Timolol 0,25 % AT - 1 A Pharma Augentropfen

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Timololmaleat
Verfügbar ab:
1 A Pharma GmbH
ATC-Code:
S01ED01
INN (Internationale Bezeichnung):
Timolol maleate
Darreichungsform:
Augentropfen
Zusammensetzung:
Timololmaleat 3.42mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
8984.01.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Timolol 0,25 % AT - 1 A Pharma

®

Wirkstoff: Timolol 2,5 mg/ml Augentropfen

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann

anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Timolol - 1 A Pharma und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Timolol - 1 A Pharma beachten?

Wie ist Timolol - 1 A Pharma anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Timolol - 1 A Pharma aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. WAS IST TIMOLOL - 1 A PHARMA UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Timolol - 1 A Pharma ist ein Arzneimittel gegen erhöhten Augeninnendruck aus der Gruppe der

Betarezeptorenblocker.

Timolol - 1 A Pharma wird angewendet bei

erhöhtem Augeninnendruck

grünem Star

grünem Star nach Linsenentfernung

kindlichem Glaukom, wenn andere therapeutische Maßnahmen nicht ausreichen.

2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON TIMOLOL - 1 A PHARMA BEACHTEN?

Timolol - 1 A Pharma darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Timolol oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses

Arzneimittels sind

bei erhöhter Reaktionsbereitschaft der Atemwege, bestehendem oder aus der Krankengeschichte

bekanntem Bronchialasthma, chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen (Langzeiterkrankungen bei

Bronchialasthma und Bronchitis)

bei verlangsamtem Herzschlag, Herzblock (AV-Block) 2. und 3. Grades, medikamentös nicht

eingestellter Herzschwäche, herzbedingtem Schock.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Timolol - 1 A Pharma anwenden.

Bitte halten Sie Termine zur regelmäßigen Untersuchung des Augeninnendrucks und der Hornhaut

besonders sorgfältig ein.

Informieren Sie Ihren Arzt vor der ersten Anwendung von Timolol - 1 A Pharma, wenn bei Ihnen

folgendes zutrifft bzw. bereits einmal aufgetreten ist:

Allergische Reaktionen (z. B. Asthma, Heuschnupfen) in der Vorgeschichte

Schwere Durchblutungstörungen in Armen oder Beinen

Bestehende leichte bis mittelschwere chronische Atemwegserkrankungen

Bestehende Diabeteserkrankung

Vorerkrankungen am Auge (Hornhauterkrankungen)

Einnahme von Betablockern (Arzneimittel gegen zu hohen Blutdruck, z. B. Metoprolol, Bisoprolol)

Muskelschwäche (Myasthenia gravis)

Informieren Sie den Narkosearzt über die Anwendung von Timolol - 1 A Pharma, wenn bei Ihnen eine

Operation geplant ist.

Kinder und Jugendliche

Timolol Augentropfen sollten generell vorsichtig bei Kindern und Jugendlichen mit Glaukom angewendet

werden.

Bei Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern soll Timolol mit größter Vorsicht angewendet werden. Wenn

Husten, Giemen, ungewöhnliche Atmung oder ungewöhnliche Atempausen (Apnoe) auftreten, muss die Be-

handlung sofort abgebrochen und so rasch wie möglich ein Arzt aufgesucht werden.

Ein tragbarer Apnoe Monitor kann bei Neugeborenen unter Timolol-Therapie hilfreich sein (nähere Informa-

tionen diesbezüglich erhalten Sie bei Ihrem Arzt).

Timolol wurde an Neugeborenen und Kindern im Alter von 12 Tagen bis 5 Jahren mit erhöhtem Augendruck

(Glaukom) untersucht (für nähere Informationen diesbezüglich wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt).

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Timolol - 1 A Pharma kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Eine missbräuchliche Anwendung des Arzneimittels Timolol - 1 A Pharma zu Dopingzwecken kann zu einer

Gefährdung Ihrer Gesundheit führen.

Anwendung von Timolol - 1 A Pharma zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Es wird nicht empfohlen gleichzeitig zwei Betarezeptorenblocker lokal am Auge anzuwenden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von adrenalinhaltigen Augentropfen (anderes Mittel zur Senkung des

erhöhten Augeninnendrucks) kann es zu einer Erweiterung der Pupille kommen.

Durch die Gabe von adrenalin- oder pilocarpinhaltigen Augentropfen (andere Mittel zur Senkung des

erhöhten Augeninnendrucks) wird die Augeninnendruck senkende Wirkung von Timolol verstärkt.

Bei gleichzeitiger Einnahme (z. B. als Tablette) von Betarezeptorenblockern (Mittel zur Behandlung von

Bluthochdruck und Erkrankungen der Herzkranzgefäße) ist eine wechselseitige Wirkungsverstärkung sowohl

am Auge (Drucksenkung) als auch im Herz- und Gefäßsystem möglich.

Wenn Timolol - 1 A Pharma gleichzeitig mit Arzneimitteln zur Senkung des erhöhten Blutdrucks oder zur

Behandlung von Herzerkrankungen (z. B. Kalziumantagonisten, Digitalis, reserpinhaltige Präparate oder

Betarezeptorenblocker) angewendet wird, können Blutdrucksenkung und deutliche Pulsverlangsamung als

unerwünschte Wirkungen verstärkt auftreten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat.

Schwangerschaft

Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung von Timolol in Schwangerschaft liegen nicht vor. Deshalb

soll Timolol - 1 A Pharma nur dann angewendet werden, wenn es Ihr Arzt ausdrücklich für erforderlich hält.

Stillzeit

Timolol geht in die Muttermilch über. Bei den Dosierungen von Timolol, die zur Behandlung des

Augeninnendrucks erforderlich sind, ist es jedoch unwahrscheinlich, dass beim gestillten Säugling

Wirkungen ausgelöst werden (siehe auch Abschnitt Dosierung „Hinweise zur Verminderung einer

systemischen Aufnahme von Timolol“). Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Sehr selten wurde über Doppeltsehen und herabhängendes Augenlid berichtet. Es können Sehstörungen,

Kopfschmerzen, Schwindel, Schwächegefühl und Übelkeit auftreten.

Timolol - 1 A Pharma beeinflusst auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Sehleistung und das

Reaktionsvermögen so weit, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen

von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im

Zusammenwirken mit Alkohol.

Timolol - 1 A Pharma enthält Benzalkoniumchlorid.

