Tamoxifen AL 10 Tablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Tamoxifencitrat
Verfügbar ab:
ALIUD PHARMA GmbH
ATC-Code:
L02BA0
INN (Internationale Bezeichnung):
tamoxifen citrate
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Tamoxifencitrat 15.2mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
10818.00.00

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ALIUD PHARMA® GmbH

D-89150 Laichingen

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Tamoxifen AL 10

Zur Anwendung bei Erwachsenen

Wirkstoff: Tamoxifen 10 mg pro Tablette

Lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Gebrauchsinformation auf. Vielleicht möchten Sie diese später

nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Gebrauchsinformation steht:

1. Was ist Tamoxifen AL und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Tamoxifen AL beachten?

3. Wie ist Tamoxifen AL einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Tamoxifen AL aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Tamoxifen AL und wofür wird es angewendet?

Tamoxifen AL ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Brustkrebs

(Mammakarzinom).

Tamoxifen AL wird angewendet zur:

unterstützenden Behandlung nach der Erstbehandlung eines

Brustdrüsentumors (Mammakarzinom).

Behandlung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) eines

Brustdrüsentumors (Mammakarzinom).

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Tamoxifen AL beachten?

Tamoxifen AL darf nicht eingenommen werden

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wenn Sie allergisch gegen Tamoxifen oder einen der in Abschnitt 6

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittelssind.

wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Kinder dürfen nicht mit Tamoxifen AL behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder, bevor Sie Tamoxifen AL einnehmen:

wenn Sie eine stark verminderte Anzahl an Blutplättchen oder einen

erhöhten Kalziumgehalt im Blut haben. Unter diesen Umständen müssen

Sie besonders sorgfältig ärztlich überwacht werden.

wenn bei Ihnen unter der Behandlung mit Tamoxifen AL die Werte

bestimmter Bluttfette (Triglyceride) stark ansteigen, kann eine durch

Tamoxifen AL verursachte ausgeprägte Blutfettstoffwechselstörung

(Hypertriglyceridämie) vorliegen.

falls Sie Blutungen nach den Wechseljahren oder unregelmäßige Blutungen

vor den Wechseljahren haben. Die Ursache solcher Blutungen müssen Sie

umgehend frauenärztlich abklären lassen. Darüber hinaus müssen Sie die

Notwendigkeit einer jährlichen frauenärztlichen Untersuchung zur

Feststellung von Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut oder

sonstiger Kontrolluntersuchungen mit Ihrem Arzt besprechen.

wenn sich während der Behandlung mit Tamoxifen AL Ihre Sehkraft

verändert. In diesem Fall müssen Sie sich dringend augenärztlich

untersuchen lassen, da sich manche im Frühstadium erkannte

Veränderungen nach dem Absetzen von Tamoxifen zurückbilden. Generell

sollten Sie vor Behandlungsbeginn mit Tamoxifen AL eine augenärztliche

Untersuchung durchführen lassen.

wenn Sie eine zeitversetzte Operation zur Brustrekonstruktion haben

(Wochen oder Jahre nach der ersten Brustoperation, wenn Ihr eigenes

Gewebe zur Formung einer neuen Brust eingesetzt wird). Tamoxifen kann

das Risiko zur Bildung von Blutgerinnseln in kleinen Gefäßen des

Gewebelappens erhöhen. Dies kann zu Komplikationen führen.

Während der Einnahme von Tamoxifen AL sollten Sie das Blutbild, den

Kalziumgehalt im Blut sowie die Leberfunktion regelmäßig vom Arzt

kontrollieren lassen. Eine Kontrolle der Triglyceride im Serum kann sinnvoll

sein.

Dopingkontrollen

Die Anwendung von Tamoxifen AL kann bei Dopingkontrollen zu positiven

Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von

Tamoxifen AL als Dopingmittel können nicht abgesehen werden,

schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Anwendung von Tamoxifen AL zusammen mit anderen Arzneimitteln

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Eine gleichzeitige Gabe von Arzneimitteln mit folgenden Wirkstoffen sollte

vermieden werden, da eine Reduzierung der Wirksamkeit von Tamoxifen nicht

ausgeschlossen werden kann: Paroxetin, Fluoxetin (z.B. zur Behandlung von

Depressionen), Bupropion (zur Behandlung von Depressionen oder zur

Unterstützung der Raucherentwöhnung), Chinidin (z.B. zur Behandlung einer

Herzrhythmusstörung) und Cinacalcet (zur Behandlung von Erkrankungen der

Nebenschilddrüse).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel

anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen

andere Arzneimittel anzuwenden. Insbesondere sollten Sie Ihren Arzt

informieren, wenn Sie folgende Medikamente/Wirkstoffe einnehmen:

Paroxetin, Fluoxetin (z.B. zur Behandlung von Depressionen)

Bupropion (zur Behandlung von Depressionen oder zur Unterstützung der

Raucherentwöhnung)

Chindin (z.B. zur Behandlung einer Herzrhythmusstörung)

Cinacalcet (zur Behandlung von Erkrankungen der Nebenschilddrüse).

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann

bei gleichzeitiger Behandlung mit Tamoxifen AL beeinflusst werden:

Verstärkung der Wirkung bis hin zum erhöhten Nebenwirkungsrisiko:

Blutgerinnungshemmende Arzneimittel: Kombinieren Sie Tamoxifen AL mit

solchen Mitteln nur, wenn Ihr Arzt Ihnen die ausdrückliche Anweisung hierzu

gegeben hat. Aufgrund der hierdurch erhöhten Blutungsneigung sollten

Labortermine sehr sorgfältig eingehalten werden.

