Sisare Gel mono 0,5 mg

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Estradiol-Hemihydrat
Verfügbar ab:
Orion Corporation Beiname: Orion Pharma
INN (Internationale Bezeichnung):
Estradiol hemihydrate
Darreichungsform:
Gel
Zusammensetzung:
Estradiol-Hemihydrat 0.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
39909.00.00

Sisare Gel mono 0,5 mg, Gel

Zul.-Nr. 39909.00.00

Wortlaut der für die Gebrauchsinformation vorgesehenen Angabe

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Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Sisare

®

Gel mono 0,5 mg

Zur Anwendung bei Erwachsenen

Wirkstoff: Estradiol-Hemihydrat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie

Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Sisare Gel mono und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Sisare Gel mono beachten?

3. Wie ist Sisare Gel mono anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Sisare Gel mono aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. WAS IST SISARE GEL MONO UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Sisare Gel mono ist ein geleeartiges, geschmeidiges, opaleszentes Gel. Sisare Gel mono ist ein

Präparat zur Hormonersatzbehandlung (englisch: Hormone Replacement Therapy, HRT). Es

enthält das weibliche Geschlechtshormon Estrogen.

Sisare Gel mono wird angewendet zur:

Linderung von Beschwerden nach den Wechseljahren

Während der Wechseljahre nimmt die Bildung des körpereigenen Estrogens der Frau ab. Dies

kann Beschwerden verursachen, die sich als Hitzeschübe im Gesicht, Hals und Brustbereich (so

genannte Hitzewallungen) äußern. Sisare Gel mono lindert diese nach der Menopause

auftretenden Beschwerden. Sisare Gel mono wird Ihnen nur verordnet, wenn Ihre Beschwerden

Sie erheblich in Ihrem alltäglichen Leben beeinträchtigen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich nicht besser fühlen oder gar schlechter.

2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON SISARE GEL MONO BEACHTEN?

Krankengeschichte und regelmäßige Kontrolluntersuchungen

Eine Hormonersatzbehandlung ist mit Risiken verbunden, welche vor der Entscheidung, die

Behandlung zu beginnen bzw. fortzusetzen, beachtet werden müssen.

Erfahrungen bei der Behandlung von Frauen mit vorzeitiger Menopause (infolge eines Versagens

der Funktion der Eierstöcke oder deren chirurgischer Entfernung) liegen nur begrenzt vor. Wenn

bei Ihnen eine vorzeitige Menopause vorliegt, können sich die Risiken der

Hormonersatzbehandlung von denen anderer Frauen unterscheiden. Bitte fragen Sie hierzu Ihren

Arzt.

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Bevor Sie eine Hormonersatzbehandlung beginnen (oder wieder aufnehmen), wird Ihr Arzt Ihre

eigene Krankengeschichte und die Ihrer Familie erfassen. Ihr Arzt wird über die Notwendigkeit

einer körperlichen Untersuchung entscheiden. Diese kann, falls erforderlich, die Untersuchung der

Brüste und/oder eine Unterleibsuntersuchung einschließen.

Nachdem Sie mit der Hormonersatzbehandlung begonnen haben, sollten Sie Ihren Arzt

regelmäßig (mindestens 1-mal pro Jahr) zur Durchführung von Kontrolluntersuchungen aufsuchen.

Besprechen Sie bitte anlässlich dieser Untersuchungen mit Ihrem Arzt den Nutzen und die

Risiken, die mit einer Fortführung der Behandlung mit Sisare Gel mono verbunden sind.

Untersuchen Sie Ihre Brüste regelmäßig auf Veränderungen (siehe unten Brustkrebs). Gehen Sie

bitte regelmäßig, wie von Ihrem Arzt empfohlen, zur Vorsorgeuntersuchung Ihrer Brüste.

Sisare Gel mono darf nicht angewendet werden,

wenn nachfolgend genannte Punkte auf Sie zutreffen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob dies der

Fall ist, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie Sisare Gel mono anwenden.

Sie dürfen Sisare Gel mono nicht anwenden, wenn

Sie an Brustkrebs erkrankt sind oder früher einmal erkrankt waren bzw. ein entsprechender

Verdacht besteht;

Sie an einer Form von Krebs leiden, dessen Wachstum von Estrogenen abhängig ist, z. B.

Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) bzw. ein entsprechender Verdacht besteht;

vaginale Blutungen unklarer Ursache auftreten;

eine unbehandelte übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium-

hyperplasie) vorliegt;

sich bei Ihnen ein Blutgerinnsel in einer Vene (Thrombose) gebildet hat bzw. früher einmal

gebildet hatte, z. B. in den Beinen (Thrombose in den tiefen Venen) oder in der Lunge

(Lungenembolie);

Sie unter einer Blutgerinnungsstörung leiden (z. B. Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin-

Mangel);

Sie eine Krankheit haben bzw. früher einmal hatten, die durch Blutgerinnsel in den Arterien

verursacht

wird,

z. B.

Herzinfarkt,

Schlaganfall

oder

anfallsartig

auftretende

Brustschmerzen mit Brustenge (Angina pectoris);

Sie eine Lebererkrankung haben oder früher einmal hatten und sich die Leberfunktionswerte

noch nicht normalisiert haben;

Sie unter einer seltenen, erblich bedingten Blutkrankheit leiden, der so genannten Porphyrie;

Sie überempfindlich (allergisch) gegen Estradiol oder einen der im Abschnitt 6 genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Wenn eine der oben genannten Krankheiten während der Anwendung von Sisare Gel mono

erstmalig auftritt, beenden Sie bitte sofort die Behandlung und suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt

auf.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Sisare Gel mono anwenden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie jemals von einem der nachfolgend aufgeführten gesund-

heitlichen Probleme betroffen waren, da diese während der Behandlung mit Sisare Gel mono

wieder auftreten oder sich verschlimmern können. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt häufiger zur

Durchführung von Kontrolluntersuchungen aufsuchen:

gutartige Geschwülste in der Gebärmutter (Myome)

Wachstum von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Endometriose) oder früher

aufgetretenes übermäßiges Wachstum der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)

erhöhtes Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln (siehe Absatz „Venöse Blutgerinnsel

(Thrombosen)“)

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erhöhtes Risiko für estrogenabhängigen Krebs (z. B. wenn Ihre Mutter, Schwester oder

Großmutter Brustkrebs hatten)

Bluthochdruck

Lebererkrankung, z. B. ein gutartiger Lebertumor

Zuckerkrankheit (Diabetes)

Gallensteine

Migräne oder schwere Kopfschmerzen

Erkrankung des Immunsystems, die viele Organfunktionen des Körpers beeinträchtigt

(Systemischer Lupus erythematodes (SLE))

Epilepsie

Asthma

Erkrankung, die das Trommelfell und das Gehör beeinträchtigt (Otosklerose)

sehr hohe Blutfettwerte (Triglyzeride)

Flüssigkeitseinlagerung infolge von Herz- oder Nierenerkrankungen

erbliches Angioödem.

Sie müssen die Behandlung sofort abbrechen und einen Arzt aufsuchen

wenn während der Anwendung der Hormonersatzbehandlung eine der folgenden Krankheiten bzw.

Situationen auftritt:

Krankheiten, die im Abschnitt „Sisare Gel mono darf nicht angewendet werden“ erwähnt sind

Gelbfärbung Ihrer Haut oder des Weißen Ihrer Augen (Gelbsucht). Dies kann auf eine

Lebererkrankung hinweisen.

deutliche Erhöhung Ihres Blutdrucks (Beschwerden können Kopfschmerzen, Müdigkeit und

Schwindel sein)

migräneartige Kopfschmerzen, die erstmalig auftreten

wenn Sie schwanger werden

wenn Sie Anzeichen für Blutgerinnsel bemerken, z. B.

schmerzhafte Schwellung und Rötung der Beine

plötzliche Brustschmerzen

Atemnot

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Absatz „Venöse Blutgerinnsel (Thrombosen)“.

Hinweis: Sisare Gel mono ist kein Mittel zur Empfängnisverhütung. Wenn seit Ihrer letzten

Monatsblutung weniger als 12 Monate vergangen sind oder wenn Sie jünger als 50 Jahre sind,

kann die zusätzliche Anwendung von Methoden zur Schwangerschaftsverhütung erforderlich sein.

Fragen Sie hierzu Ihren Arzt um Rat.

Hormonersatzbehandlung und Krebs

Übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) und Krebs

der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom)

Während einer Estrogen-Monotherapie erhöht sich das Risiko für eine übermäßige Verdickung der

Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) und für Krebs der Gebärmutterschleimhaut

(Endometriumkarzinom).

Die Anwendung eines Gestagens ergänzend zum Estrogen über mindestens 12 Tage pro 28-

Tage-Zyklus schützt Sie vor diesem zusätzlichen Risiko. Daher wird Ihnen Ihr Arzt, wenn Sie Ihre

Gebärmutter noch haben, zusätzlich ein Gestagen verordnen. Wenn Ihre Gebärmutter entfernt

wurde (Hysterektomie), sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie Sisare Gel mono bedenkenlos ohne

zusätzliche Anwendung eines Gestagens anwenden können.

Bei durchschnittlich 5 von 1.000 Frauen, die noch eine Gebärmutter haben und die keine

Hormonersatzbehandlung anwenden, wird im Alter zwischen 50 und 65 Jahren Krebs der

Gebärmutterschleimhaut diagnostiziert. Demgegenüber werden bei Frauen, die noch eine

Gebärmutter haben und die eine Hormonersatzbehandlung nur mit einem Estrogenpräparat

durchführen, im Alter zwischen 50 und 65 Jahren, abhängig von der Dosis und der

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Behandlungsdauer, 10 bis 60 Fälle von Krebs der Gebärmutterschleimhaut pro 1.000 Frauen

diagnostiziert (d. h. zwischen 5 und 55 zusätzliche Fälle).

