Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg Filmtablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Tamoxifencitrat
Verfügbar ab:
D.A.V.I.D. Pharma GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
tamoxifen citrate
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Tamoxifencitrat 15.2mg
Berechtigungsstatus:
ungültig [HIST]
Zulassungsnummer:
10814.00.00

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg, Filmtabletten

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen

Angaben

Liebe Patientin!

Bitte lesen Sie folgende Gebrauchsinformation aufmerksam,

weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie

bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollen.

Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Gebrauchsinformation

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg

Filmtabletten 10 mg

Wirkstoff:

Tamoxifen

Zusammensetzung

Arzneilich wirksame Bestandteile:

1 Filmtablette enthält 15,2 mg Tamoxifencitrat

(entsprechend 10 mg Tamoxifen)

Sonstige Bestandteile:

Mikrokristalline Cellulose, Hypromellose, Lactose-

Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph. Eur.),

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.),

Macrogol 4000, Povidon K25, Titandioxid.

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Darreichungsform und Inhalt

Originalpackung mit 30 (N1) und 100 (N3) Filmtabletten

Antitumormittel

Pharmazeutischer Unternehmer:

D.A.V.I.D. Pharma GmbH

Fattinger Straße 38

94034 Passau

Telefon 0851 501978-0

Telefax 0851 501978-21

Hersteller:

Rottendorf Pharma GmbH

Ostenfelder Straße 51-61

59320 Ennigerloh

Anwendungsgebiete

Unterstützende Therapie nach Erstbehandlung eines

Brustdrüsentumors (Mammakarzinom).

Zur Behandlung von Tochtergeschwülsten eines Brust-

drüsentumors (Mammakarzinom).

Gegenanzeigen

Wann dürfen Sie Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg nicht einnehmen?

Sie dürfen Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg nicht einnehmen

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während der Schwangerschaft.

bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber

Tamoxifencitrat oder einem der sonstigen Bestandteile

des Arzneimittels

Wann dürfen Sie Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg erst nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen?

Im folgenden wird beschrieben, wann Sie Tamoxifen.d.a.v.i.d

10 mg nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit

besonderer Vorsicht einnehmen dürfen. Befragen Sie hierzu

bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei

Ihnen früher einmal zutrafen.

Bei starker Verminderung der Blutplättchen und

weißen Blutkörperchen sowie Erhöhung des Kalziumgehaltes

im Blut sollte Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg nur unter

strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses

eingenommen werden. Falls Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg

unter diesen Umständen verordnet wird, ist eine

besonders sorgfältige ärztliche Überwachung

erforderlich.

Was muss in Schwangerschaft und Stillzeit beachtet werden?

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg darf nicht während der

Schwangerschaft verabreicht werden. Daher sollte die

Möglichkeit einer Schwangerschaft vor Behandlungsbeginn

ausgeschlossen werden. Frauen im gebärfähigen Alter sollten

während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode

anwenden.

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg bewirkt beim Menschen eine

verminderte Milchproduktion. Diese setzt auch nach Absetzen

der Therapie nicht wieder ein. Stillen ist deshalb während

der Therapie nicht möglich. Es ist entweder das Stillen zu

unterlassen oder Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg für die Dauer

der Stillperiode nicht einzusetzen.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und

Warnhinweise

Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?

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Regelmäßige Kontrollen des Blutbildes, der Leberfunktion

und des Kalziumgehaltes im Blut sind erforderlich.

Die Ursache von Blutungen nach den Wechseljahren und von

unregelmäßigen Blutungen vor den Wechseljahren sollte

umgehend geklärt werden.

Wenn Sie Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg erhalten, besprechen Sie

die Notwendigkeit einer jährlichen gynäkologischen

Untersuchung zur Feststellung von Veränderungen der

Gebärmutterschleimhaut oder sonstiger

Kontrolluntersuchungen mit Ihrem Arzt.

Zu Beginn der Behandlung mit Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg

sollte eine augenärztliche Untersuchung erfolgen.

Treten unter der Behandlung mit Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg

Veränderungen der Sehkraft auf, so ist eine augenärztliche

Untersuchung dringend vorzunehmen, da sich manche im

Frühstadium erkannte Veränderungen nach dem Absetzen der

Therapie zurückbilden.

Einzelfälle von ausgeprägten Blutfettstoffwechselstörungen

(Hypertriglyceridämie) bei Tamoxifen-Einnahme sind bekannt.

