TOPIRAMAT-NEURAXPHARM 50 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Topiramat
Verfügbar ab:
neuraxpharm Arzneimittel GmbH
ATC-Code:
N03AX11
INN (Internationale Bezeichnung):
Topiramate
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Topiramat 50.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
82077.00.00

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Topiramat-neuraxpharm

®

25

Filmtabletten

Topiramat-neuraxpharm

®

50

Filmtabletten

Topiramat-neuraxpharm

®

100

Filmtabletten

Topiramat-neuraxpharm

®

200

Filmtabletten

Wirkstoff: Topiramat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme

dieses

Arzneimittels

beginnen,

denn

sie

enthält

wichtige

Informationen.

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Packungsbeilage

auf.

Vielleicht

möchten

diese

später

nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dies

gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Topiramat-neuraxpharm und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Topiramat-neuraxpharm beachten?

3. Wie ist Topiramat-neuraxpharm einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Topiramat-neuraxpharm aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Topiramat-neuraxpharm und wofür wird es angewendet?

Topiramat-neuraxpharm gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die „Antiepileptika“

genannt werden. Es wird angewendet:

zur alleinigen Behandlung der Epilepsie bei Erwachsenen und Kindern über 6 Jahren

mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Epilepsie bei Erwachsenen und

Kindern im Alter von 2 Jahren und darüber

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um Migränekopfschmerzen bei Erwachsenen vorzubeugen

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Topiramat-neuraxpharm

beachten?

Topiramat-neuraxpharm darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Topiramat oder einen der in Abschnitt 6 genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

zur Vorbeugung von Migräne: Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie eine Frau im

gebärfähigen Alter sind, es sei denn, Sie wenden eine wirksame Verhütungsmethode

an (weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit und

Fortpflanzungsfähigkeit“).

Besprechen

Ihrem

Arzt,

welche

Verhütungsmethode während der Einnahme von Topiramat-neuraxpharm am besten

geeignet ist.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben aufgeführten Zustände auf Sie zutrifft,

sprechen

Ihrem

Arzt

oder

Apotheker,

bevor

Topiramat-neuraxpharm

einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Topiramat-neuraxpharm

einnehmen, wenn Sie

Nierenprobleme, besonders Nierensteine, haben oder wenn Sie eine Nierendialyse

erhalten.

in der Vorgeschichte Blut- oder Körperflüssigkeitsanomalien (metabolische Azidose)

haben.

Leberprobleme haben.

unter Augenproblemen, besonders unter einem Glaukom, leiden.

ein Wachstumsproblem haben.

eine fettreiche diätetische Ernährung (ketogene Diät) erhalten.

Topiramat-neuraxpharm zur Behandlung von Epilepsie einnehmen und schwanger

oder eine Frau im gebärfähigen Alter sind (siehe Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit

und Fortpflanzungsfähigkeit“ für weitere Informationen).

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben aufgeführten Zustände auf Sie zutrifft,

sprechen

Ihrem

Arzt

oder

Apotheker,

bevor

Topiramat-neuraxpharm

einnehmen.

Es ist wichtig, dass Sie nicht aufhören Ihre Arzneimittel einzunehmen ohne vorher mit

Ihrem Arzt gesprochen zu haben.

Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt, bevor Sie andere Arzneimittel einnehmen, die

Topiramat enthalten und Ihnen als Alternative zu Topiramat-neuraxpharm gegeben

wurden.

Sie könnten Gewicht verlieren, wenn Sie Topiramat-neuraxpharm einnehmen, weshalb

Gewicht

regelmäßig

kontrolliert

werden

sollte,

wenn

dieses

Arzneimittel

einnehmen. Konsultieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie zu viel Gewicht verlieren oder ein

Kind, das dieses Arzneimittel einnimmt, nicht genug Gewicht zunimmt.

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Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie Topiramat-neuraxpharm

behandelt wurden, hatten Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben

zu nehmen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken haben, setzen Sie sich

sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Topiramat-neuraxpharm

kann

seltenen

Fällen

hohe

Ammoniakspiegel

Blut

verursachen (zu sehen in Bluttests), was zu einer Veränderung der Hirnfunktion führen

kann,

insbesondere

wenn

zusätzlich

Arzneimittel

Valproinsäure

oder

Natriumvalproat einnehmen. Da dies ein ernst zu nehmender Gesundheitszustand sein

kann, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn folgende Symptome auftreten (siehe

auch Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“)

Schwierigkeit zu denken, Informationen zu erinnern oder Probleme zu lösen

Verringerte Aufmerksamkeit und Wahrnehmung

Müdigkeitsgefühl und Gefühl der Energielosigkeit

höheren

Topiramat-neuraxpharm-Dosierungen

kann

sich

Risiko,

diese

Symptome zu entwickeln, erhöhen.

Einnahme von Topiramat-neuraxpharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen /

anwenden,

kürzlich

andere

Arzneimittel

eingenommen

angewendet

haben

oder

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden. Topiramat-neuraxpharm

und bestimmte andere Arzneimittel können sich gegenseitig beeinflussen. Manchmal

muss die Dosierung Ihrer anderen Arzneimittel oder die von Topiramat-neuraxpharm

angepasst werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor allem, wenn Sie Folgendes einnehmen:

andere Arzneimittel, die Ihr Denken, Ihre Konzentration oder Ihre Muskelkoordination

beeinträchtigen oder verringern (z. B. Arzneimittel, die eine beruhigende Wirkung auf

das Zentralnervensystem ausüben, wie zum Beispiel zur Muskelentspannung und

Beruhigungsmittel).

Antibabypillen. Topiramat-neuraxpharm kann Ihre Antibabypillen weniger wirksam

machen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Verhütungsmethode während der

Einnahme von Topiramat-neuraxpharm am besten geeignet ist.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn sich Ihre Menstruationsblutung verändert, während Sie

Antibabypillen und Topiramat-neuraxpharm einnehmen.

Führen Sie eine Liste aller Arzneimittel, die Sie einnehmen / anwenden. Zeigen Sie diese

Liste Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie ein neues Arzneimittel einnehmen

anwenden.

Andere Arzneimittel, über die Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen sollten,

schließen andere Antiepileptika, Risperidon, Lithium, Hydrochlorothiazid, Metformin,

Pioglitazon, Glibenclamid, Amitriptylin, Propranolol, Diltiazem, Venlafaxin, Flunarizin,

Johanniskraut (

Hypericum perforatum

) (eine pflanzliche Zubereitung zur Behandlung

von Depressionen) ein.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben aufgeführten Zustände auf Sie zutrifft,

sprechen

Ihrem

Arzt

oder

Apotheker,

bevor

Topiramat-neuraxpharm

einnehmen.

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Einnahme von Topiramat-neuraxpharm zusammen mit Nahrungsmitteln,

Getränken und Alkohol

können

Topiramat-neuraxpharm

Mahlzeiten

oder

unabhängig

davon

einnehmen. Trinken Sie reichlich Flüssigkeit über den Tag, während Sie Topiramat-

neuraxpharm einnehmen, um Nierensteinen vorzubeugen. Vermeiden Sie das Trinken

von Alkohol, wenn Sie Topiramat-neuraxpharm einnehmen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Vorbeugung von Migräne:

Topiramat-neuraxpharm kann das Kind im Mutterleib schädigen. Sie dürfen Topiramat-

neuraxpharm nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind. Wenn Sie eine Frau im

gebärfähigen Alter sind, dürfen Sie Topiramat-neuraxpharm nicht zur Vorbeugung von

Migräne einnehmen, es sei denn, Sie wenden eine wirksame Verhütungsmethode an.

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Verhütungsmethode am besten geeignet ist und

ob Topiramat-neuraxpharm für Sie infrage kommt. Vor dem Beginn der Behandlung mit

Topiramat-neuraxpharm muss ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.

Behandlung von Epilepsie:

Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber,

welche

anderen

Behandlungsmöglichkeiten

anstelle

Topiramat-neuraxpharm

möglich sind. Wird entschieden, dass Sie Topiramat-neuraxpharm einnehmen sollen,

müssen Sie eine wirksame Verhütungsmethode anwenden. Besprechen Sie mit Ihrem

Arzt, welche Verhütungsmethode während der Einnahme von Topiramat-neuraxpharm

am besten geeignet ist. Vor dem Beginn der Behandlung mit Topiramat-neuraxpharm

muss ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Wunsch haben, schwanger zu werden.

Wie bei anderen Antiepileptika besteht das Risiko einer Schädigung des ungeborenen

Kindes, wenn Topiramat-neuraxpharm während der Schwangerschaft angewendet wird.

Stellen Sie sicher, dass Ihnen die Risiken und Vorteile einer Anwendung von Topiramat-

neuraxpharm zur Behandlung von Epilepsie während der Schwangerschaft genau klar

sind.

Wenn Sie Topiramat-neuraxpharm während der Schwangerschaft einnehmen, besteht

bei Ihrem Kind ein höheres Risiko für Geburtsfehler, insbesondere für Lippenspalten

(Spalte in der Oberlippe) und Gaumenspalten (Spalte innerhalb des Munds im

Gaumen). Bei neugeborenen Jungen kann außerdem eine Fehlbildung des Penis

(Hypospadie) vorliegen. Diese Fehlbildungen können sich im frühen Stadium der

Schwangerschaft entwickeln, sogar noch bevor Sie wissen, dass Sie schwanger sind.

Wenn Sie Topiramat-neuraxpharm während der Schwangerschaft einnehmen, kann es

sein, dass Ihr Kind bei der Geburt kleiner ist, als erwartet. Sprechen Sie mit Ihrem

Arzt, wenn Sie Fragen zu diesem Risiko während der Schwangerschaft haben.

Möglicherweise gibt es andere Arzneimittel zur Behandlung Ihrer Erkrankung, die ein

geringeres Risiko für Geburtsfehler haben.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie während der Behandlung mit Topiramat-

neuraxpharm schwanger werden. Sie und Ihr Arzt werden gemeinsam entscheiden, ob

Behandlung

Topiramat-neuraxpharm

während

Schwangerschaft

fortsetzen werden.

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Stillzeit:

Der Wirkstoff von Topiramat-neuraxpharm geht in die Muttermilch über. Zu den

Auswirkungen, die bei gestillten Kindern von behandelten Müttern beobachtet wurden,

gehören Durchfall, Schläfrigkeit, Erregbarkeit und geringe Gewichtszunahme. Aus

diesem Grund wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, ob Sie auf das Stillen oder auf die

Behandlung mit Topiramat-neuraxpharm verzichten sollen. Ihr Arzt wird hierbei die

Bedeutung

Arzneimittels

für

Mutter

sowie

Risiko

für

Kind

berücksichtigen.

Stillende Mütter müssen bei der Einnahme von Topiramat-neuraxpharm unverzüglich

ihren Arzt informieren, wenn das Baby sich ungewöhnlich verhält.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Schwindel, Müdigkeit und Sehbehinderungen können während der Behandlung mit

Topiramat-neuraxpharm auftreten. Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs

setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, ohne vorher Ihren Arzt zu fragen.

Topiramat-neuraxpharm enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Topiramat-neuraxpharm daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt

ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten

Zuckern leiden.

3.

Wie ist Topiramat-neuraxpharm einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird gewöhnlich mit einer geringen Dosis von Topiramat-neuraxpharm

beginnen und steigert Ihre Dosis dann langsam, bis die beste Dosierung für Sie

gefunden wurde.

Topiramat-neuraxpharm

Filmtabletten

müssen

Ganzen

geschluckt

werden.

Vermeiden Sie es, die Filmtabletten zu zerkauen, da sie einen bitteren Geschmack

hinterlassen können.

Topiramat-neuraxpharm kann vor, während oder nach einer Mahlzeit eingenommen

werden. Trinken Sie über den Tag verteilt viel Flüssigkeit, um die Bildung von

Nierensteinen zu verhindern, während Sie Topiramat-neuraxpharm einnehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Topiramat-neuraxpharm eingenommen haben,

als Sie sollten

Suchen Sie sofort einen Arzt auf. Nehmen Sie die Arzneimittelpackung mit.

Sie fühlen sich möglicherweise schläfrig, müde oder weniger aufmerksam; beobachten

mangelnde

Koordination,

haben

Schwierigkeiten

sprechen

oder

sich

konzentrieren; sehen doppelt oder verschwommen; fühlen sich schwindelig aufgrund

von zu niedrigem Blutdruck; fühlen sich niedergeschlagen oder aufgeregt oder haben

Bauchschmerzen oder Anfälle (Krampfanfälle).

Es kann zu einer Überdosierung kommen, wenn Sie andere Arzneimittel zusammen mit

Topiramat-neuraxpharm anwenden.

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Wenn Sie die Einnahme von Topiramat-neuraxpharm vergessen haben

Falls Sie vergessen haben, eine Dosis einzunehmen, nehmen Sie diese ein, sobald Sie

dies bemerken. Wenn jedoch fast die Zeit für Ihre nächste Dosis gekommen ist,

überspringen Sie die verpasste Dosis und fahren Sie wie gewohnt fort. Falls Sie zwei

oder mehrere Einnahmen verpassen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Nehmen

nicht

doppelte

Dosis

(zwei

Dosen

gleichzeitig),

eine

vergessene Dosis auszugleichen.

