Tamox 40 - 1 A Pharma Filmtablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Tamoxifencitrat
Verfügbar ab:
1 A Pharma GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
tamoxifen citrate
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Tamoxifencitrat 60.8mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
28030.03.00

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Tamox 40 - 1 A Pharma®

Wirkstoff: Tamoxifencitrat

Tamoxifen 40 mg pro Filmtablette

Liebe Patientin!

Bitte lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder

Apotheker.

- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben

Symptome haben wie Sie.

- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben

sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

1. Was ist Tamox 40 - 1 A Pharma und wofür wird es angewendet ?

2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Tamox 40 - 1 A Pharma beachten ?

3. Wie ist Tamox 40 - 1 A Pharma einzunehmen ?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich ?

5. Wie ist Tamox 40 - 1 A Pharma aufzubewahren ?

6. Weitere Informationen

1. Was ist Tamox 40 - 1 A Pharma und wofür wird es angewendet ?

Tamox 40 - 1 A Pharma ist ein Antitumormittel.

Tamox 40 - 1 A Pharma wird angewendet

- zur unterstützenden Therapie nach Erstbehandlung eines Brustdrüsentumors

(Mammakarzinom)

- zur Behandlung von Tochtergeschwülsten eines Brustdrüsentumors

(Mammakarzinom).

2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Tamox 40 - 1 A Pharma beachten ?

Tamox 40 - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden

- bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Tamoxifencitrat oder einem der

sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.

- während der Schwangerschaft

Kinder dürfen nicht mit Tamox 40 - 1 A Pharma behandelt werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Tamox 40 - 1 A Pharma

Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Tamox 40 - 1 A Pharma nur unter

bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht einnehmen dürfen.

Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen

früher einmal zutrafen.

Bei starker Verminderung der Blutplättchen und weißen Blutkörperchen sowie

Erhöhung des Calciumgehaltes im Blut sollte Tamox 40 - 1 A Pharma nur unter

strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses eingenommen werden. Falls

Tamox 40 -1 A Pharma unter diesen Umständen verordnet wird, ist eine besonders

sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich.

Regelmäßige Kontrollen des Blutcalciumgehaltes, der Anzahl der Blutplättchen und

weißen Blutkörperchen sowie der Leberfunktion sind erforderlich

Die Ursache von Blutungen nach den Wechseljahren und von unregelmäßigen

Blutungen vor den Wechseljahren sollte umgehend geklärt werden. Wenn Sie Tamox

40 - 1 A Pharma erhalten, besprechen Sie die Notwendigkeit einer jährlichen gynäko-

logischen Untersuchung zur Feststellung von Veränderungen der Gebärmutter-

schleimhaut oder sonstiger Kontrolluntersuchungen mit Ihrem Arzt.

Zu Beginn der Behandlung mit Tamox 40 - 1 A Pharma sollte eine augenärztliche

Untersuchung erfolgen. Treten unter der Behandlung mit Tamox 40 - 1 A Pharma

Veränderungen der Sehkraft auf, so ist eine augenärztliche Untersuchung dringend

vorzunehmen, da sich manche im Frühstadium erkannte Veränderungen nach dem

Absetzen der Therapie zurückbilden.

Einzelfälle von ausgeprägten Blutfettstoffwechselstörungen (Hypertriglyceridämie)

bei Tamoxifen-Einnahme sind bekannt. Meist lag eine Fettstoffwechselstörung

zugrunde. Eine Kontrolle der Triglyceride im Serum kann sinnvoll sein.

Bei Einnahme von Tamox 40 - 1 A Pharma mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Während der Behandlung mit Tamox 40 - 1 A Pharma sollen keine Hormonpräparate

- insbesondere keine estrogenhaltigen (zum Beispiel "die Pille"!) - eingenommen

werden, da eine gegenseitige Wirkungsminderung möglich ist.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln kann

deren Wirkung verstärkt werden. Aufgrund der hierdurch erhöhten Blutungsneigung

sollten Labortermine sehr sorgfältig eingehalten werden.

Tamoxifen und seine Abbauprodukte können Stoffwechselenzyme in der Leber

hemmen. Der Einfluss von Tamoxifen auf den Stoffwechsel und die Ausscheidung

von anderen Antitumormitteln (z. B. Cyclophosphamid), die durch diese Enzyme

aktiviert werden, ist nicht bekannt.

