Topirafinelin 200 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Topiramat
Verfügbar ab:
Alchemia Limited
INN (Internationale Bezeichnung):
Topiramate
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Topiramat 200.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
64834.00.00

PACKUNGSBEILAGE

GEBRAUCHSINFORMATION:INFORMATIONFÜRDENANWENDER

Topirafinelin200mgFilmtabletten

Topiramat

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Arzneimittelsbeginnen.

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WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoderApotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritteweiter.Es

kannanderenMenschenschaden,auchwenndiesediegleichenBeschwerdenhabenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSie

Nebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,

informierenSiebitteIhrenArztoderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1. WasistTopirafinelinundwofürwirdesangewendet?

2. WasmüssenSievorderEinnahmevonTopirafinelinbeachten?

3. WieistTopirafinelineinzunehmen?

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5. WieistTopirafinelinaufzubewahren?

6. WeitereInformationen

1. WASISTTOPIRAFINELINUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

Epilepsie:

zurMonotherapiebeiErwachsenenundKindernab2JahrenmitneudiagnostizierterEpilepsieoder

zurUmstellungaufeineMonotherapie(d.h.eineBehandlungausschließlichmitTopirafinelin);

zurZusatztherapiebeiErwachsenenundKindernab2Jahrenmit

-fokalenepileptischenAnfällenmitoderohnesekundärerGeneralisierung,

-primärgeneralisiertentonisch-klonischenAnfällenund

-epileptischenAnfällenbeimLennox-Gastaut-Syndrom.

Migräne:

TopirafinelinwirdauchzurVerhinderunghäufigwiederkehrenderMigränekopfschmerzenbei

Erwachsenenangewendet,wenneinefrühereBehandlungmitanderenArzneimittelnnichterfolgreich

war.

2. WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVONTOPIRAFINELINBEACHTEN?

Topirafinelindarfnichteingenommenwerden,

- Sieüberempfindlich(allergisch)gegenüberTopiramat,Soja,Erdnussodereinemder

sonstigenBestandteilevonTopirafinelin200mgFilmtablettensind.

-beiderAnwendungzurVorbeugungvonMigränekopfschmerzen,wennSieschwangersind

oderwennSieeineFrauingebärfähigemAltersindundkeinewirksameVerhütungsmethode

anwenden(sieheSchwangerschaft).

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonTopirafinelinisterforderlich,

-wennSieeineLeber-oderNierenerkrankunghaben(IhrArztmussIhnen

gegebenenfallseineniedrigereTopiramat-Dosisverschreiben)

-wennSieNierensteinehabenoderwennSieoderIhreleiblichenVerwandtenfrüher

Nierensteinehatten

-wennSiewährendderBehandlungplötzlichkurzsichtigwerdenund/oderwennSie

SchmerzenindenAugenbekommen,kannessichmöglicherweiseumeinSyndrom

handeln,dasdurchTopiramathervorgerufenwirdundmiteinemAnstiegdes

Augeninnendrucksverbundenist(Glaukombzw.grünerStar).

Nierensteinbildung

TopirafinelinerhöhtdasRisikoderNierensteinbildungbeiPatienten,dieeineAnfälligkeitfürdiese

Erkrankungbesitzen.DasRisikoderNierensteinbildungkanndurchausreichendeFlüssigkeitszufuhr

verringertwerden.AußerdemsolltenwährendderAnwendungvonTopirafinelinandereArzneimittel,

diezuNierensteinenführensowieeinefettreicheundkohlenhydratarmeDiätvermiedenwerden.

Schwitzen

Topirafinelinkann–vorallembeiKindern–dasSchwitzenverringern,undzueinemAnstiegder

KörpertemperaturbeisportlichenAktivitätenundAufenthaltinwarmerUmgebungführen.Eine

ausreichendeFlüssigkeitszufuhrvorundwährenddesSportsundAufenthaltsinwarmerUmgebung

könnendasRisikovonhitzebedingtenunerwünschtenEreignissenwieKopfschmerzenundÜbelkeit

verringern.

ZuvielSäureimBlut(Azidose)

TopiramatkanndenSerum-Bicarbonatspiegelsenken;diesistzuBeginnderBehandlungsowiezu

jedemBehandlungszeitpunktmöglich.BedingungenoderTherapien,diedasAuftreteneinerAzidose

begünstigen,sindNierenerkrankungen,schwereAtemwegserkrankungen,epileptischeAnfälle,die

längerals30Minutenandauern(Statusepilepticus),Durchfälle,chirurgischeEingriffe,fett-und

proteinreiche(ketogene)DiätoderbestimmteArzneimittel.

EinechronischemetabolischeAzidoseerhöhtdasRisikoderNierensteinbildung,undkannbei

pädiatrischenPatientenzueinerOsteomalazie(Rachitis)führenunddasWachstumverlangsamen.Ihr

ArztwirdgegebenenfallsdieDosisverringernoderTopiramat(durchausschleichendeVerringerungder

Dosis)absetzen.

Stimmungsschwankungen,depressiveGefühle

Esistmöglich,dassSiewährendderEinnahmevonTopirafinelineineÄnderungIhrerStimmung

bemerkenoderdepressiveGefühleerleben.EinegeringeAnzahlvonPatienten,diemitAntiepileptika

wieTopiramatAlchemiabehandeltwurden,hattenGedankendaransichselbstzuverletzenodersich

dasLebenzunehmen.WennSiezuirgendeinemZeitpunktsolcheGedankenhaben,setzenSiesich

sofortmitIhremArztinVerbindung.

GewichtsverlustwährendderBehandlungvonMigräne

WennsieTopirafinelinzurVorbeugunggegenMigränekopfschmerzeneinnehmen,kontrollierenSie

bitteIhrGewicht.WennesbeiIhnenzueinemdeutlichenundanhaltendenGewichtsverlustkommt,

teilenSiediesbitteIhremArztmit.GegebenenfallswirddasAbsetzenderBehandlunginBetracht

gezogen.

DerHDPEBehälterenthälteineTrockenmittelkapsel.Diesedarfnichteingenommenwerden.

KinderundJugendliche

Epilepsie

DiesesArzneimittelistnichtfürdieAnwendungbeiKindernunter2Jahrenbestimmt,dafürdiese

AltersgruppenochkeineausreichendenklinischenErfahrungenvorliegen.

Migräne

DiesesArzneimittelsolltebeiKindernundJugendlichennichtangewendetwerden,dafürdiese

AltersgruppeinderMigräneprophylaxenochkeineausreichendenklinischenErfahrungenvorliegen.

SchwangerschaftundStillzeit

Epilepsie

WiebeianderenAntiepileptikamussbeiderEinnahmevonTopirafinelinwährendderSchwangerschaft

insbesondereaberbeiderEinnahmemehrereverschiedenerAntiepileptikamiteinemerhöhten

FehlbildungsrisikofürdasungeboreneKindgerechnetwerden.VorgeburtlicheMaßnahmenzur

FrüherkennungvonSchädigungen(UltraschallundBestimmungvonAlphafetoprotein)werdendaher

empfohlen.

WennSieimgebärfähigemAlteroderbesonders,wennSieschwangersind,dürfenSieTopiramat,den

WirkstoffvonTopirafinelinnureinnehmen,wennIhrArztdiesfürzwingenderforderlichhältundkeine

TherapiealternativenzurVerfügungstehen.

WennSieeineSchwangerschaftplanenoderbeiIhnenunterderBehandlungmitTopirafinelineine

SchwangerschafteintrittoderwenndieBehandlungmitTopirafinelininderSchwangerschaft

erforderlichist,mussIhrArztdieNotwendigkeiteinerAnfallskontrollesorgfältiggegendasmögliche

RisikofürdasKindabwägen.WährendderSchwangerschaftsollteTopirafinelinmöglichstals

MonotherapieundinderniedrigstenwirksamenDosisangewendetwerden.InkeinemFalldürfenSie

dieEinnahmeohneärztlichenRatabbrechen,daesbeiepileptischenAnfällenzurSchädigungdes

Kindeskommenkann.

DaTopiramat,derWirkstoffausTopirafinelin,indieMuttermilchübergehtundNebenwirkungenfür

denSäuglingnichtausgeschlossenwerdenkönnen,mussIhrbehandelnderArztentscheiden,obdie

BehandlungmitTopirafinelinabgebrochenwird(unterBerücksichtigungderNotwendigkeitder

EpilepsiebehandlungfürdieMutter)oderobSieabstillenmüssen.

Migräne

WiebeianderenMedikamentendieserWirkstoffklassemussbeiderEinnahmevonTopirafinelin

währendderSchwangerschaftmiteinemerhöhtenFehlbildungsrisikofürdasungeboreneKind

gerechnetwerden.SiedürfendaherTopirafinelinnichtinderSchwangerschafteinnehmen(siehe2.1).

WennSieimgebärfähigenAltersind,solltenSiewährendeinerTherapiemitTopirafinelineine

adäquateMethodezurEmpfängnisverhütunganwenden.BittebefragenSiehierzuunbedingtIhrenArzt.

DaTopiramat,derWirkstoffausTopirafinelin,indieMuttermilchübergehtundNebenwirkungenfür

denSäuglingnichtausgeschlossenwerdenkönnen,sollenSieTopirafinelinwährendderStillzeitnicht

einnehmen.HälteinArzteineTherapiemitTopirafinelininderStillzeitfürzwingenderforderlich,

müssenSieabstillen.

AbsetzenderTherapie

Topirafinelinsollteschrittweise(ausschleichend)abgesetztwerden,umdasRisiko,dasserneutAnfälle

auftreten,zuvermindern.

BeiEinnahmevonTopirafinelinmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimitteleinnehmenbzw.vor

kurzemeingenommenhaben,auchwennessichumnichtverschreibungspflichtigeArzneimittel

handelt.

AndereMittelgegenEpilepsie(Antiepileptika):

TopirafinelinhatkeinenklinischrelevantenEinflussaufandereMittelgegenEpilepsie,die

Carbamazepin,Phenobarbital,Primidon,ValproinsäureoderLamotriginenthalten.Bei

gleichzeitigerTherapiemitPhenytoin-haltigenArzneimittelnistgelegentlicheinerhöhter

Phenytoin-Blutspiegelbeobachtetworden.PhenytoinundCarbamazepinkönnendenTopiramate

Alchmemia-Blutspiegelsenken.

Digoxin:

TopirafinelinkanndenDigoxin-Blutspiegelsenken.

HormonaleEmpfängnisverhütungsmittel(Anti-Baby-Pille):

DerEinflussaufhormonaleEmpfängnisverhütungsmittelwurdeinklinischenStudiengeprüft.Hierbei

ergabsichinallengeprüftenDosierungenkeinEinflussaufdieGestagenkomponente;einEinflussauf

dieEstrogenkomponentewurdeinDosierungenab200mgTopiramatproTaginKombinationmit

Valproinsäurebeobachtet.DahersolltedieMöglichkeiteinervermindertenempfängnisverhütenden

WirksamkeitunddasAuftretenvonDurchbruchblutungenbeachtetwerden.Dieempfängnisverhütende

Wirksamkeitkannauchvermindertsein,wennkeineDurchbruchblutungenauftreten.

WennSiehormonelleVerhütungsmitteleinnehmen,solltenSieIhremArztjedeVeränderung

IhrerMonatsblutungmitteilen.

Lithium:

WennSieeineLithiumtherapieerhaltenundgleichzeitigTopiramateinnehmen,solltendie

Lithiumspiegelüberwachtwerden.

