Supraviran 250mg i.v. Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Aciclovir-Natrium
Verfügbar ab:
Grünenthal GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Acyclovir Sodium
Darreichungsform:
Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
Zusammensetzung:
Aciclovir-Natrium 274.4mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
23099.00.00

SUPRAVIRAN250mgi.v. Zul.-Nr.:23099.00.00

PulverzurHerstellungeinerInfusionslösung Stand:Januar2010

Gebrauchsinformation Version:07.00

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GEBRAUCHSINFORMATION:InformationfürdenAnwender

SUPRAVIRAN250mg i.v.

PulverzurHerstellung einerInfusionslösung

Wirkstoff:Aciclovir-Natrium

LesenSiediegesamteGebrauchsinformationsorgfältigdurch,bevorSiemitder

AnwendungdiesesArzneimittelsbeginnen.

·HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäternochmalslesen.

·WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoderApotheker.

·DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritte

weiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenndiesedieselbenSymptomehabenwie

Sie.

·WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSie

Nebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,

informierenSiebitteIhrenArztoderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1. WasistSUPRAVIRAN250 mgi.v.undwofürwird esangewendet?

2. WasmüssenSievorderAnwendungvonSUPRAVIRAN250 mgi.v.beachten?

3. WieistSUPRAVIRAN250 mgi.vanzuwenden?

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5. WieistSUPRAVIRAN250 mgi.v.aufzubewahren?

6. WeitereInformationen

1. WASISTSUPRAVIRAN250mgi.v.UNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

SUPRAVIRAN250mgi.v.isteinArzneimittel(Virostatikum)zurBehandlungdesprimärenHerpes

imBereichderGeschlechtsorgane(Herpesgenitalis)beiPatientenmitnormalemImmunsystemund

durchHerpes-simplex-VirenverursachteInfektionenderHautundderSchleimhäutebeiPatienten

mitangeborenerImmunschwächeodersekundärenImmundefekten,wiesieimVerlauf

immunsuppressiver(z.B.nachOrgantransplantationen)oderzytostatischerBehandlungauftreten

können.

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2. WASMÜSSENSIEVORDERANWENDUNGVONSUPRAVIRAN250mgi.v.

BEACHTEN?

SUPRAVIRAN250mg i.v.darfnichtangewendetwerden

·wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenüberAciclovir,Valaciclovirodereinemder

sonstigenBestandteilevonSUPRAVIRAN250mgi.v.sind

BesondereVorsichtbeiderAnwendung vonSUPRAVIRAN250 mgi.v.isterforderlich

wennIhreNierenfunktioneingeschränktist.EventuellmussdanneineDosisanpassung

vorgenommenwerden.InsbesonderebeiälterenPatiententretenvermehrt

BeeinträchtigungenderNierenfunktionauf,sodassbeidiesengegebenenfallseine

Dosisreduzierungerforderlichist(sieheAbschnitt3.„WieistSUPRAVIRAN250mg

i.v.anzuwenden?“).

daesnachVerabreichungvonAciclovirzueinereingeschränktenNierenfunktion

(verminderteKreatinin-Clearance)kommenkann.Weitere,gleichzeitigverabreichtedie

Nierenzellen schädigenden (nephrotoxische) Arzneimittel, eine bestehende

NierenerkrankungundDehydrierungmachennachVerabreichungvonAciclovireine

zusätzlicheEinschränkungderNierenfunktionwahrscheinlicher.InsolchenFällenist

eineÜberwachungderNierenfunktionerforderlich

beisystemischerAnwendungvonAciclovir.Diesekannmitnervenschädigenden

(neurotoxischen)Reaktionen(z.B.Enzephalopathie)einhergehen;insbesonderebei

älterenPatienten,PatientenmitNierenversagenoderinKombinationmitanderen

neurotoxischenMedikamenten

wennSienichtgenügendFlüssigkeitzusichnehmen.Aufeineausreichende

Flüssigkeitszufuhristdaherzuachten

wennSieaneinerErkrankungdesNervensystemsleiden

wennSieaneinerNierenerkrankungleiden

wennSieaneinerLebererkrankungleiden

wennSieanElektrolytstörungenleiden

wennSieanbedeutsamemSauerstoffmangelindenKörpergeweben(Hypoxie)leiden

dadiesesArzneimittelnichtaufderHaut,intramuskulär,oral,subkutanoderimbzw.

amAugeangewendetwerdendarfundausschließlichzurintravenösenInfusion

vorgesehenist.WirddasArzneimittelversehentlichindasdieVeneumgebendeGewebe

verabreicht,sokönnenschwereEntzündungenderHautundeventuellaucheine

ZerstörungderbetroffenenHautbereicheauftreten

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dadasArzneimittelnichtangewendetwerdendarf,wenndiemaximaleLöslichkeitdes

freienAciclovirs(2,5mg/mlin37°CwarmemWasser)überschrittenwirdbzw.wennes

alsintravenöseSchnellinjektion(Bolusinjektion)verabreichtwird,dennunterdiesen

VoraussetzungenkannAciclovirindenNierenröhrchen(Tubuli)auskristallisieren.Eine

sichdarausergebendeSchädigungderNierentubulikannzueinemakuten

Nierenversagenführen

dabeizuschnellverabreichterInfusiondasRisikoeinerSchädigungderNierentubuli

steigt.DahersolldieintravenöseInfusionlangsam,übereinenZeitraumvonmindestens

einerStundeverabreichtwerden,umsodasgenannteRisikozumindern

beiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionundälterenPatienten.DaAciclovir

renaleliminiertwird,mussdieDosisbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion

reduziertwerden(sieheAbschnitt4.2).BeiälterenPatientenisteineverringerte

Nierenfunktionwahrscheinlich,dahersolltedieNotwendigkeiteinerDosisreduktionfür

diesePatientengruppeinBetrachtgezogenwerden.SowohlälterePatientenalsauch

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktionhabeneinerhöhtesRisikofürdie

EntwicklungneurologischerNebenwirkungenandsolltendahersorgfältigaufdas

AuftretenderartigerWirkungenhinbeobachtetwerden.AusdenberichtetenFallengeht

hervor,dassdieseReaktionennachAbsetzenderBehandlungimAllgemeinenreversibel

waren(sieheAbschnitt4.8).

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevonSUPRAVIRAN250mgi.v.

EineDurchstechflacheSUPRAVIRAN250mgi.v.enthält1,2mmol(28mg)Natrium.WennSie

einekochsalzarmeDiäteinhaltenmüssen,solltenSiediesberücksichtigen.

BeiAnwendung vonSUPRAVIRAN250 mgi.v.mitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimitteleinnehmen/anwenden

bzw.vorKurzemeingenommen/angewendethaben,auchwennessichumnicht

verschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

KlinischwichtigeWechselwirkungensindnichtbekannt.

Probenecid–einArzneimittel,dasbeierhöhtenHarnsäurespiegelnimBlutverabreichtwird–und

Cimetidin–einMagenheilmittel–verringerndieAusscheidungvonAciclovirüberdieNiere.