Eine gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln, die eine Aktivierung der CYP 3A4-

Enzyme auslösen können (z.B. Rifampicin), kann zu einer entsprechenden

Verminderung der Wirksamkeit von Tamoxifen führen.

Tamox 40 - 1 A Pharma sollte daher nicht ohne ausdrückliche Anweisung des Arztes

zusammen mit einem der oben genannten Stoffe eingenommen werden.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor

kurzem angewendete Arzneimittel gelten können.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Tamox 40 - 1 A Pharma darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen

werden. Daher sollte die Möglichkeit einer Schwangerschaft vor Behandlungsbeginn

ausgeschlossen werden. Während der Behandlung sollte eine sichere Schwanger-

schaftsverhütung durch die Anwendung nicht-hormoneller Verhütungsmethoden

gewährleistet sein.

Stillzeit

Tamox 40 - 1 A Pharma bewirkt beim Menschen eine verminderte Milchproduktion.

Diese setzt auch nach Absetzen der Therapie nicht wieder ein. Stillen ist deshalb

während der Therapie nicht möglich. Es ist entweder das Stillen zu unterlassen oder

Tamox 40 - 1 A Pharma muss für die Dauer der Stillperiode abgesetzt werden.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Tamox 40 -

1 A Pharma

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Tamox 40 - 1 A Pharma daher

erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter

einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie ist Tamox 40 - 1 A Pharma einzunehmen ?

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Tamox 40 - 1 A Pharma nicht

anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da

Tamox 40 - 1 A Pharma sonst nicht richtig wirken kann.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Im Allgemeinen liegt die Dosierung zwischen 20 und 40 mg Tamoxifen täglich. In der

Regel ist die Dosis von 20 mg ausreichend wirksam.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Filmtabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit zu einer Mahlzeit ein.

Dauer der Anwendung

Die Behandlung mit Tamox 40 - 1 A Pharma erfolgt in der Regel über einen langen

Zeitraum. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Zur

unterstützenden (adjuvanten) Behandlung des frühen Mammakarzinoms wird zurzeit

eine Behandlungsdauer von mindestens 5 Jahren empfohlen. Die optimale Dauer

der Tamoxifen-Therapie bleibt weiterhin zu untersuchen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben,

dass die Wirkung von Tamox 40 -1 A Pharma zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben als Sie sollten

Über Überdosierung beim Menschen ist wenig bekannt. Beim 6-12fachen der

empfohlenen Dosierung (160 mg/m2 tgl.) kam es zu EKG-Veränderungen

(Verlängerung der QT-Zeit) und bei noch höherer Dosis (300 mg/m2 tgl)

zu Nervenstörungen mit Zittern, Gangunsicherheit und Schwindel.

Bei einer Überdosierung von Tamox 40 - 1 A Pharma ist theoretisch mit einer

Verstärkung der Nebenwirkungen zu rechnen (antiestrogene und wie aus Über-

dosierungsversuchen an Tieren zu schließen ist, auch estrogene Nebenwirkungen).

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Tamox 40 - 1 A Pharma benachrichtigen Sie

bitte Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der Vergiftung über die

gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Ein spezielles Gegenmittel

(Antidot) steht nicht zur Verfügung. Es sind deshalb die üblichen Allgemeinmaß-

nahmen einzuleiten (symptomatische Behandlung).

Wenn Sie die Einnahme von Tamox 40 - 1 A Pharma vergessen haben

Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge ein, sondern führen Sie

die Einnahme wie in der Dosierungsanleitung beschrieben fort. Sprechen Sie jedoch

mit Ihrem Arzt, insbesondere für den Fall, dass Sie mehrere Einnahmen vergessen

haben sollten. Ihr Arzt wird dann entscheiden, wie bei der weiteren Einnahme

vorzugehen ist.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich ?

Wie alle Arzneimittel kann Tamox 40 - 1 A Pharma Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben

zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig:

weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich:

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

Selten:

weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

Sehr selten:

weniger als 1 von 10.000 Behandelten oder unbekannt

Nebenwirkungen

Allgemein: Hitzewallungen treten sehr häufig auf, sie sind zum Teil auf die

antiestrogene Wirkung des Tamoxifens zurückzuführen.