Hydrochlorothiazid(HCTZ):

HCTZerhöhteineinerStudiediePlasmaspiegelvonTopiramatumca.30%,sodasseine

Dosiserniedrigungratsamseinkann.WeiterhinergabensichHinweise,dassHCTZdie

KaliumspiegelinKombinationmitTopiramatstärkersenkt.

Metformin:

WirdTopirafinelinbeiPatientenunterMetformin-Therapieneueingesetztoderabgesetzt,sollten

dieBlutzuckerwertesorgfältigkontrolliertwerden,daderMetformin-Blutspiegeldurch

Topirafinelinerhöhtwerdenkann.

Pioglitazon:

IneinerStudiesenkteTopiramatdiePlasmaspiegelvonPioglitazonundseinesaktiven

Metaboliten,wobeidieklinischeBedeutungoffenbleibt.BeiKombinationderbeiden

MedikamentesolltendieRoutinekontrollenbeiDiabetesmellitusbesonderssorgfältigüberwacht

werden.

Glibenclamid:

WirdTopiramatbeiPatientenuntereinerGlibenclamid-Therapieneueingesetztoderabgesetzt,

solltensorgfältigeRoutineuntersuchungenbeiBlutzuckerkrankheitdurchgeführtwerden,dader

GlibenclamidspiegelbeigleichzeitigerTherapiemitTopiramatvermindertseinkann,wodurch

dieBlutzuckerspiegelansteigenkönnen.

Arzneimittel,diedasRisikofürNierensteinbildungerhöhenkönnen:

TopirafinelinkanninKombinationmitanderenMitteln,dieeineNierensteinbildungfördern,zu

einemerhöhtenNierensteinrisikoführen.DiegleichzeitigeEinnahmesolcherMittel,insbesondere

vonAcetazolamid,Triamteren,ZonisamidundVitaminCinMengenüber2g/Tag,solltedaher

vermiedenwerden.

Valproinsäure:

DiegleichzeitigeGabevonTopiramatundValproinsäurewurdemiteinembestimmtenerhöhten

Blutwert(Ammoniak)mitundohnebegleitendeGehirnfunktionsstörungbeiPatientenin

Verbindunggebracht.

Carboanhydrase-Inhibitoren:

DiegleichzeitigeEinnahmevonCarboanhydrase-Inhibitorenwiez.B.Sultiam,Zonisamid(eine

bestimmteArzneimittelgruppeu.a.zurEpilepsiebehandlung)undTopirafinelinkann

möglicherweiseNebenwirkungen,diedurchdieHemmungdesEnzymsCarboanhydrasebedingt

sind,verstärken.

ZentraldämpfendeWirkstoffeundAlkohol:

Wechselwirkungensindnichtauszuschließen.

AusKinetikstudienergabensichHinweise,dassTopiramatFlunarizinundDiltiazemsowiedie

MetabolitenvonAmitryptilin,Haloperidol,DiltiazemundPropranololbeeinflusst.Propranololund

DiltiazemerhöhendenPlasmaspiegelvonTopiramat.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

TopirafinelinkannauchbeibestimmungsgemäßemGebrauchundbesondersinderAnfangsphaseder

TherapieSchwindel,SchläfrigkeitundähnlicheSymptomeverursachen.DieFähigkeitzurTeilnahme

amStraßenverkehroderzumBedienenvonMaschinenkanndadurchbeeinträchtigtwerden.Diesgilt

inverstärktemMaßeimZusammenwirkenmitAlkohol.

3. WIEISTTOPIRAFINELINEINZUNEHMEN?

NehmenSieTopirafinelinimmergenaunachderAnweisungdesArztesein.

BittefragenSiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganzsichersind.

ArtderAnwendung

ZumEinnehmen

NehmenSiebitteTopirafinelin200mgFilmtablettenganz,unzerkautundmitausreichendFlüssigkeit

ein.DieEinnahmekannunabhängigvondenMahlzeitenerfolgen.

FallsvomArztnichtanderesverordnet,

wirddieTherapiemiteinerniedrigenDosisbegonnenundbiszueinerwirksamenZieldosisgesteigert.

HierfürstehenweitereStärkenundDarreichungsformenvonTopirafinelinzurVerfügung.

TopirafinelinsollteaufzweiEinzelgabenverteilt(morgensundabends)eingenommenwerden.Bei

einigenPatientenistauchdieEinmalgabemöglich.

PatientenunterHämodialyse(Blutwäsche):

DaTopiramatdurchBlutwäsche(Hämodialyse)ausdemBlutplasmaentferntwird,istesnotwendig,

beiHämodialyse-PatientenamTagderDialysedieDosisumca.dieHälftezuerhöhen.DieseErhöhung

sollteaufzweiDosenverteiltwerden:unmittelbarvorundbeiBeendigungderDialyse.Diezusätzlich

benötigteDosiskannvonderverwendetenDialysemethodebzw.demDialysegerätabhängigsein.

Epilepsie

Monotherapie(BehandlungderEpilepsieausschließlichmitTopiramateAlchmemia):

Erwachsene:

DieEindosierungsollteindererstenWochemit25mgTopiramat/Tagabendsbeginnen.Anschließend

solltedieDosisalle1-2Wochenum25-50mgTopiramat/Taggesteigertwerden.

DieanfänglichempfohleneZieldosisfürErwachseneliegtinderMonotherapiebei100mgTopiramat

proTag.DiemaximalempfohleneTagesdosisbeträgt500mgTopiramat.

Kinder ³2Jahre:

DieEindosierungsollteindererstenWochemit0,5-1mg/kgKörpergewicht/Tagabendsbeginnen.

AnschließendsolltedieDosisalle1-2Wochenum0,5-1mg/kgKörpergewicht/Taggesteigertwerden.

DieanfänglichempfohleneZieldosisfürKinderab2JahrenbeträgtinderMonotherapie3-6mg/kg

Körpergewicht/Tag.

Zusatztherapie(BehandlungmitTopirafinelinbeigleichzeitigerEinnahmeandererMittelgegen

Epilepsie):

Erwachsene:

DieEindosierungsollteindererstenWochemit25-50mgTopiramat/Tagabendsbeginnen.

AnschließendsolltedieDosisalle1-2Wochenum25-50mgTopiramat/Taggesteigertwerden.

DieempfohleneErhaltungsdosisliegtinderZusatztherapiezwischen200mgund400mg

Topiramat/Tag.

Kinder ³2Jahre:

DieempfohleneDosisbeträgtfürKinderab2Jahren5bis9mg/kgKörpergewicht/Tag.Inderersten

WochesolltedieEindosierungmit25mgTopiramat/Tagabendsbeginnen(oderweniger,dem

KörpergewichtentsprechendineinemDosierungsbereichzwischen0,5und1mg/kg

Körpergewicht/Tag).AnschließendsolltedieDosisalle1-2Wochenumca.1mg/kg

Körpergewicht/Taggesteigertwerden.

Tagesdosenbiszu30mg/kgKörpergewicht/TagwurdenuntersuchtundimAllgemeinengutvertragen.

WeitereAngaben:

Dosisanpassung:

EineBestimmungdesTopiramateAlchmemia-Blutspiegelsistnichtnotwendig,dakeinedirekte

BeziehungzwischenderWirksamkeitunddemTopiramateAlchmemia-Blutspiegelbesteht.

BehandlungsendesieheAbschnitt2.2.2.

Migräne

DieEindosierungsollteindererstenWochemit25mgTopiramat/Tagabendsbeginnen.Anschließend

solltedieDosisjedeWochenum25mgTopiramat/Taggesteigertwerden.BeiBedarfkönnenlängere

IntervallezwischendenDosissteigerungengewähltwerden.

DieüblicheDosisliegtbei50-100mgTopiramat/Tag.EinigePatientenkönnenvonniedrigerenDosen

profitieren.

BehandlungsendesieheAbschnitt2.2.3.

WennSieeinegrößereMengevonTopirafinelineingenommenhaben,alsSiesollten

AnzeichenundSymptomenacheinerÜberdosierungkönnensein:Kopfschmerzen,Krämpfe

(Konvulsionen), Schläfrigkeit, Sprachstörungen, verschwommenes Sehen, Doppelbilder,

Denkstörungen,Lethargie,Koordinationsstörung,krankhafteErstarrung(Stupor),niedrigerBlutdruck

(Hypotonie),Bauchschmerzen,Unruhe(Agitation),Schwindel,Depression.Schwerwiegende

FolgeerscheinungenwurdenindenmeistenFällennichtbeobachtet,abereswurdeüberTodesfällenach

gleichzeitigerÜberdosierungsehrvielerunterschiedlicherSubstanzen,Topiramateingeschlossen,

berichtet.EineÜberdosierungmitTopirafinelinkannzuübermäßigemSäuregehaltdesBlutes

(metabolischeAzidose)undverminderterKaliumkonzentrationimBlut(Hypokaliämie)führen(siehe

Abschnitt2.2).

HinweisefürdenbehandelndenArztimFalleeinerÜberdosierung:

BeiakuterÜberdosierungmitTopiramatsolltebeikürzlichzurückliegenderEinnahmeunverzüglich

eineMagenentleerungdurchMagenspülungoderInduktionvonErbrechenherbeigeführtwerden.In

vitroerwiessichAktivkohlealsAdsorbensvonTopiramat.AllgemeinunterstützendeMaßnahmenund

Vorsichtsmaßnahmensindindiziert.TopiramatkannmittelsHämodialysesehreffektivausdemBlut

entferntwerden.AufeineausreichendeFlüssigkeitszufuhrsolltegeachtetwerden.

WennSiedieEinnahmevonTopirafinelinvergessenhaben,

setzenSiedieEinnahmezumnächstenvorgesehenenZeitpunktinderverordnetenDosierungfort.

4. WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannTopirafinelinNebenwirkungenhaben,dieabernichtbeijedemauftreten

müssen.DieNebenwirkungenkönnenvorallemzuTherapiebeginnundinderPhasederEindosierung

auftreten.SchnellereAufdosierungundhöhereAnfangsdosierungenwarenmithöherenHäufigkeiten

unerwünschterEreignisse,diezumTherapieabbruchführten,verbunden.

