Streptase 750 000 Trockensubstanz

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Streptokinase
Verfügbar ab:
CSL Behring GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
streptokinase
Darreichungsform:
Trockensubstanz
Zusammensetzung:
Streptokinase 750000.I.E.
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
6790.02.00

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GEBRAUCHSINFORMATIONUNDFACHINFORMATION

(PI+EDS/D/GERMAN)

STREPTASE®250000/750000/1500000

Rev.:15-DEZ-2008/Anpassung14.AMG-Novelle

ErsetztdievorherigenVersionen

Rev.:02-JAN-2007 /CSLBehring

Rev.:07-JUN-2004 /ZLBBehring

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GEBRAUCHSINFORMATIONUNDFACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Streptase®250000/750000/1 500000

PulverzurintravenösenoderintraarteriellenAnwendungnachAuflösungmitphysiologischer

Kochsalzlösung.

2. QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

Wirkstoff:StabilisierteRein-Streptokinase,dieausdemKulturfiltratbeta-hämolysierender

StreptokokkenderLancefield-GruppeCgewonnenwird.SieliegtalsweißesPulvervorund

enthältStabilisatoren.

Streptase250 000

1 Injektionsflaschemit134-176 mgTrockensubstanz

enthält250 000I.E.Streptokinase

Streptase750 000

1 Injektionsflaschemit139-182 mgTrockensubstanz

enthält750 000I.E.Streptokinase

Streptase1 500000

1 Injektionsflaschemit147-192 mgTrockensubstanz

enthält1 500000 I.E.Streptokinase

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheKapitel6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

PulverzurintravenösenoderintraarteriellenAnwendungnachAuflösungmitphysiologischer

Kochsalzlösung.

4. KLINISCHEANGABEN

1 Anwendungsgebiete

SystemischeAnwendung

-akutertransmuralerMyokardinfarkt(nichtälterals12 Stunden)mitpersistierender

ST-Strecken-HebungoderkurzzurückliegendemLinksschenkelblock

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-tiefeVenenthrombosen(nichtälterals14 Tage)

-akutemassiveLungenembolie

-akuteund subakuteThrombosenderperipherenArterien

-chronischearterielleVerschlusskrankheiten(nichtälterals6 Wochen)

-VerschlüssederzentralenArterienoderVenendesAuges(arterielleVerschlüssenicht

älterals6 bis8Stunden,venöseVerschlüssenichtälterals10Tage)

LokaleAnwendung

-akuterMyokardinfarktzurRekanalisierungderKoronararterien(nichtälterals12

Stunden)

-akute,subakuteund chronischeThrombosensowieEmbolienderperipherenvenösenund

arteriellenGefäße

Hinweis:BeiAnwendungüberdieobengenanntenZeitfensterhinauskannkeineAussage

überdenTherapieerfolggemachtwerden.

2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

Dosierung

Hinweis:SoferneinethrombolytischeBehandlungnotwendigist,einehohe

Antikörper-konzentrationgegenStreptokinasevorliegt,oderdieStreptokinase-Therapie

kurzeZeitzurückliegt(mehrals5 Tageund wenigeralseinJahrzuvor),solltenhomologe

Fibrinolytikaangewendetwerden(sieheauch4.4).

AkutertransmuralerMyokardinfarktmitpersistierenderST-Strecken-Hebungoderkurz

zurückliegendemLinksschenkelblock:

SystemischeAnwendung

BeiderKurzzeitlysezurBehandlungdesakutenMyokardinfarkteswerden1,5 MioI.E.

Streptaseinnerhalbvon60 Minutenverabreicht.

LokaleAnwendung

BeiakutemMyokardinfarkterhaltenPatientenintrakoronareinenBolusvondurchschnittlich

20 000I.E.Streptaseund eineErhaltungsdosisvon2000-4000 I.E./min.übereinenZeitraum

von30-90 Minuten.

Akute, subakuteund chronischeThrombosen/Embolien derperipherenvenösenund

arteriellenGefäßeundchronischearterielleVerschlusskrankheiten:

SystemischeAnwendung

Erwachsenemitperipherenvenösenund arteriellenGefäßverschlüssen/Embolienerhaltenbei

derKurzzeitlyseeineInitialdosisvon250000 I.E.Streptaseinnerhalb von30Minuten,

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gefolgtvoneinerErhaltungsdosismitstündlich1,5MioI.E.überhöchstenssechsStunden.

DiesechsstündigeStreptase-InfusionkannabhängigvomLyse-ErfolgamnächstenTag

wiederholtwerden.EineWiederholungdarfnurinnerhalbderersten5 Tagenachderersten

Streptase-Behandlungerfolgen.

AlsAlternativezurKurzzeitlysebietetsichbeiperipherenVerschlüsseneineLangzeitlyse

an.SiewirdmiteinerInitialdosisvon250 000I.E.Streptaseeingeleitet,dieinnerhalbvon30

Minutenverabreichtwerden.DieErhaltungsdosisbeträgt100 000I.E.proStunde.Die

TherapiedaueristvonderAusdehnungund LokalisationdesGefäßverschlussesabhängig.Sie

beträgtbeiperipherenGefäßverschlüssenmaximal5Tage.

LokaleAnwendung

Beiakuten,subakutenund chronischenperipherenThrombosenund Embolienerhalten

PatienteninIntervallenvon3-5 Minutenje1000-2000 I.E.Streptase.Die

Behandlungs-daueristvonderLängeundLokalisationdesGefäßverschlussesabhängigund

beträgtbiszu3 StundenbeieinerGesamtdosisvonmax.120000 I.E.Streptase.

EineerforderlicheperkutanetransluminaleAngioplastiekanningleicherSitzung

durchgeführtwerden.

Verschlüssederzentralen Arterien oderVenen desAuges:

SystemischeAnwendung

BeiThrombosenderZentralgefäßedesAugesbeträgtdieTherapiedauerbeiarteriellen

Verschlüssenmaximal24 Stundenund beivenösenVerschlüssenmaximal72Stunden.Ist

aufgrundvonausgedehntenthrombotischenVerschlüsseneineWeiterführungder

Thrombolyseangezeigt,solltedieTherapiefüreinenTagunterbrochenund anschließend ein

homologesFibrinolytikumangewendetwerden.

DosierungfürNeugeborene,SäuglingeundKinder:

BeiKindernliegennochkeineausreichendenErfahrungenmiteinerStreptase-Therapievor.

DerNutzenderTherapieistgegendiepotentiellenRisikenabzuwägen,dieeineakute

lebensbedrohlicheSituationverschlimmernkönnen.

Steuerung derTherapie

SystemischeAnwendung

BeiKurzzeitlysenübersechsStundensollteHeparinwährend odernachder

Streptase-Infusiondanngegebenwerden,wenndieThrombinzeit(TZ)oderdiepartielle

Thromboplastin-Zeit(PTT)wenigeralsdasZweifachebzw.das1,5fachederNormbeträgt.