Häufig ist das Ansprechen auf Tamox 40 - 1 A Pharma zunächst von Knochen-

schmerzen und Schmerzen im Bereich erkrankten Gewebes begleitet.

Blutbildendes System: Eine vorübergehende Verminderung der roten und weißen

Blutkörperchen und der Blutplättchen kann auftreten. Sehr selten kam es zu Blutbild-

veränderungen schweren Ausmaßes.

Stoffwechselstörungen: Flüssigkeitsanreicherung im Gewebe wird häufig beobachtet.

Tamoxifen kann häufig zu einem Anstieg der Triglyceride im Serum führen, sehr

selten auch zu einer ausgeprägten Erhöhung, z. T. mit einer Bauchspeichel-

drüsenentzündung einhergehend. Bei Patientinnen mit Tochtergeschwülsten in den

Knochen (Knochenmetastasen) wurde gelegentlich eine Erhöhung des Kalzium-

gehaltes im Serum beobachtet, vor allem zu Beginn der Therapie.

Nervensystem: Benommenheit und Kopfschmerzen

können auftreten.

Augenveränderungen: Häufig treten Sehstörungen durch Trübungen von Augenlinse

oder Hornhaut und/oder Netzhautveränderungen auf, die nur z. T. rückbildungsfähig

sind. Bei langer Tamoxifeneinnahme kommt es häufiger zu Linsentrübungen.

Gefäßsystem: Häufig können Blutgerinnsel in den Venen (Thrombose) entstehen, in

deren Folge es zur Minderdurchblutung von Organen kommen kann (Embolie, z. B.

Lungenembolie, Schlaganfall). Die Häufigkeit von Thrombosen und Embolien ist bei

gleichzeitiger Chemotherapie erhöht.

Atmungsorgane: Sehr selten wurde über interstitielle Pneumonitis berichtet.

Verdauungstrakt: Übelkeit kann häufig und Erbrechen gelegentlich vorkommen.

Veränderungen der Leberenzymwerte und Entwicklung einer Fettleber wurden

beobachtet. Selten wurden Störungen des Galleabflusses, Leberentzündung und

Gelbsucht beobachtet. In einem Fall wurde über eine hochgradige Verminderung der

weißen Blutkörperchen mit ausgeprägtem Zerfall von Leberzellen berichtet.

Haut und Hautanhangsorgane: Selten treten Überempfindlichkeitsreaktionen,

einschließlich Gewebeschwellung (angioneurotisches Ödem) auf. Hautausschlag

wurde beobachtet (sehr selten als Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom

oder bullöser Pemphigus). Haarausfall kann häufig vorkommen.

Geschlechtsorgane: Über Juckreiz im Genitalbereich wird häufig und über Ausfluss

aus der Scheide sehr häufig berichtet. Blutungen aus der Scheide und Myome der

Gebärmutter sowie Zysten an den Eierstöcken können auftreten. Bei Patientinnen

vor den Wechseljahren kommt es sehr häufig zu Unregelmäßigkeiten bei der

monatlichen Regelblutung bis hin zur völligen Unterdrückung.

Unter der Behandlung mit Tamox 40 - 1 A Pharma können vermehrt Wucherungen,

Polypen und bösartige Tumore der Gebärmutterschleimhaut auftreten.

Nehmen Sie Tamox 40 - 1 A Pharma nicht weiter ein, wenn Sie die oben genannten

Nebenwirkungen bei sich beobachten. Benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er den

Schweregrad beurteilen und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen einleiten

kann.

Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage

aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

5. Wie ist Tamox 40 - 1 A Pharma aufzubewahren ?

Arzneimittel, für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Tamox 40 - 1 A Pharma nach dem auf dem Umkarton und Blister

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf

den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden.

Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht

mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Vor Licht geschützt aufbewahren !

6. Weitere Informationen

Was Tamox 40 - 1 A Pharma enthält :

Der Wirkstoff ist: Tamoxifencitrat 60,8 mg pro Filmtablette

entsprechen 40 mg Tamoxifen

Die sonstige Bestandteile sind:

mikrokristalline Cellulose, Hypromellose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat

(Ph.Eur.), Carboxy-methylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Macrogol 4000, Povidon

K 25, Titandioxid.

