Tamoxifen Sandoz 40 mg - Filmtabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

07-05-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

07-05-2020

Wirkstoff:
TAMOXIFENCITRAT
Verfügbar ab:
Sandoz GmbH
ATC-Code:
L02BA01
INN (Internationale Bezeichnung):
tamoxifen citrate
Einheiten im Paket:
10 Stück, Laufzeit: 60 Monate,30 Stück, Laufzeit: 60 Monate,50 Stück, Laufzeit: 60 Monate
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Tamoxifen
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-25268
Berechtigungsdatum:
2004-03-01

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Tamoxifen Sandoz 20 mg - Filmtabletten

Tamoxifen Sandoz 30 mg - Filmtabletten

Tamoxifen Sandoz 40 mg - Filmtabletten

Wirkstoff: Tamoxifen

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses

Arzneimittel

wurde

Ihnen

persönlich

verschrieben.

Geben

nicht

Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Tamoxifen Sandoz und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Tamoxifen Sandoz beachten?

Wie ist Tamoxifen Sandoz einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Tamoxifen Sandoz aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Tamoxifen Sandoz und wofür wird es angewendet?

Der Wirkstoff von Tamoxifen Sandoz heißt Tamoxifen und ist ein Antiöstrogen. Antiöstrogene sind

Substanzen, welche die

Wirkung

der Östrogene (=weibliche

Geschlechtshormone)

blockieren.

Östrogen

körpereigenes

Hormon,

bestimmte

Funktionen

des Körpers

Einfluss

nimmt, z. B. auf das Wachstum des Gewebes im Bereich der Brustdrüse. Tamoxifen Sandoz kann

nun die unerwünschte wachstumsfördernde Wirkung der Östrogenhormone auf die Zellen hemmen

o d e r

s o g a r

r ü c k g ä n g i g

machen

u n d

w i r d

d e s h a l b

z u r

b e g l e i t e n d e n

u n d

u n t e r s t ü t z e n d e n

Behandlung von Brustkrebs bei Frauen ab dem 18. Lebensjahr eingesetzt.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Tamoxifen beachten?

Tamoxifen Sandoz darf nicht eingenommen werden

wenn

allergisch

gegen

Tamoxifen

oder

einen

der in Abschnitt

6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

bei schweren Blutbildveränderungen (starke Verminderung der Blutplättchen oder Mangel an

weißen Blutkörperchen)

bei stark erhöhtem Kalziumspiegel im Blut

wenn Sie schwanger sind oder stillen

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte

sprechen

Ihrem

Arzt

oder

Apotheker,

bevor

Tamoxifen

Sandoz einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Tamoxifen Sandoz ist erforderlich bei:

Leber- und/oder Nierenerkrankungen

Zuckerkrankheit

vorangegangenen Erkrankungen mit Blutgerinnselbildung (Thrombosen, Embolien)

Augenerkrankungen

Vor Beginn der Behandlung müssen eine umfassende frauenärztliche Untersuchung (Ausschluss

einer Schwangerschaft) sowie eine allgemeine medizinische Untersuchung erfolgen. Halten Sie

sich daher bitte an die Anordnung Ihres Arztes.

W ährend

Tamoxifen Sandoz einnehmen

oder

Monate

nachdem

Einnahme

a uf g e h ö r t

h a b e n,

d ür f en

S i e

n i c h t

s c h wa n g e r

we r d e n .

E i n e

S c h wa n g er s c h af t s v e r h ü t u ng

b e i

Frauen

gebärfähigen

Alter

unbedingt

notwendig,

hormonelles

Verhütungsmittel

(die

„Pille“) ist dazu nicht geeignet. Sollte eine Schwangerschaft vermutet werden, so informieren Sie

umgehend Ihren Arzt.

Arzt

wird

regelmäßig

Blutuntersuchungen

durchführen,

Anzahl

Ihrer

Blutplättchen,

Leber- und

Nierenfunktion,

Serumkalziumwerte,

Blutzucker

sowie

Blutfettwerte

bestimmen

können.

V o r

u n d

w ä h r e n d

d e r

B e h a n d l u n g

m u s s

6 - m o n a t i g e n

A b s t ä n d e n

e i n e

u m f a s s e n d e

frauenärztliche Untersuchung durchgeführt werden.

Bei Auftreten von Blutungen aus der Scheide während und nach der Behandlung mit Tamoxifen

Sandoz informieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Frauen

Wechseljahren

kann

Monatsblutung

durch

Tamoxifen

Sandoz geringer

werden oder ganz ausbleiben.

späteren

operativen

Eingriffen

Rekonstruktion

Brust

(Wochen

Jahre

nach

er s t en

oper at iven

Eing r if f ,

wenn

I hr

eig enes

Gewebe

dann

Form ung

einer

neuen

Br us t

verwendet wird) könnte durch Tamoxifen Sandoz das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln in den

kleinen Gefäßen der Gewebelappen erhöht werden, was zu Komplikationen führen könnte.

Zu Beginn der Therapie mit Tamoxifen Sandoz sollte eine augenärztliche Untersuchung erfolgen.

Treten unter der Therapie mit Tamoxifen Sandoz Veränderungen der Sehkraft auf, informieren Sie

u mg e h e n d

I hr e n

Ar zt ,

s i c h

m a n c h e

Frü h s t a d i u m

e rk a nn t e

V er ä n d e r u ng e n

n a c h

d em

Absetzen der Therapie zurückbilden.

B e i

d e r

B e h a n d l u n g

m i t

Tamoxifen

Sandoz

w u r d e

e i n

e r h ö h t e s

A u f t r e t e n

v o n

b ö s a r t i g e n

N e u b i l d u n g e n

d e r

G e b ä r m u t t e r s c h l e i m h a u t

( E n d o m e t r i u m k a r z i n o m )

u n d

b ö s a r t i g e n

Neubildungen in der Gebärmutter (Uterussarkom, meist maligner Müller-Mischtumor) beobachtet.

P a t i e n t i n n e n

m i t

n o c h

v o r h a n d e n e r

G e b ä r m u t t e r

s o l l t e n

a u c h

w ä h r e n d

der Behandlung

m i t

Tamoxifen Sandoz jährlich gynäkologisch im Hinblick auf Gebärmutterschleimhautveränderungen

untersucht werden.

