Singulair 5 mg Kautabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

25-04-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-02-2021

Wirkstoff:
MONTELUKAST NATRIUM
Verfügbar ab:
Merck Sharp & Dohme Gesellschaft mbH
ATC-Code:
R03DC03
INN (Internationale Bezeichnung):
MONTELUKAST SODIUM
Einheiten im Paket:
7 Stück (Blister mit Wochentagsangabe), Laufzeit: 24 Monate,10 Stück (Blister ohne Wochentagsangabe), Laufzeit: 24 Monate,28 Stü
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Montelukast
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-22765
Berechtigungsdatum:
1998-10-30

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Singulair 5 mg Kautabletten

Wirkstoff: Montelukast

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie oder Ihr Kind mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie oder

Ihr Kind.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen oder Ihrem Kind persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht

an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie oder Ihr Kind.

Wenn Sie oder Ihr Kind Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Gebrauchsinformation

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Singulair und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Singulair beachten?

Wie ist Singulair einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Singulair aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was ist Singulair und wofür wird es angewendet?

Was ist Singulair?

Singulair ist ein Leukotrien-Rezeptorantagonist, der Stoffe hemmt, die als Leukotriene bezeichnet

werden.

Wie wirkt Singulair?

Leukotriene verursachen Verengungen und Schwellungen der Atemwege der Lungen. Indem Singulair

die Leukotriene hemmt, lindert es Beschwerden bei Asthma und trägt zur Asthmakontrolle bei.

Wann Singulair angewendet werden sollte

Ihr Arzt hat Singulair zur Behandlung von Asthma verordnet, wobei Asthmabeschwerden am Tag und

in der Nacht vorgebeugt wird.

Singulair wird bei Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren angewendet, deren Asthma mit der

bisherigen Behandlung nicht ausreichend unter Kontrolle gebracht werden kann und die eine

Zusatzbehandlung benötigen.

Singulair wird auch anstelle von inhalativen Kortikoiden bei Patienten von 6 bis 14 Jahren

angewendet, die in letzter Zeit keine Kortisonpräparate in Tablettenform gegen Asthma

eingenommen hatten und zeigten, dass sie nicht imstande sind, inhalative Kortikosteroide

anzuwenden.

Singulair trägt auch zur Vorbeugung der Verengung der Atemwege bei, die durch körperliche

Belastung ausgelöst wird.

Ihr Arzt wird die Anwendung von Singulair nach den Asthmabeschwerden und dem Schweregrad

Ihres Asthmas oder des Asthmas Ihres Kindes bestimmen.

Was ist Asthma?

Asthma ist eine chronische Erkrankung.

Asthma besitzt u. a. folgende Merkmale:

Atembeschwerden durch verengte Atemwege. Diese Verengung wird als Reaktion auf

verschiedene Bedingungen schlechter oder besser.

Empfindliche Atemwege, die auf vieles reagieren, z. B. auf Zigarettenrauch, Pollen, kalte Luft

oder körperliche Betätigung.

Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute der Atemwege.

Asthmabeschwerden umfassen: Husten, Keuchen, Engegefühl im Brustkorb.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Singulair beachten?

Informieren Sie Ihren Arzt über alle Erkrankungen sowie über alle Allergien, die Sie oder Ihr Kind

momentan haben oder schon einmal hatten.

Singulair darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie oder Ihr Kind allergisch gegen Montelukast oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie oder Ihr Kind Singulair einnehmen.

Wenn sich die Asthmabeschwerden oder die Atmung bei Ihnen oder Ihrem Kind

verschlechtern, wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Arzt.

Singulair zum Einnehmen ist nicht zur Behandlung akuter Asthmaanfälle vorgesehen. Bei

einem Asthmaanfall befolgen Sie bitte die Anweisungen, die Ihr Arzt Ihnen oder Ihrem Kind

gegeben hat. Führen Sie immer die Notfallmedikation zur Inhalation für Asthmaanfälle mit

sich.

Es ist wichtig, dass Sie oder Ihr Kind alle Asthmamedikamente einnehmen, die der Arzt

verordnet hat. Singulair sollte nicht als Ersatz für andere Asthmamedikamente eingenommen

werden, die der Arzt Ihnen oder Ihrem Kind verordnet hat.

Jeder Patient, der mit Asthmamedikamenten behandelt wird, sollte wissen, dass bei Auftreten

einer Kombination verschiedener Beschwerden wie grippeartige Erkrankung, Kribbeln oder

taubes Gefühl in Armen oder Beinen, Verschlechterung von Beschwerden im Bereich der

Lunge und/oder Ausschlag ein Arzt aufgesucht werden muss.

Sie oder Ihr Kind dürfen Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin) oder andere

entzündungshemmende Arzneimittel (sog. nicht steroidale Antirheumatika oder NSAR) nicht

einnehmen, wenn bekannt ist, dass sich das Asthma dadurch verschlechtert.

Patienten sollen sich darüber bewusst sein, dass verschiedene neuropsychiatrische Ereignisse (wie z.

B. Verhaltensänderungen und Stimmungsschwankungen) bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern

während der Anwendung von Singulair berichtet wurden (siehe Abschnitt 4). Wenn Sie oder Ihr Kind

solche Symptome unter der Einnahme von Singulair entwickeln, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

den Arzt Ihres Kindes.

Kinder und Jugendliche

Verabreichen Sie dieses Arzneimittel nicht Kindern unter 6 Jahren.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren stehen andere altersgerechte Darreichungsformen dieses

Arzneimittels zur Verfügung.

Einnahme von Singulair zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie oder Ihr Kind andere Arzneimittel

einnehmen/einnimmt/anwenden/anwendet, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet

haben/hat oder beabsichtigen/beabsichtigt andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn

diese nicht verschreibungspflichtig sind.

Einige Arzneimittel können die Wirkungsweise von Singulair beeinflussen oder Singulair kann die

Wirkungsweise anderer Arzneimittel beeinflussen.