Benzalkoniumchlorid kann Reizungen am Auge hervorrufen. Vermeiden Sie den Kontakt mit weichen

Kontaktlinsen. Benzalkoniumchlorid kann zur Verfärbung weicher Kontaktlinsen führen. Kontaktlinsen

müssen Sie vor der Anwendung entfernen und dürfen diese frühestens 15 Minuten nach der Anwendung

wieder einsetzen.

3. WIE IST TIMOLOL - 1 A PHARMA ANZUWENDEN?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt

oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene

Die Behandlung beginnt mit dem Eintropfen von 2-mal täglich 1 Tropfen. Wenn der Augeninnendruck bei

regelmäßiger Kontrolle auf den gewünschten Wert eingestellt ist, kann der Arzt unter Umständen die

Dosierung der Augentropfen auf 1 Tropfen täglich festlegen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt wenn Sie bereits Betablocker zur Behandlung von hohem Blutdruck oder

Herzerkrankungen (z. B. als Tabletten) einnehmen bzw. die Einnahme geplant ist.

Bei Patienten mit stark pigmentierter Iris kann die Drucksenkung verzögert oder abgeschwächt eintreten.

Kinder und Jugendliche

Vor der Anwendung von Timolol muss eine ausführliche medizinische Untersuchung erfolgen. Ihr Arzt wird

sorgfältig Nutzen gegenüber Risiko abwägen, wenn eine Therapie mit Timolol notwendig ist. Wenn der Nut-

zen das Risiko überwiegt, wird die Anwendung der niedrigst möglichen verfügbaren Dosiskonzentration 1-

mal täglich empfohlen. In Hinblick auf die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen kann die 0,1 % Lö-

sung bereits ausreichend sein. Falls der Augendruck durch diese Dosierung nicht ausreichend kontrollierbar

ist, kann eine 2-mal tägliche Verabreichung im Abstand von 12 Stunden notwendig sein.

Patienten, insbesondere Neugeborene, sollen nach der 1. Dosis für 1 bis 2 Stunden in medizinischen Räum-

lichkeiten streng überwacht werden. Des Weiteren ist bis zur Durchführung geeigneter chirurgischer Maß-

nahmen auf mögliche Nebenwirkungen zu achten.

Art der Anwendung

Um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden, sollte nur 1 Tropfen pro Dosierungszeitpunkt verabreicht

werden (siehe auch „Hinweise zur Anwendung“ unten).

Nachdem Sie Timolol - 1 A Pharma angewendet haben, drücken Sie mit einem Finger auf den Augenwinkel

neben der Nase solange wie möglich (z. B. 3 – 5 Minuten). Diese Maßnahme vermindert die Aufnahme von

Timolol - 1 A Pharma in den übrigen Körper.

Dauer der Anwendung

Die Behandlung mit Timolol - 1 A Pharma ist in der Regel eine Langzeittherapie. Eine Unterbrechung oder

Änderung der Dosierung darf nur auf ärztliche Anweisung erfolgen.

Als Übergangstherapie bei Kindern und Jugendlichen.

Anwendung von Timolol - 1 A Pharma mit anderen Augentropfen

Wenn Sie außer Timolol - 1 A Pharma noch andere Augentropfen anwenden, sollte zwischen der

Verabreichung der beiden Augentropfen mindestens ein Abstand von 10 Minuten liegen.

Hinweise zur Anwendung

Bitte halten Sie sich bei der Anwendung von Timolol - 1 A Pharma Augentropfen genau an diese

Vorschriften. Es wird empfohlen, vor der Einträufelung der Augentropfen die Hände zu waschen.

Lassen Sie die Spitze des Tropfers nicht mit dem Auge oder der Umgebung des Auges in Berührung

kommen. Sie kann mit Bakterien verunreinigt werden, was Augeninfektionen verursachen und zu schweren

Augenschädigungen, sogar zu einem Verlust des Sehvermögens führen kann. Um eine Verunreinigung des

Behältnisses zu vermeiden, berühren Sie mit der Spitze des Behältnisses keine Oberflächen.

Sie dürfen die Flasche nicht verwenden, wenn der Originalverschluss am Flaschenhals vor der ersten

Anwendung aufgebrochen ist.

Zum Öffnen der Flasche drehen Sie die Kappe, bis der Originalverschluss aufbricht. Der lose

aufsitzende Sprengring kann entfernt werden.

Halten Sie die Flasche mit der Spitze nach unten zwischen Daumen und Mittelfinger (Abb. 1). Beugen

Sie den Kopf nach hinten und ziehen Sie das Unterlid leicht herab, damit sich zwischen Ihrem Augenlid

und Ihrem Auge eine Tasche bildet (Abb. 2).

Abb. 1

Bringen Sie die Tropferspitze nahe an das Auge heran. Verwenden Sie einen Spiegel, falls es das

Eintropfen erleichtert.

Durch sanften Druck des Zeigefingers auf den Flaschenboden löst sich jeweils ein Tropfen Timolol - 1 A

Pharma (Abb. 1 und 3).

Die Flasche nicht fest zusammendrücken: die Flasche wurde so konstruiert, dass ein sanfter Druck auf

den Flaschenboden genügt.

Abb. 2

Abb. 3

Falls von Ihrem Arzt angeordnet, wiederholen Sie die Schritte 3, 4 und 5 am anderen Auge.

Mögliche systemische Nebenwirkungen (Wirkungen auf den Kreislauf) können reduziert werden,

indemman nach der Anwendung etwa 3-5 Minuten mit dem Finger einen Druck auf den Tränenkanal

ausübt.

Verschließen Sie die Flasche durch Festdrehen der Kappe direkt nach der Anwendung.

Die Tropferspitze ist so konzipiert, dass sie einen genau abgemessenen Tropfen abgibt. Vergrößern Sie

deshalb nicht die Öffnung der Tropferspitze.

Wenn Sie eine größere Menge Timolol - 1 A Pharma angewendet haben als Sie sollten

Gefahren für das Auge durch eine Überdosierung sind nicht bekannt. Bei starker und/oder häufiger

Überdosierung können allgemeine Symptome (Störungen von Herz-Kreislauf, Atmung,

Zentralnervensystem) verstärkt auftreten. In diesen Fällen sollte unverzüglich ein Arzt gerufen werden.

Wenn Sie die Anwendung von Timolol - 1 A Pharma vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Bitte

verfahren Sie weiter wie in der Dosierungsanleitung beschrieben.