Wie Tamox 40 - 1 A Pharma aussieht und Inhalt der Packung :

Tamox 40 - 1 A Pharma ist eine runde bikonvexe weiße Filmtablette mit einer

einseitigen Bruchkerbe und ist erhältlich in Blisterpackungen mit 30 (N1) und

100 (N3) Filmtabletten

Pharmazeutischer Unternehmer

1 A Pharma GmbH

Keltenring 1 + 3

82041 Oberhaching

Telefon: 089/6138825-0

Hersteller

SALUTAS Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt über

arbeitet:

März 2007

Fachinformation

Tamox 10 - 1 A Pharma®

Tamox 20 - 1 A Pharma®

Tamox 30 - 1 A Pharma®

Tamox 40 - 1 A Pharma®

1.Bezeichnung der Arzneimittel

Tamox 10 - 1 A Pharma®

Tamox 20 - 1 A Pharma®

Tamox 30 - 1 A Pharma®

Tamox 40 - 1 A Pharma®

2.Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Wirkstoff: Tamoxifencitrat

Tamox 10 - 1 A Pharma

1 Filmtablette enthält:

Tamoxifencitrat 15,2 mg, entsprechend 10 mg Tamoxifen

Tamox 20 - 1 A Pharma

1 Filmtablette enthält:

Tamoxifencitrat 30,4 mg, entsprechend 20 mg Tamoxifen

Tamox 30 - 1 A Pharma

1 Filmtablette enthält:

Tamoxifencitrat 45,6 mg, entsprechend 30 mg Tamoxifen

Tamox 40 - 1 A Pharma

1 Filmtablette enthält::

Tamoxifencitrat 60,8 mg, entsprechend 40 mg Tamoxifen

Die vollständige Auflistung der sonstigen

Bestandteile siehe Abschnitt 6.1

3.Darreichungsform

Tamox 10 - 1 A Pharma Filmtabletten

weiße, runde Filmtablette ohne Bruchkerbe, ohne Prägung

Tamox 20 - 1 A Pharma Filmtabletten

weiße, runde Filmtablette mit einseitiger Bruchkerbe, ohne Prägung

Tamox 30 - 1 A Pharma Filmtabletten

weiße, runde Filmtablette ohne Bruchkerbe, ohne Prägung

Tamox 40 - 1 A Pharma Filmtabletten

weiße, runde Filmtablette mit einseitiger Bruchkerbe, ohne Prägung

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

- Adjuvante Therapie nach Primärbehandlung des Mammakarzinoms

- Metastasierendes Mammakarzinom

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Im Allgemeinen liegt die Dosierung zwischen 20 und 40 mg Tamoxifen täglich.

In der Regel ist die Dosis von 20 mg ausreichend wirksam.

Die Filmtabletten sind unzerkaut mit etwas Flüssigkeit zu den Mahlzeiten einzunehmen.

Die Behandlung mit Tamoxifen ist in der Regel eine Langzeittherapie und sollte durch

onkologisch erfahrene Ärzte erfolgen.

In der adjuvanten Behandlung des frühen hormonrezeptor-positiven Mammakarzinoms

wird zurzeit eine Behandlungsdauer von mindestens 5 Jahren empfohlen.

Die optimale Dauer der Tamoxifen-Therapie bleibt weiterhin zu untersuchen.

4.3 Gegenanzeigen

- Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Tamoxifen oder einen der sonstigen

Bestandteile des Arzneimittels.

- Schwere Thrombopenie, Leukopenie oder Hypercalcämie. In diesen Fällen

ist eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung und bei Verordnung eine besonders

sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich.

Kinder dürfen nicht mit Tamoxifen behandelt werden.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Wegen des erhöhten Risikos für das Auftreten von Endometriummalignomen

durch Tamox 10/20/30/40 - 1 A Pharma sollten bei vaginalen Blutungen in der

Postmenopause und irregulären Blutungen in der Prämenopause die Ursachen

umgehend geklärt werden. Nicht hysterektomierte Patientinnen sollten jährlich

gynäkologisch im Hinblick auf Endometriumveränderungen untersucht werden.

Bei Patientinnen mit Tumormetastasen sollte der Arzt über die Häufigkeit der

Untersuchungen entscheiden. Zu Beginn der Therapie mit Tamox 10/20/30/40 -

1 A Pharma sollte eine augenärztliche Untersuchung erfolgen. Treten unter der Therapie

mit Tamox 10/20/30/40 - 1 A Pharma Veränderungen der Sehkraft auf, so ist eine

augenärztliche Untersuchung dringend vorzunehmen, da sich manche im Frühstadium

erkannte Veränderungen nach dem Absetzen der Therapie zurückbilden.