DadurchkönntedieWirkungvonSUPRAVIRAN250 mgi.v.längeralsüblichanhalten.

BestimmteArzneimittel,diebeiOrgantransplantationeneingesetztwerden(z.B.

Mycophenolatmofenil,CiclosporinundTacrolimus),könnenebenfallsdieWirkdauervon

SUPRAVIRAN250mgi.v.verlängern.

BeigleichzeitigerAnwendungvonSUPRAVIRAN250mgi.v.unddiesenArzneimittelnwirdIhr

ArztIhreNierenfunktionüberwachen.

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SchwangerschaftundStillzeit

FragenSievorderEinnahme/AnwendungvonallenArzneimittelnIhrenArztoderApothekerum

Rat.

Schwangerschaft

MitderintravenösenVerabreichungvonSUPRAVIRAN250mgi.v.beimMenscheninder

SchwangerschaftliegenerstsehrwenigeErfahrungenvor.

SolltesichdieintravenöseGabevonSUPRAVIRAN250mgi.v.inderSchwangerschaftals

notwendigerweisen,sowirdIhrArztdaraufachten,dassdieunter„WIEISTSUPRAVIRAN250

mgi.v.ANZUWENDEN?“aufgeführtenEinzel-undTagesdosennichtüberschrittenwerden.

AußerdemwirdderArztNutzenunddiemöglichenRisikensorgfältiggegeneinanderabwägen.Dies

giltinsbesonderefürdieAnwendunginnerhalbdererstendreiMonateeinerSchwangerschaft.

Stillzeit

DerWirkstoffausSUPRAVIRAN250mgi.v.gehtindieMuttermilchüber.Daunerwünschte

WirkungenaufdasgestillteKindnichtauszuschließensind,sollwährendderBehandlungmit

SUPRAVIRAN250mgi.v.nichtgestilltwerden.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

DiesesArzneimittelkannauchbeibestimmungsgemäßemGebrauch,z.B.durchdasAuftretenvon

neurologischenSymptomen(sieheAbschnitt4.„WelcheNebenwirkungensindmöglich?“),das

Reaktionsvermögensoweitverändern,dassdieFähigkeitzumFührenvonFahrzeugen,zum

BedienenvonMaschinenoderzumArbeitenohnesicherenHaltbeeinträchtigtwird.Dastrifft

insbesonderezuBehandlungsbeginn,imFallevonDosiserhöhungenundodereines

PräparatewechselssowieimZusammenwirkenmitAlkoholzu.

3. WIEISTSUPRAVIRAN250 mgi.v.ANZUWENDEN?

WendenSieSUPRAVIRAN250mgi.v.immergenaunachAnweisungdesArztesan.Bittefragen

SiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganzsichersind.

FallsvomArztnichtandersverordnet,istdieüblicheDosis:

ErwachseneundJugendlicheab12JahrensowieNeugeborene,SäuglingeundKleinkinderbiszu3

MonatenerhaltendiegleicheDosisbezogenaufihrKörpergewichtinkg.

BeiübergewichtigenErwachsenensolltedieDosisaufBasisdesIdealgewichtsundwenigerauf

BasisdestatsächlichenGewichtserrechnetwerden.

BeiKleinkindernundKindernab3Monatenbiszu12JahrenwirdSUPRAVIRAN250mgi.v.

entsprechendihrerKörperoberflächeverabreicht,umeventuelleUnterdosierungenzuvermeiden.

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EinenAnhaltspunktfürdasDosierungsschemagebenIhnendiefolgendenTabellen.

ErwachseneundJugendlicheab12JahrensowieNeugeborene,SäuglingeundKleinkinderbiszu3

MonatenerhaltendieintravenöseInfusionnachfolgendemSchema:

Patienten mitnormalemImmunsystem

Indikation Einzeldosis

(mg/kgKörpergewicht)

Aciclovir Durchschnittliche

Behandlungszeit

(inTagen) Tagesdosisbeinormaler

Nierenfunktion

(mg/kgKörpergewicht)

Primärer

Herpes

genitalis 5 5* 15

Patienten mitImmundefekten

Herpes-simpl

ex-Infektione

*LängereBehandlungszeitensindimEinzelfallmöglichundvomklinischenZustanddesPatientenabhängig.

Kinderab3Monatenbiszu12JahrenerhaltendieintravenöseInfusionnachfolgendem

Dosierungsschema:

Patienten mitnormalemImmunsystem

Indikation Einzeldosis

(mgAciclovir/m²) Durchschnittliche

Behandlungszeit

(inTagen) Tagesdosisbeinormaler

Nierenfunktion

(mgAciclovir/m²)

Primärer

Herpes

genitalis 250 5* 750

Patienten mitImmundefekten

Herpes-simple

x-Infektionen 250 5* 750

*LängereBehandlungszeitensindimEinzelfallmöglichundvomklinischenZustanddesPatienten

abhängig.

Patientenmit normalerNierenfunktionwirddieEinzeldosis3-maltäglichalle

8 Stundenverabreicht.

BeiälterenPatientenundPatienten,dieeinehöhereDosierungerhalten,solltedieNierenfunktion

überprüftwerden.PatientenmiteingeschränkterNierenfunktionerhalteneineEinzeldosisnach

folgendemSchema:

Kreatinin-Clearance

(ml/min/1,73 m²) Serumkreatinin

(µmol/l/mg/dl) Dosierungsintervalle

derEinzeldosen

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Frauen Männer

>50 <130 /<1,47 <170 /<1,92 alle8Stunden

50 bis25 130 bis280 /

1,47bis3,17 170 bis370 /

1,92bis4,18 alle12Stunden

25 bis10 280 bis550 /

3,17bis6,22 370 bis750 /

4,18bis8,48 alle24Stunden

10 bis0

(anurisch) >550 />6,22 >750 />8,48 Einzeldosis

halbieren,alle24

Stundenundnach

jederHämodialyse

BittesprechenSiemitIhremArzt,wennSiedenEindruckhaben,dassdieWirkungvon

SUPRAVIRAN250mgi.v.zustark oderzuschwachist.

ArtderAnwendung

SUPRAVIRAN250mgi.v.mussalsintravenöseInfusionverabreichtwerden,nichtals

intravenöseSchnellinjektion(Bolusinjektion).IntramuskuläreodersubkutaneInjektionen

sindzuvermeiden.

DieInfusionjederEinzeldosissolllangsamüber1Stundeerfolgen.

BesondersbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion­wiesieinsbesonderebeiälteren

Patientenvermehrtauftretenkann­istaufeineangemesseneFlüssigkeitszufuhrwährendder

Behandlungzuachten.

HerstellungderInfusionslösung

DieHerstellungderfertigenInfusionslösungsollunteraseptischenBedingungen,ambestenkurzvor

derVerabreichungerfolgen.

