Thiopron®

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

30-09-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

07-01-2022

Sicherheitsdatenblatt Sicherheitsdatenblatt (SDS)

30-09-2021

Verfügbar ab:
Bayer AG
Darreichungsform:
Suspensionskonzentrat
Zusammensetzung:
825 g/l Schwefel
Produktbesonderheiten:
Präventiv wirkendes Fungizid zur Bekämpfung von Echtem Mehltau in Getreide, Zuckerrübe, Erbse, Hopfen, Kürbisgewächse, Zierpflanzen und Eiche sowie von Amerikanischem Stachelbeermehltau in Himbeeren und Stachelbeeren.; Artikelnummer: 86269740 Verpackungsgröße: 10 l PE-Kanister Paletteneinheit: 75
Zulassungsnummer:
3997

Lesen Sie das vollständige Dokument

Die Wirkung

Durch die homogene Formulierung mit extrem kleinen

Schwefelpartikeln ist eine gute Zielflächenabdeckung ge-

geben. Das enthaltene Haftmittel verbessert die Regenbe-

ständigkeit und verlängert die Wirkungsdauer. 1 l Thiopron

ist in etwa mit 2 kg Pulverschwefel im Effekt vergleichbar.

Die Vorteile

Thiopron ist eine anwenderfreundliche und breit mischbare

Flüssigformulierung. Mehrjährige Versuche zeigen, dass

es die Ramularia-Wirkung von Fungiziden in der Gerste

etwas verstärkt und verlängert. Damit leistet diese Kontakt-

fungizid auch einen Beitrag zum Resistenzmanagement

bei Ramularia.

* Eigene Erfahrung

Dieses schwefelhältige Kontaktfungizid ver-

fügt über eine Wirkung gegen Echten Mehltau

bei Befallsbeginn und Zusatzwirkung gegen

Ramularia in Gerste nach eigener Erfahrung.

Kurzcharakteristik

Schwefelhaltiges Kontaktfungizid gegen

Echten Mehltau mit Zusatzwirkung*

gegen Ramularia nach eigener Erfahrung.

Pfl.Reg.Nr.

3997

Wirkstoffe

Schwefel

825 g / l

Wirkmechanismus (FRAC)

Anwendungszeitraum

Ab dem Grannenspitzen bis Beginn Blüte der

Gerste. Zugelassen auch in Winter- und Som-

merweichweizen, Roggen, Triticale

und Zuckerrübe

Empfohlene Aufwandmenge

4 l / ha

Gewässerabstand

Gebindegröße

10 l

Doppelter Nutzen als Fungizid und

Schwefel-Blattdünger

Gegen Echten Mehltau – mit Zusatzwir-

kung* gegen Ramularia in Gerste

Höhere Regenbeständigkeit

als Netzschwefel

Anwenderfreundliche Flüssigformulierung

– leicht dosierbar ohne Staubentwicklung

Breit mischbar mit Fungiziden,

Insektiziden und Harnstoff

Alle Vorteile

Breite Wirkung,

doppelter Nutzen

Kontaktfungizid

gelistet

für Biobetriebe geeignet

Thiopron

Kontaktfungizid für Getreide

und Zuckerrübe

III Bessere Wirkung – mehr Ertrag

durch Thiopron

Schnitt von 4 Bayer-Versuchen 2020

OÖ: Sierning, Adlwang, Altheim, Fehring (Stmk)

1 l Ascra +

4 l Thiopron

Mehrertrag in kg/ha

1600

1400

1200

1000

Kontrolle

7518 kg/ha

1 l Ascra

1026

1445

Einmalbehandlung zum Grannenspitzen

Thiopron

825 g/l Schwefel

Formulierung: SC (Suspensionskonzentrat)

Präventiv wirkendes Fungizid zur Bekämpfung von Echtem Mehltau in Getreide, Zuckerrübe, Erbse, Hopfen, Kürbisgewächse,

Zierpflanzen und Eiche sowie von Amerikanischem Stachelbeermehltau in Himbeeren und Stachelbeeren.

Vorsicht Pflanzenschutzmittel!

Dieses Pflanzenschutzmittel ist gegen Sachkundenachweis erhältlich.

Artikel-

nummer

Produkt

Gebinde-

größe

Geb. je

Verkaufs-

einheit

Geb. je

Palette

Pfl.Reg.Nr.

Österreich

86269740

Thiopron

10 l

3997

Thiopron ist InfoXgen gelistet.

Wirkungsweise

Thiopron schützt vorbeugend vor Echtem und Amerikanischem Mehltau und stoppt die Ausbreitung der Sporen.

Durch die homogene Formulierung mit sehr kleinen Schwefelpartikeln (Oberflächenindex), ist eine sehr gute Zielflächenabdeckung gewährleistet.

Desweiteren enthält Thiopron ein Haftmittel, was eine bessere Regenbeständigkeit und daraus folgernd eine längere Wirkungsdauer ergibt.

Klassifikation des/der Wirkstoffe(s) gemäß Fungicide Resistance Action Committee (FRAC): Wirkmechanismus (FRAC CODE): M2.

Registrierte Indikationen

Ackerbau – Freiland

Winterweichweizen, Sommerweichweizen Gerste, Triticale, Roggen

Gegen Echter Mehltau (Blumeria graminis), zur Befallsminderung mit 7,5 l/ha, bei Infektionsgefahr bzw. nach Warndiensthinweis, Stadium 15

(5-Blatt-Stadium: 5. Laubblatt entfaltet, Spitze des 6. Blattes sichtbar) bis Stadium 69 (Ende der Blüte) spritzen.

