Somatuline Autogel 90 mg Injektionslösung Injektionslösung in einer Fertigspritze

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Lanreotidacetat (1:x)
Verfügbar ab:
CC-Pharma GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Lanreotide acetate (1:x)
Darreichungsform:
Injektionslösung in einer Fertigspritze
Zusammensetzung:
Lanreotidacetat (1:x) 109.8mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
83970.00.00

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Somatuline Autogel

®

60 mg / 90 mg / 120 mg

Injektionslösung in einer Fertigspritze

Wirkstoff: Lanreotid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später

nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es

nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese

die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Somatuline Autogel und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Somatuline Autogel beachten?

Wie ist Somatuline Autogel anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Somatuline Autogel aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. WAS IST SOMATULINE AUTOGEL UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Was Somatuline Autogel ist und wie es wirkt

Der Name Ihres Arzneimittels ist Somatuline Autogel.

Es handelt sich dabei um eine Lanreotid-

Formulierung mit Langzeitwirkung.

Lanreotid - der Wirkstoff - gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als

„wachstumshemmende Hormone“ bezeichnet werden. Es ist einer anderen Substanz (Hormon), die

„Somatostatin“ genannt wird, ähnlich.

Lanreotid senkt im Körper die Menge an Hormonen, wie z. B. Wachstumshormon (GH) und

Insulin-ähnlichem-Wachstumsfaktor 1 (IGF-1), und hemmt die Freisetzung einiger Hormone im

Magen-Darm-Trakt sowie die Sekretion im Darm. Des Weiteren wirkt es auf einige fortgeschrittene

Tumore des Darms und der Bauchspeicheldrüse (sogenannte neuroendokrine Tumore), indem es

deren Wachstum stoppt oder verlangsamt.

Wofür Somatuline Autogel angewendet wird

Zur Behandlung von Akromegalie nach einer Operation und/oder Strahlentherapie oder bei

Patienten mit Akromegalie, die aus anderen Gründen eine medikamentöse Behandlung

benötigen.

Bei Akromegalie stellt Ihr Körper zu viel Wachstumshormon her, wodurch

übermäßiges Größenwachstum von z. B. Ohren, Nase, Kinn, Fingern oder Füßen entsteht.

Zur Behandlung von Beschwerden wie z. B. Hitzewallungen und Diarrhoe, die manchmal bei

Patienten mit karzinoiden Tumoren auftreten.

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Zur Behandlung und Kontrolle des Wachstums einiger fortgeschrittener Tumore des Darms und

der Bauchspeicheldrüse, die als gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumore oder GEP-

NET bezeichnet werden. Die Anwendung erfolgt, wenn diese Tumore nicht operativ entfernt

werden können.

2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON SOMATULINE AUTOGEL

BEACHTEN?

Somatuline Autogel darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Lanreotid, Somatostatin und verwandte Arzneimittel

(Somatostatin-Analoga) oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses

Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Somatuline Autogel anwenden, wenn

Diabetiker

sind, da Lanreotid einen Einfluss auf Ihren Blutzuckerspiegel haben kann.

Während der Anwendung von Somatuline Autogel wird Ihr Arzt möglicherweise Ihren

Blutzuckerspiegel kontrollieren und Ihre Diabetesbehandlung anpassen.

Gallensteine

haben, da Lanreotid zur Bildung von Gallensteinen führen kann.

Es kann daher nötig sein, dass Ihre Gallenblase regelmäßig überwacht wird.

Schilddrüsenprobleme

haben, da Lanreotid Ihre Schilddrüsenfunktion leicht herabsetzen

kann.

Herzerkrankungen

haben, da unter Lanreotid-Behandlung Sinusbradykardie (verlangsamter

Herzschlag) auftreten kann. Bei Patienten mit Bradykardie (Herzrhythmusstörung) ist zu Beginn

der Lanreotid-Behandlung besondere Vorsicht geboten.

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker

sprechen, bevor Sie Somatuline Autogel anwenden.

Kinder

Somatuline Autogel wird für die Anwendung bei Kindern nicht empfohlen.

Anwendung von Somatuline Autogel zusammen mit anderen Arzneimitteln

Es kann sein, dass sich Arzneimittel gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen. Bitte informieren

Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Besondere Vorsicht ist erforderlich bei gleichzeitiger Anwendung mit

Ciclosporin

(ein Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems, z. B. nach Transplantation

oder bei Autoimmunerkrankung).

Bromocriptin

(Dopaminagonist zur Behandlung von Hypophysentumoren und von Parkinson

oder zum Abstillen).

Bradykardie verursachenden Arzneimitteln

(Arzneimittel, die den Herzschlag herabsetzen,

z. B. Betablocker).

Bei gleichzeitiger Anwendung solcher Arzneimittel wird Ihr Arzt Dosisanpassungen in Erwägung

ziehen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat.

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Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie vermuten, dass Sie schwanger

sind oder wenn Sie stillen.

In diesen Fällen sollte Somatuline Autogel nur angewendet werden, wenn Ihr Arzt dies für

eindeutig erforderlich hält.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Somatuline Autogel Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat. Bei der Behandlung mit Somatuline Autogel können

jedoch möglicherweise Nebenwirkungen wie Schwindel auftreten. Wenn Sie davon betroffen sind,

sollten Sie keine Fahrzeuge lenken oder Maschinen bedienen.

3. WIE IST SOMATULINE AUTOGEL ANZUWENDEN?

Wenden Sie Somatuline Autogel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Wie ist die übliche Dosis?

Behandlung von Akromegalie

Das empfohlene Dosierungsintervall ist eine Injektion alle 28 Tage. Ihr Arzt kann die Dosis Ihrer

Injektionen mittels der drei Wirkungsstärken von Somatuline Autogel (60 mg, 90 mg oder 120 mg)

anpassen.

Wenn Sie gut auf ein Somatostatin-Analogon oder auf Somatuline Autogel 60 mg bzw. 90 mg

eingestellt sind, kann Ihr Arzt Ihre Behandlung auf Somatuline Autogel 120 mg umstellen,

wodurch die Häufigkeit der Injektionen auf alle 56 bzw. alle 42 Tage reduziert wird.

Ihr Arzt wird auch entscheiden, wie lange Sie behandelt werden sollten.

