Topiramat-Janssen 25 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Topiramat
Verfügbar ab:
JANSSEN-CILAG GmbH
ATC-Code:
N03AX11
INN (Internationale Bezeichnung):
Topiramate
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Topiramat 25.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
57000.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Topiramat-Janssen 25 mg Filmtabletten

Topiramat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Topiramat-Janssen und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Topiramat-Janssen beachten?

Wie ist Topiramat-Janssen einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Topiramat-Janssen aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Topiramat-Janssen und wofür wird es angewendet?

Topiramat-Janssen gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die „Antiepileptika“ genannt werden.

Es wird angewendet:

zur alleinigen Behandlung der Epilepsie bei Erwachsenen und Kindern über 6 Jahren

mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Epilepsie bei Erwachsenen und Kindern im Alter

von 2 Jahren und älter

um Migränekopfschmerzen bei Erwachsenen vorzubeugen

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Topiramat-Janssen beachten?

Topiramat-Janssen darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Topiramat oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

zur Vorbeugung von Migräne: Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie eine Frau im

gebärfähigen Alter sind, es sei denn, Sie wenden eine wirksame Verhütungsmethode an (weitere

Informationen finden Sie im Abschnitt "Schwangerschaft und Stillzeit"). Besprechen Sie mit

Ihrem Arzt, welche Verhütungsmethode während der Einnahme von Topiramat-Janssen am

besten geeignet ist.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben aufgeführten Zustände auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit

Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Topiramat-Janssen einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie vor der Einnahme von Topiramat-Janssen mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie

Nierenprobleme, insbesondere Nierensteine, haben, oder wenn Sie eine Nierendialyse erhalten

in der Vorgeschichte Blut- oder Körperflüssigkeitsanomalien (metabolische Azidose) haben

Leberprobleme haben

unter Augenproblemen, insbesondere unter einem Glaukom, leiden

ein Wachstumsproblem haben

eine fettreiche diätetische Ernährung (ketogene Diät) erhalten

Topiramat-Janssen zur Behandlung von Epilepsie einnehmen und schwanger oder eine Frau im

gebärfähigen Alter sind (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“ für weitere

Informationen)

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben aufgeführten Zustände auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit

Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Topiramat-Janssen einnehmen.

Es ist wichtig, dass Sie nicht aufhören Ihre Arzneimittel einzunehmen ohne vorher mit Ihrem Arzt

gesprochen zu haben.

Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt bevor Sie andere Arzneimittel einnehmen, die Topiramat enthalten

und Ihnen als Alternative zu Topiramat-Janssen gegeben wurden.

Sie könnten Gewicht verlieren, wenn Sie Topiramat-Janssen einnehmen, weshalb Ihr Gewicht

regelmäßig kontrolliert werden sollte, wenn Sie dieses Arzneimittel einnehmen. Konsultieren Sie

Ihren Arzt, wenn Sie zu viel Gewicht verlieren oder ein Kind, das dieses Arzneimittel einnimmt, nicht

genug Gewicht zunimmt.

Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie Topiramat-Janssen behandelt wurden,

hatten Gedanken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Wenn Sie zu irgendeinem

Zeitpunkt solche Gedanken haben, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Topiramat-Janssen kann in seltenen Fällen hohe Ammoniakspiegel im Blut verursachen (zu sehen in

Bluttests), was zu einer Veränderung der Hirnfunktion führen kann, insbesondere wenn Sie zusätzlich

ein Arzneimittel mit Valproinsäure oder Natriumvalproat einnehmen. Da dies ein ernst zu nehmender

Gesundheitszustand sein kann, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn folgende Symptome

auftreten (siehe auch Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“):

Schwierigkeit zu denken, Informationen zu erinnern oder Probleme zu lösen

Verringerte Aufmerksamkeit und Wahrnehmung

Müdigkeitsgefühl und Gefühl der Energielosigkeit

Bei höheren Topiramat-Janssen-Dosierungen kann sich das Risiko, diese Symptome zu entwickeln,

erhöhen.

Einnahme von Topiramat-Janssen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen. Topiramat-

Janssen und bestimmte andere Arzneimittel können sich gegenseitig beeinflussen. Manchmal muss die

Dosierung Ihrer anderen Arzneimittel oder die von Topiramat-Janssen angepasst werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor allem, wenn Sie Folgendes einnehmen:

andere Arzneimittel, die Ihr Denken, Ihre Konzentration oder Ihre Muskelkoordination

beeinträchtigen oder verringern (z. B. Arzneimittel, die eine beruhigende Wirkung auf das

Zentralnervensystem ausüben, wie zum Beispiel zur Muskelentspannung und

Beruhigungsmittel).

Antibabypillen. Topiramat-Janssen kann Ihre Antibabypillen weniger wirksam machen.

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Verhütungsmethode während der Einnahme von

Topiramat-Janssen am besten geeignet ist.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn sich Ihre Menstruationsblutung verändert, während Sie

Antibabypillen und Topiramat-Janssen einnehmen.

Führen Sie eine Liste aller Arzneimittel, die Sie einnehmen/anwenden. Zeigen Sie diese Liste Ihrem

Arzt oder Apotheker, bevor Sie ein neues Arzneimittel einnehmen/anwenden.

Andere Arzneimittel, über die Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen sollten, schließen andere

Antiepileptika, Risperidon, Lithium, Hydrochlorothiazid, Metformin, Pioglitazon, Glibenclamid,

Amitriptylin, Propranolol, Diltiazem, Venlafaxin, Flunarizin, Johanniskraut (Hypericum perforatum)

(eine pflanzliche Zubereitung zur Behandlung von Depressionen), Warfarin, das zur Blutverdünnung

verwendet wird, ein.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben aufgeführten Zustände auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit

Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Topiramat-Janssen einnehmen.

Einnahme von Topiramat-Janssen zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Sie können Topiramat-Janssen zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon einnehmen. Trinken Sie

reichlich Flüssigkeit über den Tag während Sie Topiramat-Janssen einnehmen, um Nierensteinen

vorzubeugen. Vermeiden Sie das Trinken von Alkohol, wenn Sie Topiramat-Janssen einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Vorbeugung von Migräne:

Topiramat-Janssen kann das Kind im Mutterleib schädigen. Sie dürfen Topiramat-Janssen nicht

einnehmen, wenn Sie schwanger sind. Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, dürfen Sie

Topiramat-Janssen nicht zur Vorbeugung von Migräne einnehmen, es sei denn, Sie wenden eine

wirksame Verhütungsmethode an. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Verhütungsmethode am

besten geeignet ist und ob Topiramat-Janssen für Sie infrage kommt. Vor dem Beginn der Behandlung

mit Topiramat-Janssen muss ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.

Behandlung von Epilepsie:

Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, welche anderen

Behandlungsmöglichkeiten anstelle von Topiramat-Janssen möglich sind. Wird entschieden, dass Sie

Topiramat-Janssen einnehmen sollen, müssen Sie eine wirksame Verhütungsmethode anwenden.

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Verhütungsmethode während der Einnahme von Topiramat-

Janssen am besten geeignet ist. Vor dem Beginn der Behandlung mit Topiramat-Janssen muss ein

Schwangerschaftstest durchgeführt werden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Wunsch haben, schwanger zu werden.

Wie bei anderen Antiepileptika besteht das Risiko einer Schädigung des ungeborenen Kindes, wenn

Topiramat-Janssen während der Schwangerschaft angewendet wird. Stellen Sie sicher, dass Ihnen die

Risiken und Vorteile einer Anwendung von Topiramat-Janssen zur Behandlung von Epilepsie

während der Schwangerschaft genau klar sind.

Wenn Sie Topiramat-Janssen während der Schwangerschaft einnehmen, besteht bei Ihrem Kind

ein höheres Risiko für Geburtsfehler, insbesondere für Lippenspalten (Spalte in der Oberlippe)

und Gaumenspalten (Spalte innerhalb des Munds im Gaumen). Bei neugeborenen Jungen kann

außerdem eine Fehlbildung des Penis (Hypospadie) vorliegen. Diese Fehlbildungen können sich

im frühen Stadium der Schwangerschaft entwickeln, sogar noch bevor Sie wissen, dass Sie

schwanger sind.

Wenn Sie Topiramat-Janssen während der Schwangerschaft einnehmen, kann es sein, dass Ihr

Kind bei der Geburt kleiner ist, als erwartet. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Fragen zu

diesem Risiko während der Schwangerschaft haben.

Möglicherweise gibt es andere Arzneimittel zur Behandlung Ihrer Erkrankung, die ein

geringeres Risiko für Geburtsfehler haben.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie während der Behandlung mit Topiramat-Janssen

schwanger werden. Sie und Ihr Arzt werden gemeinsam entscheiden, ob Sie die Behandlung mit

Topiramat-Janssen während der Schwangerschaft fortsetzen werden.

Stillzeit

Der Wirkstoff von Topiramat-Janssen (Topiramat) geht in die Muttermilch über. Zu den

Auswirkungen, die bei gestillten Kindern von behandelten Müttern beobachtet wurden, gehören

Durchfall, Schläfrigkeit, Erregbarkeit und geringe Gewichtszunahme. Aus diesem Grund wird Ihr Arzt

mit Ihnen besprechen, ob Sie auf das Stillen oder auf die Behandlung mit Topiramat-Janssen

verzichten sollen. Ihr Arzt wird hierbei die Bedeutung des Arzneimittels für die Mutter sowie das

Risiko für das Kind berücksichtigen.

Stillende Mütter müssen bei der Einnahme von Topiramat-Janssen unverzüglich ihren Arzt

informieren, wenn das Baby sich ungewöhnlich verhält.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Schwindel, Müdigkeit und Sehbehinderungen können während der Behandlung mit Topiramat-Janssen

auftreten. Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder

Maschinen bedienen ohne vorher Ihren Arzt zu fragen.

Topiramat-Janssen enthält Lactose

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt

ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Weitere Inhaltsstoffe

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

3.

Wie ist Topiramat-Janssen einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird gewöhnlich mit einer geringen Dosis von Topiramat-Janssen beginnen und

steigert Ihre Dosis dann langsam, bis die beste Dosierung für Sie gefunden wurde.

Topiramat-Janssen Tabletten müssen im Ganzen geschluckt werden. Vermeiden Sie es, die

Tabletten zu zerkauen, da sie einen bitteren Geschmack hinterlassen können.

Topiramat-Janssen kann vor, während oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden. Trinken

Sie über den Tag verteilt viel Flüssigkeit, um die Bildung von Nierensteinen zu verhindern,

während Sie Topiramat-Janssen einnehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Topiramat-Janssen eingenommen haben, als Sie sollten

Suchen Sie sofort einen Arzt auf. Nehmen Sie die Arzneimittelpackung mit.

Sie fühlen sich möglicherweise schläfrig, müde oder weniger aufmerksam; beobachten

mangelnde Koordination, haben Schwierigkeiten zu sprechen oder sich zu konzentrieren; sehen

doppelt oder verschwommen; fühlen sich schwindelig aufgrund von zu niedrigem Blutdruck;

fühlen sich niedergeschlagen oder aufgeregt oder haben Bauchschmerzen oder Anfälle

(Krampfanfälle).

Es kann zu einer Überdosierung kommen, wenn Sie andere Arzneimittel zusammen mit Topiramat-

Janssen anwenden.

Wenn Sie die Einnahme von Topiramat-Janssen vergessen haben

Falls Sie vergessen haben, eine Dosis einzunehmen, nehmen Sie diese ein, sobald Sie dies

bemerken. Wenn jedoch fast die Zeit für Ihre nächste Dosis gekommen ist, überspringen Sie die

verpasste Dosis und fahren Sie wie gewohnt fort. Falls Sie zwei oder mehrere Einnahmen

verpassen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein (zwei Dosen gleichzeitig), um eine vergessene Dosis

auszugleichen.