Ändern

nicht

eigenmächtig

Behandlung.

Kommen

allen

Kontrolluntersuchungen,

bzw.

gehen

allem

notwendigen

Blutuntersuchungen

eventuellen

anderen

fachärztlichen Zusatzuntersuchungen, die Ihr Arzt mit Ihnen vereinbart hat.

Anwendung

Tamoxifen

Sandoz

kann

Dopingkontrollen zu

positiven

Ergebnissen

führen.

Einnahme von Tamoxifen Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

k ü r z l i c h

a n d e r e

A r z n e i m i t t e l

e i n g e n o m m e n / a n g e w e n d e t

h a b e n

o d e r

b e a b s i c h t i g e n ,

a n d e r e

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

sollten

Ihren

Arzt

allem

dann

informieren,

wenn

eines

folgenden

Arzneimittel

einnehmen:

Paroxetin, Fluoxetin (z. B. enthalten in manchen Antidepressiva)

Bupropion (z. B. in Antidepressiva oder in Arzneimitteln zur Raucherentwöhnung)

Chinidin (z. B. verwendet zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)

Cincalet/Cinacalcet (zur Behandlung von Funktionsstörungen der Nebenschilddrüse)

B e i

g l e i c h z e i t i g e r

A n w e n d u n g

v o n

m e h r e r e n

Arzneimitteln kann

e i n e r

g e g e n s e i t i g e n

Verstärkung oder Abschwächung der Wirkung kommen.

Wegen gegenseitiger Wirkungsverringerung oder einer sogar möglichen Aufhebung der Wirkung

von Tamoxifen Sandoz sollten keine Hormonpräparate, insbesondere keine östrogenhaltigen (z.

B. die "Pille") eingenommen werden. Fragen Sie Ihren Arzt um alternative Verhütungsmittel.

W e n n

I h n e n

I h r

A r z t

Tamoxifen

Sandoz

g e m e i n s a m

m i t

Arzneimitteln

z u r

H e m m u n g

d e r

B l u t g e r i n n u n g

( T h r o m b o z y t e n a g g r e g a t i o n s h e m m e r

o d e r

cumarinartige

Antikoagulanzien)

verordnet,

kann

gerinnungshemmende

Wirkung

verstärkt

werden.

Daher

eine

sorgfältige

Überwachung, vor allem bei Behandlungsbeginn, erforderlich.

Tamoxifen Sandoz soll nicht gemeinsam mit Aromatasehemmern (Arzneimittel gegen Brustkrebs),

wie Anastrozol, Letrozol oder Exemestan eingenommen werden.

gleichzeitiger

Anwendung

Tamoxifen

Sandoz und

Chemotherapie

wurde

erhöhtes

R i s i k o

f ü r

B l u t g e r i n n s e l b i l d u n g

u n d

V e r s c h l e p p u n g

v o n

B l u t g e r i n n s e l n

m i t

G e f ä ß v e r s c h l u s s

(Thromboembolie) beobachtet.

Schwangerschaft und Stillzeit

W e n n

S i e

s c h w a n g e r

s i n d

o d e r

s t i l l e n ,

o d e r

w e n n

S i e

v e r m u t e n ,

s c h w a n g e r

s e i n

o d e r

beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt

oder Apotheker um Rat.

W ährend

Tamoxifen Sandoz einnehmen

oder

Monate

nachdem

Einnahme

a uf g e h ö r t

h a b e n,

d ür f en

S i e

n i c h t

s c h wa n g e r

we r d e n .

E i n e

S c h wa n g er s c h af t s v e r h ü t u ng

b e i

Frauen

gebärfähigen

Alter

unbedingt

notwendig,

hormonelles

Verhütungsmittel

(die

„Pille“) ist dazu nicht geeignet. Sollte eine Schwangerschaft vermutet werden, so informieren Sie

umgehend Ihren Arzt.

Tamoxifen Sandoz darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

Vor Therapiebeginn muss abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

A c h t u n g :

D i e s e s

A r z n e i m i t t e l

k a n n

d i e

R e a k t i o n s f ä h i g k e i t

u n d

Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Es ist unwahrscheinlich, dass Tamoxifen Sandoz die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen

Maschinen

beeinträchtigt.

wurde

jedoch

Anwendung

Tamoxifen

Sandoz über Sehstörungen, Müdigkeit oder Benommenheit berichtet. Daher ist beim Fahren oder

Bedienen von Maschinen Vorischt geboten, solange solche Anzeichen bestehen.

Tamoxifen Sandoz enthält Lactose (Milchzucker) und Natrium.

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Tamoxifen Sandoz erst nach Rücksprache

mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

3.

Wie ist Tamoxifen Sandoz einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Filmtabletten sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) am besten zu

einer Mahlzeit einzunehmen.

Dosierung

Abhängig

Erkrankung

können vom

Arzt

1 - 2

Tabletten (das

entspricht

Tamoxifen) pro Tag verordnet werden.

Dauer der Anwendung

Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und erstreckt sich meist

über einen längeren Zeitraum. Über die Dauer der Behandlung entscheidet der Arzt.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Anwendung von Tamoxifen Sandoz bei Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen, da

Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht erwiesen sind.

Wenn Sie eine größere Menge von Tamoxifen Sandoz eingenommen haben als Sie sollten

Bei Einhaltung der vom Arzt vorgeschriebenen Dosierung ist eine Überdosierung ausgeschlossen.

irrtümlicher

Einnahme

vielen

Filmtabletten

wenden Sie

sich

bitte

sofort

einen

Arzt/Notarzt.

Überdosierung

(das

heißt,

wenn

viele

Tabletten

eingenommen

haben)

einer

Verstärkung der Nebenwirkungen von Tamoxifen Sandoz zu rechnen.