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Max. Anzahl der Anwendungen: 2

Zeitlicher Abstand in Tagen: mind. 7 - 21

Wartefrist in Tagen: 35

Zuckerrübe

Gegen Echter Mehltau (Erysiphe betae)

mit 7,5 l/ha, bei Infektionsgefahr bzw. nach Warndiensthinweis, Stadium 39 (Bestandesschluss: über

90% der Pflanzen benachbarter Reihen berühren sich) bis Stadium 49 (Rübenkörper hat erntefähige Größe erreicht) spritzen.

Wasseraufwandmenge: 200 - 600 l/ha

Max. Anzahl der Anwendungen: 2

Zeitlicher Abstand in Tagen: mind. 7 - 14

Obstbau - Freiland

Himbeere

Gegen Amerikanischer Stachelbeermehltau (Podosphaera mors-uvae) bei Infektionsgefahr bzw. nach Warndiensthinweis, Stadium 57

(Knospen nickend, z.T. rötlich gefärbt) bis Stadium 85 (Fortschreiten der Fruchtausfärbung an den ersten Früchten) spritzen.

Aufwandmenge(n): 2,5 l/ha (Pflanzenhöhe bis 50 cm), 3,75 l/ha (Pflanzenhöhe 50 bis 125 cm), 5 l/ha (Pflanzenhöhe über 125 cm)

Wasseraufwandmenge: 600 l/ha (Pflanzenhöhe bis 50 cm), 900 l/ha (Pflanzenhöhe 50 bis 125 cm), 1200 l/ha (Pflanzenhöhe über 125 cm)

Max. Anzahl der Anwendungen: 6

Zeitlicher Abstand in Tagen: mind. 14

Wartefrist in Tagen: 7

Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51

Stachelbeeren

Gegen Amerikanischer Stachelbeermehltau (Podosphaera mors-uvae) bei Infektionsgefahr bzw. nach Warndiensthinweis, Stadium 57 (1.

Blütenknospe wird frei durch Streckung der Traubenachse) bis Stadium 85 (Fortgeschrittene Fruchtreife: Basisbeeren der ersten Trauben

sortentypisch ausgefärbt) spritzen.

Aufwandmenge(n): 1,25 l/ha (Pflanzenhöhe bis 50 cm), 1,88 l/ha (Pflanzenhöhe 50 bis 125 cm), 2,5 l/ha (Pflanzenhöhe über 125 cm)

Wasseraufwandmenge: 600 l/ha (Pflanzenhöhe bis 50 cm), 900 l/ha (Pflanzenhöhe 50 bis 125 cm), 1200 l/ha (Pflanzenhöhe über 125 cm)

Max. Anzahl der Anwendungen: 3

Zeitlicher Abstand in Tagen: mind. 14

Wartefrist in Tagen: 7

Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51

Gemüsebau

Erbse

Gegen Echter Mehltau (Erysiphe pisi) mit 5 l/ha, bei Infektionsgefahr bzw. nach Warndiensthinweis, Stadium 39 (9 und mehr sichtbar,

gestreckte Internodien) bis Stadium 85 (50% der Hülsen reif, Samen sind art- bzw. sortentypisch gefärbt, trocken und hart) spritzen.

Wasseraufwandmenge: 200 - 600 l/ha

Max. Anzahl der Anwendungen: 2

Zeitlicher Abstand in Tagen: mind. 14

Wartefrist in Tagen: 7

Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51

Kürbisgewächse

Gegen Echter Mehltau (Golovinomyces cichoracearum) mit 7,5 l/ha, bei Infektionsgefahr bzw. nach Warndiensthinweis, Stadium 13 (3. Laubblatt

am Hauptspross entfaltet) bis Stadium 87 (70% der Früchte haben art-/sortentypische Fruchtausfärbung erreicht) spritzen.

Wasseraufwandmenge: 200 - 1000 l/ha

Max. Anzahl der Anwendungen: 1

Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51

Hopfenbau

Hopfen

Gegen Echter Mehltau (Podosphaera macularis) mit max. 7,5 l/ha, bei Infektionsgefahr bzw. nach Warndiensthinweis, Stadium 32 (20% der

Gerüsthöhe erreicht) bis Stadium 87 (70% der „Dolden“ geschlossen) spritzen.

Wasseraufwandmenge: 3000 l/ha (Berechnungsbasis)

Max. Anzahl der Anwendungen: 6

Zeitlicher Abstand in Tagen: mind. 7

Wartefrist in Tagen: 8

Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51

In Abhängigkeit von der Bestandsdichte und dem Entwicklungsstadium der Kulturpflanze werden folgende Aufwandmengen in Hopfen

festgelegt:

1,5 bis 4,45 l/ha: Stadium 32 (20 % der Gerüsthöhe erreicht) bis Stadium 37 (70 % der Gerüsthöhe erreicht).

4,75 bis 7,5 l/ha: Ab Stadium 37 (70 % der Gerüsthöhe erreicht).

Zierpflanzenbau

Zierpflanzen

Gegen Echter Mehltau (Erysiphe sp.) bei Infektionsgefahr bzw. nach Warndiensthinweis. Nach dem Austrieb bis Stadium 59 (Erste

Blütenblätter sichtbar, Blüten noch geschlossen; Ende des Ähren- bzw. Rispenschiebens) spritzen.

