Topiramat-neuraxpharm 200 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Topiramat
Verfügbar ab:
neuraxpharm Arzneimittel GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Topiramate
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Topiramat 200.mg
Berechtigungsstatus:
ungültig [HIST]
Zulassungsnummer:
64838.00.00

TextGebrauchsinformationTopiramat-neuraxpharm200 mg Filmtabletten

Stand:08/2009

Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

Topiramat-neuraxpharm200

mg

Filmtabletten

Wirkstoff:Topiramat

LesenSiediegesamtePackungsbeilagesorgfältigdurch,bevorSiemitder

EinnahmediesesArzneimittelsbeginnen.

HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäter

nochmalslesen.

WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoder

Apotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnicht

anDritteweiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenndiesedie

gleichenBeschwerdenhabenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoder

SieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformation

angegebensind, informierenSiebitteIhrenArztoderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1.WasistTopiramat-neuraxpharmund wofürwirdesangewendet?

2.WasmüssenSievorderEinnahmevonTopiramat-neuraxpharmbeachten?

3.WieistTopiramat-neuraxpharmeinzunehmen?

4.WelcheNebenwirkungensind möglich?

5.WieistTopiramat-neuraxpharmaufzubewahren?

6.WeitereInformationen

1.WASISTTOPIRAMAT-NEURAXPHARMUNDWOFÜRWIRDES

ANGEWENDET?

Topiramat-neuraxpharmwirdangewendetbei:

Epilepsie:

zurMonotherapiebeiErwachsenenundKindernab2Jahrenmitneudiagnostizierter

EpilepsieoderzurUmstellungaufeineMonotherapie(d.h.eineBehandlung

ausschließlichmitTopiramat-neuraxpharm);

zurZusatztherapiebeiErwachsenenundKindernab2Jahrenmit

-fokalenepileptischenAnfällenmitoderohnesekundärerGeneralisierung,

-primärgeneralisiertentonisch-klonischenAnfällenund

-epileptischenAnfällenbeimLennox-Gastaut-Syndrom.

Migräne:

Topiramat-neuraxpharmwirdauchzurVerhinderunghäufigwiederkehrender

MigränekopfschmerzenbeiErwachsenenangewendet,wenneinefrühereBehandlungmit

anderenArzneimittelnnichterfolgreichwar.

2.WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVON

TOPIRAMAT-NEURAXPHARMBEACHTEN?

Topiramat-neuraxpharmdarfnichteingenommenwerden,

wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenTopiramatodereinendersonstigen

BestandteilevonTopiramat-neuraxpharmsind,

TextGebrauchsinformationTopiramat-neuraxpharm200 mg Filmtabletten

Stand:08/2009

beiderAnwendungzurVorbeugungvonMigränekopfschmerzen,wennSie

schwangersindoderwennSieeineFrauimgebärfähigenAltersindundkeine

wirksameVerhütungsmethodeanwenden(siehe„SchwangerschaftundStillzeit“).

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonTopiramat-neuraxpharmist

erforderlich,

wennSieeineLeber-oderNierenerkrankunghaben(IhrArztmussIhnen

gegebenenfallseineniedrigereTopiramat-Dosisverschreiben),

wennSieNierensteinehabenoderwennSieoderIhreleiblichenVerwandtenfrüher

Nierensteinehatten,

wennSiewährendderBehandlungplötzlichkurzsichtigwerdenund/oderwennSie

SchmerzenindenAugenbekommen,kannessichmöglicherweiseumeinSyndrom

handeln,dasdurchTopiramathervorgerufenwirdundmiteinemAnstiegdes

Augeninnendrucksverbundenist(Glaukombzw.grünerStar).

Nierensteinbildung

Topiramat-neuraxpharmerhöhtdasRisikoderNierensteinbildungbeiPatienten,dieeine

AnfälligkeitfürdieseErkrankungbesitzen.DasRisikoderNierensteinbildungkann

durchausreichendeFlüssigkeitszufuhrverringertwerden.Außerdemsolltenwährendder

AnwendungvonTopiramat-neuraxpharmandereArzneimittel,diezuNierensteinen

führensowieeinefettreicheund kohlenhydratarmeDiätvermiedenwerden.

Schwitzen

Topiramat-neuraxpharmkann–vorallembeiKindern–dasSchwitzenverringern,und

zueinemAnstiegderKörpertemperaturbeisportlichenAktivitätenundAufenthaltin

warmerUmgebungführen.EineausreichendeFlüssigkeitszufuhrvorundwährenddes

SportsundAufenthaltsinwarmerUmgebungkönnendasRisikovonhitzebedingten

unerwünschtenEreignissenwieKopfschmerzenund Übelkeitverringern.

ZuvielSäureimBlut(Azidose)

TopiramatkanndenSerum-Bicarbonatspiegelsenken;diesistzuBeginnderBehandlung

sowiezujedemBehandlungszeitpunktmöglich.BedingungenoderTherapien,diedas

Auftreten einer Azidose begünstigen, sind Nierenerkrankungen, schwere

Atemwegserkrankungen,epileptischeAnfälle,dielängerals30Minutenandauern

(Statusepilepticus),Durchfälle,chirurgischeEingriffe,fett-undproteinreiche(ketogene)

DiätoderbestimmteArzneimittel.

EinechronischemetabolischeAzidoseerhöhtdasRisikoderNierensteinbildung,und

kannbeipädiatrischenPatientenzueinerOsteomalazie(Rachitis)führenunddas

Wachstumverlangsamen.IhrArztwirdgegebenenfallsdieDosisverringernoder

Topiramat(durchausschleichendeVerringerung derDosis)absetzen.

Stimmungsschwankungen,depressiveGefühle

Esistmöglich,dassSiewährendderEinnahmevonTopiramat-neuraxpharmeine

ÄnderungIhrerStimmungbemerkenoderdepressiveGefühleerleben.Einegeringe

AnzahlvonPatienten,diemitAntiepileptikawieTopiramat-neuraxpharmbehandelt

wurden,hattenGedankendaran,sichselbstzuverletzenodersichdasLebenzunehmen.

WennSiezuirgendeinemZeitpunktsolcheGedankenhaben,setzenSiesichsofortmit

IhremArztinVerbindung.

Gewichtsverlustwährend derBehandlung vonMigräne

WennsieTopiramat-neuraxpharmzurVorbeugunggegenMigränekopfschmerzen

einnehmen,kontrollierenSiebitteIhrGewicht.WennesbeiIhnenzueinemdeutlichen

TextGebrauchsinformationTopiramat-neuraxpharm200 mg Filmtabletten

Stand:08/2009

undanhaltendenGewichtsverlustkommt,teilenSiediesbitteIhremArztmit.

Gegebenenfallswird dasAbsetzenderBehandlung inBetrachtgezogen.

Hinweis

DasBehältnisenthälteinenTrockenmittel-Beutel.Dieserdarfnichteingenommen

werden.

Kinderund Jugendliche

Epilepsie:

DiesesArzneimittelistnichtfürdieAnwendungbeiKindernunter2Jahrenbestimmt,da

fürdieseAltersgruppenochkeineausreichendenklinischenErfahrungenvorliegen.

Migräne:

DiesesArzneimittelsolltebeiKindernundJugendlichennichtangewendetwerden,dafür

dieseAltersgruppeinderMigräneprophylaxenochkeineausreichendenklinischen

Erfahrungenvorliegen.

Schwangerschaftund Stillzeit

Epilepsie:

WiebeianderenAntiepileptikamussbeiderEinnahmevonTopiramat-neuraxpharm

währendderSchwangerschaft,insbesondereaberbeiderEinnahmemehrerer

verschiedenerAntiepileptika,miteinemerhöhtenFehlbildungsrisikofürdasungeborene

Kindgerechnetwerden.VorgeburtlicheMaßnahmenzurFrüherkennungvon

Schädigungen(UltraschallundBestimmungvonAlphafetoprotein)werdendaher

empfohlen.

WennSieimgebärfähigenAlteroderbesonders,wennSieschwangersind,dürfenSie

Topiramat,denWirkstoffinTopiramat-neuraxpharmnureinnehmen,wennIhrArztdies

fürzwingenderforderlichhältundkeineTherapiealternativenzurVerfügung stehen.

WennSieeineSchwangerschaftplanenoderbeiIhnenunterderBehandlungmit

Topiramat-neuraxpharmeineSchwangerschafteintrittoderwenndieBehandlungmit

Topiramat-neuraxpharminderSchwangerschafterforderlichist,mussIhrArztdie

NotwendigkeiteinerAnfallskontrollesorgfältiggegendasmöglicheRisikofürdasKind

abwägen.WährendderSchwangerschaftsollteTopiramat-neuraxpharmmöglichstals

MonotherapieundinderniedrigstenwirksamenDosisangewendetwerden.Inkeinem

FalldürfenSiedieEinnahmeohneärztlichenRatabbrechen,daesbeiepileptischen

AnfällenzurSchädigungdesKindeskommenkann.

DaTopiramat,derWirkstoffausTopiramat-neuraxpharm,indieMuttermilchübergeht

undNebenwirkungenfürdenSäuglingnichtausgeschlossenwerdenkönnen,mussIhr

behandelnderArztentscheiden,obdieBehandlungmitTopiramat-neuraxpharm

abgebrochenwird(unterBerücksichtigungderNotwendigkeitderEpilepsiebehandlung

fürdieMutter)oderob Sieabstillenmüssen.

Migräne:

WiebeianderenMedikamentendieserWirkstoffklassemussbeiderEinnahmevon

Topiramat-neuraxpharmwährendderSchwangerschaftmiteinemerhöhten

FehlbildungsrisikofürdasungeboreneKindgerechnetwerden.Siedürfendaher

Topiramat-neuraxpharmnichtinderSchwangerschafteinnehmen(sieheunter

„Topiramat-neuraxpharmdarfnichteingenommenwerden“).WennSieimgebärfähigen

Altersind,solltenSiewährendeinerTherapiemitTopiramat-neuraxpharmeineadäquate

MethodezurEmpfängnisverhütunganwenden.BittebefragenSiehierzuunbedingtIhren

Arzt.

TextGebrauchsinformationTopiramat-neuraxpharm200 mg Filmtabletten

Stand:08/2009

DaTopiramat,derWirkstoffausTopiramat-neuraxpharm,indieMuttermilchübergeht

undNebenwirkungenfürdenSäuglingnichtausgeschlossenwerdenkönnen,sollenSie

Topiramat-neuraxpharmwährendderStillzeitnichteinnehmen.HälteinArzteine

TherapiemitTopiramat-neuraxpharminderStillzeitfürzwingenderforderlich,müssen

Sieabstillen.

AbsetzenderTherapie

Topiramat-neuraxpharmsollteschrittweise(ausschleichend)abgesetztwerden,umdas

Risiko, dasserneutAnfälleauftreten,zuvermindern.

BeiEinnahmevonTopiramat-neuraxpharmmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimittel

einnehmenbzw.vorkurzemeingenommenhaben,auchwennessichumnicht

verschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

AndereMittelgegenEpilepsie(Antiepileptika)

Topiramat-neuraxpharmhatkeinenklinischrelevantenEinflussaufandereMittel

gegenEpilepsie,dieCarbamazepin,Phenobarbital,Primidon,Valproinsäureoder

Lamotriginenthalten.BeigleichzeitigerTherapiemitPhenytoin-haltigen

ArzneimittelnistgelegentlicheinerhöhterPhenytoin-Blutspiegelbeobachtetworden.

Phenytoinund CarbamazepinkönnendenTopiramat-Blutspiegelsenken.

Digoxin

Topiramat-neuraxpharmkanndenDigoxin-Blutspiegelsenken.

