Srivasso 18 Mikrogramm Hartkapseln mit Pulver zur Inhalation

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

26-01-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

26-01-2021

Wirkstoff:
Tiotropiumbromid
Verfügbar ab:
Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
ATC-Code:
R03BB04
INN (Internationale Bezeichnung):
tiotropium bromide
Dosierung:
22,5 Mikrogramm
Darreichungsform:
Hartkapsel mit Pulver zur Inhalation
Verabreichungsweg:
zu einatmen
Einheiten im Paket:
Packung mit 10, 30,60, 90 Kapseln
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Hergestellt von:
Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Therapiegruppe:
Andere inhalative Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen; Anticholinergika
Anwendungsgebiete:
Tiotropium ist indiziert als dauerhaft einzusetzender Bronchodilatator zur Linderung von Symptomen bei chronischer obstruktiver Lungenerkrankung (COPD).
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
92098.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-08-14

Gebrauchsinformation: InformationfürPatienten

Srivasso 18Mikrogramm

Hartkapseln mitPulverzurInhalation

Tiotropium

LesenSie die gesamtePackungsbeilage sorgfältigdurch,bevor Sie mitder Anwendungdieses

Arzneimittels beginnen,dennsie enthältwichtigeInformationen.

HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäternochmalslesen.

WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoderApotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritteweiter.

EskannanderenMenschenschaden,auchwenndiesediegleichenBeschwerdenhabenwieSie.

Wenn SieNebenwirkungen bemerken, wenden Siesich an Ihren ArztoderApotheker. Diesgilt

auchfürNebenwirkungen, dienichtin dieserPackungsbeilageangegebensind.Siehe

Abschnitt4.

Was indieserPackungsbeilage steht

1. WasistSrivassoundwofürwirdesangewendet?

2. Wassollten SievorderAnwendungvon Srivasso beachten?

3. WieistSrivassoanzuwenden?

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5. WieistSrivassoaufzubewahren?

6. InhaltderPackungund weitereInformationen

1. Was istSrivassoundwofürwirdes angewendet?

SrivassoerleichtertPatienten mitchronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD)dasAtmen.

BeichronischobstruktivenLungenerkrankungen (COPD)handeltessich umdauerhafte

Lungenerkrankungen, diemitAtemnotund Husten einhergehen. DerBegriffCOPDistmitden

Erkrankungen chronischeobstruktiveBronchitisund Emphysem(Lungenüberblähung)verbunden.

COPDisteinechronischeErkrankung, deshalbsollteSrivassotäglich angewendetwerden undnicht

nur, wenn AtemproblemeoderandereSymptomederCOPDvorhanden sind.

SrivassoisteinlangwirkenderBronchodilatator,derdieAtemwegeerweitert.Dadurchwird

erleichtert, dassLuftindieLungeein-und wiederausströmen kann. DieregelmäßigeAnwendungvon

Srivasso kann diebeidiesen Erkrankungen auftretendeAtemnotlindern und unterstütztdamitdie

körperlicheAktivitätund wird Ihnen helfen, dieAuswirkungen derErkrankungaufIhrenAlltagzu

verringern.

DietäglicheAnwendungvon Srivasso kann weiterhindasAuftreten von plötzlichauftretenden,

vorübergehendenVerschlechterungen IhrerErkrankung, diebiszu mehrerenTagen anhalten können,

verhindern.

DieWirkungdiesesArzneimittelshält24Stunden an,so dassSrivasso nureinmaltäglich angewendet

werdenmuss.

2. Was solltenSie vor der AnwendungvonSrivassobeachten?

Srivassodarfnichtangewendetwerden,

wenn Sieallergisch gegen Tiotropiumoderdenin Abschnitt6. genanntensonstigenBestandteil

sind;

wennSieallergischgegenAtropinoderverwandteSubstanzen,z.B. Ipratropiumoder

Oxitropium, sind.

Warnhinweiseund Vorsichtsmaßnahmen

Bittesprechen SiemitIhremArztoderApotheker,bevorSieSrivassoanwenden.

SprechenSiemitIhremArzt, wenn SieunterEngwinkelglaukomoderProstatabeschwerden

leidenoderSchwierigkeitenbeimWasserlassenhaben.

SprechenSiemitIhremArzt,wennSieProblememitIhrenNierenhaben.

Srivasso wirdangewendetfürdieDauerbehandlungIhrerchronischobstruktiven

Lungenerkrankung;esdarfnichtangewendetwerden,umplötzlicheAtemnotanfälleoder

Giemen (keuchendeAtmung)zu behandeln.

AllergischeReaktionen vomSoforttyp, wieHautausschlag, Schwellung,Juckreiz, Keuchenoder

Atemnotkönnen nachderAnwendungvon Srivasso auftreten.Wenn diesauftritt,kontaktieren

Siebitteunverzüglich Ihren Arzt.

ArzneimittelzumInhalieren wieSrivasso könnenBrustenge, Husten,Keuchen oderAtemnot

unmittelbarnachderInhalationauslösen. Wenn diesauftritt, kontaktierenSiebitteunverzüglich

Ihren Arzt.

Achten Siedarauf,dassdasPulverzurInhalation nichtin dieAugen gelangt, dadieszum

Auftreten oderzurVerschlimmerungvon Engwinkelglaukom(erhöhtemAugeninnendruck)

führen kann. Augenschmerzen oderMissempfinden, verschwommenesSehen, Augenhalos

(LichthöfeumLichtquellen)oderunwirklichesFarbempfindeninVerbindungmitgeröteten

Augen können Anzeichen einesakuten Glaukomanfallssein.DiedieAugen betreffenden

Symptomekönnen von Kopfschmerzen, ÜbelkeitoderErbrechenbegleitetsein.Fallsdiese

Anzeichen oderSymptomeauftreten, müssenSiedieBehandlungmitTiotropiumbromid

abbrechenund sofortärztlichen Rat, wenn möglich den RateinesAugenarztes, einholen.

Mundtrockenheit, wiesiebeiderBehandlungmitArzneimittelndieserWirkstoffklasse

(Anticholinergika)beobachtetwurde,könnte, wenn sielängeranhält, zuKariesführen. Deshalb

istaufeinegründlicheZahnhygienezu achten.

WendenSieSrivassonichthäufigeralseinmaltäglichan.

Kinderund Jugendliche

Srivasso wirdfürKinderundJugendlicheunter18Jahren nichtempfohlen.

Anwendungvon Srivassozusammenmitanderen Arzneimitteln

Informieren SieIhren ArztoderApotheker, wenn SieandereArzneimitteleinnehmen,kürzlich andere

Arzneimitteleingenommenhaben oderbeabsichtigen,andereArzneimitteleinzunehmen. Diesgilt

auchfürnichtverschreibungspflichtigeArzneimittel.

Informieren SieIhren ArztoderApotheker,fallsSieähnlicheArzneimittelfürIhre

Lungenerkrankung, wieetwaIpratropiumoderOxitropium, anwenden oderbisvorkurzem

angewendethaben.

Eswurdenkeinebesonderen Nebenwirkungen beobachtetbeiAnwendungvon Srivasso zusammen

mitanderen ArzneimittelnzurBehandlungderCOPD,wieetwaArzneimittelzumInhalieren gegen

Akutbeschwerden(z.B. Salbutamol), Methylxanthine(z. B. Theophyllin)und/oderSteroidezum

Einnehmen oderzumInhalieren(z.B.Prednisolon).

Schwangerschaftund Stillzeit

Wenn Sieschwangersindoderstillen, oderwenn Sievermuten schwangerzu sein,oderbeabsichtigen,

schwangerzu werden,fragen SievorderAnwendungdiesesArzneimittelsIhrenArztoderApotheker

umRat. SiesolltendiesesArzneimittelnichtanwenden, außereswird ausdrücklich von IhremArzt

empfohlen.

Verkehrstüchtigkeitund FähigkeitzumBedienen von Maschinen

DiesesArzneimittelkann wegen desAuftretensvon Schwindel, verschwommenemSehen oder

KopfschmerzendieFähigkeitzuraktivenTeilnahmeamStraßenverkehroderzumBedienenvon

Maschinenbeeinträchtigen.

Srivasso enthältLactose-Monohydrat

BeibestimmungsgemäßerAnwendungvon Srivasso in derempfohlenen Dosis, d. h. 1Kapseltäglich,

können biszu 5,5mgLactose-Monohydratfreigesetztwerden.BittewendenSiediesesArzneimittel

dahererstnachRücksprachemitIhremArztan,wennIhnenbekanntist,dassSieuntereiner

UnverträglichkeitgegenüberbestimmtenZuckernleiden.

