Simvastatin Q-Pharm 10mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Simvastatin
Verfügbar ab:
Juta Pharma GmbH
ATC-Code:
C10AA01
INN (Internationale Bezeichnung):
simvastatin
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Simvastatin 10.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
57925.01.00

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Simvastatin Q-Pharm 10 mg Filmtabletten

(Simvastatin)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Simvastatin Q-Pharm 10 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Simvastatin Q-Pharm 10 mg beachten?

Wie ist Simvastatin Q-Pharm 10 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Simvastatin Q-Pharm 10 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen.

1.

Was ist Simvastatin Q-Pharm 10 mg und wofür wird es angewendet?

Simvastatin Q-Pharm 10 mg ist ein Arzneimittel zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte.

Simvastatin Q-Pharm enthält den Wirkstoff Simvastatin. Simvastatin Q-Pharm 10 mg senkt

das Gesamtcholesterin, die Werte von „schlechtem“ LDL-Cholesterin und weiteren Fetten,

den sog. Triglyzeriden, im Blut. Außerdem erhöht Simvastatin Q-Pharm 10 mg die Werte

von „gutem“ HDL-Cholesterin. Simvastatin Q-Pharm 10 mg gehört zu der Klasse der als

„Statine“ bezeichneten Arzneimittel, welche die körpereigene Cholesterinproduktion in der

Leber hemmen.

Cholesterin ist eine von verschiedenen Fettarten im Blut. Ihr Gesamtcholesterin besteht

hauptsächlich aus LDL- und HDL-Cholesterin.

LDL-Cholesterin wird häufig als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet, da es sich in den

Gefäßwänden von Adern (Arterien) ansammeln kann und dort Beläge (sogenannte Plaques)

bildet. Diese Plaques können letztendlich zu einer Verengung der Arterien führen. Diese

Verengung kann zu einer Durchblutungsstörung bis hin zum Gefäßverschluss von

lebenswichtigen Organen wie Herz oder Gehirn führen. Ein Gefäßverschluss kann einen

Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.

HDL-Cholesterin wird häufig als „gutes“ Cholesterin bezeichnet, da es dazu beiträgt, dass sich

„schlechtes“ Cholesterin nicht in den Arterien ansammeln kann und Herzerkrankungen

vorbeugt.

Triglyzeride sind andere Blutfette, die ebenfalls Ihr Risiko für Herzerkrankungen erhöhen

können.

Sie sollten Ihre cholesterinsenkende Diät während der Behandlung fortsetzen.

Simvastatin Q-Pharm 10 mg wird zusätzlich zu einer cholesterinsenkenden Diät

angewendet, wenn Sie

erhöhte Cholesterinwerte im Blut (primäre Hypercholesterinämie) oder erhöhte Fettwerte im

Blut (gemischte Hyperlipidämie) haben.

an einer Erbkrankheit (homozygote familiäre Hypercholesterinämie) leiden, welche zu

erhöhten Cholesterinwerten im Blut führt. Sie erhalten evtl. weitere Behandlungen.

eine Herz-Kreislauf-Erkrankung (KHK – koronare Herzkrankheit) oder ein hohes Risiko für

eine Herz-Kreislauf-Erkrankung haben (weil Sie an Zuckerkrankheit leiden, schon einmal

einen Schlaganfall hatten oder eine andere Gefäßkrankheit haben). Simvastatin Q-Pharm 10

mg kann lebensverlängernd wirken, indem es das Risiko für Herz-Kreislauf-Komplikationen

vermindert, ungeachtet der Höhe Ihrer Cholesterinwerte im Blut.

Meistens spürt man keine unmittelbaren Auswirkungen hoher Cholesterinwerte. Ihr Arzt kann

die Cholesterinwerte mit einem einfachen Bluttest messen. Gehen Sie regelmäßig zum Arzt,

behalten Sie Ihre Cholesterinwerte im Auge und besprechen Sie die Behandlungsziele mit

Ihrem Arzt.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Simvastatin Q-Pharm 10 mg beachten?