BeidenHäufigkeitsangabenzuNebenwirkungenwerdenfolgendeKategorienzugrunde

gelegt:

Sehrhäufig: mehrals1Behandeltervon10

Häufig: 1bis10Behandeltevon100

Gelegentlich: 1bis10Behandeltevon1.000

Selten: 1bis10Behandeltevon10.000

Sehrselten: wenigerals1Behandeltervon10.000

Nichtbekannt: HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar

KlinischeStudien:

Erwachsene:

ErkrankungendesBlutesunddes

Lymphsystems häufig:Blutarmut,VerminderungderweißenBlutkörper-

chen

sehrselten:thromboembolischeEreignisse(nichtnäher

beschrieben)

nichtbekannt:VerminderungderBlutplättchen,Schwel-

lungderLymphknoten,ErhöhungbestimmterBlutkörper-

chen(Eosinophilie)

Gefäßerkrankungen nichtbekannt:plötzlichesErröten,Schwindelgefühlbeim

Aufstehen,periphereKälte(Raynaud-Phänomen)

Herzerkrankungen nichtbekannt:Herzklopfen(Palpitationen)¸verlangsamte

Herztätigkeit

Stoffwechsel-undErnährungsstö-

rungen sehrhäufig:Appetitlosigkeit/Anorexie,verminderterAppe-

nichtbekannt:durcherhöhteChloridkonzentration/stoff-

wechselbedingteÜbersäuerungdesBlutes(hyperchlorämi-

sche/metabolischeAzidose)*1,verminderterKaliumgehalt

imBlut,erhöhterAppetit/Durst

PsychiatrischeErkrankungen sehrhäufig:VerlangsamungderDenkleistung,Ver-

wirrtheit, Depression*1, Sprach-/Sprechstörungen,

Nervosität

häufig:Schlaflosigkeit,Aggression,Erregung/Unruhe,

Wut,Ängstlichkeit,Teilnahmslosigkeit,Stimmungs-

schwankungen,Stimmungsprobleme,Psychose,emotionale

Labilität

gelegentlich:Selbsttötungsgedanken,-versuch

sehrselten:Selbsttötung

nichtbekannt:Verhaltensauffälligkeit,Veränderungendes

sexuellenEmpfindens(verminderteLibido),Ablenkbar-

keit/Unruhe,Schlafstörungen(Einschlaf-,Durchschlafstö-

rungen,frühesmorgendlichesErwachen),Halluzina-

tionen/Paranoia,panischesVerhalten(einschl.Attacken),

Wiederholen von Bewegungen und Wörtern,

Lese-/Schreibschwäche,Denkstörung,Traurigkeit/Weinen

ErkrankungendesNervensystems sehrhäufig:Somnolenz/Benommenheit,Schwindel,Ge-

fühlsstörungen(z.B.Kribbeln,Pelzigsein,Ameisenlaufen)

*1,verminderteBerührungs-undDrucksensibilitätder

Haut,Koordinationsstörung,Augenzittern(Nystagmus),

Gedächtnisstörungen,Konzentrations-/Aufmerksamkeits-

störung,Koordinationsstörungen,psychomotorischeVer-

langsamung/Einschränkung

häufig:Zittern,Gang-/Gehstörung,Geschmacksverände-

rungen/-missempfindungen,kognitiveProbleme,Gesichts-

felddefekt

nichtbekannt:Bewegungsarmut/-störung,verändertesGe-

ruchsempfinden,Empfindungsstörung,Kleinhirnsymptome

(nichtnäherbeschrieben),Ungeschicklichkeit,Erkran-

kungendesperipherenNervensystems,Ohnmacht

ErkrankungenderAtemwege,des

BrustraumsundMediastinums häufig:Atemnot,Nasenlaufen

nichtbekannt:verstopfteNase

Augenerkrankungen sehrhäufig:DoppelbilderundandereSehstörungen,

trockeneAugen

nichtbekannt:StörungendesScharfsehens,Sehstörungen

(vorrübergehende/einseitige Blindheit, Nachtblindheit,

Schwachsichtigkeit,Altersweitsichtigkeiteingeschränktes

GesichtsfeldauchmitLichtblitzenundFlimmern),

Glaukom,erhöhterTränenfluss,Pupillenerweiterung

ErkrankungendesOhrsunddes

Labyrinths häufig:Ohrenschmerzen,Ohrgeräusche

nichtbekannt:eingeschränktesHören,Taubheit(nerval

bedingt/einseitig)

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts sehrhäufig:Übelkeit,Durchfall

häufig: Bauchbeschwerden/Oberbauchschmerz/Bauch-

schmerz,Verstopfung,Verdauungsstörung,Mundtrocken-

heit,Magenschleimhautentzündung,RückflussvonMagen-

säureindieSpeiseröhre(gastroösophagealeReflux-

krankheit),Zahnfleischbluten

nichtbekannt:Unterbauchschmerz,Mundgeruch,Blä-

hungen,SchmerzimMundbereich,vermehrterSpeichel-

fluss

ErkrankungenderHautunddeshäufig:Hautverfärbungen,Haarausfall,(generalisierter)

Unterhautzellgewebes Juckreiz

nichtbekannt:verminderteSchweißbildung/veränderter

Hautgeruch,allergischeReaktion(Gesichtsschwellung,

lokalisierteNesselsucht),Hautrötung/-verfärbung

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-

undKnochenerkrankungen häufig:Muskelschmerzen,Muskelkrämpfe,Muskelzittern,

MuskelschmerzinderBrust

nicht bekannt: Muskelsteifheit,

Muskelschwäche/-müdigkeit, Flankenschmerz,

Gelenkschmerz

ErkrankungenderNierenund

Harnwege häufig:Nierensteine*1,schmerzhaftesWasserlassen,häu-

figesWasserlassen

nichtbekannt:eingeschränkteKontrolledesBlasenmus-

kels/Blasenschwäche,Nierenschmerzen,Nierenkoliken,

BlutimUrin,KristalleimUrin

ErkrankungenderGeschlechts-

organeundderBrustdrüse häufig:Erektionsstörung

nichtbekannt:sexuelleStörung

ErkrankungendesImmunsystems nichtbekannt:Überempfindlichkeit

AllgemeineErkrankungenundBe-

schwerdenamVerabreichungsort sehrhäufig:Müdigkeit/Fatigue,Gereiztheit,Kopfschmer-

häufig:Schwäche(Asthenie)

nichtbekannt:VeränderungendesGefühlserlebens,Un-

wohlsein,ErhöhungderKörpertemperatur

Untersuchungen sehrhäufig:Gewichtsverlust

nichtbekannt:verminderteBicarbonatwerteimSerum*1

*1sieheAbschnitt2."BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonTopirafinelinisterforderlich"

Kinderab2Jahren:

ÜberdieobengenanntenNebenwirkungenhinauswurdeninklinischenStudienbeiKindernab2Jahren

zusätzlichhäufig(1bis10Behandeltevon100)folgendeNebenwirkungenbeobachtet:vermehrte

Bewegungen(Hyperkinesien),Schwindel(Vertigo),Halluzinationen,Verhaltensauffälligkeiten,

Aufmerksamkeitsstörungen/Lernschwierigkeiten,Nasenbluten,Erbrechen,Fieberundverstärkter

Speichelfluss.

BerichteausklinischenStudiennachMarkteinführung:

ErkrankungendesBlutesunddes

Lymphsystems selten:VerminderungbestimmterweißerBlutkörperchen

(Neutropenie)

InfektionenundparasitäreErkran-

kungen sehrhäufig:EntzündungendesNasen-undRachenraumes

PsychiatrischeErkrankungen selten:GefühlvonHoffnungslosigkeit

Augenerkrankungen selten:akuteKurzsichtigkeit,SchwellungamAugenlid/um

dasAuge,Fremdkörpergefühl

nichtbekannt:Augeninnendruckerhöhung,Störungender

Augenbewegung

ErkrankungenderHautunddes

Unterhautzellgewebes schwereHaut-undSchleimhautreaktionen:

selten:Erythemamultiforme,Stevens-Johnson-Syndrom

sehrselten:toxischeepidermaleNekrolyse

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-

undKnochenerkrankungen gelegentlich:Gelenkschwellungen

selten:BeschwerdenindenGliedmaßen

ErkrankungenderNierenund

Harnwege selten:nierenbedingteÜbersäuerungdesBlutes(renale

tubuläreAzidose)

ErkrankungendesImmunsystems nichtbekannt:allergiebedingteSchwellung,Schwellungder

Bindehaut

AllgemeineErkrankungenundBe-

schwerdenamVerabreichungsort gelegentlich:grippeähnlicheSymptome

nichtbekannt:generalisierteSchwellung

Untersuchungen häufig:Gewichtszunahme

SpontanberichtenachMarkteinführung:

ZusätzlichzudenwährendklinischerStudienberichtetenunerwünschtenEreignissensindnachfolgend

Nebenwirkungenweltweit nach Zulassung sowie Spontanberichte über unerwünschte

Arzneimittelwirkungenaufgeführt.

DieangegebenenHäufigkeitenbeziehensichaufSpontanberichteüberunerwünschte

Arzneimittelwirkungen(bezogenaufdiegeschätzteExpositionnachPatientenjahren);genauere

Schätzungen,wiesieetwaausklinischenoderexperimentellenStudienhervorgehen,sinddarausnicht

abzuleiten.

ErkrankungendesBlutesunddes

Lymphsystems häufig:Blutarmut

gelegentlich:VerminderungderBlutplättchen

sehr selten: Verminderung bestimmter weißer

Blutkörperchen

Gefäßerkrankungen gelegentlich:niedrigerBlutdruck,ErweiterungderBlutge-

fäße,SchwellungderLymphknoten

Herzerkrankungen gelegentlich:verlangsamteHerztätigkeit,Herzklopfen

(Palpitationen)

Stoffwechsel-undErnährungsstö-

rungen sehrselten:stoffwechselbedingteÜbersäuerungdesBlutes

(metabolischeAzidose)*1,erhöhterAmmoniakgehaltdes

Blutes*2

InfektionenundparasitäreErkran-

kungen sehrselten:EntzündungendesNasen-undRachenraumes

PsychiatrischeErkrankungen häufig:Schlafstörungen(diesebeinhaltenSchlaflosigkeit,

Einschlaf-undDurchschlafstörungensowieschlechte

Schlafqualität)

gelegentlich:Impotenz,Libidoverlust

sehr selten: psychotische Störung, Gefühl der

Hoffnungslosigkeit,sprachlicheAusdrucksstörung

ErkrankungendesNervensystems häufig:Muskelkrämpfe,Muskelzittern,muskuläreSteifheit

gelegentlich:übermäßigeBewegungsaktivität,Bewegungs-

armut

selten:Konvulsion,Kopfschmerzen

sehrselten:Amnesie,Konvulsion(beiAbdosierung)*1

ErkrankungenderAtemwege,des

BrustraumsundMediastinums häufig:Atemnot

Augenerkrankungen sehrselten:akuteKurzsichtigkeit,Augeninnendrucker-

höhung*1,Augenschmerzen,vorübergehendeBlindheit*1,

Fremdkörpergefühl,SchwellungamAugenlid/umdas

Auge,StörungenderAugenbewegung

ErkrankungendesOhrsunddes

Labyrinths gelegentlich:Ohrgeräusche

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts sehrhäufig:Durchfall

häufig:Erbrechen,Verstopfung

gelegentlich:EntzündungderBauchspeicheldrüse

sehrselten:akuteEntzündungderBauchspeicheldrüse

ErkrankungendesImmunsystems nichtbekannt:allergiebedingteSchwellung,Schwellungder

Bindehaut

ErkrankungenderHautunddes

Unterhautzellgewebes häufig:Haarausfall

gelegentlich:Nesselsucht

sehrselten:Hautausschlag,schwereHaut-undSchleim-

hautreaktionen (Erythema multiforme,

Stevens-Johnson-Syndrom,toxischeepidermaleNekrolyse)

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-

undKnochenerkrankungen gelegentlich:Gelenkschmerz,Muskelschwäche

sehrselten:BeschwerdenindenGliedmaßen

ErkrankungenderNierenund

Harnwege häufig:schmerzhaftesWasserlassen

gelegentlich:Harninkontinenz

sehrselten:nierenbedingteÜbersäuerungdesBlutes(renale

tubuläreAzidose)

AllgemeineErkrankungenundBe-

schwerdenamVerabreichungsort gelegentlich:ErhöhungderKörpertemperatur

selten:vermindertesSchwitzen(Oligohidrosis)*1,3

sehrselten:grippeähnlicheSymptome,generalisierte

Schwellung

Untersuchungen sehrselten:Gewichtszunahme

*1sieheAbschnitt2."BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonTopirafinelinisterforderlich"

*2sieheAbschnitt2."BeiEinnahmevonTopirafinelinmitanderenArzneimitteln"

*3MehrheitdieserBerichtebeiKindern

BeiPatienten,diemitTopirafinelinalleinodergleichzeitigmitanderenArzneimittelnbehandeltwurden,

wurdeübererhöhteLeberfunktionswerteberichtet.InEinzelfällenwurdenbeiPatienten,diemiteiner

VielzahlvonArzneimittelnundTopirafinelinbehandeltwurden,BerichteüberLeberversagenund

Leberentzündung(Hepatitis)bekannt.

