Spalt plus Coffein N Tablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Acetylsalicylsäure (Ph.Eur.), Coffein, Paracetamol
Verfügbar ab:
Pfizer Consumer Healthcare GmbH
ATC-Code:
N02BA51
INN (Internationale Bezeichnung):
Acetylsalicylic acid (Ph.Eur.), Caffeine, paracetamol
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Acetylsalicylsäure (Ph.Eur.) 250.mg; Coffein 50.mg; Paracetamol 200.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
7173.00.00

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Spalt PLUS COFFEIN N

250 mg / 200 mg / 50 mg Tabletten

Wirkstoffe:

Acetylsalicylsäure

Paracetamol

Coffein.

Für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage/Gebrauchsinformation sorgfältig durch, denn sie

enthält wichtige Informationen für Sie.

Dieses Arzneimittel ist auch ohne ärztliche Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen

Behandlungserfolg zu erzielen, muss Spalt PLUS COFFEIN N jedoch vorschriftsmäßig

eingenommen werden.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder nach 3 Tagen keine Besserung eintritt, oder

bei hohem Fieber müssen Sie einen Arzt aufsuchen.

Wenn Sie eine der aufgeführten Nebenwirkungen erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind,

informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist Spalt PLUS COFFEIN N und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von Spalt PLUS COFFEIN N beachten?

Wie ist Spalt PLUS COFFEIN N einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Spalt PLUS COFFEIN N aufzubewahren?

Weitere Informationen

1. WAS IST SPALT PLUS COFFEIN N UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Acetylsalicylsäure und Paracetamol sind Wirkstoffe aus der Gruppe der Analgetika-

Antipyretika (Schmerzhemmer/Fiebersenker).

Spalt PLUS COFFEIN N wird angewendet von

Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren bei:

akuten leichten bis mäßig starken Schmerzen.

Hinweis:

Schmerzmittel sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes

angewendet werden.

2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON SPALT PLUS COFFEIN N

BEACHTEN?

Spalt PLUS COFFEIN N darf nicht eingenommen werden

- 2 -

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Paracetamol, Acetylsalicylsäure bzw.

Salicylsäure, Coffein oder einem der sonstigen Bestandteile von Spalt PLUS COFFEIN N

sind

wenn Sie an einer schweren Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden

wenn Sie in der Vergangenheit gegen Salicylate oder andere nicht-steroidale

Entzündungshemmer (bestimmte Mittel gegen Schmerzen, Fieber oder Entzündungen)

mit Asthmaanfällen oder in anderer Weise überempfindlich reagiert haben;

bei Magen-Darm-Blutung (Perforation) oder -Durchbruch in der Vorgeschichte im

Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen

Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAR)

bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen- oder

Zwölffingerdarmgeschwüren (peptischen Ulzera) oder Blutungen mit mindestes zwei

unterschiedlichen Episoden nachgewiesener Geschwüre oder Blutung

bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung

bei Leber- und Nierenversagen

bei schwerer Herzmuskelschwäche (schwere Herzinsuffizienz)

wenn Sie gleichzeitig 15 mg oder mehr Methotrexat pro Woche einnehmen

in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft

bei Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Spalt PLUS COFFEIN N ist erforderlich

Spalt PLUS COFFEIN N darf nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden:

wenn Sie chronisch alkoholkrank sind

wenn Sie an einer Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden (Leberentzündung, Gilbert-

Syndrom)

bei vorgeschädigter Niere

bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten die die Leberfunktion beeinträchtigen

bei erblich bedingtem Mangel des Enzyms Glucose-6-phosphate Dehydrogenase, der zu

schwerer Blutarmut führen kann, auch Favismus genannt

bei Hämolytischer Anämie (Blutarmut aufgrund eines Zerfalls der roten Blutkörperchen)

bei einem Mangel des am Leberstoffwechsel beteiligten Eiweißes Glutathion (z.B. bei

Mangelernährung, Alkoholmissbrauch)

bei einem Mangel von Flüssigkeit im Körper (Dehydratation) z.B. durch geringe

Trinkmenge, Durchfall oder Erbrechen

bei chronischer Mangelernährung

bei einem Körpergewicht unter 50 kg

bei höherem Lebensalter

bei Überempfindlichkeit gegen andere Entzündungshemmer / Antirheumatika (bestimmte

Mittel gegen Rheuma oder Entzündungen) oder andere Allergie auslösende Stoffe

bei Bestehen von Allergien (z. B. mit Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselfieber) oder

Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen), chronischen

Atemwegserkrankungen

bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion

bei Bluthochdruck und Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz)

vor Operationen (auch bei kleineren Eingriffen wie z. B. der Ziehung eines Zahnes); es

kann zur verstärkten Blutungsneigung kommen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder

Zahnarzt, wenn Sie Spalt PLUS COFFEIN N eingenommen haben

bei Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

bei Herzrhythmusstörungen

bei Angststörungen.

- 3 -

Paracetamol, ein Bestandteil von Spalt PLUS COFFEIN N, kann schwere Hautreaktionen

hervorrufen. Wenn Hautreaktionen wie Hautrötung, Bläschenbildung oder Hautausschlag

auftreten, setzen Sie das Arzneimittel ab und suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Acetylsalicylsäure, ein Bestandteil von Spalt PLUS COFFEIN N, gehört zu einer Gruppe von

Arzneimitteln (nicht-steroidale Antirheumatika), die die Fruchtbarkeit von Frauen

beeinträchtigen können. Diese Wirkung ist nach Absetzen des Arzneimittels reversibel

(umkehrbar).

Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt

Eine gleichzeitige Anwendung von Acetylsalicylsäure mit anderen nicht-steroidalen

Entzündungshemmern, einschließlich so genannten COX-Hemmern (Cyclooxygenase-2-

Hemmern), die u. a. gegen rheumatische Beschwerden eingesetzt werden, ist zu vermeiden.

Bei älteren Patienten treten Nebenwirkungen nach Anwendung von nicht-steroidalen

Entzündungshemmern vermehrt auf, insbesondere Blutungen im Magen- und Darmbereich,

die lebensbedrohlich sein können.

Von Blutungen, Geschwürbildung und Durchbrüchen (Perforationen) im Magen-Darm-

Bereich, die zum Tode führen können, wurde im Zusammenhang mit der Einnahme aller

nicht-steroidaler Entzündungshemmer berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige

Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der

Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf. Das Risiko hierfür ist mit steigender

NSAR-Dosis, bei Patienten mit Geschwüren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den

Komplikationen Blutung oder Durchbruch und bei älteren Patienten erhöht. Diese Patienten

sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen. Hier sollte eine

Kombinationstherapie mit Magenschleimhaut-schützenden Arzneimitteln (z.B. Misoprostol

oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden. Dies empfiehlt sich auch für

Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die das Risiko einer Erkrankung des Magen-

Darm-Traktes erhöhen. (Siehe Abschnitt 2: „Bei Einnahme von Spalt PLUS COFFEIN N mit

anderen Arzneimitteln)“

Patienten, insbesondere in höherem Alter, die eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am

Magen-Darm-Trakt aufweisen, sollten jedes ungewöhnliche Symptom im Bauchraum

insbesondere am Anfang der Therapie melden.

Vorsicht ist geboten bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die das Risiko für

die Bildung von Geschwüren oder Blutungen erhöhen, z. B. Kortikoide,

blutgerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-

Hemmer, die u. a. zur Behandlung von depressiven Verstimmungen verordnet werden oder

Thrombozytenaggregationshemmer (Siehe Abschnitt 2:“Bei Einnahme/Anwendung von Spalt

PLUS COFFEIN N mit anderen Arzneimitteln).

Die Behandlung ist abzubrechen, wenn Blutungen oder Geschwürbildung im Magen-

Darmtrakt auftreten.

Sonstige Hinweise

Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den

kürzesten, für die Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.

Bei dauerhafter Einnahme von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die zu

erneuter Einnahme führen und damit wiederum eine Fortdauer der Kopfschmerzen bewirken

können.

Die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann zur dauerhaften

Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen (Analgetika-Nephropathie).

- 4 -

Dieses Risiko ist besonders groß, wenn Sie mehrere verschiedene Schmerzmittel kombiniert

einnehmen.

Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei

Patienten, die bereits zu geringerer Harnsäureausscheidung neigen, kann dies unter

Umständen einen Gichtanfall auslösen.

Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder nach 3 Tagen keine Besserung eintritt, oder

bei hohem Fieber müssen Sie einen Arzt aufsuchen.

Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere

Arzneimittel, die gleichzeitig angewendet werden, kein Paracetamol enthalten.

Die einmalige Einnahme der Tagesgesamtdosis kann zu schweren Leberschäden führen; in

solchem Fall sollte unverzüglich medizinische Hilfe aufgesucht werden.

Kinder

Über die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren liegen keine

ausreichenden Erkenntnisse vor. Darüber hinaus soll Spalt PLUS COFFEIN N wegen des

Anteils an Acetylsalicylsäure bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen

nur auf ärztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen

nicht wirken. Sollte es bei diesen Erkrankungen zu langanhaltendem Erbrechen kommen, so

kann dies ein Zeichen des Reye-Syndroms sein, einer sehr seltenen, aber u.U.

lebensbedrohlichen Krankheit, die unbedingt sofortiger ärztlicher Behandlung bedarf.