Wenn Sie die Anwendung von Timolol - 1 A Pharma abbrechen

Ein erhöhter Augeninnendruck kann lange Zeit ohne erkennbare Beschwerden für den Patienten bestehen.

Dennoch kann das Auge dauerhaft geschädigt werden. Eine regelmäßige Behandlung ist deshalb wichtig für

den Erhalt Ihres Sehvermögens.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Wie andere lokal am Auge verabreichte Medikamente kann Timolol - 1 A Pharma systemisch resorbiert (in

den gesamten Körper aufgenommen) werden. Bei der Anwendung eines Betablockers am Auge kann es

deshalb zu den gleichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen kommen wie bei einer Einnahme eines

Betablockers (z. B. als Tablette).

Die folgenden

Nebenwirkungen

traten bei lokaler Anwendung am Auge von Timolol-haltigen

Augentropfen entweder in klinischen Prüfungen auf oder wurden seit der Markteinführung berichtet:

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 Behandelten von 10 betreffen):

Sehstörungen (Verschwommensehen), Augenschmerzen, Reizung der Augen (z. B. Brennen, Stechen),

Augenbeschwerden, vermehrte Blutansammlung im Auge

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 Behandelten von 100 betreffen):

Kopfschmerzen

Verletzungen der Hornhaut, punktförmige Hornhautentzündung, Hornhautentzündung, Entzündung der

Regenbogenhaut, Bindehautentzündung, Lidrandentzündung, verminderte Sehschärfe,

Lichtempfindlichkeit, Trockenheitsgefühl der Augen, verstärkte Tränenbildung, Augenausfluss,

Augenjucken, Verkrustung des Augenlids, Entzündung der vorderen Augenkammer, Schwellung des

Augenlids, vermehrte Blutansammlung in der Bindehaut

verlangsamter oder unregelmäßiger Puls, Blutdruckabfall

Asthma, Bronchitis, Atemnot

Geschmacksstörungen

Müdigkeit

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 Behandelten von 1.000 betreffen):

Depressionen

Mangeldurchblutung des Gehirns, Benommenheit, Migräne

Entzündung der mittleren Augenhaut, Doppeltsehen, Sehschwäche, Ekzem der Augenlider, Rötung des

Augenlids, Jucken des Augenlids, Schwellung der Bindehaut, Pigmentierung der Hornhaut

Herzinfarkt

erhöhter Blutdruck, Schwellungen (Ödeme) an Händen und Füßen, kalte Hände und Füße

chronische-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Bronchospasmen, Husten, Keuchen, verstopfte Nase

Verdauungsstörung, Bauchschmerzen, Mundtrockenheit

Schwellung im Gesicht, Rötung der Haut

Schwächegefühl, Schmerzen im Brustbereich

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 Behandelten von 10.000 betreffen)

In sehr seltenen Fällen entwickelten Patienten mit ausgeprägten Hornhautdefekten unter der Therapie mit

phoshathaltigen Augentropfen Trübungen der Hornhaut durch die Bildung von Kalziumphosphat.

Häufigkeit nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

systemischer Lupus erythematodes (schwere Autoimmunerkrankung mit u. a. Fieber, Abgeschlagenheit

und Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht, rheuma-ähnlichen Gelenkschmerzen, Hautausschlägen)

Schwellung von Haut, Schleimhaut und angrenzende Gewebe, Überempfindlichkeit, Juckreiz,

Überempfindlichkeit des Immunsystems

Verdeckung von Anzeichen einer Unterzuckerung bei insulinabhängigen Diabetikern

Unterzuckerung

Schlaflosigkeit, Gedächtnisverlust, Albträume, Halluzination

Schlaganfall, Ohnmacht, Missempfindungen in Armen und Beinen, Schwindel

herabgesetzte Hornhautsensibilität, Herabhängen des Oberlides oder Aderhautabhebung nach

fistulierenden Operationen

Ohrgeräusche (Tinnitus)

Herz-Kreislauf-Beschwerden insbesondere bei herzkranken Patienten, Herzstillstand, AV-Block,

Herzschwäche, Herzrythmusstörung, Herzklopfen

Hinken, Durchblutungsstörungen in Händen und Füßen

Erbrechen, Durchfall, Übelkeit

Nesselsucht, schuppenflechtenähnlicher Hautausschlag oder Verschlechterung einer Schuppenflechte

(Psoriasis), Ausschlag, Haarausfall

Gelenkerkranung, Verstärkung der Symptome bei Myasthenia gravis (einer Form der Muskelschwäche)

Sexualstörungen, Verminderung des sexuellen Empfindens, Verhärtung der Schwellkörper des

männlichen Gliedes

Hinweis

Nach Absetzen von Timolol - 1 A Pharma Augentropfen kann die Wirkung auf den Augeninnendruck noch

mehrere Tage anhalten. Werden Timolol-Augentropfen nach längerer Gabe abgesetzt, kann noch für 2-4

Wochen ein drucksenkender Effekt bestehen. Timolol-Augentropfen können bei Anwendung an nur einem

Auge auch einen drucksenkenden Effekt auf dem unbehandelten Auge haben.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST TIMOLOL - 1 A PHARMA AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf!

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „verwendbar bis“

angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des

Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht über 25 °C lagern.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch

Nach Anbruch 28 Tage verwendbar.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu

entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Timolol - 1 A Pharma enthält

Der Wirkstoff ist Timolol.

1 ml Augentropfen enthält 2,5 mg Timolol als Timololmaleat und als Konservierungsmittel: 0,1 mg Benzal-

koniumchlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Natriummonohydrogenphosphat-Dodecahydrat (Ph.Eur.),

Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat, Natriumhydroxid oder Salzsäure (zur pH-Einstellung), gereinigtes

Wasser.

Wie Timolol - 1 A Pharma aussieht und Inhalt der Packung

Timolol - 1 A Pharma ist eine klare, farblose bis hellgelbe Lösung.

Packungen mit 1, 3 und 6 Flaschen mit je 5 ml Augentropfen

Timolol - 1 A Pharma ist verpackt in 5

-

-

LDPE-Tropfflaschen (DROP

-

TAINER) mit einem

Schraubverschluss aus Polypropylen.

Pharmazeutischer Unternehmer

1 A Pharma GmbH

Keltenring 1 + 3

82041 Oberhaching

Telefon: (089) 6138825-0

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

oder

S.A. Alcon-Couvreur N.V.