InEinzelfällenwurdeunterderBehandlungmitTopiramatüberdasAuftretenschwererHaut-und

Schleimhautreaktionen(einschließlichErythemamultiforme,Pemphigus,Stevens-Johnson-Syndromund

toxischeepidermaleNekrolyse)berichtet;sieheauchBerichteausklinischenStudien/Spontanberichte

nachMarkteinführung.WennsolcheReaktionenauftreten,sollteTopirafinelinsoschnellwiemöglich

abgesetztwerden.

DosisabhängigeNebenwirkungensindinderRegelbeiMigräneselteneralsbeiEpilepsie,dabei

MigräneniedrigereDosenverwendetwerden.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSie

erheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformation

angegebensind.

TopirafinelinkannsehrseltenallergischeReaktionenhervorrufen.

5. WIEISTTOPIRAFINELINAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufdemUmkartonunddemBehältnisangegebenen

Verfallsdatumnichtmehrverwenden.

6. WEITEREINFORMATIONEN

WasTopirafinelinenthält

DerarzneilichwirksameBestandteilistTopiramat.

1Filmtabletteenthält200mgTopiramat.

DiesonstigenBestandteilesind:

Mannitol(Ph.Eur.);VorverkleisterteMaistärke;MikrokristallineCellulose;Croscarmellose-Natrium,

hochdispersesSiliciumdioxid;Magnesiumstearat(Ph.Eur.);OpadryIIrosa85G34776

(Poly(vinylalkohol),Talkum,FarbstoffTitandioxid(E171),Macrogol3350;EntöltePhospholipideaus

Sojabohnen,Eisen(III)-oxid)

WieTopirafinelinaussiehtundInhaltderPackung

Topirafinelinsindovale,bikonvexe,lachsfarbeneFilmtablettemitdemAufdruckV5.

Topirafinelin200mgFilmtablettensindinPackungenmit50,100und200Filmtablettenerhältlich.

PharmazeutischerUnternehmer

AlechmiaLtd.

5thFloor

86JermynStreet

London

SW1Y6AW

Hersteller

Actavishf.

Reyjavíkurvegur78

220Hafnarfjördur

Island

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztgenehmigtim{06/2009}

1. BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Topirafinelin25mgFilmtabletten

Topirafinelin50mgFilmtabletten

Topirafinelin100mgFilmtabletten

Topirafinelin200mgFilmtabletten

2. QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

1FilmtabletteTopirafinelin25mgenthält25mgTopiramat.

1FilmtabletteTopirafinelin50mgenthält50mgTopiramat.

1FilmtabletteTopirafinelin100mgenthält100mgTopiramat.

1FilmtabletteTopirafinelin200mgenthält200mgTopiramat.

SonstigeBestandteilesiehePkt.6.1

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Topirafinelin25mg

weiße,rundebikonvexeTablettemitderMarkierung„V1“.

Topirafinelin50mg

hellgelbe,rundebikonvexeTablettemitderMarkierung„V3“.

Topirafinelin100mg

gelbe,rundebikonvexeTablettemitderMarkierung„V4“.

Topirafinelin200mg

lachsfarbene,ovalebikonvexeTablettemitderMarkierung„V5“.

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Epilepsie

ZurMonotherapiebeiErwachsenenundKindernab2JahrenmitneudiagnostizierterEpilepsieoder

zurUmstellungaufeineMonotherapie.

ZurZusatztherapiebeiErwachsenenundKindernab2Jahrenmit

-fokalenepileptischenAnfällenmitoderohnesekundärerGeneralisierung,

-primärgeneralisiertentonisch-klonischenAnfällenund

-epileptischenAnfällenbeimLennox-Gastaut-Syndrom.

Migräne

Erwachsene:ZurMigräneprophylaxealsMittelderzweitenWahl.

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

ZureinschleichendenDosierungstehenTOPIRAMAT25mgFilmtablettenzurVerfügung.Die

EindosierungsolltedurchdasklinischeBildbestimmtwerden.

DieEinnahmederTOPIRAMATFilmtablettenkannunabhängigvondenMahlzeitenerfolgen.

TOPIRAMATFilmtablettensindganz,unzerkautundmitausreichendFlüssigkeiteinzunehmen.

PatientenunterHämodialyse:

DaTopiramatdurchHämodialyseausdemBlutplasmaentferntwird,istesnotwendig,bei

Hämodialyse-PatientenamTagderDialysedieDosisumca.dieHälftezuerhöhen.DieseErhöhung

sollteaufzweiDosenverteiltwerden:unmittelbarvorundbeiBeendigungderDialyse.Diezusätzlich

benötigteDosiskannvonderangewendetenDialysemethodebzw.demDialysegerätabhängigsein

(sieheauchAbschnitt4.4.1).

Epilepsie

DosierunginderMonotherapie:

WerdenbislangverabreichteAntiepileptikaabgesetzt,umaufdieMonotherapiemitTopiramat

umzustellen,wirddaslangsameAusschleichenderbisherigenMedikationempfohlen.Werden

enzyminduzierendeAntiepileptikaabgesetzt,steigtderTopiramat-Plasmaspiegelan.Daherkann,falls

klinischindiziert,eineniedrigereTopiramat-Dosierungerforderlichsein.

Erwachsene:

DieEindosierungsollteindererstenWochemit25mgTopiramat/Tagabendsbeginnen.Anschließend

solltealle1-2WochendieDosisum25-50mgTopiramat/Tag,verteiltaufzweiEinzelgaben,

gesteigertwerden.

DieempfohleneinitialeZieldosisfürErwachseneliegtinderMonotherapiebei100mgTopiramatpro

Tag.DiemaximalempfohleneTagesdosisbeträgt500mgTopiramat.

Kinder2Jahre:

DieEindosierungsollteindererstenWochemit0,5-1mg/kgKG/Tagabendsbeginnen.Anschließend

solltedieDosisalle1-2Wochenum0,5-1mg/kgKG/Tag,verteiltaufzweiEinzelgaben,gesteigert

werden.

DieempfohleneinitialeZieldosisfürKinderab2JahrenbeträgtinderMonotherapie3-6mg/kg

KG/Tag.

DosierunginderZusatztherapie:

Erwachsene:

DieEindosierungsollteindererstenWochemit25-50mgTopiramat/Tagabendsbeginnen.

Anschließendsolltealle1-2WochendieDosisum25-50mgTopiramat/Tag,verteiltaufzwei

Einzelgaben, gesteigertwerden. BeieinigenPatienten istauchdieEinmalgabemöglich.

DieüblichetäglicheErhaltungsdosisfürErwachseneliegtinderZusatztherapiezwischen200mgund

400mgTopiramat/Tag,verteiltaufzweiEinzelgaben.

Kinder2Jahre:

DieempfohleneDosisbeträgtfürKinderab2JahreninderZusatztherapie5-9mgTopiramat/kg

KG/Tag,verteiltaufzweiEinzelgaben.IndererstenWochesolltedieEindosierungmit25mg

Topiramat/Tagabendsbeginnen(oderweniger,basierendaufeinemDosierungsbereichzwischen0,5

und1mg/kgKG/Tag).AnschließendsolltedieDosisalle1-2Wochenumca.1mg/kgKG/Tag,

verteiltaufzweiEinzelgaben,gesteigertwerden.

Tagesdosenbiszu30mg/kgKG/TagwurdenuntersuchtundimAllgemeinengutvertragen.

WeitereAngabenzurDosierung:

Dosisanpassung:

BeiBedarfkönnengeringereDosissteigerungenoderlängereIntervallezwischenden

Dosissteigerungengewähltwerden.

EineBestimmungderTopiramat-PlasmaspiegelzurOptimierungderBehandlungistnichtnotwendig,

dakeinedirekteBeziehungzwischenderBlutplasmakonzentrationvonTopiramatundseiner

Wirksamkeitbesteht.

Behandlungsende(sieheAbschnitt4.4.2)

MigräneprophylaxebeiErwachsenen:

DieEindosierungsolltewährenddererstenWochenmit25mgTopiramatamAbendbeginnen.

AnschließendsollteinwöchentlichenAbständendieTagesdosisum25mggesteigertwerden

(1.Woche:25mg/Tag,2.Woche50mg/Tagusw.).FallsderPatientdasEindosierungsschemanicht

verträgt,könnenlängereIntervallezwischendenDosisanpassungengewähltwerden.

DieempfohleneGesamttagesdosisvonTopiramatbeiderAnwendunginderMigräneprophylaxe

beträgt100mg/Tag,verteiltaufzweiEinzelgaben.HöhereDosenführtennichtzueinemgrößeren

Nutzen.EinigePatientenkönnenbeieinerGesamttagesdosisvon50mg/TagbereitseinenNutzen

erfahren.DieDosierungunddieEindosierungsolltendurchdasklinischeBildbestimmtwerden.

Behandlungsende(sieheAbschnitt4.4.2).

4.3 Gegenanzeigen

BeibekannterÜberempfindlichkeitgegenüberdemWirkstoff,Soja,Erdnussodereinemdersonstigen

BestandteiledesArzneimittelsistvoneinerBehandlungmitTOPIRAMATFilmtablettenabzusehen.

AnwendunginderMigräneprophylaxe:InderSchwangerschaftundbeiFrauenimgebärfähigenAlter,

fallskeinewirksameVerhütungsmethodeangewendetwird.InderSchwangerschaftstelltdas

AuftretenvonAnfälleneineerheblicheGefahrfürMutterundKinddar.DieVerhinderungvon

AnfällendurchTopiramatüberwiegtdasRisikovonMissbildungenunterderVoraussetzung,dassesin

derrichtigenIndikationappliziertwird.DieVerhinderungvonMigräneattackenüberwiegtdieses

Risikodagegennicht.DaheristTopiramatfürdieAnwendunginderMigräneprophylaxeinder

SchwangerschaftundbeiFrauenimgebärfähigenAlterkontraindiziert,wennsiekeinewirksame

Verhütungsmethodeanwenden(sieheAbschnitt4.6).

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktion:

TopiramatundseineMetabolitewerdenhauptsächlichüberdieNierenausgeschieden.Dahersollbei

eingeschränkterNierenfunktionmiteinerKreatinin-Clearancevonwenigerals60ml/minmitVorsicht

dosiertwerden.BeiälterenPatientenistandieMöglichkeiteinereingeschränktenNierenfunktionzu

denken.Eswirdempfohlen,beidiesenPatientenmiteinerniedrigenTopiramatdosiszubeginnenund

besondersaufdasAuftretenvonNebenwirkungenzuachten.BeiPatientenmitmäßigerbisschwerer

NierenfunktionsstörungkannesbiszurEinstellungeinesgleichmäßigenPlasmaspiegels10bis15

Tagedauern,verglichenmit4bis8TagenbeiPatientenmitnormalerNierenfunktion.

Nephrolithiasis:

InsbesonderebeiprädisponiertenPatientenkanneinerhöhtesRisikofürNephrolithiasisunddamit

einhergehendenAnzeichenundSymptomenwieNierenkolik,Nierenschmerzenoder

Flankenschmerzenvorliegen.RisikofaktorenfüreineNierensteinbildungsind,nebenfamiliärer

Veranlagung,bereitsfrüheraufgetreteneNierensteineundHyperkalziurie.BeiVorliegendieser

RisikofaktorenkommtesjedochnichtzwangsläufigzueinerNierensteinbildungunterTopiramat-

Behandlung.EinerhöhtesRisikobestehtaußerdembeiPatienten,diebereitsandereArzneimittel,die

dieNierensteinbildungfördernkönnen(siehe4.5„WechselwirkungenmitanderenMitteln“),

einnehmen.