Bei Einnahme/Anwendung von Spalt PLUS COFFEIN N mit anderen Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es

sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wechselwirkungen sind möglich mit

Arzneimitteln gegen Gicht wie Probenecid und Benzbromaron: Bei gleichzeitiger

Einnahme sollte die Dosis von Spalt PLUS COFFEIN N verringert werden, da der Abbau

von Spalt PLUS COFFEIN N verlangsamt sein kann und die Wirkung der Gichtmittel

vermindert wird.

Schlafmitteln wie Phenobarbital; Mitteln gegen Epilepsie wie Phenytoin, Carbamazpin;

Mitteln gegen Tuberkulose (Rifampicin) und anderen möglicherweise die Leber

schädigende Arzneimitteln.

Unter Umständen kann es bei gleichzeitiger Einnahme mit Spalt PLUS COFFEIN N zu

Leberschäden kommen

Mitteln zur Senkung erhöhter Blutfettwerte (Cholestyramin): Diese können die Aufnahme

und damit die Wirksamkeit von Spalt PLUS COFFEIN N verringern.

Arzneimitteln bei HIV-Infektionen (Zidovudin): Die Neigung zur Verminderung weißer

Blutkörperchen (Neutropenie) wird verstärkt. Spalt PLUS COFFEIN N sollte daher nur

nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit Zidovudin eingenommen/angewendet werden.

Mitteln gegen Übelkeit (Metoclopramid und Domperidon): Diese können eine

Beschleunigung der Aufnahme und des Wirkungseintritts von Spalt PLUS COFFEIN N

bewirken.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Mitteln, die zu einer Verlangsamung der

Magenentleerung führen, können Aufnahme und Wirkungseintritt von Spalt PLUS

COFFEIN N verzögert sein.

- 5 -

Coffein verhindert die dämpfenden Wirkungen zahlreicher Substanzen, wie z.B. von

Barbituraten (bestimmte Schlafmittel), Antihistaminika (bestimmte Arzneimittel gegen

Allergien) etc.

Coffein erhöht die herzschlagbeschleunigenden Wirkungen von z.B. Sympathomimetika

(bestimmte Kreislaufmittel),, Thyroxin (bestimmte Schilddrüsenmittel), etc.

Bei Substanzen mit breitem Wirkungsspektrum können die Wechselwirkungen im

Einzelnen unterschiedlich und nicht voraussehbar sein (z. B. Benzodiazepine).

Orale Kontrazeptiva (Pille), Cimetidin (bestimmtes Arzneimittel zur Behandlung von

Magengeschwüren), und Disulfiram (bestimmtes Alkoholentwöhnungsmittel) vermindern

den Coffein-Abbau in der Leber, Barbiturate (bestimmte Schlafmittel) und Rauchen

beschleunigen ihn.

Die Aussscheidung von Theophyllin (bestimmtes Arzneimittel zur Behandlung von

Lungenerkrankungen), wird durch Coffein herabgesetzt.

Coffein erhöht das Abhängigkeitspotential von Substanzen vom Typ des Ephedrin.

Die gleichzeitige Verabreichung von Gyrasehemmstoffen des Chinoloncarbonsäure-Typs

(bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen) kann die Ausscheidung von

Coffein und seinem Abbauprodukt Paraxanthin verzögern.

Spalt PLUS COFFEIN N verstärkt die Wirkung von: (dadurch kann das Nebenwirkungsrisiko

erhöht sein)

Blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln, z.B. Cumarin, Warfarin, Heparin

Digoxin (Mittel zur Stärkung der Herzkraft)

Antidiabetika (blutzuckersenkende Arzneimittel): Der Blutzuckerspiegel kann sinken

Methotrexat (Mittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw. von bestimmten

rheumatischen Erkrankungen)

Valproinsäure (Mittel zur Behandlung von Krampfanfällen)

Thrombozytenaggregationshemmer (Mittel, die das Zusammenhaften und Verklumpen

von Blutplättchen hemmen) z. B. Ticlopidin, Clopidogrel und selektive Serotonin-

Wiederaufnahme-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung depressiver Verstimmungen)

erhöhen das Risiko für Blutungen und Bildung von Geschwüren im Magen-Darmtrakt.

Glukokortikoide (Arzneimittel, die Kortison oder kortisonähnliche Substanzen enthalten)

oder andere nicht-steroidale Antiphlogistika/Analgetika (entzündungs- und

schmerzhemmende Mittel) erhöhen das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und -

Blutungen.

Spalt PLUS COFFEIN N vermindert die Wirkung von:

Diuretika (Mittel zur vermehrten Harnausscheidung) bei Dosierungen von Spalt PLUS

COFFEIN N ab 3 g Acetylsalicylsäure (entspricht 12 Tabletten) pro Tag und mehr.

ACE-Hemmern (bestimmte blutdrucksenkende Mittel) bei Dosierungen von Spalt PLUS

COFFEIN N ab 3 g Acetylsalicylsäure (entspricht 12 Tabletten) pro Tag und mehr.

Auswirkungen der Einnahme von Spalt PLUS COFFEIN N auf Laboruntersuchungen:

Die Harnsäurebestimmung, sowie die Blutzuckerbestimmung können beeinflusst werden.

Spalt PLUS COFFEIN N soll daher nicht zusammen mit einem der hier angegebenen Stoffe

angewendet werden, ohne dass der Arzt ausdrücklich die Anweisung gegeben hat.

Bei Einnahme von Spalt PLUS COFFEIN N zusammen mit Nahrungsmitteln und

Getränken:

Spalt PLUS COFFEIN N darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden.

- 6 -

Schwangerschaft

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wird während einer Anwendung von Spalt PLUS COFFEIN N eine Schwangerschaft

festgestellt, so sollten Sie den Arzt benachrichtigen.

Falls erforderlich, kann Spalt PLUS COFFEIN N im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel

nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt angewendet werden. Sie sollten die geringstmögliche

Dosis anwenden, mit der Ihre Schmerzen und/oder Ihr Fieber gelindert werden, und Sie sollten

das Arzneimittel für den kürzest möglichen Zeitraum anwenden. Wenden Sie sich an Ihren Arzt,

falls die Schmerzen und/oder das Fieber nicht gelindert werden oder Sie das Arzneimittel

häufiger einnehmen müssen.

In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft dürfen Sie Spalt PLUS COFFEIN N wegen

eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht anwenden.

Stillzeit

Die Wirkstoffe gehen in die Muttermilch über. Bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen

Dosis wird eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Das Befinden

und Verhalten des Säuglings kann durch mit der Muttermilch aufgenommenes Coffein beein-

trächtigt werden. Bei längerer Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen sollte abgestillt

werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Spalt PLUS COFFEIN N hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von

Maschinen.

Trotzdem ist nach Einnahme eines Schmerzmittels immer Vorsicht geboten.

3. WIE SIND SPALT PLUS COFFEIN N EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Spalt PLUS COFFEIN N immer genau nach Anweisung in dieser

Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich

nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren nehmen jeweils 1 bis 2 Tabletten Spalt PLUS

COFFEIN N (entsprechend 250 - 500 mg Acetylsalicylsäure, 200 - 400 mg Paracetamol und

50 - 100 mg Coffein) ein, wenn erforderlich bis zu 3mal täglich (in der Regel im Abstand von

4 bis 8 Stunden).

Die Höchstdosis von 6 Tabletten Spalt PLUS COFFEIN N (entsprechend 1500 mg

Acetylsalicylsäure, 1200 mg Paracetamol und 300 mg Coffein) pro Tag sollte nicht

überschritten werden.

Art der Anwendung:

Nehmen Sie die Tabletten entweder nach Zerfallenlassen in etwas Flüssigkeit oder

unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z.B. ein Glas Wasser) ein.

Nicht auf nüchternen Magen einnehmen.

- 7 -

Dauer der Anwendung:

Nehmen Sie Spalt PLUS COFFEIN N ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger

als 3 Tage ein.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die

Wirkung von Spalt PLUS COFFEIN N zu stark oder zu schwach ist.

Besondere Patientengruppen

Leberfunktionsstörungen und leichte Einschränkung der Nierenfunktion

Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie Gilbert-Syndrom muss die

Dosis vermindert bzw. der Abstand zwischen den einzelnen Dosen verlängert werden.

Eine tägliche Gesamtdosis von 2g Paracetamol darf ohne ärztliche Anweisung nicht

überschritten werden.

Schwere Niereninsuffizienz

Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) muss der Abstand

zwischen den einzelnen Dosen mindestens 8 Stunden betragen.

Ältere Patienten

Erfahrungen haben gezeigt, dass keine spezielle Dosisanpassung erforderlich ist.

Allerdings kann bei geschwächten, immobilisierten älteren Patienten mit eingeschränkter Leber-

oder Nierenfunktion eine Verminderung der Dosis oder Verlängerung des Dosierungsintervalls

erforderlich werden.

Ohne ärztliche Anweisung sollte die maximale tägliche Dosis von 60mg/kg Körpergewicht (bis

zu einem Maximum von 2g/Tag) nicht überschritten werden, bei:

Körpergewicht unter 50 Kg

Chronischem Alkoholismus

Wasserentzug

Chronischer Unterernährung

Wenn Sie eine größere Menge Spalt PLUS COFFEIN N eingenommen haben, als Sie

sollten:

Die Gesamtdosis an Paracetamol darf für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren bzw.

ab 43 kg Körpergewicht 4000 mg Paracetamol (entsprechend 20 Tabletten Spalt PLUS

COFFEIN N) täglich nicht übersteigen.

Bei einer Überdosierung treten im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden Beschwerden auf,

die Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen umfassen.

