Sorafenib G.L. 400 mg-Filmtabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

27-05-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

12-05-2021

Wirkstoff:
SORAFENIBTOSILAT
Verfügbar ab:
G.L. Pharma GmbH
ATC-Code:
L01XE05
INN (Internationale Bezeichnung):
SORAFENIBTOSILAT
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
140709
Berechtigungsdatum:
2021-06-27

Lesen Sie das vollständige Dokument

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Sorafenib G.L. 400 mg-Filmtabletten

Wirkstoff: Sorafenib

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Sorafenib G.L. und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Sorafenib G.L. beachten?

Wie ist Sorafenib G.L. einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Sorafenib G.L. aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Sorafenib G.L. und wofür wird es angewendet?

Sorafenib G.L. wird angewendet zur Behandlung von Leberkrebs (Leberzellkarzinom).

Sorafenib G.L. wird auch angewendet zur Behandlung von Nierenkrebs in einem

fortgeschrittenen Stadium (fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom), wenn eine

Standardtherapie nicht geholfen hat, um Ihre Erkrankung zum Stillstand zu bringen, oder als

ungeeignet angesehen wird.

Sorafenib G.L. ist ein so genannter Multi-Kinase-Inhibitor. Es wirkt, indem es das Wachstum

der Krebszellen verlangsamt und die Blutversorgung, die die Krebszellen wachsen lässt,

unterbindet.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Sorafenib G.L. beachten?

Sorafenib G.L. darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Sorafenib oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Sorafenib G.L. einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Sorafenib G.L. ist erforderlich,

wenn Sie Hautprobleme bekommen. Sorafenib G.L. kann Hautausschläge und

Hautreaktionen hervorrufen, insbesondere an Händen und Füßen. Diese können

üblicherweise von Ihrem Arzt behandelt werden. Wenn dies nicht erfolgreich ist, kann Ihr

Arzt die Behandlung unterbrechen oder ganz beenden.

wenn Sie hohen Blutdruck haben. Sorafenib G.L. kann den Blutdruck erhöhen. Ihr Arzt

wird Ihren Blutdruck überwachen und Ihnen gegebenenfalls ein Arzneimittel zur

Behandlung Ihres Bluthochdrucks verordnen.

wenn Sie ein Aneurysma (Erweiterung und Schwächung einer Blutgefäßwand) oder

einen Einriss in einer Blutgefäßwand haben oder hatten.

wenn Sie Diabetes haben. Bei Patienten mit Diabetes sind die Blutzuckerspiegel

regelmäßig zu kontrollieren. Damit wird überprüft, ob – zur Reduzierung des Risikos

einer Unterzuckerung – die Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes angepasst werden

müssen.

wenn Sie Blutungen bekommen oder Warfarin oder Phenprocoumon einnehmen.

Die Behandlung mit Sorafenib G.L. kann zu einem erhöhten Risiko für Blutungen führen.

Wenn Sie Warfarin oder Phenprocoumon (Arzneimittel, die zur Vermeidung von

Blutgerinnseln das Blut verdünnen) einnehmen, kann ein erhöhtes Risiko für Blutungen

bestehen.

wenn Sie Brustschmerzen oder Herzprobleme bekommen. Ihr Arzt kann entscheiden,

die Behandlung zu unterbrechen oder ganz zu beenden.

wenn Sie eine Herzerkrankung haben, wie z.B. eine Reizleitungsstörung, genannt

"Verlängerung des QT-Intervalls".

wenn Sie operiert werden oder kürzlich operiert wurden. Sorafenib G.L. kann die

Wundheilung beeinträchtigen. Üblicherweise wird Sorafenib G.L. abgesetzt werden,

wenn Sie operiert werden. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie mit der Einnahme von

Sorafenib G.L. wieder beginnen können.

wenn Sie Irinotecan oder Docetaxel erhalten, die ebenfalls Arzneimittel gegen Krebs

sind. Sorafenib G.L. kann die Wirkung und insbesondere auch die Nebenwirkungen

dieser Arzneimittel verstärken.

wenn Sie Neomycin oder andere Antibiotika einnehmen. Die Wirkung von Sorafenib

G.L. kann vermindert sein.

wenn Sie eine schwere Leberfunktionsstörung haben. Sie können schwerwiegendere

Nebenwirkungen bekommen, wenn Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben. Ihr Arzt wird Ihren Flüssigkeits-

und Elektrolythaushalt kontrollieren.

Fruchtbarkeit: Sorafenib G.L. kann die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen

beeinträchtigen. Falls dies auf Sie zutrifft, sprechen Sie bitte mit einem Arzt.

Ein Durchbruch der Magen- oder Darmwand (gastrointestinale Perforation) kann

während der Behandlung auftreten (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind

möglich?“). In diesem Fall wird Ihr Arzt die Behandlung unterbrechen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer dieser Fälle auf Sie zutrifft. Sie benötigen

möglicherweise eine Behandlung oder Ihr Arzt entscheidet, Ihre Sorafenib G.L.-Dosis zu

ändern oder die Behandlung ganz zu beenden (siehe auch Abschnitt 4. „Welche

Nebenwirkungen sind möglich?“).

Kinder und Jugendliche

Sorafenib G.L. wurde bei Kindern und Jugendlichen bisher noch nicht untersucht.

Einnahme von Sorafenib G.L. zusammen mit anderen Arzneimitteln

Einige Arzneimittel können Sorafenib G.L. beeinflussen oder durch Sorafenib G.L.

beeinflusst werden. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt:

Rifampicin, Neomycin oder andere Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen

(Antibiotika)

Johanniskraut, ein pflanzliches Arzneimittel gegen Depression

Phenytoin, Carbamazepin oder Phenobarbital, Arzneimittel zur Behandlung von

Epilepsie und anderen Erkrankungen

Dexamethason, ein Kortikosteroid, das bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt

wird

Warfarin oder Phenprocoumon, Antikoagulanzien, die zur Vermeidung von

Blutgerinnseln angewendet werden

Doxorubicin, Capecitabin, Docetaxel, Paclitaxel und Irinotecan, die zur Behandlung von

Krebs eingesetzt werden

Digoxin, ein Arzneimittel gegen leichte bis mittelschwere Herzinsuffizienz

Schwangerschaft und Stillzeit

Vermeiden Sie es, während der Behandlung mit Sorafenib G.L. schwanger zu werden.