Aufwandmenge(n): 2,5 l/ha (Pflanzenhöhe bis 50 cm), 3,75 l/ha (Pflanzenhöhe 50 bis 125 cm), 5 l/ha (Pflanzenhöhe über 50 cm)

Wasseraufwandmenge: 600 l/ha (Pflanzenhöhe bis 50 cm), 900 l/ha (Pflanzenhöhe 50 bis 125 cm), 1200 l/ha (Pflanzenhöhe über 50 cm)

Max. Anzahl der Anwendungen: 12

Zeitlicher Abstand in Tagen: mind. 7 - 14

Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51

Forst

Eiche, Sämlinge und Jungpflanzen

Gegen Echter Mehltau (Microsphaera alphitoides) bei Infektionsgefahr bzw. bei Warndiensthinweis. Nach dem Austrieb bis Stadium 59 (Erste

Blütenblätter sichtbar, Blüten noch geschlossen) spritzen.

Aufwandmenge(n): 0,6 l/ha (Pflanzenhöhe bis 50 cm), 0,9 l/ha (Pflanzenhöhe 50 bis 125 cm), 1,2 l/ha (Pflanzenhöhe über 125 cm)

Wasseraufwandmenge: 600 l/ha (Pflanzenhöhe bis 50 cm), 900 l/ha (Pflanzenhöhe 50 bis 125 cm), 1200 l/ha (Pflanzenhöhe über 125 cm)

Max. Anzahl der Anwendungen: 3

Zeitlicher Abstand in Tagen: mind. 10 - 14

Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51

Sonstige Auflagen und Hinweise:

Bei Sonneneinstrahlung können nach der Anwendung Schäden an den Kulturpflanzen auftreten.

Für Himbeeren, Stachelbeeren, Erbse, Kürbisgewächse, Hopfen, Zierpflanzen, Eiche gilt: Mögliche Schäden an der Kultur liegen im

Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter den

betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

Für Eiche gilt:

Durch die Anwendung des Mittels kann eine Beeinträchtigung der Qualität der Ernteprodukte nicht ausgeschlossen werden.

Für Gerste, Roggen, Sommerweichweizen, Triticale, Winterweichweizen, Zuckerrübe, Erbse gilt:

Insgesamt nicht mehr als 2 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode.

Für Himbeere und Hopfen gilt:

Insgesamt nicht mehr als 6 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode.

Für Stachelbeere und Eiche gilt:

Insgesamt nicht mehr als 3 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode.

Für Kürbisgewächse gilt:

Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Für Zierpflanzen gilt:

Insgesamt nicht mehr als 12 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode.

Anwendungshinweise/ Praxisempfehlungen

Thiopron soll vor der Anwendung gut aufgeschüttelt werden.

Thiopron ist auch im Betriebmittelkatalog für die biologische Landwirtschaft – InfoXgen – gelistet und kann somit auch von biologisch

wirtschaftenden Betrieben eingesetzt werden.

Pflanzenverträglichkeit

Für die Indikation Zierpflanze gilt:

Bestimmte Pflanzenarten oder Sorten können empfindlich reagieren. Bitte prüfen Sie, vor der Applikation des gesamten Bestandes, die

Verträglichkeit an Einzelpflanzen.

Mischbarkeit

Thiopron ist mit allen gängigen Fungiziden, Herbiziden (im Getreide ausgenommen Kontaktherbizide und Artist) und Insektiziden und

Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösungen (AHL im Verhältnis 1 : 3) oder Harnstoff (bis zu 30 kg/ha) mischbar.

Bitte beachten Sie die Angaben in der Gebrauchsanleitung des Mischpartners. Im Zweifelsfall empfehlen wir vor der Ausbringung eine

Mischprobe durchzuführen bzw. eine Beratung anzufordern. Nicht mit Mineralöl mischen!

Für eventuelle negative Auswirkungen mit von uns nicht als mischbar eingestuften Produkten oder Mehrfachmischungen haften wir nicht.

Anwendungstechnik

Ansetzen der Spritzbrühe

Thiopron kann mit Hilfe von herkömmlicher Spritztechnik (Pflanzenschutzspritze) ausgebracht werden. Das Ansetzen der Spritzbrühe sollte am

besten nach folgendem Schema vorgenommen werde. Spritztank mit 2/3 Wasser füllen. Alle Präparate einzeln zu dosieren. Als letztes Produkt

Thiopron zugeben. Die Spritzbrühe sollte unter ständigem Rühren unmittelbar nach dem Ansetzen bis zur vollständigen Entleerung des Tanks

ausgebracht werden. Nach dem Ausbringen die Spritze vollständig entleeren und gründlich mit Wasser ausspülen.

Mindestabstand zu Oberflächengewässern

Für Hopfen gilt:

Zum Schutz von Nicht-Ziel-Arthropoden ist eine Abdrift in angrenzendes Nichtkulturland zu vermeiden und das Pflanzenschutzmittel in einer

Breite von mindestens 20 m zu angrenzendem Nichtkulturland (ausgenommen Feldraine, Hecken und Gehölzinseln unter 3 m Breite sowie

Straßen, Wege und Plätze) mit abdriftmindernder Technik (Abdriftminderungsklasse mind. 90% gemäß Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001,

GZ. 69.102/13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) auszubringen.