HormonaleEmpfängnisverhütungsmittel(Anti-Baby-Pille)

DerEinflussaufhormonaleEmpfängnisverhütungsmittelwurdeinklinischenStudien

geprüft.HierbeiergabsichinallengeprüftenDosierungenkeinEinflussaufdie

Gestagenkomponente;einEinflussaufdieEstrogenkomponentewurdeinDosierungen

ab200mgTopiramatproTaginKombinationmitValproinsäurebeobachtet.Daher

solltedieMöglichkeiteinervermindertenempfängnisverhütendenWirksamkeitunddas

AuftretenvonDurchbruchblutungenbeachtetwerden.Dieempfängnisverhütende

Wirksamkeitkannauchvermindertsein,wennkeineDurchbruchblutungenauftreten.

WennSiehormonelleVerhütungsmitteleinnehmen,solltenSieIhremArztjede

Veränderung IhrerMonatsblutung mitteilen.

Lithium

WennSieeineLithiumtherapieerhaltenundgleichzeitigTopiramateinnehmen,sollten

dieLithiumspiegelüberwachtwerden.

Hydrochlorothiazid (HCTZ)

HCTZerhöhteineinerStudiediePlasmaspiegelvonTopiramatumca.30%,sodass

eineDosiserniedrigungratsamseinkann.WeiterhinergabensichHinweise,dass

HCTZdieKaliumspiegelinKombinationmitTopiramatstärkersenkt.

Metformin

WirdTopiramat-neuraxpharmbeiPatientenunterMetformin-Therapieneueingesetzt

oderabgesetzt,solltendieBlutzuckerwertesorgfältigkontrolliertwerden,dader

Metformin-BlutspiegeldurchTopiramat-neuraxpharmerhöhtwerdenkann.

Pioglitazon

IneinerStudiesenkteTopiramatdiePlasmaspiegelvonPioglitazonundseinesaktiven

Metaboliten,wobeidieklinischeBedeutungoffenbleibt.BeiKombinationderbeiden

MedikamentesolltendieRoutinekontrollenbeiDiabetesmellitusbesonderssorgfältig

überwachtwerden.

TextGebrauchsinformationTopiramat-neuraxpharm200 mg Filmtabletten

Stand:08/2009

Glibenclamid

WirdTopiramatbeiPatientenuntereinerGlibenclamid-Therapieneueingesetztoder

abgesetzt,solltensorgfältigeRoutineuntersuchungenbeiBlutzuckerkrankheit

durchgeführtwerden,daderGlibenclamidspiegelbeigleichzeitigerTherapiemit

Topiramatvermindertseinkann,wodurchdieBlutzuckerspiegelansteigenkönnen.

Arzneimittel,diedasRisikofürNierensteinbildungerhöhenkönnen

Topiramat-neuraxpharmkanninKombinationmitanderenMitteln,dieeine

Nierensteinbildungfördern,zueinemerhöhtenNierensteinrisikoführen.Die

gleichzeitigeEinnahmesolcherMittel,insbesonderevonAcetazolamid,Triamteren,

Zonisamid und VitaminCinMengenüber2 g/Tag, solltedahervermiedenwerden.

Valproinsäure

DiegleichzeitigeGabevonTopiramatundValproinsäurewurdemiteinem

bestimmtenerhöhtenBlutwert(Ammoniak)mitundohnebegleitende

Gehirnfunktionsstörung beiPatienteninVerbindung gebracht.

Carboanhydrase-Inhibitoren

DiegleichzeitigeEinnahmevonCarboanhydrase-Inhibitorenwiez.B.Sultiam,

Zonisamid(einebestimmteArzneimittelgruppeu.a.zurEpilepsiebehandlung)und

Topiramat-neuraxpharmkannmöglicherweiseNebenwirkungen,diedurchdie

Hemmung desEnzymsCarboanhydrasebedingtsind,verstärken.

ZentraldämpfendeWirkstoffeund Alkohol

Wechselwirkungensindnichtauszuschließen.

AusKinetikstudienergabensichHinweise,dassTopiramatFlunarizinundDiltiazem

sowiedieMetabolitenvonAmitriptylin,Haloperidol,DiltiazemundPropranolol

beeinflusst.Propranololund DiltiazemerhöhendenPlasmaspiegelvonTopiramat.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

Topiramat-neuraxpharmkannauchbeibestimmungsgemäßemGebrauchundbesonders

inderAnfangsphasederTherapieSchwindel,SchläfrigkeitundähnlicheSymptome

verursachen.DieFähigkeitzurTeilnahmeamStraßenverkehroderzumBedienenvon

Maschinenkanndadurchbeeinträchtigtwerden.DiesgiltinverstärktemMaßeim

ZusammenwirkenmitAlkohol.

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevon

Topiramat-neuraxpharm

DiesesArzneimittelenthältLactose.BittenehmenSieTopiramat-neuraxpharmdaher

erstnachRücksprachemitIhremArztein,wennIhnenbekanntist,dassSieuntereiner

UnverträglichkeitgegenüberbestimmtenZuckernleiden.

3.WIEISTTOPIRAMAT-NEURAXPHARMEINZUNEHMEN?

NehmenSieTopiramat-neuraxpharmimmergenau nachderAnweisungdesArztesein.

BittefragenSiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganzsicher

sind.

ArtderAnwendung

ZumEinnehmen

NehmenSiebitteTopiramat-neuraxpharmFilmtablettenganz,unzerkautundmit

ausreichendFlüssigkeitein.DieEinnahmekannunabhängigvondenMahlzeiten

erfolgen.

TextGebrauchsinformationTopiramat-neuraxpharm200 mg Filmtabletten

Stand:08/2009

FallsvomArztnichtanderesverordnet,

wirddieTherapiemiteinerniedrigenDosisbegonnenundbiszueinerwirksamen

Zieldosisgesteigert.HierfürstehenweitereStärkenundDarreichungsformenvon

Topiramat-neuraxpharmzurVerfügung.

Topiramat-neuraxpharmsollteaufzweiEinzelgabenverteilt(morgensundabends)

eingenommenwerden.BeieinigenPatientenistauchdieEinmalgabemöglich.

Patienten unterHämodialyse(Blutwäsche):

DaTopiramatdurchBlutwäsche(Hämodialyse)ausdemBlutplasmaentferntwird,istes

notwendig,beiHämodialyse-PatientenamTagderDialysedieDosisumca.dieHälftezu

erhöhen.DieseErhöhungsollteaufzweiDosenverteiltwerden:unmittelbarvorundbei

BeendigungderDialyse.DiezusätzlichbenötigteDosiskannvonderverwendeten

Dialysemethodebzw. demDialysegerätabhängig sein.

Epilepsie

Monotherapie(Behandlung derEpilepsieausschließlichmitTopiramat-neuraxpharm):

Erwachsene:

DieEindosierungsollteindererstenWochemit25mgTopiramat/Tagabendsbeginnen.

AnschließendsolltedieDosisalle1-2Wochenum25-50mgTopiramat/Tag

gesteigertwerden.

DieanfänglichempfohleneZieldosisfürErwachseneliegtinderMonotherapiebei100

mgTopiramatproTag.DiemaximalempfohleneTagesdosisbeträgt500mgTopiramat.

Kinder 2 Jahre:

DieEindosierungsollteindererstenWochemit0,5-1mg/kgKörpergewicht/Tag

abendsbeginnen.AnschließendsolltedieDosisalle1-2Wochenum0,5-1mg/kg

Körpergewicht/Tag gesteigertwerden.

DieanfänglichempfohleneZieldosisfürKinderab2JahrenbeträgtinderMonotherapie

3 -6 mg/kgKörpergewicht/Tag.

Zusatztherapie(Behandlung mitTopiramat-neuraxpharmbeigleichzeitigerEinnahme

andererMittelgegen Epilepsie):

Erwachsene:

DieEindosierungsollteindererstenWochemit25-50mgTopiramat/Tagabends

beginnen.AnschließendsolltedieDosisalle1-2Wochenum25-50mgTopiramat/Tag

gesteigertwerden.DieempfohleneErhaltungsdosisliegtinderZusatztherapiezwischen

200 mg und 400mgTopiramat/Tag.

Kinder 2 Jahre:

DieempfohleneDosisbeträgtfürKinderab2Jahren5bis9mg/kgKörpergewicht/Tag.

IndererstenWochesolltedieEindosierungmit25mgTopiramat/Tagabendsbeginnen

(oderweniger,demKörpergewichtentsprechendineinemDosierungsbereichzwischen

0,5und1mg/kgKörpergewicht/Tag).AnschließendsolltedieDosisalle1-2Wochen

umca.1 mg/kgKörpergewicht/Tag gesteigertwerden.

Tagesdosenbiszu30mg/kgKörpergewicht/TagwurdenuntersuchtundimAllgemeinen

gutvertragen.

WeitereAngaben:

Dosisanpassung:

EineBestimmungdesTopiramat-Blutspiegelsistnichtnotwendig,dakeinedirekte

BeziehungzwischenderWirksamkeitund demTopiramat-Blutspiegelbesteht.

Behandlungsende:

TextGebrauchsinformationTopiramat-neuraxpharm200 mg Filmtabletten

Stand:08/2009

SieheimAbschnitt2.unter„BesondereVorsichtbeiderEinnahmevon

Topiramat-neuraxpharmisterforderlich“–„AbsetztenderTherapie“.

Migräne

DieEindosierungsollteindererstenWochemit25mgTopiramat/Tagabendsbeginnen.

AnschließendsolltedieDosisjedeWocheum25mgTopiramat/Taggesteigertwerden.

BeiBedarfkönnenlängereIntervallezwischendenDosissteigerungengewähltwerden.

DieüblicheDosisliegtbei50-100mgTopiramat/Tag.EinigePatientenkönnenvon

niedrigerenDosenprofitieren.

Behandlungsende:

SieheimAbschnitt2.unter„BesondereVorsichtbeiderEinnahmevon

Topiramat-neuraxpharmisterforderlich“–„AbsetztenderTherapie“.

WennSieeinegrößereMengevonTopiramat-neuraxpharmeingenommenhaben,

alsSiesollten

AnzeichenundSymptomenacheinerÜberdosierungkönnensein:Kopfschmerzen,

Krämpfe(Konvulsionen),Schläfrigkeit,Sprachstörungen,verschwommenesSehen,

Doppelbilder,Denkstörungen,Lethargie,Koordinationsstörung,krankhafteErstarrung

(Stupor),niedrigerBlutdruck(Hypotonie),Bauchschmerzen,Unruhe(Agitation),

Schwindel,Depression.SchwerwiegendeFolgeerscheinungenwurdenindenmeisten

Fällennichtbeobachtet,abereswurdeüberTodesfällenachgleichzeitigerÜberdosierung

sehrvielerunterschiedlicherSubstanzen,Topiramateingeschlossen,berichtet.Eine

ÜberdosierungmitTopiramat-neuraxpharmkannzuübermäßigemSäuregehaltdes

Blutes(metabolischeAzidose)undverminderterKaliumkonzentrationimBlut

(Hypokaliämie)führen(sieheimAbschnitt2.unter„BesondereVorsichtbeider

EinnahmevonTopiramat-neuraxpharmisterforderlich“).

HinweisefürdenbehandelndenArztimFalleeinerÜberdosierung:

BeiakuterÜberdosierungmitTopiramatsolltebeikürzlichzurückliegenderEinnahme

unverzüglicheineMagenentleerungdurchMagenspülungoderInduktionvonErbrechen

herbeigeführtwerden.InvitroerwiessichAktivkohlealsAdsorbensvonTopiramat.

AllgemeinunterstützendeMaßnahmenundVorsichtsmaßnahmensindindiziert.

TopiramatkannmittelsHämodialysesehreffektivausdemBlutentferntwerden.Auf

eineausreichendeFlüssigkeitszufuhrsolltegeachtetwerden.

WennSiedieEinnahmevonTopiramat-neuraxpharmvergessenhaben

SetzenSiedieEinnahmezumnächstenvorgesehenenZeitpunktinderverordneten

Dosierung fort.

4.WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannTopiramat-neuraxpharmNebenwirkungenhaben,dieaber

nichtbeijedemauftretenmüssen.DieNebenwirkungenkönnenvorallemzu

TherapiebeginnundinderPhasederEindosierungauftreten.SchnellereAufdosierung

undhöhereAnfangsdosierungenwarenmithöherenHäufigkeitenunerwünschter

Ereignisse,diezumTherapieabbruchführten,verbunden.