3. WieistSrivasso anzuwenden?

WendenSiediesesArzneimittelimmergenaunachAbsprachemitIhremArztoderApothekeran.

FragenSiebeiIhremArztoderApothekernach, wennSiesichnichtsichersind.

EmpfohleneDosis:Inhalieren desInhaltsvon 1Kapsel(18 MikrogrammTiotropium)einmaltäglich.

InhalierenSienichtmehralsden Inhaltvon 1KapselproTag.

Srivasso wirdfürKinderundJugendlicheunter18Jahrennichtempfohlen.

DerInhaltderKapselsolltetäglichzurgleichenZeitinhaliertwerden.Diesistwichtig,daSrivasso

eineWirkdauervon 24 Stunden besitzt.

DieKapselnsind nurzurInhalation vorgesehen,nichtzumEinnehmen.

DieKapselndürfen nichtheruntergeschlucktwerden.

DerHandiHalerInhalator,in den dieSrivassoKapseleingelegtwird, durchstichtaufKnopfdruckdie

KapselundermöglichtdamitdasInhalierendesPulvers.

StellenSiesicher,dassSieeinenHandiHalerInhalatorbesitzenundmitdiesemrichtigumgehen

können.HinweisezumkorrektenGebrauchdesHandiHalersfindenSieamEndedieser

Packungsbeilage.

Achten Siedarauf,nichtinden HandiHalerhineinzuatmen.

BeiProblemenimUmgangmitdemHandiHalerbittenSieIhrenArzt,medizinischesFachpersonal

oderApotheker, Ihnen denkorrekten Gebrauch zu zeigen.

EinmalproMonatsolltenSieden HandiHalerreinigen.HinweisezurReinigungdesHandiHalers

findenSieamEndedieserPackungsbeilage.

Achten SiebeiderAnwendungvon Srivasso darauf,dassdasPulverzurInhalationnichtin dieAugen

gelangt. IstPulverzurInhalation indieAugen gelangtund treten Symptomewieverschwommenes

Sehen, Augenschmerzen und/odergeröteteAugen auf,sind dieAugen unverzüglich mitlauwarmem

Wasserzuspülen. Holen Siesofortärztlichen Ratein.

WennSiedenEindruckhaben,dasssichIhreAtmunginsgesamtverschlechtert,informierenSieIhren

Arzthierübersobald wiemöglich.

WennSie eine größere Menge vonSrivassoangewendethaben,als Sie sollten

Wenn SiemehralseineKapselSrivasso proTaginhalieren, sollten Sieumgehend mitIhremArzt

sprechen. Siekönnten ein höheresRisiko haben, Nebenwirkungen wietrockenerMund,Verstopfung,

BeschwerdenbeimWasserlassen,eineerhöhteHerzfrequenzoderverschwommenesSehenzu

erleiden.

Wenn SiedieAnwendungvon Srivassovergessen haben

SolltenSiedierechtzeitigeInhalationeinerDosisvergessenhaben,holenSiediesebaldmöglichst

nach. SiedürfenjedochnichtdiedoppelteDosis(2Kapseln)aufeinmaloderamselbenTag

inhalieren. Fahren Siedanach wiegewohntmitderAnwendungfort.

Wenn SiedieAnwendungvon Srivassoabbrechen

BevorSiedieAnwendungvonSrivassoabbrechen,sprechenSiemitIhremArztoderApotheker.

Wenn SiedieAnwendungvon Srivasso abbrechen, können dieSymptomeund Beschwerden der

COPDzunehmen.

Wenn SieweitereFragen zurAnwendungdiesesArzneimittelshaben, wenden Siesich an Ihren Arzt

oderApotheker.

4. WelcheNebenwirkungen sind möglich?

WiealleArzneimittelkannauchdiesesArzneimittelNebenwirkungen haben, dieabernichtbeijedem

auftretenmüssen.

DieuntenbeschriebenenNebenwirkungentratenbeiPatientenauf,dieSrivassoanwendeten,undsind

gemäßihrerHäufigkeitmithäufig,gelegentlich,seltenodernichtbekanntaufgeführt.

Häufig(kann biszu 1von10Behandeltenbetreffen):

TrockenerMund:DiestrittnormalerweiseinleichterFormauf

Gelegentlich (kann biszu 1von 100Behandeltenbetreffen):

Schwindel

Kopfschmerzen

Geschmacksstörungen

VerschwommenesSehen

UnregelmäßigerHerzschlag(Vorhofflimmern)

EntzündungdesRachens(Pharyngitis)

BeeinträchtigungderStimme(Dysphonie)

Husten

Sodbrennen(GastroösophagealeRefluxkrankheit)

Verstopfung

PilzinfektionimMund-und Rachenbereich (Candidose)

Hautausschlag

SchwierigkeitenbeimWasserlassen(Harnverhalt)

SchmerzenbeimWasserlassen(Dysurie)

Selten (kann biszu 1 von 1.000Behandeltenbetreffen):

Schlaflosigkeit(Insomnie)

Augenhalos(Lichthöfe)umLichtquellen oderunwirklichesFarbseheninVerbindungmit

gerötetenAugen (Glaukom)

ErhöhterAugeninnendruck

UnregelmäßigerHerzschlag(supraventrikuläreTachykardie)

BeschleunigterHerzschlag(Tachykardie)

Herzklopfen (Palpitation)

Engegefühlin derBrustinVerbindungmitHusten, keuchenderAtmung(Giemen)oder

Atemnotunmittelbarnach Inhalation (Bronchospasmus)

Nasenbluten

Kehlkopfentzündung(Laryngitis)

EntzündungderNasennebenhöhlen (Sinusitis)

DarmverschlussoderDarmlähmung

EntzündungdesZahnfleisches(Gingivitis)

EntzündungderZunge(Glossitis)

Schluckbeschwerden

EntzündungderMundschleimhaut(Stomatitis)

Übelkeit

Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich allergischerReaktionen vomSoforttyp

SchwerwiegendeallergischeReaktionen,dieeinAnschwellendesGesichtsunddesRachens

verursachen(Angioödem)

Nesselsucht

Juckreiz

Harnwegsinfektionen

Häufigkeitnichtbekannt(HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar):

AbnahmedesKörperwassers(Dehydrierung)

Karies

SchwereallergischeReaktion(anaphylaktischeReaktion)

Infektionen oderGeschwürbildungen derHaut

TrockenheitderHaut

Gelenkschwellung

ZudenschwerwiegendenNebenwirkungenzählenallergischeReaktionenmitAnschwellendes

GesichtsoderRachens(Angioödem)oderandereÜberempfindlichkeitsreaktionen(z.B. plötzlicher

BlutdruckabfalloderSchwindel). Diesekönnenentwedereinzeln oderimRahmeneinerschweren

allergischenReaktion(anaphylaktischeReaktion)nachAnwendungvonSrivassoauftreten.

Unmittelbarnach derInhalation kann wiebeiallen Arzneimitteln zurInhalation beieinigenPatienten

unerwartetBrustenge, Husten, Keuchen oderAtemnot(Bronchospasmus)auftreten. Informieren Siein

solchenFällensoforteinenArzt.

Meldungvon Nebenwirkungen

Wenn SieNebenwirkungen bemerken, wenden Siesich an Ihren ArztoderApotheker.Diesgiltauch

fürNebenwirkungen, dienichtin dieserPackungsbeilageangegeben sind. Siekönnen

Nebenwirkungen auch direktdem

BundesinstitutfürArzneimittelundMedizinprodukte,Abt.Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee3, D-53175 Bonn, Webseite:www.bfarm.de

anzeigen. IndemSieNebenwirkungen melden, könnenSiedazu beitragen, dassmehrInformationen

überdieSicherheitdiesesArzneimittelszurVerfügunggestelltwerden.

5. WieistSrivasso aufzubewahren?

BewahrenSiediesesArzneimittelfürKinderunzugänglich auf!

Siedürfen diesesArzneimittelnachdemaufderFaltschachtelund aufderBlisterpackung

angegebenenVerfalldatumnichtmehrverwenden.DasVerfalldatumbeziehtsichaufdenletztenTag

desangegebenenMonats.

Nichtüber25°Clagern.

Nichteinfrieren.

NachEntnahmedererstenKapselauseinerBlisterpackungistdieangebrocheneBlisterpackunginden

folgenden9Tagen durch AnwendungeinerKapseltäglich verwendbar.

