Topiramat-Hormosan 50 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Topiramat
Verfügbar ab:
Hormosan Pharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung - Geschäftsanschrift -
ATC-Code:
N03AX11
INN (Internationale Bezeichnung):
Topiramate
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Topiramat 50.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
64820.00.00

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Topiramat-Hormosan 50 mg Filmtabletten

Topiramat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen:

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Topiramat-Hormosan 50 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Topiramat-Hormosan 50 mg beachten?

Wie ist Topiramat-Hormosan 50 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Topiramat-Hormosan 50 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Topiramat-Hormosan 50 mg und wofür wird es angewendet?

Topiramat-Hormosan 50 mg gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die „Antiepileptika“

genannt werden. Es wird angewendet:

zur alleinigen Behandlung der Epilepsie bei Erwachsenen und Kindern über 6 Jahren

mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Epilepsie bei Erwachsenen und Kindern

über 2 Jahren

um Migränekopfschmerzen bei Erwachsenen vorzubeugen

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Topiramat-Hormosan 50 mg beachten?

Topiramat-Hormosan 50 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Topiramat, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

zur Vorbeugung von Migräne, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie schwanger

werden könnten, aber keine wirksame Verhütungsmethode anwenden (weitere

Informationen finden Sie im Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben aufgeführten Zustände auf Sie zutrifft,

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Topiramat-Hormosan 50 mg

einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Topiramat-Hormosan 50 mg

einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Topiramat-Hormosan 50 mg ist erforderlich, wenn

Nierenprobleme, besonders Nierensteine, haben, oder wenn Sie eine Nierendialyse

erhalten

in der Vorgeschichte Blut- oder Körperflüssigkeitsanomalien (metabolische Azidose)

haben

Leberprobleme haben

unter Augenproblemen, besonders unter einem Glaukom, leiden

ein Wachstumsproblem haben

eine fettreiche diätische Ernährung (ketogene Diät) erhalten

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben aufgeführten Zustände auf Sie zutrifft,

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Topiramat-Hormosan 50 mg

einnehmen.

Es ist wichtig, dass Sie nicht aufhören Ihre Arzneimittel einzunehmen ohne vorher mit Ihrem

Arzt gesprochen zu haben.

Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt bevor Sie andere Arzneimittel einnehmen, die Topiramat

enthalten und Ihnen als Alternative zu Topiramat-Hormosan 50 mg gegeben wurden.

Sie könnten Gewicht verlieren, wenn sie Topiramat-Hormosan 50 mg einnehmen, weshalb

Ihr Gewicht regelmäßig kontrolliert werden sollte, wenn Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Konsultieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie zu viel Gewicht verlieren oder ein Kind, das dieses

Arzneimittel einnimmt, nicht genug Gewicht zunimmt.

Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie Topiramat-Hormosan 50 mg

behandelt wurden, hatten Gedanken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu

nehmen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken haben, setzen Sie sich sofort

mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Anzeichen und Symptome einer Überdosierung können umfassen:

Krämpfe, Benommenheit, Sprachstörungen, doppelt Sehen, beeinträchtigtes Denken,

anomale Koordination, getrübtes Bewusstsein, erniedrigter Blutdruck, Bauchschmerzen,

Erregbarkeit, Schwindel und Depression. Der HDPE Behälter enthält eine

Trockenmittelkapsel. Diese darf nicht eingenommen werden.

Einnahme von Topiramat-Hormosan 50 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

ainzunehmen. Topiramat-Hormosan 50 mg und bestimmte andere Arzneimittel können sich

gegenseitig beeinflussen. Manchmal muss die Dosierung Ihrer anderen Arzneimittel oder die

von Topiramat-Hormosan 50 mg angepasst werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor allem, wenn Sie Folgendes einnehmen:

- andere Arzneimittel, die Ihr Denken, Ihre Konzentration oder Ihre Muskelkoordination

beeinträchtigen oder verringern (z. B. Arzneimittel, die eine beruhigende Wirkung auf das

Zentralnervensystem ausüben, wie zum Beispiel zur Muskelentspannung und

Beruhigungsmittel).

- Antibabypillen. Topiramat-Hormosan 50 mg kann Ihre Antibabypillen weniger wirksam

machen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn sich Ihre Menstruationsblutung verändert, während Sie

Antibabypillen und Topiramat-Hormosan 50 mg einnehmen.

Führen Sie eine Liste aller Arzneimittel, die Sie einnehmen. Zeigen Sie diese Liste Ihrem Arzt

oder Apotheker, bevor Sie ein neues Arzneimittel einnehmen.

Andere Arzneimittel, über die Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen sollten, schließen

andere Antiepileptika, Risperidon, Lithium, Hydrochlorothiazid, Metformin, Pioglitazon,

Glibenclamid, Amitriptylin, Propranolol, Diltiazem, Venlafaxin, Flunarizin ein.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben aufgeführten Zustände auf Sie zutrifft,

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Topiramat-Hormosan 50 mg

einnehmen.

Einnahme von Topiramat-Hormosan 50 mg zusammen mit Nahrungsmitteln,

Getränken und Alkohol

Sie können Topiramat-Hormosan 50 mg zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon

einnehmen. Trinken Sie reichlich Flüssigkeit über den Tag während Sie Topiramat-Hormosan

50 mg einnehmen, um Nierensteinen vorzubeugen. Vermeiden Sie das Trinken von Alkohol,

wenn Sie Topiramat-Hormosan 50 mg einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Topiramat-Hormosan 50 mg einnehmen, wenn Sie

schwanger sind, schwanger werden könnten oder stillen. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie

Topiramat-Hormosan 50 mg einnehmen können. Wie bei anderen Antiepileptika besteht das

Risiko einer Schädigung des ungeborenen Kindes, wenn Topiramat-Hormosan 50 mg

während der Schwangerschaft angewendet wird. Stellen Sie sicher, dass Ihnen die Risiken

und Vorteile einer Anwendung von Topiramat-Hormosan 50 mg zur Behandlung von

Epilepsie während der Schwangerschaft genau klar sind.

Sie dürfen Topiramat-Hormosan 50 mg nicht zur Vorbeugung von Migräne einnehmen, wenn

Sie schwanger sind oder wenn Sie schwanger werden könnten, aber keine wirksame

Verhütungsmethode anwenden.

Stillende Mütter müssen bei der Einnahme von Topiramat-Hormosan 50 mg unverzüglich

Ihren Arzt informieren, wenn das Baby sich ungewöhnlich verhält.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Schwindel, Müdigkeit und Sehbehinderungen können während der Behandlung mit

Topiramat-Hormosan 50 mg auftreten. Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs

setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen ohne vorher Ihren Arzt zu fragen.

3.

Wie ist Topiramat-Hormosan 50 mg einzunehmen?

Nehmen Sie Topiramat-Hormosan 50 mg immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Nehmen Sie Topiramat-Hormosan 50 mg genau so ein, wie es Ihnen verordnet wurde. Ihr

Arzt wird gewöhnlich mit einer geringen Dosis von Topiramat beginnen und steigert Ihre

Dosis dann langsam, bis die beste Dosierung für Sie gefunden wurde.

Topiramat-Hormosan 50 mg Filmtabletten müssen im Ganzen geschluckt werden. Vermeiden

Sie es, die Tabletten zu zerkauen, da sie einen bitteren Geschmack hinterlassen können.

Topiramat-Hormosan 50 mg kann vor, während oder nach einer Mahlzeit eingenommen

werden. Trinken Sie über den Tag verteilt viel Flüssigkeit, um die Bildung von Nierensteinen

zu verhindern während Sie Topiramat-Hormosan 50 mg einnehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Topiramat-Hormosan 50 mg eingenommen haben,

als Sie sollten

Suchen Sie sofort einen Arzt auf. Nehmen Sie die Arzneimittelpackung mit.

Sie fühlen sich möglicherweise schläfrig oder müde oder haben anomale

Körperbewegungen, Probleme beim Stehen oder Gehen, fühlen sich schwindelig aufgrund

von zu niedrigem Blutdruck oder haben anomale Herzschläge oder Krampfanfälle.

Es kann zu einer Überdosierung kommen, wenn Sie andere Arzneimittel zusammen mit

Topiramat-Hormosan 50 mg anwenden.

Wenn Sie die Einnahme von Topiramat-Hormosan 50 mg vergessen haben

Falls Sie vergessen haben, eine Dosis einzunehmen, nehmen Sie diese ein, sobald Sie dies

bemerken. Wenn jedoch fast die Zeit für Ihre nächste Dosis gekommen ist, überspringen Sie

die verpasste Dosis und fahren Sie wie gewohnt fort. Falls Sie zwei oder mehrere

Einnahmen verpassen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein (zwei Dosen gleichzeitig), um eine vergessene

Dosis auszugleichen.

Wenn Sie die Einnahme von Topiramat-Hormosan 50 mg abbrechen

Brechen Sie die Einnahme dieses Arzneimittels nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt hat Sie dazu

aufgefordert. Ihre Beschwerden können zurückkehren. Wenn Ihr Arzt entscheidet, dieses

Arzneimittel abzusetzen, wird Ihre Dosis schrittweise über einige Tage herabgesetzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde

gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Sehr häufige Nebenwirkungen umfassen:

- Gewichtsverlust

- Kribbeln in den Armen und Beinen

- Benommenheit oder Schläfrigkeit

- Schwindel

- Durchfall

- Übelkeit

- verstopfte, laufende Nase und Halsschmerzen

- Müdigkeit

- Depression

Häufige Nebenwirkungen umfassen:

- Veränderungen in der Stimmung oder dem Verhalten, einschließlich Wut, Nervosität,

Traurigkeit

- Gewichtszunahme

- Verminderung oder Verlust des Appetits

- verringerte Anzahl an roten Blutkörperchen

- Veränderungen im Denken und in der Aufmerksamkeit, einschließlich Verwirrtheit,

Problemen mit der Konzentration/Gedächtnis oder Langsamkeit im Denken

- undeutliche Sprache

- Ungeschicklichkeit oder Probleme beim Gehen

- unwillkürliche Zuckungen in den Armen, Händen oder Beinen

- reduzierte Sensibilität von Berührungen oder Empfindungen

- unwillkürliche Bewegung der Augen

- verzerrtes Geschmacksempfinden

- Sehstörung, Verschwommensehen, doppelt Sehen

- klingelndes Geräusch in den Ohren

- Ohrenschmerz

- Kurzatmigkeit

- Nasenbluten

- Erbrechen

- Verstopfung

- Magenschmerzen

- Verdauungsstörung

- Mundtrockenheit

- Kribbeln oder Taubheit im Mund

- Nierensteine

- häufiges Wasserlassen

- schmerzvolles Wasserlassen

- Haarausfall

- Hautausschlag und/oder Hautjucken

- Gelenkschmerz

- Muskelkrampf, Muskelzittern oder Muskelschwäche

- Brustschmerz

- Fieber

- Kraftverlust

- generelles Gefühl des Unwohlseins

- allergische Reaktion

Gelegentliche Nebenwirkungen umfassen:

- Kristalle im Urin

- anomale Anzahl an Blutzellen, einschließlich verringerte Anzahl an weißen Blutkörperchen

oder Blutplättchen oder erhöhte Anzahl an Eosinophilen

- Anstieg der Leberenzyme

- unregelmäßiger Herzschlag oder Verlangsamung des Herzschlages

- geschwollene Drüsen im Nacken, Achseln oder Leistengegend

- Zunahme der Krampfanfälle

- Probleme mit der verbalen Kommunikation

- Sabbern

- Unruhe oder erhöhte geistige und körperliche Aktivität

- Bewusstseinsverlust

- Ohnmacht

- langsame oder verringerte Bewegungen

- beeinträchtigte oder schlechte Schlafqualität

- beeinträchtigter oder verzerrter Geruchssinn

- Probleme mit der Handschrift

- Gefühl von Bewegung unter der Haut

- Augenprobleme, einschließlich trockene Augen, Lichtempfindlichkeit, unwillkürliche

Bewegungen, Tränen und verminderter Sehkraft

- Verringerung oder Verlust des Hörens

- Heiserkeit der Stimme

- Entzündung der Pankreas

- Blähungen

- Sodbrennen

- Verlust des Gefühlempfinden im Mund

- Zahnfleischbluten

- Völlegefühl oder Bildung von Gasansammlungen

- schmerzhaftes oder brennendes Gefühl im Mund

- Mundgeruch

- Urin- und/oder Stuhlverlust

- dringendes Bedürfnis zu urinieren

- Schmerz in der Nierengegend und/oder der Harnblase verursacht durch Nierensteine

- verringertes oder gar kein Schwitzen

- Hautverfärbung

- lokales Anschwellen der Haut

- Anschwellen des Gesichts

- Anschwellen der Gelenke

- Muskelermüdung

- Muskuloskeletale Steifheit

- erhöhte Säurewerte im Blut

- geringe Kaliumspiegel im Blut

- erhöhter Appetit

- erhöhter Durst oder das Trinken von anomal großen Mengen an Flüssigkeit

- niedriger Blutdruck oder Abfall des Blutdruckes, der auftritt wenn Sie aufstehen

- Hitzewallungen

- grippeähnliches Gefühl

- kalte Extremitäten (z. B. Hände und Füße)

- Lernprobleme

- Störungen der sexuellen Funktion (erektile Dysfunktion, Libidoverlust)

- Halluzinationen

- verminderte verbale Kommunikation

Seltene Nebenwirkungen umfassen:

- extrem erhöhte Empfindlichkeit der Haut

- beeinträchtigter Geruchssinn

- Glaukom, dies ist eine Blockade der Flüssigkeit im Auge, die einen erhöhten Druck im

Auge, Schmerzen und eine verminderte Sehfähigkeit verursacht

- renal-tubuläre Azidose

- schwere Hautreaktionen, einschließlich des Stevens-Johnson-Syndroms, einer

lebensbedrohenden Hauterkrankung, bei der sich die obere Schicht der Haut von der

unteren löst, und dem Erythema multiforme, einer Erkrankung bei der rote Flecken

auftreten, die Bläschen bilden können

- Körpergeruch

- Anschwellen des Gewebes um das Auge

- Raynaud-Syndrom, eine Erkrankung, die die Blutgefäße in den Fingern, Zehen und Ohren

betrifft und Schmerzen und Kältegefühl verursacht

- Kalkablagerung im Gewebe

- Hepatitis, Leberversagen

Nebenwirkungen deren Häufigkeit unbekannt ist:

- Makulopathie ist eine Erkrankung der Makula, dem kleinen Flecken im Auge, auf dem das

Sehen am schärfsten ist. Sie sollen Ihre Ärztin/Ihren Arzt benachrichtigen, wenn Sie eine

Änderung oder eine Verminderung Ihrer Sehkraft bemerken

- Anschwellen der Bindehaut im Auge

- toxische epidermale Nekrolyse, eine viel schwerere Form des Stevens-Johnson-Syndroms

(siehe seltene Nebenwirkungen)

- Husten

Andere mögliche Nebenwirkungen:

Entölte Phospholipide aus Sojabohnen können sehr selten allergische Reaktionen

hervorrufen.

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendliche

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die häufiger (≥ 2-fach) bei Kindern als bei

Erwachsenen in klinischen Studien berichtet wurden, umfassen:

verminderten Appetit

erhöhten Appetit

erhöhte Säurewerte im Blut

geringe Kaliumspiegel im Blut

anomales Verhalten

Aggression

Teilnahmslosigkeit

Einschlafstörung

Selbstmordgedanken

Aufmerksamkeitsstörung

Störung des Schlafrhythmus

Trägheit

schlechte Schlafqualität

erhöhten Tränenfluss

verlangsamter Herzschlag

anomales Gefühl

Gangstörung

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die bei Kindern aber nicht bei Erwachsenen in

klinischen Studien berichtet wurde, umfassen:

erhöhte Anzahl an bestimmten Blutzellen (Eosinophilie)

erhöhte körperliche und geistige Aktivität

Schwindel

Erbrechen

erhöhte Körpertemperatur

Fieber

Lernschwierigkeiten

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

5.

Wie ist Topiramat-Hormosan 50 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Topiramat-Hormosan 50 mg enthält

Der Wirkstoff ist Topiramat.

Jede Filmtablette enthält 50 mg Topiramat.

Die sonstigen Bestandteile von Topiramat-Hormosan 50 mg sind:

Mannitol (Ph.Eur.); Vorverkleisterte Maisstärke; Mikrokristalline Cellulose; Croscarmellose-

Natrium; hochdisperses Siliciumdioxid; Magnesiumstearat (Ph.Eur.); Opadry II gelb

85G32312 (Poly(Vinylalkohol), Talkum, Titandioxid (E 171) Macrogol 3350, Entölte

Phospholipide aus Sojabohnen, Eisen (III)-hydroxid-oxid x H

Wie Topiramat-Hormosan 50 mg aussieht und Inhalt der Packung

Topiramat-Hormosan 50 mg sind runde, bikonvexe, hellgelbe Filmtabletten mit dem Aufdruck

Topiramat-Hormosan 50 mg Filmtabletten sind in Packungen mit 50, 100 und 200

Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Hormosan Pharma GmbH

Wilhelmshöher Straße 106

60389 Frankfurt/Main

Tel.: (0 69) 47 87 30

Fax: (0 69) 47 87 316

E-Mail: info@hormosan.de

www.hormosan.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2013.

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Topiramat-Hormosan 25 mg Filmtabletten

Topiramat-Hormosan 50 mg Filmtabletten

Topiramat-Hormosan 100 mg Filmtabletten

Topiramat-Hormosan 200 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Filmtablette Topiramat-Hormosan 25 mg enthält 25 mg Topiramat.

1 Filmtablette Topiramat-Hormosan 50 mg enthält 50 mg Topiramat.

1 Filmtablette Topiramat-Hormosan 100 mg enthält 100 mg Topiramat.

1 Filmtablette Topiramat-Hormosan 200 mg enthält 200 mg Topiramat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Topiramat-Hormosan 25 mg

weiße, runde bikonvexe Filmtablette mit der Markierung „V1“.

Topiramat-Hormosan 50 mg

hellgelbe, runde bikonvexe Filmtablette mit der Markierung „V3“.

Topiramat-Hormosan 100 mg

gelbe, runde bikonvexe Filmtablette mit der Markierung „V4“.

Topiramat-Hormosan 200 mg

lachsfarbene, ovale bikonvexe Filmtablette mit der Markierung „V5“.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Monotherapie bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren mit fokalen

Krampfanfällen mit oder ohne sekundär generalisierten Anfällen und primär generalisierten

tonisch-klonischen Anfällen.

Zusatztherapie bei Kindern ab 2 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen mit fokalen Anfällen

mit oder ohne sekundärer Generalisierung oder primär generalisierten tonisch-klonischen

Anfällen und zur Behandlung von Anfällen, die mit dem Lennox-Gastaut Syndrom assoziiert

sind.

Topiramat ist indiziert bei Erwachsenen zur Prophylaxe von Migräne-Kopfschmerzen nach

sorgfältiger Abwägung möglicher alternativer Behandlungsmethoden. Topiramat ist nicht

vorgesehen für die Akutbehandlung.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Es wird empfohlen die Therapie mit einer geringen Dosis zu beginnen gefolgt von einer

Titration bis zur wirksamen Dosis. Dosis und Titrationsgeschwindigkeit sollten sich nach dem

klinischen Ansprechen richten.

Es wird empfohlen, dass die Filmtabletten nicht geteilt werden.

Es ist nicht notwendig die Topiramat-Plasmakonzentrationen zu überwachen, um die

Therapie mit Topiramat zu optimieren. In seltenen Fällen kann die Ergänzung von Topiramat

zu Phenytoin eine Anpassung der Phenytoindosis erfordern, um ein optimales klinisches

Ergebnis zu erzielen. Die Ergänzung oder das Absetzen von Phenytoin und Carbamazepin

als Zusatztherapie mit Topiramat kann eine Anpassung der Dosis von Topiramat erfordern.

Topiramat kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Bei Patienten mit oder ohne Anfälle oder Epilepsie in der Anamnese sollten antiepileptische

Arzneimittel einschließlich Topiramat schrittweise abgesetzt werden, um das Potential für

Krampfanfälle oder einen Anstieg der Anfallsfrequenz zu minimieren. In klinischen Studien

wurden die Tagesdosen bei Erwachsenen mit Epilepsie in wöchentlichen Intervallen um 50-

100 mg reduziert und um 25-50 mg bei Erwachsenen, die Topiramat in Dosen bis zu 100 mg/

Tag zur Migräne-Prophylaxe erhielten. In klinischen Studien mit Kindern wurde Topiramat

schrittweise über eine Dauer von 2-8 Wochen abgesetzt.

Monotherapie Epilepsie

Allgemein

Wenn begleitende Antiepileptika abgesetzt werden, um eine Monotherapie mit Topiramat zu

erreichen, sind die Auswirkungen, die dies auf die Anfallkontrolle haben kann, in Erwägung

zu ziehen. Sofern nicht Sicherheitsbedenken ein sofortiges Absetzen des begleitenden

Antiepileptikums erfordern, wird ein schrittweises Ausschleichen in der Höhe von etwa einem

Drittel der bislang verabreichten Antiepileptikadosis alle zwei Wochen empfohlen.

Wenn enzyminduzierende Arzneimittel abgesetzt werden, wird der Topiramat-Spiegel

ansteigen. Wenn klinisch indiziert, kann eine Reduzierung der Topiramat-Dosis erforderlich

sein.