Wenn Sie die Einnahme von Topiramat-neuraxpharm abbrechen

Brechen Sie die Einnahme dieses Arzneimittels nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt hat Sie

dazu aufgefordert. Ihre Beschwerden können zurückkehren. Wenn Ihr Arzt entscheidet,

dieses

Arzneimittel

abzusetzen,

wird

Ihre

Dosis

schrittweise

über

einige

Tage

herabgesetzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren

Sie

Ihren

Arzt

oder

begeben

Sie

sich

umgehend

in

ärztliche

Behandlung, wenn Sie folgende Nebenwirkungen bemerken:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Depression (neu aufgetreten oder bestehende verschlechtert)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Anfälle (Krampfanfälle)

Angst, Gereiztheit, Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit, Orientierungslosigkeit

Konzentrationsprobleme, Langsamkeit im Denken, Gedächtnisverlust, Probleme mit

Gedächtnis

(neu

aufgetreten,

plötzliche

Veränderung

oder

zunehmende

Verschlechterung)

Nierensteine, häufiges oder schmerzhaftes Urinieren

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Stoffwechselbedingte

Übersäuerung

Blutes

(kann

eine

gestörte

Atmung

verursachen,

einschließlich

Kurzatmigkeit,

Appetitverlust,

Übelkeit,

Erbrechen,

übermäßige Müdigkeit und schneller oder unregelmäßiger Herzschlag)

Vermindertes oder fehlendes Schwitzen (besonders bei kleinen Kindern, die hohen

Umgebungstemperaturen ausgesetzt sind)

Gedanken an schwere Selbstverletzung, Versuch der schweren Selbstverletzung

Ausfall eines Teils des Gesichtsfeldes

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Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Glaukom - eine Abflussstörung des Kammerwassers im Auge, die einen erhöhten

Druck im Auge, Schmerzen oder eine verminderte Sehfähigkeit verursacht

Schwierigkeit

denken,

Informationen

erinnern

oder

Probleme

lösen,

verringerte Aufmerksamkeit und Wahrnehmung, Müdigkeitsgefühl und Gefühl der

Energielosigkeit

diese

Symptome

können

Anzeichen

eines

hohen

Ammoniakspiegels im Blut sein (Hyperammonämie), der zu einer Veränderung der

Hirnfunktion führen kann (hyperammonämische Enzephalopathie).

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar)

Augenentzündung

(Uveitis)

Symptomen

Augenrötung,

Schmerzen,

Lichtempfindlichkeit,

verstärktem

Tränenfluss,

Punktesehen

Verschwommensehen

Andere Nebenwirkungen schließen die folgenden ein; wenn diese schwerwiegend

werden, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

verstopfte, laufende Nase oder Halsschmerzen

Kribbeln, Schmerzen und / oder Taubheit verschiedener Körperteile

Schläfrigkeit, Müdigkeit

Schwindel

Übelkeit, Durchfall

Gewichtsverlust

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Anämie (geringe Anzahl an Blutzellen)

allergische

Reaktion

(wie

Hautausschlag,

Rötung,

Jucken,

Gesichtsschwellung,

Nesselsucht)

Appetitverlust, verminderter Appetit

Aggression, Agitiertheit, Wut, ungewöhnliches Verhalten

Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen

Probleme beim Sprechen oder Sprachstörungen, undeutliche Sprache

Ungeschicklichkeit oder fehlende Koordination, Gefühl von Unsicherheit beim Gehen

verminderte Fähigkeit, Routineaufgaben auszuführen

verminderter, Verlust oder fehlender Geschmackssinn

unwillkürliches Zittern oder Zucken; schnelle unkontrollierbare Bewegungen der

Augen

Sehstörung wie Doppelbilder, verschwommen Sehen, vermindertes Sehvermögen,

Schwierigkeiten beim scharf Sehen

das Gefühl haben, es dreht sich alles (Schwindel), klingelndes Geräusch in den Ohren,

Ohrenschmerz

Kurzatmigkeit

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Husten

Nasenbluten

Fieber, sich nicht gut fühlen, Schwäche

Erbrechen,

Verstopfung,

Bauchschmerzen

oder

Beschwerden

Bauchbereich,

Verdauungsstörung, Infektion des Magens oder des Darms

Mundtrockenheit

Haarausfall

Jucken

Gelenkschmerz

oder

Gelenkschwellung,

Muskelkrämpfe

oder

Muskelzittern,

Muskelschmerz oder Muskelschwäche, Brustschmerz

Gewichtszunahme

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Abnahme der Anzahl an Blutplättchen (Blutplättchen sind an der Blutgerinnung

beteiligt), Abnahme der Anzahl an weißen Blutzellen, die einen Beitrag zum Schutz

vor Infektionen leisten, Abnahme des Kaliumspiegels im Blut

Anstieg der Leberenzyme, Anstieg der eosinophilen Zellen (bestimmte Art von weißen

Blutzellen) im Blut

geschwollene Lymphknoten am Hals, in den Achseln oder der Leistengegend

erhöhter Appetit

gehobene Stimmung (Hochgefühl)

Hören, Sehen oder Fühlen von Dingen, die nicht vorhanden sind, schwere psychische

Störung (Psychose)

keine Emotionen zeigen und / oder fühlen, ungewöhnliches Misstrauen, Panikattacken

Probleme beim Lesen, Sprachstörung, Probleme mit der Handschrift

Unruhe, Hyperaktivität

verlangsamtes Denken, verminderte Wachsamkeit oder Aufmerksamkeit

verringerte oder verlangsamte Körperbewegungen, unwillkürliche anormale oder sich

wiederholende Muskelbewegungen

Ohnmacht

anormaler Tastsinn, gestörter Tastsinn

beeinträchtigter, verfälschter oder fehlender Geruchssinn

ungewöhnliche Gefühle oder Empfindungen, die einer Migräne oder einer bestimmten

Art von Anfällen vorausgehen

trockene Augen, Lichtempfindlichkeit der Augen, Zucken der Augenlider, tränende

Augen

Verringerung oder Verlust des Hörens, Hörverlust in einem Ohr

verlangsamter oder unregelmäßiger Herzschlag, das Herz in der Brust schlagen spüren

niedriger Blutdruck, niedriger Blutdruck nach dem Aufstehen (infolgedessen können

sich einige Behandelte, die Topiramat einnehmen, schwach, schwindelig fühlen oder

können

ohnmächtig

werden,

wenn

plötzlich

aufstehen

oder

sich

plötzlich

aufrichten)

Seite 9 von 12

Gesichtsrötung, sich warm fühlen

Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse)

übermäßiges Abgehen von Darmgasen und -winden, Sodbrennen, Völlegefühl oder

Blähungen

Zahnfleischbluten, erhöhte Speichelproduktion, Sabbern, Mundgeruch

übermäßige Flüssigkeitsaufnahme, Durst

Hautverfärbung

Muskelsteifheit, Schmerzen in der Seite

Blut

Urin,

Harninkontinenz

(fehlende

Kontrolle),

dringendes

Bedürfnis

urinieren, Schmerzen in der Flanke oder den Nieren

Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen oder aufrecht zu erhalten, sexuelle

Störung

grippeähnliche Symptome

kalte Finger und Zehen

sich betrunken fühlen

Lernschwierigkeiten

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

anormal gesteigerte Stimmung

Bewusstseinsverlust

Blindheit auf einem Auge, vorübergehende Blindheit, Nachtblindheit

Sehschwäche

Schwellungen im und um das Auge

Taubheit, Kribbeln und Farbänderung (weiß, blau, dann rot) in Fingern und Zehen bei

Einwirkung von Kälte

Leberentzündung, Leberversagen

Stevens-Johnson-Syndrom, eine potentiell lebensbedrohliche Erkrankung, an der die

Schleimhäute (wie Mund, Nase und Augen) stark mitbeteiligt sind und die mit

Hautausschlag und Blasenbildung einhergehen kann

anormaler Körpergeruch

Beschwerden in Armen und Beinen

Nierenerkrankung

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar)

Makulopathie ist eine Erkrankung der Makula, der Bereich des schärfsten Sehens im

Auge. Sie sollen Ihren Arzt benachrichtigen, wenn Sie eine Änderung oder eine

Verminderung Ihrer Sehkraft bemerken.

Toxische epidermale Nekrolyse, eine lebensbedrohliche Erkrankung, die verglichen

Stevens-Johnson-Syndrom

weitaus

schwerwiegender

ist,

charakterisiert

durch stark ausgedehnte Blasenbildung und Ablösen der oberen Hautschichten (siehe

seltene Nebenwirkungen)

Seite 10 von 12

Kinder

Die Nebenwirkungen bei Kindern entsprechen generell den bei Erwachsenen gesehenen

Nebenwirkungen. Die folgenden Nebenwirkungen können bei Kindern jedoch häufiger

auftreten als bei Erwachsenen:

Konzentrationsprobleme

stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes

Gedanken an schwere Selbstverletzung

Müdigkeit

verminderter oder gesteigerter Appetit

Aggression, ungewöhnliches Verhalten

Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen

Gefühl von Unsicherheit beim Gehen

sich nicht gut fühlen

Abnahme des Kaliumspiegels im Blut

keine Emotionen zeigen und / oder fühlen

tränende Augen

verlangsamter oder unregelmäßiger Herzschlag

Andere Nebenwirkungen, die bei Kindern auftreten können:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

das Gefühl haben, es dreht sich alles (Schwindel)

Erbrechen

Fieber

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Anstieg der eosinophilen Zellen (bestimmte Art von weißen Blutzellen) im Blut

Hyperaktivität

sich warm fühlen

Lernschwierigkeiten

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Seite 11 von 12

5.

Wie ist Topiramat-neuraxpharm aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf!

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Flasche und dem Umkarton nach

„verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen:

Nicht über 30 °C lagern!

In der Originalverpackung aufbewahren!

Das Behältnis fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen!

Nach dem ersten Öffnen des Behältnisses sind die Filmtabletten 60 Tage verwendbar.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Topiramat-neuraxpharm enthält

Der Wirkstoff ist Topiramat.

Jede Topiramat-neuraxpharm 25 mg Filmtablette enthält 25 mg Topiramat.

Jede Topiramat-neuraxpharm 50 mg Filmtablette enthält 50 mg Topiramat.

Jede Topiramat-neuraxpharm 100 mg Filmtablette enthält 100 mg Topiramat.

Jede Topiramat-neuraxpharm 200 mg Filmtablette enthält 200 mg Topiramat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern

Mikrokristalline Cellulose

Lactose-Monohydrat

Vorverkleisterte Stärke (aus Mais)

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.)

Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]

Filmüberzug

Topiramat-neuraxpharm 25 mg:

Hypromellose

Polysorbat 80 [pflanzlich]

Macrogol 400

Titandioxid (E 171)

Topiramat-neuraxpharm 50 mg und 100 mg:

Hypromellose

Polysorbat 80 [pflanzlich]

Macrogol 400

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

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Topiramat-neuraxpharm 200 mg:

Hypromellose

Polysorbat 80 [pflanzlich]

Macrogol 400

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-oxid (E 172)

Wie Topiramat-neuraxpharm aussieht und Inhalt der Packung

Topiramat-neuraxpharm 25 mg:

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit der Prägung „E“ auf der einen und „22“ auf

der anderen Seite.

Topiramat-neuraxpharm 50 mg:

Hellgelbe, runde, bikonvexe Filmtabletten mit der Prägung „E“ auf der einen und „33“

auf der anderen Seite.

Topiramat-neuraxpharm 100 mg:

Dunkelgelbe, runde, bikonvexe Filmtabletten mit der Prägung „E“ auf der einen und „23“

auf der anderen Seite.

Topiramat-neuraxpharm 200 mg:

Rosafarbene, runde, bikonvexe Filmtabletten mit der Prägung „E“ auf der einen und „24“

auf der anderen Seite.

Die Filmtabletten sind in HDPE-Flaschen mit Polypropylen-Verschlusskappen verpackt.

Topiramat-neuraxpharm ist in Packungen mit 50, 100 und 200 Filmtabletten erhältlich.

Die HDPE-Flaschen enthalten Beutel mit Silicagel als Trockenmittel. Die Silicagel-

Beutel dürfen nicht geschluckt werden!

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

neuraxpharm Arzneimittel GmbH

Elisabeth-Selbert-Straße 23 40764 Langenfeld

Tel. 02173 / 1060 - 0 Fax 02173 / 1060 - 333

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2019.