Behandlung von Beschwerden wie z. B. Hitzewallungen und Diarrhoe bei karzinoiden Tumoren

Die empfohlene Dosis ist eine Injektion alle 28 Tage. Ihr Arzt kann die Dosis Ihrer Injektionen

mittels der drei Wirkungsstärken von Somatuline Autogel (60 mg, 90 mg oder 120 mg) anpassen.

Wenn Sie gut auf ein Somatostatin-Analogon oder auf Somatuline Autogel 60 mg bzw. 90 mg

eingestellt sind, kann Ihr Arzt Ihre Behandlung auf Somatuline Autogel 120 mg umstellen,

wodurch die Häufigkeit der Injektionen auf alle 56 bzw. alle 42 Tage reduziert wird.

Ihr Arzt wird auch entscheiden, wie lange Sie behandelt werden sollten.

Behandlung fortgeschrittener Tumore des Darms und der Bauchspeicheldrüse, die als

gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumore oder GEP-NET bezeichnet werden, wenn diese

Tumore nicht operativ entfernt werden können

Die empfohlene Dosis beträgt 120 mg alle 28 Tage. Ihr Arzt wird entscheiden, wie lange Sie mit

Somatuline Autogel behandelt werden sollten, um den Tumor zu kontrollieren.

Art der Anwendung

Somatuline Autogel wird tief subkutan injiziert.

Wenn die Injektion durch medizinisches Fachpersonal bzw. von einer entsprechend unterwiesenen

Person (z. B. Familienmitglied oder Freund/in) vorgenommen wird, erfolgt die Injektion in das

obere äußere Viertel des Gesäßes (siehe Abbildung 5a).

Wenn Sie sich Somatuline Autogel nach einem angemessenen Training selbst injizieren, sollte die

Injektion in den oberen Abschnitt der Oberschenkelaußenseite (siehe Abbildung 5b) erfolgen.

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Die Entscheidung, ob die Injektion selbst oder durch eine entsprechend unterwiesene Person

vorgenommen werden kann, liegt bei Ihrem Arzt.

Anwendungshinweise

Die folgenden Hinweise erklären, wie Somatuline Autogel injiziert wird.

BITTE LESEN SIE DIE FOLGENDEN HINWEISE ZUR ANWENDUNG SORGFÄLTIG

DURCH, BEVOR SIE DIE INJEKTION DURCHFÜHREN.

Somatuline Autogel wird in einer gebrauchsfertigen Fertigspritze geliefert. Die Fertigspritze ist mit

einem automatischen Sicherheitssystem ausgestattet, welches nach Verabreichung des

Arzneimittels automatisch einrastet, um Nadelstichverletzungen nach dem Gebrauch zu verhindern.

Nehmen Sie Somatuline Autogel 30 Minuten vor Anwendung aus dem Kühlschrank. Lassen

Sie den Beutel bis unmittelbar vor der Injektion geschlossen.

Überprüfen Sie vor dem Öffnen des Beutels, dass dieser unbeschädigt und das Verfallsdatum

des Arzneimittels nicht überschritten ist. Das Verfallsdatum ist auf der Faltschachtel und auf

dem Beutel angegeben.

SIE DÜRFEN DAS ARZNEIMITTEL NICHT ANWENDEN, WENN DAS ANGEGEBENE

VERFALLSDATUM ÜBERSCHRITTEN ODER DER BESCHICHTETE BEUTEL

BESCHÄDIGT IST.

Waschen Sie Ihre Hände mit Seife und stellen Sie sicher, dass die Vorbereitung auf einer

sauberen Oberfläche erfolgt.

Reißen Sie den Beutel auf und entnehmen Sie die Fertigspritze.

Wählen Sie eine Injektionsstelle:

Das obere äußere Viertel des Gesäßes (bei Injektion durch medizinisches Fachpersonal oder

entsprechend unterwiesene Person, z. B. Familienmitglied oder Freund/in) oder

5b. den oberen Abschnitt der Oberschenkelaußenseite (wenn Sie sich Somatuline Autogel selbst

injizieren).

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Folgeinjektionen von Somatuline Autogel sollten

abwechselnd

in die rechte oder linke Seite

erfolgen.

Reinigen Sie die Injektionsstelle.

Drehen und ziehen Sie die Kolbenabdeckung ab. Verwerfen Sie diese.

Entfernen Sie die Nadelkappe und verwerfen Sie diese.

Halten Sie die Haut um die Injektionsstelle mit Ihrem Daumen und Zeigefinger flach. Führen

Sie die Nadel zügig und in der gesamten Länge (tief subkutane Injektion), senkrecht (90°) zur

Haut ein, ohne an der Injektionsstelle die Haut zu falten oder zu drücken.

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10. Injizieren Sie das Arzneimittel

langsam

Üblicherweise braucht man dazu 20 Sekunden.

Injizieren Sie den gesamten Inhalt, bis der Kolben nicht weiter heruntergedrückt werden kann.

An dieser Stelle hören Sie ein „Klick“.

Achtung: Halten Sie den Druck auf den Kolben mit dem Daumen weiter aufrecht, um die

Aktivierung des automatischen Sicherheitssystems zu verhindern.

11. Ziehen Sie die Injektionsnadel aus der Haut heraus, ohne dabei den Druck auf den Kolben zu

verringern.

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12. Lösen Sie dann den Druck auf den Kolben. Die Nadel wird automatisch in den Nadelschutz

zurückgezogen und dauerhaft verschlossen.

13. Üben Sie mit einem trockenen Wattebausch oder sterilem Mull sanften Druck auf die

Injektionsstelle aus, um Blutungen vorzubeugen. Die Injektionsstelle nach Verabreichung nicht

reiben oder massieren.

14. Entsorgen Sie die verwendete Fertigspritze entsprechend den Anweisungen Ihres Arztes oder

des medizinischen Fachpersonals.

Wenn Sie Somatuline Autogel häufiger angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie Somatuline Autogel häufiger injiziert haben als empfohlen, wenden Sie sich bitte an

Ihren Arzt.

Wenn Sie sich zu viel Somatuline Autogel injiziert haben oder Ihnen zu viel verabreicht wurde,

können zusätzliche oder schwerwiegendere Nebenwirkungen auftreten (siehe Abschnitt 4. Welche

Nebenwirkungen sind möglich?).