Meist lag eine Fettstoffwechselstörung zugrunde. Eine

Kontrolle der Triglyceride im Serum kann sinnvoll sein.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg?

Während der Behandlung mit Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg

sollten keine Hormonpräparate, insbesondere keine

estrogenhaltigen (zum Beispiel "die Pille") eingenommen

werden, da eine gegenseitige Wirkungsminderung möglich ist.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden

Arzneimitteln kann deren Wirkung verstärkt werden. Aufgrund

der hierdurch erhöhten Blutungsneigung sollten Labortermine

sehr sorgfältig eingehalten werden.

Tamoxifen und seine Abbauprodukte können Stoffwechselenzyme

in der Leber hemmen. Der Einfluss von Tamoxifen auf den

Stoffwechsel und die Ausscheidung von anderen

Antitumormitteln (z.B. Cyclophosphamid), die durch diese

Enzyme aktiviert werden, ist nicht bekannt.

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg sollte daher nicht zusammen mit

einem der o. g. Stoffe eingenommen werden, ohne dass der

Arzt ausdrücklich die Anweisung gegeben hat.

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Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem

angewandte Arzneimittel gelten können.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg nicht anders verordnet hat. Bitte

halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg sonst nicht richtig wirken kann!

Wie viel und wie oft sollten Sie Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg

einnehmen?

Im allgemeinen liegt die Dosierung zwischen 20 mg und 40 mg

Tamoxifen täglich.

In der Regel ist die Dosis von 20 mg ausreichend wirksam.

Wie und wann sollten Sie Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg

einnehmen?

Nehmen Sie Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg Filmtabletten

unzerkaut mit etwas Flüssigkeit zu den Mahlzeiten ein.

Wie lange sollten Sie Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg einnehmen?

Die Behandlung mit Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg erfolgt in der

Regel über einen langen Zeitraum.

Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde

Arzt. Zur unterstützenden (adjuvanten) Behandlung des

frühen Mammakarzinoms wird zurzeit eine Behandlungsdauer

von mindestens 5 Jahren empfohlen. Die optimale Dauer der

Tamoxifen-Therapie bleibt weiterhin zu untersuchen.

Überdosierung und andere Anwendungsfehler

Was ist zu tun, wenn Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg in zu großen

Mengen eingenommen wurde (beabsichtigte oder versehentliche

Überdosierung)?

Über Überdosierung beim Menschen ist wenig bekannt. Beim 6-

12fachen der empfohlenen Dosierung (160 mg/m

tgl.) kam es

zu EKG-Veränderungen (Verlängerung der QT-Zeit) und bei

noch höherer Dosis (300 mg/m

tgl.) zu Nervenstörungen mit

Zittern, Gangunsicherheit und Schwindel.

Bei einer Überdosierung von Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg ist

theoretisch mit einer Verstärkung der Nebenwirkungen

(antiestrogene und, wie aus Überdosierungsversuchen an

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Tieren zu schließen ist, auch estrogene Nebenwirkungen) zu

rechnen.

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Tamoxifen.d.a.v.i.d

10 mg benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Dieser kann

entsprechend der Schwere einer Vergiftung über die

gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Ein

spezielles Gegenmittel (Antidot) steht nicht zur Verfügung.

Es sind deshalb die üblichen Allgemeinmaßnahmen

(symptomatische Behandlung) einzuleiten.

Was müssen Sie beachten, wenn Sie zuwenig

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg ein

genommen oder die Einnahme

vergessen haben?

Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, sollten Sie

die Einnahme von Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg, wie in der

Dosierungsanleitung beschrieben, ohne Zusatzeinnahme

fortführen.

Sprechen Sie jedoch mit Ihrem Arzt, insbesondere für den

Fall, dass Sie mehrere Einnahmen vergessen haben sollten.

Ihr Arzt wird dann entscheiden, wie bei der weiteren

Einnahme vorzugehen ist.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg auftreten?

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende

Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig:

Mehr als 1 von 100

Behandelten

Gelegentlich:

mehr als 1 von 1000

Behandelten

Selten:

Mehr als 1 von 10.000

Behandelten

Sehr selten:

1 oder weniger von 10.000 Behandelten einschließlich

Einzelfälle

Allgemein

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Hitzewallungen treten sehr häufig auf, sie sind zum Teil

auf die antiestrogene Wirkung des Tamoxifens

zurückzuführen.