Unregelmäßige Blutungen

Wenn Ihr Arzt Ihnen Tabletten mit Gestagen zusätzlich zu Sisare Gel mono verschrieben hat, wird

während der Anwendung von Sisare Gel mono einmal monatlich eine Blutung auftreten (so

genannte Entzugsblutung). Sollten jedoch unerwartete Blutungen oder Schmierblutungen

außerhalb Ihrer Monatsblutung auftreten, die

über die ersten 6 Behandlungsmonate hinaus anhalten,

einsetzen, nachdem Sie Sisare Gel mono bereits seit über 6 Monaten angewendet haben,

nach Abbruch der Behandlung anhalten,

suchen Sie bitte sobald wie möglich Ihren Arzt auf.

Brustkrebs

Es gibt Hinweise auf ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei kombinierter Hormonersatzbehandlung mit

Estrogen und Gestagen und möglicherweise auch bei alleiniger Anwendung von Estrogen. Das

zusätzliche Risiko hängt von der Dauer der Hormonersatzbehandlung ab und zeigt sich innerhalb

weniger Jahre. Nach Beendigung der Behandlung kehrt das Risiko jedoch innerhalb weniger Jahre

(meistens 5 Jahre) wieder zurück auf den Stand bei Nichtanwenderinnen.

Bei Frauen, deren Gebärmutter entfernt wurde und die eine Hormonersatzbehandlung mit

Estrogen-Monopräparaten 5 Jahre lang anwenden, wurde kein oder nur ein geringfügig erhöhtes

Brustkrebsrisiko nachgewiesen.

Zum Vergleich:

Bei Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, werden

durchschnittlich 9 bis 17 Brustkrebsfälle pro 1.000 Frauen innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren

diagnostiziert. Bei Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren, die eine kombinierte

Hormonersatzbehandlung mit Estrogen und Gestagen über 5 Jahre anwenden, beträgt die Anzahl

13 bis 23 Fälle pro 1.000 Frauen (d. h. 4 bis 6 zusätzliche Fälle).

Untersuchen Sie regelmäßig Ihre Brüste. Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie

Veränderungen Ihrer Brüste bemerken, z. B.

Einziehungen (Dellenbildung) in der Haut

Veränderungen der Brustwarzen

Knoten, die Sie sehen oder fühlen können

Falls Sie die Möglichkeit haben, am Programm zur Früherkennung von Brustkrebs

(Mammographie-Screening-Programm) teilzunehmen, sollten Sie dieses Angebot nutzen.

Informieren Sie die Fachkraft, die die Mammographie durchführt, dass Sie ein Arzneimittel zur

Hormonersatzbehandlung anwenden. Arzneimittel, die zur Hormonersatzbehandlung angewendet

werden, können das Brustgewebe dichter machen und dadurch das Ergebnis der Mammographie

beeinflussen. Wenn die Dichte des Brustgewebes erhöht ist, können möglicherweise nicht alle

Veränderungen erkannt werden.

Eierstockkrebs

Eierstockkrebs ist selten – viel seltener als Brustkrebs. Die Anwendung von Estrogen-

Monoarzneimitteln oder kombinierten Estrogen-Gestagen-Arzneimitteln zur

Hormonersatzbehandlung ist mit einem leicht erhöhten Risiko, Eierstockkrebs zu entwickeln,

verbunden.

Das Risiko, Eierstockkrebs zu entwickeln, ändert sich mit dem Alter. Zum Beispiel werden bei

Frauen im Alter zwischen 50 und 54 Jahren, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, über

einen 5-Jahres-Zeitraum etwa 2 Fälle von Eierstockkrebs pro 2.000 Frauen diagnostiziert. Bei

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Frauen, die eine Hormonersatzbehandlung 5 Jahre lang anwenden, treten etwa 3 Fälle pro 2.000

Anwenderinnen auf (d. h. etwa 1 zusätzlicher Fall).

Herz-/Kreislauf-Wirkungen einer Hormonersatzbehandlung

Venöse Blutgerinnsel (Thrombosen)

Das Risiko, dass sich Blutgerinnsel in den Venen (Thrombosen) bilden, ist bei Frauen, die eine

Hormonersatzbehandlung anwenden, gegenüber Nichtanwenderinnen um etwa das 1,3 bis 3-

fache erhöht. Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere während des ersten Anwendungsjahres.

Blutgerinnsel können ernsthafte Folgen haben. Wenn ein Blutgerinnsel zu den Lungen wandert,

kann dies Brustenge, Atemnot oder einen Ohnmachtsanfall verursachen oder sogar zum Tod

führen.

Eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Blutgerinnsel bildet, besteht für Sie mit

zunehmendem Alter und wenn eine der nachfolgend genannten Bedingungen auf Sie zutrifft.

Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, wenn auf Sie eine der folgenden Situationen zutrifft:

wenn Sie wegen einer größeren Operation, Verletzung oder Krankheit längere Zeit nicht laufen

können (siehe auch Abschnitt 3 unter „Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist“),

wenn Sie stark übergewichtig sind (BMI >30 kg/m

wenn Sie unter einer Gerinnungsstörung leiden, die eine medikamentöse Langzeitbehandlung

zur Vorbeugung von Blutgerinnseln erfordert,

wenn jemals bei einem nahen Verwandten von Ihnen ein Blutgerinnsel im Bein, in der Lunge

oder in einem anderen Organ aufgetreten ist,

wenn Sie unter einem Systemischen Lupus erythematodes (SLE) leiden,

wenn Sie Krebs haben.

Bezüglich Anzeichen für Blutgerinnsel, siehe „Sie müssen die Behandlung sofort abbrechen und

einen Arzt aufsuchen“.

Zum Vergleich:

Betrachtet man Frauen im Alter von 50 - 59, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, ist

über einen 5-Jahres-Zeitraum durchschnittlich bei 4 bis 7 von 1.000 Frauen ein venöses

Blutgerinnsel zu erwarten.

Bei Frauen im Alter von 50 - 59, die eine Hormonersatzbehandlung mit Estrogen und Gestagen

über 5 Jahre angewendet haben, treten 9 bis 12 Thrombosefälle pro 1.000 Anwenderinnen auf

(d. h. 5 zusätzliche Fälle).

Bei Frauen im Alter von 50 - 59, deren Gebärmutter entfernt wurde und die eine

Hormonersatzbehandlung nur mit Estrogen über 5 Jahre angewendet haben, treten 5 bis 8

Thrombosefälle pro 1.000 Anwenderinnen auf (d. h. 1 zusätzlicher Fall).

Herzkrankheit (Herzinfarkt)

Es liegen keine Hinweise darauf vor, dass eine Hormonersatzbehandlung einem Herzinfarkt

vorbeugt.

Bei Frauen, die älter als 60 Jahre sind und die eine kombinierte Hormonersatzbehandlung mit

Estrogen und Gestagen anwenden, besteht im Vergleich zu Frauen, die keine

Hormonersatzbehandlung anwenden, eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit, eine Herzkrankheit

zu entwickeln.

Das Risiko, eine Herzkrankheit zu entwickeln, ist bei Frauen, deren Gebärmutter entfernt wurde

und die nur Estrogene anwenden, nicht erhöht.

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Schlaganfall

Das Schlaganfallrisiko ist bei Anwenderinnen einer Hormonersatzbehandlung etwa 1,5-fach höher als

bei Nichtanwenderinnen. Die Anzahl der infolge der Anwendung einer Hormonersatzbehandlung

zusätzlich auftretenden Schlaganfälle steigt mit zunehmendem Alter.

Zum Vergleich:

Betrachtet man Frauen im Alter von 50 – 59 Jahren, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden,

sind über einen 5-Jahres-Zeitraum 8 Schlaganfälle pro 1.000 Frauen zu erwarten. Bei Frauen im Alter

von 50 – 59 Jahren, die eine Hormonersatzbehandlung anwenden, sind es 11 Fälle pro 1.000

Anwenderinnen (d. h. 3 zusätzliche Fälle).

Sonstige Erkrankungen

Eine Hormonersatzbehandlung beugt keinen Gedächtnisstörungen vor. Es gibt einige Hinweise

auf ein erhöhtes Risiko für Gedächtnisstörungen bei Frauen, die zu Beginn der Anwendung

einer Hormonersatzbehandlung älter als 65 Jahre waren. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt um Rat.

Patientinnen mit eingeschränkter Funktion der Niere oder des Herzens

Estrogene können eine Flüssigkeitsansammlung im Körper bewirken; daher sollten Sie, wenn

bei Ihnen Herz- oder Nierenfunktionsstörungen vorliegen, sorgfältig beobachtet werden. Wenn

Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden, sollten Sie engmaschig überwacht

werden, weil ein Anstieg der im Blut zirkulierenden Estrogene zu erwarten ist.

Patientinnen mit einer bestimmten Fettstoffwechselstörung (Hypertriglyceridämie)

Wenn bei Ihnen bestimmte Blutfettwerte (Triglyceride) erhöht sind, sollten Ihre Blutfettwerte

während der Behandlung mit Sisare Gel mono engmaschig überwacht werden, weil im

Zusammenhang mit einer Estrogentherapie in seltenen Fällen von einem starken

Triglyceridanstieg im Blut mit einer nachfolgenden Entzündung der Bauchspeicheldrüse

berichtet wurde.

Einfluss von Sisare Gel mono auf die Laborparameter der Schilddrüse, der

Geschlechtshormone und von Kortikosteroiden

Estrogene können die Ergebnisse bestimmter Labortests beeinflussen (z. B.