UmeinenausreichendenSchutzvoreinerRethrombosierungzugewährleisten,solltedieTZ

2-4fach,diePTT1,5-2,5fachverlängertsein.

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EntfällteineWiederholungderStreptase-Infusion,wird dieHeparin-Therapiezeitgleichmit

derGabevonoralenAntikoagulantienbegonnen(sieheNachbehandlung).

DieLangzeitlysenwerdenüberdieThrombinzeitkontrolliert.Eine2-4facheVerlängerung

derThrombinzeitalsZeicheneinesausreichend antikoagulatorischenSchutzesist

anzustreben.Deshalb kannbereitsabder16.TherapiestundeeinesimultaneVerabreichung

vonHeparinerforderlichwerden.LiegtdieThrombinzeitnachder16.Stundenochüberdem

VierfachendesNormalwertes,istdieErhaltungsdosisStreptaseübermehrereStundenbis

zumRückgangderThrombinzeitzuverdoppeln.

LokaleAnwendung

WiebeiAngiographienüblich,wird,soweitnötig,vorderAngiographiezurProphylaxevon

katheterinduziertenThrombosenHeparinappliziert.DerTherapieerfolgläßtsichanhand der

Angiographiebestimmen.BeieinemausreichendenBlutflußübermehrals15 Minutenkann

dieTherapiealserfolgreichbetrachtetund beendetwerden.

Nachbehandlung

NachjederStreptokinase-TherapiekannzurVerhütungvonRethrombosierungeneine

NachbehandlungmitAntikoagulantienoderThrombozytenaggregationshemmernerfolgen.

BesondersbeiderHeparin-TherapieistaufeinerhöhtesBlutungsrisikozuachten.Die

Heparin-Therapiewird individuellmitderThrombinzeitoderderPTTgesteuert.Eine

2-4facheVerlängerungderThrombinzeitbzw.eine1,5-2,5facheVerlängerungderPTTwird

angestrebt.ZurLangzeitprophylaxekönnenoraleAntikoagulantien,wiez.B.

Cumarinderivate,oderThrombozytenaggregationshemmerverabreichtwerden.

Artund DauerderAnwendung

DieAnwendungerfolgtintravenösoderintraarteriell.

DieTherapiedaueristabhängigvonArtundAusdehnungdesGefäßverschlussesundist

indikationsbezogenunterschiedlich.SiehedazuDosierung.

Rekonstitutionund weitereVerdünnung:siehe6.6.

3 Gegenanzeigen

StreptasedarfbeischwerenallergischenReaktionenaufdasPräparatnichtangewendet

werden.

Aufgrund deserhöhtenBlutungsrisikosderthrombolytischenTherapiedarfStreptasenicht

gegebenwerdenbei:

-bestehendenoderkurzzurückliegendeninnerenBlutungen

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-allenFormenverminderterBlutgerinnungsfähigkeit,besondersSpontanfibrinolyseund

ausgeprägtenGerinnungsstörungen

-kurzzurückliegendemzerebrovaskuläremInsult,intrakraniellenoderintraspinalen

Eingriffen

-intrakraniellenNeoplasien

-kurzzurückliegendemKopftrauma

-arteriovenöserFehlbildungoderAneurysma

-bekanntemNeoplasmamitBlutungsrisiko

-akuterPankreatitis

-unkontrollierbaremBluthochdruckmitsystolischenWertenüber200 mmHgund/oder

diastolischenWertenüber100 mmHg,FundushypertonicusIII/IV

-kurzzurückliegenderImplantationeinerGefäßprothese

-gleichzeitigerBehandlungmitoralenAntikoagulantien(INR>1,3)

-schwererLeber-oderNierenschäden

-EndokarditisoderPerikarditis.BeivereinzeltauftretenderPerikarditis,diealsakuter

MyokardinfarktfehldiagnostiziertundmitStreptasebehandeltwurde,wurdenPerikard-

ergüsseeinschl.-tamponadebeobachtet

-bekannterhämorrhagischerDiathese

-kurzzurückliegendengroßenOperationen(6.-10.postoperativerTag,inAbhängigkeit

vonderSchweredesEingriffs)

-invasivenEingriffen,z.B.kurzzurückliegendeOrganbiopsie,längerandauernde

(traumatische)externeHerzmassage.

LokaleAnwendung

AuchbeilokalerAnwendungmußmiteinemsystemischenEffektgerechnetwerden.Daher

solltendievorgenanntenGegenanzeigenauchfürdielokaleAnwendungberücksichtigt

werden.

4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

IndividuelleNutzen-Risiko-Abwägung

DasRisikoderTherapieimFallvonlebensbedrohlichenthromboembolischenEreignissen,

insbesonderedasvonBlutungen,istgegenüberdemzuerwartendenNutzenabzuwägen,bei

Fällenwiez.B.:

-kurzzurückliegende,schweregastrointestinaleBlutungen,z.B.akuterUlkus

-RisikoschwererlokalerBlutungen,z.B.imFallvonlumbalerAortographie

-kurzzurückliegendesTraumaund kardiopulmonaleReanimation

-invasiveEingriffe,z.B.kurzzurückliegendeIntubation

-PunktionnichtkomprimierbarerGefäße,intramuskuläreInjektionen

-kurzzurückliegendeEntbindung,Abort

-ErkrankungendesUrogenitalbereichesmitvorhandenenodermöglichenBlutungsquellen

(Blasenverweilkatheter)

-bekannteseptischeThrombose

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-ausgeprägtearteriosklerotischeGefäßveränderungen,zerebrovaskuläreErkrankungen

-kavernöseLungenerkrankungen(z.B.offeneTuberkulose)

-MitralvitienoderVorhofflimmern

LokaleAnwendung

AuchbeilokalerAnwendungmußmiteinemsystemischenEffektgerechnetwerden.Daher

solltendievorgenanntenWarnhinweiseauchfürdielokaleAnwendungberücksichtigt

werden.

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Antistreptokinase-Antikörper

Aufgrund dererhöhtenWahrscheinlichkeiteinerResistenzdurchAntistreptokinase-Anti-

körperkanndertherapeutischeEffektvonStreptaseoderStreptokinase-enthaltenden

ProdukteninFragegestelltsein,wenneineWiederanwendungspäterals5 Tagenach

Erstanwendungerfolgt,insbesonderezwischen5 Tagenund1 Jahr.

AuchnachvorausgegangenerStreptokokken-Infektionwiez.B.Streptokokkenpharyngitis,

akutemrheumatischemFieber,akuterGlomerulonephritiskannderTherapieerfolgreduziert

sein.

Infusionsgeschwindigkeitund Kortikosteroid-Prophylaxe

ZuBeginnderTherapiewerdenhäufigBlutdruckabfall,TachykardieoderBradykardie(in

EinzelfällenbishinzumSchock)beobachtet.DahersolltezuBeginnderTherapielangsam

infundiertwerden.AußerdemkönnenKortikosteroideprophylaktischverabreichtwerden.