Gleichzeitige Chemotherapie: Es gibt Hinweise darauf, dass während der

Behandlung mit Tamoxifen AL vermehrt Blutgerinnsel (thromboembolische

Ereignisse, einschließlich tiefer Venenthrombosen und Lungenembolien)

auftreten können. Die Häufigkeit ist bei gleichzeitiger Chemotherapie erhöht.

Abschwächung der Wirkung von:

Hormonpräparaten, insbesondere östrogenhaltige (z.B. „die Pille“): Eine

gegenseitige Wirkungsminderung ist möglich. Während der Behandlung mit

Tamoxifen AL sollten daher diese Präparate nicht angewendet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu

sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung

dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Tamoxifen

während der Schwangerschaft vor. Sie dürfen Tamoxifen AL daher während der

Schwangerschaft nicht einnehmen. Die Möglichkeit einer Schwangerschaft

sollte vor Behandlungsbeginn ausgeschlossen werden. Frauen im gebärfähigen

Alter sollten während und bis zu zwei Monate nach Beendigung der

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Behandlung eine zuverlässige, nichthormonelle Verhütungsmethode (nicht die

„Pille“, sondern Spirale, Kondome o.ä.) anwenden (siehe auch Abschnitt 2.

„Anwendung von Tamoxifen AL zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Bei Patientinnen vor den Wechseljahren kann durch die Einnahme von

Tamoxifen die monatliche Regelblutung unterdrückt werden (siehe Abschnitt 4

„Welche Nebenwirkungen sind möglich“).

Stillzeit

In höherer Dosierung hemmt Tamoxifen beim Menschen die Milchproduktion

vollständig. Diese setzt dann auch nach Beendigung der Behandlung innerhalb

der Stillperiode nicht wieder ein. Darüber hinaus ist nicht bekannt, ob der

Wirkstoff aus Tamoxifen AL in die Muttermilch übergeht. Sie dürfen Tamoxifen

AL daher während der Stillzeit nicht einnehmen. Ist eine Behandlung

erforderlich, müssen Sie abstillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und

die Fähigkeit zum Bedienen Von Maschinen durchgeführt.

Sie sollten beim Steuern eines Fahrzeugs und beim Bedienen von Maschinen

beachten, dass Tamoxifen Ihr Sehvermögen beeinträchtigen und

Benommenheit hervorrufen kann.

3. Wie ist Tamoxifen AL einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzte

oder Apotheker ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn

Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis

Im Allgemeinen liegt die Dosierung zwischen 20 und 40 mg Tamoxifen täglich,

d.h. 2 - 4 Tabletten Tamoxifen AL 10 pro Tag.

In der Regel ist eine Dosis von 20 mg Tamoxifen/Tag ausreichend wirksam.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen

Nehmen Sie die Tabletten bitte mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas

Wasser) unzerkaut zu einer Mahlzeit ein.

Dauer der Anwendung

Sie müssen Tamoxifen AL in der Regel über einen langen Zeitraum einnehmen.

Über die Dauer der Einnahme entscheidet der behandelnde Arzt. Zur

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unterstützenden Behandlung des frühen Brustdrüsentumors wird zurzeit eine

Behandlungsdauer von mindestens 5 Jahren empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Tamoxifen AL eingenommen

haben, als Sie sollten

Benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere

der Vergiftung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen

entscheiden.

Wenn Sie die Einnahme von Tamoxifen AL vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme

vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Tamoxifen AL abbrechen

kann der Behandlungserfolg gefährdet sein. Brechen Sie die Behandlung nicht

ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme des Arzneimittels haben, wenden Sie

sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses ArzneimittelNebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei der Bewertung von

Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig: Vorübergehende Blutarmut (Anämie).

Gelegentlich: Verminderung der Anzahl an weißen Blutkörperchen

(Leukopenie), vorübergehende Verminderung der Blutplättchen

(Thrombozytopenie)

Selten: vollständiger Verlust bestimmter weißer Blutkörperchen

(Agranulozytose), Verminderung der Zahl bestimmter Blutzellen (Neutropenie)

Sehr selten: Schwere Blutbildveränderungen (Neutropenien, Panzytopenien).

Erkrankungen des Nervensystems

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Häufig: Benommenheit, Kopfschmerzen, Störungen der Sinneswahrnehmungen

(einschließlich Geschmacksstörungen und Taubheit oder Kribbeln der Haut).

Augenerkrankungen

Häufig: Nur z.T. rückbildungsfähige Sehstörungen durch Trübungen der

Augenlinse oder der Hornhaut (selten) und/oder Netzhautveränderungen

(Retinopathien), Linsentrübungen (bei langer Tamoxifeneinnahme ).

Selten: Schädigung oder Entzündung des Sehnervs (bei einer geringen Anzahl

von Patientinnen kann es zur Erblindung kommen).

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mittelfellraums

Gelegentlich: Lungenentzündung (interstitielle Pneumonitis).

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Sehr häufig: Übelkeit.

Häufig: Erbrechen, Durchfall, Verstopfung.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig: Hautausschlag (selten mit runden scheibenförmigen Hautrötungen,

unter Umständen mit Beteiligung der Schleimhaut und hohem Fieber sowie mit

schweren Störungen des Allgemeinbefindens oder großen, teils blutgefüllten

Hautblasen),

Häufig: Haarausfall. Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich seltener

Fälle einer Gewebeschwellung (angioneurotisches Ödem).