Wenn Sie die Einnahme von Topiramat-Janssen abbrechen

Brechen Sie die Einnahme dieses Arzneimittels nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt hat Sie dazu

aufgefordert. Ihre Beschwerden können zurückkehren. Wenn Ihr Arzt entscheidet, dieses Arzneimittel

abzusetzen, wird Ihre Dosis schrittweise über einige Tage herabgesetzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder begeben Sie sich umgehend in ärztliche Behandlung, wenn Sie

folgende Nebenwirkungen bemerken:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Depression (neu aufgetreten oder bestehende verschlechtert)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Anfälle (Krampfanfälle)

Angst, Gereiztheit, Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit, Orientierungslosigkeit

Konzentrationsprobleme, Langsamkeit im Denken, Gedächtnisverlust, Probleme mit dem

Gedächtnis (neu aufgetreten, plötzliche Veränderung oder zunehmende Verschlechterung)

Nierensteine, häufiges oder schmerzhaftes Urinieren

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes (kann eine gestörte Atmung verursachen,

einschließlich Kurzatmigkeit, Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, übermäßige Müdigkeit und

schneller oder unregelmäßiger Herzschlag)

Vermindertes oder fehlendes Schwitzen (besonders bei kleinen Kindern, die hohen

Umgebungstemperaturen ausgesetzt sind)

Gedanken an schwere Selbstverletzung, Versuch der schweren Selbstverletzung

Ausfall eines Teils des Gesichtsfeldes

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Glaukom – eine Abflussstörung des Kammerwassers im Auge, die einen erhöhten Druck im

Auge, Schmerzen oder eine verminderte Sehfähigkeit verursacht

Schwierigkeit zu denken, Informationen zu erinnern oder Probleme zu lösen, verringerte

Aufmerksamkeit und Wahrnehmung, Müdigkeitsgefühl und Gefühl der Energielosigkeit – diese

Symptome können Anzeichen eines hohen Ammoniakspiegels im Blut sein (Hyperammonämie),

der zu einer Veränderung der Hirnfunktion führen kann (hyperammonämische

Enzephalopathie).

Nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Augenentzündung (Uveitis) mit Symptomen wie Augenrötung, Schmerzen,

Lichtempfindlichkeit, verstärktem Tränenfluss, Punktesehen und Verschwommensehen.

Andere Nebenwirkungen schließen die folgenden ein; wenn diese schwerwiegend werden,

informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

verstopfte, laufende Nase oder Halsschmerzen

Kribbeln, Schmerzen und/oder Taubheit verschiedener Körperteile

Schläfrigkeit, Müdigkeit

Schwindel

Übelkeit, Durchfall

Gewichtsverlust

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Anämie (geringe Anzahl an Blutzellen)

allergische Reaktion (wie Hautausschlag, Rötung, Jucken, Gesichtsschwellung, Nesselsucht)

Appetitverlust, verminderter Appetit

Aggression, Agitiertheit, Wut, ungewöhnliches Verhalten

Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen

Probleme beim Sprechen oder Sprachstörungen, undeutliche Sprache

Ungeschicklichkeit oder fehlende Koordination, Gefühl von Unsicherheit beim Gehen

verminderte Fähigkeit, Routineaufgaben auszuführen

verminderter, Verlust oder fehlender Geschmackssinn

unwillkürliches Zittern oder Zucken; schnelle unkontrollierbare Bewegungen der Augen

Sehstörung wie Doppelbilder, verschwommenes Sehen, vermindertes Sehvermögen,

Schwierigkeiten beim Scharfsehen

das Gefühl haben, es dreht sich alles (Schwindel), klingelndes Geräusch in den Ohren,

Ohrenschmerz

Kurzatmigkeit

Husten

Nasenbluten

Fieber, sich nicht gut fühlen, Schwäche

Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen oder Beschwerden im Bauchbereich,

Verdauungsstörung, Infektion des Magens oder des Darms

Mundtrockenheit

Haarausfall

Jucken

Gelenkschmerz oder Gelenkschwellung, Muskelkrämpfe oder Muskelzittern, Muskelschmerz

oder Muskelschwäche, Brustschmerz

Gewichtszunahme

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Abnahme der Anzahl an Blutplättchen (Blutplättchen sind an der Blutgerinnung beteiligt),

Abnahme der Anzahl an weißen Blutzellen, die einen Beitrag zum Schutz vor Infektionen

leisten, Abnahme des Kaliumspiegels im Blut

Anstieg der Leberenzyme, Anstieg der eosinophilen Zellen (bestimmte Art von weißen

Blutzellen) im Blut

geschwollene Lymphknoten am Hals, in den Achseln oder der Leistengegend

erhöhter Appetit

gehobene Stimmung (Hochgefühl)

Hören, Sehen oder Fühlen von Dingen, die nicht vorhanden sind, schwere psychische Störung

(Psychose)

keine Emotionen zeigen und/oder fühlen, ungewöhnliches Misstrauen, Panikattacken

Probleme beim Lesen, Sprachstörung, Probleme mit der Handschrift

Unruhe, Hyperaktivität

verlangsamtes Denken, verminderte Wachsamkeit oder Aufmerksamkeit

verringerte oder verlangsamte Körperbewegungen, unwillkürliche anormale oder sich

wiederholende Muskelbewegungen

Ohnmacht

anormaler Tastsinn, gestörter Tastsinn

beeinträchtigter, verfälschter oder fehlender Geruchssinn

ungewöhnliche Gefühle oder Empfindungen, die einer Migräne oder einer bestimmten Art von

Anfällen vorausgehen

trockene Augen, Lichtempfindlichkeit der Augen, Zucken der Augenlider, tränende Augen

Verringerung oder Verlust des Hörens, Hörverlust in einem Ohr

verlangsamter oder unregelmäßiger Herzschlag, das Herz in der Brust schlagen spüren

niedriger Blutdruck, niedriger Blutdruck nach dem Aufstehen (infolgedessen können sich einige

Behandelte, die Topiramat-Janssen einnehmen, schwach, schwindelig fühlen oder können

ohnmächtig werden, wenn sie plötzlich aufstehen oder sich plötzlich aufrichten)

Gesichtsrötung, sich warm fühlen

Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse)

übermäßiges Abgehen von Darmgasen und –winden, Sodbrennen, Völlegefühl oder Blähungen

Zahnfleischbluten, erhöhte Speichelproduktion, Sabbern, Mundgeruch

übermäßige Flüssigkeitsaufnahme, Durst

Hautverfärbung

Muskelsteifheit, Schmerzen in der Seite

Blut im Urin, Harninkontinenz (fehlende Kontrolle), dringendes Bedürfnis zu urinieren,

Schmerzen in der Flanke oder den Nieren

Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen oder aufrecht zu erhalten, sexuelle Störung

grippeähnliche Symptome

kalte Finger und Zehen

sich betrunken fühlen

Lernschwierigkeiten

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

anormal gesteigerte Stimmung

Bewusstseinsverlust

Blindheit auf einem Auge, vorübergehende Blindheit, Nachtblindheit

Sehschwäche

Schwellungen im und um das Auge

Taubheit, Kribbeln und Farbänderung (weiß, blau, dann rot) in Fingern und Zehen bei

Einwirkung von Kälte

Leberentzündung, Leberversagen

Stevens-Johnson-Syndrom, eine potentiell lebensbedrohliche Erkrankung, an der die

Schleimhäute (wie Mund, Nase und Augen) stark mitbeteiligt sind und mit Hautausschlag und

Blasenbildung einhergehen kann

anormaler Körpergeruch

Beschwerden in Armen und Beinen

Nierenerkrankung

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Makulopathie ist eine Erkrankung der Makula, der Bereich des schärfsten Sehens im Auge. Sie

sollen Ihren Arzt benachrichtigen, wenn Sie eine Änderung oder eine Verminderung Ihrer

Sehkraft bemerken.

Toxische epidermale Nekrolyse, eine lebensbedrohliche Erkrankung, die verglichen mit dem

Stevens-Johnson-Syndrom weitaus schwerwiegender ist, charakterisiert durch stark ausgedehnte

Blasenbildung und Ablösen der oberen Hautschichten (siehe seltene Nebenwirkungen)

Kinder

Die Nebenwirkungen bei Kindern entsprechen generell den bei Erwachsenen gesehenen

Nebenwirkungen. Die folgenden Nebenwirkungen können bei Kindern jedoch häufiger auftreten als

bei Erwachsenen:

Konzentrationsprobleme

Stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes

Gedanken an schwere Selbstverletzung

Müdigkeit

Verminderter oder gesteigerter Appetit

Aggression, ungewöhnliches Verhalten

Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen

Gefühl von Unsicherheit beim Gehen

sich nicht gut fühlen

Abnahme des Kaliumspiegels im Blut

keine Emotionen zeigen und/oder fühlen

tränende Augen

verlangsamter oder unregelmäßiger Herzschlag

Andere Nebenwirkungen, die bei Kindern auftreten können:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

das Gefühl haben, es dreht sich alles (Schwindel)

Erbrechen

Fieber

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Anstieg der eosinophilen Zellen (bestimmte Art von weißen Blutzellen) im Blut

Hyperaktivität

sich warm fühlen

Lernschwierigkeiten

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de,

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Topiramat-Janssen aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung, der Kunststoffflasche und der

Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf

den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25°C lagern.

Blister: In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Kunststoffflaschen: In der Originalverpackung aufbewahren und fest verschlossen halten, um den

Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Topiramat-Janssen enthält

Der Wirkstoff ist Topiramat.

Jede Topiramat-Janssen Filmtablette enthält 25 mg Topiramat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern

Lactose-Monohydrat

Vorverkleisterte Stärke (Maisstärke)

Mikrokristalline Cellulose

Poly(O-carboxymethyl)stärke, Natriumsalz

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Filmüberzug

Carnaubawachs

OPADRY weiß enthält:

Hypromellose, Macrogol 400, Polysorbat 80 und Titandioxid (E171).

Wie Topiramat-Janssen aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde Filmtabletten, 6 mm im Durchmesser, „TOP“ auf der einen Seite, „25“ auf der anderen

Seite.

Lichtundurchlässige Kunststoffflasche mit Originalitätsverschluss mit 28, 50, 100 oder 200 (2 × 100)

Filmtabletten. In jeder Flasche befindet sich ein Behälter mit Trockenmittel, der nicht verschluckt

werden darf.

Blisterpackungen aus Aluminium/Aluminiumfolie in Streifen. Packungsgrößen mit 28, 50, 100 oder

200 (2 × 100) Filmtabletten. Die einzelnen Blisterstreifen sind in einer Faltschachtel verpackt.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Die folgenden weiteren Stärken sind verfügbar:

Topiramat-Janssen 50 mg/- 100 mg/- 200 mg Filmtabletten

Pharmazeutischer Unternehmer

JANSSEN-CILAG GmbH

Johnson & Johnson Platz 1

41470 Neuss

Tel.-Nr.: 02137 / 955-955

www.janssen.com/germany

Hersteller

JANSSEN PHARMACEUTICA N. V.

Turnhoutseweg 30

2340 Beerse

Belgien

oder

Janssen-Cilag S.p.a.

Via C. Janssen

04100 Borgo S. Michele

Latina

Italien

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2019.

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Topiramat-Janssen 25 mg Filmtabletten

Topiramat-Janssen 50 mg Filmtabletten

Topiramat-Janssen 100 mg Filmtabletten

Topiramat-Janssen 200 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Topiramat-Janssen 25 mg Filmtabletten:

Eine Tablette enthält 25 mg Topiramat.

Topiramat-Janssen 50 mg Filmtabletten:

Eine Tablette enthält 50 mg Topiramat.

Topiramat-Janssen 100 mg Filmtabletten:

Eine Tablette enthält 100 mg Topiramat.

Topiramat-Janssen 200 mg Filmtabletten:

Eine Tablette enthält 200 mg Topiramat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Eine 25 mg Tablette enthält 30,85 mg Lactose-Monohydrat;

Eine 50 mg Tablette enthält 61,70 mg Lactose-Monohydrat;

Eine 100 mg Tablette enthält 123,40 mg Lactose-Monohydrat;

Eine 200 mg Tablette enthält 43,50 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette.

Topiramat-Janssen 25 mg Filmtabletten

25 mg: weiße, runde Tabletten, 6 mm im Durchmesser, „TOP“ auf der einen Seite, „25“ auf der

anderen Seite.

Topiramat-Janssen 50 mg Filmtabletten

50 mg: hellgelbe, runde Tabletten, 7 mm im Durchmesser, „TOP“ auf der einen Seite, „50“ auf der

anderen Seite.

Topiramat-Janssen 100 mg Filmtabletten

100 mg: gelbe, runde Tabletten, 9 mm im Durchmesser, „TOP“ auf der einen Seite, „100“ auf der

anderen Seite.

Topiramat-Janssen 200 mg Filmtabletten

200 mg: lachsfarbene, runde Tabletten, 10 mm im Durchmesser, „TOP“ auf der einen Seite, „200“ auf

der anderen Seite.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Monotherapie bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren mit fokalen Krampfanfällen

mit oder ohne sekundär generalisierten Anfällen und primär generalisierten tonisch-klonischen

Anfällen.

Zusatztherapie bei Kindern ab 2 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen mit fokalen Anfällen mit oder

ohne sekundärer Generalisierung oder primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen und zur

Behandlung von Anfällen, die mit dem Lennox-Gastaut Syndrom assoziiert sind.