Rijksweg 14

2870 Puurs

Belgien

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2019.

Fachinformation

1. BEZEICHNUNGEN DER ARZNEIMITTEL

Timolol 0,25 % AT - 1 A Pharma

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml Augentropfen enthält 3,4 mg Timololmaleat, entsprechend 2,5 mg Timolol.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Benzalkoniumchlorid und Phosphate

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Augentropfen

klare, farblose bis hellgelbe Lösung

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Erhöhter Augeninnendruck (okuläre Hypertension)

Grüner Star (chronisches Offenwinkelglaukom)

Grüner Star nach Linsenentfernung (Aphakieglaukom)

Kindliches Glaukom, wenn andere therapeutische Maßnahmen nicht ausreichen

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Je nach Höhe des intraokularen Drucks beginnt die Therapie mit 2-mal täglich 1 Tropfen.

Bei konstanter Einstellung auf das angestrebte Niveau kann der Versuch gemacht werden, die Dosierung auf

1-mal täglich 1 Tropfen zu reduzieren, wobei der intraokulare Druck regelmäßig zu kontrollieren ist.

Bei der Druckeinstellung ist zu beachten, dass die anfängliche Drucksenkung bis zu 50 % betragen kann und

es danach zu einer Wirkungsabnahme kommen kann (Tachyphylaxie). Nach 3-12 Monaten stabilisiert sich

die Druckreduktion. Eine regelmäßige Druckkontrolle ist daher besonders in den ersten Tagen nach

Ansetzen von Timolol-Augentropfen wichtig.

Bei oraler Gabe von Betarezeptorenblockern ist mit einer Drucksenkung am Auge zu rechnen, daher ist zu

überprüfen, ob eine lokale Anwendung von Timolol-Augentropfen dann noch notwendig ist. Besteht schon

eine systemische Gabe von Betarezeptorenblockern, so ist der zusätzliche Effekt topisch verabreichter Mittel

allerdings meist geringer.

Bei Patienten mit stark pigmentierter Iris kann die Drucksenkung verzögert oder abgeschwächt eintreten.

Art und Dauer der Anwendung

Timolol – 1 A Pharma wird in den Bindehautsack eingetropft und ist für die Dauertherapie vorgesehen.

Die systemische Resorption kann durch nasolakrimale Okklusion für etwa 2 Minuten oder Schließen der

Augenlider für 2 Minuten reduziert werden. Dies kann zur Herabsetzung der systemischen Nebenwirkungen

und einer Steigerung der lokalen Wirkung führen.

Kinder und Jugendliche

Aufgrund begrenzter Daten wird die Anwendung von Timolol bei primär kongenitalem Glaukom und primär

juvenilem Glaukom wie folgt empfohlen:

- als Übergangstherapie bis hin zu geeigneten chirurgischen Maßnahmen, oder

- als Überbrückungstherapie im Falle eines fehlgeschlagenen chirurgischen Eingriffs, um weitere

Möglichkeiten einer Therapie abzuwägen.

Dosierung

Der behandelnde Arzt ist angehalten eine strenge Nutzen/Risiko Abwägung durchzuführen, wenn eine

Therapie mit Timolol bei Kindern und Jugendlichen erwogen wird. Eine ausführliche Anamnese und

Untersuchung sollte der Anwendung von Timolol vorausgehen, um systemische Unregelmäßigkeiten

auszuschließen.

Aufgrund der limitierten Datenlage kann keine genaue Dosisempfehlung gegeben werden (siehe auch

Abschnitt 5.1).

Wenn der Nutzen das Risiko überwiegt, wird die Anwendung der niedrigstmöglichen verfügbaren

Dosiskonzentration 1 x täglich empfohlen (siehe auch Art der Anwendung). Falls der Augendruck nicht

ausreichend kontrolliert werden kann, ist eine vorsichtige Erhöhung auf maximal 2 Tropfen täglich je

betroffenem Auge in Erwägung zu ziehen. Falls eine 2-mal tägliche Verabreichung notwendig ist, sollte ein

Intervall von 12 Stunden eingehalten werden.

Patienten, insbesondere Neugeborene, sollen nach der 1. Dosis für 1 bis 2 Stunden in medizinischen

Räumlichkeiten streng überwacht werden. Des Weiteren ist bis zur Durchführung geeigneter chirurgischer

Maßnahmen auf okulare und systemische Nebenwirkungen zu achten.

In Hinblick auf die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen, kann die 0,1%ige Lösung bereits ausreichend

sein.

Art der Anwendung:

Timolol – 1 A Pharma wird in den Bindehautsack eingetropft.

Um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden, sollte nur 1 Tropfen pro Dosierungszeitpunkt verabreicht

werden.

Die systemische Resorption kann durch die Anwendung von nasolakrimaler Okklusion und dem Schließen

der Augenlieder so lange als möglich (z. B. für 3 - 5 Minuten) reduziert werden. Dies kann zu einer

Herabsetzung der systemischen Nebenwirkungen und einer Steigerung der lokalen Wirkung führen. Siehe

auch Abschnitt 4.4, 5.2.

Dauer der Anwendung:

Als Übergangstherapie bei Kindern und Jugendlichen.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile

Reaktive Atemwegserkrankungen einschließlich Bronchialasthma oder Bronchialasthma in der

Anamnese, schwere chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen

Sinusbradykardie, Sick-Sinus-Syndrom, SA-Block zweiten oder dritten Grades, AV-Block ohne

Schrittmacher, manifeste Herzinsuffizienz, kardiogener Schock.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Wie andere topisch applizierte Ophthalmika wird auch Timolol systemisch resorbiert. Wegen der beta-

adrenergen Komponente Timolol können die gleichen kardiovaskulären und pulmonalen Nebenwirkungen

sowie andere Nebenwirkungen auftreten wie bei systemischen Betablockern. Nach topischer Anwendung am

Auge ist die Inzidenz systemischer Nebenwirkungen geringer als nach systemischer Anwendung.

Zur Senkung der systemischen Resorption siehe 4.2.

Bei Engwinkelglaukom liegt das unmittelbare Therapieziel in einer Öffnung des Winkels mittels Engstellung

der Pupille durch ein Miotikum. Timolol hat kaum oder überhaupt keinen Einfluss auf die Pupille. Wenn

Timolol – 1 A Pharma daher zur Augeninnendrucksenkung bei Engwinkelglaukom eingesetzt wird, so sollte

es in Kombination mit einem Miotikum und nicht allein verabreicht werden.