Selten: Entzündung kleiner Gefäße in der Haut, die zu Hautausschlag führt

(kutane Vaskulitis)

Sehr selten: Entzündung der Haut, die mit Hautausschlag und Rötung

einhergeht und üblicherweise Hautbereiche betrifft, die dem Sonnenlicht

ausgesetzt sind (kutaner Lupus erythematodes)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelschmerzen

Erkrankungen des Hormonsystems

Gelegentlich: Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut bei Patientinnen mit

Tochtergeschwülsten in den Knochen, vor allem zu Beginn der Behandlung.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Flüssigkeitsanreicherung im Gewebe.

Häufig: Anstieg bestimmter Blutfette (Serumtriglyceride).

Sehr selten: Ausgeprägte Erhöhung bestimmter Blutfette (Hypertriglyceridämie),

gelegentlich mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Gefäßerkrankungen

Häufig: Durchblutungsstörungen der Hirngefäße, Muskelkrämpfe in den Beinen,

Blutgerinnsel in den Venen (Thrombose)*, in deren Folge es zur

Minderdurchblutung von Organen kommen kann wie z.B. tiefe

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Beinvenenthrombose und Lungenembolie, einschließlich Gerinnseln in kleinen

Gefäßen).

Gelegentlich: Schlaganfall.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Hitzewallungen.

Selten: Zu Therapiebeginn Knochenschmerzen und Schmerzen im Bereich des

erkrankten Gewebes.

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig: Änderungen der Leberenzymwerte, Entwicklung einer Fettleber,

Gelegentlich: schwere chronische Lebererkrankung (Leberzirrhose)

Selten: Störungen des Gallenabflusses, Leberentzündung, Gelbsucht,

ausgeprägter Zerfall von Leberzellen (Leberzellnekrose), Schädigung der

Leberzellen, Leberversagen.

Einige Fälle der schwerwiegenden Lebererkrankungen verliefen tödlich.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr häufig: Ausfluss aus der Scheide. Unregelmäßigkeiten bei der

monatlichen Regelblutung bis hin zur völligen Unterdrückung vor den

Wechseljahren, Blutungen aus der Scheide.

Häufig: Juckreiz im Genitalbereich, Vergrößerung von gutartigen Geschwülsten

der Gebärmutter (Myome), Wucherungen und Polypen der

Gebärmutterschleimhaut sowie in seltenen Fällen gutartige Wucherungen der

Gebärmutterschleimhaut mit Auswandern von Gewebe aus der Gebärmutter.

Gelegentlich: Bösartige Tumore der Gebärmutterschleimhaut,

Endometriumkarzinome.

Selten: Zysten an den Eierstöcken, bösartige Tumore der Gebärmutter

(Uterussarkome), gutartige Gewebswucherungen (Polypen) im Bereich der

Scheide.

Angeborene, familiäre und genetische Erkrankungen

Sehr selten: Stoffwechselstörung mit erhöhter Produktion bestimmter

Zellfarbstoffe (genannt Porphyrine) in der Leber, einhergehend mit Hautblasen

auf Hautbereichen, die dem Licht ausgesetzt sind (Porphyria cutanea tarda)

* Die Häufigkeit von Thrombosen und Embolien ist bei gleichzeitiger

Chemotherapie erhöht.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch

direkt anzeigen:

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

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Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt

werden.

5. Wie ist Tamoxifen AL aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem

Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr

verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie

Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr

verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Tamoxifen AL enthält

Der Wirkstoff ist Tamoxifen

1 Tablette enthält 10 mg Tamoxifen als Tamoxifencitrat.

Die sonstigen Bestandteile sind

Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.

Eur.), mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Povidon K 25,

Hochdisperses Siliciumdioxid.

Wie Tamoxifen AL aussieht und Inhalt der Packung

Weiße bis fast weiße, runde, bikonvexe Tablette mit Bruchkerbe auf der einen

Seite und Prägung „10“ auf der anderen Seite.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu

erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

Tamoxifen AL ist in Packungen mit 100 Tabletten erhältlich.

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Pharmazeutischer Unternehmer

ALIUD PHARMA® GmbH

Gottlieb-Daimler-Straße 19 D-89150 Laichingen

info@aliud.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im September 2015

Tamoxifen AL 10 mg/- 20 mg/- 30 mg Tabletten Aliud Pharma FI

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)

1. Bezeichnung des Arzneimittels

Tamoxifen AL 10

Tamoxifen 10 mg pro Tablette

Tamoxifen AL 20

Tamoxifen 20 mg pro Tablette

Tamoxifen AL 30

Tamoxifen 30 mg pro Tablette

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Tamoxifen AL 10

1 Tablette enthält 10 mg Tamoxifen als Tamoxifencitrat .

Tamoxifen AL 20

1 Tablette enthält 20 mg Tamoxifen als Tamoxifencitrat

Tamoxifen AL 30

1 Tablette enthält 30 mg Tamoxifen als Tamoxifencitrat

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. Darreichungsform

Tablette

Tamoxifen AL 10

Weiße bis fast weiße, runde, bikonvexe Tablette mit Bruchkerbe auf der einen

Seite und Prägung „10“ auf der anderen Seite.

Tamoxifen AL 20

Tamoxifen AL 30

Weiße bis fast weiße, runde, bikonvexe Tablette mit einseitiger Bruchkerbe.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu

erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Adjuvante Therapie nach Primärbehandlung des Mammakarzinoms.

Tamoxifen AL 10 mg/- 20 mg/- 30 mg Tabletten Aliud Pharma FI

Metastasierendes Mammakarzinom.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Im Allgemeinen liegt die Dosierung zwischen 20 und 40 mg Tamoxifen täglich.