Häufig ist das Ansprechen auf Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg

zunächst von Knochenschmerzen und Schmerzen im Bereich des

erkrankten Gewebes begleitet.

Blutbildendes System

Eine vorübergehende Verminderung der roten und weißen

Blutkörperchen und der Blutplättchen kann auftreten. Sehr

selten kam es zu Blutbildveränderungen schweren Ausmaßes.

Stoffwechselstörungen

Flüssigkeitsanreicherung im Gewebe wird häufig beobachtet.

Tamoxifen kann häufig zu einem Anstieg der Triglyceride im

Serum führen, sehr selten auch zu einer ausgeprägten

Erhöhung, z.T. mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung

einhergehend. Bei Patientinnen mit Tochtergeschwülsten in

den Knochen (Knochenmetastasen) wurde gelegentlich eine

Erhöhung des Kalziumgehaltes im Serum beobachtet, vor allem

zu Beginn der Therapie.

Nervensystem

Benommenheit und Kopfschmerzen können auftreten.

Augenveränderungen

Häufig treten Sehstörungen durch Trübungen von Augenlinse

oder Hornhaut und/oder Netzhautveränderungen auf, die nur

z.T. rückbildungsfähig sind. Bei langer Tamoxifeneinnahme

kommt es häufiger zu Linsentrübungen.

Gefäßsystem

Häufig können Blutgerinnsel in den Venen (Thrombose)

entstehen, in deren Folge es zur Minderdurchblutung von

Organen kommen kann (Embolie, z.B. Lungenembolie). Die

Häufigkeit von Thrombosen und Embolien ist bei

gleichzeitiger Chemotherapie erhöht.

Atmungsorgane

Sehr selten wurde über interstitielle Pneumonitis

berichtet.

Verdauungstrakt

Übelkeit kann häufig und Erbrechen gelegentlich vorkommen.

Veränderungen der Leberenzymwerte und Entwicklung einer

Fettleber wurden beobachtet. Selten wurden Störungen des

Galleabflusses, Leberentzündung und Gelbsucht beobachtet.

In einem Fall wurde über eine hochgradige Verminderung der

weißen Blutkörperchen mit ausgeprägtem Zerfall von

Leberzellen berichtet.

Haut und Hautanhangsorgane

Selten treten Überempfindlichkeitsreaktionen,

einschließlich Gewebeschwellung (angioneurotisches Ödem)

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auf. Hautausschlag wurde beobachtet, sehr selten als

Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom oder bullöser

Pemphigus. Haarausfall kann häufig vorkommen.

Geschlechtsorgane

Über Juckreiz im Genitalbereich wird häufig und über

Ausfluss aus der Scheide sehr häufig berichtet.

Blutungen aus der Scheide und Myome der Gebärmutter, Zysten

an den Eierstöcken können auftreten. Bei Patientinnen vor

den Wechseljahren kommt es sehr häufig zu

Unregelmäßigkeiten bei der monatlichen Regelblutung bis hin

zur völligen Unterdrückung.

Unter der Behandlung mit Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg können

vermehrt Wucherungen, Polypen und bösartige Tumore der

Gebärmutterschleimhaut auftreten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in

dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese

bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu er

greifen?

Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich

beobachten, soll Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg nicht nochmals

eingenommen werden. Benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit

er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche

weitere Maßnahmen entscheiden kann.

Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arznei-

mittels

Das Verfallsdatum dieses Arzneimittels ist auf der Packung

aufgedruckt. Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht mehr

nach diesem Datum!

Stand der Information

September 2003

de_10814_00_00_pil.rtf

Liebe Patientin!

Ihr Arzt hat Ihnen in Ihrer schweren Krankheit

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg verordnet als

unterstützendes Medikament für Ihre Genesungs-

Therapie. Vertrauen Sie Ihrem Arzt und verlieren

Sie nicht den Mut! Denken Sie an den kleinen

David, der mit Gottvertrauen und ohne Angst mit

einer kleinen Schleuder ein ganz großes Problem

angegangen ist

de_10814_00_00_pil.rtf

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg, Filmtabletten

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen

Angaben

Fachinformation

FD1.

Bezeichnung des Arzneimittels

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg

Wirkstoff: Tamoxifen

FF2.

Verschreibungsstatus/Apothekenpflicht

Verschreibungspflichtig

FG3.