Teilen Sie Ihrem Arzt vor Beginn der Behandlung mit Singulair mit, wenn Sie eines der folgenden

Arzneimittel einnehmen/anwenden oder Ihr Kind eines einnimmt/anwendet:

Phenobarbital (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie)

Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie)

Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose und anderen Infektionen)

Einnahme von Singulair zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Singulair 5 mg Kautabletten sollten nicht unmittelbar mit Nahrung eingenommen werden. Die

Kautabletten sollten mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach dem Essen eingenommen werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Ihr Arzt wird nach sorgfältiger Abwägung die Entscheidung treffen, ob eine Einnahme von Singulair

in der Schwangerschaft möglich ist.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Singulair in die Muttermilch übertritt. Wenn Sie stillen oder stillen möchten,

sollten Sie Ihren Arzt um Rat fragen, bevor Sie Singulair einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist nicht zu erwarten, dass Singulair Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen beeinträchtigt. Jedoch sind individuell verschiedene Reaktionen auf Arzneimittel

möglich. Einige unter Singulair berichtete Nebenwirkungen (wie Schwindel und Benommenheit)

können bei manchen Patienten die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen beeinträchtigen.

Singulair 5 mg Kautabletten enthalten Aspartam, aus welchem im Körper Phenylalanin

freigesetzt wird, und Natrium

Wenn bei Ihnen oder bei Ihrem Kind eine Phenylketonurie (eine seltene Stoffwechselkrankheit)

vorliegt, sollten Sie beachten, dass die 5 mg Kautabletten eine bestimmte Menge Phenylalanin

enthalten (eine 0,842 mg entsprechende Menge Phenylalanin pro 5 mg Kautablette).

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Wie ist Singulair einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Sie oder Ihr Kind sollte(n) nur eine Kautablette Singulair einmal täglich einnehmen, wie vom

Arzt verordnet.

Das Arzneimittel soll auch eingenommen werden, wenn Sie oder Ihr Kind keine Beschwerden

oder einen akuten Asthmaanfall haben/hat.

Dosierung für Kinder von 6 bis 14 Jahren:

Die empfohlene Dosis ist eine 5 mg Kautablette einmal täglich am Abend.

Wenn Sie oder Ihr Kind Singulair einnehmen/einnimmt, sollten Sie sicherstellen, dass Sie oder Ihr

Kind keine anderen Arzneimittel mit demselben Wirkstoff (Montelukast) erhalten/erhält.

Dieses Arzneimittel ist zum Einnehmen.

Die Tabletten müssen vor dem Schlucken gekaut werden. Singulair 5 mg Kautabletten sollten nicht

unmittelbar mit Nahrung eingenommen werden; sie sollten mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden

nach dem Essen eingenommen werden.

Wenn Sie oder Ihr Kind eine größere Menge von Singulair eingenommen haben/hat, als Sie/es

sollte(n)

Wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, und fragen Sie ihn um Rat.

In den meisten Berichten zu Überdosierungen wurden keine Nebenwirkungen beobachtet. Die am

häufigsten aufgetretenen Beschwerden nach Überdosierungen bei Erwachsenen und Kindern waren

Bauchschmerzen, Schläfrigkeit, Durst, Kopfschmerzen, Erbrechen und übermäßige körperliche

Aktivität.

Wenn Sie vergessen haben, Singulair einzunehmen oder Ihrem Kind Singulair zu geben

Sie sollten versuchen, Singulair wie verordnet einzunehmen/zu geben. Haben Sie einmal Ihre/die

Dosis Ihres Kindes vergessen, setzen Sie bitte die Behandlung wie gewohnt mit einer Kautablette

einmal täglich fort. Geben /Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige

Anwendung/Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie oder Ihr Kind die Einnahme von Singulair abbrechen

Singulair kann das Asthma nur dann wirksam lindern, wenn es fortlaufend angewendet wird. Daher

sollte Singulair unbedingt so lange eingenommen werden, wie es Ihnen oder Ihrem Kind vom Arzt

verordnet wurde. Dies hilft, Ihr Asthma und das Ihres Kindes zu kontrollieren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

In klinischen Studien mit Singulair 5 mg Kautabletten wurden folgende Nebenwirkungen, die auf die

Behandlung mit Singulair zurückgeführt wurden, am häufigsten (kann bis zu 1 von 10 Behandelten

betreffen) berichtet:

Kopfschmerzen

Zusätzlich wurden folgende Nebenwirkungen in klinischen Studien mit Singulair 10 mg Filmtabletten

berichtet:

Bauchschmerzen

Diese Nebenwirkungen waren gewöhnlich nicht stark ausgeprägt und traten häufiger bei den Patienten

auf, die Singulair erhielten, als bei den Patienten, die Placebo (Scheinmedikament) erhielten.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Sie müssen sich umgehend an Ihren Arzt wenden

, wenn bei Ihnen oder Ihrem Kind eine oder

mehrere dieser Beschwerden auftreten, diese könnten schwerwiegend sein und eine sofortige

Behandlung erfordern.

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

allergische Reaktionen mit Schwellungen im Bereich des Gesichtes, der Lippen, der Zunge

und/oder des Rachens, wodurch Atemnot oder Schluckbeschwerden entstehen können

Verhaltensänderungen und Stimmungsschwankungen: Erregbarkeit (Hyperaktivität),

einschließlich aggressives oder feindseliges Verhalten, Depression

Krampfanfälle

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

erhöhte Blutungsneigung

Zittern

Herzklopfen

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Eine Kombination von Beschwerden wie grippeartige Erkrankung, Kribbeln oder taubes

Gefühl in den Armen und Beinen, Verschlechterung der Beschwerden im Bereich der Lunge

und/oder Ausschlag (Churg-Strauss-Syndrom) (siehe Abschnitt 2)

Geringe Anzahl an Blutplättchen

Verhaltensänderungen und Stimmungsschwankungen: Halluzinationen,

Orientierungsstörung, Selbstmordgedanken und entsprechendes Verhalten

Schwellung/Entzündung der Lunge

schwere Hautreaktionen (Erythema multiforme), die ohne vorhergehende Warnsymptome

auftreten

Entzündung der Leber (Hepatitis)

Andere Nebenwirkungen nach Markteinführung

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Infektion der oberen Atemwege

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Durchfall, Übelkeit, Erbrechen

