Sitagliptin/Metformin Hetero 50 mg/1000 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

24-06-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-06-2021

Wirkstoff:
Sitagliptinhydrochlorid 1 H<2>O; Metforminhydrochlorid
Verfügbar ab:
Hetero Europe, S.L. (8133321)
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Sitagliptinhydrochlorid 1 H<2>O (43765) 56,687 Milligramm; Metforminhydrochlorid (6150) 1000 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
2203034.00.00
Berechtigungsdatum:
2021-03-31

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Sitagliptin/Metformin Hetero 50 mg/1000 mg Filmtabletten

Sitagliptin und Metforminhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker

oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in

dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Sitagliptin/Metformin Hetero und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Sitagliptin/Metformin Hetero beachten?

Wie ist Sitagliptin/Metformin Hetero einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Sitagliptin/Metformin Hetero aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Sitagliptin/Metformin Hetero und wofür wird es angewendet?

Sitagliptin/Metformin Hetero enthält zwei unterschiedliche Wirkstoffe, nämlich

Sitagliptin und Metforminhydrochlorid (auch Metformin genannt).

Sitagliptin ist eine Substanz zur Blutzuckerregulierung und gehört zur Klasse der als

DPP-4-Hemmer (

Dipeptidyl-Peptidase-4-Inhibitoren

) bezeichneten Arzneimittel.

Metformin ist eine weitere Substanz zur Blutzuckerregulierung und gehört zur

Klasse der als Biguanide bezeichneten Arzneimittel.

Sie wirken gemeinsam, um bei erwachsenen Patienten mit einer bestimmten Form der

Zuckerkrankheit, die als Diabetes mellitus Typ 2 bezeichnet wird, den Blutzuckerspiegel

zu regulieren. Dieses Arzneimittel hilft, den nach einer Mahlzeit gebildeten Insulinspiegel

zu erhöhen und die von Ihrem Körper hergestellte Zuckermenge zu senken.

Dieses Arzneimittel senkt Ihren Blutzucker. Bitte halten Sie zusätzlich das mit Ihrem Arzt

vereinbarte Ernährungs- und Bewegungsprogramm ein. Dieses Arzneimittel kann allein

oder zusammen mit bestimmten anderen Arzneimitteln zur Behandlung eines Diabetes

(Insulin oder Arzneimitteln mit Wirkstoffen wie Sulfonylharnstoffe oder Glitazone)

angewendet werden.

Was ist ein Typ-2-Diabetes?

Typ-2-Diabetes ist eine Erkrankung, bei der Ihr Körper nicht genug von dem

Bauchspeicheldrüsenhormon "Insulin" herstellt und dieses nicht ausreichend

wirkungsvoll in den Stoffwechsel eingreifen kann.

Ihr Körper produziert eventuell auch zu viel Zucker. In diesen Fällen steigt der

Blutzuckerspiegel (Glukose im Blut) an. Dies kann zu schwerwiegenden

gesundheitlichen Folgeschäden führen wie z. B. Erkrankungen des Herzens, der Nieren,

Erblindung und Amputation.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Sitagliptin/Metformin Hetero

beachten?

Sitagliptin/Metformin Hetero darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Sitagliptin oder Metformin oder einen der in Abschnitt 6.

Genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie eine schwere Einschränkung der Nierenfunktion haben.

wenn Sie unkontrollierten Diabetes haben, zum Beispiel mit schwerer

Hyperglykämie (sehr hohem Blutzucker), Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, schneller

Gewichtsabnahme, Laktatazidose (siehe “Risiko einer Laktatazidose” weiter unten)

oder Ketoazidose. Die Ketoazidose ist ein Zustand, bei dem sich als “Ketonkörper”

bezeichnete Substanzen im Blut anhäufen, die zu einem diabetischen Präkoma

führen können. Zu den Symptomen gehören Magenschmerzen, schnelle und tiefe

Atmung, Schläfrigkeit oder die Entwicklung eines ungewöhnlichen fruchtigen

Geruchs des Atems.

wenn Sie an einer schweren Infektion erkrankt sind oder einen starken

Flüssigkeitsverlust erlitten haben, z. B. durch Erbrechen oder Durchfall.

wenn Sie sich einer Röntgenuntersuchung mit Anwendung jodhaltiger

Kontrastmittel unterziehen müssen. Sie müssen Sitagliptin/Metformin Hetero vor

der Röntgenuntersuchung und nach Rücksprache mit Ihrem Arzt zwei oder mehrere

Tage danach – abhängig von Ihrer Nierenfunktion absetzen.

wenn Sie vor kurzem einen Herzanfall hatten oder schwere Kreislaufprobleme

haben, wie Kreislaufversagen und Atembeschwerden.

wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden.

wenn Sie übermäßige Alkoholmengen zu sich nehmen (sowohl täglich oder auch nur

hin und wieder).

wenn Sie stillen.

Nehmen Sie Sitagliptin/Metformin Hetero nicht ein, wenn einer der oben erwähnten

Punkte auf Sie zutrifft und besprechen Sie mit Ihrem Arzt andere Möglichkeiten zur

Behandlung Ihres Diabetes. Bei Unsicherheit wenden Sie sich vor der Einnahme von

Sitagliptin/Metformin Hetero an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische

Fachpersonal.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Fälle von Bauchspeicheldrüsenentzündung (

Pankreatitis

) wurden bei Patienten

beobachtet, die Sitagliptin/Metformin Hetero einnahmen (siehe Abschnitt 4).

Falls bei Ihnen Blasen auf der Haut auftreten, kann dies ein Anzeichen einer Erkrankung,

die als bullöses Pemphigoid bezeichnet wird, sein. Ihr Arzt kann Sie auffordern,

Sitagliptin/Metformin Hetero abzusetzen.

Risiko einer Laktatazidose

Sitagliptin/Metformin Hetero kann vor allem dann, wenn Ihre Nieren nicht richtig

funktionieren, eine sehr seltene, aber sehr schwerwiegende Nebenwirkung verursachen,

die als Laktatazidose bezeichnet wird. Das Risiko, eine Laktatazidose zu entwickeln, wird

auch durch schlecht eingestellten Diabetes, schwere Infektionen, längeres Fasten oder

Alkoholkonsum, Dehydrierung (weitere Informationen siehe unten), Leberprobleme und

Erkrankungen erhöht, bei denen ein Teil des Körpers nicht mit genügend Sauerstoff

versorgt wird (zum Beispiel bei akuten schweren Herzerkrankungen).

Falls einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt hinsichtlich

weiterer Anweisungen.