VerminderteLeberfunktion:

BeiPatientenmiteingeschränkterLeberfunktionsolltedieBehandlungmitTopiramatmitVorsicht

erfolgen,dadieTopiramat-Clearancevermindertseinkann.

AkuteMyopieundsekundäresEngwinkelglaukom:

UnterTopiramatwurdeinEinzelfällenüberakuteMyopieundsekundäresEngwinkelglaukom

berichtet,dasvoneinemsupraziliärenÖdemmitVorverlagerungvonLinseundIrisbegleitetsein

kann.DabeisindeineakuteVerminderungderSehschärfeund/oderAugenschmerzenaufgetreten.

OphthalmologischkonnteneineEinengungdervorderenAugenkammer,okuläreHyperämie(Rötung)

undangestiegenerintraokulärerDruckmitoderohneMydriasisfestgestelltwerden.DieSymptome

tratensowohlbeiKindernalsauchbeiErwachsenenüblicherweiseinnerhalbdesersten

BehandlungsmonatsmitTopiramatauf.DieBehandlungmitTopiramatsollteumgehendbeendetund

geeigneteMaßnahmenzurraschenVerminderungdesintraokulärenDrucksergriffenwerden.

MetabolischeAzidose:

AufgrundeinerhemmendenWirkungaufdierenaleCarboanhydrasekannsichunterderBehandlung

mitTopiramateinehyperchlorämischemetabolischeAzidosemitnormalerAnionenlücke(d.h.

AbsinkendesSerum-BicarbonatspiegelsaufWerteunterhalbdesNormbereichsohneVorliegeneiner

respiratorischenAlkalose)entwickeln.SoweiteszueinemAbfalldesBicarbonatspiegelskommt,tritt

dieserinderRegelzuBeginneinerTopiramat-Therapieauf;einAbfallistjedochzujedem

Behandlungszeitpunktmöglich.DieAbnahmedesBicarbonatspiegelsistinderRegelgeringbis

mäßigmiteinemdurchschnittlichenRückgangderWerteum4mmol/lbeiTagesdosenvon100mg

oderdarüberbeiErwachsenenbzw.ca.6mg/kg/TagbeiKindern;Werteunter10mmol/lwurden

seltenbeobachtet.KlinischeBedingungenoderTherapien,diedieAusbildungeinerAzidose

begünstigen(z.B.Nierenerkrankungen,schwereErkrankungendesrespiratorischenSystems,Status

epilepticus,Diarrhö,chirurgischeEingriffe,ketogeneDiätoderbestimmteMedikamente)könnendie

bicarbonatsenkendeWirkungvonTopiramatverstärken.

ChronischemetabolischeAzidosebeipädiatrischenPatientenkanndasWachstumverringern.

DieAuswirkungenvonTopiramataufWachstumundKnochensindbeiKindernundErwachsenen

nichtsystematischuntersuchtworden.

ChronischemetabolischeAzidoseerhöhtdasRisikoderNierensteinbildungundkannpotentiellzu

Osteopenieführen.

PatientensolltenwährendderTherapiemitTopiramathinsichtlicheinermetabolischenAzidose

untersuchtwerden.DieseUntersuchungkanndieBestimmungvonBicarbonatoderChloridimSerum

oderBlutgasanalysen,abhängigvonderklinischenSituation,beinhalten.Wennsicheinemetabolische

Azidoseentwickeltundfortbesteht,sollteeineVerringerungderDosisoderdieBeendigungder

BehandlungmitTopiramatinBetrachtgezogenwerden(Dosisausschleichen).

Stimmungsschwankungen/Depression:

UnterderBehandlungmitTopiramatwurdeeineerhöhteInzidenzvonStimmungsschwankungenund

Depressionbeobachtet.

Suizidversuch:

ÜbersuizidaleGedankenundsuizidalesVerhaltenwurdebeiPatienten,diemitAntiepileptikain

verschiedenenIndikationenbehandeltwurden,berichtet.EineMetaanalyserandomisierter,

placebokontrollierterStudienmitAntiepileptikazeigteaucheinleichterhöhtesRisikofürdas

AuftretenvonSuizidgedankenundsuizidalemVerhalten.DerMechanismusfürdieAuslösungdieser

NebenwirkungenistnichtbekanntunddieverfügbarenDatenschließendieMöglichkeiteines

erhöhtenRisikosbeiderEinnahmevonTopirafinelinnichtaus.

DeshalbsolltenPatientenhinsichtlichAnzeichenvonSuizidgedankenundsuizidalen

VerhaltensweisenüberwachtundeinegeeigneteBehandlunginErwägunggezogenwerden.Patienten

(undderenBetreuern)solltegeratenwerdenmedizinischeHilfeeinzuholen,wennAnzeichenfür

SuizidgedankenodersuizidalesVerhaltenauftreten.

InderDoppelblind-PhaseklinischerStudienzuzugelassenen-undinklinischerErprobung

befindlichenIndikationentratenSuizidversuchemiteinerHäufigkeitvon0,003(13Fälle/3999

Patientenjahre)unterTopiramatgegenüber0(0Fälle/1430Patientenjahre)unterPlazeboauf.

IneinerStudiezubipolarenStörungenwurdeübereinenSuizideinesPatientenunterTopiramat

berichtet.

KalorischeErgänzung:

WährendderTherapiesolltenbeiPatientenmitGewichtsverlustdiätetischeMaßnahmenoder

gesteigerteNahrungsaufnahmeerwogenwerden.

AusreichendeFlüssigkeitszufuhr:

EineausreichendeFlüssigkeitszufuhrunterderBehandlungmitTopiramatistsehrwichtig.Diesekann

dasRisikoeinerNephrolithiasisvermindern.AusreichendeFlüssigkeitszufuhrvorundwährend

AktivitätenwieSportoderbeiWärmeexpositionkanndasRisikohitzebedingterNebenwirkungen

reduzieren(sieheAbschnitt4.8„Nebenwirkungen").

Epilepsie

Istgeplant,dieBehandlungzubeenden,solltedieTopiramatdosisschrittweisereduziertwerden,um

dasRisikoeinesvorübergehendenAnstiegsderAnfallsfrequenz(Rebound-Phänomen)zureduzieren.

InklinischenStudienwurdedieDosisdeshalbproWocheum100mg/Tagreduziert.Beieinigen

PatientenwurdeTopiramatauchschnellerabgesetzt,ohnedassKomplikationenauftraten.

Kinderunter2Jahren:

BeiKindernunter2JahrensollteTopiramatnichtangewendetwerden,dafürdieseAltersgruppenoch

keineausreichendenklinischenErfahrungenvorliegen.

Migräneprophylaxe

Istgeplant,dieBehandlungzubeenden,solltedieTopiramatdosisschrittweisereduziertwerden.

TopiramatFilmtablettensolltenbeiKindernundJugendlichennichtangewendetwerden,dafürdiese

AltersgruppeinderMigräneprophylaxenochkeineausreichendenklinischenErfahrungenvorliegen.

DerHDPEBehälterenthälteineTrockenmittelkapsel.Diesedarfnichteingenommenwerden.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

EinflussvonTopiramataufandereAntiepileptika:

PlasmakonzentrationenvonanderenAntiepileptikawieCarbamazepin,Phenobarbital,Primidon,

ValproinsäureundLamotriginwerdendurchTopiramatnichtbeeinflusst.BeigleichzeitigerTherapie

mitPhenytoinwurdegelegentlicheinAnstiegderPhenytoinkonzentrationbeobachtet.Diesist

vermutlichaufeineEnzymhemmung(CYP2C

meph. )zurückzuführen.BeijedemmitPhenytoin

behandeltenPatienten,derAnzeicheneinerÜberdosierungzeigt,solltendiePhenytoin-Spiegel

kontrolliertwerden.

EinflussandererAntiepileptikaaufTopiramat:

DiePlasmakonzentrationvonTopiramatwirddurchPhenytoinundCarbamazepinvermindert.Werden

dieseArzneimittelneuindieTherapieintegriertoderabgesetzt,kanneineAnpassungderTopiramat-

Dosiserforderlichsein.EsergibtsichkeineBeeinflussungdurchValproinsäureundLamotrigin.

Digoxin:

IneinerklinischenStudiewurdenachEinmalgabevonTopiramateinAbsinkender

Serumdigoxinspiegel(AUC)um12%festgestellt.DieklinischeBedeutungdiesesBefundesistnoch

nichtzubeurteilen.BeiPatienten,dieDigoxinerhalten,solltendiePlasmaspiegelkontrolliertwerden,

wennTopiramatneuindieTherapieaufgenommenoderabgesetztwird.

OraleKontrazeptiva:

IneinerpharmakokinetischenInteraktionsstudieangesundenProbandenwurdeTopiramatineinem

Dosierungsbereichvon50-200mgproTaggleichzeitigmiteinemkombiniertenoralen

Kontrazeptivummit1mgNorethisteronund35µgEthinylestradiolohneweitereBegleitmedikation

eingenommen.EswurdenkeinestatistischsignifikantenÄnderungenderdurchschnittlichenAUC

(AreaUndertheCurve)derwirksamenBestandteiledesoralenkombiniertenKontrazeptivums

beobachtet.IneinerweiterenStudiewardieAUCvonEthinylestradiolbeiDosierungenvon200mg,

400mgund800mgTopiramatproTagundgleichzeitigerEinnahmevonValproinsäurestatistisch

signifikantvermindert(18%,21%und30%).

ObwohlineinemDosierungsbereichvon200-800mgTopiramatproTageinedosisabhängige

VerminderungderAUCvonEthinylestradiolbeobachtetwurde,lagineinemDosierungsbereichvon

50bis200mgTopiramatproTagkeinedosisabhängigesignifikanteVeränderungderAUCvon

Ethinylestradiolvor.BezüglichNorethisteronhatteTopiramatinbeidenStudien(50mg-800mgpro

Tag)keinensignifikantenEinflussaufdieAUC.

DieklinischeBedeutungdieserBeobachtungenistnichtbekannt.DieMöglichkeiteinerverminderten

kontrazeptivenWirksamkeitunddasvermehrteAuftretenvonDurchbruchblutungensolltebei

Patientinnen,dieeinoraleskombiniertesKontrazeptivumzusammenmitTopiramateinnehmen,

beachtetwerden.DiekontrazeptiveWirksamkeitkannauchvermindertsein,wennkeine

Durchbruchblutungenauftreten.

Patientinnen,dieoraleestrogenhaltigeKontrazeptivaeinnehmen,solltenangewiesenwerden,ihrem

behandelndenArztjedeVeränderungdesMenstruationszyklusmitzuteilen.

Lithium:

BeigesundenProbandenwurdebeigleichzeitigerVerabreichungvon200mgTopiramat/Tageine

ReduktiondersystemischenLithiumverfügbarkeit(18%derAUC)beobachtet.BeiPatientenmit

bipolarenStörungenzeigtesichbeieinerDosierungvon200mgTopiramat/TagkeineBeeinflussung

derPharmakokinetikvonLithium;jedochwurdebeiDosierungenbiszu600mgTopiramat/Tagein

AnstiegdersystemischenVerfügbarkeit(26%derAUC)beobachtet.Lithium-Spiegelsolltenbei

gleichzeitigerGabevonTopiramatüberwachtwerden.