Topiramat ist indiziert bei Erwachsenen zur Prophylaxe von Migräne-Kopfschmerzen nach

sorgfältiger Abwägung möglicher alternativer Behandlungsmethoden. Topiramat ist nicht vorgesehen

für die Akutbehandlung.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Es wird empfohlen, die Therapie mit einer geringen Dosis zu beginnen, gefolgt von einer Titration bis

zur wirksamen Dosis. Dosis und Titrationsgeschwindigkeit sollten sich nach dem klinischen

Ansprechen richten.

Es ist nicht notwendig die Topiramat-Plasmakonzentrationen zu überwachen, um die Therapie mit

Topiramat-Janssen zu optimieren. In seltenen Fällen kann die Ergänzung von Topiramat zu Phenytoin

eine Anpassung der Phenytoindosis erfordern, um ein optimales klinisches Ergebnis zu erzielen. Die

Ergänzung oder das Absetzen von Phenytoin und Carbamazepin als Zusatztherapie mit Topiramat-

Janssen kann eine Anpassung der Dosis von Topiramat-Janssen erfordern.

Bei Patienten mit oder ohne Anfälle oder Epilepsie in der Anamnese sollten antiepileptische

Arzneimittel einschließlich Topiramat schrittweise abgesetzt werden, um das Potential für

Krampfanfälle oder einen Anstieg der Anfallsfrequenz zu minimieren. In klinischen Studien wurden

die Tagesdosen bei Erwachsenen mit Epilepsie in wöchentlichen Intervallen um 50-100 mg reduziert

und um 25-50 mg bei Erwachsenen, die Topiramat in Dosen bis zu 100 mg/Tag zur Migräne-

Prophylaxe erhielten. In klinischen Studien mit Kindern wurde Topiramat schrittweise über eine

Dauer von 2-8 Wochen abgesetzt.

Monotherapie Epilepsie

Allgemein

Wenn begleitende Antiepileptika abgesetzt werden, um eine Monotherapie mit Topiramat zu

erreichen, sind die Auswirkungen, die dies auf die Anfallkontrolle haben kann, in Erwägung zu

ziehen. Sofern nicht Sicherheitsbedenken ein sofortiges Absetzen des begleitenden Antiepileptikums

erfordern, wird ein schrittweises Ausschleichen in der Höhe von etwa einem Drittel der bislang

verabreichten Antiepileptikadosis alle zwei Wochen empfohlen.

Wenn enzyminduzierende Arzneimittel abgesetzt werden, wird der Topiramat-Spiegel ansteigen.

Wenn klinisch indiziert, kann eine Reduzierung der Topiramat-Janssen (Topiramat) Dosis erforderlich

sein.

Erwachsene

Die Dosierung und die Titration sollten sich nach dem klinischen Ansprechen richten. Die Titration

sollte mit 25 mg abends über eine Woche beginnen. Die Dosis sollte dann in 1- oder 2-wöchentlichen

Intervallen in Schritten von 25 oder 50 mg/Tag, verteilt auf zwei Dosen, erhöht werden. Wenn der

Patient das Titrationsschema nicht tolerieren kann, können kleinere Schritte oder längere Intervalle

zwischen den Erhöhungen angewendet werden.

Die empfohlene initiale Zieldosis für die Topiramat-Monotherapie beträgt bei Erwachsenen

100 mg/Tag bis 200 mg/Tag, verteilt auf zwei Dosen. Die maximale empfohlene Tagesdosis beträgt

500 mg/Tag verteilt auf zwei Dosen. Einige Patienten mit refraktären Formen der Epilepsie haben eine

Topiramat-Monotherapie bei Dosen von 1000 mg/Tag toleriert. Diese Dosisempfehlungen gelten für

alle Erwachsenen einschließlich älterer Patienten bei Nicht-Vorliegen einer zugrundeliegenden

Nierenerkrankung.

Kinder und Jugendliche (Kinder über 6 Jahren)

Die Dosierung und die Titrationsrate sollten sich nach dem klinischen Erfolg richten. Die Behandlung

von Kindern über 6 Jahren sollte in der ersten Woche mit 0,5 bis 1 mg/kg abends beginnen. Die Dosis

sollte dann in 1- oder 2-wöchentlichen Intervallen in Schritten von 0,5 oder 1 mg/kg/Tag, verteilt auf

zwei Dosen, erhöht werden. Wenn das Kind das Titrationsschema nicht tolerieren kann, können

kleinere Schritte oder längere Intervalle zwischen den Erhöhungen angewendet werden.

Abhängig vom klinischen Ansprechen liegt die empfohlene initiale Zieldosis für die Topiramat-

Monotherapie bei Kindern über 6 Jahren im Bereich von 100 mg/Tag (dies entspricht 2,0 mg/kg/Tag

bei 6- bis 16-jährigen Kindern).

Zusatztherapie Epilepsie (fokale epileptische Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung, primär

generalisierte tonisch-klonische Anfälle oder epileptische Anfälle, die mit dem Lennox-Gastaut

Syndrom assoziiert sind)

Erwachsene

Die Therapie sollte mit 25-50 mg abends über eine Woche beginnen. Die Anwendung geringerer

initialer Dosen wurde berichtet, aber nicht systematisch untersucht. Anschließend sollte die Dosis in

ein- oder zweiwöchentlichen Intervallen um 25-50 mg/Tag, verteilt auf zwei Dosen, gesteigert

werden. Einige Patienten können eine Wirksamkeit bei einmal täglicher Dosierung erreichen.

In klinischen Studien zur Zusatztherapie waren 200 mg die niedrigste wirksame Dosis. Die übliche

Tagesdosis beträgt 200-400 mg verteilt auf zwei Dosen.

Diese Dosisempfehlungen gelten für alle Erwachsenen einschließlich älterer Patienten bei Nicht-

Vorliegen einer zugrundeliegenden Nierenerkrankung (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche (Kinder ab 2 Jahren)

Die empfohlene Gesamttagesdosis von Topiramat-Janssen (Topiramat) als Zusatztherapie liegt

ungefähr bei 5 bis 9 mg/kg/Tag verteilt auf zwei Dosen. Die Titration sollte in der ersten Woche mit

25 mg (oder weniger, basierend auf einem Bereich von 1 bis 3 mg/kg/Tag) abends beginnen. Die

Dosis sollte dann in 1- oder 2-wöchentlichen Intervallen in Schritten von 1 bis 3 mg/kg/Tag (verteilt

auf zwei Dosen) erhöht werden, um ein optimales klinisches Ansprechen zu erreichen.

Tagesdosen bis zu 30 mg/kg/Tag wurden untersucht und im Allgemeinen gut toleriert.

Migräne

Erwachsene

Die empfohlene Gesamttagesdosis von Topiramat zur Prophylaxe von Migräne-Kopfschmerzen

beträgt 100 mg/Tag, verteilt auf zwei Dosen. Die Titration sollte mit 25 mg abends über eine Woche

beginnen. Die Dosis sollte in Schritten von 25 mg/Tag, verabreicht in 1-wöchentlichen Intervallen,

erhöht werden. Wenn der Patient das Titrationsschema nicht tolerieren kann, können längere Intervalle

zwischen den Dosisanpassungen angewendet werden.

Einige Patienten können von einer Gesamttagesdosis von 50 mg/Tag profitieren. Patienten haben eine

Gesamttagesdosis bis zu 200 mg/Tag erhalten. Diese Dosis kann für manche Patienten von Vorteil

sein, dennoch wird wegen einer erhöhten Inzidenz an Nebenwirkungen zur Vorsicht geraten.

Kinder und Jugendliche

Aufgrund unzureichender Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit, wird Topiramat-Janssen

(Topiramat) nicht für die Behandlung oder Prävention von Migräne bei Kindern empfohlen.

Allgemeine Dosierungsempfehlungen für Topiramat-Janssen bei speziellen Patientengruppen

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung (CL

≤ 70 ml/min) sollte Topiramat mit Vorsicht

verabreicht werden, da die Plasmaclearance und die renale Clearance von Topiramat reduziert sind.

Personen mit bekannter Nierenfunktionsstörung können bei jeder Dosis eine längere Zeit zum

Erreichen des

Steady state

benötigen. Eine Halbierung der üblichen Anfangs- und Erhaltungsdosis

wird empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).

Bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz sollte an Hämodialyse-Tagen eine Supplementärdosis

von Topiramat-Janssen, die ungefähr der Hälfte der Tagesdosis entspricht, verabreicht werden, da

Topiramat durch Hämodialyse aus dem Plasma entfernt wird. Die Supplementärdosis sollte in

Teildosen zu Beginn und nach Beendigung der Hämodialyse verabreicht werden. Die

Supplementärdosis kann, basierend auf den Eigenschaften des verwendeten Dialyse-Equipments,

variieren (siehe Abschnitt 5.2).

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Leberfunktionsstörung sollte Topiramat mit Vorsicht

verabreicht werden, da die Clearance von Topiramat reduziert ist.

Ältere Patienten

Es ist keine Dosisanpassung bei älteren Patienten erforderlich, vorausgesetzt, dass die Nierenfunktion

intakt ist.

Art der Anwendung

Topiramat-Janssen ist zur oralen Einnahme in Form von Filmtabletten verfügbar. Es wird empfohlen,

die Filmtabletten nicht zu teilen.

Topiramat-Janssen kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Prophylaxe von Migräne-Kopfschmerzen in der Schwangerschaft oder bei Frauen im gebärfähigen

Alter, die keine hochwirksame Verhütungsmethode anwenden.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

In Situationen, in denen ein schnelles Absetzen von Topiramat medizinisch erforderlich ist, wird eine

geeignete Überwachung empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Wie bei anderen Antiepileptika kann es bei Behandlung mit Topiramat bei manchen Patienten zu einer

erhöhten Anfallshäufigkeit oder Auftreten neuer Arten von Krampfanfällen kommen. Dieses

Phänomen kann die Folge von Überdosierung, verringerten Plasmakonzentrationen gleichzeitig

verabreichter Antiepileptika, Fortschreiten der Erkrankung oder ein paradoxer Effekt sein.

Eine adäquate Flüssigkeitszufuhr während der Anwendung von Topiramat ist sehr wichtig. Die

Flüssigkeitszufuhr kann das Risiko einer Nephrolithiasis reduzieren (siehe unten). Eine angemessene

Flüssigkeitszufuhr vor und während Aktivitäten wie z. B. körperlichen Aktivitäten oder

Wärmeexposition kann das Risiko von hitzebezogenen Nebenwirkungen reduzieren (siehe

Abschnitt 4.8).

Frauen im gebärfähigen Alter

Wird Topiramat bei schwangeren Frauen angewendet, kann dies möglicherweise zu einer Schädigung

des Fetus und einer fetalen Wachstumsrestriktion (zu klein für das Gestationsalter und geringes

Geburtsgewicht) führen. Das Nordamerikanische (North American Antiepileptic Drug)

Schwangerschaftsregister zeigte für die Monotherapie mit Topiramat eine ungefähr 3-fach höhere

Prävalenz für schwerwiegende kongenitale Fehlbildungen (4,3%) im Vergleich zu einer

Referenzgruppe, die keine Antiepileptika eingenommen hat (1,4%). Die Daten aus anderen Studien

weisen zusätzlich darauf hin, dass, verglichen mit der Monotherapie, die Anwendung von

Antiepileptika in einer Kombinationstherapie mit einem erhöhten Risiko für teratogene Effekte

verbunden ist.

Vor dem Beginn der Behandlung mit Topiramat ist bei Frauen im gebärfähigen Alter ein

Schwangerschaftstest durchzuführen. Darüber hinaus ist die Patientin in Hinblick auf eine

hochwirksame Verhütungsmethode zu beraten (siehe Abschnitt 4.5). Die Patientin muss in vollem

Umfang über die Risiken in Zusammenhang mit der Anwendung von Topiramat während der

Schwangerschaft aufgeklärt werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Oligohidrose

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Topiramat wurde über Oligohidrose (vermindertes

Schwitzen) berichtet. Vermindertes Schwitzen und Hyperthermie (Anstieg der Körpertemperatur)

können insbesondere bei kleinen Kindern auftreten, die einer hohen Umgebungstemperatur ausgesetzt

sind.

Stimmungsschwankungen/Depression

Eine erhöhte Inzidenz von Stimmungsschwankungen und Depression wurde während der Topiramat-

Behandlung beobachtet.

Suizid/Suizidgedanken

Über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika in

verschiedenen Indikationen behandelt wurden, berichtet. Eine Metaanalyse randomisierter,

placebokontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte auch ein leicht erhöhtes Risiko für das

Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten. Der Mechanismus für die Auslösung dieser

Nebenwirkung ist nicht bekannt und die verfügbaren Daten schließen die Möglichkeit eines erhöhten

Risikos bei der Einnahme von Topiramat nicht aus.