Wenn Sie die Anwendung von Somatuline Autogel vergessen haben

Sobald Sie feststellen, dass Sie eine Injektion vergessen haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Arzt

in Verbindung. Er wird Ihnen den Zeitpunkt Ihrer nächsten Injektion nennen. Injizieren Sie sich

keine zusätzlichen Injektionen selbst, um eine versäumte Injektion nachzuholen, ohne dies vorher

mit Ihrem Arzt besprochen zu haben.

Wenn Sie

die Anwendung von Somatuline Autogel abbrechen

Eine Unterbrechung für mehr als eine Dosis oder eine vorzeitige Beendigung der Behandlung mit

Somatuline Autogel kann den Erfolg der Behandlung beeinträchtigen. Wenden Sie sich bitte an

Ihren Arzt, bevor Sie die Behandlung abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen

bemerken:

Verstärktes Gefühl von Durst und Müdigkeit sowie Auftreten von Mundtrockenheit - dies

können Anzeichen dafür sein, dass Sie einen hohen Blutzuckerspiegel haben oder einen Diabetes

entwickeln.

Verstärktes Gefühl von Hunger, Zittern, Schwitzen oder Verwirrtheit - dies können Anzeichen

für einen niedrigen Blutzuckerspiegel sein.

Diese Nebenwirkungen treten häufig auf. Sie können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen.

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Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn

Ihr Gesicht rot oder geschwollen wird oder sich Flecken oder ein Hautausschlag bilden.

Ihre Brust sich eng anfühlt, Sie kurzatmig werden oder keuchen.

Sie sich schwach fühlen, möglicherweise als Folge eines Blutdruckabfalls.

Die oben genannten Symptome können auf eine allergische Reaktion hinweisen.

Die Häufigkeit dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt und kann auf Grundlage der verfügbaren

Daten nicht abgeschätzt werden.

Andere Nebenwirkungen

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen

bemerken.

Die am häufigsten zu erwartenden Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden, Probleme

mit der Gallenblase und Reaktionen an der Injektionsstelle. Mögliche Nebenwirkungen von

Somatuline Autogel sind entsprechend ihren Häufigkeiten nachstehend aufgeführt.

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Durchfall, weiche Stühle, Schmerzen im Bauchraum

Gallensteine und andere Probleme mit der Gallenblase. Sie können Symptome wie schwere und

plötzlich auftretende Bauchschmerzen, hohes Fieber, Gelbsucht (gelbliche Verfärbung der Haut

und des weißen Teils der Augen), Schüttelfrost, Appetitlosigkeit und juckende Haut haben.

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gewichtsverlust

Sich antriebslos fühlen

Langsamer Herzschlag

Sich sehr müde fühlen

Verringerter Appetit

Sich generell schwach fühlen

Übermäßiger Fettanteil im Stuhl

Sich schwindelig fühlen, Kopfschmerzen haben

Haarverlust oder spärlicher Körperhaarwuchs

Schmerzen, die sich auf Muskeln, Bänder, Sehnen und Knochen auswirken

Reaktionen an der Injektionsstelle, wie z. B. Schmerzen oder Hautverhärtungen

Abnorme Leber- und Bauchspeicheldrüsen-Laborwerte und Änderungen im Blutzuckerspiegel

Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Blähungen, Bauchblähung oder Bauchbeschwerden,

Verdauungsstörungen

Biliäre Dilatation (Erweiterung der Gallengänge zwischen Ihrer Leber und Gallenblase und dem

Darm). Sie haben möglicherweise Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Gelbsucht und

Fieber.

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Hitzewallungen

Schlafstörungen

Änderung der Farbe des Stuhls

Änderung der Plasmaspiegel für Natrium und alkalische Phosphatase (im Bluttest feststellbar)

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Plötzliche, schwere Schmerzen im Unterleib - diese können Anzeichen einer entzündeten

Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) sein.

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Lanreotid kann Ihren Blutzuckerspiegel verändern, deshalb wird Ihr Arzt möglicherweise,

insbesondere bei Behandlungsbeginn, Ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren.

Bei dieser Art von Arzneimitteln können Probleme mit der Gallenblase auftreten, deshalb wird Ihr

Arzt möglicherweise, bei Behandlungsbeginn mit Somatuline Autogel und danach in regelmäßigen

Abständen, auch Ihre Gallenblase überwachen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine der oben genannten

Nebenwirkungen bemerken.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST SOMATULINE AUTOGEL AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C). In der Originalverpackung aufbewahren.

Das Produkt kann im versiegelten Beutel zur weiteren Lagerung und Anwendung in den

Kühlschrank zurückgelegt werden, wenn es nach Entnahme aus dem Kühlschrank nicht länger als

24 Stunden bei unter 40°C gelagert wurde und einer solchen Temperaturschwankung nicht öfter als

dreimal ausgesetzt war.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf den Etiketten und dem Umkarton nach „Exp:“ bzw.

„Verw. bis:“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie das Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen

damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Somatuline Autogel enthält

Der Wirkstoff ist:

Lanreotid (60 mg, 90 mg oder 120 mg)

Die sonstigen Bestandteile sind:

Wasser für Injektionszwecke

Eisessig (zur pH-Einstellung)

Wie Somatuline Autogel aussieht und Inhalt der Packung

Somatuline Autogel ist eine Injektionslösung in einer gebrauchsfertigen Fertigspritze, die mit einem

automatischen Sicherheitssystem ausgestattet ist. Die Lösung ist weiß bis blassgelb, viskos und

übersättigt.

Jede Fertigspritze ist in einem beschichteten Beutel und einer Faltschachtel verpackt.

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Somatuline Autogel 60 mg / 90 mg / 120 mg

Faltschachtel mit einer 0,5 ml-Fertigspritze oder drei 0,5 ml-Fertigspritzen, jeweils mit

automatischem Sicherheitssystem und einer Injektionsnadel (1,2 mm x 20 mm)

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Ipsen Pharma GmbH

76275 Ettlingen

Tel.: 07243 184-80

Fax: 07243 184-39

Hersteller

Ipsen Pharma Biotech SAS

Parc d’Activités du Plateau de Signes

Chemin Départemental 402

F-83870 Signes

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im September 2017.