Risperidon:

InteraktionsstudienunterEinmal-undMehrfachgabebeigesundenProbandenundPatientenmit

bipolarenStörungenführtenzuähnlichenErgebnissen.BeigleichzeitigerGabemitTopiramatin

ansteigendenDosierungenvon100mg,250mgund400mg/TagwardiesystemischeVerfügbarkeit

vonRisperidon(verabreichtinDosierungenzwischen1-6mg/Tag)vermindert(16%und33%für

jeweilsdie250mg-und400mg/Tag-Dosierung).PharmakokinetischwirddieVerfügbarkeitvon

RisperidonsowieseinesaktivenMetaboliten9-Hydroxy-RisperidoninentgegengesetzterWeise

beeinflusst.Daheristdavonauszugehen,dasssichbeigleichzeitigerGabevonRisperidonund

TopiramathinsichtlichdesNettoeffekteskeineklinischsignifikantenÄnderungendersystemischen

VerfügbarkeitdergesamtenaktivenFraktionvonRisperidonodervonTopiramatergeben.Diese

InteraktionistsomitwahrscheinlichnichtvonklinischerBedeutung.

Hydrochlorothiazid(HCTZ):

HCTZerhöhteineinerKinetikstudiediePlasmaspiegelvonTopiramatumca.30%,sodasseine

Dosiserniedrigungratsamseinkann.WeiterhinergabensichHinweise,dassHCTZdieKaliumspiegel

inKombinationmitTopiramatstärkersenkt.

Metformin:

DieErgebnisseeinerStudie,beiderMetforminalleinundMetformingleichzeitigmitTopiramat

gesundenProbandengegebenwurde,zeigen,dassdiedurchschnittlichemaximale

Plasmakonzentration(C

)um18%unddiedurchschnittlicheAUC

0-12 h vonMetforminum25%

ansteigen.DiemittlereCL/FfälltbeigleichzeitigerGabevonMetforminundTopiramatum20%.

TopiramathatkeinenEinflussauft

vonMetformin.DieoralePlasmaclearancevonTopiramatkann

beigleichzeitigerGabevonMetforminreduziertsein.DasAusmaßderÄnderungderClearanceist

nichtbekannt.

DieklinischeBedeutungdesEinflussesvonMetforminaufdiePharmakokinetikvonTopiramatund

umgekehrtistnichtausreichendgeklärt.WirdTopiramatbeiPatientenunterMetformin-Therapieneu

eingesetztoderabgesetzt,sollteeinesorgfältigeKontrollederbeiDiabetesmellitusüblichen

Parameterdurchgeführtwerden.

Pioglitazon:

IneinerKinetikstudiesenkteTopiramatdiePlasmaspiegelvonPioglitazonundseinesaktiven

Metaboliten,wobeidieklinischeBedeutungoffenbleibt.BeiKombinationderbeidenMedikamente

solltendieRoutinekontrollenbeiDiabetesmellitusbesonderssorgfältigüberwachtwerden.

Glibenclamid:

InteraktionsstudienbeiPatientenmitTypII-DiabetesmitGlibenclamid(5mg/Tag)alleinund

gleichzeitigerGabevonTopiramat(150mg/Tag)zeigteneineReduktionderAUC

vonGlibenclamid

um25%beigleichzeitigerGabevonTopiramat.DiesystemischeVerfügbarkeitderaktiven

Metabolite,4-trans-Hydroxyglibenclamid(M1)und3-cic-Hydroxyglibenclamid(M2)warebenfalls

umjeweils13%und15%vermindert.DieSteady-StatePharmakokinetikvonTopiramatwarbei

gleichzeitigerGabevonGlibenclamidunbeeinflusst.WennTopiramatzueinerGlibenclamid-Therapie

oderGlibenclamidzueinerTopiramat-Therapiehinzugefügtwird,solltensorgfältigeRoutineunter-

suchungendurchgeführtwerden,umeineadäquateKontrollederDiabetes-Erkrankungzuge-

währleisten.

AndereArzneimittel:

InKombinationmitanderenMitteln,diezueinerNephrolithiasisprädisponieren,kannTopiramatzu

einemerhöhtenNierenstein-Risikoführen.DiegleichzeitigeEinnahmesolcherMittel,insbesondere

vonAcetazolamid,Triamteren,ZonisamidundVitaminCinMengenüber2g/Tag,solltedaher

vermiedenwerden.

Valproinsäure:

DiegleichzeitigeGabevonTopiramatundValproinsäurewurdemiteinerHyperammonämiemitund

ohneEnzephalopathiebeiPatienteninVerbindunggebracht,dieeinesderbeidenMedikamentealleine

vertragenhaben.IndenmeistenFällennahmendieSymptomeundAnzeichenbeiAbsetzenvoneinem

derbeidenMedikamenteab.DiesesunerwünschteEreignisistnichtaufeinepharmakokinetische

Interaktionzurückzuführen.EinZusammenhangeinerHyperammonämiemiteinerTopiramat-

MonotherapieoderbeigleichzeitigerBehandlungmitanderenAntiepileptikakonntenicht

nachgewiesenwerden.

DiegleichzeitigeEinnahmevonCarboanhydrase-Inhibitoren(z.B.Sultiam,Zonisamid)und

TopiramatwurdeinklinischenStudiennichtuntersucht.IhreKombinationkannmöglicherweisedie

NebenwirkungenderCarboanhydrasehemmungbeieinigenPatientenverstärken.

Laborwerte:

DatenklinischerStudiendeutendaraufhin,dassdieEinnahmevonTopiramatmiteiner

durchschnittlichenVerminderungdesSerum-Bicarbonatspiegelsum4mmol/lverbundenist(siehe

Abschnitt4.4„WarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung").

AufgrunddespharmakokinetischenProfilsvonTopiramatdürftedenpharmakokinetischen

InteraktionenmitanderenArzneimittelnkeinegrößereBedeutungzukommen.Dennochsind

pharmakodynamischeInteraktionen,z.B.mitzentraldämpfendenWirkstoffenundAlkohol,nicht

auszuschließen.

AusKinetikstudienergabensichHinweise,dassTopiramatMetabolitevonAmitryptilin,Haloperidol

undPropranololbeeinflusstundPropranololdiePlasmaspiegelvonTopiramatleichterhöht.

4.6 SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

1.ZurProphylaxevonMigräne-Kopfschmerzen

WiebeianderenMedikamentendieserWirkstoffklassemussbeiderEinnahmevonTopiramat

währendderSchwangerschaftmiteinemerhöhtenFehlbildungsrisikofürdasungeboreneKind

gerechnetwerden.DaheristTopiramatinderSchwangerschaftkontraindiziert(siehe4.3).Frauenim

gebärfähigenAltersolltenwährendeinerTherapiemitTopiramateineadäquateMethodezur

Empfängnisverhütunganwenden(sieheauch4.5,Wechselwirkungen,oraleKontrazeptiva).

2.zurEpilepsietherapie

Esistbekannt,dassbeiKindernvonMüttern,diewährendderSchwangerschafteinAntiepileptikum

eingenommenhaben,dasRisikofürangeboreneFehlbildungenimVergleichzuKindern,dievonnicht

anEpilepsieerkranktenFrauengeborenwurden,umdenFaktor2-3erhöhtist.Topiramaterwiessich

anverschiedenenTierartenalsteratogenundembryotoxisch(siehe5.3).TopiramatistbeimMenschen

plazentagängig.InderSchwangerschaftdarfTopiramatdahernurangewendetwerden,wennkeine

TherapiealternativezurVerfügungstehenunddermöglicheNutzenfürdieMutterdasmögliche

RisikofürdasungeboreneKindüberwiegt.

DadiegleichzeitigeAnwendungmehrererAntiepileptika(Polytherapie)währendderSchwangerschaft

zueinerweiterenErhöhungdesRisikosfürangeboreneFehlbildungenführenkann,sollteTopiramat

beiFrauenimgebärfähigemAlterundbesonderswährendderSchwangerschaftmöglichstals

MonotherapieundinderniedrigstenwirksamenDosisangewendetwerden.InkeinemFallsollteeine

BehandlungmitTopiramatohneärztlichenRatabgebrochenwerden,daunkontrollierteAnfälle

sowohlfürdieMutteralsauchfürdasungeboreneKindschwerwiegendeKonsequenzenhaben

können.

FrauenimgebärfähigemAltersolltendaherunbedingtaufdieNotwendigkeitvonPlanungund

ÜberwachungeinereventuellenSchwangerschafthingewiesenwerden.WennuntereinerBehandlung

mitTopiramateineSchwangerschafteintrittoderwenndieBehandlungmitTopiramatinder

Schwangerschafterforderlichist,mussdieNotwendigkeitderAnfallskontrollesorgfältiggegendas

möglicheRisikodieserTherapiefürdasungeboreneKindabgewogenwerden.

NachEinnahmevonTopiramatinderSchwangerschaft,zumTeilinKombinationmitanderen

Arzneimitteln,istbeiNeugeborenensehrselteneineHypospadieaufgefallen;einkausaler

Zusammenhangistbishernichtgesichert.

Stillzeit(zurprophylaxevonMigräne-KopfschmerzenundzurEpilepsietherapie)

DaTopiramatindieMuttermilchübergehtundNebenwirkungenfürdenSäuglingnicht

ausgeschlossenwerdenkönnen,sollTOPIRAFINELINinderStillzeitnichtangewendetwerden.Falls

eineBehandlungmitTOPIRAFINELINinderStillzeitzwingenderforderlichist,mussabgestillt

werden.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvon

Maschinen

TopiramatwirktaufdasZentralnervensystem(ZNS)undkannauchbeibestimmungsgemäßem

GebrauchundbesondersinderAnfangsphasederTherapieSchwindel,Schläfrigkeitundähnliche

Symptomeverursachen.DieFähigkeitzurTeilnahmeamStraßenverkehroderzumBedienenvon

Maschinenkanndadurchbeeinträchtigtwerden.DiesgiltinverstärktemMaßeimZusammenwirken

mitAlkohol.

4.8 Nebenwirkungen

VorallemzuTherapiebeginnundinderPhasederEindosierungkanneszuvorübergehenden,

zentralnervösenNebenwirkungenkommen.GeringereDosissteigerungenoderlängereIntervalle

zwischendenDosissteigerungenkönnenzueinerReduktionoderdemVerschwindender

zentralnervösenSymptomewiez.B.Müdigkeit,Sprach-/Sprechstörungenoderpsychomotorische

Verlangsamungführen.