In der Regel ist eine Dosis von 20 mg Tamoxifen ausreichend wirksam.

Kinder und Jugendliche

Tamoxifen AL darf bei Kindern nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).

Art der Anwendung

Tamoxifen AL Tabletten sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas

Wasser) zu den Mahlzeiten einzunehmen.

Dauer der Anwendung

Die Behandlung mit Tamoxifen AL ist in der Regel eine Langzeittherapie und

sollte durch onkologisch erfahrene Ärzte erfolgen.

In der adjuvanten Behandlung des frühen Hormonrezeptor-positiven

Mammakarzinoms wird zurzeit eine Behandlungsdauer von mindestens 5

Jahren empfohlen. Die optimale Dauer der Tamoxifen-Therapie bleibt weiterhin

zu untersuchen.

4.3 Gegenanzeigen

Bekannte Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

Kinder dürfen nicht mit Tamoxifen behandelt werden

Schwangerschaft

Stillzeit.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

Bei schweren Thrombozytopenien, Leukozytopenien oder Hypercalcämien ist

eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich und bei Verordnung eine

besonders sorgfältige ärztliche Überwachung notwendig.

Während der Anwendung von Tamoxifen AL sollte das Blutbild, das

Serumcalcium sowie die Leberfunktion regelmäßig kontrolliert werden. Eine

Kontrolle der Triglyceride im Serum kann sinnvoll sein.

Wegen des erhöhten Risikos für das Auftreten von Endometriumkarzinomen

und Uterussarkomen (meist maligne Müller Mischtumore) durch Tamoxifen

sollten bei vaginalen Blutungen in der Postmenopause und irregulären

Blutungen in der Prämenopause die Ursachen umgehend geklärt werden.

Nicht hysterektomierte Patientinnen sollten jährlich gynäkologisch im Hinblick

auf Endo-metriumveränderungen untersucht werden. Bei Patientinnen mit

Tumormetastasen sollte der Arzt über die Häufigkeit der Untersuchungen

Tamoxifen AL 10 mg/- 20 mg/- 30 mg Tabletten Aliud Pharma FI

entscheiden.

Zu Beginn der Therapie mit Tamoxifen sollte eine augenärztliche Untersuchung

erfolgen. Treten unter der Behandlung mit Tamoxifen Veränderungen der

Sehkraft auf, so ist eine augenärztliche Untersuchung dringend vorzunehmen,

da sich manche im Frühstadium erkannte Veränderungen nach dem Absetzen

der Therapie zurückbilden.

Aus klinischen Studien wurden Einzelfälle von Zweitmalignomen an anderen

Organen als dem Endometrium und der kontralateralen Brust nach einer

Behandlung mit Tamoxifen bekannt. Bisher konnte kein Kausalzusammenhang

mit Tamoxifen hergestellt werden, so dass die klinische Bedeutung der Befunde

ungeklärt ist.

Bei einer zeitversetzten mikrochirurgischen Rekonstruktion der Brust kann das

Risiko von mikrovaskulären Lappenkomplikationen durch Tamoxifen erhöht

sein.

In der Literatur wurde gezeigt, dass langsame Metabolisierer („Poor-

Metabolizer“) des Enzyms CYP2D6 (Cytochrom P450) einen niedrigeren

Endoxifen-Plasmaspiegel aufweisen. Endoxifen ist einer der wichtigsten aktiven

Metaboliten von Tamoxifen (siehe Abschnitt 5.2).

Eine gleichzeitige Verabreichung von Arzneimitteln, die das Enzym CYP2D6

hemmen, kann zu einer reduzierten Konzentration des aktiven Metaboliten

Endoxifen führen. Deshalb sollte die Gabe starker Inhibitoren des Enzyms

CYP2D6 während einer Tamoxifentherapie möglichst vermieden werden (z.B.

Paroxetin, Fluoxetin, Chinidin, Cinacalcet oder Bupropion).

Dopingkontrollen

Die Anwendung von Tamoxifen AL kann bei Dopingkontrollen zu positiven

Ergebnissen führen.

Kinder und Jugendliche

In einer nicht-kontrollierten Studie mit 28 Mädchen im Alter von 2 - 10 Jahren

mit dem McCune-Albright-Syndrom wurden in einem Zeitraum von bis zu 12

Monaten 20 mg Tamoxifen täglich verabreicht. Dabei erhöhte sich das mittlere

Uterusvolumen in den ersten 6 Monaten und war am Ende der einjährigen

Studiendauer verdoppelt. Dieses Ergebnis ist in Übereinstimmung mit den

pharmakodynamischen Eigenschaften von Tamoxifen, ein kausaler

Zusammenhang wurde jedoch nicht hergestellt (siehe 5.1).

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Während der Behandlung mit Tamoxifen sollten keine Hormonpräparate,

insbesondere keine östrogenhaltigen (z.B. orale Kontrazeptiva) eingenommen

werden, da eine gegenseitige Wirkungsminderung möglich ist.

Tamoxifen AL 10 mg/- 20 mg/- 30 mg Tabletten Aliud Pharma FI

Bei gleichzeitiger Anwendung von Tamoxifen und dem Aromataseinhibitor

Letrozol waren die Plasmakonzentrationen von Letrozol um 37% vermindert.

Die gleichzeitige Anwendung von Tamoxifen und Aromataseinhibitoren im

Rahmen einer adjuvanten Therapie konnte keine verbesserte Wirksamkeit im

Vergleich zur alleinigen Therapie mit Tamoxifen zeigen.