DerInhalteinerDurchstechflaschewirddurchZugabevon10mlWasserfürInjektionszweckeoder

isotonischerNatriumchloridlösungaufgelöst.DiesoerhaltenekonzentrierteLösungoderTeile

derselbenwerdensofortzujemindestens50ml(maximal250 ml)Infusionslösunggegeben.

AlsInfusionslösungwirdeineisotonischeNatriumchloridlösungempfohlen,dieaußer

SUPRAVIRAN250mgi.v.keineweiterenZusätzeenthaltendarf.

BakteriostatischesWasserfürInjektionszwecke,dasBenzylalkoholoderParabenebeinhaltet,darf

nichtverwendetwerden.

DadiekonzentrierteLösungeinenpH-Wertvonca.11aufweist,istvoneineroralenAnwendung

dieserLösungabzusehen.

WirdSUPRAVIRAN250mgi.v.intravenösdurchInfusionspumpenverabreicht,sollten

Infusionslösungenverwendetwerden,diebiszu2,5%Aciclovir(25 mgAciclovir/ml)enthalten.

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NichtbenutzteRestedesPulverszurHerstellungeinerInfusionslösungoderderkonzentrierten

Lösungmüssenverworfenwerden,sieheauch„5.WIEISTSUPRAVIRAN250MGi.v.

AUFZUBEWAHREN?“.

DauerderAnwendung

ÜberdieDauerderBehandlungentscheidetderbehandelndeArzt.

EinenHinweisüberBehandlungszeiträumegebendieTabellenimRahmenderDosierungsanleitung.

WennSieeinegrößereMengeSUPRAVIRAN250 mgi.v.angewendethaben,alsSiesollten

SymptomederVergiftungserscheinung(Intoxikation)

EineÜberdosierungvonintravenösverabreichtemAciclovirführtezueinemAnstiegvonKreatinin

und HarnstoffimBlutund nachfolgend zuNierenversagen.

VerzögerteneurologischeEffekte,einschließlichVerwirrtheit,Halluzinationen,krankhafteUnruhe,

KrampfanfälleundKomawurdenimZusammenhangmitdieserintravenösenÜberdosierung

beschrieben.

TherapievonVergiftungserscheinungen(Intoxikationen)

Patienten,diezuvielSUPRAVIRAN250mgi.v.erhaltenhaben,werdenbzgl.möglicher

Vergiftungsanzeichenbeobachtet.Durcheine4stündigeBlutwäsche(Hämodialyse)wirddie

KonzentrationvonAciclovirhalbiert.AuchzurVorbeugungvonneurotoxischenReaktionenkann

imFalleinerbestehendenoderaufkommendenNierenschwächeeineBlutwäsche(Hämodialyse)in

Betrachtgezogenwerden..

WennSiedieAnwendung vonSUPRAVIRAN250 mg i.v.vergessenhaben

SetzenSiedieBehandlungwieverordnetfort.WendenSienichtdiedoppelteDosisan,wennSiedie

vorherigeAnwendungvergessenhaben.

WennSiedieAnwendung vonSUPRAVIRAN250 mg i.v.abbrechen

SolltenSiedieBehandlungwegenauftretenderNebenwirkungenunterbrechenwollen,sprechenSie

bittemitIhremArzt,damiterIhnengegebenenfallseinanderesMedikamentverschreibenkann.

WennSieweitereFragenzurAnwendungdesArzneimittelshaben,fragenSieIhrenArztoder

Apotheker.

4. WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannSUPRAVIRAN250mgi.v.Nebenwirkungenhaben,dieabernichtbei

jedemauftretenmüssen.

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DiemitdenunerwünschtenWirkungenweiteruntenverbundenenHäufigkeitseinteilungensind

Schätzungen.FürdiemeistenEreignisseliegenkeinegeeignetenDatenzurBerechnungder

Häufigkeitenvor.FernerkönnenunerwünschteEreignisseabhängigvonderIndikationinihrer

Häufigkeitvariieren.

BeidenHäufigkeitsangabenzuNebenwirkungenwerdenfolgendeKategorienzugrundegelegt:

Sehrhäufig: mehrals1 Behandeltervon10

Häufig: 1 bis10Behandeltevon100

Gelegentlich: 1bis10 Behandeltevon1.000

Selten: 1 bis10Behandeltevon10.000

Sehrselten: wenigerals1Behandeltervon10.000

Nichtbekannt:HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Nichtbekannt Blutarmut(Anämie),AuflösungderrotenBlutkörperchen(Hämolyse),

VerminderungderweißenBlutkörperchen(Leukopenie),Erkrankung

derLymphknoten(Lymphadenopathie),Verminderungder

Thrombozyten(Thrombozytopenie),entzündlicheErkrankungkleinerer

Blutgefäße(Vasculititsallergica)

ErkrankungendesImmunsystems

Selten Überempfindlichkeitsreaktioneneinschließlich

Photosensibilitätsreaktionen

Sehrselten Quincke-Ödem,anaphylaktischeReaktionen

PsychiatrischeErkrankungen

Nichtbekannt ReversibleneurologischeErscheinungen,Halluzinationen,Unruhe,

Psychosen(diegenanntenEreignissewarenimAllgemeinen

vorübergehend und wurdenüberwiegendbeiPatientenmit

eingeschränkterNierenfunktionmitoderohneprädisponierende

Faktorenberichtet[sieheAbschnitt„BesondereVorsichtbeider

AnwendungvonSUPRAVIRAN250mgi.v.isterforderlich“]);

Delirium

ErkrankungendesNervensystems

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Gelegentlich ErkrankungdesGehirns(Enzephalopathie),Lethargie,Kopfschmerzen,

Schwindel,Krampfanfälle,Schläfrigkeit

Sehrselten Bewusstseinsstörungen,Koma

Nichtbekannt Zittern(Tremor)

Gefäßerkrankungen

Nichtbekannt BestimmteFormderGerinnungsstörung(disseminierteintravaskuläre

Koagulation)

ErkrankungenderAtemwege, desBrustraumsundMediastinums

Nichtbekannt Atemnot(Dyspnoe)

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Häufig Übelkeit,Erbrechen

Nichtbekannt Bauchschmerzen,Durchfall(Diarrhö)

Leber-undGallenerkrankungen

Häufig VorübergehenderAnstiegderLeberwerte(Bilirubin-und

Leberenzym-Anstiege)

Sehrselten Leberentzündung(Hepatitis),Gelbsucht

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Häufig Hautausschlag(Exanthem),Nesselsucht(Urtikaria)undJuckreiz

Nichtbekannt SchwereallergischeHautreaktionenwietoxischeepidermische

Nekrolyseund Stevens-Johnson-Syndrom,entzündlicheRötungder

Haut(Erythemamultiforme),Haarausfall

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Nichtbekannt DiffuseroderlokalisisertMuskelschmerz(Myalgie)

ErkrankungenderNierenundHarnwege

Häufig VorübergehendeSerumharnstoff-undKreatinin-Anstiege

Nichtbekannt AkutesNierenversagen,Nierenschmerzen,Nierenschmerzenkönnenim

ZusammenhangmitNierenversagenstehen

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Häufig VenenentzündungamVerabreichungsort

Selten Müdigkeit

Nichtbekannt Fieber

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSie

erheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieser

Gebrauchsinformationangegebensind.