Schilddrüsentests; Spiegel von Geschlechtshormon-bindendem Protein und Kortikoid-

bindendem Protein). Wenn bei Ihnen ein solcher Test durchgeführt werden soll, informieren

Sie den verantwortlichen Arzt darüber, dass Sie eine Hormonersatztherapie anwenden. Die

Konzentrationen der Hormone, die in den o. g. Tests untersucht werden und die für die

Hormonwirkung verantwortlich sind, bleiben dabei unverändert. D. h. Sie müssen nicht mit

Symptomen wie z. B. bei einer Schilddrüsenunterfunktion rechnen.

Die Konzentration bestimmter Eiweißstoffe im Blut (Angiotensinogen/Renin-Substrat, alpha-I-

Antitrypsin und Coeruloplasmin) kann verändert sein.

Die Blutzuckertoleranz (Glukosetoleranz) kann unter einer Estrogen/Gestagen-Behandlung

beeinträchtigt werden. Sisare Gel mono erhöht möglicherweise die Insulinempfindlichkeit und –

ausscheidung. Daher soll bei Patientinnen mit Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) die korrekte

Einstellung des Blutzuckerspiegels innerhalb der ersten Monate einer Therapie mit Sisare Gel

mono überwacht werden.

Frauen mit einer Tendenz zu einer dunklen Verfärbung der Haut (Chloasma) sollten sich

während der Anwendung von Sisare Gel mono möglichst wenig der ultravioletten Strahlung

aussetzen.

Sisare Gel mono ist nicht zur Schwangerschaftsverhütung bestimmt. Auf eine ausreichende nicht-

hormonelle Empfängnisverhütung ist zu achten.

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Anwendung von Sisare Gel mono zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bestimmte Arzneimittel können die Wirkung von Sisare Gel mono beeinträchtigen. Dies kann zu

unregelmäßigen Blutungen führen. Dazu gehören folgende Arzneimittel:

Arzneimittel gegen Epilepsie, die z. B. Phenobarbital, Phenytoin oder Carbamazepin enthalten

Arzneimittel gegen Tuberkulose, die z. B. Rifampicin oder Rifabutin enthalten

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen, die z. B. Nevirapin, Efavirenz,

Ritonavir oder Nelfinavir enthalten

pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten.

Eine abgeschwächte Wirkung von Estrogenen kann zu Blutungsstörungen führen.

Arzneimittel, welche die Wirkung von metabolisierenden (abbauenden) Enzymen hemmen, wie

z. B. Ketoconazol (Arzneimittel gegen Pilzinfekte) und Cyclosporin (nach Transplantationen

eingesetztes Arzneimittel), können die Wirkung von Sisare Gel mono verstärken.

Die Wirkstoffe von Sisare Gel mono werden über die Haut aufgenommen. Möglicherweise werden

Hormone, die über die Haut aufgenommen werden, weniger stark als in Tablettenform

eingenommene Hormone durch gleichzeitig angewendete andere Arzneimittel in ihrer Wirkung

beeinträchtigt.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten

können.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden bzw. kürzlich eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige

Arzneimittel, pflanzliche Präparate oder Naturheilmittel handelt.

Labortests

Wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung erforderlich ist, informieren Sie Ihren Arzt oder das

Laborpersonal, dass Sie Sisare Gel mono anwenden, da dieses Arzneimittel die Ergebnisse

einiger Laboruntersuchungen beeinträchtigen kann.

Schwangerschaft, Stillzeit und Gebärfähigkeit

Die Anwendung von Sisare Gel mono ist nur bei Frauen nach der Menopause vorgesehen. Wenn

Sie schwanger werden, brechen Sie die Anwendung von Sisare Gel mono ab und suchen Sie

Ihren Arzt auf.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zum Einfluss von Sisare Gel mono auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Sisare Gel mono enthält Propylenglycol

Sisare Gel mono enthält Propylenglycol, das Hautreizungen hervorrufen kann.

3. WIE IST SISARE GEL MONO ANZUWENDEN?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Bitte fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Art der Anwendung

Zum Auftragen auf die Haut.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

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Es wird 1-mal täglich der Inhalt eines Eindosis-Beutels Sisare Gel mono 0,5 mg (entsprechend 0,5

mg Estradiol pro Tag) angewendet. Die Anwendung erfolgt nach Maßgabe Ihres Arztes ohne

Unterbrechung (kontinuierliche Therapie) oder mit einer Anwendungspause (zyklische Therapie).

Je nachdem wie Sie auf die Dosierung ansprechen, kann Ihr Arzt die Dosierung Ihren

Bedürfnissen anpassen. Zu Beginn und bei der Fortführung der Behandlung von

Estrogenmangelbeschwerden wird Ihr Arzt Ihnen die niedrigste wirksame Dosis verordnen und die

Behandlungsdauer so kurz wie möglich halten.

Bei Frauen mit Gebärmutter muss die Behandlung mit Sisare Gel mono für mindestens 12 bis 14

Tage eines 28-tägigen Anwendungszyklus mit einer entsprechenden (vom Arzt zu verschreibenden)

Dosis eines Gestagens kombiniert werden (siehe auch Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der

Anwendung von Sisare Gel mono beachten?“).“

Bei Frauen, deren Gebärmutter entfernt wurde, wird der Zusatz eines Gestagens nicht empfohlen,

außer in den Fällen, in denen Ansiedlungen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der

Gebärmutter (Endometriose) diagnostiziert wurden.

Die jeweilige Dosis Sisare Gel mono wird einmal täglich auf die trockene und saubere Haut des

Unterkörpers oder täglich wechselnd auf die Haut des rechten oder linken Oberschenkels

aufgetragen. Die Auftragsfläche sollte 1 bis 2 Handflächen groß sein. Sisare Gel mono darf nicht auf

die Brüste, das Gesicht oder gereizte Hautflächen aufgetragen werden. Nach dem Auftragen muss

das Gel einige Minuten lang trocknen; die entsprechende Hautpartie sollte für etwa 1 Stunde nicht

gewaschen werden. Der versehentliche Kontakt der Augen mit dem Gel ist zu vermeiden. Nach dem

Auftragen sollten die Hände gewaschen werden.

Ihr Arzt wird versuchen, Ihnen die niedrigste Dosis, die zur Behandlung Ihrer Beschwerden er-

forderlich ist, für die kürzest notwendige Zeit zu verordnen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt,

wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Sisare Gel Mono zu stark oder zu schwach

ist.

Wenn Sie außerdem Gestagen-Tabletten einnehmen, müssen Sie diese nach Anweisung des

Arztes einnehmen. Normalerweise werden Sie nach jedem Einnahmezyklus des Gestagens eine

Abbruchblutung haben.

Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist

Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist, informieren Sie den operierenden Arzt, dass Sie Sisare

Gel mono anwenden. Es kann möglich sein, dass Sie Sisare Gel mono 4 bis 6 Wochen vor der

geplanten Operation absetzen müssen, um das Thromboserisiko zu verringern (siehe Abschnitt 2

unter „Venöse Blutgerinnsel (Thrombosen)“). Fragen Sie Ihren Arzt, wann Sie die Anwendung von

Sisare Gel mono fortsetzen können.

Wenn Sie eine größere Menge von Sisare Gel mono angewendet haben als Sie sollten

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine größere Menge Gel angewendet

haben, als sie sollten. Im Allgemeinen werden Estrogene (wie der in Sisare Gel mono enthaltene

Wirkstoff) selbst in sehr hohen Dosierungen gut vertragen. Eine Überdosierung ist bei einer

Anwendung durch die Haut unwahrscheinlich. Das Gel sollte abgewaschen werden. Mögliche

Anzeichen einer Überdosierung sind ein Spannungsgefühl in den Brüsten, Unterleibs- oder

Beckenschwellung, Angstzustände, Reizbarkeit. Diese Erscheinungen bilden sich zurück, wenn

die Behandlung beendet oder die Dosis verringert wird.

Wenn Sie Sisare Gel mono eingenommen (verschluckt) haben

Nach versehentlichem Verschlucken von Sisare Gel mono sollte ein Arzt aufgesucht werden. Es

können Nebenwirkungen auftreten, wie im Abschnitt "Nebenwirkungen" beschrieben.

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Wenn Sie eine Anwendung von Sisare Gel mono vergessen haben

Wurde die Anwendung einer Dosis vergessen, sollte diese so schnell wie möglich nachgeholt

werden, es sei denn, dass inzwischen mehr als 12 Stunden seit der normalen Zeit der Anwendung

vergangen sind. Die nächste Dosis sollte zur üblichen Zeit angewendet werden. Ausgelassene

Dosen können Durchbruchsblutungen auslösen.

Wenn Sie die Anwendung von Sisare Gel mono abbrechen

Die Dauer der Anwendung richtet sich in jedem Fall nach der Anweisung des behandelnden

Arztes, siehe oben. Beenden Sie die Anwendung von Sisare Gel mono nicht eigenmächtig, es sei

denn, Sie vermuten eine schwerwiegende Nebenwirkung. In diesem Fall sollten Sie umgehend

Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

Wenden Sie Sisare Gel mono auch dann weiter an, wenn es Ihnen besser zu gehen scheint.

Wenn Sie die Anwendung zu früh oder plötzlich beenden, können Ihre Beschwerden wieder

auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Sisare Gel mono Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Beenden Sie die Anwendung von Sisare Gel mono und suchen Sie umgehend Ihren Arzt

auf, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen feststellen:

Ihr Blutdruck steigt an,

Ihre Haut oder die weißen Augenabschnitte nehmen eine gelbe Farbe an (Gelbsucht),

Sie bekommen plötzlich migräneartige Kopfschmerzen (siehe Abschnitt 2 weiter oben),

Sie haben Anzeichen eines Blutgerinnsels (siehe Abschnitt 2 weiter oben),

Es treten irgendwelche der in Abschnitt 2 weiter oben aufgeführten Probleme auf.