Zusammen mit Tamoxifen sollten keine Thrombozytenaggregationshemmer

verabreicht werden, um die Blutungsgefahr während einer möglichen

thrombozytopenischen Phase nicht zu erhöhen.

Bei gemeinsamer Gabe von Tamoxifen und Antikoagulantien vom Cumarin-Typ

kann es zu einer Veränderung der Gerinnungsverhältnisse kommen

(Verlängerung der Prothombinzeit). Die gleichzeitige Verabreichung beider

Medikamente erfordert daher eine sorgfältige Überwachung des

Gerinnungsstatus (vor allem bei Behandlungsbeginn).

Es gibt Hinweise auf eine erhöhte Inzidenz thromboembolischer Ereignisse,

einschließlich tiefer Venenthrombosen und Lungenembolien, während der

Behandlung mit Tamoxifen (siehe Abschnitt 4.8). Die Häufigkeit ist bei

gleichzeitiger Chemotherapie erhöht.

Tamoxifen und seine Hauptmetaboliten sind potente Inhibitoren von Oxidasen

des Cytochrom-P450-Systems. Der Effekt von Tamoxifen auf den

Metabolismus und die Exkretion anderer zytotoxischer Arzneimittel, die wie u.a.

Cyclophosphamid durch diese Enzyme aktiviert werden, ist nicht bekannt.

Der bekannte Hauptweg der Metabolisierung von Tamoxifen ist die

Demethylierung, die durch CYP3A4-Enzyme katalysiert wird. In der Literatur

wird beschrieben, dass pharmakokinetische Wechselwirkungen mit Stoffen, die

die CYP3A4-Enzyme induzieren (wie Rifampicin), eine Reduktion des

Tamoxifenplasmaspiegels bewirken. Die klinische Relevanz dieser

Interaktionen ist noch nicht geklärt.

In der Literatur wurde über eine pharmakokinetische Interaktion mit Inhibitoren

des Enzyms CYP2D6 (Cytochrom P450) berichtet, welche zu einer

Reduzierung des Plasmaspiegels um 65-75% einer der aktiveren Formen von

Tamoxifen führt (z.B. Endoxifen). Nach gleichzeitiger Verabreichung von

Antidepressiva der Gruppe der SSRI (z.B. Paroxetin) wurde in Studien eine

reduzierte Wirksamkeit von Tamoxifen gezeigt. Da eine Reduzierung der

Wirksamkeit von Tamoxifen nicht ausgeschlossen werden kann, sollte die

gleichzeitige Gabe von starken Inhibitoren des CYP2D6 (z.B. Paroxetin,

Fluoxetin, Chinidin, Cinacalcet oder Bupropion) möglichst vermieden werden

(siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Wechselwirkungsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

Tamoxifen AL 10 mg/- 20 mg/- 30 mg Tabletten Aliud Pharma FI

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen beim Menschen mit der

Anwendung von Tamoxifen in der Schwangerschaft vor. Tierexperimentelle

Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Tamoxifen AL ist während der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt

4.3).

Stillzeit

Tamoxifen bewirkt beim Menschen in einer Dosis von 20 mg b.i.d. (2-mal

täglich) eine Laktationshemmung. Die Milchproduktion setzt auch nach

Absetzen der Therapie nicht wieder ein. Darüber hinaus ist nicht bekannt, ob

Tamoxifen in die Muttermilch übergeht. Tamoxifen AL ist daher in der Stillzeit

kontraindiziert. Ist eine Behandlung erforderlich, muss abgestillt werden.

Fertilität

Bei prämenopausalen Frauen kann Tamoxifen eine Unterdrückung der

Menstruation hervorrufen (siehe Abschnitt 4.8). Für Ergebnisse aus

präklinischen Studien siehe Abschnitt 5.3.

Frauen im gebärfähigen Alter / Kontrazeption

Da tierexperimentelle Studien eine Reproduktionstoxizität gezeigt haben (siehe

Abschnitt 5.3), sollte die Möglichkeit einer Schwangerschaft vor

Behandlungsbeginn ausgeschlossen werden. Während und bis zu zwei Monate

nach Beendigung der Behandlung sollte eine sichere, nichthormonelle

Kontrazeption gewährleistet sein (siehe auch Abschnitt 4.5).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und

die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Es ist beim Steuern eines Fahrzeugs und beim Bedienen von Maschinen zu

beachten, dass Tamoxifen das Sehvermögen beeinträchtigen und

Benommenheit hervorrufen kann.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die auftretenden Nebenwirkungen lassen sich entweder durch die

pharmakologische Wirkweise des Arzneistoffs begründen (wie z.B.

Hitzewallungen, vaginale Blutungen, Fluor vaginalis, Pruritus vulvae und

Schmerzen im Bereich des erkrankten Gewebes) oder sind Nebenwirkungen

allgemeiner Art, wie gastrointestinale Intoleranz, Kopfschmerzen,

Benommenheit, Flüssigkeitsretention und Alopezie.

Tamoxifen AL 10 mg/- 20 mg/- 30 mg Tabletten Aliud Pharma FI

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Soweit nicht anders angegeben, wurden die nachfolgenden Häufigkeiten

anhand der berichteten Nebenwirkungen im Rahmen einer großen Phase III-

Studie, die an 9366 postmenopausalen Frauen mit operablem Brustkrebs über

5 Jahre durchgeführt wurde, ermittelt. Sofern nicht anders angegeben, wurde

die Häufigkeitsangabe innerhalb der vergleichenden Behandlungsgruppe nicht

berücksichtigt, ebenso nicht die Tatsache, ob der Prüfer einen Zusammenhang

mit der Studienmedikation in Erwägung gezogen hat.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten

zugrunde gelegt: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich

(≥1/1.000 bis <1/100), selten (≥1/10.000 bis <1/1.000), sehr selten (<1/10.000),

nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig: Vorübergehende Anämie.