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Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Somatuline Autogel

60 mg / 90 mg / 120 mg

Injektionslösung in einer Fertigspritze

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

60 mg, 90 mg, 120 mg Lanreotid, als Acetat

Jede Fertigspritze enthält eine übersättigte Lanreotidacetatlösung entsprechend einer Konzentration

von 0,246 mg Lanreotidbase/mg Lösung, so dass eine Menge von 60 mg, 90 mg oder 120 mg

Lanreotid pro Injektion gewährleistet ist.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung in einer Fertigspritze

Weiße bis blassgelbe, viskose, übersättigte Lösung

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Somatuline Autogel wird angewendet zur

Therapie von Patienten mit Akromegalie, wenn nach einer chirurgischen Behandlung und/oder

Radiotherapie die Spiegel des Wachstumshormons (GH) und/oder des Insulin-like Growth

Factor-1 (IGF-1) anormal bleiben oder bei Patienten, die aus anderen Gründen eine

medikamentöse Behandlung benötigen. Das Ziel der Behandlung bei Akromegalie ist eine

Reduktion der GH- und IGF-1-Spiegel und, sofern möglich, eine Normalisierung dieser Werte.

Therapie klinischer Symptome bei karzinoiden Tumoren.

Therapie von gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NET G1 und einer

Teilgruppe G2 (Ki67-Index bis zu 10 %)) mit Ursprung im Mitteldarm, Pankreas oder

unbekannter Primärlokalisation (Enddarm ausgeschlossen) bei erwachsenen Patienten mit

inoperabler, lokal fortgeschrittener oder metastasierter Erkrankung (siehe Abschnitt 5.1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Somatuline Autogel ist in Fertigspritzen in den drei Dosisstärken 60 mg, 90 mg und 120 mg

erhältlich.

Akromegalie

Für Patienten, die erstmals mit einem Somatostatin-Analogon behandelt werden, wird eine

Anfangsdosierung von 60 mg Somatuline Autogel alle 28 Tage empfohlen.

Danach sollte für alle Patienten

die Dosis je nach Ansprechen des Patienten (beurteilt anhand der

Besserung der Symptome und/oder einer Reduktion der GH- und/oder IGF-1-Spiegel) angepasst

werden.

Wenn die gewünschte therapeutische Wirkung nach 3 Monaten nicht erreicht ist, kann die Dosis

erhöht werden. Als Maximaldosis werden 120 mg Somatuline Autogel alle 28 Tage empfohlen.

Wenn eine vollständige therapeutische Wirkung erreicht wurde (GH-Spiegel niedriger als 1 ng/ml,

normaler IGF-1-Spiegel und/oder Verschwinden der Symptome) kann die Dosis verringert werden.

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Patienten, die gut auf ein Somatostatin-Analogon eingestellt sind, können mit Somatuline Autogel

120 mg alle 42 oder 56 Tage behandelt werden.

Zum Beispiel können Patienten, die gut auf Somatuline Autogel 60 mg alle 28 Tage eingestellt sind,

mit Somatuline Autogel 120 mg alle 56 Tage behandelt werden und Patienten, die gut auf

Somatuline Autogel 90 mg alle 28 Tage eingestellt sind, mit Somatuline Autogel 120 mg alle

42 Tage behandelt werden.

Es sollte eine Langzeitüberwachung der Symptome sowie der GH- und IGF-1-Spiegel durchgeführt

werden, soweit dies klinisch angezeigt ist.

Symptome bei karzinoiden Tumoren

Für Patienten, die erstmals mit einem Somatostatin-Analogon behandelt werden, wird eine

Anfangsdosierung von 60 mg Somatuline Autogel alle 28 Tage empfohlen. Die Dosis sollte je nach

Besserung der Symptome angepasst werden. Als Maximaldosis werden 120 mg Somatuline

Autogel alle 28 Tage empfohlen.

Patienten, die gut auf ein Somatostatin-Analogon eingestellt sind, können mit Somatuline Autogel

120 mg alle 42 oder 56 Tage behandelt werden.

Zum Beispiel können Patienten, die gut auf Somatuline Autogel 60 mg alle 28 Tage eingestellt sind,

mit Somatuline Autogel 120 mg alle 56 Tage behandelt werden und Patienten, die gut auf

Somatuline Autogel 90 mg alle 28 Tage eingestellt sind, mit Somatuline Autogel 120 mg alle

42 Tage behandelt werden.

Es sollte eine enge Überwachung der Symptome durchgeführt werden, wenn die Behandlung auf

das verlängerte Dosierungsintervall umgestellt wird.

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumoren (GEP-NET G1 und Teilgruppe G2 (Ki67-

Index bis zu 10 %)) mit Ursprung im Mitteldarm, Pankreas oder unbekannter Primärlokalisation

(Enddarm ausgeschlossen)

bei erwachsenen Patienten mit inoperabler, lokal fortgeschrittener oder

metastasierter Erkrankung

Das empfohlene Dosierungsintervall ist eine Injektion Somatuline Autogel 120 mg alle 28 Tage.

Zur Tumorkontrolle sollte die Behandlung mit Somatuline Autogel solange wie nötig fortgesetzt

werden.

Nieren-/Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit gestörter Nieren- oder Leberfunktion ist aufgrund der großen therapeutischen

Breite von Lanreotid keine Anpassung der Dosierung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften).

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist aufgrund der großen therapeutischen Breite von Lanreotid keine Anpassung

der Dosierung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften).

Kinder und Jugendliche

Somatuline Autogel wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen mangels Daten zur

Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

Art der Anwendung

Somatuline Autogel sollte tief subkutan in den oberen äußeren Quadranten des Gesäßes oder in den

oberen Abschnitt der Oberschenkelaußenseite injiziert werden.

Patienten, die eine gleichbleibende Dosis Somatuline Autogel erhalten, können sich nach einem

angemessenen Training durch das medizinische Fachpersonal das Arzneimittel selbst injizieren oder

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von einer entsprechend unterwiesenen Person verabreichen lassen. Im Fall einer Selbstinjektion

sollte die Injektion in den oberen Abschnitt der Oberschenkelaußenseite erfolgen.

Die Entscheidung, ob die Injektion durch den Patienten selbst oder eine entsprechend unterwiesene

Person verabreicht werden kann, liegt beim Arzt.

Unabhängig von der Injektionsstelle, sollte die Haut bei der Injektion nicht gefaltet werden und die

Injektionsnadel zügig in ihrer gesamten Länge, senkrecht zur Haut eingeführt werden.

Folgeinjektionen sollten abwechselnd in die rechte oder linke Seite erfolgen.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Somatostatin, ähnliche Peptide oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Lanreotid kann die Motilität der Gallenblase verringern und zur Bildung von Gallensteinen führen,

daher sollten Patienten regelmäßig überwacht werden.