Schwindel und Ohrklingen können, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten, Zeichen

einer ernsthaften Vergiftung sein.

Vergiftungssymptome durch Coffein (zentralnervöse Symptome, Herz-Kreislauf-Reaktionen

bis hin zu Myokardschäden) können zusätzlich bei Aufnahme großer Mengen in kurzer Zeit

auftreten.

Wenn Sie eine größere Menge Spalt PLUS COFFEIN N eingenommen haben als

empfohlen, rufen Sie den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe!

Wenn Sie die Einnahme/Anwendung von Spalt PLUS COFFEIN N vergessen haben.

- 8 -

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt

oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Spalt PLUS COFFEIN N Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem Behandelten auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde

gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10 000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Erkrankungen des Verdauungstrakts:

Häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen

Selten: Magen- Darmblutungen, die sehr selten zu einer Eisenmangelanämie führen können.

Magen-Darm-Geschwüre, unter Umständen mit Blutung und Durchbruch.

Diese Nebenwirkungen traten insbesondere bei älteren Patienten auf. Sollten stärkere

Schmerzen im Oberbauch, Bluterbrechen, Blut im Stuhl oder eine Schwarzfärbung des

Stuhls auftreten, so müssen Sie Spalt PLUS COFFEIN N absetzen und sofort den Arzt

informieren.

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten wurde von einem leichten Anstieg bestimmter Leberenzyme (Serumtransaminasen)

berichtet.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautreaktionen.

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Anfälle von Atemnot, evt. mit Blutdruckabfall,

allergischer Schock, Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf (Quincke-Ödem) vor

allem bei Asthmatikern.

Im Falle einer allergischen Schockreaktion rufen Sie den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe.

Sehr selten ist bei empfindlichen Personen eine Verengung der Atemwege (Analgetika-

Asthma) ausgelöst worden.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Blutungen wie z.B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten oder Hautblutungen mit einer möglichen

Verlängerung der Blutungszeit. Diese Wirkung kann über 4 bis 8 Tage nach der Einnahme

anhalten.

Selten bis sehr selten sind auch schwerwiegende Blutungen wie z. B. Gehirnblutungen,

besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger

Behandlung mit Antikoagulantien (blutgerinnungshemmende Arzneimittel) berichtet worden,

die in Einzelfällen lebensbedrohlich sein können

- 9 -

Sehr selten wurde über Veränderungen des Blutbildes berichtet wie eine verringerte Anzahl

von Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder eine starke Verminderung bestimmter weißer

Blutkörperchen (Agranulozytose).

Erkrankungen des Nervensystems:

Kopfschmerzen, Schwindel, gestörtes Hörvermögen, Ohrensausen (Tinnitus) und geistige

Verwirrung können Anzeichen einer Überdosierung sein.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Sehr selten: schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötung und Blasenbildung (z.

B. Erythema Exsudativum Multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale

Nekrolyse, akute generalisierte exanthematische Pustulose).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE SIND SPALT PLUS COFFEIN N AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton / Behältnis angegebenen

Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Bitte bewahren Sie Spalt PLUS COFFEIN N nicht über + 25° C auf.

6. WEITERE INFORMATIONEN

Was enthält Spalt PLUS COFFEIN N?

Die Wirkstoffe sind Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein.

1 Tablette enthält 250 mg Acetylsalicylsäure (Ph.Eur.), 200 mg Paracetamol und 50 mg

Coffein.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Aluminiumoxid, mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, hydriertes Rizinusöl.

Wie Spalt PLUS COFFEIN N aussieht und der Inhalt der Packung:

Spalt PLUS COFFEIN N sind weiße, runde Tabletten mit einer Kerbe und der Prägung „

SPALT PLUS“.

Spalt PLUS COFFEIN N ist in Blisterpackungen mit 20 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer:

- 10 -

Pfizer Consumer Healthcare GmbH, Linkstr. 10, 10785 Berlin, Telefon: 030-550055-01,

Telefax: 030-88787648

Hersteller:

Dr. R. Pfleger Chemische Fabrik GmbH, 96045 Bamberg, Telefon: 0951/60 43-0, Telefax:

0951/ 60 43 29.

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2019.

809-06

Liebe Patientin, lieber Patient,

mit Spalt PLUS COFFEIN N haben Sie sich für ein zuverlässiges Schmerzmittel

entschieden.

Die spezielle Kombination der Wirkstoffe hat sich seit Jahrzehnten in der

Schmerzbehandlung bewährt. Die Wirksamkeit der sich ergänzenden Wirkstoffe

Acetylsalicylsäure und Paracetamol wird durch den Zusatz von Coffein zusätzlich verstärkt.

Für alle Fragen rund um den Schmerz und um Spalt PLUS COFFEIN N steht Ihnen der

SPALT Patienten-Service (Postfach 610194, 10922 Berlin) oder unsere Internetadresse

www.spalt.com zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen gute Besserung.

Ihre Pfizer Consumer Healthcare GmbH

Fachinformation

(Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels / SPC)

Spalt

®

plus Coffein N

1. Bezeichnung des Arzneimittels

Spalt plus Coffein N

250 mg / 200 mg / 50 mg Tabletten

Wirkstoffe:

Acetylsalicylsäure

Paracetamol

Coffein

2. Qualitative und quantitative Zusammen-

setzung

1 Tablette enthält:

250 mg Acetylsalicylsäure (Ph.Eur.), 200 mg

Paracetamol und 50 mg Coffein.

Sonstige Bestandteile siehe unter 6.1.

3. Darreichungsform

Tabletten

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Für

Erwachsene

Jugendliche

Jahren bei: akuten leichten bis mäßig star-

ken Schmerzen.

Hinweis: Schmerzmittel sollen längere Zeit

oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen

des Arztes angewendet werden.

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwen-

dung

Soweit nicht anders verordnet, nehmen Er-

wachsene und Jugendliche ab 14 Jahren 1

Tabletten

Spalt

plus

Coffein

(entsprechend 250 -

500 mg Acetylsalicyl-

säure, 200 - 400 mg Paracetamol und 50 -

100 mg Coffein) ein, wenn erforderlich bis

zu 3mal täglich (in der Regel im Abstand

von 4 bis 8 Stunden).

Die Tageshöchstdosis beträgt für Erwach-

sene und Jugendliche ab 14 Jahren 3mal 2

Tabletten

Spalt

plus

Coffein

(entspre-

chend 1500 mg Acetylsalicylsäure, 1200 mg

Paracetamol und 300 mg Coffein).

Die Tabletten sind nach Zerfallenlassen in

etwas Flüssigkeit oder unzerkaut mit reich-

lich Flüssigkeit einzunehmen. Schmerzmittel

sollen ohne ärztlichen oder zahnärztlichen

Rat nicht länger als 3 Tage und nicht in

höherer Dosierung angewendet werden.

Besondere Patientengruppen

Leberinsuffizienz und leichte Niereninsuffizi-

Patienten

Leber-

oder

Nierenfunktionsstörungen

sowie

Gilbert-

Syndrom muss die Dosis vermindert bzw.

das Dosisintervall verlängert werden.

Paracetamol:

Ohne ärztliche Anweisung ist eine tägliche

Dosis von 2g nicht zu überschreiten.

Schwere Niereninsuffizienz

Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-

Clearance < 10 ml/min) muss ein Dosisinter-

vall von mindestens 8 Stunden eingehalten

werden.

Ältere Patienten

Erfahrungen

haben

gezeigt,

dass

keine

spezielle Dosisanpassung erforderlich ist.

Allerdings

kann

geschwächten,

immobilisierten

älteren

Patienten

eingeschränkter Leber-/ Nierenfunktion eine

Dosisreduktion

oder

Verlängerung

Dosierungsintervalls erforderlich werden.

Ohne

ärztliche

Anweisung

sollte

maximale

tägliche

Dosis

60mg/kg

Körpergewicht (bis zu einem Maximum von

2g/Tag) nicht überschritten werden, bei:

Körpergewicht unter 50 Kg

Chronischem Alkoholismus

Wasserentzug

Chronischer Unterernährung

4.3 Gegenanzeigen

Spalt plus Coffein N darf nicht angewendet

werden bei

Überempfindlichkeit gegenüber Acetylsali-

cylsäure,

Paracetamol,

Coffein

oder

nem der sonstigen Bestandteile von Spalt

plus Coffein N

Schwere

hepatozelluläre

Insuffizienz

(Child-Pugh > 9)

wenn in der Vergangenheit gegen Salicy-

late oder andere nicht-steroidale Entzün-

dungshemmer mit Asthmaanfällen oder in

anderer Weise allergisch reagiert wurde

gastrointestinalen Blutungen oder Perfora-

tion (Magen- oder Darmdurchbruch) in der

Vorgeschichte, die durch eine vorherige

Therapie mit NSAR’s bedingt waren

aktiven oder in der Vorgeschichte bekann-

ten Magen- und Zwölffingerdarmgeschwü-

ren / Haemorrhagie mit mindestens zwei

unverkennbaren Episoden von erwiesener

Ulzeration oder Blutungen

bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung

Leber- und Nierenversagen

schwerer Herzinsuffizienz

Kombination mit Methotrexat 15 mg oder

mehr pro Woche;

Schwangerschaft im letzten Trimenon

Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren

4.4

Warnhinweise

und

Vorsichtsmaßnah-

men für die Anwendung

Um das Risiko einer Überdosierung zu ver-

meiden, sollte sichergestellt werden, dass

gleichzeitig angewendete Medikamente kein

Paracetamol enthalten.