Für Zierpflanzen gilt:

Pflanzenhöhe über 125 cm: Zum Schutz von Nicht-Ziel-Arthropoden ist eine Abdrift in angrenzendes Nichtkulturland zu vermeiden und das

Pflanzenschutzmittel in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzendem Nichtkulturland (ausgenommen Feldraine, Hecken und Gehölzinseln

unter 3 m Breite sowie Straßen, Wege und Plätze) mit abdriftmindernder Technik (Abdriftminderungsklasse mind. 50% gemäß Erlass des

BMLFUW vom 10.07.2001, GZ. 69.102/13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) auszubringen.

Für Himbeere gilt:

Zum Schutz von Nicht-Ziel-Arthropoden ist eine Abdrift in angrenzendes Nichtkulturland zu vermeiden und das Pflanzenschutzmittel in einer

Breite von mindestens 20 m zu angrenzendem Nichtkulturland mit abdriftmindernder Technik (Abdriftminderungsklasse mind. 50% gemäß Erlass

des BMLFUW vom 10.07.2001, GZ. 69.102/13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) auszubringen.

Kennzeichnung gem. Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)

GHS07 (dickes Ausrufesymbol)

Achtung

Vorsicht, Pflanzenschutzmittel!

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H319: Verursacht schwere Augenreizung.

EUH401: Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten.

P101: Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.

P102: Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

P261: Einatmen von Staub / Rauch / Gas / Nebel / Dampf / Aerosol vermeiden.

P264: Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.

P270: Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.

P272: Kontaminierte Arbeitskleidung soll am Arbeitsplatz verbleiben.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P302+P352: BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.

P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach

Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

P321: Gezielte Behandlung bei Verschlucken: Siehe Erste-Hilfe-Maßnahmen auf diesem Etikett.

P333+P313: Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P337+P313: Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P362 + P364: Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.

P501: Inhalt/ Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

SP1: Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von

Oberflächengewässern reinigen/indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.)

SPe 4: Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht auf versiegelten Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in

anderen Fällen, die in hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.

Für Kinder und Haustiere unerreichbar aufbewahren.:

Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.:

Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden.:

Eine nicht bestimmungsgemäße Freisetzung in die Umwelt vermeiden.:

Originalverpackungen oder entleerte Behälter nicht zu anderen Zwecken verwenden.:

Vergiftungsnotruf: 01 / 406 43 43:

Erste-Hilfe-Maßnahmen/Hinweise für den Arzt

Allgemeine Empfehlung: Bei Unfall oder Unwohlsein sofort Arzt zuziehen (wenn möglich, dieses Etikett vorzeigen)

Nach Augenkontakt: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach

Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Bei anhaltender Augenreizung einen Facharzt aufsuchen.

Nach Hautkontakt: Sofort mit viel Wasser abwaschen. Bei bleibenden Symptomen einen Arzt hinzuziehen.

Nach Verschlucken: Mund mit Wasser ausspülen. Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

Nach Einatmen: An die frische Luft bringen. Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

Hinweise für den Arzt: Symptomatische Behandlung.

Handhabung, Lagerung und Transport

Lagerung

THIOPRON im fest verschlossenen Originalbehälter an einem gut belüfteten Ort aufbewahren.

Dabei kühl, trocken, frostfrei (5 – 25 °C) lagern und keiner direkten Sonneneinstrahlung aussetzen.

Außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren und getrennt von Getränken, Nahrungs- und Futtermitteln aufbewahren. Lagerklasse

gemäß TRGS 510: 12 (Nicht brennbare Flüssigkeiten)

Transport

Nicht reguliert

Internetausgabe, Stand: 15.02.2021

Lesen Sie das vollständige Dokument

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

THIOPRON

1/10

Version 1 / A

Überarbeitet am: 07.03.2018

102000031584

Druckdatum: 23.03.2020

ABSCHNITT 1: BEZEICHNUNG DES STOFFS BEZIEHUNGSWEISE DES GEMISCHS

UND DES UNTERNEHMENS

1.1 Produktidentifikator

Handelsname

THIOPRON

Produktnummer (UVP)

84912700

1.2 Relevante identifizierte Verwendungen des Stoffs oder Gemischs und Verwendungen, von

denen abgeraten wird

Verwendung

Fungizid

Düngemittel

Adjuvant

1.3 Einzelheiten zum Lieferanten, der das Sicherheitsdatenblatt bereitstellt

Lieferant

Bayer Austria Ges.m.b.H.

Crop Science

Herbststraße 6-10

1160 Wien

Österreich

Telefon

01/71146-0

Telefax

01/71146-19

Auskunftsgebender Bereich

Crop Science

01/71146-2835 (nur während der Geschäftszeiten)

E-Mail: austria@bayercropscience.com

1.4 Notrufnummer

Notrufnummer Österreich

01/ 406 43 43

Vergiftungsinformationszentrale

Stubenring 6, 1010 Wien

ABSCHNITT 2: MÖGLICHE GEFAHREN

2.1 Einstufung des Stoffs oder Gemischs

Einstufung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (und nachfolgende Änderungen) über die

Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen.

Augenreizung: Kategorie 2

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

Sensibilisierung durch Hautkontakt: Kategorie 1

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

2.2 Kennzeichnungselemente

Kennzeichnung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (und nachfolgende Änderungen) über die

Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen.