Patientinnen mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder

Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Tamox 10/20/30/40 -1 A Pharma nicht

einnehmen.

Sonstige Hinweise

Regelmäßige Kontrollen des Blutbildes, einschließlich der Thrombozyten, der

Leberfunktion und des Calciums im Serum sollten erfolgen.

Bei den publizierten Einzelfällen von ausgeprägter Hypertriglyceridämie unter

Tamoxifen-Behandlung lag meist eine Fettstoffwechselstörung zugrunde. Eine

Kontrolle der Triglyceride im Serum kann sinnvoll sein.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Während der Behandlung mit Tamoxifen sollen keine Hormonpräparate - insbesondere

keine estrogenhaltigen (zum Beispiel "die Pille"!) - eingenommen werden, da eine

gegenseitige Wirkungsminderung möglich ist. Zusammen mit Tamoxifen sollten keine

Thrombozytenaggregationshemmer verabreicht werden, um die Blutungsgefahr

während einer möglichen thrombopenischen Phase nicht zu erhöhen.

Bei gemeinsamer Gabe von Tamoxifen und Antikoagulantien vom Cumarin-Typ

kann es zu einer Veränderung der Gerinnungsverhältnisse kommen (Verlängerung

der Prothrombinzeit). Die gleichzeitige Verabreichung beider Medikamente erfordert

daher eine sorgfältige Überwachung des Gerinnungsstatus (vor allem bei Behandlungs-

beginn).

Tamoxifen und seine Hauptmetaboliten sind potente Inhibitoren von Oxidasen des

Cytochrom-P-450 Systems. Der Effekt von Tamoxifen auf den Metabolismus und die

Exkretion anderer zytotoxischer Arzneimittel, die wie u. a. Cyclophosphamid durch diese

Enzyme aktiviert werden, ist nicht bekannt.

Der prinzipiell bekannte Weg der Metabolisierung von Tamoxifen ist die Demethylierung,

die durch CYP3A4-Enzyme katalysiert wird. In der Literatur wird beschrieben, dass

pharmakokinetische Wechselwirkungenmit Stoffen, die die CYP3A4-Enzyme induzieren

(wie Rifampicin), eine Reduktion des Tamoxifenplasmaspiegels bewirken. Die klinische

Relevanz dieser Interaktion ist noch nicht geklärt.

4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen beim Menschen mit der Anwendung

von Tamoxifen in der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Tierexperimentelle

Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt.

Schwangerschaft

Tamoxifen darf nicht während der Schwangerschaft verabreicht werden.

Daher sollte die Möglichkeit einer Schwangerschaft vor Behandlungsbeginn

ausgeschlossen werden. Während der Behandlung sollte eine sichere

Antikonzeption durch die Anwendung nichthormoneller Verhütungsmethoden

gewährleistet sein.

Stillzeit

Tamoxifen bewirkt beim Menschen in

einer Dosis von 20 mg b.i.d. eine Laktationshemmung.

Die Milchproduktion setzt auch nach Absetzen der Therapie nicht

wieder ein. Stillen ist deshalb während der Therapie nicht möglich. Es ist entweder

das Stillen zu unterlassen oder Tamoxifen für die Dauer der Stillperiode nicht

einzusetzen.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Keine Angaben

4.8 Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben

zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

> 10 %

Häufig:

> 1 % - < 10 %

Gelegentlich:

> 0,1 % - < 1 %

Selten:

> 0,01 % - < 0,1 %

Sehr selten:

< 0,01 % einschließlich

Einzelfällen

Allgemein

Hitzewallungen treten sehr häufig auf, sie

sind zum Teil auf die antiestrogene Wirkung

des Tamoxifens zurückzuführen.

Häufig ist das Ansprechen auf Tamoxifen

zunächst von Knochenschmerzen und

Schmerzen im Bereich des erkrankten

Gewebes begleitet.

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Veränderungen des Blutbildes wie vorübergehende Anämie, Neutropenie und

vorübergehende Thrombopenie meist mit Werten von 80 000 bis 90 000/µl,

gelegentlich auch darunter, können auftreten.