Zusammensetzung des Arzneimittels

FH3.1

Stoff- oder Indikationsgruppe

Antiöstrogen

FJ3.2

Arzneilich wirksame Bestandteile

1 Tablette enthält 15,2 mg Tamoxifencitrat

(entsprechend 10 mg Tamoxifen)

FK3.3.

Sonstige Bestandteile

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Mikrokristalline Cellulose, Hypromellose, Lactose-

Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph. Eur.),

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.),

Macrogol 4000, Povidon K25, Titandioxid.

FM4.

Anwendungsgebiete

Unterstützende Therapie nach Erstbehandlung eines

Brustdrüsentumors (Mammakarzinom)

Zur Behandlung von Tochtergeschwülsten eines

Brustdrüsentumors (Mammakarzinom)

FN5.

Gegenanzeigen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Tamoxifencitrat oder

einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.

Schwere Thrombozytopenie, Leukozytopenie oder Hyper-

kalzämie. In diesen Fällen ist eine individuelle Nutzen-

Risiko-Abwägung erforderlich und bei Verordnung eine

besonders sorgfältige ärztliche Überwachung.

Kinder dürfen nicht mit Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg behandelt

werden.

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit:

-------------------------------------------

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen beim Menschen mit

der Anwendung von Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg in der

Schwangerschaft und Stillzeit vor. Tierexperimentelle

Studien habe eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe

13.2).

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg darf nicht während der

Schwangerschaft verabreicht werden. Daher sollte die

Möglichkeit einer Schwangerschaft vor Behandlungsbeginn

ausgeschlossen werden. Während der Behandlung sollte eine

sichere Antikonzeption gewährleistet sein.

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg bewirkt beim Menschen in einer

Dosis von 20 mg bid. eine Laktationshemmung. Die

Milchproduktion setzt auch nach Absetzen der Therapie nicht

wieder ein. Stillen ist deshalb während der Therapie nicht

möglich. Es ist entweder das Stillen zu unterlassen oder

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg für die Dauer der Stillperiode

nicht einzusetzen.

FO6.

Nebenwirkungen

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Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende

Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufig:

10 %

häufig:

1 % - < 10 %

gelegentlich

0,1 % - < 1 %

selten:

0,01 % - < 0,1 %

sehr selten:

< 0,01 % einschließlich Einzelfällen

Allgemein:

Hitzewallungen treten sehr häufig auf, sie sind zum Teil

auf die antiöstrogene Wirkung des Tamoxifens

zurückzuführen.

Häufig ist das Ansprechen auf Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg

zunächst von Knochenschmerzen und Schmerzen im Bereich des

erkrankten Gewebes begleitet.

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Veränderungen des Blutbildes wie vorübergehende Anämie,

Neutropenie und vorübergehende Thrombozytopenie meist mit

Werten von 80 000 bis 90 000/µl, gelegentlich auch

darunter, können auftreten. Sehr selten kam es zu schweren

Neutropenien und Panzytopenien.

Endokrine Störungen

Bei Patientinnen mit Knochenmetastasen wurde in

gelegentlich eine Hyperkalzämie beobachtet, vor allem zu

Beginn der Therapie.

Stoffwechselstörungen

Flüssigkeitsretention wird häufig beobachtet.

Tamoxifen kann häufig zum Anstieg der Serum-Triglyceride

führen, sehr selten auch zu schweren Hypertriglyceridämien,

z.T. mit einer Pankreatitis einhergehend.

Störungen des Nervensystems

Benommenheit und Kopfschmerzen können auftreten.

Störungen der Augen

Häufig treten Sehstörungen durch Katarakte, Corneatrübungen

und/oder Retinopathien auf, die nur z.T. reversibel sind.

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Das Risiko für Katarakte steigt mit der Dauer der

Tamoxifeneinnahme.

Störungen der Gefäße

Häufig können Thrombosen und Embolien, aufgetreten. Die

Häufigkeit von venösen Thromboembolien ist bei

gleichzeitiger Chemotherapie erhöht.

Störungen der Atmungsorgane

Sehr selten wurde über interstitielle Pneumonitis

berichtet.

Störungen des Verdauungstrakts

Übelkeit kann häufig und Erbrechen gelegentlich vorkommen.

