Tamoxifen-ratiopharm 40mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Tamoxifencitrat
Verfügbar ab:
ratiopharm GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
tamoxifen citrate
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Tamoxifencitrat 60.8mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
9394.01.00

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für die Anwenderin

Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg Tabletten

Zur Anwendung bei Erwachsenen

Wirkstoff: Tamoxifen

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg beachten?

Wie ist Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

WAS IST Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Brustkrebs.

Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg

wird angewendet zur

unterstützenden Therapie nach Erstbehandlung eines Brustdrüsentumors (Mammakarzinom)

Behandlung von Tochtergeschwülsten eines Brustdrüsentumors (Mammakarzinom)

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg

BEACHTEN?

Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg

darf nicht eingenommen werden

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Tamoxifen oder einem der sonstigen Bestandteile

des Arzneimittels sind

wenn Sie schwanger sind oder stillen

Kinder und Jugendliche dürfen nicht mit Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg behandelt werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von

Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg

ist erforderlich

wenn Sie eine stark verminderte Anzahl an Blutplättchen und weißen Blutkörperchen oder einen

erhöhten Kalziumgehalt im Blut haben. Unter diesen Umständen müssen Sie besonders sorgfältig

ärztlich überwacht werden.

wenn bei Ihnen unter der Behandlung mit Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg die Werte bestimmter

Blutfette (Triglyceride) stark ansteigen, kann eine durch Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg verursachte

ausgeprägte Blutfettstoffwechselstörung vorliegen.

falls Sie Blutungen nach den Wechseljahren oder unregelmäßige Blutungen vor den Wechseljahren

haben. Die Ursache solcher Blutungen müssen Sie umgehend frauenärztlich abklären lassen.

Darüber hinaus müssen Sie die Notwendigkeit einer jährlichen frauenärztlichen Untersuchung zur

Feststellung von Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut oder sonstiger

Kontrolluntersuchungen mit Ihrem Arzt besprechen.

wenn sich während der Behandlung mit Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg Ihre Sehkraft verändert. In

diesem Fall müssen Sie sich dringend augenärztlich untersuchen lassen, da sich manche im

Frühstadium erkannte Veränderungen nach dem Absetzen von Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg

zurückbilden.

Generell sollten Sie vor Beginn der Behandlung mit Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg eine

augenärztliche Untersuchung durchführen lassen.

Während der Anwendung von Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg sollten Sie das Blutbild, den

Kalziumgehalt im Blut sowie die Leberfunktion regelmäßig vom Arzt kontrollieren lassen. Eine

Kontrolle der Blutfettwerte kann ebenfalls sinnvoll sein.

Eine gleichzeitige Gabe von Arzneimitteln mit folgenden Wirkstoffen sollte vermieden werden, da

eine Reduzierung der Wirksamkeit von Tamoxifen nicht ausgeschlossen werden kann: Paroxetin,

Fluoxetin (z. B. zur Behandlung von Depressionen), Bupropion (zur Behandlung von Depressionen

oder zur Unterstützung der Raucherentwöhnung), Chinidin (z. B. zur Behandlung einer

Herzrhythmusstörung) und Cinacalcet (zur Behandlung von Erkrankungen der Nebenschilddrüse).

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Tamoxifen kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die

gesundheitlichen Folgen einer Anwendung von Tamoxifen als Dopingmittel können nicht abgesehen

werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Bei Einnahme von

Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg

mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder kürzlich

eingenommen haben (auch diejenigen, die Sie ohne Verschreibung gekauft haben). Insbesondere

sollten Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie folgende Medikamente/Wirkstoffe einnehmen (siehe auch

„Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg ist erforderlich“.):

Paroxetin, Fluoxetin (z. B. zur Behandlung von Depressionen)

Bupropion (zur Behandlung von Depressionen oder zur Unterstützung der

Raucherentwöhnung)

Chinidin (z. B. zur Behandlung einer Herzrhythmusstörung)

Cinacalcet (zur Behandlung von Erkrankungen der Nebenschilddrüse)

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger

Behandlung mit Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg beeinflusst werden:

blutgerinnungshemmende Arzneimittel. Kombinieren Sie Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg mit

solchen Mitteln nur, wenn Ihr Arzt Ihnen die ausdrückliche Anweisung hierzu gegeben hat.