In doppelblinden klinischen Studien traten suizidbezogene Ereignisse (Suizidgedanken,

Suizidversuche und Suizide) bei mit Topiramat behandelten Patienten mit einer Häufigkeit von 0,5%

(46 von 8652 behandelten Patienten) und einer nahezu 3-mal höheren Inzidenz als bei den mit Placebo

behandelten Patienten (0,2%; 8 von 4045 behandelten Patienten) auf.

Deshalb sollten Patienten hinsichtlich Anzeichen von Suizidgedanken und suizidalen

Verhaltensweisen überwacht und eine geeignete Behandlung in Erwägung gezogen werden. Patienten

(und deren Betreuern) sollte geraten werden medizinische Hilfe einzuholen, wenn Anzeichen für

Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten.

Nephrolithiasis

Einige Patienten, besonders diejenigen mit einer Prädisposition zur Nephrolithiasis, können ein

erhöhtes Risiko für Nierensteine und damit assoziierten Zeichen und Symptomen, wie z. B.

Nierenkolik, Nierenschmerzen oder Flankenschmerzen, aufweisen.

Risikofaktoren für eine Nephrolithiasis schließen vorherige Nierensteine sowie Nephrolithiasis und

Hyperkalziurie (siehe unten – metabolische Azidose) in der Familienanamnese ein. Keiner dieser

Risikofaktoren kann verlässlich Nierensteine während der Topiramat-Behandlung prognostizieren.

Des Weiteren können Patienten, die andere mit Nephrolithiasis assoziierte Arzneimittel einnehmen,

ein erhöhtes Risiko aufweisen.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (CL

≤ 70 ml/min) sollte Topiramat mit Vorsicht

verabreicht werden, da die Plasmaclearance und renale Clearance von Topiramat herabgesetzt ist. Für

spezielle Dosierungsempfehlungen bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion siehe

Abschnitt 4.2.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei hepatisch eingeschränkten Patienten, sollte Topiramat mit Vorsicht verabreicht werden, da die

Clearance von Topiramat reduziert sein kann.

Akute Myopie und sekundäres Engwinkelglaukom

Über ein Syndrom bestehend aus akuter Myopie assoziiert mit sekundärem Engwinkelglaukom wurde

bei Patienten, die Topiramat erhielten, berichtet. Die Symptome beinhalten das akute Auftreten einer

verminderten Sehschärfe und/oder Augenschmerzen. Ophthalmologische Befunde können Myopie,

eine Einengung der vorderen Augenkammer, okuläre Hyperämie (Rötung) und einen erhöhten

intraokulären Druck einschließen. Mydriasis kann oder kann nicht vorliegen. Dieses Syndrom kann

mit einem supraziliären Erguss assoziiert sein, der in einer Vorverlagerung der Linse und der Iris mit

einem sekundären Engwinkelglaukom resultiert. Die Symptome treten üblicherweise im ersten Monat

nach Beginn der Topiramat-Therapie auf. Im Gegensatz zu dem primären Engwinkelglaukom, das

selten in einem Alter unter 40 Jahren auftritt, wurde das sekundäre, mit Topiramat assoziierte

Engwinkelglaukom sowohl bei pädiatrischen Patienten als auch bei Erwachsenen berichtet. Die

Behandlung umfasst das nach Ermessen des behandelnden Arztes schnellstmögliche Absetzen von

Topiramat und geeignete Maßnahmen, um den intraokulären Druck zu reduzieren. Im Allgemeinen

resultieren diese Maßnahmen in einem Abfall des intraokulären Druckes.

Erhöhter intraokulärer Druck jeglicher Ätiologie kann, falls unbehandelt geblieben, zu schweren

Folgekrankheiten einschließlich einem dauerhaften Sehverlust führen.

Es ist eine Entscheidung zu treffen, ob Patienten mit Augenerkrankungen in der Anamnese mit

Topiramat behandelt werden sollen.

Gesichtsfeld-Ausfälle

Bei Patienten, die Topiramat erhielten, wurde über Gesichtsfeld-Ausfälle berichtet, die von einem

erhöhten intraokulären Druck unabhängig waren. In klinischen Studien waren die meisten dieser Fälle

nach Absetzen von Topiramat reversibel. Wenn zu irgendeinem Zeitpunkt der Behandlung mit

Topiramat Gesichtsfeld-Ausfälle auftreten, soll in Erwägung gezogen werden, das Arzneimittel

abzusetzen.

Metabolische Azidose

Die hyperchlorämische, metabolische Azidose ohne Anionenlücke (d. h. das Absinken des Serum-

Bicarbonats unter den normalen Referenzbereich in Abwesenheit einer respiratorischen Alkalose) wird

mit einer Topiramat-Behandlung in Verbindung gebracht. Dieses Absinken des Serum-Bicarbonats

beruht auf der inhibitorischen Wirkung von Topiramat auf die renale Carboanhydrase. Im

Allgemeinen tritt dieser Abfall des Bicarbonats zu Beginn der Behandlung auf, obwohl er zu jedem

Zeitpunkt der Behandlung auftreten kann. Dieser Abfall ist in der Regel gering bis mäßig

(durchschnittliches Absinken von 4 mmol/l bei Dosen von 100 mg/Tag oder darüber bei Erwachsenen

bzw. von durchschnittlich 6 mg/kg/Tag bei pädiatrischen Patienten). Selten erlebten Patienten Abfälle

auf Werte unter 10 mmol/l. Umstände oder Therapien, die eine Azidose prädisponieren (wie z. B.

Nierenerkrankungen, schwere respiratorische Erkrankungen, Status epilepticus, Diarrhoe, chirurgische

Eingriffe, ketogene Diät oder bestimmte Arzneimittel) können additiv zu dem Bicarbonat-senkenden

Effekt von Topiramat wirken.

Chronische, unbehandelte metabolische Azidose erhöht das Risiko für eine Nephrolithiasis und

Nephrokalzinose und kann möglicherweise zu Osteopenie führen (siehe oben – Nephrolithiasis).

Chronische metabolische Azidose bei pädiatrischen Patienten kann die Wachstumsraten reduzieren.

Die Auswirkungen von Topiramat auf knochenbezogene Folgeerkrankungen wurden nicht

systematisch bei pädiatrischen oder erwachsenen Patienten untersucht.

Abhängig von den zugrundeliegenden Umständen, wird unter der Topiramat-Behandlung eine

geeignete Bewertung einschließlich des Serum-Bicarbonat-Spiegels empfohlen. Wenn sich Anzeichen

oder Symptome (z. B. Kussmaul-Atmung, Dyspnoe, Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, übermäßige

Müdigkeit, Tachykardie oder Arrhythmie) zeigen, die auf eine metabolische Azidose hinweisen, wird

eine Bestimmung des Serum-Bicarbonats empfohlen. Wenn sich eine metabolische Azidose

entwickelt und persistiert, sollte in Erwägung gezogen werden, die Dosis zu reduzieren oder

Topiramat abzusetzen (durch schrittweise Dosisreduktion).

Bei Patienten mit Voraussetzungen oder Behandlungen, die ein Risiko für das Auftreten einer

metabolischen Azidose darstellen, sollte Topiramat mit Vorsicht angewandt werden.

Beeinträchtigung der kognitiven Funktion

Eine kognitive Beeinträchtigung bei einer Epilepsie ist multifaktoriell bedingt und kann durch die

zugrundeliegende Krankheitsursache, durch die Epilepsie oder durch die antiepileptische Behandlung

verursacht werden. Es gab Berichte in der Literatur über die Beeinträchtigung der kognitiven Funktion

bei Erwachsenen unter einer Topiramat-Behandlung, die eine Reduktion der Dosierung oder eine

Beendigung der Behandlung erforderte. Studien hinsichtlich der Auswirkung auf die Kognition bei

Kindern, die mit Topiramat behandelt wurden, sind jedoch unzureichend und der Einfluss des

Wirkstoffes diesbezüglich muss noch geklärt werden.

Hyperammonämie und Enzephalopathie

Über Hyperammonämie mit oder ohne Enzephalopathie wurde im Zusammenhang mit einer

Topiramat-Behandlung berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Das Risiko für eine Hyperammonämie unter

Topiramat scheint dosisabhängig zu sein. Über eine Hyperammonämie wurde häufiger berichtet, wenn

Topiramat zusammen mit Valproinsäure eingenommen wurde (siehe Abschnitt 4.5).

Bei Patienten, die eine nicht zu erklärende Lethargie oder Veränderungen des mentalen Zustands im

Zusammenhang mit einer Topiramat-Monotherapie oder -Zusatztherapie entwickeln, wird empfohlen,

eine hyperammonämische Enzephalopathie in Betracht zu ziehen und die Ammoniakspiegel zu

messen.

Nahrungsergänzung

Manche Patienten können während der Behandlung mit Topiramat einen Gewichtsverlust erleiden. Es

wird empfohlen, dass Patienten unter der Behandlung mit Topiramat auf Gewichtsverlust kontrolliert

werden sollten. Eine diätetische Ergänzung oder gesteigerte Nahrungsaufnahme können erwogen

werden, wenn der Patient unter Topiramat Gewicht verliert.

Lactose-Intoleranz

Topiramat-Janssen Filmtabletten enthalten Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-

Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses

Arzneimittel nicht einnehmen.

Natrium

Jede Tablette enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) und ist nahezu „natriumfrei“.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Auswirkungen von Topiramat-Janssen auf andere Antiepileptika

Der Zusatz von Topiramat-Janssen zu anderen Antiepileptika (Phenytoin, Carbamazepin,

Valproinsäure, Phenobarbital, Primidon) hat keine Auswirkung auf deren

Steady-state

Plasmakonzentrationen, außer bei vereinzelten Patienten, bei denen der Zusatz von Topiramat-Janssen

zu Phenytoin in einem Anstieg der Plasmakonzentration von Phenytoin resultieren kann. Dies ist

möglicherweise auf die Inhibition eines spezifischen polymorphen Isoenzyms zurückzuführen

(CYP2C19). Als Konsequenz sollen die Phenytoin-Spiegel bei jedem Patienten unter Phenytoin, der

klinische Zeichen oder Symptome von Toxizität aufweist, überwacht werden.

Eine pharmakokinetische Wechselwirkungsstudie bei Patienten mit Epilepsie deutet darauf hin, dass

die Zugabe von Topiramat zu Lamotrigin bei Topiramat-Dosen von 100-400 mg/Tag keine

Auswirkung auf die

Steady-state

-Plasmakonzentrationen von Lamotrigin hat. Des Weiteren gab es

keine Änderung in der

Steady-state

-Plasmakonzentration von Topiramat während oder nach Absetzen

der Lamotrigin Behandlung (mittlere Dosis von 327 mg/Tag).

Topiramat hemmt das Enzym CYP2C19 und kann mit anderen Substanzen interferieren, die durch

dieses Enzym metabolisiert werden (z. B. Diazepam, Imipramin, Moclobemid, Proguanil, Omeprazol).

Auswirkungen anderer Antiepileptika auf Topiramat-Janssen

Phenytoin und Carbamazepin reduzieren die Plasmakonzentration von Topiramat. Die Zugabe oder

das Absetzen von Phenytoin oder Carbamazepin zur Topiramat-Janssen-Therapie kann eine

Anpassung der Dosierung der Letzteren erfordern. Dies sollte durch Titration bis zur klinischen

Wirksamkeit erfolgen. Die Zugabe oder das Absetzen von Valproinsäure bewirkt keine signifikanten

klinischen Änderungen in den Plasmakonzentrationen von Topiramat-Janssen und rechtfertigt daher

keine Anpassung der Dosierung von Topiramat-Janssen. Die Ergebnisse dieser Wechselwirkungen

sind nachfolgend zusammengefasst:

begleitend verabreichtes AED

AED Konzentration

Topiramat-Janssen

Konzentration

Phenytoin

↔**

Carbamazepin (CBZ)

Valproinsäure

Lamotrigin

Phenobarbital

Primidon

= Keine Auswirkung auf die Plasmakonzentration (≤ 15% Änderung)

= Plasmakonzentrationen erhöht bei einzelnen Patienten

= Abnahme der Plasmakonzentration

= nicht untersucht

= Antiepileptikum

Andere Arzneimittelwechselwirkungen

Digoxin

In einer Einzeldosisstudie sank die Fläche unter der Plasmakonzentrationskurve (AUC) des Serum-

Digoxins um 12% aufgrund der begleitenden Verabreichung von Topiramat-Janssen. Die klinische

Relevanz dieser Beobachtung konnte nicht festgestellt werden. Wenn Topiramat-Janssen bei

Patienten

unter einer Digoxin-Therapie hinzugegeben oder abgesetzt wird, sollte die routinemäßige

Überwachung des Serum-Digoxins sorgfältig durchgeführt werden.