Erwachsene

Die Dosierung und die Titration sollte sich nach dem klinischen Ansprechen richten. Die

Titration sollte mit 25 mg abends über eine Woche beginnen. Die Dosis sollte dann in 1- oder

2-wöchentlichen Intervallen in Schritten von 25 oder 50 mg/Tag, verteilt auf zwei Dosen,

erhöht werden. Wenn der Patient das Titrationsschema nicht tolerieren kann, können

kleinere Schritte oder längere Intervalle zwischen den Erhöhungen angewendet werden.

Die empfohlene initiale Zieldosis für die Topiramat-Monotherapie beträgt bei Erwachsenen

100 mg/Tag bis 200 mg/Tag, verteilt auf zwei Dosen. Die maximal empfohlene Tagesdosis

beträgt 500 mg/Tag verteilt auf zwei Dosen. Einige Patienten mit refraktären Formen der

Epilepsie haben eine Topiramat-Monotherapie bei Dosen von 1000 mg/Tag toleriert. Diese

Dosisempfehlungen gelten für alle Erwachsenen einschließlich älterer Patienten bei Nicht-

Vorliegen einer zugrundeliegenden Nierenerkrankung.

Kinder und Jugendliche (Kinder über 6 Jahren)

Die Dosierung und die Titrationsrate sollte sich nach dem klinischen Erfolg richten. Die

Behandlung von Kindern über 6 Jahren sollte in der ersten Woche mit 0,5 bis 1 mg/kg

abends beginnen. Die Dosis sollte dann in 1- oder 2-wöchentlichen Intervallen in Schritten

von 0,5 oder 1 mg/kg/Tag, verteilt auf zwei Dosen, erhöht werden. Wenn das Kind das

Titrationsschema nicht tolerieren kann, können kleinere Schritte oder längere Intervalle

zwischen den Erhöhungen angewendet werden.

Abhängig vom klinischen Ansprechen liegt die empfohlene initiale Zieldosis für die Topiramat-

Monotherapie bei Kindern über 6 Jahren im Bereich von 100 mg/Tag (dies entspricht 2,0 mg/

kg/Tag bei 6-16 jährigen Kindern).

Zusatztherapie (fokale epileptische Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung, primär

generalisierte tonisch-klonische Anfälle oder epileptische Anfälle, die mit dem Lennox-

Gastaut Syndrom assoziiert sind)

Erwachsene

Die Therapie sollte mit 25-50 mg abends über eine Woche beginnen. Die Anwendung

geringerer initialer Dosen wurde berichtet, aber nicht systematisch untersucht. Anschließend

sollte die Dosis in ein- oder zweiwöchentlichen Intervallen um 25-50 mg/Tag, verteilt auf zwei

Dosen, gesteigert werden. Einige Patienten können eine Wirksamkeit bei einmal täglicher

Dosierung erreichen.

In klinischen Studien zur Zusatztherapie waren 200 mg die niedrigste wirksame Dosis. Die

übliche Tagesdosis beträgt 200 mg und 400 mg verteilt auf zwei Dosen.

Diese Dosisempfehlungen gelten für alle Erwachsenen einschließlich älterer Patienten bei

Nicht-Vorliegen einer zugrundeliegenden Nierenerkrankung (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche (Kinder ab 2 Jahren)

Die empfohlene Gesamttagesdosis von Topiramat als Zusatztherapie liegt ungefähr bei 5 bis

9 mg/kg/Tag verteilt auf zwei Dosen. Die Titration sollte in der ersten Woche mit 25 mg (oder

weniger, basierend auf einem Bereich von 1 bis 3 mg/kg/Tag) abends beginnen. Die Dosis

sollte dann in 1- oder 2-wöchentlichen Intervallen in Schritten von 1 bis 3 mg/kg/Tag (verteilt

auf zwei Dosen) erhöht werden, um ein optimales klinisches Ansprechen zu erreichen.

Tagesdosen bis zu 30 mg/kg/Tag wurden untersucht und im Allgemeinen gut toleriert.

Migräne

Erwachsene

Die empfohlene Gesamttagesdosis von Topiramat zur Prophylaxe von Migräne-

Kopfschmerzen beträgt 100 mg/Tag, verteilt auf zwei Dosen. Die Titration sollte mit 25 mg

abends über eine Woche beginnen. Die Dosis sollte in Schritten von 25 mg/Tag, verabreicht

in 1-wöchentlichen Intervallen, erhöht werden. Wenn der Patient das Titrationsschema nicht

tolerieren kann, können längere Intervalle zwischen den Dosisanpassungen angewendet

werden. Einige Patienten können von einer Gesamttagesdosis von 50 mg/Tag profitieren.

Patienten haben eine Gesamttagesdosis bis zu 200 mg/Tag erhalten. Diese Dosis kann für

manche Patienten von Vorteil sein, dennoch wird wegen einer erhöhten Inzidenz an

Nebenwirkungen zur Vorsicht geraten.

Kinder und Jugendliche

Aufgrund unzureichender Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit, wird Topiramat nicht

für die Behandlung oder Prävention von Migräne bei Kindern empfohlen.

Allgemeine Dosierungsempfehlungen für Topiramat bei speziellen Patientengruppen

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung (CL

≤ 70 ml/min) sollte Topiramat mit Vorsicht

verabreicht werden, da die Plasmaclearance und die renale Clearance von Topiramat

reduziert sind. Personen mit bekannter Nierenfunktionsstörung können bei jeder Dosis eine

längere Zeit zum Erreichen des Steady State benötigen. Eine Halbierung der üblichen

Anfangs- und Erhaltungsdosis wird empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).

Bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz sollte an Hämodialyse-Tagen eine

Supplementärdosis von Topiramat, die ungefähr der Hälfte der Tagesdosis entspricht,

verabreicht werden, da Topiramat durch Hämodialyse aus dem Plasma entfernt wird. Die

Supplementärdosis sollte in Teildosen zu Beginn und nach Beendigung der Hämodialyse

verabreicht werden. Die Supplementärdosis kann, basierend auf den Eigenschaften des

verwendeten Dialyse-Equipments, variieren (siehe Abschnitt 5.2).

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Leberfunktionsstörung sollte Topiramat mit Vorsicht

verabreicht werden, da die Clearance von Topiramat reduziert ist.

Ältere Patienten

Es ist keine Dosisanpassung bei älteren Patienten erforderlich, vorausgesetzt, dass die

Nierenfunktion intakt ist.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Soja (nur bei 50 mg, 100 mg, 200 mg Stärke),

Erdnuss (nur bei 50 mg, 100 mg, 200 mg Stärke) oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Prophylaxe von Migräne-Kopfschmerzen in der Schwangerschaft oder bei Frauen im

gebärfähigen Alter, die keine wirksame Verhütungsmethode anwenden.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

In Situationen, in denen ein schnelles Absetzen von Topiramat medizinisch erforderlich ist,

wird eine geeignete Überwachung empfohlen (siehe Abschnitt 4.2 für weitere Einzelheiten).

Wie bei anderen Antiepileptika kann es bei Behandlung mit Topiramat bei manchen

Patienten zu einer erhöhten Anfallshäufigkeit oder Auftreten neuer Arten von Krampfanfällen

kommen. Dieses Phänomen kann die Folge von Überdosierung, verringerten

Plasmakonzentrationen gleichzeitig verabreichter Antiepileptika, Fortschreiten der

Erkrankung oder ein paradoxer Effekt sein.

Eine adäquate Flüssigkeitszufuhr während der Anwendung von Topiramat ist sehr wichtig.

Die Flüssigkeitszufuhr kann das Risiko einer Nephrolithiasis reduzieren (siehe unten). Eine

angemessene Flüssigkeitszufuhr vor und während Aktivitäten wie z. B. körperlichen

Aktivitäten oder Wärmeexposition kann das Risiko von hitzebezogenen Nebenwirkungen

reduzieren (siehe Abschnitt 4.8).

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Topiramat wurde über Oligohidrose

(vermindertes Schwitzen) berichtet. Vermindertes Schwitzen und ein Anstieg der

Körpertemperatur können besonders bei kleinen Kindern auftreten, die einer hohen

Umgebungstemperatur ausgesetzt sind.

Stimmungsschwankungen/Depression

Eine erhöhte Inzidenz von Stimmungsschwankungen und Depression wurde während der

Topiramat-Behandlung beobachtet.

Suizid/Suizidgedanken

Über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika

in verschiedenen Indikationen behandelt wurden, berichtet. Eine Metaanalyse

randomisierter, placebokontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte auch ein leicht erhöhtes

Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten. Der Mechanismus für

die Auslösung dieser Nebenwirkungen ist nicht bekannt und die verfügbaren Daten schließen

die Möglichkeit eines erhöhten Risikos bei der Einnahme von Topiramat nicht aus.

In doppelblinden klinischen Studien traten suizidbezogene Ereignisse (Suizidgedanken,

Suizidversuche und Suizide) bei mit Topiramat behandelten Patienten mit einer Häufigkeit

von 0,5 % (46 von 8652 behandelten Patienten) und einer nahezu 3-mal höheren Inzidenz

als bei den mit Placebo behandelten Patienten (0,2 %; 8 von 4045 behandelten Patienten)

auf.

Deshalb sollten Patienten hinsichtlich Anzeichen von Suizidgedanken und suizidalen

Verhaltensweisen überwacht und eine geeignete Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Patienten (und deren Betreuern) sollte geraten werden medizinische Hilfe einzuholen, wenn

Anzeichen für Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten.

Nephrolithiasis

Einige Patienten, besonders diejenigen mit einer Prädisposition zur Nephrolithiasis, können

ein erhöhtes Risiko für Nierensteine und damit assoziierten Zeichen und Symptomen, wie

z.B. Nierenkolik, Nierenschmerzen oder Flankenschmerzen, aufweisen.

Risikofaktoren für eine Nephrolithiasis schließen vorherige Nierensteine sowie

Nephrolithiasis und Hyperkalziurie in der Familienanamnese ein. Keiner dieser

Risikofaktoren kann verlässlich Nierensteine während der Topiramat-Behandlung

prognostizieren. Des Weiteren können Patienten, die andere mit Nephrolithiasis assoziierte

Arzneimittel einnehmen, ein erhöhtes Risiko aufweisen.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (CL

≤70 ml/min) sollte Topiramat mit

Vorsicht verabreicht werden, da die Plasmaclearance und renale Clearance von Topiramat

herabgesetzt ist. Für spezielle Dosierungsempfehlungen bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion, siehe Abschnitt 4.2 Nierenfunktionsstörungen.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei hepatisch eingeschränkten Patienten, sollte Topiramat mit Vorsicht verabreicht werden,

da die Clearance von Topiramat reduziert sein kann.

Akute Myopie und sekundäres Engwinkelglaukom

Über ein Syndrom bestehend aus akuter Myopie assoziiert mit sekundärem

Engwinkelglaukom wurde bei Patienten, die Topiramat erhielten, berichtet. Die Symptome

beinhalten das akute Auftreten einer verminderten Sehschärfe und/oder Augenschmerzen.