Unterbrechen Sie die Einnahme von Sitagliptin/Metformin Hetero für eine kurze

Zeit, wenn Sie einen Zustand haben, der mit einer Dehydrierung

(erheblicher Verlust

an Körperflüssigkeit) verbunden sein kann, wie beispielsweise schweres Erbrechen,

Durchfall, Fieber, Hitzebelastung oder geringere Flüssigkeitsaufnahme als

normalerweise. Sprechen Sie hinsichtlich weiterer Anweisungen mit Ihrem Arzt.

Beenden Sie die Einnahme von Sitagliptin/Metformin Hetero und wenden Sie sich

unverzüglich an einen Arzt oder an das nächstgelegene Krankenhaus, wenn Sie

Symptome einer Laktatazidose bemerken

, da dieser Zustand zum Koma führen kann.

Symptome einer Laktatazidose sind:

Erbrechen

Bauchschmerzen

Muskelkrämpfe

allgemeines Unwohlsein mit starker Müdigkeit

Schwierigkeiten beim Atmen

verringerte Körpertemperatur und Herzklopfen

Eine Laktatazidose ist ein medizinischer Notfall und muss in einem Krankenhaus

behandelt werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Sitagliptin/Metformin

Hetero einnehmen,

wenn Sie eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, wie beispielsweise eine

Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), haben oder hatten.

wenn Sie Gallensteine, Alkoholabhängigkeit oder sehr hohe Blutfettwerte

(insbesondere Triglyzeride) haben oder hatten. Diese Bedingungen können Ihr

Risiko für das Auftreten einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse erhöhen (siehe

Abschnitt 4).

wenn Sie die als Diabetes mellitus Typ-1 (insulinabhängiger Diabetes) bezeichnete

Zuckerkrankheit haben.

wenn Sie eine Überempfindlichkeitsreaktion auf Sitagliptin/Metformin Hetero

(Wirkstoffe und sonstige Bestandteile siehe unter Abschnitt 6) haben oder hatten

(siehe Abschnitt 4).

wenn Sie gleichzeitig weitere Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit

anwenden, Sulfonylharnstoffe oder Insulin, da es infolgedessen zu einer

Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommen könnte. Ihr Arzt kann dann eine

niedrigere Dosierung des Sulfonylharnstoffes oder Insulins verordnen.

Falls bei Ihnen eine größere Operation geplant ist, müssen Sie die Einnahme von

Sitagliptin/Metformin Hetero während des Eingriffs und für einige Zeit danach

unterbrechen. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie Ihre Behandlung mit

Sitagliptin/Metformin Hetero beenden müssen und wann die Behandlung wieder

begonnen werden kann.

Falls Sie sich unsicher sind, ob einer der oben erwähnten Punkte auf Sie zutrifft, fragen

Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Sitagliptin/Metformin Hetero einnehmen.

Während der Behandlung mit Sitagliptin/Metformin Hetero wird Ihr Arzt mindestens

einmal jährlich oder – falls Sie älter sind und/oder sich Ihre Nierenfunktion verschlechtert

– auch häufiger Ihre Nierenfunktion kontrollieren.

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen. Es

ist nicht bekannt, ob dieses Arzneimittel sicher und wirksam ist, wenn es bei Kindern und

Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet wird.

Einnahme von Sitagliptin/Metformin Hetero zusammen mit anderen Arzneimitteln

Falls Ihnen ein jodhaltiges Kontrastmittel in Ihr Blut gespritzt werden muss, zum Beispiel

in Zusammenhang mit einer Röntgenaufnahme oder einer Computertomografie, müssen

Sie die Einnahme von Sitagliptin/Metformin Hetero vor bzw. zum Zeitpunkt der

Injektion unterbrechen. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie Ihre Behandlung mit

Sitagliptin/Metformin Hetero beenden müssen und wann die Behandlung wieder

begonnen werden kann.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben

oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Möglicherweise

müssen Ihr Blutzucker und Ihre Nierenfunktion häufiger kontrolliert werden oder Ihr Arzt

muss eventuell die Dosierung von Sitagliptin/Metformin Hetero anpassen. Es ist

besonders wichtig, folgende Arzneimittel zu erwähnen:

Arzneimittel (zum Einnehmen, zur Inhalation oder Injektion) zur Behandlung

entzündlicher Erkrankungen wie z. B. Asthma oder Rheuma (

Kortikosteroide

Arzneimittel, die die Harnbildung steigern (

Diuretika

Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen (

NSARs und COX-

2-Hemmer

wie beispielsweise Ibuprofen und Celecoxib)

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (

ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Bronchialasthma (

β-

Sympathomimetika

jodhaltige Kontrastmittel oder Arzneimittel, die Alkohol enthalten

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Magenproblemen wie Cimetidin

Ranolazin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Herzenge (

Angina pectoris

Dolutegravir, ein Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen

Vandetanib, ein Arzneimittel zur Behandlung einer bestimmten Art von

Schilddrüsenkrebs (

medulläres Schilddrüsenkarzinom

Digoxin (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und anderen

Herzerkrankungen). Der Digoxinspiegel in Ihrem Blut muss bei Einnahme

zusammen mit Sitagliptin/Metformin Hetero möglicherweise überprüft werden.

Einnahme von Sitagliptin/Metformin Hetero zusammen mit Alkohol

Meiden Sie während der Einnahme von Sitagliptin/Metformin Hetero übermäßigen

Alkoholkonsum, da dieser das Risiko einer Laktatazidose erhöhen kann (siehe Abschnitt

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Sie sollten dieses Arzneimittel während der

Schwangerschaft oder wenn Sie stillen nicht einnehmen. Siehe Abschnitt 2,

„Sitagliptin/Metformin Hetero darf nicht eingenommen werden“

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf Ihre

Verkehrstüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Jedoch sollte

beachtet werden, dass unter Sitagliptin (einer der Wirkstoffe von Sitagliptin/Metformin

Hetero ), über Schwindel und Schläfrigkeit berichtet wurde, was Ihre Verkehrstüchtigkeit

oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen kann.

Bei Einnahme dieses Arzneimittels in Kombination mit sog. Sulfonylharnstoffen oder mit

Insulin kann es zu einer Unterzuckerung (

Hypoglykämie

) kommen, die Ihre

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen sowie eine Tätigkeit ohne sicheren

Stand beeinflussen kann.

Sitagliptin/Metformin Hetero enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h., es ist

nahezu „natriumfrei“.

3.

Wie ist Sitagliptin/Metformin Hetero einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Nehmen Sie eine Tablette:

zweimal täglich

zu den Mahlzeiten mit reichlich Wasser, um Magenbeschwerden zu vermeiden.

Ihr Arzt wird Ihre Dosierung erhöhen, sofern Ihr Blutzucker nicht wie notwendig

reguliert werden konnte.