Zentral dämpfende Arzneimittel

Die gleichzeitige Verabreichung von Topiramat-Janssen und Alkohol oder anderen zentral

dämpfenden Arzneimitteln wurde nicht in klinischen Studien bewertet. Es wird empfohlen, dass

Topiramat-Janssen nicht gleichzeitig mit Alkohol oder anderen ZNS dämpfenden Arzneimitteln

angewendet wird.

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Bei der gleichzeitigen Einnahme von Topiramat und Johanniskraut besteht die Gefahr von reduzierten

Plasmaspiegeln und folglich einer verringerten Wirksamkeit. Diese mögliche Wechselwirkung wurde

bisher in keiner klinischen Studie untersucht.

Orale Kontrazeptiva

In einer pharmakokinetischen Wechselwirkungsstudie an gesunden Probanden bei gleichzeitiger Gabe

eines oralen kontrazeptiven Kombinationspräparates, das 1 mg Norethisteron (NET) und 35 µg

Ethinylestradiol (EE) enthielt, wurde Topiramat-Janssen in einer Dosierung von 50 bis 200 mg/Tag,

und keiner Verabreichung anderer Arzneimittel, nicht in Zusammenhang mit einer statistisch

signifikanten Änderung der mittleren Exposition (AUC) für beide Inhaltsstoffe des oralen

Kontrazeptivums gebracht. In einer anderen Studie, war die Exposition von EE bei Dosen von 200,

400 und 800 mg/Tag statistisch signifikant vermindert (18%, 21% bzw. 30%,), wenn Topiramat als

Zusatztherapie bei Patienten, die Valproinsäure einnehmen, gegeben wurde. In beiden Studien

beeinflusste Topiramat-Janssen (50-200 mg/Tag bei gesunden Probanden und 200-800 mg/Tag bei

Epilepsiepatienten) die Exposition von NET nicht signifikant. Obwohl eine dosisabhängige

Verminderung der EE Exposition bei Dosen zwischen 200-800 mg/Tag (bei Epilepsiepatienten)

auftrat, gab es keine dosisabhängige signifikante Änderung in der EE Exposition bei Dosen von

50-200 mg/Tag (bei gesunden Probanden). Die klinische Signifikanz dieser beobachteten Änderungen

ist nicht bekannt. Die Möglichkeit einer verminderten kontrazeptiven Wirksamkeit und vermehrter

Durchbruchblutungen sollte bei Patienten, die orale kontrazeptive Kombinationsprodukte mit

Topiramat-Janssen einnehmen, berücksichtigt werden. Patienten, die estrogenhaltige Kontrazeptiva

einnehmen, sollten aufgefordert werden, jede Änderung ihrer Menstruationsblutung zu berichten. Die

kontrazeptive Wirksamkeit kann auch bei Abwesenheit von Durchbruchblutungen vermindert sein.

Lithium

Bei gesunden Probanden wurde eine Reduktion der systemischen Lithium-Exposition (18% der AUC)

während der gleichzeitigen Verabreichung von Topiramat 200 mg/Tag beobachtet. Bei Patienten mit

bipolaren Störungen, wurde die Pharmakokinetik von Lithium während der Behandlung mit Topiramat

bei Dosen von 200 mg/Tag nicht beeinflusst; jedoch wurde ein Anstieg in der systemischen Exposition

(26% der AUC) nach Topiramat Dosen bis zu 600 mg/Tag beobachtet. Die Lithium-spiegel sollten bei

gleichzeitiger Gabe mit Topiramat überwacht werden.

Risperidon

Arzneimittelwechselwirkungsstudien, die unter Einzeldosisbedingungen bei gesunden Probanden und

unter Mehrfachdosisbedingungen bei Patienten mit bipolaren Störungen durchgeführt wurden, führten

zu ähnlichen Ergebnissen. Bei gleichzeitiger Verabreichung von Topiramat mit ansteigenden Dosen

von 100, 250 und 400 mg/Tag, ergab sich eine Reduktion der systemischen Exposition (16% und 33%

Steady-state

-AUC bei Dosen von jeweils 250 und 400 mg/Tag) von Risperidon (verabreicht bei

Dosen im Bereich von 1 bis 6 mg/Tag). Die Unterschiede in der AUC der aktiven Gesamtfraktion

zwischen der Behandlung mit Risperidon allein und der Kombinationsbehandlung mit Topiramat

waren jedoch statistisch nicht signifikant. Minimale Änderungen wurden in der Pharmakokinetik der

gesamten aktiven Fraktion (Risperidon plus 9-Hydroxyrisperidon) und keine Änderungen für

9-Hydroxyrisperidon beobachtet. Es gab keine signifikanten Änderungen in der systemischen

Exposition der gesamten aktiven Fraktion von Risperidon oder von Topiramat. Wenn zu einer

bestehenden Behandlung mit Risperidon (1-6 mg/Tag) zusätzlich Topiramat gegeben wurde, wurde

häufiger über unerwünschte Ereignisse berichtet als vor der Topiramat-Einleitung (250-400 mg/Tag)

(entsprechend 90% und 54%). Die am häufigsten berichteten unerwünschten Ereignisse nach

Topiramat-Einleitung, wenn es zusätzlich zu einer Risperidon-Behandlung gegeben wurde, waren:

Somnolenz (27% und 12%), Parästhesie (22% und 0%) und Übelkeit (18% und 9%).

Hydrochlorothiazid (HCTZ)

Eine Arzneimittelwechselwirkungsstudie, die bei gesunden Probanden durchgeführt wurde, bewertete

Steady-state

-Pharmakokinetik von HCTZ (25 mg alle 24 h) und Topiramat (96 mg alle 12 h),

wenn diese alleine oder gemeinsam verabreicht wurden. Die Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass die

Topiramat C

um 27% und die AUC um 29% anstieg, wenn HCTZ zu Topiramat gegeben wurde.

Die klinische Bedeutung dieser Änderung ist unbekannt. Die Zugabe von HCTZ zur Topiramat-

Therapie kann eine Anpassung der Topiramat-Dosis erfordern. Die Pharmakokinetik von HCTZ im

Steady state

wurde durch die gleichzeitige Verabreichung von Topiramat nicht signifikant beeinflusst.

Klinische Laborergebnisse zeigen einen Abfall des Serumkaliums nach Topiramat oder HCTZ

Verabreichung, der höher war, wenn HCTZ und Topiramat in Kombination verabreicht wurden.

Metformin

Eine Arzneimittelwechselwirkungsstudie, die bei gesunden Probanden durchgeführt wurde, bewertete

Steady-state

-Pharmakokinetik von Metformin und Topiramat im Plasma, wenn Metformin allein

gegeben wurde und wenn Metformin und Topiramat gleichzeitig gegeben wurden. Die Ergebnisse

dieser Studie zeigten, dass die mittlere C

und die mittlere AUC

0-12h

von Metformin um 18% bzw.

25% anstiegen, während die mittlere CL/F um 20% abfiel, wenn Metformin mit Topiramat verabreicht

wurde. Topiramat beeinflusste nicht die t

von Metformin. Die klinische Bedeutung des Effektes

von Topiramat auf die Pharmakokinetik von Metformin ist unklar. Die orale Plasmaclearance von

Topiramat scheint reduziert zu sein, wenn es mit Metformin verabreicht wird. Das Ausmaß der

Änderung der Clearance ist nicht bekannt. Die klinische Bedeutung des Effektes von Metformin auf

die Pharmakokinetik von Topiramat ist unklar.

Wenn Topiramat-Janssen bei Patienten unter einer Metformin-Therapie hinzugegeben oder abgesetzt

wird, sollte besonderes Augenmerk auf die Routineüberwachung für eine adäquate Kontrolle von

deren diabetischer Erkrankung gelegt werden.

Pioglitazon

Eine Arzneimittelwechselwirkungsstudie, die bei gesunden Probanden durchgeführt wurde, bewertete

Steady-state

-Pharmakokinetik von Topiramat und Pioglitazon, wenn diese alleine oder gemeinsam

verabreicht wurden. Es wurde eine 15% Verminderung der AUC

von Pioglitazon ohne Änderung

der C

max,ss

beobachtet. Dieses Ergebnis war statistisch nicht signifikant. Des Weiteren wurde eine 13%

und 16% Verminderung der C

max,ss

bzw. der AUC

sowohl des aktiven Hydroxy-Metaboliten als

auch eine 60% Verminderung der C

max,ss

und der AUC

des aktiven Keto-Metaboliten beobachtet.

Die klinische Bedeutung dieser Ergebnisse ist nicht bekannt. Wenn

Topiramat-Janssen zur

Pioglitazon-Therapie hinzugegeben oder Pioglitazon zur Topiramat-Janssen-Therapie hinzugegeben

wird, sollte besonderes Augenmerk auf die Routineüberwachung von Patienten zur adäquaten

Kontrolle ihrer diabetischen Erkrankung gelegt werden.

Glibenclamid

Eine Arzneimittelwechselwirkungsstudie, die bei Patienten mit Typ 2 Diabetes durchgeführt wurde,

bewertete die

Steady-state

-Pharmakokinetik von Glibenclamid (5 mg/Tag) allein und gemeinsam mit

Topiramat (150 mg/Tag). Es ergab sich eine 25% Reduktion der Glibenclamid AUC

während der

Topiramat Verabreichung. Die systemische Exposition der aktiven Metaboliten, 4-

trans

-Hydroxy-

Glibenclamid (M1) und 3-

cis

-Hydroxy-Glibenclamid (M2), wurde um 13% bzw. 15% reduziert. Die

Pharmakokinetik von Topiramat im

Steady state

wurde bei gleichzeitiger Verabreichung von

Glibenclamid nicht beeinflusst.

Wenn Topiramat

zur Glibenclamid Therapie hinzugegeben oder Glibenclamid zur Topiramat-Therapie

hinzugegeben wird, sollte besonderes Augenmerk auf die Routineüberwachung von Patienten zur

adäquaten Kontrolle ihrer diabetischen Erkrankung gelegt werden.

Weitere Arten von Wechselwirkungen

Arzneimittel, die für eine Nephrolithiasis prädisponieren

Topiramat-Janssen kann das Risiko für eine Nephrolithiasis erhöhen, wenn es begleitend mit anderen

Substanzen angewendet wird, die eine Nephrolithiasis prädisponieren. Während der Einnahme von

Topiramat-Janssen sollten solche Substanzen vermieden werden, da sie eine physiologische

Umgebung erzeugen können, die das Risiko der Bildung von Nierensteinen erhöht.

Valproinsäure

Die gleichzeitige Anwendung von Topiramat und Valproinsäure wurde mit einer Hyperammonämie

mit oder ohne Enzephalopathie bei Patienten, die eines der beiden Arzneimittel alleine toleriert haben,

in Verbindung gebracht. In den meisten Fällen klingen die Symptome und Anzeichen mit dem

Absetzen eines der beiden Arzneimittel ab (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8). Diese Nebenwirkung beruht

nicht auf einer pharmakokinetischen Interaktion.

Hypothermie, definiert als ein unwillkürliches Sinken der Körpertemperatur auf < 35 °C, wurde im

Zusammenhang mit der gleichzeitigen Anwendung von Topiramat und Valproinsäure, sowohl in

Verbindung mit als auch ohne Hyperammonämie, berichtet. Dieses unerwünschte Ereignis bei

Patienten, die gleichzeitig Topiramat und Valproinsäure einnehmen, kann nach Beginn der

Behandlung mit Topiramat oder nach Erhöhung der Tagesdosis von Topiramat auftreten.

Warfarin

Bei mit Topiramat in Kombination mit Warfarin behandelten Patienten wurde eine verkürzte

Prothrombinzeit (PT)/International Normalized Ratio (INR) berichtet. Daher sollte bei Patienten, die

gleichzeitig mit Topiramat und Warfarin behandelt werden, die INR sorgfältig überwacht werden.

Weitere pharmakokinetische Arzneimittelwechselwirkungsstudien

Es wurden klinische Studien durchgeführt, um das Potential pharmakokinetischer Wechselwirkungen

zwischen Topiramat und anderen Substanzen abzuschätzen. Die Änderungen der C

oder AUC sind

als ein Ergebnis dieser Wechselwirkungen nachfolgend zusammengefasst. Die zweite Spalte

(Konzentration der Begleitmedikation) beschreibt, was mit der Konzentration der Begleitmedikation,

die in der ersten Spalte aufgelistet ist, passiert, wenn Topiramat hinzugegeben wird. Die dritte Spalte

(Topiramat-Konzentration) beschreibt, wie die gleichzeitige Verabreichung des Wirkstoffes, der in der

ersten Spalte aufgelistet ist, die Konzentration von Topiramat verändert.