Vorbehandlung mitHeparinoderCumarinderivaten

StehtderPatientunterHeparinisierung,solltederenWirkungvorBeginnder

Thrombolyse-therapiedurchdieGabevonProtaminsulfatneutralisiertwerden.VorBeginn

derStreptokinase-TherapiesolltedieThrombinzeitnichtmehralsdasZweifachederNorm

betragen.BeiVorbehandlungmitCumarinderivatenmußdieINR(InternationalNormalized

Ratio)wenigerals1,3betragen,ehedieStreptokinase-Infusionbegonnenwird.

GleichzeitigeBehandlung mitAcetylsalicylsäure

EinepositivesynergistischeWirkungvonAcetylsalicylsäure(ASS)undStreptokinaseaufdie

LebenserwartungvonPatientenmitVerdachtaufMyokardinfarktwurdebeobachtet.Die

ASS-GabesolltevorderStreptokinase-TherapiebeginnenundfürmindestenseinenMonat

fortgesetztwerden.

Arterienpunktion

SolltewährendderintravenösenTherapieeineArterienpunktionerforderlichwerden,sind

GefäßederoberenExtremitätenzubevorzugen.NachPunktionsollteDruck für30Minuten

mittelseinerBlutdruckmanschetteappliziertunddiePunktionsstelleinkurzenAbständenauf

Blutungenhinüberprüftwerden.

5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

ErhöhteBlutungsgefahrbestehtbeiPrämedikationmitoderbeigleichzeitigerGabevon

Antikoagulantien(Substanzen,diedieBlutgerinnunghemmen,z.B.Heparin)und von

Arzneimitteln,diedieBlutplättchenbildungoder-funktion(z.B.Thrombozytenaggre-

gationshemmer,Dextrane)beeinflussen.

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DerEffektvonArzneimitteln,diedieBlutplättchenbildungoder-funktionbeeinflussen,sollte

vorBeginneinersystemischenLangzeitlysevontiefenVenenthrombosenund arteriellen

VerschlüssenmitStreptokinaseabgeklungensein.Sieheauch4.4.

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SchwangerschaftundStillzeit

WegenderGefährdungdesFetenistStreptaseinderSchwangerschaftnuruntersorgfältiger

Nutzen-Risiko-Abwägungund währendderersten18 Schwangerschaftswochennurbei

vitalerIndikationanzuwenden.

ÜberdieAnwendungwährend derStillzeitliegenkeineErfahrungenvor.

7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvon

Maschinen

Nichtzutreffend.

8 Nebenwirkungen

DiefolgendenNebenwirkungenbasierenaufErfahrungenausklinischenStudien1und

Post-Marketing-Berichten.DiefolgendenStandard-KategorienvonHäufigkeitenwerden

verwendet:

Sehrhäufig > 1/10

Häufig > 1/100und <1/10

Gelegentlich > 1/1.000und <1/100

Selten > 1/10.000 und<1/1.000

Sehrselten < 1/10.000 (einschließlichgemeldeteEinzelfälle)

·FunktionsstörungendesBlutsystems

-Häufig:BlutungenanderInjektionsstelleundEkchymosen,Magen-Darm-Blutungen,

BlutungenimUrogenitalbereich,Epistaxis.

-Gelegentlich:ZerebraleBlutungenmitihrenKomplikationenund möglichemtödlichen

Ausgang,BlutungenimBereichdesAuges,schwereBlutungen(auchmittödlichem

Ausgang)einschließlichLeberblutungen,Retroperitonealblutungen,Milzruptur.

Bluttransfusionensind seltenerforderlich.

-Sehrselten:BlutungenindasPerikardeinschließlichMyokardrupturwährend

thrombolytischerTherapiedesakutenMyokardinfarktes.

BeischwerwiegendenBlutungskomplikationenwird dieStreptase-Therapieabgesetztund

einProteinasen-Inhibitor,z.B.Aprotinin,infolgenderDosierungverabreicht:initial

500 000K.I.E.(Kallikrein-InaktivatorEinheiten),fallserforderlichbiszu1MioK.I.E.

und anschließend alsInfusion50000 K.I.E.proStundebiszumSistierenderBlutung.

DarüberhinausempfiehltsichdieKombinationmitsynthetischenAntifibrinolytika.Falls

erforderlich,könnenGerinnungsfaktorensubstituiertwerden.DiezusätzlicheGabevon

synthetischenAntifibrinolytikawarinEinzelfällenwirksam.

____________________________

11.GISSI,Lancet1986,pp397–402

2.ISIS2,Lancet1988,pp349–360

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3.Int.StudyGroup(GISSI-2),Lancet1990,336:65–75

4.ISIS3,Lancet1992;339:753–770

5.GUSTO,NEnglJMed1993;329:673–682

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FunktionsstörungendesImmunsystems

-Sehrhäufig:EntwicklungvonAntistreptokinase-Antikörpern(sieheauch4.4

„SpezielleWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung“)

-Häufig:Allergisch-anaphylaktischeReaktionenmitHautausschlag,Flush,Juckreiz,

Urtikaria,angioneurotischemÖdem,Dyspnoe,BronchospasmusoderHypotonie.

-Sehrselten:AllergischeSpätreaktionen,wiezumBeispielSerumkrankheit,Arthritis,

Vaskulitis,NephritisundneuroallergischeSymptome(Polyneuropathie,z.B.

Guillain-Barré-Syndrom),schwereallergischeReaktionenbishinzumSchock

einschließlichAtemstillstand.

LeichteodermittlereallergischeReaktionenkönnenmitgleichzeitigerAntihistaminika-

und/oderKortikosteroid-Therapiebeherrschtwerden.BeiAuftreteneinerschweren

allergisch-anaphylaktischenReaktionistdieAnwendungvonStreptasesofortabzubrechen

und einesituationsgerechteBehandlungeinzuleiten.Dieaktuellenmedizinischen

RichtlinienzurSchockbehandlungsindzubeachten.DieLyse-Therapiesolltemit

homologenFibrinolytikafortgesetztwerden.

·FunktionsstörungendesNervensystems

-Selten:NeurologischeSymptome(z.B.Schwindel,Verwirrtheit,Lähmung,

Halbseitenlähmung,UnruheoderKrampfanfälle)imZusammenhangmitzerebralen

BlutungenoderkardiovaskulärenStörungenmitMinderdurchblutungdesGehirns.

·FunktionsstörungendesHerzensundderGefäße

-Häufig:ZuBeginnderTherapieBlutdruckabfall,TachykardieoderBradykardie(siehe

auch4.4,Unterüberschrift„InfusionsgeschwindigkeitundKortikosteroid-Prophylaxe“)

-Sehrselten:Cholesterinembolie

UnterfibrinolytischerTherapiemitStreptasebeiPatientenmitMyokardinfarktwurden

folgendeReaktionenalsKomplikationendesMyokardinfarktesund/oderSymptomeder

Reperfusionberichtet:

-Sehrhäufig:Hypotonie,Herzfrequenz-und Rhythmusstörungen,Anginapectoris.