Ophthalmologische Befunde können Myopie, eine Einengung der vorderen Augenkammer,

okuläre Hyperämie (Rötung) und einen erhöhten intraokulären Druck einschließen. Mydriasis

kann oder kann nicht vorliegen. Dieses Syndrom kann mit einem supraziliären Erguss

assoziiert sein, der in einer Vorverlagerung der Linse und der Iris mit einem sekundären

Engwinkelglaukom resultiert. Die Symptome treten üblicherweise im ersten Monat nach

Beginn der Topiramat-Therapie auf. Im Gegensatz zu dem primären Engwinkelglaukom, das

selten in einem Alter unter 40 Jahren auftritt, wurde das sekundäre, mit Topiramat assoziierte

Engwinkelglaukom sowohl bei pädiatrischen Patienten als auch bei Erwachsenen berichtet.

Die Behandlung umfasst das nach Ermessen des behandelnden Arztes schnellstmögliche

Absetzen von Topiramat und geeignete Maßnahmen, um den intraokulären Druck zu

reduzieren. Im Allgemeinen resultieren diese Maßnahmen in einem Abfall des intraokulären

Druckes.

Erhöhter intraokulärer Druck jeglicher Ätiologie kann, falls unbehandelt geblieben, zu

schweren Folgekrankheiten einschließlich einem dauerhaften Sehverlust führen.

Es ist eine Entscheidung zu treffen, ob Patienten mit Augenerkrankungen in der Anamnese

mit Topiramat behandelt werden sollen.

Metabolische Azidose

Die hyperchlorämische, metabolische Azidose ohne Anionenlücke (d. h. das Absinken des

Serum-Bicarbonats unter den normalen Referenzbereich in Abwesenheit einer

respiratorischen Alkalose) wird mit einer Topiramat-Behandlung in Verbindung gebracht.

Dieses Absinken des Serum-Bicarbonats beruht auf der inhibitorischen Wirkung von

Topiramat auf die renale Carboanhydrase. Im Allgemeinen tritt dieser Abfall des Bicarbonats

zu Beginn der Behandlung auf, obwohl er zu jedem Zeitpunkt der Behandlung auftreten

kann. Dieser Abfall ist in der Regel gering bis mäßig (durchschnittliches Absinken von

4 mmol/l bei Dosen von 100 mg/Tag oder darüber bei Erwachsenen

bzw. von durchschnittlich

6 mg/kg/Tag bei pädiatrischen Patienten). Selten erlebten Patienten Abfälle auf Werte unter

10 mmol/l. Umstände oder Therapien, die eine Azidose prädisponieren (wie z. B.

Nierenerkrankungen, schwere respiratorische Erkrankungen, Status epilepticus, Diarrhoe,

chirurgische Eingriffe, ketogene Diät oder bestimmte Arzneimittel) können additiv zu dem

Bicarbonat-senkenden Effekt von Topiramat wirken.

Chronische metabolische Azidose erhöht das Risiko von Nierensteinbildung und kann

möglicherweise zu Osteopenie führen.

Chronische metabolische Azidose bei pädiatrischen Patienten kann die Wachstumsraten

reduzieren. Die Auswirkungen von Topiramat auf knochenbezogene Folgeerkrankungen

wurden nicht systematisch bei pädiatrischen oder erwachsenen Patienten untersucht.

Abhängig von den zugrundeliegenden Umständen, wird unter der Topiramat-Behandlung

eine geeignete Bewertung einschließlich des Serum-Bicarbonat Spiegels empfohlen. Wenn

sich Anzeichen oder Symptome (z.B. Kussmaul-Atmung, Dyspnoe, Anorexie, Übelkeit,

Erbrechen, übermäßige Müdigkeit, Tachykardie oder Arrhythmie) zeigen, die auf eine

metabolische Azidose hinweisen, wird eine Bestimmung des Serum-Bikarbonates

empfohlen. Wenn sich eine metabolische Azidose entwickelt und persistiert, sollte in

Erwägung gezogen werden, die Dosis zu reduzieren oder Topiramat abzusetzen (durch

schrittweise Dosisreduktion).

Bei Patienten mit Voraussetzungen oder Behandlungen, die ein Risiko für das Auftreten einer

metabolischen Azidose darstellen, sollte Topiramat mit Vorsicht angewandt werden.

Beeinträchtigung der kognitiven Funktion

Eine kognitive Beeinträchtigung bei einer Epilepsie ist multifaktoriell bedingt und kann durch

zugrunde

liegende

Krankheitsursache,

durch

Epilepsie

oder

durch

antiepileptische Behandlung verursacht werden. Es gab Berichte in der Literatur über die

Beeinträchtigung der kognitiven Funktion bei

Erwachsenen unter einer Topiramat-

Behandlung, die eine Reduktion der Dosierung oder eine Beendigung der Behandlung

erforderte. Jedoch sind Studien bezüglich der Auswirkung auf die Kognition bei Kindern, die

mit Topiramat behandelt wurden, unzureichend und der Einfluss des Wirkstoffes

diesbezüglich muss noch geklärt werden.

Ernährungsergänzung

Manche Patienten können während der Behandlung mit Topiramat einen Gewichtsverlust

erleiden. Es wird empfohlen, dass Patienten unter der Behandlung mit Topiramat auf

Gewichtsverlust kontrolliert werden sollten. Eine diätetische Ergänzung oder gesteigerte

Nahrungsaufnahme können erwogen werden, wenn der Patient unter Topiramat Gewicht

verliert.

Der HDPE Behälter enthält eine Trockenmittelkapsel. Diese darf nicht eingenommen werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Auswirkungen von Topiramat auf andere Antiepileptika

Der Zusatz von Topiramat zu anderen Antiepileptika (Phenytoin, Carbamazepin,

Valproinsäure, Phenobarbital, Primidon) hat keine Auswirkung auf deren Steady-State-

Plasmakonzentrationen, außer bei vereinzelten Patienten, bei denen der Zusatz von

Topiramat zu Phenytoin in einem Anstieg der Plasmakonzentration von Phenytoin resultieren

kann. Dies ist möglicherweise auf die Inhibition eines spezifischen polymorphen Isoenzyms

zurückzuführen (CYP2C19). Als Konsequenz sollen die Phenytoin-Spiegel bei jedem

Patienten unter Phenytoin, der klinische Zeichen oder Symptome von Toxizität aufweist,

überwacht werden.

Eine pharmakokinetische Wechselwirkungsstudie bei Patienten mit Epilepsie deutet darauf

hin, dass die Zugabe von Topiramat zu Lamotrigin bei Topiramat-Dosen von 100-400 mg/Tag

keine Auswirkung auf die Steady-State-Plasmakonzentrationen von Lamotrigin hat. Des

Weiteren gab es keine Änderung in der Steady-State-Plasmakonzentration von Topiramat

während oder nach Absetzen der Lamotrigin Behandlung (mittlere Dosis von 327 mg/Tag).

Topiramat hemmt das Enzym CYP2C19 und kann mit anderen Substanzen interferieren, die

durch dieses Enzym metabolisiert werden (z. B. Diazepam, Imipramin, Moclobemid,

Proguanil, Omeprazol).

Auswirkungen anderer Antiepileptika auf Topiramat

Phenytoin und Carbamazepin reduzieren die Plasmakonzentration von Topiramat. Die

Zugabe oder das Absetzen von Phenytoin oder Carbamazepin zur Topiramat Therapie kann

eine Anpassung der Dosierung der Letzteren erfordern. Dies sollte durch Titration bis zur

klinischen Wirksamkeit erfolgen. Die Zugabe oder das Absetzen von Valproinsäure bewirkt

keine signifikanten klinischen Änderungen in den Plasmakonzentrationen von Topiramat und

rechtfertigt daher keine Anpassung der Dosierung von Topiramat. Die Ergebnisse dieser

Wechselwirkungen sind nachfolgend zusammengefasst:

begleitend verabreichtes AED

AED Konzentration

Topiramat

Konzentration

Phenytoin

↔**

Carbamazepin (CBZ)

Valproinsäure

Lamotrigin

Phenobarbital

Primidon

= Keine Auswirkung auf die Plasmakonzentration (≤ 15 % Änderung)

= Plasmakonzentrationen erhöht bei einzelnen Patienten

= Abnahme der Plasmakonzentrationen

= nicht untersucht

= Antiepileptikum

Andere Arzneimittelwechselwirkungen

Digoxin

In einer Einzeldosisstudie sank die Fläche unter der Plasmakonzentrationskurve (AUC) des

Serumdigoxin um 12 % aufgrund der begleitenden Verabreichung von Topiramat. Die

klinische Relevanz dieser Beobachtung konnte nicht festgestellt werden. Wenn Topiramat bei

Patienten unter einer Digoxin-Therapie hinzugegeben oder abgesetzt wird, sollte die

routinemäßige Überwachung des Serum-Digoxins sorgfältig durchgeführt werden.

ZNS Sedativa

Die gleichzeitige Verabreichung von Topiramat und Alkohol oder anderen ZNS dämpfenden

Arzneimitteln wurde nicht in klinischen Studien bewertet. Es wird empfohlen, dass Topiramat

nicht gleichzeitig mit Alkohol oder anderen ZNS dämpfenden Arzneimitteln angewendet wird.

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Bei der gleichzeitigen Einnahme von Topiramat und Johanniskraut besteht die Gefahr von

reduzierten Plasmaspiegeln und folglich einer verringerten Wirksamkeit. Diese mögliche

Wechselwirkung wurde bisher in keiner klinischen Studie untersucht.

Orale Kontrazeptiva

In einer pharmakokinetischen Wechselwirkungsstudie an Probanden bei gleichzeitiger Gabe

eines oralen kontrazeptiven Kombinationspräparates, das 1 mg Norethisteron (NET) und 35

μg Ethinylestradiol (EE) enthielt, wurde Topiramat, in einer Dosierung von 50 bis 200 mg/Tag,

und keiner Verabreichung anderer Arzneimittel, nicht in Zusammenhang mit einer statistisch

signifikanten Änderung der mittleren Exposition (AUC) für beide Inhaltsstoffe des oralen

Kontrazeptivums gebracht. In einer anderen Studie, war die Exposition von EE bei Dosen

von 200, 400, und 800 mg/Tag statistisch signifikant vermindert (18 %, 21 % bzw. 30 %),

wenn Topiramat als Zusatztherapie bei Patienten, die Valproinsäure einnehmen, gegeben

wurde. In beiden Studien beeinflusste Topiramat (50-200 mg/Tag bei Probanden und 200-

800 mg/Tag bei Epilepsiepatienten) die Exposition von NET nicht signifikant. Obwohl eine

dosisabhängige Verminderung der EE Exposition bei Dosen zwischen 200-800 mg/Tag (bei

Epilepsiepatienten) auftrat, gab es keine dosisabhängige signifikante Änderung in der EE

Exposition bei Dosen von 50-200 mg/Tag. Die klinische Signifikanz dieser beobachteten

Änderungen ist nicht bekannt. Die Möglichkeit einer verminderten kontrazeptiven

Wirksamkeit und vermehrter Durchbruchblutungen sollte bei Patientinnen, die orale

kontrazeptive Kombinationsprodukte mit Topiramat einnehmen, berücksichtigt werden.