Wenn Sie die Einnahme von Tamoxifen Sandoz vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Nehmen Sie stattdessen einfach die übliche Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Tamoxifen Sandoz abbrechen

Brechen Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab; der Behandlungserfolg

kann gefährdet werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

alle

Arzneimittel

kann

auch

dieses

Arzneimittel Nebenwirkungen

haben,

aber

nicht

jedem auftreten müssen.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Hitzewallungen

Flüssigkeitsanreicherung im Gewebe

Übelkeit

Hautausschlag

Zyklusveränderungen, Blutungen aus der Scheide, Scheidenausfluss

Müdigkeit

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Benommenheit und Kopfschmerzen

Blutarmut (Anämie)

Erbrechen, Durchfall und Verstopfung

Haarausfall, Vergrößerung bestehender oder Auftreten neuer krankhafter Hautveränderungen

Beinkrämpfe, Muskelschmerzen

Ü b e r e m p f i n d l i c h k e i t s r e a k t i o n e n

( A l l e r g i e ) ,

e i n s c h l i e ß l i c h

S c h w e l l u n g

d e r

H a u t

u n d

Schleimhäute (Angioödem)

grauer Star, Erkrankungen der Netzhaut (Retinopathie)

verringerte Versorgung der Blutgefäße im Gehirn als eventuelles Zeichen eines Schlaganfalls

(plötzliches Einsetzen von Müdigkeit oder Lähmung der Arme oder Beine, plötzlich auftretende

Schwierigkeiten beim Sprechen, Gehen, beim Halten von Dingen oder beim Denken)

erhöhte Blutgerinnselbildung (auch in kleinen Gefäßen) und Verschleppung von Blutgerinnseln

m i t

G e f ä ß v e r s c h l u s s

( T h r o m b o e m b o l i e ) ,

e i n s c h l i e ß l i c h

t i e f e r

V e n e n t h r o m b o s e

u n d

Lungenembolie (Lungeninfarkt)

J u c k r e i z

G e n i t a l b e r e i c h ,

V e r ä n d e r u n g e n

d e r

G e b ä r m u t t e r s c h l e i m h a u t

( e i n s c h l i e ß l i c h

Wucherungen und Polypen)

Veränderungen der Leberwerte, Fettleber

erhöhte Blutfettwerte (Triglyzeride)

gutartige Muskelgeschwulst der Gebärmutter (Myom)

Sensibilitätsstörungen

(beinhaltet

Geschmacksstörungen

Taubheit

oder

Kribbeln

Haut)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

V e r m i n d e r u n g

d e r

B l u t p l ä t t c h e n

( T h r o m b o z y t o p e n i e ) ,

M a n g e l

w e i ß e n

B l u t k ö r p e r c h e n

(Leukopenie)

erhöhter Kalziumspiegel im Blut

Lungenentzündung (interstitielle Pneumonitis)

Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)

bösartige Neubildung in der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom)

Leberzirrhose

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Hornhautveränderungen, Schädigung oder Entzündung des Sehnervs mit Sehstörungen

Beeinträchtigung des Geschmackssinns, Appetitlosigkeit

verstärkter Haarwuchs (Hypertrichose)

isolierte

Verminderung

bestimmter

weißer

Blutzellen

(Neutropenie

Agranulozytose)

ausgeprägtem Zerfall von Leberzellen (Leberzellnekrose)

bösartige Neubildung in der Gebärmutter (Uterussarkom, meist maligner Müller-Mischtumor)

G a l l e n s t a u u n g

( C h o l e s t a s e )

u n d

L e b e r e n t z ü n d u n g

( H e p a t i t i s ) ,

L e b e r v e r s a g e n ,

Leberzellschädigung

E i e r s t o c k z y s t e n ,

g u t a r t i g e

W u c h e r u n g e n

v o n

G e b ä r m u t t e r s c h l e i m h a u t

a u ß e r h a l b

d e r

Gebärmutter (Endometriose)

geschwulstartige Veränderungen (Polypen) in der Vagina (Scheide)

Niedergeschlagenheit (Depressionen)

„Flare-up“ Phänomen des Tumors (vorübergehende Zunahme der Tumorschmerzen)

schwere

lebensbedrohliche

Hautausschläge,

Teil

schmerzhafter

Blasenbildung

(Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, bullöser Pemphigus)

allergische schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhaut vor allem im Gesichtsbereich

(Angioödem)

Entzündung der Blutgefäße, oft in Verbindung mit Hautausschlägen (kutane Vaskulitis)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

stark verringerte Zahl aller Blutzellen (Panzytopenie)

Blindheit

erhöhte

Lichtempfindlichkeit

Haut

Rötung

Sonnenlicht

ausgesetzten

Hautarealen

(kutaner Lupus erythematodes)

erhöhte Lichtempfindlichkeit mit Bildung von flüssigkeitsgefüllten Bläschen (Vesikel) und Blasen

(Bullae) auf Sonnenlicht ausgesetzten Hautarealen aufgrund erhöhter Porphyrineinlagerungen

(von der Leber produzierte Zellpigmente)(Porphyria cutanea tarda)

Radiation-Recall-Reaktion:

Hautauschlag

Rötung,

Anschwellung

und/oder

Blasenbildung

der Haut nach Bestrahlungstherapie

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Blutgerinnselbildung mit Venenentzündung (Thrombophlebitis)

einer

auftretenden

Venenentzündung

oder

Kurzatmigkeit

während

Tamoxifen Sandoz-

Behandlung muss unbedingt ein Arzt informiert werden. Dieser wird entscheiden, ob die Therapie

fortgesetzt werden kann.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über

die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Tamoxifen Sandoz aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

S i e

d ü r f e n

dieses Arzneimittel

n a c h

d e m

a u f

d e m

U m k a r t o n

u n d

d e r

B l i s t e r p a c k u n g

nach

„Verwendbar bis/Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Tamoxifen Sandoz enthält

Der Wirkstoff ist Tamoxifen.

1 Filmtablette enthält 20, 30 oder 40 mg Tamoxifen als Tamoxifendihydrogencitrat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Cellulose, Hypromellose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Carboxymethylstärke Natrium,

Macrogol 4000, Povidon, Titandioxid E 171

Wie Tamoxifen Sandoz aussieht und Inhalt der Packung

Tamoxifen Sandoz 20 mg - Filmtabletten und Tamoxifen Sandoz 40 mg - Filmtabletten:

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit einseitiger Bruchkerbe.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern und nicht zum

Teilen in gleiche Dosen.

Tamoxifen Sandoz 30 mg - Filmtabletten:

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten.

