TEMOZO-cell 100 mg Hartkapseln

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Wirkstoff:
Temozolomid
Verfügbar ab:
STADAPHARM, Gesellschaft mit beschränkter Haftung
ATC-Code:
L01AX03
INN (Internationale Bezeichnung):
Temozolomide
Darreichungsform:
Hartkapsel
Zusammensetzung:
Temozolomid 100.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
77591.00.00

Dokumenten

Packungsbeilage Packungsbeilage - Englisch

GEBRAUCHSINFORMATION: Information für Anwender

TEMOZO-cell

®

5 mg / 20 mg / 100 mg / 140 mg / 180 mg / 250 mg

Hartkapseln

Temozolomid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker

oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in

dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist TEMOZO-cell

und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von TEMOZO-cell

beachten?

3. Wie ist TEMOZO-cell

einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist TEMOZO-cell

aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist TEMOZO-cell

®

und wofür wird es angewendet?

TEMOZO-cell

enthält einen Wirkstoff namens Temozolomid. Dieser Wirkstoff

dient zur Behandlung von Krebs.

TEMOZO-cell

wird zur Behandlung spezieller Arten von Hirntumoren

verwendet:

bei Erwachsenen mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma multiforme.

TEMOZO-cell

wird zunächst zusammen mit einer Strahlentherapie

(Begleittherapie-Phase der Behandlung) und danach alleine (Monotherapie-

Phase der Behandlung) verwendet.

bei Kindern ab 3 Jahren und Erwachsenen mit malignem Gliom, wie z.B.

Glioblastoma multiforme oder anaplastisches Astrozytom. TEMOZO-cell

wird bei diesen Tumoren verwendet, wenn sie nach Standardtherapie

wiederkehren oder sich verschlimmern.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von TEMOZO-cell

®

beachten

TEMOZO-cell

®

darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Temozolomid oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie jemals eine Überempfindlichkeitsreaktion gegenüber Dacarbazin

(ein Arzneimittel gegen Krebs, bisweilen DTIC genannt) hatten. Anzeichen

einer allergischen Reaktion beinhalten Juckreiz, Kurzatmigkeit oder

Keuchen, ein Anschwellen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals.

wenn bestimmte Blutzellen stark vermindert sind (Myelosuppression), wie

z.B. die Zahl der weißen Blutkörperchen oder die Zahl der Blutplättchen.

Diese Blutzellen sind wichtig für die Bekämpfung von Infektionen und die

ausreichende Blutgerinnung. Ihr Arzt wird Ihr Blut untersuchen, um

sicherzustellen, dass Sie genug dieser Zellen haben, bevor Sie die

Behandlung beginnen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen

Fachpersonal, bevor Sie TEMOZO-cell

einnehmen:

da Sie eng auf die Entwicklung einer schweren Form der Infektion des

Brustraums, genannt Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie (PCP), untersucht

werden sollten. Wenn Sie ein neu diagnostizierter Patient (Glioblastoma

multiforme) sind, können Sie TEMOZO-cell

für 42 Tage in Kombination mit

Strahlentherapie erhalten. In diesem Fall wird Ihr Arzt Ihnen auch ein

Arzneimittel verschreiben, welches diese Form der Lungenentzündung

(PCP) verhindern soll.

wenn Sie jemals eine Hepatitis-B-Infektion hatten oder möglicherweise jetzt

haben. Der Grund hierfür ist, dass TEMOZO-cell

eine erneute Aktivierung

der Hepatitis B verursachen könnte, die in einigen Fällen tödlich verlaufen

kann. Patienten werden daher vor Behandlungsbeginn sorgfältig von ihrem

Arzt auf Anzeichen dieser Infektion untersucht.

wenn Sie eine verminderte Zahl roter Blutkörperchen (Anämie), weißer

Blutkörperchen und Blutplättchen oder Blutgerinnungsstörungen vor Beginn

der Behandlung haben oder Sie diese während der Behandlung entwickeln.

Ihr Arzt kann entscheiden, die Dosis zu verringern, die Therapie zu

unterbrechen, zu beenden oder zu wechseln. Sie können zudem andere

Therapien benötigen. In manchen Fällen kann es notwendig sein, die

Behandlung mit TEMOZO-cell

zu beenden.

es besteht für Sie möglicherweise ein geringes Risiko für andere

Veränderungen der Blutzellen, einschließlich Leukämie,

wenn Sie an Übelkeit und/oder Erbrechen leiden, was sehr häufige

Nebenwirkungen von TEMOZO-cell

sind (siehe Abschnitt 4: Welche

Nebenwirkungen sind möglich?), kann Ihr Arzt Ihnen ein Arzneimittel gegen

Erbrechen (ein Antiemetikum) verschreiben. Wenn Sie vor oder während der

Behandlung des Öfteren erbrechen, fragen Sie Ihren Arzt, zu welcher Zeit

TEMOZO-cell

am besten einzunehmen ist, bis das Erbrechen unter

Kontrolle ist. Wenn Sie nach der Einnahme Ihrer Dosis erbrechen, nehmen

Sie an diesem Tag keine zweite Dosis ein.

wenn Sie Fieber oder Symptome einer Infektion entwickeln, kontaktieren Sie

umgehend Ihren Arzt.

wenn Sie älter als 70 Jahre sind, könnten Sie anfälliger für Infektionen,

vermehrte Blutergussbildung oder Blutungen sein.

wenn Sie Probleme mit Leber oder Nieren haben, muss Ihre TEMOZO-cell

Dosis unter Umständen angepasst werden.

Kinder und Jugendliche

Verabreichen Sie dieses Arzneimittel nicht an Kindern unter 3 Jahren, da es

hierzu keine Untersuchungen gibt. Es liegen nur begrenzt Daten zur

Anwendung bei Kindern über 3 Jahren vor, die Temozolomid erhalten haben.

Einnahme von TEMOZO-cell

®

zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen,

andere Arzneimittel anzuwenden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses

Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Denn Sie dürfen in der

Schwangerschaft nicht mit TEMOZO-cell

behandelt werden, außer Ihr Arzt hat

es Ihnen ausdrücklich verordnet.

Es sind sowohl von den männlichen als auch den weiblichen Patienten

wirksame Empfängnisverhütungsmaßnahmen zu treffen, wenn sie TEMOZO-

cell

erhalten (siehe auch unter Fortpflanzungsfähigkeit).

Sie dürfen während der TEMOZO-cell

-Behandlung nicht stillen.

Fortpflanzungsfähigkeit von Männern

TEMOZO-cell

kann bleibende Unfruchtbarkeit verursachen. Männliche

Patienten sollten eine wirksame Methode zur Empfängnisverhütung anwenden

und bis zu 6 Monate nach Therapieende kein Kind zeugen. Es wird empfohlen,

sich vor der Behandlung über die Konservierung von Spermien beraten zu

lassen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

TEMOZO-cell

kann Sie müde oder schläfrig machen. In diesem Fall dürfen Sie

sich nicht an das Steuer eines Fahrzeuges setzen, keine Maschinen oder

Werkzeuge bedienen oder Fahrrad fahren, bis Sie abschätzen können,

inwieweit Sie dieses Arzneimittel beeinträchtigt (siehe Abschnitt 4: Welche

Nebenwirkungen sind möglich?).

TEMOZO-cell

®

enthält Lactose und Natrium

Bitte nehmen Sie TEMOZO-cell

daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt

ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber

bestimmten Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro

Hartkapsel, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Zusätzlich für TEMOZO-cell

®

20 mg Hartkapseln

Der sonstige Bestandteil Gelborange S,

Aluminiumsalz (E110), der in den

Hartkapseln enthalten ist, kann allergische Reaktionen hervorrufen.

3. Wie ist TEMOZO-cell

®

einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt

oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie

sich nicht sicher sind.

Dosierung und Dauer der Behandlung

Ihr Arzt wird Ihre TEMOZO-cell

-Dosis berechnen. Sie basiert auf Ihren

Körpermaßen (Größe und Gewicht) und darauf, ob Sie einen wiederkehrenden

Tumor haben und ob Sie in der Vergangenheit bereits eine Chemotherapie

erhalten haben.

Möglicherweise erhalten Sie weitere Arzneimittel (Antiemetika), die Sie vor

und/oder nach der Einnahme von TEMOZO-cell

einnehmen/anwenden

müssen, um das Auftreten von Übelkeit und Erbrechen zu vermeiden oder

einzuschränken.

Patienten mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma multiforme

Wenn Sie ein neu diagnostizierter Patient sind, wird Ihre Behandlung in zwei

Phasen verlaufen:

zunächst eine Therapie zusammen mit Strahlentherapie (Begleittherapie-

Phase),

gefolgt von einer Therapie mit TEMOZO-cell

allein (Monotherapie-Phase).

Während der Begleittherapie-Phase wird Ihr Arzt mit einer TEMOZO-cell

-Dosis

von 75 mg/m

(normale Dosis) beginnen. Sie werden diese Dosis täglich für 42

Tage (maximal 49 Tage) in Kombination mit einer Strahlentherapie einnehmen.

Die Dosis von TEMOZO-cell

kann verzögert oder gestoppt werden, abhängig

von Ihren Blutwerten und wie gut Sie das Arzneimittel während der

Begleittherapie-Phase vertragen.

Sobald die Strahlentherapie abgeschlossen ist, werden Sie die Behandlung für

4 Wochen unterbrechen. Das gibt Ihrem Körper die Möglichkeit, sich zu

erholen.

Danach werden Sie die Monotherapie-Phase beginnen.

Während der Monotherapie-Phase wird die Dosierung und die Art, wie Sie

TEMOZO-cell

in dieser Phase einnehmen, anders sein. Ihr Arzt wird Ihre

genaue Dosis berechnen. Es kann bis zu 6 Behandlungsabschnitte (Zyklen)

geben. Jeder davon dauert 28 Tage. Sie werden Ihre neue Dosis von

TEMOZO-cell

allein einmal täglich für die ersten 5 Tage („Einnahme-Tage“)

jedes Zyklus einnehmen. Die erste Dosis wird 150 mg/m

betragen. Danach

haben Sie 23 Tage ohne TEMOZO-cell

. Dies ergibt zusammen einen 28 Tage

dauernden Behandlungszyklus. Nach Tag 28 beginnt der nächste Zyklus. Sie

werden wieder 5 Tage nur TEMOZO-cell

einnehmen, gefolgt von 23 Tagen

ohne TEMOZO-cell

. Die Dosis von TEMOZO-cell

kann angepasst, verzögert

oder gestoppt werden, abhängig von Ihren Blutwerten und wie gut Sie das

Arzneimittel während der Behandlungszyklen vertragen.