Ausschlag

Fieber

Erhöhte Leberenzyme

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Verhaltensänderungen und Stimmungsschwankungen: verändertes Träumen, einschließlich

Alpträume, Schlaflosigkeit, Schlafwandeln, Reizbarkeit, Angstgefühle, Ruhelosigkeit

Schwindel, Benommenheit, Kribbeln und Taubheitsgefühl

Nasenbluten

trockener Mund, Verdauungsstörungen

Bluterguss, Juckreiz, Nesselausschlag

Gelenk- oder Muskelschmerz, Muskelkrämpfe

Bettnässen bei Kindern

Schwäche/Müdigkeit, Unwohlsein, Schwellungen

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Verhaltensänderungen und Stimmungsschwankungen: Aufmerksamkeitsstörung,

eingeschränktes Erinnerungsvermögen, unkontrollierte Muskelbewegungen

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

empfindliche rote Knoten unter der Haut - meist an den Schienbeinen (Erythema nodosum)

Verhaltensänderungen und Stimmungsschwankungen: Zwangssymptome, Stottern

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5, 1200 Wien

ÖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207

http://www.basg.gv.at/

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Singulair aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister nach „EXP“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Dabei geben die beiden ersten Ziffern das Monat und die

letzten vier Ziffern das Jahr an. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu

schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Singulair enthält

Der Wirkstoff ist: Montelukast. Eine Kautablette enthält Montelukast-Natrium, entsprechend

5 mg Montelukast.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mannitol (E 421), mikrokristalline Cellulose, Hydroxypropylcellulose (E 463), rotes

Eisenoxid (E 172), Croscarmellose-Natrium, Kirsch-Aroma, Aspartam (E 951) und

Magnesiumstearat.

Wie Singulair aussieht und Inhalt der Packung

Singulair 5 mg Kautabletten sind rosa, rund, beidseitig gewölbt, auf der einen Seite ist SINGULAIR

eingeprägt, auf der anderen MSD 275.

Blisterpackungen mit: 7, 10, 14, 20, 28, 30, 50, 56, 84, 90, 98, 100, 140 und 200 Kautabletten.

Einzeldosis-Blisterpackungen mit: 49x1, 50x1 und 56x1 Kautabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Merck Sharp & Dohme Ges.m.b.H., Wien

E-Mail: msd-medizin@merck.com

Hersteller

Merck Sharp & Dohme BV, Haarlem/Niederlande

Schering-Plough Labo NV, Industriepark 30, Heist-op-den-Berg, 2220, Belgien

Z. Nr.:

1-22765

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg,

Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Schweden, Vereinigtes Königreich

Singulair

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2021.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Singulair 5 mg Kautabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Kautablette enthält Montelukast-Natrium, entsprechend 5 mg Montelukast.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Dieses Arzneimittel enthält 1,5 mg Aspartam (E 951)

pro Kautablette.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Kautablette.

Rosa, rund, bikonvex, Durchmesser 9,5 mm, auf der einen Seite ist SINGULAIR und auf der anderen

MSD 275 eingeprägt.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Singulair ist indiziert als Zusatzbehandlung bei Patienten, die unter einem leichten bis mittelgradigen

persistierenden Asthma leiden, das mit einem inhalativen Kortikoid nicht ausreichend behandelt und

das durch die bedarfsweise Anwendung von kurz wirksamen ß-Sympathomimetika nicht ausreichend

unter Kontrolle gebracht werden kann.

Singulair kann auch eine Behandlungsalternative zu niedrig dosierten inhalativen Kortikosteroiden bei

Patienten mit leichtem persistierenden Asthma sein, die in letzter Zeit keine schwerwiegenden, mit

oralen Kortikosteroiden zu behandelnden Asthmaanfälle hatten und zeigten, dass sie nicht imstande

sind, inhalative Kortikosteroide anzuwenden (siehe Abschnitt 4.2).

Außerdem kann Singulair zur Vorbeugung von Belastungsasthma eingesetzt werden, dessen

überwiegende Komponente die durch körperliche Belastung ausgelöste Bronchokonstriktion darstellt.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die empfohlene Dosis für Kinder von 6-14 Jahren beträgt eine 5-mg-Kautablette täglich am Abend.

Bei Einnahme in Verbindung mit Nahrung sollte Singulair 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach der

Nahrungsaufnahme eingenommen werden. Innerhalb dieser Altersgruppe ist keine Dosisanpassung

erforderlich.

Allgemeine Hinweise

Die Wirkung von Singulair auf die Asthmasymptomatik setzt bereits nach einem Tag ein. Die

Patienten sind anzuweisen, die Therapie mit Singulair sowohl bei Beschwerdefreiheit als auch

während einer Verschlechterung der Asthmasymptomatik fortzusetzen.

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder leichter bis mäßiggradiger Leberinsuffizienz müssen keine

Dosisanpassungen vorgenommen werden. Für Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz liegen keine

Erfahrungen vor. Die Dosierung ist für männliche und weibliche Patienten gleich.

Singulair als Behandlungsalternative bei zu niedrig dosierten inhalativen Kortikoiden bei leichtem

persistierendem Asthma:

Montelukast wird nicht als Monotherapie bei Patienten mit mittelgradigem persistierendem Asthma

empfohlen. Die Anwendung von Montelukast als Behandlungsalternative zu niedrig dosierten

inhalativen Kortikosteroiden bei Kindern mit leichtem persistierendem Asthma sollte nur für Patienten

in Betracht gezogen werden, die in letzter Zeit keine schwerwiegenden, mit oralen Kortikosteroiden zu

behandelnden Asthmaanfälle hatten und zeigten, dass sie nicht imstande sind, inhalative

Kortikosteroide anzuwenden (siehe Abschnitt 4.1). Bei leichtem persistierendem Asthma treten

Asthmasymptome öfter als einmal pro Woche, aber weniger als einmal pro Tag auf, mehr als zweimal

pro Monat, aber weniger als einmal pro Woche kommt es zu Beschwerden in der Nacht, wobei die

Lungenfunktion zwischen den Episoden normal ist. Lassen sich die Asthmabeschwerden bis zur

nächsten Kontrolluntersuchung (normalerweise innerhalb eines Monats) nicht zufrieden stellend

beherrschen, sollte die Notwendigkeit einer zusätzlichen oder anderen entzündungshemmenden

Therapie auf Basis des für die Asthmatherapie empfohlenen Stufenschemas geprüft werden. Die

Wirksamkeit der Asthmabehandlung muss in regelmäßigen Abständen überprüft werden.