Wenn Sie schwanger werden könnten, müssen Sie während der Behandlung eine

zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Wenn Sie während der Behandlung mit

Sorafenib G.L. schwanger werden, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt, der darüber

entscheiden wird, ob die Behandlung fortgesetzt werden soll.

Es wird nicht empfohlen, während der Behandlung mit Sorafenib G.L. zu stillen, da

dieses Arzneimittel das Wachstum und die Entwicklung Ihres Säuglings beeinträchtigen

kann.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Sorafenib G.L. die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt.

Sorafenib G.L. enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist

nahezu „natriumfrei“.

3. Wie ist Sorafenib G.L. einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Die empfohlene Dosis Sorafenib G.L. bei Erwachsenen beträgt 400 mg zweimal

täglich. Dies entspricht einer Tagesdosis von 800 mg oder 2 Filmtabletten pro Tag.

Schlucken Sie die Sorafenib G.L.-Filmtabletten mit einem Glas Wasser, entweder

unabhängig von einer Mahlzeit oder mit einer leicht oder mäßig fettreichen Mahlzeit.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht mit einer fettreichen Mahlzeit ein, da dies zu einer

verminderten Wirkung von Sorafenib G.L. führen kann. Falls Sie beabsichtigen, eine

fettreiche Mahlzeit zu sich zu nehmen, nehmen Sie die Filmtabletten mindestens 1 Stunde

vor oder 2 Stunden nach der Mahlzeit ein.

Es ist wichtig, dass Sie dieses Arzneimittel jeden Tag etwa zur gleichen Zeit einnehmen,

damit eine konstante Menge in Ihrer Blutbahn vorhanden ist.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Filmtablette, wenn Sie Schwierigkeiten haben,

diese im Ganzen zu schlucken.

Üblicherweise nehmen Sie dieses Arzneimittel so lange ein, wie Sie davon einen klinischen

Nutzen haben und nicht unter inakzeptablen Nebenwirkungen leiden.

Wenn Sie eine größere Menge von Sorafenib G.L. eingenommen haben als Sie sollten

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie (oder jemand anderer) mehr als die Ihnen

verordnete Dosis eingenommen haben. Eine zu hohe Dosis Sorafenib G.L. macht das

Auftreten von Nebenwirkungen, insbesondere von Durchfall und Hautreaktionen,

wahrscheinlicher oder schwerwiegender. Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise empfehlen, die

Einnahme dieses Arzneimittels zu beenden.

Wenn Sie die Einnahme von Sorafenib G.L. vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese sobald Sie daran denken ein.

Sollte es jedoch fast Zeit für die nächste Einnahme sein, lassen Sie die vorherige Dosis aus

und fahren Sie wie gewohnt mit der Einnahme fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge

ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen. Dieses Arzneimittel kann auch die Ergebnisse von einigen

Blutuntersuchungen beeinflussen.

Sehr häufig (können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Durchfall

Übelkeit

Kraftlosigkeit oder Müdigkeitsgefühl (Fatigue)

Schmerzen (einschließlich Schmerzen im Mund, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen,

Knochenschmerzen, Tumorschmerzen)

Haarausfall (Alopezie)

Rötungen oder Schmerzen an Handflächen oder Fußsohlen (Hand-Fuß-Hautreaktion)

Juckreiz oder Hautausschlag

Erbrechen

Blutungen (einschließlich Blutungen im Gehirn, in der Magen- oder Darmwand und in

den Atemwegen; Hämorrhagie)

hoher Blutdruck oder Anstieg des Blutdruckes (Hypertonie)

Infektionen

Appetitlosigkeit (Anorexie)

Verstopfung

Gelenkschmerzen (Arthralgie)

Fieber

Gewichtsverlust

trockene Haut

Häufig (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

grippeähnliche Erkrankung

Verdauungsstörung (Dyspepsie)

Schluckbeschwerden (Dysphagie)

entzündeter oder trockener Mund, Zungenschmerzen (Stomatitis und

Schleimhautentzündung)

niedrige Calciumblutspiegel (Hypokalzämie)

niedrige Kaliumblutspiegel (Hypokaliämie)

niedrige Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie)

Muskelschmerzen (Myalgie)

Empfindungsstörungen in Fingern und Zehen, einschließlich Kribbeln oder

Taubheitsgefühl (periphere sensorische Neuropathie)

Depression

Erektionsprobleme (Impotenz)

Heiserkeit (Dysphonie)

Akne

entzündete, trockene oder abschuppende Haut (Dermatitis, Hautabschuppung)

Herzmuskelschwäche

Herzinfarkt (Myokardinfarkt) oder Schmerzen in der Brust

klingelnde Geräusche im Ohr (Tinnitus)

Nierenversagen

ungewöhnlich hohe Eiweißspiegel im Urin (Proteinurie)

allgemeine Schwäche oder Kraftlosigkeit (Asthenie)

Verringerung der Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie und Neutropenie)

Verringerung der Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie)

geringe Anzahl von Blutplättchen im Blut (Thrombozytopenie)

Entzündungen der Haarfollikel (Follikulitis)

Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose)

niedrige Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie)

Geschmacksstörung (Dysgeusie)

Rötung des Gesichts und häufig anderer Hautpartien (Hitzegefühl)

laufende Nase (Rhinorrhoe)

Sodbrennen (gastroösophagealer Reflux)

Hautkrebs (Keratoakanthom/Plattenepithelkarzinom der Haut)

eine Verdickung der äußeren Hautschicht (Hyperkeratose)

eine plötzliche, unwillkürliche Kontraktion eines Muskels (Muskelspasmen)

Gelegentlich (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

entzündete Magenschleimhaut (Gastritis)

Schmerzen im Bauch (Abdomen) aufgrund einer Bauchspeicheldrüsenentzündung,

Entzündung der Gallenblase und/oder der Gallengänge

gelbe Haut oder Augen (Gelbsucht) aufgrund hoher Gallenpigment-Werte

(Hyperbilirubinämie)

allergieähnliche Reaktionen (einschließlich Hautreaktionen und Nesselsucht)

Austrocknung

Vergrößerung der Brust (Gynäkomastie)

Atembeschwerden (Lungenerkrankung)

Ekzem

Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)

scheibenförmige Hautrötungen, teilweise mit Blasenbildung (Erythema multiforme)

ungewöhnlich hoher Blutdruck

Durchbruch der Magen- oder Darmwand (gastrointestinale Perforation)

reversible Schwellung im hinteren Teil des Gehirns, die mit Kopfschmerzen, Verwirrtheit,