Patienten mit wiederkehrenden oder sich verschlimmernden Tumoren

(malignen Gliomen, wie z.B. Glioblastoma multiforme oder anaplastisches

Astrozytom), die nur TEMOZO-cell

®

einnehmen:

Ein Therapiezyklus mit TEMOZO-cell

umfasst 28 Tage.

Sie werden nur TEMOZO-cell

einmal täglich für die ersten 5 Tage einnehmen.

Die tägliche Dosis richtet sich danach, ob Sie zuvor bereits eine Chemotherapie

erhalten haben oder nicht.

Sind Sie zuvor noch nicht mit einem Chemotherapeutikum behandelt worden,

beträgt Ihre tägliche Dosis für die ersten 5 Tage 200 mg/m

. Sind Sie vorher

schon mit einem Chemotherapeutikum behandelt worden, so beträgt Ihre

tägliche Dosis für die ersten 5 Tage 150 mg/m

. Danach haben Sie 23 Tage

ohne TEMOZO-cell

. Dies ergibt zusammen einen 28 Tage dauernden

Behandlungszyklus.

Nach Tag 28 beginnt der nächste Zyklus. Sie werden wieder 5 Tage nur

TEMOZO-cell

bekommen, gefolgt von 23 Tagen ohne TEMOZO-cell

Vor jedem neuen Behandlungszyklus wird eine Blutuntersuchung durchgeführt,

um festzustellen, ob eine Anpassung der TEMOZO-cell

-Dosis erforderlich ist.

Abhängig von den Untersuchungsergebnissen Ihres Blutes wird Ihr Arzt unter

Umständen die Dosis im nächsten Zyklus entsprechend anpassen.

Wie ist TEMOZO-cell® einzunehmen?

Nehmen Sie Ihre Dosis TEMOZO-cell

einmal täglich ein, vorzugsweise zur

selben Tageszeit.

Nehmen Sie die Kapseln auf nüchternen Magen ein, z.B. mindestens eine

Stunde vor dem Frühstück. Schlucken Sie die Kapsel(n) als Ganzes mit einem

Glas Wasser. Die Kapseln dürfen nicht geöffnet, zerkleinert oder zerkaut

werden. Wenn eine Kapsel beschädigt ist, vermeiden Sie den Kontakt des

Pulvers mit Haut, Augen und Nase. Wenn versehentlich etwas in die Augen

oder in die Nase gelangt ist, spülen Sie die betroffene Stelle mit Wasser.

Abhängig von der verschriebenen Dosis müssen Sie gegebenenfalls mehr als

eine Kapsel miteinander einnehmen, unter Umständen mit verschiedenen

Stärken (Inhalt an Wirkstoff, in mg). Die Farbe und Markierung der Kapsel sind

für jede Stärke verschieden (siehe nachfolgende Tabelle).

Stärke

Farbe/Markierung

TEMOZO-cell

5 mg

Zwei Streifen in grüner Tinte auf dem Oberteil und „T 5 mg“ in

grüner Tinte auf dem Unterteil

TEMOZO-cell

20 mg

Zwei Streifen in orangefarbener Tinte auf dem Oberteil und „T

20 mg“ in orangefarbener Tinte auf dem Unterteil

TEMOZO-cell

100 mg

Zwei Streifen in pinkfarbener Tinte auf dem Oberteil und „T

100 mg“ in pinkfarbener Tinte auf dem Unterteil

TEMOZO-cell

140 mg

Zwei Streifen in blauer Tinte auf dem Oberteil und „T 140 mg“

in blauer Tinte auf dem Unterteil

TEMOZO-cell

180 mg

Zwei Streifen in roter Tinte auf dem Oberteil und „T 180 mg“ in

roter Tinte auf dem Unterteil

TEMOZO-cell

250 mg

Zwei Streifen in schwarzer Tinte auf dem Oberteil und „T 250

mg“ in schwarzer Tinte auf dem Unterteil

Vergewissern Sie sich, dass Sie Folgendes genau verstanden haben und sich

daran erinnern:

wie viele Kapseln Sie an jedem Einnahme-Tag einnehmen müssen. Bitten

Sie Ihren Arzt oder Apotheker, dies (einschließlich der Farbe)

aufzuschreiben.

welche Tage Ihre Einnahme-Tage sind.

Überprüfen Sie jedes Mal die Dosis mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie

einen neuen Zyklus beginnen, da sie anders als im letzten Zyklus sein kann.

Nehmen Sie TEMOZO-cell

immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte

fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher

sind. Fehler beim Einnehmen dieses Arzneimittels können schwere

gesundheitliche Folgen haben.

Wenn Sie eine größere Menge von TEMOZO-cell

®

eingenommen

haben, als Sie sollten

Sollten Sie versehentlich eine größere Anzahl an TEMOZO-cell

-Kapseln als

vorgeschrieben eingenommen haben, müssen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder

das medizinische Fachpersonal sofort aufsuchen.

Wenn Sie die Einnahme von TEMOZO-cell

®

vergessen haben

Nehmen Sie die nicht eingenommene Menge so bald wie möglich an

demselben Tag ein. Ist bereits ein ganzer Tag vergangen, konsultieren Sie

Ihren Arzt. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige

Einnahme vergessen haben, außer dies erfolgt auf ausdrückliche Anweisung

Ihres Arztes.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden

Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf, wenn Sie etwas des Folgenden

bemerken:

eine schwere allergische (Überempfindlichkeits-) Reaktion

(Nesselausschlag, keuchende Atmung oder andere Schwierigkeiten beim

Atmen),

unkontrollierte Blutungen,

Krampfanfälle (Konvulsionen),

Fieber,

Schüttelfrost

schwere Kopfschmerzen, die nicht vorübergehen.

Die TEMOZO-cell

-Behandlung kann eine Verminderung bestimmter Arten von

Blutkörperchen verursachen. Dies kann zu verstärkter Bildung blauer Flecken

oder Blutungen, Anämie (ein Mangel an roten Blutkörperchen), Fieber und einer

verminderten Widerstandskraft gegen Infektionen führen. Die Verminderung der

Anzahl der Blutkörperchen ist üblicherweise vorübergehend. In einigen Fällen

kann sie anhalten und zu einer sehr schweren Form der Anämie (aplastische

Anämie) führen. Ihr Arzt wird Ihr Blut regelmäßig auf etwaige Veränderungen

untersuchen und erforderlichenfalls eine besondere Therapie anordnen. In

einigen Fällen wird die TEMOZO-cell

-Dosierung reduziert oder die Behandlung

abgebrochen.

Nebenwirkungen aus klinischen Studien:

TEMOZO-cell

®

in Kombination mit einer Strahlentherapie bei erstmalig

diagnostiziertem Glioblastom

Patienten, die TEMOZO-cell

in Kombination mit einer Strahlentherapie

erhalten, können andere Nebenwirkungen erleiden als Patienten, die nur

TEMOZO-cell

anwenden. Die folgenden Nebenwirkungen können auftreten

und können ärztliche Überwachung erfordern.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Appetitverlust, Kopfschmerzen, Verstopfung (Schwierigkeiten beim Stuhlgang),

Übelkeit, Erbrechen, Hautausschlag, Haarausfall, Müdigkeit.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

orale Infektionen, Wundinfektion, verminderte Zahl der Blutkörperchen

(Neutropenie, Thrombozytopenie, Lymphopenie, Leukopenie), erhöhter

Blutzuckerspiegel, Gewichtsverlust, Veränderungen des geistigen Zustandes

oder der Aufmerksamkeit, Angst/Depression, Schläfrigkeit, Sprachstörungen,

Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, Verwirrtheit, Vergesslichkeit,

Konzentrationsschwierigkeiten, Einschlaf- und Durchschlafstörungen, Kribbeln,

Blutergüsse, Zittern, abnormales oder verschwommenes Sehen, Doppeltsehen,

Hörschwäche, Kurzatmigkeit, Husten, Blutgerinnsel in den Beinen,

Flüssigkeitseinlagerung, geschwollene Beine, Diarrhö, Magenschmerzen oder

Schmerzen im Bauchraum, Sodbrennen, Magenverstimmung,

Schluckbeschwerden, Mundtrockenheit, Hautreizungen oder -rötung,

Hauttrockenheit, Juckreiz, Muskelschwäche, schmerzende Gelenke, starke

Muskelschmerzen, häufiges Wasserlassen, Harninkontinenz, allergische

Reaktion, Fieber, Strahlenschäden, Gesichtsschwellung, Schmerzen,

Geschmacksveränderungen, abnormale Leberfunktionstests.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

grippeartige Symptome, rote Punkte unter der Haut, Auftreten einer

Gesichtsschwellung oder von Muskelschwäche möglich, niedrige Kaliumwerte

im Blut, Gewichtszunahme, Gemütsschwankungen, Halluzination und

Gedächtnisschwäche, Teillähmung, Koordinationsstörungen,

Schluckbeschwerden, Wahrnehmungsstörungen, partieller Sehausfall, trockene

oder schmerzende Augen, Taubheit, Infektionen des Mittelohres,

Ohrgeräusche, Ohrenschmerzen, Palpitationen (wenn Sie Ihren Herzschlag

spüren), Blutgerinnsel in der Lunge, hohe Blutdruck, Pneumonie,

Nebenhöhlenentzündung, Bronchitis, Erkältung oder Grippe,

Magenüberblähungen, Schwierigkeiten bei der Kontrolle der Darmtätigkeit,

Hämorrhoiden, Hautabschuppung, erhöhte Hautempfindlichkeit auf Sonnenlicht,

Veränderungen der Hautfarbe, vermehrtes Schwitzen, Schädigung der

Muskulatur, Rückenschmerzen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen,

Vaginalblutungen, sexuelle Impotenz, keine oder schwere

Menstruationsblutung, Vaginalreizungen, Schmerzen an der Brustdrüse,

Hitzewallungen, Schüttelfrost, Verfärbung der Zunge, Veränderungen in der

Geruchswahrnehmung, Durst, Erkrankungen der Zähne.