Packungsgrößen: 10, 30 und 50 Stück

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, Österreich

Hersteller:

Salutas Pharma GmbH, 39179 Barleben, Deutschland

Haupt Pharma Amareg GmbH, 93055 Regensburg, Deutschland (nur für Tamoxifen Sandoz 20 mg

– Filmtabletten)

Tamoxifen Sandoz 20 mg – Filmtabletten: Z.Nr.: 1-25266

Tamoxifen Sandoz 30 mg – Filmtabletten: Z.Nr.: 1-25267

Tamoxifen Sandoz 40 mg – Filmtabletten: Z.Nr.: 1-25268

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2020.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tamoxifen Sandoz 20 mg – Filmtabletten

Tamoxifen Sandoz 30 mg – Filmtabletten

Tamoxifen Sandoz 40 mg – Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Tamoxifen Sandoz 20 mg – Filmtabletten

1 Tablette enthält 20 mg Tamoxifen als Tamoxifendihydrogencitrat.

Tamoxifen Sandoz 30 mg – Filmtabletten

1 Tablette enthält 30 mg Tamoxifen als Tamoxifendihydrogencitrat.

Tamoxifen Sandoz 40 mg - Filmtabletten

1 Tablette enthält 40 mg Tamoxifen als Tamoxifendihydrogencitrat.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Tamoxifen Sandoz 20 mg – Filmtabletten

1 Tablette enthält 144,4 mg Lactose-Monohydrat.

Tamoxifen Sandoz 30 mg – Filmtabletten

1 Tablette enthält 216,6 mg Lactose-Monohydrat.

Tamoxifen Sandoz 40 mg - Filmtabletten

1 Tablette enthält 288,8 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tamoxifen Sandoz 20 mg – Filmtabletten

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit einseitiger Bruchkerbe.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum

Teilen in gleiche Dosen.

Tamoxifen Sandoz 30 mg – Filmtabletten

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten.

Tamoxifen Sandoz 40 mg – Filmtabletten

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit einseitiger Bruchkerbe.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum

Teilen in gleiche Dosen.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Palliative oder adjuvante Behandlung des Mammakarzinoms.

Tamoxifen Sandoz wird angewendet bei Frauen ab dem 18. Lebensjahr.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Initialdosis richtet sich nach dem Allgemeinzustand der Patientin. Die übliche Dosis liegt bei 20–

40 mg/Tag entweder als Einzeldosis oder in geteilten Dosen zweimal täglich. In der Regel ist eine

Dosis

20 mg/Tag

ausreichend

wirksam.

Behandlungsdauer

richtet

sich

nach

Schweregrad der Erkrankung, ist aber üblicherweise eine Dauerbehandlung bzw. wird bis zum

Auftreten eines Rezidivs fortgeführt.

Die Behandlung mit Tamoxifen ist in der Regel eine Langzeittherapie und sollte durch onkologisch

erfahrene Ärzte erfolgen.

In der adjuvanten Behandlung des frühen hormonrezeptor-positiven Mammakarzinoms wird zurzeit

eine Behandlungsdauer von mindestens 5 Jahren empfohlen. Die optimale Dauer der Tamoxifen-

Therapie bleibt weiterhin zu untersuchen.

Es liegen keine Daten für die Dosierung bei Patientinnen mit Leber- oder Niereninsuffizienz vor.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ebefen bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen (siehe

Abschnitte 5.1 und 5.2).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Tabletten sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit am besten zu einer Mahlzeit einzunehmen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile

schwere Thrombozytopenie, Leukopenie oder Hyperkalzämie

Schwangerschaft und Stillzeit

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Vorsicht und Überwachung sind geboten bei Leber- und/oder Nierenerkrankungen,

Diabetes mellitus, thromboembolischem Geschehen in der Anamnese, bei Erkrankungen des

Auges.

Beginn

Behandlung

muss

eine

umfassende

internistische

gynäkologische

Untersuchung der Patientin erfolgen.

Während der Therapie ist wegen möglicher Endometriumläsionen bzw. -veränderungen eine

gynäkologische Untersuchung in wenigstens 6-monatigen Intervallen angezeigt.

Aufgrund des durch die Einnahme von Tamoxifen erhöhten Risikos von Endometriumkarzinomen

sollten die Ursachen für Vaginalblutungen in der postmenopausalen Phase sowie unregelmäßige

Blutungen in der prämenopausalen Phase umgehend aufgeklärt werden.

Nicht

hysterektomierte

Patientinnen

sollten

jährlich

gynäkologisch

Hinblick

Endometriumveränderungen untersucht werden.

Patientinnen

metastasierenden

Tumoren

sollte

Arzt

über

Häufigkeit

Untersuchungen entscheiden.

Bei Brustkrebspatientinnen in der Prämenopause kann es zu Zyklusveränderungen bis hin zur

völligen Unterdrückung der Menstruation kommen.

Ein erhöhtes Auftreten von Endometriumkarzinomen und Uterussarkomen (meist maligne Müller-

Mischtumore) wurde bei der Behandlung mit Tamoxifen beobachtet. Der zugrunde liegende

Mechanismus ist unbekannt, doch könnte er mit der östrogenartigen Wirkung von Tamoxifen

zusammenhängen.

Patientinnen,

unter

Tamoxifen

irreguläre

gynäkologische

Symptome,

allem

vaginale

Blutungen während und nach der Therapie beobachten, sollen deshalb umgehend fachärztlich

untersucht werden.

Aus klinischen Studien wurden außerdem Einzelfälle von Zweitmalignomen an anderen Organen als

Endometrium und kontralateraler Brust nach einer Brustkrebsbehandlung mit Tamoxifen berichtet.

Bisher konnte kein Kausalzusammenhang mit Tamoxifen hergestellt werden, sodass die klinische

Bedeutung der Befunde ungeklärt ist.

Zu Beginn der Therapie mit Tamoxifen sollte eine augenärztliche Untersuchung erfolgen.