Störungen der Leber und der Galle

Änderungen der Leberenzymwerte und Entwicklung einer

Fettleber wurden beobachtet. Selten kam es zu Cholestase,

Hepatitis und Ikterus. In einem Fall wurde über

Agranulozytose mit Leberzellnekrose berichtet.

Störungen der Haut und des Bindegewebes

Selten kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen,

einschließlich eines angioneurotischen Ödems.

Hautausschlag wurde beobachtet, sehr selten als Erythema

multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom oder bullöser

Pemphigus. Alopezie kann häufig auftreten.

Störungen der Fortpflanzungsorgane

Sehr häufig wird über Fluor vaginalis und häufig über

Pruritus vulvae berichtet. Vaginale Blutungen, Myome des

Uterus und Ovarialzysten können auftreten.

Bei Patientinnen in der Prämenopause kommt es sehr häufig

zu Zyklusveränderungen bis hin zur völligen Unterdrückung

der Menstruation.

Unter einer Therapie mit Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg können

vermehrt proliferative Veränderungen am Endometrium in Form

von Endometriumhyperplasie, Endometriumpolypen und

Endometriummalignomen auftreten. Aktuellen Erkenntnissen

zufolge steigt mit zunehmender Dauer einer Behandlung mit

Tamoxifen das Risiko eines Endometriumkarzinoms auf das 2

bis 4 -fache gegenüber nicht mit Tamoxifen therapierten

Frauen an.

FP7.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln

Während der Behandlung mit Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg

sollten keine Hormonpräparate, insbesondere keine

östrogenhaltigen (zum Beispiel "die Pille") eingenommen

werden, da eine gegenseitige Wirkungsminderung möglich ist.

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Zusammen mit Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg sollten keine

Thrombozytenaggregationshemmer verabreicht werden, um die

Blutungsgefahr während einer möglichen thrombozytopenischen

Phase nicht zu erhöhen.

Bei gemeinsamer Gabe von Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg und

Antikoagulantien vom Cumarin-Typ kann es zu einer

Veränderung der Gerinnungsverhältnisse kommen (Verlängerung

der Prothrombinzeit). Die gleichzeitige Verabreichung

beider Medikamente erfordert daher eine sorgfältige

Überwachung des Gerinnungsstatus (vor allem bei

Behandlungsbeginn).

Tamoxifen und seine Hauptmetaboliten sind potente

Inhibitoren von Oxidasen des Cytochrom-P-450 Systems. Der

Effekt von Tamoxifen auf den Metabolismus und die Exkretion

anderer zytotoxischer Arzneimittel, die wie u.a.

Cyclophosphamid durch diese Enzyme aktiviert werden, ist

nicht bekannt.

FQ8.

Warnhinweise

Wegen des erhöhten Risikos für das Auftreten von

Endometriummalignomen durch Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg

sollten bei vaginalen Blutungen in der Postmenopause und

irregulären Blutungen in der Prämenopause die Ursachen

umgehend geklärt werden.

Nicht hysterektomierte Patientinnen sollten jährlich

gynäkologisch im Hinblick auf Endometriumveränderungen

untersucht werden. Bei Patientinnen mit Tumormetastasen

sollte der Arzt über die Häufigkeit der Untersuchungen

entscheiden.

Zu Beginn der Therapie mit Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg sollte

eine augenärztliche Untersuchung erfolgen.

Treten unter der Behandlung mit Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg

Veränderungen der Sehkraft auf, so ist eine augenärztliche

Untersuchung dringend vorzunehmen, da sich manche im

Frühstadium erkannte Veränderungen nach dem Absetzen der

Therapie zurückbilden.

FR9.

Wichtigste Inkompatibilitäten

Bisher nicht bekannt.

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FS10.

Dosierung mit Einzel- und Tagesgaben

Im allgemeinen liegt die Dosierung zwischen 20 - 40 mg

Tamoxifen täglich. In der Regel ist die Dosis von 20 mg

ausreichend wirksam.

FT11.

Art und Dauer der Anwendung

Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg Filmtabletten sind unzerkaut mit

etwas Flüssigkeit zu den Mahlzeiten einzunehmen.

Die Behandlung mit Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg ist in der

Regel eine Langzeittherapie und sollte durch onkologisch

erfahrene Ärzte erfolgen.