Kennzeichnungspflichtig.

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

THIOPRON

2/10

Version 1 / A

Überarbeitet am: 07.03.2018

102000031584

Druckdatum: 23.03.2020

Signalwort: Achtung

Gefahrenhinweise

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

EUH401

Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Sicherheitshinweise

P272

Kontaminierte Arbeitskleidung nicht außerhalb des Arbeitsplatzes tragen.

P280

Schutzhandschuhe/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.

P363

Kontaminierte Kleidung vor erneutem Tragen waschen.

P302 + P352

BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser/ Seife waschen.

P305 + P351

+ P338

BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen.

Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

P333 + P313

Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P337 + P313

Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P501

Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

2.3 Sonstige Gefahren

Keine sonstigen Gefahren bekannt.

ABSCHNITT 3: ZUSAMMENSETZUNG/ANGABEN ZU BESTANDTEILEN

Inhaltsstoffe, sofern sie giftig oder sehr giftig sind, sind in der Giftliste sowie den laufenden

Änderungs-Verordnungen angeführt bzw. nachgemeldet oder angemeldet.

Inhaltsstoffe, sofern sie giftig oder sehr giftig sind, sind in der Giftliste sowie den laufenden Änderungs-

Verordnungen angeführt bzw. nachgemeldet oder angemeldet.

3.2 Gemische

Chemische Charakterisierung

Wasserlösliches Konzentrat (SL)

Schwefel 50-60 %

Gefährliche Inhaltsstoffe

Gefahrenhinweise gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008

Name

CAS-Nr. /

EG-Nr. /

REACH Reg. Nr.

Einstufung

Konz. [%]

VERORDNUNG (EG) Nr.

1272/2008

Schwefel

7704-34-9

231-722-6

Skin Irrit. 2, H315

50 – 60

Naphthalinsulfonsäure-

Alkylnaphthalinsulfonsäur

e-Formaldehyd-

Kondensat, Natriumsalz

68425-94-5

Skin Irrit. 2, H315

Eye Irrit. 2, H319

1 – 5

1,2-Benzisothiazol-3(2H)-

2634-33-5

Acute Tox. 4, H302

> 0,17 – <

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

THIOPRON

3/10

Version 1 / A

Überarbeitet am: 07.03.2018

102000031584

Druckdatum: 23.03.2020

220-120-9

Skin Irrit. 2, H315

Eye Dam. 1, H318

Skin Sens. 1, H317

Aquatic Acute 1, H400

0,23

Natriumhydroxid

1310-73-2

215-185-5

Skin Corr. 1A, H314

> 0,05 – <

0,15

Weitere Information

Den Volltext der in diesem Abschnitt aufgeführten Gefahrenhinweise finden Sie unter Abschnitt 16.

ABSCHNITT 4: ERSTE-HILFE-MAßNAHMEN

4.1 Beschreibung der Erste-Hilfe-Maßnahmen

Allgemeine Hinweise

Betroffene aus dem Gefahrenbereich bringen. Verunreinigte Kleidung

sofort ausziehen und sicher entfernen. Betroffenen in stabile

Seitenlage legen und transportieren. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort

Arzt zuziehen (wenn möglich, dieses Etikett vorzeigen).

Einatmung

An die frische Luft bringen. Betroffenen warm und ruhig lagern. Sofort

einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen.

Hautkontakt

Sofort mit Seife und viel Wasser abwaschen. Bei Auftreten einer

andauernden Reizung, ärztliche Betreuung aufsuchen.

Augenkontakt

Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch

unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden, diese nach den

ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Bei

Auftreten einer andauernden Reizung, ärztliche Betreuung aufsuchen.

Verschlucken

Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen. KEIN Erbrechen herbeiführen. Mund ausspülen.

4.2 Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen

Symptome

Keine Symptome bekannt oder erwartet.

4.3 Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung

Behandlung

Symptomatische Behandlung. Eine Magenspülung sollte nicht

erforderlich sein. Jedoch wird empfohlen, Medizinalkohle und

Natriumsulfat zu verabreichen, wenn eine größere Menge

aufgenommen wurde. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

ABSCHNITT 5: MAßNAHMEN ZUR BRANDBEKÄMPFUNG

5.1 Löschmittel

Geeignet

Wassersprühnebel, alkoholbeständigen Schaum, Trockenlöschmittel

oder Kohlendioxid verwenden.

Ungeeignet

Wasservollstrahl

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

THIOPRON

4/10

Version 1 / A

Überarbeitet am: 07.03.2018

102000031584

Druckdatum: 23.03.2020

5.2 Besondere vom Stoff

oder Gemisch ausgehende

Gefahren

Im Brandfall werden gefährliche Gase gebildet.

5.3 Hinweise für die Brandbekämpfung

Besondere

Schutzausrüstung für die

Brandbekämpfung

Explosions- und Brandgase nicht einatmen. Im Brandfall

umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen.

Weitere Angaben

Ausbreitung der Löschflüssigkeiten begrenzen. Ablaufendes Wasser

von der Brandbekämpfung nicht ins Abwasser oder in Wasserläufe

gelangen lassen.

ABSCHNITT 6: MAßNAHMEN BEI UNBEABSICHTIGTER FREISETZUNG

6.1 Personenbezogene Vorsichtsmaßnahmen, Schutzausrüstungen und in Notfällen

anzuwendende Verfahren

Vorsichtsmaßnahmen

Berührung mit verschüttetem Produkt oder verunreinigten

Oberflächen vermeiden. Persönliche Schutzausrüstung verwenden.