Seite 1 von 27

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Topiramat-neuraxpharm 25 mg

Filmtabletten

Topiramat-neuraxpharm 50 mg

Filmtabletten

Topiramat-neuraxpharm 100 mg

Filmtabletten

Topiramat-neuraxpharm 200 mg

Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Topiramat-neuraxpharm 25 mg

Eine Filmtablette enthält 25 mg Topiramat.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 20,09 mg Lactose

Topiramat-neuraxpharm 50 mg

Eine Filmtablette enthält 50 mg Topiramat.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 40,189 mg Lactose

Topiramat-neuraxpharm 100 mg

Eine Filmtablette enthält 100 mg Topiramat.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 80,37 mg Lactose

Topiramat-neuraxpharm 200 mg

Eine Filmtablette enthält 200 mg Topiramat.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 58,61 mg Lactose

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile: siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Topiramat-neuraxpharm 25 mg

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit der Prägung „E“ auf der einen Seite und „22“ auf

der anderen Seite.

Topiramat-neuraxpharm 50 mg

Hellgelbe, runde, bikonvexe Filmtabletten mit der Prägung „E“ auf der einen Seite und „33“

auf der anderen Seite.

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Topiramat-neuraxpharm 100 mg

Dunkelgelbe, runde, bikonvexe Filmtabletten mit abgeschrägten Kanten mit der Prägung „E“

auf der einen Seite und „23“ auf der anderen Seite.

Topiramat-neuraxpharm 200 mg

Rosafarbene, runde, bikonvexe Filmtabletten mit abgeschrägten Kanten mit der Prägung „E“

auf der einen Seite und „24“ auf der anderen Seite.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Monotherapie

Erwachsenen,

Jugendlichen

Kindern

Jahren

fokalen

Krampfanfällen mit oder ohne sekundär generalisierten Anfällen und primär generalisierten

tonisch-klonischen Anfällen.

Zusatztherapie bei Kindern ab 2 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen mit fokalen Anfällen

mit oder ohne sekundäre Generalisierung oder primär generalisierten tonisch-klonischen

Anfällen und zur Behandlung von Anfällen, die mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom assoziiert

sind.

Topiramat ist indiziert bei Erwachsenen zur Prophylaxe von Migräne-Kopfschmerzen nach

sorgfältiger Abwägung möglicher alternativer Behandlungsmethoden. Topiramat ist nicht

vorgesehen für die Akutbehandlung.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Es wird empfohlen, die Therapie mit einer geringen Dosis zu beginnen gefolgt von einer

Titration bis zur wirksamen Dosis. Dosis und Titrationsgeschwindigkeit sollten sich nach dem

klinischen Ansprechen richten.

Es ist nicht notwendig die Topiramat-Plasmakonzentrationen zu überwachen, um die Therapie

mit Topiramat zu optimieren. In seltenen Fällen kann die Ergänzung von Topiramat zu

Phenytoin

eine

Anpassung

Phenytoin-Dosis

erfordern,

optimales

klinisches

Ergebnis zu erzielen. Die Ergänzung oder das Absetzen von Phenytoin und Carbamazepin als

Zusatztherapie mit Topiramat kann eine Anpassung der Dosis von Topiramat-neuraxpharm

erfordern.

Bei Patienten mit oder ohne Anfälle oder Epilepsie in der Anamnese sollten antiepileptische

Arzneimittel einschließlich Topiramat schrittweise abgesetzt werden, um das Potential für

Krampfanfälle oder einen Anstieg der Anfallsfrequenz zu minimieren. In klinischen Studien

wurden die Tagesdosen bei Erwachsenen mit Epilepsie in wöchentlichen Intervallen um 50 -

100 mg reduziert und um 25 - 50 mg bei Erwachsenen, die Topiramat in Dosen bis zu 100

mg/Tag zur Migräne-Prophylaxe erhielten. In klinischen Studien mit Kindern wurde Topiramat

schrittweise über eine Dauer von 2 - 8 Wochen abgesetzt.

Seite 3 von 27

Monotherapie Epilepsie

Allgemein:

Wenn begleitende Antiepileptika abgesetzt werden, um eine Monotherapie mit Topiramat zu

erreichen, sind die Auswirkungen, die dies auf die Anfallskontrolle haben kann, in Erwägung

ziehen.

Sofern

nicht

Sicherheitsbedenken

sofortiges

Absetzen

begleitenden

Antiepileptikums erfordern, wird ein schrittweises Ausschleichen in der Höhe von etwa einem

Drittel der bislang verabreichten Antiepileptika-Dosis alle zwei Wochen empfohlen.

Wenn

enzyminduzierende

Arzneimittel

abgesetzt

werden,

wird

Topiramat-Spiegel

ansteigen. Wenn klinisch indiziert, kann eine Reduzierung der Topiramat-Dosis erforderlich

sein.

Erwachsene:

Die Dosierung und die Titration sollten sich nach dem klinischen Ansprechen richten. Die

Titration sollte mit 25 mg abends über eine Woche beginnen. Die Dosis sollte dann in ein- oder

zweiwöchentlichen Intervallen in Schritten von 25 oder 50 mg/Tag, verteilt auf zwei Dosen,

erhöht werden. Wenn der Patient das Titrationsschema nicht tolerieren kann, können kleinere

Schritte oder längere Intervalle zwischen den Erhöhungen angewendet werden.

Die empfohlene initiale Zieldosis für die Topiramat-Monotherapie beträgt bei Erwachsenen

100 mg/Tag bis 200 mg/Tag, verteilt auf zwei Dosen. Die maximale empfohlene Tagesdosis

beträgt 500 mg/Tag verteilt auf zwei Dosen. Einige Patienten mit refraktären Formen der

Epilepsie haben eine Topiramat-Monotherapie bei Dosen von 1000 mg/Tag toleriert. Diese

Dosisempfehlungen gelten für alle Erwachsenen einschließlich älterer Patienten bei Nicht-

Vorliegen einer zugrundeliegenden Nierenerkrankung.

Kinder und Jugendliche (Kinder über 6 Jahre):

Die Dosierung und die Titrationsrate sollten sich nach dem klinischen Erfolg richten. Die

Behandlung von Kindern über 6 Jahre sollte in der ersten Woche mit 0,5 bis 1 mg/kg abends

beginnen. Die Dosis sollte dann in ein- oder zweiwöchentlichen Intervallen in Schritten von 0,5

oder

mg/kg/Tag,

verteilt

zwei

Dosen,

erhöht

werden.

Wenn

Kind

Titrationsschema nicht tolerieren kann, können kleinere Schritte oder längere Intervalle

zwischen den Erhöhungen angewendet werden.

Abhängig vom klinischen Ansprechen liegt die empfohlene initiale Zieldosis für die Topiramat-

Monotherapie bei Kindern über 6 Jahre im Bereich von 100 mg/Tag (dies entspricht 2,0

mg/kg/Tag bei 6- bis 16-jährigen Kindern).

Zusatztherapie Epilepsie (fokale epileptische Anfälle mit oder ohne sekundäre

Generalisierung, primär generalisierte tonisch-klonische Anfälle oder epileptische

Anfälle, die mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom assoziiert sind)

Erwachsene:

Die Therapie sollte mit 25 - 50 mg abends über eine Woche beginnen. Die Anwendung

geringerer initialer Dosen wurde berichtet, aber nicht systematisch untersucht. Anschließend

sollte die Dosis in ein- oder zweiwöchentlichen Intervallen um 25 - 50 mg/Tag, verteilt auf

zwei Dosen, gesteigert werden. Einige Patienten können eine Wirksamkeit bei einmal täglicher

Dosierung erreichen.

In klinischen Studien zur Zusatztherapie waren 200 mg die niedrigste wirksame Dosis. Die

übliche Tagesdosis beträgt 200 - 400 mg verteilt auf zwei Dosen.

Seite 4 von 27

Diese Dosisempfehlungen gelten für alle Erwachsenen einschließlich älterer Patienten bei

Nicht-Vorliegen einer zugrundeliegenden Nierenerkrankung (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche (Kinder ab 2 Jahren):

Die empfohlene Gesamttagesdosis von Topiramat als Zusatztherapie liegt ungefähr bei 5 bis 9

mg/kg/Tag verteilt auf zwei Dosen. Die Titration sollte in der ersten Woche mit 25 mg (oder

weniger, basierend auf einem Bereich von 1 bis 3 mg/kg/Tag) abends beginnen. Die Dosis sollte

dann in ein- oder zweiwöchentlichen Intervallen in Schritten von 1 bis 3 mg/kg/Tag (verteilt

auf zwei Dosen) erhöht werden, um ein optimales klinisches Ansprechen zu erreichen.

Tagesdosen bis zu 30 mg/kg/Tag wurden untersucht und im Allgemeinen gut toleriert.

Migräne

Erwachsene:

empfohlene

Gesamttagesdosis

Topiramat

Prophylaxe

Migräne-

Kopfschmerzen beträgt 100 mg/Tag, verteilt auf zwei Dosen. Die Titration sollte mit 25 mg

abends über eine Woche beginnen. Die Dosis sollte in Schritten von 25 mg/Tag, verabreicht in

einwöchentlichen Intervallen, erhöht werden. Wenn der Patient das Titrationsschema nicht

tolerieren

kann,

können

längere

Intervalle

zwischen

Dosisanpassungen

angewendet

werden.

Einige Patienten können von einer Gesamttagesdosis von 50 mg/Tag profitieren. Patienten

haben eine Gesamttagesdosis bis zu 200 mg/Tag erhalten. Diese Dosis kann für manche

Patienten von Vorteil sein, dennoch wird wegen einer erhöhten Inzidenz an Nebenwirkungen

zur Vorsicht geraten.

Kinder und Jugendliche:

Aufgrund unzureichender Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit wird Topiramat nicht

für die Behandlung oder Prävention von Migräne bei Kindern empfohlen.

Allgemeine Dosierungsempfehlungen für Topiramat bei speziellen Patientengruppen

Nierenfunktionsstörungen:

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung (CL

≤ 70 ml/min) sollte Topiramat mit Vorsicht

verabreicht werden, da die Plasmaclearance und die renale Clearance von Topiramat reduziert

sind. Personen mit bekannter Nierenfunktionsstörung können bei jeder Dosis eine längere Zeit

zum Erreichen des

Steady-state

benötigen. Eine Halbierung der üblichen Anfangs- und

Erhaltungsdosis wird empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).

Patienten

terminaler

Niereninsuffizienz

sollte

Hämodialyse-Tagen

eine

Supplementärdosis

Topiramat,

ungefähr

Hälfte

Tagesdosis

entspricht,

verabreicht werden, da Topiramat durch Hämodialyse aus dem Plasma entfernt wird. Die

Supplementärdosis sollte in Teildosen zu Beginn und nach Beendigung der Hämodialyse

verabreicht

werden.

Supplementärdosis

kann,

basierend

Eigenschaften

verwendeten Dialyse-Equipment, variieren (siehe Abschnitt 5.2).

Leberfunktionsstörung:

Bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Leberfunktionsstörung sollte Topiramat mit Vorsicht

verabreicht werden, da die Clearance von Topiramat reduziert ist.

Seite 5 von 27

Ältere Patienten:

keine

Dosisanpassung

älteren

Patienten

erforderlich,

vorausgesetzt,

dass

Nierenfunktion intakt ist.

Art der Anwendung

Topiramat-neuraxpharm Filmtabletten sollen nicht geteilt werden und sollen unzerkaut im

Ganzen mit ausreichend Wasser eingenommen werden.

Topiramat-neuraxpharm kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Prophylaxe von Migräne-Kopfschmerzen in der Schwangerschaft oder bei Frauen im

gebärfähigen Alter, die keine hochwirksame Verhütungsmethode anwenden.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

In Situationen, in denen ein schnelles Absetzen von Topiramat medizinisch erforderlich ist,

wird eine geeignete Überwachung empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Wie bei anderen Antiepileptika kann es bei Behandlung mit Topiramat bei manchen Patienten

zu einer erhöhten Anfallshäufigkeit oder Auftreten neuer Arten von Krampfanfällen kommen.

Dieses Phänomen kann die Folge von Überdosierung, verringerten Plasmakonzentrationen

gleichzeitig verabreichter Antiepileptika, Fortschreiten der Erkrankung oder ein paradoxer

Effekt sein.

Eine adäquate Flüssigkeitszufuhr während der Anwendung von Topiramat ist sehr wichtig. Die

Flüssigkeitszufuhr kann das Risiko einer Nephrolithiasis reduzieren

(siehe unten). Eine

angemessene

Flüssigkeitszufuhr

während

Aktivitäten

körperlichen

Aktivitäten oder Wärmeexposition kann das Risiko von hitzebezogenen Nebenwirkungen

reduzieren (siehe Abschnitt 4.8).

Frauen im gebärfähigen Alter

Wird Topiramat bei schwangeren Frauen angewendet, kann dies möglicherweise zu einer

Schädigung des Fetus und einer fetalen Wachstumsrestriktion (zu klein für das Gestationsalter

und geringes Geburtsgewicht) führen. Das Nordamerikanische (North American Antiepileptic

Drug) Schwangerschaftsregister zeigte für die Monotherapie mit Topiramat eine ungefähr 3-

fach höhere Prävalenz für schwerwiegende kongenitale Fehlbildungen (4,3%) im Vergleich zu

einer Referenzgruppe, die keine Antiepileptika eingenommen hat (1,4%). Die Daten aus

anderen Studien weisen zusätzlich darauf hin, dass, verglichen mit der Monotherapie, die

Anwendung von Antiepileptika in einer Kombinationstherapie mit einem erhöhten Risiko für

teratogene Effekte verbunden ist.