EntsorgenSieArzneimittelnichtimAbwasser.FragenSieIhrenApotheker,wiedasArzneimittelzu

entsorgenist,wennSieesnichtmehrverwenden.SietragendamitzumSchutzderUmweltbei.

6. InhaltderPackungundweitereInformationen

WasSrivasso enthält

DerWirkstoffistTiotropium.

JedeKapselenthält18MikrogrammdesWirkstoffesTiotropium(alsTiotropiumbromid 1 H

O).

DieausdemMundstückdesHandiHalerInhalatorsabgegebeneMengebeträgt10Mikrogramm

Tiotropium.

DersonstigeBestandteilistLactose-Monohydrat.

WieSrivassoaussiehtundInhaltderPackung

SrivassoisteinehellgrüneHartkapsel, gefülltmitPulverzurInhalation,aufderderProduktcode

„TI01“und dasFirmenlogo aufgedrucktsind.

Srivassoistin folgenden Packungsgrößen erhältlich:

Packungmit30Kapseln

Packungmit60Kapseln

Packungmit90 Kapseln

Packungmit10 Kapseln und 1 HandiHalerInhalator

Packungmit30 Kapseln und 1 HandiHalerInhalator

MöglicherweisewerdennichtallePackungsgrößenindenVerkehrgebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

BoehringerIngelheimInternationalGmbH

BingerStraße173

55216 IngelheimamRhein

Deutschland

ÖrtlicherVertreterinDeutschland

BoehringerIngelheimPharmaGmbH&Co. KG

BingerStraße173

55216 IngelheimamRhein

Deutschland

Tel.:0 800/7790 900

Fax:061 32/72 99 99

E-Mail:info@boehringer-ingelheim.de

Hersteller

BoehringerIngelheimPharmaGmbH&Co. KG

BingerStraße173

55216 IngelheimamRhein

Deutschland

Dieses ArzneimittelistindenMitgliedsstaatendesEuropäischenWirtschaftsraumes (EWR)

unterdenfolgendenBezeichnungenzugelassen:

Belgien: Srivasso–18mcgpoudrepourinhalationen gélule

Bulgarien: Сривасо 18микрограмапрах заинхалация, твърдикапсули

Dänemark: Srivasso,inhalationspulverikapsler18mikrogram

Deutschland: Srivasso18MikrogrammHartkapselnmitPulverzurInhalation

Finnland: Srivasso18mikroginhalaatiojaue,kapseli,kova

Frankreich: Srivasso18microgrammes, poudrepourinhalation engélule

Griechenland: SrivassoΚόνιςγιαεισπνοή, σκληρό καψάκιο INHPD.CAP

18mcg/CAP

Irland: Srivasso18micrograminhalation powder, hard capsule

Island: Srivasso18míkrógrömm, innöndunarduft,harthylki

Italien: Srivasso18microgrammi,polvereperinalazione,capsularigida

Lettland: Srivasso18mikrogrami, inhalācijaspulveriscietāskapsulās

Liechtenstein: Srivasso18MikrogrammHartkapselnmitPulverzurInhalation

Litauen: Srivasso18mikrogramų įkvepiamiejimilteliai(kietosioskapsulės)

Luxemburg: SRIVASSOGELULES18MCG

Malta: Srivasso18micrograminhalation powder, hard capsule

Niederlande: Srivasso18microgram,inhalatiepoederinhardecapsules

Norwegen: Srivassoinhalasjonspulver,hardkapsel18mikrog

Österreich: Srivasso18 MikrogrammHartkapseln mitPulverzurInhalation

Polen: Srivasso,18µg/dawkęinhalacyjną,proszekdo inhalacjiwkapsułkach

twardych

Portugal: SRIVASSO,PÓPARAINALAÇÃO,CÁPSULADURA0,018mg

Rumänien: Srivasso18microgramecapsulecupulberedeinhalat

Schweden: Srivasso,inhalationspulver,hård kapsel18mikrog

Slowakei: Srivasso18mikrogramov, inhalačnýprášokvtvrdejkapsule

Slowenien: Srivasso18mikrogramovprašekzainhaliranje,trdekasule

TschechischeRepublik: Srivasso18µgprášekk inhalaciv tvrdýchtobolkách

Ungarn: Srivasso18mikrogramminhalációsporkeménykapszulában

VereinigtesKönigreich: Srivasso18micrograminhalation powder, hard capsule

Zypern: SrivassoΚόνιςγιαεισπνοή, σκληρό καψάκιο18mcg

Diese Packungsbeilage wurdezuletztüberarbeitetimAugust2015.

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GebrauchsanweisungfürdenHandiHalerInhalator

LiebePatientin,lieberPatient,

derHandiHalerInhalatorermöglichtIhnendasInhalierendesindenSrivassoKapselnenthaltenen

Arzneimittels, dasIhnen IhrArztgegenIhreAtemproblemeverordnethat.

Bittefolgen Sieden Anweisungen IhresArzteszurAnwendungvon

Srivassosehrsorgfältig.DerHandiHalerwurdespeziellfürSrivasso

entwickeltund darfnichtzurAnwendungvon anderenArzneimitteln

verwendetwerden. Siekönnen Ihren HandiHalerbiszu einemJahrlang

zurAnwendungvon Srivasso verwenden.

DerHandiHalerbestehtaus:

1 Schutzkappe

2 Mundstück

3Geräteunterteil

4 Anstechknopf

5Kapselkammer

1. ZumÖffnen derSchutzkappedrücken SiedenKnopfvollständigein

und lassen ihnwiederlos.

2. Öffnen SiedieSchutzkappedurch Hochziehen vollständig. ÖffnenSie

dann dasMundstückdurchHochziehen.

3. Entnehmen SiederBlisterpackungeineSrivassoKapsel(nur

unmittelbarvorderAnwendung, sieheHandhabungderBlisterpackung)

undlegenSiediesewieabgebildetindieKapselkammer(5)ein.Esist

unerheblich, welchesEndederKapselnachobenodernach unten zeigt.

4. Klappen SiedasMundstückfestzu, bisSieeinen Klickhören. Lassen

SiedabeidieSchutzkappeaufgeklappt.

5. Halten Sieden HandiHalermitdemMundstücknach oben. Drücken Sie

den grünen AnstechknopfnureinmalbiszumAnschlagein und lassen Sie

ihn danach wiederlos. DieKapselwirddamitangestochen. So wird

ermöglicht,dassdasArzneimittelabgegebenwird,wennSieeinatmen.

6. Atmen SiezunächstohneGerättiefaus.

Wichtig: Atmen Sienichtin dasMundstückhinein.

7. Führen Sieanschließendden HandiHaleran denMund und umschließen

SiedasMundstückfestmitden Lippen. Halten SiedenKopfaufrecht.

Atmen Sielangsamund tiefein,aberstarkgenug, bisSiehören oder

fühlen, dassdieKapselvibriert. InhalierenSie,bisIhreLungen gefüllt

sind. Dann halten SieIhrenAtemso langewiemöglichan, ohnedasses

unangenehmwird. Nehmen Siedabeiden HandiHalerausdemMund.

AtmenSieanschließendnormalweiter.

WiederholenSieSchritt6und7 einmal, umdieKapselvollständigzu

entleeren.

8. ZumEntfernen undEntsorgen derleerenKapselklappen Siedas

MundstückwiederaufundlassendieKapselausdemHandiHalerfallen.

ZurAufbewahrungIhresHandiHalersverschließen SieMundstückund

Schutzkappewieder.

ReinigungdesHandiHalers

Reinigen Sieden HandiHalereinmalproMonat.Klappen SieSchutzkappe

und Mundstücknacheinanderauf. Öffnen Sieanschließend das

Geräteunterteildurch Hochheben desAnstechknopfes.ZurEntfernungvon

PulverrestenspülenSiedenkomplettenHandiHalermitwarmemWasser.

TrocknenSiedenHandiHalersorgfältig,indemSiedasrestlicheWasser

aufein Papierhandtuch schütten. Lassen Sieihnanschließend mit

geöffneterSchutzkappe, Mundstückund Geräteunterteilan derLuft

trocknen.Da derTrockenvorgang 24Stundendauert,reinigen Sieden

HandiHalerunmittelbarnach derAnwendung. DamitisterfürIhre

nächsteAnwendungwiedergebrauchsfertig.

DieAußenseitedesMundstückskönnenSienachBedarfmiteinem

feuchten,jedoch nichtnassenTuchreinigen.

HandhabungderBlisterpackung

A. Trennen SiedieBlisterpackungentlangderPerforation in zwei

Hälften.