BeidenHäufigkeitsangabenzuNebenwirkungenwerdenfolgendeKategorienzugrundegelegt:

Sehrhäufig(1/10)

Häufig (1/100bis<1/10)

Gelegentlich(1/1.000bis<1/100)

Selten (1/10.000bis<1/1.000)

Sehrselten(<1/10.000)

Nichtbekannt(HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar)

KlinischeStudien:

Erkrankungen desBlutesund des Lymph-

systems häufig:Anämie, Leukopenie

sehrselten:thromboembolischeEreignisse(nichtnäher

beschrieben)

nichtbekannt:Thrombozytopenie, Lymphadenopathie,

Eosinophilie

Gefäßerkrankungen nichtbekannt:Flush, orthostatischeHypotension, Raynaud-

Phänomen

Herzerkrankungen nichtbekannt:Palpitationen,Bradykardie

Stoffwechsel-und Ernährungsstörungen sehrhäufig:Appetitlosigkeit/Anorexie, verminderterAppetit

nichtbekannt:hyperchlorämische/metabolischeAzidose(siehe

Abschnitt4.4), Hypokaliämie(KaliumimSerumunter3,5

mmol/l), erhöhterAppetit/Durst

PsychiatrischeErkrankungen sehrhäufig:Bradyphrenie,Verwirrtheit, Depression (siehe

Abschnitt4.4), Sprach-/Sprechstörungen,Nervosität

häufig:Schlaflosigkeit,Aggression, Erregung/Agitation,Wut,

Ängstlichkeit,Apathie,Stimmungsschwankungen,

Stimmungsprobleme,Psychose, emotionaleLabilität

gelegentlich:Suizidgedanken,-versuch

sehrselten:Suizid

nichtbekannt:Verhaltensauffälligkeit,Veränderungendes

sexuellen Empfindens(verminderteLibido),Ablenkbarkeit/Un-

ruhe,Schlafstörungen (Einschlaf-, Durchschlafstörungen, frühes

morgendlichesErwachen),Halluzinationen/Paranoia, panisches

Verhalten (einschl.Attacken), Perseveration,

Lese-/Schreibschwäche, Denkstörung,Traurigkeit/Weinen

Erkrankungen desNervensystems sehrhäufig:Somnolenz/Benommenheit, Schwindel, Parästhesie

(sieheAbschnitt4.4), Hypästhesie, Koordinationsstörung,

Nystagmus,Gedächtnisstörungen, Konzen-

trations-/Aufmerksamkeitsstörung,Ataxie,psychomotorische

Verlangsamung/Einschränkung

häufig:Tremor,Gang-/Gehstörung, Geschmacksverände-

rungen/-missempfindungen,kognitiveProbleme,Gesichts-

felddefekt

nichtbekannt:Akinesie/Dyskinesie, verändertes Geruchs-

empfinden, Dysästhesie, zerebelläresSyndrom(nichtnäher

beschrieben),Ungeschicklichkeit, periphereNeuropathie,

Ohnmacht

Erkrankungen derAtemwege,des

Brustraums und Mediastinums häufig:Dyspnoe,Rhinorrhö

nichtbekannt:verstopfteNase

Augenerkrankungen sehrhäufig:Doppelbilderund andereSehstörungen, trockene

Augen

nichtbekannt:Akkommodationsstörungen,Sehstörungen

(transiente/unilateraleBlindheit, Nachtblindheit,Amblyopie,

Presbyopie, Lichtblitz/Flimmer-/Skotome),Glaukom, erhöhter

Tränenfluss, Mydriasis

Erkrankungen desOhrs und des Labyrinths häufig:Ohrenschmerzen,Tinnitus

nichtbekannt:eingeschränktesHören,Taubheit(neuro-

sensorisch/unilateral)

Erkrankungen desGastrointestinaltrakts sehrhäufig:Übelkeit, Diarrhö

häufig:abdominelleBeschwerden/Oberbauchschmerz/ab-

dominalerSchmerz, Obstipation, Dyspepsie, Mundtrockenheit,

Gastritis, gastroösophagealeRefluxkrankheit, Zahnfleischbluten

nichtbekannt:Unterbauchschmerz, Mundgeruch,Blähungen,

SchmerzimMundbereich, vermehrterSpeichelfluss

Erkrankungen derHautund des Unter-

hautzellgewebes häufig:Rash,Alopezie,(generalisierter)Pruritus

nichtbekannt:Anhidrose/veränderterHautgeruch,allergische

Reaktion (Gesichtsschwellung, lokalisierteUrtikaria),

Hautrötung/-verfärbung

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und

Knochenerkrankungen häufig:Myalgie, Muskelkrämpfe,Muskelzittern,muskulo-

skeletalerBrustschmerz

nichtbekannt:Muskelsteifheit, Muskelschwäche/-müdigkeit,

Flankenschmerz,Arthralgie

Erkrankungen derNieren und Harnwege häufig:Nephrolithiasis (sieheAbschnitt4.4),Dysurie, Pol-

lakisurie

nichtbekannt:Drang-/Inkontinenz, Nierenschmerzen,Nie-

renkoliken, Hämaturie,Kristallurie

Erkrankungen derGeschlechtsorganeund

derBrustdrüse häufig:erektileDysfunktion

nichtbekannt:sexuelleDysfunktion

Erkrankungen desImmunsystems nichtbekannt:Hypersensitivität

AllgemeineErkrankungen und Beschwerden

amVerabreichungsort sehrhäufig:Müdigkeit/Fatigue,Gereiztheit, Kopfschmerzen

häufig:Asthenie

nichtbekannt:Veränderungendes Gefühlserlebens, Malaise,

Hyperthermie

Untersuchungen sehrhäufig:Gewichtsverlust

nichtbekannt:verminderteBicarbonatwerteimSerum

(durchschnittlich um4 mmol/l, sieheAbschnitt4.4 "Meta-

bolischeAzidose")

Kinderab2Jahren:

ÜberdieobengenanntenNebenwirkungenhinauswurdeninklinischenStudienbeiKindernab2

Jahrenhäufig(1/100bis<1/10)zusätzlichfolgendeNebenwirkungenbeobachtet:Hyperkinesien,

Vertigo,Halluzinationen,Verhaltensauffälligkeiten,Aufmerksamkeitsstörungen/Lernschwierigkeiten,

Epistaxis,Erbrechen,PyrexieundverstärkterSpeichelfluss.

BerichteausklinischenStudiennachMarkteinführung:

Erkrankungen desBlutesund des Lymph-

systems selten:Neutropenie

Infektionen und parasitäreErkrankungen sehrhäufig:Nasopharyngitis

PsychiatrischeErkrankungen selten:Gefühlvon Hoffnungslosigkeit

Augenerkrankungen selten:Myopie,Augenlid-/periorbitales Ödem, Fremdkör-

pergefühl

nichtbekannt:Engwinkelglaukom, Störungen derAugenbewe-

gung

Erkrankungen derHautund des Unter-

hautzellgewebes selten:Erythemamultiforme, Stevens-Johnson-Syndrom

sehrselten:toxischeepidermaleNekrolyse

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und

Knochenerkrankungen gelegentlich:Gelenkschwellungen

selten:Beschwerdenin denExtremitäten

Erkrankungen derNieren und Harnwege selten:renaletubuläreAzidose

Erkrankungen desImmunsystems nichtbekannt:allergisches Ödem,konjunktivales Ödem

AllgemeineErkrankungen und Beschwerden

amVerabreichungsort gelegentlich:Influenza-ähnlicheSymptome

nichtbekannt:generalisiertesÖdem

Untersuchungen häufig:Gewichtszunahme

SpontanberichtenachMarkteinführung:

ZusätzlichzudenwährendklinischerStudienberichtetenunerwünschtenEreignissensind

nachfolgendNebenwirkungenweltweitnachZulassungsowieSpontanberichteüberunerwünschte

Arzneimittelwirkungenaufgeführt.

DieangegebenenHäufigkeitenbeziehensichaufSpontanberichteüberunerwünschte

Arzneimittelwirkungen(bezogenaufdiegeschätzteExpositionnachPatientenjahren);genauere

Schätzungen,wiesieetwaausklinischenoderexperimentellenStudienhervorgehen,sinddarausnicht

abzuleiten.

Erkrankungen desBlutesund des Lymph-

systems häufig:Anämie

gelegentlich:Thrombozytopenie

sehrselten:Neutropenie

Gefäßerkrankungen gelegentlich:arterielleHypotonie,Vasodilatation, Lymph-

adenopathie

Herzerkrankungen gelegentlich:Bradykardie,Palpitationen

Stoffwechsel-und Ernährungsstörungen sehrselten:metabolischeAzidose(sieheAbschnitt4.4),

Hyperammonämie(sieheAbschnitt4.4)

Infektionen und parasitäreErkrankungen sehrselten:Nasopharyngitis

PsychiatrischeErkrankungen häufig:Schlafstörungen* 1

gelegentlich:Impotenz, Libidoverlust

sehrselten:psychotischeStörung,Gefühlder

Hoffnungslosigkeit, sprachlicheAusdrucksstörung (sieheAb-

schnitt4.4)

Erkrankungen desNervensystems häufig:Muskelkrämpfe, Muskelzittern,muskuläreSteifheit

gelegentlich:Hyperkinesie, Hypokinesie

selten:Konvulsion, Kopfschmerzen,

sehrselten:Amnesie, Konvulsion (beiAbdosierung)(siehe

Abschnitt4.4)

Erkrankungen derAtemwege,des

Brustraums und Mediastinums häufig:Dyspnoe

Augenerkrankungen sehrselten:Myopie,Engwinkelglaukom(s.Abschnitt4.4),

Augenschmerzen, transienteBlindheit(sieheauchAbschnitt

4.4), Fremdkörpergefühl, Störungen derAugenbewegung,

Augenlid-/periorbitalesÖdem

Erkrankungen desOhrs und des Labyrinths gelegentlich:Tinnitus

Erkrankungen desGastrointestinaltrakts sehrhäufig:Diarrhö

häufig:Erbrechen, Obstipation

gelegentlich:Pankreatitis

sehrselten:akutePankreatitis

Erkrankungen desImmunsystems nichtbekannt:allergisches Ödem,konjunktivales Ödem

Erkrankungen derHautund des Unter-

hautzellgewebes häufig:Alopezie

gelegentlich:Urtikaria

sehrselten:Hautausschlag,Erythemamultiforme, Stevens-

Johnson-Syndrom,toxischeepidermaleNekrolyse

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und

Knochenerkrankungen gelegentlich:Arthralgie,Muskelschwäche

sehrselten:Beschwerden in den Extremitäten

Erkrankungen derNieren und Harnwege häufig:Dysurie

gelegentlich:Harninkontinenz

sehrselten:renaletubuläreAzidose

AllgemeineErkrankungen und Beschwerden

amVerabreichungsort gelegentlich:Hyperthermie

selten:Oligohidrosis* 2 (sieheAbschnitt4.4)

sehrselten:Influenza-ähnlicheSymptome, generalisiertes Ödem

Untersuchungen sehrselten:Gewichtszunahme

"Schlafstörungen"beinhaltenSchlaflosigkeit, Einschlaf-und Durchschlafstörungensowieschlechte

Schlafqualität

MehrheitdieserBerichtebeiKindern

BeiPatienten,dieTopiramatalleinodergleichzeitigmitanderenArzneimittelneinnahmen,wurde

übererhöhteLeberfunktionswerteberichtet.InEinzelfällenwurdenbeiPatienten,diemiteiner

VielzahlvonArzneimittelnundTopiramatbehandeltwurden,BerichteüberHepatitisund

Leberversagenbekannt.

InEinzelfällenwurdeunterderBehandlungmitTopiramatüberdasAuftretenschwererHaut-und

Schleimhautreaktionen(einschließlichErythemamultiforme,Pemphigus,Stevens-Johnson-Syndrom

undtoxischeepidermaleNekrolyse;sieheauchBerichteausklinischenStudien/Spontanberichtenach

Markteinführung)berichtet.WennsolcheReaktionenauftreten,sollteTOPIRAFINELINsoschnell

wiemöglichabgesetztwerden.

InDoppelblindstudienzuMigränewardieInzidenzvondosisabhängigenNebenwirkungeninder

RegelniedrigeralsinEpilepsiestudien,daindenMigränestudienniedrigereDosenverwendetwurden.

TOPIRAFINELINkannsehrseltenallergischeReaktionenhervorrufen.