Falls Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, wird Ihr Arzt Ihnen

möglicherweise eine niedrigere Dosis verordnen

Sie sollten während der Einnahme dieses Arzneimittels Ihre von Ihrem Arzt empfohlene

Diät fortsetzen und darauf achten, dass Ihre Kohlenhydrataufnahme gleichmäßig über den

Tag verteilt ist.

Es ist unwahrscheinlich, dass es unter diesem Arzneimittel allein zu einer

Unterzuckerung (

Hypoglykämie

) kommt.

Wenn dieses Arzneimittel mit einem Sulfonylharnstoff oder mit Insulin kombiniert wird,

kann es jedoch zu einer Unterzuckerung (

Hypoglykämie

) kommen und Ihr Arzt wird

möglicherweise die Dosis Ihres Sulfonylharnstoffs oder Insulins reduzieren.

Wenn Sie eine größere Menge von Sitagliptin/Metformin Hetero eingenommen

haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr als die verordnete Dosierung von diesem Arzneimittel eingenommen

haben, wenden Sie sich sofort an einen Arzt. Suchen Sie ein Krankenhaus auf, wenn Sie

Anzeichen von Laktatazidose verspüren wie Kältegefühl oder Unwohlsein, schwere

Übelkeit oder Erbrechen, Magenschmerzen, unerklärlicher Gewichtsverlust,

Muskelkrämpfe oder beschleunigte Atmung (siehe Abschnitt

Warnhinweise und

Vorsichtmaßnahmen

Wenn Sie die Einnahme von Sitagliptin/Metformin Hetero vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie daran denken.

Wenn Sie Ihr Versäumnis erst beim nächsten Einnahmezeitpunkt bemerken, lassen Sie

die vergessene Dosis aus und setzen Sie dann die Einnahme wie verordnet fort. Nehmen

Sie nicht die doppelte Dosis dieses Arzneimittels ein.

Wenn Sie die Einnahme von Sitagliptin/Metformin Hetero abbrechen

Nehmen Sie dieses Arzneimittel so lange ein, wie vom Arzt verordnet, so dass Sie auch

weiterhin zur Regulierung Ihres Blutzuckers beitragen. Sie sollten die Einnahme dieses

Arzneimittels nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt abbrechen. Wenn Sie die

Einnahme von Sitagliptin/Metformin Hetero abbrechen, kann Ihr Blutzuckerspiegel

wieder ansteigen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

STOPPEN Sie die Einnahme von Sitagliptin/Metformin Hetero und wenden Sie sich

sofort an einen Arzt, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen

bemerken:

starke und anhaltende Schmerzen im Bauchraum (Bereich des Oberbauches), die in

den Rücken ausstrahlen können, sowie mit oder ohne Übelkeit und Erbrechen, da

dies Anzeichen für eine entzündliche Bauchspeicheldrüse (

Pankreatitis

) sein

können.

Sitagliptin/Metformin Hetero kann eine sehr seltene (kann bis zu 1 von 10.000

Behandelten betreffen), aber sehr schwerwiegende Nebenwirkung, die sogenannte

Laktatazidose, hervorrufen (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Falls diese bei Ihnen auftritt,

müssen Sie die Einnahme von Sitagliptin/Metformin

Hetero beenden und umgehend einen Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus

aufsuchen

, da eine Laktatazidose zum Koma führen kann.

Wenn Sie eine schwerwiegende, allergische Reaktion entwickeln (Häufigkeit nicht

bekannt) mit Hautausschlag, Nesselsucht (nässender und juckender Hautausschlag),

Blasen auf der Haut/Hautabschälungen und Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge

oder Rachen, die zu Atemoder Schluckbeschwerden führen können, nehmen Sie dieses

Arzneimittel nicht weiter ein und wenden Sie sich sofort an einen Arzt. Ihr Arzt kann

Ihnen Arzneimittel gegen Ihre allergische Reaktion verschreiben und ein anderes

Arzneimittel gegen Ihre Zuckerkrankheit (

Typ-2-Diabetes

) verordnen.

Bei einigen Patienten kam es zu folgenden Nebenwirkungen, nachdem sie zu Metformin

zusätzlich Sitagliptin erhielten:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Anwendern betreffen): erniedrigter Blutzucker

Hypoglykämie

), Übelkeit, Blähungen, Erbrechen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Anwendern betreffen): Magenschmerzen, Durchfall,

Verstopfung, Schläfrigkeit

Bei einigen Patienten kam es zu Beginn der Kombinationsbehandlung mit Sitagliptin und

Metformin zu Durchfall, Übelkeit, Blähungen, Verstopfung, Magenschmerzen oder

Erbrechen (Häufigkeit ist „häufig“).

Bei einigen Patienten kam es während der Einnahme dieses Arzneimittels mit einem

Sulfonylharnstoff (wie z. B. Glimepirid) zu folgenden Nebenwirkungen:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Anwendern betreffen): erniedrigter Blutzucker

Hypoglykämie

Häufig: Verstopfung

Bei einigen Patienten kam es während der Einnahme dieses Arzneimittels mit Pioglitazon

zu folgenden Nebenwirkungen:

Häufig: Schwellungen an Händen oder Beinen

Bei einigen Patienten kam es während der Einnahme dieses Arzneimittels in Kombination

mit der Anwendung von Insulin zu folgenden Nebenwirkungen:

Sehr häufig: erniedrigter Blutzucker (

Hypoglykämie

Gelegentlich: trockener Mund, Kopfschmerzen

Bei einigen Patienten kam es in klinischen Studien während der Einnahme von Sitagliptin

(einer der Wirkstoffe von Sitagliptin/Metformin Hetero ) allein oder nach

Markteinführung während der Einnahme von Sitagliptin/Metformin Hetero oder

Sitagliptin allein oder zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen die Zuckerkrankheit

zu folgenden Nebenwirkungen:

Häufig: erniedrigter Blutzucker (

Hypoglykämie

), Kopfschmerzen, Infektionen der oberen

Atemwege, verstopfte oder laufende Nase und Halsschmerzen, degenerative

Gelenkerkrankung (Osteoarthrose), Schmerzen in den Armen oder Beinen

Gelegentlich: Schwindel, Verstopfung, Juckreiz

Selten: verminderte Anzahl der Blutplättchen

Häufigkeit nicht bekannt: Nierenfunktionsstörungen (in manchen Fällen wurde eine

Blutwäsche [

Dialyse

] erforderlich), Erbrechen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen,

Rückenschmerzen, interstitielle Lungenkrankheit, bullöses Pemphigoid (eine Form der

blasenbildenden Erkrankungen der Haut)

Bei einigen Patienten kam es während der Einnahme von Metformin allein zu folgenden

Nebenwirkungen:

Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magenschmerzen und Appetitverlust.

Diese Anzeichen können zu Beginn der Einnahme von Metformin auftreten und sind

üblicherweise vorübergehend.