Aufgrund der hierdurch erhöhten Blutungsneigung sollten Labortermine sehr sorgfältig eingehalten

werden.

gleichzeitige Chemotherapie. Es gibt Hinweise, dass während der Behandlung mit Tamoxifen-

ratiopharm

®

40 mg vermehrt Blutgerinnsel (thromboembolische Ereignisse, einschließlich tiefer

Venenthrombosen und Lungenembolien) auftreten können. Die Häufigkeit ist bei gleichzeitiger

Chemotherapie erhöht.

Hormonpräparate, insbesondere östrogenhaltige (z. B. „die Pille“). Eine gegenseitige

Wirkungsminderung ist möglich. Während der Behandlung mit

Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg

sollten

daher diese Präparate nicht eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg

während der Schwangerschaft vor. Sie dürfen Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg daher während der

Schwangerschaft nicht einnehmen. Die Möglichkeit einer Schwangerschaft sollte vor

Behandlungsbeginn ausgeschlossen werden. Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der

Behandlung und bis zu 2 Monate nach Beendigung der Behandlung eine zuverlässige, nicht

hormonelle Verhütungsmethode (nicht die „Pille“ sondern Spirale, Kondome o. ä.) anwenden (siehe

auch unter „Bei Einnahme von Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg mit anderen Arzneimitteln“).

In höheren Dosierungen hemmt Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg beim Menschen die Milchproduktion

vollständig. Diese setzt auch nach Beendigung der Behandlung innerhalb der Stillperiode nicht wieder

ein. Darüber hinaus ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff aus Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg in die

Muttermilch übergeht. Sie dürfen Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg daher während der Stillzeit nicht

einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Untersuchungen zu Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Sie sollten beim Steuern eines Fahrzeuges und beim Bedienen von Maschinen beachten, dass

Tamoxifen Ihr Sehvermögen beeinträchtigen und Benommenheit hervorrufen kann.

3.

WIE IST Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte

fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis

20-40 mg Tamoxifen täglich (entsprechend 1 Tablette pro Tag).

In der Regel ist eine Dosis von 20 mg Tamoxifen ausreichend wirksam.

Art der Anwendung

Nehmen Sie Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg-Tabletten bitte mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas

Wasser) unzerkaut zu einer Mahlzeit ein.

Dauer der Anwendung

Sie müssen Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg in der Regel über einen langen Zeitraum einnehmen. Über

die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Zur unterstützenden Behandlung des frühen Brustdrüsentumors wird zurzeit eine Behandlungsdauer

von mindestens 5 Jahren empfohlen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung

von Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge

Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg

eingenommen haben, als Sie sollten

Benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der Vergiftung über die

gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Wenn Sie die Einnahme von

Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg

vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von

Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg

abbrechen

Brechen Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab; der Behandlungserfolg kann

gefährdet werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Bei der den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Blutbildendes System

Häufig: vorübergehende Blutarmut

Gelegentlich: Verminderung der Zahl bestimmter Blutzellen, vorübergehende Verminderung der

Blutplättchen

Sehr selten: schwere Blutbildveränderungen

Nicht bekannt: vollständiger Verlust bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose)

Stoffwechsel- und Ernährung

Häufig: Flüssigkeitsanreicherung im Gewebe, Anstieg bestimmter Blutfette (Serum-Triglyceride)

Gelegentlich: Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut bei Patientinnen mit Tochtergeschwülsten in den

Knochen, vor allem zu Beginn der Behandlung.

Sehr selten: ausgeprägte Erhöhung bestimmter Blutfette, z. T. mit einer

Bauchspeicheldrüsenentzündung einhergehend.

Nervensystem

Häufig: Benommenheit, Kopfschmerzen

Augen

Häufig: nur z. T. rückbildungsfähige Sehstörungen durch Trübungen von Augenlinse oder Hornhaut

und/oder Netzhautveränderungen. Bei langer Tamoxifen-Einnahme kommt es häufiger zu

Linsentrübungen.