Gelegentlich:Leukopenie, vorübergehende Thrombozytopenie (meist mit

Werten von 80 000-90 000/Mikroliter, gelegentlich auch darunter).

Selten: Agranulozytose

, Neutropenie

Sehr selten: Schwere Neutropenien, Panzytopenien

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Benommenheit und Kopfschmerzen, Sensibiitätsstörungen

(einschließlich Parästhesie und Dysgeusie).

Augenerkrankungen

Häufig: Nur z.T. reversible Sehstörungen durch Katarakte, Corneatrübungen

(selten) und/ oder Retinopathien (das Risiko für Katarakte steigt mit der Dauer

der Tamoxifeneinnahme).

Selten: Optische Neuropathie

und Optikusneuritis (bei einer geringen Anzahl

von Patienten kam es zur Erblindung).

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Interstitielle Pneumonitis.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit.

Häufig: Erbrechen, Diarrhö, Verstopfung.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig: Hautausschlag (selten als Erythema multiforme

, Stevens-

Johnson-Syndrom

oder bullöser Pemphigoid

Häufig: Alopezie, Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich in seltenen

Fällen angioneurotisches Ödem.

Selten: kutane Vaskulitis

Sehr selten: kutaner Lupus erythematodes

Tamoxifen AL 10 mg/- 20 mg/- 30 mg Tabletten Aliud Pharma FI

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Myalgie

Endokrine Erkrankungen

Gelegentlich: Hyperkalzämie bei Patientinnen mit Knochenmetastasen, vor

allem zu Beginn der Therapie.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Flüssigkeitsretention.

Häufig: Anstieg der Serum-Triglyceride.

Sehr selten: Schwere Hypertriglyceridämien, gelegentlich mit einer Pankreatitis

einhergehend.

Gefäßerkrankungen

Häufig: Ischämische zerebrovaskuläre Ereignisse, Wadenkrämpfe,

thromboembolische Ereignisse, einschließlich tiefer Beinvenenthrombosen,

mikrovaskulärer Thrombosen und Lungenembolien (die Häufigkeit von venösen

Thromboembolien ist bei gleichzeitiger Chemotherapie erhöht).

Gelegentlich: Schlaganfall

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Hitzewallungen, die z.T. auf die antiöstrogene Wirkung des

Tamoxifens zurückzuführen sind.

Selten: Zu Therapiebeginn Knochenschmerzen und Schmerzen im Bereich des

erkrankten Gewebes als Zeichen des Ansprechens auf Tamoxifen

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig: Änderungen der Leberenzymwerte, Entwicklung einer Fettleber,

Gelegentlich: Leberzirrhose

Selten: Cholestase

, Hepatitis, Ikterus, Leberzellnekrose

, Schädigung der

Leberzellen

, Leberversagen

Einige Fälle der schwerwiegenden Lebererkrankungen verliefen tödlich.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr häufig: Fluor vaginalis, Zyklusveränderungen bis hin zur völligen

Unterdrückung der Menstruation in der Prämenopause

, vaginale Blutungen.

Häufig: Pruritus vulvae, Vergrößerung von Myomen des Uterus, proliferative

Veränderungen am Endometrium (Endometriumneoplasie,

Endometriumhyperplasie, Endometriumpolypen und seltene Fälle von

Endometriose

Gelegentlich: Endometriumkarzinome.

Aktuellen Erkenntnissen zufolge steigt mit zunehmender Dauer einer

Behandlung mit Tamoxifen das Risiko eines Endometriumkarzinoms auf das 2-

bis 4-fache gegenüber nicht mit Tamoxifen therapierten Frauen an.

Tamoxifen AL 10 mg/- 20 mg/- 30 mg Tabletten Aliud Pharma FI

Selten: Ovarialzysten

, Uterussarkome (meist maligne Müller Mischtumore)

Vaginalpolypen

Kongenitale, familiäre und genetische Erkrankungen

Sehr selten: Porphyria cutanea tarda

Diese Nebenwirkung trat nicht im Tamoxifen-Arm (n=3094) der ATAC-Studie

auf. Von der Nebenwirkung wurde jedoch in anderen Studien oder von anderen

Quellen berichtet. Die Häufigkeit wurde berechnet, in dem der obere Grenzwert

des 95 % Konfidenzintervalls als Punktschätzwert herangezogen wurde

(basierend auf 3/x, wobei x die Gesamtzahl, z. B. 3094 darstellt). Dies führt zu

der Rechnung 3/3094, was der Häufigkeitskategorie „selten“ entspricht.

Beruht auf Daten aus der NSABP P-1-Studie

Beruht nicht auf Daten der ATAC-Studie

Dieses Ereignis wurde in der ATAC-Studie oder in anderen großen klinischen

Studien nicht beobachtet. Die Häufigkeit wurde berechnet, in dem der obere

Grenzwert des 95 % Konfidenzintervalls als Punktschätzwert herangezogen

wurde (basierend auf 3/x, wobei x die Gesamtzahl von 13.357 Patientinnen in

den großen klinischen Studien darstellt). Dies führt zu der Rechnung 3/13.357,

was der Häufigkeitskategorie „sehr selten“ entspricht.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von

großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des

Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von

Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Symptome einer Intoxikation

Über Überdosierung beim Menschen ist wenig bekannt. Bei Dosierungen von

160 mg/m² täglich und darüber traten EKG-Veränderungen (Verlängerung der

QT-Zeit) und bei 300 mg/m² täglich Neurotoxizität (Tremor, Hyperreflexie,

Gangunsicherheit und Schwindel) auf.