-Häufig:RezidivierendeIschämie,Herzversagen,Re-Infarkt,kardiogenerSchock,

Perikarditis,Lungenödem.

-Gelegentlich:Herzstillstand(einschließlichAtemstillstand),Mitralinsuffizienz,

Perikarderguß,Herztamponade,Myokardruptur,Lungen-oderperipheresÖdem.

DiesekardiovaskulärenKomplikationenkönnenlebensbedrohlichseinundzumTodführen.

Während lokalerLyseperiphererArterienkanneineEmbolisationnachdistalnicht

ausgeschlossenwerden.

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FunktionsstörungenderAtemwege

-Sehrselten:NichtkardiogenesLungenödemnachintrakoronarerthrombolytischer

TherapiebeiPatientenmitausgedehntemMyokardinfarkt.

·FunktionsstörungendesGastrointestinaltrakts

-Häufig:Übelkeit,Durchfall,epigastrischeSchmerzenundErbrechen.

·AllgemeineFunktionsstörungen

-Häufig:Kopf-und Rückenschmerzen,Muskelschmerzen,Schüttelfrostund/oder

TemperaturerhöhungsowieSchwäche/Abgeschlagenheit.

·Laborparameter

-Häufig:VorübergehendeErhöhungenderSerum-TransaminasensowiedesBilirubins.

9 Überdosierung

Nichtzutreffend.Sieheauch5.1PharmakodynamischeEigenschaften

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Streptokinase(Antithrombotika,Enzyme)

ATC-Code:B01AD01

DieAktivierungdeskörpereigenenfibrinolytischenSystemserfolgtüberdieBildungeines

Streptokinase-Plasminogen-Komplexes.

DieserKomplexhatAktivatoreigenschaftenund wandeltPlasminogenzumproteolytisch

wirksamen,fibrinauflösendenPlasminum.JemehrPlasminogeninnerhalbdieses

Plasminogen-Komplexesgebundenwird,destowenigerPlasminogenwird inseine

enzymatischaktiveFormumgewandelt.Dahersind hoheDosenvonStreptokinasemiteinem

geringerenBlutungsrisikoassoziiertund viceversa.

NachintravenöseroderintraarteriellerApplikationstehtStreptokinasenachNeutralisation

desindividuellunterschiedlichenAntistreptokinase-Titersunmittelbarsystemischoderlokal

zurAktivierungdesfibrinolytischenSystemszurVerfügung.

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PharmakokinetischeEigenschaften

InfolgederhohenAffinitätund schnellenReaktionzwischenStreptokinaseund

Antistrepto-kinase-Antikörpern,diemöglicherweiseimBlutdesPatientenenthaltensind,

werdengeringeStreptokinasemengenmiteinerHalbwertszeitvon18MinutenausdemBlut

eliminiert.DieaufAktivatorbildungberuhendeEliminationvonStreptokinaseerfolgtmit

einerHalbwertszeitvonca.80 Minuten.

DergrößteAnteilderStreptokinasewird zuPeptidenabgebautund überdieNierenundden

Darmausgeschieden.

3 PräklinischeDatenzurSicherheit

MehrereUntersuchungenanverschiedenenArtenvonLabortierenhabengezeigt,daßdas

MehrfachedermenschlichenDosiskeineakuteToxizitätaufweist.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

1 ListedersonstigenBestandteile

Human-Albumin,Natrium-L-hydrogenglutamat-Monohydrat,Polygeline

2 Inkompatibilitäten

Nichtbekannt.

ZurweiterenVerdünnungderrekonstituiertenLösungempfehlensichbesondere

Infusionslösungen.Siehedazu6.6.

3 DauerderHaltbarkeit

DieVerwendbarkeitsdauerbeträgt36 Monate.NachRekonstitutionmitphysiologischer

Kochsalzlösungistdiephysiko-chemischeStabilitätfür24 Stundenbei+2 bis+8 °Cbelegt.

AusmikrobiologischerSichtunddaStreptasekeinKonservierungsmittelenthält,solltedas

gelöstePräparatsofortverbrauchtwerden.Fallsesnichtsofortangewendetwird,solleine

Aufbewahrung24Stundenbei+2 bis+8°Cnichtüberschreiten.

StreptasedarfnachAblaufdesaufPackungund BehältnisangegebenenVerfalldatumsnicht

mehrangewendetwerden.

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BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

Streptaseistbei+2bis+25°Caufzubewahren.

DieFlascheindergeschlossenenFaltschachtelaufbewahren,umdenInhaltvorLichtzu

schützen.

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren!

5 ArtundInhaltdesBehältnisses

Streptase250 000

1 Flaschezu250000 I.E.Streptokinase

Streptase750 000

1 Flaschezu750000 I.E.Streptokinase

Streptase1 500000

1 Flaschezu1500 000I.E.Streptokinase

6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung undsonstigeHinweisezur

Handhabung

NichtverwendetesArzneimitteloderAbfallmaterialsind entsprechend denlokalen

Anforderungenzuentsorgen.

Artund DauerderAnwendung

StreptaseliegtalsweißesLyophilisatvor.NachRekonstitutionmitphysiologischer

Kochsalzlösungentstehteinefarblosebisgelbliche,klareLösung.

Zurschnellenund vollständigenAuflösungsind5 mlphysiologischeKochsalzlösungindas

unterVakuumstehendeStreptase-FläschcheneinzuziehenunddasRestvakuumdurchkurzes

LockernderNadelvonderSpritzeaufzuheben.

ZurVerabreichungmitderInfusionspumpekönnenalsVerdünnungsmittelphysiologische

Kochsalzlösung,Ringer-Lactat-Lösung,5%igeGlukose-oderLävulose-Lösungverwendet

werden.BeistärkererVerdünnung,vorallem,wennhoheStabilitätüberlängereZeit

gefordertwird,istPolygelinealsVerdünnungsmittelzuverwenden.