Zusammenfassung der Ergebnisse zusätzlicher klinischer pharmakokinetischer

Wechselwirkungsstudien

Begleitmedikation

Konzentration der

Begleitmedikation

a

Topiramat Konzentration

a

Amitriptylin

↔ 20% Erhöhung der C

und der

AUC des Nortriptylin Metaboliten

Dihydroergotamin (oral

und subkutan)

Haloperidol

↔ 31% Erhöhung der AUC des

reduzierten Metaboliten

Propranolol

↔ 17% Erhöhung der C

4-OH Propranolol (TPM 50 mg alle

12 h)

9% und 16% Erhöhung der C

9% und 17% Erhöhung der AUC

(40 und 80 mg Propranolol

entsprechend alle 12 h)

Sumatriptan (oral und

subkutan)

Pizotifen

Diltiazem

25% Verminderung der AUC von

Diltiazem und 18% Verminderung

von DEA, und ↔ von DEM*

20% Erhöhung der AUC

Venlafaxin

Flunarizin

16% Erhöhung der AUC

(TPM 50 mg alle 12 h)

Die %-Werte sind die Änderungen in der mittleren C

oder AUC unter der Behandlung in Bezug

auf Monotherapie

Kein Effekt auf die C

und AUC (≤ 15% Änderung) der Vorgängersubstanz

Nicht untersucht

*DEA =

Desacetyldiltiazem, DEM = N-Demethyl-Diltiazem

Die Flunarizin AUC stieg um 14% bei Personen, die Flunarizin allein einnahmen. Die Erhöhung in

der Exposition kann einer Akkumulation während des Erreichens des

Steady state

zugeschrieben

werden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Allgemeines Risiko im Zusammenhang mit Epilepsie und Antiepileptika

Frauen im gebärfähigen Alter sollen eine fachkundige Beratung erhalten. Sobald eine Frau eine

Schwangerschaft plant, soll die Notwendigkeit einer Behandlung mit Antiepileptika überprüft werden.

Bei Frauen, die wegen einer Epilepsie behandelt werden, soll ein plötzliches Absetzen der

Antiepileptika-Therapie vermieden werden, da dies zu Durchbruchsanfällen führen und

schwerwiegende Folgen für die Mutter und das ungeborene Kind haben kann. Wann immer es

möglich ist, soll eine Monotherapie bevorzugt werden, da die Therapie mit verschiedenen

Antiepileptika gegenüber einer Monotherapie mit einem höheren Risiko für kongenitale Fehlbildungen

in Zusammenhang gebracht werden kann, abhängig von den angewendeten Antiepileptika.

Risiko im Zusammenhang mit Topiramat

Topiramat war bei Mäusen, Ratten und Kaninchen teratogen (siehe Abschnitt 5.3). Bei Ratten passiert

Topiramat die Plazentaschranke.

Beim Menschen passiert Topiramat die Plazenta; im Nabelschnurblut und im Maternalblut wurden

vergleichbare Konzentrationen beschrieben.

Klinische Daten aus Schwangerschaftsregistern weisen darauf hin, dass für Säuglinge, die einer

Monotherapie mit Topiramat ausgesetzt waren:

Ein erhöhtes Risiko für kongenitale Fehlbildungen (vor allem für Lippenspalte/Gaumenspalte,

Hypospadien und Anomalien, die verschiedene Körpersysteme einschließen) in Folge der

Exposition während des ersten Trimesters besteht. Das Nordamerikanische (North American

Antiepileptic Drug) Schwangerschaftsregister zeigte für die Monotherapie mit Topiramat eine

ungefähr 3-fach höhere Prävalenz für schwerwiegende kongenitale Fehlbildungen (4,3%) im

Vergleich zu einer Referenzgruppe, die keine Antiepileptika eingenommen hat (1,4%). Des

Weiteren weisen die Daten aus anderen Studien darauf hin, dass, verglichen mit der

Monotherapie, die Anwendung von Antiepileptika in einer Kombinationstherapie mit einem

erhöhten Risiko für teratogene Effekte verbunden ist. Berichten zufolge ist das Risiko

dosisabhängig; die Effekte wurden bei allen Dosen beobachtet. Bei mit Topiramat behandelten

Frauen, die ein Kind mit einer kongenitalen Fehlbildung zur Welt gebracht haben, scheint das

Risiko für Fehlbildungen in späteren Schwangerschaften bei Topiramat-Exposition erhöht zu

sein.

Eine höhere Prävalenz für ein geringes Geburtsgewicht (< 2500 Gramm) verglichen mit der

Referenzgruppe besteht.

Eine erhöhte Prävalenz für für ihr Gestationsalter zu kleine oder zu leichte Neugeborene (SGA,

Small for Gestational Age; definiert als Geburtsgewicht unter dem 10. Perzentil nach

Berichtigung gemäß des Gestationsalters und stratifiziert nach Geschlecht) besteht. Die

Langzeitauswirkungen der SGA-Befunde konnten nicht bestimmt werden.

Indikation Epilepsie

Es wird empfohlen, bei Frauen im gebärfähigen Alter alternative therapeutische Optionen in Betracht

zu ziehen. Wenn Topiramat von Frauen im gebärfähigen Alter eingenommen wird, wird die

Anwendung einer hochwirksamen Verhütungsmethode (siehe Abschnitt 4.5) und eine vollständige

Aufklärung über die bekannten Risiken einer unbehandelten Epilepsie für die Schwangerschaft und

die potentiellen Risiken des Arzneimittels für den Fötus empfohlen.

Wenn eine Frau eine Schwangerschaft plant, wird vorab eine Untersuchung zur Neubewertung der

Behandlung und zur Berücksichtigung anderer therapeutischer Optionen empfohlen. Im Falle einer

Einnahme während des ersten Trimesters soll eine sorgfältige pränatale Überwachung erfolgen.

Indikation Migräne Prophylaxe

Topiramat ist während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine

hochwirksame Verhütungsmethode anwenden, kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Stillzeit

Tierexperimentelle Studien haben eine Exkretion von Topiramat in die Milch gezeigt. Die Exkretion

von Topiramat in die humane Milch wurde in kontrollierten Studien nicht untersucht. Begrenzte

Beobachtungen bei Patientinnen weisen auf eine erhebliche Exkretion von Topiramat in die

Muttermilch hin. Zu den Auswirkungen, die bei gestillten Neugeborenen/Kindern von behandelten

Frauen beobachtet wurden, gehören Diarrhö, Schläfrigkeit, Erregbarkeit und unzureichende

Gewichtszunahme. Aus diesem Grund muss unter Berücksichtigung der Vorteile des Stillens für das

Kind und des Nutzens einer Topiramat-Behandlung für die Mutter eine Entscheidung getroffen

werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Topiramat verzichtet

werden soll / die Behandlung mit Topiramat zu unterbrechen ist (siehe Abschnitt 4.4).

Fertilität

Tierexperimentelle Studien zeigten keine Beeinträchtigung der Fertilität durch Topiramat (siehe

Abschnitt 5.3). Ein Einfluss von Topiramat auf die humane Fertilität wurde nicht nachgewiesen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Topiramat-Janssen hat einen geringfügigen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Topiramat wirkt auf das zentrale Nervensystem und kann zu

Benommenheit, Schwindel und anderen verwandten Symptomen führen. Es kann auch Sehstörungen

und/oder Verschwommensehen verursachen. Diese Nebenwirkungen können bei Patienten, die ein

Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen, potentiell gefährlich sein, besonders bis zu dem Zeitpunkt,

an dem der einzelne Patient Erfahrung mit dem Arzneimittel gesammelt hat.

4.8

Nebenwirkungen

Die Sicherheit von Topiramat wurde aus einer Datenbank mit klinischen Studien evaluiert, die sich

aus 4111 Patienten (3182 unter Topiramat und 929 unter Placebo), die an 20 doppelblinden Studien

bzw. 2847 Patienten, die an 34 offenen Studien teilgenommen haben, zusammensetzt, für Topiramat

als Zusatztherapie bei primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen, bei fokalen, epileptischen

Anfällen, bei epileptischen Anfällen beim Lennox-Gastaut Syndrom, bei der Monotherapie der neu

oder vor kurzem diagnostizierten Epilepsie oder bei der Migräne-Prophylaxe. Die Mehrheit der

Nebenwirkungen war in der Schwere leicht bis mäßig. Nebenwirkungen, die in klinischen Studien und

während der Erfahrung nach Markteinführung (gekennzeichnet durch “*”) identifiziert wurden, sind

nach ihrer Inzidenz in den klinischen Studien in Tabelle 1 aufgelistet.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig

≥ 1/10

Häufig

≥ 1/100 bis < 1/10

Gelegentlich

≥ 1/1.000 bis < 1/100

Selten

≥ 1/10.000 bis < 1/1.000

Nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Die häufigsten Nebenwirkungen (jene mit einer Inzidenz von > 5% und höher als die unter Placebo

beobachteten, bei mindestens 1 Indikation in kontrollierten doppelblinden Studien mit Topiramat)

umfassen: Anorexie, verminderter Appetit, Bradyphrenie, Depression, Beeinträchtigung des

sprachlichen Ausdrucksvermögens, Insomnie, anomale Koordination, Aufmerksamkeitsstörung,

Schwindel, Dysarthrie, Dysgeusie, Hypästhesie, Lethargie, Gedächtnisstörung, Nystagmus,

Parästhesie, Somnolenz, Tremor, Diplopie, Verschwommensehen, Diarrhoe, Übelkeit, Fatigue,

Reizbarkeit und Gewichtsabnahme.