Spalt plus Coffein N sollte wegen des An-

teils an Paracetamol in folgenden Fällen mit

besonderer Vorsicht angewandt werden:

Hepatozelluläre Insuffizienz (Child-Pugh <

Chronischer Alkoholmissbrauch

Schwere

Niereninsuffizienz

(Kreatinin-

Clearance < 50 ml/min (siehe Abschnitt

4.2))

Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)

gleichzeitig Einnahme von Medikamenten

die die Leberfunktion beeinträchtigen

Glucose-6-phosphate dehydrogenase

Mangel (Favismus)

Hämolytischer Anämie

Glutathion Mangel

Dehydratation

Chronische Mangelernährung

Körpergewicht unter 50 kg

Ältere Patienten.

Wegen des Anteils an Acetylsalicylsäure ist

eine

besonders

sorgfältige

ärztliche

Überwachung ist erforderlich bei Patienten

Überempfindlichkeit

gegen

andere

Entzündungshemmer

Antirheumatika

oder andere allergene Stoffe;

Allergien (z. B. mit Hautreaktionen, Juck-

reiz,

Nesselfieber)

oder

Asthma,

Heu-

schnupfen,

Nasenschleimhautschwellun-

gen (Nasenpolypen), chronischen Atem-

wegserkrankungen;

eingeschränkter Leber -

und Nierenfunk-

tion;

Bluthochdruck

und/oder

Herzinsuffizienz

in der Anamnese: vor Behandlungsbeginn

der Arzt bzw. der Apotheker zu befragen.

Im Zusammenhang mit einer NSAR-Be-

handlung wurde über Flüssigkeitseinlage-

rung und Ödeme berichtet.

Anstehenden

Operationen

(auch

kleineren

Eingriffen

Zahnextraktionen): Es kann zu verstärkter

Blutungsneigung kommen

Gastrointestinale Wirkungen

gleichzeitige

Gabe

Acetylsalicyl-

säure

anderen

NSAR

einschließlich

COX-2-selektiven Inhibitoren sollte vermie-

den werden.

Während der Behandlung mit allen NSAR

sind

schwerwiegende

gastrointestinale

Blutungen, Geschwüre oder Perforationen,

auch mit letalem Ausgang, zu jedem Zeit-

punkt der Therapie mit oder ohne Warnsig-

nale

oder

früheren

schwerwiegenden

gastrointestinalen Nebenwirkungen, berich-

tet worden.

älteren

Menschen

kommt

unter

NSAR-Therapie häufiger zu unerwünschten

Wirkungen,

insbesondere

Blutungen

Perforationen

Gastrointestinaltrakt,

lebensbedrohlich sein können.

Patienten mit einer Anamnese gastrointesti-

naler Toxizität, insbesondere in höherem Al-

ter, sollen jedes ungewöhnliche Symptom

im Magen-Darm-Bereich (vor allem gastroin-

testinale Blutungen) melden, insbesondere

zu Beginn einer Therapie.

Vorsicht

Patienten

geboten,

gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt wer-

den, die das Risiko für Ulzera oder Blutun-

gen erhöhen können, wie z. B. orale Korti-

koide, Antikoagulanzien wie z. B. Warfarin,

selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibi-

toren oder Thrombozyten-Aggregationshem-

mer wie z. B. Acetylsalicylsäure in geringen

Dosen zur Behandung kardiovaskulärer Er-

krankungen.

Beim Auftreten von gastrointestinalen Blu-

tungen oder Ulzera soll die Behandlung mit

Acetylsalicylsäure abgebrochen werden.

Das Risiko einer gastrointestinalen Blutung,

Ulzeration und Perforation erhöht sich mit

ansteigender Dosis der NSAR, für Patienten

mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere

in Verbindung mit den Komplikationen Blu-

tung oder Perforation (siehe Kapitel 4.3 Ge-

genanzeigen)

für

ältere

Patienten.

Diese

Patientengruppen

sollten

einleitend

mit der niedrigsten möglichen Dosis behan-

delt werden. Eine Behandlung mit NSAR in

Kombination

protektiven

Arzneimitteln

(z. B. Misoprostol oder Protonen-Pumpen-

Spalt

®

plus Coffein N

Hemmer) sollte in diesen Fällen in Erwä-

gung gezogen werden. Dies gilt auch für

Patienten, die gleichzeitig andere Arzneimit-

tel einnehmen, die das Risiko gastrointes-

tinaler Nebenwirkungen erhöhen (siehe Ka-

pitel 4.5 Wechselwirkungen).

Sonstige Hinweise

Bei dauerhafter Einnahme von Schmerzmit-

teln können Kopfschmerzen auftreten, die

zu erneuter Einnahme führen und damit wie-

derum eine Fortdauer der Kopfschmerzen

bewirken können.

gewohnheitsmäßige

Einnahme

Schmerzmitteln

kann

dauerhaften

Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nie-

renversagens

(Analgetika-Nephropathie)

führen. Dieses Risiko ist besonders groß,

wenn mehrere verschiedene Schmerzmittel

kombiniert eingenommen werden.

Acetylsalicylsäure

vermindert

niedriger

Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei

Patienten, die bereits zu geringer Harnsäu-

reausscheidung

neigen,

kann

dies

unter

Umständen einen Gichtanfall auslösen.

Nebenwirkungen können reduziert werden,

indem die niedrigste wirksame Dosis über

den kürzesten, zur Symptomkontrolle erfor-

derlichen Zeitraum angewendet wird (s. Ab-

schnitt 4.2).

Bei abruptem Absetzen nach längerem hoch

dosiertem,

nicht

bestimmungsgemäßem

Gebrauch

Analgetika

können

Kopf-

schmerzen

sowie

Müdigkeit,

Muskel-

schmerzen,

Nervosität

vegetative

Symptome

auftreten.

Absetzssymp-

tomatik klingt innerhalb weniger Tage ab.

dahin

soll

Wiedereinnahme

Schmerzmitteln

unterbleiben

neute Einnahme soll nicht ohne ärztlichen

Rat erfolgen.

Bei Anwendung von NSAR’s können durch

gleichzeitigen

Genuss

Alkohol

wirk-

stoffbedingte

Nebenwirkungen,

insbeson-

dere

solche,

Gastrointestinaltrakt

oder das zentrale Nervensystem betreffen,

verstärkt werden.

Bei hohem Fieber, Anzeichen einer Sekun-

därinfektion oder Anhalten der Symptome

über mehr als drei Tage, muss der Arzt kon-

sultiert werden.

Allgemein

sollen

Paracetamol-haltige

Arz-

neimittel

ohne

ärztlichen

oder

zahnärztli-

chen Rat nur wenige Tage und nicht in er-

höhter Dosis angewendet werden.

Die einmalige Einnahme der Tagesgesamt-

dosis

kann

schweren

Leberschäden

führen; in solchem Fall sollte unverzüglich

medizinische Hilfe aufgesucht werden.

Kinder und Jugendliche

Über

Anwendung

Kindern

Jugendlichen

Jahren

liegen

keine

ausreichenden

Erkenntnisse

vor.

Darüber

hinaus soll Spalt plus Coffein N wegen des

Anteils

Acetylsalicylsäure

Kindern

und Jugendlichen mit fieberhaften Erkran-

kungen nur auf ärztliche Anweisung und nur

dann

angewendet

werden,

wenn

andere

Maßnahmen nicht wirken. Sollte es bei die-

Erkrankungen

langanhaltendem

Erbrechen kommen, so kann dies ein Zei-

chen des Reye-Syndroms sein, einer sehr

seltenen,

aber

u.U.

lebensbedrohlichen

Krankheit, die unbedingt sofortiger ärztlicher

Behandlung bedarf.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arznei-

mitteln und sonstige Wechselwirkungen

Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöh-

tem Nebenwirkungsrisiko:

Antikoagulantien, (z.B. Warfarin, Heparin):

erhöhtes

Blutungsrisiko

(Kontrolle

Blutgerinnung).

Thrombozytenaggregationshemmer

(z.B.

Ticlopidin, Clopidogrel), oder nicht-steroi-

dale

Antiphlogistika/Analgetika,

selektive

Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer

orale Glukokortikoide: Erhöhung des Risi-

für

gastrointestinale

Ulzera

Blutungen.

Digoxin.

Antidiabetika: Der Blutzuckerspiegel kann

sinken.

Methotrexat.

Valproinsäure.

Abschwächung der Wirkung:

Diuretika (in Dosierungen ab 3g Acetyl-

salicylsäure pro Tag und mehr).

ACE-Hemmer (in Dosierungen ab 3g Ace-

tylsalicylsäure pro Tag und mehr).

Urikosurika (z. B. Probenecid, Benzbrom-

aron).

Die Einnahme von Probenecid hemmt die

Bindung von Paracetamol an Glucuron-

säure und führt dadurch zu einer Reduzie-

rung

Paracetamol-Clearance

ungefähr den Faktor 2. Bei gleichzeitiger

Einnahme von Probenecid sollte die Para-

cetamoldosis verringert werden.

Besondere Vorsicht ist bei der gleichzeiti-

gen Einnahme von Arzneimitteln, die zu

einer

Enzyminduktion

führen,

sowie

potenziell

hepatotoxischen

Substanzen

geboten (siehe Abschnitt 4.9).

Bei gleichzeitiger Anwendung von Parace-

tamol und AZT (Zidovudin) wird die Nei-

gung

Ausbildung

einer

Neutropenie

verstärkt. Dieses Arzneimittel soll daher

nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig

mit AZT angewendet werden.