Häufig: metallischer Geschmack

Sehr selten: erniedrigte Vitamin-B

-Spiegel, Leberentzündung (

Hepatitis

), Nesselsucht,

Hautrötung (Ausschlag) oder Juckreiz.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder

das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch dem Bundesinstitut

für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen

melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses

Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Sitagliptin/Metformin Hetero aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung (Durchdrückpackung)

und dem Umkarton nach “Verwendbar bis:” angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder

das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist,

wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen finden sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Sitagliptin/Metformin Hetero enthält

Die Wirkstoffe sind Sitagliptin und Metformin. Jede Filmtablette (Tablette) enthält

Sitagliptinhydrochlorid 1 H

O entsprechend 50 mg Sitagliptin und 1000 mg

Metforminhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind: Im Tablettenkern: mikrokristalline Cellulose,

Povidon K90, Natriumdodecylsulfat und Natriumstearylfumarat (Ph.Eur.).

Zusätzlich enthält der Filmüberzug: Poly(vinylalkohol), Macrogol 4000, Talkum,

Titandioxid (E 171), Eisenoxid gelb (E172).

Wie Sitagliptin/Metformin Hetero aussieht und Inhalt der Packung

Kapselförmige gelbe Filmtablette mit der Prägung "S19" und Bruchlinie auf einer Seite

und "H" auf der anderen Seite.

PVC/Aluminium/OPA und Aluminium Blisterpackungen zu 14, 28, 56, 60, 112, 168,

180, 196 Filmtabletten, Bündelpackungen mit 196 (2 Packungen mit je 98) und 168 (2

Packungen mit je 84) Filmtabletten. Packung zu 50 x 1 Filmtabletten in perforierten

Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen.

HDPE-Flaschen mit PP-Verschluss und 30 und 90 (3 Flaschen à 30) Filmtabletten.

Möglicherweise werden nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Hetero Europe S.L.

Viladecans Business Park – Edifico Brasil

Catalunya 83-85

08840 Viladecans (Barcelona)

Spanien

Hersteller

Pharmadox Healthcare Ltd

KW20 Kordin Industrial Park

Paola PLA 3000

Malta

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland

Sitagliptin/Metformin Hetero 50 mg/1000 mg Filmtabletten

Niederlande

Sitagliptine/Metformine Hetero 50 mg/1000 mg filmomhulde tabletten

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im [MM/JJJJ].

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Sitagliptin/Metformin Hetero 50 mg/1000 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Tablette enthält Sitagliptinhydrochlorid 1 H

O entsprechend 50 mg Sitagliptin und

1000 mg Metforminhydrochlorid.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette (Tablette).

Kapselförmige gelbe Filmtablette mit der Prägung "S19" und Bruchlinie auf einer Seite

und "H" auf der anderen Seite.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Für erwachsene Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus:

Sitagliptin/Metformin Hetero ist zusätzlich zu Diät und Bewegung zur Verbesserung der

Blutzuckerkontrolle bei Patienten indiziert, bei denen eine Monotherapie mit Metformin

in der höchsten vertragenen Dosis den Blutzucker nicht ausreichend senkt oder die bereits

mit der Kombination von Sitagliptin und Metformin behandelt werden.

Sitagliptin/Metformin Hetero ist in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff (z. B. als

Dreifachtherapie) zusätzlich zu Diät und Bewegung bei Patienten indiziert, bei denen eine

Kombination aus der jeweils höchsten vertragenen Dosis von Metformin und eines

Sulfonylharnstoffs nicht ausreicht, um den Blutzucker zu senken.

Sitagliptin/Metformin Hetero ist als Dreifachtherapie in Kombination mit einem

Peroxisomal Proliferator-activated Receptor gamma(PPARγ)-Agonisten (d. h. einem

Thiazolidindion) zusätzlich zu Diät und Bewegung bei Patienten indiziert, bei denen die

jeweils höchste vertragene Dosis von Metformin und einem PPARγ-Agonisten nicht

ausreicht, um den Blutzucker zu senken.

Sitagliptin/Metformin Hetero ist auch zusätzlich zu Insulin (d. h. als Dreifachtherapie)

indiziert als Ergänzung zu Diät und Bewegung bei Patienten, bei denen eine stabile

Insulindosis und Metformin allein den Blutzucker nicht ausreichend senken.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Dosis der blutzuckersenkenden Therapie mit Sitagliptin/Metformin Hetero sollte

individuell auf Basis des bisherigen Therapieregimes des Patienten, je nach Wirksamkeit

und Verträglichkeit festgelegt werden, ohne die empfohlene Tageshöchstdosis von 100

mg Sitagliptin zu überschreiten.

Erwachsene mit normaler Nierenfunktion (GFR ≥ 90 ml/min)

Patienten, die mit der Maximaldosis einer Metforminmonotherapie unzureichend

eingestellt sind:

Die übliche Anfangsdosis sollte sich bei Patienten, deren Blutzucker mit Metformin allein

nicht ausreichend kontrolliert ist, aus Sitagliptin in einer Dosierung von zweimal täglich

50 mg (100 mg Gesamttagesdosis) sowie der bisherigen Metformindosierung ergeben.

Patienten, die von einer Kombination der jeweiligen Einzelwirkstoffe Sitagliptin und

Metformin umgestellt werden:

Bei den Patienten, die bereits eine Kombination der jeweiligen einzelnen Wirkstoffe

Sitagliptin und Metformin erhalten haben, sollte die Umstellung auf

Sitagliptin/Metformin Hetero initial mit den bisher eingenommenen Dosierungen von

Sitagliptin und Metformin erfolgen.

Patienten, die mit einer Zweifachtherapie bestehend aus der vertragenen Maximaldosis

Metformin und einem Sulfonylharnstoff unzureichend eingestellt sind:

Die Dosierung sollte Sitagliptin in einer Dosierung von zweimal täglich 50 mg (100 mg

Gesamttagesdosis) und eine Metformindosis, die etwa der bisherigen Dosis entspricht,

enthalten. Falls Sitagliptin/Metformin Hetero in Kombination mit einem

Sulfonylharnstoff gegeben wird, kann eine niedrigere Dosierung des Sulfonylharnstoffes

erforderlich sein, um das Risiko für Hypoglykämien zu senken (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten, die mit einer Zweifachtherapie bestehend aus der vertragenen Maximaldosis

Metformin und einem PPARγ-Agonisten unzureichend eingestellt sind:

Die Dosierung sollte Sitagliptin in einer Dosierung von zweimal täglich 50 mg (100 mg

Gesamttagesdosis) und eine Metformindosis, die etwa der bisherigen Dosis entspricht,

enthalten.