Singulair und andere Therapien bei Asthma

Wenn die Behandlung mit Singulair als Zusatzbehandlung mit inhalativen Kortikosteroiden

angewendet wird, darf von einem inhalativen Kortikosteroid nicht abrupt ersatzweise auf Singulair

umgestellt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren stehen 10 mg Tabletten zur Verfügung.

Kinder und Jugendliche

Verabreichen Sie Singulair 5 mg Kautabletten nicht Kindern unter 6 Jahren. Die Sicherheit und

Wirksamkeit von Singulair 5 mg Kautabletten wurde bei Patienten unter 6 Jahren nicht bewiesen.

4 mg Kautabletten stehen für Kinder zwischen 2 und 5 Jahren zur Verfügung.

Art der Anwendung

Zur oralen Anwendung.

Die Tabletten müssen vor dem Schlucken gekaut werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Die Patienten sind anzuweisen, orales Montelukast niemals zur Behandlung eines akuten

Asthmaanfalls einzusetzen. Die Patienten sollten eine geeignete Notfallmedikation stets mit sich

führen. Bei Auftreten eines Asthmaanfalls sollte ein kurz wirksamer inhalativer ß-Agonist angewendet

werden. Falls der Patient diesen häufiger als üblich anwenden muss, muss er so bald wie möglich

einen Arzt aufsuchen.

Von einem inhalativen oder oralen Kortikoid darf nicht abrupt ersatzweise auf Montelukast umgestellt

werden.

Es liegen keine Daten vor, die belegen, dass unter der zusätzlichen Therapie mit Montelukast orale

Kortikosteroide reduziert werden können.

In seltenen Fällen kann bei Patienten unter der Therapie mit Antiasthmatika, einschließlich

Montelukast, eine systemische Eosinophilie, manchmal mit klinischen Zeichen einer Vaskulitis wie

bei Churg-Strauss-Syndrom auftreten, ein Krankheitsbild, das häufig mit systemischen

Kortikosteroiden behandelt wird. Diese Fälle waren manchmal mit der Reduktion oder dem Absetzen

einer oralen Kortikoidtherapie assoziiert. Obwohl kein kausaler Zusammenhang mit Leukotrien-

Rezeptorantagonisten nachgewiesen wurde, müssen Ärzte bei ihren Patienten sorgfältig auf das

Auftreten einer Eosinophilie, eines vaskulären Exanthems, einer Verschlechterung der pulmonalen

Symptomatik, kardialer Komplikationen und/oder Neuropathien achten. Patienten, die diese

Symptome entwickeln, müssen erneut untersucht und deren Therapie überprüft werden.

Auch während der Behandlung mit Montelukast müssen Patienten mit analgetikabedingtem Asthma

die Einnahme von Acetylsalicylsäure und anderen nicht-steroidalen Antiphlogistika vermeiden.

Singulair 5-mg-Kautabletten enthalten Aspartam, aus welchem im Körper Phenylalanin freigesetzt

wird. Patienten mit Phenylketonurie sollten berücksichtigen, dass eine 5-mg-Kautablette eine 0,842

mg entsprechende Menge Phenylalanin pro Dosis enthält.

Nach der Einnahme von Singulair wurden bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern

neuropsychiatrische Ereignisse berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Patienten und Ärzte sollen auf

neuropsychiatrische Ereignisse achten. Patienten und/oder Pflegepersonal sollen angewiesen werden,

den Arzt zu informieren, falls derartige Veränderungen auftreten. Die Fortführung einer Therapie mit

Singulair soll nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch verschreibende Personen

erfolgen, wenn derartige Ereignisse auftreten.

4.5.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Montelukast kann zusammen mit routinemäßig zur Prophylaxe und Dauerbehandlung von Asthma

eingesetzten Therapien angewandt werden. In Arzneimittel-Interaktionsstudien hatte die empfohlene

therapeutische Dosis von Montelukast keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Pharmakokinetik

folgender Substanzen: Theophyllin, Prednison, Prednisolon, orale Kontrazeptiva

(Ethinylestradiol/Norethindron 35/1), Terfenadin, Digoxin und Warfarin.

Die für Montelukast errechnete Fläche unterhalb der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve (AUC) war bei

gleichzeitiger Verabreichung von Phenobarbital um ca. 40 % vermindert. Da Montelukast durch

Cytochrom P450 (CYP3A4, 2C8 und 2C9) metabolisiert wird, ist - besonders bei Kindern - Vorsicht

angebracht, wenn Montelukast gleichzeitig mit Arzneimitteln verabreicht wird, welche die Aktivität

von CYP3A4, 2C8 und 2C9 induzieren. Dazu gehören Substanzen wie Phenytoin, Phenobarbital und

Rifampicin.

In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Montelukast ein potenter CYP2C8-Inhibitor ist. Daten einer

klinischen Interaktionsstudie mit Montelukast und Rosiglitazon (ein repräsentatives Testsubstrat für

vorwiegend über CYP2C8 metabolisierte Arzneimittel) zeigten, dass Montelukast CYP2C8 in vivo

nicht hemmt. Daher wird nicht erwartet, dass Montelukast deutlich den Metabolismus von

Arzneimitteln hemmt, die über dieses Enzym metabolisiert werden (z. B. Paclitaxel, Rosiglitazon,

Repaglinid).

In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Montelukast ein Substrat von CYP 2C8 und in geringerem

Ausmaß von 2C9 und 3A4 ist. In einer klinischen Interaktionsstudie mit Montelukast und Gemfibrozil

(ein Inhibitor sowohl von CYP 2C8 als auch von 2C9) erhöhte Gemfibrozil die systemische

Exposition mit Montelukast um das 4,4-fache. Es ist keine routinemäßige Dosisanpassung von

Montelukast bei gleichzeitiger Gabe von Gemfibrozil oder anderen potenten Inhibitoren von CYP 2C8

erforderlich, der Arzt sollte sich jedoch bewusst sein, dass es möglicherweise zu einem gesteigerten

Auftreten von Nebenwirkungen kommen kann.