In der adjuvanten Behandlung des frühen hormonrezeptor-

positiven Mammakarzinoms wird zurzeit eine Behandlungsdauer

von mindestens 5 Jahren empfohlen. Die optimale Dauer der

Tamoxifen-Therapie bleibt weiterhin zu untersuchen.

FU12.

Notfallmaßnahmen, Symptome und Gegenmittel

Symptome einer Überdosierung

----------------------------

Über Überdosierung beim Menschen ist wenig bekannt. Bei

Dosierungen von 160 mg/m

tgl. und darüber traten EKG-

Veränderungen (Verlängerung der QT-Zeit)und bei 300 mg/m

tgl. Neurotoxizität (Tremor, Hyperreflexie,

Gangunsicherheit und Schwindel) auf.

Bei Überdosierung ist theoretisch mit einer Verstärkung

antiöstrogener Nebenwirkungen zu rechnen.

Tierexperimentelle Untersuchungen mit extremer

Überdosierung (100 - 200fache therapeutische Dosis)

lassen den Schluss zu, dass auch östrogene Wirkungen

möglich sind.

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

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-----------------------------------

Ein spezifisches Antidot steht nicht zur Verfügung. Es

ist deshalb eine symptomatische Behandlung einzuleiten.

FV13.

Pharmakologische und toxikologische Eigenschaften,

Pharmakokinetik, Bioverfügbarkeit, soweit diese Angaben für

die therapeutische Verwendung erforderlich sind

FW13.1

Pharmakologische Eigenschaften

Tamoxifen hemmt kompetitiv die Bindung von Östrogenen an

zytoplasmatische Hormonrezeptoren. Infolgedessen kommt es

zu einer Abnahme der Zellteilung in östrogenabhängigen

Geweben. Beim metastasierenden Mammakarzinom tritt in ca.

50-60 % der Fälle eine vollständige oder teilweise

Remission vor allem von Weichteil- und Knochenmetastasen

ein, wenn das Vorhandensein von Östrogenrezeptoren im

Tumorgewebe nachgewiesen wurde. Bei negativem

Hormonrezeptorstatus, insbesondere der Metastasen werden

nur in ca. 10 % objektive Remissionen beobachtet.

Bei Frauen mit östrogenrezeptor-positiven Tumoren oder

Tumoren mit unbekanntem Rezeptorstatus, wurden bei

adjuvanter Tamoxifentherapie signifikant weniger Rezidive

und eine erhöhte 10-Jahres-Überlebensrate nachgewiesen,

wobei mit einer 5-jährigen Behandlung ein erheblich

größerer Effekt erzielt wurde als bei einer

Behandlungsdauer von 1 oder 2 Jahren. Es zeichnet sich ab,

dass dieser Nutzen unabhängig vom Alter und

Menopausenstatus sowie von der Tamoxifendosis und einer

zusätzlichen Chemotherapie ist.

FX13.2

Toxikologische Eigenschaften

Akute Toxizität (LD

de_10814_00_00_spc.rtf

Die akute Toxizität von Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg wurde an

Mäusen und Ratten geprüft. Die LD

oral betrug 3 und

2,5 g/kg KG, die LD

i.v. jeweils ca. 62,5 mg/kg KG.

Chronische Toxizität

Versuche zur chronischen Toxizität wurden bei Ratten und

Mäusen bis zu einer Dauer von 15 Monaten durchgeführt.

Die Tierspezies zeigten histopathologische Veränderungen

an den Fortpflanzungsorganen, die sich durch die

pharmakologischen Eigenschaften von Tamoxifen.d.a.v.i.d

10 mg erklären ließen und in der Regel reversibel waren.

Außerdem wurde das Auftreten von Katarakten beobachtet.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Untersuchungen in unterschiedlichen In-vivo- und In-

vitro-Systemen belegen, dass Tamoxifen.d.a.v.i.d 10 mg

nach hepatischer Aktivierung ein genotoxisches Potential

besitzt.

In Langzeitstudien wurden Lebertumoren bei Ratten und

Gonadentumoren bei Mäusen beobachtet. Die klinische

Bedeutung dieser Befunde ist unklar. Aus klinischen

Berichten liegen Hinweise auf ein erhöhtes Risiko der

Ausbildung von Tumoren des Endometriums vor.