Patienten, die durch eine Zweifachtherapie bestehend aus Insulin und der maximal

vertragenen Dosis Metformin unzureichend eingestellt sind:

Die Dosierung sollte Sitagliptin in einer Dosis von zweimal täglich 50 mg (100 mg

Gesamttagesdosis) enthalten und eine Metformindosis, die etwa der bisherigen entspricht.

Wenn Sitagliptin/Metformin Hetero in Kombination mit Insulin angewendet wird, kann

eine niedrigere Insulindosis erforderlich sein, um das Risiko für Hypoglykämien zu

senken (siehe Abschnitt 4.4).

Um die verschiedenen Dosen von Metformin zu erreichen, ist Sitagliptin/Metformin

Hetero in Stärken mit 50 mg Sitagliptin und jeweils 850 mg Metforminhydrochlorid oder

1.000 mg Metforminhydrochlorid erhältlich.

Alle Patienten sollten ihre empfohlene Diät mit einer angemessenen Verteilung der

Kohlenhydratzufuhr während des Tages fortführen.

Spezielle Patientengruppen

Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit leichter Nierenfunktionsstörung (glomeruläre Filtrationsrate [GFR] ≥

60 ml/min) ist keine Dosisanpassung notwendig. Vor Beginn der Behandlung mit

metforminhaltigen Arzneimitteln und danach mindestens einmal jährlich sollte die GFR

ermittelt werden. Bei Patienten mit erhöhtem Risiko einer weiteren Progression der

Nierenfunktionsstörung und bei älteren Patienten sollte die Nierenfunktion häufiger, z. B.

alle 3-6 Monate, kontrolliert werden.

Die maximale Tagesdosis von Metformin sollte möglichst auf 2-3 Dosen pro Tag

aufgeteilt werden. Bevor die Einleitung einer Behandlung mit Metformin bei Patienten

mit einer GFR < 60 ml/min erwogen wird, sollten Faktoren, die das Risiko einer

Laktatazidose erhöhen können (siehe Abschnitt 4.4), überprüft werden.

Falls keine angemessene Stärke von Sitagliptin/Metformin Hetero erhältlich ist, sollten

statt der Fixdosiskombination die Einzelsubstanzen angewendet werden.

GFR ml/min

Metformin

Sitagliptin

60-89

Die maximale Tagesdosis beträgt

3.000 mg.

Eine Dosisreduktion kann in

Abhängigkeit von der Abnahme der

Nierenfunktion in Betracht gezogen

werden..

Die maximale Tagesdosis

beträgt 100 mg..

45-59

Die maximale Tagesdosis beträgt

2.000 mg.

Die Anfangsdosis beträgt höchstens

die Hälfte der Maximaldosis.

Die maximale Tagesdosis

beträgt 100 mg

30-44

Die maximale Tagesdosis beträgt

1.000 mg.

Die Anfangsdosis beträgt höchstens

die Hälfte der Maximaldosis.

Die maximale Tagesdosis

beträgt 50 mg.

< 30

Metformin ist kontraindiziert.

Die maximale Tagesdosis

beträgt 25 mg.

Leberfunktionsstörung

Sitagliptin/Metformin Hetero darf nicht bei Patienten mit Leberfunktionsstörung

eingesetzt werden (siehe Abschnitt 5.2).

Ältere Menschen

Da Metformin und Sitagliptin renal eliminiert werden, sollte Sitagliptin/Metformin

Hetero mit zunehmendem Alter der Patienten mit vermehrter Vorsicht angewendet

werden. Eine Überwachung der Nierenfunktion ist angezeigt, um eine mit Metformin

assoziierte Laktatazidose zu verhindern, insbesondere bei älteren Menschen (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.4).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Sitagliptin/Metformin Hetero bei Kindern und

Jugendlichen im Alter von unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Sitagliptin/Metformin Hetero sollte zweimal täglich zu den Mahlzeiten eingenommen

werden, um die mit Metformin assoziierten gastrointestinalen Nebenwirkungen zu

reduzieren.

4.3

Gegenanzeigen

Sitagliptin/Metformin Hetero ist kontraindiziert bei Patienten mit:

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8);

jeder Art von akuter metabolischer Azidose (z. B. Laktatazidose, diabetische

Ketoazidose);

diabetischem Präkoma;

schwerer Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/min) (siehe Abschnitt 4.4);

akuten Erkrankungen, welche die Nierenfunktion beeinträchtigen können, wie:

Dehydratation,

schweren Infektionen,

Schock,

intravaskuläre Gabe von jodhaltigen Kontrastmitteln (siehe Abschnitt 4.4);

akuten oder chronischen Erkrankungen, die eine Gewebehypoxie verursachen

können, wie:

Herz- oder Lungeninsuffizienz,

kürzlich erlittener Myokardinfarkt,

Schock;

Leberfunktionsstörung;

akuter Alkoholvergiftung, Alkoholismus;

Stillzeit.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Allgemeine Hinweise

Sitagliptin/Metformin Hetero sollte nicht bei Typ-1-Diabetikern eingesetzt werden und

darf nicht zur Behandlung der diabetischen Ketoazidose angewendet werden.

Akute Pankreatitis

Die Anwendung von DPP-4 Inhibitoren wurde mit einem Risiko für die Entwicklung

einer akuten Pankreatitis assoziiert. Die Patienten sollten informiert werden, dass

anhaltende starke Bauchschmerzen das charakteristische Symptom einer akuten

Pankreatitis sein können. Nach Absetzen von Sitagliptin wurde ein Abklingen der

Pankreatitis beobachtet (mit oder ohne supportive Behandlung), aber es wurde auch über

sehr seltene schwerwiegende Fälle nekrotisierender oder hämorrhagischer Pankreatitis

und/oder Todesfälle berichtet. Bei Verdacht auf eine Pankreatitis sind

Sitagliptin/Metformin Hetero sowie andere potenziell eine Pankreatitis verursachende

Arzneimittel abzusetzen; im Falle der Bestätigung einer akuten Pankreatitis ist die

Therapie mit Sitagliptin/Metformin Hetero nicht wieder aufzunehmen. Bei Patienten mit

einer Pankreatitis in der Krankengeschichte ist Vorsicht geboten.

Laktatazidose

Laktatazidose, eine sehr seltene, aber schwerwiegende metabolische Komplikation, tritt

am häufigsten bei akuter Verschlechterung der Nierenfunktion oder

kardiorespiratorischer Erkrankung oder Sepsis auf. Bei akuter Verschlechterung der

Nierenfunktion kommt es zur Kumulation von Metformin, die das Risiko einer

Laktatazidose erhöht.

In Fällen von Dehydratation (schwerer Diarrhö oder Erbrechen, Fieber oder verminderter

Flüssigkeitsaufnahme) sollte Metformin vorübergehend abgesetzt und möglichst Kontakt

mit einem Arzt aufgenommen werden.

