Toxogonin Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Obidoximchlorid
Verfügbar ab:
SERB S.A.
INN (Internationale Bezeichnung):
Obidoxim chloride
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Obidoximchlorid 250.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
6102841.00.00

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS,

ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation/ Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Toxogonin®

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Ampulle (1 ml) enthält 0,25 g Obidoximchlorid. Sonstige Bestandteile: Natronlauge, Salzsäure,

Wasser für Injektionszwecke.

3.

DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Antidot gegen Vergiftungen mit Organophosphaten

Vergiftungen mit Insektiziden aus der Gruppe der Organophosphate (Alkylphosphate,

Alkylthiophosphate, Phosphorsäureester, Thiophosphorsäureester), z. B. Parathion = E 605® forte, bei

denen die gehemmten Acetylcholinesterasen durch das spezifische Antidot Toxogonin reaktiviert

werden können.

Symptomatik der akuten Organophosphat-Vergiftung

Verdacht auf Vergiftungen mit insektiziden Organophosphaten besteht bei Vorliegen

parasympathischer Erregungserscheinungen wie Miosis (kann fehlen!), Bronchospasmus,

Brechdurchfall, Bradykardie, Koliken und Kollaps; dazu gehören ferner Krämpfe bzw. fibrilläre

Muskelzuckungen, Atemdepression, Lungenödem, Koma.

In leichteren Fällen besteht begründeter Verdacht auf Organophosphat-Vergiftung schon bei

folgenden Symptomen: Schwindel, Sehstörungen, Schwäche, Asthma, Nausea, Schwitzen, Erbrechen.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Der Verabreichung von Toxogonin gehen allgemeine Maßnahmen der Notfallmedizin und erste

Atropin-Gaben voraus! Da die Maßnahmen der ersten Viertelstunde für das Schicksal des vergifteten

Patienten entscheidend sind, muss die Behandlung bereits vor der Klinikeinweisung beginnen!

Folgende Maßnahmen sind möglichst rasch durchzuführen:

Allgemeine Maßnahmen

Bei Giftaufnahme per os

sofortige Magenspülung und anschließende Instillation von Aktivkohle, ggf. mit Wiederholung.

Bei Giftaufnahme durch die Haut

Entfernung der Kleider und Ganzkörperwaschung mit Natriumbicarbonatlösung oder

Polyäthylenglykol.

Generell: Freihalten der Atemwege (Intubation), Sekretabsaugung und evtl. künstliche Beatmung.

Sofortiger intravenöser Zugang, Volumensubstitution (Plasmaexpander). Bei Lungenödem (bronchiale

Sekretflut!) sofort Atropin hoch dosiert.

Atropin-Medikation

So schnell wie möglich Atropin geben: 2 - 5 mg intravenös, im Abstand von 5 - 15 min. wiederholen

bis zur deutlichen Atropinisierung (Kontrolle anhand der Mundtrockenheit bzw. der Menge des

Bronchialsekrets bei intubierten Patienten). Die Atropin-Toleranz ist bei Organophosphat-

Vergiftungen sehr hoch. Einzeldosen bei Kindern 1-3 mg.

Die systematische Behandlung mit Atropin muss schon vor dem Transport in das Krankenhaus

eingeleitet werden. Sie dient der Bekämpfung des drohenden Herzstillstandes in der Bradykardie. Die

Atropinisierung sollte bis zum Auftreten von Zeichen einer Überdosierung gehen (heiße, trockene

Haut, Mundtrockenheit, leichte Tachykardie).

Toxogonin-Medikation

Zur Beachtung: Die Toxogonin-Anwendung macht auf keinen Fall Atropin überflüssig!

Anschließend an die ersten Atropin-Gaben beginnt die spezifische Antidot-Behandlung mit

Toxogonin.

Initialdosis für Erwachsene: 1 Ampulle (250mg), Initialdosis für Kinder: 4 – 8 mg/kg Körpergewicht

langsam intravenös.

Diese Medikation wird als Dauerinfusion mit 750mg/24h, bei Kindern mit 10mg/kg KG pro Tag

fortgeführt, so lange die Acetylcholinesterase reaktivierbar ist.

Die erste Toxogonin-Gabe sollte so schnell wie möglich erfolgen. Auch bei verzögertem Beginn der

Therapie innerhalb der ersten Woche nach der Vergiftung kann noch eine Reaktivierung der

Acetylcholinesterase erwartet werden.

Toxogonin kann auch intramuskulär injiziert werden.

Falls der Injektion von Toxogonin bei einer Insektizid-Vergiftung nicht innerhalb kurzer Zeit eine

deutliche Besserung folgt, liegt mit großer Wahrscheinlichkeit keine durch Toxogonin beeinflussbare

Organophosphat-Vergiftung vor oder es handelt sich um bereits gealterte und nicht mehr mit

Toxogonin reaktivierbare Acetylcholinesterasen. Weitere Injektionen von Toxogonin sollten dann

unterbleiben.

In Abhängigkeit von der wechselnden individuellen Vergiftungssituation, wie insbesondere Art und

Menge der aufgenommenen Organophosphate, sowie weiteren Faktoren lässt sich das Ausmaß der mit

Toxogonin erzielbaren Antidotwirkung im Einzelfall nicht sicher voraussagen. Zur Wahrung der

Option auf eine bestmögliche Beeinflussung der Intoxikation im Rahmen von deren

Gesamtbehandlung ist die Anwendung von Toxogonin bei Vergiftungen mit Organophosphaten

grundsätzlich sinnvoll. Überdosierungen sind hierbei zu vermeiden. Wird die Toxogonin-Medikation,

wie vorgeschlagen, durchgeführt, so ist hierdurch keine zusätzliche Gefährdung des Vergifteten zu

erwarten.

Da Tierversuche bei intraarterieller Injektion von Toxogonin eine gewisse Reizwirkung gezeigt haben,

wird auf die Notwendigkeit einer lege artis durchzuführenden intravenösen Injektion besonders

hingewiesen.

4.3

Gegenanzeigen

Vergiftungen mit Insektiziden der Gruppe der Carbamate (z. B. Aldicarb = Temik® 5G). Hierbei ist

Toxogonin wirkungslos oder kann die Carbamat-Wirkung noch verstärken. In diesen Fällen kommen

nur Atropingaben und eine symptomatische Behandlung in Betracht.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Keine.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Bisher nicht bekannt.

Da Obidoximchlorid ausschließlich renal eliminiert wird, sind Interaktionen mit anderen, renal

eliminierten Arzneimitteln theoretisch möglich.

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung von Toxogonin in der Schwangerschaft liegen bisher

nicht vor. In einem Fall, bei dem Obidoxim (1250 mg in 24 h) an eine Schwangere im 5. Monat

verabreicht wurde, waren hiermit keine nachteiligen Folgen für Mutter und Kind verbunden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Nicht zutreffend.