Treten während der Behandlung mit Tamoxifen Veränderungen der Sehkraft auf, so ist eine

augenärztliche Untersuchung dringend vorzunehmen, da sich manche im Frühstadium erkannte

Veränderungen nach dem Absetzen der Therapie zurückbilden.

publizierten

Einzelfällen

ausgeprägter

Hypertriglyceridämie

unter

Tamoxifen-

Behandlung lag meist eine Fettstoffwechselstörung vor. Eine Kontrolle der Triglyceride im Serum

kann daher sinnvoll sein.

Sonstige Bemerkungen

Bei fertilen Frauen muss vor Behandlungsbeginn eine Schwangerschaft ausgeschlossen und die

Patientin über die Wichtigkeit einer Schwangerschaftsverhütung aufgeklärt werden. Während der

Behandlung mit Tamoxifen und bis zu 3 Monate nach Absetzen des Präparates sollte die Möglichkeit

einer Schwangerschaft durch den Einsatz nichthormoneller Verhütungsmethoden (die "Pille" ist nicht

geeignet: siehe Abschnitt 4.5) verhindert werden.

In der Literatur wurde beschrieben, dass Personen mit einem schwachen CYP2D6-vermittelten

Metabolismus („poor metabolisers“) verringerte Plasmaspiegel von Endoxifen, einem der wichtigsten

aktiven Metaboliten von Tamoxifen, aufweisen (siehe Abschnitt 5.2).

Eine Begleitmedikation, die CYP2D6 hemmt, kann zu verringerten Konzentrationen des aktiven

Metaboliten Endosifen führen. Daher sollen starke CYP2D6-Inhibitoren (z.B. Paroxetin, Fluoxetin,

Chinidin, Cinacalcet oder Bupropion) wenn möglich während der Behandlung mit Tamoxifen

vermieden werden (siehe Abschnitte 4.5 und 5.2).

Bei bestehenden Lebererkrankungen sollte der Leberstatus sorgfältig überwacht werden. Blutbild

(insbesondere Thrombozyten), Leber- und Nierenfunktionen, Serumkalzium und Blutzucker sind in

regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Weiters sind regelmäßige Kontrollen (Lungen- und

Knochenröntgen, Ultraschall Leber) vorzunehmen, um eine eventuelle Metastasierung rechtzeitig

zu erkennen.

Tamoxifen könnte bei einer verspätet durchgeführten mikrochirurgischen Rekonstruktion der Brust

das Risiko mikrovaskulärer Gewebelappenkomplikationen erhöhen.

Kinder und Jugendliche

In einer unkontrollierten Studie mit 28 Mädchen im Alter zwischen 2 und 10 Jahren mit McCune Albright

Syndrom (MAS), die bis zu 12 Monate lang 20 mg Tamoxifen einmal täglich erhielten, nahm das mittlere

Uterusvolumen innerhalb von 6 Behandlungsmonaten zu und verdoppelte sich bis zum Ende der ein Jahr lang

dauernden Studie. Obwohl diese Befunde mit den pharmakodynamischen Eigenschaften von Tamoxifen

übereinstimmen, ist ein kausaler Zusammenhang nicht erwiesen (siehe Abschnitt 5.1).

In der Literatur wurde beschrieben, dass Personen mit einem schwachen CYP2D6-vermittelten Metabolismus

("poor metabolisers") verringerte Plasmaspiegel von Endoxifen, einem der wichtigsten aktiven Metaboliten

von Tamoxifen, aufweisen (siehe Abschnitt 5.2).

Eine Begleitmedikation, die CYP2D6 hemmt, kann zu verringerten Konzentrationen des aktiven Metaboliten

Endoxifen führen. Daher sollen starke CYP2D6-Inhibitoren (z.B. Paroxetin, Fluoxetin, Chinidin, Cinacalcet

oder Bupropion) wenn möglich während der Behandlung mit Tamoxifen vermieden werden (siehe Abschnitt

4.5 und 5.2).

Dieses

Arzneimittel

enthält

Lactose-Monohydrat.

Patientinnen

seltenen

hereditären

Galaktose Intoleranz, Lapp-Lactase-Mangel und/oder Glucose/Galaktose-Malabsorption sollten

dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Die Anwendung von Tamoxifen kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die

Anwendung von Tamoxifen als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Während der Behandlung mit Tamoxifen sollten keine Hormonpräparate, insbesondere keine

östrogenhaltigen (z.B. die Pille), eingenommen werden, da eine gegenseitige Wirkungsminderung

möglich ist.

gleichzeitiger

Anwendung

Tamoxifen

Chemotherapie

wurde

erhöhtes

Thromboembolie-Risiko beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Zusammen mit Tamoxifen sollten keine Thrombozytenaggregationshemmer verabreicht werden, um

die Blutungsgefahr während einer möglichen thrombozytopenischen Phase nicht zu erhöhen.

Bei gemeinsamer Gabe von Tamoxifen und Antikoagulanzien vom Cumarin-Typ kann es zu einer

Veränderung

Gerinnungsverhältnisse

kommen

(Verlängerung

Prothrombinzeit).

gleichzeitige Verabreichung beider Arzneimittel erfordert daher eine sorgfältige Überwachung des

Gerinnungsstatus der Patientin, vor allem zu Behandlungsbeginn.

Die Anwendung von Tamoxifen in Kombination mit einem Aromatasehemmer als unterstützende

Therapie hat, im Vergleich zur Behandlung mit Tamoxifen alleine, keine verbesserte Wirksamkeit

gezeigt.

Hauptweg

Metabolisierung

Tamoxifen

beim

Menschen

bekanntlich

Demethylierung,

durch

CYP3A4

Enzyme

katalysiert

wird.

Über

pharmakokinetische

Wechselwirkung mit der CYP3A4 induzierenden Substanz Rifampicin, die eine Reduzierung der

Serumspiegel von Tamoxifen zeigt, wurde in der Literatur berichtet. Die Relevanz für die klinische

Praxis ist nicht bekannt.

Es gibt Literaturberichte über pharmakokinetische Wechselwirkungen mit CYP2D6 Inhibitoren,

welche eine Verringerung der Plasmaspiegel des wirksamen Tamoxifen-Metaboliten 4-Hydroxy-N-

desmethyltamoxifen (Endoxifen) zeigten.