Krampfanfällen und Sehstörungen einschließlich Verlust des Sehens einhergehen kann

(reversible posteriore Leukoenzephalopathie)

eine plötzliche, schwere allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion)

Selten (können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

eine allergische Reaktion mit Anschwellen der Haut (z.B. Gesicht, Zunge), infolgedessen

es zu Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken kommen kann (Angioödem)

Herzrhythmusstörung (QT-Verlängerung)

Entzündung der Leber, die zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Gelbsucht

führen kann (arzneimittelinduzierte Hepatitis)

ein sonnenbrandartiger Ausschlag, der auf der Haut auftreten kann, welche vor kurzem

einer Bestrahlung ausgesetzt war, und der schwer sein kann (Recall-Strahlendermatitis)

schwerwiegende Reaktionen der Haut und/oder Schleimhäute, die schmerzhafte Blasen

und Fieber einschließen können, darunter auch eine ausgedehnte Ablösung der Haut

(Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse)

anormaler Muskelgewebsuntergang, der zu Nierenproblemen führen kann

(Rhabdomyolyse)

Schädigung der Nieren, aufgrund derer große Mengen an Eiweiß ausgeschieden

werden (nephrotisches Syndrom)

Entzündung der Blutgefäße in der Haut, die einen Hautausschlag zur Folge haben kann

(leukozytoklastische Vaskulitis)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

beeinträchtigte Hirnfunktion, die mit Benommenheit, Verhaltensänderungen oder

Verwirrtheit verbunden sein kann (Enzephalopathie)

Erweiterung und Schwächung einer Blutgefäßwand oder Einriss in einer Blutgefäßwand

(Aneurysmen und Arteriendissektionen)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe

unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass

mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5. Wie ist Sorafenib G.L. aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach

„verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Sorafenib G.L. enthält

Der Wirkstoff ist Sorafenib. Jede Filmtablette enthält 400 mg Sorafenib (als Tosilat).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Hypromellose 2910 (E 464), Croscarmellose-Natrium, mikrokristalline

Cellulose (E 460), Magnesiumstearat (E 470b), Natriumlaurylsulfat.

Tablettenfilm: Hypromellose 2910 (E 464), Titandioxid (E 171), Macrogol 3350 (E 1521).

Wie Sorafenib G.L. aussieht und Inhalt der Packung

Sorafenib G.L. 400 mg-Filmtabletten sind weiße bis gebrochen weiße, ovale Filmtabletten

(Abmaße: 20,1 mm x 10,1 mm ± 5%) mit Bruchkerbe auf einer Seite und glatt auf der

anderen Seite.

Sie sind erhältlich in perforierten Aluminium-OPA/Alu/PVC-Einzeldosis-Blisterpackungen mit

56 x 1 und 60 x 1 Filmtablette.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

G.L. Pharma GmbH, Schlossplatz 1, 8502 Lannach

Hersteller

G.L. Pharma GmbH, Schlossplatz 1, 8502 Lannach

Remedica Ltd., Aharnon Street, Limassol Industrial Estate, 3056 Limassol, Zypern

PharOS MT Ltd., HF62X, Hal Far Industrial Estate, BBG3000 Birzebbugia, Malta

Z.Nr.:

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Niederlande:

Sorafenib G.L. 400 mg filmomhulde tabletten

Österreich:

Sorafenib G.L. 400 mg-Filmtabletten

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2021.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Sorafenib G.L. 400 mg-Filmtabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 400 mg Sorafenib (als Tosilat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtabletten

Weiße bis gebrochen weiße, ovale Filmtabletten (20,1 mm x 10,1 mm ± 5%) mit Bruchkerbe

auf einer Seite und glatt auf der anderen Seite.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Filmtablette, um das Schlucken zu erleichtern, und

nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Leberzellkarzinom

Sorafenib G.L. ist angezeigt zur Behandlung des Leberzellkarzinoms (siehe Abschnitt 5.1).

Nierenzellkarzinom

Sorafenib

G.L.

angezeigt

Behandlung

Patienten

fortgeschrittenem

Nierenzellkarzinom, bei denen eine vorherige Interferon-alpha- oder Interleukin-2-basierte

Therapie versagt hat oder die für solch eine Therapie nicht geeignet ist.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Behandlung

Sorafenib

G.L.

unter

Aufsicht

eines

Anwendung

Tumortherapien erfahrenen Arztes zu erfolgen.

Dosierung

Die empfohlene Sorafenib G.L.-Dosis bei Erwachsenen ist 400 mg Sorafenib (1 Filmtablette à

400 mg) zweimal täglich (entsprechend einer Tagesgesamtdosis von 800 mg).

Die Behandlung muss so lange fortgesetzt werden, wie ein klinischer Nutzen beobachtet wird,

oder bis ein nicht mehr akzeptables Ausmaß an Toxizität auftritt.

Dosierungsanpassungen

Auftreten

Nebenwirkungen

kann

eine

vorübergehende

Unterbrechung

Behandlung mit Sorafenib oder eine Dosisreduktion notwendig machen.

Ist während der Behandlung eines Leberzellkarzinoms (HCC [hepatocellular carcinoma]) und

fortgeschrittenen

Nierenzellkarzinoms

(RCC

[renal

cell

carcinoma])

eine

Dosisreduktion

erforderlich, muss die Sorafenib G.L.-Dosis auf 400 mg Sorafenib einmal täglich reduziert

werden (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Sorafenib G.L. bei Kindern und Jugendlichen im Alter

< 18 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Ältere Menschen

Bei älteren Patienten (über 65 Jahre) ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit einer leichten, mäßigen oder schweren Nierenfunktionsstörung ist keine

Dosisanpassung

erforderlich.

Für

Dialysepatienten

sind

keine

Daten

verfügbar

(siehe

Abschnitt 5.2).

Bei Patienten mit einem Risiko für eine Nierenfunktionsstörung wird eine Überwachung des

Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts empfohlen.

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit Child-Pugh A oder B (leichter bis mäßiger) Leberfunktionsstörung ist keine

Dosisanpassung

erforderlich.