4.8

Nebenwirkungen

Aufgrund der Art des Produktes liegen keine Daten aus klinischen Studien vor, die eine Abschätzung

der Häufigkeiten von Nebenwirkungen erlauben.

Bei gesunden Probanden verschwanden die aufgetretenen Symptome spontan innerhalb von 2

Stunden.

Bei den mit * gekennzeichneten Nebenwirkungen ist bei Patienten mit Vergiftungen durch

Organophosphate eine Beteiligung von Toxogonin nicht auszuschließen.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Erkrankungen des Nervensystems

Geschmacksstörung (Mentholgeschmack), Taubheitsgefühl*

Herzerkrankungen

Erhöhung der Pulsfrequenz, Erhöhung des Blutdrucks, Herzrhythmusstörungen*

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Mundtrockenheit

Leber- und Gallenerkrankungen

Cholestatischer Ikterus* (nach Gabe von 3 000 - 10 000 mg innerhalb von 1 - 3 Tagen),

Leberfunktionsstörungen* (bei einer Dosierung von mehr als 2000 mg)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Muskelschwäche

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Hitzegefühl, Kälteempfinden

Untersuchungen

EKG-Veränderungen*

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

4.9

Überdosierung

Aus einer erheblichen Überschreitung der für Toxogonin empfohlenen Einzel- und Gesamtdosis kann

ein gegenteiliger Effekt resultieren, der in einer zusätzlichen Hemmung von Acetylcholinesterasen mit

Verstärkung der Vergiftungssymptomatik besteht. Eine derartige Risikosituation kann sich

insbesondere dann ergeben, wenn im Körper hohe Konzentrationen von Toxogonin mit großen

Mengen an Organophosphat zusammentreffen. Als Gegenmaßnahmen kommen in diesem Fall, wie

bei schweren Organophosphat-Vergiftungen, die Hämoperfusion oder Blutaustauschtransfusionen in

Betracht.

Ferner kann bei erheblicher Überdosierung von Toxogonin dessen Beteiligung an passageren

Leberfunktionsstörungen nicht ausgeschlossen werden.

5.

DAUER DER HALTBARKEIT

5 Jahre.

Das Verfallsdatum ist auf der inneren und äußeren Umhüllung aufgedruckt. Verwenden Sie die

Packung nicht mehr nach dem angegebenen Datum!

6.

BESONDERE LAGER- UND AUFBEWAHRUNGSHINWEISE

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

7.

DARREICHUNGSFORMEN UND PACKUNGSGRÖßEN

5 Ampullen mit 1 ml Injektionslösung.

8.

PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER UND HERSTELLER

Pharmazeutischer Unternehmer:

SERB SA

Avenue Louise 480

1050 Brüssel

Belgien

E-mail: infomed@serb.eu

Tel.: + 32 2 792 05 00

Mitvertrieb:

Heyl Chem.-pharm. Fabrik GmbH & Co. KG

Kurfürstendamm 178-179

10707 Berlin

Deutschland

E-mail: info@heyl-berlin.de

Tel.: +49 30 81696-0

Fax: +49 30 81696-33

Hersteller:

SERB SA

Avenue Louise 480

1050 Brüssel

Belgien

Stand der Information

Januar 2019

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Zusätzliche Informationen für Fachkreise

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig.

Pharmakologische Eigenschaften

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe

Antidot gegen Vergiftungen mit Organophosphaten

ATC Code V03AB13

Obidoximchlorid ist ein kausales Antidot, da es den Ursachen der durch Organophosphate

hervorgerufenen Vergiftungserscheinungen (Acetylcholinesterasenhemmung und nachfolgende

Acetylcholinanhäufung) entgegenwirkt. Die unentbehrliche symptomatische Behandlung der

Organophosphat-Vergiftung mit Atropin kann durch Obidoximchlorid sinnvoll ergänzt werden.

Obidoximchlorid kann blockierte Acetylcholinesterasen reaktivieren, die in ihrer Funktion durch

Organophosphate (Alkylphosphate, Alkylthiophosphate, Phosphorsäureester, Thiophosphorsäureester)

gehemmt sind. Dies gilt nicht für Phosphoramidate, wie Tabun oder Fenamiphos.

Eine deutliche Reaktivierung ist bei Blutplasma-Spiegeln von 10-20 Mikromol Obidoximchlorid zu

erwarten. In hohen Konzentrationen, die bei Gabe der empfohlenen Dosen nicht erreicht werden,

bewirkt Obidoximchlorid selbst eine schwache Cholinesterase-Inhibition.

Pharmakokinetische Eigenschaften

Toxogonin wird im Regelfall intravenös verabreicht, wobei die Bioverfügbarkeit gewährleistet ist.

Nach intravenöser Anwendung bei Patienten mit Organophosphat-Vergiftung wurden nach einer

Bolusgabe von 250 mg Obidoximchlorid und anschließender Dauerinfusion von 750 mg/24h

Plasmaspiegel von 3,6-7,2 mg/l (10-20 Mikromol/l) gemessen.

Nach intramuskulärer Injektion einer Ampulle Toxogonin (0,25 g entsprechend ca. 3 mg

Obidoximchlorid /kg KG) bei Probanden wurden nach 20 bis 40 min. maximale

Obidoximkonzentrationen im Blut von etwa 6 µg/ml erreicht.

Obidoximchlorid wird nicht nennenswert an Plasmaproteine gebunden. Das Verteilungsvolumen

entspricht mit durchschnittlich 0,171 l/kg dem des Extrazellulärraumes, kann aber bei Patienten mit

Organophosphat-Vergiftung 0,32 l/kg erreichen.

Obidoximchlorid wird hauptsächlich renal eliminiert. Bei einer Halbwertszeit im Bereich von

2 Stunden wurde die Substanz mit dem Harn unverändert ausgeschieden. Nach 2 Stunden waren 52 %

und nach 8 Stunden 87 % der injizierten Dosis eliminiert.

Präklinische Angaben zur Sicherheit

Nach tierexperimentellen Untersuchungen ist Obidoximchlorid ein Wirkstoff mit relativ geringer

Eigentoxizität und mit großer therapeutischer Breite. Überdosierungserscheinungen sind bei Tieren

nach intravenöser Gabe ab 50 mg Obidoximchlorid/kg KG zu beobachten. Die akute

Vergiftungssymptomatik ist gekennzeichnet durch Muskelschwäche, motorische Lähmungs- und

Erregungszustände, Dyspnoe und Atemlähmung.

Ratten vertrugen ohne erkennbare Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes die intraperitoneale

Injektion von täglich 68 mg Obidoximchlorid/kg KG für die Dauer von 30 Tagen. Nach täglichen

Injektionen von 113 mg/kg KG und 158 mg/kg KG über diesen Zeitraum starben 30 % bzw. 100 %

der Versuchstiere, wahrscheinlich an Atemlähmung; Organschäden konnten nicht festgestellt werden.