Es wurde in der Literatur über pharmakokinetische Wechselwirkungen mit CYP2D6-Inhibitoren

berichtet,

eine

Reduktion

Plasmakonzentration

eines

aktiveren

Metaboliten

Tamoxifen (d.h. Endoxifen) um 65-75% bewirkten. Eine verringerte Wirksamkeit von Tamoxifen

wurde bei der gleichzeitigen Anwendung von einigen SSRI Antidepressiva (z.B. Paroxetin) in einigen

Studien beobachtet. Da eine verringerte Wirksamkeit von Tamoxifen nicht ausgeschlossen werden

kann,

eine

gleichzeitige

Verabreichung

starken

CYP2D6-Inhibitoren

(z.B.

Paroxetin,

Fluoxetin, Chinidin, Cinacalcet oder Bupropion) wenn möglich zu vermeiden (siehe Abschnitte 4.4

und 5.2).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Tamoxifen darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht verabreicht werden.

Schwangerschaft

Es gibt Einzelberichte von Totgeburten, Spontanaborten und fötalen Anomalien für Frauen, welche

Tamoxifen

Schwangerschaft

eingenommen

haben,

ohne

dass

hier

kausaler

Zusammenhang gesichert werden konnte. Es gibt nur sehr wenige Fälle, in denen schwangere

Frauen Tamoxifen erhalten haben. Bisher liegen keine Berichte vor, dass Tamoxifen hier zu

späteren vaginalen Adenosen oder einem Clear-cell-Karzinom von Vagina oder Zervix bei den

Töchtern geführt hat (siehe Abschnitt 5.3).

Vor Beginn der Behandlung muss daher eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden. Während

der Behandlung und mindestens 3 Monate nach Beendigung der Tamoxifen-Behandlung sollte eine

Schwangerschaftsverhütung mit nicht-hormonellen Kontrazeptiva weitergeführt werden. Die "Pille"

ist dazu nicht geeignet.

Stillzeit

Tamoxifen bewirkt beim Menschen in einer Dosis von 20 mg b.i.d. eine Laktationshemmung. Die

Milchproduktion setzt auch nach Absetzen der Therapie nicht wieder ein. Darüber hinaus ist nicht

bekannt, ob Tamoxifen in die Muttermilch übergeht. Tamoxifen Sandoz ist daher in der Stillzeit

kontraindiziert. Ist eine Behandlung erforderlich, muss abgestillt werden.

Fertilität

Bei prämenopausalen Frauen sollte die Möglichkeit einer Schwangerschaft vor Behandlungsbeginn

ausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 4.4). Während und bis zu drei Monate nach Beendigung

der Behandlung sollte eine sichere, nichthormonelle Kontrazeption gewährleistet sein (siehe

Abschnitt 4.5).

Für Ergebnisse aus präklinischen Studien siehe Abschnitt 5.3.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Tamoxifen die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen beeinträchtigt. Da jedoch Sehstörungen sowie Müdigkeit und Benommenheit

während einer Tamoxifen-Therapie beobachtet wurden, ist beim Lenken von Fahrzeugen oder der

Bedienung von Maschinen Vorsicht geboten, solange solche Symptome bestehen.

4.8

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen sind nach Körpersystemen und ihrer Häufigkeit gemäß folgender Einteilung

geordnet:

Sehr häufig:

≥ 1/10

Häufig:

≥ 1/100, < 1/10

Gelegentlich: ≥ 1/1.000, < 1/100

Selten:

≥ 1/10.000, < 1/1.000

Sehr selten:

< 1/10.000

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Häufig:

Uterusmyom

Gelegentlich:

Endometriumkarzinom

Selten:

Uterussarkom (meist maligner Müller-Mischtumor)

Bei Knochenmetastasen kann zu Beginn der Behandlung eine Hypercalcämie entstehen. Initial sind

eine

Verstärkung

Knochen-

oder

Tumorschmerzen

auch

verstärkte

Erytheme

Hautläsionen möglich, die manchmal als Indikator für ein Ansprechen der Behandlung gewertet

werden können. Auch eine Vergrößerung bestehender oder das Auftreten neuer Hautläsionen sind

möglich.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig:

(transiente) Anämie

Gelegentlich:

Leukopenie, transiente Thrombozytopenie (Reduktion der Thrombozyten, selten

tiefer als auf 80.000-90.000, wobei ein Zusammenhang mit der Therapie nicht

gesichert ist. In diesen Fällen muss die Therapie nicht abgebrochen werden.)

Selten:

Neutropenie, Agranulozytose

Sehr selten:

Panzytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Häufig:

Hypersensibilitätsstörungen, einschließlich Angioödem

Endokrine Erkrankungen

Sehr häufig:

Hitzewallungen

Gelegentlich:

Hypercalcämie, besonders bei Patienten mit Knochenmetastasen am Beginn der

Behandlung

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig:

Flüssigkeitsretention mit Gewichtszunahme

Häufig:

Erhöhung der Serumtriglyzeride, sehr selten sogar schwere Hypertriglyzeridämie,

teilweise in Verbindung mit einer Pankreatitis

Psychiatrische Erkrankungen

Selten:

Depressionen

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

Benommenheit,

Kopfschmerzen,

Schwindelgefühl,

Sensibilitätsstörungen

(einschließlich Parästhesie und Dysgeusie)

Augenerkrankungen

Häufig:

Sehstörungen - nur teilweise reversibel - wie Katarakt, Veränderungen der Hornhaut

und/oder Retinopathie (das Risiko eines Katarakts erhöht sich mit der Dauer der

Tamoxifen-Therapie)

Selten:

Korneaveränderungen,

Optikusneuritis,

Optikusneuropathie

(bei

einer

kleinen

Anzahl der Fälle kam es zu einer Blindheit)

Gefäßerkrankungen

Häufig:

ischämische zerebrovaskuläre und thromboembolische Ereignisse (einschließlich

tiefer

Venenthrombose

Lungenembolie

erhöhtes

Risiko

für

thromboembolische Ereignisse in Kombination mit cytotoxischen Arzneimitteln)

Gelegentlich:

Schlaganfall

Nicht bekannt:

Thrombophlebitis

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich:

interstitielle Pneumonitis

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig:

Übelkeit

Häufig:

Erbrechen, Diarrhoe, Verstopfung

Gelegentlich:

Pankreatitis

Selten:

Appetitlosigkeit, Beeinträchtigung des Geschmacksinns

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig:

Veränderung der Leberenzymwerte, Fettleber

Gelegentlich:

Leberzirrhose

Selten:

Cholestase, Hepatitis, Ikterus, hepatische Nekrose, Leberversagen, hepatozelluläre

Veränderungen, Agranulozytose mit Leberzellnekrose. Manche Fälle schwererer

Leberfunktionsstörungen waren tödlich.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig:

Hautausschlag

(einschließlich

seltener

Berichte

über

Erythema

multiforme,

Stevens-Johnson-Syndrom oder bullösen Pemphigus)

Häufig:

Alopezie,

Vergrößerung

bestehender

oder

Auftreten

neuer

Hautläsionen,

Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich seltener Berichte eines Angioödems

Selten:

kutane Vaskulitis, Hypertrichose

Sehr selten:

kutaner Lupus erythematodes

Skelettmuskulatur, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig:

Beinkrämpfe, Myalgie

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr häufig:

Fluor vaginalis, Vaginalblutungen (deren Ursache immer abgeklärt werden muss)

oder Menstruationsstörungen. Bei prämenopausalen Frauen kommt es sehr häufig

zu Zyklusveränderungen bis hin zum kompletten Ausbleiben der Periode.

Häufig:

Pruritus

vulvae,

Zunahme

Gebärmutterfibromen,

proliferative

Endometriumsveränderungen

(endometriale

Neoplasien,

Hyperplasien

Polypen, selten Endometriose)

Gelegentlich:

Endometriumkrebs

Selten:

Ovarialzysten, Endometriose, Vaginalpolypen, Gebärmuttersarkom (meist maligner

Müller-Mischtumor)

Ein erhöhtes Auftreten von Veränderungen des Endometriums einschließlich Hyperplasien, Polypen

und Karzinomen wurde in Zusammenhang mit der Anwendung von Tamoxifen festgestellt. Daher

sollten unter Tamoxifenbehandlung die im Folgenden genannten Symptome umgehend und genau

abgeklärt

werden:

anormale

vaginale

Blutungen,

menstruale

Unregelmäßigkeiten,

vaginaler

Ausfluss und Unterleibssymptome wie Schmerzen oder Druckgefühl.

Kongenitale, familiäre und genetische Erkrankungen

Sehr selten:

Porphyria cutanea tarda

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig:

Hitzewallungen,

teilweise

anti-östrogenen

Effekt

Tamoxifen

zurückzuführen sind, Müdigkeit

Selten:

Tumorflare

Behandlungsbeginn:

Knochenschmerzen

Schmerzen

Bereich des betroffenen Gewebes als Reaktion auf die Tamoxifen-Therapie)

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Sehr selten:

Radiation Recall Reaktion

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

über das nationale Meldesystem anzuzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Symptome bei Überdosierung:

Über Überdosierung bei Menschen ist wenig bekannt. Bei Dosierungen von 160 mg/m² täglich und

mehr traten EKG-Veränderungen (Verlängerung des QT-Intervalls) und bei Dosierungen von 300

mg/m² täglich Neurotoxizität (Zittern, Hyperreflexie, unsicherer Gang und Schwindel) auf.

Bei Überdosierung ist theoretisch mit einer Verstärkung der oben genannten anti-östrogenen

Nebenwirkungen zu rechnen. Tierexperimentelle Untersuchungen mit extremer Überdosierung

(100-200fache therapeutische Dosis) lassen den Schluss zu, dass auch östrogene Wirkungen

möglich sind.

Therapeutische Maßnahmen bei Überdosierung:

spezifisches

Antidot

steht

nicht

Verfügung.

sind

deshalb

üblichen

Allgemeinmaßnahmen (symptomatische Behandlung) einzuleiten.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiöstrogene, Tamoxifen

ATC-Code: L02BA01

Tamoxifen ist ein nichtsteroidaler, auf Triphenylethylen basierender Wirkstoff, der ein komplexes

Spektrum von östrogenantagonistischen und östrogenagonistischen pharmakologischen Wirkungen

auf verschiedene Gewebe ausübt. Bei Brustkrebspatientinnen wirkt Tamoxifen im Tumorbereich

antiöstrogen,

indem

Bindung

Östrogen

Östrogenrezeptor

verhindert.

Infolgedessen kommt es zu einer Abnahme der Zellteilung in östrogenabhängigen Geweben.

einigen

Studien

Brustkrebspatientinnen

wurde

festgestellt,

dass

Tamoxifen

postmenopausalen Frauen aufgrund seiner östrogenartigen Wirkung den Spiegel an Gesamt- und

LDL-Cholesterin in der Größenordnung von 10 bis 20% reduziert. Bei diesen Frauen wurde

zusätzlich über einen positiven Effekt auf den Erhalt der Knochendichte berichtet. Das Endometrium

postmenopausaler Patientinnen kann jedoch zu einer unerwünschten Teilungsaktivität angeregt

werden (siehe auch Abschnitte 4.4 und 4.8).

Es wurde eine unkontrollierte Studie durchgeführt mit einer heterogenen Gruppe von 28 Mädchen

im Alter zwischen 2 und 10 Jahren mit McCune Albright Syndrom (MAS), die bis zu einer Dauer von

einem

Jahr

Tamoxifen

einmal

täglich

erhielten.

diesen

Patienten,

über

Vaginalblutungen während der Zeit vor der Studie berichteten, berichteten 62% (13 von 21

Patienten) über das Ausbleiben der Blutungen über einen Zeitraum von 6 Monaten und 33% (7 von

21 Patienten) über die gesamte Studiendauer. Das mittlere Uterusvolumen erhöhte sich innerhalb

von 6 Behandlungsmonaten und verdoppelte sich bis zum Ende der einjährigen Studie. Obwohl

diese Befunde mit den pharmakodynamischen Eigenschaften von Tamoxifen übereinstimmen, ist

ein kausaler Zusammenhang nicht erwiesen (siehe Abschnitt 4.4).

Es gibt keine Langzeitsicherheitsdaten bei Kindern und Jugendlichen.