Patientinnen, die estrogenhaltige Kontrazeptiva einnehmen, sollten aufgefordert werden,

jede Änderung ihrer Menstruationsblutung zu berichten. Die kontrazeptive Wirksamkeit kann

auch bei Abwesenheit von Durchbruchblutungen vermindert sein.

Lithium

Bei Probanden wurde eine Reduktion der systemischen Lithium-Exposition (18 % der AUC)

während der gleichzeitigen Verabreichung von Topiramat 200 mg/Tag beobachtet. Bei

Patienten mit bipolaren Störungen, wurde die Pharmakokinetik von Lithium während der

Behandlung mit Topiramat bei Dosen von 200 mg/Tag nicht beeinflusst; jedoch wurde ein

Anstieg in der systemischen Exposition (26 % der AUC) nach Topiramat Dosen bis zu 600

mg/Tag beobachtet. Die Lithium-Spiegel sollten bei gleichzeitiger Gabe mit Topiramat

überwacht werden.

Risperidon

Arzneimittelwechselwirkungsstudien, die unter Einzeldosisbedingungen bei Probanden und

unter Mehrfachdosisbedingungen bei Patienten mit bipolaren Störungen durchgeführt

wurden, führten zu ähnlichen Ergebnissen. Bei gleichzeitiger Verabreichung mit Topiramat

bei ansteigenden Dosen von 100, 250 und 400 mg/Tag, ergab sich eine Reduktion der

systemischen Exposition (16 % und 33 % der Steady-State-AUC bei Dosen von jeweils 250

und 400 mg/Tag) von Risperidon (verabreicht bei Dosen im Bereich von 1 bis 6 mg/Tag). Die

Unterschiede in der AUC der aktiven Gesamtfraktion zwischen der Behandlung mit

Risperidon allein und der Kombinationsbehandlung mit Topiramat waren jedoch statistisch

nicht signifikant. Minimale Änderungen wurden in der Pharmakokinetik der gesamten aktiven

Fraktion (Risperidon plus 9-Hydroxyrisperidon) und keine Änderungen für 9-

Hydroxyrisperidon beobachtet. Es gab keine signifikanten Änderungen in der systemischen

Exposition der gesamten aktiven Fraktion von Risperidon oder von Topiramat. Wenn zu einer

bestehenden Behandlung mit Risperidon (1-6 mg/Tag) zusätzlich Topiramat gegeben wurde,

wurde häufiger über unerwünschte Ereignisse berichtet als vor der Topiramat-Einleitung

(250-400 mg/Tag) (entsprechend 90 % und 54 %). Die am häufigsten berichteten

unerwünschten Ereignisse nach Topiramat-Einleitung, wenn es zusätzlich zu einer

Risperidon-Behandlung gegeben wurde, waren: Somnolenz (27 % und 12 %), Parästhesie

(22 % und 0 %) und Übelkeit (18 % und 9 %).

Hydrochlorothiazid (HCTZ)

Eine Arzneimittelwechselwirkungsstudie, die bei Probanden durchgeführt wurde, bewertete

die Steady-State-Pharmakokinetik von HCTZ (25 mg alle 24 h) und Topiramat (96 mg alle 12

h) wenn diese alleine oder gemeinsam verabreicht wurden. Die Ergebnisse dieser Studie

zeigten, dass die Topiramat C

um 27 % anstieg und die AUC um 29 % anstieg, wenn

HCTZ zu Topiramat gegeben wurde. Die klinische Bedeutung dieser Änderung ist unbekannt.

Die Zugabe von HCTZ zur Topiramat-Therapie kann eine Anpassung der Topiramat-Dosis

erfordern. Die Pharmakokinetik von HCTZ im Steady State wurde durch die gleichzeitige

Verabreichung von Topiramat nicht signifikant beeinflusst. Klinische Laborergebnisse zeigen

einen Abfall des Serumkaliums nach Topiramat oder HCTZ Verabreichung, der höher war,

wenn HCTZ und Topiramat in Kombination verabreicht wurden.

Metformin

Eine Arzneimittelwechselwirkungsstudie, die bei Probanden durchgeführt wurde, bewertete

die Steady-State-Pharmakokinetik von Metformin und Topiramat im Plasma, wenn Metformin

allein gegeben wurde und wenn Metformin und Topiramat gleichzeitig gegeben wurden. Die

Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass die mittlere C

und die mittlere AUC

0-12h

Metformin um 18 % bzw. 25 % anstiegen, während die mittlere CL/F um 20 % abfiel, wenn

Metformin mit Topiramat verabreicht wurde. Topiramat beeinflusste nicht die t

Metformin. Die klinische Bedeutung des Effektes von Topiramat auf die Pharmakokinetik von

Metformin ist unklar. Die orale Plasmaclearance von Topiramat scheint reduziert zu sein,

wenn es mit Metformin verabreicht wird. Das Ausmaß der Änderung der Clearance ist nicht

bekannt. Die klinische Bedeutung des Effektes von Metformin auf die Pharmakokinetik von

Topiramat ist unklar.

Wenn Topiramat bei Patienten unter einer Metformin-Therapie hinzugegeben oder abgesetzt

wird, sollte besonderes Augenmerk auf die Routineüberwachung für eine adäquate Kontrolle

von deren diabetischer Erkrankung gelegt werden.

Pioglitazon

Eine Arzneimittelwechselwirkungsstudie, die bei Probanden durchgeführt wurde, bewertete

die Steady-State-Pharmakokinetik von Topiramat und Pioglitazon, wenn diese alleine oder

gemeinsam verabreicht wurden. Eine 15 % Verminderung der AUC

τ,ss

von Pioglitazon mit

keiner Änderung der C

max,ss

wurde beobachtet. Dieses Ergebnis war statistisch nicht

signifikant. Des Weiteren wurde eine 13 % und 16 % Verminderung der C

max,ss

bzw. der

τ,ss

sowohl des aktiven Hydroxy-Metaboliten als auch eine 60 % Verminderung der C

max,ss

und der AUC

τ,ss

des aktiven Keto-Metaboliten beobachtet. Die klinische Bedeutung dieser

Ergebnisse ist nicht bekannt. Wenn Topiramat zur Pioglitazon-Therapie hinzugegeben oder

Pioglitazon zur Topiramat-Therapie hinzugegeben wird, sollte besonderes Augenmerk auf die

Routineüberwachung von Patienten zur adäquaten Kontrolle ihrer diabetischen Erkrankung

gelegt werden.

Glibenclamid

Eine Arzneimittelwechselwirkungsstudie, die bei Patienten mit Typ 2 Diabetes durchgeführt

wurde, bewertete die Steady-State-Pharmakokinetik von Glibenclamid (5 mg/Tag) allein und

gemeinsam mit Topiramat (150 mg/Tag). Es ergab sich eine 25 % Reduktion der

Glibenclamid AUC

während der Topiramat Verabreichung. Die systemische Exposition der

aktiven Metaboliten, 4-trans-Hydroxy-Glibenclamid (M1) und 3-cis-Hydroxy-Glibenclamid

(M2), wurde um 13 % bzw. 15 % reduziert. Die Pharmakokinetik von Topiramat im Steady

State wurde bei gleichzeitiger Verabreichung von Glibenclamid nicht beeinflusst.

Wenn Topiramat zur Glibenclamid-Therapie hinzugegeben oder Glibenclamid zur Topiramat-

Therapie hinzugegeben wird, sollte besonderes Augenmerk auf die Routineüberwachung

von Patienten zur adäquaten Kontrolle ihrer diabetischen Erkrankung gelegt werden.

Weitere Arten von Wechselwirkungen

Arzneimittel, die für eine Nephrolithiasis prädisponieren

Topiramat kann das Risiko für eine Nephrolithiasis erhöhen, wenn es begleitend mit anderen

Substanzen angewendet wird, die eine Nephrolithiasis prädisponieren. Während der

Einnahme von Topiramat sollten solche Substanzen vermieden werden, da sie eine

physiologische Umgebung erzeugen können, die das Risiko der Bildung von Nierensteinen

erhöht.

Valproinsäure

Die gleichzeitige Anwendung von Topiramat und Valproinsäure wurde mit einer

Hyperammonämie mit oder ohne Enzephalopathie bei Patienten, die eines der beiden

Arzneimittel alleine toleriert haben, in Verbindung gebracht. In den meisten Fällen klingen die

Symptome und Anzeichen mit dem Absetzen eines der beiden Arzneimittel ab. Diese

Nebenwirkung beruht nicht auf einer pharmakokinetischen Interaktion. Eine Assoziation der

Hyperammonämie mit einer Topiramat-Monotherapie oder gleichzeitiger Behandlung mit

anderen Antiepileptika wurde nicht ermittelt.

Hypothermie, definiert als ein unwillkürliches Sinken der Körpertemperatur auf <35°C, wurde

im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Anwendung von Topiramat und Valproinsäure,

sowohl in Verbindung mit als auch ohne Hyperammonämie, berichtet. Dieses unerwünschte

Ereignis bei Patienten, die gleichzeitig Topiramat und Valproinsäure einnehmen, kann nach

Beginn der Behandlung mit Topiramat oder nach Erhöhung der Tagesdosis von Topiramat

auftreten.

Weitere pharmakokinetische Arzneimittelwechselwirkungsstudien

Es wurden klinische Studien durchgeführt, um das Potential pharmakokinetischer

Wechselwirkungen zwischen Topiramat und anderen Substanzen abzuschätzen. Die

Änderungen der C

oder AUC sind als ein Ergebnis dieser Wechselwirkungen nachfolgend

zusammengefasst. Die zweite Spalte (Konzentration der Begleitmedikation) beschreibt, was

mit der Konzentration der Begleitmedikation, die in der ersten Spalte aufgelistet ist, passiert,

wenn Topiramat hinzugegeben wird. Die dritte Spalte (Topiramat-Konzentration) beschreibt,

wie die gleichzeitige Verabreichung des Wirkstoffes, der in der ersten Spalte aufgelistet ist,

die Konzentration von Topiramat verändert.