Simvastatin Q-Pharm 10 mg darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Simvastatin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie gegenwärtig an einer Lebererkrankung leiden.

wenn Sie schwanger sind oder stillen.

wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Arzneimittel zeitgleich mit Simvastatin Q-

Pharm 10 mg einnehmen:

Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen mit den Wirkstoffen Itraconazol,

Ketoconazol, Posaconazol oder Voriconazol.

Antibiotika zur Behandlung von Infektionen mit den Wirkstoffen Erythromycin,

Clarithromycin oder Telithromycin.

Arzneimittel zur Behandlung der Immunschwäche AIDS aus der Wirkstoffklasse der

HIV-Protease-Hemmer mit Wirkstoffen wie z. B. Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir und

Saquinavir.

Arzneimittel zur Behandlung von Hepatitis-C-Virusinfektionen mit den Wirkstoffen

Boceprevir oder Telaprevir.

Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen mit dem Wirkstoff Nefazodon.

Arzneimittel, die den Wirkstoff Cobicistat enthalten.

Arzneimittel zur Senkung von Cholesterin mit dem Wirkstoff Gemfibrozil.

Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppressiva) mit dem

Wirkstoff Ciclosporin, welche oft nach Organverpflanzungen

(Organtransplantationen) eingesetzt werden.

Arzneimittel zur Behandlung von Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut

außerhalb der Gebärmutter (Endometriose) mit dem Wirkstoff Danazol (ein

synthetisches Hormon).

Nehmen Sie nicht mehr als 40 mg Simvastatin Q-Pharm ein, wenn Sie Arzneimittel mit dem

Wirkstoff Lomitapid (zur Behandlung einer schweren und seltenen erblich bedingten

Cholesterinstoffwechselerkrankung) einnehmen.

Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eines Ihrer Arzneimittel zu dieser

Liste gehört.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Simvastatin Q-Pharm 10 mg

einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt:

über alle Ihre gesundheitlichen Probleme und über Allergien.

wenn Sie in erheblichem Maße Alkohol zu sich nehmen.

wenn Sie eine Lebererkrankung in Ihrer Krankengeschichte haben. Simvastatin Q-Pharm

10 mg ist möglicherweise nicht für Sie geeignet.

wenn Ihnen eine Operation bevorsteht, denn es kann erforderlich sein, die Behandlung

mit Simvastatin Q-Pharm 10 mg zeitweise zu unterbrechen.

wenn Sie asiatischer Abstammung sind, da für Sie eine andere Dosis geeignet sein

könnte.

wenn Sie Arzneimittel mit dem Wirkstoff Fusidinsäure (zur Behandlung von bakteriellen

Infektionen) einnehmen, in den letzten 7 Tagen eingenommen haben oder Ihnen solche

als Injektion gegeben wurden. Die Kombination von Fusidinsäure und Simvastatin Q-

Pharm 10 mg kann zu schwerwiegenden Muskelproblemen (Zerfall von Muskelzellen

[Rhabdomyolyse]) führen.

Ihr Arzt sollte Ihre Blutwerte vor Beginn der Behandlung untersuchen, aber auch während Sie

Simvastatin Q-Pharm 10 mg einnehmen, um Ihre Leberfunktion zu überprüfen, sofern Sie

Anzeichen von Leberproblemen haben. Ihr Arzt wird eventuell Ihre Blutwerte auch während

der Behandlung bestimmen, um Ihre Leberfunktion weiterhin zu überwachen.

Während der Behandlung mit Simvastatin Q-Pharm 10 mg wird Ihr Arzt Sie engmaschig

überwachen, wenn Sie eine Blutzuckererkrankung (Diabetes mellitus) haben oder das Risiko

besteht, dass Sie eine Blutzuckererkrankung entwickeln. Das Risiko, eine

Blutzuckererkrankung zu entwickeln, besteht, wenn Sie erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte

haben, übergewichtig sind und einen hohen Blutdruck haben.