Sehr selten kam es zu schweren Neutropenien und Panzytopenien.

Endokrine Störungen

Bei Patientinnen mit Knochenmetastasen wurde gelegentlich eine Hypercalcämie

beobachtet, vor allem zu Beginn der Therapie.

Stoffwechselstörungen

Flüssigkeitsretention wird häufig beobachtet.

Tamoxifen kann häufig zum Anstieg der Serum-Triglyceride führen, sehr

selten auch zu schweren Hypertriglyceridämien, z. T. mit einer Pankreatitis

einhergehend.

Störungen des Nervensystems

Benommenheit und Kopfschmerzen können auftreten

Störungen der Augen

Häufig treten Sehstörungen durch Katarakte, Corneatrübungen und/oder Retinopathien

auf, die nur z.T. reversibelsind. Das Risiko für Katarakte steigt mit der Dauer der

Tamoxifeneinnahme.

Störungen der Gefäße

Häufig können Thrombosen und Embolien (z. B. Lungenembolie, Schlaganfall)

auftreten. Die Häufigkeit von venösen Thromboembolien ist bei gleichzeitiger

Chemotherapie erhöht.

Störungen der Atmungsorgane

Sehr selten wurde über interstitielle Pneumonitis berichtet.

Störungen des Verdauungstrakts

Übelkeit kann häufig und Erbrechen gelegentlich vorkommen.

Störungen der Leber und der Galle

Änderungen der Leberenzymwerte und Entwicklung einer Fettleber wurden

beobachtet. Selten kam es zu Cholestase, Hepatitis und Ikterus. In einem Fall

wurde über Agranulozytose mit Leberzellnekrose berichtet.

Störungen der Haut und des Bindegewebes

Selten kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich eines

angioneurotischen Ödems. Hautausschlag wurde beobachtet, sehr selten als Erythema

multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom oder bullöser Pemphigus. Alopezie kann häufig

auftreten.

Störungen der Fortpflanzungsorgane

Sehr häufig wird über Fluor vaginalis und häufig über Pruritus vulvae berichtet.

Vaginale Blutungen, Myome des Uterus und Ovarialzysten können auftreten.

Bei Patientinnen in der Prämenopaus kommt es sehr häufig zu Zyklusveränderungen

bis hin zur völligen Unterdrückung der Menstruation.

Unter einer Therapie mit Tamox 10/20/30/40 - 1 A Pharma können vermehrt

proliferative Veränderungen am Endometrium in Form von Endometriumhyperplasie,

Endometriumpolypen und Endometriummalignomen auftreten. Aktuellen

Erkenntnissen zufolge steigt mit zunehmender Dauer einer Behandlung mit Tamoxifen

das Risiko eines Endometriumkarzinoms auf das 2 bis 4fache gegenüber nicht mit

Tamoxifen therapierten Frauen an.

4.9 Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Über Überdosierung beim Menschen ist wenig bekannt. Bei Dosierungen von

160 mg/m2 tgl. und darüber traten EKGVeränderungen (Verlängerung der QTZeit)

und bei 300 mg/m2 tgl. Neurotoxizität (Tremor, Hyperreflexie, Gangunsicherheit

und Schwindel) auf.

Bei Überdosierung ist theoretisch mit einer Verstärkung antiestrogener Nebenwirkungen

zu rechnen. Tierexperimentelle Untersuchungen mit extremer Überdosierung

(100-200fache therapeutische Dosis) lassen den Schluss zu, dass auch estrogene

Wirkungen möglich sind.

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Ein spezifisches Antidot steht nicht zur Verfügung. Es ist deshalb eine symptomatische

Behandlung einzuleiten.

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakothearpeutische Gruppe:

Antiestrogene

ATC-Code: L02BA01

Tamoxifen hemmt kompetitiv die Bindung von Estrogenen an zytoplasmatische

Hormonrezeptoren. Infolgedesse kommt es zu einer Abnahme der Zellteilung in

estrogenabhängigen Geweben. Beim metastasierenden Mammakarzinom tritt

in ca. 50-60 % der Fälle eine vollständige oder teilweise Remission vor allem von

Weichteil- und Knochenmetastasen ein, wenn das Vorhandensein von Estrogen-

rezeptoren im Tumorgewebe nachgewiesen wurde. Bei negativem Hormon-

rezeptorstatus, insbesondere der Metastasen werden nur in ca. 10 % objektive

Remissionen beobachtet.