Reproduktionstoxizität

Tamoxifen verhindert in niedrigen Konzentrationen die

Implantation und führt in Dosierungen oberhalb von

2 mg/kg/Tag zu Aborten. Embryotoxizitätsstudien an

mehreren Tierspezies haben keine Hinweise auf teratogene

Effekte ergeben, embryoletale Wirkungen traten bei

Kaninchen ab einer Dosis von 0,5 mg/ kg/Tag auf.

Die intra-uterine Exposition von Mäusen während der

Fetalentwicklung sowie die Behandlung neugeborener

Ratten und Mäuse mit Tamoxifen hat Schädigungen der

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weiblichen Reproduktionsorgane zur Folge, die im

Erwachsenenalter nachweisbar sind. Auch erwachsene

weibliche Tiere zeigen nach Langzeitbehandlung

regressive Veränderungen der Reproduktionsorgane bei

Dosierungen oberhalb von 0,05 mg/kg/Tag. Bei männlichen

Ratten sind nach Kurz- und Langzeitbehandlung eine durch

die Hemmung der Gonadotropinsekretion in der Hypophyse

ausgelöste Reduktion des Hodengewichts und der

Spermiogenese beschrieben.

FY13.3

Pharmakokinetik

Tamoxifen wird gut resorbiert. Die maximalen Serumspiegel

werden 4 bis 7 Stunden nach oraler Aufnahme erreicht. Mit

98 % ist die Plasmaeiweißbindung hoch.

Die terminale

Plasmahalbwertszeit beträgt im Mittel 7 Tage. Tamoxifen

wird in beträchtlichem Ausmaß metabolisiert. Der

Hauptmetabolit im Serum, N-Desmethyltamoxifen, und weitere

Metaboliten besitzen nahezu gleiche antiöstrogene

Eigenschaften wie die Muttersubstanz. Tamoxifen und seine

Metaboliten akkumulieren in Leber, Lunge, Gehirn,

Bauchspeicheldrüse, Haut und Knochen. Aufgrund eines

ausgeprägten enterohepatischen Kreislaufes kumuliert

Tamoxifen bei chronischer Therapie im Serum. Bei einer

Dosierung von 20 - 40 mg/Tag wird frühestens nach 4 Wochen

ein steady state erreicht.

Die Ausscheidung erfolgt vorwiegend mit dem Stuhl in Form

von verschiedenen Metaboliten.

FZ13.4

Bioverfügbarkeit

Eine im Jahr 1996 durchgeführte Bioverfügbarkeits-

untersuchung an 26 männlichen Probanden ergab nach

Verabreichung von 2 x 10 mg Tamoxifen im Vergleich zum

Referenzpräparat:

Testpräpara

Referenzpräpa

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101010

Maximale Plasma-

konzentration

32,34 ±

11,09

33,60 ± 12,13

Zeitpunkt der maximalen

Plasmakonzentration

3,65 ± 1,13

3,54 ± 0,95

Fläche unter der

Konzentrations-Zeit-Kurve

(AUC

1170,11 ±

526,26

1838,45 ±

769,17

Fläche unter der

Konzentrations-Zeit-Kurve

(AUC

0-00

2122,19 ±

752,38

2179,51 ±

894,05

Mittlere Plasmaspiegelverläufe im Vergleich zu einem

Referenzpräparat:

10109

de_10814_00_00_spc.rtf

111111

F114.

Sonstige Hinweise

Regelmäßige Kontrollen des Blutbildes, einschließlich der

Thrombozyten, der Leberfunktion und des Kalziums im Serum

sollten erfolgen.

Bei den publizierten Einzelfällen von ausgeprägter

Hypertriglyceridämie unter Tamoxifen-Behandlung lag meist

eine Fettstoffwechselstörung zugrunde. Eine Kontrolle der

Triglyceride im Serum kann sinnvoll sein.

F215.

Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit beträgt 3 Jahre.

Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des Verfallsdatums

nicht mehr angewendet werden.

F316.

Besondere Lager- und Aufbewahrungshinweise

keine

F417.

Darreichungsformen und Packungsgrößen

Originalpackung mit 30 (N1) und 100 (N3) Filmtabletten

11119

de_10814_00_00_spc.rtf

121212

F518.

Stand der Information

September 2003

F619.

Name oder Firma und Anschrift des pharmazeutischen

Unternehmers

D.A.V.I.D. Pharma GmbH

Fattinger Straße 38

94034 Passau

Telefon 0851 501978-0

Telefax 0851 501978-21

12129

de_10814_00_00_spc.rtf

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