In in-vitro Untersuchungen zeigte Obidoximchlorid keine mutagenen Eigenschaften.

In-vivo Untersuchungen zum mutagenen Potential sowie Untersuchungen zur chronischen Toxizität,

zur Reproduktionstoxizität sowie zur Kanzerogenität von Obidoximchlorid liegen nicht vor.

Bioverfügbarkeit

Toxogonin wird im Regelfall intravenös verabreicht, wobei die Bioverfügbarkeit gewährleistet ist.

Bezüglich der Bioverfügbarkeit des Arzneimittels nach intramuskulärer Anwendung liegen außer den

unter "Pharmakokinetik" angegebenen Befunden keine Erkenntnisse vor.

Inkompatibilitäten

Wichtigste Inkompatibilitäten und Kompatibilität mit Infusionslösungen

Inkompatibilitäten sind bisher nicht bekannt. Toxogonin (250 mg) ist mit 250 ml Glucosteril (5 %)

oder 250 ml physiologischer Kochsalzlösung für 24 h kompatibel.

Zulassungsinhaber:

SERB SA

Avenue Louise 480

1050 Brüssel

Belgien

Zulassungsnummer:

6102841.00.00

Datum der Zulassung / Verlängerung der Zulassung

05.11.1998 / 20.11.2012

Zulassungsinhaber für die Schweiz:

Curatis AG

4410 Liestal

Zul.Nr.-31`514 (Swissmedic), Abgabekategorie B

Zulassungsinhaber für die Niederlande:

SERB SA

Avenue Louise 480

1050 Brüssel

RVG 04562

Package leaflet/ Summary of Product Characteristics

1.

NAME OF THE MEDICINAL PRODUCT

Toxogonin

2.

QUALITATIVE AND QUANTITATIVE COMPOSITION

1 ampoule (1 ml) contains 0.25 g obidoxime chloride.

Excipients: Sodium hydroxide solution, hydrochloric acid, water for injection.

3.

PHARMACEUTICAL FORM

Solution for injection

4.

CLINICAL PARTICULARS

4.1

Therapeutic indications

Antidote against poisoning with organophosphates

Insecticide poisoning with substances belonging to the organophosphate group (alkyl phosphates,

alkyl thiophosphates, phosphoric acid esters, thiophosphoric acid esters), e.g. parathion =

E 605® forte, in which the inhibited acetylcholinesterases may be reactivated by the specific antidote

Toxogonin.

Symptoms of acute organophosphate poisoning

Poisoning with organophosphate insecticides is suspected in the presence of signs of parasympathetic

stimulation such as miosis (may also be absent!), bronchospasm, diarrhea with vomiting, bradycardia,

colics and collapse; also convulsions or fibrillary twitches, respiratory depression, pulmonary edema

and coma.

In less severe cases the following symptoms may well give reason to suspect organophosphate

poisoning: dizziness, blurred vision, weakness, asthma, nausea, sweating and vomiting.

4.2

Posology and method of administration

General measures of emergency care and initial doses of atropine are to proceed any administration of

Toxogonin! As the measures taken within the first 15 minutes are decisive for the survival of the

poisoned patient treatment must be commenced before admission to hospital!

The following measures should be taken as soon as possible:

General measures

After oral ingestion

of poisons gastric lavage needs to be performed, followed by instillation of activated charcoal, to be

repeated as required.

After skin contact

clothes need to be removed and the patient's entire body washed with a solution of sodium bicarbonate

or polyethylene glycol.

Generally: Clearing and keeping open of airways (intubation), aspiration of secretions, and, if

necessary, artificial ventilation. Immediate intravenous access, volume replacement (plasma

expander). In the case of pulmonary edema (excessive bronchial secretions!) immediate administration

of high-dose atropine.

Administration of atropine

Administer atropine as soon as possible: 2-5 mg intravenously, to be repeated at intervals of

5-15 minutes until the atropine effect is clearly manifest (check dryness of the mouth or, in the case of

intubated patients, the amount of bronchial secretion). Atropine tolerance is extremely high in

organophosphate poisoning. Single doses of 1-3 mg in children.

Systematic treatment with atropine must be started prior to transferring the patient to hospital. It is a

measure to combat imminent cardiac arrest in bradycardia. Atropine should be given until signs of

overdosage appear (hot, dry skin, dry mouth, mild tachycardia).

Administration of Toxogonin

Note: On no account does administration of Toxogonin replace administration of atropine!

Specific antidote treatment with Toxogonin is initiated after the first doses of atropine.

Initial dose in adults: 1 ampoule (250 mg), initial dose in children: 4–8 mg/kg body weight, slowly

intravenously.

This drug is administered as a continuous infusion at a dose of 750 mg/24 h and in children at a dose

of 10 mg/kg BW daily as long as reactivation of acetylcholinesterase is still possible.

The first Toxogonin dose should be given as soon as possible. Even in delayed initiation of therapy

within one week after poisoning, reactivation of acetylcholinesterase can still be expected.

Toxogonin may also be given by intramuscular injection.

Lack of marked short-term improvement after Toxogonin injection in insecticide poisoning most

probably is an indication for non-organophosphate poisoning manageable with Toxogonin or for

acetylcholinesterases that are already irreversibly inactivated and that can no longer be reactivated

with Toxogonin. In such cases no further injections of Toxogonin should be given.

Depending on the individual intoxication situation, particularly the type and quantity of ingested

organophosphates as well as other factors, it is not possible to predict with certainty the antidotal

efficacy achieved by Toxogonin in the individual case. Use of Toxogonin is generally indicated in

organophosphate poisoning within the overall scope of treatment to ensure the best possible

management of poisoning. Overdosage is to be avoided. When given as recommended, Toxogonin

treatment incurs no additional risks for the poisoned person.

Since animal studies have indicated certain irritations in intra-arterial injection of Toxogonin, this drug

must be given strictly according to instructions by intravenous injection.

4.3

Contraindications

Poisoning with insecticides from the carbamate group (e.g. Aldicarb = Temik® 5G). Toxogonin is

ineffective here, or it may even increase the carbamate effect. In these cases only atropine and

symptomatic treatment should be considered.

4.4

Special warnings and precautions for use

None.

4.5

Drug interactions and other interactions

Not known to date.

Since obidoxime chloride is exclusively eliminated via the kidneys, interactions with other renally

eliminated medicinal products are theoretically possible.

4.6

Pregnancy and lactation

No sufficient experience with the use of Toxogonin during pregnancy has been gained up to date. In

one case the administration of obidoxime (1250 mg in 24 hours) to a woman five months pregnant did

not result in any adverse effects in the mother or the infant.