7. INHABERDERZULASSUNG

CSLBehringGmbH

-Emil-von-Behring-Str.76

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35041 Marburg

-VerkaufDeutschland

Philipp-Reis-Str.2

65795 Hattersheim

Tel.:(069)305-844 37

Fax:(069)305-171 29

8. ZULASSUNGSNUMMERN

Streptase®250000 Zul.-Nr.:6790.01.00

Streptase®750000 Zul.-Nr.:6790.02.00

Streptase®1500 000Zul.-Nr.:6790.03.00

9. DATUMDERERTEILUNGDERZULASSUNG/VERLÄNGERUNGDER

ZULASSUNG

Erstzulassung(international):22.März1963 (Dänemark)

Erstzulassung(national):11.Oktober1985

LetzteVerlängerungderZulassung:05.Juli2005

10.STANDDERINFORMATION

Dezember2008

11.VERSCHREIBUNGSSTATUS

Verschreibungspflichtig

FACHINFORMATION(EDS/D/GERMAN)

STREPTASE ® 250 000/750 000/1 500 000

Rev.:02-JAN-2007/CSLBehring

ErsetztdievorherigenVersionen

Rev.:07-JUN-2004 /ZLB Behring

Rev.:30-MAR-2004 /BfArM22.03.2004

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Streptase ®

EDS/D/German, Rev.:02-JAN-2007 /CSLBehring

1. BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Streptase ® 250 000/750 000/1 500 000

2. ZUSAMMENSETZUNGNACHARTUNDMENGE

Wirkstoff:StabilisierteRein-Streptokinase,dieausdemKulturfiltratbeta-hämolysierender

Streptokokken der Lancefield-GruppeC gewonnenwird. SieliegtalsweißesPulvervor und

enthältStabilisatoren.

Streptase250 000

1 Injektionsflaschemit134-176 mgTrockensubstanz

enthält250 000 I.E. Streptokinase

Streptase750 000

1 Injektionsflaschemit139-182 mgTrockensubstanz

enthält750 000 I.E. Streptokinase

Streptase1 500 000

1 Injektionsflaschemit147-192 mgTrockensubstanz

enthält1 500 000 I.E. Streptokinase

Hilfsstoffesiehe6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulverzur intravenösen oder intraarteriellenAnwendung nachAuflösung mit

physiologischer Kochsalzlösung.

4. KLINISCHEANGABEN

4.1Anwendungsgebiete

SystemischeAnwendung

-akuter transmuralerMyokardinfarkt(nichtälter als12 Stunden)mitpersistierenderST-

Strecken-Hebung oder kurzzurückliegendemLinksschenkelblock

-tiefeVenenthrombosen(nichtälterals14Tage)

-akutemassiveLungenembolie

-akuteund subakuteThrombosen der peripherenArterien

-chronischearterielleVerschlusskrankheiten(nichtälterals6Wochen)

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Streptase ®

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-Verschlüsseder zentralenArterienoderVenen desAuges(arterielleVerschlüssenichtälter

als6 bis8 Stunden, venöseVerschlüssenichtälter als10Tage)

LokaleAnwendung

-akuter Myokardinfarktzur Rekanalisierungder Koronararterien (nichtälterals12

Stunden)

-akute, subakuteund chronischeThrombosensowieEmbolien derperipherenvenösen und

arteriellenGefäße

Hinweis:BeiAnwendung über dieoben genannten Zeitfenster hinauskannkeineAussage

überdenTherapieerfolggemachtwerden.

4.2Dosierung undArt derAnwendung

Dosierung

Hinweis:SoferneinethrombolytischeBehandlung notwendigist, einehoheAntikörper-

konzentration gegenStreptokinasevorliegt,oder dieStreptokinase-TherapiekurzeZeit

zurückliegt(mehrals5Tageund wenigeralsein Jahr zuvor),solltenhomologeFibrinolytika

angewendetwerden (sieheauch 4.4).

AkutertransmuralerMyokardinfarktmitpersistierenderST-Strecken-Hebung oderkurz

zurückliegendemLinksschenkelblock:

SystemischeAnwendung

BeiderKurzzeitlysezur BehandlungdesakutenMyokardinfarkteswerden1,5 Mio I.E.

Streptaseinnerhalb von 60 Minutenverabreicht.

LokaleAnwendung

BeiakutemMyokardinfarkterhalten PatientenintrakoronareinenBolusvon

durchschnittlich 20 000 I.E.Streptaseund eineErhaltungsdosisvon 2000-4000 I.E./min.

übereinen Zeitraumvon 30-90 Minuten.

Akute, subakuteund chronischeThrombosen/Embolienderperipherenvenösen und

arteriellenGefäßeund chronischearterielleVerschlusskrankheiten:

SystemischeAnwendung

Erwachsenemitperipheren venösen und arteriellenGefäßverschlüssen/Embolienerhalten

beiderKurzzeitlyseeineInitialdosisvon 250 000 I.E. Streptaseinnerhalb von 30 Minuten,

gefolgtvon einer Erhaltungsdosismitstündlich1,5 Mio I.E. über höchstenssechsStunden.

DiesechsstündigeStreptase-Infusionkann abhängigvomLyse-ErfolgamnächstenTag

wiederholtwerden.EineWiederholungdarf nur innerhalb derersten 5Tagenachder ersten

Streptase-Behandlungerfolgen.

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AlsAlternativezur Kurzzeitlysebietetsich beiperipherenVerschlüssen eineLangzeitlyse

an.Siewird miteinerInitialdosisvon 250 000 I.E. Streptaseeingeleitet,dieinnerhalbvon

30 Minutenverabreichtwerden.DieErhaltungsdosisbeträgt100 000 I.E. pro Stunde. Die

Therapiedauer istvon derAusdehnung und LokalisationdesGefäßverschlussesabhängig.

Siebeträgtbeiperipheren Gefäßverschlüssenmaximal5Tage.

LokaleAnwendung

Beiakuten,subakuten und chronischenperipherenThrombosen und Embolien erhalten

Patientenin Intervallenvon 3-5 Minuten je1000-2000 I.E. Streptase. DieBehandlungs-

daueristvon der Längeund Lokalisation desGefäßverschlussesabhängigund beträgtbiszu

3 Stundenbeieiner Gesamtdosisvon max.120 000 I.E. Streptase.

EineerforderlicheperkutanetransluminaleAngioplastiekann in gleicherSitzung

durchgeführtwerden.

VerschlüssederzentralenArterien oderVenendesAuges:

SystemischeAnwendung

BeiThrombosen derZentralgefäßedesAugesbeträgtdieTherapiedauer beiarteriellen

Verschlüssenmaximal24 Stunden und beivenösenVerschlüssen maximal72 Stunden. Ist

aufgrundvon ausgedehntenthrombotischenVerschlüssen eineWeiterführungder

Thrombolyseangezeigt,solltedieTherapiefür einenTag unterbrochenund anschließendein

homologesFibrinolytikumangewendetwerden.

Dosierung fürNeugeborene, SäuglingeundKinder:

BeiKindern liegen nochkeineausreichendenErfahrungen miteiner Streptase-Therapievor.

Der NutzenderTherapieistgegen diepotentiellen Risikenabzuwägen, dieeineakute

lebensbedrohlicheSituationverschlimmern können.

Steuerung derTherapie

SystemischeAnwendung

BeiKurzzeitlysenübersechsStundensollteHeparin während odernach der Streptase-

Infusion danngegeben werden, wenn dieThrombinzeit(TZ)oder diepartielle

Thromboplastin-Zeit(PTT)weniger alsdasZweifachebzw. das1,5fachederNormbeträgt.