6.2 Umweltschutz-

maßnahmen

Nicht in Oberflächenwasser, Kanalisation und Grundwasser gelangen

lassen.

6.3 Methoden und Material für Rückhaltung und Reinigung

Reinigungsverfahren

Mit inertem flüssigkeitsbindendem Material aufnehmen (z.B. Sand,

Silikagel, Säurebindemittel, Universalbindemittel, Sägemehl).

Verschmutzte Gegenstände und Fußboden unter Beachtung der

Umweltvorschriften gründlich reinigen. Zur Entsorgung in geeignete

und verschlossene Behälter geben.

6.4 Verweis auf andere

Abschnitte

Informationen zur sicheren Handhabung siehe Abschnitt 7.

Informationen zur persönlichen Schutzausrüstung siehe Abschnitt 8.

Informationen zur Entsorgung siehe Abschnitt 13.

ABSCHNITT 7: HANDHABUNG UND LAGERUNG

7.1 Schutzmaßnahmen zur sicheren Handhabung

Hinweise zum sicheren

Umgang

Nur in Räumen mit geeigneter Absaugvorrichtung verwenden. Kontakt

mit Haut, Augen und Kleidung vermeiden.

Hinweise zum Brand- und

Explosionsschutz

Keine besonderen Maßnahmen erforderlich.

Hygienemaßnahmen

Kontakt mit Haut, Augen und Kleidung vermeiden. Arbeitskleidung

getrennt aufbewahren. Hände vor Pausen und sofort nach der

Handhabung des Produktes waschen. Beschmutzte Kleidung sofort

ausziehen und vor der Wiederverwendung gründlich reinigen. Nicht

reinigungsfähige Kleidungsstücke vernichten (verbrennen).

7.2 Bedingungen zur sicheren Lagerung unter Berücksichtigung von Unverträglichkeiten

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

THIOPRON

5/10

Version 1 / A

Überarbeitet am: 07.03.2018

102000031584

Druckdatum: 23.03.2020

Anforderungen an

Lagerräume und Behälter

Behälter dicht geschlossen an einem trockenen, kühlen und gut

gelüfteten Ort aufbewahren. Im Originalbehälter lagern. An einem Platz

lagern, der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Vor direkter

Sonneneinstrahlung schützen. Vor dem Gefrieren schützen.

Zusammenlagerungs-

hinweise

Von Nahrungsmitteln, Getränken und Tiernahrung fernhalten.

Lagerklasse (LGK)

12 Nicht brennbare Flüssigkeiten

Lagerstabilität

Lagertemperatur

> 0 °C

7.3 Spezifische

Endanwendungen

Die Anweisungen auf dem Etikett beachten.

ABSCHNITT 8: BEGRENZUNG UND ÜBERWACHUNG DER

EXPOSITION/PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNGEN

8.1 Zu überwachende Parameter

Inhaltstoffe

CAS-Nr.

Zu überwachende

Parameter

Stand

Grundlage

Schwefel

7704-34-9

10 mg/m3

(TWA)

OES BCS*

Natriumhydroxid

(Inhalierbare Fraktion.)

1310-73-2

4 mg/m3

(MAK CEIL)

09 2007

MAK (AT)

Natriumhydroxid

(Inhalierbare Fraktion.)

1310-73-2

2 mg/m3

(MAK)

09 2007

MAK (AT)

Natriumhydroxid

1310-73-2

2 mg/m3

(TLV)

OES BCS*

*OES BCS: Interner Bayer AG, Crop Science Division Arbeitsplatzgrenzwert (Occupational Exposure

Standard)

8.2 Begrenzung und Überwachung der Exposition

Atemschutz

Bei sachgerechter Anwendung ist eine persönliche

Schutzausrüstung nicht erforderlich. Bei unkontrollierter Freisetzung

größerer Mengen, ist jedoch folgendes zu beachten.

Geeignete Maske mit Partikelfilter P3 (Europäische Norm 143)

Atemschutz sollte nur zum Beherrschen des Restrisikos bei

Kurzzeittätigkeiten dienen, wenn alle praktisch durchführbaren

Schritte zur Gefährdungsreduzierung an der Gefahrenquelle

eingehalten wurden, z.B. durch Zurückhaltung und/oder lokale

Absaugung. Die Anweisungen des Herstellers des

Atemschutzgerätes betreffend Benutzung und Wartung sind zu

befolgen.

Handschutz

Bitte Angaben des Handschuhlieferanten in Bezug auf

Durchlässigkeit und Durchbruchzeit beachten. Auch die

spezifischen, ortsbezüglichen Bedingungen, unter welchen das

Produkt eingesetzt wird, in Betracht ziehen, wie Schnittgefahr,

Abrieb und Kontaktdauer.

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

THIOPRON

6/10

Version 1 / A

Überarbeitet am: 07.03.2018

102000031584

Druckdatum: 23.03.2020

Verunreinigte Handschuhe waschen. Handschuhe entsorgen, wenn

sie innen verunreinigt oder perforiert sind oder wenn die äußere

Verunreinigung nicht entfernt werden kann. Hände regelmäßig und

immer waschen vor dem Essen, Trinken, Rauchen oder Gang zur

Toilette.