Pharmakologische Studien bei Tieren und Menschen zeigen, dass Lanreotid, wie auch Somatostatin

und andere Somatostatin-Analoga, die Insulin- und Glucagon-Sekretion hemmt. Daher kann bei

Patienten, die mit Lanreotid behandelt werden, Hypoglykämie oder Hyperglykämie auftreten. Der

Blutzuckerspiegel sollte zu Beginn der Lanreotid-Behandlung oder bei Änderung der Dosierung

kontrolliert werden. Bei Diabetikern sollte die Diabetesbehandlung entsprechend angepasst werden.

Während der Lanreotid-Behandlung von Akromegalie-Patienten wurde ein leichtes Absinken der

Schilddrüsenfunktion beobachtet, wobei eine klinisch manifeste Hypothyreose selten ist. Falls

klinisch erforderlich, sollten Schilddrüsenfunktionstests durchgeführt werden.

Lanreotid kann bei Patienten ohne vorbestehendes Herzproblem zu einem Absinken der

Herzfrequenz führen, ohne notwendigerweise die Schwelle zur Bradykardie zu erreichen. Bei

Patienten, die bereits vor Beginn der Lanreotid-Behandlung an Herzerkrankungen leiden, kann eine

Sinusbradykardie auftreten. Bei Patienten mit Bradykardie ist zu Beginn der Lanreotid-Behandlung

Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.5).

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die pharmakologischen gastrointestinalen Wirkungen von Lanreotid können eine Reduktion der

intestinalen Aufnahme gleichzeitig angewendeter Arzneimittel einschließlich Ciclosporin zur Folge

haben.

Die gleichzeitige Anwendung von Ciclosporin mit Lanreotid kann die relative Bioverfügbarkeit

von Ciclosporin verringern, wodurch eine Anpassung der Ciclosporin-Dosis erforderlich sein kann,

um den Therapiespiegel aufrechtzuerhalten.

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln mit hoher Plasmabindung sind aufgrund der mäßigen

Bindung von Lanreotid an Serumproteine unwahrscheinlich.

Wenige publizierte Daten deuten an, dass eine gleichzeitige Gabe von Somatostatin-Analoga und

Bromocriptin die Bioverfügbarkeit von Bromocriptin erhöhen kann.

Die gleichzeitige Anwendung von Bradykardie verursachenden Arzneimitteln (z. B. Betablocker)

kann eine zusätzliche Wirkung auf die mit Lanreotid in Verbindung gebrachte geringe

Herabsetzung der Herzfrequenz haben. Bei gleichzeitiger Anwendung solcher Arzneimittel kann

eine Dosisanpassung erforderlich sein.

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Die wenigen verfügbaren publizierten Daten deuten an, dass Somatostatin-Analoga die

metabolische Clearance von Substanzen herabsetzen können, für die bekannt ist, dass sie von

Cytochrom P450-Enzymen metabolisiert werden. Dies kann mit der Unterdrückung des

Wachstumshormons in Zusammenhang stehen. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass

Lanreotid diesen Effekt haben könnte, müssen andere Arzneimittel, die im Wesentlichen über

CYP3A4 metabolisiert werden und die einen niedrigen therapeutischen Index besitzen (z. B.

Chinidin, Terfenadin) mit Vorsicht angewendet werden.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Tierexperimentelle Studien ergaben keinen Befund von teratogenen Wirkungen im Zusammenhang

mit Lanreotid während der Organogenese. Embryo-fetale Toxizität (vermehrte Prä- und

Postimplantationsverluste) und auch eine vorübergehende Wachstumsretardierung der

Nachkommenschaft vor der Entwöhnung wurden beobachtet.

Daten einer begrenzten Anzahl von exponierten Schwangeren zeigen keine Nebenwirkungen von

Lanreotid auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fötus/Neugeborenen. Bislang sind

keine anderen relevanten epidemiologischen Daten verfügbar.

Da tierexperimentelle Studien nicht immer aussagekräftig bezüglich des Ansprechens beim

Menschen sind, sollte Lanreotid bei Schwangeren nur angewendet werden, wenn dies eindeutig

erforderlich ist.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, dass dieses Arzneimittel in die Muttermilch übergeht.

Da viele Arzneimittel über die Muttermilch ausgeschieden werden, ist Vorsicht geboten, wenn

Lanreotid während der Stillzeit angewendet wird.

Fertilität

Verminderte Fertilität wurde bei weiblichen Ratten aufgrund der Hemmung der GH-Ausschüttung

bei Dosen höher als solchen, die beim Menschen bei therapeutischer Dosierung erreicht werden

können, beobachtet.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Obwohl kein Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

nachgewiesen wurde, wurde unter Anwendung von Somatuline Autogel über Schwindel berichtet.

Wenn ein Patient davon betroffen ist, sollte er keine Fahrzeuge lenken oder Maschinen bedienen.

4.8 Nebenwirkungen

Unerwünschte Wirkungen, die in klinischen Studien von Akromegalie- und GEP-NET-Patienten

unter Lanreotid-Behandlung berichtet wurden, werden unter der entsprechenden Systemorganklasse

gemäß folgenden Kategorien aufgeführt:

Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100).

Die am häufigsten erwarteten unerwünschten Wirkungen nach Behandlung mit Lanreotid sind

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (am häufigsten wurde von Diarrhoe und abdominalen

Schmerzen, die gewöhnlich mild oder mäßig und vorübergehend waren, berichtet), Cholelithiasis

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(oft ohne Symptome) und Reaktionen an der Injektionsstelle (Schmerzen, Knötchen und

Verhärtung).

Das Nebenwirkungsprofil ist für alle Indikationen ähnlich.