Eine Behandlung mit Arzneimitteln, die die Nierenfunktion akut beeinträchtigen können

(wie z. B. Antihypertonika, Diuretika und NSARs) sollte bei mit Metformin behandelten

Patienten mit Vorsicht eingeleitet werden. Weitere Risikofaktoren für eine Laktatazidose

sind übermäßiger Alkoholkonsum, Leberfunktionsstörung, schlecht eingestellter

Diabetes, Ketose, langes Fasten und alle mit Hypoxie assoziierten Erkrankungen sowie

die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die eine Laktatazidose verursachen

können (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Patienten und/oder ihre Betreuer sollten auf das Risiko einer Laktatazidose hingewiesen

werden. Eine Laktatazidose ist gekennzeichnet durch azidotische Dyspnoe,

Abdominalschmerzen, Muskelkrämpfe, Asthenie und Hypothermie, gefolgt von Koma.

Bei vermuteten Symptomen muss der Patient die Einnahme von Metformin beenden und

umgehend einen Arzt aufsuchen. Diagnostische Laborwerte sind ein verringerter pH-

Wert des Blutes (< 7,35), erhöhte Laktatplasmaspiegel (> 5 mmol/l) sowie eine Erhöhung

der Anionenlücke und des Laktat/Pyruvat-Quotienten.

Nierenfunktion

Die GFR sollte vor Beginn der Behandlung und danach in regelmäßigen Abständen

ermittelt werden (siehe Abschnitt 4.2). Metformin darf bei Patienten mit einer GFR < 30

ml/min nicht angewendet und sollte in Situationen, die die Nierenfunktion verändern,

vorübergehend abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.3).

Hypoglykämien

Bei Patienten, die Sitagliptin/Metformin Hetero in Kombination mit einem

Sulfonylharnstoff oder mit Insulin erhalten, kann das Risiko einer Hypoglykämie

bestehen. Daher kann eine Dosisreduktion des Sulfonylharnstoffs oder Insulins

notwendig sein.

Überempfindlichkeitsreaktionen

Nach Markteinführung wurde von schweren Überempfindlichkeitsreaktionen bei

Patienten, die mit Sitagliptin behandelt wurden, berichtet, einschließlich anaphylaktischer

Schock, Angioödem und exfoliative Hauterkrankungen wie Stevens-Johnson-Syndrom.

Diese Reaktionen traten innerhalb der ersten 3 Monate nach Therapiebeginn mit

Sitagliptin auf; einigen Berichten zufolge bereits nach der ersten Dosis. Falls eine

Überempfindlichkeitsreaktion vermutet wird, ist Sitagliptin/Metformin Hetero

abzusetzen, andere potentielle Ursachen für diese Reaktion sind abzuklären und eine

alternative Diabetes-Behandlung ist einzuleiten (siehe Abschnitt 4.8).

Bullöses Pemphigoid

Nach Markteinführung wurde bei Patienten unter DPP-4-Inhibitoren einschließlich

Sitagliptin über das Auftreten eines bullösen Pemphigoids berichtet. Falls ein Verdacht

auf bullöses Pemphigoid besteht, ist Sitagliptin/Metformin Hetero abzusetzen.

Chirurgische Eingriffe

Sitagliptin/Metformin Hetero muss zur Zeit einer Operation unter Allgemein-, Spinal-

oder Epiduralanästhesie abgesetzt werden. Die Therapie darf nicht früher als 48 Stunden

nach der Operation oder nach Wiederaufnahme der oralen Ernährung und nur dann

wieder aufgenommen werden, wenn die Nierenfunktion erneut kontrolliert wurde und

sich als stabil erwiesen hat.

Anwendung jodhaltiger Kontrastmittel

Die intravaskuläre Anwendung jodhaltiger Kontrastmittel kann zu einer

kontrastmittelinduzierten Nephropathie führen. Dies kann eine Metformin-Kumulation

zur Folge haben und das Risiko einer Laktatazidose erhöhen. Die Behandlung mit

Sitagliptin/Metformin Hetero muss im Vorfeld oder zum Zeitpunkt des bildgebenden

Verfahrens unterbrochen werden und darf frühestens 48 Stunden danach und nur dann

wieder aufgenommen werden, wenn die Nierenfunktion erneut kontrolliert wurde und

sich als stabil

erwiesen hat (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Veränderung im klinischen Zustand von Patienten, deren Typ-2-Diabetes mellitus bisher

unter Kontrolle war:

Wenn ein Patient mit Typ-2-Diabetes mellitus, der unter Sitagliptin/Metformin Hetero

bereits gut eingestellt war, abnorme Laborwerte oder klinische Erkrankungen entwickelt

(insbesondere unklare oder schlecht zu definierende Krankheiten), sollte er umgehend auf

eine Ketoazidose oder Laktatazidose untersucht werden. Dazu sind die Serum-

Elektrolyte, Ketone, der Blutzucker sowie, falls angezeigt, der pH-Wert des Bluts, der

Laktat-, Pyruvat- und Metformin-Spiegel zu bestimmen. Sobald eine Azidose vorliegt, in

jeglicher Form, muss die Behandlung sofort abgesetzt werden und andere entsprechende

korrektive Maßnahmen sind zu ergreifen.

Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h., es ist

nahezu „natriumfrei“.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die gemeinsame Anwendung mehrfacher Dosen von Sitagliptin (50 mg zweimal täglich)

und Metformin (1.000 mg zweimal täglich) führte bei Typ-2-Diabetikern nicht zu

relevanten Veränderungen der Pharmakokinetik von Sitagliptin oder Metformin.

Mit Sitagliptin/Metformin Hetero wurden keine pharmakokinetischen Interaktionsstudien

durchgeführt; allerdings liegen solche Studien für die einzelnen Wirkstoffe, Sitagliptin

und Metformin, vor.

Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen

Alkohol

Alkoholvergiftung ist mit einem erhöhten Risiko für eine Laktatazidose assoziiert,

insbesondere in Zusammenhang mit Fasten, Mangelernährung oder

Leberfunktionsstörung.

Jodhaltige Kontrastmittel

Die Behandlung mit Sitagliptin/Metformin Hetero muss im Vorfeld oder zum Zeitpunkt

des bildgebenden Verfahrens unterbrochen werden und darf frühestens 48 Stunden

danach und nur dann wieder aufgenommen werden, wenn die Nierenfunktion erneut

kontrolliert wurde und sich als stabil erwiesen hat (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Kombinationen, bei denen Vorsicht geboten ist

Einige Arzneimittel können die Nierenfunktion ungünstig beeinflussen und dadurch das

Risiko einer Laktatazidose erhöhen, wie z. B. NSARs einschließlich selektiver

Cyclooxygenase(COX)-2-Hemmer, ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten

und Diuretika, insbesondere Schleifendiuretika. Zu Beginn der Behandlung mit solchen

Arzneimitteln oder bei ihrer Anwendung in Kombination mit Metformin ist eine

engmaschige Überwachung der Nierenfunktion erforderlich.