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5. WIEISTSUPRAVIRAN250 MGi.v.AUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufdemUmkartonunddemBehältnisnachVerwendbarbis

angegebenenVerfalldatumnichtmehranwenden.

DasVerfalldatumbeziehtsichaufdenletztenTagdesMonats.

FürdiesesArzneimittelsindkeinebesonderenLagerungsbedingungenerforderlich.

HinweisaufHaltbarkeitnachAnbruchoderZubereitung

SollteninderfertigenLösungTrübungenoderAusfällungenvoroderwährendderInfusion

auftreten,mussdieInfusionabgebrochenunddieInfusionslösungverworfenwerden.

DiechemischeandphysikalischeStabilitätdergebrauchsfertigenZubereitungwurdefür24Stunden

bei15bis25 °Cnachgewiesen.AusmikrobiologischerSichtsolltediegebrauchsfertigeZubereitung

sofortverwendetwerden.

WenndiegebrauchsfertigeZubereitungnichtsofortverwendetwird,istderAnwenderfürdieDauer

und dieBedingungenderAufbewahrungverantwortlich.

InfusionslösungensolltenkeinesfallsimKühlschrankaufbewahrtwerden!

6. WEITEREINFORMATIONEN

WasSUPRAVIRAN250 mg i.v.enthält

DerWirkstoffist:Aciclovir-Natrium.

1DurchstechflascheSUPRAVIRAN250mgi.v.enthält:274,4mgPulverzurHerstellungeiner

Infusionslösung(entspricht250mgAciclovir).

DiesonstigenBestandteilesind:

Natriumhydroxid,WasserfürInjektionszwecke(Ph.Eur.).

WieSUPRAVIRAN250 mgi.v.aussiehtundInhaltderPackung

Weißesbisfastweißes,geruchloses,gefriergetrocknetesPulver.

SUPRAVIRAN250mgi.v.istinPackungenzu10Durchstechflaschenerhältlich.

PharmazeutischerUnternehmerundHersteller

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GrünenthalGmbH52099Aachen

Tel.:0241569-1111

Fax:0241569-1112

E-Mail:service@grunenthal.com

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetimJanuar2010.

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Fachinformation Version:08.00

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FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

SUPRAVIRAN250 mgi.v.

Pulverzur HerstellungeinerInfusionslösung

2. QUALITATIVE UNDQUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Wirkstoff:Aciclovir-Natrium

1Durchstechflaschemit274,4mgPulverzurHerstellungeinerInfusionslösungenthält:274,4mg

Aciclovir-Natrium,entsprechend250 mgAciclovir.

JedeDurchstechflascheenthält28 mg Natrium(entspricht1,2 mmolNatrium), sieheAbschnitt4.4

DievollständigeAuflistungder sonstigen BestandteilesieheAbschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Weißesbisfastweißes, geruchloses, gefriergetrocknetesPulver.

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4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

primärerHerpesgenitalis

durchHerpes-simplex-VirenverursachteInfektionenderHautundderSchleimhäutebei

PatientenmitangeborenerImmunschwächeodersekundärenImmundefekten,wiesieim

Verlaufimmunsuppressiver(z.B.nachOrgantransplantationen)oderzytostatischer

Behandlungauftreten können

4.2 Dosierung,Art undDauerderAnwendung

Dosierung

ErwachseneundJugendlicheab12 JahrensowieNeugeborene, SäuglingeundKleinkinderbis

zu3 Monaten

AlleAltersgruppen,mitAusnahmevonKleinkindernundKindernzwischen3Monatenund12

Jahren,erhaltendiegleicheDosierungbezogenaufihrKörpergewichtinkg(siehe

Tabelle1).

ÜbergewichtigeErwachsenesolltendieempfohleneDosisfürErwachseneaufBasisdes

Idealgewichtsund weniger auf Basisdestatsächlichen Gewichtserhalten.

KleinkinderundKinderzwischen3 Monatenund12 Jahren

Kindernab3Monatenbiszu12JahrenwirdSUPRAVIRAN250mgi.v.entsprechendihrer

Körperoberflächeverabreicht, umeventuelleUnterdosierungen zuvermeiden(sieheTabelle2).

Tabelle1

ErwachseneundJugendlicheab12JahrensowieNeugeborene,SäuglingeundKleinkinderbiszu3

Monatenerhalten dieintravenöseInfusion nach folgendemDosierungsschema:

Patienten mitnormalemImmunsystem

Indikationen Einzeldosis

(mg/kg

Körpergewicht)

Aciclovir Durchschnittliche

Behandlungszeit

(inTagen) Tagesdosisbeinormaler

Nierenfunktion

(mg/kgKörpergewicht)

Primärer

Herpes

genitalis 5 5 * 15

Patienten mitImmundefekten

Herpes-

simplex-

Infektionen 5 5 * 15

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Fachinformation Version:08.00

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*LängereBehandlungszeitensindimEinzelfallmöglichundvomklinischenZustanddes

Patientenabhängig.

PatientenmitnormalerNierenfunktionwirddieEinzeldosis3-maltäglichalle8Stunden

verabreicht.

Tabelle2

Kinderab3Monatenbiszu12JahrenerhaltendieintravenöseInfusionnachfolgendem

Dosierungsschema:

Patienten mitnormalemImmunsystem

Indikationen Einzeldosis

(mgAciclovir/m 2 ) Durchschnittliche

Behandlungszeit

(inTagen) Tagesdosisbei

normaler

Nierenfunktion

(mgAciclovir/m 2 )

Primärer

Herpes

genitalis 250 5 * 750

Patienten mitImmundefekten

Herpes-

simplex-

Infektionen 250 5 * 750

*LängereBehandlungszeitensindimEinzelfallmöglichundvomklinischenZustanddes

Patientenabhängig.

PatientenmitnormalerNierenfunktionwirddieEinzeldosis3-maltäglichalle8Stunden

verabreicht.

Patientenmit Nierenfunktionsstörungen

Angaben zurDosierungbeiPatientenmiteingeschränkter Nierenfunktion sieheTabelle3.

Tabelle3

Patientenmiteingeschränkter NierenfunktionerhalteneineEinzeldosisnach folgendemSchema:

Kreatinin-Clearance

(ml/min/1,73m 2 ) Serumkreatinin

(µmol/l/mg/dl) Dosierungsintervalle

derEinzeldosen

Frauen Männer

>50 <130/<1,47 <170/<1,92 alle8 Stunden

50 bis25 130 bis280/

1,47 bis3,17 170 bis370/

1,92 bis4,18 alle12 Stunden

25 bis10 280 bis550/

3,17 bis6,22 370 bis750/

4,18 bis8,48 alle24 Stunden

10 bis0

(anurisch) >550/>6,22 >750/>8,48 Einzeldosis

halbieren, alle24

StundenbeiCAPD*

und nachjeder

Hämodialyse

*CAPD:KontinuierlicheambulantePeritonealdialyse

ÄlterePatienten

DainsbesonderebeiälterenPatientenvermehrtBeeinträchtigungenderNierenfunktionenauftreten

können,istbeidieserPatientengruppeeineÜberprüfungderentsprechendenFunktionenzu

empfehlenundaufeineangemesseneFlüssigkeitszufuhrzuachten.Gegebenenfallsisteine

Dosisanpassunggemäß deminTabelle3 aufgeführten Schemavorzunehmen (sieheAbschnitt4.4).