Bei Frauen mit estrogenrezeptorpositiven Tumoren oder Tumoren mit unbekanntem

Rezeptorstatus, wurden bei adjuvanter Tamoxifentherapie signifikant weniger Rezidive

und eine erhöhte 10-Jahres-Überlebensrate nachgewiesen, wobei mit einer 5-jährigen

Behandlung ein erheblich größerer Effekt erzielt wurde als bei einer Behandlungsdauer

von 1 oder 2 Jahren. Es zeichnet sich ab, dass dieser Nutzen unabhängig vom Alter und

Menopausenstatus sowie von der Tamoxifendosis und einer zusätzlichen Chemo-

therapie ist.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Tamoxifen wird gut resorbiert. Die maximalen Serumspiegel werden 4 bis 7 Stunden

nach oraler Aufnahme erreicht. Mit 98 % ist die Plasmaeiweißbindung hoch. Die

terminale Plasmahalbwertszeit beträgt im Mittel 7 Tage. Tamoxifen wird in beträcht-

lichem Ausmaß metabolisiert. Der Hauptmetabolit im Serum, N-Desmethyltamoxifen und

weitere Metaboliten besitzen nahezu gleiche antiestrogene Eigenschaften wie die

Muttersubstanz.

Tamoxifen und seine Metaboliten akkumulieren in Leber, Lunge, Gehirn, Bauch-

speicheldrüse, Haut und Knochen. Aufgrund eines ausgeprägten enterohepatischen

Kreislaufes kumuliert Tamoxifen bei chronischer Therapie im Serum. Bei einer

Dosierung von 20 - 40 mg/Tag wird frühestens nach 4 Wochen ein steady state erreicht.

Die Ausscheidung erfolgt vorwiegend mit dem Stuhl in Form von verschiedenen

Metaboliten.

Bioverfügbarkeit

Tamox 10 - 1 A Pharma

Eine im Jahr 1996 durchgeführte Bioverfügbarkeitsstudie

an 26 männlichen Probanden ergab nach einmaliger Verabreichung

von 2 x 10 mg Tamoxifen (Einzeldosis) im Vergleich zum Referenzpräparat:

Testpräparat

Referenzpräparat

Cmax [ng/ml]

32,34 ± 11,09

33,60 ± 12,13

(maximale Plasma-

konzentration)

tmax [h]

3,65 ± 1,13

3,54 ± 0,95

(Zeitpkt. der maxi-

malen Plasmakonz.)

AUC0-t [ng*h/ml]

1734,68 ± 558,20

1835,65 ± 766,45

Fläche unter der

Konzentrations-

Zeit-Kurve

AUC0-



[ng*h/ml]

2082,82 ± 731,57

2182,01 ± 977,19

Fläche unter der

Konzentrations-

Zeit-Kurve

Angabe der Werte als Mittelwerte und Streubreite

Mittlere Plasmaspiegelverläufe im Vergleich zu einem Referenzpräparat in

einem Konzentrations-Zeit-Diagramm:

Tamox 40 - 1 A Pharma

Eine im Jahr 1996 durchgeführte Bioverfügbarkeitsstudie

mit 40 mg Filmtabletten (Einzeldosis) an 24 männlichen

Probanden ergab im Vergleich zum Referenzpräparat:

Testpräparat

Referenzpräparat

Cmax [ng/ml]

86,19 ± 30,01

88,51 ± 38,79

(maximale Plasma

konzentration)

tmax [h]

3,63 ± 0,97

4,21± 0,78

(Zeitpkt. der maxi

malen Plasmakonz.)

AUC0-t

4761,93 ± 1528,22

4837,83 ± 1590,20

[ng*h/ml]

Fläche unter der

Konzentrations-

Zeit-Kurve

AUC0



5354,45 ± 1973,16

5419,38 ± 2075,62

[ng*h/ml]

Fläche unter der

Konzentrations-

Zeit-Kurve

Angabe der Werte als Mittelwerte und Streubreite

Mittlere Plasmaspiegelverläufe im Vergleich zu einem Referenzpräparat in

einem Konzentrations-Zeit-Diagramm:

Z e i t [ h ]

K o n z e n t r a t i o n [ n g / m l ]

T e s t p r ä p a r a t

R e f e r e n z

p r ä p a r a t

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität (LD50)

Die akute Toxizität von Tamoxifen wurde an Mäusen und Ratten geprüft. Die LD50

oral betrug 3 und 2,5 g/kg KG, die LD50 i.v. jeweils ca. 62,5 mg/kg KG.