Für

Patienten

Child-Pugh C

(schwerer)

Leberfunktionsstörung sind keine Daten verfügbar (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Es wird empfohlen, Sorafenib unabhängig von einer Mahlzeit oder zusammen mit einer leicht

oder mäßig fettreichen Mahlzeit einzunehmen. Falls der Patient beabsichtigt, eine fettreiche

Mahlzeit zu sich zu nehmen, sind die Sorafenib-Filmtabletten mindestens 1 Stunde vor oder

2 Stunden nach der Mahlzeit einzunehmen. Die Filmtabletten müssen mit einem Glas Wasser

geschluckt werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Dermatologische Toxizitätserscheinungen

Hand-Fuß-Syndrom

(palmar-plantare

Erythrodysästhesie)

Hautausschlag

sind

häufigsten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Sorafenib. Hautausschlag und Hand-Fuß-

Syndrom sind üblicherweise CTC (Common Toxicity Criteria) Grad 1 und 2 und treten im

Allgemeinen während der ersten 6 Wochen der Behandlung mit Sorafenib auf. Maßnahmen

zur Behandlung der dermatologischen Toxizitätserscheinungen umfassen die symptomatische

topische Behandlung der Beschwerden, die vorübergehende Unterbrechung der Behandlung

und/oder eine Dosisänderung von Sorafenib oder, in schweren oder andauernden Fällen, die

dauerhafte Unterbrechung der Sorafenib-Behandlung (siehe Abschnitt 4.8).

Hypertonie

Sorafenib

behandelten

Patienten

wurde

eine

erhöhte

Inzidenz

arterieller

Hypertonie beobachtet. Die Hypertonie war in der Regel leicht bis mäßig, trat in einer frühen

Phase

Behandlung

sprach

antihypertensive

(blutdrucksenkende)

Standardtherapien an. Der Blutdruck ist regelmäßig zu überprüfen und, falls erforderlich,

gemäß den medizinischen Standardpraktiken zu behandeln. Im Falle einer schweren oder

andauernden

Hypertonie

oder

einer

hypertensiven

Krise,

trotz

eingeleiteter

antihypertensiver Therapie nicht abklingt, muss die dauerhafte Unterbrechung der Sorafenib-

Behandlung in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.8).

Aneurysmen und Arteriendissektionen

Die Verwendung von VEGF-Signalweg-Hemmern bei Patienten mit oder ohne Hypertonie

kann die Entstehung von Aneurysmen und/oder Arteriendissektionen begünstigen. Vor Beginn

der Behandlung mit Sorafenib ist dieses Risiko bei Patienten mit Risikofaktoren wie Hypertonie

oder Aneurysmen in der Vorgeschichte sorgfältig abzuwägen.

Hypoglykämie

Während der Behandlung mit Sorafenib wurden Absenkungen des Blutzuckers berichtet, die

in einigen Fällen klinisch symptomatisch waren und einen Krankenhausaufenthalt aufgrund

von Bewusstseinsverlust erforderlich machten. Im Falle einer symptomatischen Hypoglykämie

soll die Behandlung mit Sorafenib vorübergehend unterbrochen werden. Bei Patienten mit

Diabetes sind die Blutzuckerspiegel regelmäßig zu kontrollieren, um abschätzen zu können,

ob die Dosierung der antidiabetischen Medikation angepasst werden muss.

Hämorrhagie

Nach Einnahme von Sorafenib kann ein erhöhtes Risiko von Blutungen auftreten. Erfordert

eine Blutung eine ärztliche Behandlung wird empfohlen, eine dauerhafte Unterbrechung der

Sorafenib-Behandlung in Betracht zu ziehen (siehe Abschnitt 4.8).

Kardiale Ischämie und/oder Herzinfarkt

einer

randomisierten,

placebokontrollierten,

doppelblinden

Studie

(Studie 1;

siehe

Abschnitt 5.1)

Inzidenz

während

Behandlung

aufgetretenen

kardialen

Ischämie-/Herzinfarkt-Ereignissen in der Sorafenib-Gruppe höher (4,9%) als in der Placebo-

Gruppe

(0,4%).

Studie 3

(siehe

Abschnitt 5.1)

Inzidenz

während

Behandlung aufgetretenen kardialen Ischämie-/Herzinfarkt-Ereignissen 2,7% bei Sorafenib-

Patienten verglichen mit 1,3% in der Placebo-Gruppe. Patienten mit instabiler koronarer

Herzkrankheit

oder

kürzlich

erlittenem

Myokardinfarkt

waren

diesen

Studien

ausgeschlossen. Bei Patienten, bei denen kardiale Ischämien und/oder Herzinfarkte auftreten,

eine

vorübergehende

oder

dauerhafte

Unterbrechung

Sorafenib-Behandlung

Betracht zu ziehen (siehe Abschnitt 4.8).

QT-Intervall-Verlängerung

Für Sorafenib wurde eine Verlängerung des QT/QTc-Intervalls gezeigt (siehe Abschnitt 5.1),

welche zu einem erhöhten Risiko einer ventrikulären Arrhythmie führen kann. Sorafenib ist mit

Vorsicht bei Patienten anzuwenden, die eine QTc-Verlängerung aufweisen oder eine solche

entwickeln könnten, wie Patienten mit einem angeborenen Long-QT-Syndrom, Patienten, die

mit einer hohen kumulierten Dosis eines Anthracyclins behandelt wurden, Patienten, die

bestimmte

Antiarrhythmika

oder

andere

Arzneimittel,

QT-Verlängerung

führen,

einnehmen,

solche

Elektrolytstörungen,

Hypokaliämie,

Hypokalzämie

oder

Hypomagnesiämie.

Wenn

Sorafenib

diesen

Patienten

angewendet

wird,

eine

regelmäßige Überwachung mittels Elektrokardiogrammen und Bestimmung der Elektrolyte

(Magnesium, Kalium, Calcium) zu empfehlen.

Gastrointestinale Perforation

Gastrointestinale Perforation ist eine gelegentlich auftretende Nebenwirkung und wurde bei

weniger als 1% der Patienten berichtet, die Sorafenib einnahmen. In einigen Fällen war dies

nicht mit manifesten intra-abdominalen Tumoren assoziiert. Die Sorafenib-Behandlung ist zu

unterbrechen (siehe Abschnitt 4.8).

Leberfunktionsstörung

Für Patienten mit Child-Pugh C (schwerer) Leberfunktionsstörung sind keine Daten verfügbar.

Da Sorafenib hauptsächlich über die Leber ausgeschieden wird, könnte die Exposition bei

Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung erhöht sein (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Warfarin-Co-Medikation

Bei einigen Patienten, die während der Sorafenib-Behandlung Warfarin einnahmen, wurde

über

seltene

Blutungsereignisse

oder

Erhöhungen

(International

Normalized

Ratio)-Werte

berichtet.