Cholestyramin

verringert

Aufnahme

von Paracetamol.

gleichzeitige

Einnahme

Mitteln,

die zu einer Beschleunigung der Magen-

entleerung führen, wie z. B. Metoclopra-

mid, bewirkt eine Beschleunigung der Auf-

nahme

Wirkungseintritts

Paracetamol.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Mitteln,

die zu einer Verlangsamung der Magen-

entleerung führen, können Aufnahme und

Wirkungseintritt

Paracetamol

verzö-

gert werden.

Coffein wirkt antagonistisch gegenüber den

sedativen Wirkungen zahlreicher Substan-

zen, wie z.B. von Barbituraten, Antihistami-

nika etc. Coffein wirkt

synergistisch gegen-

über den tachykarden Wirkungen von z.B.

Sympathomimetika, Thyroxin etc. Bei Sub-

stanzen mit breitem Wirkungsspektrum kön-

Wechselwirkungen

einzelnen

unterschiedlich und nicht voraussehbar sein

(z.B. Benzodiazepine). Orale Kontrazeptiva,

Cimetidin

Disulfiram

vermindern

Coffein-Abbau in der Leber. Barbiturate und

Rauchen beschleunigen ihn. Die Ausschei-

dung

Theophyllin

wird

durch

Coffein

herabgesetzt. Coffein erhöht das Abhängig-

keitspotential von Substanzen vom Typ des

Ephedrin.

Die gleichzeitige Verabreichung von Gyra-

sehemmstoffen

Chinoloncarbonsäure-

Typs kann die Elimination von Coffein und

seinem

Abbauprodukt

Paraxanthin

verzö-

gern.

Es gibt keine Evidenz, daß ein mögliches

Abhängigkeitspotential

Analgetika

Acetylsalicylsäure oder Paracetamol durch

Coffein erhöht wird. Auch wenn es aufgrund

theoretischer

Überlegungen

angenommen

werden kann, wird aufgrund des derzeitigen

Erkenntnismaterials

eigenständiges

Mißbrauchpotential von Coffein in Kombina-

tion mit Acetylsalicylsäure oder Paracetamol

nicht belegt.

Auswirkungen auf Laborwerte

Die Einnahme von Paracetamol kann die

Harnsäurebestimmung

mittels

Phosphor-

wolframsäure

sowie

Blutzuckerbestim-

mung mittels Glucose-Oxydase-Peroxydase

beeinflussen.

4.6 Anwendung während Schwangerschaft

und Stillzeit

Schwangerschaft:

Acetylsalicylsäure:

Eine Hemmung der Prostaglandinsynthese

kann

Schwangerschaft

und/oder

embryonale/fetale

Entwicklung

negativ

beeinflussen.

Daten aus epidemiologischen Studien wei-

sen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten

sowie kardiale Missbildungen und Gastro-

schisis nach der Anwendung eines Prosta-

glandinsynthesehemmers

Früh-

schwangerschaft hin. Es wird angenommen,

dass

Risiko

Dosis

Dauer der Therapie steigt.

Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die

Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers

zu erhöhtem prä- und post-implantärem Ver-

lust

embryo-fetaler

Letalität

führt.

Ferner

wurden

erhöhte

Inzidenzen

ver-

schiedener

Missbildungen,

einschließlich

kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren

berichtet,

während

Phase

Organogenese

einen

Prostaglandinsynthe-

sehemmer erhielten.

Während des ersten und zweiten Schwan-

gerschaftstrimesters sollte Acetysalicylsäure

nur gegeben werden, wenn dies unbedingt

notwendig ist. Falls Acetysalicylsäure von

einer Frau angewendet wird, die versucht

schwanger zu werden, oder wenn Acety-

salicylsäure während des ersten und zwei-

ten Trimesters der Schwangerschaft ange-

wendet wird, sollte die Dosis so niedrig und

die Dauer der Anwendung so kurz wie mög-

lich gehalten werden.

Während

dritten

Schwangerschaftstri-

mesters können alle Prostaglandinsynthese-

hemmer:

den Fetus folgenden Risiken aussetzen:

kardiopulmonale Toxizität (mit vorzeiti-

gem Verschluss des Ductus arteriosus

und pulmonaler Hypertonie);

Nierenfunktionsstörung, die zu Nieren-

versagen

Oligohydramniose

fort-

schreiten kann;

Spalt

®

plus Coffein N

die Mutter und das Kind, am Ende der

Schwangerschaft, folgenden Risiken aus-

setzen:

mögliche Verlängerung der Blutungs-

zeit,

thrombozyten-aggregations-

hemmender Effekt, der selbst bei sehr

geringen Dosen auftreten kann;

Hemmung

Uteruskontraktionen,

mit der Folge eines verspäteten oder

verlängerten Geburtsvorganges.

Daher

Acetysalicylsäure

während

dritten

Schwangerschaftstrimesters

kontra-

indiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Paracetamol:

Epidemiologische Daten zur oralen Anwen-

dung

therapeutischer

Dosen

Paracetamol

geben keinen Hinweis auf mögliche uner-

wünschte Nebenwirkungen auf die Schwan-

gerschaft

oder

Gesundheit

ten/Neugeborenen.

Reproduktionsstudien

zur oralen Anwendung ergaben keinen Hin-

weis auf das Auftreten von Fehlbildungen

oder Fetotoxizität.

Epidemiologische

Studien

Neuro-

entwicklung

Kindern,

Uterus

Paracetamol

ausgesetzt

waren,

weisen

keine

eindeutigen

Ergebnisse

auf.

Falls

klinisch

erforderlich,

kann

Paracetamol

während der Schwangerschaft angewendet

werden.

Unter

normalen

Anwendungsbedingungen

kann Paracetamol während der gesamten

Schwangerschaft nach Abwägung des Nut-

zen-Risiko-Verhältnisses

angewendet

wer-

den.

Während

Schwangerschaft

sollte

Paracetamol nicht über einen längeren Zeit-

raum, in höheren Dosen oder in Kombina-

tion mit anderen Arzneimitteln angewendet

werden, da eine Sicherheit der Anwendung

für diese Fälle nicht belegt ist.

Coffein:

Für Coffein ist bei therapeutisch relevanten

Dosen oder auch Kaffeegenuß kein erhöh-

tes Risiko in Bezug auf Schwangerschafts-

verlauf und Entwicklung des Kindes beo-

bachtet worden.

Stillzeit

Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein

gehen in die Muttermilch über. Während der

Stillzeit kann das Befinden und Verhalten

Säuglings

durch

Muttermilch

aufgenommenes Coffein beeinträchtigt wer-

den. Nachteilige Folgen für den Säugling

durch

Paracetamol

Acetylsalicylsäure

sind

bisher

nicht

bekannt

geworden.

kurzfristiger

Anwendung

empfohlenen

Dosis wird eine Unterbrechung des Stillens

in der Regel nicht erforderlich sein. Bei län-

gerer Anwendung bzw. Einnahme höherer

Dosen sollte abgestillt werden.

Fertilität

existiert

eine

gewisse

Evidenz

dafür,

dass Arzneistoffe, die die Cyclooxygenase/-

Prostagladinsynthese hemmen, die weibli-

Fertilität

über

eine

Wirkung

Ovulation beeinträchtigen können. Dies ist

nach Absetzen der Behandlung reversibel.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrs-tüchtig-

keit und das Bedienen von Maschinen

sind

keine

besonderen

Vorsichtsmaß-

nahmen erforderlich.

4.8 Nebenwirkungen

Bewertung

Nebenwirkungen

werden folgende Häufigkeiten zugrunde ge-

legt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeiten auf Grundlage

der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Erkrankungen des Verdauungstrakts:

Häufig:

Magen-Darm-Beschwerden

Sodbrennen,

Übelkeit,

Erbrechen,

Bauch-

schmerzen

Selten:

Magen-

Darmblutungen,

sehr

selten zu einer Eisenmangelanämie führen

können. Magen-Darmgeschwüre, unter Um-

ständen mit Blutung und Perforation, insbe-

sondere

älteren

Patienten.

dominalen Schmerzen, Teerstuhl oder Hä-

matemesis wird der Patient aufgefordert das

Arzneimittel abzusetzen und sofort den Arzt

zu informieren.

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Anstieg der Lebertransaminasen

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich:

Überempfindlichkeitsreaktio-

nen wie Hautreaktionen.

Selten:

Überempfindlichkeitsreaktionen

eventuell

Blutdruckabfall,

Anfälle

Atemnot, anaphylaktischem Schock, Quin-

cke-Ödeme vor allem bei Asthmatikern.

Sehr selten:

bei prädisponierten Personen

Bronchospasmus (Analgetika-Asthma).

Erkrankungen des Blutes und des Lymph-

systems

Blutungen

z.B.

Nasenbluten,

Zahn-

fleischbluten oder Hautblutungen mit einer

möglichen

Verlängerung

Blutungszeit.

Diese Wirkung kann über 4 bis 8 Tage nach

der Einnahme anhalten.

Selten bis sehr selten sind auch schwerwie-

gende

Blutungen

intracerebrale

Blutungen,

besonders

Patienten

nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder

gleichzeitiger Behandlung mit Antikoagulan-

tien berichtet worden, die in Einzelfällen le-

bensbedrohlich sein können.

