Tilidin-N Sandoz 150/12 mg Retardtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Tilidinhydrochlorid-Hemihydrat, Naloxonhydrochlorid-Dihydrat
Verfügbar ab:
Hexal Aktiengesellschaft
ATC-Code:
N02AX51
INN (Internationale Bezeichnung):
Tilidine Hydrochloride Hemihydrate, Naloxone Hydrochloride Dihydrate
Darreichungsform:
Retardtablette
Zusammensetzung:
Tilidinhydrochlorid-Hemihydrat 154.305mg; Naloxonhydrochlorid-Dihydrat 13.2mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
61183.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Tilidin-N Sandoz® 150/12 mg Retardtabletten

Tilidinhydrochlorid + Naloxonhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann

anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Tilidin-N Sandoz und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Tilidin-N Sandoz beachten?

Wie ist Tilidin-N Sandoz einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Tilidin-N Sandoz aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Tilidin-N Sandoz und wofür wird es angewendet?

Tilidin-N Sandoz ist eine Kombination aus einem stark wirksamen Schmerzmittel aus der Gruppe der

Opioide und einem Opioid-Antagonisten.

Tilidin-N Sandoz wird zur Behandlung starker und sehr starker Schmerzen eingenommen.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Tilidin-N Sandoz beachten?

Tilidin-N Sandoz darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Tilidin, Naloxon oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

bei Drogenabhängigkeit von Opiaten (Heroin, Morphin) oder Opioiden wegen der Gefahr

unmittelbar auftretender Entzugserscheinungen.

Tilidin-N Sandoz sollte nicht von Personen eingenommen werden, die an Porphyrie (einer

Stoffwechselerkrankung) leiden.

Kinder und Jugendliche

Tilidin-N Sandoz 150/12 mg darf bei Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren nicht angewendet werden,

da bisher keine Erfahrungen vorliegen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Tilidin-N Sandoz einnehmen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Tilidin-N Sandoz mit Arzneimitteln, die den Botenstoff Serotonin im

Körper beeinflussen, dürfen Sie Tilidin-N Sandoz nur mit besonderer Vorsicht einnehmen, da es in diesen

Fällen zur Entwicklung eines potenziellen Serotonin-Syndroms kommen kann. Befragen Sie hierzu bitte

Ihren Arzt.

Sollten Sie Symptome eines Serotonin-Syndroms, wie z. B. Änderungen des mentalen Zustandes (z. B.

Unruhe, Halluzinationen, Koma), autonome Instabilität (z. B. erhöhte Herzfrequenz

[Tachykardie]

instabiler Blutdruck, überhöhte Temperatur

[Hyperthermie]

), neuromuskuläre Anomalien (z. B.

gesteigerte Reflexbereitschaft

[Hyperreflexie]

, Koordinationsstörungen, Steifigkeit) und/oder Symptome

des Magen-Darm-Trakts (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall), bei sich bemerken, sprechen Sie

umgehend mit Ihrem Arzt.

Bei anderen Abhängigkeitserkrankungen (z. B. bei Arzneimittel- oder Alkoholabhängigkeit) dürfen Sie

Tilidin-N Sandoz nur mit besonderer Vorsicht einnehmen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt

auch, wenn Sie früher einmal an einer Abhängigkeitserkrankung litten.

Bei ausgeprägter Leberfunktionsstörung (z. B. hochgradige Leberzirrhose) kann es zu einem

Wirkungsverlust von Tilidin-N Sandoz kommen. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Arzt.

Warnung vor missbräuchlicher Anwendung

Vor jedem Missbrauch von Tilidin-N Sandoz durch Drogenabhängige wird dringend gewarnt!

Bei Opiatabhängigen, die als Ersatz für Opiate wie Morphin oder Heroin Tilidin-N Sandoz in hohen

Einnahmemengen missbräuchlich einnehmen, löst Tilidin-N Sandoz akute Entzugserscheinungen

(Ängstlichkeit, Agitiertheit, Zittern, Schwitzen) aus oder verstärkt bereits bestehende Entzugserscheinungen.

Tilidin-N Sandoz ist nicht zur Entzugsbehandlung geeignet!

Im Zusammenhang mit der Einnahme von Opioiden wurden Fälle von Nebennierenrindeninsuffizienz

berichtet. Sollten Sie unspezifische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit,

Schwäche, Schwindel und niedrigen Blutdruck bei sich feststellen, sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt.

Die chronische Einnahme von Opioiden kann die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse dahingehend

beeinflussen, dass es zu einem Mangel männlicher Hormone

(Androgenmangel)

kommen kann, der sich in

Form folgender Symptome äußern kann: geringe Libido, Impotenz, Erektionsstörungen, Ausbleiben der

Regelblutung oder Unfruchtbarkeit. Sollten Sie solche Symptome bei sich bemerken, sprechen Sie bitte mit

Ihrem Arzt. Ihr Arzt wird dann einige Laboruntersuchungen bei Ihnen durchführen.

Einnahme von Tilidin-N Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Die gleichzeitige Anwendung von Tilidin-N Sandoz und Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepine oder

verwandte Arzneimittel erhöht das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und

kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen

werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Wenn Ihr Arzt jedoch Tilidin-N Sandoz zusammen mit sedierenden Arzneimitteln verschreibt, sollten die

Dosis und die Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen, und halten Sie sich

genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte darüber

zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie

Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.