Patienten,

gleichzeitig

Warfarin

oder

Phenprocoumon

Sorafenib einnehmen, müssen regelmäßig hinsichtlich Änderungen der Prothrombinzeit, der

INR-Werte sowie des Auftretens von Blutungen überwacht werden (siehe Abschnitte 4.5

und 4.8).

Wundheilungsstörungen

wurden

keine

Untersuchungen

Einfluss

Sorafenib

Wundheilung

durchgeführt. Es wird jedoch empfohlen, vorsorglich die Sorafenib-Behandlung vor größeren

chirurgischen Eingriffen vorübergehend zu unterbrechen. Es liegen nur eingeschränkte

klinische Erfahrungen hinsichtlich des Zeitpunktes einer Wiederaufnahme der Behandlung

nach

größeren

chirurgischen

Eingriffen

vor.

Daher

soll

Entscheidung

über

Wiederaufnahme der Sorafenib-Behandlung nach einem größeren chirurgischen Eingriff auf

der klinischen Beurteilung der adäquaten Wundheilung beruhen.

Ältere Menschen

Es wurden Fälle von Nierenversagen berichtet. Eine Überwachung der Nierenfunktion ist in

Betracht zu ziehen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Vorsicht ist geboten, wenn Sorafenib gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet wird, die

vorwiegend über den UGT1A1- (z.B. Irinotecan) oder UGT1A9-Stoffwechselweg metabolisiert

bzw. ausgeschieden werden (siehe Abschnitt 4.5).

Vorsicht ist geboten, wenn Sorafenib gleichzeitig mit Docetaxel angewendet wird (siehe

Abschnitt 4.5).

Die gleichzeitige Anwendung von Neomycin oder anderen Antibiotika, die größere ökologische

Störungen

gastrointestinalen

Mikroflora

verursachen,

kann

einer

Abnahme

Bioverfügbarkeit von Sorafenib führen (siehe Abschnitt 4.5). Das Risiko reduzierter Sorafenib-

Plasmakonzentrationen

berücksichtigen,

bevor

eine

Behandlung

Antibiotika

begonnen wird.

Bei Patienten mit Plattenepithelkarzinom der Lunge, die mit Sorafenib kombiniert mit Platin-

basierten Chemotherapien behandelt wurden, wurde eine höhere Mortalität berichtet. In zwei

randomisierten

Studien

Untersuchung

Patienten

nicht-kleinzelligem

Lungenkarzinom wurde in der Untergruppe von Patienten mit Plattenepithelkarzinom der

Lunge, die mit Sorafenib zusätzlich zu Paclitaxel/Carboplatin behandelt wurden, ein HR für

das Gesamt-Überleben von 1,81 (95% CI: 1,19; 2,74) und, mit Sorafenib zusätzlich zu

Gemcitabin/Cisplatin, ein HR von 1,22 (95% CI: 0,82; 1,80) festgestellt. Keine einzelne

Todesursache

dominierte,

aber

wurde

eine

höhere

Inzidenz

respiratorischem

Versagen, Blutungen und infektartigen Nebenwirkungen bei Patienten, die mit Sorafenib

zusätzlich zu Platin-basierten Chemotherapien behandelt wurden, beobachtet.

Krankheitsspezifische Warnhinweise

Nierenzellkarzinom

Patienten mit hohem Risiko nach der MSKCC (Memorial Sloan Kettering Cancer Center)-

Prognose-Kategorie waren in der klinischen Phase-III-Studie beim Nierenzellkarzinom (siehe

Studie 1 in Abschnitt 5.1) nicht eingeschlossen, eine Nutzen-Risiko-Bewertung liegt für diese

Patienten nicht vor.

Informationen zu den sonstigen Bestandteilen mit bekannter Wirkung

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist

nahezu „natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Induktoren von Stoffwechselenzymen

Die 5-tägige Anwendung von Rifampicin vor Anwendung einer Einzeldosis Sorafenib führte zu

einer durchschnittlich 37%-igen Abnahme des AUC (area under the curve)-Wertes von

Sorafenib.

Andere

Induktoren

CYP3A4-Aktivität

und/oder

Glucuronidierung

(z.B.

Hypericum

perforatum,

auch

bekannt

Johanniskraut,

Phenytoin,

Carbamazepin,

Phenobarbital

Dexamethason)

können

ebenfalls

Metabolismus

Sorafenib

verstärken und dadurch die Sorafenib-Konzentrationen senken.

CYP3A4-Inhibitoren

Die einmal tägliche Gabe von Ketoconazol, einem starken CYP3A4-Inhibitor, über 7 Tage

hatte bei männlichen Probanden keinen Einfluss auf die mittleren AUC-Werte einer oralen

Einzeldosis

50 mg

Sorafenib.

Diese

Daten

legen

nahe,

dass

klinisch

relevante

pharmakokinetische Interaktionen von Sorafenib mit CYP3A4-Inhibitoren unwahrscheinlich

sind.

CYP2B6-, CYP2C8- und CYP2C9-Substrate

Sorafenib hemmt CYP2B6, CYP2C8 und CYP2C9 in vitro mit vergleichbarer Stärke. In

klinischen Pharmakokinetik-Studien resultierte jedoch die gleichzeitige Verabreichung von

Sorafenib 400 mg zweimal täglich mit Cyclophosphamid, einem CYP2B6-Substrat, oder

Paclitaxel, einem CYP2C8-Substrat, nicht in einer klinisch relevanten Hemmung. Diese Daten

deuten darauf hin, dass Sorafenib bei Gabe der empfohlenen Dosis von 400 mg zweimal

täglich kein in vivo-Hemmer von CYP2B6 oder CYP2C8 ist.

Darüber hinaus resultierte die gleichzeitige Behandlung mit Sorafenib und Warfarin, einem

CYP2C9-Substrat, im Vergleich zu Placebo nicht in einer Veränderung der mittleren PT-INR-

Werte. Somit kann erwartet werden, dass das Risiko für eine klinisch relevante in vivo-

Hemmung

CYP2C9

durch

Sorafenib

gering

ist.

Patienten,

Warfarin

oder

Phenprocoumon einnehmen, sollen jedoch ihre INR-Werte regelmäßig untersuchen lassen

(siehe Abschnitt 4.4).