Zusammenfassung der Ergebnisse zusätzlicher klinischer pharmakokinetischer

Wechselwirkungsstudien

Begleitmedikation

Konzentration der

Begleitmedikation

Topiramat-

Konzentration

a

Amitriptylin

↔ 20 % Erhöhung der

und der AUC des

Nortriptylin Metaboliten

Dihydroergotamin (Oral und subkutan)

Haloperidol

↔ 31 % Erhöhung der

AUC des reduzierten

Metaboliten

Propranolol

↔ 17 % Erhöhung der

von 4-OH

Propranolol (TPM 50 mg

alle 12 h)

9 % und 16 % Erhöhung

der C

9 % und 17 % Erhöhung

der AUC (40 und 80 mg

Propranolol entsprechend

alle 12 h)

Sumatriptan (Oral und subkutan)

Pizotifen

Diltiazem

25 % Verminderung der

AUC von Diltiazem und

18 % Verminderung von

DEA, und ↔ von DEM*

20 % Erhöhung der AUC

Venlafaxin

Flunarizin

16 % Erhöhung der AUC

(TPM 50 mg alle 12h)

Die Werte sind die Änderungen in der mittleren C

oder AUC unter der

Behandlung in Bezug auf Monotherapie

↔ =

Kein Effekt auf die C

und AUC (≤ 15 % Änderung) der Vorgängersubstanz

NS =

Nicht untersucht

*DEA=

Desacetyldiltiazem, DEM = N-Demethyl-Diltiazem

Die Flunarizin AUC stieg um 14 % bei Personen, die Flunarizin allein einnahmen.

Die Erhöhung in der Exposition kann einer Akkumulation während des Erreichens

des Steady State zugeschrieben werden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Topiramat war bei Mäusen, Ratten und Kaninchen teratogen. Bei Ratten passiert Topiramat

die Plazentaschranke.

Daten aus dem UK-Schwangerschaftsregister und dem Nordamerikanischen (North

American Antiepileptic Drug [NAAED]) Schwangerschaftsregister weisen darauf hin, dass für

Säuglinge, die im ersten Trimester einer Monotherapie mit Topiramat ausgesetzt waren, ein

erhöhtes Risiko für kongenitale Fehlbildungen (z. B. kraniofaziale Defekte, wie z. B.

Lippenspalte/Gaumenspalte, Hypospadien und Anomalien, die verschiedene Körpersysteme

einschließen) besteht. Das NAAED-Schwangerschaftsregister zeigte für die Monotherapie

mit Topiramat eine ungefähr 3-fach höhere Inzidenz für schwerwiegende kongenitale

Fehlbildungen im Vergleich zu einer Referenzgruppe, die keine Antiepileptika eingenommen

hat. Darüber hinaus gab es eine höhere Prävalenz für ein geringes Geburtsgewicht (< 2500

Gramm) im Anschluss an eine Behandlung mit Topiramat in der Referenzgruppe.

Des Weiteren weisen die Daten aus diesen Registern und andere Studien darauf hin, dass,

verglichen mit der Monotherapie, die Anwendung von Antiepileptika in einer

Kombinationstherapie mit einem erhöhten Risiko für teratogene Effekte verbunden ist.

Es wird empfohlen, dass Frauen im gebärfähigen Alter eine adäquate Verhütungsmethode

anwenden und alternative therapeutische Optionen in Betracht ziehen.

Tierexperimentelle Studien haben eine Exkretion von Topiramat in die Milch gezeigt. Die

Exkretion von Topiramat in die humane Milch wurde in kontrollierten Studien nicht untersucht.

Begrenzte Beobachtungen bei Patientinnen weisen auf eine erhebliche Exkretion von

Topiramat in die Muttermilch hin. Da viele Arzneimittel in die humane Milch ausgeschieden

werden, muss unter Berücksichtigung der Bedeutung des Arzneimittels für die Mutter eine

Entscheidung getroffen werden, ob das Stillen eingestellt wird oder (auf) die Topiramat-

Therapie abgebrochen/verzichtet wird (siehe Abschnitt 4.4).

Indikation Epilepsie

Während der Schwangerschaft sollte Topiramat nach vollständiger Aufklärung der Frau über

die bekannten Risiken unbehandelter Epilepsie für die Schwangerschaft und das potentielle

Risiko des Arzneimittels für den Foetus verschrieben werden.

Indikation Migräne Prophylaxe

Topiramat ist während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine

wirksame Verhütungsmethode anwenden, kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Topiramat hat einen geringfügigen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Topiramat wirkt auf das zentrale Nervensystem und

kann zu Benommenheit, Schwindel und anderen verwandten Symptomen führen. Es kann

auch Sehstörungen und/oder Verschwommensehen verursachen. Diese Nebenwirkungen

können bei Patienten, die ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen, potentiell

gefährlich sein, besonders bis zu dem Zeitpunkt, an dem der einzelne Patient Erfahrung mit

dem Arzneimittel gesammelt hat.

4.8

Nebenwirkungen

Die Sicherheit von Topiramat wurde aus einer Datenbank mit klinischen Studien evaluiert, die

sich aus 4111 Patienten (3182 unter Topiramat und 929 unter Placebo), die an 20

doppelblinden Studien bzw. 2847 Patienten, die an 34 offenen Studien teilgenommen haben,

zusammensetzt, für Topiramat als Zusatztherapie bei primär generalisierten tonisch-

klonischen Anfällen, bei fokalen, epileptischen Anfällen, bei epileptischen Anfällen beim

Lennox-Gastaut Syndrom, bei der Monotherapie der neu oder vor kurzem diagnostizierten

Epilepsie oder bei der Migräne-Prophylaxe. Die Mehrheit der unerwünschten

Arzneimittelwirkungen (UAWs) waren in der Schwere leicht bis mäßig. UAWs, die in

klinischen Studien und während der Erfahrung nach Markteinführung (gekennzeichnet durch

“*”) identifiziert wurden, sind nach ihrer Inzidenz in den klinischen Studien aufgelistet. Die

festgesetzten Häufigkeiten sind wie folgt:

Sehr häufig

1/10

Häufig

1/100 bis < 1/10

Gelegentlich

1/1.000 bis < 1/100

Selten

1/10.000 bis < 1/1.000

Nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Die häufigsten UAWs (jene mit einer Inzidenz von > 5% und höher, als die unter Placebo

beobachteten, bei mindestens 1 Indikation in kontrollierten doppelblinden Studien mit

Topiramat) umfassen: Anorexie, verminderter Appetit, Bradyphrenie, Depression,

Beeinträchtigung des sprachlichen Ausdrucksvermögens, Insomnie, anomale Koordination,

Aufmerksamkeitsstörung, Schwindel, Dysarthrie, Dysgeusie, Hypästhesie, Lethargie,

Gedächtnisstörung, Nystagmus, Parästhesie, Somnolenz, Tremor, Diplopie,

Verschwommensehen, Diarrhoe, Übelkeit, Fatigue, Reizbarkeit und Gewichtsabnahme.

Kinder und Jugendliche

UAWs, die häufiger (≥ 2-fach) bei Kindern als bei Erwachsenen in kontrollierten

doppelblinden Studien berichtet wurden, umfassen: verminderten Appetit, erhöhten Appetit,

hyperchlorämische Azidose, Hypokaliämie, anomales Verhalten, Aggression, Apathie,

Einschlafstörung, Suizidgedanken, Aufmerksamkeitsstörung, Lethargie, Störung des

zirkadianen Schlafrhythmus, schlechte Schlafqualität, erhöhter Tränenfluss,

Sinusbradykardie, anomales Gefühl und Gangstörung.

UAWs, die bei Kindern aber nicht bei Erwachsenen in kontrollierten doppelblinden Studien

berichtet wurden, umfassen: Eosinophilie, psychomotorische Hyperaktivität, Vertigo,

Erbrechen, Hyperthermie, Pyrexie und Lernschwierigkeiten.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen von Topiramat

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Sehr häufig: Nasopharyngitis*

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig: Anämie

Gelegentlich: Leukopenie, Thrombozytopenie, Lymphadenopathie, Eosinophilie

Selten: Neutropenie*

Erkrankungen des Immunsystems

Häufig: Hypersensitivität

Nicht bekannt: allergisches Ödem*, konjunktivales Ödem*

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Anorexie, verminderter Appetit

Gelegentlich: metabolische Azidose, Hypokaliämie, erhöhter Appetit, Polydipsie

Selten: hyperchlorämische Azidose

Psychiatrische Erkrankungen:

Sehr häufig: Depression

Häufig: Bradyphrenie, Insomnie, Beeinträchtigung des sprachlichen Ausdrucksvermögens,

Angst, Verwirrtheit, Desorientierung, Aggression, veränderte Stimmung, Agitiertheit,

Stimmungsschwankungen, depressive Stimmung, Wut, anomales Verhalten

Gelegentlich: Suizidgedanken, Suizidversuch, Halluzination, psychotische Störung,

akustische Halluzination, visuelle Halluzination, Apathie, Verlust der Spontansprache,

Schlafstörung, Affektlabilität, verminderte Libido, Ruhelosigkeit, Weinen, Dysphemie,

euphorische Stimmung, Paranoia, Perseveration, Panikattacken, Traurigkeit,

Leseschwäche, Einschlafstörung, Affektverflachung, anomales Denken, Verlust der

Libido, Teilnahmslosigkeit, Durchschlafstörung, Ablenkbarkeit, frühes morgendliches

Erwachen, Panikreaktion, gehobene Stimmung

Selten: Manie, Panikstörung, Gefühl von Hoffnungslosigkeit*, Hypomanie

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Parästhesie, Somnolenz, Schwindel

Häufig: Aufmerksamkeitsstörung, Gedächtnisstörung, Amnesie, kognitive Störung,

Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit, eingeschränkte psychomotorische

Fähigkeiten, Konvulsion, anomale Koordination, Tremor, Lethargie, Hypästhesie,

Nystagmus, Dysgeusie, Gleichgewichtsstörung, Dysarthrie, Intentionstremor,

Sedierung

Gelegentlich: Bewusstseinseinschränkung, Grand mal Anfall, Gesichtsfeldausfall, komplex

fokale Anfälle, Sprachstörung, psychomotorische Hyperaktivität, Synkope,

sensorische Störung, Sabbern, Hypersomnie, Aphasie, repetitive Sprache,

Hypokinesie, Dyskinesie, Haltungsschwindel, schlechte Schlafqualität, brennendes

Gefühl, Verlust des Empfindungsvermögens, verändertes Geruchsempfinden,

zerebellares Syndrom, Dysästhesie, Hypogeusie, Stupor, Ungeschicklichkeit, Aura,

Ageusie, Schreibstörung, Dysphasie, periphere Neuropathie, Präsynkope, Dystonie,

Formicatio

Selten: Apraxie, Störung des zirkadianen Schlafrhythmus, Hyperästhesie, verminderter