Selten: Schädigung oder Entzündung des Sehnervs. In einer geringen Anzahl von Fällen kann es zur

Erblindung kommen.

Blutgefäße

Häufig: Durchblutungsstörungen der Hirngefäße, Wadenkrämpfe, Blutgerinnsel in den Venen

(Thrombose), in deren Folge es zur Minderdurchblutung von Organen kommen kann (z. B. tiefe

Beinvenenthrombose, Lungenembolie). Die Häufigkeit von Thrombosen und Embolien ist bei

gleichzeitiger Chemotherapie erhöht.

Gelegentlich: Schlaganfall

Atemwege und Brustraum

Sehr selten: Lungenentzündung

Magen-Darm-Kanal

Häufig: Übelkeit

Gelegentlich: Erbrechen

Leber und Galle

Gelegentlich: Änderungen der Leberenzymwerte

Selten: Entwicklung einer Fettleber, Störungen des Gallenabflusses, Leberentzündung, Gelbsucht

Nicht bekannt: Verminderung der weißen Blutkörperchen mit ausgeprägtem Zerfall von Leberzellen.

Haut

Häufig: Hautausschlag (sehr selten mit runden scheibenförmigen Hautrötungen, unter Umständen mit

Beteiligung der Schleimhaut und hohem Fieber sowie mit schweren Störungen des

Allgemeinbefindens oder großen, teils blutgefüllten Hautblasen), Haarausfall

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich einer Gewebeschwellung

(angioneurotisches Ödem)

Nicht bekannt: Entzündung kleiner Gefäße in der Haut, die zu Hautausschlag führt (kutane Vasculitis)

Geschlechtsorgane und Brust

Sehr häufig: Ausfluss aus der Scheide, Unregelmäßigkeiten bei der monatlichen Regelblutung bis hin

zur völligen Unterdrückung bei Patientinnen vor den Wechseljahren

Häufig: Juckreiz im Genitalbereich, Blutungen aus der Scheide, Vergrößerung von gutartigen

Geschwülsten der Gebärmutter (Myome), Wucherungen und Polypen der Gebärmutterschleimhaut

mit Auswandern von Gewebe aus der Gebärmutter

Gelegentlich: bösartige Tumore der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinome). Die

Häufigkeit des Auftretens von Gebärmutterschleimhauttumoren wird durch Tamoxifen auf das 2-4-

fache der Erkrankungshäufigkeit ohne Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg erhöht.

Selten: Zysten an den Eierstöcken, bösartige Tumore der Gebärmutter (Uterussarkome)

Allgemein

Sehr häufig: Hitzewallungen

Häufig: zu Therapiebeginn Knochenschmerzen und Schmerzen im Bereich des erkrankten Gewebes

als Zeichen des Ansprechens auf Tamoxifen

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie

erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind.

5.

WIE IST Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und den Blisterpackungen angegebenen

Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 30 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu

schützen.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg

enthält

Der Wirkstoff ist Tamoxifen.

Jede Tablette enthält 30 mg Tamoxifen (als Tamoxifencitrat).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Povidon K 25, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.),

Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hochdisperses Siliciumdioxid, Mikrokristalline Cellulose.

Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg

aussieht und Inhalt der Packung

Weiße bis cremefarbene, längliche Tablette mit 3facher Bruchrille.

Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg ist in Packungen mit 30 und 100 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

ratiopharm GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im

März 2011

Versionscode: Z09

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben

Fachinformation

(Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels)

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Tamoxifen-ratiopharm

®

40 mg Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Tablette enthält 40 mg Tamoxifen (als Tamoxifencitrat).

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette

Cremefarbene bis weiße Oblongtablette mit 3facher Bruchrille

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Adjuvante Therapie nach Primärbehandlung des Mammakarzinoms.

Metastasierendes Mammakarzinom.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Im Allgemeinen liegt die Dosierung zwischen 20-40 mg Tamoxifen täglich. In der Regel ist die

Dosis von 20 mg ausreichend wirksam.

Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1

Glas Wasser) zu den Mahlzeiten einzunehmen.

Die Behandlung mit Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten ist in der Regel eine

Langzeittherapie und sollte durch onkologisch erfahrene Ärzte erfolgen.

In der adjuvanten Behandlung des frühen hormonrezeptor-positiven Mammakarzinoms wird

zurzeit eine Behandlungsdauer von mindestens 5 Jahren empfohlen. Die optimale Dauer der

Tamoxifen-Therapie bleibt weiterhin zu untersuchen.

4.3

Gegenanzeigen

- Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Tamoxifencitrat bzw. Tamoxifen oder einem der

sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.

- Kinder dürfen nicht mit Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten behandelt werden.

- Schwangerschaft

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

In Fällen von schwerer Thrombozytopenie, Leukozytopenie oder Hyperkalzämie ist eine

individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich und bei Verordnung eine besonders

sorgfältige ärztliche Überwachung notwendig.

Regelmäßige Kontrollen des Blutbildes, einschließlich der Thrombozyten, der Leberfunktion

und des Calciums im Serum sollten erfolgen.

Wegen des erhöhten Risikos für das Auftreten von Endometriummalignomen und uterinen

Sarkomen durch Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten sollten bei vaginalen Blutungen in

der Postmenopause und irregulären Blutungen in der Prämenopause die Ursachen umgehend

geklärt werden.

Nicht hysterektomierte Patientinnen sollten jährlich gynäkologisch im Hinblick auf

Endometriumveränderungen untersucht werden. Bei Patientinnen mit Tumormetastasen sollte

der Arzt über die Häufigkeit der Untersuchungen entscheiden.

Zu Beginn der Therapie mit Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten sollte eine augenärztliche

Untersuchung erfolgen.

Treten unter der Behandlung mit Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten Veränderungen der

Sehkraft auf, so ist eine augenärztliche Untersuchung dringend vorzunehmen, da sich manche

im Frühstadium erkannten Veränderungen nach dem Absetzen der Therapie zurückbilden.

Bei den publizierten Einzelfällen von ausgeprägter Hypertriglyceridämie unter Tamoxifen-

Behandlung lag meist eine Fettstoffwechselstörung zugrunde. Eine Kontrolle der Triglyceride

im Serum kann sinnvoll sein.

Die Anwendung von Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten kann bei Dopingkontrollen zu

positiven Ergebnissen führen.

Die Anwendung von Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten als Dopingmittel kann zu einer

Gefährdung der Gesundheit führen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Während der Behandlung mit Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten sollten keine

Hormonpräparate, insbesondere keine östrogenhaltigen (z. B. orale Kontrazeptiva)

eingenommen werden, da eine gegenseitige Wirkungsminderung möglich ist.

Zusammen mit Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten sollten keine

Thrombozytenaggregationshemmer verabreicht werden, um die Blutungsgefahr während einer

möglichen thrombozytopenischen Phase nicht zu erhöhen.

Bei gemeinsamer Gabe von Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten und Antikoagulantien vom

Cumarin-Typ kann es zu einer Veränderung der Gerinnungsverhältnisse kommen (Verlängerung

der Prothrombinzeit). Die gleichzeitige Verabreichung beider Arzneimittel erfordert daher eine

sorgfältige Überwachung des Gerinnungsstatus (vor allem bei Behandlungsbeginn).

Bei der Anwendung von Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten ist bei gleichzeitiger

Chemotherapie das Risiko für das Auftreten thromboembolischer Ereignisse, einschließlich

tiefer Beinvenenthrombosen und Lungenembolien, erhöht.

Tamoxifen und seine Hauptmetaboliten sind potente Inhibitoren von Oxidasen des Cytochrom-

P450-Systems. Der Effekt von Tamoxifen auf den Metabolismus und die Exkretion anderer

zytotoxischer Arzneimittel, die wie u. a. Cyclophosphamid durch diese Enzyme aktiviert werden,

ist nicht bekannt.

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen beim Menschen mit der Anwendung in der

Schwangerschaft und in der Stillzeit vor.

Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten darf nicht während der Schwangerschaft verabreicht

werden. Daher sollte die Möglichkeit einer Schwangerschaft vor Behandlungsbeginn

ausgeschlossen werden. Während der Behandlung und bis zu 2 Monaten nach Beendigung der

Behandlung sollte eine sichere Antikonzeption (nicht-hormonelle Methoden, siehe Abschnitt

4.5.) gewährleistet sein.

Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten bewirkt beim Menschen in einer Dosis von 20 mg 2-

mal täglich eine Laktationshemmung. Die Milchproduktion setzt auch nach Absetzen der

Therapie innerhalb dieser Laktationsperiode nicht wieder ein. Stillen ist deshalb während der

Therapie nicht möglich. Vor einer Behandlung mit Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten

muss deshalb entweder abgestillt werden oder Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten darf für

die Dauer der Stillperiode nicht eingenommen werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen

von Maschinen durchgeführt. Es ist beim Steuern von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen

zu beachten, dass Sehstörungen oder Benommenheit während der Behandlung auftreten

können.

4.8

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufig:

10 % der Behandelten

häufig:

< 10%, aber ≥ 1% der Behandelten

gelegentlich:

< 1%, aber ≥ 0,1% der Behandelten

selten:

< 0,1%, aber ≥ 0,01% der Behandelten

sehr selten:

< 0,01% der Behandelten

nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Veränderungen des Blutbildes können auftreten.

Häufig: Vorübergehende Anämie.

Gelegentlich: Leukozytopenie, Neutropenie und vorübergehende Thrombozytopenie meist mit

Werten von 80.000-90.000/µl, gelegentlich auch darunter.

Sehr selten: Schwere Neutropenien und Panzytopenien.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Flüssigkeitsretention, Anstieg der Serum-Triglyceride, sehr selten auch schwere

Hypertriglyceridämien, z. T. mit einer Pankreatitis einhergehend.

Gelegentlich: Hyperkalzämie bei Patientinnen mit Knochenmetastasen, vor allem zu Beginn der

Therapie.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Benommenheit, Kopfschmerzen.

Augenerkrankungen

Häufig: Sehstörungen (Katarakte, Corneatrübungen und/oder Retinopathien), die nur z. T.

reversibel sind. Das Risiko für Katarakte steigt mit der Dauer der Tamoxifen-Einnahme.

Selten: optische Neuropathie, Optikusneuritis.

Sehr selten: Erblindung.

Gefäßerkrankungen

Häufig: thromboembolische Ereignisse, einschließlich tiefer Beinvenenthrombosen und

Lungenembolien (siehe Abschnitt 4.4).

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten: Interstitielle Pneumonitis.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit.

Gelgentlich: Erbrechen.

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Änderungen der Leberenzymwerte.

Selten: Entwicklung einer Fettleber, Cholestase, Hepatitis und Ikterus.

In einem Fall wurde über Agranulozytose mit Leberzellnekrose berichtet.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Hautausschlag, Alopezie.

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich eines angioneurotischen Ödems.

Sehr selten: Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom oder bullöser Pemphigus.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr häufig: Fluor vaginalis, Zyklusveränderungen bis hin zur völligen Unterdrückung der

Menstruation bei Patientinnen in der Prämenopause.

Häufig: Pruritus vulvae, vaginale Blutungen, Vergrößerung von Myomen des Uterus,

proliferative Veränderungen am Endometrium in Form von Neoplasie des Endometriums,

Endometriumhyperplasie, Endometriose, Endometriumpolypen.

Gelegentlich: Endometriumkarzinome.

Aktuellen Erkenntnissen zufolge steigt mit zunehmender Dauer einer Behandlung mit Tamoxifen

das Risiko eines Endometriumkarzinoms auf das 2-4fache gegenüber nicht mit Tamoxifen

therapierten Frauen an.

Selten: Uterussarkome, Ovarialzysten.

Allgemein

Sehr häufig: Hitzewallungen, sie sind zum Teil auf die antiöstrogene Wirkung des Tamoxifens

zurückzuführen.