4.7

Effects on ability to drive and use machines

Not applicable.

4.8

Adverse reactions

Because of the nature of the product no clinical trial data are available which would allow estimation

of frequencies for adverse reactions.

In healthy volunteers symptoms resolved spontaneously within 2 hours.

Regarding side effects labelled with * in patients with organophosphorous intoxications, a relationship

to Toxogonin cannot be excluded.

Not known (cannot be estimated from the available data):

Nervous system disorders

Dysgeusia (taste of menthol), hypoaesthesia

Cardiac disorders

Heart rate increased, blood pressure increased, cardiac arrhythmia*

Gastrointestinal disorders

Dry mouth

Hepatobiliary disorders

Jaundice cholestatic* (with doses exceeding 3000-10000 mg within 1-3 days), hepatic function

abnormal* (with doses exceeding 2000 mg)

Musculoskeletal and connective tissue disorders

Muscular weakness

General disorders and administration site conditions

Feeling hot, feeling cold

Investigations

Electrocardiogram change*

Reporting of side effects

If you get any side effects, talk to your doctor, pharmacist or nurse. This includes any possible side

effects not listed in this leaflet. You can also report side effects directly via Bundesinstitut für

Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175

Bonn, Website: www.bfarm.de. By reporting side effects you can help provide more information on

the safety of this medicine.

4.9

Overdose

If the recommended single and total Toxogonin doses are by far exceeded, the resultant effect may be

contrary to the intended leading to further inhibition of acetylcholinesterases and aggravation of the

symptoms of poisoning. Risk situations like this may result from the interaction of high concentrations

of Toxogonin with large organophosphate quantities in the body. As in severe organophosphate

poisoning countermeasures to be considered here are haemoperfusion or exchange transfusions.

Furthermore, when the appropriate Toxogonin doses are severely exceeded, the possibility of the

substance being connected with transient disturbances in liver function cannot be ruled out.

5.

SHELF LIFE

5 years

The expiry date is printed on the inner and outer packages. Do not use this pack once the expiry date

has elapsed!

6.

SPECIAL PRECAUTIONS FOR STORAGE

Do not refrigerate or freeze.

7.

NATURE AND CONTENTS OF CONTAINER

5 ampoules containing 1 ml each of solution for injection.

8.

PHARMACEUTICAL COMPANY AND MANUFACTURER

Marketing Authorisation Holder:

SERB SA

Avenue Louise 480

1050 Brussels

Belgium

E-mail: infomed@serb.eu

Phone: + 32 2 792 05 00

Co-promotion (“Mitvertrieb”):

Heyl Chem.-pharm. Fabrik GmbH & Co. KG

Kurfürstendamm 178-179

10707 Berlin

Germany

E-mail: info@heyl-berlin.de

Phone: +49 30 81696-0

Fax: +49 30 81696-33

Manufacturer:

SERB SA

Avenue Louise 480

1050 Brussels

Belgium

Date of revision of the text

January 2019

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Additional details for medical experts

Legal category

Medicinal product subject to medical prescription.

Pharmacological properties

Pharmacodynamic properties

Pharmacotherapeutic group

Antidote against poisoning with organophosphates

ATC Code V03AB13

Toxogonin is a causal antidote since it counteracts the causes of the symptoms of poisoning induced

by organophosphates (inhibition of acetylcholinesterases and subsequent accumulation of

acetylcholine). Toxogonin is an effective adjunct to the symptomatic and absolutely essential

treatment of organophosphate poisoning with atropine.

Obidoxime chloride can reactivate blocked acetylcholinesterases where their function has been

inhibited by organophosphates. (alkyl phosphates, alkyl thiophosphates, phosphoric acid esters,

thiophosphoric acid esters). This does not apply to phosphoramidate, like Tabun or Fenamiphos.

A significant reactivation can be expected at blood plasma levels of 10-20 micromol obidoxime

chloride. At high concentrations, not achieved when recommended doses are administered, obidoxime

chloride itself causes a weak inhibition of cholinesterase.

Pharmacokinetic properties

Generally, Toxogonin is administered by the intravenous route thus ensuring its bioavailability. After

intravenous administration of an initial bolus dose of 250 mg obidoxime chloride followed by

continuous infusion of 750 mg/24 hours, plasma levels of 3.6-7.2 mg/l (10-20 micromol/l) were

determined in patients with organophosphate poisoning.

After intramuscular injection of one ampoule of Toxogonin (0.25 g equivalent to about 3 mg

obidoxime chloride / kg of body weight) to subjects maximum obidoxime concentrations in the blood

were about 6 µg/ml after 20 to 40 minutes.

Obidoxime is not noticeably bound to plasma proteins. The distribution volume corresponds with

approximately 0.171 l/kg to those of the extracellular space, however, may reach 0.32 l/kg in patients

with organophosphate intoxication.

Obidoxime chloride is mainly eliminated renally. With a half-life in the range of 2 hours the

unchanged substance was excreted with the urine. After 2 hours 52% and after 8 hours 87% of the

injected dose had been eliminated.

Preclinical safety data

According to animal studies obidoxime chloride is an active substance with relatively slight intrinsic

toxicity and a large therapeutic index. Symptoms of overdosage are seen in animals after intravenous

doses starting with 50 mg obidoxime chloride/kg of body weight. The acute symptoms of poisoning

are muscle weakness, states of motor paralysis and excitation, dyspnoea and respiratory paralysis.

Rats tolerated intraperitoneal injection of 68 mg obidoxime chloride/kg of body weight daily for a

period of 30 days without any recognisable impairment to their state of health. After daily injections of

113 mg/kg of body weight over this period 30% of the study animals died, and after 158 mg/kg of

body weight the corresponding figure was 100%. Death of the animals was probably due to respiratory

paralysis; no organic lesions were found.

In vitro investigations with obidoxime chloride have not revealed any mutagenic properties.

In vivo investigations on mutagenic potential as well as investigations on chronic toxicity, on

reproduction toxicity as well as carcinogenicity with obidoxime chloride are not available.

Bioavailability

Generally, Toxogonin is administered by the intravenous route thus ensuring its bioavailability. No

further experience is available on the bioavailability of this drug after intramuscular administration

besides the information given in the section on pharmacokinetics.

Incompatibilities

Most important incompatibilities and compatibility with solutions for infusion

Incompatibilities are unknown to date. Toxogonin (250 mg) is compatible with 250 ml of Glucosteril

(5%) or 250 ml of physiological saline solution for a period of 24 hours.