Sehr selten:

Veränderungen des Blutbildes

wie Thrombozytopenie, Agranulozytose

Erkrankungen des Nervensystems:

Schlaflosigkeit, innere Unruhe. Kopfschmer-

zen,

Schwindel,

gestörtes

Hörvermögen,

Ohrensausen (Tinnitus) und mentale Verwir-

rung

können

Anzeichen

einer

Überdosie-

rung sein.

Erkrankungen der Haut

und des Unterhaut-

zellgewebes:

Sehr

selten:

schwere

Hautreaktionen

Hautausschlag mit

Rötung

Blasenbil-

dung

(z.B.

Erythema

exsudativum

multi-

forme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische

epidermale Nekrolyse, akute generalisierte

exanthematische Pustulose).

Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems:

Tachykardie.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkun-

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir-

kungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit.

ermöglicht

eine

konti-

nuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige

von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden

Verdachtsfall

einer

Nebenwirkung

Bundesinstitut

für

Arzneimittel

Medizinprodukte,

Abt.

Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger

Allee

D-53175

Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Die Symptome und die Therapie einer Über-

dosierung von Acetylsalicylsäure, Paraceta-

mol und Coffein setzen sich aus den einzel-

nen Symptomen und Therapiemöglichkeiten

Intoxikation mit

Einzelstoffen

sammen.

Paracetamol

Symptome

Ein Intoxikationsrisiko besteht insbesondere

älteren

Menschen,

kleinen

Kindern,

Personen

Lebererkrankungen,

chroni-

schem Alkoholmissbrauch, chronischer Feh-

lernährung und bei gleichzeitiger Einnahme

Arzneimitteln,

einer

Enzym-

induktion führen. In diesen Fällen kann eine

Überdosierung zum Tod führen.

In der Regel treten Symptome innerhalb von

24 Stunden auf: Übelkeit, Erbrechen, Anore-

xie, Blässe und Unterleibsschmerzen. Da-

nach

kann

einer

Besserung

subjektiven Befindens kommen, es bleiben

jedoch leichte Leibschmerzen als Hinweis

auf eine Leberschädigung.

Eine Überdosierung mit ca. 6 g oder mehr

Paracetamol als Einzeldosis bei Erwachse-

nen oder mit 140 mg/kg Körpergewicht als

Einzeldosis bei Kindern führt zu Leberzell-

nekrosen, die zu einer totalen irreversiblen

Nekrose

später

hepatozellulärer

Insuffizienz, metabolischer Azidose und En-

zephalopathie

führen

können.

Diese

wie-

derum können zu Koma, auch mit tödlichem

Ausgang,

führen.

Gleichzeitig

wurden

höhte

Konzentrationen

Lebertrans-

aminasen

(AST,

ALT),

Laktatdehydroge-

nase und des Bilirubins in Kombination mit

einer erhöhten Prothrombinzeit beobachtet,

die 12 bis 48 Stunden nach der Anwendung

auftreten können. Klinische Symptome der

Leberschäden werden in der Regel nach 2

Tagen sichtbar und erreichen nach 4 bis 6

Tagen ein Maximum.

Auch wenn keine schweren Leberschäden

vorliegen, kann es zu akutem Nierenversa-

gen mit akuter Tubulusnekrose kommen. Zu

anderen,

leberunabhängigen

Symptomen,

die nach einer Überdosierung mit Paraceta-

beobachtet

wurden,

zählen

Myokard-

anomalien und Pankreatitis.

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung:

Bereits

Verdacht

Intoxikation

Paracetamol ist in den ersten 10 Stunden

intravenöse

Gabe

SH-Gruppen-

Donatoren wie z. B. N-Acetyl-Cystein sinn-

voll. N-Acetylcystein kann aber auch nach

10 und bis zu 48 Stunden noch einen gewis-

sen Schutz bieten. In diesem Fall erfolgt

eine längerfristige Einnahme. Durch Dialyse

kann

Plasmakonzentration

Para-

cetamol abgesenkt werden. Bestimmungen

der Plasmakonzentration von Paracetamol

sind empfehlenswert.

Spalt

®

plus Coffein N

Die weiteren Therapiemöglichkeiten zur Be-

handlung einer Intoxikation mit Paracetamol

richten

sich

nach

Ausmaß,

Stadium

klinischen

Symptomen

entsprechend

üblichen Maßnahmen in der Intensivmedi-

zin.

Acetylsalicylsäure

einer

Intoxikation

muss

älteren

Personen und vor allem bei Kleinkindern ge-

rechnet werden (therapeutische Überdosie-

rung oder häufige versehentliche Intoxikatio-

nen können bei ihnen tödlich wirken).

Svmptomatologie:

Mäßige Intoxikation:

Tinnitus, Hörstörungen, Kopfschmerzen und

Vertigo

werden

allen

Fällen

Überdosierung

festgestellt

können

durch Reduzierung der Dosierung rückläufig

sein.

Schwere Intoxikation:

Fieber, Hyperventilation, Ketose, respiratori-

sche Alkalose, metabolische Azidose, Ko-

kardiovaskulärer

Schock,

Atemversa-

gen, schwere Hypoglykämie.

Notfallbehandlung:

Magenspülung und Verabreichung von

Aktivkohle

Überwachung

Säure-Basen-Haus-

haltes

forcierte

alkalische

Diurese

(Urin-pH-

Wert 7,5 -

8) bei Plasmasalicylatkon-

zentration > 500 mg/l (3,6 mmol/l) (Er-

wachsene) bzw. > 300 mg/l (2,2 mmol/l)

(Kinder)

Hämodialyse bei schwerer Intoxikation;

Überwachung

Serum-Elektrolyte,

Ersatz von Flüssigkeitsverlusten

weitere symptomatische Behandlung

Coffein

Vergiftungssymptome

durch

Coffein

(zen-

tralnervöse

Symptome,

Herz-Kreislauf-Re-

aktionen bis hin zu Myokardschäden) kön-

nen zusätzlich auftreten bei Aufnahme gro-

ßer Mengen in kurzer Zeit.

Zentral-nervöse Symptome und Krampfan-

fälle bei Überdosierung von Coffein können

mit Benzodiazepinen, eine supraventrikuläre

Tachykardie mit ß-Adrenozeptor-Antagonis-

(Betarezeptoren-Blockern)

behandelt

werden.

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

ATC-Code: N02BA51

Paracetamol ist

eine analgetische, antipy-

retische und sehr schwach antiphlogistisch

wirkende Substanz. Der Wirkungsmechanis-

mus ist nicht eindeutig geklärt. Nachgewie-

sen ist, daß durch Paracetamol eine deutlich

stärkere Hemmung der cerebralen als der

peripheren Prostanglandinsynthese bewirkt

wird. Ferner kommt es zu einer Hemmung

des Effektes endogener Pyrogene auf das

hypothalamische

Temperaturre-

gulationszentrum als wahrscheinliches Kor-

relat zur antipyretischen Wirkung.

Acetylsalicylsäure gehört als Vertreter der

Gruppe der Salicylate zur Arzneistoffgruppe

sauren

nicht-steroidalen

Analge-

tika/Antiphlogistika. Acetylsalicylsäure ist als

Ester

Salicylsäure

eine

Substanz mit

analgetischen, antipyretischen und antiphlo-

gistischen Wirkeigenschaften. Als Wirkprin-

zip wird die Hemmung der Cyclooxygenase

und damit die Hemmung der Bildung der

Prostanoide Prostaglandin E2, Prostaglan-

Thromboxan

beschrieben.

Acetylsalicylsäure besitzt eine ausgeprägte,

irreversible

thrombozytenaggregationshem-

mende Wirkung.

Coffein ist ein Xanthinderivat, das nach the-

rapeutischen Dosen vorwiegend als Antago-

nist an Adenosinrezeptoren wirkt. Dadurch

wird die hemmende Wirkung des Adenosins

auf das ZNS vermindert. Es hebt kurzfristig

Ermüdungserscheinungen

beim

Menschen

auf und fördert die psychische Leistungs-

bereitschaft und -fähigkeit.

Acetylsalicylsäure

Paracetamol

besit-

verschiedene

sich

ergänzende

Wir-

kungsmechanismen und eine in etwa glei-

che Wirkdauer. In verschiedenen Tierversu-

chen ist eine additive Wirkung für Analgesie

und bei Hyperthermie belegt. In einer hu-

manpharmakologischen Untersuchung kon-

nte experimentell eine additive analgetische

Wirkung bestimmt werden. Die relative anal-

getische

Wirkungsstärke

Kombination

Acetylsalicylsäure,

Paracetamol

Coffein wird in verschiedenen Studien zwi-

schen 1,3 und 1,7 gegenüber der gleichen

Menge ASS/Paracetamol (je 1) angegeben

und führt zu einer entsprechenden Einspa-

rung analgetischer Substanz. Die Zeit bis

zum Eintritt der analgetischen Wirkung des

Paracetamols

wird

durch

Coffein

verschiedenen Studien um 19 - 45 % (Mittel-

werte der Studien) verkürzt. Die Zeit bis zum

Erreichen

maximalen

analgetischen

Wirkung der Acetylsalicylsäure wird durch

Coffein im Verhältnis auf die Hälfte verkürzt.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Plasmaeiweißbindung beim Menschen

ist konzentrationsabhängig; Werte von 66 %

bis 98 % (Salicylsäure) wurden gefunden.

Im Liquor und in der Synovialflüssigkeit ist

Salicylsäure nach Einnahme von Acetylsali-

cylsäure nachweisbar. Die absolute Biover-

fügbarkeit

analgetisch/antipyretischen

Dosen nach oraler Applikation beträgt 60 -

70 %.