Tabelle 1: Nebenwirkungen von Topiramat

Systemorgan-

klasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht

bekannt

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Nasopharyn-

gitis*

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Anämie

Leukopenie,

Thrombozytopenie,

Lymphadenopathie,

Eosinophilie

Neutropenie*

Erkrankungen des

Immunsystems

Hypersensitivität

allergisches

Ödem*

Stoffwechsel-

Ernährungsstö-

rungen

Anorexie,

verminderter

Appetit

metabolische

Azidose,

Hypokaliämie,

erhöhter Appetit,

Polydipsie

hyperchlorämi-

sche Azidose,

Hyperammon-

ämie*,

hyperammon-

ämische

Enzephalo-

pathie*

Tabelle 1: Nebenwirkungen von Topiramat

Systemorgan-

klasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht

bekannt

Psychiatrische

Erkrankungen

Depression

Bradyphrenie,

Insomnie,

Beeinträchtigung

des sprachlichen

Ausdrucksvermö-

gens, Angst,

Verwirrtheit,

Desorientierung,

Aggression,

veränderte

Stimmung,

Agitiertheit,

Stimmungsschwan-

kungen, depressive

Stimmung, Wut,

anomales Verhalten

Suizidgedanken,

Suizidversuch,

Halluzination,

psychotische Störung,

akustische

Halluzination,

visuelle

Halluzination,

Apathie, Verlust der

Spontansprache,

Schlafstörung,

Affektlabilität,

verminderte Libido,

Ruhelosigkeit,

Weinen, Dysphemie,

euphorische

Stimmung, Paranoia,

Perseveration,

Panikattacken,

Traurigkeit,

Leseschwäche,

Einschlafstörung

,

Affektverflachung,

anomales Denken,

Verlust der Libido

Teilnahmslosigkeit,

Durchschlafstörung,

Ablenkbarkeit, frühes

morgendliches

Erwachen,

Panikreaktion,

gehobene Stimmung

Manie,

Panikstörung,

Gefühl von

Hoffnungs-

losigkeit*,

Hypomanie

Erkrankungen des

Nervensystems

Parästhesie,

Somnolenz,

Schwindel

Aufmerksamkeits-

störung,

Gedächtnisstörung,

Amnesie, kognitive

Störung,

Beeinträchtigung

der geistigen

Leistungsfähigkeit,

eingeschränkte

psychomotorische

Fähigkeiten,

Konvulsion,

anomale

Koordination,

Tremor, Lethargie,

Hypästhesie,

Nystagmus,

Dysgeusie,

Gleichgewichtsstö-

rung, Dysarthrie,

Intentionstremor,

Sedierung

Bewusstseinsein-

schränkung, Grand

mal Anfall,

Gesichtsfeldausfall,

komplex fokale

Anfälle,

Sprachstörung,

psychomotorische

Hyperaktivität,

Synkope, sensorische

Störung, Sabbern,

Hypersomnie,

Aphasie, repetitive

Sprache,

Hypokinesie,

Dyskinesie,

Haltungsschwindel,

schlechte

Schlafqualität,

brennendes Gefühl,

Verlust des

Empfindungsver-

mögens, verändertes

Geruchsempfinden,

zerebellares

Syndrom,

Dysästhesie,

Hypogeusie, Stupor,

Apraxie,

Störung des

zirkadianen

Schlafrhyth-

mus,

Hyperästhesie,

verminderter

Geruchssinn,

Verlust des

Geruchssinns,

essentieller

Tremor,

Akinesie,

Nichtanspre-

chen auf Reize

Tabelle 1: Nebenwirkungen von Topiramat

Systemorgan-

klasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht

bekannt

Ungeschicklichkeit,

Aura, Ageusie,

Schreibstörung,

Dysphasie, periphere

Neuropathie,

Präsynkope,

Dystonie, Formicatio

Augenerkrankun-

Verschwommen-

sehen, Diplopie,

Sehstörung

verminderte

Sehschärfe, Skotom,

Myopie*,

Fremdkörpergefühl

im Auge*, trockenes

Auge, Photophobie,

Blepharospasmus,

erhöhter Tränenfluss,

Photopsie, Mydriasis,

Presbyopie

unilaterale

Blindheit,

transiente

Blindheit,

Glaukom,

Akkommoda-

tionsstörung,

veränderte

visuelle

Tiefenwahr-

nehmung,

Flimmer-

skotom,

Augenlid-

ödem*,

Nachtblind-

heit,

Amblyopie

Engwinkel-

glaukom*,

Makulopa-

thie*,

Störung der

Augenbewe-

gung*,

konjunktiva-

les Ödem*,

Uveitis

Erkrankungen des

Ohrs und des

Labyrinths

Vertigo, Tinnitus,

Ohrenschmerzen

Taubheit, unilaterale

Taubheit,

neurosensorische

Taubheit,

Ohrenbeschwerden,

eingeschränktes

Hören

Herzerkrankun-

Bradykardie,

Sinusbradykardie,

Palpitationen

Gefäßerkrankun-

Hypotension,

orthostatische

Hypotension, Flush,

Hitzewallungen

Raynaud-

Phänomen

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Dyspnoe, Epistaxis,

verstopfte Nase,

Rhinorrhoe,

Husten*

Belastungsdyspnoe,

paranasale

Sinushypersekretion,

Dysphonie

Erkrankungen des

Gastrointestinal-

trakts

Nausea,

Diarrhoe

Erbrechen,

Obstipation,

Oberbauchschmerz,

Dyspepsie,

abdominaler

Schmerz,

Mundtrockenheit,

Magenbeschwer-

den, orale

Parästhesie,

Gastritis,

abdominale

Beschwerden

Pankreatitis,

Flatulenz,

gastroösophageale

Refluxkrankheit,

Unterbauchschmerz,

orale Hypästhesie,

Zahnfleischbluten,

geblähter Bauch,

epigastrische

Beschwerden,

schmerzhafte

Bauchspannung,

vermehrter

Speichelfluss, oraler

Schmerz,

Mundgeruch,

Tabelle 1: Nebenwirkungen von Topiramat

Systemorgan-

klasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht

bekannt

Glossodynie

Leber- und

Gallenerkrankun-

Hepatitis,

Leberversagen

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzellge-

webes

Alopezie,

Hautausschlag,

Pruritus

Anhidrose, faziale

Hypästhesie,

Urtikaria, Erythem,

generalisierter

Pruritus, makulärer

Hautausschlag,

Hautverfärbung,

allergische

Dermatitis,

Gesichtsschwellung

Stevens-

Johnson-

Syndrom*,

Erythema

multiforme*,

anomaler

Hautgeruch,

periorbitales

Ödem*,

lokalisierte

Urtikaria

toxische

epidermale

Nekrolyse*

Skelettmuskula-

tur-,

Bindegewebs-

Knochenerkran-

kungen

Arthralgie,

Muskelspasmen,

Myalgie,

Muskelzittern,

Muskelschwäche,

muskuloskelettaler

Brustschmerz

Gelenkschwellung*,

muskuloskelettale

Steifheit,

Flankenschmerz,

Muskelermüdung

Beschwerden

in den

Extremitäten*

Erkrankungen der

Nieren und

Harnwege

Nephrolithiasis,

Pollakisurie,

Dysurie,

Nephrokalzinose*

Harnstein,

Harninkontinenz,

Hämaturie,

Inkontinenz,

Harndrang,

Nierenkolik,

Nierenschmerz

Harnleiter-

stein, renale

tubuläre

Azidose*

Erkrankungen der

Geschlechts-

organe und der

Brustdrüse

erektile Dysfunktion,

sexuelle Dysfunktion

Allgemeine

Erkrankungen

und Beschwerden

Verabreichungs-

Fatigue

Pyrexie, Asthenie,

Gereiztheit,

Gangstörung,

anomales Gefühl,

Malaise

Hyperthermie, Durst,

Influenza-ähnliche

Krankheit*, Trägheit,

periphere Kälte,

Gefühl der

Trunkenheit,

nervöses Gefühl

Gesichtsödem

Untersuchungen

Gewichtsab-

nahme

Gewichtszunahme*

Kristalle im Urin

präsent, anomaler

Zehen-Fersen-

Gehtest, verminderte

Zahl weißer

Blutzellen, Anstieg

der Leberenzyme

verminderte

Bicarbonat-

werte im

Serum

Soziale Umstände

Lernschwäche

identifiziert als eine Nebenwirkung aus Spontanberichten nach Markteinführung. Deren Häufigkeit wurde

basierend auf der Inzidenz in klinischen Studien kalkuliert oder abgeschätzt, falls die Nebenwirkung nicht in

klinischen Studien aufgetreten ist.

Kongenitale Fehlbildungen und fetale Wachstumsrestriktionen (siehe Abschnitt 4.4 und

Abschnitt 4.6).

Pädiatrische Patienten

Nebenwirkungen, die häufiger (≥ 2-fach) bei Kindern als bei Erwachsenen in kontrollierten

doppelblinden Studien berichtet wurden, umfassen:

verminderten Appetit

erhöhten Appetit

hyperchlorämische Azidose

Hypokaliämie

anormales Verhalten

Aggression

Apathie

Einschlafstörung

Suizidgedanken

Aufmerksamkeitsstörung

Lethargie

Störung des zirkadianen Schlafrhythmus

schlechte Schlafqualität

erhöhter Tränenfluss

Sinusbradykardie

anormales Gefühl

Gangstörung.

Nebenwirkungen, die bei Kindern aber nicht bei Erwachsenen in kontrollierten doppelblinden Studien

berichtet wurden, umfassen:

Eosinophilie

psychomotorische Hyperaktivität

Vertigo

Erbrechen

Hyperthermie

Pyrexie

Lernschwierigkeiten

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de

, anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Anzeichen und Symptome

Überdosierungen von Topiramat wurden berichtet. Anzeichen und Symptome umfassen Krämpfe,

Benommenheit, Sprachstörungen, Verschwommensehen, Diplopie, Störung der geistigen Aktivität,

Lethargie, anomale Koordination, Stupor, Hypotension, abdominaler Schmerz, Agitiertheit, Schwindel

und Depression. Die klinischen Konsequenzen waren in den meisten Fällen nicht schwerwiegend,

allerdings wurden Todesfälle nach Überdosierung mit mehreren Arzneimitteln, einschließlich

Topiramat berichtet.

Eine Topiramat-Überdosierung kann in einer schweren metabolischen Azidose resultieren (siehe

Abschnitt 4.4).

Behandlung

Im Falle einer Überdosierung soll Topiramat abgesetzt und eine allgemeine supportive Behandlung

durchgeführt werden, bis die klinische Toxizität verringert oder abgeklungen ist. Der Patient sollte gut

hydratisiert werden. Hämodialyse stellt ein effektives Mittel dar, um Topiramat aus dem Körper zu

entfernen. Nach Ermessen des Arztes können auch andere Maßnahmen ergriffen werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiepileptika, andere Antiepileptika, Migränemittel

ATC-Codes: N03AX11 / N02CX12.

Topiramat ist als Sulfamat-substitutiertes Monosaccharid klassifiziert. Der genaue Mechanismus,

durch den Topiramat seine antiepileptischen und Migräne prophylaktischen Eigenschaften ausübt, ist

unbekannt. Elektrophysiologische und biochemische Studien an kultivierten Neuronen haben drei

Eigenschaften identifiziert, die möglicherweise zur antiepileptischen Wirksamkeit von Topiramat

beitragen.

Aktionspotentiale, die durch anhaltende Depolarisation der Neuronen ausgelöst wurden, wurden durch

Topiramat in einer zeitabhängigen Art geblockt, was auf eine zustandsabhängige Blockade des

Natriumkanals hinweist. Topiramat erhöhte die Häufigkeit, mit der γ-Aminobutyrat (GABA)

GABA

-Rezeptoren aktivierte, und erhöhte die Fähigkeit von GABA, den Fluss von Chloridionen in

die Neuronen zu induzieren, was darauf hinweist, dass Topiramat die Aktivität dieses inhibitorischen

Neurotransmitters erhöht.

Dieser Effekt wurde nicht durch Flumazenil, einem Benzodiazepin-Antagonisten, blockiert, noch

erhöhte Topiramat die Dauer der Kanal-Öffnungszeit, was Topiramat von Barbituraten, die ebenfalls

GABA

-Rezeptoren modulieren, differenziert.

Da sich das antiepileptische Profil von Topiramat deutlich von dem der Benzodiazepine unterscheidet,

kann es einen für Benzodiazepine nicht sensitiven Subtyp des GABA

-Rezeptors modulieren.

Topiramat antagonisierte die Fähigkeit von Kainat, den Kainat/AMPA (α-Amino-3-Hydroxy-

5-Methylisoxazol-4-Propionsäure) Subtyp des exzitatorischen Aminosäure-(Glutamat)-Rezeptors zu

aktivieren, aber hatte keinen ersichtlichen Effekt auf die Aktivität des N-Methyl-D-Aspartats (NMDA)

am NMDA Rezeptor Subtyp. Diese Effekte von Topiramat waren konzentrationsabhängig über einen

Bereich von 1 μM bis 200 μM, mit einer minimalen beobachteten Aktivität bei 1 μM bis 10 μM.

Des Weiteren inhibiert Topiramat einige Isoenzyme der Carboanhydrase. Dieser pharmakologische

Effekt ist deutlich schwächer als der von Acetazolamid, einem bekannten Carboanhydrase-Inhibitor

und wird nicht als Hauptkomponente der antiepileptischen Aktivität von Topiramat angesehen.

Topiramat zeigt in tierexperimentellen Studien eine antikonvulsive Aktivität an Ratten und Mäusen im

Test mit maximalem Elektroschock (MES) und ist effektiv im Epilepsie-Model bei Nagern, das

tonische und Absencen-ähnliche Anfälle in der spontan epileptischen Ratte (SER) umfasst sowie

tonische und klonische Anfälle, die bei Ratten durch Erregung der Amygdala oder durch globale

Ischämie induziert werden. Topiramat ist nur schwach effektiv in der Blockade klonischer Anfälle,

induziert durch den GABA

-Rezeptorantagonisten Pentylentetrazol.

Studien an Mäusen, die gleichzeitig Topiramat und Carbamazepin oder Phenobarbital erhielten,

zeigten eine synergistische antikonvulsive Aktivität, während die Kombination mit Phenytoin eine

additive antikonvulsive Aktivität zeigte. In gut kontrollierten Add-on Studien, wurde keine

Korrelation zwischen Talplasmakonzentrationen von Topiramat und dessen klinischer Wirksamkeit

nachgewiesen. Kein Beleg für Toleranzentwicklung bei Menschen wurde dargestellt.

Absence-Anfälle

Zwei kleine einarmige Studien (CAPSS-326 und TOPAMAT-ABS-001) wurden bei Kindern

zwischen 4 und 11 Jahren durchgeführt. Eine Studie schloss 5 Kinder, die andere schloss 12 Kinder

ein, bevor sie aufgrund des fehlenden therapeutischen Ansprechens vorzeitig geschlossen wurden. Die

Dosierungen in diesen Studien betrugen bis zu annähernd 12 mg/kg in Studie TOPAMAT-ABS-001

und maximal 9 mg/kg/Tag oder 400 mg/Tag in Studie CAPSS-326. Diese Studien lieferten keine

ausreichende Evidenz für eine Schlussfolgerung hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit bei

pädiatrischen Patienten.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Das pharmakokinetische Profil von Topiramat zeigt, verglichen mit anderen Antiepileptika, eine lange

Plasmahalbwertzeit, eine lineare Pharmakokinetik, eine prädominante renale Clearance, das Fehlen

einer signifikanten Proteinbindung und das Fehlen von klinisch relevanten aktiven Metaboliten.