Umeinen ausreichenden Schutzvor einerRethrombosierungzu gewährleisten,solltedieTZ

2-4fach,diePTT1,5-2,5fach verlängertsein.

EntfällteineWiederholung derStreptase-Infusion,wird dieHeparin-Therapiezeitgleich mit

derGabevon oralenAntikoagulantien begonnen(sieheNachbehandlung).

DieLangzeitlysenwerden überdieThrombinzeitkontrolliert. Eine2-4facheVerlängerung

derThrombinzeitalsZeichen einesausreichendantikoagulatorischen Schutzesist

anzustreben. Deshalb kannbereitsab der 16.TherapiestundeeinesimultaneVerabreichung

von Heparinerforderlich werden.LiegtdieThrombinzeitnachder 16. Stundenoch über

demVierfachendesNormalwertes, istdieErhaltungsdosisStreptaseüber mehrereStunden

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biszumRückgang derThrombinzeitzu verdoppeln.

LokaleAnwendung

WiebeiAngiographien üblich, wird, soweitnötig,vor derAngiographiezurProphylaxevon

katheterinduziertenThrombosenHeparin appliziert. DerTherapieerfolg läßtsich anhandder

Angiographiebestimmen.BeieinemausreichendenBlutflußüber mehr als15 Minuten kann

dieTherapiealserfolgreichbetrachtetund beendetwerden.

Nachbehandlung

Nach jeder Streptokinase-Therapiekann zurVerhütung von Rethrombosierungeneine

Nachbehandlung mitAntikoagulantienoderThrombozytenaggregationshemmernerfolgen.

Besondersbeider Heparin-Therapieistauf ein erhöhtesBlutungsrisiko zu achten.Die

Heparin-Therapiewird individuellmitderThrombinzeitoderder PTTgesteuert. Eine2-

4facheVerlängerung derThrombinzeitbzw. eine1,5-2,5facheVerlängerung derPTTwird

angestrebt. ZurLangzeitprophylaxekönnenoraleAntikoagulantien,wiez.B.

Cumarinderivate,oderThrombozytenaggregationshemmer verabreichtwerden.

ArtderAnwendung

DieAnwendungerfolgtintravenösoderintraarteriell.

DieTherapiedauer istabhängig vonArtundAusdehnung desGefäßverschlussesund ist

indikationsbezogen unterschiedlich. SiehedazuDosierung.

Rekonstitutionund weitereVerdünnung:siehe6.6.

4.3Gegenanzeigen

Streptasedarf beischweren allergischenReaktionenauf dasPräparatnichtangewendet

werden.

Aufgrund deserhöhtenBlutungsrisikosder thrombolytischenTherapiedarfStreptasenicht

gegeben werden bei:

-bestehenden oderkurzzurückliegendeninnerenBlutungen

-allen FormenverminderterBlutgerinnungsfähigkeit,besondersSpontanfibrinolyseund

ausgeprägten Gerinnungsstörungen

-kurzzurückliegendemzerebrovaskuläremInsult,intrakraniellenoder intraspinalen

Eingriffen

-intrakraniellenNeoplasien

-kurzzurückliegendemKopftrauma

-arteriovenöserFehlbildungoderAneurysma

-bekanntemNeoplasmamitBlutungsrisiko

-akuter Pankreatitis

-unkontrollierbaremBluthochdruckmitsystolischenWertenüber 200 mmHg

und/oderdiastolischenWertenüber 100 mmHg, FundushypertonicusIII/IV

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-kurzzurückliegender Implantationeiner Gefäßprothese

-gleichzeitiger Behandlung mitoralenAntikoagulantien (INR>1,3)

-schwerer Leber- oder Nierenschäden

-Endokarditisoder Perikarditis. Beivereinzeltauftretender Perikarditis,diealsakuter

Myokardinfarktfehldiagnostiziertund mitStreptasebehandeltwurde, wurden Perikard-

ergüsseeinschl.-tamponadebeobachtet

-bekannter hämorrhagischerDiathese

-kurzzurückliegenden großenOperationen(6. - 10. postoperativerTag, inAbhängigkeit

von derSchweredesEingriffs)

-invasiven Eingriffen, z.B. kurzzurückliegendeOrganbiopsie,längerandauernde

(traumatische) externeHerzmassage.

LokaleAnwendung

Auch beilokalerAnwendung muß miteinemsystemischen Effektgerechnetwerden. Daher

sollten dievorgenanntenGegenanzeigen auchfür dielokaleAnwendung berücksichtigt

werden.

4.4SpezielleWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

IndividuelleNutzen-Risiko-Abwägung

DasRisiko derTherapieimFallvon lebensbedrohlichenthromboembolischen Ereignissen,

insbesonderedasvon Blutungen,istgegenüberdemzu erwartenden Nutzenabzuwägen,bei

Fällen wiez.B.:

-kurzzurückliegende, schweregastrointestinaleBlutungen,z.B. akuterUlkus

-RisikoschwererlokalerBlutungen,z.B. imFallvon lumbalerAortographie

-kurzzurückliegendesTraumaund kardiopulmonaleReanimation

-invasiveEingriffe, z.B. kurzzurückliegendeIntubation

-PunktionnichtkomprimierbarerGefäße, intramuskuläreInjektionen

-kurzzurückliegendeEntbindung,Abort

-Erkrankungen desUrogenitalbereichesmitvorhandenenoder möglichen

Blutungsquellen(Blasenverweilkatheter)

-bekannteseptischeThrombose

-ausgeprägtearteriosklerotischeGefäßveränderungen,zerebrovaskuläreErkrankungen

-kavernöseLungenerkrankungen (z.B. offeneTuberkulose)

-Mitralvitien oderVorhofflimmern

LokaleAnwendung

Auch beilokalerAnwendung muß miteinemsystemischen Effektgerechnetwerden. Daher

sollten dievorgenanntenWarnhinweiseauchfür dielokaleAnwendungberücksichtigt

werden.

Antistreptokinase-Antikörper

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Aufgrund der erhöhtenWahrscheinlichkeiteinerResistenzdurchAntistreptokinase-Anti-

körperkann der therapeutischeEffektvon Streptaseoder Streptokinase-enthaltenden

Produktenin Fragegestelltsein, wenn eineWiederanwendung später als5Tagenach

Erstanwendungerfolgt,insbesonderezwischen5Tagenund 1 Jahr.

Auch nachvorausgegangenerStreptokokken-Infektion wiez.B. Streptokokkenpharyngitis,

akutemrheumatischemFieber, akuter Glomerulonephritiskann derTherapieerfolg reduziert

sein.

Infusionsgeschwindigkeitund Kortikosteroid-Prophylaxe

ZuBeginn derTherapiewerden häufig Blutdruckabfall,Tachykardieoder Bradykardie(in

Einzelfällenbishin zumSchock) beobachtet.Daher solltezu BeginnderTherapielangsam

infundiertwerden.Außerdemkönnen Kortikosteroideprophylaktisch verabreichtwerden.