Häufig: Knochenschmerzen und Schmerzen im Bereich des erkrankten Gewebes, die das

Ansprechen auf Tamoxifen-ratiopharm® 40 mg Tabletten zunächst begleiten.

4.9

Überdosierung

a) Symptome der Intoxikation

Über Überdosierung beim Menschen ist wenig bekannt. Bei Dosierungen von 160 mg/m

2

tgl. und

darüber traten EKG-Veränderungen (Verlängerung der QT-Zeit) und bei 300 mg/m

2

tgl. Neurotoxizität

(Tremor, Hyperreflexie, Gangunsicherheit und Schwindel) auf.

Bei Überdosierung ist theoretisch mit einer Verstärkung antiöstrogener Nebenwirkungen zu

rechnen. Tierexperimentelle Untersuchungen mit extremer Überdosierung (100-200fache

therapeutische Dosis) lassen den Schluss zu, dass auch östrogene Wirkungen möglich sind.

b) Therapie von Intoxikationen

Ein spezifisches Antidot steht nicht zur Verfügung. Es ist deshalb eine symptomatische

Behandlung einzuleiten.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiöstrogen

ATC-Code: L02BA01

Tamoxifen hemmt kompetitiv die Bindung von Östrogenen an zytoplasmatische

Hormonrezeptoren. Infolgedessen kommt es zu einer Abnahme der Zellteilung in bestimmten

östrogenabhängigen Geweben. Beim metastasierenden Mammakarzinom tritt in ca. 50-60 %

der Fälle eine vollständige oder teilweise Remission vor allem von Weichteil- und

Knochenmetastasen ein, wenn das Vorhandensein von Östrogenrezeptoren im Tumorgewebe

nachgewiesen wurde. Bei negativem Hormonrezeptorstatus, insbesondere der Metastasen

werden nur in ca. 10 % objektive Remissionen beobachtet.

Bei Frauen mit östrogenrezeptor-positiven Tumoren oder Tumoren mit unbekanntem

Rezeptorstatus, wurden bei adjuvanter Tamoxifen-Therapie signifikant weniger Rezidive und

eine erhöhte 10-Jahres-Überlebensrate nachgewiesen, wobei mit einer 5-jährigen Behandlung

ein erheblich größerer Effekt erzielt wurde als bei einer Behandlungsdauer von 1 oder 2

Jahren. Es zeichnet sich ab, dass dieser Nutzen unabhängig vom Alter und Menopausenstatus

sowie von der Tamoxifen-Dosis und einer zusätzlichen Chemotherapie ist.

Klinische Erfahrungen zeigten, dass Tamoxifen bei postmenopausalen Frauen zu einer

Reduktion des Gesamtcholesterins im Blut sowie der LDL im Bereich von 10-20 % führt.

Darüber hinaus wurde bei postmenopausalen Frauen von einem Erhalt der Knochendichte

berichtet.

In einer nicht-kontrollierten Studie an einer heterogenen Gruppe von 28 Mädchen im Alter von

2-10 Jahren mit dem McCune-Albright-Syndrom wurden in einem Zeitraum von bis zu 12

Monaten 20 mg Tamoxifen täglich verabreicht. Von den Patientinnen, die vor der Studie von

vaginalen Blutungen berichteten, zeigten sich während der ersten 6 Monate bei 62 % (13 von

21) und während des Gesamtverlaufs der Studie bei 33 % (7 von 21) keine vaginalen

Blutungen. Das mittlere Uterusvolumen erhöhte sich in den ersten 6 Monaten und war am Ende

der einjährigen Studiendauer verdoppelt. Dieses Ergebnis ist in Übereinstimmung mit den

pharmakodynamischen Eigenschaften von Tamoxifen, ein kausaler Zusammenhang wurde

jedoch nicht hergestellt. Langzeitdaten zur Sicherheit der Anwendung bei Kindern liegen nicht

vor. Insbesondere der Einfluss auf Wachstum, Pubertät und allgemeine Entwicklung wurden

nicht untersucht.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Tamoxifen wird gut resorbiert. Die maximalen Serumspiegel werden 4-7 Stunden nach oraler