BeidenHäufigkeitsangabenzuNebenwirkungenwerdenfolgendeKategorienzugrunde

gelegt:

Sehrhäufig: mehrals1 Behandeltervon10

Häufig: 1 bis10Behandeltevon100

Gelegentlich: 1 bis10Behandeltevon1.000

Selten: 1bis10 Behandeltevon10.000

TextGebrauchsinformationTopiramat-neuraxpharm200 mg Filmtabletten

Stand:08/2009

Sehrselten: wenigerals1Behandeltervon10.000

Nichtbekannt:HäufigkeitaufGrundlageder

verfügbarenDatennichtabschätzbar

KlinischeStudien:

Erwachsene:

Erkrankungen desBlutesund

desLymphsystems häufig:Blutarmut,Verminderung derweißen

Blutkörperchen

sehrselten:thromboembolischeEreignisse(nichtnäher

beschrieben)

nichtbekannt:Verminderung derBlutplättchen,

Schwellung derLymphknoten,Erhöhung bestimmter

Blutkörperchen(Eosinophilie)

Gefäßerkrankungen nichtbekannt:plötzlichesErröten,Schwindelgefühl

beimAufstehen,periphereKälte(Raynaud-Phänomen)

Herzerkrankungen nichtbekannt:Herzklopfen(Palpitationen),

verlangsamteHerztätigkeit

Stoffwechsel-und

Ernährungsstörungen sehrhäufig:Appetitlosigkeit/Anorexie,verminderter

Appetit

nichtbekannt:durcherhöhte

Chloridkonzentration/stoffwechselbedingte

Übersäuerung desBlutes

(hyperchlorämische/metabolischeAzidose)*1,

verminderterKaliumgehaltimBlut,erhöhter

Appetit/Durst

PsychiatrischeErkrankungen sehrhäufig:Verlangsamung derDenkleistung,

Verwirrtheit,Depression*1, Sprach-/Sprechstörungen,

Nervosität

häufig:Schlaflosigkeit,Aggression,Erregung/Unruhe,

Wut,Ängstlichkeit,Teilnahmslosigkeit,

Stimmungsschwankungen,Stimmungsprobleme,

Psychose,emotionaleLabilität

gelegentlich:Selbsttötungsgedanken,-versuch

sehrselten:Selbsttötung

nichtbekannt:Verhaltensauffälligkeit,Veränderungen

dessexuellenEmpfindens(verminderteLibido),

Ablenkbarkeit/Unruhe,Schlafstörungen(Einschlaf-,

Durchschlafstörungen, frühesmorgendliches

Erwachen),Halluzinationen/Paranoia,panisches

Verhalten(einschl.Attacken),Wiederholenvon

Bewegungenund Wörtern,Lese-/Schreibschwäche,

Denkstörung,Traurigkeit/Weinen

Erkrankungen des

Nervensystems sehrhäufig:Somnolenz/Benommenheit,Schwindel,

Gefühlsstörungen(z.B.Kribbeln,Pelzigsein,

Ameisenlaufen)*1,verminderteBerührungs-und

DrucksensibilitätderHaut,Koordinationsstörung,

Augenzittern(Nystagmus),Gedächtnisstörungen,

TextGebrauchsinformationTopiramat-neuraxpharm200 mg Filmtabletten

Stand:08/2009

Konzentrations-/Aufmerksamkeitsstörung,

Koordinationsstörungen,psychomotorische

Verlangsamung/Einschränkung

häufig:Zittern,Gang-/Gehstörung,

Geschmacksveränderungen/-missempfindungen,

kognitiveProbleme, Gesichtsfelddefekt

nichtbekannt:Bewegungsarmut/-störung,verändertes

Geruchsempfinden,Empfindungsstörung,

Kleinhirnsymptome(nichtnäherbeschrieben),

Ungeschicklichkeit,Erkrankungendesperipheren

Nervensystems,Ohnmacht

Erkrankungen derAtemwege,

desBrustraumsund

Mediastinums häufig:Atemnot,Nasenlaufen

nichtbekannt:verstopfteNase

Augenerkrankungen sehrhäufig:DoppelbilderundandereSehstörungen,

trockeneAugen

nichtbekannt:StörungendesScharfsehens,

Sehstörungen(vorübergehende/einseitigeBlindheit,

Nachtblindheit,Schwachsichtigkeit,

Altersweitsichtigkeit,eingeschränktesGesichtsfeld

auchmitLichtblitzenund Flimmern), Glaukom,

erhöhterTränenfluss, Pupillenerweiterung

Erkrankungen desOhrsund

desLabyrinths häufig:Ohrenschmerzen,Ohrgeräusche

nichtbekannt:eingeschränktesHören,Taubheit(nerval

bedingt/einseitig)

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts sehrhäufig:Übelkeit,Durchfall

häufig:

Bauchbeschwerden/Oberbauchschmerz/Bauchschmerz,

Verstopfung,Verdauungsstörung,Mundtrockenheit,

Magenschleimhautentzündung,Rückflussvon

MagensäureindieSpeiseröhre(gastroösophageale

Refluxkrankheit), Zahnfleischbluten

nichtbekannt:Unterbauchschmerz, Mundgeruch,

Blähungen,SchmerzimMundbereich,vermehrter

Speichelfluss

Erkrankungen derHautund

desUnterhautzellgewebes häufig:Hautverfärbungen, Haarausfall,(generalisierter)

Juckreiz

nichtbekannt:verminderteSchweißbildung/veränderter

Hautgeruch, allergischeReaktion(Gesichtsschwellung,

lokalisierteNesselsucht),Hautrötung/-verfärbung

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs-und

Knochenerkrankungen häufig:Muskelschmerzen,Muskelkrämpfe,

Muskelzittern,MuskelschmerzinderBrust

nichtbekannt:Muskelsteifheit,Muskelschwäche/

-müdigkeit,Flankenschmerz,Gelenkschmerz

Erkrankungen derNierenund

Harnwege häufig:Nierensteine*1,schmerzhaftesWasserlassen,

häufigesWasserlassen

TextGebrauchsinformationTopiramat-neuraxpharm200 mg Filmtabletten

Stand:08/2009

nichtbekannt:eingeschränkteKontrolledes

Blasenmuskels/Blasenschwäche,Nierenschmerzen,

Nierenkoliken,BlutimUrin,KristalleimUrin

Erkrankungen der

Geschlechtsorganeund der

Brustdrüse häufig:Erektionsstörung

nichtbekannt:sexuelleStörung

Erkrankungen des

Immunsystems nichtbekannt:Überempfindlichkeit

AllgemeineErkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort sehrhäufig:Müdigkeit/Fatigue, Gereiztheit,

Kopfschmerzen

häufig:Schwäche(Asthenie)

nichtbekannt:VeränderungendesGefühlserlebens,

Unwohlsein,ErhöhungderKörpertemperatur

Untersuchungen sehrhäufig:Gewichtsverlust

nichtbekannt:verminderteBicarbonatwerteim

Serum*1

*1sieheAbschnitt2."BesondereVorsichtbeiderEinnahmevon

Topiramat-neuraxpharmisterforderlich"

Kinderab2 Jahren:

ÜberdieobengenanntenNebenwirkungenhinauswurdeninklinischenStudienbei

Kindernab2Jahrenzusätzlichhäufig(1bis10Behandeltevon100)folgende

Nebenwirkungenbeobachtet:vermehrteBewegungen(Hyperkinesien),Schwindel

(Vertigo), Halluzinationen, Verhaltensauffälligkeiten,

Aufmerksamkeitsstörungen/Lernschwierigkeiten,Nasenbluten,Erbrechen,Fieberund

verstärkterSpeichelfluss.

BerichteausklinischenStudiennachMarkteinführung:

Erkrankungen desBlutesund

desLymphsystems selten:Verminderung bestimmterweißer

Blutkörperchen(Neutropenie)

Infektionen undparasitäre

Erkrankungen sehrhäufig:EntzündungendesNasen-und

Rachenraumes

PsychiatrischeErkrankungen selten:GefühlvonHoffnungslosigkeit

Augenerkrankungen selten:akuteKurzsichtigkeit, Schwellungam

Augenlid/umdasAuge, Fremdkörpergefühl

nichtbekannt:Augeninnendruckerhöhung, Störungen

derAugenbewegung

Erkrankungen derHautund

desUnterhautzellgewebes schwereHaut-und Schleimhautreaktionen:

selten:Erythemamultiforme,

Stevens-Johnson-Syndrom

sehrselten:toxischeepidermaleNekrolyse

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs-und

Knochenerkrankungen gelegentlich:Gelenkschwellungen

selten:BeschwerdenindenGliedmaßen

Erkrankungen derNierenund

Harnwege selten:nierenbedingteÜbersäuerungdesBlutes(renale

tubuläreAzidose)

Erkrankungen des

Immunsystems nichtbekannt:allergiebedingteSchwellung,Schwellung

derBindehaut

TextGebrauchsinformationTopiramat-neuraxpharm200 mg Filmtabletten

Stand:08/2009

AllgemeineErkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort gelegentlich:grippeähnlicheSymptome

nichtbekannt:generalisierteSchwellung

Untersuchungen häufig:Gewichtszunahme

SpontanberichtenachMarkteinführung:

ZusätzlichzudenwährendklinischerStudienberichtetenunerwünschtenEreignissen

sindnachfolgendNebenwirkungenweltweitnachZulassungsowieSpontanberichteüber

unerwünschteArzneimittelwirkungenaufgeführt.

DieangegebenenHäufigkeitenbeziehensichaufSpontanberichteüberunerwünschte

Arzneimittelwirkungen(bezogenaufdiegeschätzteExpositionnachPatientenjahren);

genauereSchätzungen,wiesieetwaausklinischenoderexperimentellenStudien

hervorgehen,sind darausnichtabzuleiten.

Erkrankungen desBlutesund

desLymphsystems häufig:Blutarmut

gelegentlich:VerminderungderBlutplättchen

sehrselten:Verminderungbestimmterweißer

Blutkörperchen

Gefäßerkrankungen gelegentlich:niedrigerBlutdruck,Erweiterung der

Blutgefäße,Schwellung derLymphknoten

Herzerkrankungen gelegentlich:verlangsamteHerztätigkeit,Herzklopfen

(Palpitationen)

Stoffwechsel-und

Ernährungsstörungen sehrselten:stoffwechselbedingteÜbersäuerung des

Blutes(metabolischeAzidose)*1,erhöhter

AmmoniakgehaltdesBlutes*2

Infektionen undparasitäre

Erkrankungen sehrselten:EntzündungendesNasen-und

Rachenraumes

PsychiatrischeErkrankungen häufig:Schlafstörungen(diesebeinhalten

Schlaflosigkeit,Einschlaf-und Durchschlafstörungen

sowieschlechteSchlafqualität)

gelegentlich:Impotenz,Libidoverlust

sehrselten:psychotischeStörung,Gefühlder

Hoffnungslosigkeit,sprachlicheAusdrucksstörung

Erkrankungen des

Nervensystems häufig:Muskelkrämpfe, Muskelzittern,muskuläre

Steifheit

gelegentlich:übermäßigeBewegungsaktivität,

Bewegungsarmut

selten:Konvulsion,Kopfschmerzen

sehrselten:Amnesie, Konvulsion(beiAbdosierung)*1

Erkrankungen derAtemwege,

desBrustraumsund

Mediastinums häufig:Atemnot

Augenerkrankungen sehrselten:akuteKurzsichtigkeit,

Augeninnendruckerhöhung*1,Augenschmerzen,

vorübergehendeBlindheit*1, Fremdkörpergefühl,

Schwellung amAugenlid/umdasAuge,Störungender

Augenbewegung

TextGebrauchsinformationTopiramat-neuraxpharm200 mg Filmtabletten

Stand:08/2009

Erkrankungen desOhrsund

desLabyrinths gelegentlich:Ohrgeräusche

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts sehrhäufig:Durchfall

häufig:Erbrechen,Verstopfung

gelegentlich:Entzündung derBauchspeicheldrüse

sehrselten:akuteEntzündung derBauchspeicheldrüse

Erkrankungen des

Immunsystems nichtbekannt:allergiebedingteSchwellung,Schwellung

derBindehaut

Erkrankungen derHautund

desUnterhautzellgewebes häufig:Haarausfall

gelegentlich:Nesselsucht

sehrselten:Hautausschlag,schwereHaut-und

Schleimhautreaktionen(Erythemamultiforme,

Stevens-Johnson-Syndrom,toxischeepidermale

Nekrolyse)