TEMOZO-cell

®

-Monotherapie bei wiederkehrendem oder fortschreitendem

Gliom

Die folgenden Nebenwirkungen können auftreten und können ärztliche

Überwachung erfordern.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

verminderte Zahl der Blutkörperchen (Neutropenie oder Lymphopenie,

Thrombozytopenie), Appetitverlust, Kopfschmerzen, Erbrechen, Übelkeit,

Verstopfung (Schwierigkeiten beim Stuhlgang), Müdigkeit.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Gewichtsverlust, Schläfrigkeit, Schwindel, Kribbelgefühl, Kurzatmigkeit, Diarrhö,

Schmerzen im Bauchraum, Magenverstimmung, Hautausschlag, Juckreiz,

Haarausfall, Fieber, Schwäche, Schüttelfrost, Unwohlsein, Schmerzen,

Geschmacksveränderungen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

verminderte Zahl der Blutkörperchen (Panzytopenie, Anämie, Leukopenie).

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Husten, Infektionen einschließlich Lungenentzündung.

Sehr selten (kann bis zu 1 Behandelten von 10.000 betreffen):

Hautrötung, Urtikaria (Nesselausschlag), schwerer Hautausschlag, allergische

Reaktionen.

Andere Nebenwirkungen:

Erhöhte Leberenzyme wurden häufig berichtet. Gelegentlich wurden erhöhte

Bilirubinwerte, Gallenabflussstörungen (Cholestase), Hepatitis und

Leberschädigung, einschließlich Leberversagen mit tödlichem Ausgang,

berichtet.

Sehr seltene Fälle von schwerem Hautausschlag mit Hautschwellung,

einschließlich der Handinnenflächen und der Fußsohlen, oder schmerzhafter

Hautrötung und/oder Blasen am Körper oder im Mund wurden beobachtet.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn diese Erscheinungen auftreten.

Sehr selten wurden unter Behandlung mit TEMOZO-cell

Nebenwirkungen

beobachtet, die die Lunge betreffen. Die Patienten leiden für gewöhnlich unter

Kurzatmigkeit und Husten. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie eines dieser

Symptome bemerken.

Sehr selten haben Patienten, die TEMOZO-cell

oder ähnliche Arzneimittel

einnehmen, ein geringgradiges Risiko, andere Veränderungen der Blutzellen,

einschließlich Leukämie, zu entwickeln.

Neu auftretende oder wieder auftretende (reaktivierte) Zytomegalievirus-

Infektionen und wieder auftretende Hepatitis-B-Virus-Infektionen wurden

gelegentlich berichtet.

Durch das Herpes-Virus hervorgerufene Hirninfektionen

(Herpes-simplex-Enzephalitis), einschließlich mit tödlichem Ausgang, wurden

gelegentlich berichtet. Fälle von Sepsis (wenn Bakterien und deren Toxine im

Blut zirkulieren und beginnen die inneren Organe zu schädigen) wurden

gelegentlich berichtet.

Fälle von Diabetes insipidus wurden gelegentlich berichtet. Zu den Anzeichen

eines Diabetes insipidus zählen stark vermehrte Urinausscheidung und

Durstgefühl.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt

werden.

5. Wie ist TEMOZO-cell

®

aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf, vorzugsweise in

einem abschließbaren Schrank. Eine unbeabsichtigte Einnahme kann für

Kinder tödlich sein.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton

nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das

Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Die Flaschen fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu

schützen. Nicht über +30°C lagern.

Teilen Sie jede Veränderung des Aussehens der Kapseln Ihrem Apotheker mit.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was TEMOZO-cell

®

5 mg / 20 mg / 100 mg / 140 mg / 180 mg / 250 mg

Hartkapseln enthält

Der Wirkstoff ist: Temozolomid.

1 Kapsel enthält 5 mg, 20 mg, 100 mg, 140 mg, 180 mg oder 250 mg

Temozolomid.

Die sonstigen Bestandteile sind

Kapselinhalt: Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Lactose,

Hochdisperses Siliciumdioxid, Stearinsäure (Ph.Eur.) [pflanzlich],

Weinsäure

(Ph.Eur.).

Kapselhülle:

TEMOZO-cell

®

5 mg: Gelatine, Propylenglycol, Schellack, Eisen(III)-hydroxid-

oxid x H

O (E 172), Indigocarmin, Aluminiumsalz (E 132), Titandioxid (E 171).

TEMOZO-cell

®

20 mg: Gelatine, Propylenglycol, Schellack, Gelborange S,

Aluminiumsalz (E110),

Titandioxid (E 171).

TEMOZO-cell

®

100 mg: Gelatine, Propylenglycol, Schellack, Eisen(III)-hydroxid-

oxid x H

O (E172), Eisen(III)-oxid (E172),

Titandioxid (E 171).

TEMOZO-cell

®

140 mg: Gelatine,

Propylenglycol, Schellack, Indigocarmin,

Aluminiumsalz (E 132),

Titandioxid (E 171).

TEMOZO-cell

®

180 mg: Gelatine, Propylenglycol, Schellack, Eisen(III)-oxid

(E172),

Titandioxid (E 171).

TEMOZO-cell

®

250 mg: Gelatine, Propylenglycol, Schellack, Eisen(II, III)-oxid

(E172),

Titandioxid (E 171).

Wie TEMOZO-cell

®

5 mg / 20 mg / 100 mg / 140 mg / 180 mg / 250 mg

Hartkapseln aussieht und Inhalt der Packung

TEMOZO-cell

5 mg Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil,

mit zwei Streifen in grüner Tinte auf dem Oberteil und mit „T 5 mg“ in grüner

Tinte auf dem Unterteil.

TEMOZO-cell

20 mg Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil,

mit zwei Streifen in orangefarbener Tinte auf dem Oberteil und mit „T 20 mg“ in

orangefarbener Tinte auf dem Unterteil.

TEMOZO-cell

100 mg Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und

Oberteil, mit zwei Streifen in pinkfarbener Tinte auf dem Oberteil und mit „T 100

mg“ in pinkfarbener Tinte auf dem Unterteil.

TEMOZO-cell

140 mg Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und

Oberteil, mit zwei Streifen in blauer Tinte auf dem Oberteil und mit „T 140 mg“

in blauer Tinte auf dem Unterteil.

TEMOZO-cell

180 mg Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und

Oberteil, mit zwei Streifen in roter Tinte auf dem Oberteil und mit „T 180 mg“ in

roter Tinte auf dem Unterteil.

TEMOZO-cell

250 mg Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und

Oberteil, mit zwei Streifen in schwarzer Tinte auf dem Oberteil und mit „T 250

mg“ in schwarzer Tinte auf dem Unterteil.

Die TEMOZO-cell

5 mg / 20 mg / 100 mg / 140 mg / 180 mg / 250 mg

Hartkapseln zum Einnehmen sind in Braunglasflaschen mit 5 und 20 Kapseln

erhältlich.

Zulassungsinhaber

STADAPHARM GmbH, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 603-3888

Mitvertrieb

ALIUD PHARMA® GmbH

Gottlieb-Daimler-Straße 19

D-89150 Laichingen

Hersteller

STADAPHARM GmbH - Stadastrasse 2-18 - 61118 Bad Vilbel

oder

Haupt Pharma Amareg GmbH - Donaustaufer Straße 378 - 93055 Regensburg

oder

NERPHARMA S.R.L - Viale Pasteur, 10 - 20014 Nerviano, Italien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen

Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen

zugelassen:

Belgien

Temozolomide EG capsules, hard

Dänemark

Temozolomid STADA

Deutschland

TEMOZO-cell

,Hartkapseln

Irland

Temotan

Italien

TEMOZOLOMIDE CRINOS

Luxemburg

Temozolomide EG gélules

Niederlande

Temozolomide CF capsules, hard

Österreich

TEMOZO-cell

Hartkapseln

Polen

Temostad

Portugal

Temozolomida Stada

Rumänien

Temozolomidă Stada, capsule

Schweden

Temozolomid STADA hårda kapslar

Slowakische Republik

TEMOSTAD

Spanien

Temozolamida STADA cápasulas duras EFG

Tschechische Republik

TEMOSTAD

Ungarn

Temostad kemény kapszula

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2018.

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)

1. Bezeichnung des Arzneimittels

TEMOZO-cell

5 mg Hartkapseln

TEMOZO-cell

20 mg Hartkapseln

TEMOZO-cell

100 mg Hartkapseln

TEMOZO-cell

140 mg Hartkapseln

TEMOZO-cell

180 mg Hartkapseln

TEMOZO-cell

250 mg Hartkapseln

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

TEMOZO-cell

®

5 mg Hartkapseln

1 Hartkapsel enthält 5 mg Temozolomid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 1 Hartkapsel enthält 87,3 mg

Lactose und 0,21 mg Natrium.

TEMOZO-cell

®

20 mg Hartkapseln

1 Hartkapsel enthält 20 mg Temozolomid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 1 Hartkapsel enthält 72,3 mg

Lactose und Gelborange S, Aluminiumsalz (E110) und 0,21 mg Natrium.

TEMOZO-cell

®

100 mg Hartkapseln

1 Hartkapsel enthält 100 mg Temozolomid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 1 Hartkapsel enthält 83,6 mg

Lactose und 0,42 mg Natrium.

TEMOZO-cell

®

140 mg Hartkapseln

1 Hartkapsel enthält 140 mg Temozolomid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 1 Hartkapsel enthält 117,04 mg

Lactose und 0,588 mg Natrium.

TEMOZO-cell

®

180 mg Hartkapseln

1 Hartkapsel enthält 180 mg Temozolomid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 1 Hartkapsel enthält 150,48 mg

Lactose und 0,756 mg Natrium.

TEMOZO-cell

®

250 mg Hartkapseln

1 Hartkapsel enthält 250 mg Temozolomid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 1 Hartkapsel enthält 209,0 mg

Lactose und 1,05 mg Natrium.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. Darreichungsform

Hartkapsel

TEMOZO-cell

®

5 mg Hartkapseln

Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in

grüner Tinte auf dem Oberteil und mit „T 5 mg“ in grüner Tinte auf dem

Unterteil.

TEMOZO-cell

®

20 mg Hartkapseln

Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in

orangefarbener Tinte auf dem Oberteil und mit „T 20 mg“ in orangefarbener

Tinte auf dem Unterteil.

TEMOZO-cell

®

100 mg Hartkapseln

Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in

pinkfarbener Tinte auf dem Oberteil und mit „T 100 mg“ in pinkfarbener Tinte

auf dem Unterteil.

TEMOZO-cell

®

140 mg Hartkapseln

Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in

blauer Tinte auf dem Oberteil und mit „T 140 mg“ in blauer Tinte auf dem

Unterteil.

TEMOZO-cell

®

180 mg Hartkapseln

Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in

roter Tinte auf dem Oberteil und mit „T 180 mg“ in roter Tinte auf dem Unterteil.

TEMOZO-cell

®

250 mg Hartkapseln

Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in

schwarzer Tinte auf dem Oberteil und mit „T 250 mg“ in schwarzer Tinte auf

dem Unterteil.