Tamoxifen AL 10 mg/- 20 mg/- 30 mg Tabletten Aliud Pharma FI

Bei Überdosierung ist theoretisch mit einer Verstärkung antiöstrogener

Nebenwirkungen zu rechnen. Tierexperimentelle Untersuchungen mit extremer

Überdosierung (100- bis 200-fache therapeutische Dosis) lassen den Schluss

zu, dass auch östrogene Wirkungen möglich sind.

Therapie einer Intoxikation

Ein spezifisches Antidot steht nicht zur Verfügung. Es ist deshalb eine

symptomatische Behandlung einzuleiten.

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Hormonantagonisten und verwandte Mittel –

Antiöstrogene

ATC-Code: L02BA0

Tamoxifen hemmt kompetitiv die Bindung von Östrogenen an zytoplasmatische

Hormonrezeptoren. Infolgedessen kommt es zu einer Abnahme der Zellteilung

in östrogenabhängigen Geweben. Beim metastasierenden Mammakarzinom tritt

in ca. 50-60% der Fälle eine vollständige oder teilweise Remission vor allem

von Weichteil- und Knochenmetastasen ein, wenn das Vorhandensein von

Östrogenrezeptoren im Tumorgewebe nachgewiesen wurde. Bei negativem

Hormonrezeptorstatus, insbesondere der Metastasen, werden nur in ca. 10%

objektive Remissionen beobachtet.

Bei Frauen mit Östrogenrezeptor-positiven Tumoren oder Tumoren mit

unbekanntem Rezeptorstatus wurden durch adjuvante Tamoxifentherapie

signifikant weniger Rezidive und eine erhöhte 10-Jahres-Überlebensrate

nachgewiesen, wobei mit einer 5-jährigen Behandlung ein erheblich größerer

Effekt erzielt wurde als mit einer Behandlungsdauer von 1 oder 2 Jahren. Es

zeichnet sich ab, dass dieser Nutzen unabhängig vom Alter und

Menopausenstatus sowie von der Tamoxifen-Dosis und einer zusätzlichen

Chemotherapie ist.

Klinische Erfahrungen zeigten, dass Tamoxifen bei postmenopausalen Frauen

zu einer Reduktion des Gesamtcholesterins im Blut sowie der LDL im Bereich

von 10-20% führt. Darüber hinaus wurde bei postmenopausalen Frauen von

einem Erhalt der Knochendichte berichtet.

Der Polymorphismus von CYP2D6 kann mit einem unterschiedlichen

Ansprechen auf Tamoxifen assoziiert sein. Der „Poor-Metabolizer-Status“ kann

dabei mit einem reduzierten Ansprechen einhergehen. Die Konsequenz daraus

für die Behandlung von langsamen Metabolisierern von CYP2D6 ist derzeit

noch nicht vollständig bekannt. (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1)

Tamoxifen AL 10 mg/- 20 mg/- 30 mg Tabletten Aliud Pharma FI

CYP2D6 Genotyp

Klinische Daten deuten darauf hin, dass bei Patienten mit Homozygotie der

nicht-funktionalen CYP2D6 Allele eine reduzierte Wirksamkeit von Tamoxifen in

der Behandlung des Brustkrebses bestehen kann. Die verfügbaren Studien

wurden hauptsächlich an postmenopausalen Frauen durchgeführt. (siehe

Abschnitte 4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

In einer nicht-kontrollierten Studie an einer heterogenen Gruppe von 28

Mädchen im Alter von 2 - 10 Jahren mit dem McCune-Albright-Syndrom wurden

in einem Zeitraum von bis zu 12 Monaten 20 mg Tamoxifen täglich verabreicht.

Von den Patientinnen, die vor der Studie von vaginalen Blutungen berichteten,

zeigten sich während der ersten 6 Monate bei 62% (13 von 21) und während

des Gesamtverlaufs der Studie bei 33% (7 von 21) keine vaginalen Blutungen.

Das mittlere Uterusvolumen erhöhte sich in den ersten 6 Monaten und war am

Ende der einjährigen Studiendauer verdoppelt. Dieses Ergebnis ist in

Übereinstimmung mit den pharmakodynamischen Eigenschaften von

Tamoxifen, ein kausaler Zusammenhang wurde jedoch nicht hergestellt.

Langzeitdaten zur Sicherheit der Anwendung bei Kindern liegen nicht vor.

Insbesondere der Einfluss auf Wachstum, Pubertät und allgemeine Entwicklung

wurde nicht untersucht.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Tamoxifen wird gut resorbiert. Die maximalen Serumspiegel werden 4-7

Stunden nach oraler Aufnahme erreicht. Mit 98% ist die Plasmaeiweißbindung

hoch. Die terminale Plasmahalbwertszeit beträgt im Mittel 7 Tage. Tamoxifen

wird in beträchtlichem Ausmaß metabolisiert.

Tamoxifen wird hauptsächlich über das Enzym CYP3A4 zu N-Desmethyl-

Tamoxifen metabolisiert, welches weiter über das Enzym CYP2D6 zu dem

aktiven Metaboliten 4-Hydroxy-N-Desmethyl-Tamoxifen (Endoxifen)

verstoffwechselt wird. Bei Patienten mit fehlendem CYP2D6 zeigt sich eine um

etwa 75% niedrigere Konzentration an Endoxifen im Vergleich zu Patienten mit

normaler CYP2D6-Aktivität.