Die folgenden Krankheiten wurden bei Frauen, die eine Hormonersatzbehandlung anwenden, im

Vergleich zu Nichtanwenderinnen häufiger berichtet:

Brustkrebs

übermäßiges Wachstum oder Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie

oder -krebs)

Eierstockkrebs

Blutgerinnsel in den Venen der Beine oder der Lunge (venöse Thromboembolie)

Herzkrankheit

Schlaganfall

Gedächtnisstörungen (wahrscheinliche Demenz), wenn die Hormonersatzbehandlung im Alter

von über 65 Jahren begonnen wurde.

Weitere Informationen über diese Nebenwirkungen finden Sie im Abschnitt 2 unter „Was sollten

Sie vor der Anwendung von Sisare Gel mono beachten?“.

Während der ersten Behandlungsmonate können Durchbruchblutungen, Schmierblutungen oder

ein Spannungsgefühl in der Brust verstärkt auftreten. Diese Effekte treten normalerweise kurzzeitig

auf und verschwinden wieder bei der weiteren Behandlung.

Weitere Nebenwirkungen:

Die folgenden Nebenwirkungen werden häufig beobachtet (bei bis zu 1 von 10 Behandelten):

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juckende Haut, Hautausschlag, Schmerz, verstärktes Schwitzen;

geschwollene, gespannte oder schmerzhafte Brüste (tritt bei mehr als 10 % der Anwenderinnen

auf);

Zu- oder Abnahme des Körpergewichts;

Kopfschmerzen, Schwindel;

Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen, Blähungen;

außerplanmäßige Blutungen oder Schmierblutungen, Menstruationsstörungen;

Depressionen, Nervosität, Lethargie;

Hitzewallungen.

Die folgenden Nebenwirkungen werden gelegentlich beobachtet (bei bis zu 1 von 100

Behandelten):

Veränderungen des sexuellen Verlangens und der Stimmung, Angst, Schlaflosigkeit;

Teilnahmslosigkeit, emotionale Unausgeglichenheit, beeinträchtigte Konzentration, Euphorie,

Unruhe;

Migräne, Fehlempfindung, Zittern;

Sehstörungen, trockene Augen;

Bluthochdruck, oberflächliche Venenentzündungen, kleinfleckige Blutungen in die Haut,

Unterhaut, Schleimhaut (Purpura);

Kurzatmigkeit, Entzündung der Nasenschleimhaut;

gutartiger Brust- oder Gebärmuttertumor;

verstärkter Appetit, erhöhte Cholesterinwerte;

beschleunigter Herzschlag;

Verstopfung, Verdauungsstörungen, Durchfall, rektale Beschwerden;

Akne, Haarausfall, trockene Haut, Nagelerkrankungen, Hautknötchen, übermäßiger Haarwuchs,

Urtikaria (erhabener, juckender Hautausschlag), schmerzhafte rötliche Hautknötchen (Erythema

nodosum);

Gelenkerkrankungen, Muskelkrämpfe;

verstärkter oder häufiger Harndrang, Verlust der Blasenkontrolle, Harnwegsinfekte,

Harnverfärbungen, Blut im Urin;

gespannte oder geschwollene Brust, anormales Wachstum der Gebärmutterschleimhaut,

Erkrankungen der Gebärmutter;

Müdigkeit, veränderte Laborwerte, Schwäche, Fieber, grippeähnlicher Zustand, allgemeines

Krankheitsgefühl;

geschwollene Füße und Unterschenkel;

allergische (Überempfindlichkeits-)Reaktionen.

Die folgenden Nebenwirkungen werden selten beobachtet (bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten):

venöse Thromboembolien;

Veränderungen der Leberfunktion und des Gallenflusses;

Kontaktlinsenunverträglichkeit;

Menstruationsschmerzen;

prämenstruelles Syndrom.

Weitere Nebenwirkungen, deren Häufigkeit nicht bekannt ist, Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar:

gutartige Geschwülste in der Muskelschicht der Gebärmutter;

erbliches Angioödem (plötzlich auftretende Schwellung von Haut oder Schleimhäuten);

Durchblutungsstörungen im Gehirn;

Magenschmerzen, Blähsucht;

gelbe Verfärbung der Haut infolge Leberfunktionsstörungen;

Kontaktallergie, Ekzem.

Sisare Gel mono 0,5 mg, Gel

Zul.-Nr. 39909.00.00

Wortlaut der für die Gebrauchsinformation vorgesehenen Angabe

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Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen haben. Möglicherweise

wird der Arzt entscheiden, die Behandlung bei Ihnen eine Zeit lang zu unterbrechen.

Demenz

Die Hormonersatzbehandlung ist keine vorbeugende Maßnahme gegen ein Nachlassen des

Gedächtnisses. Es gibt Hinweise auf ein höheres Risiko für ein Nachlassen des Gedächtnisses bei

Frauen, die eine Hormonersatzbehandlung im Alter von über 65 Jahren beginnen. Lassen Sie sich

von Ihrem Arzt beraten.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden während der Anwendung anderer Präparate zur

Hormonersatztherapie berichtet:

Gallenblasenerkrankungen;

Mögliche Demenz im Alter von über 65 Jahren;

Verschiedene Hauterkrankungen;

Hautverfärbungen, insbesondere im Gesicht und am Hals, so genannte

Schwangerschaftsflecken (Chloasma);

schmerzhafte, rötliche Hautknötchen (Erythema nodosum);

Ausschlag mit scheibenförmigen Rötungen bzw. Entzündungen (Erythema multiforme);

kleinflächige Einblutungen in die Haut infolge von Schädigung oder Funktionsverlust der

Gefäße (vaskuläre Purpura).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST SISARE GEL MONO AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden.

Lagern Sie das Gel bei Raumtemperatur (nicht über 25 °C lagern).

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Hausabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Sisare Gel mono enthält

Der Wirkstoff ist: Estradiol-Hemihydrat.

Sisare Gel mono 0,5 mg, Gel

Zul.-Nr. 39909.00.00

Wortlaut der für die Gebrauchsinformation vorgesehenen Angabe

160318 palde-sisare-gel-05mg-2016-03-gi07-cl.rtf

1 Eindosis-Beutel mit 0,5 g Gel enthält:

Estradiol-Hemihydrat 0,5 mg.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Carbomer 974P, Trolamin, Propylenglycol,

Ethanol 96 %, Gereinigtes Wasser.

Inhalt der Packung

Sisare Gel mono 0,5 mg ist in Packungen mit 91 x 0,5 g Gel erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Orion Corporation

Orionintie 1

02200 Espoo

Finnland

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im März 2016.

______________________________________________________________________________

Sisare Gel mono 0,5 mg/1 mg, Gel

Zul.-Nrn.: .39909.00.00 / 39909.01.00

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Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben:

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels)

1.

Bezeichnung der Arzneimittel

Sisare

Gel mono 0,5 mg

Sisare

Gel mono 1 mg

Wirkstoff: Estradiol-Hemihydrat

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Wirkstoff:

Sisare Gel mono 0,5 mg:

1 Eindosis-Beutel mit 0,5 g Gel enthält:

Estradiol-Hemihydrat 0,5 mg.

Sisare Gel mono 1 mg:

1 Eindosis-Beutel mit 1,0 g Gel enthält:

Estradiol-Hemihydrat 1,0 mg.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Propylenglycol.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform

Gel, Eindosis-Beutel

Geleeartiges, geschmeidiges, opaleszentes Gel

4.

Klinische Angaben

4.1

Anwendungsgebiete

Hormonsubstitutionstherapie (HRT) bei Estrogenmangelsymptomen nach der

Menopause.

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen bei der Behandlung von Frauen über 65 Jahren

vor.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Dosierung:

Sisare Gel mono wird transdermal angewendet. Es kann kontinuierlich oder zyklisch

angewendet werden. Die Anfangsdosis soll in Abhängigkeit vom Schweregrad der

Symptome der Patientin festgelegt werden und beträgt üblicherweise 1,0 mg

Estradiol (1,0 g Gel) pro Tag.

Entsprechend dem klinischen Ansprechen kann die Dosis nach 2 bis 3 Zyklen

individuell von 0,5 bis 1,5 g täglich eingestellt werden, entsprechend 0,5 bis 1,5 mg

Estradiol pro Tag.

Sisare Gel mono 0,5 mg/1 mg, Gel

Zul.-Nrn.: .39909.00.00 / 39909.01.00

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Sowohl für den Beginn als auch für die Fortführung einer Behandlung

postmenopausaler Symptome ist die niedrigste wirksame Dosis für die kürzest

mögliche Therapiedauer anzuwenden (siehe auch Abschnitt 4.4).

Bei Patientinnen mit intaktem Uterus ist es erforderlich, die Behandlung mit Sisare

Gel mono mit der geeigneten Dosis eines Gestagens für eine angemessene Dauer,

mindestens an 12 bis 14 aufeinander folgenden Tagen pro Monat/28-Tage-Zyklus,

oder kontinuierlich zu kombinieren, um der Ausbildung einer Endometriumhyperplasie

durch die Estrogen-Gabe zu begegnen (siehe auch Abschnitt 4.4).

Sofern bisher keine Diagnose einer Endometriose gestellt wurde, wird nicht

empfohlen, bei hysterektomierten Frauen zusätzlich ein Gestagen zu verabreichen.

Frauen, die keine Hormonersatztherapie (HRT) verwenden, oder Frauen, die von

einem kontinuierlich kombinierten HRT-Produkt auf Sisare Gel mono wechseln,

können die Behandlung an jedem beliebigen Tag starten. Frauen, die von einem

kontinuierlich sequenziellen HRT-Regime wechseln, sollen die Behandlung am Tag

nach der Beendigung des vorigen Zyklus beginnen.