B. Ziehen SiedieFolieerstunmittelbarvorderAnwendungmit

HilfederLaschesoweitab,dasseineganzeKapselkomplettsichtbar

wird.FallsdabeiversehentlicheinezweiteKapselderLuft

ausgesetztwird,mussdieseentsorgtwerden.

C. Entnehmen SiedieKapsel.

SrivassoKapselnenthaltennureinekleineMengePulver,sodassdieKapselnnurteilweisegefüllt

sind.

HerstellerdesHandiHalerInhalators

BoehringerIngelheimPharmaGmbH&Co. KG

BingerStraße173

55216 IngelheimamRhein

Deutschland

Document Outline

Fachinformation

1. BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Srivasso18MikrogrammHartkapselnmitPulverzurInhalation

2. QUALITATIVEUND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

JedeKapselenthält22,5MikrogrammTiotropiumbromid 1 H

Oentsprechend 18Mikrogramm

Tiotropium.

DieausdemMundstückdesHandiHalerInhalatorsabgegebeneMengebeträgt10Mikrogramm

Tiotropium.

SonstigerBestandteilmitbekannterWirkung:JedeKapselenthältca.5,5mgLactose(alsLactose-

Monohydrat).

VollständigeAuflistungdersonstigen Bestandteile,sieheAbschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

HartkapselmitPulverzurInhalation.

HellgrüneHartkapseln, gefülltmitPulverzurInhalation, aufdenenderProduktcode„TI01“und das

Firmenlogo aufgedrucktsind.

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

TiotropiumistindiziertalsdauerhafteinzusetzenderBronchodilatatorzurLinderungvon Symptomen

beichronischerobstruktiverLungenerkrankung(COPD).

4.2 Dosierungund ArtderAnwendung

Dosierung

DasArzneimittelistnurzurInhalationbestimmt.

DieempfohleneDosisvonTiotropiumbromid ist1x täglich den Inhaltvon 1Kapselmitdem

HandiHalerInhalatorzurjeweilsgleichenTageszeitinhalieren.

DieempfohleneDosisdarfnichtüberschritten werden.

DieTiotropiumbromid-Kapselnsind nurzurInhalationvorgesehen, nichtzumEinnehmen.

DieTiotropiumbromid-Kapselndürfennichtheruntergeschlucktwerden.

Tiotropiumbromid darfnurmitdemHandiHalerinhaliertwerden.

BesonderePatientengruppen

ÄlterePatienten könnenTiotropiumbromid in derempfohlenen Dosisanwenden.

Patienten miteingeschränkterNierenfunktion könnenTiotropiumbromid in derempfohlenen Dosis

anwenden.FürPatienten mitmittlererbisschwererNierenfunktionsstörung(Creatinin-Clearance

≤50ml/min)sieheAbschnitte4.4 und5.2.

PatientenmiteingeschränkterLeberfunktionkönnenTiotropiumbromid in derempfohlenen Dosis

anwenden(sieheAbschnitt5.2).

KinderundJugendliche

COPD

EsgibtimAnwendungsgebietlautAbschnitt4.1 keinen relevanten Nutzen von Srivasso beiKindern

undJugendlichen (unter18Jahren).

Zystische Fibrose (Mukoviszidose)

DieSicherheitund Wirksamkeitvon Srivasso beiKindern undJugendlichenistnichterwiesen. Es

liegenkeineDatenvor.

ArtderAnwendung

UmdierichtigeAnwendungdesArzneimittelssicherzustellen, sollten diePatienten vomArztoder

anderenFachkräftendesGesundheitswesensindiekorrekteHandhabungdesHandiHalerInhalators

eingewiesenwerden.

Gebrauchsanweisungfürden HandiHalerInhalator

Bittefolgen Sieden Anweisungen IhresArzteszurAnwendungvon

Srivassosehrsorgfältig.DerHandiHalerwurdespeziellfürSrivasso

entwickeltund darfnichtzurAnwendungvon anderenArzneimitteln

verwendetwerden. Siekönnen Ihren HandiHalerbiszu einemJahrlang

zurAnwendungvon Srivasso verwenden.

DerHandiHalerbestehtaus:

1 Schutzkappe

2 Mundstück

3Geräteunterteil

4 Anstechknopf

5Kapselkammer

1. ZumÖffnen derSchutzkappedrücken SiedenKnopfvollständigein

und lassen ihnwiederlos.

2. Öffnen SiedieSchutzkappedurch Hochziehen vollständig.ÖffnenSie

dann dasMundstückdurchHochziehen.

3. Entnehmen SiederBlisterpackungeineSrivassoKapsel(nur

unmittelbarvorderAnwendung, sieheHandhabungderBlisterpackung)

undlegenSiediesewieabgebildetindieKapselkammer(5)ein. Esist

unerheblich, welchesEndederKapselnachobenodernach unten zeigt.

4. Klappen SiedasMundstückfestzu, bisSieeinen Klickhören. Lassen

SiedabeidieSchutzkappeaufgeklappt.

5. Halten Sieden HandiHalermitdemMundstücknach oben. Drücken Sie

den grünen AnstechknopfnureinmalbiszumAnschlagein und lassen Sie

ihn danach wiederlos. DieKapselwirddamitangestochen. So wird

ermöglicht,dassdasArzneimittelabgegebenwird,wennSieeinatmen.

6. Atmen SiezunächstohneGerättiefaus.

Wichtig: Atmen Sienichtin dasMundstückhinein.

7. Führen Sieanschließendden HandiHaleran denMund und umschließen

SiedasMundstückfestmitden Lippen. Halten SiedenKopfaufrecht.

Atmen Sielangsamund tiefein,aberstarkgenug, bisSiehören oder

fühlen, dassdieKapselvibriert. InhalierenSie,bisIhreLungen gefüllt

sind. Dann halten SieIhrenAtemso langewiemöglichan, ohnedasses

unangenehmwird. Nehmen Siedabeiden HandiHalerausdemMund.

AtmenSieanschließendnormalweiter.

WiederholenSieSchritt6und7 einmal, umdieKapselvollständigzu

entleeren.

8. ZumEntfernen undEntsorgen derleerenKapselklappen Siedas

MundstückwiederaufundlassendieKapselausdemHandiHalerfallen.

ZurAufbewahrungIhresHandiHalersverschließen SieMundstückund

Schutzkappewieder.

ReinigungdesHandiHalers

Reinigen Sieden HandiHalereinmalproMonat.Klappen SieSchutzkappe

und Mundstücknacheinanderauf. Öffnen Sieanschließend das

Geräteunterteildurch Hochheben desAnstechknopfes.ZurEntfernungvon

PulverrestenspülenSiedenkomplettenHandiHalermitwarmemWasser.

TrocknenSiedenHandiHalersorgfältig,indemSiedasrestlicheWasser

aufein Papierhandtuch schütten. Lassen Sieihnanschließend mit

geöffneterSchutzkappe, Mundstückund Geräteunterteilan derLuft

trocknen.Da derTrockenvorgang 24Stundendauert,reinigen Sieden

HandiHalerunmittelbarnach derAnwendung. DamitisterfürIhre

nächsteAnwendungwiedergebrauchsfertig.

DieAußenseitedesMundstückskönnenSienachBedarfmiteinem

feuchten,jedoch nichtnassenTuchreinigen.

HandhabungderBlisterpackung

A. Trennen SiedieBlisterpackungentlangderPerforation in zweiHälften.

B. Ziehen SiedieFolieerstunmittelbarvorderAnwendungmitHilfeder

Laschesoweitab, dasseineganzeKapselkomplettsichtbarwird. Falls

dabeiversehentlicheinezweiteKapselderLuftausgesetztwird,muss

dieseentsorgtwerden.

C. Entnehmen SiedieKapsel.

SrivassoKapselnenthaltennureinekleineMengePulver,sodassdieKapselnnurteilweisegefüllt

sind.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeitgegen den WirkstoffoderdeninAbschnitt 6.1 genanntensonstigen Bestandteil,

odergegenAtropinodereinesseinerDerivate,z.B. IpratropiumoderOxitropium.

4.4 BesondereWarnhinweiseund VorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

AlsBronchodilatatorzurDauerbehandlungmiteinmaltäglicherAnwendungdarfTiotropiumbromid

nichtzurErstbehandlungakuterBronchospasmen, d.h.nichtalsNotfallmedikament,eingesetzt

werden.

NachderAnwendungvon Tiotropiumbromid PulverzurInhalation sind Immunreaktionen vom

Soforttyp möglich.