Holder of marketing authorisation:

SERB SA

Avenue Louise 480

1050 Brussels

Belgium

Marketing Authorisation Number:

6102841.00.00

Date of first authorisation / renewal of the authorization

05.11.1998 / 20.11.2012

Holder of marketing authorisation in Switzerland:

Curatis AG

4410 Liestal

Reg.no. 31`514 (Swissmedic), Abgabekategorie B

Holder of marketing authorisation in the Netherlands:

SERB SA

Avenue Louise 480

1050 Brussels

RVG 04562

Gebrauchsinformation/ Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Toxogonin®

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Ampulle (1 ml) enthält 0,25 g Obidoximchlorid. Sonstige Bestandteile: Natronlauge, Salzsäure,

Wasser für Injektionszwecke.

3.

DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Antidot gegen Vergiftungen mit Organophosphaten

Vergiftungen mit Insektiziden aus der Gruppe der Organophosphate (Alkylphosphate,

Alkylthiophosphate, Phosphorsäureester, Thiophosphorsäureester), z. B. Parathion = E 605® forte, bei

denen die gehemmten Acetylcholinesterasen durch das spezifische Antidot Toxogonin reaktiviert

werden können.

Symptomatik der akuten Organophosphat-Vergiftung

Verdacht auf Vergiftungen mit insektiziden Organophosphaten besteht bei Vorliegen

parasympathischer Erregungserscheinungen wie Miosis (kann fehlen!), Bronchospasmus,

Brechdurchfall, Bradykardie, Koliken und Kollaps; dazu gehören ferner Krämpfe bzw. fibrilläre

Muskelzuckungen, Atemdepression, Lungenödem, Koma.

In leichteren Fällen besteht begründeter Verdacht auf Organophosphat-Vergiftung schon bei

folgenden Symptomen: Schwindel, Sehstörungen, Schwäche, Asthma, Nausea, Schwitzen, Erbrechen.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Der Verabreichung von Toxogonin gehen allgemeine Maßnahmen der Notfallmedizin und erste

Atropin-Gaben voraus! Da die Maßnahmen der ersten Viertelstunde für das Schicksal des vergifteten

Patienten entscheidend sind, muss die Behandlung bereits vor der Klinikeinweisung beginnen!

Folgende Maßnahmen sind möglichst rasch durchzuführen:

Allgemeine Maßnahmen

Bei Giftaufnahme per os

sofortige Magenspülung und anschließende Instillation von Aktivkohle, ggf. mit Wiederholung.

Bei Giftaufnahme durch die Haut

Entfernung der Kleider und Ganzkörperwaschung mit Natriumbicarbonatlösung oder

Polyäthylenglykol.

Generell: Freihalten der Atemwege (Intubation), Sekretabsaugung und evtl. künstliche Beatmung.

Sofortiger intravenöser Zugang, Volumensubstitution (Plasmaexpander). Bei Lungenödem (bronchiale

Sekretflut!) sofort Atropin hoch dosiert.

Atropin-Medikation

So schnell wie möglich Atropin geben: 2 - 5 mg intravenös, im Abstand von 5 - 15 min. wiederholen

bis zur deutlichen Atropinisierung (Kontrolle anhand der Mundtrockenheit bzw. der Menge des

Bronchialsekrets bei intubierten Patienten). Die Atropin-Toleranz ist bei Organophosphat-

Vergiftungen sehr hoch. Einzeldosen bei Kindern 1-3 mg.

Die systematische Behandlung mit Atropin muss schon vor dem Transport in das Krankenhaus

eingeleitet werden. Sie dient der Bekämpfung des drohenden Herzstillstandes in der Bradykardie. Die

Atropinisierung sollte bis zum Auftreten von Zeichen einer Überdosierung gehen (heiße, trockene

Haut, Mundtrockenheit, leichte Tachykardie).

Toxogonin-Medikation

Zur Beachtung: Die Toxogonin-Anwendung macht auf keinen Fall Atropin überflüssig!

Anschließend an die ersten Atropin-Gaben beginnt die spezifische Antidot-Behandlung mit

Toxogonin.

Initialdosis für Erwachsene: 1 Ampulle (250mg), Initialdosis für Kinder: 4 – 8 mg/kg Körpergewicht

langsam intravenös.

Diese Medikation wird als Dauerinfusion mit 750mg/24h, bei Kindern mit 10mg/kg KG pro Tag

fortgeführt, so lange die Acetylcholinesterase reaktivierbar ist.

Die erste Toxogonin-Gabe sollte so schnell wie möglich erfolgen. Auch bei verzögertem Beginn der

Therapie innerhalb der ersten Woche nach der Vergiftung kann noch eine Reaktivierung der

Acetylcholinesterase erwartet werden.

Toxogonin kann auch intramuskulär injiziert werden.

Falls der Injektion von Toxogonin bei einer Insektizid-Vergiftung nicht innerhalb kurzer Zeit eine

deutliche Besserung folgt, liegt mit großer Wahrscheinlichkeit keine durch Toxogonin beeinflussbare

Organophosphat-Vergiftung vor oder es handelt sich um bereits gealterte und nicht mehr mit

Toxogonin reaktivierbare Acetylcholinesterasen. Weitere Injektionen von Toxogonin sollten dann

unterbleiben.

In Abhängigkeit von der wechselnden individuellen Vergiftungssituation, wie insbesondere Art und

Menge der aufgenommenen Organophosphate, sowie weiteren Faktoren lässt sich das Ausmaß der mit

Toxogonin erzielbaren Antidotwirkung im Einzelfall nicht sicher voraussagen. Zur Wahrung der

Option auf eine bestmögliche Beeinflussung der Intoxikation im Rahmen von deren

Gesamtbehandlung ist die Anwendung von Toxogonin bei Vergiftungen mit Organophosphaten

grundsätzlich sinnvoll. Überdosierungen sind hierbei zu vermeiden. Wird die Toxogonin-Medikation,

wie vorgeschlagen, durchgeführt, so ist hierdurch keine zusätzliche Gefährdung des Vergifteten zu

erwarten.

Da Tierversuche bei intraarterieller Injektion von Toxogonin eine gewisse Reizwirkung gezeigt haben,

wird auf die Notwendigkeit einer lege artis durchzuführenden intravenösen Injektion besonders

hingewiesen.

4.3

Gegenanzeigen

Vergiftungen mit Insektiziden der Gruppe der Carbamate (z. B. Aldicarb = Temik® 5G). Hierbei ist

Toxogonin wirkungslos oder kann die Carbamat-Wirkung noch verstärken. In diesen Fällen kommen

nur Atropingaben und eine symptomatische Behandlung in Betracht.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Keine.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Bisher nicht bekannt.

Da Obidoximchlorid ausschließlich renal eliminiert wird, sind Interaktionen mit anderen, renal

eliminierten Arzneimitteln theoretisch möglich.

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung von Toxogonin in der Schwangerschaft liegen bisher

nicht vor. In einem Fall, bei dem Obidoxim (1250 mg in 24 h) an eine Schwangere im 5. Monat

verabreicht wurde, waren hiermit keine nachteiligen Folgen für Mutter und Kind verbunden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Nicht zutreffend.