Vorbehandlung mitHeparinoderCumarinderivaten

Stehtder Patientunter Heparinisierung, solltederenWirkung vor BeginnderThrombolyse-

therapiedurch dieGabevon Protaminsulfatneutralisiertwerden.Vor Beginn der Strepto-

kinase-TherapiesolltedieThrombinzeitnichtmehr alsdasZweifacheder Normbetragen.

BeiVorbehandlungmitCumarinderivaten muß dieINR (InternationalNormalized Ratio)

wenigerals1,3betragen, ehedieStreptokinase-Infusionbegonnen wird.

GleichzeitigeBehandlung mitAcetylsalicylsäure

EinepositivesynergistischeWirkung vonAcetylsalicylsäure(ASS) und Streptokinaseauf

dieLebenserwartungvon Patienten mitVerdachtauf Myokardinfarktwurdebeobachtet. Die

ASS-Gabesolltevor der Streptokinase-Therapiebeginnen und für mindestenseinenMonat

fortgesetztwerden.

Arterienpunktion

Solltewährend derintravenösenTherapieeineArterienpunktionerforderlich werden, sind

Gefäßeder oberen Extremitäten zu bevorzugen. Nach PunktionsollteDruckfür 30 Minuten

mittelseinerBlutdruckmanschetteappliziertund diePunktionsstelleinkurzenAbständen

aufBlutungen hinüberprüftwerden.

4.5Wechselwirkungenmit anderenArzneimittelnundandereFormenderWechsel-

wirkungen

ErhöhteBlutungsgefahr bestehtbeiPrämedikation mitoderbeigleichzeitiger Gabevon

Antikoagulantien (Substanzen,diedieBlutgerinnung hemmen, z.B.Heparin) und von

Arzneimitteln,diedieBlutplättchenbildungoder -funktion(z.B.Thrombozytenaggre-

gationshemmer, Dextrane)beeinflussen.

Der EffektvonArzneimitteln,diedieBlutplättchenbildungoder -funktionbeeinflussen,

solltevor Beginneinersystemischen Langzeitlysevon tiefenVenenthrombosenund

arteriellenVerschlüssen mitStreptokinaseabgeklungen sein.Sieheauch 4.4.

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4.6Schwangerschaft undStillzeit

Wegen derGefährdung desFeten istStreptasein der Schwangerschaftnur unter sorgfältiger

Nutzen-Risiko-Abwägungund während der ersten18 Schwangerschaftswochen nur bei

vitalerIndikation anzuwenden.

Über dieAnwendung während der StillzeitliegenkeineErfahrungen vor.

4.7HinweisezurTeilnahmeamStraßenverkehrundzumBedienenvonMaschinen

Nichtzutreffend.

4.8Nebenwirkungen

Diefolgenden Nebenwirkungenbasierenauf ErfahrungenausklinischenStudien 1 und Post-

Marketing-Berichten.DiefolgendenStandard-Kategorien von Häufigkeitenwerden

verwendet:

Sehr häufig > 1/10

Häufig > 1/100und <1/10

Gelegentlich > 1/1.000und <1/100

Selten > 1/10.000und <1/1.000

Sehr selten < 1/10.000(einschließlichgemeldeteEinzelfälle)

FunktionsstörungendesBlutsystems

-Häufig:Blutungen an derInjektionsstelleund Ekchymosen, Magen-Darm-Blutungen,

Blutungen imUrogenitalbereich, Epistaxis.

-Gelegentlich:ZerebraleBlutungen mitihrenKomplikationenund möglichem

tödlichenAusgang, BlutungenimBereich desAuges,schwereBlutungen (auchmit

tödlichemAusgang) einschließlich Leberblutungen, Retroperitonealblutungen,

Milzruptur.Bluttransfusionensind seltenerforderlich.

-Sehrselten:Blutungenin dasPerikard einschließlichMyokardrupturwährend

thrombolytischerTherapiedesakuten Myokardinfarktes.

Beischwerwiegenden Blutungskomplikationenwird dieStreptase-Therapieabgesetzt

und einProteinasen-Inhibitor,z.B.Aprotinin, infolgender Dosierung verabreicht:initial

500000 K.I.E. (Kallikrein-Inaktivator Einheiten), fallserforderlich biszu 1 Mio K.I.E.

und anschließendalsInfusion 50 000 K.I.E. pro StundebiszumSistierender Blutung.

Darüber hinausempfiehltsich dieKombinationmitsynthetischenAntifibrinolytika.

Fallserforderlich, können Gerinnungsfaktoren substituiertwerden. DiezusätzlicheGabe

von synthetischenAntifibrinolytikawar in Einzelfällenwirksam.

____________________________

1

1.GISSI,Lancet1986,pp397–402

2.ISIS2,Lancet1988,pp349–360

3.Int.StudyGroup(GISSI-2),Lancet1990,336:65–75

4.ISIS3,Lancet1992;339:753–770

5.GUSTO,NEnglJMed1993;329:673–682

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FunktionsstörungendesImmunsystems

-Sehrhäufig:Entwicklung vonAntistreptokinase-Antikörpern(sieheauch4.4

„SpezielleWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmen für dieAnwendung“)

-Häufig:Allergisch-anaphylaktischeReaktionenmitHautausschlag, Flush, Juckreiz,

Urtikaria, angioneurotischemÖdem,Dyspnoe, Bronchospasmusoder Hypotonie.

-Sehrselten:AllergischeSpätreaktionen, wiezumBeispielSerumkrankheit,Arthritis,

Vaskulitis,Nephritisund neuroallergischeSymptome(Polyneuropathie, z.B.Guillain-

Barré-Syndrom),schwereallergischeReaktionenbishin zumSchockeinschließlich

Atemstillstand.

Leichteoder mittlereallergischeReaktionen könnenmitgleichzeitigerAntihistaminika-

und/oderKortikosteroid-Therapiebeherrschtwerden.BeiAuftreten einerschweren

allergisch-anaphylaktischen ReaktionistdieAnwendungvon Streptasesofortabzu-

brechen und einesituationsgerechteBehandlungeinzuleiten. Dieaktuellen medizin-

ischenRichtlinienzur Schockbehandlung sind zubeachten.DieLyse-Therapiesolltemit

homologen Fibrinolytikafortgesetztwerden.

FunktionsstörungendesNervensystems

-Selten:NeurologischeSymptome(z.B.Schwindel,Verwirrtheit,Lähmung,

Halbseitenlähmung, Unruheoder Krampfanfälle) imZusammenhang mitzerebralen

Blutungen oder kardiovaskulärenStörungen mitMinderdurchblutungdesGehirns.