Vor dem Beginn der Behandlung mit Topiramat ist bei Frauen im gebärfähigen Alter ein

Schwangerschaftstest durchzuführen. Darüber hinaus ist die Patientin in Hinblick auf eine

hochwirksame Verhütungsmethode zu beraten (siehe Abschnitt 4.5). Die Patientin muss in

vollem Umfang über die Risiken in Zusammenhang mit der Anwendung von Topiramat

während der Schwangerschaft aufgeklärt werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Seite 6 von 27

Oligohidrose

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Topiramat wurde über Oligohidrose (vermindertes

Schwitzen)

berichtet.

Vermindertes

Schwitzen

Hyperthermie

(Anstieg

Körpertemperatur)

können

insbesondere

kleinen

Kindern

auftreten,

einer

hohen

Umgebungstemperatur ausgesetzt sind.

Stimmungsschwankungen / Depression

Eine erhöhte Inzidenz von Stimmungsschwankungen und Depression wurde während der

Topiramat-Behandlung beobachtet.

Suizid / Suizidgedanken

Über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika

in verschiedenen Indikationen behandelt wurden, berichtet. Eine Metaanalyse randomisierter,

Plazebo-kontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte auch ein leicht erhöhtes Risiko für das

Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten. Der Mechanismus für die Auslösung

dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt und die verfügbaren Daten schließen die Möglichkeit

eines erhöhten Risikos bei der Einnahme von Topiramat nicht aus.

doppelblinden

klinischen

Studien

traten

suizidbezogene

Ereignisse

(Suizidgedanken,

Suizidversuche und Suizide) bei mit Topiramat behandelten Patienten mit einer Häufigkeit von

0,5 % (46 von 8652 behandelten Patienten) und einer nahezu 3-mal höheren Inzidenz als bei

den mit Placebo behandelten Patienten (0,2 %; 8 von 4045 behandelten Patienten) auf.

Deshalb

sollten

Patienten

hinsichtlich

Anzeichen

Suizidgedanken

suizidalen

Verhaltensweisen überwacht und eine geeignete Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Patienten (und deren Betreuern) sollte geraten werden medizinische Hilfe einzuholen, wenn

Anzeichen für Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten.

Nephrolithiasis

Einige Patienten, besonders diejenigen mit einer Prädisposition zur Nephrolithiasis, können ein

erhöhtes Risiko für Nierensteine und damit assoziierte Zeichen und Symptome, wie z. B.

Nierenkolik, Nierenschmerzen oder Flankenschmerzen, aufweisen.

Risikofaktoren für eine Nephrolithiasis schließen vorherige Nierensteine sowie Nephrolithiasis

und Hyperkalziurie in der Familienanamnese ein. Keiner dieser Risikofaktoren kann verlässlich

Nierensteine

während

Topiramat-Behandlung

prognostizieren.

Weiteren

können

Patienten, die andere mit Nephrolithiasis assoziierte Arzneimittel einnehmen, ein erhöhtes

Risiko aufweisen.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (CL

≤ 70 ml/min) sollte Topiramat mit

Vorsicht verabreicht werden, da die Plasmaclearance und renale Clearance von Topiramat

herabgesetzt ist. Für spezielle Dosierungsempfehlungen bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion, siehe Abschnitt 4.2.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei hepatisch eingeschränkten Patienten, sollte Topiramat mit Vorsicht verabreicht werden, da

die Clearance von Topiramat reduziert sein kann.

Seite 7 von 27

Akute Myopie und sekundäres Engwinkelglaukom

Über ein Syndrom bestehend aus akuter Myopie assoziiert mit sekundärem Engwinkelglaukom

wurde bei Patienten, die Topiramat erhielten, berichtet. Die Symptome beinhalten das akute

Auftreten

einer

verminderten

Sehschärfe

und/oder

Augenschmerzen.

Ophthalmologische

Befunde können Myopie, eine Einengung der vorderen Augenkammer, okuläre Hyperämie

(Rötung) und einen erhöhten intraokulären Druck einschließen. Mydriasis kann oder kann nicht

vorliegen. Dieses Syndrom kann mit einem supraziliären Erguss assoziiert sein, der in einer

Vorverlagerung der Linse und der Iris mit einem sekundären Engwinkelglaukom resultiert. Die

Symptome treten üblicherweise im ersten Monat nach Beginn der Topiramat-Therapie auf. Im

Gegensatz zu dem primären Engwinkelglaukom, das selten in einem Alter unter 40 Jahren

auftritt, wurde das sekundäre, mit Topiramat assoziierte Engwinkelglaukom sowohl bei

pädiatrischen Patienten als auch bei Erwachsenen berichtet. Die Behandlung umfasst das nach

Ermessen des behandelnden Arztes schnellstmögliche Absetzen von Topiramat und geeignete

Maßnahmen, um den intraokulären Druck zu reduzieren. Im Allgemeinen resultieren diese

Maßnahmen in einem Abfall des intraokulären Druckes.

Erhöhter

intraokulärer

Druck

jeglicher

Ätiologie

kann,

falls

unbehandelt

geblieben,

schweren Folgekrankheiten einschließlich einem dauerhaften Sehverlust führen.

Es ist eine Entscheidung zu treffen, ob Patienten mit Augenerkrankungen in der Anamnese mit

Topiramat behandelt werden sollen.

Gesichtsfeld-Ausfälle

Bei Patienten, die Topiramat erhielten, wurde über Gesichtsfeld-Ausfälle berichtet, die von

einem erhöhten intraokulären Druck unabhängig waren. In klinischen Studien waren die

meisten dieser Fälle nach Absetzen von Topiramat reversibel. Wenn zu irgendeinem Zeitpunkt

der Behandlung mit Topiramat Gesichtsfeld-Ausfälle auftreten, soll in Erwägung gezogen

werden, das Arzneimittel abzusetzen.

Metabolische Azidose

Die hyperchlorämische, metabolische Azidose ohne Anionenlücke (d. h. das Absinken des

Serum-Bicarbonats unter den normalen Referenzbereich in Abwesenheit einer respiratorischen

Alkalose) wird mit einer Topiramat-Behandlung in Verbindung gebracht. Dieses Absinken des

Serum-Bicarbonats beruht auf der inhibitorischen Wirkung von Topiramat auf die renale

Carboanhydrase. Im Allgemeinen tritt dieser Abfall des Bicarbonats zu Beginn der Behandlung

auf, obwohl er zu jedem Zeitpunkt der Behandlung auftreten kann. Dieser Abfall ist in der Regel

gering bis mäßig (durchschnittliches Absinken von 4 mmol/l bei Dosen von 100 mg/Tag oder

darüber bei Erwachsenen bzw. von durchschnittlich 6 mg/kg/Tag bei pädiatrischen Patienten).

Selten erlebten Patienten Abfälle auf Werte unter 10 mmol/l. Umstände oder Therapien, die

eine

Azidose

prädisponieren

(wie

Nierenerkrankungen,

schwere

respiratorische

Erkrankungen,

Status

epilepticus,

Diarrhoe,

chirurgische

Eingriffe,

ketogene

Diät

oder

bestimmte Arzneimittel), können additiv zu dem Bicarbonat-senkenden Effekt von Topiramat

wirken.

Chronische

metabolische

Azidose

erhöht

Risiko

Nierensteinbildung

kann

möglicherweise zu Osteopenie führen.

Chronische metabolische Azidose bei pädiatrischen Patienten kann die Wachstumsraten

reduzieren.

Auswirkungen

Topiramat

knochenbezogene

Folgeerkrankungen

wurden nicht systematisch bei pädiatrischen oder erwachsenen Patienten untersucht.

Seite 8 von 27

Abhängig von den zugrundeliegenden Umständen, wird unter der Topiramat-Behandlung eine

geeignete Bewertung einschließlich des Serum-Bicarbonat Spiegels empfohlen. Wenn sich

Anzeichen oder Symptome (z. B. Kussmaul-Atmung, Dyspnoe, Anorexie, Übelkeit, Erbrechen,

übermäßige Müdigkeit, Tachykardie oder Arrhythmie) zeigen, die auf eine metabolische

Azidose hinweisen, wird eine Bestimmung des Serum-Bicarbonat empfohlen. Wenn sich eine

metabolische Azidose entwickelt und persistiert, sollte in Erwägung gezogen werden, die Dosis

zu reduzieren oder Topiramat abzusetzen (durch schrittweise Dosisreduktion).

Bei Patienten mit Voraussetzungen oder Behandlungen, die ein Risiko für das Auftreten einer

metabolischen Azidose darstellen, sollte Topiramat mit Vorsicht angewandt werden.

Beeinträchtigung der kognitiven Funktion

Eine kognitive Beeinträchtigung bei einer Epilepsie ist multifaktoriell bedingt und kann durch

die zugrunde liegende Krankheitsursache, durch die Epilepsie oder durch die antiepileptische

Behandlung verursacht werden. Es gab Berichte in der Literatur über die Beeinträchtigung der

kognitiven Funktion bei Erwachsenen unter einer Topiramat-Behandlung, die eine Reduktion

der Dosierung oder eine Beendigung der Behandlung erforderte. Studien hinsichtlich der

Auswirkung auf die Kognition bei Kindern, die mit Topiramat behandelt wurden, sind jedoch

unzureichend und der Einfluss des Wirkstoffes diesbezüglich muss noch geklärt werden.

Hyperammonämie und Enzephalopathie

Über Hyperammonämie mit oder ohne Enzephalopathie wurde im Zusammenhang mit einer

Topiramat-Behandung berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Das Risiko für eine Hyperammonämie

unter Topiramat scheint dosisabhängig zu sein. Über eine Hyperammonämie wurde häufiger

berichtet, wenn Topiramat zusammen mit Valproinsäure eingenommen wurde (siehe Abschnitt

4.5).

Bei Patienten, die eine nicht zu erklärende Lethargie oder Veränderungen des mentalen

Zustands

Zusammenhang

einer

Topiramat-Monotherapie

oder

-Zusatztherapie

entwickeln, wird empfohlen, eine hyperammonämische Enzephalopathie in Betracht zu ziehen

und die Ammoniakspiegel zu messen.

Nahrungsergänzung

Manche Patienten können während der Behandlung mit Topiramat einen Gewichtsverlust

erleiden.

wird

empfohlen,

dass

Patienten

unter

Behandlung

Topiramat

Gewichtsverlust kontrolliert werden sollten. Eine diätetische Ergänzung oder gesteigerte

Nahrungsaufnahme können erwogen werden, wenn der Patient unter Topiramat Gewicht

verliert.

Lactose-Intoleranz

Topiramat-neuraxpharm Filmtabletten enthalten Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären

Galactose-Intoleranz,

Lactase-Mangel

oder

Glucose-Galactose-Malabsorption

sollten

Topiramat-neuraxpharm Filmtabletten nicht einnehmen.

Seite 9 von 27

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Auswirkungen von Topiramat auf andere Antiepileptika

Zusatz

Topiramat

anderen

Antiepileptika

(Phenytoin,

Carbamazepin,

Valproinsäure,

Phenobarbital,

Primidon)

keine

Auswirkung

deren

Steady-state

Plasmakonzentrationen, außer bei vereinzelten Patienten, bei denen der Zusatz von Topiramat

zu Phenytoin in einem Anstieg der Plasmakonzentration von Phenytoin resultieren kann. Dies

möglicherweise

Inhibition

eines

spezifischen

polymorphen

Isoenzyms

zurückzuführen (CYP2C19). Als Konsequenz sollen die Phenytoin-Spiegel bei jedem Patienten

unter Phenytoin, der klinische Zeichen oder Symptome von Toxizität aufweist, überwacht

werden.

Eine pharmakokinetische Wechselwirkungsstudie bei Patienten mit Epilepsie deutet darauf hin,

dass die Zugabe von Topiramat zu Lamotrigin bei Topiramat-Dosen von 100 - 400 mg/Tag

keine

Auswirkung

Steady-state

-Plasmakonzentrationen

Lamotrigin

hat.

Weiteren gab es keine Änderung in der

Steady-state

-Plasmakonzentration von Topiramat

während oder nach Absetzen der Lamotrigin Behandlung (mittlere Dosis von 327 mg/Tag).

Topiramat hemmt das Enzym CYP2C19 und kann mit anderen Substanzen interferieren, die

durch

dieses

Enzym

metabolisiert

werden

Diazepam,

Imipramin,

Moclobemid,

Proguanil, Omeprazol).