4.8

Nebenwirkungen

Aufgrund der Art des Produktes liegen keine Daten aus klinischen Studien vor, die eine Abschätzung

der Häufigkeiten von Nebenwirkungen erlauben.

Bei gesunden Probanden verschwanden die aufgetretenen Symptome spontan innerhalb von 2 Stunden.

Bei den mit * gekennzeichneten Nebenwirkungen ist bei Patienten mit Vergiftungen durch

Organophosphate eine Beteiligung von Toxogonin nicht auszuschließen.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Erkrankungen des Nervensystems

Geschmacksstörung (Mentholgeschmack), Taubheitsgefühl*

Herzerkrankungen

Erhöhung der Pulsfrequenz, Erhöhung des Blutdrucks, Herzrhythmusstörungen*

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Mundtrockenheit

Leber- und Gallenerkrankungen

Cholestatischer Ikterus* (nach Gabe von 3 000 - 10 000 mg innerhalb von 1 - 3 Tagen),

Leberfunktionsstörungen* (bei einer Dosierung von mehr als 2000 mg)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Muskelschwäche

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Hitzegefühl, Kälteempfinden

Untersuchungen

EKG-Veränderungen*

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

4.9

Überdosierung

Aus einer erheblichen Überschreitung der für Toxogonin empfohlenen Einzel- und Gesamtdosis kann

ein gegenteiliger Effekt resultieren, der in einer zusätzlichen Hemmung von Acetylcholinesterasen mit

Verstärkung der Vergiftungssymptomatik besteht. Eine derartige Risikosituation kann sich

insbesondere dann ergeben, wenn im Körper hohe Konzentrationen von Toxogonin mit großen

Mengen an Organophosphat zusammentreffen. Als Gegenmaßnahmen kommen in diesem Fall, wie

bei schweren Organophosphat-Vergiftungen, die Hämoperfusion oder Blutaustauschtransfusionen in

Betracht.

Ferner kann bei erheblicher Überdosierung von Toxogonin dessen Beteiligung an passageren

Leberfunktionsstörungen nicht ausgeschlossen werden.

5.

DAUER DER HALTBARKEIT

5 Jahre.

Das Verfallsdatum ist auf der inneren und äußeren Umhüllung aufgedruckt. Verwenden Sie die

Packung nicht mehr nach dem angegebenen Datum!

6.

BESONDERE LAGER- UND AUFBEWAHRUNGSHINWEISE

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

7.

DARREICHUNGSFORMEN UND PACKUNGSGRÖSSEN

5 Ampullen mit 1 ml Injektionslösung.

8.

PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER UND HERSTELLER

Pharmazeutischer Unternehmer:

Merck Serono GmbH

Alsfelder Straße 17

64289 Darmstadt

E-mail: medizinpartner@merckserono.de

Servicenummer (6 Cent pro Gespräch aus dem Netz der Telekom, ggf. abweichende Preise aus dem

Mobilfunknetz):

Tel.: (0180) 222 76 00

Telefax: (06151) 6285-816

Hersteller:

Merck KGaA

Frankfurter Straße 250

64293 Darmstadt

Stand der Information

November 2015

Zusätzliche Informationen für Fachkreise

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig.

Pharmakologische Eigenschaften

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe

Antidot gegen Vergiftungen mit Organophosphaten

ATC Code V03AB13

Obidoximchlorid ist ein kausales Antidot, da es den Ursachen der durch Organophosphate

hervorgerufenen Vergiftungserscheinungen (Acetylcholinesterasenhemmung und nachfolgende

Acetylcholinanhäufung) entgegenwirkt. Die unentbehrliche symptomatische Behandlung der

Organophosphat-Vergiftung mit Atropin kann durch Obidoximchlorid sinnvoll ergänzt werden.

Obidoximchlorid kann blockierte Acetylcholinesterasen reaktivieren, die in ihrer Funktion durch

Organophosphate (Alkylphosphate, Alkylthiophosphate, Phosphorsäureester, Thiophosphorsäureester)

gehemmt sind. Dies gilt nicht für Phosphoramidate, wie Tabun oder Fenamiphos.

Eine deutliche Reaktivierung ist bei Blutplasma-Spiegeln von 10-20 Mikromol Obidoximchlorid zu

erwarten. In hohen Konzentrationen, die bei Gabe der empfohlenen Dosen nicht erreicht werden,

bewirkt Obidoximchlorid selbst eine schwache Cholinesterase-Inhibition.

Pharmakokinetische Eigenschaften

Toxogonin wird im Regelfall intravenös verabreicht, wobei die Bioverfügbarkeit gewährleistet ist.

Nach intravenöser Anwendung bei Patienten mit Organophosphat-Vergiftung wurden nach einer

Bolusgabe von 250 mg Obidoximchlorid und anschließender Dauerinfusion von 750 mg/24h

Plasmaspiegel von 3,6-7,2 mg/l (10-20 Mikromol/l) gemessen.

Nach intramuskulärer Injektion einer Ampulle Toxogonin (0,25 g entsprechend ca. 3 mg

Obidoximchlorid /kg KG) bei Probanden wurden nach 20 bis 40 min. maximale

Obidoximkonzentrationen im Blut von etwa 6 µg/ml erreicht.

Obidoximchlorid wird nicht nennenswert an Plasmaproteine gebunden. Das Verteilungsvolumen

entspricht mit durchschnittlich 0,171 l/kg dem des Extrazellulärraumes, kann aber bei Patienten mit

Organophosphat-Vergiftung 0,32 l/kg erreichen.

Obidoximchlorid wird hauptsächlich renal eliminiert. Bei einer Halbwertszeit im Bereich von

2 Stunden wurde die Substanz mit dem Harn unverändert ausgeschieden. Nach 2 Stunden waren 52 %

und nach 8 Stunden 87 % der injizierten Dosis eliminiert.

Präklinische Angaben zur Sicherheit

Nach tierexperimentellen Untersuchungen ist Obidoximchlorid ein Wirkstoff mit relativ geringer

Eigentoxizität und mit großer therapeutischer Breite. Überdosierungserscheinungen sind bei Tieren

nach intravenöser Gabe ab 50 mg Obidoximchlorid/kg KG zu beobachten. Die akute

Vergiftungssymptomatik ist gekennzeichnet durch Muskelschwäche, motorische Lähmungs- und

Erregungszustände, Dyspnoe und Atemlähmung.

Ratten vertrugen ohne erkennbare Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes die intraperitoneale

Injektion von täglich 68 mg Obidoximchlorid/kg KG für die Dauer von 30 Tagen. Nach täglichen

Injektionen von 113 mg/kg KG und 158 mg/kg KG über diesen Zeitraum starben 30 % bzw. 100 %

der Versuchstiere, wahrscheinlich an Atemlähmung; Organschäden konnten nicht festgestellt werden.