Topiramat ist kein potenter Induktor arzneimittelmetabolisierender Enzyme und kann unabhängig von

den Mahlzeiten verabreicht werden; eine Routineüberwachung der Topiramat-Plasmakonzentrationen

ist nicht notwendig. In klinischen Studien gab es keine konsistente Beziehung zwischen den

Plasmakonzentrationen und der Wirksamkeit oder unerwünschten Ereignissen.

Resorption

Topiramat wird schnell und gut resorbiert. Nach der Einnahme von 100 mg Topiramat an Probanden

wurde eine mittlere Peakplasmakonzentration (C

) von 1,5 μg/ml innerhalb von 2 bis 3 Stunden

) erreicht.

Auf Basis des Radioaktivitätsnachweises im Urin war das mittlere Ausmaß der Resorption einer

oralen 100 mg Dosis von

C-Topiramat mindestens 81%. Es gab keine klinisch signifikante

Auswirkung von Nahrung auf die Bioverfügbarkeit von Topiramat.

Verteilung

Im Allgemeinen sind 13 bis 17% des Topiramats an Plasmaproteine gebunden. In/an Erythrozyten

wurde eine Bindungsstelle mit niedriger Kapazität für Topiramat beobachtet, die bei

Plasmakonzentrationen über 4 μg/ml sättigbar ist. Das Verteilungsvolumen verändert sich umgekehrt

mit der Dosierung. Das mittlere scheinbare Verteilungsvolumen betrug 0,80 bis 0,55 l/kg für eine

Einzeldosis im Bereich von 100 bis 1200 mg. Ein Effekt des Geschlechts auf das Verteilungsvolumen

wurde mit Werten für Frauen von ca. 50% von denjenigen für Männer ermittelt. Dies wurde dem

prozentual höheren Körperfett bei weiblichen Patienten zugeschrieben und ist ohne klinische

Konsequenz.

Biotransformation

Topiramat wird bei Probanden nicht extensiv metabolisiert (~20%). Es wird bis zu 50% bei Patienten

metabolisiert, die gleichzeitig eine antiepileptische Therapie mit bekannten Induktoren

wirkstoffmetabolisierender Enzyme erhalten. Sechs Metabolite, die durch Hydroxylierung, Hydrolyse

und Glucuronidierung gebildet werden, wurden vom Plasma, Urin und Fäzes des Menschen isoliert,

charakterisiert und identifiziert. Jeder Metabolit repräsentiert weniger als 3% der gesamten

Radioaktivität, die nach Verabreichung von

C-Topiramat ausgeschieden wurde. Zwei Metaboliten,

die am meisten von der Struktur von Topiramat beibehalten hatten, wurden untersucht und zeigten

wenig oder keine antikonvulsive Aktivität.

Elimination

Bei Menschen ist der Hauptweg der Elimination von unverändertem Topiramat und seinen

Metaboliten die Niere (mindestens 81% der Dosis). Ungefähr 66% einer Dosis von

C-Topiramat

wurden innerhalb von 4 Tagen unverändert im Urin ausgeschieden. Nach zweimal täglicher Dosierung

von 50 mg und 100 mg Topiramat betrug die mittlere renale Clearance ungefähr 18 ml/min und

17 ml/min. Es gibt Hinweise für eine renale tubuläre Reabsorption von Topiramat. Dies wird durch

Studien an Ratten unterstützt, in denen Topiramat mit Probenecid verabreicht wurde und ein

signifikanter Anstieg der renalen Clearance von Topiramat beobachtet wurde. Insgesamt beträgt die

Plasmaclearance nach Einnahme beim Menschen ungefähr 20 bis 30 ml/min.

Linearität/Nicht-Linearität

Topiramat besitzt eine geringe interindividuelle Variabilität der Plasmakonzentration und daher eine

vorhersagbare Pharmakokinetik. Die Pharmakokinetik von Topiramat ist linear mit einer konstant

bleibenden Plasmaclearance und einer Fläche unter der Plasmakonzentrationskurve, die nach oraler

Einmaldosis bei Probanden sich dosis-proportional verhaltend über einen Bereich 100 bis 400 mg

ansteigt. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion kann es 4 bis 8 Tage dauern bis

Steady-state

Plasmakonzentrationen erreicht sind. Die mittlere C

nach multiplen, zweimal täglichen oralen

Dosen von 100 mg betrug bei gesunden Personen 6,76 μg/ml. Nach Verabreichung von multiplen

Dosen von 50 mg und 100 mg Topiramat zweimal täglich, betrug die mittlere

Eliminationshalbwertzeit im Plasma ungefähr 21 Stunden.

Anwendung zusammen mit anderen Antiepileptika

Die gleichzeitige Verabreichung multipler Dosen von Topiramat, 100 bis 400 mg zweimal täglich, mit

Phenytoin oder Carbamazepin zeigt dosis-proportionale Anstiege in der Plasmakonzentration von

Topiramat.

Nierenfunktionsstörung

Die Plasma- und die renale Clearance von Topiramat sind bei Patienten mit mäßig und schwer

eingeschränkter Nierenfunktion (CL

≤ 70 ml/min) vermindert. Als ein Ergebnis werden höhere

Topiramat-

Steady-state

-Plasmakonzentrationen für eine gegebene Dosis bei renal eingeschränkten

Patienten erwartet verglichen mit denen mit normaler Nierenfunktion. Darüber hinaus brauchen

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion in jeder Dosierung einen längeren Zeitraum zum

Erreichen des

Steady-state

. Bei Patienten mit mäßig oder schwer eingeschränkter Nierenfunktion wird

eine Halbierung der üblichen Anfangs- und Erhaltungsdosis empfohlen.

Topiramat wird effektiv durch Hämodialyse aus dem Plasma entfernt. Hämodialyse über einen

verlängerten Zeitraum kann das Absinken der Topiramatkonzentration unter die zur Erhaltung des

antikonvulsiven Effektes erforderlichen Spiegel verursachen. Um einen rapiden Abfall der Topiramat-

Plasmakonzentration während der Hämodialyse zu vermeiden, kann eine zusätzliche Dosis Topiramat

erforderlich sein. Bei der jeweiligen Dosisanpassung soll 1) die Dauer der Dialysebehandlung, 2) die

Clearance-Rate des verwendeten Dialysesystems und 3) die tatsächliche renale Clearance von

Topiramat beim Patienten, der dialysiert wird, berücksichtigt werden.

Leberfunktionsstörung

Die Plasmaclearance von Topiramat ist bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Leberfunktionsstörung

um durchschnittlich 26% erniedrigt. Daher soll Topiramat bei Patienten mit Leberfunktionsstörung mit

Vorsicht verabreicht werden.

Ältere Patienten

Die Plasmaclearance von Topiramat ist bei älteren Personen bei Abwesenheit zugrundeliegender

Nierenerkrankungen unverändert.

Pädiatrische Patienten (Pharmakokinetik, bis zu einem Alter von 12 Jahren)

Die Pharmakokinetik von Topiramat bei Kindern ist wie bei Erwachsenen, die eine Add-on Therapie

erhalten, linear mit einer von der Dosis unabhängigen Clearance und

Steady-state

Plasmakonzentrationen, die proportional zur Dosis ansteigen. Kinder haben jedoch eine höhere

Clearance und eine kürzere Eliminationshalbwertzeit. Als Konsequenz können die

Plasmakonzentrationen von Topiramat bei derselben mg/kg Dosis bei Kindern niedriger sein

verglichen mit Erwachsenen. Wie bei Erwachsenen vermindern leberenzyminduzierende

antiepileptische Arzneimittel die

Steady-state

-Plasmakonzentrationen.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Trotz maternaler und paternaler Toxizität bereits ab 8 mg/kg/Tag wurden in nicht-klinischen Studien

zur Fertilität bei männlichen und weiblichen Ratten bei Dosen bis zu 100 mg/kg/Tag keine

Auswirkungen auf die Fertilität beobachtet.

In präklinischen Studien wurde gezeigt, dass Topiramat teratogene Effekte in den untersuchten

Spezies (Mäuse, Ratten und Kaninchen) hat. Bei Mäusen waren die fetalen Gewichte und die skeletale

Ossifikation in Verbindung mit der maternalen Toxizität bei 500 mg/kg/Tag reduziert. Die Gesamtzahl

der fetalen Fehlbildungen bei Mäusen war bei allen arzneimittelbehandelten Gruppen (20, 100 und

500 mg/kg/Tag) erhöht.

Bei Ratten wurden dosisabhängig maternale und embryonale/fetale Toxizität (reduzierte fetale

Gewichte und/oder skeletale Ossifikation) bis herunter auf 20 mg/kg/Tag beobachtet, verbunden mit

teratogenen Effekten (Defekte an Extremitäten und Zehen) bei 400 mg/kg/Tag und darüber. Bei

Kaninchen wurde eine dosisabhängige maternale Toxizität bis herab auf 10 mg/kg/Tag beobachtet, mit

embryonaler/fetaler Toxizität (gesteigerte Letalität) bis herunter auf 35 mg/kg/Tag und teratogenen

Effekten (Fehlbildungen der Rippen und vertebrale Fehlbildungen) bei 120 mg/kg/Tag.

Die beobachteten teratogenen Effekte bei Ratten und Kaninchen waren ähnlich zu den Effekten, die

mit Carboanhydrase-Inhibitoren beobachtet wurden, die nicht mit Fehlbildungen beim Menschen

assoziiert waren. Auswirkungen auf das Wachstum zeigten sich ebenso durch geringere Gewichte bei

der Geburt und während der Laktation bei Jungtieren von weiblichen Ratten, die während der

Gestation und Laktation mit 20 oder 100 mg/kg/Tag behandelt wurden. Bei Ratten passiert Topiramat

die Plazenta-Schranke.

Bei juvenilen Ratten führte die tägliche orale Gabe von Topiramat in Dosen bis zu 300 mg/kg/Tag

während der Entwicklungsphase entsprechend dem Säuglingsalter, der Kindheit und dem Jugendalter

zu Toxizitäten ähnlich zu denen bei erwachsenen Tieren (verminderte Futteraufnahme mit

verminderter Zunahme des Körpergewichtes, zentrolobuläre hepatozelluläre Hypertrophie). Es gab

keine relevanten Effekte auf das Wachstum der Röhrenknochen (Tibia) oder die

Knochenmineraldichte (Femur), auf die Phase vor der Entwöhnung und die

Reproduktionsentwicklung, auf die neurologische Entwicklung (einschließlich Beurteilung des

Gedächtnisses und des Lernvermögens), auf Paarung und Fertilität oder Hysterotomie-Parameter.

In einer Serie von

in vitro

in vivo

Mutagenitätsuntersuchungen zeigte Topiramat kein

genotoxisches Potential.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat

Vorverkleisterte Stärke (Maisstärke)

Mikrokristalline Cellulose

Poly(O-carboxymethyl)stärke, Natriumsalz

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Filmüberzug:

Carnaubawachs

OPADRY (weiß, gelb, pink) enthält:

Hypromellose

Macrogol 400

Polysorbat 80

Titandioxid (E171)

zusätzlich bei Topiramat-Janssen 50 und 100 mg Filmtabletten:

Eisen (III)-hydroxid-oxid x H

O (E172)

zusätzlich bei Topiramat-Janssen 200 mg Filmtabletten:

Eisen (III)-oxid (E172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25

C lagern.

Blister: In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Kunststoffflaschen: In der Originalverpackung aufbewahren und fest verschlossen halten, um den

Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Lichtundurchlässige Kunststoffflasche mit Originalitätsverschluss mit 28, 50, 100 oder 200 (2 x 100)

Filmtabletten sowie Klinikpackungen mit 500 (10 x 50) und 1000 (10 x 100) Filmtabletten. In jeder

Flasche befindet sich ein Behälter mit Trockenmittel, der nicht verschluckt werden darf.

Blisterpackungen aus Aluminium/Aluminiumfolie in Streifen. Packungsgrößen mit 28, 50, 100 oder

200 (2 x 100) Filmtabletten sowie Klinikpackungen mit 500 (10 x 50) und 1000 (10 x 100)

Filmtabletten. Die einzelnen Blisterstreifen sind in einer Faltschachtel verpackt.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNGEN

JANSSEN-CILAG GmbH

Johnson & Johnson Platz 1

41470 Neuss

Tel.: 02137 / 955-955

www.janssen.com/germany

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Topiramat-Janssen 25 mg Filmtabletten:

57000.00.00

Topiramat-Janssen 50 mg Filmtabletten:

57000.01.00

Topiramat-Janssen 100 mg Filmtabletten:

57000.02.00

Topiramat-Janssen 200 mg Filmtabletten:

57000.03.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNGEN

Datum der Erteilung der Zulassung: 25.07.2005

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 19.03.2012

10.

STAND DER INFORMATION

August 2019

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

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