Die gleichzeitige Gabe von Tilidin-N Sandoz mit einem Arzneimittel, das den Botenstoff Serotonin im

Körper beeinflusst, wie z. B. einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) oder einem

Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI), einem trizyklischen Antidepressivum (TZA),

einem Triptan, einem 5-HT3-Rezeptor-Antagonisten, einem Arzneimittel, das das Serotonin-

Neurotransmittersystem beeinflusst (z. B. Mirtazapin, Trazodon, Tramadol) oder einem Monoaminoxidase-

Inhibitor (MAOI), kann das Risiko eines Serotonin-Syndroms - ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand -

erhöhen.

Tilidin-N Sandoz soll nicht mit anderen Schmerzmitteln eingenommen werden, die in gleicher Art wie

Tilidin wirken (Opioide), da die Wechselwirkungen durch gegenseitige Beeinflussung nicht abgeschätzt

werden können.

Die gleichzeitige Einnahme mit Voriconazol (gegen Pilzerkrankungen) kann zu einer Verstärkung der

Wirkungen und Nebenwirkungen von Tilidin-N Sandoz führen.

In Einzelfällen wurde bei Patienten, die Tilidin/Naloxon-haltige Retardtabletten erhielten und unter

Dauerbehandlung mit Phenprocoumon (blutgerinnungshemmendes Arzneimittel) standen, ein Abfall des

Quick-Wertes beobachtet. Deshalb sollten die Kontrollen des Quick-Wertes in der Anfangszeit und bei

Beendigung der Behandlung mit Tilidin-N Sandoz engmaschig erfolgen, um, wenn nötig, die Dosierung von

Phenprocoumon entsprechend anpassen zu können.

Einnahme von Tilidin-N Sandoz zusammen mit Alkohol

Bei gleichzeitiger Einnahme von Tilidin-N Sandoz und Alkohol kommt es zu einer gegenseitigen

Verstärkung und Verlängerung der Wirkungen auf das Zentralnervensystem.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Tilidin-N Sandoz sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach strengster Nutzen-Risiko-

Abschätzung gegeben werden, da keine Erfahrungen am Menschen vorliegen.

Ist in der Stillzeit eine Behandlung unbedingt erforderlich, sollte nicht gestillt werden.

Schwangerschaft

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Tilidin/Naloxon-haltigen Arzneimitteln bei

Schwangeren vor. Untersuchungen an Tieren ergaben keine Hinweise auf gesundheitsschädliche Wirkungen

in Bezug auf die Fortpflanzung. Tilidin-N Sandoz darf während der Schwangerschaft nicht angewendet

werden, es sei denn, der Nutzen der Behandlung überwiegt aufgrund des klinischen Zustands der Mutter die

möglichen Risiken für das ungeborene Kind.

Stillzeit

Es wurde nachgewiesen, dass Tilidin, ein Wirkstoff von Tilidin-N Sandoz, in die Muttermilch übergeht. Das

Stillen soll während der Behandlung mit Tilidin-N Sandoz unterbrochen werden.

Fortpflanzungsfähigkeit

Es liegen keine Erfahrungen zu den Wirkungen von Tilidin/Naloxon-haltigen Arzneimitteln auf die

menschliche Fortpflanzungsfähigkeit vor. Untersuchungen an Tieren ergaben keine Hinweise auf

gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf die männliche und weibliche Fortpflanzungsfähigkeit.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Tilidin-N Sandoz kann Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Sie können dann auf

unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell genug und gezielt reagieren. Fahren Sie nicht Auto

oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht

ohne sicheren Halt! Eine verstärkte Beeinträchtigung ist insbesondere bei Behandlungsbeginn,

Dosiserhöhung, Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol oder der Einnahme von

Beruhigungsmitteln zu erwarten.

Sie dürfen die oben genannten Tätigkeiten nur dann ausüben, wenn es Ihnen Ihr Arzt ausdrücklich

gestattet hat. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob und unter welchen Voraussetzungen Sie z. B. Auto

fahren dürfen.

Tilidin-N Sandoz enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Tilidin-N Sandoz erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass

Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3. Wie ist Tilidin-N Sandoz einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Tilidin-N Sandoz eignet sich besonders zur Behandlung chronischer Schmerzen. Die erforderliche Dosis und

das Einnahmeintervall werden vom Arzt für jeden Patienten individuell ermittelt.

Die Tagesdosis von Tilidin-N Sandoz kann, je nach Schmerzstärke und individuellem Ansprechen auf die

Behandlung, zwischen 100 mg und maximal 600 mg (bezogen auf Tilidinhydrochlorid) liegen.

Die empfohlene Dosis beträgt

Die übliche Anfangsdosierung von Tilidin-N Sandoz beträgt 2-mal täglich 100 mg. Dabei sollte ein zeitlicher

Abstand von 12 Stunden zwischen den Einnahmen eingehalten werden.

Falls Sie bisher kein Opioid eingenommen haben, wird Ihr Arzt gegebenenfalls die Anfangsdosis von

Tilidin-N Sandoz auf 2-mal täglich 50 mg verringern.

Ist die Schmerzbehandlung mit 2-mal täglich 100 mg Tilidin-N Sandoz nicht ausreichend, wird Ihr Arzt die

Dosierung von Tilidin-N Sandoz stufenweise bis zu einer Dosis erhöhen, die eine ausreichende

Schmerzkontrolle bei tolerierbaren Nebenwirkungen erzielt.