In in-vitro Untersuchungen zeigte Obidoximchlorid keine mutagenen Eigenschaften.

In-vivo Untersuchungen zum mutagenen Potential sowie Untersuchungen zur chronischen Toxizität,

zur Reproduktionstoxizität sowie zur Kanzerogenität von Obidoximchlorid liegen nicht vor.

Bioverfügbarkeit

Toxogonin wird im Regelfall intravenös verabreicht, wobei die Bioverfügbarkeit gewährleistet ist.

Bezüglich der Bioverfügbarkeit des Arzneimittels nach intramuskulärer Anwendung liegen außer den

unter "Pharmakokinetik" angegebenen Befunden keine Erkenntnisse vor.

Inkompatibilitäten

Wichtigste Inkompatibilitäten und Kompatibilität mit Infusionslösungen

Inkompatibilitäten sind bisher nicht bekannt. Toxogonin (250 mg) ist mit 250 ml Glucosteril (5 %)

oder 250 ml physiologischer Kochsalzlösung für 24 h kompatibel.

Zulassungsinhaber:

Merck Serono GmbH

Alsfelder Straße 17

64289 Darmstadt

Zulassungsnummer:

6102841.00.00

Datum der Zulassung / Verlängerung der Zulassung

05.11.1998 / 20.11.2012

Zulassungsinhaber für die Schweiz:

Merck (Schweiz) AG, Zug

Zul.Nr.-31`514 (Swissmedic), Abgabekategorie B

Zulassungsinhaber für die Niederlande:

Merck B.V., Postbus 75768, 1118 ZX Schiphol

RVG 04562

Package leaflet/ Summary of Product Characteristics

1.

NAME OF THE MEDICINAL PRODUCT

Toxogonin

2.

QUALITATIVE AND QUANTITATIVE COMPOSITION

1 ampoule (1 ml) contains 0.25 g obidoxime chloride.

Excipients: Sodium hydroxide solution, hydrochloric acid, water for injection.

3.

PHARMACEUTICAL FORM

Solution for injection

4.

CLINICAL PARTICULARS

4.1

Therapeutic indications

Antidote against poisoning with organophosphates

Insecticide poisoning with substances belonging to the organophosphate group (alkyl phosphates,

alkyl thiophosphates, phosphoric acid esters, thiophosphoric acid esters), e.g. parathion =

E 605® forte, in which the inhibited acetylcholinesterases may be reactivated by the specific antidote

Toxogonin.

Symptoms of acute organophosphate poisoning

Poisoning with organophosphate insecticides is suspected in the presence of signs of parasympathetic

stimulation such as miosis (may also be absent!), bronchospasm, diarrhea with vomiting, bradycardia,

colics and collapse; also convulsions or fibrillary twitches, respiratory depression, pulmonary edema

and coma.

In less severe cases the following symptoms may well give reason to suspect organophosphate

poisoning: dizziness, blurred vision, weakness, asthma, nausea, sweating and vomiting.

4.2

Posology and method of administration

General measures of emergency care and initial doses of atropine are to proceed any administration of

Toxogonin! As the measures taken within the first 15 minutes are decisive for the survival of the

poisoned patient treatment must be commenced before admission to hospital!

The following measures should be taken as soon as possible:

General measures

After oral ingestion

of poisons gastric lavage needs to be performed, followed by instillation of activated charcoal, to be

repeated as required.

After skin contact

clothes need to be removed and the patient's entire body washed with a solution of sodium bicarbonate

or polyethylene glycol.

Generally: Clearing and keeping open of airways (intubation), aspiration of secretions, and, if

necessary, artificial ventilation. Immediate intravenous access, volume replacement (plasma expander).

In the case of pulmonary edema (excessive bronchial secretions!) immediate administration of high-

dose atropine.

Administration of atropine

Administer atropine as soon as possible: 2-5 mg intravenously, to be repeated at intervals of

5-15 minutes until the atropine effect is clearly manifest (check dryness of the mouth or, in the case of

intubated patients, the amount of bronchial secretion). Atropine tolerance is extremely high in

organophosphate poisoning. Single doses of 1-3 mg in children.

Systematic treatment with atropine must be started prior to transferring the patient to hospital. It is a

measure to combat imminent cardiac arrest in bradycardia. Atropine should be given until signs of

overdosage appear (hot, dry skin, dry mouth, mild tachycardia).

Administration of Toxogonin

Note: On no account does administration of Toxogonin replace administration of atropine!

Specific antidote treatment with Toxogonin is initiated after the first doses of atropine.

Initial dose in adults: 1 ampoule (250 mg), initial dose in children: 4–8 mg/kg body weight, slowly

intravenously.

This drug is administered as a continuous infusion at a dose of 750 mg/24 h and in children at a dose

of 10 mg/kg BW daily as long as reactivation of acetylcholinesterase is still possible.

The first Toxogonin dose should be given as soon as possible. Even in delayed initiation of therapy

within one week after poisoning, reactivation of acetylcholinesterase can still be expected.

Toxogonin may also be given by intramuscular injection.

Lack of marked short-term improvement after Toxogonin injection in insecticide poisoning most

probably is an indication for non-organophosphate poisoning manageable with Toxogonin or for

acetylcholinesterases that are already irreversibly inactivated and that can no longer be reactivated

with Toxogonin. In such cases no further injections of Toxogonin should be given.

Depending on the individual intoxication situation, particularly the type and quantity of ingested

organophosphates as well as other factors, it is not possible to predict with certainty the antidotal

efficacy achieved by Toxogonin in the individual case. Use of Toxogonin is generally indicated in

organophosphate poisoning within the overall scope of treatment to ensure the best possible

management of poisoning. Overdosage is to be avoided. When given as recommended, Toxogonin

treatment incurs no additional risks for the poisoned person.

Since animal studies have indicated certain irritations in intra-arterial injection of Toxogonin, this drug

must be given strictly according to instructions by intravenous injection.

4.3

Contraindications

Poisoning with insecticides from the carbamate group (e.g. Aldicarb = Temik® 5G). Toxogonin is

ineffective here, or it may even increase the carbamate effect. In these cases only atropine and

symptomatic treatment should be considered.

4.4

Special warnings and precautions for use

None.

4.5

Drug interactions and other interactions

Not known to date.

Since obidoxime chloride is exclusively eliminated via the kidneys, interactions with other renally

eliminated medicinal products are theoretically possible.

4.6

Pregnancy and lactation

No sufficient experience with the use of Toxogonin during pregnancy has been gained up to date. In

one case the administration of obidoxime (1250 mg in 24 hours) to a woman five months pregnant did

not result in any adverse effects in the mother or the infant.

4.7

Effects on ability to drive and use machines

Not applicable.