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

TEMOZO-cell

Hartkapseln sind angezeigt zur Behandlung von:

erwachsenen Patienten mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma

multiforme begleitend zur Radiotherapie (RT) und anschließend als

Monotherapie,

Kindern ab 3 Jahren, Jugendlichen und erwachsenen Patienten mit einem

nach Standardtherapie rezidivierenden oder progredienten malignen Gliom,

wie z.B. Glioblastoma multiforme, oder anaplastischen Astrozytom.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

TEMOZO-cell

Hartkapseln dürfen nur von Ärzten mit Erfahrung in der

onkologischen Behandlung von Hirntumoren verschrieben werden.

Eine antiemetische Therapie ist möglich (siehe Abschnitt 4.4).

Dosierung

Erwachsene Patienten mit einem erstmalig diagnostizierten Glioblastoma

multiforme

TEMOZO-cell

Hartkapseln werden in Kombination mit fokaler Strahlentherapie

(Begleittherapie-Phase) angewendet, gefolgt von bis zu 6 Zyklen Temozolomid-

(TMZ-) Monotherapie (Monotherapie-Phase).

Begleittherapie-Phase

TMZ wird täglich oral verabreicht mit einer Dosis von 75 mg/m

für 42 Tage

gleichzeitig mit fokaler Radiotherapie (60 Gy angewendet in 30 Fraktionen). Es

werden keine Dosisreduktionen empfohlen, aber über eine Verzögerung oder

Abbruch der TMZ-Anwendung sollte wöchentlich entsprechend

hämatologischen und nicht-hämatologischen Toxizitätskriterien entschieden

werden. Die Anwendung von TMZ kann während der Begleitphase von 42

Tagen (bis zu 49 Tagen) durchgängig angewendet werden, wenn alle der

folgenden Bedingungen erfüllt sind:

absolute Zahl der neutrophilen Granulozyten (Absolute Neutrophil Count,

ANC) ≥1,5 x 10

Zahl der Thrombozyten ≥100 x 10

nicht-hämatologische Toxizität bewertet nach Common Toxicity Criteria

(CTC) ≤ Grad 1 (außer Haarausfall, Übelkeit und Erbrechen).

Während der Behandlung sollte wöchentlich ein komplettes Blutbild bestimmt

werden. Die TMZ-Anwendung sollte während der Begleitphase, entsprechend

den hämatologischen und nicht-hämatologischen Toxizitätskriterien wie in

Tabelle 1 aufgeführt, vorübergehend ausgesetzt oder dauerhaft abgebrochen

werden.

Tabelle 1: Unterbrechung oder Abbruch der TMZ-Gabe während gleichzeitiger

Radiotherapie und TMZ-Gabe

Toxizität

TMZ-Unterbrechung

a

TMZ-Abbruch

Absolute Zahl der

neutrophilen Granulozyten

≥0,5 und <1,5 x 10

/l

<0,5 x 10

/l

Zahl der Thrombozyten

≥10 und <100 x 10

/l

<10 x 10

/l

CTC nicht-hämatologische

Toxizität (außer Haarausfall,

Übelkeit, Erbrechen)

CTC Grad 2

CTC Grad 3 oder 4

: Behandlung mit begleitendem TMZ kann fortgesetzt werden, wenn alle der

folgenden Bedingungen erfüllt werden: absolute Zahl der neutrophilen

Granulozyten ≥1,5 x 10

/l; Zahl der Thrombozyten ≥100 x 10

/l; nicht-

hämatologische Toxizität bewertet nach CTC ≤ Grad 1 (außer Haarausfall,

Übelkeit, Erbrechen).

Monotherapie-Phase

Vier Wochen nach Beendigung der TMZ + RT Begleittherapie-Phase wird TMZ

für bis zu 6 Zyklen als Monotherapie angewendet. Die Dosis in Zyklus 1

(Monotherapie) ist 150 mg/m

einmal täglich für 5 Tage gefolgt von 23 Tagen

ohne Behandlung. Zu Beginn von Zyklus 2 wird die Dosis auf 200 mg/m

erhöht, wenn die nicht-hämatologische Toxizität, bewertet nach CTC für Zyklus

1 ≤ Grad 2 (außer Haarausfall, Übelkeit und Erbrechen), die absolute Zahl der

neutrophilen Granulozyten (ANC) ≥1,5 x 10

/l und die Zahl der Thrombozyten

≥100 x 10

/l ist. Wurde die Dosierung im Zyklus 2 nicht erhöht, so sollte auch in

den folgenden Zyklen die Dosierung nicht erhöht werden. Sobald die Dosierung

erhöht wurde, wird sie bei 200 mg/m

pro Tag über die ersten 5 Tage jedes

folgenden Zyklus beibehalten, außer Toxizität tritt auf. Reduzierungen der Dosis

oder Abbrüche während der Monotherapie-Phase sollten entsprechend der

Tabellen 2 und 3 erfolgen.

Während der Behandlung sollte am Tag 22 (21 Tage nach der ersten TMZ-

Dosis) ein komplettes Blutbild erstellt werden. Die Dosis sollte entsprechend

Tabelle 3 reduziert oder die Anwendung abgesetzt werden.

Tabelle 2: TMZ-Dosierungsstufen für die Monotherapie

Dosierungsstufe

TMZ-Dosis

(mg/m²/Tag)

Anmerkungen

–1

100

Reduzierung aufgrund früher aufgetretener Toxizität

150

Dosierung während Zyklus 1

200

Dosierung während der Zyklen 2-6, sofern keine

Toxizität auftrat

Tabelle 3: TMZ-Dosisreduktion oder –Absetzen während der Monotherapie

Toxizität

Reduktion TMZ um 1

Dosierungsstufe

a

Absetzen von TMZ

Absolute Zahl der neutrophilen

Granulozyten

<1,0 x 10

/l

Siehe Fußnote b

Thrombozytenzahl

<50 x 10

/l

Siehe Fußnote b

CTC nicht-hämatologische Toxizität

(außer Alopezie, Übelkeit,

Erbrechen)

CTC Grad 3

CTC Grad 4

: TMZ-Dosierungsstufen sind in Tabelle 2 aufgelistet.

: TMZ ist abzusetzen, wenn:

Dosierungsstufe -1 (100 mg/m

) führt noch immer zu inakzeptabler Toxizität,

die gleiche Grad 3 nicht-hämatologische Toxizität (außer Alopezie, Übelkeit, Erbrechen)

tritt auch nach Dosisreduktion auf.

Erwachsene oder pädiatrische Patienten im Alter von 3 Jahren oder älter mit

Rezidiv oder Fortschreiten des malignen Glioms:

Ein Therapiezyklus umfasst 28 Tage. Bei Patienten ohne vorherige

Chemotherapie wird TMZ in einer Dosis von 200 mg/m² Körperoberfläche

einmal täglich oral in den ersten 5 Tagen angewendet gefolgt von einer

Anwendungspause von 23 Tagen (insgesamt 28 Tage). Bei

chemotherapeutisch vorbehandelten Patienten beträgt die Initialdosis 150

mg/m² Körperoberfläche einmal täglich, die beim zweiten Zyklus auf 200 mg/m²

Körperoberfläche einmal täglich über die Dauer von 5 Tagen gesteigert wird,

vorausgesetzt, es tritt keine hämatologische Toxizität auf (siehe Abschnitt 4.4).

Spezielle Patientengruppen

Kinder und Jugendliche

Bei Patienten im Alter von 3 Jahren oder älter darf TMZ nur bei rezidivierendem

oder fortschreitendem malignem Gliom angewendet werden. Bei diesen

Kindern sind die Erfahrungen sehr begrenzt (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1). Die

Sicherheit und Wirksamkeit von TMZ bei Kindern im Alter von unter 3 Jahren ist

nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörung

Die Pharmakokinetik von TMZ bei Patienten mit geringer oder mäßiger

Leberfunktionsstörung ist der von Patienten mit normaler Leberfunktion

vergleichbar. Es liegen keine Daten vor über die Anwendung von TMZ bei

Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klassifizierung C)

oder mit Nierenfunktionsstörung. Basierend auf den pharmakokinetischen

Eigenschaften von TMZ ist es unwahrscheinlich, dass eine Dosisreduzierung

bei Patienten mit schwerer Leber- oder mit jeglichem Grad von

Nierenfunktionsstörung erforderlich ist. Jedoch ist Vorsicht geboten, wenn TMZ

bei diesen Patienten angewendet wird.

Ältere Patienten

Populationspharmakokinetische Analysen in Patienten mit einem Alter von 19 -

78 Jahren zeigen, dass die Clearance von TMZ durch das Alter des Patienten

nicht beeinflusst wird. Jedoch scheinen ältere Patienten (>70 Jahre) ein

erhöhtes Risiko für Neutropenie und Thrombozytopenie zu haben (siehe

Abschnitt 4.4).

Anwendung

TEMOZO-cell

Hartkapseln sollten im nüchternen Zustand eingenommen

werden.

Die Kapseln sind mit einem Glas Wasser ganz zu schlucken und dürfen nicht

geöffnet oder zerkaut werden.

Tritt nach der Anwendung der TEMOZO-cell

-Dosis Erbrechen auf, sollte an

diesem Tag keine zweite Dosis verabreicht werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile.

Überempfindlichkeit gegen Dacarbazin (DTIC).

Schwere Myelosuppression (siehe Abschnitt 4.4).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

Opportunistische Infektionen und Reaktivierung von Infektionen

Opportunistische Infektionen (wie z.B. Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie) und

Reaktivierung von Infektionen (wie z.B. HBV, CMV) wurden während der

Behandlung mit TMZ beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Herpes-simplex-Enzephalitis

Bei Fällen nach der Markteinführung wurde Herpes-simplex-Enzephalitis

(einschließlich mit tödlichem Ausgang) bei Patienten beobachtet, die TMZ in

Kombination mit Strahlentherapie erhalten haben, einschließlich Fälle mit

gleichzeitiger Anwendung von Steroiden.

Pneumocystis jirovecii-Pneumonie

Bei Patienten, die zeitgleich TMZ und RT in einer Pilotstudie nach dem

verlängerten 42-Tage-Dosierungsschema erhielten, wurde gezeigt, dass diese

ein besonderes Risiko haben, eine Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie (PCP) zu

entwickeln. Daher ist eine Prophylaxe gegen PCP für alle Patienten erforderlich,

die gleichzeitig TMZ und RT im Rahmen des 42-Tage-Dosierungsschemas

erhalten (mit einer Maximaldauer von 49 Tagen) unabhängig von der

Lymphozytenzahl. Sofern eine Lymphopenie auftritt, ist die Prophylaxe

fortzusetzen bis sich die Lymphopenie bis zum Grad ≤1 bessert.