Sprechen Sie vor der Behandlung mit Simvastatin Q-Pharm 10 mg mit Ihrem Arzt oder

Apotheker, wenn Sie an schwerwiegenden Atemproblemen leiden.

Wenn Sie unklare Muskelschmerzen, Empfindlichkeit oder Schwäche der Muskulatur

bemerken, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Arzt. Dies ist erforderlich, da

Erkrankungen der Muskulatur in seltenen Fällen schwerwiegend sein können, was bis zu

einem Zerfall von Skelettmuskelzellen mit nachfolgendem Nierenversagen führen kann;

dabei kam es auch sehr selten zu Todesfällen.

Das Risiko für einen Zerfall von Skelettmuskelzellen erhöht sich mit steigender Dosis von

Simvastatin Q-Pharm 10 mg, insbesondere bei der 80-mg-Dosierung. Darüber hinaus besteht

dieses erhöhte Risiko bei Patienten:

die in erheblichem Maße Alkohol zu sich nehmen.

mit Nierenfunktionsstörungen.

mit Schilddrüsenerkrankungen.

ab 65 Jahren.

weiblichen Geschlechts.

die bereits einmal eine Muskelerkrankung unter Behandlung mit cholesterinsenkenden

Arzneimitteln, die man als Statine bezeichnet, oder unter Fibraten hatten.

mit einer erblichen Muskelerkrankung oder mit einer erblichen Muskelerkrankung in der

Familie.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn eine oder mehrere der genannten Erkrankungen bzw.

Umstände auf Sie zutreffen.

Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Apotheker, wenn bei Ihnen anhaltende

Muskelschwäche auftritt. Zur Diagnose und Behandlung dieses Zustands sind möglicherweise

weitere Untersuchungen und Arzneimittel notwendig.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Simvastatin Q-Pharm 10 mg wurden bei 10- bis 17-

jährigen Jungen sowie bei Mädchen untersucht, deren erste Regelblutung (Menstruation)

mindestens 1 Jahr zurücklag (siehe Abschnitt 3. „Wie ist Simvastatin Q-Pharm 10 mg

einzunehmen?“). Simvastatin Q-Pharm 10 mg wurde nicht bei Kindern unter 10 Jahren

untersucht. Weitere Auskünfte hierzu erteilt Ihnen Ihr Arzt.

Einnahme von Simvastatin Q-Pharm 10 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Arzneimittel

einnehmen oder anwenden, kürzlich eingenommen oder angewendet haben oder

beabsichtigen einzunehmen oder anzuwenden, denn die Einnahme von Simvastatin Q-Pharm

10 mg mit diesen Arzneimitteln kann das Risiko für Erkrankungen der Muskulatur erhöhen

(einige dieser Arzneimittel wurden bereits oben unter „Simvastatin Q-Pharm 10 mg darf

nicht eingenommen werden“ aufgezählt).

Wenn Sie Arzneimittel mit dem Wirkstoff Fusidinsäure zur Behandlung einer

bakteriellen Infektion einnehmen müssen, müssen Sie die Einnahme von Simvastatin Q-

Pharm 10 mg vorübergehend beenden. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wann Sie die

Einnahme von Simvastatin Q-Pharm 10 mg gefahrlos wieder fortsetzen können. Die

Einnahme von Simvastatin Q-Pharm 10 mg zusammen mit Fusidinsäure kann in seltenen

Fällen zu Muskelschwäche, Muskelempfindlichkeit oder Muskelschmerzen führen

(mögliche Anzeichen für einen Zerfall von Muskelzellen [Rhabdomyolyse]). Weitere

Informationen zu Rhabdomyolyse siehe Abschnitt 4.

Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppressiva) mit dem

Wirkstoff Ciclosporin, welche oft nach Organverpflanzungen (Organtransplantationen)

eingesetzt werden.