Systemorganklasse

Sehr häufig

(≥1/10)

Häufig (≥1/100, <1/10)

Gelegentlich

(≥1/1.000,

<1/100)

Nach Marktein-

führung

(Häufigkeit nicht

bekannt)

Untersuchungen

ALAT erhöht*, ASAT

abnorm*, ALAT

abnorm*,

Bilirubinspiegel erhöht*,

Blutzuckerspiegel

erhöht*, glykosyliertes

Hämoglobin erhöht*,

Gewichtsabnahme,

pankreatisches Enzym

erniedrigt**

ASAT erhöht*,

alkalische

Phosphatase

erhöht*,

Bilirubinspiegel

abnorm*,

Natriumspiegel

erniedrigt*

Herzerkrankungen

Sinusbradykardie*

Erkrankungen des

Nervensystems

Schwindel,

Kopfschmerzen,

Lethargie**

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Diarrhoe,

weiche

Stühle*,

Schmerzen

Bauchraum

Übelkeit, Erbrechen,

Verstopfung, Flatulenz,

abdominale Distension,

abdominales

Unbehagen, Dyspepsie,

Steatorrhoe**

Entfärbter Stuhl*

Pankreatitis

Erkankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Alopezie, Hypotrichose*

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Hypoglykämie,

verringerter Appetit**,

Hyperglykämie,

Diabetes mellitus

Gefäßerkrankungen

Hitzewallungen*

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Asthenie, Müdigkeit,

Reaktionen an der

Injektionsstelle

(Schmerzen,

Verdickung, Verhärtung,

Knötchen, Pruritus)

Leber- und

Gallenerkrankungen

Cholelithiasis

Biliäre Dilatation*

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Systemorganklasse

Sehr häufig

(≥1/10)

Häufig (≥1/100, <1/10)

Gelegentlich

(≥1/1.000,

<1/100)

Nach Marktein-

führung

(Häufigkeit nicht

bekannt)

Psychiatrische

Erkrankungen

Insomnie*

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Schmerzen des

Bewegungsapparates**,

Myalgie**

Erkrankungen des

Immunsystems

Allergische

Reaktionen

(einschließlich

Angioödem,

Anaphylaxie und

Überempfindlich-

keit)

* Basiert auf Studien (Pool) mit Akromegalie-Patienten

** Basiert auf Studien (Pool) mit GEP-NET-Patienten

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

4.9 Überdosierung

Wenn eine Überdosierung auftritt, sollte sie symptomatisch behandelt werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Wachstumshemmende Hormone

ATC-Code: H01CB03

Lanreotid ist ein Octapeptidanalogon des natürlichen Somatostatins. Wie Somatostatin ist Lanreotid

ein Hemmer verschiedener endokriner, neuroendokriner, exokriner und parakriner Funktionen.

Lanreotid besitzt eine hohe Bindungsaffinität zu den humanen Somatostatin-Rezeptoren (SSTR) 2

und 5 und eine geringe Bindungsaffinität zu den humanen Rezeptoren SSTR 1, 3 und 4. Die

Aktivität an den humanen Rezeptoren SSTR 2 und 5 ist als der primäre Wirkmechanismus für die

Hemmung der GH-Sekretion anzusehen. Lanreotid ist aktiver als das natürliche Somatostatin und

zeigt eine längere Wirkdauer.

Wie Somatostatin zeigt Lanreotid eine allgemeine exokrine antisekretorische Wirkung. Es hemmt

die Basalsekretion von Motilin, von GIP (gastric inhibitory peptide) und von pankreatischem

Polypeptid, hat jedoch keine bedeutenden Auswirkungen auf die Bindung von Sekretin oder die

Gastrinausscheidung. Zusätzlich senkt es die Spiegel an Serum-Chromogranin A und urinärem

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5-HIAA (5-Hydroxyindolessigsäure) in GEP-NET-Patienten mit erhöhten Spiegeln dieser

Tumormarker. Lanreotid hemmt deutlich den durch Mahlzeiten hervorgerufenen Anstieg des

arteriellen Blutflusses im oberen Mesenterium und des portalen venösen Blutflusses. Lanreotid

senkt die durch Prostaglandin-E

stimulierte Sekretion von Wasser, Natrium, Kalium und Chlorid

im Dünndarm deutlich. Bei Akromegalie-Patienten in der Langzeittherapie führt Lanreotid zur

Senkung des Prolaktinspiegels.

Bei Akromegalie-Patienten kann Lanreotid außerdem eine Volumenabnahme des Tumorgewebes

bewirken. In einer einarmigen, unverblindeten Studie wurden 90 zuvor unbehandelte Patienten mit

Akromegalie und diagnostiziertem Makroadenom der Hypophyse, die nicht für eine Operation oder

Strahlentherapie vorgesehen waren, mit Somatuline Autogel 120 mg alle 28 Tage über 48 Wochen

behandelt. Eine Reduktion des Tumorvolumens von ≥ 20 % wurde bei 63 % der Patienten (95 %

CI: 52 % -73 %) beobachtet. In Woche 48 betrug die mittlere prozentuale Reduktion des

Tumorvolumens 26,8 %. Die Änderung der GH- und IGF-1-Spiegel korrelierte signifikant mit der

Änderung des Tumorvolumens. Darüber hinaus berichteten die meisten Patienten über einen

Rückgang der mit Akromegalie verbundenen Symptome wie Müdigkeit, übermäßiges Schwitzen,

Gelenkschmerzen und Weichteilschwellung.

Durch die präoperative Verabreichung von Lanreotid kann in manchen Fällen die Tumorgröße

reduziert werden.

Eine auf 96 Wochen zeitlich festgelegte randomisierte, doppelblinde, multizentrische, Placebo-

kontrollierte Phase-III-Studie wurde mit Somatuline Autogel bei Patienten mit

gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren durchgeführt, um die antiproliferative

Wirkung von Lanreotid zu beurteilen.

Die Patienten wurden 1:1 randomisiert und erhielten entweder Somatuline Autogel 120 mg alle

28 Tage (n = 101) oder Placebo (n = 103). Die Randomisierung wurde zu Beginn der Behandlung

auf Basis früherer Therapien und des Vorhandenseins/Fehlens einer Progression (Baseline), die

mittels RECIST 1.0 (Response Evaluation Criteria In Solid Tumors) während der 3-6-monatigen

Screening-Phase bestimmt wurde, stratifiziert.

Die Patienten hatten metastasierte und/oder inoperable, lokal fortgeschrittene Erkrankungen mit

histologisch bestätigten, gut oder mäßig differenzierten Tumoren, die primär in Bauchspeicheldrüse

(44,6 % der Patienten), Mitteldarm (35,8 %), Enddarm (6,9 %) oder mit anderer/unbekannter

Lokalisation des Primärtumors (12,7 %) vorkamen.