Es kann zu einem vermehrten Auftreten von PCP kommen, wenn TMZ über ein

längeres Dosierungsschema verabreicht wird. Unabhängig vom

Dosierungsschema sollten jedoch alle mit TMZ behandelten Patienten,

besonders die Patienten, die Steroide einnehmen, eng auf eine Entwicklung

von PCP überwacht werden. Es wurde bei Patienten unter TMZ von

Ateminsuffizienz mit tödlichem Ausgang berichtet, insbesondere bei

Kombination mit Dexamethason oder anderen Steroiden.

Eine Hepatitis aufgrund einer Reaktivierung des Hepatitis-B-Virus (HBV) wurde

beobachtet, die in einigen Fällen zum Tod führte. Bei Patienten mit positiver

Hepatitis-B-Serologie (einschließlich solchen mit aktiver Erkrankung) sollten vor

Behandlungsbeginn Experten für Lebererkrankungen konsultiert werden.

Während der Behandlung sollten die Patienten angemessen überwacht und

geführt werden.

Hepatotoxizität

Ein Leberschaden, einschließlich letalem Leberversagen, wurde bei Patienten

berichtet, die mit TMZ behandelt wurden (siehe Abschnitt 4.8). Vor Beginn der

Behandlung sollten die Ausgangswerte der Leberfunktionstests ermittelt

werden. Sind diese nicht normal, sollte vor Beginn einer Temozolomid-

Behandlung das Nutzen-Risiko-Verhältnis einschließlich der Möglichkeit eines

letalen Leberversagens abgewogen werden. Bei Patienten mit einem 42-

tägigen Behandlungszyklus sollten die Werte der Leberfunktionstests in der

Mitte dieses Zyklus nochmals erhoben werden. Bei allen Patienten sollten die

Leberfunktionswerte nach jedem Behandlungszyklus kontrolliert werden. Bei

Patienten mit deutlich abnormen Leberfunktionswerten sollte der Arzt den

Nutzen gegen das Risiko einer Weiterführung der Behandlung abwägen. Eine

Lebertoxizität kann mehrere Wochen oder noch später nach der letzten

Behandlung mit Temozolomid auftreten.

Malignität

Über Fälle von myelodysplastischen Syndromen und sekundären Malignomen,

einschließlich myeloischer Leukämie, wurde ebenfalls sehr selten berichtet.

(siehe Abschnitt 4.8)

Antiemetische Therapie

Übelkeit und Erbrechen sind sehr häufig mit TMZ assoziiert.

Eine antiemetische Therapie kann vor oder im Anschluss zur TMZ-Gabe

angewendet werden.

Erwachsene Patienten mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma multiforme

Eine antiemetische Prophylaxe wird vor der Initialdosis der Begleittherapie-

Phase und strengstens während der Monotherapie-Phase empfohlen.

Patienten mit rezidivierendem oder fortschreitendem malignem Gliom

Bei Patienten mit starkem Erbrechen (Grad 3 oder 4) in vorausgegangenen

Therapiezyklen kann eine antiemetische Therapie erforderlich sein.

Laborparameter

Patienten, die mit TMZ behandelt werden, können eine Myelosuppression,

einschließlich anhaltender Panzytopenie erleiden, aus der sich eine aplastische

Anämie entwickeln kann, die in einigen Fällen zum Tode führte. In einigen

Fällen wird die Bewertung durch die gleichzeitige Gabe von Arzneimitteln, die

mit aplastischer Anämie assoziiert sind (einschließlich Carbamazepin,

Phenytoin und Sulfamethoxazol/Trimethoprim), erschwert. Vor der Anwendung

müssen die folgenden Laborparameter erfüllt sein: Absolute Neutrophilenzahl

(ANC) ≥1,5 x 10

/l und Thrombozytenzahl ≥100 x 10

/l. Ein vollständiges

Blutbild ist an Tag 22 (21 Tage nach der ersten Dosis) oder innerhalb von 48

Stunden nach diesem Tag zu erheben sowie wöchentlich bis zum Anstieg der

absoluten Neutrophilenzahl auf einen Wert >1,5 x 10

/l und der

Thrombozytenzahl auf einen Wert >100 x 10

/l. Im Falle eines Abfalls der

absoluten Neutrophilenzahl auf <1,0 x 10

/l oder der Thrombozytenzahl auf <50

x 10

/l während einem der Zyklen ist die Dosis beim nächsten Zyklus um eine

Dosisstufe herabzusetzen (siehe Abschnitt 4.2). Die Dosisstufen sind 100

mg/m², 150 mg/m² und 200 mg/m². Die niedrigste empfohlene Dosis beträgt

100 mg/m².

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine klinischen Erfahrungen mit der Anwendung von TMZ bei

Kindern unter 3 Jahren vor. Bei älteren Kindern und Jugendlichen sind die

Erfahrungen sehr begrenzt (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1).

Ältere Patienten (>70 Jahre)

Bei älteren Patienten scheint gegenüber jüngeren Patienten ein erhöhtes Risiko

für Neutropenie und Thrombozytopenie zu bestehen. Daher ist besondere

Vorsicht geboten, wenn TMZ bei älteren Patienten angewendet wird.

Männliche Patienten

Männern, die mit TMZ behandelt werden, wird geraten, bis 6 Monate nach

Erhalt der letzten Dosis kein Kind zu zeugen und sich vor der Behandlung über

eine Kryokonservierung von Spermien beraten zu lassen (siehe Abschnitt 4.6).

Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären

Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-

Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro

Hartkapsel, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Zusätzlich für TEMOZO-cell

®

20 mg Hartkapseln

Der sonstige Bestandteil Gelborange S,

Aluminiumsalz (E110), der in den

Hartkapseln enthalten ist, kann allergische Reaktionen hervorrufen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

In einer separaten Phase I-Studie führte die Anwendung von TMZ zusammen

mit Ranitidin nicht zu Veränderungen hinsichtlich des Ausmaßes der Resorption

von Temozolomid oder der Exposition gegenüber dem aktiven Metaboliten

Monomethyl-triazenoimidazol-carboxamid (MTIC).

Die Verabreichung von TMZ mit Nahrung führte zu einer Abnahme der C

33% und der Fläche unter der Kurve (AUC) um 9%. Da nicht ausgeschlossen

werden kann, dass die Änderung von C

klinisch relevant ist, sollte TEMOZO-

cell

ohne Nahrung verabreicht werden.

Basierend auf einer Analyse populationspharmakokinetischer Studien der

Phase II verändert die gleichzeitige Anwendung von Dexamethason,

Prochlorperazin, Phenytoin, Carbamazepin, Ondansetron, H

Rezeptorantagonisten oder Phenobarbital die Clearance von TMZ nicht. Die

gleichzeitige Anwendung von Valproinsäure war mit einer kleinen, aber

statistisch signifikanten Abnahme der TMZ-Clearance verbunden.

Es wurden keine Studien zur Bestimmung des Einflusses von TMZ auf den

Metabolismus oder die Elimination von anderen Arzneimitteln durchgeführt. Da

TMZ jedoch nicht über die Leber metabolisiert wird und nur geringe

Proteinbindung zeigt, ist es unwahrscheinlich, dass es die Pharmakokinetik von

anderen Arzneimitteln beeinflusst (siehe Abschnitt 5.2).

Die Anwendung von TMZ in Kombination mit anderen myelosuppressiven

Substanzen kann die Wahrscheinlichkeit einer Myelosuppression erhöhen.

Kinder und Jugendliche

Wechselwirkungsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine Daten zu schwangeren Frauen vor. In präklinischen Studien mit

Ratten und Kaninchen, die 150 mg/m² TMZ verabreicht bekamen, wurden

jedoch Teratogenität und/oder Fetotoxizität nachgewiesen (siehe Abschnitt 5.3).

TEMOZO-cell

Hartkapseln dürfen nicht bei schwangeren Frauen angewendet

werden. Wenn die Anwendung während der Schwangerschaft dennoch in

Betracht gezogen werden muss, ist die Patientin über das potenzielle Risiko für

den Fetus zu informieren.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob TMZ beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden

wird; daher muss während der Behandlung mit TMZ abgestillt werden.

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter ist anzuraten, eine effektive Art der Verhütung

anzuwenden, um während der Behandlung mit TMZ eine Schwangerschaft zu

vermeiden.

Männliche Fertilität

TMZ kann gentoxische Wirkungen haben. Daher ist Männern, die damit

behandelt werden, anzuraten, kein Kind zu zeugen und dieses bis zu 6 Monate

nach Erhalt der letzten Dosis einzuhalten und sich vor der Behandlung über

eine Kryokonservierung von Spermien beraten zu lassen, da eine irreversible

Infertilität aufgrund der TMZ-Behandlung möglich sein kann.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

TMZ hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen, infolge von Müdigkeit und Somnolenz (siehe

Abschnitt 4.8).

4.8 Nebenwirkungen

Erfahrungen aus klinischen Studien

Bei Patienten, die mit TMZ behandelt wurden, ob in Kombination mit RT oder

als eine auf eine Strahlentherapie folgende Monotherapie bei erstmalig

diagnostiziertem Glioblastoma multiforme oder als Monotherapie bei Patienten

mit rezidivierendem oder progressivem Gliom, waren die sehr häufig

berichteten Nebenwirkungen ähnlich: Übelkeit, Erbrechen, Obstipation,

Anorexie, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Über Krampfanfälle wurde sehr häufig

berichtet bei Patienten, die eine Monotherapie bei erstmalig diagnostiziertem

Glioblastoma multiforme erhielten, und über Ausschlag wurde sehr häufig bei

Patienten mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma multiforme berichtet, die

TMZ gleichzeitig mit RT und auch als Monotherapie erhielten, sowie häufig bei

rezidivierendem Gliom. Über die meisten der hämatologischen Nebenwirkungen

wurde häufig oder sehr häufig bei den beiden Indikationen berichtet (Tabellen 4

und 5); die Häufigkeiten der pathologischen Laborwerte 3. - 4. Grades sind

nach jeder Tabelle aufgeführt.

In den Tabellen sind die Nebenwirkungen nach Systemorganklasse und

Häufigkeit sortiert. Die Häufigkeitsgruppen sind gemäß der folgenden

Konvention definiert: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich

(≥1/1.000, <1/100), selten (≥1/10.000, <1/1.000), sehr selten (<1/10.000).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach

abnehmendem Schweregrad angegeben.