Tilidin-N Sandoz 150/12 mg eignet sich für eine Tagesdosis von 150-600 mg (bezogen auf

Tilidinhydrochlorid).

Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahre nehmen 2-mal täglich ½-2 Retardtabletten Tilidin-N Sandoz

150/12 mg (entsprechend 150-600 mg Tilidinhydrochlorid pro Tag) ein.

Werden andere Dosierungen benötigt, stehen dafür Tilidin-N Sandoz 50/4 mg, Tilidin-N Sandoz 100/8 mg

und Tilidin-N Sandoz 200/16 mg als weitere Stärken zur Verfügung. Alle Retardtabletten-Stärken können

bei Bedarf miteinander kombiniert werden.

Hinweis

Die hier empfohlenen Dosierungen sind Richtwerte. Im Einzelfall können zur Behandlung sehr starker

Schmerzen eine Überschreitung der Maximaldosis und die Verkürzung des Einnahmeintervalls

notwendig werden.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Eine Einschränkung der Nierenfunktion erfordert keine Dosisänderung.

Dosierung bei älteren Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Art der Anwendung

Die Retardtabletten werden unabhängig von der Mahlzeit unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit

eingenommen.

Die Retardtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Nehmen Sie Tilidin-N Sandoz nach dem von Ihrem Arzt bestimmten festen Zeitschema (z. B. morgens um

8.00 Uhr und abends um 20.00 Uhr) ein.

Anwendungshinweis

Nehmen Sie die Retardtablette, wie in der nebenstehenden Abbildung gezeigt, in beide Hände. Durch

Daumendruck über die beiden Zeigefinger wird die Retardtablette in 2 gleiche Hälften geteilt.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Einnahme wird von Ihrem behandelnden Arzt festgelegt.

Grundsätzlich sollte die kleinste schmerzlindernde Einnahmemenge gewählt werden.

Erfahrungen in der Langzeittherapie sind in einigen Fällen für einen Zeitraum von mehr als 2 Jahren

dokumentiert.

Nach längerer Einnahme von Tilidin-N Sandoz soll das Präparat nicht abrupt abgesetzt werden. Die

Dosisverringerung soll nach Anweisung Ihres Arztes schrittweise erfolgen.

Wenn Sie eine größere Menge von Tilidin-N Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich eine Einzeldosis von Tilidin-N Sandoz doppelt einnehmen, kann dies verstärkt zu

den unter Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“ beschriebenen Erscheinungen führen.

Nach Einnahme erheblich zu hoher Arzneimengen kommt es zu Schwindelgefühl, Benommenheit, Übelkeit,

Erbrechen, Ataxie (Störung im geordneten Bewegungsablauf), Bewegungsdrang und gesteigerten Reflexen.

Bei sehr starker Überdosierung kann eine Verminderung der Atmung auftreten.

Rufen Sie bei Auftreten dieser Krankheitszeichen den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe!

Mögliche ärztliche Behandlungsmaßnahmen sind die primäre Entfernung des Arzneimittels durch

Magenspülung, Resorptionsverminderung durch Kohlegabe, Kreislaufstabilisierung durch

Elektrolytinfusionen sowie Verbesserung der Atemfunktion durch Sauerstoff-Inhalationen und kontrollierte

Beatmung. Als Gegenmittel kann Naloxon intravenös (z. B. 0,4 mg) verabreicht werden; bei exzitatorischen

Symptomen Diazepam intravenös in üblicher Dosierung.

Wenn Sie die Einnahme von Tilidin-N Sandoz vergessen haben

Wenn Sie eine geringere Dosis als vorgesehen von Tilidin-N Sandoz eingenommen oder die Einnahme ganz

vergessen haben, führt dies zu einer mangelhaften bzw. fehlenden Schmerzlinderung.

Sie können die Retardtabletten-Einnahme nachholen, wenn die nächste reguläre Einnahme in mehr als 8

Stunden vorgesehen war. Anschließend können Sie den bisherigen Einnahmeplan beibehalten.

Ist der Zeitraum bis zur nächsten Einnahme kürzer als 8 Stunden, nehmen Sie die Retardtablette auch, aber

der Einnahmeplan verschiebt sich jetzt. Bitte sprechen Sie über das weitere Vorgehen mit Ihrem Arzt.

Grundsätzlich sollten Sie Tilidin-N Sandoz nicht häufiger als alle 8 Stunden einnehmen.

Wenn Sie die Einnahme von Tilidin-N Sandoz abbrechen

Unterbrechen Sie die Behandlung nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Bei unangenehmen Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es

hierfür gibt, und ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig:

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich:

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten:

kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten:

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

Schwindel, Müdigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen, Nervosität

Gelegentlich:

Schlafsucht

Nicht bekannt:

Halluzinationen, Verwirrtheitszustand, euphorische Stimmung, Zittern, gesteigerte

Reflexbereitschaft, Muskelzuckungen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig:

Zu Behandlungsbeginn können sehr häufig Übelkeit und Erbrechen auftreten, die bei weiterer

Behandlung nur noch häufig bis gelegentlich oder selten vorkommen.