Für Patienten mit nächtlicher Druckerhöhung sind Timolol-Augentropfen nicht geeignet

Herzerkrankungen

Bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen (z. B. koronare Herzkrankheit, Prinzmetal-Angina und

Herzinsuffizienz) und Hypotonie sollte die antihypertensive Therapie mit Betablockern kritisch hinterfragt

und eine Behandlung mit anderen Wirkstoffen erwogen werden. Bei Patienten mit kardiovaskulären

Erkrankungen ist auf Symptome einer Verschlechterung dieser Erkrankungen sowie auf Nebenwirkungen zu

achten.

Wegen der negativen Auswirkungen auf die Überleitungszeit sollten Betablocker bei Patienten mit

Herzblock 1. Grades nur mit Vorsicht angewendet werden.

Gefäßerkrankungen

Patienten mit schweren peripheren Durchblutungsstörungen/Erkrankungen (z. B. schwere Formen der

Raynaud-Krankheit oder Raynaud-Syndrom) sollten mit Vorsicht behandelt werden.

Aufgrund des potentiellen Einflusses von Betarezeptorenblockern auf Blutdruck und Puls ist Vorsicht bei

Patienten mit zerebraler Insuffizienz angezeigt. Sollten sich nach Aufnahme der Behandlung mit Timolol – 1

A Pharma Hinweise auf eine verminderte Hirndurchblutung ergeben, so ist eine alternative Therapie zu

erwägen.

Atemwegserkrankungen

Nach Anwendung einiger ophthalmischer Betablocker wurde über Wirkungen auf die Atemwege berichtet,

einschließlich Todesfällen aufgrund von Bronchospasmen bei Asthmatikern.

Timolol sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit leichter/mittelschwerer chronisch-

obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und nur, wenn der potenzielle Nutzen das potenzielle Risiko

überwiegt.

Hypoglykämie/Diabetes

Bei Patienten mit spontaner Hypoglykämie oder labilem Diabetes sollten Betablocker mit Vorsicht

angewendet werden, da diese die Anzeichen und Symptome einer akuten Hypoglykämie maskieren können.

Hyperthyreoidismus

Betablocker können auch Anzeichen von Hyperthyreoidismus maskieren.

Hornhauterkrankungen

Ophthalmische Betablocker können trockene Augen verursachen. Patienten mit Hornhauterkrankungen

sollten mit Vorsicht behandelt werden.

Weitere Betablocker

Bei Patienten, die bereits mit systemischen Betablockern behandelt werden, kann die Anwendung von

Timolol die Wirkung auf den Augeninnendruck oder die bekannten Wirkungen einer systemischen

Betablockade potenzieren. Die Reaktion dieser Patienten sollte engmaschig überwacht werden. Die

Anwendung von zwei lokalen Betablockern wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Anaphylaktische Reaktionen

Während der Behandlung mit Betablockern können Patienten mit Atopie oder schweren anaphylaktischen

Reaktionen auf verschiedene Allergene in der Anamnese heftiger auf die wiederholte Gabe gegenüber

solchen Allergenen reagieren. Diese Patienten sprechen möglicherweise nicht auf die übliche Adrenalindosis

zur Behandlung von anaphylaktischen Reaktionen an.

Aderhautabhebung

Unter Anwendung von Kammerwassersuppressoren (z. B. Timolol, Acetazolamid) wurden choroidale

Ablösungen nach Filtrationsoperationen berichtet.

Anästhesie

Betablocker-haltige Ophthalmika können den systemischen beta-agonistischen Effekt blockieren, z. B. von

Adrenalin. Der Anästhesist sollte über die Behandlung mit Timolol informiert sein.

Muskelschwäche/Myasthenia gravis

Bei Patienten mit Muskelschwäche wurde unter Betarezeptorenblockade von einer verstärkten

Muskelschwäche im Sinne myasthenischer Symptome wie Diplopie, Ptosis und allgemeiner Schwäche

berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Kinder und Jugendliche

Timolol Augentropfen sollten generell vorsichtig bei Kindern und Jugendlichen mit Glaukom angewendet

werden (siehe auch Abschnitt 5.2).

Es ist wichtig, Eltern über mögliche Nebenwirkungen aufzuklären, sodass, falls notwendig die Behandlung

abgebrochen werden kann. Mögliche Anzeichen, auf die geachtet werden soll, sind z. B. Husten und

Giemen.

Aufgrund der Möglichkeit einer Apnoe und Cheyne-Stokes Atmung bei Neugeborenen, Kleinkindern und

Kindern, soll Timolol mit größter Vorsicht angewendet werden. Ein tragbarer Apnoe Monitor kann bei

Neugeborenen unter Timolol-Therapie hilfreich sein.

Hinweise

Die Anwendung von Timolol – 1 A Pharma kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Eine missbräuchliche Anwendung des Arzneimittels Timolol – 1 A Pharma zu Dopingzwecken kann die

Gesundheit gefährden.

Kontaktlinsen

Timolol – 1 A Pharma enthält Benzalkoniumchlorid. Benzalkoniumchlorid kann Irritationen am Auge

hervorrufen. Der Kontakt mit weichen Kontaktlinsen ist zu vermeiden. Benzalkoniumchlorid kann zur

Verfärbung weicher Kontaktlinsen führen. Kontaktlinsen sind vor der Anwendung von Timolol – 1 A

Pharma zu entfernen und frühestens 15 Minuten nach der Anwendung wieder einzusetzen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine spezifischen Wechselwirkungsstudien mit Timolol durchgeführt.

Es besteht die Möglichkeit für additive Wirkungen und Auslösung einer Hypotonie und/oder ausgeprägten

Bradykardie, wenn Betablocker-haltige Lösungen zur Anwendung am Auge gleichzeitig mit oralen

Kalziumkanalblockern, Betablockern, Antiarrhythmika (einschließlich Amiodaron), Digitalisglykosiden,

Parasymphatomimetika verabreicht werden.

Eine verstärkte systemische Betablockade (z. B. verminderte Herzfrequenz, Depression) wurde während der

gleichzeitigen Anwendung mit CYP2D6-Hemmstoffen (z. B. Chinidin, Fluoxetin, Paroxetin) und Timolol

berichtet.

Die gleichzeitige Anwendung von zwei lokalen ophthalmischen Betarezeptorenblockern wird nicht

empfohlen.