4.8

Adverse reactions

Because of the nature of the product no clinical trial data are available which would allow estimation

of frequencies for adverse reactions.

In healthy volunteers symptoms resolved spontaneously within 2 hours.

Regarding side effects labelled with * in patients with organophosphorous intoxications, a relationship

to Toxogonin cannot be excluded.

Not known (cannot be estimated from the available data):

Nervous system disorders

Dysgeusia (taste of menthol), hypoaesthesia

Cardiac disorders

Heart rate increased, blood pressure increased, cardiac arrhythmia*

Gastrointestinal disorders

Dry mouth

Hepatobiliary disorders

Jaundice cholestatic* (with doses exceeding 3000-10000 mg within 1-3 days), hepatic function

abnormal* (with doses exceeding 2000 mg)

Musculoskeletal and connective tissue disorders

Muscular weakness

General disorders and administration site conditions

Feeling hot, feeling cold

Investigations

Electrocardiogram change*

Reporting of side effects

If you get any side effects, talk to your doctor, pharmacist or nurse. This includes any possible side

effects not listed in this leaflet. You can also report side effects directly via Bundesinstitut für

Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175

Bonn, Website: www.bfarm.de. By reporting side effects you can help provide more information on

the safety of this medicine.

4.9

Overdose

If the recommended single and total Toxogonin doses are by far exceeded, the resultant effect may be

contrary to the intended leading to further inhibition of acetylcholinesterases and aggravation of the

symptoms of poisoning. Risk situations like this may result from the interaction of high concentrations

of Toxogonin with large organophosphate quantities in the body. As in severe organophosphate

poisoning countermeasures to be considered here are haemoperfusion or exchange transfusions.

Furthermore, when the appropriate Toxogonin doses are severely exceeded, the possibility of the

substance being connected with transient disturbances in liver function cannot be ruled out.

5.

SHELF LIFE

5 years

The expiry date is printed on the inner and outer packages. Do not use this pack once the expiry date

has elapsed!

6.

SPECIAL PRECAUTIONS FOR STORAGE

Do not refrigerate or freeze.

7.

NATURE AND CONTENTS OF CONTAINER

5 ampoules containing 1 ml each of solution for injection.

8.

PHARMACEUTICAL COMPANY AND MANUFACTURER

Marketing authorisation holder:

Merck Serono GmbH

Alsfelder Straße 17

D-64289 Darmstadt

E-mail: medizinpartner@merckserono.de

Service number (6 Cent per call using Telecom network, possibly differing prices using mobile

communications network):

Phone: +49-(0)180 222 76 00

Telefax: (06151) 6285-816

Manufacturer:

Merck KGaA

Frankfurter Strasse 250

D-64293 Darmstadt

Date of revision of the text

November 2015

Additional details for medical experts

Legal category

Medicinal product subject to medical prescription.

Pharmacological properties

Pharmacodynamic properties

Pharmacotherapeutic group

Antidote against poisoning with organophosphates

ATC Code V03AB13

Toxogonin is a causal antidote since it counteracts the causes of the symptoms of poisoning induced

by organophosphates (inhibition of acetylcholinesterases and subsequent accumulation of

acetylcholine). Toxogonin is an effective adjunct to the symptomatic and absolutely essential

treatment of organophosphate poisoning with atropine.

Obidoxime chloride can reactivate blocked acetylcholinesterases where their function has been

inhibited by organophosphates. (alkyl phosphates, alkyl thiophosphates, phosphoric acid esters,

thiophosphoric acid esters). This does not apply to phosphoramidate, like Tabun or Fenamiphos.

A significant reactivation can be expected at blood plasma levels of 10-20 micromol obidoxime

chloride. At high concentrations, not achieved when recommended doses are administered, obidoxime

chloride itself causes a weak inhibition of cholinesterase.

Pharmacokinetic properties

Generally, Toxogonin is administered by the intravenous route thus ensuring its bioavailability. After

intravenous administration of an initial bolus dose of 250 mg obidoxime chloride followed by

continuous infusion of 750 mg/24 hours, plasma levels of 3.6-7.2 mg/l (10-20 micromol/l) were

determined in patients with organophosphate poisoning.

After intramuscular injection of one ampoule of Toxogonin (0.25 g equivalent to about 3 mg

obidoxime chloride / kg of body weight) to subjects maximum obidoxime concentrations in the blood

were about 6 µg/ml after 20 to 40 minutes.

Obidoxime is not noticeably bound to plasma proteins. The distribution volume corresponds with

approximately 0.171 l/kg to those of the extracellular space, however, may reach 0.32 l/kg in patients

with organophosphate intoxication.

Obidoxime chloride is mainly eliminated renally. With a half-life in the range of 2 hours the

unchanged substance was excreted with the urine. After 2 hours 52% and after 8 hours 87% of the

injected dose had been eliminated.

Preclinical safety data

According to animal studies obidoxime chloride is an active substance with relatively slight intrinsic

toxicity and a large therapeutic index. Symptoms of overdosage are seen in animals after intravenous

doses starting with 50 mg obidoxime chloride/kg of body weight. The acute symptoms of poisoning

are muscle weakness, states of motor paralysis and excitation, dyspnoea and respiratory paralysis.

Rats tolerated intraperitoneal injection of 68 mg obidoxime chloride/kg of body weight daily for a

period of 30 days without any recognisable impairment to their state of health. After daily injections of

113 mg/kg of body weight over this period 30% of the study animals died, and after 158 mg/kg of

body weight the corresponding figure was 100%. Death of the animals was probably due to respiratory

paralysis; no organic lesions were found.

In vitro investigations with obidoxime chloride have not revealed any mutagenic properties.

In vivo investigations on mutagenic potential as well as investigations on chronic toxicity, on

reproduction toxicity as well as carcinogenicity with obidoxime chloride are not available.

Bioavailability

Generally, Toxogonin is administered by the intravenous route thus ensuring its bioavailability. No

further experience is available on the bioavailability of this drug after intramuscular administration

besides the information given in the section on pharmacokinetics.

Incompatibilities

Most important incompatibilities and compatibility with solutions for infusion

Incompatibilities are unknown to date. Toxogonin (250 mg) is compatible with 250 ml of Glucosteril

(5%) or 250 ml of physiological saline solution for a period of 24 hours.

Holder of marketing authorisation:

Merck Serono GmbH

Alsfelder Straße 17

D-64289 Darmstadt

Marketing Authorisation Number:

6102841.00.00

Date of first authorisation / renewal of the authorisation

05.11.1998 / 20.11.2012

Holder of marketing authorisation:

Merck (Schweiz) AG, Zug

Reg.no. 31`514 (Swissmedic), Abgabekategorie B

Holder of marketing authorisation:

Merck B.V., Postbus 75768, 1118 ZX Schiphol

RVG 04562

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Teilen Sie diese Informationen