Chronische Toxizität

Versuche zur chronischen Toxizität wurden bei Ratten und Mäusen bis zu einer

Dauer von 15 Monaten durchgeführt. Die Tierspezies zeigten histopathologische

Veränderungen, hauptsächlich an den Fortpflanzungsorganen, die sich durch

die pharmakologischen Eigenschaften von Tamoxifen erklären ließen und in der

Regel reversibel waren. Außerdem wurde das Auftreten von Katarakten beobachtet.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Untersuchungen in unterschiedlichen Invivo- und In-vitro-Systemen belegen,

dass Tamoxifen nach hepatischer Aktivierung ein genotoxisches Potential besitzt.

In Langzeitstudien wurden Lebertumoren bei Ratten und Gonadentumoren bei

Mäusen beobachtet. Die klinische Bedeutung dieser Befunde ist unklar. Aus klinischen

Berichten liegen Hinweise auf ein erhöhtes Risiko der Ausbildung von Tumoren des

Endometriums vor.

Reproduktionstoxizität

Tamoxifen verhindert in niedrigen Konzentrationen die Implantation und führt

in Dosierungen oberhalb von 2 mg/kg/Tag zu Aborten. Embryotoxizitätsstudien

an mehreren Tierspezies haben keine Hinweise auf teratogene Effekte

ergeben, embryoletale Wirkungen traten bei Kaninchen ab einer Dosis von

0,5 mg/kg/Tag auf. Die intra-uterine Exposition von Mäusen während der

Fetalentwicklung sowie die Behandlung neugeborener Ratten und

Mäuse mit Tamoxifen hat Schädigungen der weiblichen Reproduktionsorgane

zur Folge, die im Erwachsenenalter nachweisbar sind. Auch Erwachsene

weibliche Tiere zeigen nach Langzeitbehandlung regressive Veränderungen

der Reproduktionsorgane bei Dosierungen oberhalb von 0,05 mg/kg/Tag. Bei

männlichen Ratten sind nach Kurz- und Langzeitbehandlung eine durch die

Hemmung der Gonadotropinsekretion in der Hypophyse ausgelöste Reduktion

des Hodengewichts und der Spermiogenese beschrieben.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

mikrokristalline Cellulose

Hypromellose

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Carboxymethylstärke-Natrium

(Typ A) (Ph.Eur.)

Macrogol 4000

Povidon K 25

Titandioxid

6.2 Inkompatibilitäten

Bisher keine Bekannt

6.3 Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit beträgt 5 Jahre.

Die Arzneimittel sollen nach Ablauf des auf der Packung angegebenen Verfalldatums

nicht mehr angewendet werden.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Keine

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Tamox 10/40 - 1 A Pharma

Blisterpackungen aus Aluminium – und PVC/PVDC - Folien

Packungsgrößen: 30(N1), 100 (N3)

Tamox 20/30 - 1 A Pharma

Blisterpackungen aus Aluminium – und PVC/PVDC - Folien

Packungsgrößen: 30 (N1), 100 (N3), 120 (N3)

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anfoderungen

7. Inhaber der Zulassung

1 A Pharma GmbH

Keltenring 1 + 3

82041 Oberhaching

Telefon 089/6138825 - 0

Telefax 089/6138825 - 65

E-Mail: medwiss@1apharma.de

8. Zulassungsnummer

Tamox 10 - 1 A Pharma

Zul.-Nr.: 28030.01.00

Tamox 20 - 1 A Pharma

Zul.-Nr.:28030.02.00

Tamox 30 - 1 A Pharma

Zul.-Nr.: 28030.00.00

Tamox 40 - 1 A Pharma

Zul.-Nr.:28030.03.00

9. Verlängerung der Zulassung

Tamox 10 - 1 A Pharma: 07.01.2003

Tamox 20 - 1 A Pharma: 07.01.2003

Tamox 30 - 1 A Pharma: 09.05.2005

Tamox 40 - 1 A Pharma: 07.01.2003

10. Stand der Informationen

März 2007

11.Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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