Häufig:

Durchfall, Bauchschmerzen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

vermehrtes Schwitzen

Um Erscheinungen dieser Art entgegenzuwirken, wird empfohlen, dass Sie sich - wie es bei starken

Schmerzen üblich ist - keiner körperlichen Belastung unterziehen und sich bei Auftreten von

Schwindelgefühl hinlegen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch

direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Tilidin-N Sandoz aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „verwendbar bis“

angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Tilidin-N Sandoz 150/12 mg enthält

Die Wirkstoffe sind: Tilidinhydrochlorid und Naloxonhydrochlorid.

1 Retardtablette enthält 154,31 mg Tilidinhydrochlorid-Hemihydrat, entsprechend 150 mg

Tilidinhydrochlorid, und 13,20 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 12 mg

Naloxonhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose, Copovidon, Glycerol(mono,tri)docosanoat,

Hypromellose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), hydriertes Rizinusöl, hochdisperses

Siliciumdioxid, Stearinsäure (Ph.Eur.), mittelkettige Triglyceride, Titandioxid (E 171)

Wie Tilidin-N Sandoz 150/12 mg aussieht und Inhalt der Packung

Tilidin-N Sandoz 150/12 mg sind weiße bis cremefarbene, ovale, bikonvexe Retardtabletten mit

beidseitiger Bruchkerbe.

Tilidin-N Sandoz 150/12 mg ist in Packungen mit 20, 50 und 100 Retardtabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

E-Mail: service@hexal.com

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

oder

Lek Pharmaceuticals d.d.

Verovskova 57

1526 Ljubljana

Slowenien

oder

Lek S.A.

Ul. Podlipie 16

Stryków 95-010

Polen

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2018.

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Tilidin-N Sandoz® 50/4 mg Retardtabletten

Tilidin-N Sandoz® 100/8 mg Retardtabletten

Tilidin-N Sandoz® 150/12 mg Retardtabletten

Tilidin-N Sandoz® 200/16 mg Retardtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Tilidin-N Sandoz 50/4 mg

1 Retardtablette enthält 51,44 mg Tilidinhydrochlorid-Hemihydrat, entsprechend 50 mg

Tilidinhydrochlorid, und 4,40 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 4 mg

Naloxonhydrochlorid.

Tilidin-N Sandoz 100/8 mg

1 Retardtablette enthält 102,87 mg Tilidinhydrochlorid-Hemihydrat, entsprechend 100 mg

Tilidinhydrochlorid, und 8,80 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 8 mg

Naloxonhydrochlorid.

Tilidin-N Sandoz 150/12 mg

1 Retardtablette enthält 154,31 mg Tilidinhydrochlorid-Hemihydrat, entsprechend 150 mg

Tilidinhydrochlorid, und 13,20 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 12 mg

Naloxonhydrochlorid.

Tilidin-N Sandoz 200/16 mg

1 Retardtablette enthält 205,74 mg Tilidinhydrochlorid-Hemihydrat, entsprechend 200 mg

Tilidinhydrochlorid, und 17,60 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 16 mg

Naloxonhydrochlorid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Tilidin-N Sandoz 50/4 mg/- 100/8 mg

1 Retardtablette enthält 50 mg Lactose-Monohydrat, entsprechend 47,5 mg Lactose.

Tilidin-N Sandoz 150/12 mg

1 Retardtablette enthält 75 mg Lactose-Monohydrat, entsprechend 71,3 mg Lactose.

Tilidin-N Sandoz 200/16 mg

1 Retardtablette enthält 100 mg Lactose-Monohydrat, entsprechend 95,0 mg Lactose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Retardtablette

Tilidin-N Sandoz 50/4 mg/- 100/8 mg

Weiße bis cremefarbene, runde, bikonvexe Retardtabletten

Tilidin-N Sandoz 150/12 mg

Weiße bis cremefarbene, ovale, bikonvexe Retardtabletten mit beidseitiger Bruchkerbe

Tilidin-N Sandoz 200/16 mg

Weiße bis cremefarbene, oblonge, bikonvexe Retardtabletten mit beidseitiger Bruchkerbe

Die Retardtabletten von Tilidin-N Sandoz 150/12 mg/- 200/16 mg können in gleiche Dosen

geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Starke und sehr starke Schmerzen

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Tilidin-N Sandoz eignet sich besonders zur Behandlung chronischer Schmerzen. Die

erforderliche Dosis wird vom Arzt für jeden Patienten individuell ermittelt.

Die Tagesdosis von Tilidin-N Sandoz kann, je nach Schmerzstärke und individuellem

Ansprechen auf die Behandlung, zwischen 100 mg und maximal 600 mg (bezogen auf

Tilidinhydrochlorid) liegen.

Die übliche Anfangsdosierung von Tilidin-N Sandoz beträgt für Erwachsene und Jugendliche

ab 14 Jahren 2-mal täglich 100 mg. Dabei sollte ein Zeitintervall von 12 Stunden eingehalten

werden.

Bei Opioid-naiven Patienten ist gegebenenfalls die Anfangsdosis von Tilidin-N Sandoz auf 2-

mal täglich 50 mg zu reduzieren.

Ist die Schmerzbehandlung mit 2-mal täglich 100 mg Tilidin-N Sandoz nicht ausreichend, sollte

die Erhöhung der Dosierung von Tilidin-N Sandoz stufenweise bis zu einer individuellen

patientenspezifischen Erhaltungsdosis erfolgen, die eine adäquate Schmerzkontrolle bei

tolerierbaren Nebenwirkungen erzielt.