DaTiotropiumbromid eineanticholinergeSubstanzist,solltesiebeiPatienten mitEngwinkelglaukom,

ProstatahyperplasieoderHarnblasenhalsverengungnurmitVorsichtangewendetwerden(siehe

Abschnitt4.8).

InhalativeArzneimittelkönnen zu inhalationsbedingten Bronchospasmen führen.

DadiePlasmakonzentrationmitnachlassenderNierenfunktionbeiPatientenmitmittlererbisschwerer

Nierenfunktionsstörung(Creatinin-Clearance≤50 ml/min)ansteigt, sollteTiotropiumbromid nurdann

angewendetwerden, wennderzu erwartendeNutzen ein potenziellesRisiko überwiegt.

Langzeiterfahrungen beiPatienten mitschwererNierenfunktionsstörungliegen nichtvor(siehe

Abschnitt5.2).

Patientensolltenangewiesenwerden,daraufzuachten,dassdasPulverzurInhalationnichtindie

Augen gelangt. Siesind darüberzu informieren, dassdieszumAuftreten oderzurVerschlimmerung

einesEngwinkelglaukoms,Augenschmerzen oderMissempfinden, vorübergehendverschwommenem

Sehen, AugenhalosoderunwirklichemFarbempfindeninVerbindungmitgeröteten Augen durch

Blutstauungen in derBindehautund Hornhautödemführen kann.Wenn zweiodermehreredieser

Symptomegleichzeitigauftreten,mussdieAnwendungvon Tiotropiumbromid abgebrochen und

unverzüglich ein Augenarztaufgesuchtwerden.

Mundtrockenheit, wiesieunterTherapiemitAnticholinergikabeobachtetwurde,könntebeilängerer

DauerzumAuftreten vonKariesführen.

Tiotropiumbromidsolltenichthäufigeralseinmaltäglichangewendetwerden(sieheAbschnitt4.9).

SrivassoKapseln enthalten5,5mgLactose-Monohydrat.DieseMengeverursachtnormalerweise

keineProblemebeiPatientenmitLactose-Intoleranz. Patienten mitderseltenenhereditärenGalactose-

Intoleranz, Lactase-MangeloderGlucose-Galactose-MalabsorptionsolltendiesesArzneimittelnicht

anwenden.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

ObwohlkeinegezieltenUntersuchungenzuWechselwirkungenmitArzneimittelndurchgeführt

wurden, wurdeTiotropiumbromid zusammenmitanderen Arzneimitteln ohneAnzeichen von

Arzneimittel-Wechselwirkungenangewendet.BeidiesenArzneimittelnhandeltessichu.a. um

sympathomimetischeBronchodilatatoren, Methylxanthine, oraleund inhalativeSteroide, die

üblicherweisebeiderBehandlungderCOPDangewendetwerden.

DiegleichzeitigeAnwendungvon Tiotropiumbromid und anderenAnticholinergikawurdenicht

untersuchtund wird dahernichtempfohlen.

4.6 Fertilität,Schwangerschaftund Stillzeit

Schwangerschaft

FürTiotropiumbromid liegen keinedokumentierten klinischenDaten überexponierte

Schwangerschaften vor. In TierstudienwurdeReproduktionstoxizitätimZusammenhangmit

maternalerToxizitätbeobachtet(sieheAbschnitt5.3).DaspotenzielleRisiko fürden Menschenist

nichtbekannt. Srivasso solltedeshalb in derSchwangerschaftnurbeistrengerIndikationsstellung

angewendetwerden.

Stillzeit

Esistnichtbekannt, obTiotropiumbromid beimMenschenin dieMuttermilch ausgeschieden wird.

ObwohlStudien mitNagetieren gezeigthaben, dassTiotropiumbromid nurin geringerMengeindie

Muttermilchausgeschiedenwird,wirdeineAnwendungvonSrivassowährendderStillzeitnicht

empfohlen.Tiotropiumbromid isteinelangwirksameSubstanz. EineEntscheidung, ob dasStillen

fortgesetzt/beendetoderdieBehandlungmitSrivassofortgesetzt/beendetwerdensoll,sollteunter

BerücksichtigungderVorteiledesStillensfürdasKindund derBehandlungmitSrivasso fürdieFrau

getroffen werden.

Fertilität

KlinischeDaten zurFertilitätsindfürTiotropiumnichtverfügbar. In einernichtklinischen, mit

TiotropiumdurchgeführtenStudieergab sich kein HinweisaufunerwünschteEffekteaufdieFertilität

(sieheAbschnitt5.3).

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzumBedienen von

Maschinen

EswurdenkeineUntersuchungenüberdieAuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddie

FähigkeitzumBedienen von Maschinen durchgeführt.BeimAuftreten von Schwindel,

verschwommenemSehen oderKopfschmerzen kann dieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzum

BedienenvonMaschinenbeeinträchtigtsein.

4.8 Nebenwirkungen

ZusammenfassungdesSicherheitsprofils

Vielederaufgeführten Nebenwirkungen können aufdieanticholinergen Eigenschaften von Srivasso

zurückgeführtwerden.

TabellarischeZusammenfassungderNebenwirkungen

DieHäufigkeitenderuntenaufgelistetenNebenwirkungenbasierenaufgrobenInzidenzratender

unerwünschten Arzneimittelwirkungen in denTiotropium-Gruppen (9.647 Patienten)von

28 gepoolten, Placebo-kontrollierten klinischen Studien mitBehandlungsphasen zwischen

vierWochen und vierJahren.

Beiden Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgendeKategorien zugrundegelegt:

Sehrhäufig(≥1/10);Häufig(≥1/100 bis<1/10);Gelegentlich(≥1/1.000 bis<1/100);Selten

(≥1/10.000 bis<1/1.000);Sehrselten(<1/10.000);Nichtbekannt(HäufigkeitaufGrundlageder

verfügbaren Datennichtabschätzbar)

System-Organ-Klasse /

MedDRA-Terminologie Häufigkeit

Stoffwechsel– und Ernährungsstörungen

Dehydrierung Nichtbekannt

ErkrankungendesNervensystems

Schwindel Gelegentlich

Kopfschmerz Gelegentlich

Geschmacksstörungen Gelegentlich

Insomnie Selten

Augenerkrankungen

VerschwommenesSehen Gelegentlich

Glaukom Selten

ErhöhterAugeninnendruck Selten

Herzerkrankungen

Vorhofflimmern Gelegentlich

SupraventrikuläreTachykardie Selten

Tachykardie Selten

Palpitationen Selten

Erkrankungen derAtemwege, desBrustraumsund desMediastinums

Pharyngitis Gelegentlich

Dysphonie Gelegentlich

Husten Gelegentlich

Bronchospasmus Selten

Epistaxis Selten

Laryngitis Selten

Sinusitis Selten

Erkrankungen desGastrointestinaltrakts

TrockenerMund Häufig

GastroösophagealerReflux Gelegentlich

Obstipation Gelegentlich

OropharyngealeCandidose Gelegentlich

IntestinaleObstruktion,inklusive

paralytischemIleus Selten

Gingivitis Selten

Glossitis Selten

Dysphagie Selten

Stomatitis Selten

Übelkeit Selten

Karies Nichtbekannt

Erkrankungen derHautunddes Unterhautzellgewebes;Störungendes Immunsystems

Hautausschlag Gelegentlich

Urtikaria Selten

Juckreiz Selten

Überempfindlichkeitsreaktionen

(inklusiveReaktionenvom

Soforttyp) Selten

Angioödem Selten

AnaphylaktischeReaktion Nichtbekannt

Hautinfektion, Hautulkus Nichtbekannt

TrockeneHaut Nichtbekannt

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen

Gelenkschwellung Nichtbekannt

Erkrankungen derNieren und Harnwege

Dysurie Gelegentlich

Harnverhalt Gelegentlich

Harnwegsinfekte Selten

Angaben zu ausgewähltenNebenwirkungen

Inkontrollierten klinischenPrüfungen wurden unterden Nebenwirkungen amhäufigsten

anticholinergeEffektebeobachtet,wiez.B. Mundtrockenheit(beica.4 %derPatienten). In

28 klinischen Studien brachen 18 von 9.647 mitTiotropiumbehandelten Patienten(0,2%)dieStudie

wegen Mundtrockenheitab.

Zu schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgrund desanticholinergen Effektesgehören Glaukom,

Verstopfungund Darmobstruktioneinschließlich paralytischemIleus, sowieHarnverhalt.

BesonderePatientengruppen

MitfortgeschrittenemAlteristeineZunahmederanticholinergenEffektemöglich.