HöhereDosierungen

WirdAciclovirineinerhohenDosisverabreicht,sollteebenfallseineÜberprüfungder

Nierenfunktionerfolgen.DiesgiltinbesonderemMaßebeiPatientenmitbeeinträchtigter

Nierenfunktion und Patienten,diewenigFlüssigkeitzusich nehmen(sieheAbschnitt4.4).

ARTDERANWENDUNG

SUPRAVIRAN250mgi.v.mussalsintravenöseInfusionverabreichtwerden,nichtals

Bolusinjektion.IntramuskuläreodersubkutaneInjektionensindzuvermeiden(siehe

Abschnitt4.4 und 4.8).

DieInfusionjederEinzeldosissolllangsamübereineStundeerfolgen.

ZurHerstellung derInfusionslösung sieheAbschnitt6.5.

DAUERDERANWENDUNG

DerBehandlungszeitraumistabhängigvondemindividuellenklinischenZustandeinesjeden

Patienten(sieheTabelle1 und 2).

Gegenanzeigen

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ÜberempfindlichkeitgegenüberAciclovir,ValaciclovirodereinemdersonstigenBestandteilevon

SUPRAVIRAN250 mgi.v.

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

WirdAciclovirPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionverabreicht,isteine

Dosisanpassungzuempfehlen.DainsbesonderebeiälterenPatientenvermehrt

BeeinträchtigungenderNierenfunktionauftretenkönnen,istgegebenenfallseine

Dosisreduzierungerforderlich.(sieheAbschnitt4.2)

NachVerabreichungvonAciclovir,kanneszueinereingeschränktenNierenfunktion

(verminderteKreatinin-Clearance)kommen.Weitere,gleichzeitigverabreichtenephrotoxische

Arzneimittel,einevorbestehendeNierenerkrankungundDehydrierungmachennach

VerabreichungvonAciclovireinezusätzlicheEinschränkungderNierenfunktion

wahrscheinlicher.InsolchenFällen,isteineÜberwachungderNierenfunktionerforderlich.

EinesystemischeAnwendungvonAciclovirkannmitneurotoxischenReaktionen

(z.B.Enzephalopathie)assoziiertsein,insbesonderebeiälterenPatienten,Patientenmit

NierenversagenoderinKombinationmitanderenneurotoxischenMedikamenten.

AufeineausreichendeFlüssigkeitszufuhristzuachten.

SUPRAVIRAN250mgi.v.istausschließlichzurintravenösenInfusionvorgesehenundsollte

nichttopisch,intramuskulär,oral,subkutanoderimbzw.amAugeangewendetwerden(siehe

Abschnitt4.2).

NacheinerversehentlichenVerabreichungvonSUPRAVIRAN250mgi.v.indasdieVene

umgebendeGewebewurdenschwereEntzündungenderHaut–gelegentlichaucheineZerstörung

derbetroffenenHautareale–beobachtet.

Vorsichtistgeboten,wennSUPRAVIRAN250mgi.v.Patientenmiteinerzugrundeliegenden

neurologischen-,nephrologischen-,hepatischen-oderElektrolyt-Abnormalitätbzw.einer

signifikantenHypoxieverabreichtwird.

WirddiemaximaleLöslichkeitdesfreienAciclovirs(2,5mg/mlin37°CwarmemWasser)

überschrittenbzw.wirddasArzneimittelalsBolusinjektionverabreicht,kannAciclovirinden

Nierentubuliauskristallisieren.EinesichdarausergebendeSchädigungderNierentubulikannzu

einemakutenNierenversagenführen.

DieintravenöseInfusionsolllangsam,übereinenZeitraumvonmindestenseinerStunde

verabreichtwerden,umsodasRisikoeinerSchädigungderNierentubulizumindern.

Patientenmiteingeschränkter Nierenfunktionand älterePatienten

Aciclovirwirdrenaleliminiert,dahermussdieDosisbeiPatientenmiteingeschränkter

Nierenfunktionreduziertwerden(sieheAbschnitt4.2).BeiälterenPatientenisteineverringerte

Nierenfunktionwahrscheinlich,dahersolltedieNotwendigkeiteinerDosisreduktionfürdiese

PatientengruppeinBetrachtgezogenwerden.SowohlälterePatientenalsauchPatientenmit

eingeschränkterNierenfunktionhabeneinerhöhtesRisikofürdieEntwicklungneurologischer

Nebenwirkungenandsolltendahersorgfältigauf dasAuftretenderartigerWirkungenhinbeobachtet

werden.AusdenberichtetenFallengehthervor,dassdieseReaktionennachAbsetzender

Behandlung imAllgemeinenreversibelwaren (sieheAbschnitt4.8).

EineDurchstechflacheSUPRAVIRAN250mgi.v.enthält1,2mmol(28mg)Natrium.Diesistzu

berücksichtigenbeiPersonen unter Natriumkontrollierter (natriumarmer/-kochsalzarmer) Diät.

4.5 Wechselwirkungenmit anderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

KlinischrelevanteWechselwirkungen sind nichtbekannt.

AciclovirwirdhauptsächlichunverändertrenaldurchaktivetubuläreSekretionindenUrin

ausgeschieden.GleichzeitigverabreichteArzneimittel,dieebenfallsüberdiesenMechanismus

ausgeschieden werden, könnendiePlasmakonzentrationvonAciclovir erhöhen.

CimetidinundProbenecidverringerndierenaleAusscheidungvonAciclovirumetwa20bzw.

30%, waszu einemAnstiegder mittleren EliminationshalbwertszeitvonAciclovirführen kann.

BeieinergemeinsamenVerabreichungvonAciclovirundeineminaktivenMetabolitenvon

Mycophenolatmofetil,einemimmunsuppressivenWirkstoff,derbeiTransplantationspatienten

verwendetwird, wurdeeinAnstieg derAUC imPlasmagefunden.

BeiPatienten,dieSUPRAVIRAN250mgi.v.erhalten,istzubeachten,dassbeidergemeinsamen

VerabreichungvonWirkstoffen,diemitAciclovirumdieEliminationkonkurrieren,dieMöglichkeit

derErhöhungderPlasmaspiegelvoneinemoderbeidenWirkstoffenoderderenMetaboliten

besteht.