69 % der Patienten mit GEP-NET hatten Tumorgrad 1 (G1), definiert durch einen

Proliferationsindex Ki67 ≤ 2 % (50,5 % der gesamten Patientenpopulation) oder einen Mitoseindex

< 2 Mitosen/10 HPF (18,5 % der gesamten Patientenpopulation). 30 % der Patienten mit GEP-NET

hatten Tumoren im unteren Bereich des Tumorgrads 2 (G2), definiert durch einen Ki67-Index

> 2 % - ≤ 10 %). Der Tumorgrad war für 1 % der Patienten nicht verfügbar. Patienten mit GEP-

NET G2 mit einem höheren Zellproliferationsindex (Ki67-Index > 10 % - ≤ 20 %) und GEP

neuroendokrinen Karzinomen G3 (Ki67-Index > 20 %) waren aus der Studie ausgeschlossen.

Insgesamt hatten 52,5 % der Patienten eine hepatische Tumorlast von ≤ 10 %, 14,5 % hatten eine

hepatische Tumorlast von > 10 % und ≤ 25 % und 33 % hatten eine hepatische Tumorlast von

> 25 %.

Der primäre Endpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS), das innerhalb 96 Wochen nach

der ersten Injektion zur Behandlung entweder als Zeit bis zur Progression der Erkrankung mittels

RECIST 1.0 oder als Zeit bis zum Tod bestimmt wurde. Zur Analyse des PFS wurden unabhängige,

zentral begutachtete radiologische Bewertungen der Progression verwendet.

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Tabelle 1: Ergebnisse zur Wirksamkeit der Phase-III-Studie

Medianes progressionsfreies

Überleben (Wochen)

Hazard Ratio

(95 % CI)

Risiko-

Reduktion

bezügl.

Progression

oder Tod

p-Wert

Somatuline

Autogel

(n = 101)

Placebo

(n = 103)

> 96 Wochen

72,00 Wochen

(95 % CI:

48,57, 96,00)

0,470

(0,304, 0,729)

53 %

0,0002

Abbildung 1: Kaplan-Meier-Kurven zum progressionsfreien Überleben

Die vorteilhafte Wirkung von Somatuline Autogel auf die Risiko-Reduktion bezüglich des

Fortschreitens der Erkrankung oder Todes war durchgehend unabhängig von der Lokalisation des

Primärtumors, der hepatischen Tumorlast, früheren Chemotherapien, dem Ki67 (Baseline),

Tumorgrad oder anderen zuvor festgelegten Eigenschaften, siehe Abbildung 2.

Ein klinisch-relevanter Nutzen der Behandlung mit Somatuline Autogel 120 mg wurde bei

Patienten mit Tumoren der Bauchspeicheldrüse, des Mitteldarms und anderer/unbekannter

Primärlokalisation gesehen, wie auch in der gesamten Studienpopulation.

Die begrenzte Anzahl von Patienten mit Tumoren im Enddarm (14/204) führte zu Schwierigkeiten

bei der Interpretation der Ergebnisse in dieser Untergruppe. Die zur Verfügung stehenden Daten

deuten darauf hin, dass Lanreotid bei diesen Patienten nicht von Nutzen ist.

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Abbildung 2: Ergebnisse der Cox-Proportional-Hazard-Kovarianten-Analyse des PFS

In der Verlängerungsstudie erfolgte bei 45,6 % (47/103) der Patienten ein Crossover von Placebo

auf Open-Label-Somatuline Autogel.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat eine Freistellung von der Verpflichtung zur Vorlage von

Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei Akromegalie und hypophysärem

Gigantismus gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und

Jugendlichen). Gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumoren (nicht eingeschlossen

Neuroblastom, Ganglioneuroblastom, Phäochromozytom) befinden sich auf der „Freistellungsliste“

der Europäischen Arzneimittel-Agentur.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Pharmakokinetische Parameter von Lanreotid nach intravenöser Anwendung bei gesunden

Probanden zeigten eine begrenzte Verteilung außerhalb der Gefäße, mit einem Verteilungsvolumen

von 16,1 l im Fließgleichgewicht. Die Gesamtclearance betrug 23,7 l/h, die terminale Halbwertszeit

1,14 Stunden und die mittlere Verweildauer 0,68 Stunden.

In Eliminationsstudien wurde weniger als 5 % Lanreotid über den Urin ausgeschieden und weniger

als 0,5 % unverändert im Stuhl nachgewiesen, was auf eine biliäre Ausscheidung schließen lässt.

Nach tief subkutaner Injektion von Somatuline Autogel 60 mg, 90 mg und 120 mg bei gesunden

Probanden steigen die Lanreotidkonzentrationen bis zum Erreichen mittlerer maximaler

Serumkonzentrationen von 4,25, 8,39 und 6,79 ng/ml. Diese C

-Werte werden während des ersten

Tages nach der Anwendung nach 8, 12 und 7 Stunden (Mediane) erreicht. Nach Erreichen der

maximalen Lanreotid-Serumspiegel fallen die Konzentrationen langsam wieder ab und folgen dabei

einer Kinetik erster Ordnung mit einer terminalen Eliminationshalbwertszeit von 23,3, 27,4 und

30,1 Tagen; vier Wochen nach der Anwendung lagen die mittleren Lanreotid-Serumspiegel bei 0,9,

1,11 und 1,69 ng/ml. Die absolute Bioverfügbarkeit betrug 73,4, 69,0 und 78,4 %.

Nach tief subkutaner Anwendung von Somatuline Autogel 60 mg, 90 mg und 120 mg bei

Akromegalie-Patienten steigen die Lanreotidkonzentrationen bis zum Erreichen mittlerer maximaler

Serumkonzentrationen von 1,6, 3,5 und 3,1 ng/ml. Diese C

-Werte werden während des ersten

Tages nach der Anwendung nach 6, 6 und 24 Stunden erreicht. Nach Erreichen der maximalen

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Lanreotid-Serumspiegel fallen die Konzentrationen langsam wieder ab und folgen dabei einer

Kinetik erster Ordnung; vier Wochen nach der Anwendung lagen die mittleren Lanreotid-

Serumspiegel bei 0,7, 1,0 und 1,4 ng/ml.

Das Fließgleichgewicht der Lanreotid-Serumspiegel wurde im Mittel nach 4 Injektionen im

4-wöchigen Abstand erreicht. Nach wiederholter Anwendung alle vier Wochen lagen die mittleren

-Werte im Fließgleichgewicht bei 3,8, 5,7 und 7,7 ng/ml für die entsprechenden Dosen von

60 mg, 90 mg und 120 mg, wobei die mittleren C

-Werte 1,8, 2,5 und 3,8 ng/ml betrugen. Der

Peak-Trough-Fluctuation-Index lag in einem mittleren Bereich zwischen 81 und 108 %.