CYP3A4-, CYP2D6- und CYP2C19- Substrate

gleichzeitige

Anwendung

Sorafenib

Midazolam,

Dextromethorphan

oder

Omeprazol, die Substrate für Cytochrom CYP3A4, CYP2D6 bzw. CYP2C19 sind, veränderte

die Exposition dieser Stoffe nicht. Das weist darauf hin, dass Sorafenib weder ein Inhibitor

noch ein Induktor dieser Cytochrom-P450-Isoenzyme ist. Daher sind klinisch relevante

pharmakokinetische

Interaktionen

Sorafenib

Substraten

dieser

Enzyme

unwahrscheinlich.

UGT1A1- und UGT1A9-Substrate

In vitro hemmte Sorafenib die Glucuronidierung durch UGT1A1 und UGT1A9. Die klinische

Relevanz dieses Befundes ist nicht bekannt (siehe unten und Abschnitt 4.4).

In vitro-Studien von CYP-Enzym-Induktion

CYP1A2-

CYP3A4-Aktivitäten

waren

nach

Behandlung

humanen

Hepatozytenkulturen

Sorafenib

unverändert,

darauf

hinweist,

dass

Sorafenib

wahrscheinlich kein Induktor von CYP1A2 und CYP3A4 ist.

P-Gp-Substrate

In vitro konnte gezeigt werden, dass Sorafenib das Transportprotein P-Glykoprotein (P-Gp)

hemmt.

Erhöhte

Plasmakonzentrationen

P-Gp-Substraten

Digoxin

können

gleichzeitiger Behandlung mit Sorafenib nicht ausgeschlossen werden.

Kombination mit anderen antineoplastisch wirksamen Substanzen

In klinischen Studien wurde Sorafenib mit verschiedenen anderen antineoplastisch wirksamen

Substanzen

einschließlich

Gemcitabin,

Cisplatin,

Oxaliplatin,

Paclitaxel,

Carboplatin,

Capecitabin, Doxorubicin, Irinotecan, Docetaxel und Cyclophosphamid gemäß ihren üblichen

Dosierungsschemata angewendet. Sorafenib hatte keinen klinisch relevanten Einfluss auf die

Pharmakokinetik von Gemcitabin, Cisplatin, Carboplatin, Oxaliplatin oder Cyclophosphamid.

Paclitaxel/Carboplatin

Die Anwendung von Paclitaxel (225 mg/m

) und Carboplatin (AUC = 6) mit Sorafenib

(≤ 400 mg zweimal täglich), gegeben mit einer 3-tägigen Sorafenib-Dosierungspause

(2 Tage

Paclitaxel/Carboplatin-Anwendung),

beeinflusste

Pharmakokinetik von Paclitaxel nicht in einem signifikanten Ausmaß.

Die gleichzeitige Anwendung von Paclitaxel (225 mg/m

, einmal alle 3 Wochen) und

Carboplatin

(AUC = 6)

Sorafenib

(400 mg

zweimal

täglich,

ohne

Sorafenib-

Dosierungspause)

ergab

einen

47%-igen

Anstieg

Sorafenib-Exposition,

einen

29%-igen

Anstieg

Paclitaxel-Exposition

sowie

einen

50%-igen

Anstieg

6-OH-Paclitaxel-Exposition. Die Pharmakokinetik von Carboplatin wurde nicht beeinflusst.

Diese Daten weisen darauf hin, dass keine Dosisanpassungen notwendig werden, wenn

Paclitaxel

Carboplatin

gleichzeitig

Sorafenib

einer

3-tägigen

Sorafenib-

Dosierungspause

(2 Tage

Paclitaxel/Carboplatin-Anwendung)

angewendet werden. Die klinische Signifikanz der Anstiege in der Sorafenib- und Paclitaxel-

Exposition bei gleichzeitiger Anwendung von Sorafenib ohne Dosierungspause ist nicht

bekannt.

Capecitabin

gleichzeitige

Anwendung

Capecitabin

(750

1.050 mg/m

zweimal

täglich,

Tag 1-14 alle 21 Tage) und Sorafenib (200 oder 400 mg zweimal täglich, kontinuierliche,

ununterbrochene Anwendung) ergab keine signifikante Änderung der Sorafenib-Exposition,

aber einen 15-50%-igen Anstieg der Capecitabin-Exposition und einen 0-52%-igen Anstieg

der 5-FU-Exposition. Die klinische Signifikanz dieser geringen bis mittleren Anstiege der

Capecitabin- und 5-FU-Expositionen bei gleichzeitiger Anwendung von Sorafenib ist nicht

bekannt.

Doxorubicin/Irinotecan

Die gleichzeitige Behandlung mit Sorafenib ergab einen 21%-igen Anstieg des AUC-Wertes

von Doxorubicin. Die Anwendung mit Irinotecan, dessen aktiver Metabolit SN-38 weiter über

den UGT1A1-Stoffwechselweg metabolisiert wird, führte zu einer Erhöhung der AUC-Werte

um 67-120% bei SN-38 und 26-42% bei Irinotecan. Die klinische Signifikanz dieser Befunde

ist nicht bekannt (siehe Abschnitt 4.4).

Docetaxel

gleichzeitige

Anwendung

Docetaxel

oder

100 mg/m

einmal

alle

21 Tage

angewendet)

Sorafenib

(200 mg

zweimal

täglich

oder

400 mg

zweimal

täglich

angewendet

Tagen 2

eines

21-Tage-Zyklus

einer

3-tägigen

Dosierungspause rund um die Anwendung von Docetaxel) führte zu einem 36-80%-igen

Anstieg der AUC-Werte von Docetaxel und einem 16-32%-igen Anstieg der C

Docetaxel. Vorsicht ist geboten, wenn Sorafenib gleichzeitig mit Docetaxel angewendet wird

(siehe Abschnitt 4.4).

Kombination mit anderen Wirkstoffen

Neomycin

Die gleichzeitige Anwendung von Neomycin, einem nicht-systemischen antimikrobiellen

Wirkstoff, der zur Eradikation der gastrointestinalen Flora eingesetzt wird, beeinträchtigt den

enterohepatischen

Kreislauf

Sorafenib

(siehe

Abschnitt 5.2,

Metabolismus

Elimination), was zu einer verminderten Sorafenib-Exposition führt. Bei Probanden, die über

5 Tage mit Neomycin behandelt wurden, verminderte sich die durchschnittliche Exposition mit

Sorafenib um 54%. Die Effekte anderer Antibiotika wurden nicht untersucht, hängen aber

voraussichtlich von ihrer Wirkung auf Mikroorganismen mit Glukuronidase-Aktivität ab.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Über die Anwendung von Sorafenib bei schwangeren Frauen liegen keine Daten vor.