Aufnahme erreicht. Mit 98 % ist die Plasmaeiweißbindung hoch. Die terminale

Plasmahalbwertszeit beträgt im Mittel 7 Tage. Tamoxifen wird in beträchtlichem Ausmaß

metabolisiert. Der Hauptmetabolit im Serum, N-Desmethyltamoxifen, und weitere Metaboliten

besitzen nahezu gleiche antiöstrogene Eigenschaften wie die Muttersubstanz. Tamoxifen und

seine Metaboliten akkumulieren in Leber, Lunge, Gehirn, Bauchspeicheldrüse, Haut und

Knochen. Aufgrund eines ausgeprägten enterohepatischen Kreislaufes kumuliert Tamoxifen bei

chronischer Therapie im Serum. Bei einer Dosierung von 20-40 mg/Tag wird frühestens nach 4

Wochen ein steady state erreicht.

Die Ausscheidung erfolgt vorwiegend mit dem Stuhl in Form von verschiedenen Metaboliten.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität (LD

50

)

Die akute Toxizität von Tamoxifen wurde an Mäusen und Ratten geprüft. Die LD

50

oral betrug 3

und 2,5 g/kg KG, die LD

50

i.v. jeweils ca. 62,5 mg/kg KG.

Chronische Toxizität

Versuche zur chronischen Toxizität wurden bei Ratten und Mäusen bis zu einer Dauer von 15

Monaten durchgeführt. Die Tierspezies zeigten histopathologische Veränderungen an den

Fortpflanzungsorganen, die sich durch die pharmakologischen Eigenschaften von Tamoxifen

erklären ließen und in der Regel reversibel waren. Außerdem wurde das Auftreten von

Katarakten beobachtet.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Untersuchungen in unterschiedlichen In-vivo- und In-vitro-Systemen belegen, dass Tamoxifen

nach hepatischer Aktivierung ein genotoxisches Potential besitzt.

In Langzeitstudien wurden Lebertumoren und Katarakte bei Ratten und Gonadentumoren bei

Mäusen beobachtet. Die klinische Bedeutung dieser Befunde ist unklar. Aus klinischen

Berichten liegen Hinweise auf ein erhöhtes Risiko der Ausbildung von Tumoren des

Endometriums vor.

Reproduktionstoxizität

Tamoxifen verhindert in niedrigen Konzentrationen die Implantation und führt in Dosierungen

oberhalb von 2 mg/kg/Tag zu Aborten. Embryotoxizitätsstudien an mehreren Tierspezies haben

keine Hinweise auf teratogene Effekte ergeben, embryoletale Wirkungen traten bei Kaninchen

ab einer Dosis von 0,5 mg/kg/Tag auf.

Die intrauterine Exposition von Mäusen während der Fetalentwicklung sowie die Behandlung

neugeborener Ratten und Mäuse mit Tamoxifen haben Schädigungen der weiblichen

Reproduktionsorgane zur Folge, die im Erwachsenenalter nachweisbar sind. Auch erwachsene

weibliche Tiere zeigen nach Langzeitbehandlung regressive Veränderungen der

Reproduktionsorgane bei Dosierungen oberhalb von 0,05 mg/kg/Tag. Bei männlichen Ratten

sind nach Kurz- und Langzeitbehandlung eine durch die Hemmung der Gonadotropinsekretion

in der Hypophyse ausgelöste Reduktion des Hodengewichts und der Spermiogenese

beschrieben.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Povidon K 25, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A)

(Ph.Eur.), Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hochdisperses Siliciumdioxid, Mikrokristalline

Cellulose.

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Packung mit 30 Tabletten (N1)

Packung mit 100 Tabletten (N3)

6.6

Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

ratiopharm GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

www.ratiopharm.de

8.

ZULASSUNGSNUMMER

9394.01.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 08. Juni 1989

Datum der Verlängerung der Zulassung: 19. November 2007

10.

STAND DER INFORMATION

Oktober 2008

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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