Erstmalig diagnostiziertes Glioblastoma multiforme

Tabelle 4 führt behandlungsbedingte Nebenwirkungen bei Patienten mit einem

erstmalig diagnostizierten Glioblastoma multiforme auf, die während der

Begleit- und Monotherapie-Phasen der Behandlung auftraten.

Tabelle 4: Behandlungsbedingte Nebenwirkungen während der Begleit- und

Monotherapie-Phasen bei Patienten mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma

multiforme

Systemorganklasse

TMZ + gleichzeitige RT

n = 288*

TMZ-Monotherapie

n = 224

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig:

Infektionen, Herpes simplex,

Wundinfektion, Pharyngitis, orale

Candidose

Infektionen, orale Candidose

Gelegentlich:

Herpes simplex, Herpes

zoster,

Grippe-ähnliche Symptome

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig:

Neutropenie, Thrombozytopenie,

Lymphopenie, Leukopenie

Febrile Neutropenie,

Thrombozytopenie, Anämie,

Leukopenie

Gelegentlich:

Febrile Neutropenie, Anämie

Lymphopenie, Petechien

Endokrine Erkrankungen

Gelegentlich:

Cushingoid

Cushingoid

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig:

Anorexie

Anorexie

Häufig:

Hyperglykämie, Gewichtsverlust

Gewichtsverlust

Gelegentlich:

Hypokaliämie, erhöhte alkalische

Phosphatase, Gewichtszunahme

Hyperglykämie,

Gewichtszunahme

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig:

Angst, emotionale Labilität,

Schlaflosigkeit

Angst, Depression,

emotionale Labilität,

Schlaflosigkeit

Gelegentlich:

Agitiertheit, Apathie,

Verhaltensstörungen,

Depression, Halluzination

Halluzination, Amnesie

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig:

Kopfschmerzen

Krampfanfälle,

Kopfschmerzen

Häufig:

Konvulsionen, verringertes

Bewusstsein, Somnolenz,

Aphasie,

Gleichgewichtsstörungen,

Schwindel, Verwirrtheit,

Gedächtnisstörungen,

Konzentrationsstörungen,

Neuropathie, Parästhesie,

Sprachstörungen, Zittern

Hemiparese, Aphasie,

Gleichgewichtsstörungen,

Somnolenz, Verwirrtheit,

Schwindel,

Gedächtnisstörungen,

Konzentrationsstörungen,

Dysphasie, neurologische

Erkrankungen (nicht spez.),

Neuropathie, periphere

Neuropathie, Parästhesie,

Sprachstörungen, Zittern

Gelegentlich:

Status epilepticus,

extrapyramidale Störungen,

Hemiparese, Ataxie,

Wahrnehmungsstörungen,

Dysphasie, anormaler Gang,

Hyperästhesie, Hypästhesie,

neurologische Erkrankungen

(nicht spez.), periphere

Neuropathie

Hemiplegie, Ataxie, anormale

Koordination, anormaler

Gang, Hyperästhesie,

sensorische Störung

Augenerkrankungen

Häufig:

verschwommenes Sehen

Gesichtsfeldausfall,

verschwommenes Sehen,

Doppeltsehen

Gelegentlich:

Halbseitenblindheit, reduzierte

Sehschärfe, Sehstörungen,

Gesichtsfeldausfall,

Augenschmerzen

reduzierte Sehschärfe,

Augenschmerzen, trockene

Augen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig:

Hörstörungen

Hörstörungen, Tinnitus

Gelegentlich:

Otitis media, Tinnitus,

Hyperakusis,

Ohrenschmerzen

Taubheit, Vertigo,

Ohrenschmerzen

Herzerkrankungen

Gelegentlich:

Palpitation

Gefäßerkrankungen

Häufig:

Hämorrhagie, Ödeme,

geschwollene Beine

Hämorrhagie, tiefe, venöse

Thrombose, Beinödeme

Gelegentlich:

zerebrale Blutung, Bluthochdruck

pulmonale Embolie, Ödeme,

periphere Ödeme

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig:

Dyspnoe, Husten

Dyspnoe, Husten

Gelegentlich:

Pneumonie, Infektion der oberen

Luftwege,

Nasenschleimhautschwellung

Pneumonie, Sinusitis,

Infektion der oberen

Luftwege, Bronchitis

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Sehr häufig:

Obstipation, Übelkeit, Erbrechen

Obstipation, Übelkeit,

Erbrechen

Häufig:

Stomatitis, Diarrhö, Schmerzen

im Abdomen, Dyspepsie,

Dysphagie

Stomatitis, Diarrhö,

Dyspepsie, Dysphagie,

trockener Mund

Gelegentlich:

Blähungen, Stuhlinkontinenz,

gastrointestinal Störungen

(nicht spez.), Gastroenteritis,

Hämorrhoiden

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig:

Ausschlag, Alopezie

Ausschlag, Alopezie

Häufig:

Dermatitis, trockene Haut,

Erythem, Pruritus

trockene Haut, Pruritus

Gelegentlich:

Hautabschuppung,

Photosensitivitätsreaktionen,

anormale Pigmentierung

Erythem, anormale

Pigmentierung, verstärktes

Schwitzen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig:

Muskelschwäche,

Gelenkschmerzen

Muskelschwäche,

Gelenkschmerzen, Muskel-

/Skelettschmerzen, Myalgie

Gelegentlich:

Myopathie, Rückenschmerzen,

Muskel-/Skelettschmerzen,

Myalgie

Myopathie, Rückenschmerzen

Erkrankungen der Nieren und der Harnwege

Häufig:

häufige Miktion, Harninkontinenz

Harninkontinenz

Gelegentlich:

Dysurie

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich:

Impotenz

Vaginalblutungen,

Menorrhagie, Amenorrhö,

Vaginitis, Schmerzen in der

Brustdrüse

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig:

Müdigkeit

Müdigkeit

Häufig:

allergische Reaktion, Fieber,

Strahlenschädigung,

Gesichtsödeme, Schmerzen,

Geschmacksveränderungen

allergische Reaktion, Fieber,

Strahlenschädigung,

Schmerzen,

Geschmacksveränderungen

Gelegentlich:

Asthenie, Flushing,

Hitzewallungen, verschlechterter

Allgemeinzustand, Rigor,

Verfärbungen der Zunge,

Parosmie, Durst

Asthenie,

Gesichtsschwellungen,

Schmerzen, verschlechterter

Allgemeinzustand, Rigor,

Zahnerkrankungen,

Untersuchungen

Häufig:

erhöhte ALT

erhöhte ALT

Gelegentlich:

erhöhte Leberwerte, erhöhte

Gamma-GT, erhöhte AST

*Ein für den Strahlentherapiearm randomisierter Patient erhielt TMZ+RT.

Laborwerte

Knochenmarkssuppression (Neutropenie und Thrombozytopenie) als bekannte

dosislimitierende Toxizität für die meisten zytotoxischen Substanzen,

einschließlich TMZ, wurde beobachtet. Bei Kombination der Laboranormalitäten

und Nebenwirkungen während der Begleit- und Monotherapie-

Behandlungsphasen wurden bei 8% der Patienten Grad 3 oder Grad 4

Neutrophilen-Anormalitäten einschließlich neutropenischer Nebenwirkungen

beobachtet. Grad 3 oder Grad 4 Thrombozyten-Anormalitäten einschließlich

thrombozytopenischer Nebenwirkungen wurden bei 14% der Patienten, die

TMZ erhielten, beobachtet.

Rezidivierendes oder fortschreitendes malignes Gliom

In klinischen Studien traten als häufigste behandlungsbedingte

Nebenwirkungen gastrointestinale Störungen auf, insbesondere Übelkeit (43%)

und Erbrechen (36%). Diese Nebenwirkungen waren gewöhnlich vom Grad 1

oder 2 (0- bis 5-maliges Erbrechen in 24 Stunden) und stellten sich von selbst

ein oder waren mit gebräuchlichen Antiemetika leicht beherrschbar. Die

Häufigkeit an schwerer Übelkeit und Erbrechen betrug 4%.

Tabelle 5 enthält Nebenwirkungen, über die in klinischen Studien für

rezidivierendes oder fortschreitendes malignes Gliom und nach

Markteinführung von TMZ berichtet wurde.

Tabelle 5: Nebenwirkungen bei Patienten mit rezidivierendem oder fortschreitendem

malignem Gliom

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Selten:

Opportunistische Infektion, einschließlich PCP

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig:

Neutropenie oder Lymphozytopenie (Grad 3 -

4), Thrombozytopenie (Grad 3-4)

Gelegentlich:

Panzytopenie, Anämie (Grad 3 - 4),

Leukopenie

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig:

Anorexie

Häufig:

Gewichtsverlust

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig:

Kopfschmerzen

Häufig:

Somnolenz, Schwindel, Parästhesie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig:

Atemnot

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig:

Erbrechen, Übelkeit, Verstopfung

Häufig:

Diarrhö, Bauchschmerzen, Dyspepsie

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

Ausschlag, Pruritus, Alopezie

Sehr selten:

Erythema multiforme, Erythrodermie,

Urtikaria, Exanthem

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig:

Müdigkeit

Häufig:

Fieber, Asthenie, Rigor, Unwohlsein,

Schmerzen, Geschmacksanomalie

Sehr selten:

Allergische Reaktionen, einschließlich

Anaphylaxie, Angioödem

Laborwerte

Thrombozytopenie und Neutropenie vom Grad 3 oder 4 traten bei 19% bzw.

17% der wegen malignem Gliom behandelten Patienten auf. Dies führte zu

Hospitalisierung und/oder Absetzen von TMZ bei 8% bzw. 4% der Patienten.

Die Myelosuppression war vorhersagbar (normalerweise innerhalb der ersten

Zyklen, mit einem Nadir zwischen Tag 21 und Tag 28), die Erholung erfolgte

schnell, normalerweise innerhalb von 1 - 2 Wochen. Anzeichen für kumulative

Myelosuppression wurde nicht beobachtet. Das Vorhandensein von

Thrombozytopenie kann das Blutungsrisiko erhöhen und das Vorhandensein

von Neutropenie oder Leukopenie kann das Infektionsrisiko erhöhen.

Geschlecht

In einer populationspharmakokinetischen Analyse der Erfahrungen in klinischen

Prüfungen waren 101 weibliche und 169 männliche Studienteilnehmer, für die

ein Neutrophilenzahlen-Nadir verfügbar war und 110 weibliche und 174

männliche Studienteilnehmer, für die ein Thrombozytenzahlen-Nadir verfügbar

war. Im ersten Therapiezyklus gab es bei den Frauen im Vergleich zu den

Männern eine höhere Rate an Grad 4-Neutropenien (ANC <0,5 x 10

/l), 12% im

Vergleich zu 5%, und Thrombozytopenien (<20 x 10

/l), 9% im Vergleich zu 3%.