Arzneimittel zur Behandlung von Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb

der Gebärmutter (Endometriose) mit dem Wirkstoff Danazol (ein synthetisches Hormon).

Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen mit Wirkstoffen wie Itraconazol,

Ketoconazol, Fluconazol, Posaconazol oder Voriconazol.

Arzneimittel zur Senkung von Cholesterin mit Wirkstoffen aus der Klasse der Fibrate

wie Gemfibrozil und Bezafibrat.

Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen mit den Wirkstoffen

Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin oder Fusidinsäure. Nehmen Sie

Fusidinsäure nicht zusammen mit diesem Arzneimittel ein. Siehe auch Abschnitt 4 dieser

Packungsbeilage.

Arzneimittel zur Behandlung der Immunschwäche AIDS aus der Wirkstoffklasse der

HIV-Protease-Hemmer mit Wirkstoffen wie z.B. Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir und

Saquinavir.

antivirale Hepatitis-C Arzneimittel wie z. B. Boceprevir, Telaprevir, Elbasvir oder

Grazoprevir (zur Behandlung von Hepatitis-C-Virusinfektionen).

Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen mit dem Wirkstoff Nefazodon.

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Cobicistat.

Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen mit dem Wirkstoff

Amiodaron.

Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck, Schmerzen im Brustkorb bei

Herzkrankheit oder von anderen Herzerkrankungen mit den Wirkstoffen Verapamil,

Diltiazem oder Amlodipin.

Arzneimittel zur Behandlung einer schweren und seltenen, erblich bedingten

Cholesterinstoffwechselerkrankung mit dem Wirkstoff Lomitapid.

Arzneimittel zur Behandlung von Gicht mit dem Wirkstoff Colchicin.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen

bzw. vor kurzem eingenommen haben, die nicht in der Aufzählung genannt sind, auch wenn

es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt insbesondere, wenn Sie eines oder mehrere der folgenden

Arzneimittel einnehmen oder anwenden:

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung mit Wirkstoffen wie Warfarin,

Phenprocoumon oder Acenocoumarol (Antikoagulanzien).

ein weiteres Arzneimittel zur Senkung von Cholesterin aus der Gruppe der Fibrate mit

dem Wirkstoff Fenofibrat.

ein weiteres Arzneimittel zur Senkung von Cholesterin mit dem Wirkstoff Niacin.

Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose mit dem Wirkstoff Rifampicin.

Chinesische Patienten informieren bitte ihren Arzt, wenn sie Niacin (Nicotinsäure) oder ein

niacinhaltiges Arzneimittel (z.B. zur Cholesterinsenkung) einnehmen.

Teilen Sie ebenfalls Ihren behandelnden Ärzten bei der Verschreibung eines neuen

Arzneimittels mit, dass Sie Simvastatin Q-Pharm 10 mg einnehmen.

Einnahme von Simvastatin Q-Pharm 10 mg zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken

und Alkohol

Grapefruitsaft enthält einen oder mehrere Bestandteile, welche die Verstoffwechselung

einiger Arzneimittel einschließlich Simvastatin Q-Pharm 10 mg verändern. Sie sollten den

Genuss von Grapefruitsaft vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Sie dürfen Simvastatin Q-Pharm 10 mg nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind, eine

Schwangerschaft planen oder vermuten schwanger zu sein. Wenn Sie während der Behandlung

mit Simvastatin Q-Pharm 10 mg schwanger werden, unterbrechen Sie die Behandlung sofort

und teilen Sie dies Ihrem Arzt mit.

Sie dürfen Simvastatin Q-Pharm 10 mg nicht einnehmen, wenn Sie stillen, da nicht bekannt ist,

ob das Arzneimittel in die Muttermilch übergeht.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wird nicht erwartet, dass Simvastatin Q-Pharm 10 mg die Verkehrstüchtigkeit oder die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass

manchen Personen nach der Einnahme von Simvastatin Q-Pharm 10 mg schwindlig wird. In

diesen Fällen sollten Sie erst dann wieder ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen, wenn

Sie sich wieder besser fühlen.