Wurde die Anwendung einer Dosis vergessen, sollte dieses so schnell wie möglich

nachgeholt werden, es sei denn, dass inzwischen mehr als 12 Stunden seit der

normalen Zeit der Anwendung vergangen sind. Ist dies der Fall, sollte die vergessene

Dosis ausgelassen werden und die nächste Dosis zum normalen Zeitpunkt

angewendet werden. Ausgelassene Dosen können Durchbruch- und

Schmierblutungen auslösen.

Sisare Gel mono kann in einigen Fällen leichte Hautreizungen verursachen.

Propylenglycol kann Hautreizungen hervorrufen. Hautreizungen können durch einen

täglichen Wechsel des Applikationsortes reduziert werden.

Es gibt keine relevante Indikation für die Anwendung von Sisare Gel mono bei

Kindern.

Art der Anwendung:

Auf die trockene und saubere Haut auftragen.

Die jeweilige Dosis Sisare Gel mono wird einmal täglich auf die Haut des

Unterkörpers oder täglich wechselnd auf die Haut des rechten oder linken

Oberschenkels aufgetragen. Die Auftragsfläche sollte 1 bis 2 Handflächen groß sein.

Sisare Gel mono darf nicht auf die Brüste, das Gesicht oder gereizte Hautflächen

aufgetragen werden. Nach dem Auftragen sollte das Gel einige Minuten lang

trocknen; die entsprechende Hautpartie sollte für etwa eine Stunde nicht gewaschen

werden. Der versehentliche Kontakt der Augen mit dem Gel sollte vermieden werden.

Nach dem Auftragen sollten die Hände gewaschen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Bestehender oder früherer Brustkrebs bzw. ein entsprechender Verdacht;

estrogenabhängiger maligner Tumor bzw. ein entsprechender Verdacht (vor allem

Endometriumkarzinom);

nicht abgeklärte Blutung im Genitalbereich;

unbehandelte Endometriumhyperplasie;

frühere oder bestehende venöse thromboembolische Erkrankungen (vor allem

tiefe Venenthrombose, Lungenembolie);

Sisare Gel mono 0,5 mg/1 mg, Gel

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bekannte thrombophile Erkrankungen (z. B. Protein-C-, Protein-S- oder

Antithrombin-Mangel, siehe Abschnitt 4.4);

bestehende oder erst kurze Zeit zurückliegende arterielle thromboembolische

Erkrankungen (vor allem Angina pectoris, Myokardinfarkt);

akute Lebererkrankung oder zurückliegende Lebererkrankungen, solange sich die

relevanten Leberenzymwerte nicht normalisiert haben;

Porphyrie;

bekannte Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Eine HRT sollte nur zur Behandlung solcher postmenopausaler Beschwerden

begonnen werden, welche die Lebensqualität beeinträchtigen. Nutzen und Risiken

sollten in jedem Einzelfall mindestens jährlich sorgfältig gegeneinander abgewogen

werden. Eine HRT sollte nur so lange fortgeführt werden, wie der Nutzen die Risiken

überwiegt.

Es liegen nur begrenzte Daten zur Bewertung der Risiken einer HRT bei vorzeitiger

Menopause vor. Da jedoch das absolute Risiko bei jüngeren Frauen niedriger ist,

könnte das Nutzen-Risiko-Verhältnis bei jüngeren Frauen günstiger sein als bei

älteren.

Medizinische Untersuchung/Kontrolluntersuchungen

Vor Beginn bzw. Wiederaufnahme einer Hormonsubstitutionstherapie ist eine

vollständige Eigen- und Familienanamnese der Patientin zu erheben.

Die körperliche Untersuchung (einschließlich Unterleib und Brust) sollte sich an

diesen Anamnesen sowie den Kontraindikationen und Warnhinweisen orientieren.

Während der Behandlung werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen empfohlen,

die sich in Häufigkeit und Art nach der individuellen Risikosituation der Frau richten.

Die Frauen sollten darüber aufgeklärt werden, welche Veränderungen der Brüste sie

dem Arzt mitteilen müssen (siehe “Brustkrebs” weiter unten). Die Untersuchungen,

einschließlich bildgebender Verfahren wie Mammographie, sind entsprechend der

gegenwärtig üblichen Vorsorgepraxis und den klinischen Notwendigkeiten der

einzelnen Frau durchzuführen.

Situationen, die eine Überwachung erfordern

Die Patientinnen sollten engmaschig überwacht werden, wenn eine der folgenden

Situationen bzw. Erkrankungen vorliegt oder früher vorlag bzw. sich während einer

Schwangerschaft oder einer zurückliegenden Hormonbehandlung verschlechtert hat.

Dies gilt auch für den Fall, dass eine der nachfolgend genannten Situationen oder

Erkrankungen im Laufe der aktuellen Hormonsubstitutionstherapie mit Sisare Gel

mono auftritt bzw. sich verschlechtert:

Leiomyom (Uterusmyom) oder Endometriose;

Risikofaktoren für Thromboembolien (siehe unten);

Risikofaktoren für estrogenabhängige Tumoren, z. B. Auftreten von

Mammakarzinom bei Verwandten 1. Grades;

Hypertonie;

Lebererkrankungen (z. B. Leberadenom);

Diabetes mellitus mit oder ohne Beteiligung der Gefäße;

Cholelithiasis;

Migräne oder (schwere) Kopfschmerzen;

Systemischer Lupus erythematodes (SLE);

Endometriumhyperplasie in der Vorgeschichte (siehe unten);

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Epilepsie;

Asthma;

Otosklerose;

Hereditäres Angioödem.

Gründe für einen sofortigen Therapieabbruch

Die Therapie ist bei Vorliegen einer Kontraindikation sowie in den folgenden

Situationen abzubrechen:

- Ikterus oder Verschlechterung der Leberfunktion;

- Signifikante Erhöhung des Blutdrucks;

- Erstmaliges Einsetzen migräneartiger Kopfschmerzen;

- Schwangerschaft.

Endometriumhyperplasie und -krebs

Bei Frauen mit intaktem Uterus ist das Risko für Endometriumhyperplasie und

-karzinom bei längerfristiger Estrogen-Monotherapie erhöht. Der berichtete

Anstieg des Risikos für die Entstehung eines Endometriumkarzinoms bei

Anwenderinnen einer Estrogen-Monotherapie schwankt zwischen einer

zweifachen bis zu einer zwölffachen Zunahme, verglichen mit Frauen ohne HRT,

abhängig von der Dauer der Anwendung und der Höhe der Estrogendosis (siehe

Abschnitt 4.8).

Nach Beendigung der Behandlung kann das Risiko für mindestens 10 Jahre

erhöht bleiben.

Die zusätzliche zyklische Gabe eines Gestagens für die Dauer von mindestens

12 Tagen pro Monat bzw. pro 28-Tage-Zyklus oder die kontinuierliche

kombinierte Estrogen-Gestagen-Behandlung von Frauen mit intaktem Uterus

kompensiert das zusätzliche Risiko, das von der Estrogen-Monotherapie ausgeht.

Durchbruch- und Schmierblutungen können während der ersten Monate der

Behandlung auftreten. Wenn solche Blutungen einige Zeit später im Verlauf der

Therapie auftreten bzw. nach Therapieende anhalten, muss die Ursache ermittelt

und unter Umständen eine Biopsie des Endometriums durchgeführt werden, um

eine maligne Erkrankung des Endometriums auszuschließen.

Ungehinderte Estrogenstimulation kann zu einer prämalignen oder malignen

Transformation residualer Endometrioseherde führen. Daher sollte in Betracht

gezogen werden, in den Fällen ein Gestagen zusätzlich zur

Estrogensubstitutionstherapie zu geben, in denen auf Grund einer Endometriose

eine Hysterektomie vorgenommen wurde und bei denen eine residuale

Endometriose vorliegt.

Brustkrebs

Die vorliegenden Erkenntnisse weisen auf ein insgesamt erhöhtes, von der

Anwendungsdauer abhängiges Brustkrebsrisiko für Frauen hin, die Estrogen-

Gestagen-Kombinationen anwenden. Möglicherweise gilt dies auch für eine HRT mit

Estrogen-Monopräparaten.

Kombinierte Estrogen-Gestagen-Therapie

In einer randomisierten placebokontrollierten Studie, der Women’s Health

Initiative study (WHI-Studie), und in epidemiologischen Studien ergab sich

übereinstimmend ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Frauen, die im Rahmen einer

HRT Estrogen-Gestagen-Kombinationen angewendet haben. Das erhöhte Risiko

zeigte sich nach etwa drei Jahren (siehe Abschnitt 4.8).

Estrogen-Monotherapie

Sisare Gel mono 0,5 mg/1 mg, Gel

Zul.-Nrn.: .39909.00.00 / 39909.01.00

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Die WHI-Studie zeigte kein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei hysterektomierten

Frauen unter einer Estrogen-Monotherapie. Beobachtungsstudien haben unter

einer Estrogen-Monotherapie meist ein geringfügig erhöhtes Risiko für eine

Brustkrebsdiagnose gezeigt, das jedoch wesentlich niedriger war als das Risiko

bei Anwenderinnen von Estrogen-Gestagen-Kombinationen (siehe Abschnitt

4.8).

Das erhöhte Risiko zeigt sich nach einigen Anwendungsjahren, kehrt jedoch einige

(spätestens fünf) Jahre nach Behandlungsende wieder auf das altersentsprechende

Grundrisiko zurück.

Eine HRT, insbesondere eine kombinierte Behandlung mit Estrogenen und

Gestagenen, führt zu einer erhöhten Brustdichte in der Mammographie, was sich

nachteilig auf die radiologische Brustkrebsdiagnostik auswirken kann.

Ovarialkarzinom

Das Ovarialkarzinom ist viel seltener als Brustkrebs. Epidemiologische Erkenntnisse

einer großen Meta-Analyse lassen auf ein leicht erhöhtes Risiko bei Frauen

schließen, die im Rahmen einer HRT Estrogen-Monoarzneimittel oder kombinierte

Estrogen-Gestagen-Arzneimittel anwenden, das sich innerhalb von 5

Anwendungsjahren zeigt und nach Beendigung der Behandlung im Laufe der Zeit

abnimmt.