Gelegentlich wurde über Mydriasis als Folge der gleichzeitigen Anwendung ophthalmischer Betablocker und

Adrenalin (Epinephrin) berichtet.

Die augendrucksenkende Wirkung von Timolol wird durch die Gabe von adrenalin- oder pilocarpinhaltigen

Augentropfen verstärkt.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Timolol bei Schwangeren vor. Aus

epidemiologischen Studien ergaben sich keine Hinweise auf missbildende Wirkungen; es besteht ein Risiko

für intrauterine Wachstumsverzögerungen bei gleichzeitiger oraler Anwendung von Betablockern.

Außerdem wurden Anzeichen und Symptome einer Betablockade (z. B. Bradykardie, Hypotonie, Atemnot

und Hypoglykämie) bei Neugeborenen beobachtet, wenn bis zur Geburt Betablocker gegeben wurden.

Timolol sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig

erforderlich. Wird Timolol – 1 A Pharma bis zur Geburt verabreicht, sollte das Neugeborene während der

ersten Lebenstage sorgfältig überwacht werden.

Zur Verminderung der systemischen Resorption siehe 4.2.

Stillzeit

Betablocker gehen in die Muttermilch über und können beim gestillten Säugling schwere unerwünschte

Wirkungen hervorrufen. In therapeutischen Dosierungen von Timolol in Augentropfen ist es jedoch

unwahrscheinlich, dass ausreichende Mengen in der Muttermilch vorhanden wären, um beim Säugling

klinische Symptome einer Betablockade auszulösen. Timolol Augentropfen können daher in der Stillzeit

angewendet werden.

Fertilität

Es gibt keine Daten über die Auswirkungen von Timolol Augentropfen auf die humane Fertilität.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Vorübergehendes Verschwommensehen und andere Sehstörungen können die Fähigkeit, Maschinen zu

bedienen oder am Straßenverkehr teilzunehmen, beeinträchtigen. Falls es nach dem Eintropfen zu

verschwommenem Sehen kommt, ist der Patient dazu anzuhalten, zu warten, bis diese Beeinträchtigung

abgeklungen ist, bevor er am Straßenverkehr teilnimmt oder Maschinen bedient.

4.8 Nebenwirkungen

Folgende Nebenwirkungen wurden während klinischer Studien

mit Timolol Augentropfen berichtet und

nach folgender Konvention klassifiziert: Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10); gelegentlich (≥

1/1.000, < 1/100); selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000), Häufigkeit nicht bekannt (auf der

Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad geordnet.

System-Organklasse

Nebenwirkung

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Nicht bekannt:

systemischer Lupus erythematodes

Psychiatrische Erkrankungen

Selten:

Depression

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich

: Kopfschmerzen

Selten:

Zerebrale Ischämie, Benommenheit, Migräne

Augenerkrankungen

Häufig:

Sehstörungen (Verschwommensehen), Augenschmerzen,

Reizerscheinungen an den Augen wie Brennen und Stechen, okulare

Beschwerden, okulare Hyperämie

Gelegentlich:

Hornhauterosion, Keratitis punctata, Keratitis, Iritis,

Konjunktivitis, Blepharitis, verminderte Sehschärfe, Photophobie,

Trockenheitsgefühl der Augen, verstärkte Tränensekretion,

Augenausfluss, Juckreiz des Auges, Lidrandverkrustung, Entzündung

der vorderen Augenkammer, Augenlidödem, konjunktivale

Hyperämie

Selten:

Uveitis, Diplopie, Asthenopie, Ekzem der Augenlider,

Erythem am Augenlid, Pruritus des Augenlids, konjunktivales Ödem,

Pigmentierung der Hornhaut

Sehr selten:

Fälle von Hornhautkalzifizierungen unter der Therapie

mit phosphathaltigen Augentropfen bei Patienten mit ausgeprägten

Hornhautdefekten

Nicht bekannt:

herabgesetzte Hornhautsensibilität

Erkrankungen des Ohrs und des

Labyrinths

Nicht bekannt:

Tinnitus

Herzerkrankungen

Gelegentlich:

Bradykardie

Selten:

Myokardinfarkt

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich:

Hypotonie

Selten:

erhöhter Blutdruck, periphere Ödeme, kalte Hände und Füße

Nicht bekannt: Claudicatio

Erkrankungen der Atemwege, des

Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich:

Asthma, Bronchitis, Dyspnoe

Selten:

chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Bronchospasmen

(besonders bei Patienten mit vorbestehenden bronchospastischen

Erkrankungen), Husten, Keuchen, verstopfte Nase

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich:

Dysgeusie

Selten:

Dyspepsie, Bauchschmerzen, Mundtrockenheit

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Selten:

Schwellung im Gesicht, Erythem

Endokrine Erkrankungen

Nicht bekannt:

Verdeckung hypoglykämischer Symptome bei

insulinabhängigen Diabetikern

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich:

Müdigkeit

Selten:

Asthenie, Schmerzen im Brustraum

Weitere Nebenwirkungen, die nach Markteinführung von Timolol und anderen ophthalmischen Betablockern

berichtet wurden, sind im Folgenden aufgeführt. Die Häufigkeit ist auf der Grundlage der verfügbaren Daten

nicht abschätzbar. Innerhalb jeder Organklasse sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad

geordnet.

System-Organklasse

Nebenwirkung

Erkrankungen des Immunsystems

Systemische allergische Reaktionen einschließlich

Angioödem, Überempfindlichkeit, Pruritus,

anaphylaktische Reaktion

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Hypoglykämie

Psychiatrische Erkrankungen

Insomnie, Gedächtnisverlust, Albträume,

Halluzination

Erkrankungen des Nervensystems

zerebrovaskulärer Insult, Synkope, Parästhesie,

Schwindel, Zunahme von Zeichen und Symptomen

einer Myasthenia gravis

Augenerkrankungen

Aderhautabhebung nach Filtrationsoperationen,

Ptosis des Augenlids

Herzerkrankungen

Herzstillstand, AV-Block (komplett, geringradig

oder verschlechtert), kongestive Herzinsuffizienz

(Verschlechterung), Arrhythmie, Palpitationen,

dekompensierte Herzinsuffizienz,

Gefäßerkrankungen

Raynaud-Phänomen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Erbrechen, Diarrhoe, Übelkeit

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Urtikaria, Psoriasis oder Verschlechterung einer

Psoriasis, lokalisierter und generalisierter

Hautausschlag, Alopezie

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Arthropathie, Myalgie

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der

Brustdrüse

Sexuelle Dysfunktion, Abnahme der Libido

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Im Falle einer versehentlichen Einnahme können Symptome einer Beta-Blockade wie Bradykardie,

Bronchospasmus oder Herzstillstand auftreten.