Simvastatin Q-Pharm 10 mg enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie Simvastatin Q-Pharm 10 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein,

wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern

leiden.

3.

Wie ist Simvastatin Q-Pharm 10 mg einzunehmen?

Ihr Arzt wird Ihnen die für Sie geeignete Tablettenstärke entsprechend Ihrer Erkrankung, Ihrer

bisherigen Behandlung und Ihrer individuellen Risikofaktoren verordnen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Während der Behandlung mit Simvastatin Q-Pharm 10 mg sollten Sie eine geeignete

cholesterinsenkende Diät einhalten.

Dosierung:

Die empfohlene Dosis ist eine Filmtablette 10 mg Simvastatin Q-Pharm oder eine Filmtablette

20 mg Simvastatin Q-Pharm oder

eine Filmtablette

40 mg Simvastatin Q-Pharm.

Erwachsene:

Die übliche Dosis beträgt zu Beginn der Behandlung 1 Filmtablette 10 mg Simvastatin pro Tag,

1 Filmtablette 20 mg Simvastatin pro Tag oder in einigen Fällen auch 1 Filmtablette 40 mg

Simvastatin pro Tag. Ihr Arzt kann die Dosis nach mindestens 4 Wochen bis auf eine

Höchstdosis von 80 mg Simvastatin pro Tag erhöhen.

Nehmen Sie nicht mehr als 80 mg Simvastatin pro Tag ein.

Ihr Arzt kann auch niedrigere Dosierungen verordnen, insbesondere wenn Sie bestimmte

Arzneimittel der oben angeführten Liste (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von Simvastatin Q-

Pharm 10 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“) einnehmen oder wenn Sie an bestimmten

Erkrankungen der Nieren leiden.

Die Dosis von 80 mg Simvastatin wird nur für erwachsene Patienten mit stark erhöhten

Cholesterinwerten und hohem Risiko für Komplikationen im Zusammenhang mit einer

Herzerkrankung empfohlen, die ihre Cholesterin-Zielwerte mit einer niedrigeren Dosis nicht

erreicht haben.

Kinder und Jugendliche:

Die übliche empfohlene Dosis für Kinder (10–17 Jahre) beträgt zu Beginn der Behandlung 1

Filmtablette 10 mg Simvastatin pro Tag als Einzeldosis am Abend. Die empfohlene

Höchstdosis beträgt 1 Filmtablette 40 mg Simvastatin pro Tag.

Art und Dauer der Einnahme:

Nehmen Sie die Tablette mit einem Glas Wasser am Abend ein (da die körpereigene

Cholesterinproduktion in der Leber hauptsächlich in der Nacht stattfindet). Die Einnahme kann

unabhängig von der Nahrungsaufnahme erfolgen.

Nehmen Sie Simvastatin Q-Pharm 10 mg so lange, wie vom Arzt verordnet, ein.

Wenn Ihnen Ihr Arzt Simvastatin Q-Pharm 10 mg zur Einnahme mit einem weiteren

Cholesterinsenker mit dem Wirkstoff Colestyramin oder mit anderen Arzneimitteln, die

Anionenaustauscher enthalten, verordnet hat, nehmen Sie Simvastatin Q-Pharm 10 mg

mindestens 2 Stunden vor oder mindestens 4 Stunden nach dem Anionenaustauscher ein.

Wenn Sie eine größere Menge von Simvastatin Q-Pharm 10 mg eingenommen haben, als

Sie sollten

Wenden Sie sich an einen Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie die Einnahme von Simvastatin Q-Pharm 10 mg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben,

sondern setzen Sie die Behandlung am nächsten Tag zur gewohnten Zeit mit der Einnahme der

verordneten Dosis fort.