FunktionsstörungendesHerzensund der Gefäße

-Häufig:Zu Beginn derTherapieBlutdruckabfall,Tachykardieoder Bradykardie

(sieheauch 4.4, Unterüberschrift„Infusionsgeschwindigkeitund Kortikosteroid-

Prophylaxe“)

-Sehrselten:Cholesterinembolie

UnterfibrinolytischerTherapiemitStreptasebeiPatientenmitMyokardinfarktwurden

folgendeReaktionenalsKomplikationendesMyokardinfarktesund/oderSymptomeder

Reperfusionberichtet:

-Sehrhäufig:Hypotonie,Herzfrequenz-und Rhythmusstörungen,Anginapectoris.

-Häufig:RezidivierendeIschämie, Herzversagen, Re-Infarkt,kardiogenerSchock,

Perikarditis,Lungenödem.

-Gelegentlich:Herzstillstand (einschließlichAtemstillstand),Mitralinsuffizienz,

Perikarderguß, Herztamponade,Myokardruptur,Lungen-oder peripheresÖdem.

DiesekardiovaskulärenKomplikationenkönnen lebensbedrohlichseinund zumTod führen.

Während lokaler LyseperiphererArterien kann eineEmbolisation nachdistalnicht

ausgeschlossen werden.

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FunktionsstörungenderAtemwege

-Sehrselten:NichtkardiogenesLungenödemnachintrakoronarer thrombolytischer

TherapiebeiPatientenmitausgedehntemMyokardinfarkt.

FunktionsstörungendesGastrointestinaltrakts

-Häufig:Übelkeit, Durchfall, epigastrischeSchmerzenund Erbrechen.

AllgemeineFunktionsstörungen

-Häufig:Kopf- und Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Schüttelfrostund/oder

TemperaturerhöhungsowieSchwäche/Abgeschlagenheit.

Laborparameter

-Häufig:VorübergehendeErhöhungender Serum-Transaminasen sowiedes

Bilirubins.

4.9Überdosierung

Nichtzutreffend.Sieheauch5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Streptokinase(Antithrombotika, Enzyme)

ATC-Code:B01AD01

DieAktivierungdeskörpereigenen fibrinolytischenSystemserfolgtüber dieBildung eines

Streptokinase-Plasminogen-Komplexes.

Dieser Komplex hatAktivatoreigenschaftenund wandeltPlasminogen zumproteolytisch

wirksamen,fibrinauflösenden Plasminum. JemehrPlasminogeninnerhalbdieses

Plasminogen-Komplexesgebunden wird, desto wenigerPlasminogenwird in seine

enzymatischaktiveFormumgewandelt.Daher sind hoheDosenvon Streptokinasemit

einemgeringerenBlutungsrisiko assoziiertund viceversa.

Nach intravenöseroder intraarteriellerApplikationstehtStreptokinasenachNeutralisation

desindividuellunterschiedlichenAntistreptokinase-Titersunmittelbar systemischoder lokal

zurAktivierungdesfibrinolytischenSystemszurVerfügung.

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5.2PharmakokinetischeEigenschaften

Infolgeder hohenAffinitätund schnellenReaktion zwischenStreptokinaseundAntistrepto-

kinase-Antikörpern, diemöglicherweiseimBlutdesPatienten enthalten sind, werden

geringeStreptokinasemengen miteinerHalbwertszeitvon 18 MinutenausdemBlut

eliminiert.DieaufAktivatorbildung beruhendeEliminationvon Streptokinaseerfolgtmit

einer Halbwertszeitvon ca.80 Minuten.

Der größteAnteilder Streptokinasewird zu Peptidenabgebautund über dieNieren und den

Darmausgeschieden.

5.3PräklinischeDatenzurSicherheit

MehrereUntersuchungen an verschiedenenArten von Labortieren habengezeigt,daß das

Mehrfacheder menschlichenDosiskeineakuteToxizitätaufweist.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1ListederHilfsstoffe

Human-Albumin, Natrium-L-hydrogenglutamat-Monohydrat,Polygeline

6.2Inkompatibilitäten

Nichtbekannt.

ZurweiterenVerdünnung der rekonstituierten Lösung empfehlensich besondere

Infusionslösungen. Siehedazu 6.6.

6.3DauerderHaltbarkeit

DieVerwendbarkeitsdauer beträgt36 Monate.Nach Rekonstitutionmitphysiologischer

Kochsalzlösung istdiephysiko-chemischeStabilitätfür 24 Stundenbei+2 bis+8 °C belegt.

Ausmikrobiologischer Sichtund daStreptasekeinKonservierungsmittelenthält, solltedas

gelöstePräparatsofortverbrauchtwerden. Fallsesnichtsofortangewendetwird, solleine

Aufbewahrung 24 Stunden bei+2 bis+8°C nichtüberschreiten.

Streptasedarf nachAblaufdesaufPackung und BehältnisangegebenenVerfalldatumsnicht

mehrangewendetwerden.

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6.4BesondereLagerungshinweise

Streptaseistbei+2 bis+25 C° aufzubewahren.

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren!

6.5InhaltderBehältnisse

Streptase250 000

1 Flaschezu 250 000 I.E. Streptokinase

Streptase750 000

1 Flaschezu 750 000 I.E. Streptokinase

Streptase1 500 000

1 Flaschezu 1 500 000 I.E. Streptokinase

6.6HinweisefürdieHandhabung undEntsorgung

StreptaseliegtalsweißesLyophilisatvor. Nach Rekonstitutionmitphysiologischer

Kochsalzlösung entstehteinefarblosebisgelbliche,klareLösung.

Zurschnellenund vollständigenAuflösung sind 5 mlphysiologischeKochsalzlösung indas

unterVakuumstehendeStreptase-Fläschcheneinzuziehenund dasRestvakuumdurch kurzes

Lockern der Nadelvon der Spritzeaufzuheben.

ZurVerabreichung mitder Infusionspumpekönnen alsVerdünnungsmittelphysiologische

Kochsalzlösung, Ringer-Lactat-Lösung, 5 %igeGlukose- oder Lävulose-Lösung verwendet

werden. BeistärkererVerdünnung, vor allem,wenn hoheStabilitätüber längereZeit

gefordertwird, istPolygelinealsVerdünnungsmittelzu verwenden.

7. PHARMAZEUTISCHERUNTERNEHMER

CSLBehringGmbH

- Emil-von-Behring-Str.76

35041 Marburg

-Verkauf Deutschland

Philipp-Reis-Str.2

65795 Hattersheim

Tel.:(069) 305 - 8 44 37

Fax:(069) 305 - 1 71 29

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Streptase ®

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8. ZULASSUNGSNUMMER

Streptase ® 250 000 Zul.-Nr.:6790.01.00

Streptase ® 750 000 Zul.-Nr.:6790.02.00

Streptase ® 1 500 000 Zul.-Nr.:6790.03.00

9. DATUMDERERSTZULASSUNG

Erstzulassung (international):22. März1963 (Dänemark)

Erstzulassung (national):11. Oktober 1985

10.STANDDERINFORMATION

Januar 2007

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