Auswirkungen anderer Antiepileptika auf Topiramat

Phenytoin und Carbamazepin reduzieren die Plasmakonzentration von Topiramat. Die Zugabe

oder das Absetzen von Phenytoin oder Carbamazepin zur Topiramat-Therapie kann eine

Anpassung der Dosierung der Letzteren erfordern. Dies sollte durch Titration bis zur klinischen

Wirksamkeit erfolgen. Die Zugabe oder das Absetzen von Valproinsäure bewirkt keine

signifikanten

klinischen

Änderungen

Plasmakonzentrationen

Topiramat

rechtfertigt daher keine Anpassung der Dosierung von Topiramat. Die Ergebnisse dieser

Wechselwirkungen sind nachfolgend zusammengefasst:

begleitend verabreichtes AED

AED Konzentration

Topiramat-

Konzentration

Phenytoin

Carbamazepin (CBZ)

Valproinsäure

Lamotrigin

Phenobarbital

Primidon

= Keine Auswirkung auf die Plasmakonzentration

(≤ 15 % Änderung)

= Plasmakonzentrationen erhöht bei einzelnen Patienten

= Abnahme der Plasmakonzentrationen

= nicht untersucht

AED = Antiepileptikum

Seite 10 von 27

Andere Arzneimittelwechselwirkungen

Digoxin:

In einer Einzeldosisstudie sank die Fläche unter der Plasmakonzentrationskurve (AUC) des

Serumdigoxin um 12 % aufgrund der begleitenden Verabreichung von Topiramat. Die klinische

Relevanz dieser Beobachtung konnte nicht festgestellt werden. Wenn Topiramat bei

Patienten

unter einer Digoxin-Therapie hinzugegeben oder abgesetzt wird, sollte die routinemäßige

Überwachung des Serum-Digoxins sorgfältig durchgeführt werden.

Zentral dämpfende Arzneimittel:

Die gleichzeitige Verabreichung von Topiramat und Alkohol oder anderen zentral dämpfenden

Arzneimitteln wurde nicht in klinischen Studien bewertet. Es wird empfohlen, dass Topiramat

nicht gleichzeitig mit Alkohol oder anderen ZNS dämpfenden Arzneimitteln angewendet wird.

Johanniskraut (Hypericum perforatum):

Bei der gleichzeitigen Einnahme von Topiramat und Johanniskraut besteht die Gefahr von

reduzierten Plasmaspiegeln und folglich einer verringerten Wirksamkeit. Diese mögliche

Wechselwirkung wurde bisher in keiner klinischen Studie untersucht.

Orale Kontrazeptiva:

einer

pharmakokinetischen

Wechselwirkungsstudie

gesunden

Probanden

gleichzeitiger

Gabe

eines

oralen

kontrazeptiven

Kombinationspräparates,

Norethisteron (NET) und 35 µg Ethinylestradiol (EE) enthielt, wurde Topiramat, in einer

Dosierung von 50 bis 200 mg/Tag, und keiner Verabreichung anderer Arzneimittel, nicht in

Zusammenhang mit einer statistisch signifikanten Änderung der mittleren Exposition (AUC)

für beide Inhaltsstoffe des oralen Kontrazeptivums gebracht. In einer anderen Studie, war die

Exposition von EE bei Dosen von 200, 400 und 800 mg/Tag statistisch signifikant vermindert

(18 %, 21 % bzw. 30 %), wenn Topiramat als Zusatztherapie bei Patienten, die Valproinsäure

einnehmen, gegeben wurde. In beiden Studien beeinflusste Topiramat (50 - 200 mg/Tag bei

gesunden Probanden und 200 - 800 mg/Tag bei Epilepsiepatienten) die Exposition von NET

nicht signifikant. Obwohl eine dosisabhängige Verminderung der EE-Exposition bei Dosen

zwischen 200 - 800 mg/Tag (bei Epilepsiepatienten) auftrat, gab es keine dosisabhängige

signifikante Änderung in der EE-Exposition bei Dosen von 50 - 200 mg/Tag (bei gesunden

Probanden). Die klinische Signifikanz dieser beobachteten Änderungen ist nicht bekannt. Die

Möglichkeit

einer

verminderten

kontrazeptiven

Wirksamkeit

vermehrter

Durchbruchblutungen sollte bei Patienten, die orale kontrazeptive Kombinationsprodukte mit

Topiramat einnehmen, berücksichtigt werden. Patienten, die estrogenhaltige Kontrazeptiva

einnehmen,

sollten

aufgefordert

werden,

jede

Änderung

ihrer

Menstruationsblutung

berichten.

kontrazeptive

Wirksamkeit

kann

auch

Abwesenheit

Durchbruchblutungen vermindert sein.

Lithium:

Bei gesunden Probanden wurde eine Reduktion der systemischen Lithium-Exposition (18 %

der AUC) während der gleichzeitigen Verabreichung von Topiramat 200 mg/Tag beobachtet.

Bei Patienten mit bipolaren Störungen, wurde die Pharmakokinetik von Lithium während der

Behandlung mit Topiramat bei Dosen von 200 mg/Tag nicht beeinflusst; jedoch wurde ein

Anstieg in der systemischen Exposition (26 % der AUC) nach Topiramat-Dosen bis zu 600

mg/Tag beobachtet. Die Lithium-Spiegel sollten bei gleichzeitiger Gabe

mit Topiramat

überwacht werden.

Seite 11 von 27

Risperidon:

Arzneimittelwechselwirkungsstudien,

unter

Einzeldosisbedingungen

gesunden

Probanden

unter

Mehrfachdosisbedingungen

Patienten

bipolaren

Störungen

durchgeführt wurden, führten zu ähnlichen Ergebnissen. Bei gleichzeitiger Verabreichung von

Topiramat mit ansteigenden Dosen von 100, 250 und 400 mg/Tag, ergab sich eine Reduktion

der systemischen Exposition (16 % und 33 % der

Steady-state

-AUC bei Dosen von jeweils 250

und 400 mg/Tag) von Risperidon (verabreicht bei Dosen im Bereich von 1 bis 6 mg/Tag). Die

Unterschiede in der AUC der aktiven Gesamtfraktion zwischen der Behandlung mit Risperidon

allein

Kombinationsbehandlung

Topiramat

waren

jedoch

statistisch

nicht

signifikant. Minimale Änderungen wurden in der Pharmakokinetik der gesamten aktiven

Fraktion

(Risperidon

plus

9-Hydroxyrisperidon)

keine

Änderungen

für

Hydroxyrisperidon beobachtet. Es gab keine signifikanten Änderungen in der systemischen

Exposition der gesamten aktiven Fraktion von Risperidon oder von Topiramat. Wenn zu einer

bestehenden Behandlung mit Risperidon (1 - 6 mg/Tag) zusätzlich Topiramat gegeben wurde,

wurde häufiger über unerwünschte Ereignisse berichtet als vor der Topiramat-Einleitung (250

- 400 mg/Tag) (entsprechend 90 % und 54 %). Die am häufigsten berichteten unerwünschten

Ereignisse nach Topiramat-Einleitung, wenn es zusätzlich zu einer Risperidon-Behandlung

gegeben wurde, waren Somnolenz (27 % und 12 %), Parästhesie (22 % und 0 %) und Übelkeit

(18 % und 9 %).

Hydrochlorothiazid (HCTZ):

Eine Arzneimittelwechselwirkungsstudie, die bei gesunden Probanden durchgeführt wurde,

bewertete die

Steady-state

-Pharmakokinetik von HCTZ (25 mg alle 24 h) und Topiramat (96

mg alle 12 h), wenn diese alleine oder gemeinsam verabreicht wurden. Die Ergebnisse dieser

Studie zeigten, dass die Topiramat C

um 27 % und die AUC um 29 % anstieg, wenn HCTZ

zu Topiramat gegeben wurde. Die klinische Bedeutung dieser Änderung ist unbekannt. Die

Zugabe

HCTZ

Topiramat-Therapie

kann

eine

Anpassung

Topiramat-Dosis

erfordern. Die Pharmakokinetik von HCTZ im

Steady-state

wurde durch die gleichzeitige

Verabreichung von Topiramat nicht signifikant beeinflusst. Klinische Laborergebnisse zeigen

einen Abfall des Serumkaliums nach Topiramat- oder HCTZ-Verabreichung, der höher war,

wenn HCTZ und Topiramat in Kombination verabreicht wurden.

Metformin:

Eine Arzneimittelwechselwirkungsstudie, die bei gesunden Probanden durchgeführt wurde,

bewertete die

Steady-state

-Pharmakokinetik von Metformin und Topiramat im Plasma, wenn

Metformin allein gegeben wurde und wenn Metformin und Topiramat gleichzeitig gegeben

wurden. Die Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass die mittlere C

und die mittlere AUC

0-12h

von Metformin um 18 % bzw. 25 % anstiegen, während die mittlere CL/F um 20 % abfiel,

wenn Metformin mit Topiramat verabreicht wurde. Topiramat beeinflusste nicht die t

Metformin. Die klinische Bedeutung des Effektes von Topiramat auf die Pharmakokinetik von

Metformin ist unklar. Die orale Plasmaclearance von Topiramat scheint reduziert zu sein, wenn

es mit Metformin verabreicht wird. Das Ausmaß der Änderung der Clearance ist nicht bekannt.

Die klinische Bedeutung des Effektes von Metformin auf die Pharmakokinetik von Topiramat

ist unklar.

Wenn Topiramat bei Patienten unter einer Metformin-Therapie hinzugegeben oder abgesetzt

wird, sollte besonderes Augenmerk auf die Routineüberwachung für eine adäquate Kontrolle

von deren diabetischer Erkrankung gelegt werden.

Seite 12 von 27

Pioglitazon:

Eine Arzneimittelwechselwirkungsstudie, die bei gesunden Probanden durchgeführt wurde,

bewertete die

Steady-state

-Pharmakokinetik von Topiramat und Pioglitazon, wenn diese alleine

oder gemeinsam verabreicht wurden. Es wurde eine 15% Verminderung der AUC

Pioglitazon ohne Änderung der Cmax,ss beobachtet. Dieses Ergebnis war statistisch nicht

signifikant. Des Weiteren wurde eine 13 % und 16 % Verminderung der C

max,ss

bzw. der AUC

sowohl des aktiven Hydroxy-Metaboliten als auch eine 60 % Verminderung der C

max,ss

und der

des aktiven Keto-Metaboliten beobachtet. Die klinische Bedeutung dieser Ergebnisse

ist nicht bekannt. Wenn Topiramat zur Pioglitazon-Therapie hinzugegeben oder Pioglitazon zur

Topiramat-Therapie

hinzugegeben

wird,

sollte

besonderes

Augenmerk

Routineüberwachung von Patienten zur adäquaten Kontrolle ihrer diabetischen Erkrankung

gelegt werden.

Glibenclamid:

Eine Arzneimittelwechselwirkungsstudie, die bei Patienten mit Typ 2 Diabetes durchgeführt

wurde, bewertete die

Steady-state

-Pharmakokinetik von Glibenclamid (5 mg/Tag) allein und

gemeinsam mit Topiramat (150 mg/Tag). Es ergab sich eine 25 % Reduktion der Glibenclamid

während

Topiramat-Verabreichung.

systemische

Exposition

aktiven

Metaboliten

trans

-Hydroxy-Glibenclamid

(M1)

cis

-Hydroxy-Glibenclamid

(M2)

wurde um 13 % bzw. 15 % reduziert. Die Pharmakokinetik von Topiramat im

Steady-state

wurde bei gleichzeitiger Verabreichung von Glibenclamid nicht beeinflusst.

Wenn Topiramat zur Glibenclamid Therapie hinzugegeben oder Glibenclamid zur Topiramat-

Therapie hinzugegeben wird, sollte besonderes Augenmerk auf die Routineüberwachung von

Patienten zur adäquaten Kontrolle ihrer diabetischen Erkrankung gelegt werden.

Weitere Arten von Wechselwirkungen

Arzneimittel, die für eine Nephrolithiasis prädisponieren:

Topiramat kann das Risiko für eine Nephrolithiasis erhöhen, wenn es begleitend mit anderen

Substanzen angewendet wird, die eine Nephrolithiasis prädisponieren. Während der Einnahme

von Topiramat sollten solche Substanzen vermieden werden, da sie eine physiologische

Umgebung erzeugen können, die das Risiko der Bildung von Nierensteinen erhöht.

Valproinsäure:

gleichzeitige

Anwendung

Topiramat

Valproinsäure

wurde

einer

Hyperammonämie

oder

ohne

Enzephalopathie

Patienten,

eines

beiden

Arzneimittel alleine toleriert haben, in Verbindung gebracht. In den meisten Fällen klingen die

Symptome

Anzeichen

Absetzen

eines

beiden

Arzneimittel

(siehe

Abschnitte 4.4 und 4.8). Diese Nebenwirkung beruht nicht auf einer pharmakokinetischen

Interaktion.

Hypothermie, definiert als ein unwillkürliches Sinken der Körpertemperatur auf < 35 °C , wurde

im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Anwendung von Topiramat und Valproinsäure,

sowohl in Verbindung mit als auch ohne Hyperammonämie, berichtet. Dieses unerwünschte

Ereignis bei Patienten, die gleichzeitig Topiramat und Valproinsäure einnehmen, kann nach

Beginn der Behandlung mit Topiramat oder nach Erhöhung der Tagesdosis von Topiramat

auftreten.