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs-und

Knochenerkrankungen gelegentlich:Gelenkschmerz,Muskelschwäche

sehrselten:BeschwerdenindenGliedmaßen

Erkrankungen derNierenund

Harnwege häufig:schmerzhaftesWasserlassen

gelegentlich:Harninkontinenz

sehrselten:nierenbedingteÜbersäuerung desBlutes

(renaletubuläreAzidose)

AllgemeineErkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort gelegentlich:Erhöhung derKörpertemperatur

selten:vermindertesSchwitzen(Oligohidrosis)*1,3

sehrselten:grippeähnlicheSymptome,generalisierte

Schwellung

Untersuchungen sehrselten:Gewichtszunahme

*1sieheAbschnitt2."BesondereVorsichtbeiderEinnahmevon

Topiramat-neuraxpharmisterforderlich"

*2sieheAbschnitt2."BeiEinnahmevonTopiramat-neuraxpharmmitanderen

Arzneimitteln"

*3MehrheitdieserBerichtebeiKindern

BeiPatienten,diemitTopiramatalleinodergleichzeitigmitanderenArzneimitteln

behandeltwurden,wurdeübererhöhteLeberfunktionswerteberichtet.InEinzelfällen

wurdenbeiPatienten,diemiteinerVielzahlvonArzneimittelnundTopiramatbehandelt

wurden,BerichteüberLeberversagenund Leberentzündung (Hepatitis)bekannt.

InEinzelfällenwurdeunterderBehandlungmitTopiramatüberdasAuftretenschwerer

Haut-undSchleimhautreaktionen(einschließlichErythemamultiforme,Pemphigus,

Stevens-Johnson-SyndromundtoxischeepidermaleNekrolyse)berichtet;sieheauch

BerichteausklinischenStudien/SpontanberichtenachMarkteinführung.Wennsolche

Reaktionenauftreten,sollteTopiramat-neuraxpharmsoschnellwiemöglichabgesetzt

werden.

DosisabhängigeNebenwirkungensindinderRegelbeiMigräneselteneralsbeiEpilepsie,

dabeiMigräneniedrigereDosenverwendetwerden.

TextGebrauchsinformationTopiramat-neuraxpharm200 mg Filmtabletten

Stand:08/2009

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführtenNeben-

wirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtin

dieserGebrauchsinformationangegebensind.

5.WIEISTTOPIRAMAT-NEURAXPHARMAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren!

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufdemUmkartonunddemBehältnis

angegebenenVerfallsdatumnichtmehrverwenden.

Aufbewahrungsbedingungen:

Nichtüber30 °Clagern!

6.WEITEREINFORMATIONEN

WasTopiramat-neuraxpharm200 mg enthält

DerarzneilichwirksameBestandteilistTopiramat.

1 Filmtabletteenthält200 mg Topiramat.

DiesonstigenBestandteilesind:Lactose-Monohydrat,mikrokristallineCellulose,

vorverkleisterteStärke(Ph.Eur.),Carboxymethylstärke-Natrium(TypA)(Ph.Eur.),

Magnesiumstearat(Ph.Eur.),Hypromellose,Macrogol400,Polysorbat80,Titandioxid

(E171), Eisen(III)-oxid(E172).

WieTopiramat-neuraxpharm200mgaussiehtundInhaltderPackung

Runde,rosafarbeneFilmtablettenmitPrägung„E“aufdereinenSeiteund„24“aufder

anderenSeite.

Topiramat-neuraxpharm200mgistinPackungenmit50(N1),100(N2)und200(N3)

Filmtablettenerhältlich.

PharmazeutischerUnternehmerundHersteller

neuraxpharmArzneimittelGmbH

Elisabeth-Selbert-Straße2340764Langenfeld

Tel.02173/1060-0Fax02173/1060-333

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetimAugust2009.

WeitereDarreichungsformen:

Topiramat-neuraxpharm25mg Filmtabletten

Topiramat-neuraxpharm50 mg Filmtabletten

Topiramat-neuraxpharm100 mg Filmtabletten

0906

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

Fachinformation

1. BEZEICHNUNGDERARZNEIMITTEL

Topiramat-neuraxpharm25 mg

Filmtabletten

Topiramat-neuraxpharm50 mg

Filmtabletten

Topiramat-neuraxpharm100 mg

Filmtabletten

Topiramat-neuraxpharm200 mg

Filmtabletten

2. QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

1 FilmtabletteTopiramat-neuraxpharm25 mgenthält25 mgTopiramat.

1 FilmtabletteTopiramat-neuraxpharm50 mgenthält50 mgTopiramat.

1 FilmtabletteTopiramat-neuraxpharm100 mgenthält100 mgTopiramat.

1 FilmtabletteTopiramat-neuraxpharm200 mgenthält200 mgTopiramat.

SonstigeBestandteile:Lactose-Monohydrat

DievollständigeAuflistungder sonstigen Bestandteile:sieheAbschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtabletten

Topiramat-neuraxpharm25mg:

Runde,weißeFilmtablettemitPrägung„E“aufdereinenSeiteund„22“aufderanderen

Seite.

Topiramat-neuraxpharm50mg:

Runde,hellgelbeFilmtablettemitPrägung„E“aufdereinenSeiteund„33“aufderanderen

Seite.

Topiramat-neuraxpharm100mg:

Runde,gelbeFilmtablettemitPrägung„E“aufdereinenSeiteund„23“aufderanderen

Seite.

Topiramat-neuraxpharm200mg:

Runde,rosafarbeneFilmtablettemitPrägung„E“aufdereinenSeiteund„24“aufder

anderen Seite.

Seite1von19

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Epilepsie

ZurMonotherapiebeiErwachsenenundKindernab2Jahrenmitneudiagnostizierter

Epilepsieoder zur Umstellung auf eineMonotherapie.

ZurZusatztherapiebeiErwachsenen und Kindern ab2 Jahren mit

-fokalen epileptischenAnfällen mitoderohnesekundärer Generalisierung,

-primär generalisierten tonisch-klonischenAnfällen und

-epileptischenAnfällenbeimLennox-Gastaut-Syndrom.

Migräne

Erwachsene:ZurMigräneprophylaxealsMittelderzweitenWahl.

4.2 Dosierung,Artund DauerderAnwendung

ZureinschleichendenDosierungstehenTopiramat-neuraxpharm25mgFilmtablettenzur

Verfügung. DieEindosierung solltedurch dasklinischeBildbestimmtwerden.

DieEinnahmederTopiramat-neuraxpharmFilmtablettenkannunabhängigvonden

Mahlzeitenerfolgen.DieFilmtablettensindganz,unzerkautundmitausreichendFlüssigkeit

einzunehmen.

Patienten unterHämodialyse:

DaTopiramatdurchHämodialyseausdemBlutplasmaentferntwird,istesnotwendig,bei

Hämodialyse-PatientenamTagderDialysedieDosisumca.dieHälftezuerhöhen.Diese

ErhöhungsollteaufzweiDosenverteiltwerden:unmittelbarvorundbeiBeendigungder

Dialyse.DiezusätzlichbenötigteDosiskannvonderangewendetenDialysemethodebzw.

demDialysegerätabhängig sein (sieheauchAbschnitt5.2).

Epilepsie

DosierunginderMonotherapie:

WerdenbislangverabreichteAntiepileptikaabgesetzt,umaufdieMonotherapiemit

Topiramatumzustellen,wirddaslangsameAusschleichenderbisherigenMedikation

empfohlen.WerdenenzyminduzierendeAntiepileptikaabgesetzt,steigtderTopiramat-

Plasmaspiegelan.Daherkann,fallsklinischindiziert,eineniedrigereTopiramat-Dosierung

erforderlichsein.

Erwachsene:

DieEindosierungsollteindererstenWochemit25mgTopiramat/Tagabendsbeginnen.

Anschließendsolltealle1-2WochendieDosisum25-50mgTopiramat/Tag,verteiltauf

zweiEinzelgaben,gesteigertwerden.

DieempfohleneinitialeZieldosisfürErwachseneliegtinderMonotherapiebei100mg

TopiramatproTag. DiemaximalempfohleneTagesdosisbeträgt500 mgTopiramat.

Kinder 2 Jahre:

DieEindosierungsollteindererstenWochemit0,5-1mg/kgKG/Tagabendsbeginnen.

AnschließendsolltedieDosisalle1-2Wochenum0,5-1mg/kgKG/Tag,verteiltaufzwei

Einzelgaben, gesteigertwerden.

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

DieempfohleneinitialeZieldosisfürKinderab2JahrenbeträgtinderMonotherapie3-6

mg/kgKG/Tag.

DosierunginderZusatztherapie:

Erwachsene:

DieEindosierungsollteindererstenWochemit25-50mgTopiramat/Tagabendsbeginnen.

Anschließendsolltealle1-2WochendieDosisum25-50mgTopiramat/Tag,verteiltauf

zweiEinzelgaben,gesteigertwerden. Beieinigen Patientenistauch dieEinmalgabemöglich.

DieüblichetäglicheErhaltungsdosisfürErwachseneliegtinderZusatztherapiezwischen200

mgund 400 mgTopiramat/Tag,verteiltauf zweiEinzelgaben.

Kinder 2 Jahre:

DieempfohleneDosisbeträgtfürKinderab2JahreninderZusatztherapie5-9mg

Topiramat/kgKG/Tag,verteiltaufzweiEinzelgaben.IndererstenWochesolltedie

Eindosierungmit25mgTopiramat/Tagabendsbeginnen(oderweniger,basierendaufeinem

Dosierungsbereichzwischen0,5und1mg/kgKG/Tag).AnschließendsolltedieDosisalle1-

2Wochen umca. 1 mg/kgKG/Tag,verteiltaufzweiEinzelgaben, gesteigertwerden.

Tagesdosen biszu30 mg/kg KG/Tag wurden untersuchtund imAllgemeinengutvertragen.

WeitereAngabenzurDosierung:

Dosisanpassung:

BeiBedarfkönnengeringereDosissteigerungenoderlängereIntervallezwischenden

Dosissteigerungengewähltwerden.

EineBestimmungderTopiramat-PlasmaspiegelzurOptimierungderBehandlungistnicht

notwendig,dakeinedirekteBeziehungzwischenderBlutplasmakonzentrationvonTopiramat

und seinerWirksamkeitbesteht.

Behandlungsende:sieheAbschnitt4.4.

MigräneprophylaxebeiErwachsenen

DieEindosierungsolltewährenddererstenWochenmit25mgTopiramatamAbend

beginnen.AnschließendsollteinwöchentlichenAbständendieTagesdosisum25mg

gesteigertwerden(1.Woche:25mg/Tag;2.Woche:50mg/Tagusw.).FallsderPatientdas

Eindosierungsschemanichtverträgt,könnenlängereIntervallezwischenden

Dosisanpassungengewähltwerden.

DieempfohleneGesamttagesdosisvonTopiramatbeiderAnwendunginder

Migräneprophylaxebeträgt100mg/Tag,verteiltaufzweiEinzelgaben.HöhereDosenführten

nichtzueinemgrößerenNutzen.EinigePatientenkönnenbeieinerGesamttagesdosisvon50

mg/TagbereitseinenNutzenerfahren.DieDosierungunddieEindosierungsolltendurchdas

klinischeBild bestimmtwerden.

Behandlungsende:sieheAbschnitt4.4.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeitgegen denWirkstoff oder einen der sonstigenBestandteile.