In einer Gruppe von 400 Patienten mit rezidivierendem Gliom trat im ersten

Therapiezyklus eine Grad 4-Neutropenie bei 8% der weiblichen und bei 4% der

männlichen Patienten auf und eine Grad 4-Thrombozytopenie bei 8% der

weiblichen und bei 3% der männlichen Patienten. In einer Studie mit 288

Patienten mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma multiforme trat im ersten

Therapiezyklus eine Grad 4-Neutropenie bei 3% der weiblichen und 0% der

männlichen Patienten auf und eine Grad 4-Thrombozytopenie bei 1% der

weiblichen und 0% der männlichen Patienten.

Kinder und Jugendliche

Oral appliziertes TMZ wurde bei pädiatrischen Patienten (3 - 18 Jahre) mit

rezidivierendem Hirnstammgliom oder rezidivierendem, hochgradigem

Astrozytom untersucht. Das Behandlungsschema bestand aus einer täglichen

Gabe über 5 Tage alle 28 Tage. Trotz begrenzter Daten ist zu erwarten, dass

die Verträglichkeit von TMZ bei Kindern der von Erwachsenen gleicht. Die

Sicherheit von TMZ bei Kindern im Alter von unter 3 Jahren ist nicht erwiesen.

Erfahrung nach Markteinführung

Die folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen wurden zusätzlich nach

Markteinführung beobachtet:

Tabelle 6. Zusammenfassung von Ereignissen, die nach Markteinführung im

Zusammenhang mit Temozolomid berichtet wurden*

Infektionen und parasitäre Erkrankungen*

Gelegentlich

Zytomegalievirus-Infektion, Reaktivierung einer

Infektion, wie z.B. mit Zytomegalievirus, Hepatitis-

B-Virus

, Herpes-simplex-Enzephalitis

, Sepsis

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten:

Anhaltende Panzytopenie, aplastische Anämie

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen

Tabelle 6. Zusammenfassung von Ereignissen, die nach Markteinführung im

Zusammenhang mit Temozolomid berichtet wurden*

Sehr selten

Myelodysplastisches Syndrom (MDS), sekundäre

maligne Erkrankungen einschließlich myeloische

Leukämie

Endokrine Erkrankungen*

Gelegentlich

Diabetes insipidus

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten

Interstitielle Pneumonie/Pneumonie,

Lungenfibrose, Ateminsuffizienz

Leber- und Gallenerkrankungen*

Häufig

Anstieg der Leberenzyme

Gelegentlich

Hyperbilirubinämie, Cholestase, Hepatitis,

Leberschaden, Leberversagen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr selten:

Toxisch epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-

Syndrom

Nicht bekannt

Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und

systemischen Symptomen (DRESS)

einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang

* Häufigkeiten geschätzt anhand relevanter klinischer Studien

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von

großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des

Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von

Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Dosen von 500, 750, 1.000 und 1.250 mg/m

(Gesamtdosis pro Zyklus über 5

Tage) wurden bei Patienten klinisch untersucht. Die Dosis limitierende Toxizität

war hämatologischer Art und wurde bei jeder Dosis festgestellt, war aber, wie

zu erwarten, bei höheren Dosen schwerwiegender. Ein Patient nahm eine

Überdosis von 10.000 mg (Gesamtdosis in einem Anwendungszyklus, über die

Dauer von 5 Tagen) ein und die berichteten Nebenwirkungen waren

Panzytopenie, Fieber, Multiorganversagen und Tod. Es gibt Berichte von

Patienten, die die empfohlene Dosis länger als 5 Tage (bis zu 64 Tage)

angewendet haben, mit berichteten Nebenwirkungen, die Knochenmarks-

Suppression, mit oder ohne Infektionen, in einigen Fällen schwerwiegend und

anhaltend und zum Tode führend, einschlossen. Im Fall einer Überdosierung ist

eine Blutuntersuchung durchzuführen. Supportive Maßnahmen sollten bei

Bedarf ergriffen werden.

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Mittel - Andere

alkylierende Mittel

ATC-Code: L01A X03

Wirkmechanismus

Bei Temozolomid handelt es sich um ein Triazen, das bei einem

physiologischen pH-Wert rasch chemisch in seine Wirkform Monomethyl-

triazenylimidazol-carboxamid (MTIC) umgewandelt wird. Die Zytotoxizität von

MTIC wird hauptsächlich auf die Alkylierung an der O-6-Position von Guanin mit

zusätzlicher Alkylierung an der N-7-Position zurückgeführt. Es wird davon

ausgegangen, dass bei später auftretenden zytotoxischen Läsionen eine

aberrante Reparatur des Methyladdukts eine Rolle spielt.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Erstmalig diagnostiziertes Glioblastoma multiforme

Insgesamt 573 Patienten wurden randomisiert und erhielten entweder TMZ +

RT (n = 287) oder nur RT (n = 286). Patienten im TMZ + RT Arm erhielten

gleichzeitig TMZ (75 mg/m

) einmal täglich, beginnend mit dem ersten Tag der

RT bis zum letzten Tag der RT, über 42 Tage (maximal 49 Tage). Danach

folgte, 4 Wochen nach dem Ende der RT beginnend, eine TMZ-Monotherapie

(150 – 200 mg/m

) an den Tagen 1 - 5 jedes 28-tägigen Zyklus, über bis zu 6

Zyklen. Patienten im Kontrollarm erhielten nur RT. Pneumocystis-jirovecii-

Pneumonie (PCP) Prophylaxe wurde während der RT und kombinierten TMZ-

Therapie gefordert.

TMZ wurde als Salvage-Therapie in der Folgephase an 161 von 282 Patienten

(57%) des RT (allein) Arms und an 62 von 277 (22%) des TMZ + RT Arms

verabreicht.

Die Hazard-Ratio (HR) für das Gesamtüberleben betrug 1,59 (95% CI für

HR=1,33 – 1,91) mit Log-Rank p <0,0001 für den TMZ Arm. Die geschätzte

Wahrscheinlichkeit von zwei Überlebensjahren oder mehr (26% gegen 10%) ist

höher für den RT + TMZ Arm. Die Zugabe von TMZ als Begleittherapie zur RT,

gefolgt von TMZ-Monotherapie bei der Behandlung von Patienten mit erstmalig

diagnostiziertem Glioblastoma multiforme zeigte eine statistisch signifikante

Verbesserung des Gesamtüberlebens (Overall Survival, OS) verglichen mit

alleiniger RT (Abb. 1).

Abb. 1 Kaplan-Meier Kurven für das Gesamtüberleben (Intent to Treat-

Population)

Die Ergebnisse der Studie waren in der Patienten-Untergruppe mit einem

schlechten Performance-Status (WHO PS = 2; n = 70) nicht konsistent, in

dieser waren das Gesamtüberleben und die Progressionszeit in beiden Armen

ähnlich. Jedoch wurden keine inakzeptablen Risiken in dieser Patientengruppe

beobachtet.

Rezidivierendes oder fortschreitendes malignes Gliom

Klinische Daten zur Wirksamkeit bei Patienten mit Glioblastoma multiforme

(Karnofsky Performance Status [KPS] ≥70), progressiv oder rezidivierend nach

Operation und RT, beruhen auf zwei klinischen Studien mit oral gegebenen

TMZ. Die eine war eine nicht-vergleichende Studie an 138 Patienten (29%

erhielten vorher eine Chemotherapie) und die andere eine randomisierte

kontrollierte Studie von TMZ gegenüber Procarbazin als Vergleichspräparat an

insgesamt 225 Patienten (67% erhielten vor der Behandlung eine auf

Nitrosoharnstoff basierende Chemotherapie). In beiden Studien war der primäre

Endpunkt die progressionsfreie Überlebensrate (PFS), definiert durch MRT-

Untersuchungen und neurologische Verschlechterung. In der nicht-

vergleichenden Studie betrug die PFS nach 6 Monaten 19%, die mediane

progressionsfreie Überlebenszeit 2,1 Monate und die mediane

Gesamtüberlebenszeit 5,4 Monate. Die objektive Ansprechrate (Objective

Response Rate, ORR), basierend auf MRT-Untersuchungen, war 8%.

In der randomisierten, Vergleichspräparat-kontrollierten Studie war die PFS

nach 6 Monaten für TMZ signifikant größer als für Procarbazin (21% bzw. 8% -

Chi-Quadrat p = 0,008) mit einer medianen PFS Zeit von 2,89 bzw. 1,88

Monaten (Logrank p = 0,0063). Die mediane Überlebenszeit betrug 7,34 und

5,66 Monate für TMZ bzw. Procarbazin (Logrank p = 0,33). Der Anteil

überlebender Patienten war nach 6 Monaten in der TMZ-Gruppe signifikant

größer (60%) als in der Procarbazin-Gruppe (44%) (Chi-Quadrat p = 0,019). Bei

Patienten mit vorheriger Chemotherapie zeigte sich ein therapeutischer Nutzen

bei Patienten mit einem KPS ≥80.

Die Werte für die Zeit bis zur Verschlechterung des neurologischen Status

fielen für TMZ günstiger aus als für Procarbazin. Dies war auch der Fall bei den

Werten für die Zeit bis zur Verschlechterung des Allgemeinzustandes (Abfall auf

einen KPS-Wert unter 70 oder Abfall um mindestens 30 Punkte). Die medianen

Zeiten bis zur Progression sind für diese Endpunkte bei TMZ um 0,7 bis 2,1

Monate länger als bei Procarbazin (Logrank p = <0,01 bis 0,03).

Rezidivierendes anaplastisches Astrozytom

In einer multizentrischen prospektiven Phase-II-Studie zur Ermittlung der

Sicherheit und Wirksamkeit von oral angewendetem TMZ bei der Behandlung

von Patienten mit anaplastischem Astrozytom nach erstem Rezidiv betrug das

PFS nach 6 Monaten 46%. Das mediane PFS lag bei 5,4 Monaten. Die

mediane Gesamtüberlebensdauer war 14,6 Monate. Für die ITT (intent-to-

treat)-Population mit n = 162 betrug nach Einschätzung eines zentralen

Gutachtens die Ansprechrate 35% (13 CR und 43 PR). Bei 43 Patienten wurde

über einen stabilen Krankheitszustand berichtet. Die 6-monatige ereignisfreie

Überlebensrate für die ITT-Gruppe betrug 44% mit einer medianen

ereignisfreien Überlebenszeit von 4,6 Monaten, was im selben Bereich liegt wie

die Ergebnisse für das progressionsfreie Überleben. Für die auf Grundlage der

Histologie auswertbare Patientengruppe waren die Ergebnisse hinsichtlich der

Wirksamkeit ähnlich. Ein radiologisch gesichertes, objektives Ansprechen oder

eine Aufrechterhaltung des progressionsfreien Zustandes war eng mit einer

Aufrechterhaltung oder einer Verbesserung der Lebensqualität assoziiert.