Die zur Verfügung stehenden Wirkstärken (50 mg, 100 mg, 150 mg, 200 mg bezogen auf

Tilidinhydrochlorid) können, falls erforderlich, miteinander kombiniert werden.

Hinweis

Die hier empfohlenen Dosierungen sind Richtwerte. Im Einzelfall können zur Behandlung sehr

starker Schmerzen eine Überschreitung der Maximaldosis und die Verkürzung des

Einnahmeintervalls notwendig werden.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Eine Einschränkung der Nierenfunktion erfordert keine Dosisänderung.

Dosierung bei älteren Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Art der Anwendung

Die Retardtabletten werden unabhängig von der Mahlzeit unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit

eingenommen.

Tilidin-N Sandoz 50/4 mg

Die Retardtabletten sind nicht zur Teilung vorgesehen.

Tilidin-N Sandoz 100/8 mg

Die Retardtabletten dürfen nicht geteilt werden, da sonst die Retardierung nicht mehr

gewährleistet ist.

Grundsätzlich sollte die kleinste analgetisch wirksame Dosis gewählt werden.

In der Erhaltungstherapie soll ein festes Zeitschema (z. B. morgens 8.00 Uhr und abends 20.00

Uhr) eingehalten werden.

Erfahrungen in der Langzeittherapie sind in einigen Fällen für einen Zeitraum von mehr als 2

Jahren dokumentiert.

Wenn die Indikation für eine Therapie mit Tilidin-N Sandoz nach längerem Gebrauch nicht

mehr besteht, soll das Arzneimittel nicht abrupt abgesetzt werden. Die Dosisreduktion soll

schrittweise erfolgen (z. B. Reduktion um 50 % pro Woche).

4.3

Gegenanzeigen

Tilidin-N Sandoz darf nicht eingenommen werden bei

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile

Abhängigkeit von Opiaten (Heroin, Morphin) oder Opioiden wegen der Gefahr einer

akuten Entzugssymptomatik.

Tilidin-N Sandoz 50/4 mg/- 100/8 mg/- 150/12 mg dürfen bei Kindern unter 14 Jahren, Tilidin-

N Sandoz 200/16 mg bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden,

da bisher keine Erfahrungen vorliegen.

Tilidin-N Sandoz sollte nicht eingenommen werden bei anderen Abhängigkeitserkrankungen

(siehe Abschnitt 4.4) oder von Patienten mit Porphyrie.

Bei ausgeprägter Leberinsuffizienz (z. B. hochgradige Leberzirrhose) kann es durch eine

verringerte hepatische Metabolisierung von Tilidin bzw. Naloxon zu einem Wirkungsverlust

von Tilidin-N Sandoz kommen (siehe Abschnitt 5.2).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Risiken einer gleichzeitigen Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie

Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel

Die gleichzeitige Anwendung von Tilidin-N Sandoz und sedierenden Arzneimitteln wie

Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und

Tod führen. Aufgrund dieser Risiken ist die gleichzeitige Verschreibung mit diesen sedierenden

Arzneimitteln nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen

Behandlungsmöglichkeiten gibt. Wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Tilidin-N

Sandoz zusammen mit Sedativa für notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame

Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein. Die

Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung

überwacht werden. In diesem Zusammenhang wird dringend empfohlen, Patienten und ihre

Bezugspersonen über diese Symptome zu informieren (siehe Abschnitt 4.5).

Bei gleichzeitiger Anwendung von Tilidin-N Sandoz mit Arzneimitteln, die das serotonerge

Neurotransmittersystem beeinflussen, ist Vorsicht geboten. Die gleichzeitige Anwendung von

serotonergen Arzneimitteln kann zur Entwicklung eines potenziellen Serotonin-Syndroms

führen (siehe Abschnitt 4.5). Dies kann innerhalb der empfohlenen Dosierung auftreten. Im

Rahmen eines Serotonin-Syndroms können Änderungen des mentalen Zustandes (z. B. Unruhe,

Halluzinationen, Koma), autonome Instabilität (z. B. Tachykardie, instabiler Blutdruck,

Hyperthermie), neuromuskuläre Anomalien (z. B. Hyperreflexie, Koordinationsstörungen,

Steifigkeit) und/oder gastrointestinale Symptome (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö) auftreten.

Wenn ein Serotonin-Syndrom vermutet wird, sollte das Absetzen von Tilidin-N Sandoz in

Betracht gezogen werden.

Bei Arzneimitteln mit Wirkung auf das Zentralnervensystem (ZNS) besteht grundsätzlich die

Gefahr der missbräuchlichen Verwendung. Vor der Verschreibung von Tilidin-N Sandoz an

Patienten, die bereits von einem Pharmakon abhängig sind oder es waren oder die zu

Arzneimittelmissbrauch neigen, sollte deshalb die Indikationsstellung sorgfältig geprüft und die

Verabreichung von Tilidin-N Sandoz gewissenhaft überwacht werden.

Vor jedem Missbrauch von Tilidin-N Sandoz durch Drogenabhängige wird dringend gewarnt!

Bei Opiatabhängigen, die als Ersatz für Opiate wie Morphin, Heroin usw. den Wirkstoff Tilidin

in hoher Dosis missbräuchlich einnehmen, löst Tilidin-N Sandoz akute Entzugserscheinungen

(Ängstlichkeit, Agitiertheit, Zittern, Schwitzen) aus oder verstärkt bereits bestehende

Entzugserscheinungen.