Anwendungin derMigräneprophylaxe:

InderSchwangerschaftundbeiFrauenimgebärfähigenAlter,fallskeinewirksame

Verhütungsmethodeangewendetwird.InderSchwangerschaftstelltdasAuftretenvon

Seite3von19

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

AnfälleneineerheblicheGefahrfürMutterundKinddar.DieVerhinderungvonAnfällen

durchTopiramatüberwiegtdasRisikovonMissbildungenunterderVoraussetzung,dassesin

derrichtigenIndikationappliziertwird.DieVerhinderungvonMigräneattackenüberwiegt

diesesRisikodagegennicht.DaheristTopiramatfürdieAnwendunginder

MigräneprophylaxeinderSchwangerschaftundbeiFrauenimgebärfähigenAlter

kontraindiziert,wennsiekeinewirksameVerhütungsmethodeanwenden(sieheAbschnitt

4.6).

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmen fürdie

Anwendung

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktion:

TopiramatundseineMetabolitewerdenhauptsächlichüberdieNierenausgeschieden.Daher

sollbeieingeschränkterNierenfunktionmiteinerKreatinin-Clearancevonwenigerals60

ml/minmitVorsichtdosiertwerden.BeiälterenPatientenistandieMöglichkeiteiner

eingeschränktenNierenfunktionzudenken.Eswirdempfohlen,beidiesenPatientenmiteiner

niedrigenTopiramat-DosiszubeginnenundbesondersaufdasAuftretenvon

Nebenwirkungenzuachten.BeiPatientenmitmäßigerbisschwererNierenfunktionsstörung

kannesbiszurEinstellungeinesgleichmäßigenPlasmaspiegels10bis15Tagedauern,

verglichenmit4 bis8TagenbeiPatientenmitnormaler Nierenfunktion.

Nephrolithiasis:

InsbesonderebeiprädisponiertenPatientenkanneinerhöhtesRisikofürNephrolithiasisund

damiteinhergehendenAnzeichenundSymptomenwieNierenkolik,Nierenschmerzenoder

Flankenschmerzenvorliegen.RisikofaktorenfüreineNierensteinbildungsind,neben

familiärerVeranlagung,bereitsfrüheraufgetreteneNierensteineundHyperkalziurie.Bei

VorliegendieserRisikofaktorenkommtesjedochnichtzwangsläufigzueiner

NierensteinbildungunterTopiramat-Behandlung.EinerhöhtesRisikobestehtaußerdembei

Patienten,diebereitsandereArzneimittel,diedieNierensteinbildungfördernkönnen(siehe

Abschnitt4.5), einnehmen.

VerminderteLeberfunktion:

BeiPatientenmiteingeschränkterLeberfunktionsolltedieBehandlungmitTopiramatmit

Vorsichterfolgen,dadieTopiramat-Clearancevermindertsein kann.

AkuteMyopieundsekundäresEngwinkelglaukom:

UnterTopiramatwurdein Einzelfällenüber akuteMyopieund sekundäresEngwinkelglaukom

berichtet,dasvoneinemsupraziliärenÖdemmitVorverlagerungvonLinseundIrisbegleitet

seinkann.DabeisindeineakuteVerminderungderSehschärfeund/oderAugenschmerzen

aufgetreten.OphthalmologischkonnteneineEinengungdervorderenAugenkammer,okuläre

Hyperämie(Rötung)undangestiegenerintraokulärerDruckmitoderohneMydriasis

festgestelltwerden.DieSymptometratensowohlbeiKindernalsauchbeiErwachsenen

üblicherweiseinnerhalbdeserstenBehandlungsmonatsmitTopiramatauf.DieBehandlung

mitTopiramatsollteumgehendbeendetundgeeigneteMaßnahmenzurraschenVerminderung

desintraokulärenDrucksergriffen werden.

MetabolischeAzidose:

AufgrundeinerhemmendenWirkungaufdierenaleCarboanhydrasekannsichunterder

BehandlungmitTopiramateinehyperchlorämischemetabolischeAzidosemitnormaler

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

Anionenlücke(d.h.AbsinkendesSerum-BicarbonatspiegelsaufWerteunterhalbdes

NormbereichsohneVorliegeneinerrespiratorischenAlkalose)entwickeln.Soweiteszu

einemAbfalldesBicarbonatspiegelskommt,trittdieserinderRegelzuBeginneiner

Topiramat-Therapieauf;einAbfallistjedochzujedemBehandlungszeitpunktmöglich.Die

AbnahmedesBicarbonatspiegelsistinderRegelgeringbismäßigmiteinem

durchschnittlichenRückgangderWerteum4mmol/lbeiTagesdosenvon100mgoder

darüberbeiErwachsenenbzw.ca.6mg/kg/TagbeiKindern;Werteunter10mmol/lwurden

seltenbeobachtet.KlinischeBedingungenoderTherapien,diedieAusbildungeinerAzidose

begünstigen(z.B.Nierenerkrankungen,schwereErkrankungendesrespiratorischenSystems,

Statusepilepticus,Diarrhö,chirurgischeEingriffe,ketogeneDiätoderbestimmte

Medikamente)können diebicarbonatsenkendeWirkung vonTopiramatverstärken.

ChronischemetabolischeAzidosebeipädiatrischenPatientenkanndasWachstumverringern.

DieAuswirkungenvonTopiramataufWachstumundKnochensindbeiKindernund

Erwachsenennichtsystematisch untersuchtworden.

ChronischemetabolischeAzidoseerhöhtdasRisikoderNierensteinbildungundkann

potentiellzuOsteopenieführen.

PatientensolltenwährendderTherapiemitTopiramathinsichtlicheinermetabolischen

Azidoseuntersuchtwerden.DieseUntersuchungkanndieBestimmungvonBicarbonatoder

ChloridimSerumoderBlutgasanalysen,abhängigvonderklinischenSituation,beinhalten.

WennsicheinemetabolischeAzidoseentwickeltundfortbesteht,sollteeineVerringerungder

DosisoderdieBeendigungderBehandlungmitTopiramatinBetrachtgezogenwerden(Dosis

ausschleichen).

Stimmungsschwankungen/Depression:

UnterderBehandlungmitTopiramatwurdeeineerhöhteInzidenzvon

Stimmungsschwankungen und Depression beobachtet.

Suizidversuch:

ÜbersuizidaleGedankenundsuizidalesVerhaltenwurdebeiPatienten,diemitAntiepileptika

inverschiedenenIndikationenbehandeltwurden,berichtet.EineMetaanalyserandomisierter,

placebo-kontrollierterStudienmitAntiepileptikazeigteaucheinleichterhöhtesRisikofür das

Auftreten von Suizidgedankenund suizidalemVerhalten.Der Mechanismusfür dieAuslösung

dieserNebenwirkungenistnichtbekanntunddieverfügbarenDatenschließendie

Möglichkeiteineserhöhten Risikosbeider EinnahmevonTopiramatnichtaus.

DeshalbsolltenPatientenhinsichtlichAnzeichenvonSuizidgedankenundsuizidalen

VerhaltensweisenüberwachtundeinegeeigneteBehandlunginErwägunggezogenwerden.

Patienten(undderenBetreuern)solltegeratenwerdenmedizinischeHilfeeinzuholen,wenn

Anzeichen für Suizidgedankenoder suizidalesVerhaltenauftreten.

InderDoppelblind-PhaseklinischerStudienzuzugelassenen-undinklinischerErprobung

befindlichenIndikationentratenSuizidversuchemiteinerHäufigkeitvon0,003(13

Fälle/3999Patientenjahre)unterTopiramatgegenüber0(0Fälle/1430Patientenjahre)unter

Plazebo auf.

IneinerStudiezubipolarenStörungenwurdeübereinenSuizideinesPatientenunter

Topiramatberichtet.

KalorischeErgänzung:

WährendderTherapiesolltenbeiPatientenmitGewichtsverlustdiätetischeMaßnahmenoder

gesteigerteNahrungsaufnahmeerwogen werden.

Seite5von19

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

AusreichendeFlüssigkeitszufuhr:

EineausreichendeFlüssigkeitszufuhrunterderBehandlungmitTopiramatistsehrwichtig.

DiesekanndasRisikoeinerNephrolithiasisvermindern.AusreichendeFlüssigkeitszufuhrvor

undwährendAktivitätenwieSportoderbeiWärmeexpositionkanndasRisikohitzebedingter

Nebenwirkungenreduzieren (sieheAbschnitt4.8).

Epilepsie:

Istgeplant,dieBehandlungzubeenden,solltedieTopiramat-Dosisschrittweisereduziert

werden,umdasRisikoeinesvorübergehendenAnstiegsderAnfallsfrequenz(Rebound-

Phänomen)zureduzieren.InklinischenStudienwurdedieDosisdeshalbproWocheum100

mg/Tagreduziert.BeieinigenPatientenwurdeTopiramatauchschnellerabgesetzt,ohnedass

Komplikationen auftraten.

Kinderunter2 Jahren:

BeiKindernunter2JahrensollteTopiramatnichtangewendetwerden,dafürdiese

Altersgruppenoch keineausreichenden klinischen Erfahrungen vorliegen.

Migräneprophylaxe:

Istgeplant,dieBehandlungzubeenden,solltedieTopiramatdosisschrittweisereduziert

werden.

TopiramatFilmtablettensolltenbeiKindernundJugendlichennichtangewendetwerden,da

fürdieseAltersgruppeinderMigräneprophylaxenochkeineausreichendenklinischen

Erfahrungen vorliegen.

Hinweise:

DasBehältnisenthälteinenTrockenmittel-Beutel.Dieser darf nichteingenommenwerden.

DieArzneimittelenthaltenLactose.PatientenmitderseltenenhereditärenGalactose-

Intoleranz,Lactase-MangeloderGlucose-Galactose-MalabsorptionsolltenTopiramat-

neuraxpharmnichteinnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mitanderenArzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

EinflussvonTopiramataufandereAntiepileptika:

PlasmakonzentrationenvonanderenAntiepileptikawieCarbamazepin,Phenobarbital,

Primidon,ValproinsäureundLamotriginwerdendurchTopiramatnichtbeeinflusst.Bei

gleichzeitigerTherapiemitPhenytoinwurdegelegentlicheinAnstiegderPhenytoin-

Konzentrationbeobachtet.DiesistvermutlichaufeineEnzymhemmung(CYP2C

meph. )

zurückzuführen.BeijedemmitPhenytoinbehandeltenPatienten,derAnzeicheneiner

Überdosierung zeigt,solltendiePhenytoin-Spiegelkontrolliertwerden.

EinflussandererAntiepileptikaaufTopiramat:

DiePlasmakonzentrationvonTopiramatwirddurch Phenytoinund Carbamazepinvermindert.

WerdendieseArzneimittelneuindieTherapieintegriertoderabgesetzt,kanneineAnpassung

derTopiramat-Dosiserforderlichsein.EsergibtsichkeineBeeinflussungdurchValproinsäure

und Lamotrigin.

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

Digoxin:

IneinerklinischenStudiewurdenachEinmalgabevonTopiramateinAbsinkender

Serumdigoxinspiegel(AUC)um12%festgestellt.DieklinischeBedeutungdiesesBefundes

istnochnichtzubeurteilen.BeiPatienten,dieDigoxinerhalten,solltendiePlasmaspiegel

kontrolliertwerden, wennTopiramatneu in dieTherapieaufgenommen oderabgesetztwird.

OraleKontrazeptiva:

IneinerpharmakokinetischenInteraktionsstudieangesundenProbandenwurdeTopiramatin

einemDosierungsbereichvon50-200mgproTaggleichzeitigmiteinemkombinierten

oralenKontrazeptivummit1mgNorethisteronund35µgEthinylestradiolohneweitere

Begleitmedikationeingenommen.EswurdenkeinestatistischsignifikantenÄnderungender

durchschnittlichenAUC(AreaUndertheCurve)derwirksamenBestandteiledesoralen

kombiniertenKontrazeptivumsbeobachtet.IneinerweiterenStudiewardieAUCvon

EthinylestradiolbeiDosierungenvon200mg,400mgund800mgTopiramatproTagund

gleichzeitigerEinnahmevonValproinsäurestatistischsignifikantvermindert(18%,21%

und 30 %).