Paracetamol wird beim Menschen nach ora-

ler Gabe rasch (0,5 - 1,5 Stunden bis zum

Erreichen

maximaler

Serumkonzentratio-

nen) und vollständig resorbiert.

Die Plasmaproteinbindung ist gering, kann

aber bei Überdosierung ansteigen, kaum je-

doch über 50 %. Die enzymatische Umfor-

mung erfolgt überwiegend in der Leber, in

erster Linie durch direkte Konjugation mit

Glukuron-

Schwefelsäure

(55%

bzw.

35%). In kleinen Mengen entstehen die toxi-

schen

Metaboliten

p-Aminophenol

durch

N-Hydroxilierung

N-Acetyl-p-benzo-

chinonimin,

durch

Glutathion

Cystein gebunden werden.

Die Metaboliten werden renal ausgeschie-

den. Die Plasmahalbwertzeit beträgt 1,5 -

2,5 Stunden, vollständige Ausscheidung er-

folgt binnen 24 Stunden. Das Maximum der

Wirkung

durchschnittliche

Wirk-

dauer (4 - 6 Stunden) korrelieren in etwa mit

der Plasmakonzentration.

Acetylsalicylsäure

wird

vor,

während

nach der Resorption in ihren aktiven Haupt-

metaboliten Salicylsäure umgewandelt. Sali-

cylsäure

ihre

Metaboliten

werden

überwiegend über die Niere ausgeschieden.

Hauptmetaboliten

sind

Glycinkonjugat

der Salicylsäure (Salicylursäure), das Ether-

Esterglukuronid

Salicylsäure

(Salicylphenolglukuronid

Salicylacetyl-

glukuronid) sowie die durch Oxidation von

Salicylsäure entstehende Gentisinsäure und

deren Glycinkonjugat.

Acetylrest

Acetylsalicylsäure

wird

teilweise

bereits

während

Passage

durch die Mukosa des Gastrointestinaltrak-

hydrolytisch

abgespalten.

Maximale

Plasmaspiegel werden nach 0,3 - 2 Stunden

(Gesamtsalicylat) erreicht. Die Eliminations-

kinetik von Salicylsäure ist in starkem Maße

von der Dosis abhängig, da die Metabolisie-

rung von Salicylsäure kapazitätslimitiert ist

(fluktuelle Eliminationshalbwertzeit zwischen

2 und 30 Stunden).

Coffein zeigt eine Resorptionshalbwertszeit

von 2 - 13 min. und wird nach oraler Gabe

rasch

nahezu

vollständig

resorbiert.

Nach Einnahme einer Dosis von 5 mg/kg

wurde die cmax innerhalb von 30 - 40 min.

erreicht, sie lag bei 9 - 10 µg/ml. Oral verab-

reichtes Coffein ist praktisch vollständig bio-

verfügbar.

Plasmaproteinbindung

schwankt

zwischen

40 %,

Verteilungsvolumen beträgt 0,52 - 1,06 l/kg.

Coffein verteilt sich in alle Kompartimente,

passiert rasch die Blut-Hirn-Schranke sowie

die Plazentaschranke und tritt auch in die

Muttermilch über.

Plasmahalbwertszeit

für

Coffein

liegt

zwischen 4,1 und 5,7 h, sie zeigt jedoch

starke inter-

und intraindividuelle Schwan-

kungen. Es wurden auch Werte von 9 - 10 h

gemessen. Coffein und seine Metaboliten

werden überwiegend renal eliminiert. Im 48-

h-Sammelharn fanden sich bis zu 86 % der

applizierten Dosis, von denen nur maximal

1,8 % unverändertes Coffein waren. 1-Me-

thylharnsäure (12 -

38 %), 1-Methylxanthin

(8 - 19%) und 5-Acetylamino-6-amino-3-me-

thyl-uracil (15 %) sind die Hauptmetaboliten.

Die Faeces enthielten nur 2 - 5 % der Dosis.

Hauptmetabolit

trat

1,7-Di-

methylharnsäure auf, die 44 % der Gesamt-

menge ausmachte.

Acetylsalicylsäure und Paracetamol zeigen

vergleichbare

Resorptionsgeschwindigkei-

ten und Zeitpunkte maximaler Plasmakon-

zentrationen,

sich

nicht

behindernde

Bio-

transformationsschritte und keine gegensei-

tige Behinderung bei der renalen Elimina-

tion.

Eine relevante gegenseitige Beeinflussung

der drei Kombinationspartner in bezug auf

pharmakokinetischen

Kenndaten

nach

bisheriger

Beobachtung

nicht

gege-

ben.

Bioverfügbarkeit

Eine im Jahr 1996 an 18 männlichen Pro-

banden

durchgeführte,

randomisierte,

sin-

gle-dose,

Cross-over

Bioverfügbarkeitsun-

tersuchung ergab im Vergleich zum Refe-

renzpräparat (die Applikation der Präparate

erfolgte nüchtern):

Salicylsäure

Testpräparat

Referenz-

präparat

maximale Plasma-

konzentration (C

max

)

[

g /ml]*

14,27

2,81

13,59

1,90

maximale Plasma-

konzentration (C

max

[

g /ml]) nach log.

Transformation

14,02

13,47

Zeitpunkt der maxi-

malen Plasmakon-

zentration (t

max

) [h]*

1,08

0,43

1,71

0,74

Fläche unter der

Konzentrations-Zeit-

Kurve (AUC

(0-

)

[

g

/ml

h]*

58,39

9,23

58,28

9,29

Fläche unter der

Konzentrations-Zeit-

Kurve (AUC

(0-

)

[

g

/ml

h]) nach log.

Transformation

57,67

57,56

* Angabe der Werte als Mittelwert mit Standardab-

weichung

siehe Abbildung 1

Salicylsäure

CV-ANOVA AUC

(0-

)

[

g /ml

h]

6,8 %

CV-ANOVA C

max

[

g /ml]

12,8 %

Abb. 1: Mittlere Plasmaspiegelverläufe der Salicyl-

säure im Vergleich zu denen eines Referenzpräpa-

rates in einem Konzentrations-Zeit-Diagramm (x

Paracetamol

Testpräparat

Referenz-

präparat

maximale Plasma-

konzentration (C

max

)

[

g /ml]*

2,49

0,64

2,46

0,64

maximale Plasma-

konzentration (C

max

[

g /ml]) nach log.

Transformation

2,42

2,39

Zeitpunkt der maxi-

malen Plasmakon-

zentration (t

max

) [h]*

0,54

0,22

0,61

0,31

Fläche unter der

Konzentrations-Zeit-

Kurve (AUC

(0-

)

[

g

/ml

h]*

8,75

1,81

8,76

1,85

Fläche unter der

Konzentrations-Zeit-

Kurve (AUC

(0-

)

[

g

/ml

h]) nach log.

Transformation

8,57

8,57

* Angabe der Werte als Mittelwert mit Standardab-

weichung

siehe Abbildung 2

Paracetamol

CV-ANOVA AUC

(0-

)

[

g /ml

h]

7,1 %

CV-ANOVA C

max

[

g /ml]

16,2 %

Spalt

®

Abb. 2: Mittlere Plasmaspiegelverläufe des Parace-

tamols im Vergleich zu denen eines Referenzpräpa-

rates in einem Konzentrations-Zeit-Diagramm (x

Coffein

Testpräparat

Referenz-

präparat

maximale Plasma-

konzentration (C

max

)

[

g /ml]*

1,08

0,23

1,09

0,24

maximale Plasma-

konzentration (C

max

[

g /ml]) nach log.

Transformation

1,06

1,07

Zeitpunkt der maxi-

malen Plasmakon-

zentration (t

max

) [h]*

0,54

0,24

0,55

0,26

Fläche unter der

Konzentrations-Zeit-

Kurve (AUC

(0-

)

[

g

/ml

h]*

6,20

3,33

6,24

2,89

Fläche unter der

Konzentrations-Zeit-

Kurve (AUC

(0-

)

[

g

/ml

h]) nach log.

Transformation

5,55

5,73

* Angabe der Werte als Mittelwert mit Standardab-

weichung

siehe Abbildung 3

Coffein

CV-ANOVA AUC

(0-

)

[

g /ml

h]

9,1 %

CV-ANOVA C

max

[

g /ml]

12,9 %

Abb. 3: Mittlere Plasmaspiegelverläufe des Coffeins

im Vergleich zu denen eines Referenzpräparates in

einem Konzentrations-Zeit-Diagramm (x

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

a) Akute Toxizität

Eine akute Vergiftung mit tödlichem Aus-

gang kann beim erwachsenen Menschen ab

einer einmaligen Dosis von 10 g, bei Kin-

dern von 3 g Acetylsalicylsäure eintreten.

Der Tod tritt in der Regel durch Versagen

der Atenfunktion ein.

Die orale Aufnahme von mehr als 6 g Para-

cetamol mit Plasmakonzentrationen von 200

- 300 µg/ml nach 4 h, 100 - 150 µg/ml nach

8 h, 50 - 80 µg/ml nach 12 h und 30 - 45

µg/ml nach 15 h kann beim Menschen zu

Leberzellschäden mit tödlichem Verlauf im

Coma hepaticum führen. Die Hepatoxizität

von Paracetamol steht in direkter Abhän-

gigkeit zur Plasmakonzentration. Enzymin-

duktoren und Alkohol können auch bei sonst

nicht

toxischen

Dosen

Paracetamol

Leberschäden auslösen.