Geruchssinn, Verlust des Geruchssinns, essentieller Tremor, Akinesie,

Nichtansprechen auf Reize

Augenerkrankungen

Häufig: Verschwommensehen, Diplopie, Sehstörung

Gelegentlich: verminderte Sehschärfe, Skotom, Myopie*, Fremdkörpergefühl im Auge*,

trockenes Auge, Photophobie, Blepharospasmus, erhöhter Tränenfluss, Photopsie,

Mydriasis, Presbyopie

Selten: unilaterale Blindheit, transiente Blindheit, Glaukom, Akkommodationsstörung,

veränderte visuelle Tiefenwahrnehmung, Flimmerskotom, Augenlidödem*,

Nachtblindheit, Amblyopie

Nicht bekannt: Engwinkelglaukom*, Makulopathie*, Störung der Augenbewegung*

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig: Vertigo, Tinnitus, Ohrenschmerzen

Gelegentlich: Taubheit, unilaterale Taubheit, neurosensorischeTaubheit, Ohrenbeschwerden,

eingeschränktes Hören

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Bradykardie, Sinusbradykardie, Palpitationen

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich: Hypotension, orthostatische Hypotension, Flush, Hitzewallungen

Selten: Raynaud-Phänomen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Dyspnoe, Epistaxis, verstopfte Nase, Rhinorrhoe

Gelegentlich: Belastungsdyspnoe, paranasale Sinushypersekretion, Dysphonie

Nicht bekannt: Husten

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Nausea, Diarrhoe

Häufig: Erbrechen, Obstipation, Oberbauchschmerz, Dyspepsie, abdominaler Schmerz,

Mundtrockenheit, Magenbeschwerden, orale Parästhesie, Gastritis, abdominale

Beschwerden

Gelegentlich: Pankreatitis, Flatulenz, gastroösophageale Refluxkrankheit,

Unterbauchschmerz, orale Hypästhesie, Zahnfleischbluten, geblähter Bauch,

epigastrische Beschwerden, schmerzhafte Bauchspannung, vermehrter

Speichelfluss, oraler Schmerz, Mundgeruch, Glossodynie

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Hepatitis, Leberversagen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Alopezie, Hautausschlag, Pruritus

Gelegentlich: Anhidrose, faziale Hypästhesie, Urtikaria, Erythem, generalisierter Pruritus,

makulärer Hautausschlag, Hautverfärbung, allergische Dermatitis,

Gesichtsschwellung

Selten: Stevens-Johnson-Syndrom*, Erythema multiforme*, anomaler Hautgeruch,

periorbitales Ödem*, lokalisierte Urtikaria

Nicht bekannt: toxische epidermale Nekrolyse*

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen

Häufig: Arthralgie, Muskelspasmen, Myalgie, Muskelzittern, Muskelschwäche,

muskuloskelettaler Brustschmerz

Gelegentlich: Gelenkschwellung*, muskuloskelettale Steifheit, Flankenschmerz,

Muskelermüdung

Selten: Beschwerden in den Extremitäten

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig: Nephrolithiasis, Pollakisurie, Dysurie

Gelegentlich: Harnstein, Harninkontinenz, Hämaturie, Inkontinenz, Harndrang, Nierenkolik,

Nierenschmerz

Selten: Harnleiterstein, renale tubuläre Azidose*

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: erektile Dysfunktion, sexuelle Dysfunktion

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Fatigue

Häufig: Pyrexie, Asthenie, Gereiztheit, Gangstörung, anomales Gefühl, Malaise

Gelegentlich: Hyperthermie, Durst, Influenza-ähnliche Krankheit*, Trägheit, periphere Kälte,

Gefühl der Trunkenheit, nervöses Gefühl

Selten: Gesichtsödem, Kalzinose

Untersuchungen

Sehr häufig: Gewichtsabnahme

Häufig: Gewichtszunahme*

Gelegentlich: Kristalle im Urin präsent, anomaler Zehen-Fersen-Gehtest, verminderte Zahl

weißer Blutzellen, Anstieg der Leberenzyme

Selten: verminderte Bicarbonatwerte im Serum

Soziale Umstände

Gelegentlich: Lernschwäche

* identifiziert als eine UAW aus Spontanberichten nach Markteinführung. Deren Häufigkeit

wurde basierend auf den klinischen Studiendaten kalkuliert.

Entölte Phospholipide aus Sojabohnen können sehr selten allergische Reaktionen

hervorrufen (nur bei 50 mg, 100 mg und 200 mg-Stärke).

4.9

Überdosierung

Anzeichen und Symptome

Überdosierungen von Topiramat wurden berichtet. Anzeichen und Symptome umfassen

Krämpfe,

Benommenheit, Sprachstörungen, Verschwommensehen, Diplopie, Störung der

geistigen Aktivität, Lethargie, anomale Koordination, Stupor, Hypotension, abdominaler

Schmerz, Agitiertheit, Schwindel und Depression. Die klinischen Konsequenzen waren in

den meisten Fällen nicht schwerwiegend, allerdings wurden Todesfälle nach Überdosierung

mit mehreren Arzneimitteln, einschließlich Topiramat berichtet.

Eine Topiramat-Überdosierung kann in einer schweren metabolischen Azidose resultieren

(siehe Abschnitt 4.4).

Behandlung

Bei einer akuten Topiramat-Überdosierung sollte bei kürzlich zurückliegender Einnahme

unverzüglich eine Magenentleerung durch Magenspülung oder Induktion von Erbrechen

herbeigeführt werden. In vitro erwies sich Aktivkohle als Adsorbens von Topiramat. Es sollte

eine adäquate supportive Behandlung erfolgen und der Patient sollte gut hydratisiert werden.

Hämodialyse stellt ein effektives Mittel dar, um Topiramat aus dem Körper zu entfernen.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Antiepileptika, Migränemittel

ATC-Code: N03AX11.

Wirkmechanismus

Topiramat ist als sulfamat-substitutiertes Monosaccharid klassifiziert. Der genaue

Mechanismus, durch den Topiramat seine antiepileptischen und Migräne prophylaktischen

Eigenschaften ausübt, ist unbekannt. Elektrophysiologische und biochemische Studien an

kultivierten Neuronen haben drei

Eigenschaften identifiziert, die möglicherweise zur

antiepileptischen Wirksamkeit von Topiramat beitragen.

Aktionspotentiale, die durch anhaltende Depolarisation der Neuronen ausgelöst wurden,

wurden durch Topiramat in einer zeitabhängigen Art geblockt, was auf eine

zustandsabhängige Blockade des Natriumkanals hinweist. Topiramat erhöhte die Häufigkeit,

mit der γ-Aminobutyrat (GABA) GABA

-Rezeptoren aktivierte, und erhöhte die Fähigkeit von

GABA, den Fluss von Chloridionen in die Neuronen zu induzieren, was darauf hinweist, dass

Topiramat die Aktivität dieses inhibitorischen Neurotransmitters erhöht.

Dieser Effekt wurde nicht durch Flumazenil, einem Benzodiazepin-Antagonisten, blockiert,

noch erhöhte Topiramat die Dauer der Kanal-Öffnungszeit, was Topiramat von Barbituraten,

die ebenfalls GABA

-Rezeptoren modulieren, differenziert.

Da sich das antiepileptische Profil von Topiramat deutlich von dem der Benzodiazepine

unterscheidet, kann es einen für Benzodiazepine nicht sensitiven Subtyp des GABA

Rezeptors modulieren. Topiramat antagonisierte die Fähigkeit von Kainat, den Kainat/AMPA

(α -Amino-3-Hydroxy-5-Methylisoxazol-4-Propionsäure) Subtyp des exzitatorischen

Aminosäure-(Glutamat)-Rezeptors zu aktivieren, aber hatte keinen ersichtlichen Effekt auf

die Aktivität des N-Methyl-D-Aspartats (NMDA) am NMDA Rezeptor Subtyp. Diese Effekte

von Topiramat waren konzentrationsabhängig über einen Bereich von 1 μM bis 200 μM, mit

einer minimalen beobachteten Aktivität bei 1 μM bis 10 μM.

Des Weiteren inhibiert Topiramat einige Isoenzyme der Carboanhydrase. Dieser

pharmakologische Effekt ist deutlich schwächer als der von Acetazolamid, einem bekannten

Carboanhydrase-Inhibitor und wird nicht als Hauptkomponente der antiepileptischen Aktivität

von Topiramat angesehen.

Topiramat zeigt in tierexperimentellen Studien eine antikonvulsive Aktivität an Ratten und

Mäusen im Test mit maximalem Elektroschock (MES) und ist effektiv im Epilepsie-Model bei

Nagern, das tonische und Absencen-ähnliche Anfälle in der spontan epileptischen Ratte

(SER) umfasst sowie tonische und klonische Anfälle, die bei Ratten durch Erregung der

Amygdala oder durch globale Ischämie induziert werden. Topiramat ist nur schwach effektiv

in der Blockade klonischer Anfälle, induziert durch den GABA

-Rezeptorantagonisten

Pentylentetrazol.

Studien an Mäusen, die gleichzeitig Topiramat und Carbamazepin oder Phenobarbital

erhielten, zeigten eine synergistische antikonvulsive Aktivität, während die Kombination mit

Phenytoin eine additive antikonvulsive Aktivität zeigte. In gut kontrollierten Add-on Studien,

wurde keine Korrelation zwischen Talplasmakonzentrationen von Topiramat und dessen

klinischer Wirksamkeit nachgewiesen. Kein Beleg für Toleranzentwicklung bei Menschen

wurde dargestellt.

Absence-Anfälle

Die Ergebnisse aus zwei Studien (CAPSS-326 und TOPMAT-ABS-001) zu Absencen

zeigten, dass die Behandlung mit Topiramat die Frequenz für Absence-Anfälle nicht

verringerte.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Formulierung Filmtablette ist bioäquivalent.

Das pharmakokinetische Profil von Topiramat zeigt, verglichen mit anderen Antiepileptika,

eine lange Plasmahalbwertzeit, eine lineare Pharmakokinetik, eine prädominante renale

Clearance, das Fehlen einer signifikanten Proteinbindung und das Fehlen von klinisch

relevanten aktiven Metaboliten.

Topiramat ist kein potenter Induktor arzneimittelmetabolisierender Enzyme und kann

unabhängig von den Mahlzeiten verabreicht werden; eine Routineüberwachung der

Topiramat-Plasmakonzentrationen ist nicht notwendig. In klinischen Studien gab es keine

konsistente Beziehung zwischen den Plasmakonzentrationen und der Wirksamkeit oder

unerwünschten Ereignissen.

Resorption

Topiramat wird schnell und gut resorbiert. Nach der Einnahme von 100 mg Topiramat an

Probanden wurde eine mittlere Peakplasmakonzentration (C

) von 1,5 μg/ml innerhalb von

2 bis 3 Stunden (T

) erreicht.

Auf Basis des Radioaktivitätsnachweises im Urin war das mittlere Ausmaß der Resorption

einer oralen 100 mg Dosis von

C-Topiramat mindestens 81 %. Es gab keine klinisch

signifikante Auswirkung von Nahrung auf die Bioverfügbarkeit von Topiramat.