Wenn Sie die Einnahme von Simvastatin Q-Pharm 10 mg abbrechen

Besprechen Sie das weitere Vorgehen mit Ihrem Arzt oder Apotheker, denn Ihre

Cholesterinwerte können wieder ansteigen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde

gelegt:

Selten

(kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen).

Sehr selten

(kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen).

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Folgende schwerwiegende Nebenwirkungen wurden selten berichtet:

Wenn eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen auftritt, nehmen Sie dieses

Arzneimittel nicht weiter ein, sondern wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder

begeben Sie sich in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses.

Erkrankung der Muskulatur mit Schmerzen, Empfindlichkeit, Schwäche, Muskelriss oder

Muskelkrämpfen. Erkrankungen der Muskulatur können in seltenen Fällen schwerwiegend

sein, was bis zu einem Zerfall von Skelettmuskelzellen mit nachfolgendem Nierenversagen

führen kann; dabei kam es auch sehr selten zu Todesfällen.

Überempfindlichkeits

- (allergische)

Reaktionen mit:

Schwellungen von Gesicht, Zunge und Rachen, die Probleme beim Atmen oder

Schlucken verursachen können

(Angioödem)

schweren Muskelschmerzen, gewöhnlich in den Schultern und im Beckenbereich

Ausschlag mit Schwäche der Gliedmaßen und der Nackenmuskulatur

Hautausschlag oder Bildung von Geschwüren im Mund (lichenoide

Arzneimittelexantheme)

Gelenkschmerzen oder -entzündung (Polymyalgia rheumatica)

Entzündung der Blutgefäße (Vaskulitis)

ungewöhnlichen blauen Flecken, Ausschlägen und Schwellungen der Haut

(Dermatomyositis), nässender, juckender Hautausschlag (Nesselsucht),

Lichtempfindlichkeit der Haut, Fieber, Gesichtsrötung

Atemnot (Dyspnoe) und Unwohlsein

Krankheitsbild mit Hautausschlag, Gelenkerkrankungen und Veränderungen des

Blutbildes (Lupus-ähnliches Krankheitsbild)

Leberentzündung oder Gelbsucht mit den folgenden Beschwerden: Gelbfärbung von Haut

und Augen, Juckreiz, dunkler Urin oder heller Stuhl, Müdigkeits- oder Schwächegefühl,

Appetitlosigkeit, Leberversagen (sehr selten)

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, oft in Verbindung mit starken Bauchschmerzen.

Folgende schwerwiegende Nebenwirkung wurde sehr selten berichtet:

eine schwere allergische Reaktion, die Probleme beim Atmen oder Schwindel verursacht

(Anaphylaxie)

Gynäkomastie (Brustvergrößerung bei Männern)

Folgende Nebenwirkungen wurden ebenfalls selten berichtet:

erniedrigte Anzahl der roten Blutkörperchen (Blutarmut oder Anämie)

taubes Gefühl oder Schwäche in den Armen und Beinen

Kopfschmerzen, Missempfindungen, Schwindel

Verdauungsstörungen (Bauchschmerzen, Verstopfung, Blähungen,

Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen)

Hautausschlag, Juckreiz, Haarausfall

verschwommenes Sehen und eingeschränktes Sehvermögen

Schwäche

Schlaflosigkeit (sehr selten)

Beeinträchtigung des Erinnerungsvermögens (sehr selten), Gedächtnisverlust, Verwirrung.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden weiterhin berichtet; ihre Häufigkeit kann jedoch auf

Grundlage der vorliegenden Daten nicht bestimmt werden (Nebenwirkungen mit unbekannter

Häufigkeit):

Erektionsstörung

Depression

Entzündung der Lungen, die Atemprobleme, einschließlich lange andauerndem Husten

und/oder Kurzatmigkeit oder Fieber, verursacht

Sehnenerkrankung, manchmal bis hin zu einem Sehnenriss.