Tilidin-N Sandoz ist zur Entzugsbehandlung nicht geeignet!

Im Zusammenhang mit der Einnahme von Opioiden wurden Fälle von

Nebennierenrindeninsuffizienz berichtet. Die Manifestation einer

Nebennierenrindeninsuffizienz kann mit unspezifischen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen,

Anorexie, Müdigkeit, Schwäche, Schwindel und niedrigem Blutdruck einhergehen. Da auch

Fälle berichtet wurden, in denen die Gabe eines anderen Opioids zu keinem erneuten Auftreten

einer Nebennierenrindeninsuffizienz führte, kann der Wechsel zu einem anderen Opioid in

Betracht gezogen werden. Basierend auf den verfügbaren Informationen besteht kein Hinweis

darauf, dass bestimmte Opioide mit einer höheren Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer

Nebennierenrindeninsuffizienz assoziiert sind als andere.

Die chronische Einnahme von Opioiden kann die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse

dahin gehend beeinflussen, dass es zu Androgenmangel kommen kann, der sich als geringe

Libido, Impotenz, erektile Dysfunktion, Amenorrhö oder Unfruchtbarkeit manifestieren kann.

Patienten, die Symptome eines Androgenmangels aufweisen, sollten Laboruntersuchungen

unterzogen werden.

Die Umstellung der Therapie auf Tilidin-N Sandoz bei Patienten, die bereits Opioide in

therapeutischer Dosierung erhalten, erfordert für die empfohlenen Dosierungen keine

besonderen Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich des Naloxon-Anteils.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder

Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Sedativa wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel

Die gleichzeitige Anwendung von Opioiden zusammen mit sedierenden Arzneimitteln wie

Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel erhöht das Risiko von Sedierung,

Atemdepression, Koma und Tod aufgrund einer additiven ZNS-dämpfenden Wirkung. Die

Dosis und Dauer der gleichzeitigen Anwendung sollten begrenzt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Die gleichzeitige Gabe von Tilidin-N Sandoz mit einem serotonergen Arzneimittel, wie z. B.

einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) oder einem Serotonin-

Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI), einem trizyklischen Antidepressivum (TZA),

einem Triptan, einem 5-HT3-Rezeptor-Antagonisten, einem Arzneimittel, das das Serotonin-

Neurotransmittersystem beeinflusst (z. B. Mirtazapin, Trazodon, Tramadol) oder einem

Monoaminoxidase-Inhibitor (MAOI), kann das Risiko eines Serotonin-Syndroms, eines

potenziell lebensbedrohlichen Zustandes, erhöhen (siehe Abschnitt 4.4).

Bei gleichzeitiger Einnahme von Tilidin-N Sandoz und Alkohol kommt es zu einer

gegenseitigen Verstärkung und Verlängerung der Wirkungen auf das ZNS.

Tilidin-N Sandoz soll nicht mit anderen Opioiden kombiniert werden, da die resultierende

Wirkung aufgrund von Wechselwirkungen nicht abgeschätzt werden kann.

Aufgrund einer Studie an menschlichen Lebermikrosomen ist bekannt, dass Cytochrom P450

(CYP)3A4 und CYP2C19 offensichtlich eine wichtige Rolle bei der Umwandlung von Tilidin

in den wirksameren aktiven Metaboliten Nortilidin spielen (dieser wird dann sukzessiv in den

inaktiven Metaboliten Bisnortilidin umgewandelt). In einer klinischen Studie mit 16 Personen

führte die gleichzeitige Gabe von Voriconazol, das beide Enzyme ausgeprägt hemmt, zu einem

Anstieg der Tilidin-Exposition um das 20-Fache sowie zu einem unerwarteten Anstieg der

Nortilidin-Konzentration um etwa das 2,5-Fache mit einer entsprechenden Verstärkung des

analgetischen Effekts und der Gefahr einer Atemdepression. Die Hemmung von CYP3A4

und/oder CYP2C19 könnte die Wirksamkeit und das Verträglichkeitsprofil von Tilidin

beeinflussen, da hierüber die Bildung und/oder die Elimination des aktiven Metaboliten

Nortilidin vermittelt werden.

In Einzelfällen wurde bei Patienten, die Tilidin/Naloxon-haltige Retardtabletten erhielten und

unter Dauerantikoagulation mit Phenprocoumon standen, ein Abfall des Quick-Werts

beobachtet. Deshalb sollten die Kontrollen der Prothrombinzeit in der Anfangszeit und bei

Beendigung der Behandlung mit Tilidin-N Sandoz engmaschig erfolgen, um, wenn nötig, die

Phenprocoumon-Dosis entsprechend anpassen zu können.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Tilidin/Naloxon bei

Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf

gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt

5.3). Tilidin/Naloxon darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn,

der Nutzen der Behandlung überwiegt aufgrund des klinischen Zustands der Mutter die

potenziellen Risiken für den Fetus.

Stillzeit

Es wurde nachgewiesen, dass Tilidin in die Muttermilch übergeht. Das Stillen soll während der

Behandlung mit Tilidin/Naloxon unterbrochen werden.

Fertilität

Es liegen keine Daten zu den Wirkungen von Tilidin/Naloxon auf die menschliche Fertilität vor.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf gesundheitsschädliche Wirkungen in

Bezug auf die männliche und weibliche Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Tilidin-N Sandoz kann Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen so weit beeinträchtigen, dass

die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen

nicht mehr gegeben ist.