Verteilung

Im Allgemeinen sind 13 bis 17 % des Topiramats an Plasmaproteine gebunden. In/an

Erythrozyten wurde eine Bindungsstelle mit niedriger Kapazität für Topiramat beobachtet, die

bei Plasmakonzentrationen über 4 μg/ml sättigbar ist. Das Verteilungsvolumen verändert sich

umgekehrt mit der Dosierung. Das mittlere scheinbare Verteilungsvolumen betrug 0,80 bis

0,55 l/kg für eine Einzeldosis im Bereich von 100 bis 1200 mg. Ein Effekt des Geschlechts

auf das Verteilungsvolumen wurde mit Werten für Frauen von ca 50 % von denjenigen für

Männer ermittelt. Dies wurde dem prozentual höheren Körperfett bei weiblichen Patienten

zugeschrieben und ist ohne klinische Konsequenz.

Biotransformation

Topiramat wird bei Probanden nicht extensiv metabolisiert (~20 %). Es wird bis zu 50 % bei

Patienten metabolisiert, die gleichzeitig eine antiepileptische Therapie mit bekannten

Induktoren Wirkstoff-metabolisierender Enzyme erhalten. Sechs Metabolite, die durch

Hydroxylierung, Hydrolyse und Glucuronidierung gebildet werden, wurden vom Plasma, Urin

und Fäzes des Menschen isoliert, charakterisiert und identifiziert. Jeder Metabolit

repräsentiert weniger als 3 % der gesamten Radioaktivität, die nach Verabreichung von

Topiramat ausgeschieden wurde. Zwei Metaboliten, die am meisten von der Struktur von

Topiramat beibehalten hatten, wurden untersucht und zeigten wenig oder keine

antikonvulsive Aktivität.

Elimination

Bei Menschen ist der Hauptweg der Elimination von unverändertem Topiramat und seinen

Metaboliten die Niere (mindestens 81 % der Dosis). Ungefähr 66 % einer Dosis von

Topiramat wurden innerhalb von 4 Tagen unverändert im Urin ausgeschieden. Nach zweimal

täglicher Dosierung von 50 mg und 100 mg Topiramat betrug die mittlere renale Clearance

ungefähr 18 ml/min und 17 ml/min. Es gibt Hinweise für eine renale tubuläre Reabsorption

von Topiramat. Dies wird durch Studien an Ratten unterstützt, in denen Topiramat mit

Probenecid verabreicht wurde und ein signifikanter Anstieg der renalen Clearance von

Topiramat beobachtet wurde. Insgesamt beträgt die Plasmaclearance nach Einnahme beim

Menschen ungefähr 20 bis 30 ml/min.

Topiramat besitzt eine geringe interindividuelle Variabilität der Plasmakonzentration und

daher eine vorhersagbare Pharmakokinetik. Die Pharmakokinetik von Topiramat ist linear mit

einer konstant bleibenden Plasmaclearance und einer Fläche unter der

Plasmakonzentrationskurve, die nach oraler Einmaldosis bei Probanden sich dosis-

proportional verhaltend über einen Bereich 100 bis 400 mg ansteigt. Bei Patienten mit

normaler Nierenfunktion kann es 4 bis 8 Tage dauern bis Steady-State-

Plasmakonzentrationen erreicht sind. Die mittlere C

nach multiplen, zweimal täglichen

oralen Dosen von 100 mg betrug bei gesunden Personen 6,76 μg/ml. Nach Verabreichung

von multiplen Dosen von 50 mg und 100 mg Topiramat zweimal täglich, betrug die mittlere

Eliminationshalbwertzeit im Plasma ungefähr 21 Stunden.

Die gleichzeitige Verabreichung multipler Dosen von Topiramat, 100 bis 400 mg zweimal

täglich, mit Phenytoin oder Carbamazepin zeigt Dosis-proportionale Anstiege in der

Plasmakonzentration von Topiramat.

Die Plasma- und die renale Clearance von Topiramat sind bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion (CL

≤ 60 ml/min) vermindert und die Plasmaclearance ist bei Patienten mit

einer Nierenerkrankung im Endstadium vermindert. Als ein Ergebnis werden höhere

Topiramat-Steady-State-Plasmakonzentrationen für eine gegebene Dosis bei renal

eingeschränkten Patienten erwartet verglichen mit denen mit normaler Nierenfunktion.

Topiramat wird effektiv durch Hämodialyse aus dem Plasma entfernt.

Die Plasmaclearance von Topiramat ist bei Patienten mit mäßiger bis schwerer

Leberfunktionsstörung erniedrigt.

Die Plasmaclearance von Topiramat ist bei älteren Personen bei Abwesenheit

zugrundeliegender Nierenerkrankungen unverändert.

Pädiatrische Population (Pharmakokinetik, bis zu einem Alter von 12 Jahren)

Die Pharmakokinetik von Topiramat bei Kindern ist wie bei Erwachsenen, die eine Add-on

Therapie erhalten, linear mit einer von der Dosis unabhängigen Clearance und Steady-State-

Plasmakonzentrationen, die proportional zur Dosis ansteigen. Kinder haben jedoch eine

höhere Clearance und eine kürzere Eliminationshalbwertzeit. Als Konsequenz können die

Plasmakonzentrationen von Topiramat bei derselben mg/kg Dosis bei Kindern niedriger sein

verglichen mit Erwachsenen. Wie bei Erwachsenen vermindern leberenzyminduzierende

antiepileptische Arzneimittel die Steady-State-Plasmakonzentrationen.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Trotz maternaler und paternaler Toxizität bereits ab 8 mg/kg/Tag wurden in nicht-klinischen

Studien zur Fertilität bei männlichen und weiblichen Ratten bei Dosen bis zu 100 mg/kg/Tag

keine Auswirkungen auf die Fertilität beobachtet.

In präklinischen Studien wurde gezeigt, dass Topiramat teratogene Effekte in den

untersuchten Spezies (Mäuse, Ratten und Kaninchen) hat. Bei Mäusen waren die fetalen

Gewichte und die skeletale Ossifikation in Verbindung mit der maternalen Toxizität bei 500

mg/kg/Tag reduziert. Die Gesamtzahl der fetalen Fehlbildungen bei Mäusen war bei allen

arzneimittelbehandelten Gruppen (20, 100 und 500 mg/kg/Tag) erhöht.

Bei Ratten wurden dosisabhängig maternale und embryonale/fetale Toxizität (reduzierte

fetale Gewichte und/oder skeletale Ossifikation) bis herunter auf 20 mg/kg/Tag beobachtet,

verbunden mit teratogenen Effekten (Defekte an Extremitäten und Zehen) bei 400 mg/kg/Tag

und darüber. Bei Kaninchen wurde eine dosisabhängige maternale Toxizität bis herab auf 10

mg/kg/Tag beobachtet, mit embryonaler/fetaler Toxizität (gesteigerte Letalität) bis herunter

auf 35 mg/kg/Tag und teratogenen Effekten (Fehlbildungen der Rippen und vertebrale

Fehlbildungen) bei 120 mg/kg/Tag.

Die beobachteten teratogenen Effekte bei Ratten und Kaninchen waren ähnlich zu den

Effekten, die mit Carboanhydrase-Inhibitoren beobachtet wurden, die nicht mit Fehlbildungen

beim Menschen assoziiert waren. Auswirkungen auf das Wachstum zeigten sich ebenso

durch geringere Gewichte bei der Geburt und während der Laktation bei Jungtieren von

weiblichen Ratten, die während der Gestation und Laktation mit 20 oder 100 mg/kg/Tag

behandelt wurden. Bei Ratten passiert Topiramat die Plazenta-Schranke.

Bei juvenilen Ratten führte die tägliche orale Gabe von Topiramat in Dosen bis zu 300 mg/kg/

Tag während der Entwicklungsphase entsprechend dem Säuglingsalter, der Kindheit und

dem Jugendalter zu Toxizitäten ähnlich zu denen bei erwachsenen Tieren (verminderte

Futteraufnahme mit verminderter Zunahme des Körpergewichtes, zentrolobuläre

hepatozelluläre Hypertrophie). Es gab keine relevanten Effekte auf das Wachstum der

Röhrenknochen (Tibia) oder die Knochenmineral-Dichte (Femur), auf die Phase vor der

Entwöhnung und die Reproduktionsentwicklung, auf die neurologische Entwicklung

(einschließlich Beurteilung des Gedächtnisses und des Lernvermögens), auf Paarung und

Fertilität oder Hysterotomie-Parameter.

In einer Serie von in vitro und in vivo Mutagenitätsuntersuchungen zeigte Topiramat kein

genotoxisches Potential.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Topiramat-Hormosan 25 mg

Filmtablettenkern:

Mannitol (Ph.Eur.)

Vorverkleisterte Maisstärke

Mikrokristalline Cellulose

Croscarmellose-Natrium

Hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Opadry II Weiß 85F18422 (Poly(vinylalkohol), Titandioxid (E171), Macrogol 3350, Talkum)

Topiramat-Hormosan 50 mg

Filmtablettenkern:

Mannitol (Ph.Eur.)

Vorverkleisterte Maisstärke

Mikrokristalline Cellulose

Croscarmellose-Natrium

Hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Opadry II Gelb 85G32312 (Poly(vinylalkohol), Talkum, Titandioxid (E171), Macrogol 3350,

Entölte Phospholipide aus Sojabohnen , Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

Topiramat-Hormosan 100 mg

Filmtablettenkern:

Mannitol (Ph.Eur.)

Vorverkleisterte Maisstärke

Mikrokristalline Cellulose

Croscarmellose-Natrium

Hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Opadry II Gelb 85G32313 (Poly(vinylalkohol), Talkum, Titandioxid (E171), Macrogol 3350,

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O, Entölte Phospholipide aus Sojabohnen)

Topiramat-Hormosan 200 mg

Filmtablettenkern:

Mannitol (Ph.Eur.)

Vorverkleisterte Maisstärke

Mikrokristalline Cellulose

Croscarmellose-Natrium

Hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Opadry II Rosa 85G34776 (Poly(vinylalkohol), Talkum, Titandioxid (E171), Macrogol 3350,

Entölte Phospholipide aus Sojabohnen, Eisen(III)-oxid)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

keine

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

HDPE - Tablettenbehälter mit LDPE-Verschlusskappe

25 mg Filmtabletten:

28, 100 und 200 Filmtabletten

50 mg, 100 mg Filmtabletten:

50, 100 und 200 Filmtabletten

200 mg Filmtabletten:

100 und 200 Filmtabletten

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Keine speziellen Hinweise

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Hormosan Pharma GmbH

Wilhelmshöher Straße 106

60389 Frankfurt/Main

Tel.: (0 69) 47 87 30

Fax: (0 69) 47 87 316

E-Mail: info@hormosan.de

www.hormosan.de

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

64819.00.00

64820.00.00

64821.00.00

64822.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 16. Februar 2009

10.

STAND DER INFORMATION

März 2013

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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