Kinder und Jugendliche

Oral appliziertes TMZ wurde in pädiatrischen Patienten (3 - 18 Jahre) mit

rezidivierendem Hirnstammgliom oder rezidivierendem, hochgradigem

Astrozytom studiert. Das Behandlungsschema bestand aus einer täglichen

Gabe über 5 Tage alle 28 Tage. Die Verträglichkeit von TMZ war ähnlich wie

bei Erwachsenen.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

TMZ wird spontan bei physiologischem pH vornehmlich zum aktiven

Metaboliten 3-Methyl-(triazen-1-yl)imidazol-4-carboxamid (MTIC) hydrolysiert.

MTIC hydrolysiert spontan zu 5-Amino-imidazol-4-carboxamid (AIC), einem

bekannten Zwischenprodukt in der Purin- und Nukleinsäurebiosynthese, und zu

Methylhydrazin, von dem angenommen wird, dass es sich um eine aktive

alkylierende Substanz handelt. Die Zytotoxizität von MTIC wird hauptsächlich

auf die Alkylierung der DNA an den Positionen O

und N

des Guanins

zurückgeführt. In Bezug auf die AUC von TMZ beträgt die Exposition gegenüber

MTIC und AIC ~ 2,4% und 23%. In vivo entsprach die t

von MTIC der von

TMZ, 1,8 h.

Resorption

Nach oraler Anwendung bei erwachsenen Patienten wird TMZ schnell resorbiert

und erreicht bereits 20 Minuten nach Applikation der Dosis

Maximalkonzentrationen (die mittleren Zeiten betragen zwischen 0,5 und 1,5

Stunden). Nach oraler Applikation von

C-markiertem TMZ betrug die mittlere

fäkale Exkretion von

C über 7 Tage 0,8% der verabreichten Dosis, was auf

eine vollständige Resorption hinweist.

Verteilung

TMZ weist eine niedrige Eiweißbindung auf (10 – 20%), daher wird eine

Wechselwirkung mit Stoffen, die eine starke Eiweißbindung eingehen, nicht

erwartet.

PET-Studien am Menschen und präklinischen Daten zufolge passiert TMZ

schnell die Blut-Hirn-Schranke und liegt in der Zerebrospinalflüssigkeit (CSF)

vor. Die Penetration in die CSF wurde bei einem Patienten bestätigt; Die CSF-

Exposition, basierend auf der AUC von TMZ, war annähernd 30% der

Plasmakonzentration, was den Daten bei Tierversuchen entspricht.

Elimination

Die Halbwertszeit (t

) im Plasma beträgt annähernd 1,8 Stunden. Die

Eliminierung verläuft überwiegend renal. Nach oraler Anwendung können

ungefähr 5 - 10% der Dosis im Verlauf von 24 Stunden unverändert im Urin

nachgewiesen werden; der verbleibende Anteil wird als Temozolomidsäure, 5-

Aminoimidazol-4-carboxamid (AIC) oder nicht identifizierte polare Metaboliten

ausgeschieden.

Die Plasmakonzentrationen steigen dosisabhängig an. Plasmaclearance,

Verteilungsvolumen und Halbwertszeit sind dosisunabhängig.

Spezielle Populationen

Die Auswertung der Populationspharmakokinetik von TMZ ergab, dass die

Plasmaclearance von TMZ unabhängig ist von Lebensalter, Nierenfunktion oder

Raucherstatus. In einer separaten pharmakokinetischen Studie waren die

pharmakokinetischen Plasmaprofile bei Patienten mit geringer bis

mäßiggradiger Leberfunktionsstörung ähnlich wie bei Patienten mit normaler

Leberfunktion.

Pädiatrische Patienten weisen eine höhere AUC als Erwachsene auf; die

tolerierte Höchstdosis (MTD) betrug jedoch bei Kindern ebenso wie bei

Erwachsenen 1.000 mg/m² pro Zyklus.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Einzelzyklus-Toxizitätsstudien (Anwendung über 5 Tage, therapiefreier

Zeitraum von 23 Tagen) sowie 3- und 6-zyklische Toxizitätsstudien wurden bei

Ratten und Hunden durchgeführt. Die primären Zielorgane für Toxizität waren

das Knochenmark, das lymphoretikuläre System, die Hoden und der

Gastrointestinaltrakt; und bei höheren Dosierungen, die bei 60% - 100% der

getesteten Ratten und Hunde tödlich waren, trat eine Degeneration der

Netzhaut auf. Die meisten Intoxikationserscheinungen bildeten sich zurück mit

Ausnahme der Nebenwirkungen auf die männliche Reproduktionsfähigkeit und

die Degeneration der Netzhaut. Da jedoch die Dosen, die eine Degeneration

der Netzhaut verursachten, im letalen Dosis-Bereich lagen und keine

vergleichbaren Auswirkungen bei klinischen Studien beobachtet wurden, wird

eine klinische Relevanz dieser Befunde nicht erwogen.

TMZ ist ein embryotoxisches, teratogenes und gentoxisches Alkylans. TMZ

weist bei der Ratte und beim Hund eine höhere Toxizität auf als beim

Menschen, und die klinische Dosierung entspricht annähernd der minimalen

letalen Dosis bei Ratten und Hunden. Eine dosisabhängige Verminderung der

Leukozyten- und Thrombozytenzahl scheint ein empfindlicher Indikator für

Toxizität zu sein. Eine Vielzahl an Neoplasmen, einschließlich

Mammakarzinom, Keratoakanthom der Haut sowie Basalzelladenom wurden in

der Studie mit 6 Therapiezyklen bei Ratten beobachtet, während keine Tumore

oder präneoplastischen Veränderungen in der Studie mit Hunden beschrieben

wurden. Ratten scheinen besonders empfindlich auf die onkogene Wirkung des

TMZ zu reagieren, mit dem Auftreten erster Tumore innerhalb von 3 Monaten

nach Therapiebeginn. Diese Latenzzeit ist selbst für ein Alkylans sehr kurz.

Die Ergebnisse des Ames/Salmonella-Tests sowie des

Chromosomenaberrationstests an Humanlymphozyten aus dem Peripherblut

(HPBL) zeigten einen positiven mutagenen Effekt.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

TEMOZO-cell

®

5 mg Hartkapseln

Kapselinhalt:

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)

Lactose

Hochdisperses Siliciumdioxid

Stearinsäure (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Weinsäure (Ph.Eur.)

Kapselhülle:

Gelatine

Propylenglycol

Schellack

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Indigocarmin, Aluminiumsalz (E 132)

Titandioxid (E 171)

TEMOZO-cell

®

20 mg Hartkapseln

Kapselinhalt:

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)

Lactose

Hochdisperses Siliciumdioxid

Stearinsäure (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Weinsäure (Ph.Eur.)

Kapselhülle:

Gelatine

Propylenglycol

Schellack

Gelborange S, Aluminiumsalz (E110)

Titandioxid (E 171)

TEMOZO-cell

®

100 mg Hartkapseln

Kapselinhalt:

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)

Lactose

Hochdisperses Siliciumdioxid

Stearinsäure (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Weinsäure (Ph.Eur.)

Kapselhülle:

Gelatine

Propylenglycol

Schellack

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E172)

Eisen(III)-oxid (E172)

Titandioxid (E 171)

TEMOZO-cell

®

140 mg Hartkapseln

Kapselinhalt:

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)

Lactose

Hochdisperses Siliciumdioxid

Stearinsäure (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Weinsäure (Ph.Eur.)

Kapselhülle:

Gelatine

Propylenglycol

Schellack

Indigocarmin, Aluminiumsalz (E 132)

Titandioxid (E 171)

TEMOZO-cell

®

180 mg Hartkapseln

Kapselinhalt:

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)

Lactose

Hochdisperses Siliciumdioxid

Stearinsäure (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Weinsäure (Ph.Eur.)

Kapselhülle:

Gelatine

Propylenglycol

Schellack

Eisen(III)-oxid (E172)

Titandioxid (E 171)

TEMOZO-cell

®

250 mg Hartkapseln

Kapselinhalt:

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)

Lactose

Hochdisperses Siliciumdioxid

Stearinsäure (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Weinsäure (Ph.Eur.)

Kapselhülle:

Gelatine

Propylenglycol

Schellack

Eisen(II, III)-oxid (E172)

Titandioxid (E 171)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Die Flaschen fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu

schützen. Nicht über +30 °C lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Braunglasflaschen mit kindergesichertem Schraubdeckel aus weißem

Polypropylen mit Induktionsversiegelung aus Polyethylen.

Originalpackung mit 5 und 20 Kapseln.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige

Hinweise zur Handhabung

Die Kapseln dürfen nicht geöffnet werden. Bei Beschädigung einer Kapsel darf

der Pulverinhalt nicht mit der Haut oder den Schleimhäuten in Berührung

gebracht werden. Falls TEMOZO-cell

mit der Haut oder Schleimhaut in

Kontakt kommt, muss es sofort gründlich mit Wasser und Seife abgewaschen

werden.

Die Patienten sind anzuweisen, die Kapseln für Kinder unzugänglich

aufzubewahren, vorzugsweise in einem abschließbaren Schrank. Eine

unbeabsichtigte Einnahme kann für Kinder tödlich sein.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den

nationalen Anforderungen zu entsorgen.

Schwangere Mitarbeiterinnen sind vom Umgang mit diesem Arzneimittel

auszuschließen.

7. Inhaber der Zulassung

STADAPHARM GmbH

Stadastraße 2–18

61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0

Telefax: 06101 603-3888

Mitvertrieb

ALIUD PHARMA

GmbH

Gottlieb-Daimler-Straße 19

D-89150 Laichingen

info@aliud.de

8. Zulassungsnummern

77589.00.00

77590.00.00

77591.00.00

77592.00.00

77593.00.00

77594.00.00

9. Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung

Datum der Erteilung der Zulassung: 30. März 2010

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 12. Februar 2015

10. Stand der Information

Juli 2019

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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