ObwohlineinemDosierungsbereichvon200-800mgTopiramatproTageine

dosisabhängigeVerminderungderAUCvonEthinylestradiolbeobachtetwurde,lagineinem

Dosierungsbereichvon50bis200mgTopiramatproTagkeinedosisabhängigesignifikante

VeränderungderAUCvonEthinylestradiolvor.BezüglichNorethisteronhatteTopiramatin

beiden Studien(50 mg- 800 mg proTag) keinen signifikantenEinflussauf dieAUC.

DieklinischeBedeutungdieserBeobachtungenistnichtbekannt.DieMöglichkeiteiner

vermindertenkontrazeptivenWirksamkeitunddasvermehrteAuftretenvon

DurchbruchblutungensolltebeiPatientinnen,dieeinoraleskombiniertesKontrazeptivum

zusammenmitTopiramateinnehmen,beachtetwerden.DiekontrazeptiveWirksamkeitkann

auchvermindertsein,wenn keineDurchbruchblutungen auftreten.

Patientinnen,dieoraleestrogenhaltigeKontrazeptivaeinnehmen,solltenangewiesenwerden,

ihrembehandelndenArztjedeVeränderungdesMenstruationszyklusmitzuteilen.

Lithium:

BeigesundenProbandenwurdebeigleichzeitigerVerabreichungvon200mgTopiramat/Tag

eineReduktiondersystemischenLithiumverfügbarkeit(18%derAUC)beobachtet.Bei

PatientenmitbipolarenStörungenzeigtesichbeieinerDosierungvon200mgTopiramat/Tag

keineBeeinflussungderPharmakokinetikvonLithium;jedochwurdebeiDosierungenbiszu

600mgTopiramat/TageinAnstiegdersystemischenVerfügbarkeit(26%derAUC)

beobachtet.Lithium-Spiegelsollten beigleichzeitigerGabevonTopiramatüberwachtwerden.

Risperidon:

InteraktionsstudienunterEinmal-undMehrfachgabebeigesundenProbandenundPatienten

mitbipolarenStörungenführtenzuähnlichenErgebnissen.BeigleichzeitigerGabemit

TopiramatinansteigendenDosierungenvon100mg,250mgund400mg/Tagwardie

systemischeVerfügbarkeitvonRisperidon(verabreichtinDosierungenzwischen1-6

mg/Tag)vermindert(16%und33%fürjeweilsdie250mg-und400mg/Tag-Dosierung).

PharmakokinetischwirddieVerfügbarkeitvonRisperidonsowieseinesaktivenMetaboliten

9-Hydroxy-RisperidoninentgegengesetzterWeisebeeinflusst.Daheristdavonauszugehen,

dasssichbeigleichzeitigerGabevonRisperidonundTopiramathinsichtlichdesNettoeffektes

keineklinischsignifikantenÄnderungendersystemischenVerfügbarkeitdergesamten

Seite7von19

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

aktivenFraktionvonRisperidonodervonTopiramatergeben.DieseInteraktionistsomit

wahrscheinlichnichtvon klinischerBedeutung.

Hydrochlorothiazid(HCTZ):

HCTZerhöhteineinerKinetikstudiediePlasmaspiegelvonTopiramatumca.30%,sodass

eineDosiserniedrigungratsamseinkann.WeiterhinergabensichHinweise,dassHCTZdie

Kaliumspiegelin KombinationmitTopiramatstärker senkt.

Metformin:

DieErgebnisseeinerStudie,beiderMetforminalleinundMetformingleichzeitigmit

TopiramatgesundenProbandengegebenwurde,zeigen,dassdiedurchschnittlichemaximale

Plasmakonzentration(C

)um18%unddiedurchschnittlicheAUC

0-12h vonMetforminum

25%ansteigen.DiemittlereCL/FfälltbeigleichzeitigerGabevonMetforminundTopiramat

um20%.TopiramathatkeinenEinflussauft

vonMetformin.DieoralePlasmaclearance

vonTopiramatkannbeigleichzeitigerGabevonMetforminreduziertsein.DasAusmaßder

Änderung der Clearanceistnichtbekannt.

DieklinischeBedeutungdesEinflussesvonMetforminaufdiePharmakokinetikvon

Topiramatundumgekehrtistnichtausreichendgeklärt.WirdTopiramatbeiPatientenunter

Metformin-Therapieneueingesetztoderabgesetzt,sollteeinesorgfältigeKontrollederbei

DiabetesmellitusüblichenParameter durchgeführtwerden.

Pioglitazon:

IneinerKinetikstudiesenkteTopiramatdiePlasmaspiegelvonPioglitazonundseinesaktiven

Metaboliten,wobeidieklinischeBedeutungoffenbleibt.BeiKombinationderbeiden

MedikamentesolltendieRoutinekontrollenbeiDiabetesmellitusbesonderssorgfältig

überwachtwerden.

Glibenclamid:

InteraktionsstudienbeiPatientenmitTypII-DiabetesmitGlibenclamid(5mg/Tag)alleinund

gleichzeitigerGabevonTopiramat(150mg/Tag)zeigteneineReduktionderAUC

von

Glibenclamidum25%beigleichzeitigerGabevonTopiramat.DiesystemischeVerfügbarkeit

deraktivenMetabolite,4-trans-Hydroxyglibenclamid(M1)und3-cis-Hydroxyglibenclamid

(M2)warebenfallsumjeweils13%und15%vermindert.DieSteady-statePharmakokinetik

vonTopiramatwarbeigleichzeitigerGabevonGlibenclamidunbeeinflusst.WennTopiramat

zueinerGlibenclamid-TherapieoderGlibenclamidzueinerTopiramat-Therapiehinzugefügt

wird,solltensorgfältigeRoutineuntersuchungendurchgeführtwerden,umeineadäquate

Kontrolleder Diabetes-Erkrankungzu gewährleisten.

AndereArzneimittel:

InKombinationmitanderenMitteln,diezueinerNephrolithiasisprädisponieren,kann

TopiramatzueinemerhöhtenNierenstein-Risikoführen.DiegleichzeitigeEinnahmesolcher

Mittel,insbesonderevonAcetazolamid,Triamteren,ZonisamidundVitaminCinMengen

über2 g/Tag, solltedaher vermiedenwerden.

Valproinsäure:

DiegleichzeitigeGabevonTopiramatundValproinsäurewurdemiteinerHyperammonämie

mitundohneEnzephalopathiebeiPatienteninVerbindunggebracht,dieeinesderbeiden

Medikamentealleinevertragenhaben.IndenmeistenFällennahmendieSymptomeund

AnzeichenbeiAbsetzenvoneinemderbeidenMedikamenteab.Diesesunerwünschte

EreignisistnichtaufeinepharmakokinetischeInteraktionzurückzuführen.Ein

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

ZusammenhangeinerHyperammonämiemiteinerTopiramat-Monotherapieoderbei

gleichzeitiger Behandlung mitanderenAntiepileptikakonntenichtnachgewiesen werden.

DiegleichzeitigeEinnahmevonCarboanhydrase-Inhibitoren(z.B.Sultiam,Zonisamid)und

TopiramatwurdeinklinischenStudiennichtuntersucht.IhreKombinationkann

möglicherweisedieNebenwirkungenderCarboanhydrasehemmungbeieinigenPatienten

verstärken.

Laborwerte:

DatenklinischerStudiendeutendaraufhin,dassdieEinnahmevonTopiramatmiteiner

durchschnittlichenVerminderungdesSerum-Bicarbonatspiegelsum4mmol/lverbundenist

(sieheAbschnitt4.4).

AufgrunddespharmakokinetischenProfilsvonTopiramatdürftedenpharmakokinetischen

InteraktionenmitanderenArzneimittelnkeinegrößereBedeutungzukommen.Dennochsind

pharmakodynamischeInteraktionen,z.B.mitzentraldämpfendenWirkstoffenundAlkohol,

nichtauszuschließen.

AusKinetikstudienergabensichHinweise,dassTopiramatMetabolitevonAmitryptilin,

HaloperidolundPropranololbeeinflusstundPropranololdiePlasmaspiegelvonTopiramat

leichterhöht.

4.6 Schwangerschaftund Stillzeit

Schwangerschaft

1. ZurProphylaxevonMigräne-Kopfschmerzen:

WiebeianderenMedikamentendieserWirkstoffklassemussbeiderEinnahmevonTopiramat

währendderSchwangerschaftmiteinemerhöhtenFehlbildungsrisikofürdasungeborene

Kindgerechnetwerden.DaheristTopiramatinderSchwangerschaftkontraindiziert(siehe

Abschnitt4.3).FrauenimgebärfähigenAltersolltenwährendeinerTherapiemitTopiramat

eineadäquateMethodezur Empfängnisverhütunganwenden (sieheauchAbschnitt4.5).

2. ZurEpilepsietherapie:

Esistbekannt,dassbeiKindernvonMüttern,diewährendderSchwangerschaftein

Antiepileptikumeingenommenhaben,dasRisikofürangeboreneFehlbildungenimVergleich

zuKindern,dievonnichtanEpilepsieerkranktenFrauengeborenwurden,umdenFaktor2-

3erhöhtist.TopiramaterwiessichanverschiedenenTierartenalsteratogenund

embryotoxisch(sieheAbschnitt5.3).TopiramatistbeimMenschenplazentagängig.Inder

SchwangerschaftdarfTopiramatdahernurangewendetwerden,wennkeine

TherapiealternativenzurVerfügungstehenunddermöglicheNutzenfürdieMutterdas

möglicheRisiko für dasungeboreneKind überwiegt.

DadiegleichzeitigeAnwendungmehrererAntiepileptika(Polytherapie)währendder

SchwangerschaftzueinerweiterenErhöhungdesRisikosfürangeboreneFehlbildungen

führenkann,sollteTopiramatbeiFrauenimgebärfähigemAlterundbesonderswährendder

SchwangerschaftmöglichstalsMonotherapieundinderniedrigstenwirksamenDosis

angewendetwerden.InkeinemFallsollteeineBehandlungmitTopiramatohneärztlichenRat

abgebrochenwerden,daunkontrollierteAnfällesowohlfürdieMutteralsauchfürdas

ungeboreneKind schwerwiegendeKonsequenzenhaben können.

Seite9von19

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

FrauenimgebärfähigenAltersolltendaherunbedingtaufdieNotwendigkeitvonPlanungund

ÜberwachungeinereventuellenSchwangerschafthingewiesenwerden.Wennuntereiner

BehandlungmitTopiramateineSchwangerschafteintrittoderwenndieBehandlungmit

TopiramatinderSchwangerschafterforderlichist,mussdieNotwendigkeitder

AnfallskontrollesorgfältiggegendasmöglicheRisikodieserTherapiefürdasungeborene

Kind abgewogenwerden.

NachEinnahmevonTopiramatinderSchwangerschaft,zumTeilinKombinationmitanderen

Arzneimitteln,istbeiNeugeborenensehrselteneineHypospadieaufgefallen;einkausaler

Zusammenhangistbisher nichtgesichert.

Stillzeit(zurProphylaxevonMigräne-KopfschmerzenundzurEpilepsietherapie)

DaTopiramatindieMuttermilchübergehtundNebenwirkungenfürdenSäuglingnicht

ausgeschlossenwerdenkönnen,sollTopiramatinderStillzeitnichtangewendetwerden.Falls

eineBehandlungmitTopiramatinderStillzeitzwingenderforderlichist,mussabgestillt

werden.

4.7 Auswirkungen aufdieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzum

Bedienen von Maschinen

TopiramatwirktaufdasZentralnervensystem(ZNS)undkannauchbei

bestimmungsgemäßemGebrauchundbesondersinderAnfangsphasederTherapie

Schwindel,SchläfrigkeitundähnlicheSymptomeverursachen.DieFähigkeitzurTeilnahme

amStraßenverkehroderzumBedienenvonMaschinenkanndadurchbeeinträchtigtwerden.