Vergiftungssymptome können ab 1 g Coffein

auftreten, wenn es in kurzer Zeit aufgenom-

men wird.

Die akute Toxizität der Kombination der Ein-

zelsubstanzen

wurde

Tierexperiment

überprüft.

b) Chronische Toxizität / Subchronische To-

xizität

Tierversuch

subchronischen

chronischen Toxizität von Paracetamol an

Ratte un

Darm-

nerationen

Leber

chyms bis hin zu Nekrosen auf. Die Ursa

chen dieser Verände

auf den Wirkungsme

andererseits auf den

racetamol zurückzufüh

denen die toxischen Wirkungen zugeschrie

ben werden und die entsprechenden Organ

veränderungen sind auch beim Menschen

nachgewiesen.

Daher

sollte

Paracetamol

nicht über längere Zeit und in h

sen eingenommen werden. Fälle reversib

chronischer, aggressiver Hepatitis sind be

reits bei oralen Tagesdosen von 3,9 und 2,9

g und einer Anwendungs

Jahr

beschrie

deutlich leberschädigender Wir

bei Nichtalkoholikern im Bereich von 5,8 g,

wobei

Intoxikationssymptome

Wochen nach Einnahme auftreten kön

Acetylsalicylsäure und der Metabolit Salicyl

säure wirken aufgrund ihres Wirkungs

chanismus

auch

lokal

gewebsschädigen

und schleimhautreizend. Schon bei thera

peutischer

Dosierung

können

Ulzera

Blutun

Bei chronischer Anwendung kann es daher

zur Anämie (Eisenmangelanämie) kommen.

Liegen

Ulzera

Magen

besteht weg

verringerten Gerinnungsfähigkeit des Blutes

die Gefahr bedrohlicher Blutungen. Außer

diesen

unerwünschten

Wirkungen

zeigten

sich in Tierstudien nach akutem und chroni

schem Einsatz von Acetylsalicylsäure in ho

hen Do

Im Tierexperiment ruft Coffein bei länger

fristiger Gabe in hohen therapeutisch nicht

relevanten Dosen Geschwüre im Gastroin

testinaltrakt, Leber

vor.

Aufgrund

tierexperimenteller

Ergebnisse

kann eine Verstärkung d

len Reiz

den Ein

werden.

Es liegen Untersuchungen mit der Kombina

tion von Paracetamol plus Coffein an Ratte

und Maus vor, die widersprüchliche Befunde

möglichen

Hepatotoxizität der Kombination aufzeigen.

Weiterhin gibt es Hinweise aus Tierexperi

menten, daß das hepatotoxische Potential

Paracetamol

durch

Kombination

ASS ab

ser Be

nicht ab

In einer 6

Acetylsalicylsäure

Ratte

traten

keine

unerwarteten

toxi

schen Ef

Ausbil

pathie besteht, ist bisher nicht untersucht.

c) Mutagenes und tumorerzeugendes Po

tential

Umfangreiche

Untersuchungen

ergaben

keine Evidenz für ein relevantes genotoxi

sches

Risiko

Paracetamol

therapeuti

sisbereic

plus Coffein N

Tierversuch

subchronischen

nischen Toxizität von Paracetamol an

Ratte und Maus traten Läsionen im Magen-

-Trakt,

Blutbildveränderungen,

Dege-

rationen

Leber-

Nierenparen-

chyms bis hin zu Nekrosen auf. Die Ursa-

chen dieser Veränderungen sind einerseits

auf den Wirkungsmechanismus (s.o.) und

dererseits auf den Metabolismus von Pa-

cetamol zurückzuführen. Die Metaboliten,

denen die toxischen Wirkungen zugeschrie-

ben werden und die entsprechenden Organ-

veränderungen sind auch beim Menschen

nachgewiesen.

Daher

sollte

Paracetamol

nicht über längere Zeit und in höheren Do-

sen eingenommen werden. Fälle reversibler,

chronischer, aggressiver Hepatitis sind be-

reits bei oralen Tagesdosen von 3,9 und 2,9

g und einer Anwendungsdauer von einem

Jahr

beschrieben.

Orale

Tagesdosen

deutlich leberschädigender Wirkung liegen

bei Nichtalkoholikern im Bereich von 5,8 g,

wobei

Intoxikationssymptome

bereits

Wochen nach Einnahme auftreten können.

Acetylsalicylsäure und der Metabolit Salicyl-

säure wirken aufgrund ihres Wirkungsme-

nismus

auch

lokal

gewebsschädigend

und schleimhautreizend. Schon bei thera-

scher

Dosierung

können

Ulzera

tungen im Magen-Darm-Trakt entstehen.

Bei chronischer Anwendung kann es daher

zur Anämie (Eisenmangelanämie) kommen.

Ulzera

Magen-Darm-Trakt

vor,

steht wegen der durch Acetylsalicylsäure

gerten Gerinnungsfähigkeit des Blutes

die Gefahr bedrohlicher Blutungen. Außer

unerwünschten

Wirkungen

zeigten

sich in Tierstudien nach akutem und chroni-

schem Einsatz von Acetylsalicylsäure in ho-

hen Dosen Nierenschäden.

Im Tierexperiment ruft Coffein bei länger-

ger Gabe in hohen therapeutisch nicht

vanten Dosen Geschwüre im Gastroin-

naltrakt, Leber- und Nierenschäden her-

Aufgrund

tierexperimenteller

Ergebnisse

kann eine Verstärkung der gastrointestina-

len Reizwirkung der Kombination gegenüber

den Einzelsubstanzen nicht ausgeschlossen

werden.

Es liegen Untersuchungen mit der Kombina-

tion von Paracetamol plus Coffein an Ratte

und Maus vor, die widersprüchliche Befunde

möglichen

Erhöhung

Risikos

patotoxizität der Kombination aufzeigen.

Weiterhin gibt es Hinweise aus Tierexperi-

menten, daß das hepatotoxische Potential

Paracetamol

durch

Kombination

ASS abgeschwächt wird. Die Relevanz die-

ser Befunde für den Menschen kann z. Zt.

nicht abgeklärt werden.

In einer 6-Monatsstudie mit der Kombination

Acetylsalicylsäure-Paracetamol-Coffein

Ratte

traten

keine

unerwarteten

toxi-

schen Effekte auf. Ob ein erhöhtes Risiko

Ausbildung

einer

Analgetikanephro-

pathie besteht, ist bisher nicht untersucht.

c) Mutagenes und tumorerzeugendes Po-

Umfangreiche

Untersuchungen

ergaben

keine Evidenz für ein relevantes genotoxi-

sches

Risiko

Paracetamol

therapeutischen, d. h. nicht-toxischen Do-

reich.

Spalt

®

plus Coffein N

Acetylsalicylsäure wurde ausführlich in vitro

und in vivo bezüglich mutagener Wirkungen

untersucht. Die Gesamtheit der Befunde er-

gibt keine relevanten Verdachtsmomente für

eine mutagene Wirkung.

Coffein besitzt, wie andere Methylxanthine

auch, in vitro ein chromosomenbrechendes

Potential.

Gesamtheit

wissenschaftlichen

Untersuchungen

Metabolismus und zur Mutagenität von Cof-

fein

deutet

darauf

hin,

daß

in-vivo

keine

mutagenen Wirkungen zu erwarten sind.

Aus Langzeitstudien an Mäusen und Ratten

ergaben

sich

keine

Hinweise

eine

kanzerogene

Wirkung

Paracetamol,

Acetylsalicylsäure und Coffein.

Langzeituntersuchungen mit der Kombina-

tion der drei Stoffe wurden nicht durchge-

führt.

d) Reproduktionstoxizität

Paracetamol, Acetylsalicylsäure und Coffein

passieren die Plazenta.

Aus Tierstudien und den bisherigen Erfah-

rungen an Menschen ergeben sich keine

Hinweise auf eine Fruchtschädigung durch

Paracetamol.

sind

keine

konventionellen

Studien

verfügbar, in denen die aktuell akzeptierten

Standards

für

Bewertung

Reproduktionstoxizität und der Entwicklung

verwendet werden.

Salicylate

haben

Tierversuchen

mehreren

Tierspezies

teratogene

Wirkun-

gen gezeigt. Implantationsstörungen, emb-

ryo- und fetotoxische Wirkungen sowie Stö-

rungen der Lernfähigkeit bei den Nachkom-

nach

pränataler

Exposition

sind

beschrieben worden.

sehr

hohen

Coffein-Dosen (über

mg/kg KG) wurden bei Ratten embryo- und

fetotoxische,

aber

keine

teratogenen

Wirkungen beobachtet.

Zu Erfahrungen am Menschen und bei der

Anwendung während Schwangerschaft und

Stillzeit s. 4.6.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Aluminiumoxid,

mikrokristalline

Cellulose,

Maisstärke, hydriertes Rizinusöl.

6.2 Inkompatibilitäten

Bisher keine bekannt

6.3 Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit beträgt 3 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmenfür die

Aufbewahrung

Nicht über +25 °C aufbewahren.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackung mit 20 Tabletten N2

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die

Beseitigung

Nicht erforderlich

7. Inhaber der Zulassung

Pfizer Consumer Healthcare GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 303-550055-01

Fax.: 030-88787648

8. Zulassungsnummer

7173.00.00

9.Datum der Erteilung der Zulassung/Ver-

längerung der Zulassung

11.04.2003

10. Stand der Information

Juli 2019

11. Verkaufsabgrenzung

Apothekenpflichtig

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