Meldungdes Verdachts aufNebenwirkungen

DieMeldungdesVerdachtsaufNebenwirkungen nach derZulassungistvon großerWichtigkeit.Sie

ermöglichteinekontinuierlicheÜberwachungdesNutzen-Risiko-VerhältnissesdesArzneimittels.

Angehörigevon Gesundheitsberufen sindaufgefordert,jeden VerdachtsfalleinerNebenwirkungdem

BundesinstitutfürArzneimittelundMedizinprodukte,

Abt.Pharmakovigilanz,Kurt-Georg-Kiesinger-Allee3,D-53175 Bonn,

Webseite:www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

In hohen Dosen kann Tiotropiumbromid zu anticholinergen Symptomen führen.

BeigesundenProbandentratenjedochkeinesystemischenanticholinergen Nebenwirkungen nach der

InhalationeinerEinzeldosisvon biszu 340 MikrogrammTiotropiumbromid auf.Auch nach

Dosierungen von biszu 170 MikrogrammTiotropiumbromid über7Tagewurdenbeigesunden

Probanden abgesehen vonMundtrockenheitkeineklinischrelevanten Nebenwirkungen beobachtet. In

einerStudiemitMehrfachdosierungmiteinertäglichen Höchstdosisvon 43Mikrogramm

Tiotropiumbromid über4Wochen beiCOPD-Patienten wurden keinesignifikanten Nebenwirkungen

beobachtet.

AkuteIntoxikation nach versehentlicheroralerEinnahmevon Tiotropiumbromid istunwahrscheinlich,

daTiotropiumbromid nureinegeringeoraleBioverfügbarkeitbesitzt.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:AndereinhalativeMittelbeiobstruktivenAtemwegserkrankungen;

Anticholinergika

ATC-Code:R03BB04

Wirkmechanismus

Tiotropiumbromid isteinlangwirksamer, spezifischerMuskarinrezeptor-Antagonist, derim

medizinischen Sprachgebrauch häufigalsAnticholinergikumbezeichnetwird. Durch dieBindungan

dieMuskarinrezeptoren derglatten BronchialmuskulaturhemmtTiotropiumbromid diecholinergen

(bronchokonstriktiven)Effektevon Acetylcholin, dasausden parasympathischenNervenendigungen

freigesetztwird.EsweisteineähnlicheAffinitätzudenMuskarinrezeptor-Subtypen M

bisM

auf. In

den Luftwegen wirktTiotropiumbromid kompetitivund reversibelantagonistischan den

-Rezeptoren,waszu einerRelaxation führt. DieWirkungwardosisabhängigund hieltlängerals

24 Stundenan.DielangeWirkungsdaueristwahrscheinlichaufdiesehrlangsameDissoziationvon

den M

-Rezeptoren zurückzuführen. Siezeigen einesignifikantlängereDissoziations-Halbwertszeit

alsbeiIpratropium.AlsN-quartäresAnticholinergikumistTiotropiumbromidnachinhalativer

Applikationtopisch(broncho-)selektivundzeigteineakzeptabletherapeutischeBreite,eheeszu

systemischenanticholinergenWirkungenkommt.

PharmakodynamischeWirkungen

BeiderBronchodilatation handeltessich primärumeinelokaleWirkung(in denAtemwegen)und

nichtumeinesystemischeWirkung.DieDissoziationvomM

-Rezeptoristschnelleralsdievom

-Rezeptor, wassichin funktionellen in-vitro-StudienalskinetischkontrollierteRezeptorselektivität

von M

gegenüberM

herausstellte.DiehoheWirkstärkeundlangsameRezeptordissoziation

korreliertklinischmitsignifikanterundlangwirkenderBronchodilatationbeiPatientenmitCOPD.

KardialeElektrophysiologie

IneinerspeziellenQT-Studiemit53gesunden Probanden verlängerten über12TagewederSrivasso

18 Mikrogrammnoch 54Mikrogramm(das3fachedertherapeutischenDosis)dieQT-Intervalleim

EKGsignifikant.

KlinischeWirksamkeitundSicherheit

DasklinischeEntwicklungsprogrammumfasstevier1-jährigeund zwei6-monatigerandomisierte,

doppelblindeStudienan 2.663Patienten(vondenen1.308Tiotropiumbromid erhielten). Das1-Jahres-

ProgrammbestandauszweiPlacebo-kontrolliertenStudiensowiezweiStudienmitaktiverKontrolle

(Ipratropiumbromid). Diebeiden6-Monats-Studien waren sowohlSalmeterol-alsauchPlacebo-

kontrolliert. Untersuchtwurden Lungenfunktion und Entwicklungvon Dyspnoe, Exazerbationen und

gesundheitsbezogenerLebensqualität.

In den genannten Studien führtedieeinmaltäglicheGabevon Tiotropiumbromid innerhalb von

30 Minuten nach dererstenDosiszu einersignifikanten VerbesserungderLungenfunktion(forcierte

exspiratorischeEinsekundenkapazität(FEV

)undforcierteVitalkapazität(FVC)),diefürdieDauer

von 24 Stundenanhielt. DerpharmakodynamischeSteadyStatewurdeinnerhalbvoneinerWoche

erreicht,wobeidiemaximaleBronchodilatationimWesentlichenamdrittenTagbeobachtetwurde.

Tiotropiumbromid verbessertesignifikantden morgendlichen und abendlichen PEFR(PeakFlow

Wert)gemäßden täglichenAufzeichnungen derPatienten. DiebronchodilatorischeWirkungvon

Tiotropiumbromid bliebohneAnzeichen einerToleranzentwicklungüberdie1-jährige

Anwendungsdauerbestehen.

Einerandomisierte,Placebo-kontrollierteklinischeStudiean 105 COPD-Patientenzeigte,dassdie

BronchodilatationimVergleich zu Placebo überdas24-stündigeAnwendungsintervallbeibehalten

wurde, unabhängigdavon, ob dasArzneimittelmorgensoderabendsangewendetwurde.

In den Langzeitstudien (6Monateund biszu 1Jahr)zeigtesichfolgendeAuswirkungaufden

Gesundheitszustand:

TiotropiumbromidverbessertesignifikantdieDyspnoe(ausgewertetmittelsTransitionDyspnea

Index).DieseVerbesserungbliebwährenddesgesamtenBehandlungszeitraumsbestehen.

DerEinflussvonVerbesserungen derDyspnoeaufdieBelastungsausdauerwurdein zwei

doppelblinden, randomisierten, Placebo-kontrolliertenStudien mit433Patientenmitmittlererbis

schwererCOPDuntersucht.IndiesenStudienverbessertedie6-wöchigeBehandlungmitSrivasso

signifikantdiedurchSymptomebegrenzteBelastungsausdauerwährendeinesFahrradergometertests

mit75%dermaximalen Arbeitslastum19,7%(StudieA:640 Sekunden mitSrivasso gegenüber

535 Sekunden mitPlacebo,beieinerAusgangszeitvon492 Sekunden vorBehandlung)und um

28,3%(StudieB:741Sekunden mitSrivasso gegenüber577 Sekunden mitPlacebo, beieinem

Ausgangswertvon 537 Sekunden vorBehandlung).

In einerrandomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studiemit1.829Patientenmitmäßiger

bissehrschwererCOPDreduzierteTiotropiumbromid den AnteilderPatienten mitCOPD-

Exazerbationenstatistischsignifikant(32,2%vs.27,8%).Weiterhin wurdedieAnzahlder

Exazerbationen um19%statistischsignifikant(1,05vs.0,85Exazerbationen proPatientenjahr)

reduziert.

Krankenhauseinweisungen aufgrund von COPD-Exazerbationen erfolgtenin derTiotropiumgruppe

bei7,0%derPatientenundbei9,5%derPatienteninderPlacebogruppe(p=0,056);dieAnzahlder

Krankenhauseinweisungen wegen COPDwurdeum30 %(0,25vs.0,18EreignisseproPatientenjahr)

verringert.

In einerrandomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten 9-monatigen klinischen Studiemit

492PatientenverbesserteSrivassodiegesundheitsbezogeneLebensqualitätderPatientensignifikant,

wieanhanddesGesamtwertesdesSt.George’sRespiratoryQuestionnaire(SGRQ)ermitteltwurde.

DerAnteilderPatienten,dereineklinischbedeutsameVerbesserungderLebensqualitätaufwies(d.h.