Eine verstärkte Beeinträchtigung ist insbesondere bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung,

Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol oder der Einnahme von

Beruhigungsmitteln zu erwarten.

Die Entscheidung trifft in jedem Einzelfall der behandelnde Arzt. Bei stabiler Therapie ist ein

generelles Fahrverbot nicht zwingend erforderlich.

4.8

Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig

1/10)

Häufig

1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich

1/1.000 bis < 1/100)

Selten

1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten

(< 1/10.000)

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

Schwindel, Müdigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen, Nervosität

Gelegentlich: Somnolenz

Nicht bekannt:

Halluzinationen, Verwirrtheitszustand, euphorische Stimmung, Tremor,

Hyperreflexie, Klonus

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig:

zu Behandlungsbeginn Übelkeit und Erbrechen, die bei weiterer Behandlung nur

noch häufig bis gelegentlich oder selten vorkommen

Häufig:

Diarrhö, Abdominalschmerz

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

vermehrtes Schwitzen

Um Erscheinungen dieser Art entgegenzuwirken, wird empfohlen, dass sich der Patient - wie es

bei starken Schmerzen üblich ist - keiner körperlichen Belastung unterzieht und sich bei

Auftreten von Schwindelgefühlen hinlegt.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses

des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall

einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome der Intoxikation

Zeichen einer Überdosierung von Tilidin-N Sandoz sind Schwindelgefühl, Benommenheit,

Übelkeit, Erbrechen, Ataxie, psychomotorische Unruhe und Hyperreflexie sowie

Hyperventilation und Hyperventilationstetanie. Bei sehr starker Überdosierung kann

Atemdepression auftreten. Starke Überdosierungen führen im Tierversuch zu kurzzeitigen

Krämpfen. Grundsätzlich sollte an die Möglichkeit einer Mehrfachintoxikation (Alkohol,

psychoaktive Substanzen; bei Suizidversuch) gedacht werden.

Therapie von Intoxikationen

Primäre Giftentfernung durch Magenspülung, Resorptionsverminderung durch Kohlegabe,

Kreislaufstabilisierung durch Elektrolytinfusionen sowie Verbesserung der Atemfunktion durch

Sauerstoffinhalationen und kontrollierte Beatmung. Bei exzitatorischen Symptomen Diazepam

intravenös in üblicher Dosierung.

Als Antidot kann Naloxon intravenös (z. B. 0,4 mg) verabreicht werden, wobei die kurze

Wirkdauer von Naloxon beachtet werden muss.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Kombination aus einem stark wirksamen Analgetikum aus der

Gruppe der Opioide und einem Opioid-Antagonisten

ATC-Code: N02A X51

Tilidin ist ein Prodrug mit schwacher Opioidwirkung. Die eigentliche Wirksubstanz ist

Nortilidin.

Naloxon ist ein reiner Opioid-Antagonist ohne agonistische Wirkung.

Die Kombination aus Tilidin und Naloxon soll unter Beibehalten der analgetischen Wirkung das

Missbrauchspotenzial vermindern. Das Mischungsverhältnis ist dabei so gewählt, dass der

Naloxon-Zusatz die analgetische Wirkung von Tilidin nicht beeinträchtigt. Bei Verwendung

unzulässig hoher Dosen durch Opiatabhängige gelangt aber so viel Naloxon in den Organismus,

dass ein Entzugssyndrom hervorgerufen werden kann.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Tilidin und Naloxon werden nach oraler Gabe rasch resorbiert. Beide Substanzen unterliegen

einem ausgeprägten First-Pass-Effekt. Tilidin wird überwiegend zu Nortilidin, der eigentlichen

Wirksubstanz, und weiter zu Bisnortilidin metabolisiert. Naloxon wird zu dem sehr schwach

pharmakologisch wirksamen Beta-Naloxol metabolisiert, beides wird glukuronidiert.

Aufgrund einer Studie an menschlichen Lebermikrosomen ist bekannt, dass CYP3A4 und

CYP2C19 offensichtlich eine wichtige Rolle bei der Umwandlung von Tilidin in den

wirksameren aktiven Metaboliten Nortilidin spielen (dieser wird dann sukzessiv in den

inaktiven Metaboliten Bisnortilidin umgewandelt). Die Hemmung von CYP3A4 und/oder

CYP2C19 kann die Wirksamkeit und das Verträglichkeitsprofil von Tilidin beeinflussen, da

hierdurch die Bildung und/oder die Elimination des aktiven Metaboliten Nortilidin vermittelt

werden (siehe Abschnitt 4.5).

Tilidin und Naloxon werden überwiegend metabolisiert renal eliminiert (Tilidin zu 90 %,

Naloxon zu über 70 %). Der Rest erscheint in den Fäzes.

Nierenfunktionsstörungen können nicht zur Kumulation pharmakologisch aktiver Metaboliten

führen.

Die apparente Eliminationshalbwertszeit (t

app.) des retardierten Präparats beträgt für

Nortilidin und für die Naloxonmetaboliten ca. 5,5 Stunden.

Untersuchungen an Neugeborenen, deren Mütter i.v.-Gaben von Naloxon erhalten hatten, lassen

auf einen Plazentatransfer von Naloxon schließen.

Leberinsuffizienz

Bei Leberfunktionsstörungen ist in Abhängigkeit vom Ausmaß der Einschränkung die

Maximalkonzentration von Nortilidin im Plasma geringer als bei Lebergesunden und die

Halbwertszeit verlängert.