Die Gabe von starken CYP2D6-Inhibitoren reduziert die zirkulierenden

Endoxifenspiegel in gleichem Umfang.

Der Hauptmetabolit im Serum, N-Desmethyltamoxifen, und weitere Metaboliten

besitzen nahezu gleiche antiöstrogene Eigenschaften wie die Muttersubstanz.

Tamoxifen und seine Metaboliten akkumulieren in Leber, Lunge, Gehirn,

Bauchspeicheldrüse, Haut und Knochen. Aufgrund eines ausgeprägten

enterohepatischen Kreislaufes kumuliert Tamoxifen bei chronischer Therapie im

Serum. Bei einer Dosierung von 20-40 mg/ Tag wird frühestens nach 4 Wochen

ein Steady state erreicht.

Die Ausscheidung erfolgt vorwiegend mit dem Stuhl in Form von verschiedenen

Metaboliten.

Tamoxifen AL 10 mg/- 20 mg/- 30 mg Tabletten Aliud Pharma FI

Kinder und Jugendliche

In einer nicht-kontrollierten Studie an 28 Mädchen im Alter von 2-10 Jahren mit

dem McCune-Albright-Syndrom wurden in einem Zeitraum von 12 Monaten 20

mg Tamoxifen täglich verabreicht. Es wurde eine altersabhängige Abnahme der

Clearance beobachtet und ein Anstieg der Exposition (AUC) mit Werten, die bei

den jüngsten Patientinnen um bis zu 50% höher lagen als bei den

Erwachsenen.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Versuche zur chronischen Toxizität wurden bei Ratten und Mäusen bis zu einer

Dauer von 15 Monaten durchgeführt. Diese Tierspezies zeigten

histopathologische Veränderungen an den Fortpflanzungsorganen, die sich

durch die pharmakologischen Eigenschaften von Tamoxifen erklären ließen und

in der Regel reversibel waren. Außerdem wurde das Auftreten von Katarakten

beobachtet.

Untersuchungen in unterschiedlichen In-vivo- und In-vitro-Systemen belegen,

dass Tamoxifen nach hepatischer Aktivierung ein genotoxisches Potenzial

besitzt.

In Langzeitstudien wurden Lebertumoren bei Ratten und Gonadentumoren bei

Mäusen beobachtet. Die klinische Bedeutung dieser Befunde ist unklar.

Aus tierexperimentellen Daten und aus klinischen Berichten liegen Hinweise auf

ein erhöhtes Risiko der Ausbildung von Tumoren des Endometriums vor.

Basierend auf der antiöstrogenen Wirkung der Substanz inhibiert Tamoxifen wie

erwartet die Ovulation und den Reproduktionszyklus bei weiblichen Ratten.

Nach Beendigung der Anwendung von Tamoxifen wurde die Fertilität innerhalb

von Wochen wiedererlangt. Bei Ratten-Jungtieren, deren Mütter zuvor mit

Tamoxifen behandelt wurden, gab es keine Auswirkungen auf die Entwicklung

oder die Reproduktionsfunktion.

Tamoxifen verhindert in niedrigen Konzentrationen die Implantation und führt in

Dosierungen oberhalb von 2 mg/kg/Tag zu Aborten. Embryotoxizitätsstudien an

mehreren Tierspezies haben keine Hinweise auf teratogene Effekte ergeben.

Embryo-letale Wirkungen traten bei Kaninchen ab einer Dosis von 0,5

mg/kg/Tag auf.

Die intrauterine Exposition von Mäusen während der Fetalentwicklung sowie die

Behandlung neugeborener Ratten und Mäuse mit Tamoxifen hat Schädigungen

der weiblichen Reproduktionsorgane zur Folge, die im Erwachsenalter

nachweisbar sind. Auch erwachsene weibliche Tiere zeigten nach

Langzeitbehandlung regressive Veränderungen der Reproduktionsorgane bei

Dosierungen oberhalb von 0,05 mg/kg/Tag. Bei männlichen Ratten sind nach

Kurz- und Langzeitbehandlung eine durch die Hemmung der

Tamoxifen AL 10 mg/- 20 mg/- 30 mg Tabletten Aliud Pharma FI

Gonadotropinsekretion in der Hypophyse ausgelöste Reduktion des

Hodengewichtes und der Spermiogenese beschrieben.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A)

(Ph. Eur.), mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Povidon K

25, hochdisperses Siliciumdioxid.

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalverpackung aufbewahren.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/Aluminium-Blisterpackungen

Tamoxifen AL 10

OP mit 100 Tabletten

Tamoxifen AL 20

OP mit 30 Tabletten

OP mit 100 Tabletten

Tamoxifen AL 30

OP mit 30 Tabletten

OP mit 100 Tabletten

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht

verwendetes

Arzneimittel

oder

Abfallmaterial

entsprechend

nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. Inhaber der Zulassung

ALIUD

PHARMA® GmbH

Gottlieb-Daimler-Straße 19

D-89150 Laichingen

Telefon:

07333/9651-0

Tamoxifen AL 10 mg/- 20 mg/- 30 mg Tabletten Aliud Pharma FI

Telefax:

07333/9651-6004

info@aliud.de

8. Zulassungsnummer(n)

Tamoxifen AL 10

10818.00.00

Tamoxifen AL 20

10818.01.00

Tamoxifen AL 30

29789.00.00

9. Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung

Tamoxifen AL 10

Tamoxifen AL 20

25.04.1990 / 27.09.2006

Tamoxifen AL 30

30.06.1994 / 27.09.2006

10. Stand der Information

August 2013

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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