Die gemeinsame Anwendung mit Arzneimitteln, die mit den an der Ausscheidung von

Metformin beteiligten, üblichen renalen tubulären Transportsystemen interferieren (z. B.

Organischer Kationentransporter-2 [OCT2] / „multidrug and toxin extrusion“ [MATE]-

Inhibitoren wie Ranolazin, Vandetanib, Dolutegravir sowie Cimetidin) könnten die

systemische Exposition von Metformin und damit das Risiko für eine Laktatazidose

erhöhen. Nutzen und Risiko einer gemeinsamen Anwendung sind abzuwägen. Daher

sollten eine engmaschige Kontrolle des Blutzuckers, eine Dosisanpassung innerhalb des

empfohlenen Dosierungsbereichs und Änderungen der Diabetesbehandlung in Betracht

gezogen werden, wenn gleichzeitig solche Arzneimittel gegeben werden.

Glukokortikoide (systemisch und topisch gegeben), Beta-2-Agonisten und Diuretika

besitzen eine intrinsische hyperglykämische Wirkung. Der Patient sollte darüber

informiert sein und sein Blutzucker sollte häufiger kontrolliert werden, insbesondere zu

Beginn der Behandlung mit solchen Arzneimitteln. Falls erforderlich, sollte die Dosis des

Antidiabetikums während der Therapie mit dem zusätzlichen Arzneimittel sowie bei

dessen Absetzen angepasst werden.

ACE-Hemmer können den Blutzuckerspiegel senken. Falls erforderlich, sollte die Dosis

des Antidiabetikums während der Therapie mit dem zusätzlichen Arzneimittel sowie bei

dessen Absetzen angepasst werden.

Wirkung anderer Arzneimittel auf Sitagliptin

Die nachstehend beschriebenen

in-vitro

-Daten und klinischen Daten legen nahe, dass das

Risiko für klinisch relevante Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Anwendung anderer

Arzneimittel gering ist.

In-vitro

-Studien wiesen darauf hin, dass primär CYP3A4, unter Beteiligung von

CYP2C8, das für die begrenzte Metabolisierung von Sitagliptin verantwortliche Enzym

ist. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion spielt die Metabolisierung, einschließlich

der über CYP3A4, nur eine geringe Rolle für die Clearance von Sitagliptin. Die

Metabolisierung könnte jedoch bei schwerer oder terminaler Niereninsuffizienz eine

wichtigere Rolle bei der Ausscheidung von Sitagliptin spielen. Daher ist es möglich, dass

potente CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir, Clarithromycin)

die Pharmakokinetik von Sitagliptin bei Patienten mit schwerer oder terminaler

Niereninsuffizienz verändern. Der Einfluss potenter CYP3A4-Inhibitoren bei

Niereninsuffizienz wurde noch nicht in einer klinischen Studie untersucht.

In-vitro

-Studien zum Transport zeigten, dass Sitagliptin ein Substrat für p-Glykoprotein

und den organischen Anionentransporter-3 (OAT-3) ist. Der OAT-3-vermittelte Transport

von Sitagliptin wurde

in-vitro

durch Probenecid gehemmt; das Risiko klinisch relevanter

Wechselwirkungen wird jedoch als gering eingeschätzt. Die gleichzeitige Anwendung

mit OAT-3-Inhibitoren wurde noch nicht in-vivo untersucht.

Ciclosporin

: Eine Studie untersuchte die Wirkung von Ciclosporin, einem starken p-

Glykoprotein-Inhibitor, auf die Pharmakokinetik von Sitagliptin. Die gemeinsame

Anwendung einer oralen Einzeldosis von 100 mg Sitagliptin und einer oralen Einzeldosis

von 600 mg Ciclosporin vergrößerte die AUC von Sitagliptin um ca. 29 % und seine

Cmax um ca. 68 %. Diesen Veränderungen der Pharmakokinetik von Sitagliptin wurde

keine klinische Relevanz beigemessen. Die renale Clearance von Sitagliptin wurde nicht

in relevantem Ausmaß beeinflusst. Daher sollten mit anderen p-Glykoprotein-Inhibitoren

keine relevanten Wechselwirkungen zu erwarten sein.

Wirkung von Sitagliptin auf andere Arzneimittel

Digoxin

: Sitagliptin hatte eine geringe Wirkung auf die Plasmakonzentrationen von

Digoxin. Nach der Gabe von 0,25 mg Digoxin mit 100 mg Sitagliptin pro Tag über 10

Tage vergrößerte sich die Plasma-AUC von Digoxin um durchschnittlich 11 %, die

Plasma-Cmax stieg um durchschnittlich 18 %. Für Digoxin wird keine Dosisanpassung

empfohlen. Risiko-Patienten für eine Digoxin-Toxizität sollten jedoch unter einer

gemeinsamen Behandlung mit Sitagliptin und Digoxin entsprechend überwacht werden.

In-vitro

-Daten legen nahe, dass Sitagliptin CYP450-Isoenzyme weder hemmt noch

induziert. Sitagliptin hatte in klinischen Studien keinen relevanten Einfluss auf die

Pharmakokinetik von Metformin, Glibenclamid, Simvastatin, Rosiglitazon, Warfarin oder

oralen Kontrazeptiva, was

in-vivo

zeigt, dass Sitagliptin eine geringe Neigung zu

Wechselwirkungen mit Substraten von CYP3A4, CYP2C8, CYP2C9 und organischen

Kationentransportern (organic cationic transporter, OCT) hat.

Sitagliptin könnte p-Glykoprotein in-vivo leicht hemmen.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Sitagliptin bei schwangeren

Frauen vor. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität bei hohen

Dosen von Sitagliptin gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Die begrenzten Daten, die vorliegen, lassen vermuten, dass die Anwendung von

Metformin bei schwangeren Frauen nicht mit einem erhöhten Risiko für angeborene

Missbildungen assoziiert ist. Tierexperimentelle Studien mit Metformin zeigten keine

schädlichen Effekte auf Schwangerschaft, embryonale oder fötale Entwicklung, Geburt

oder postnatale Entwicklung (siehe auch Abschnitt 5.3).

Sitagliptin/Metformin Hetero sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet

werden. Wenn eine Patientin einen Kinderwunsch hat oder schwanger wird, sollte die

Behandlung unterbrochen werden und die Patientin so schnell wie möglich auf eine

Therapie mit Insulin umgestellt werden.