Naloxon, das bei Lebergesunden im Plasma - wenn überhaupt - nur für kurze Zeit in sehr

niedrigen Konzentrationen nachweisbar ist, erreicht bei Patienten mit Leberinsuffizienz deutlich

höhere Konzentrationen, die mit einer Halbwertszeit von ca. 2 Stunden durch weiteren

Metabolismus abklingen.

Es ist nicht sicher auszuschließen, dass bei Patienten mit hochgradiger Leberinsuffizienz die

Bildung von aktivem Nortilidin so gering sein kann, dass eine ausreichende analgetische

Wirkung unter Umständen nicht zu erreichen ist und dass eine unzureichende Inaktivierung von

Naloxon durch Antagonisierung der Nortilidin-Wirkung zu einem weiteren Wirkungsverlust

führen kann, der insgesamt eine sinnvolle Therapie solcher Patienten mit Tilidin-N Sandoz in

Frage stellt.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität

Die akute Toxizität von Tilidin (-hydrochlorid oder -phosphat) und Tilidinphosphat plus

Naloxonhydrochlorid wurde an Mäusen und Ratten geprüft. Dosen ≥ 100 mg/kg/Tag von

Tilidin oder der Kombination führten zu erhöhtem Muskeltonus, tonisch-klonischen Krämpfen,

Dyspnoe, Ataxie, Tremor, Agitiertheit und Tränenfluss. Es gab keine signifikanten

geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der akuten Toxizität. Bei Studien zur oralen Toxizität

zeigten sowohl Tilidin alleine als auch die Kombination mit Naloxon eine geringfügig erhöhte

akute Toxizität bei neugeborenen Ratten im Vergleich mit den erwachsenen Tieren.

Chronische Toxizität

Nagetiere und Hunde wurden 6 Monate lang mit einer Kombination von Tilidinhydrochlorid

und Naloxonhydrochlorid behandelt. Bei Nagern traten in hohen Dosierungen (≥ 50 mg/kg)

verminderte Nahrungsaufnahme, Speichelfluss, Ataxie, Diarrhö, Sedierung, erhöhte

Lebergewichte sowie Verfettung der Leber und der Zellen des Nierenkanälchenepithels auf. Bei

Hunden führte die gleiche Dosis zu verminderter Nahrungsaufnahme, Speichelfluss, Emesis,

Ataxie, Diarrhö und Sedierung.

Mutagenes und kanzerogenes Potenzial

Untersuchungen zur Mutagenität von Tilidinhydrochlorid im Ames-Test und in einer

Zytogenetikstudie an Knochenmarkzellen von Ratten verliefen negativ. Weiterhin waren

Naloxonhydrochlorid ebenso wie die Kombination von Tilidinhydrochlorid und

Naloxonhydrochlorid unauffällig in den umfassenden Mutagenitätsprüfungen.

Untersuchungen zum kanzerogenen Potenzial liegen weder für die Einzelstoffe noch für die

Kombination von Tilidin und Naloxon vor.

Reproduktionstoxizität

Weder an der Ratte noch am Kaninchen fanden sich nach oraler Verabreichung des

Kombinationsprodukts Hinweise auf ein teratogenes Potenzial. Bis zu einer Dosis von 45

mg/kg/Tag wurden auch keine anderen embryotoxischen Wirkungen beobachtet.

Nach einer Dosis von 135 mg/kg/Tag traten vermehrt Totgeburten und Jungtiersterblichkeit auf.

Bei Studien mit Tilidinhydrochlorid an Ratten ergab sich keine Beeinflussung der Fertilität.

Studien zur Reproduktionstoxizität mit Tilidin (Teratologie beim Kaninchen, Studie zur peri-

und postnatalen Entwicklung bei der Ratte, Fertilitätsstudie bei der Ratte) gaben bei Dosen von

25, 50 und 100 mg/kg keine Hinweise auf eine Reproduktionstoxizität oder Wirkungen auf die

Fertilität.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

mikrokristalline Cellulose

Copovidon

Glycerol(mono,tri)docosanoat

Hypromellose

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

hydriertes Rizinusöl

hochdisperses Siliciumdioxid

Stearinsäure (Ph.Eur.)

mittelkettige Triglyceride

Titandioxid (E 171)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Tilidin-N Sandoz 50/4 mg

Nicht über 30 °C lagern.

Tilidin-N Sandoz 100/8 mg/- 150/12 mg/- 200/16 mg

Für diese Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Packungen mit 20, 50 und 100 Retardtabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen

7.

INHABER DER ZULASSUNGEN

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

E-Mail: medwiss@hexal.com

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Tilidin-N Sandoz 50/4 mg

61537.00.00

Tilidin-N Sandoz 100/8 mg

58927.00.00

Tilidin-N Sandoz 150/12 mg

61183.00.00

Tilidin-N Sandoz 200/16 mg

61184.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNGEN

Tilidin-N Sandoz 100/8 mg

Datum der Erteilung der Zulassung: 21. Juli 2005

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 16. Mai 2011

Tilidin-N Sandoz 50/4 mg/- 150/12 mg/- 200/16 mg

Datum der Erteilung der Zulassungen: 22. November 2005

Datum der letzten Verlängerung der Zulassungen: 16. Mai 2011

10.

STAND DER INFORMATION

September 2018

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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