Basierend auf in vitro Daten werden keine klinisch bedeutsamen Wechselwirkungen mit weniger

potenten Inhibitoren von CYP 2C8 (wie z. B. Trimethoprim) erwartet. Die gleichzeitige Gabe von

Montelukast mit Itraconazol, einem potenten Inhibitor von CYP 3A4, führte zu keinem signifikanten

Anstieg in der systemischen Exposition mit Montelukast.

4.6.

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Tierstudien zeigten im Hinblick auf die Schwangerschaft oder die embryonale/fötale Entwicklung

keine schädlichen Wirkungen.

Vorhandene Daten zur Untersuchung schwerer Geburtsfehler aus publizierten prospektiven und

retrospektiven Kohortenstudien zur Anwendung von Montelukast bei schwangeren Frauen haben kein

arzneimittelbezogenes Risiko nachgewiesen. Die vorhandenen Studien weisen methodische

Einschränkungen auf, wie unter anderem kleine Fallzahlen, in einigen Fällen retrospektive

Datenerhebung sowie inkonsistente Vergleichsgruppen.

Singulair darf während der Schwangerschaft nur eingenommen werden, wenn es als eindeutig

erforderlich erachtet wird.

Stillzeit

Studien an Ratten zeigten, dass Montelukast in die Milch abgegeben wird (siehe Abschnitt 5.3). Es ist

nicht bekannt, ob Montelukast und/oder seine Metaboliten in die menschliche Muttermilch abgegeben

wird/ werden.

Singulair darf während der Stillzeit nur eingenommen werden, wenn es als eindeutig erforderlich

erachtet wird.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Singulair hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Allerdings haben einzelne Patienten über Benommenheit

oder Schwindel berichtet.

4.8

Nebenwirkungen

Montelukast wurde in klinischen Studien wie folgt untersucht:

10-mg-Filmtabletten bei ca. 4.000 Erwachsenen und Jugendlichen ab 15 Jahren

5-mg-Kautabletten bei ca. 1.750 pädiatrischen Patienten zwischen 6 und 14 Jahren

Folgende arzneimittelbedingte Nebenwirkungen wurden im Rahmen klinischer Studien von

Asthmapatienten unter Montelukast häufig (≥ 1/100, < 1/10) und häufiger als unter Placebo berichtet.

Systemorganklasse

Erwachsene und Jugendliche ab 15

Jahren

(zwei 12-wöchige Studien, n=795)

Pädiatrische Patienten 6-14 Jahre

(eine 8-wöchige Studie, n=201)

(zwei 56-wöchige Studien, n=615)

Erkrankungen des

Nervensystems

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen

Erkrankungen des

Bauchschmerzen

Gastrointestinal-

trakts

In den Verlängerungsphasen klinischer Prüfungen mit einer reduzierten Patientenzahl (Dauer bis zu 2

Jahren für Erwachsene und bis zu 12 Monaten für pädiatrische Patienten zwischen 6 und 14 Jahren)

kam es zu keiner Änderung des Sicherheitsprofils.

Tabellarische Auflistung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen, über die nach Markteinführung berichtet wurde, sind in der nachfolgenden Tabelle

nach Systemorganklasse und nach spezifischen Nebenwirkungen geordnet. Die Häufigkeitsangabe

basiert auf Erfahrungen aus relevanten klinischen Studien.

Systemorganklasse

Nebenwirkungen

Häufigkeitsangabe*

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

Infektion der oberen Atemwege

Sehr häufig

erhöhte Blutungsneigung

Selten

Erkrankungen des Blutes und

des Lymphsystems

Thrombozytopenie

Sehr selten

Überempfindlichkeitsreaktionen

einschließlich Anaphylaxie

Gelegentlich

Erkrankungen des

Immunsystems

eosinophile Leberinfiltrate

Sehr selten

verändertes Träumen

einschließlich Alpträume,

Schlaflosigkeit, Schlafwandeln,

Angstgefühle, Agitation

einschließlich aggressives oder

feindseliges Verhalten,

Depression, psychomotorische

Hyperaktivität (einschließlich

Reizbarkeit, Ruhelosigkeit,

Tremor

Gelegentlich

Aufmerksamkeitsstörung,

eingeschränktes

Erinnerungsvermögen, nervöses

Zucken

Selten

Psychiatrische Erkrankungen

Halluzinationen,

Orientierungsstörung, suizidales

Denken und Verhalten

(Suizidalität),

Zwangssymptome, Dysphemie

Sehr selten

Erkrankungen des

Nervensystems

Schwindel, Benommenheit,

Parästhesie/Hypästhesie,

Krampfanfälle

Gelegentlich

Herzerkrankungen

Palpitationen

Selten

Nasenbluten

Gelegentlich

Erkrankungen der Atemwege,

des Brustraums und

Mediastinums

Churg-Strauss-Syndrom (CSS)

(siehe Abschnitt 4.4)

Sehr selten

eosinophile

Lungenerkrankungen

Sehr selten

Diarrhoe

, Übelkeit

, Erbrechen

Häufig

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Mundtrockenheit, Dyspepsie

Gelegentlich

Erhöhung der Serum-

Transaminasen (ALT [GPT]

und AST [GOT])

Häufig

Leber- und Gallenerkrankungen

Hepatitis (einschließlich

cholestatische, hepatozelluläre

und gemischte Leberschäden)

Sehr selten

Ausschlag

Häufig

Bluterguss, Urtikaria, Pruritus

Gelegentlich

Angioödem

Selten

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Erythema nodosum, Erythema

multiforme

Sehr selten

Sklelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Arthralgie, Myalgie

einschließlich Muskelkrämpfe

Gelegentlich

Erkrankungen der Nieren und

der Harnwege

Enuresis bei Kindern

Gelegentlich

Fieber

Häufig

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Schwäche/Müdigkeit,

Unwohlsein, Ödeme

Gelegentlich

*Häufigkeitsangabe: Für jede Nebenwirkung definiert durch die in Datenbanken zu klinischen Studien berichtete

Häufigkeit: Sehr häufig (≥1/10), Häufig (≥1/100, <1/10), Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100), Selten (≥1/10.000,

<1/1.000), Sehr selten (<1/10.000).

