosierungen ab 30mg/kg KG/Tag verursachten Sedierung,

Hypersalivation und Tremor. Klinische oder histophathologische Veränderungen wurden am

Hund nicht festgestellt.

c. Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Urapidil zeigt in Untersuchungen an Bakterien (AMES-Test, Host Mediated Assay), an

Humanlymphozyten und im Knochenmark-Metaphasetest an der Maus keine mutagenen

Eigenschaften. Ein Test auf DNS-Reparatur an Rattenhepatozyten verlief negativ.

Aus Kanzerogenitätsuntersuchungen an Mäusen und Ratten über 18 und 24 Monate haben

sich keine für den Menschen relevanten Hinweise auf ein tumorerzeugendes Potential

ergeben. In speziellen Untersuchungen an Ratten und Mäusen zeigte sich, dass Urapidil den

Prolaktinspiegel erhöht. Beim Nager führt ein erhöhter Prolaktinspiegel zur Stimulation des

Wachstums von Mammagewebe. Aufgrund der Kenntnisse über den Wirkungsmechanismus

ist diese Wirkung für den Menschen bei therapeutischer Dosierung nicht zu erwarten und

konnte in klinischen Studien nicht nachgewiesen werden.

d. Reproduktionstoxizität

Reproduktionstoxikologische Untersuchungen an Ratte, Maus und Kaninchen ergaben keine

Hinweise auf eine teratogene Wirkung. Eine Verlängerung des Oestruszyklus bei weiblichen

Ratten wurde in der Reproduktionsstudie, wie auch in den Untersuchungen zur chronischen

Toxizität festgestellt. Dieser Effekt, wie auch die verminderten Uterusgewichte im

chronischen Versuch werden als Folge des beim Nager nach Behandlung mit Urapidil

auftretenden erhöhten Prolaktinspiegels angesehen. Die Fertilität der Weibchen war nicht

beeinträchtigt.

Aufgrund der erheblichen Speziesunterschiede gibt es jedoch keinen Anhalt für eine

Relevanz dieser Befunde für den Menschen. In klinischen Langzeitstudien konnte eine

Beeinflussung des Hypophysen-Gonaden-Systems bei der Frau nicht festgestellt werden.

Pharmazeutische

Angaben

6.1 Hilfsstoffe

Propylenglycol

Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat

Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat

Salzsäure (10%)

Natriumhydroxid

Wasser für Injektionszwecke

Stickstoff

6.2 Inkompatibilitäten

Gebrauchs- und Fachinformation

Urapidil-Pharmore i.v. 25mg soll nicht mit alkalischen Injektions- und Infusionslösungen

gemischt werden, da es aufgrund der sauren Eigenschaften der Injektionslösungen zu einer

Trübung oder Ausflockung kommen kann.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

Urapidil-Pharmore i.v. 25mg ist 3 Jahre haltbar.

Urapidil-Pharmore i.v. 25mg darf nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr angewendet

werden.

Nach Anbruch Reste verwerfen.

6.4 Besondere Lagerungshinweise

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Farblose Ampullen zu je 5 ml; Typ 1 Glas (Ph.Eur.)

6.6 Hinweise für die Handhabung

Eine Infusionslösung ist nach Zubereitung sofort zu verwenden. Reste der Infusionslösung

nach Anbruch verwerfen.

Gebrauchs- und Fachinformation

Pharmazeutischer Unternehmer

Pharmore GmbH

Gildestr. 75

49479 Ibbenbüren

Zulassungsnummer

61007.00.00

Datum

der

Zulassung/Verlängerung der Zulassung

31.05.2005

Stand der Information

März 2007

Verschreibungsstatus/

Apothekenpflicht

Verschreibungspflichtig

Hersteller

Helm Pharmaceuticals GmbH

Nordkanalstrasse 28

20097 Hamburg

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