>4EinheitenimGesamtwertdesSGRQ),warinderSrivasso-GruppeimVergleich zurKontroll-

Gruppeum10,9 Prozentpunktehöher(59,1%inderSrivasso-GruppeimVergleich zu 48,2%in der

Kontroll-Gruppe[p =0,029]). DerdurchschnittlicheUnterschied zwischenden Gruppen war

4,19Einheiten[p=0,001];Konfidenzintervall:1,69-6,68. DieVerbesserungen inden Subskalen des

SGRQ-Scoresbetrugen 8,19Einheitenfür„Symptome“, 3,91Einheitenfür„Aktivität“und

3,61 Einheitenfür„Auswirkungaufden Alltag“. DieVerbesserungen inallen diesen Subskalen waren

statistischsignifikant.

In einerrandomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten 4-Jahres-Studiemit

5.993randomisierten Patienten(3.006mitPlacebo und 2.987mitSrivassobehandelt)bliebdieausder

BehandlungmitSrivassoresultierendeVerbesserungdesFEV

-WertesgegenüberPlaceboüberdie

Studiendauerkonstant. In derSrivasso-GruppenahmenanteiligmehrPatienten mindestens45Monate

langan derBehandlungteilalsin derPlacebo-Gruppe(63,8%vs.55,4%;p <0,001). Derjährliche

AbfalldesFEV

warunterPlacebo und Srivasso vergleichbar.WährendderBehandlungmitSrivasso

vermindertesich dasSterberisiko um16%.

Todesfälletraten miteinerInzidenzratevon 4,79pro100PatientenjahreinderPlacebo-Gruppeund

4,10 pro100 Patientenjahrein derTiotropium-Gruppeauf(Hazard RatioTiotropium/Placebo: 0,84;

95 %-Konfidenzintervall:0,73-0,97).

DieBehandlungmitTiotropiumverringertedasRisikoeinesrespiratorischenVersagens(ermitteltaus

den unerwünschten Ereignissen)um19 %(2,09 gegenüber1,68 Fällen pro 100Patientenjahren,

relativesRisikoTiotropium/Placebo:0,81; 95%-Konfidenzintervall:0,65-0,999).

In einer1-jährigen randomisierten, doppelblinden,double-dummy, Parallelgruppen-Studiewurdeder

EffekteinerBehandlungmitSrivasso 18MikrogrammeinmaltäglichmitderGabevon

50MikrogrammSalmeterol(HFA-Dosieraerosol)zweimaltäglichaufdieInzidenzvon

mittelschweren und schweren Exazerbationenbei7.376COPD-Patientenverglichen,dieeine

ExazerbationsanamneseimvorangegangenenJahrhatten.

Tabelle1:ZusammenfassungvonExazerbations-Endpunkten

Endpunkt Srivasso

18Mikrogramm

n =3.707 Salmeterol

50Mikrogramm

(HFA-Dosieraerosol)

n =3.669 Ratio

(95%-Konfidenz

-intervall) p-Wert

Zeit(Tage)biszurersten

Exazerbation † 187 145 0,83

(0,77-0,90) <0,001

Zeitbiszurerstenschweren

(krankenhauspflichtigen)

Exazerbation § -- -- 0,72

(0,61-0,85) <0,001

Patientenmit

≥1Exazerbation, n(%)* 1.277 (34,4) 1.414 (38,5) 0,90

(0,85-0,95) <0,001

Patienten mit≥1schweren

(krankenhauspflichtigen)

Exazerbation, n(%)* 262 (7,1) 336 (9,2) 0,77

(0,66-0,89) <0,001

† Zeit(Tage)beziehtsichaufdas1.QuartilderPatienten. Die„Timeto Event“-Analysewurdemittels

desCox-Proportional-Hazard-ModellsmitZentrum(gepoolt)und BehandlungalsKovariablen

durchgeführt;Ratio beziehtsichaufdasHazard Ratio.

§ Die„TimetoEvent“-AnalysewurdemittelsdesCox-Proportional-Hazard-ModellsmitZentrum

(gepoolt)und BehandlungalsKovariablen durchgeführt. Ratio beziehtsichaufdasHazard Ratio. Die

Zeit(Tage)fürdas1.QuartilderPatientenkannnichtberechnetwerden,weilderAnteilanPatienten

mitschwererExazerbationzugeringist.

*DerEndpunkt„AnzahlderPatientenmitEreignis“wurdemittelsCochran-Mantel-Haenszel-Test,

stratifiziertnachgepooltemZentrum,analysiert;RatiobeziehtsichaufdasRiskRatio.

ImVergleichzuSalmeterolverlängerteSrivassodieZeitbiszurerstenExazerbation

(187Tagevs.145Tage),diesentsprichteiner17%-igenRisikoreduktion(HazardRatio:0,83;

95 %-Konfidenzintervall(KI):0,77-0,90;p <0,001).SrivassoverlängerteauchdieZeitbiszurersten

schweren(krankenhauspflichtigen)Exazerbation(HazardRatio:0,72;95 %-KI:0,61-0,85;p <0,001).

KinderundJugendliche

DieEuropäischeArzneimittel-AgenturhatfürSrivassoeineFreistellungvon derVerpflichtungzur

Vorlagevon Ergebnissen zu Studienin allen pädiatrischen Altersklassen beiCOPDund Zystischer

Fibrosegewährt(sieheAbschnitt4.2 bzgl. Informationen zurAnwendungbeiKindern und

Jugendlichen).

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

a)AllgemeineEinleitung

Tiotropiumbromid isteinenicht-chiralequartäreAmmonium-Verbindungund inWassernurschwer

löslich.Tiotropiumbromid wird alsPulverinhalationangewendet. ImAllgemeinen wird beider

inhalativen AnwendungderGroßteilderabgegebenenDosisimVerdauungstraktdeponiertundnurin

geringeremMaßeimZielorganLunge.Ein Großteilderunten beschriebenen pharmakokinetischen

ErgebnissewurdemitDosen erzielt,dieüberderempfohlenen therapeutischen Dosisliegen.

b)AllgemeineCharakteristikadesWirkstoffsnachAnwendungdesArzneimittels

Resorption: Dienach Pulverinhalation beijungen gesunden Probanden gemesseneabsolute

Bioverfügbarkeitvon 19,5%weistaufeinehoheBioverfügbarkeitdesindieLungegelangtenAnteils

hin. DiechemischeStrukturderVerbindung(quartäreAmmonium-Verbindung)und diein-vitro-

VersuchelasseneinegeringeResorptionausdemMagen-Darm-Trakterwarten(10-15%).Orale

Tiotropiumbromid-Lösungen weisen eineBioverfügbarkeitvon 2-3%auf.Maximale

Tiotropiumbromid-Plasmakonzentrationenwurden 5Minutennach Inhalation beobachtet. Ein Einfluss

von NahrungsmittelnaufdieResorption dieserquartären Ammonium-Verbindungistnichtzu

erwarten.

Verteilung: DasArzneimittelistzu72%an Plasmaproteinegebunden und hatein

Verteilungsvolumen von 32l/kg.ImSteadyStatelagendiemaximalenPlasmaspiegel5Minuten nach

Pulverinhalation einer18-Mikrogramm-DosisbeiCOPD-Patientenbei17-19 pg/mlund nahmen rasch

entsprechendeinemMultikompartiment-Modellab. Steady-State-MinimaderPlasmakonzentration

betrugen 3-4 pg/ml. ÖrtlicheKonzentrationenin derLungesind nichtbekannt,jedoch lässtdie

AnwendungsartwesentlichhöhereWertein derLungeerwarten.Untersuchungenan Ratten zeigten,

dassTiotropiumbromid dieBlut-Hirn-SchrankenichtineinembedeutendenMaßepassiert.

Biotransformation: DasAusmaßderMetabolisierungistgering.DieszeigtsichinderTatsache,dass

74 %einerintravenösen Dosisbeijungen gesunden Probandenunverändertrenalausgeschieden wird.

DerEsterTiotropiumbromidwirdnicht-enzymatisch zu Alkohol(N-Methylscopin)und

Säureverbindung(Dithienylglycolsäure)gespalten,diebeideandenMuskarinrezeptoreninaktivsind.

In-vitro-Untersuchungen anhumanen Lebermikrosomen und humanen Hepatozyten weisen daraufhin,

dasseinweitererTeildesArzneimittels(<20%derDosisnachintravenöserAnwendung)durch

Cytochrom-P450(CYP)-abhängigeOxidation und anschließendeGlutathion-Konjugationzueiner

Reihevon Phase-II-Metabolitenmetabolisiertwird.In-vitro-Untersuchungen an Lebermikrosomen

zeigen,dasssichderenzymatischeAbbauwegdurch dieCYP2D6 (und3A4)-Inhibitoren Chinidin,

Ketoconazolund Gestodenhemmen lässt. SomitsindCYP2D6 und3A4 aneinem

Metabolisierungswegbeteiligt,derfürdieEliminierungeinesgeringerenTeilsderDosis

verantwortlichist.TiotropiumbromidhemmtauchinübertherapeutischenDosenCYP1A1, 1A2, 2B6,

2C9, 2C19, 2D6, 2E1oder3Ain humanen Lebermikrosomen nicht.