Seite 13 von 27

Weitere pharmakokinetische Arzneimittelwechselwirkungsstudien

wurden

klinische

Studien

durchgeführt,

Potential

pharmakokinetischer

Wechselwirkungen

zwischen

Topiramat

anderen

Substanzen

abzuschätzen.

Änderungen der C

oder AUC sind als ein Ergebnis dieser Wechselwirkungen nachfolgend

zusammengefasst. Die zweite Spalte (Konzentration der Begleitmedikation) beschreibt, was

mit der Konzentration der Begleitmedikation, die in der ersten Spalte aufgelistet ist, passiert,

wenn Topiramat hinzugegeben wird. Die dritte Spalte (Topiramat-Konzentration) beschreibt,

wie die gleichzeitige Verabreichung des Wirkstoffes, der in der ersten Spalte aufgelistet ist, die

Konzentration von Topiramat verändert.

Zusammenfassung der Ergebnisse zusätzlicher klinischer

pharmakokinetischer Wechselwirkungsstudien

Begleitmedikation

Konzentration der

Begleitmedikation

Topiramat-

Konzentration

a

Amitriptylin

↔ 20 % Erhöhung der C

und der AUC des

Nortriptylin-Metaboliten

Dihydroergotamin

(oral und subkutan)

Haloperidol

↔ 31 % Erhöhung der AUC

des reduzierten Metaboliten

Propranolol

↔ 17 % Erhöhung der C

von 4-OH-Propranolol

(TPM 50 mg alle 12 h)

9 % und 16 % Erhöhung

der C

9 % und 17 % Erhöhung

der AUC

(40 und 80 mg

Propranolol entsprechend

alle 12 h)

Sumatriptan (oral und

subkutan)

Pizotifen

Diltiazem

25 % Verminderung der

AUC von Diltiazem und 18

% Verminderung von DEA

und ↔ von DEM

20 % Erhöhung der AUC

Venlafaxin

Flunarizin

16 % Erhöhung der AUC

(TPM 50 mg alle 12h)

Die Werte sind die Änderungen in der mittleren C

oder AUC unter der

Behandlung in Bezug auf Monotherapie.

= Kein Effekt auf die C

und AUC (≤ 15 % Änderung) der

Vorgängersubstanz

= Nicht untersucht

DEA = Desacetyldiltiazem, DEM = N-Demethyl-Diltiazem

Seite 14 von 27

Die Flunarizin-AUC stieg um 14 % bei Personen, die Flunarizin allein

einnahmen. Die Erhöhung in der Exposition kann einer Akkumulation

während des Erreichens des

Steady-state

zugeschrieben werden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Allgemeines Risiko im Zusammenhang mit Epilepsie und Antiepileptika:

Frauen im gebärfähigen Alter sollen eine fachkundige Beratung erhalten. Sobald eine Frau eine

Schwangerschaft plant, soll die Notwendigkeit einer Behandlung mit Antiepileptika überprüft

werden. Bei Frauen, die wegen einer Epilepsie behandelt werden, soll ein plötzliches Absetzen

der Antiepileptika-Therapie vermieden werden, da dies zu Durchbruchsanfällen führen und

schwerwiegende Folgen für die Mutter und das ungeborene Kind haben kann. Wann immer es

möglich ist, soll eine Monotherapie bevorzugt werden, da die Therapie mit verschiedenen

Antiepileptika gegenüber einer Monotherapie mit einem höheren Risiko für kongenitale

Fehlbildungen in Zusammenhang gebracht werden kann, abhängig von den angewendeten

Antiepileptika.

Risiko im Zusammenhang mit Topiramat

Topiramat war bei Mäusen, Ratten und Kaninchen teratogen (siehe Abschnitt 5.3). Bei Ratten

passiert Topiramat die Plazentaschranke.

Beim Menschen passiert Topiramat die Plazenta; im Nabelschnurblut und im Maternalblut

wurden vergleichbare Konzentrationen beschrieben.

Klinische Daten aus Schwangerschaftsregistern weisen darauf hin, dass für Säuglinge, die einer

Monotherapie mit Topiramat ausgesetzt waren:

ein erhöhtes Risiko für kongenitale Fehlbildungen (vor allem für

Lippenspalte/Gaumenspalte, Hypospadien und Anomalien, die verschiedene Körpersysteme

einschließen) in Folge der Exposition während des ersten Trimesters besteht. Das

nordamerikanische Schwangerschaftsregister (North American Antiepileptic Drug) zeigte für

die Monotherapie mit Topiramat eine ungefähr 3-fach höhere Prävalenz für schwerwiegende

kongenitale Fehlbildungen (4,3%) im Vergleich zu einer Referenzgruppe, die keine

Antiepileptika eingenommen hat (1,4%). Des Weiteren weisen die Daten aus anderen Studien

darauf hin, dass, verglichen mit der Monotherapie, die Anwendung von Antiepileptika in

einer Kombinationstherapie mit einem erhöhten Risiko für teratogene Effekte verbunden ist.

Berichten zufolge ist das Risiko dosisabhängig; die Effekte wurden bei allen Dosen

beobachtet. Bei mit Topiramat behandelten Frauen, die ein Kind mit einer kongenitalen

Fehlbildung zur Welt gebracht haben, scheint das Risiko für Fehlbildungen in späteren

Schwangerschaften bei Topiramat-Exposition erhöht zu sein.

eine höhere Prävalenz für ein geringes Geburtsgewicht (< 2500 Gramm) verglichen mit der

Referenzgruppe besteht.

eine erhöhte Prävalenz für für ihr Gestationsalter zu kleine oder zu leichte Neugeborene

(SGA, Small for Gestational Age; definiert als Geburtsgewicht unter dem 10. Perzentil nach

Berichtigung gemäß des Gestationsalters und stratifiziert nach Geschlecht) besteht. Die

Langzeitauswirkungen der SGA-Befunde konnten nicht bestimmt werden.

Seite 15 von 27

Indikation Epilepsie:

Es wird empfohlen, bei Frauen im gebärfähigen Alter alternative therapeutische Optionen in

Betracht zu ziehen. Wenn Topiramat von Frauen im gebärfähigen Alter eingenommen wird,

wird die Anwendung einer hochwirksamen Verhütungsmethode (siehe Abschnitt 4.5) und eine

vollständige Aufklärung über die bekannten Risiken einer unbehandelten Epilepsie für die

Schwangerschaft und die potentiellen Risiken des Arzneimittels für den Fötus empfohlen.

Wenn eine Frau eine Schwangerschaft plant, wird vorab eine Untersuchung zur Neubewertung

der Behandlung und zur Berücksichtigung anderer therapeutischer Optionen empfohlen. Im

Falle

einer

Einnahme

während

ersten

Trimesters

soll

eine

sorgfältige

pränantale

Überwachung erfolgen.

Indikation Migräne-Prophylaxe:

Topiramat ist während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine

hochwirksame Verhütungsmethode anwenden, kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Stillzeit

Tierexperimentelle Studien haben eine Exkretion von Topiramat in die Milch gezeigt. Die

Exkretion von Topiramat in die humane Milch wurde in kontrollierten Studien nicht

untersucht. Begrenzte Beobachtungen bei Patientinnen weisen auf eine erhebliche Exkretion

von Topiramat in die Muttermilch hin. Zu den Auswirkungen, die bei gestillten

Neugeborenen/Kindern von behandelten Frauen beobachtet wurden, gehören Diarrhö,

Schläfrigkeit, Erregbarkeit und unzureichende Gewichtszunahme. Aus diesem Grund muss

unter Berücksichtigung der Bedeutung des Arzneimittels für die Mutter eine Entscheidung

getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit

Topiramat verzichtet werden soll / die Behandlung mit Topiramat zu unterbrechen ist (siehe

Abschnitt 4.4).

Fertilität

Tierexperimentelle Studien zeigten keine Beeinträchtigung der Fertilität durch Topiramat

(siehe Abschnitt 5.3). Ein Einfluss von Topiramat auf die humane Fertilität wurde nicht

nachgewiesen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Topiramat hat einen geringfügigen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Topiramat wirkt auf das zentrale Nervensystem und

kann zu Benommenheit, Schwindel und anderen verwandten Symptomen führen. Es kann auch

Sehstörungen und/oder Verschwommensehen verursachen. Diese Nebenwirkungen können bei

Patienten, die ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen, potentiell gefährlich sein,

besonders bis zu dem Zeitpunkt, an dem der einzelne Patient Erfahrung mit dem Arzneimittel

gesammelt hat.

4.8

Nebenwirkungen

Die Sicherheit von Topiramat wurde aus einer Datenbank mit klinischen Studien evaluiert, die

sich aus 4111 Patienten (3182 unter Topiramat und 929 unter Placebo), die an 20 doppelblinden

Studien, bzw. 2847 Patienten, die an 34 offenen Studien teilgenommen haben, zusammensetzt,

Seite 16 von 27

für Topiramat als Zusatztherapie bei primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen, bei

fokalen, epileptischen Anfällen, bei epileptischen Anfällen beim Lennox-Gastaut-Syndrom, bei

der Monotherapie der neu oder vor Kurzem diagnostizierten Epilepsie oder bei der Migräne-

Prophylaxe.

Mehrheit

Nebenwirkungen

Schwere

leicht

mäßig.

Nebenwirkungen, die in klinischen Studien und während der Erfahrung nach Markteinführung

(gekennzeichnet durch „*“) identifiziert wurden, sind nach ihrer Inzidenz in den klinischen

Studien in Tabelle 1 aufgelistet.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig

≥ 1/10

Häufig

≥ 1/100 bis < 1/10

Gelegentlich

≥ 1/1.000 bis < 1/100

Selten

≥ 1/10.000 bis < 1/1.000

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Die häufigsten Nebenwirkungen (jene mit einer Inzidenz von > 5 % und höher, als die unter

Placebo beobachteten, bei mindestens 1 Indikation in kontrollierten doppelblinden Studien mit

Topiramat)

umfassen:

Anorexie,

verminderter

Appetit,

Bradyphrenie,

Depression,

Beeinträchtigung des sprachlichen Ausdrucksvermögens, Insomnie, anomale Koordination,

Aufmerksamkeitsstörung,

Schwindel,

Dysarthrie,

Dysgeusie,

Hypästhesie,

Lethargie,

Gedächtnisstörung,

Nystagmus,

Parästhesie,

Somnolenz,

Tremor,

Diplopie,

Verschwommensehen, Diarrhoe, Übelkeit, Fatigue, Reizbarkeit und Gewichtsabnahme.

Tabelle 1:

Nebenwirkungen von Topiramat

Systemorganklasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht

bekannt

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Nasopharyn-

gitis*

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Anämie

Leukopenie,

Thrombozytopenie,

Lymphadenopathie,

Eosinophilie

Neutropenie*

Erkrankungen des

Immunsystems

Hypersensi-

tivität

allergisches

Ödem*

Stoffwechsel- und

Ernährungs-

störungen

Anorexie,

verminderter

Appetit

metabolische

Azidose,

Hypokaliämie,

erhöhter Appetit,

Polydipsie

hyper-

chlorämische

Azidose,

Hyperammon-

ämie*,

hyperammon-

ämische

Enzephalo-

pathie*

Psychiatrische

Erkrankungen

Depression

Bradyphrenie,

Insomnie,

Beeinträchti-

gung des

sprachlichen

Suizidgedanken,

Suizidversuch,

Halluzination,

psychotische

Störung, akustische

Manie,

Panikstörung,

Gefühl von

Hoffnungslosig

Seite 17 von 27

Tabelle 1:

Nebenwirkungen von Topiramat

Systemorganklasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht

bekannt

Ausdrucksver-

mögens, Angst,

Verwirrtheit,

Desorien-

tierung,

Aggression,

veränderte

Stimmung,

Agitiertheit,

Stimmungs-

schwankungen,

depressive

Stimmung, Wut,

anomales

Verhalten

Halluzination,

visuelle

Halluzination,

Apathie, Verlust der

Spontansprache,

Schlafstörung,

Affektlabilität,

verminderte Libido,

Ruhelosigkeit,

Weinen, Dysphemie,

euphorische

Stimmung, Paranoia,

Perseveration,

Panikattacken,

Traurigkeit,

Leseschwäche,

Einschlafstörung

,

Affektverflachung,

anomales Denken,

Verlust der Libido,

Teilnahmslosigkeit,

Durchschlafstörung,

Ablenkbarkeit, frühes

morgendliches

Erwachen,

Panikreaktion,

gehobene Stimmung

keit*,

Hypomanie

Erkrankungen des

Nervensystems

Parästhesie,

Somnolenz,

Schwindel

Aufmerksam-

keitsstörung,

Gedächtnis-

störung,

Amnesie,

kognitive

Störung,

Beeinträchti-

gung der

geistigen

Leistungs-

fähigkeit,

eingeschränkte

psychomoto-

rische

Fähigkeiten,

Konvulsion,

anomale

Koordination,

Tremor,

Lethargie,

Hypästhesie,

Nystagmus,

Dysgeusie,

Bewusstseins-

einschränkung,

Grand mal Anfall,

Gesichtsfeldausfall,

komplex fokale

Anfälle, Sprach-

störung, psycho-

motorische

Hyperaktivität,

Synkope, sensorische

Störung, Sabbern,

Hypersomnie,

Aphasie, repetitive

Sprache, Hypo-

kinesie, Dyskinesie,

Haltungsschwindel,

schlechte Schlaf-

qualität, brennendes

Gefühl, Verlust des

Empfindungs-

vermögens,

verändertes

Geruchsempfinden,

zerebellares

Syndrom,

Apraxie,

Störung des

zirkadianen

Schlaf-

rhythmus,

Hyperästhesie,

verminderter

Geruchssinn,

Verlust des

Geruchssinns,

essentieller

Tremor,

Akinesie,

Nicht-

ansprechen auf

Reize

Seite 18 von 27

Tabelle 1:

Nebenwirkungen von Topiramat

Systemorganklasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht

bekannt

Gleichgewichts-

störung,

Dysarthrie,

Intentions-

tremor,

Sedierung

Dysästhesie,

Hypogeusie, Stupor,

Ungeschicklichkeit,

Aura, Ageusie,

Schreibstörung,

Dysphasie, periphere

Neuropathie,

Präsynkope,

Dystonie, Formicatio

Augenerkran-

kungen

Verschwommen

sehen, Diplopie,

Sehstörung

verminderte

Sehschärfe, Skotom,

Myopie*,

Fremdkörpergefühl

im Auge*, trockenes

Auge, Photophobie,

Blepharospasmus,

erhöhter Tränenfluss,

Photopsie, Mydriasis,

Presbyopie

unilaterale

Blindheit,

transiente

Blindheit,

Glaukom,

Akkommoda-

tionsstörung,

veränderte

visuelle

Tiefenwahr-

nehmung,

Flimmer-

skotom,

Augenlid-

ödem*,

Nachtblindheit,

Amblyopie

Engwinkel-

glaukom*,

Makulo-

pathie*,

Störung der

Augen-

bewegung*,

konjunktiva-

les Ödem,

Uveitis

Erkrankungen des

Ohrs und des

Labyrinths

Vertigo,

Tinnitus,

Ohren-

schmerzen

Taubheit, unilaterale

Taubheit,

neurosensorische

Taubheit,

Ohrenbeschwerden,

eingeschränktes

Hören

Herzerkrankungen

Bradykardie,

Sinusbradykardie,

Palpitationen

Gefäßerkrankungen

Hypotension,

orthostatische

Hypotension, Flush,

Hitzewallungen

Raynaud-

Phänomen

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Dyspnoe,

Epistaxis,

verstopfte Nase,

Rhinorrhoe,

Husten*

Belastungsdyspnoe,

paranasale Sinus-

hypersekretion,

Dysphonie

Seite 19 von 27

Tabelle 1:

Nebenwirkungen von Topiramat

Systemorganklasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht

bekannt

Erkrankungen des

Gastrointestinal-

trakts

Nausea,

Diarrhoe

Erbrechen,

Obstipation,

Oberbauch-

schmerz,

Dyspepsie,

abdominaler

Schmerz,

Mundtrocken-

heit, Magen-

beschwerden,

orale

Parästhesie,

Gastritis,

abdominale

Beschwerden

Pankreatitis,

Flatulenz,

gastroösophageale

Refluxkrankheit,

Unterbauchschmerz,

orale Hypästhesie,

Zahnfleischbluten,

geblähter Bauch,

epigastrische

Beschwerden,

schmerzhafte

Bauchspannung,

vermehrter Speichel-

fluss, oraler Schmerz,

Mundgeruch,

Glossodynie

Leber- und Gallen-

erkrankungen

Hepatitis,

Leberversagen

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzell-

gewebes

Alopezie,

Hautausschlag,

Pruritus

Anhidrose, faziale

Hypästhesie,

Urtikaria, Erythem,

generalisierter

Pruritus, makulärer

Hautausschlag,

Hautverfärbung,

allergische

Dermatitis,

Gesichtsschwellung

Stevens-

Johnson-

Syndrom*,

Erythema

multiforme*,

anomaler

Hautgeruch,

periorbitales

Ödem*,

lokalisierte

Urtikaria

toxische

epidermale

Nekrolyse*

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkran-

kungen

Arthralgie,

Muskelspasmen

, Myalgie,

Muskelzittern,

Muskel-

schwäche,

muskulo-

skelettaler

Brustschmerz

Gelenkschwellung*,

muskuloskelettale

Steifheit,

Flankenschmerz,

Muskelermüdung

Beschwerden

in den

Extremitäten*

Erkrankungen der

Nieren und

Harnwege

Nephrolithiasis,

Pollakisurie,

Dysurie

Harnstein,

Harninkontinenz,

Hämaturie,

Inkontinenz,

Harndrang,

Nierenkolik,

Nierenschmerz

Harnleiterstein,

renale tubuläre

Azidose*

Seite 20 von 27

Tabelle 1:

Nebenwirkungen von Topiramat

Systemorganklasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht

bekannt

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane

und der Brustdrüse

erektile Dysfunktion,

sexuelle Dysfunktion

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Fatigue

Pyrexie,

Asthenie,

Gereiztheit,

Gangstörung,

anomales

Gefühl, Malaise

Hyperthermie, Durst,

Influenza-ähnliche

Krankheit*, Trägheit,

periphere Kälte,

Gefühl der Trunken-

heit, nervöses Gefühl

Gesichtsödem,

Kalzinose

Untersuchungen

Gewichts-

abnahme

Gewichts-

zunahme*

Kristalle im Urin

präsent, anomaler

Zehen-Fersen-

Gehtest, verminderte

Zahl weißer

Blutzellen, Anstieg

der Leberenzyme

verminderte

Bicarbonat-

werte im

Serum

Soziale Umstände

Lernschwäche

identifiziert als eine Nebenwirkung aus Spontanberichten nach Markteinführung. Deren Häufigkeit wurde

basierend auf den klinischen Studiendaten kalkuliert.

Kongenitale Fehlbildungen und fetale Wachstumsrestriktionen (siehe Abschnitt 4.4 und Abschnitt 4.6).

Pädiatrische Patienten

Nebenwirkungen, die häufiger (

2-fach) bei Kindern als bei Erwachsenen in kontrollierten

doppelblinden Studien berichtet wurden, umfassen:

verminderten Appetit

erhöhten Appetit

hyperchlorämische Azidose

Hypokaliämie

anormales Verhalten

Aggression

Apathie

Einschlafstörung

Suizidgedanken

Aufmerksamkeitsstörung

Lethargie

Störung des zirkadianen Schlafrhythmus

schlechte Schlafqualität

erhöhter Tränenfluss

Sinusbradykardie

Seite 21 von 27

anormales Gefühl

Gangstörung

Nebenwirkungen, die bei Kindern aber nicht bei Erwachsenen in kontrollierten doppelblinden

Studien berichtet wurden, umfassen:

Eosinophilie

psychomotorische Hyperaktivität

Vertigo

Erbrechen

Hyperthermie

Pyrexie

Lernschwierigkeiten

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Meldung

Verdachts

Nebenwirkungen

nach

Zulassung

großer

Wichtigkeit.

ermöglicht

eine

kontinuierliche

Überwachung

Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden

Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Anzeichen und Symptome

Überdosierungen

Topiramat

wurden

berichtet.

Anzeichen

Symptome

umfassen

Krämpfe, Benommenheit, Sprachstörungen, Verschwommensehen, Diplopie, Störung der

geistigen

Aktivität,

Lethargie,

anomale

Koordination,

Stupor,

Hypotension,

abdominaler

Schmerz, Agitiertheit, Schwindel und Depression. Die klinischen Konsequenzen waren in den

meisten Fällen nicht schwerwiegend, allerdings wurden Todesfälle nach Überdosierung mit

mehreren Arzneimitteln, einschließlich Topiramat berichtet.

Eine Topiramat-Überdosierung kann in einer schweren metabolischen Azidose resultieren

(siehe Abschnitt 4.4).

Behandlung

Bei einer akuten Topiramat-Überdosierung sollte bei kürzlich zurückliegender Einnahme

unverzüglich eine Magenentleerung durch Magenspülung oder Induktion von Erbrechen

herbeigeführt werden.

In vitro

erwies sich Aktivkohle als Adsorbens von Topiramat. Es sollte

eine adäquate supportive Behandlung erfolgen und der Patient sollte gut hydratisiert werden.

Hämodialyse stellt ein effektives Mittel dar, um Topiramat aus dem Körper zu entfernen.

Seite 22 von 27

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Andere Antiepileptika, Migränemittel

ATC-Codes:

N03AX11 / N02CX12

Topiramat

Sulfamat-substitutiertes

Monosaccharid

klassifiziert.

genaue

Mechanismus, durch den Topiramat seine antiepileptischen und Migräne-prophylaktischen

Eigenschaften ausübt, ist unbekannt. Elektrophysiologische und biochemische Studien an

kultivierten

Neuronen

haben

drei

Eigenschaften

identifiziert,

möglicherweise

antiepileptischen Wirksamkeit von Topiramat beitragen.

Aktionspotentiale, die durch anhaltende Depolarisation der Neuronen

ausgelöst wurden,

wurden durch Topiramat in einer zeitabhängigen Art geblockt, was auf eine zustandsabhängige

Blockade

Natriumkanals

hinweist.

Topiramat

erhöhte

Häufigkeit,

Aminobutyrat (GABA) GABA

-Rezeptoren aktivierte, und erhöhte die Fähigkeit von GABA,

den Fluss von Chloridionen in die Neuronen zu induzieren, was darauf hinweist, dass Topiramat

die Aktivität dieses inhibitorischen Neurotransmitters erhöht.

Dieser Effekt wurde nicht durch Flumazenil, einem Benzodiazepin-Antagonisten, blockiert,

noch erhöhte Topiramat die Dauer der Kanal-Öffnungszeit, was Topiramat von Barbituraten,

die ebenfalls GABA

-Rezeptoren modulieren, differenziert.

Da sich das antiepileptische Profil von Topiramat deutlich von dem der Benzodiazepine

unterscheidet, kann es einen für Benzodiazepine nicht sensitiven Subtyp des GABA

-Rezeptors

modulieren. Topiramat antagonisierte die Fähigkeit von Kainat, den Kainat/AMPA (α-Amino-

3-hydroxy-5-methylisoxazol-4-propionsäure)

Subtyp

exzitatorischen

Aminosäure-

(Glutamat)-Rezeptors zu aktivieren, aber hatte keinen ersichtlichen Effekt auf die Aktivität des

N-Methyl-D-aspartats (NMDA) am NMDA-Rezeptor Subtyp. Diese Effekte von Topiramat

waren konzentrationsabhängig über einen Bereich von 1 μM bis 200 μM, mit einer minimalen

beobachteten Aktivität bei 1 μM bis 10 μM.

Weiteren

inhibiert

Topiramat

einige

Isoenzyme

Carboanhydrase.

Dieser

pharmakologische Effekt ist deutlich schwächer als der von Acetazolamid, einem bekannten

Carboanhydrase-Inhibitor, und wird nicht als Hauptkomponente der antiepileptischen Aktivität

von Topiramat angesehen.

Topiramat zeigt in tierexperimentellen Studien eine antikonvulsive Aktivität an Ratten und

Mäusen im Test mit maximalem Elektroschock (MES) und ist effektiv im Epilepsie-Modell bei

Nagern, das tonische und Absencen-ähnliche Anfälle in der spontan epileptischen Ratte (SER)

umfasst sowie tonische und klonische Anfälle, die bei Ratten durch Erregung der Amygdala

oder durch globale Ischämie induziert werden. Topiramat ist nur schwach effektiv in der

Blockade

klonischer

Anfälle,

induziert

durch

GABA

-Rezeptorantagonisten

Pentylentetrazol.

Studien an Mäusen, die gleichzeitig Topiramat und Carbamazepin oder Phenobarbital erhielten,

zeigten eine synergistische antikonvulsive Aktivität, während die Kombination mit Phenytoin

eine additive antikonvulsive Aktivität zeigte. In gut kontrollierten Add-on-Studien, wurde keine

Korrelation

zwischen

Talplasmakonzentrationen

Topiramat

dessen

klinischer

Wirksamkeit

nachgewiesen.

Kein

Beleg

für

Toleranzentwicklung

Menschen

wurde

dargestellt.

Seite 23 von 27

Absence-Anfälle

Zwei kleine einarmige Studien (CAPSS-326 und TOPAMAT-ABS-001) wurden bei Kindern

zwischen 4 und 11 Jahren durchgeführt. Eine Studie schloss 5 Kinder, die andere schloss 12

Kinder

ein,

bevor

aufgrund

fehlenden

therapeutischen

Ansprechens

vorzeitig

geschlossen wurden. Die Dosierungen in diesen Studien betrugen bis zu annähernd 12 mg/kg

in Studie TOPAMAT-ABS-001 und maximal 9 mg/kg/Tag oder 400 mg/Tag in Studie CAPSS-

326. Diese Studien lieferten keine ausreichende Evidenz für eine Schlussfolgerung hinsichtlich

Wirksamkeit und Sicherheit bei pädiatrischen Patienten.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Formulierungen Filmtabletten und Hartkapseln sind bioäquivalent.