Therapie bei Überdosierung

Neben allgemeinen Maßnahmen müssen unter intensivmedizinischen Bedingungen die vitalen Parameter

überwacht und gegebenenfalls korrigiert werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Ophtalmikum, Glaukommittel, Betarezeptorenblocker

ATC-Code: S01ED01

Timolol ist ein nicht-selektiver Betarezeptorenblocker ohne nennenswerte sympathomimetische

Eigenwirkung oder lokalanästhetische (membranstabilisierende) Eigenschaften.

Timolol hemmt sowohl die Beta

-Rezeptoren, die vorwiegend am Herzmuskel lokalisiert sind, als auch die

Beta

-Rezeptoren. Der stimulierende Effekt der Katecholamine auf das Herz wird durch Timolol reduziert.

Als Folge werden die Erregungsleitung am AV-Knoten verlangsamt und die Herzfrequenz und das

Schlagvolumen gesenkt. Die Blockierung der Betarezeptoren in den Bronchien und Bronchiolen führt zu

einer Erhöhung des Atemwegswiderstandes durch ein Überwiegen des Parasympathikus.

Wirkung am Auge

Timolol-haltige Augentropfen senken sowohl den erhöhten als auch den normalen Augeninnendruck.

Der genaue Wirkungsmechanismus, über den Timolol den Augeninnendruck senkt, ist bisher nicht bekannt.

Eine fluorophotometrische Studie sowie tonographische Untersuchungen lassen jedoch vermuten, dass seine

Wirkung in erster Linie auf einer Verminderung der Kammerwasserproduktion beruht. In einigen Studien

wurde auch eine leichte Verbesserung des Kammerwasserabflusses festgestellt.

Die Wirkung von Timolol setzt im Allgemeinen rasch ein, ungefähr 20 Minuten nach lokaler Verabreichung

am Auge. Die maximale Senkung des Augeninnendrucks ist nach ein bis zwei Stunden erreicht. Eine

deutliche Verminderung des Augeninnendrucks hält unter Timolol-Augentropfen 0,25 % oder 0,5 % bis zu

24 Stunden an.

Wie bei anderen augendrucksenkenden Mitteln wurde auch bei Timolol nach längerer Therapie ein

vermindertes Ansprechen bei einigen Patienten festgestellt. In einer Langzeitstudie, in der 164 Patienten

mindestens 3 Jahre lang untersucht wurden, konnten aber, sobald der Augeninnendruck einmal eingestellt

war, keine wesentlichen Veränderungen mehr festgestellt werden.

Im Gegensatz zu den Miotika senkt Timolol den Augeninnendruck ohne nennenswerte Beeinflussung von

Akkomodation oder Pupillengröße. Besonders für Katarakt-Patienten ist das Fehlen der Miosis von Vorteil.

Werden Patienten von Miotika umgestellt, kann nach Abklingen der Miotikawirkung eine

Refraktionskorrektur nötig sein.

Kinder und Jugendliche

Es sind nur sehr begrenzte Daten in der Anwendung von Timolol (0,25%, 0,5% 2 x täglich 1 Tropfen) bei

Kindern und Jugendlichen für einen Zeitraum von bis zu 12 Wochen verfügbar. Eine kleine doppelblinde,

randomisierte, veröffentlichte klinische Studie, durchgeführt an 105 Kindern (n=71 mit Timolol) im Alter

von 12 Tagen bis 5 Jahren zeigt zu einem gewissen Grad Hinweis darauf, dass Timolol in der Indikation bei

primär kongenitalem Glaukom und primär juvenilem Glaukom als Übergangstherapie wirksam ist.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Kammerwasserspiegel

Bei Kaninchen wurden maximale Kammerwasserspiegel von 461 ng/100 mg 60 Minuten nach Gabe von 1

Tropfen Timolol 1,0 % gemessen

Beim Menschen betrugen die Kammerwasserspiegel von Timolol in der

ersten und zweiten Stunde nach Verabreichung von 2 Tropfen Timolol 0,5 % 150 ng/100 mg. Nach Ablauf

von 7 Stunden sank der Spiegel bis auf 10 ng/100 mg.

Okuläre Gewebespiegel

Nach Applikation eines Tropfens einer 0,25%igen Lösung

C-markierten Timolols wurden beim

Kaninchenauge in den verschiedenen okulären Geweben maximale Radioaktivitäten nach 15-60 Minuten

erreicht. In Hornhaut, Nickhaut und Iris/Ziliarkörper wurden Radioaktivitäten entsprechend 1-10 ng

Timolol/100 mg Gewebe gemessen.

Systemische Resorption

Untersuchungen haben gezeigt, dass Timolol nach lokaler Anwendung am Auge systemisch resorbiert wird.

In einer Studie wurde bei allen untersuchten gesunden Probanden und Patienten Timolol im Urin

nachgewiesen (Timololmaleat und seine Metaboliten werden größtenteils durch die Nieren ausgeschieden).

Blutspiegel

Blutspiegel von Timolol sind beim Menschen nach lokaler Gabe am Auge bei der empfohlenen klinischen

Dosierung häufig nicht nachweisbar (< 2 ng/ml), weder nach Einmalgabe noch nach einer Behandlungszeit

von 2 Wochen.

Die maximalen gemessenen Plasmaspiegel waren 9,6 ng/ml bei einer Dosierung von 2-mal 2 Tropfen/Tag.

Die maximalen Plasmaspiegel wurden nach 30-90 Minuten erreicht.

Es zeigte sich in einigen Fällen, dass die Anwendung von Timolol-Augentropfen bei Neugeborenen und

Kleinkindern in der empfohlenen Dosierung zu wesentlich höheren Timolol-Plasmaspiegeln führte als bei

Erwachsenen. Der Plasmaspiegel bei einem 3 Wochen alten Neugeborenen betrug unter Gabe von 2-mal

täglich 1 Tropfen 0,25 %iger Timolol-Augentropfen 34 ng/ml.