† Diese Nebenwirkung wurde sehr häufig bei Patienten berichtet, die Montelukast erhielten und auch sehr häufig

bei Patienten, die Placebo in klinischen Studien erhielten.

‡ Diese Nebenwirkung wurde häufig bei Patienten berichtet, die Montelukast erhielten und auch häufig bei

Patienten, die Placebo in klinischen Studien erhielten.

Häufigkeitsangabe: Selten

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5, 1200 Wien

ÖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207

http://www.basg.gv.at/

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Im Rahmen klinischer Prüfungen bei persistierendem Asthma wurde Montelukast erwachsenen

Patienten in Dosierungen von bis zu 200 mg/Tag über 22 Wochen bzw. in Kurzzeitstudien Patienten in

Dosierungen von bis zu 900 mg/Tag ca. eine Woche lang verabreicht. Klinisch relevante

Nebenwirkungen waren dabei nicht zu verzeichnen.

Nach Markteinführung und im Rahmen klinischer Studien wurden akute Überdosierungen mit

Montelukast berichtet. Darunter sind Berichte über Erwachsene und Kinder mit einer Dosis bis zu

einer Höhe von 1.000 mg (ca. 61 mg/kg für ein Kind von 42 Monaten). Die dabei beobachteten

klinischen und Labor-Parameter entsprachen dem Nebenwirkungsprofil bei Erwachsenen und

pädiatrischen Patienten. In den meisten Berichten zu Überdosierungen wurden keine Nebenwirkungen

beobachtet.

Symptome einer Überdosierung

Die am häufigsten aufgetretenen Nebenwirkungen entsprachen dem Sicherheitsprofil von Montelukast

und umfassten Bauchschmerzen, Schläfrigkeit, Durst, Kopfschmerzen, Erbrechen und

psychomotorische Hyperaktivität.

Behandlung einer Überdosierung

Zur Behandlung einer Überdosierung mit Montelukast liegt keine spezifische Information vor.

Es ist nicht bekannt, ob Montelukast peritoneal- oder hämodialysierbar ist.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Leukotrienrezeptor-Antagonist

ATC-Code: R03D C03

Wirkmechanismus

Bei Cysteinyl-Leukotrienen (LTC

, LTD

, LTE

) handelt es sich um wirksame, u. a. von Mastzellen

und eosinophilen Granulozyten freigesetzte, entzündungsfördernde Eikosanoide. Diese wichtigen

asthmabegünstigenden Mediatoren binden an die in den Atemwegen des Menschen vorhandenen

Cysteinyl-Leukotrien-Rezeptoren (CysLT) und bewirken dort u. a. Verengung der Bronchien,

Schleimsekretion, Gefäßpermeabilität und Anreicherung von eosinophilen Granulozyten.

Pharmakodynamische Wirkungen

Bei Montelukast handelt es sich um eine oral wirksame Substanz, die mit hoher Affinität und

Selektivität an CysLT

-Rezeptoren bindet. In klinischen Studien bewirkte bereits eine Dosis von 5 mg

Montelukast eine Hemmung der durch LTD

hervorgerufenen Bronchokonstriktion. Nach oraler Gabe

war eine Bronchodilatation innerhalb von 2 Stunden nachweisbar. Hierbei handelt es sich um einen

zur bronchospasmolytischen Wirkung von ß-Agonisten additiven Effekt. Unter der Therapie mit

Montelukast konnte eine Hemmung sowohl der Früh- als auch Spätreaktion nach Allergenprovokation

erzielt werden. Sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern bewirkte Montelukast im Vergleich zu

Placebo eine Senkung der eosinophilen Granulozyten im peripheren Blut. In einer weiteren Studie war

unter der Behandlung mit Montelukast eine signifikante Reduktion der eosinophilen Granulozyten in

den Atemwegen (gemessen im Sputum) und im peripheren Blut während der Verbesserung der

klinischen Asthmakontrolle zu sehen.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

In klinischen Prüfungen an Erwachsenen konnte unter der einmal täglichen Gabe von 10 mg

Montelukast im Vergleich zu Placebo eine signifikante Verbesserung folgender Parameter erzielt

werden: forciertes exspiratorisches Volumen (FEV

) am Morgen (10,4 % vs. 2,7 % Veränderung zum

Ausgangswert), morgendlicher Peak-Flow-Wert (PEF) (24,5 l/min vs. 3,3 l/min Veränderung zum

Ausgangswert) sowie eine signifikante Senkung des Bedarfs an ß-Agonisten (-26,1 % vs. -4,6 %

Veränderung zum Ausgangswert). Ferner beurteilten die Patienten die Verbesserung der

Asthmasymptomatik tagsüber und während der Nacht unter Montelukast signifikant günstiger als

unter Placebo.

In Studien an Erwachsenen konnte gezeigt werden, dass unter Montelukast die klinische Wirkung von

inhalativen Kortikoiden verstärkt werden kann (% Veränderung zum Ausgangswert für inhalatives

Beclometason in Kombination mit Montelukast vs. Beclometason für FEV

: 5,43 % vs. 1,04 % bzw.

Bedarf an ß-Agonisten: -8,70 % vs. +2,64 %). Verglichen mit inhalativem Beclometason (200 µg

zweimal täglich mittels Inhalationshilfe) konnte für Montelukast zwar ein initial rascheres Ansprechen

auf die Therapie nachgewiesen werden, jedoch war der Therapieeffekt unter Beclometason über die

gesamte zwölfwöchige Studiendauer im Durchschnitt größer (% Veränderung zum Ausgangswert für

Montelukast vs. Beclometason für FEV

: 7,49 % vs. 13,3 % bzw. Bedarf an ß-Agonisten: -28,28 %

vs. –43,89 %). Allerdings erreichte ein hoher Prozentsatz der mit Montelukast behandelten Patienten

ähnliche klinische Resultate wie die mit Beclometason behandelten Patienten. So erzielten 50 % der

mit Beclometason und 42 % der mit Montelukast behandelten Patienten im Vergleich zum

Ausgangswert eine Verbesserung des FEV

von ca. 11 % und mehr.