Elimination: DieterminaleEliminations-Halbwertszeitvon Tiotropiumbromid liegtzwischen 5 und

6TagennachInhalation.DieGesamt-ClearancebetrugnachintravenöserAnwendungbeijungen

gesunden Probanden 880ml/minmiteinerinterindividuellenVariabilitätvon22%.Nachintravenöser

AnwendungwirdTiotropiumbromid hauptsächlich unverändertmitdemUrin ausgeschieden (74%).

Nach Pulverinhalation liegtdieUrinausscheidungbei14%derDosis,derRestbestehthauptsächlich

ausnichtresorbierterSubstanzimDarmundwirdfäkalausgeschieden.DieNierenclearancevon

Tiotropiumbromid liegtüberderCreatinin-Clearance,wasaufeineAusscheidungin den Urin

hinweist.Nach chronischereinmaltäglicherAnwendungbeiCOPD-Patientenwurdeder

pharmakokinetischeSteadyStatenach2-3 Wochenerreicht, ohnedassesdanachzurAkkumulation

kam.

Linearität /Nicht-Linearität: Tiotropiumbromid zeigtsowohlnach intravenöserAnwendungwieauch

nachPulverinhalationimtherapeutischenBereicheinelinearePharmakokinetik.

c)CharakteristikabeiPatienten

Ältere Patienten: WiefüralleüberwiegendrenalausgeschiedenenArzneimittelzuerwarten,gingein

fortgeschrittenesAltermiteinerAbnahmederrenalenTiotropiumbromid-Clearanceeinher

(326ml/minbeiCOPD-Patienten<58Jahrebis163ml/minbeiCOPD-Patienten>70Jahre),was

durchdieverminderteNierenfunktion erklärtwerden kann. Nach Inhalationverringertesichdie

Tiotropiumbromid-AusscheidungimUrin von 14%(jungegesundeProbanden)aufca.7%(COPD-

Patienten),jedochändertensichdiePlasmakonzentrationen nichtsignifikantmitfortschreitendem

AlterderCOPD-Patienten,unterBerücksichtigungderinter-und intraindividuellen Variabilität(43%

AnstiegderAUC

0-4h nach Pulverinhalation).

Patienten miteingeschränkterNierenfunktion: Wiebeiallen anderen Arzneimitteln, dieüberwiegend

renalausgeschiedenwerden,führteeineNierenfunktionsstörungzu erhöhten Plasmakonzentrationen

desArzneimittelsundverringerterrenalerClearancesowohlnachintravenöserInfusionalsauchnach

Pulverinhalation. EineleichteNierenfunktionsstörung(Creatinin-Clearance50-80ml/min),wiesie

häufigbeiälteren Patientenauftritt, führtezu einerleichten ErhöhungderPlasmakonzentration von

Tiotropiumbromid (39%AnstiegderAUC

0-4h nach intravenöserInfusion). BeiCOPD-Patientenmit

mittlererbisschwererNierenfunktionsstörung(Creatinin-Clearance<50 ml/min)verdoppeltesich die

Plasmakonzentration nachintravenöserApplikation von Tiotropiumbromid (82%Anstiegder

0-4h ). Dieswurdedurch diePlasmakonzentrationen nach Pulverinhalationbestätigt.

Patienten miteingeschränkterLeberfunktion: EinrelevanterEinflussaufdiePharmakokinetikvon

Tiotropiumbromid imFalleinerLeberfunktionsstörungistnichtzu erwarten.Tiotropiumbromid wird

hauptsächlichrenalausgeschieden(74%beijungen gesunden Probanden)unddurch eineeinfache

nicht-enzymatischeEsterspaltungzu pharmakologisch inaktiven Produkten abgebaut.

KinderundJugendliche: SieheAbschnitt4.2.

d)Pharmakokinetische/pharmakodynamischeZusammenhänge

Esgibtkeinen direkten Zusammenhangzwischen Pharmakokinetikund Pharmakodynamik.

5.3 PräklinischeDaten zurSicherheit

Zahlreiche,in konventionellen Studien zurSicherheitspharmakologie, zurToxizitätbeiwiederholter

Anwendungund zurReproduktionstoxizitätbeobachteteWirkungen lassen sich durch die

anticholinergen Eigenschaften vonTiotropiumbromid erklären. BeiTierenwurden typischerweise

reduzierteFutteraufnahme,gehemmteGewichtszunahme,trockenerMundundNase,verminderte

Tränen-und Speichelsekretion,Mydriasisund erhöhteHerzfrequenzbeobachtet.Weitererelevante

Wirkungen, dieinToxizitätsstudien mitwiederholterAnwendungbeobachtetwurden, waren:leichte

ReizungderAtemwegebeiRatten undMäusen, diesich in Rhinitisund Epitheländerungen der

Nasenhöhleund desKehlkopfeszeigten, sowieProstatitismitproteinreichenAblagerungen und

LithiasisinderBlasebeiRatten.

Schädigungen hinsichtlichSchwangerschaft, embryonaler/fetalerEntwicklung, Geburtoder

postnatalerEntwicklungkonntennurfürmaternaltoxischeDosisbereichenachgewiesen werden.

Tiotropiumbromid zeigtebeiRatten oderKaninchen keineteratogenen Wirkungen.

In einerStudiezurallgemeinen Reproduktion und Fertilitätan Ratten ergaben sichbeikeiner

DosierungHinweiseaufunerwünschteEffekteaufdieFertilitätoderdasPaarungsverhalten,wederbei

den behandelten Elterntieren noch beiihren Nachkommen.

Dierespiratorischen(Reizungen)und urogenitalen (Prostatitis)Veränderungen sowie

Reproduktionstoxizitätwurden nach lokalen odersystemischen Expositionen beobachtet, diemehrals

das5-fachedertherapeutischen Exposition betrugen.Untersuchungen zurGenotoxizitätund zum

kanzerogenen Potenzialzeigten keinebesonderen GefahrenfürdenMenschen.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 Listeder sonstigenBestandteile

Lactose-Monohydrat(enthältMilchprotein)

6.2 Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3 Dauerder Haltbarkeit

2Jahre

Kapseln nach demersten Öffnen derBlisterpackungin den folgenden 9Tagenverwendbar.

Entsorgen Siebitteden HandiHalerInhalator12MonatenachdemerstenGebrauch.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmenfür die Aufbewahrung

Nichtüber25°Clagern.

Nichteinfrieren.

6.5 Artund InhaltdesBehältnisses

AbziehbareAluminium/PVC/Aluminium-Blisterpackungenmitjeweils10Kapseln.

DerHandiHaleristeinPulverinhalatorzurInhalationvonEinzeldosen,derausPlastikmaterialien

(ABS)undrostfreiemStahlbesteht.

Packungsgrößen:

Packungmit30Kapseln(3Blisterpackungen)

Packungmit60Kapseln(6Blisterpackungen)

Packungmit90Kapseln(9Blisterpackungen)

Packungmit10Kapseln(1Blisterpackung)und 1 HandiHalerInhalator

Packungmit30Kapseln(3Blisterpackungen)und 1 HandiHalerInhalator

Klinikpackung:Bündelpackungmit5Packungenmitje30Kapselnund 1HandiHalerInhalator

Klinikpackung:Bündelpackungmit5Packungenmitje60Kapseln

MöglicherweisewerdennichtallePackungsgrößenindenVerkehrgebracht.

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdie Beseitigung

NichtverwendetesArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechenddennationalenAnforderungen

zubeseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

BoehringerIngelheimInternationalGmbH

BingerStraße173

55216 IngelheimamRhein

Deutschland

8. ZULASSUNGSNUMMER

92098.00.00

9. DATUMDER ERTEILUNGDER ZULASSUNG

07.08.2015

10. STAND DER INFORMATION

August2015

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

ÖrtlicherVertreterdesZulassungsinhabersinDeutschland

BoehringerIngelheimPharmaGmbH&Co. KG

BingerStraße173

55216 IngelheimamRhein

Tel.:0 800/7790 900

Fax:061 32/72 99 99

E-Mail:info@boehringer-ingelheim.de

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