Kinder und Jugendliche

Wie aus Daten bei Erwachsenen ersichtlich, passieren 80 % jedes Augentropfens den Nasolakrimalgang, wo

es rasch in den systemischen Kreislauf über die Nasenschleimhaut, Bindehaut, den Nasolakrimalgang,

Oropharynx und Magen- Darmtrakt, oder über die Haut durch überlaufende Tränen absorbiert wird.

Aufgrund der Tatsache, dass das Blutvolumen bei Kindern kleiner als bei Erwachsenen ist, müssen höhere

Konzentrationen im Blutkreislauf bedacht werden. Des Weiteren haben Neugeborene unreife

Metabolisierungswege, welche in einer Erhöhung der Eliminationshalbwertszeit und Steigerung der

Nebenwirkungen resultieren können.

Begrenzte Daten zeigen auf, dass Plasma-Timolol Konzentrationen bei Kindern nach 0,25%igen

Augentropfen deutlich die Erwachsenenkonzentrationen nach 0,5%igen Augentropfen, besonders bei

Kleinkindern, übersteigen. Es wird angenommen, dass dies das Risiko möglicher Nebenwirkungen wie

Bronchospasmus und Bradykardie erhöht.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität

Siehe Abschnitt 4.9 „Überdosierung”

Chronische Toxizität

In Studien an Kaninchen und Hunden über 1 bzw. 2 Jahre mit lokal verabreichtem Timololmaleat traten

keine Nebenwirkungen am Auge auf.

Auch nach langfristiger Anwendung per os in hohen Dosen an Hund und Ratte ließen sich außer Bradykardie

und Organgewichtserhöhungen von Herz, Niere und Leber keine besonderen Befunde erheben.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Eine ausführliche Mutagenitätsprüfung liegt nicht vor. Bisherige Tests verliefen negativ. Während einer

Zweijahresstudie mit oral verabreichtem Timololmaleat an Ratten kam es zu einem statistisch signifikanten

Anstieg (p ≤ 0,05) der Häufigkeit von Phäochromozytomen der Nebenniere bei männlichen Ratten, die eine

300-fach höhere Dosis erhalten hatten als die empfohlene orale Maximaldosis beim Menschen (1 mg/kg pro

Tag). Bei Ratten, die eine 25- bis 100-fache Dosis der empfohlenen oralen Maximaldosis beim Menschen

erhalten hatten, traten derartige Veränderungen nicht auf.

In einer bei Mäusen über die gesamte Lebensdauer fortgeführten Studie mit oralem Timolol zeigte sich ein

statistisch signifikanter (p ≤ 0,05) Anstieg des Auftretens von benignen und malignen Lungentumoren sowie

von gutartigen Uteruspolypen bei weiblichen Mäusen, die mit einer Dosis von 500 mg/kg/Tag behandelt

wurden. Ein solcher Anstieg zeigte sich jedoch nicht bei einer Dosis von 5 oder 50 mg/kg/Tag.

Gehäuft traten ebenfalls Adenokarzinome der Mamma unter einer Dosis von 500 mg/kg/Tag auf. Man

brachte dies in Zusammenhang mit den Serumprolaktinspiegeln, die bei weiblichen Mäusen unter 500 mg

Timolol/kg/Tag, aber nicht unter 5 oder 50 mg/kg/Tag festgestellt wurden.

Ein zunehmendes Auftreten von Adenokarzinomen der Mamma bei Nagern wurde mit der Anwendung

verschiedener Präparate, die den Serumprolaktinspiegel erhöhen, in Verbindung gebracht. Bei erwachsenen

Frauen wurden unter oralen Timololmaleat-Dosen von bis zu 60 mg, der empfohlenen oralen Maximaldosis

beim Menschen, keine klinisch relevanten Änderungen des Serumprolaktins festgestellt.

Bei weiblichen Mäusen ergab sich unter einer Dosis von 500 mg/kg/Tag ein statistisch signifikanter Anstieg

(p ≤ 0,05) der allgemeinen Neoplasmahäufigkeit.

Reproduktionstoxikologie

Reproduktions- und Fertilitätsstudien bei Ratten ergaben keine nachteilige Auswirkung auf die männliche

oder weibliche Fertilität bei Dosen bis zum 150-fachen der empfohlenen oralen Maximaldosis beim

Menschen.

Teratologische Untersuchungen mit Timolol bei Mäusen und Kaninchen mit Dosen von bis zu 50 mg/kg/Tag

(das 50-fache der empfohlenen oralen Maximaldosis beim Menschen) zeigten keine Anzeichen für fetale

Missbildungen. Obwohl bei dieser Dosis Verzögerungen der Ossifikation bei Ratten auftraten, zeigten sich

keine weiteren Auswirkungen auf die postnatale Entwicklung der Nachkommen. Dosen von 1000 mg/kg/Tag

(das 1000-fache der empfohlenen oralen Maximaldosis beim Menschen) erwiesen sich bei Mäusen als

toxisch für die Muttertiere, was zu einer vermehrten Resorption der Feten führte. Dies wurde auch bei

Kaninchen unter Dosen von bis zum 100-fachen der oralen Maximaldosis beim Menschen festgestellt, doch

ergab sich hier keine eindeutige Toxizität für die Muttertiere.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Natriummonohydrogenphosphat-Dodecahydrat (Ph.Eur.)

Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat

Natriumhydroxid oder Salzsäure (zur pH-Einstellung)

Gereinigtes Wasser

Konservierungsmittel: 0,1 mg Benzalkoniumchlorid

6.2 Inkompatibilitäten

Benzalkoniumchlorid akkumuliert in weichen Kontaktlinsen. Der Stoff wird dann protrahiert freigesetzt und

kann die Cornea schädigen.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch

Nach dem ersten Öffnen der Tropfflasche sind die Augentropfen höchstens 28 Tage verwendbar.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

-

-

LDPE-Tropfflasche (DROP

-

TAINER) mit einem Schraubverschluss aus Polypropylen

Packungen mit 5 ml Lösung, 3x5 ml Lösung und 6x5 ml Lösung

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNGEN

1 A Pharma GmbH

Keltenring 1 + 3

82041 Oberhaching

Telefon: 089/6138825-0

Telefax: 089/6138825-65

E-Mail: medwiss@1apharma.com

8. ZULASSUNGSNUMMERN

8984.01.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

06. November 1996

Letzte Verlängerung der Zulassung:

23. Mai 2002

10. STAND DER INFORMATION

November 2019

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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