Im Rahmen einer achtwöchigen klinischen Studie an Kindern zwischen 6 und 14 Jahren konnte unter

der einmal täglichen Gabe von 5 mg Montelukast im Vergleich zu Placebo eine signifikante

Verbesserung der Lungenfunktion (FEV

: 8,71 % vs. 4,16 % Veränderung zum Ausgangswert, des

morgendlichen PEF: 27,9 l/min vs. 17,8 l/min Veränderung zum Ausgangswert) und eine Senkung des

Bedarfs an ß-Agonisten (-11,7 % vs. +8,2 % Veränderung zum Ausgangswert) erzielt werden.

In einer zwölfmonatigen Studie bei pädiatrischen Patienten zwischen 6 und 14 Jahren mit leichtem,

persistierendem Asthma wurde die Wirksamkeit von Montelukast mit inhalativem Fluticason zur

Asthmakontrolle verglichen. Hinsichtlich der Steigerung des Prozentsatzes der Tage ohne Bedarf an

Notfallmedikation, des primären Endpunkts, war Montelukast dem Fluticason nicht unterlegen. Im

Durchschnitt wurde der Prozentsatz der Tage ohne Bedarf an Notfallmedikation über die 12-monatige

Behandlungsdauer in der Montelukast-Gruppe von 61,6 % auf 84,0 % und in der Fluticason-Gruppe

von 60,9 % auf 86,7 % gesteigert. Der Unterschied zwischen den Gruppen war in Bezug auf die

adjustierten Mittelwerte (LS [Least Square] means) des Prozentsatzes der Tage ohne Bedarf an

Notfallmedikation statistisch signifikant (-2,8 %; 95 % KI:-4,7;-0,9), jedoch innerhalb der

vordefinierten Grenze für eine klinische Nicht-Unterlegenheit.

Sowohl Montelukast als auch Fluticason verbesserten über die 12-monatige Behandlung

asthmaspezifische sekundäre Endpunkte:

wurde unter Montelukast von 1,83 l auf 2,09 l und unter Fluticason von 1,85 l auf 2,14 l erhöht.

Der Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen in Bezug auf die adjustierten Mittelwerte der

-Erhöhung betrug -0,02 l (95 % KI: 0,06; 0,02). Der mittlere Anstieg vom Ausgangswert in %

des FEV

–Sollwertes betrug 0,6 % unter Montelukast und 2,7 % unter Fluticason. Der Unterschied

zwischen den Behandlungsgruppen in Bezug auf die adjustierten Mittelwerte der Veränderung vom

Ausgangswert in % des FEV

–Sollwertes war signifikant: -2,2 % (95 % KI: -3,6; -0,7).

Der Prozentsatz der Tage mit Anwendung von ß-Agonisten sank von 38,0 % auf 15,4 % unter

Montelukast und von 38,5 % auf 12,8 % unter Fluticason. Der Unterschied zwischen den

Behandlungsgruppen in Bezug auf die adjustierten Mittelwerte des Prozentsatzes der Tage mit Bedarf

an ß-Agonisten war signifikant: 2,7 % (95 % KI: 0,9; 4,5).

Der prozentuale Anteil der Patienten mit Asthmaanfällen (Asthmaanfall definiert als eine Phase sich

verschlechternden Asthmas, die zu der Notwendigkeit einer oralen Steroidtherapie, einer ungeplanten

Arztkonsultation, der Inanspruchnahme eines Notdienstes oder einer Krankenhauseinweisung führt)

betrug 32,2 % in der Montelukast-Gruppe und 25,6 % in der Fluticason-Gruppe; die Odds Ratio von

1,38 (95 % KI: 1,04; 1,84) war signifikant.

Der Anteil der Patienten mit systemischer (vorwiegend oraler) Anwendung von Kortikosteroiden

während der Studiendauer betrug 17,8 % in der Montelukast-Gruppe und 10,5 % in der Fluticason-

Gruppe. Der Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen in Bezug auf die adjustierten Mittelwerte

war signifikant: 7,3 % (95 % KI: 2,9; 11,7).

In einer zwölfwöchigen Studie an Erwachsenen war eine signifikante Reduktion der

belastungsinduzierten Bronchokonstriktion (exercise induced bronchoconstriction, EIB) nachweisbar

(maximaler Abfall des FEV

: 22,33 % unter Montelukast vs. 32,40 % unter Placebo; Erholungszeit bis

zum Erreichen von mindestens 95 % des FEV

vor Belastung: 44,22 min vs. 60,64 min).

Dieser Effekt blieb über die gesamte zwölfwöchige Studiendauer unverändert bestehen. Eine

Reduktion der EIB konnte ebenso in einer Kurzzeitstudie an Kindern nachgewiesen werden

(maximaler Abfall des FEV

: 18,27 % vs. 26,11 %; Erholungszeit bis zum Erreichen von mindestens

95 % des FEV

vor Belastung: 17,76 min vs. 27,98 min). Die Messung erfolgte in beiden Studien

jeweils zum Ende des einmal täglichen Dosierungsintervalls.

Bei Acetylsalicylsäure-sensitiven Asthmapatienten, die zusätzlich mit inhalativen und/oder oralen

Kortikoiden behandelt wurden, konnte unter der Therapie mit Montelukast eine signifikante

Verbesserung asthmaspezifischer Zielkriterien im Vergleich zu Placebo erreicht werden (FEV

8,55 % vs. –1,74 % Veränderung zum Ausgangswert und Senkung des Bedarfs an ß-Agonisten: -

27,78 % vs. 2,09 % Veränderung zum Ausgangswert).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Verabreichung wird Montelukast rasch resorbiert. Für die 10-mg-Filmtablette wird der

mittlere Plasmaspitzenspiegel (C

) bei nüchternen Erwachsenen 3 Stunden (T

) nach der Einnahme

erreicht. Die bei durchschnittlich 64 % liegende orale Bioverfügbarkeit und C

bleiben von einer

Standardmahlzeit unbeeinflusst. In klinischen Prüfungen, die dem Nachweis der Wirksamkeit und der

Unbedenklichkeit bzw. Verträglichkeit dienten, wurde die 10-mg-Filmtablette unabhängig von den

Mahlzeiten eingenommen.