DiesgiltinverstärktemMaßeimZusammenwirken mitAlkohol.

4.8 Nebenwirkungen

VorallemzuTherapiebeginnundinderPhasederEindosierungkanneszuvorübergehenden,

zentralnervösenNebenwirkungenkommen.GeringereDosissteigerungenoderlängere

IntervallezwischendenDosissteigerungenkönnenzueinerReduktionoderdem

VerschwindenderzentralnervösenSymptomewiez.B.Müdigkeit,Sprach-/Sprechstörungen

oderpsychomotorischeVerlangsamungführen.

BeidenHäufigkeitsangabenzuNebenwirkungenwerdenfolgendeKategorienzugrunde

gelegt:

Sehr häufig ( 1/10)

Häufig ( 1/100bis<1/10)

Gelegentlich( 1/1.000bis<1/100)

Selten ( 1/10.000bis<1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nichtbekannt(HäufigkeitaufGrundlageder verfügbaren Datennichtabschätzbar)

KlinischeStudien:

ErkrankungendesBlutesund des

Lymphsystems häufig:Anämie,Leukopenie

sehr selten:thromboembolischeEreignisse(nicht

näher beschrieben)

nichtbekannt:Thrombozytopenie,

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

Lymphadenopathie,Eosinophilie

Gefäßerkrankungen nichtbekannt:Flush, orthostatischeHypotension,

Raynaud-Phänomen

Herzerkrankungen nichtbekannt:Palpitationen, Bradykardie

Stoffwechsel- und Ernährungsstö-

rungen sehr häufig:Appetitlosigkeit/Anorexie, verminderter

Appetit

nichtbekannt:hyperchlorämische/metabolische

Azidose(sieheAbschnitt4.4), Hypokaliämie

(KaliumimSerumunter 3,5 mmol/l),erhöhter

Appetit/Durst

PsychiatrischeErkrankungen sehr häufig:Bradyphrenie,Verwirrtheit, Depression

(sieheAbschnitt4.4), Sprach-/Sprechstörungen,

Nervosität

häufig:Schlaflosigkeit,Aggression,

Erregung/Agitation,Wut,Ängstlichkeit,Apathie,

Stimmungsschwankungen,Stimmungsprobleme,

Psychose, emotionaleLabilität

gelegentlich:Suizidgedanken,-versuch

sehr selten:Suizid

nichtbekannt:Verhaltensauffälligkeit,

Veränderungen dessexuellen Empfindens

(verminderteLibido),Ablenkbarkeit/Unruhe,

Schlafstörungen(Einschlaf-, Durchschlafstörungen,

frühesmorgendlichesErwachen),

Halluzinationen/Paranoia, panischesVerhalten

(einschl.Attacken), Perseveration,

Lese-/Schreibschwäche,Denkstörung,

Traurigkeit/Weinen

ErkrankungendesNervensystems sehr häufig:Somnolenz/Benommenheit,Schwindel,

Parästhesie(sieheAbschnitt4.4), Hypästhesie,

Koordinationsstörung, Nystagmus,

Gedächtnisstörungen,

Konzentrations-/Aufmerksamkeitsstörung,Ataxie,

psychomotorischeVerlangsamung/Einschränkung

häufig:Tremor, Gang-/Gehstörung,

Geschmacksveränderungen/-missempfindungen,

kognitiveProbleme,Gesichtsfelddefekt

nichtbekannt:Akinesie/Dyskinesie, verändertes

Geruchsempfinden,Dysästhesie,zerebelläres

Syndrom(nichtnäher beschrieben),

Ungeschicklichkeit, periphereNeuropathie,

Ohnmacht

ErkrankungenderAtemwege,des

Brustraumsund Mediastinums häufig:Dyspnoe, Rhinorrhö

nichtbekannt:verstopfteNase

Augenerkrankungen sehr häufig:Doppelbilderund andereSehstörungen,

Seite11von19

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

trockeneAugen

nichtbekannt:Akkommodationsstörungen,

Sehstörungen (transiente/unilateraleBlindheit,

Nachtblindheit,Amblyopie, Presbyopie,

Lichtblitz/Flimmer-Skotome), Glaukom,erhöhter

Tränenfluss, Mydriasis

ErkrankungendesOhrsund des

Labyrinths häufig:Ohrenschmerzen,Tinnitus

nichtbekannt:eingeschränktesHören,Taubheit

(neurosensorisch/unilateral)

Erkrankungendes

Gastrointestinaltrakts sehr häufig:Übelkeit,Diarrhö

häufig:abdominelle

Beschwerden/Oberbauchschmerz/abdominaler

Schmerz,Obstipation,Dyspepsie, Mundtrockenheit,

Gastritis, gastroösophagealeRefluxkrankheit,

Zahnfleischbluten

nichtbekannt:Unterbauchschmerz, Mundgeruch,

Blähungen,SchmerzimMundbereich,vermehrter

Speichelfluss

ErkrankungenderHautund des

Unterhautzellgewebes häufig:Rash,Alopezie, (generalisierter) Pruritus

nichtbekannt:Anhidrose/veränderterHautgeruch,

allergischeReaktion (Gesichtsschwellung,

lokalisierteUrtikaria), Hautrötung/-verfärbung

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-

und Knochenerkrankungen häufig:Myalgie,Muskelkrämpfe, Muskelzittern,

muskuloskeletalerBrustschmerz

nichtbekannt:Muskelsteifheit, Muskelschwäche/-

müdigkeit, Flankenschmerz,Arthralgie

ErkrankungenderNierenund

Harnwege häufig:Nephrolithiasis(sieheAbschnitt4.4),

Dysurie,Pollakisurie

nichtbekannt:Drang-/Inkontinenz,

Nierenschmerzen, Nierenkoliken,Hämaturie,

Kristallurie

Erkrankungender

Geschlechtsorganeund der

Brustdrüse häufig:erektileDysfunktion

nichtbekannt:sexuelleDysfunktion

ErkrankungendesImmunsystems nichtbekannt:Hypersensitivität

AllgemeineErkrankungen und

BeschwerdenamVerabreichungsort sehr häufig:Müdigkeit/Fatigue,Gereiztheit,

Kopfschmerzen

häufig:Asthenie

nichtbekannt:Veränderungen desGefühlserlebens,

Malaise,Hyperthermie

Untersuchungen sehr häufig:Gewichtsverlust

nichtbekannt:verminderteBicarbonatwerteim

Serum(durchschnittlich um4 mmol/l, siehe

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

Abschnitt4.4 "MetabolischeAzidose")

Kinderab 2 Jahren:

ÜberdieobengenanntenNebenwirkungenhinauswurdeninklinischenStudienbeiKindern

ab2Jahrenhäufig(1/100bis<1/10)zusätzlichfolgendeNebenwirkungenbeobachtet:

Hyperkinesien, Vertigo, Halluzinationen, Verhaltensauffälligkeiten,

Aufmerksamkeitsstörungen/Lernschwierigkeiten,Epistaxis,Erbrechen,Pyrexieund

verstärkter Speichelfluss.

BerichteausklinischenStudiennachMarkteinführung:

Erkrankungen desBlutesund

desLymphsystems selten:Neutropenie

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen sehr häufig:Nasopharyngitis

PsychiatrischeErkrankungen selten:Gefühlvon Hoffnungslosigkeit

Augenerkrankungen selten:Myopie,Augenlid-/periorbitalesÖdem,

Fremdkörpergefühl

nichtbekannt:Engwinkelglaukom, Störungender

Augenbewegung

Erkrankungen der Hautund

desUnterhautzellgewebes selten:Erythemamultiforme,Stevens-Johnson-Syndrom

sehr selten:toxischeepidermaleNekrolyse

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen gelegentlich:Gelenkschwellungen

selten:Beschwerdenin den Extremitäten

Erkrankungen der Nierenund

Harnwege selten:renaletubuläreAzidose

Erkrankungen des

Immunsystems nichtbekannt:allergischesÖdem,konjunktivalesÖdem

AllgemeineErkrankungenund

Beschwerdenam

Verabreichungsort gelegentlich:Influenza-ähnlicheSymptome

nichtbekannt:generalisiertesÖdem

Untersuchungen häufig:Gewichtszunahme

SpontanberichtenachMarkteinführung:

ZusätzlichzudenwährendklinischerStudienberichtetenunerwünschtenEreignissensind

nachfolgendNebenwirkungenweltweitnachZulassungsowieSpontanberichteüber

unerwünschteArzneimittelwirkungenaufgeführt.

DieangegebenenHäufigkeitenbeziehensichaufSpontanberichteüberunerwünschte

Arzneimittelwirkungen(bezogenaufdiegeschätzteExpositionnachPatientenjahren);

genauereSchätzungen,wiesieetwaausklinischenoderexperimentellenStudien

hervorgehen,sind darausnichtabzuleiten.

Erkrankungen desBlutesund

desLymphsystems häufig:Anämie

gelegentlich:Thrombozytopenie

Seite13von19

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

sehr selten:Neutropenie

Gefäßerkrankungen gelegentlich:arterielleHypotonie,Vasodilatation,

Lymphadenopathie

Herzerkrankungen gelegentlich:Bradykardie, Palpitationen

Stoffwechsel-und

Ernährungsstörungen sehr selten:metabolischeAzidose(sieheAbschnitt4.4),

Hyperammonämie(sieheAbschnitt4.4)

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen sehr selten:Nasopharyngitis

PsychiatrischeErkrankungen häufig:Schlafstörungen* 1

gelegentlich:Impotenz, Libidoverlust

sehr selten:psychotischeStörung, Gefühlder

Hoffnungslosigkeit,sprachlicheAusdrucksstörung(siehe

Abschnitt4.4)

Erkrankungen des

Nervensystems häufig:Muskelkrämpfe,Muskelzittern, muskuläre

Steifheit

gelegentlich:Hyperkinesie,Hypokinesie

selten:Konvulsion, Kopfschmerzen,

sehr selten:Amnesie, Konvulsion (beiAbdosierung)

(sieheAbschnitt4.4)

Erkrankungen derAtemwege,

desBrustraumsund

Mediastinums häufig:Dyspnoe

Augenerkrankungen sehr selten:Myopie,Engwinkelglaukom(sieheAbschnitt

4.4),Augenschmerzen,transienteBlindheit(sieheauch

Abschnitt4.4), Fremdkörpergefühl,Störungen der

Augenbewegung,Augenlid-/periorbitalesÖdem

Erkrankungen desOhrsund

desLabyrinths gelegentlich:Tinnitus

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts sehr häufig:Diarrhö

häufig:Erbrechen, Obstipation

gelegentlich:Pankreatitis

sehr selten:akutePankreatitis

Erkrankungen des

Immunsystems nichtbekannt:allergischesÖdem,konjunktivalesÖdem

Erkrankungen der Hautund

desUnterhautzellgewebes häufig:Alopezie

gelegentlich:Urtikaria

sehr selten:Hautausschlag, Erythemamultiforme,

Stevens-Johnson-Syndrom,toxischeepidermale

Nekrolyse

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen gelegentlich:Arthralgie,Muskelschwäche

sehr selten:Beschwerdenin den Extremitäten

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

Erkrankungen der Nierenund

Harnwege häufig:Dysurie

gelegentlich:Harninkontinenz

sehr selten:renaletubuläreAzidose

AllgemeineErkrankungenund

Beschwerdenam

Verabreichungsort gelegentlich:Hyperthermie

selten:Oligohidrosis* 2 (sieheAbschnitt4.4)

sehr selten:Influenza-ähnlicheSymptome,generalisiertes

Ödem

Untersuchungen sehr selten:Gewichtszunahme

"Schlafstörungen"beinhaltenSchlaflosigkeit,Einschlaf-undDurchschlafstörungensowie

schlechteSchlafqualität

MehrheitdieserBerichtebeiKindern

BeiPatienten,dieTopiramatalleinodergleichzeitigmitanderenArzneimittelneinnahmen,

wurdeübererhöhteLeberfunktionswerteberichtet.InEinzelfällenwurdenbeiPatienten,die

miteinerVielzahlvonArzneimittelnundTopiramatbehandeltwurden,Berichteüber

Hepatitisund Leberversagenbekannt.