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität einschließlich Missbildungen

gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). In Ratten konnte nachgewiesen werden, dass Sorafenib und

seine Metaboliten plazentagängig sind und dass Sorafenib sich voraussichtlich schädlich auf

den Fetus auswirkt. Sorafenib darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden,

außer dies ist eindeutig erforderlich. In diesem Fall muss eine sorgfältige Abwägung des

Nutzens für die Mutter und des Risikos für den Fetus erfolgen.

Frauen

gebärfähigen

Alter

müssen

während

Behandlung

eine

zuverlässige

Verhütungsmethode anwenden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Sorafenib beim Menschen in die Muttermilch übergeht. Bei Tieren

wurden Sorafenib und/oder seine Metaboliten in die Milch ausgeschieden. Da Sorafenib

Wachstum und Entwicklung von Säuglingen schädigen könnte (siehe Abschnitt 5.3), wird es

nicht empfohlen, während der Sorafenib-Behandlung zu stillen.

Fertilität

Ergebnisse aus tierexperimentellen Studien lassen des Weiteren darauf schließen, dass

Sorafenib die männliche und weibliche Fertilität beeinträchtigen kann (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Sorafenib

die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt.

4.8 Nebenwirkungen

wichtigsten

schwerwiegenden

Nebenwirkungen

waren

Myokardinfarkt/myokardiale

Ischämie, gastrointestinale Perforation, arzneimittelinduzierte Hepatitis, Hämorrhagie und

Hypertonie/hypertensive Krise.

Die häufigsten Nebenwirkungen waren Durchfall, Fatigue, Alopezie, Infektion, Hand-Fuß-

Hautreaktion (entspricht dem palmar-plantaren Erythrodysästhesie-Syndrom in MedDRA) und

Hautausschlag.

Nebenwirkungen, die in mehreren klinischen Studien oder durch Anwendung nach der

Markteinführung berichtet wurden, sind nach Systemorganklasse (in MedDRA) und Häufigkeit

in Tabelle 1 aufgelistet. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig

(≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000),

nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb

jeder

Häufigkeitsgruppe

werden

Nebenwirkungen

nach

abnehmendem

Schweregrad angegeben.

Tabelle 1: Alle Nebenwirkungen, die bei Patienten in mehreren klinischen Studien oder

durch Anwendung nach der Markteinführung berichtet wurden

System-

organklasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht bekannt

Infektionen

und parasitäre

Erkrankungen

Infektion

Follikulitis

Erkrankungen

des Blutes

und des

Lymphopenie

Leukopenie

Neutropenie

Anämie

System-

organklasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht bekannt

Lymph-

systems

Thrombozytopenie

Erkrankungen

des Immun-

systems

Überempfind-

lichkeits-

reaktionen

(einschließlich

Hautreaktionen

und Urtikaria)

anaphylaktische

Reaktion

Angioödem

Endokrine

Erkrankungen

Hypothyreose

Hyperthyreose

Stoffwechsel-

Ernährungs-

störungen

Appetitlosigkeit

Hypophosphat-

ämie

Hypokalzämie

Hypokaliämie

Hyponatriämie

Hypoglykämie

Dehydrierung

Psychiatrische

Erkrankungen

Depression

Erkrankungen

des Nerven-

systems

periphere

sensorische

Neuropathie

Dysgeusie

reversible

posteriore

Leukoenze-

phalopathie*

Enzephalo-

pathie°

Erkrankungen

des Ohrs und

des Labyrinths

Tinnitus

Herz-

erkrankungen

Herzinsuffizienz*

myokardiale

Ischämie und

Myokardinfarkt*

Verlängerung

Gefäß-

erkrankungen

Blutungen

(einschließlich

Magen-Darm-*,

Atemwegs-*

und Hirn-

blutungen*)

Hypertonie

Hitzegefühl

hypertensive

Krise*

Aneurysmen

und Arterien-

dissektionen

Erkrankungen

der Atem-

wege, des

Brustraums

und Media-

stinums

Rhinorrhoe

Dysphonie

interstitielle

Lungen-

erkrankungs-

ähnliche

Ereignisse*

(Pneumonitis,

Strahlen-

Pneumonitis,

akute Atemnot

usw.)

Erkrankungen

des Gastro-

intestinaltrakts

Durchfall

Übelkeit

Erbrechen

Verstopfung

Stomatitis

(einschließlich

Mundtrockenheit

und Glossodynie)

Dyspepsie

Dysphagie

gastroösopha-

gealer Reflux

Pankreatitis

Gastritis

Gastro-

intestinale

Perforationen*

Leber- und

Gallen-

erkrankungen

Bilirubinanstieg

und Gelbsucht

Cholezystitis

Cholangitis

arzneimittel-

induzierte

Hepatitis*

System-

organklasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht bekannt

Erkrankungen

der Haut und

des Unter-

hautzell-

gewebes

trockene Haut

Hautausschlag

Alopezie

Hand-Fuß-

Hautreaktion**

Erythem

Pruritus

Keratoakanthom/

Plattenepithel-

karzinom der Haut

exfoliative

Dermatitis

Akne

Hautabschuppung

Hyperkeratose

Ekzem

Erythema

multiforme

Recall-Strahlen-

dermatitis

Steven-

Johnson-

Syndrom

leukozyto-

klastische

Vaskulitis

toxische

epidermale

Nekrolyse*

Skelettmusku-

latur, Binde-

gewebs- und

Knochen-

erkrankungen

Arthralgie

Myalgie

Muskelspasmen

Rhabdomyolyse

Erkrankungen

der Nieren

und Harnwege

Nierenversagen

Proteinurie

nephrotisches

Syndrom

Erkrankungen

Geschlechts-

organe und

der Brustdrüse

erektile

Dysfunktion

Gynäkomastie

Allgemeine

Erkrankungen

Beschwerden

am Verab-

reichungsort

Fatigue

Schmerzen

(einschließlich

Schmerzen im

Mund, im

Abdomen,

Knochen-,

Tumor- und

Kopf-

schmerzen)

Fieber

Asthenie

grippeartige

Erkrankung

Schleimhaut-

entzündung

Unter-

suchungen

Gewichts-

abnahme

erhöhte

Amylase-Werte

erhöhte Lipase-

Werte

vorübergehender

Anstieg der

Transaminasen

vorübergehen-

der Anstieg der

alkalischen

Phosphatase im

Blut

INR-Wert

anormal

Prothrombin-

spiegel anormal

Die Nebenwirkungen können lebensbedrohlich sein oder einen tödlichen Ausgang haben. Solche

Ereignisse treten entweder gelegentlich oder seltener als gelegentlich auf.