Vorsichtistgeboten(ÜberwachungderNierenfunktion),wennSUPRAVIRAN250mgi.v.mit

Wirkstoffen,dieandereAspektederNierenphysiologiebeeinflussen(z.B.Ciclosporinund

Tacrolimus), verabreichtwird.

Schwangerschaft undStillzeit

Schwangerschaft

BegrenzteErfahrungenübereineoraleAnwendungvonAciclovirinderSchwangerschaftlassen

nichtaufNebenwirkungenvonAciclovirschließen,diesichaufdieSchwangerschaftoderdie

GesundheitdesFetus/Neugeborenenauswirkenkönnten.Bishersindkeineandereneinschlägigen

epidemiologischenDaten verfügbar.

TierexperimentelleStudienhaben Reproduktionstoxizitätgezeigt(sieheAbschnitt5.3).

MitderintravenösenVerabreichungvonSUPRAVIRAN250mgi.v.beimMenscheninder

Schwangerschaftliegen erstsehr wenigeErfahrungenvor.

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SolltesichdieintravenöseGabevonSUPRAVIRAN250mgi.v.inderSchwangerschaftals

notwendigerweisen,soistdaraufzuachten,dassdieunterAbschnitt4.2aufgeführtenEinzel-und

Tagesdosen nichtüberschritten werden.

SUPRAVIRAN250mgi.v.sollteinderSchwangerschaftnurnachsorgfältigerNutzen-Risiko-

AbwägungundnachstrengerIndikationsstellungangewendetwerden.Diesgiltinsbesonderefür

dieAnwendung innerhalb der erstendreiMonateeinerSchwangerschaft.

Stillzeit

AciclovirgehtindieMuttermilchüber.NachoralerVerabreichungtratenMilch-Plasma-

Verhältnissevon4:1auf.DaunerwünschteWirkungenaufdasgestillteKindnichtauszuschließen

sind, sollwährend einer BehandlungmitSUPRAVIRAN250 mgi.v. nichtgestilltwerden.

AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvon

Maschinen

DiesesArzneimittelkannauchbeibestimmungsgemäßemGebrauch,z.B.durchAuftretenvon

neurologischenErscheinungen(sieheAbschnitt4.8),dasReaktionsvermögensoweitverändern,

dassdieFähigkeitzumFührenvonFahrzeugen,zumBedienenvonMaschinenoderzumArbeiten

ohnesicheren Haltbeeinträchtigtwird.

DiestrifftinsbesonderezuBehandlungsbeginn,imFallevonDosiserhöhungenodereines

PräparatewechselssowieimZusammenwirken mitAlkoholzu.

4.8 Nebenwirkungen

DiemitdenunerwünschtenWirkungenweiteruntenverbundenenHäufigkeitseinteilungensind

Schätzungen.FürdiemeistenEreignisseliegenkeinegeeignetenDatenzurBerechnungder

Häufigkeitenvor.FernerkönnenunerwünschteEreignisseabhängigvonderIndikationinihrer

Häufigkeitvariieren.

Beider Bewertungvon Nebenwirkungen werden folgendeHäufigkeiten zugrundegelegt:

Sehr häufig(>1/10)

Häufig(>1/100bis<1/10)

Gelegentlich (>1/1.000 bis<1/100)

Selten (>1/10.000 bis<1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nichtbekannt(Häufigkeitauf Grundlageder verfügbarenDaten nichtabschätzbar)

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

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Nichtbekannt Anämie,Hämolyse, Leukopenie,Lymphadenopathie,

Thrombozytopenie,Vasculititsallergica

ErkrankungendesImmunsystems

Selten Überempfindlichkeitsreaktioneneinschließlich

Photosensibilitätsreaktionen

Sehr selten Quincke-Ödem,anaphylaktischeReaktionen

PsychiatrischeErkrankungen

Nichtbekannt ReversibleneurologischeErscheinungen, Halluzinationen, Unruhe,

Psychosen (diegenannten Ereignissewaren imAllgemeinenreversibel

and wurden überwiegendbeiPatientenmiteingeschränkter

Nierenfunktionmitoder ohneprädisponierendeFaktoren berichtet

[sieheAbschnitt4.4]);Delirium

ErkrankungendesNervensystems

Gelegentlich Enzephalopathie, Lethargie,Kopfschmerzen,Schwindel,

Krampfanfälle, Schläfrigkeit

Sehr selten Bewusstseinsstörungen,Koma

Nichtbekannt Tremor

Gefäßerkrankungen

Nichtbekannt DisseminierteintravaskuläreKoagulation

ErkrankungenderAtemwege, desBrustraumsundMediastinums

Nichtbekannt Dyspnoe

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Häufig Übelkeit,Erbrechen

Nichtbekannt Bauchschmerzen, Diarrhö

Leber- undGallenerkrankungen

Häufig ReversibleBilirubin- und Leberenzym-Anstiege

Sehr selten Hepatitis, Gelbsucht

ErkrankungenderHaut unddesUnterhautzellgewebes

Häufig Exanthem, Juckreiz, Urtikaria

Nichtbekannt ToxischeepidermischeNekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom,

Erythemamultiforme, Haarausfall

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- undKnochenerkrankungen

Nichtbekannt Myalgie

ErkrankungenderNierenundHarnwege

Häufig VorübergehendeSerumharnstoff- und Kreatinin-Anstiege

Nichtbekannt AkutesNierenversagen,Nierenschmerzen, Nierenschmerzenkönnen im

Zusammenhang mitNierenversagen stehen.

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Häufig Venenentzündung amVerabreichungsort

Selten Müdigkeit

Nichtbekannt Fieber

4.9 Überdosierung

SymptomederIntoxikation

EineÜberdosierungvonintravenösverabreichtemAciclovirführtezueinemAnstiegdes

Serumkreatininsund Blutharnstoffstickstoffsund nachfolgendzu Nierenversagen.

VerzögerteneurologischeEffekte,einschließlichVerwirrtheit,Halluzination,Agitation,

KrampfanfallundKoma,wurdenimZusammenhangmitdieserintravenösenÜberdosierung

beschrieben.

Therapievon Intoxikationen

PatientensolltenaufAnzeichenvonToxizitätbeobachtetwerden.Durcheine4-stündige

HämodialysewirddieAciclovir-Plasmakonzentrationum50%gesenkt.Dasentsprichteiner

VerdreifachungderClearance.UmneurotoxischenReaktionenvorzubeugen,kannimFalleiner

bestehenden oderaufkommendenNierenschwächeeineHämodialysein Betrachtgezogen werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Virostatikum.

ATC-Code:J05AB01

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AcicloviristeinepharmakologischinaktiveSubstanz,dieerstnachderPenetrationineineZelle,

diemitHerpes-simplex-Viren(HSV)oderVaricella-zoster-Viren(VZV)infiziertist,zueinem

Virostatikumwird.

DieseAktivierungdesAciclovirswirdkatalysiertdurchdieHSV-oderVZV-Thymidinkinase,ein

Enzym,dasdieVirenzuihrerReplikationdringendbenötigen.Vereinfachtkannmansagen,dass

dasVirusseineigenesVirostatikumsynthetisiert.