InEinzelfällenwurdeunterderBehandlungmitTopiramatüberdasAuftretenschwererHaut-

undSchleimhautreaktionen(einschließlichErythemamultiforme,Pemphigus,Stevens-

Johnson-SyndromundtoxischeepidermaleNekrolyse)berichtet;sieheauchBerichteaus

klinischenStudien/SpontanberichtenachMarkteinführung).WennsolcheReaktionen

auftreten,sollteTopiramatso schnellwiemöglichabgesetztwerden.

InDoppelblindstudienzuMigränewardieInzidenzvondosisabhängigenNebenwirkungenin

derRegelniedrigeralsinEpilepsiestudien,daindenMigränestudienniedrigereDosen

verwendetwurden.

Topiramatkann sehr seltenallergischeReaktionenhervorrufen.

4.9 Überdosierung

Symptome:

ÜberÜberdosierungenmitTopiramatwurdeberichtet.Symptomewaren:Kopfschmerzen,

Konvulsionen,Schläfrigkeit,Sprachstörungen,verschwommenesSehen,Diplopie,

Denkstörungen,Lethargie,Koordinationsstörung,Stupor,Hypotonie,Abdominalschmerz,

Agitation,Schwindel,Depression.SchwerwiegendeFolgeerscheinungenwurdeninden

meistenFällennichtbeobachtet,abereswurdeüberTodesfällenachgleichzeitiger

Überdosierung sehr vielerunterschiedlicherSubstanzen,Topiramateingeschlossen, berichtet.

EineÜberdosierungmitTopiramatkannzueinerschwerenmetabolischenAzidoseund

Hypokaliämieführen (sieheAbschnitt4.4).

NachEinnahmevonhochgerechnet96-110gTopiramatwurdeeinPatientmiteinem20bis

24StundenandauerndenKomaindasKrankenhauseingeliefert.DerPatienterholtesich

innerhalb von 3 - 4Tagenvollständig.

Maßnahmen:

BeiakuterÜberdosierungmitTopiramatsolltebeikürzlichzurückliegenderEinnahme

unverzüglicheineMagenentleerungdurchMagenspülungoderInduktionvonErbrechen

herbeigeführtwerden.InvitroerwiessichAktivkohlealsAdsorbensvonTopiramat.

Seite15von19

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

AllgemeinunterstützendeMaßnahmenundVorsichtsmaßnahmensindindiziert.Topiramat

kannmittelsHämodialysesehreffektivausdemBlutentferntwerden.Aufeineausreichende

Flüssigkeitszufuhrsolltegeachtetwerden.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Nervensystem,Antiepileptikum,andere

ATC-Code:N03AX11

TopiramatisteinMonosaccharid-Sulfamat,dessenWirkungaufmehrerenEigenschaften

beruht:

1)TopiramatreduziertdieFrequenzdesAuftretensvonAktionspotentialennachder

DepolarisationvonNeuronen.DiesweistaufeinezustandsabhängigeBlockadeder

spannungsabhängigenNa-Kanälehin.

2)TopiramatantagonisiertschwachdieexzitatorischeWirkungvonGlutamatanbestimmten

Subtypen(Kainat/AMPA) desGlutamat-Rezeptors.

3)TopiramaterhöhtdeutlichdieGABA-Aktivitätan bestimmten GABA

-Rezeptoren.

TopiramathatantikonvulsiveAktivitätimElektroschock-Krampftest(maximalelectro-

shockseizure(MES)test)anRattenundMäusen.Topiramatistnurschwachwirksam

hinsichtlichderBlockierungklonischerAnfälle,diedurchdenGABA

-Rezeptor-

AntagonistenPentylentetrazolhervorgerufenwerden.TopiramatistebenfallsinEpilepsie-

ModellenanNagernwirksam,einschließlichtonischerundAbsence-ähnlicherAnfällein

derspontanepileptischenRatte(SER)undtonischerundklonischerAnfälle,diebeider

RattedurchErregung derAmygdalaoder globaleIschämieinduziertwerden.

4)Topiramatwirktmodulierendauf "high-voltage" aktivierteCa-Kanäle.

5)AußerdembewirktTopiramateineHemmungeinigerIsoenzymederCarboanhydrase.

DieseHemmungistallerdingsvielschwächerausgeprägtalsdiedesAcetazolamid,einem

bekannten Carboanhydrase-Inhibitor.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

Topiramatwirdschnellresorbiert.NachderEinnahmevon400mgoralwerden

Spitzenplasmaspiegelnachetwa2Stundenerreicht.DiePharmakokinetikvonTopiramatist

linear,miteinemdosisproportionalenAnstiegderPlasmakonzentrationimuntersuchten

Dosisbereich(200-800mg/Tag).DiemittlerePlasmaeliminationshalbwertszeitnacheiner

odermehrerenDosenbeträgt21Stunden.BeiPatientenmitnormalerNierenfunktionwirdein

Steady-statedamitnachca.4Tagenerreicht.TopiramatwirdineinemKonzentrationsbereich

von 1 - 250 µg/mlzu13 - 17 % an humanePlasmaproteinegebunden.

Bioverfügbarkeit:

DierelativeBioverfügbarkeitvonTopiramatinTablettenformbeträgtca.80%verglichenmit

einerLösung.DieBioverfügbarkeitvonTopiramatwirddurchNahrungsaufnahmenicht

beeinflusst.EinVergleichderpharmakokinetischenParametervonKapselnundTabletten

zeigtekeinesignifikanten Unterschiede. Diebeiden Darreichungsformen sind bioäquivalent.

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

MetabolisierungundAusscheidung:

TopiramatwirdnichtextensivmetabolisiertundprimärunverändertüberdenUrin

ausgeschieden(ca.70%dergegebenenDosis).EswurdensechsMetabolitebeimMenschen

identifiziert,vondenenkeinerzumehrals5%zurappliziertenDosisbeiträgt.Die

MetabolitenwerdendurchHydroxylierung,HydrolyseundGlucuronidierunggebildet.Esgibt

HinweisefüreinetubuläreRückresorptionvonTopiramat.BeiRatten,denenProbenezidzur

HemmungdertubulärenRückresorptionzusammenmitTopiramatgegebenwurde,kameszu

einemsignifikantenAnstiegderrenalenClearancevonTopiramat.DieseInteraktionwurde

nichtbeiMenschenuntersucht.InsgesamtbeträgtdieoralePlasmaclearancebeimMenschen

nachoralerAnwendungca. 20 - 30 ml/min.

SpeziellePatientengruppen

Kinder:

DiegewichtsbezogeneClearancevonTopiramatistbeiKindernhöheralsbeiErwachsenen.

DieHalbwertszeitbeiKindernimAltervon2Jahrenbeträgtetwa7h,beiKindernzwischen

4und17Jahrenetwa15h.DieSerumkonzentrationensindca.33%niedrigeralsdiebei

Erwachsenen(körpergewichtsbezogeneDosisvorausgesetzt).BeiGabeenzyminduzierender

SubstanzenwieCarbamazepinoderPhenytoinwirddurcheineZunahmedesmetabolisierten

AnteilsdieEliminationshalbwertszeitweiter verkürzt.

EingeschränkteNierenfunktion:

VerglichenmitnormalerNierenfunktion(Kreatinin-Clearance>70ml/min/1,73m 2 )wurde

dieTopiramat-ClearancebeiPatientenmitmäßigerNiereninsuffizienz(Kreatinin-Clearance

30-69ml/min/1,73m 2 )um42%undbeiPatientenmitschwererNiereninsuffizienz

(Kreatinin-Clearance<30ml/min/1,73m 2 )um54%reduziert.Davermutetwird,dass

TopiramateinersignifikantentubulärenRückresorptionunterliegt,istunklar,obdiese

ErgebnisseaufalleFormenderNierenfunktionsstörungübertragenwerdenkönnen.Esist

denkbar,dasseinigeFormenvonNierenerkrankungendieglomeruläreFiltrationsrateund

tubuläreRückresorptionunterschiedlichbeeinflussen,waszueinervonderKreatinin-

ClearanceunabhängigenTopiramat-Clearanceführenkönnte.ImAllgemeinenistdieHälfte

derüblichenDosisbeiPatienten mitmäßiger oderschwererNiereninsuffizienzzuempfehlen.

Hämodialyse:

TopiramatwirddurchHämodialyseentfernt.BeihocheffizienterDialyse(“Single-pass-

System“inGegenführung)miteinemBlutflussvon400ml/mindurchdasDialysiergerät,

betrugdieTopiramat-Dialyse-Clearance120ml/min.DiesehoheClearance(verglichenmit

20-30ml/minoralerClearancebeigesundenErwachsenen)entfernteineklinisch

signifikanteMengeTopiramatwährendeinerDialysesitzungausdemKörper.Daherkann

eineDosisanpassung notwendigsein (sieheAbschnitt4.2).

EingeschränkteLeberfunktion:

BeiPatientenmiteingeschränkterLeberfunktionkanndieTopiramat-Clearanceherabgesetzt

sein;der zugrundeliegendeMechanismusistunklar.

5.3 PräklinischeDaten zurSicherheit

PräklinischeDatenaufderBasisvonkonventionellenStudienzurchronischenToxizitätund

Genotoxizitätzeigen keinebesonderenRisiken für denMenschen.

BeiMäusen,RattenundKaninchenistTopiramatteratogenundembryotoxisch.BeiRattenist

Topiramatplazentagängig.DieteratogenenEffektewarendenenandererCarboanhydrase-

Seite17von19

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

Inhibitorenähnlich,diebishernichtmitMissbildungenbeimMenscheninVerbindung

gebrachtwurden.NachteiligeAuswirkungenvonTopiramataufFertilität,Paarungsverhalten,

TrächtigkeitoderdieAufzuchtder Jungtierewaren imTierversuchnichterkennbar.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 Liste dersonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat,mikrokristallineCellulose,vorverkleisterteStärke(Ph.Eur.),

Carboxymethylstärke-Natrium(TypA) (Ph. Eur.),Magnesiumstearat(Ph. Eur.).

Filmüberzug:

Hypromellose, Macrogol400, Polysorbat80,Titandioxid (E171)

Topiramat-neuraxpharm50 mg /- 100 mg zusätzlich:Eisen(III)-hydroxid-oxidx H

O(E172)

Topiramat-neuraxpharm200 mg zusätzlich:Eisen(III)-oxid (E172).

6.2 Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3 DauerderHaltbarkeit

2 Jahre

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

Nichtüber 30 °C lagern!

6.5 Artund InhaltdesBehältnisses

HDPE-Flaschen mitPP-Verschluss

Packungenmit50 (N1), 100 (N2) und 200 (N3) Filmtabletten

zusätzlichfürTopiramat-neuraxpharm25 mg:Packungenmit28 (N1) Filmtabletten

Klinikpackung mit1000 (5 x 200) Filmtabletten (Bündelpackung)

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung und sonstige

Hinweise zurHandhabung

KeinebesonderenAnforderungen.

7. INHABERDERZULASSUNG

neuraxpharm

ArzneimittelGmbH

Elisabeth-Selbert-Straße23

40764 Langenfeld

Tel. 02173 /1060 - 0

TextFachinformationTopiramat-neuraxpharm

Stand:10/2009

Fax 02173 /1060 - 333

8. ZULASSUNGSNUMMERN

Topiramat-neuraxpharm25 mg: 64835.00.00

Topiramat-neuraxpharm50 mg: 64836.00.00

Topiramat-neuraxpharm100 mg:64837.00.00

Topiramat-neuraxpharm200 mg:64838.00.00

9. DATUM DERERTEILUNGDERZULASSUNG/

VERLÄNGERUNGDERZULASSUNG

16.02.2009

10. STANDDERINFORMATION

10/2009

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

0902

Seite19von19

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Teilen Sie diese Informationen