Einige weitere Studien einschließlich der WHI-Studie deuten darauf hin, dass das

entsprechende Risiko unter der Anwendung einer kombinierten HRT vergleichbar

oder geringfügig geringer ist (siehe Abschnitt 4.8).

Venöse Thromboembolie

Eine HRT ist mit einem 1,3 – 3-fach erhöhten Risiko für venöse

Thromboembolien (VTE) verbunden, vor allem für tiefe Venenthrombosen oder

Lungenembolien. Im ersten Jahr einer HRT ist das Auftreten einer VTE

wahrscheinlicher als später (siehe Abschnitt 4.8).

Patientinnen mit VTE in der Vorgeschichte oder bekannter Thrombophilie haben

ein erhöhtes VTE-Risiko. Eine HRT kann dieses Risiko erhöhen und ist daher bei

diesen Patientinnen kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Zu den allgemein anerkannten VTE-Risikofaktoren gehören die Anwendung von

Estrogenen, ein höheres Alter, größere Operationen, längere Immobilisierung,

erhebliches Übergewicht (BMI > 30 kg/m

), Schwangerschaft/Wochenbett,

systemischer Lupus erythematodes (SLE) und Krebs. Es besteht kein Konsens

über die mögliche Rolle von Varizen bei VTE.

Wie bei allen postoperativen Patientinnen müssen vorbeugende Maßnahmen zur

Verhinderung einer VTE nach der Operation berücksichtigt werden. Bei längerer

Immobilisierung nach einer geplanten Operation wird empfohlen, die HRT 4 bis 6

Wochen vor dem Eingriff auszusetzen. Die Behandlung sollte erst dann wieder

aufgenommen werden, wenn die Frau wieder vollständig mobilisiert ist.

Bei Frauen ohne VTE in der Vorgeschichte, aber mit Verwandten ersten Grades,

die bereits in jungen Jahren an VTE erkrankten, kann ein Thrombophilie-

Screening in Erwägung gezogen werden. Vorher sollte die Patientin eingehend

über die begrenzte Aussagekraft dieses Verfahrens beraten werden (es wird nur

ein Teil der Defekte identifiziert, die zu einer Thrombophilie führen). Wird ein

thrombophiler Defekt festgestellt und sind außerdem Thrombosen bei

Verwandten bekannt oder ist der festgestellte Defekt schwerwiegend (z. B.

Antithrombin-, Protein-S- und/oder Protein-C-Mangel oder eine Kombination von

Defekten), so ist eine HRT kontraindiziert.

Sisare Gel mono 0,5 mg/1 mg, Gel

Zul.-Nrn.: .39909.00.00 / 39909.01.00

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Bei Patientinnen unter einer dauerhaften Behandlung mit Antikoagulantien sollte

vor der Anwendung einer HRT das Risiko-Nutzen-Verhältnis sorgfältig

abgewogen werden.

Sollte sich eine VTE nach Beginn der HRT entwickeln, muss das Arzneimittel

abgesetzt werden. Die Patientinnen sollten darauf hingewiesen werden, dass sie

sofort Kontakt mit einem Arzt aufnehmen müssen, wenn sie mögliche Symptome

einer Thromboembolie bemerken (insbesondere schmerzhafte Schwellung eines

Beins, plötzlicher Schmerz im Brustkorb, Atemnot).

Koronare Herzkrankheit

Es gibt keine Hinweise aus randomisierten kontrollierten Studien, dass eine

kombinierte HRT mit Estrogen und Gestagen oder eine Estrogen-Monotherapie

Frauen vor einem Myokardinfarkt schützt, unabhängig davon, ob bei ihnen eine

koronare Herzkrankheit vorliegt oder nicht.

Kombinierte Estrogen-Gestagen-Therapie:

Das relative Risiko einer koronaren Herzkrankheit ist unter einer kombinierten HRT

mit Estrogen und Gestagen geringfügig erhöht. Da das Ausgangsrisiko für eine

koronare Herzkrankheit in hohem Maß altersabhängig ist, ist die Zahl der zusätzlich

auftretenden Fälle, die auf die HRT aus Estrogen und Gestagen zurückgehen, bei

prämenopausalen gesunden Frauen sehr gering. Die Zahl steigt jedoch mit

zunehmendem Alter.

Estrogen-Monotherapie:

In randomisierten kontrollierten Studien wurden keine Hinweise für ein erhöhtes

Risiko einer koronaren Herzkrankheit bei hysterektomierten Frauen unter einer

Estrogen-Monotherapie gefunden.

Schlaganfall

Die kombinierte Behandlung mit Estrogen und Gestagen und die Estrogen-

Monotherapie sind mit einem bis zu 1,5-fach erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden.

Das relative Risiko ist unabhängig vom Alter und der Zeitspanne, die seit der

Menopause vergangen ist. Da allerdings das Grundrisiko, einen Schlaganfall zu

erleiden, in hohem Maß altersabhängig ist, nimmt das Gesamtrisiko eines

Schlaganfalls für Frauen unter einer HRT mit zunehmendem Alter zu (siehe Abschnitt

4.8).

Sonstige Erkrankungszustände

Estrogene können eine Flüssigkeitsretention bewirken; daher müssen

Patientinnen mit kardialen oder renalen Funktionsstörungen sorgfältig

beobachtet werden. Patientinnen mit einer terminalen Niereninsuffizienz sollten

eng überwacht werden.

Frauen mit vorbestehender Hypertriglyzeridämie müssen während einer

Estrogen- oder Hormonsubstitutionstherapie engmaschig überwacht werden,

weil im Zusammenhang mit einer Estrogentherapie unter derartigen Umständen

von seltenen Fällen eines starken Triglyzeridanstiegs im Plasma mit der Folge

einer Pankreatitis berichtet wurde.

Estrogene erhöhen die Konzentration des thyroxinbindenden Globulins (TBG),

wodurch es zu einem Anstieg des gesamten zirkulierenden

Schilddrüsenhormons kommt, was anhand des proteingebundenen Jods (PBI),

des T4-Spiegels (Säulen- oder Radioimmunassay) oder T3-Spiegels

(Radioimmunassay) gemessen wird. Die T3-Harzaufnahme ist herabgesetzt, was

einen TBG-Anstieg widerspiegelt. Die freien T4- und T3-Konzentrationen

verändern sich nicht. Andere Bindungsproteine können im Serum erhöht sein,

wie das kortikoidbindende Globulin (CBG) und das geschlechtshormonbindende

Globulin (sex-hormone-binding globulin/SHBG), was zu einem Ansteigen der

Sisare Gel mono 0,5 mg/1 mg, Gel

Zul.-Nrn.: .39909.00.00 / 39909.01.00

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zirkulierenden Kortikosteroide bzw. Sexualhormone führt. Freie oder biologisch

aktive Hormonkonzentrationen bleiben unverändert.

Andere Plasmaproteine können erhöht sein (Angiotensinogen/Reninsubstrat,

Alpha-1-Antitrypsin, Coeruloplasmin).

Eine Hyperpigmentierung kann sporadisch auftreten, speziell bei Frauen, die

schon in der Vergangenheit an Chloasma gravidarum litten. Frauen, die eine

erhöhte Tendenz zur Ausbildung einer Hyperpigmentierung besitzen, sollten die

Sonnenexposition bzw. UV-Strahlung während einer HRT vermeiden.

Unter einer HRT verbessern sich die kognitiven Fähigkeiten nicht. Es gibt

Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für eine wahrscheinliche Demenz bei Frauen,

die bei Beginn einer kontinuierlichen kombinierten HRT oder einer Estrogen-

Monotherapie älter als 65 Jahre waren.

Dieses Arzneimittel enthält Propylenglycol und kann Hautreizungen hervorrufen.

Sisare Gel mono ist kein Kontrazeptivum. Eine ausreichende nicht-hormonelle

Empfängnisverhütung sollte angeraten werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Der Metabolismus der Estrogene kann durch die gleichzeitige Anwendung von

Substanzen verstärkt werden, die Arzneimittel-metabolisierende Enzyme, vor allem

die Cytochrom-P450-Enzyme, induzieren; zu diesen Substanzen gehören

Antikonvulsiva (z. B. Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin) und bestimmte

Antiinfektiva (z. B. Rifampicin, Rifabutin, Nevirapin, Efavirenz).

Ritonavir und Nelfinavir haben, wenn sie zeitgleich mit Steroidhormonen angewandt

werden, enzymstimulierende Eigenschaften, obwohl sie eigentlich als starke

Enzymhemmer bekannt sind. Pflanzliche Präparate, die Johanniskraut (Hypericum

perforatum) enthalten, können den Metabolismus der Estrogene induzieren.

Bei der transdermalen Anwendung wird der First-Pass-Effekt in der Leber umgangen,

so dass transdermal angewandte Estrogene möglicherweise weniger stark als oral

gegebene Hormone durch Enzyminduktoren beeinträchtigt werden.

Klinisch kann ein erhöhter Estrogen- und Gestagenmetabolismus zu einer

verminderten Wirkung dieser Hormone und zu Veränderungen des uterinen

Blutungsmusters führen.

Arzneimittel, die die Wirkung von metabolisierenden Enzymen hemmen, wie z. B.

Ketoconazol und Cyclosporin, können die Wirkung von Sisare Gel mono verstärken.

4.6

Fertiität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit Sisare Gel mono ist in der Schwangerschaft nicht indiziert.

Wenn es während der Behandlung mit Sisare Gel Mono zur Schwangerschaft kommt,

sollte die Behandlung sofort abgebrochen werden.