Stillzeit

Es wurden keine Studien zu säugenden Tieren mit der Kombination der Wirkstoffe dieses

Arzneimittels durchgeführt. In tierexperimentellen Studien, die zu den einzelnen

Wirkstoffen durchgeführt wurden, wurde jedoch gezeigt, dass sowohl Sitagliptin als auch

Metformin in die Milch säugender Ratten übergehen. Metformin geht in kleinen Mengen

in die menschliche Muttermilch über. Es ist nicht bekannt, ob Sitagliptin in die

menschliche Muttermilch übergeht. Daher darf Sitagliptin/Metformin Hetero während

der Stillzeit nicht eingenommen werden (siehe Abschnitt 4.3).

Fertilität

Daten aus tierexperimentellen Studien legen keine schädlichen Auswirkungen einer

Behandlung mit Sitagliptin auf die männliche und weibliche Fertilität nahe.

Vergleichbare Daten beim Menschen liegen nicht vor.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen

Sitagliptin/Metformin Hetero hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf

die Verkehrstüchtigkeit oder Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Jedoch sollte man

bei Fahrtätigkeit oder beim Bedienen von Maschinen beachten, dass über Schwindel und

Schläfrigkeit unter Sitagliptin berichtet wurde.

Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass bei Einnahme von

Sitagliptin/Metformin Hetero in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin

ein Risiko für eine Hypoglykämie besteht.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Mit Sitagliptin/Metformin Hetero Tabletten wurden keine klinischen Therapiestudien

durchgeführt. Es wurde jedoch die Bioäquivalenz von Sitagliptin/Metformin Hetero mit

gleichzeitiger Anwendung von Sitagliptin und Metformin nachgewiesen (siehe Abschnitt

5.2). Es wurden schwerwiegende Nebenwirkungen einschließlich Pankreatitis und

Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Hypoglykämien wurden in der Kombination

mit Sulfonylharnstoffen (13,8 %) und Insulin (10,9 %) berichtet.

Sitagliptin und Metformin

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind nachfolgend gemäß der MedDRA-Terminologie nach

Organklassen und der absoluten Häufigkeit (Tabelle 1) angegeben.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde

gelegt: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100),

selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf

Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 1: Häufigkeit der Nebenwirkungen von Sitagliptin und Metformin allein in

plazebokontrollierten klinischen Studien und nach Markteinführung

Nebenwirkung

Häufigkeit der Nebenwirkung

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Thrombozytopenie

Selten

Erkrankungen des Immunsystems

Überempfindlichkeitsreaktionen

einschließlich anaphylaktischer

Reaktionen

*,†

Häufigkeit nicht bekannt

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Hypoglykämie

Häufig

Erkrankungen des Nervensystems

Somnolenz

Gelegentlich

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

Interstitielle Lungenkrankheit*

Häufigkeit nicht bekannt

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Diarrhö

Gelegentlich

Übelkeit

Häufig

Flatulenz

Häufig

Obstipation

Gelegentlich

Schmerzen im Oberbauch

Gelegentlich

Erbrechen

Häufig

Akute Pankreatitis

*,†,‡

Häufigkeit nicht bekannt

Letale und nicht letale hämorrhagische und

nekrotisierende Pankreatitis*,†

*,†

Häufigkeit nicht bekannt

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Pruritus

Gelegentlich

Angioödem

*,†

Häufigkeit nicht bekannt

Hautausschlag

*,†

Häufigkeit nicht bekannt

Urtikaria

*,†

Häufigkeit nicht bekannt

Kutane Vaskulitis

*,†

Häufigkeit nicht bekannt

Nebenwirkung

Häufigkeit der Nebenwirkung

Exfoliative Hauterkrankungen

einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom

*†

Häufigkeit nicht bekannt

Bullöses Pemphigoid *

Häufigkeit nicht bekannt

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Arthralgie

Häufigkeit nicht bekannt

Myalgie

Häufigkeit nicht bekannt

Schmerzen in den Extremitäten

Häufigkeit nicht bekannt

Rückenschmerzen

Häufigkeit nicht bekannt

Arthropathie

Häufigkeit nicht bekannt

Renal and urinary disorders

Nierenfunktionsstörungen

Häufigkeit nicht bekannt

Akutes Nierenversagen

Häufigkeit nicht bekannt

* Nach Markteinführung identifizierte Nebenwirkungen.

† Siehe Abschnitt 4.4.

‡ Siehe unten:

TECOS Kardiovaskuläre Sicherheitsstudie

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Einige Nebenwirkungen wurden häufiger in Studien über die Anwendung von Sitagliptin

und Metformin in Kombination mit anderen Antidiabetika als in Studien über eine

Anwendung von Sitagliptin und Metformin allein beobachtet. Dazu gehörten

beispielsweise Hypoglykämien (Häufigkeit: sehr häufig zusammen mit

Sulfonylharnstoffen oder Insulin), Obstipation (häufig mit Sulfonylharnstoffen),

periphere Ödeme (häufig mit Pioglitazon), sowie Kopfschmerzen und Mundtrockenheit

(gelegentlich mit Insulin).

Sitagliptin

In Monotherapiestudien unter 100 mg Sitagliptin einmal täglich im Vergleich zu Plazebo

wurden folgende Nebenwirkungen berichtet: Kopfschmerzen, Hypoglykämie,

Obstipation und Schwindel.

Unter diesen Patienten traten ungeachtet eines Kausalzusammenhangs mit dem

Arzneimittel bei mindestens 5 % der Patienten Infektionen der oberen Atemwege und

Nasopharyngitis auf. Darüber hinaus wurde gelegentlich über Osteoarthrose und

Schmerzen in den Extremitäten berichtet (die Häufigkeit unter Sitagliptin lag > 0,5 %

über der in der Kontrollgruppe).

Metformin

Gastrointestinale Symptome wurden sehr häufig in klinischen Studien und nach

Markteinführung bei Metformin berichtet. Gastrointestinale Symptome wie Übelkeit,

Erbrechen, Diarrhö, Schmerzen im Oberbauch und Appetitverlust treten am häufigsten zu

Behandlungsbeginn auf und bilden sich in den meisten Fällen spontan zurück. Weitere

Nebenwirkungen in Zusammenhang mit Metformin umfassen metallischen Geschmack

(häufig); Laktatazidose, Leberfunktionsstörungen, Hepatitis, Urtikaria, Erythem und

Pruritus (sehr selten). Langzeitbehandlung mit Metformin wurde mit einer Verminderung

der Vitamin-B12-Resoprtion in Verbindung gebracht, die sehr selten zu einem klinisch

relevanten Vitamin-B12-Mangel (z. B. megaloblastäre Anämie) führen kann. Die

Häufigkeiten basieren auf den verfügbaren Informationen aus der Produktinformation von

Metformin in der EU.

TECOS

Kardiovaskuläre Sicherheitsstudie

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