Nach tief subkutaner Anwendung von Somatuline Autogel 60 mg, 90 mg und 120 mg bei

Akromegalie-Patienten wurden lineare pharmakokinetische Freisetzungsprofile beobachtet.

In der Populationen-PK-Analyse mit 290 GEP-NET-Patienten, die Somatuline Autogel 120 mg

erhielten, wurde nach einer Injektion eine schnelle initiale Freisetzung mit einem mittleren C

Wert von 7,49 ± 7,58 ng/ml innerhalb des ersten Tages beobachtet. Steady-State-Konzentrationen

wurden nach 5 Injektionen Somatuline Autogel 120 mg alle 28 Tage erreicht und wurden bis zur

letzten Beurteilung (bis zu 96 Wochen nach der ersten Injektion) aufrechterhalten. Im Steady-State

waren die mittleren C

-Werte 13,9 ± 7,44 ng/ml und die mittleren Trough-Serumspiegel 6,56 ±

1,99 ng/ml. Die mittlere terminale Halbwertszeit betrug 49,8 ± 28,0 Tage.

Nieren-/Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung zeigt sich eine ungefähr zweifache

Verringerung der Gesamtclearance von Lanreotid, verbunden mit einem Anstieg der Halbwertszeit

und der AUC. Bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Leberfunktionsstörung wurde eine Abnahme

(30 %) der Clearance beobachtet. Das Verteilungsvolumen und die mittlere Verweildauer stiegen

bei Patienten mit Leberinsuffizienz aller Grade an.

In der Populationen-PK-Analyse der mit Somatuline Autogel behandelten 165 GEP-NET-Patienten

mit milder und moderater Nierenbeeinträchtigung (106 bzw. 59) wurde kein Effekt auf die

Clearance von Lanreotid festgestellt. GEP-NET-Patienten mit schwerer Nierenbeeinträchtigung

wurden nicht untersucht.

Es wurden keine GEP-NET-Patienten mit Leberbeeinträchtigung (Child-Pugh-Klassifikation)

untersucht.

Es ist nicht notwendig, bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen die

Anfangsdosierung zu ändern, da erwartet werden kann, dass die Lanreotid-Serumkonzentrationen

bei diesen Patienten deutlich innerhalb der Grenzen der Serumkonzentrationen liegen, die von

Gesunden gut toleriert werden.

Ältere Patienten

Ältere Menschen zeigen im Vergleich zu gesunden jungen Menschen einen Anstieg der

Halbwertszeit und der mittleren Verweildauer. Es ist nicht notwendig, bei älteren Patienten die

Anfangsdosierung zu ändern, da erwartet werden kann, dass die Lanreotid-Serumkonzentrationen

bei diesen Patienten deutlich innerhalb der Grenzen der Serumkonzentrationen liegen, die von

Gesunden gut toleriert werden.

In der Populationen-PK-Analyse mit 122 GEP-NET Patienten im Alter von 65 bis 85 Jahren wurde

keine Auswirkung des Alters auf die Clearance und das Verteilungsvolumen von Lanreotid

beobachtet.

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5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

In Bioassay-Studien zur Kanzerogenität an Ratten und Mäusen wurden keine systemischen

neoplastischen Änderungen bei Dosen höher als solchen, die beim Menschen bei therapeutischer

Dosierung erreicht werden können, beobachtet. Ein erhöhtes Auftreten von subkutanen Tumoren

wurde an den Injektionsstellen, aufgrund der häufigeren Anwendung (täglich) bei Tieren im

Vergleich zur monatlichen Dosierung beim Menschen, beobachtet und ist deshalb möglicherweise

nicht klinisch relevant.

Lanreotid zeigte in der Standardbatterie von

in vitro-

in vivo-

Untersuchungen kein

genotoxisches Potential.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Wasser für Injektionszwecke und Eisessig (zur pH-Einstellung)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

Nach dem Öffnen des Beutels muss das Arzneimittel sofort angewendet werden.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C). In der Originalverpackung aufbewahren.

Das Produkt kann im versiegelten Beutel zur weiteren Lagerung und Anwendung in den

Kühlschrank zurückgelegt werden, wenn es nach Entnahme aus dem Kühlschrank nicht länger als

24 Stunden bei unter 40°C gelagert wurde und einer solchen Temperaturschwankung nicht öfter als

dreimal ausgesetzt war.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Somatuline Autogel wird in einer durchsichtigen Polypropylen-Fertigspritze mit Brombutylgummi-

Kolben, einer Injektionsnadel (nichtrostender Stahl) und einem Nadelschutz aus Plastik (LDPE)

geliefert. Die Fertigspritze ist mit einem automatischen Sicherheitssystem ausgestattet.

Jede Fertigspritze ist in einem Beutel (Polyethylenterephtalat

/

Aluminium/Polyethylen-

Beschichtung) und einer Faltschachtel verpackt.

Somatuline Autogel 60 mg / 90 mg / 120 mg:

Faltschachtel mit einer 0,5 ml-Fertigspritze mit automatischem Sicherheitssystem und einer

Injektionsnadel (1,2 mm x 20 mm).

Bündelpackung mit 3 Faltschachteln mit einer 0,5 ml-Fertigspritze mit automatischem

Sicherheitssystem und einer Injektionsnadel (1,2 mm x 20 mm).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Die Injektionslösung in der Fertigspritze ist gebrauchsfertig.

Nach dem Öffnen zur sofortigen und einmaligen Anwendung.

Seite 12 von 12

Es ist wichtig, dass die Injektion des Arzneimittels entsprechend den Anwendungshinweisen in der

Gebrauchsinformation erfolgt.

Nicht anwenden, wenn der beschichtete Beutel beschädigt oder geöffnet ist.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu entsorgen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Ipsen Pharma GmbH

76275 Ettlingen

Tel.: 07243 184-80

Fax: 07243 184-39

8. ZULASSUNGSNUMMERN

Somatuline Autogel

60 mg: 61332.00.00

Somatuline Autogel 90 mg: 61332.01.00

Somatuline Autogel 120 mg: 61332.02.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

18. April 2005 / 15. Januar 2012

10. STAND DER INFORMATION

September 2017

11. VERSCHREIBUNGSPFLICHT / APOTHEKENPFLICHT

Verschreibungspflichtig

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