Es wurden keine Studien zur Langzeitwirkung von Tamoxifen auf das Wachstum, die Pubertät und

die allgemeine Entwicklung durchgeführt.

Ein Polymorphismus von CYP2D6 kann mit einer Variabilität in Bezug auf das klinische Ansprechen

auf Tamoxifen einhergehen. Der schwache Metabolismus kann mit einem verringerten klinischen

Ansprechen einhergehen. Die Konsequenzen dieser Ergebnisse für die Behandlung von Personen

mit einem schwachen CYP2D6-vermittelten Metabolismus ("poor metabolisers" sind noch nicht

vollständig geklärt (siehe Abschnitte 4.4, 4.5 und 5.2).

CYP2D6 Genotyp

Vorhandene klinische Daten weisen darauf hin, dass bei Personen, die homozygote Anlagen für

nicht-funktionelle CYP2D6 Allele aufweisen, Tamoxifen eine geringere Wirkung in der Behandlung

von Brustkrebs haben kann.

Die vorhandenen Studien wurden hauptsächlich an post-menopausalen Frauen durchgeführt (siehe

Abschnitte 4.4 und 5.2).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach peroraler Applikation von Tamoxifen wird die maximale Serumkonzentration innerhalb von 4–

7 Stunden erreicht.

Ein konstanter Blutspiegel (steady state ca. 300 ng/ml) wird nach 4 Wochen Therapiedauer mit einer

Tagesdosis und 40 mg erreicht. Es scheint, dass keine Korrelation zwischen Plasmaspiegel und

klinischem Ansprechen besteht.

Verteilung

Tamoxifen ist zu über 99% an Serumalbumin gebunden.

Biotransformation

Tamoxifen wird zum größten Teil über CYP3A4 zu N-Desmethyl-Tamoxifen metabolisiert, das in

weiterer

Folge

CYP2D6

einen

anderen

aktiven

Metaboliten,

4-Hydroxy-N-

Desmethyltamoxifen (Endoxifen), umgewandelt wird.

Die Metabolisierung geschieht durch Hydroxylierung und Demethylierung unter Beteiligung des

Cytochrom P450-Systems sowie durch Konjugation und ist extensiv. N-Desmethyltamoxifen wird

hauptsächlich durch CYP3A4 und 4-Hydroxytamoxifen überwiegend durch CYP2D6 (in geringem

Maß

auch

über

CYP2C9

CYP3A4)

gebildet.

Weiterhin

entsteht

4-Hydroxy-N-

desmethyltamoxifen (Endoxifen). N-Desmethyltamoxifen sowie Endoxifen besitzen die gleiche

biologische Aktivität wie Tamoxifen.

Bei Patienten, die einen Mangel an CYP2D6 aufweisen, sind die Konzentrationen von Endoxifen um

ungefähr 75% geringer als bei Patienten mit normaler Aktivität von CYP2D6. Die Verabreichung von

starken CYP2D6-Inhibitoren reduziert die Spiegel von zirkulierendem Endoxifen in einem ähnlichen

Ausmaß.

Elimination

Die Ausscheidung erfolgt primär über die Fäzes in Form von Metaboliten. Für Tamoxifen wurde eine

terminale Eliminationshalbwertszeit von ca. 7 Tagen errechnet, für den Hauptmetaboliten N-

Desmethyltamoxifen beträgt sie ca. 14 Tage.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Die Pharmakokinetik von Tamoxifen bei Leber- und Niereninsuffizienz wurde nicht evaluiert. In einer

klinischen Studie mit Mädchen im Alter zwischen 2 und 10 Jahren mit McCune Albright Syndrom

(MAS), die 12 Monate lang 20 mg Tamoxifen einmal täglich erhielten, trat eine altersabhängige

Zunahme der Clearance und eine Expositionszunahme (AUC)(mit Werten bis zu 50%, am höchsten

bei den jüngsten Patienten) im Vergleich zu Erwachsenen auf.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Chronische Toxizität

Versuche zur chronischen Toxizität wurden bei Ratten, Mäusen, Hunden und Krallenaffen bis zu

einer Dauer von 15 Monaten durchgeführt. Verschiedene Tierarten zeigten histopathologische

Veränderungen,

hauptsächlich

Fortpflanzungsorganen,

sich

durch

pharmakologischen Eigenschaften von Tamoxifen erklären ließen und in der Regel reversibel waren.

Kanzerogenität

Es wurde bei Langzeitstudien mit Mäusen über das Auftreten von Gonadentumoren, mit Ratten über

das Auftreten von Lebertumoren berichtet. Eine klinische Relevanz dieser Ergebnisse wurde jedoch

nicht bestätigt.

Reproduktionstoxizität

In Studien mit Nagetieren wurde die Entwicklung der embryonalen Fortpflanzungsorgane durch

Tamoxifen in ähnlicher Weise beeinflusst wie durch Östradiol. Ethinylöstradiol, Clomiphen und

Diethylstilböstrol (DES).

Eine klinische Relevanz dieser Veränderungen ist nicht bekannt; einige davon, insbesondere die

vaginalen Adenosen, sind jedoch vergleichbar denen bei jungen Frauen, deren Mütter während der

Schwangerschaft DES erhalten haben, und die mit einer Risikowahrscheinlichkeit von 1:1000 ein

Clear-cell-Karzinom der Vagina oder der Zervix entwickeln.

Teratogenität

Studien zur Fortpflanzungs-Toxikologie bei Ratten, Kaninchen und Affen haben kein teratogenes

Potential von Tamoxifen gezeigt.

Genotoxizität

Untersuchungen in unterschiedlichen in -vivo und in-vitro-Systemen belegen, dass Tamoxifen nach

hepatischer Aktivierung ein genotoxisches Potenzial besitzt.

Mutagenität

Tamoxifen hat in einer Reihe von in-vitro- und in-vivo-Mutagenitätstests kein mutagenes Potential

gezeigt.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Cellulose, Hypromellose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Carboxymethylstärke-Natrium,

Macrogol 4000, Povidon, Titandioxid E 171.

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/PVDC/Aluminium-Blisterpackungen zu 10, 30 und 50 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, Österreich

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Tamoxifen Sandoz 20 mg – Filmtabletten: 1-25266

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