Die meisten zurzeit vorliegenden epidemiologischen Studien, die hinsichtlich einer

unbeabsichtigten Estrogenexposition des Fetus relevant sind, zeigen keine

teratogenen oder fetotoxischen Wirkungen.

Stillzeit

Sisare Gel mono ist in der Stillzeit nicht indiziert.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Sisare Gel mono 0,5 mg/1 mg, Gel

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Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das

Bedienen von Maschinen durchgeführt.

4.8

Nebenwirkungen

Während der ersten Behandlungsmonate können Durchbruchblutungen,

Schmierblutungen oder Spannungsgefühle in der Brust verstärkt auftreten. Diese

Effekte treten normalerweise temporär auf und verschwinden wieder bei der weiteren

Behandlung.

Die Nebenwirkungen wurden unter anderem in 3 klinischen Phase III Studien (mit 611

Risikopatientinnen) ermittelt und in die nachstehende Tabelle aufgenommen wenn sie

im mindestens möglichen Zusammenhang mit der transdermalen Gabe von 50 µg oder

100 µg Estradiol pro Tag stehen.

Die nachstehende Tabelle listet Nebenwirkungen aus klinischen Studien wie aus der

Spontanerfassung nach Zulassung auf, Nebenwirkungen werden bei 76 % der

Patienten erwartet. Bei >10 % der Patienten aus klinischen Studien traten

Nebenwirkungen an der Applikationsstelle und Brustschmerzen auf.

Tabelle: Im Zusammenhang mit der transdermalen Anwendung von Estradiol

aufgetretene Nebenwirkungen, geordnet nach Systemorganklassen

Systemorganklasse

Häufig

(≥ 1/100, < 1/10)

Gelegentlich

(≥ 1/1000, < 1/100)

Selten

(≥ 1/10000, <

1/1000)

Weitere Nebenwirkungen,

deren Häufigkeit nicht

bekannt ist: Häufigkeit auf

Grundlage der

verfügbaren Daten nicht

abschätzbar

Gutartige, bösartige und

unspezifische

Neubildungen (einschl.

Zysten und Polypen)

Gutartige Brusttumore,

gutartige Tumore des

Endometriums

Gebärmutterfibrose

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfindlichkeits-

reaktionen

Exazerbation des

hereditären Angioödems

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Gewichtszunahme,

Gewichtsabnahme

Appetitzunahme,

Hypercholesterinämie

Psychiatrische

Erkrankungen

Depressionen,

Nervosität, Lethargie

Ängstlichkeit,

Schlaflosigkeit,

Apathie, emotionale

Labilität, verminderte

Konzentrationsfähigkei

t, Veränderungen der

Libido und der

Stimmungslage,

Euphorie

, Agitiertheit

Erkrankungen des

Nervensystems

Kopfschmerzen,

Schwindel

Migräne,

Parästhesien, Tremor

Augenerkrankungen

Sehstörungen

trockene Augen

Kontaktlinsenunver-

träglichkeit

Herzerkrankungen

Palpitationen

Gefäßerkrankungen

Hitzewallungen

Bluthochdruck

oberflächliche

Venenentzündung

venöse

Thromboembolie

B. Thrombosen

Zerebrale ischämische

Ereignisse

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Purpura

der tiefen Bein- bzw.

Beckenvenen und

pulmonale

Embolien)

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Dyspnoe

, Rhinitis

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Übelkeit, Erbrechen,

Magenkrämpfe,

Blähungen,

Abdominalschmerze

Obstipation,

Dyspepsie

, Diarrhoe

rektale Störungen

Völlegefühl,

Spannungsgefühl im

Bauch

Leber- und

Gallenerkrankungen

Veränderungen der

Leberfunktion und

des Gallenflusses

Cholestatische Gelbsucht

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautgewebes

Hautausschlag,

Pruritus

Akne, Alopezie,

trockene Haut,

Nagelbildungsstörung

, Hautknötchen

Hirsutismus

Erythema nodosum,

Urtikaria

Kontaktdermatitis, Ekzeme

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Gelenkerkrankungen,

Muskelkrämpfe

Erkrankungen der

Nieren und Harnwege

Vermehrter

Harndrang,

Inkontinenz

, Zystitis

Urinverfärbungen

Hämaturie

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und

der Brustdrüse

Außerplanmäßige

vaginale Blutungen

bzw.

Schmierblutungen,

vaginaler Ausfluss,

Erkrankungen der

Vulva/Vagina,

Menstruationsstörun

gen, Brustschmerz/-

spannung

Brustvergrößerung,

erhöhte

Empfindlichkeit der

Brust,

Endometriumhyperpla

sie, Uterine

Erkrankungen

Dysmenorrhoe,

Prämenstruelles

Syndrom

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Anwendungsort

Hautreizungen,

Juckreiz an der

Applikationsstelle,

Schmerzen,

vermehrtes

Schwitzen

Fatigue, anormale

Labortests

, Asthenie

Fieber

, Grippeartiger

Zustand

Unwohlsein

, Ödeme

Sind in Einzelfällen während klinischer Studien aufgetreten. Aufgrund der geringen Studienpopulation (n=611) kann

nicht eindeutig bestimmt werden, ob diese Nebenwirkungen gelegentlich oder selten auftreten.

Siehe Abschnitte 4.3 und 4.4

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Andere

Nebenwirkungen,

Zusammenhang

einer

Estrogen/Gestagen

Behandlung berichtet wurden:

Estrogenabhängige gutartige Neubildungen sowie bösartige Tumoren wie z. B.

Endometriumkarzinom;

Herzinfarkt und Schlaganfall;

Erkrankungen der Gallenblase;

Erkrankungen der Haut und subkutaner Gewebe: Chloasma, Erythema multiforme,

vaskuläre Purpura;

wahrscheinliche Demenz im Alter über 65 (siehe Abschnitt 4.4).

Brustkrebsrisiko

Bei Frauen, die eine kombinierte Estrogen-Gestagen-Therapie über mehr als

5 Jahre durchgeführt hatten, war das Risiko für eine Brustkrebsdiagnose bis zu 2-

fach erhöht.

Bei Anwenderinnen einer Estrogen-Monotherapie ist das erhöhte Risiko deutlich

geringer als bei Anwenderinnen von Estrogen-Gestagen-Kombinationspräparaten.

Die Höhe des Risikos ist abhängig von der Anwendungsdauer (siehe Abschnitt 4.4).

Die Ergebnisse der größten randomisierten, placebokontrollierten Studie (WHI-

Studie) und der größten epidemiologischen Studie (MWS) sind nachfolgend

dargestellt:

Million Women Study (MWS) - Geschätztes zusätzliches Brustkrebsrisiko nach 5-

jähriger HRT

Altersgruppe

(Jahre)

Zusätzliche Fälle bei

1.000 HRT-

Nichtanwenderinnen

über einen Zeitraum

von 5 Jahren*

Relatives Risiko

Zusätzliche Fälle bei

1.000 HRT-

Anwenderinnen über

einen Zeitraum von

5 Jahren

(95 % KI)

Estrogen-Monotherapie

50-65

9-12

1-2 (0-3)

Estrogen-Gestagen-Kombinationstherapie

50-65

9-12

6 (5-7)

bezogen auf die Ausgangs-Inzidenzrate in den Industrieländern

# Relatives Risiko insgesamt. Das relative Risiko ist nicht konstant, sondern steigt mit

zunehmender Anwendungsdauer.

Hinweis: Da die Ausgangs-Inzidenzen für Brustkrebs in den EU-Ländern unterschiedlich

sind, variiert auch entsprechend die Anzahl der zusätzlichen Brustkrebsfälle.

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WHI-Studien in den USA – zusätzliches Brustkrebsrisiko nach 5-jähriger HRT

Altersgruppe

(Jahre)

Inzidenz bei 1.000

Frauen im Placebo-Arm

über einen Zeitraum

von 5 Jahren

Relatives Risiko

(95 % KI)

Zusätzliche Fälle bei

1.000 HRT-

Anwenderinnen über

einen Zeitraum von

5 Jahren

(95 % KI)

Estrogen-Monotherapie (CEE)

50-79

0,8 (0,7-1,0)

-4 (-6-0)*

Estrogen & Gestagen (CEE + MPA) #

50-79

1,2 (1,0 – 1,5)

+4 (0-9)

WHI-Studie bei Frauen ohne Uterus, die keine erhöhtes Brustkrebsrisiko zeigte

# Bei Beschränkung der Auswertung auf Frauen, die vor der Studie keine HRT angewendet

hatten, erschien das Risiko während der ersten 5 Behandlungsjahre nicht erhöht: Nach 5

Jahren war das Risiko höher als bei unbehandelten Frauen.

Endometriumkarzinomrisiko

Postmenopausale Frauen mit intaktem Uterus

Ungefähr 5 von 1.000 Frauen mit intaktem Uterus, die keine HRT anwenden,

entwickeln ein Endometriumkarzinom.

Bei Frauen mit intaktem Uterus wird die Anwendung einer Estrogen-Monotherapie

nicht empfohlen, da diese das Risiko eines Endometriumkarzinoms erhöht (siehe

Abschnitt 4.4).

In Abhängigkeit von der Dauer der Estrogen-Monotherapie und der Estrogendosis lag

das erhöhte Risiko eines Endometriumkarzinoms in epidemiologischen Studien bei 5

bis 55 zusätzlich diagnostizierten Fällen pro 1.000 Frauen im Alter zwischen 50 und

65 Jahren.

Durch Zugabe eines Gestagens zu der Estrogen-Monotherapie für mindestens 12

Tage pro Zyklus kann dieses erhöhte Risiko vermieden werden. In der Million Women

Study war nach 5-jähriger Anwendung einer kombinierten HRT (sequenziell oder

kontinuierlich) das Risiko eines Endometriumkarzinoms nicht erhöht (RR 1,0 (95 % KI

0,8-1,2)).