ImEinzelnen laufen dabeifolgendeSchritteab:

Aciclovirpenetriertvermehrtin herpesinfizierteZellen.

DieindiesenZellenvorliegendeVirus-ThymidinkinasephosphoryliertAciclovirzum

Aciclovir-Monophosphat.

ZelluläreEnzymeüberführenAciclovir-MonophosphatindaseigentlicheVirostatikum,das

Aciclovir-Triphosphat.

Aciclovir-Triphosphatbesitzteine10-bis30-malstärkereAffinitätzurVirus-DNA-

PolymerasealszurzellulärenDNA-PolymeraseundhemmtsomitselektivdieAktivitätdes

viralenEnzyms.

DieVirus-DNA-PolymerasebautdarüberhinausAciclovirindieVirus-DNAein,wodurch

ein KettenabbruchbeiderDNA-Syntheseerfolgt.

DieseEinzelschritteführen insgesamtzu einer sehr wirkungsvollenReduktionderVirusproduktion.

ImPlaque-Reduktions-TestwurdefürHSV-infizierteVero-Zellen(Zellkulturausdem

NierenparenchymdesgrünenafrikanischenAffen)einED

-Hemmwertvon0,1µmolAciclovir/l

gemessen,dagegenwareinED

-Wertvon300µmolAciclovir/lerforderlich,umdasWachstum

nichtinfizierterVero-Zellkulturenzuverhindern.SomitermitteltmanfürZellkulturen

therapeutischeIndizesbiszu 3.000.

Wirkungsspektruminvitro

Sehrempfindlich

Herpes-simplex-VirusTypI und II

Varicella-zoster-Virus

Empfindlich

Epstein-Barr-Virus

Teilweiseempfindlichbisresistent

Zytomegalie-Virus

Resistent

RNA-Viren

Adenoviren

Pockenviren

BeistarkimmunsupprimiertenPatientenkanneinelängereoderwiederholteBehandlungmit

AciclovirzueinerSelektionvonVirusstämmenmitreduzierterEmpfindlichkeitführen,mitder

Folge,dassdiesePatientenaufdieBehandlungmitAciclovirmöglicherweisenichtmehr

ansprechen.

DiemeistenklinischenIsolatemitherabgesetzterEmpfindlichkeitwieseneinen relativen Mangelan

Virus-Thymidinkinaseauf.JedochwurdeauchvonStämmenmitveränderterVirus-Thymidinkinase

oderveränderterDNA-Polymeraseberichtet.DieIn-vitro-ExpositionvonHSV-Isolatengegenüber

AciclovirkannebenfallszurEntstehungvonwenigerempfindlichenStämmenführen.Der

ZusammenhangzwischenderinvitrobestimmtenEmpfindlichkeitvonHSV-Isolatenunddem

klinischenAnsprechenauf eineBehandlungmitAciclovir istunklar.

PharmakokinetischeEigenschaften

AusdembiexponentiellenVerlaufderAciclovir-Kinetikkannmanschlussfolgern,dassAciclovirin

hohenKonzentrationeninsGewebeundindieOrganegelangtundausdiesenwiederlangsam

abflutet.

DasVerteilungsvolumenbeiErwachsenenimSteadyStatebeträgt50±8,7l/1,73m 2 ,bei

Neugeborenenund Säuglingenbiszu 3 Monaten28,8 ±9,3 l/1,73 m 2 .

Für dieEiweißbindungwurdenWertezwischen9 und 33 % ermittelt.

Verteilung in denOrganen

TierexperimentelleVersuchebelegen,dassimVergleichzudenPlasmaspiegelnhöhereAciclovir-

SpiegelimDarm,inderNiere,derLeberundderLunge,niedrigereSpiegelimMuskel,imHerzen,

imHirn sowiein den OvarienundTestesderTiereerreichtwerden.

Post-mortem-UntersuchungenbeimMenschenergaben,dassAciclovirimSpeichel,im

VaginalsekretundinderVesikelflüssigkeitvonHerpes-BläschensowieineinigenOrganen

angereichertwird. 50 % der entsprechendenSerumkonzentrationen werden imLiquorerreicht.

Metabolismusund Elimination

Aciclovir wird beinierengesunden Patientenzu 62 bis91 % in unveränderter Formund zu 10 bis15

%als9-Carboxymethoxy-methyl-guaninrenaleliminiert.FürErwachsenewurdenPlasma-

Halbwertszeiten(t

1/2ß )von2,87±0,76StundenundfürNeugeboreneundSäuglingebiszu3

Monatenvon4,1±1,2Stundenermittelt.Aciclovirwirdsowohlglomerulärfiltriertalsauchtubulär

sezerniert.WirdAciclovireineStundenachVerabreichungvon1gProbenecidgegeben,sowirddie

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Plasma-Halbwertszeit(t

½β )um18%verlängertunddieFlächeunterderPlasma-

Konzentrationszeitkurveum40%vergrößert.BiliärundfäkalerfolgtkeineAusscheidungdes

Aciclovirsund seinerMetaboliten.

BeiPatientenmitchronischerNiereninsuffizienzbeträgtdiedurchschnittlichePlasma-

Halbwertszeitetwa19,5Stunden.DiemittlerePlasma-HalbwertszeitwährendderHämodialyse

beträgt5,7 Stunden.Während derHämodialysefallendieAciclovir-Plasmaspiegelumetwa60 %.

BeieingeschränkterNierenfunktionbestehteineKumulationsgefahrbeiKreatinin-Clearance-

Wertenvon<50ml/min.EineDosisreduktionistdeshalbabdiesemWertangezeigt(siehe

Abschnitt4.2).

BeiErwachsenenwurdenacheinereinstündigenInfusionvon5mg/kgKörpergewichtein

durchschnittlicherSpitzenwertimPlasmavon33,7±7,08µmol/l,nacheinerInfusionvon10

mg/kgKörpergewichtvon51,6±2,7µmol/lgemessen.7Stundenspäter(vordernächsten

Infusion)wurdenBasiswertevondurchschnittlich4,11±0,75µmol/lbzw.6,4µmol/lermittelt.

DieseWerteändertensichauchnachMehrfach-ApplikationimSteadyState(Fließgleichgewicht)

nicht.

WerdenKindernbiszu12Jahren250mgbzw.500mgAciclovir/m 2 Körperoberflächeverabreicht,

sosinddiejeweiligenPlasmaspitzen-bzw.PlasmabasiswertenahezumitdenWertenidentisch,die

beiErwachsenennachVerabreichungvon 5 bzw. 10 mgAciclovir/kgKörpergewichterzieltwerden.

BeiNeugeborenenundSäuglingenbiszu3Monaten,denen5bzw.10mgAciclovir/kg

Körpergewichtverabreichtwurden(alle8Stundenals1-stündigeInfusion),wurden

Plasmaspitzenwertevon30,0±9,9µmol/lbzw.61,2±18,3µmol/lgemessen.Als

Plasmabasiswertewurden5,3±3,4µmol/l(bei5mg/kg)bzw.10,1±8,4µmol/l(bei10mg

Aciclovir/kg)ermittelt.