Material

Nitrilkautschuk

Durchlässigkeitsrate

> 480 min

Handschuhdicke

> 0,4 mm

Richtlinie

Schutzhandschuhe gemäß EN 374.

Augenschutz

Korbbrille tragen (gemäß EN166, Verwendungsbereich = 5 oder

gleichartig).

Haut- und Körperschutz

Standard-Overall und Schutzanzug Kategorie 3 Typ 6 tragen.

Bei dem Risiko einer signifikanten Exposition ist ein höherwertiger

Schutzanzug in Betracht zu ziehen.

Möglichst zwei Schichten Kleidung tragen: Unter einem

Chemieschutzanzug sollte ein Overall aus Polyester/Baumwolle oder

reiner Baumwolle getragen werden. Overalls regelmäßig

professionell reinigen lassen.

Allgemeine Schutzmaßnahmen

Berührung mit den Augen und der Haut vermeiden.

ABSCHNITT 9: PHYSIKALISCHE UND CHEMISCHE EIGENSCHAFTEN

9.1 Angaben zu den grundlegenden physikalischen und chemischen Eigenschaften

Form

Suspension

Farbe

weiß

pH-Wert

5,9 - 7,5

Schmelzpunkt/

Schmelzbereich

0 °C

Dichte

1,43 - 1,47 g/cm³

Wasserlöslichkeit

dispergierbar

Verteilungskoeffizient: n-

Octanol/Wasser

Schwefel: log Pow: 0,23

9.2 Sonstige Angaben

Sonstige sicherheitsrelevante physikalisch-chemische Daten sind nicht

bekannt.

ABSCHNITT 10: STABILITÄT UND REAKTIVITÄT

10.1 Reaktivität

Thermische Zersetzung

Stabil unter normalen Bedingungen.

10.2 Chemische Stabilität

Stabil unter angegebenen Lagerungsbedingungen.

10.3 Möglichkeit

gefährlicher Reaktionen

Keine gefährlichen Reaktionen bei vorschriftsmäßiger Lagerung und

Handhabung.

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

THIOPRON

7/10

Version 1 / A

Überarbeitet am: 07.03.2018

102000031584

Druckdatum: 23.03.2020

10.4 Zu vermeidende

Bedingungen

Extreme Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung.

10.5 Unverträgliche

Materialien

Starke Oxidationsmittel, Starke Säuren, Nur im Originalbehälter lagern.

10.6 Gefährliche

Zersetzungsprodukte

Keine Zersetzungsprodukte zu erwarten bei bestimmungsgemäßem

Umgang.

ABSCHNITT 11: TOXIKOLOGISCHE ANGABEN

11.1 Angaben zu toxikologischen Wirkungen

Akute orale Toxizität

LD50 (Ratte) > 2.000 mg/kg

Akute inhalative Toxizität

Keine Daten verfügbar

Akute dermale Toxizität

LD50 (Kaninchen) > 2.000 mg/kg

Hautreizung

Keine Daten verfügbar

Augenreizung

Keine Daten verfügbar

Sensibilisierung

Sensibilisierend

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - einmalige Exposition

Schwefel: Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - wiederholte Exposition

Schwefel verursachte keine spezifische Zielorgan-Toxizität in Tierversuchen.

Beurteilung Mutagenität

Schwefel war nicht mutagen oder genotoxisch in einer Reihe von In-vitro- und In-vivo-

Mutagenitätsstudien.

Beurteilung Kanzerogenität

Schwefel wird nicht als krebserzeugend betrachtet.

Beurteilung Reproduktionstoxizität

Schwefel wird bei nicht-giftigen Dosierungen für das Muttertier als nicht reproduktionsgiftig betrachtet.

Beurteilung Entwicklungstoxizität

Schwefel wird nicht erachtet als die Entwicklung beeinträchtigend.

ABSCHNITT 12: UMWELTBEZOGENE ANGABEN

12.1 Toxizität

Toxizität gegenüber Fischen

LC50 (Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle)) 180 mg/l

Expositionszeit: 96 h

Angaben beziehen sich auf die Hauptkomponente.

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

THIOPRON

8/10

Version 1 / A

Überarbeitet am: 07.03.2018

102000031584

Druckdatum: 23.03.2020

Toxizität gegenüber

wirbellosen Wassertieren

Keine Daten verfügbar

Toxizität gegenüber

Wasserpflanzen

Keine Daten verfügbar

12.2 Persistenz und Abbaubarkeit

Biologische Abbaubarkeit

Schwefel:

Nicht leicht biologisch abbaubar

Koc

Schwefel: Koc: 1950

12.3 Bioakkumulationspotenzial

Bioakkumulation

Schwefel:

Keine Bioakkumulation.

12.4 Mobilität im Boden

Mobilität im Boden

Schwefel: Schwach mobil in Böden

12.5 Ergebnisse der PBT- und vPvB-Beurteilung

Ermittlung der PBT- und

vPvB-Eigenschaften

Schwefel: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und toxisch

(PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr persistent und sehr

bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

12.6 Andere schädliche Wirkungen

Sonstige ökologische

Hinweise

Es sind keine anderen Wirkungen zu nennen.

ABSCHNITT 13: HINWEISE ZUR ENTSORGUNG

13.1 Verfahren der Abfallbehandlung

Nicht mit dem Hausmüll entsorgen. Reste nicht in den Ausguss oder

das WC leeren. Zur Problemstoffsammelstelle bringen. Dieses Produkt

und seinen Behälter der Problemabfallentsorgung zuführen.