4.9 Überdosierung

Symptome:

ÜberÜberdosierungenmitTopiramatwurdeberichtet.Symptomewaren:Kopfschmerzen,

Konvulsionen,Schläfrigkeit,Sprachstörungen,verschwommenesSehen,Diplopie,Denkstörungen,

Lethargie,Koordinationsstörung,Stupor,Hypotonie,Abdominalschmerz,Agitation,Schwindel,

Depression.SchwerwiegendeFolgeerscheinungenwurdenindenmeistenFällennichtbeobachtet,

abereswurdeüberTodesfällenachgleichzeitigerÜberdosierungsehrvielerunterschiedlicher

Substanzen,Topiramateingeschlossen,berichtet.

EineÜberdosierungmitTopiramatkannzueinerschwerenmetabolischenAzidoseundHypokaliämie

führen(sieheAbschnitt4.4„WarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung").

NachEinnahmevonhochgerechnet96-110gTopiramatwurdeeinPatientmiteinem20bis24

StundenandauerndenKomaindasKrankenhauseingeliefert.DerPatienterholtesichinnerhalbvon3-

4Tagenvollständig.

Maßnahmen:

BeiakuterÜberdosierungmitTopiramatsolltebeikürzlichzurückliegenderEinnahmeunverzüglich

eineMagenentleerungdurchMagenspülungoderInduktionvonErbrechenherbeigeführtwerden.In

vitroerwiessichAktivkohlealsAdsorbensvonTopiramat.AllgemeinunterstützendeMaßnahmenund

Vorsichtsmaßnahmensindindiziert.TopiramatkannmittelsHämodialysesehreffektivausdemBlut

entferntwerden.AufeineausreichendeFlüssigkeitszufuhrsolltegeachtetwerden.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Nervensystem,Antiepileptikum,andere

ATC-Code:N03AX11.

TopiramatisteinMonosaccharid-Sulfamat,dessenWirkungaufmehrerenEigenschaftenberuht:

TopiramatreduziertdieFrequenzdesAuftretensvonAktionspotentialennachder

DepolarisationvonNeuronen.DiesweistaufeinezustandsabhängigeBlockadeder

spannungsabhängigenNa-Kanälehin.

TopiramatantagonisiertschwachdieexzitatorischeWirkungvonGlutamatanbestimmten

Subtypen(Kainat/AMPA)desGlutamat-Rezeptors.

TopiramaterhöhtdeutlichdieGABA-AktivitätanbestimmtenGABA

-Rezeptoren.

TopiramathatantikonvulsiveAktivitätimElektroschock-Krampftest(maximalelectro-shockseizure

(MES)test)anRattenundMäusen.TopiramatistnurschwachwirksamhinsichtlichderBlockierung

klonischerAnfälle,diedurchdenGABA

-Rezeptor-AntagonistenPentylentetrazolhervorgerufen

werden.TopiramatistebenfallsinEpilepsie-ModellenanNagernwirksam,einschließlichtonischer

undAbsence-ähnlicherAnfälleinderspontanepileptischenRatte(SER)undtonischerundklonischer

Anfälle,diebeiderRattedurchErregungderAmygdalaoderglobaleIschämieinduziertwerden.

Topiramatwirktmodulierendauf"high-voltage"aktivierteCa-Kanäle.

AußerdembewirktTopiramateineHemmungeinigerIsoenzymederCarboanhydrase.Diese

HemmungistallerdingsvielschwächerausgeprägtalsdiedesAcetazolamid,einembekannten

Carboanhydrase-Inhibitor.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

Topiramatwirdschnellresorbiert.NachderEinnahmevon400mgoralwerdenSpitzenplasmaspiegel

nachetwa2Stundenerreicht.DiePharmakokinetikvonTopiramatistlinear,miteinem

dosisproportionalenAnstiegderPlasmakonzentrationimuntersuchtenDosisbereich(200-

800mg/Tag).DiemittlerePlasmaeliminationshalbwertszeitnacheinerodermehrerenDosenbeträgt

21Stunden.BeiPatientenmitnormalerNierenfunktionwirdeinSteady-statedamitnachca.4Tagen

erreicht.TopiramatwirdineinemKonzentrationsbereichvon1-250µg/mlzu13-17%anhumane

Plasmaproteinegebunden.

Bioverfügbarkeit:

DierelativeBioverfügbarkeitvonTopiramatinTablettenformbeträgtca.80%verglichenmiteiner

Lösung.DieBioverfügbarkeitvonTopiramatwirddurchNahrungsaufnahmenichtbeeinflusst.Ein

VergleichderpharmakokinetischenParametervonKapselnundTablettenzeigtekeinesignifikanten

Unterschiede.DiebeidenDarreichungsformensindbioäquivalent.

MetabolisierungundAusscheidung:

TopiramatwirdnichtextensivmetabolisiertundprimärunverändertüberdenUrinausgeschieden(ca.

70%dergegebenenDosis).EswurdensechsMetabolitebeimMenschenidentifiziert,vondenen

keinerzumehrals5%zurappliziertenDosisbeiträgt.DieMetabolitenwerdendurchHydroxylierung,

HydrolyseundGlucuronidierunggebildet.EsgibtHinweisefüreinetubuläreRückresorptionvon

Topiramat.BeiRatten,denenProbenezidzurHemmungdertubulärenRückresorptionzusammenmit

Topiramatgegebenwurde,kameszueinemsignifikantenAnstiegderrenalenClearancevon

Topiramat.DieseInteraktionwurdenichtbeiMenschenuntersucht.Insgesamtbeträgtdieorale

PlasmaclearancebeimMenschennachoralerAnwendungca.20-30ml/min.

SpeziellePatientengruppen

Kinder:

DiegewichtsbezogeneClearancevonTopiramatistbeiKindernhöheralsbeiErwachsenen.Die

HalbwertszeitbeiKindernimAltervon2Jahrenbeträgtetwa7h,beiKindernzwischen4und17

Jahrenetwa15h.DieSerumkonzentrationensindca.33%niedrigeralsdiebeiErwachsenen

(körpergewichtsbezogeneDosisvorausgesetzt).BeiGabeenzyminduzierenderSubstanzenwie

CarbamazepinoderPhenytoinwirddurcheineZunahmedesmetabolisiertenAnteilsdie

Eliminationshalbwertszeitweiterverkürzt.

EingeschränkteNierenfunktion:

VerglichenmitnormalerNierenfunktion(Kreatinin-Clearance>70ml/min/1,73m 2 )wurdedie

Topiramat-ClearancebeiPatientenmitmäßigerNiereninsuffizienz(Kreatinin-Clearance30-69

ml/min/1,73m 2 )um42%undbeiPatientenmitschwererNiereninsuffizienz(Kreatinin-Clearance<

30ml/min/1,73m 2 )um54%reduziert.Davermutetwird,dassTopiramateinersignifikanten

tubulärenRückresorptionunterliegt,istunklar,obdieseErgebnisseaufalleFormender

Nierenfunktionsstörungübertragenwerdenkönnen.Esistdenkbar,dasseinigeFormenvon

NierenerkrankungendieglomeruläreFiltrationsrateundtubuläreRückresorptionunterschiedlich

beeinflussen,waszueinervonderKreatinin-ClearanceunabhängigenTopiramat-Clearanceführen

könnte.ImAllgemeinenistdieHälftederüblichenDosisbeiPatientenmitmäßigeroderschwerer

Niereninsuffizienzzuempfehlen.

Hämodialyse:

TopiramatwirddurchHämodialyseentfernt.BeihocheffizienterDialyse(“Single-pass-System“in

Gegenführung)miteinemBlutflussvon400ml/mindurchdasDialysiergerät,betrugdieTopiramat-

Dialyse-Clearance120ml/min.DiesehoheClearance(verglichenmit20-30ml/minoralerClearance

beigesundenErwachsenen)entfernteineklinischsignifikanteMengeTopiramatwährendeiner

DialysesitzungausdemKörper.DaherkanneineDosisanpassungnotwendigsein(s.4.2„Dosierung,

ArtundDauerderAnwendung“).

EingeschränkteLeberfunktion:

BeiPatientenmiteingeschränkterLeberfunktionkanndieTopiramat-Clearanceherabgesetztsein;der

zugrundeliegendeMechanismusistunklar.

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

PräklinischeDatenauf der Basisvon konventionellen Studien zur chronischenToxizitätund

Genotoxizitätzeigen keinebesonderenRisiken für denMenschen.

BeiMäusen,RattenundKaninchenistTopiramatteratogenundembryotoxisch.BeiRattenist

Topiramatplazentagängig.DieteratogenenEffektewarendenenandererCarboanhydrase-Inhibitoren

ähnlich,diebishernichtmitMissbildungenbeimMenscheninVerbindunggebrachtwurden.

NachteiligeAuswirkungenvonTopiramataufFertilität,Paarungsverhalten,Trächtigkeitoderdie

AufzuchtderJungtierewarenimTierversuchnichterkennbar.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 ListedersonstigenBestandteile

Topirafinelin25mg

Filmtablettenkern:

Mannitol(Ph.Eur.)

VorverkleisterteStärke

MikrokristallineCellulose

Croscarmellose-Natrium

HochdispersesSiliciumdioxid

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

Filmüberzug:

OpadryIIWeiß85F18422(Poly(vinylalkohol),Titandioxid(E171),Macrogol3350,Talkum)

Topirafinelin50mg

Filmtablettenkern:

Mannitol(Ph.Eur.)

VorverkleisterteStärke

MikrokristallineCellulose

Croscarmellose-Natrium

HochdispersesSiliciumdioxid

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

Filmüberzug:

OpadryIIGelb85G32312(Poly(vinylalkohol),Talkum,Titandioxid(E171),Macrogol3350,Entölte

PhospholipideausSojabohnen,Eisen(III)-hydroxid-oxidxH

Topirafinelin100mg

Filmtablettenkern:

Mannitol(Ph.Eur.)

VorverkleisterteMaistärke

MikrokristallineCellulose

Croscarmellose-Natrium

HochdispersesSiliciumdioxid

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

Filmüberzug:

OpadryIIGelb85G32313(Poly(vinylalkohol),Talkum,Titandioxid(E171),Macrogol3350,

Eisen(III)-hydroxid-oxidxH

O,EntöltePhospholipideausSojabohnen)

Topirafinelin200mg

Filmtablettenkern:

Mannitol(Ph.Eur.)

VorverkleisterteMaisstärke

MikrokristallineCellulose

Croscarmellose-Natrium

HochdispersesSiliciumdioxid

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

Filmüberzug:

OpadryIIRosa85G34776(Poly(vinylalkohol),Talkum,Titandioxid(E171),Macrogol3350,Entölte

PhospholipideausSojabohnen,Eisen(III)-oxid)

6.2 Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3 DauerderHaltbarkeit

36Monate

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

keine

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

Al/Al-Blisterpackungen

HDPE-TablettenbehältermitLDPE-Verschlußkappe

25mgFilmtabletten

28,100und200Filmtabletten

50mg,100mg,200mgFilmtabletten:

50,100und200Filmtabletten

EswerdenmöglicherweisenichtallePackungsgrößenindenVerkehrgebracht.

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung<undsonstigeHinweisezur

Handhabung>

KeinespeziellenHinweise

7. INHABERDERZULASSUNG

AlechmiaLtd.

5thFloor

86JermynStreet

London

SW1Y6AW

8. ZULASSUNGSNUMMERN

64830.00.00

64831.00.00

64832.00.00

64833.00.00

9. DATUMDERERTEILUNGDERZULASSUNG/VERLÄNGERUNGDERZULASSUNG

16.02.09

10. STANDDERINFORMATION

Juni2009

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