Bioverfügbarkeit

100 %.

PräklinischeDatenzurSicherheit

AusIn-vitro-undIn-vivo-TestszurgenetischenToxikologiemitAciclovirsindnebennegativen

auchpositiveResultatebekannt.PositiveEffektetratenallerdingsnurbeisehrhohen,zumTeil

zytotoxischenKonzentrationenauf.UnterdenBedingungenderklinischenAnwendungistein

relevantesgenotoxischesPotenzialunwahrscheinlich.

Aciclovir erwiessich in Langzeitstudienan Rattenund Mäusen alsnichtkanzerogen.

WeitgehendereversibleschädlicheWirkungenaufdieSpermatogenesebeiRattenundBeagle-

HundentratennurbeiderVerabreichungvonAciclovir-Dosenauf,dieweitüberdemnormalen

therapeutischenBereichlagen.Versucheüber2GenerationenvonMäusenzeigtenbeioral

verabreichtemAciclovirkeinerleiAuswirkungenaufdieFertilität.OralverabreichtesAciclovirhat

beimMann keineAuswirkungenauf dieAnzahl,Morphologieund Motilitätder Spermien.

InEmbryotoxizitätsstudienmitsubkutanerVerabreichunganRattenoderintravenöserbzw.

subkutanerVerabreichunganKaninchenzeigteAciclovirkeineembryotoxischenoderteratogenen

Effekte.IneineranderenStudieführtedieVerabreichunghohersubkutanerDosenaneinzelnen

TagenwährendderEmbryonalentwicklungbeiRattenzuteratogenenEffekten(Anophthalmienund

Schwanzanomalien).DieEffektetratenimmaternaltoxischenDosisbereichaufundbeiAciclovir-

Plasmakonzentrationen,dieweitüberdentherapeutischenPlasmakonzentrationenlagen.Die

klinischeBedeutung dieserUntersuchung istdaherfraglich.

Rattenwurdenüber20Tage5,10,20,40und80mgAciclovir/Tagmittelsintravenöser

Bolusinjektionverabreicht.BeiDosenüber10mgwurdenerhöhteSerumkonzentrationensowie

AuskristallisationenvonAciclovirimdistalenTubulusbeobachtet.NachVerabreichungder

höchstenDosiswurdebeieinigenTiereneineleichterhöhteLeukozytenzahlbeobachtet.

Beagle-HundenwurdeAciclovirüber31TageintäglichenDosenvon0,20,50,100und200mg/kg

Körpergewicht,verteiltauf2InjektionenproTag,verabreicht.Inder50-mg-Gruppewurdenneben

erhöhterUrinproduktionvereinzeltWürgen,Tachykardie,hyalineEinschlüsseimZytoplasmader

Leberzellen,VeränderungenanderDarmmukosaundamNierenparenchymsowietubuläreSchäden

beobachtet.Inder100-mg-und200-mg-GruppebeobachtetemanzusätzlichblutigmukoideStühle,

pathologischeVeränderungenderLeberenzyme,Leukopenien,HyoplasiendesKnochenmarksund

desLymphgewebes,TremorundZyanosen.AlleHunde,diemitderhöchstenDosisvon200

mg/kg/Tag behandeltwurden, starben innerhalb von 8Tagen.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 ListedersonstigenBestandteile

Natriumhydroxid,Wasser für Injektionszwecke(Ph. Eur.).

6.2 Inkompatibilitäten

Mitsauren oder gepuffertenInfusionslösungen treten Inkompatibilitäten auf.

6.3 DauerderHaltbarkeit

RekonstituierteInfusionslösung

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DiechemischeandphysikalischeStabilitätdergebrauchsfertigenZubereitungwurdefür24Stunden

bei15bis25°Cnachgewiesen.AusmikrobiologischerSichtsolltediegebrauchsfertige

Zubereitungsofortverwendetwerden.

WenndiegebrauchsfertigeZubereitungnichtsofortverwendetwird,istderAnwenderfür dieDauer

und dieBedingungenderAufbewahrung verantwortlich.

NichtrekonstituiertesArzneimittel

4 Jahre.

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

RekonstituierteInfusionslösung

InfusionslösungensolltenkeinesfallsimKühlschrankaufbewahrt werden!

NichtrekonstituiertesArzneimittel

Für diesesArzneimittelsind keinebesonderen Lagerungsbedingungenerforderlich.

6.5 Art undInhalt desBehältnisses

Packungmit10 Durchstechflaschenmitje274,4 mgPulverzur Herstellung einerInfusionslösung.

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung undsonstigeHinweisezur

Handhabung

HinweisefürdieBeseitgung

KeinebesonderenAnforderungen.

HinweisefürdieHerstellungderInfusionslösung

DieHerstellungderfertigenInfusionslösungsollunteraseptischenBedingungen,ambestenkurz

vor derVerabreichung erfolgen.

DerInhalteinerDurchstechflaschewirddurchZugabevon10mlWasserfürInjektionszweckeoder

isotonischerNatriumchlorid-Lösungaufgelöst.DiesoerhaltenekonzentrierteLösungoderTeile

derselben sofortzu jemindestens50ml(max. 250ml)Infusionslösung gegeben.

AlsInfusionslösungwirdeineisotonischeNatriumchlorid-Lösungempfohlen,dieaußer

SUPRAVIRAN250 mgi.v.keineweiterenZusätzeenthalten darf.

BakteriostatischesWasserfürInjektionszwecke,dasBenzylalkoholoderParabenebeinhaltet,darf

nichtverwendetwerden.

DadiekonzentrierteLösungeinenpH-Wertvonca.11aufweist,istvoneineroralenAnwendung

dieserLösung abzusehen.

WirdSUPRAVIRAN250mgi.v.intravenösdurchInfusionspumpenverabreicht,sollten

Infusionslösungen verwendetwerden, diebiszu 2,5%Aciclovir (25mgAciclovir/ml) enthalten.

NichtbenutzteRestedesPulverszurHerstellungeinerInfusionslösungoderderkonzentrierten

Lösung müssen verworfen werden,sieheAbschnitt6.3.

SollteninderfertigenLösungTrübungenoderAusfällungenvoroderwährendderInfusion

auftreten,mussdieInfusion abgebrochenund dieInfusionslösung verworfen werden.

7. INHABERDERZULASSUNG

GrünenthalGmbH 52099Aachen

Tel.:0241 569-1111

Fax:0241 569-1112

E-Mail: service@grunenthal.com

8. ZULASSUNGSNUMMER

23099.00.00

9. DATUMDERERTEILUNGDERZULASSUNG/VERLÄNGERUNGDER

ZULASSUNG

07.04.1995/01.03.2000

10. STANDDERINFORMATION

Januar 2010

11. VERSCHREIBUNGSSTATUS/APOTHEKENPFLICHT

Verschreibungspflichtig.

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