Ovarialkarzinomrisiko

Die Anwendung von Estrogen-Monoarzneimitteln oder kombinierten Estrogen-

Gestagen-Arzneimitteln zur HRT ist mit einem geringfügig erhöhten Risiko

verbunden, dass ein Ovarialkarzinom diagnostiziert wird (siehe Abschnitt 4.4)

Aus einer Meta-Analyse von 52 epidemiologischen Studien geht ein erhöhtes

Ovarialkarzinomrisiko für Frauen hervor, die zurzeit HRT anwenden, im Vergleich zu

Frauen, die HRT nie angewendet haben (RR 1.43, 95 % CI 1.31-1.56). Bei Frauen im

Alter zwischen 50 und 54 Jahren, die eine HRT 5 Jahre lang anwenden, tritt ein

zusätzlicher Fall pro 2.000 Anwenderinnen auf. Bei Frauen im Alter zwischen 50 und

54 Jahren, die keine HRT anwenden, werden über einen 5-Jahres-Zeitraum etwa 2

Fälle von Ovarialkarzinom pro 2.000 Frauen diagnostiziert.

Risiko für venöse Thromboembolien

Das Risiko für das Auftreten einer venösen Thromboembolie (VTE), z. B. einer

Thrombose der tiefen Bein- bzw. Beckenvenen oder einer Lungenembolie, ist bei

einer HRT um das 1,3 – 3-fache erhöht. Das Auftreten eines solches Ereignisses ist

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während des ersten Behandlungsjahres wahrscheinlicher als in den Folgejahren der

Behandlung (siehe Abschnitt 4.4). Die diesbezüglichen Ergebnisse der WHI-Studien

sind im folgenden Abschnitt dargestellt:

WHI-Studien - zusätzliches Risiko für VTE nach 5-jähriger HRT

Altersgruppe

(Jahre)

Inzidenz

pro 1.000 Frauen im

Placebo-Arm über

einen Zeitraum von

5 Jahren

Relatives Risiko

(95 % KI)

Zusätzliche Fälle

pro 1.000 HRT-

Anwenderinnen nach

5 Jahren

Orale Estrogen-Monotherapie

50 - 59

1,2 (0,6 – 2,4)

1 (-3 – 10)

Kombinierte orale Estrogen-Gestagen-Therapie

50 - 59

2,3 (1,2 – 4,3)

5 (1 – 13)

Studie bei Frauen ohne Uterus

Risiko für eine koronare Herzkrankheit

Bei Anwenderinnen einer kombinierten Estrogen-Gestagen-HRT im Alter von über

60 Jahren ist das Risiko für die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit leicht

erhöht (siehe Abschnitt 4.4).

Schlaganfallrisiko

Die Anwendung einer Estrogen-Monotherapie oder einer kombinierten Estrogen-

Gestagen-Therapie ist mit einem bis zu 1,5-fach erhöhten Risiko für einen

ischämischen Schlaganfall verbunden. Das Risiko für einen hämorrhagischen

Schlaganfall ist unter einer HRT nicht erhöht.

Dieses relative Risiko ist unabhängig vom Alter oder von der Anwendungsdauer.

Da das Ausgangsrisiko jedoch stark vom Alter abhängt, erhöht sich das

Gesamtrisiko bei Frauen unter einer HRT mit zunehmendem Alter (siehe Abschnitt

4.4).

Kombinierte WHI-Studien - zusätzliches Risiko für ischämischen Schlaganfall

*5

nach

5-jähriger HRT

Altersgruppe

(Jahre)

Inzidenz

pro 1.000 Frauen im

Placeboarm über

5 Jahre

Relatives Risiko

(95 % KI)

Zusätzliche Fälle

pro 1.000 HRT-

Anwenderinnen

50 - 59

1,3 (1,1 – 1,6)

3 (1 – 5)

Es wurde nicht zwischen ischämischen und hämorrhagischem Schlaganfall

unterschieden.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind

aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

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53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Im Allgemeinen werden Estrogene selbst in sehr hohen Dosierungen vertragen.

Untersuchungen zur akuten Toxizität ergaben keine Hinweise auf ein Risiko auf akute

Nebenwirkungen durch versehentliche Einnahme des mehrfachen der täglichen

therapeutischen Dosis. Übelkeit, Erbrechen und Entzugsblutungen können bei

einigen Frauen auftreten.

Symptome einer Überdosierung sind Spannungsgefühl in der Brust, Unterleibs- oder

Beckenschwellung, Angstzustände, Reizbarkeit. Diese Symptome bilden sich zurück,

wenn die Behandlung beendet oder die Dosis reduziert wird.

Bei transdermaler Anwendung ist eine Überdosierung unwahrscheinlich. Es gibt kein

spezifisches Gegenmittel, und die Behandlung sollte symptomatisch erfolgen. Das

Gel sollte abgewaschen werden.

5.

Pharmakologische Eigenschaften

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: ATC Code G03CA03.

Der Wirkstoff, synthetisches 17-beta-Estradiol, ist dem menschlichen endogenen

Estradiol chemisch und biologisch äquivalent, gleicht den Verlust endogen

synthetisierten Estradiols bei menopausalen Frauen aus und lindert menopausale

Symptome.

Da Estrogene das Endometrium-Wachstum fördern, erhöht die ungehinderte

Estrogengabe das Risiko von Endometriumhyperplasie und -karzinom. Die Zugabe

eines Gestagens reduziert das estrogenbedingte Risiko einer

Endometriumhyperplasie bei Frauen ohne Hysterektomie deutlich.

Information aus klinischen Studien

Die pharmakodynamischen Eigenschaften von Sisare Gel mono ähneln denen oraler

Estrogene; der Hauptunterschied zur oralen Applikation liegt im pharmakokinetischen

Profil.

Die klinische Wirksamkeit von Sisare Gel mono in der Behandlung menopausaler

Symptome ist vergleichbar mit der oraler Estrogene.

Linderung von Estrogen-Mangel Symptomen

Die Linderung postmenopausaler Symptome wurde während der ersten

Behandlungswochen erreicht.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Sisare Gel mono ist ein Estradiol-Gel auf Alkoholbasis. Nach dem Auftragen auf die

Haut verflüchtigt sich der Alkohol schnell, und das Estradiol wird von der Haut in die

Blutbahn resorbiert. Bei Applikation von Sisare Gel mono auf Flächen von 200 bis

400 cm² (entspricht ein bis zwei Handflächen) ist die Menge des resorbierten

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Estradiols konstant. Wird Sisare Gel mono auf größeren Flächen angewendet, sinkt

die resorbierte Menge signifikant. Ein Teil des resorbierten Estradiols wird im

subkutanen Gewebe eingelagert und allmählich in den Kreislauf abgegeben. Durch

die transdermale Applikation wird der hepatische First-Pass-Metabolismus

umgangen. Daher sind die Schwankungen des Plasma-Estrogenspiegels unter

Sisare Gel mono weniger ausgeprägt als unter oralen Estrogenen.

Nach der transdermalen Applikation von 0,5 bzw. 1,0 bzw. 1,5 mg Estradiol (0,5 bzw.

1,0 bzw. 1,5 g Sisare Gel mono) werden im Plasma entsprechende

Spitzenkonzentrationen C

von ca. 143 bzw. 247 bzw. 582 pmol/l gemessen. Die

entsprechenden Durchschnittskonzentrationen C

average

über das Dosierungsintervall

betragen 75 bzw. 124 bzw. 210 pmol/l. Die entsprechenden durchschnittlichen C

betragen 92, 101 bzw.152 pmol/l.

Unter der Behandlung mit Sisare Gel mono liegt das Estradiol-Estron-Verhältnis

konstant zwischen 0,4 und 0,7, während es unter oraler Estrogenbehandlung

gewöhnlich unter 0,2 abfällt. Die durchschnittliche Estradiol-Exposition im steady

state beträgt unter Sisare Gel mono 82 % im Vergleich mit einer äquivalenten oralen

Dosis Estradiolvalerat.

Im Übrigen entsprechen Metabolismus und Ausscheidung von transdermal

appliziertem Estradiol denen der natürlichen Estrogene.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Estradiol ist ein natürliches weibliches Hormon mit etablierter klinischer Anwendung.

Daher wurden keine toxikologischen Studien mit Sisare Gel mono durchgeführt.

Die notwendigen Untersuchungen zum irritierenden Effekt des Gels wurden an

Kaninchen, zur Hautsensibilisierung an Meerschweinchen durchgeführt. Auf Grund

der Ergebnisse aus diesen Studien lässt sich ableiten, dass Sisare Gel mono sehr

selten leichte Hautirritationen hervorrufen kann. Die Häufigkeit des Auftretens von

Hautirritationen kann durch täglichen Wechsel der Applikationsstelle verringert

werden.

6.

Pharmazeutische Angaben

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Carbomer 974P, Triethanolamin, Propylenglycol, Ethanol 96 %, Gereinigtes Wasser.

6.2

Inkompatibilitäten

nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Ungeöffnet haltbar: 3 Jahre.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Eindosis-Beutel (Laminat bestehend aus Polyester-/Aluminium-/Polyethylen-

Sisare Gel mono 0,5 mg/1 mg, Gel

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Schichten)

Sisare Gel mono 0,5 mg:

91 x 0,5 g Gel in Eindosis-Beuteln

Sisare Gel mono 1 mg:

91 x 1,0 g Gel in Eindosis-Beuteln

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise

zur Handhabung

Keine speziellen Hinweise.

7.

Inhaber der Zulassung

Orion Corporation

Orionintie 1

02200 Espoo

Finnland

8.

Zulassungsnummern

Sisare Gel mono 0,5 mg: 39909.00.00

Sisare Gel mono 1 mg: 39909.01.00

9.

Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung

20. Februar 1997/25. Februar 2003

10.

Stand der Information

März 2016

11.

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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