Für die 5-mg-Kautablette wird C

bei nüchternen Erwachsenen innerhalb von 2 Stunden nach der

Einnahme erreicht. Die orale Bioverfügbarkeit liegt im Mittel bei 73 % und sinkt durch eine

Standardmahlzeit auf 63 %.

Verteilung

Montelukast liegt zu mehr als 99 % an Plasmaeiweiß gebunden vor. Das Verteilungsvolumen von

Montelukast beträgt im Steady State durchschnittlich 8-11 l. Untersuchungen an Ratten mit radioaktiv

markiertem Montelukast wiesen auf einen minimalen Durchtritt durch die Blut-Hirn-Schranke hin.

Darüber hinaus waren die Konzentrationen an radioaktiv markiertem Material 24 Stunden nach der

Gabe in allen anderen Geweben minimal.

Biotransformation

Montelukast wird in großem Umfang verstoffwechselt. In Studien mit therapeutischen Dosen liegen

im Steady State die Plasmakonzentrationen der Metaboliten von Montelukast unterhalb der

Nachweisgrenze. Dies trifft sowohl für Erwachsene als auch für Kinder zu.

Cytochrom P450 2C8 ist das vorrangige Enzym in der Metabolisierung von Montelukast. Zusätzlich

können CYP 3A4 und 2C9 geringfügig zur Metabolisierung beitragen, obwohl gezeigt wurde, dass

Itraconazol, ein Inhibitor von CYP 3A4, bei gesunden Testpersonen, die 10 mg Montelukast täglich

erhielten, keine pharmakokinetischen Variablen von Montelukast veränderte. Nach Befunden, die an

Mikrosomen der menschlichen Leber in vitro erhoben wurden, werden Cytochrom P450 3A4, 2C9,

1A2, 2A6, 2C19 und 2D6 bei therapeutischen Montelukast-Plasmakonzentrationen nicht gehemmt.

Der Anteil der Metaboliten an der therapeutischen Wirkung von Montelukast ist vernachlässigbar.

Elimination

Die Plasma-Clearance von Montelukast beträgt bei gesunden Erwachsenen im Mittel 45 ml/min. Nach

einer oral verabreichten Dosis von radioaktiv markiertem Montelukast wurden 86 % der Radioaktivität

in den fünf Tage lang gesammelten Fäzes und

0,2 % im Urin wiedergefunden. Diese Ergebnisse und

die Abschätzung der oralen Bioverfügbarkeit von Montelukast sprechen dafür, dass Montelukast und

seine Metaboliten nahezu ausschließlich biliär ausgeschieden werden.

Spezielle Charakteristika bei Patienten

Bei älteren Patienten sowie bei Patienten mit leichter bis mäßiggradiger Leberinsuffizienz sind

Dosisanpassungen nicht erforderlich. Studien an Patienten mit Niereninsuffizienz liegen nicht vor. Da

Montelukast und seine Metaboliten biliär ausgeschieden werden, ist nicht zu erwarten, dass eine

Dosisanpassung notwendig ist. Für Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh-Score

liegen noch keine pharmakokinetischen Daten von Montelukast vor.

Unter hohen Dosierungen von Montelukast (20- und 60fach über der für Erwachsene empfohlenen

Dosis) war eine Senkung der Theophyllin-Plasmakonzentration zu beobachten. Dieser Effekt war

nicht unter der empfohlenen Dosis von 10 mg feststellbar.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

In tierexperimentellen Toxizitätsstudien wurden geringfügige Laborwertveränderungen von ALT

(GPT), Glucose, Phosphat und Triglyzeriden im Serum beobachtet. Diese waren ausnahmslos

reversibel. Bei Tieren traten als Nebenwirkungen vermehrter Speichelfluss, gastrointestinale

Beschwerden, weiche Stühle und Störungen des Ionengleichgewichts auf. Dies wurde bei

Dosierungen, die über dem 17fachen der systemischen Exposition der klinischen Dosis lagen,

beobachtet. Bei Affen traten diese Nebenwirkungen bei einer Dosierung von 150 mg/kg/Tag

(entsprechend dem > 232fachen der systemischen Exposition der therapeutischen Dosis) auf.

Montelukast beeinträchtigte in tierexperimentellen Studien weder die Fruchtbarkeit noch die

Fortpflanzungsleistung bei einer systemischen Exposition, die diejenige einer therapeutischen Dosis

um mehr als das 24fache übertraf. Bei den Jungtieren wurde in der Studie zum Einfluss auf die

Fruchtbarkeit von weiblichen Ratten eine leichte Gewichtsabnahme festgestellt. Dabei betrug die

Dosis 200 mg/kg/Tag (> 69fache der systemischen Exposition einer therapeutischen Dosis). In Studien

an Kaninchen wurde häufiger eine unvollständige Verknöcherung beobachtet als bei den

unbehandelten Kontrolltieren. Die systemische Exposition lag dabei über dem 24fachen der einer

therapeutischen Dosis. Bei Ratten wurden keine Abnormalitäten beobachtet. Es wurde gezeigt, dass

Montelukast die Plazentaschranke passiert und in die Muttermilch bei Tieren übergeht.

Bei Mäusen und Ratten wurden nach oraler Einmalgabe von Montelukast-Natrium in einer Dosierung

von bis zu 5.000 mg/kg KG (15.000 mg/m2 KOF bei Mäusen bzw. 30.000 mg/m2 KOF bei Ratten)

auch bei der höchsten geprüften Dosis keine letalen Ausgänge beobachtet. Diese Dosis entsprach dem

25.000fachen der empfohlenen humantherapeutischen Tagesdosis für Erwachsene (bei einem

Körpergewicht von 50 kg).

Montelukast erwies sich bei Mäusen als nicht phototoxisch für UVA, UVB oder sichtbare

Lichtspektren in Dosierungen bis zu 500 mg/kg/Tag (ca. > 200fach basierend auf der systemischen

Exposition).

Montelukast wirkte weder in In-vitro- und In–vivo-Tests mutagen noch induzierte es bei Nagetieren

Tumoren.

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