Abfallschlüssel-Nr. 53103

Nach ÖNORM S 2100 vom 1.9.1997 bzw. Festsetzungsverordnung

i.d.g.F.

ABSCHNITT 14: ANGABEN ZUM TRANSPORT

Gemäß ADN/ADR/RID/IMDG/IATA nicht als Gefahrgut eingestuft.

Diese Klassifizierungsangabe gilt grundsätzlich nicht für die Beförderung im Binnentankschiff. Bitte

zusätzliche Informationen beim Hersteller anfordern.

14.1 – 14.5 entfällt

14.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Verwender

Siehe Abschnitte 6 bis 8 dieses Sicherheitsdatenblattes.

14.7 Massengutbeförderung gemäß Anhang II des MARPOL-Übereinkommens und gemäß IBC-

Code

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

THIOPRON

9/10

Version 1 / A

Überarbeitet am: 07.03.2018

102000031584

Druckdatum: 23.03.2020

Kein Bulktransport gemäss IBC Code.

ABSCHNITT 15: RECHTSVORSCHRIFTEN

15.1 Vorschriften zu Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz/spezifische

Rechtsvorschriften für den Stoff oder das Gemisch

Weitere Angaben

WHO-Klassifizierung: III (Leicht gefährlich)

Registrierungsnummer

3997-0

Gefahrklasse nach VbF

Entfällt

Wassergefährdungsklasse

WGK 1 schwach wassergefährdend

15.2 Stoffsicherheitsbeurteilung

Ein Stoffsicherheitsbericht (Chemical Safety Assessment) ist nicht erforderlich.

ABSCHNITT 16: SONSTIGE ANGABEN

Wortlaut der unter Abschnitt 3 aufgeführten Gefahrenhinweise

H302

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H314

Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H315

Verursacht Hautreizungen.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H318

Verursacht schwere Augenschäden.

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

Bemerkung Bayer AG, Crop Science Division:

Dieses Datenblatt wurde gemäß dem durch den Hersteller des Produktes zur Verfügung gestellten

Sicherheitsdatenblatt erstellt

Abkürzungen und Akronyme

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung von gefährlichen

Gütern auf Binnenwasserstraßen

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter

auf der Strasse

Schätzwert akuter Toxizität

AwSV

Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

CAS-Nr.

Chemical Abstracts Service Nummer

Effektive Konzentration von x %

EG-Nr.

Europäische Gemeinschaftsnummer

EINECS

Europäisches Verzeichnis der auf dem Markt vorhandenen chemischen Stoffe

ELINCS

European list of notified chemical substances

Europäische Norm

Europäische Union

IATA

International Air Transport Association

International Code for the Construction and Equipment of Ships Carrying Dangerous

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

THIOPRON

10/10

Version 1 / A

Überarbeitet am: 07.03.2018

102000031584

Druckdatum: 23.03.2020

Chemicals in Bulk (IBC Code)

Inhibitorische Konzentration von x %

IMDG

International Maritime Dangerous Goods

Konz.

Konzentration

Tödliche Konzentration von x %

Tödliche Dosis von x %

LOEC/LOEL

Niedrigste Konzentration/Dosierung mit beobachtetem Effekt

MARPOL

MARPOL: International Convention for the prevention of marine pollution from ships

N.O.S./N.A.G

Not otherwise specified/ Nicht anderweitig genannt

NOEC/NOEL

Höchste Konzentration/Dosis ohne beobachtete statistisch signifikante Wirkung

OECD

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Internationale Regelung für den Transport gefährlicher Güter im Schienenverkehr

TA Luft

Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft

TRGS

Technische Regeln für Gefahrstoffe

Zeitbezogene Durchschnittskonzentration

Vereinte Nationen

Verordnung über brennbare Flüssigkeiten

Wassergefährdungsklasse

Weltgesundheitsorganisation

Die Angaben stützen sich auf den heutigen Stand unserer Kenntnisse. Sie sollen unsere Produkte im

Hinblick auf Sicherheitserfordernisse beschreiben und haben somit nicht die Bedeutung, bestimmte

Eigenschaften zuzusichern.

Die Angaben in diesem Datenblatt entsprechen den in der Verordnung (EU) Nr. 1907/2006 und in der

Verordnung (EU) Nr. 2015/830 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 1907/2006 festgelegten

Anforderungen sowie allen nachfolgenden Anpassungen. Dieses Datenblatt ergänzt die Anweisungen

der Herstellerfirma, ersetzt sie aber nicht. Den darin enthaltenen Angaben wurden die zur Zeit der

Erstellung des Datenblatts vorhandenen Kenntnisse zugrunde gelegt. Überdies werden Anwender an

die Gefahren erinnert, die aus einer zweckfremden Verwendung des Produktes entstehen können. Die

erforderlichen Angaben entsprechen der jeweils gültigen EWG-Gesetzgebung. Angesprochene Kreise

werden gebeten, etwaige darüber hinausgehende nationale Anforderungen zu beachten.

Abänderungen gegenüber der letzten Ausgabe werden am Rand hervorgehoben. Diese Version

ersetzt alle früheren Ausgaben.

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Dokumentverlauf anzeigen

Teilen Sie diese Informationen