Hand-Fuß-Hautreaktion entspricht dem palmar-plantaren Erythrodysästhesie-Syndrom in MedDRA.

Fälle wurden nach Marktzulassung beobachtet.

Weitere Informationen zu ausgewählten Nebenwirkungen

Herzinsuffizienz

In Firmen-gesponserten klinischen Studien wurde bei 1,9% der Patienten, die mit Sorafenib

behandelt

wurden

(n = 2.276),

Herzinsuffizienz

Nebenwirkung

beobachtet.

Studie 12213 (RCC) wurden mit Herzinsuffizienz übereinstimmende Nebenwirkungen bei

1,7% der Patienten, die mit Sorafenib behandelt wurden, und bei 0,7% jener Patienten, die

Placebo erhielten, berichtet. In der Studie 100554 (HCC) wurden bei 0,99% der Patienten, die

mit Sorafenib behandelt wurden, und bei 1,1% jener Patienten, die Placebo erhielten, diese

Ereignisse berichtet.

Zusätzliche Informationen zu speziellen Patientengruppen

klinischen

Studien

traten

bestimmte

Nebenwirkungen

Hand-Fuß-Hautreaktion,

Durchfall, Alopezie, Gewichtsabnahme, Hypertonie, Hypokalzämie und Keratoakanthom/

Plattenepithelkarzinom der Haut bei Patienten mit differenziertem Schilddrüsenkarzinom

wesentlich

häufiger

Patienten

Studien

Nierenzell-

oder

Leberzellkarzinom.

Anormale Laborwerte bei Patienten mit HCC (Studie 3) und RCC (Studie 1)

Erhöhte Lipase- und Amylase-Werte wurden sehr häufig berichtet. Erhöhte Lipase-Werte

CTCAE Grad 3 oder 4 traten bei 11% bzw. 9% der Patienten in der Sorafenib-Gruppe in

Studie 1 (RCC) bzw. Studie 3 (HCC) verglichen mit 7% bzw. 9% der Patienten in der Placebo-

Gruppe auf. Erhöhte Amylase-Werte CTCAE Grad 3 oder 4 wurden bei 1% bzw. 2% der

Patienten in der Sorafenib-Gruppe in Studie 1 bzw. Studie 3 verglichen mit 3% der Patienten

in jeder Placebo-Gruppe berichtet. Eine klinisch manifeste Pankreatitis wurde bei 2 von 451

Sorafenib-behandelten Patienten (CTCAE Grad 4) in Studie 1, bei 1 von 297 Sorafenib-

behandelten Patienten (CTCAE Grad 2) in Studie 3 und bei 1 von 451 Patienten (CTCAE

Grad 2) in der Placebo-Gruppe in Studie 1 berichtet.

Hypophosphatämie war ein sehr häufiger Laborbefund, der bei 45% bzw. 35% der Sorafenib-

behandelten Patienten verglichen mit 12% bzw. 11% der Placebo-Patienten in Studie 1 bzw.

Studie 3

beobachtet

wurde.

Eine

Hypophosphatämie

CTCAE

Grad 3

(1-2 mg/dl) trat in Studie 1 bei 13% der Sorafenib-behandelten Patienten und 3% der Patienten

in der Placebo-Gruppe und in Studie 3 bei 11% der Sorafenib-behandelten Patienten und 2%

der Patienten in der Placebo-Gruppe auf. Fälle von Hypophosphatämie CTCAE Grad 4

(< 1 mg/dl) wurden in Studie 1 weder bei Sorafenib- noch bei Placebo-Patienten und in

Studie 3 in einem Fall in der Placebo-Gruppe berichtet. Die Ätiologie der mit Sorafenib

assoziierten Hypophosphatämie ist nicht bekannt.

CTCAE Grad 3 oder 4 Laborwertanomalien, die in ≥ 5% der Sorafenib-behandelten Patienten

auftraten, schlossen Lymphopenie und Neutropenie ein.

Hypokalzämie wurde bei 12% bzw. 26,5% der Sorafenib-behandelten Patienten berichtet im

Vergleich zu 7,5% bzw. 14,8% der Placebo-Patienten in Studie 1 bzw. Studie 3. Die meisten

Fälle

Hypokalzämie

waren

schwach

ausgeprägt

(CTCAE

Grad 1

Eine

Hypokalzämie nach CTCAE Grad 3 (6,0-7,0 mg/dl) trat in den Studien 1 und 3 jeweils bei 1,1%

bzw. 1,8% der Sorafenib-behandelten Patienten und bei 0,2% bzw. 1,1% der Patienten in der

Placebogruppe auf, und eine Hypokalzämie nach CTCAE Grad 4 (< 6,0 mg/dl) trat jeweils bei

1,1% bzw. 0,4% der Sorafenib-behandelten Patienten und bei 0,5% bzw. 0% der Patienten in

der Placebogruppe auf. Die Ätiologie der mit Sorafenib in Zusammenhang stehenden

Hypokalzämie ist nicht bekannt.

In den Studien 1 und 3 wurden bei 5,4% bzw. 9,5% der Sorafenib-behandelten Patienten

verminderte Kaliumspiegel beobachtet, verglichen mit 0,7% bzw. 5,9% der Placebo-Patienten.

Die meisten Fälle einer Hypokaliämie waren schwach ausgeprägt (CTCAE Grad 1). In diesen

Studien trat eine Hypokaliämie nach CTCAE Grad 3 bei 1,1% bzw. 0,4% der Sorafenib-

behandelten Patienten und 0,2% bzw. 0,7% der Patienten in der Placebo-Gruppe auf. Es gab

keine Berichte einer Hypokaliämie nach CTCAE Grad 4.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Meldung

Verdachts

Nebenwirkungen

nach

Zulassung

großer

Wichtigkeit.

ermöglicht

eine

kontinuierliche

Überwachung

Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden

Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Dokumentverlauf anzeigen

Teilen Sie diese Informationen