Das pharmakokinetische Profil von Topiramat zeigt, verglichen mit anderen Antiepileptika,

eine

lange

Plasmahalbwertzeit,

eine

lineare

Pharmakokinetik,

eine

prädominante

renale

Clearance,

Fehlen

einer

signifikanten

Proteinbindung

Fehlen

klinisch

relevanten aktiven Metaboliten.

Topiramat

kein

potenter

Induktor

arzneimittelmetabolisierender

Enzyme

kann

unabhängig von den Mahlzeiten verabreicht werden; eine Routineüberwachung der Topiramat-

Plasmakonzentrationen ist nicht notwendig. In klinischen Studien gab es keine konsistente

Beziehung zwischen den Plasmakonzentrationen und der Wirksamkeit oder unerwünschten

Ereignissen.

Resorption

Topiramat wird schnell und gut resorbiert. Nach der Einnahme von 100 mg Topiramat von

Probanden wurde eine mittlere Peakplasmakonzentration (C

) von 1,5 μg/ml innerhalb von 2

bis 3 Stunden (T

) erreicht.

Auf Basis des Radioaktivitätsnachweises im Urin war das mittlere Ausmaß der Resorption einer

oralen 100 mg Dosis von

C-Topiramat mindestens 81 %. Es gab keine klinisch signifikante

Auswirkung von Nahrung auf die Bioverfügbarkeit von Topiramat.

Verteilung

Im Allgemeinen sind 13 bis 17 % des Topiramats an Plasmaproteine gebunden. In/an

Erythrozyten wurde eine Bindungsstelle mit niedriger Kapazität für Topiramat beobachtet, die

bei Plasmakonzentrationen über 4 μg/ml sättigbar ist. Das Verteilungsvolumen verändert sich

umgekehrt mit der Dosierung. Das mittlere scheinbare Verteilungsvolumen betrug 0,80 bis 0,55

l/kg für eine Einzeldosis im Bereich von 100 bis 1200 mg. Ein Effekt des Geschlechts auf das

Verteilungsvolumen wurde mit Werten für Frauen von ca 50 % von denjenigen für Männer

ermittelt.

Dies

wurde

prozentual

höheren

Körperfett

weiblichen

Patienten

zugeschrieben und ist ohne klinische Konsequenz.

Biotransformation

Topiramat wird bei Probanden nicht extensiv metabolisiert (ca. 20 %). Es wird bis zu 50 % bei

Patienten

metabolisiert,

gleichzeitig

eine

antiepileptische

Therapie

bekannten

Induktoren

Wirkstoff-metabolisierender

Enzyme

erhalten.

Sechs

Metabolite,

durch

Hydroxylierung, Hydrolyse und Glucuronidierung gebildet werden, wurden vom Plasma, Urin

und Fäzes des Menschen isoliert, charakterisiert und identifiziert. Jeder Metabolit repräsentiert

weniger als 3 % der gesamten Radioaktivität, die nach Verabreichung von

C-Topiramat

Seite 24 von 27

ausgeschieden wurde. Zwei Metaboliten, die am meisten von der Struktur von Topiramat

beibehalten hatten, wurden untersucht und zeigten wenig oder keine antikonvulsive Aktivität.

Elimination

Bei Menschen ist der Hauptweg der Elimination von unverändertem Topiramat und seinen

Metaboliten die Niere (mindestens 81 % der Dosis). Ungefähr 66 % einer Dosis von

Topiramat wurden innerhalb von 4 Tagen unverändert im Urin ausgeschieden. Nach zweimal

täglicher Dosierung von 50 mg und 100 mg Topiramat betrug die mittlere renale Clearance

ungefähr 18 ml/min und 17 ml/min. Es gibt Hinweise für eine renale tubuläre Reabsorption von

Topiramat. Dies wird durch Studien an Ratten unterstützt, in denen Topiramat mit Probenecid

verabreicht

wurde

signifikanter

Anstieg

renalen

Clearance

Topiramat

beobachtet wurde. Insgesamt beträgt die Plasmaclearance nach Einnahme beim Menschen

ungefähr 20 bis 30 ml/min.

Linearität / Nicht-Linerarität

Topiramat besitzt eine geringe interindividuelle Variabilität der Plasmakonzentration und daher

eine vorhersagbare Pharmakokinetik. Die Pharmakokinetik von Topiramat ist linear mit einer

konstant bleibenden Plasmaclearance und einer Fläche unter der Plasmakonzentrationskurve,

die nach oraler Einmaldosis bei Probanden sich dosisproportional verhaltend über einen

Bereich 100 bis 400 mg ansteigt. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion kann es 4 bis 8

Tage dauern bis

Steady-state

-Plasmakonzentrationen erreicht sind. Die mittlere C

nach

multiplen, zweimal täglichen oralen Dosen von 100 mg betrug bei gesunden Personen 6,76

μg/ml. Nach Verabreichung von multiplen Dosen von 50 mg und 100 mg Topiramat zweimal

täglich, betrug die mittlere Eliminationshalbwertzeit im Plasma ungefähr 21 Stunden.

Anwendung zusammen mit anderen Antiepileptika

Die gleichzeitige Verabreichung multipler Dosen von Topiramat, 100 bis 400 mg zweimal

täglich,

Phenytoin

oder

Carbamazepin

zeigt

dosisproportionale

Anstiege

Plasmakonzentration von Topiramat.

Nierenfunktonsstörung

Die Plasma- und die renale Clearance von Topiramat sind bei Patienten mit mäßig und schwer

eingeschränkter Nierenfunktion (CL

≤ 70 ml/min) vermindert. Als ein Ergebnis werden

höhere Topiramat-

Steady-State

-Plasmakonzentrationen für eine gegebene Dosis bei renal

eingeschränkten Patienten erwartet verglichen mit denen mit normaler Nierenfunktion. Darüber

hinaus brauchen Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion in jeder Dosierung einen

längeren Zeitraum zum Erreichen des

Steady-state

. Bei Patienten mit mäßig oder schwer

eingeschränkter

Nierenfunktion

wird

eine

Halbierung

üblichen

Anfangs-

Erhaltungsdosis empfohlen.

Topiramat wird effektiv durch Hämodialyse aus dem Plasma entfernt. Hämodialyse über einen

verlängerten Zeitraum kann das Absinken der Topiramatkonzentration unter die zur Erhaltung

des antikonvulsiven Effektes erforderlichen Spiegel verursachen. Um einen rapiden Abfall der

Topiramat-Plasmakonzentration

während

Hämodialyse

vermeiden,

kann

eine

zusätzliche Dosis Topiramat erforderlich sein. Bei der jeweiligen Dosisanpassung soll 1) die

Dauer der Dialysebehandlung, 2) die Clearance-Rate des verwendeten Dialysesystems und 3)

tatsächliche

renale

Clearance

Topiramat

beim

Patienten,

dialysiert

wird,

berücksichtigt werden.

Seite 25 von 27

Leberfunktionsstörung

Plasmaclearance

Topiramat

Patienten

mäßiger

schwerer

Leberfunktionsstörung um durchschnittlich 26 % erniedrigt. Daher soll Topiramat bei Patienten

mit Leberfunktionsstörung mit Vorsicht verabreicht werden.

Ältere Patienten

Plasmaclearance

Topiramat

älteren

Personen

Abwesenheit

zugrundeliegender Nierenerkrankungen unverändert.

Pädiatrische Patienten (Pharmakokinetik, bis zu einem Alter von 12 Jahren)

Die Pharmakokinetik von Topiramat bei Kindern ist wie bei Erwachsenen, die eine Add-on-

Therapie erhalten, linear mit einer von der Dosis unabhängigen Clearance und

Steady-state

Plasmakonzentrationen, die proportional zur Dosis ansteigen. Kinder haben jedoch eine höhere

Clearance

eine

kürzere

Eliminationshalbwertzeit.

Konsequenz

können

Plasmakonzentrationen von Topiramat bei der selben mg/kg Dosis bei Kindern niedriger sein

verglichen mit Erwachsenen. Wie bei Erwachsenen vermindern leberenzyminduzierende

antiepileptische Arzneimittel die

Steady-state

-Plasmakonzentrationen.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Trotz maternaler und paternaler Toxizität bereits ab 8 mg/kg/Tag wurden in nicht-klinischen

Studien zur Fertilität bei männlichen und weiblichen Ratten bei Dosen bis zu 100 mg/kg/Tag

keine Auswirkungen auf die Fertilität beobachtet.

In präklinischen Studien wurde gezeigt, dass Topiramat teratogene Effekte in den untersuchten

Spezies (Mäuse, Ratten und Kaninchen) hat. Bei Mäusen waren die fetalen Gewichte und die

skelettale

Ossifikation

Verbindung

maternalen

Toxizität

mg/kg/Tag

reduziert.

Gesamtzahl

fetalen

Fehlbildungen

Mäusen

allen

arzneimittelbehandelten Gruppen (20, 100 und 500 mg/kg/Tag) erhöht.

Bei Ratten wurden dosisabhängig maternale und embryonale/fetale Toxizität (reduzierte fetale

Gewichte

und/oder

skelettale

Ossifikation)

herunter

mg/kg/Tag

beobachtet,

verbunden mit teratogenen Effekten (Defekte an Extremitäten und Zehen) bei 400 mg/kg/Tag

und darüber. Bei Kaninchen wurde eine dosisabhängige maternale Toxizität bis herab auf 10

mg/kg/Tag beobachtet, mit embryonaler/fetaler Toxizität (gesteigerte Letalität) bis herunter auf

mg/kg/Tag

teratogenen

Effekten

(Fehlbildungen

Rippen

vertebrale

Fehlbildungen) bei 120 mg/kg/Tag.

Die beobachteten teratogenen Effekte bei Ratten und Kaninchen waren ähnlich zu den Effekten,

die mit Carboanhydrase-Inhibitoren beobachtet wurden, die nicht mit Fehlbildungen beim

Menschen assoziiert waren. Auswirkungen auf das Wachstum zeigten sich ebenso durch

geringere Gewichte bei der Geburt und während der Laktation bei Jungtieren von weiblichen

Ratten, die während der Gestation und Laktation mit 20 oder 100 mg/kg/Tag behandelt wurden.

Bei Ratten passiert Topiramat die Plazenta-Schranke.

Bei juvenilen Ratten führte die tägliche orale Gabe von Topiramat in Dosen bis zu 300

mg/kg/Tag während der Entwicklungsphase entsprechend dem Säuglingsalter, der Kindheit

und dem Jugendalter zu Toxizitäten ähnlich zu denen bei erwachsenen Tieren (verminderte

Futteraufnahme

verminderter

Zunahme

Körpergewichtes,

zentrolobuläre

hepatozelluläre

Hypertrophie).

keine

relevanten

Effekte

Wachstum

Röhrenknochen (Tibia) oder die Knochenmineral-Dichte (Femur), auf die Phase vor der

Seite 26 von 27

Entwöhnung

Reproduktionsentwicklung,

neurologische

Entwicklung

(einschließlich Beurteilung des Gedächtnisses und des Lernvermögens), auf Paarung und

Fertilität oder Hysterotomie-Parameter.

In einer Serie von

In-vitro-

In-vivo-

Mutagenitätsuntersuchungen zeigte Topiramat kein

genotoxisches Potential.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Mikrokristalline Cellulose

Lactose-Monohydrat

Vorverkleisterte Stärke (aus Mais)

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.)

Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]

Filmüberzug

Hypromellose

Polysorbat 80 [pflanzlich]

Macrogol 400

Titandioxid (E 171)

Topiramat-neuraxpharm 50 mg / - 100 mg zusätzlich:

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Topiramat-neuraxpharm 200 mg zusätzlich:

Eisen(III)-oxid (E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Nach Anbruch: 60 Tage

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern!

In der Originalverpackung aufbewahren!

Das Behältnis fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen!

Seite 27 von 27

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Die Filmtabletten sind in HDPE-Flaschen mit weiß-opaken Polypropylen-Verschlusskappen

und Heißsiegelverschluss erhältlich. Die HDPE-Flaschen enthalten Beutel mit Silicagel als

Trockenmittel.

Packungsgrößen

Packungen mit 50, 100 und 200 Filmtabletten

Klinikpackungen mit 1000 (5 x 200) Filmtabletten (Bündelpackungen)

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen

7.

INHABER DER ZULASSUNG

neuraxpharm

Arzneimittel GmbH

Elisabeth-Selbert-Straße 23

40764 Langenfeld

Tel. 02173 / 1060 - 0

Fax 02173 / 1060 - 333

8.

ZULASSUNGSNUMMER

Topiramat-neuraxpharm 25 mg:

82076.00.00

Topiramat-neuraxpharm 50 mg:

82077.00.00

Topiramat-neuraxpharm 100 mg:

82078.00.00

Topiramat-neuraxpharm 200 mg:

82079.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG /

VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

07.02.2011

10.

STAND DER INFORMATION

08/2019

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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