Mögliche Nebenwirkungen, die bei einigen Statinen (Arzneimittel des gleichen Typs) berichtet

wurden:

Schlafstörungen, einschließlich Alpträume

Störungen der Sexualfunktion

Blutzuckererkrankung

(Diabetes mellitus)

Das Risiko für die Entwicklung einer Blutzuckererkrankung wird größer, wenn Sie erhöhte

Blutzucker- und Blutfettwerte haben, übergewichtig sind und einen hohen Blutdruck haben.

Ihr Arzt wird Sie während der Behandlung mit Simvastatin Q-Pharm 10 mg überwachen.

Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit (z.B. Druckschmerz) oder anhaltende

Muskelschwäche, mit Beschwerden, die auch nach Absetzen von Simvastatin Q-Pharm 10

mg nicht abklingen (Häufigkeit nicht bekannt).

Laborwerte:

Es wurden Erhöhungen einiger Leberwerte und erhöhte Werte eines Muskelenzyms

(Kreatinphosphokinase) festgestellt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: http://www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu

beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung

gestellt werden.

5.

Wie ist Simvastatin Q-Pharm 10 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Blister bzw. Umkarton nach „Verw. bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten

Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Simvastatin Q-Pharm 10 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Simvastatin

1 Filmtablette enthält 10 mg Simvastatin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose, Vorverkleisterte Stärke (Mais), Mikrokristalline Cellulose, Talkum, Hyprolose,

Hypromellose, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Butylhydroxyanisol (Ph. Eur.) (E 320),

Titandioxid (E 171).

Wie Simvastatin Q-Pharm 10 mg aussieht und Inhalt der Packung

Filmtablette

Weiße Filmtabletten, oblong, biconvex, mit einseitiger Bruchrille und Prägung „10“ auf dieser

Seite. In Abhängigkeit von der Herstellungsstätte ist eine Prägung „SVT“ auf der anderen Seite

möglich.

Die Filmtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Simvastatin Q-Pharm 10 mg Filmtabletten sind in Al/Al Blisterstreifen in Packungsgrößen mit

50 und 100 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Juta Pharma GmbH

Gutenbergstr. 13

D-24941 Flensburg

Tel.:

0461/995799-0

Fax:

0461/995799-40

Mitvertrieb:

Q-Pharm AG

Bahnhofstr. 1-3

D-23795 Bad Segeberg

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Februar 2020

172A0010G-14

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Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Simvastatin Q-Pharm 10 mg Filmtabletten

Simvastatin Q-Pharm 20 mg Filmtabletten

Simvastatin Q-Pharm 40 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Simvastatin Q-Pharm 10 mg Filmtabletten

1 Filmtablette enthält 10 mg Simvastatin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 74,50 mg Lactose.

Simvastatin Q-Pharm 20 mg Filmtabletten

1 Filmtablette enthält 20 mg Simvastatin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 149 mg Lactose.

Simvastatin Q-Pharm 40 mg Filmtabletten

1 Filmtablette enthält 40 mg Simvastatin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 298 mg Lactose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Simvastatin Q-Pharm 10 mg Filmtabletten

Weiße Filmtabletten, oblong, biconvex, mit einseitiger Bruchrille und Prägung „10“ auf dieser

Seite. In Abhängigkeit von der Herstellungsstätte ist eine Prägung „SVT“ auf der anderen Seite

möglich.

Die Filmtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Simvastatin Q-Pharm 20 mg Filmtabletten

Weiße Filmtabletten, oblong, biconvex, mit einseitiger Bruchrille und Prägung „20“ auf dieser

Seite. In Abhängigkeit von der Herstellungsstätte ist eine Prägung „SVT“ auf der anderen Seite

möglich.

Die Filmtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Simvastatin Q-Pharm 40 mg Filmtabletten

Weiße Filmtabletten, oblong, biconvex, mit einseitiger Bruchrille und Prägung „40“ auf dieser

Seite. In Abhängigkeit von der Herstellungsstätte ist eine Prägung „SVT“ auf der anderen Seite

möglich.

Die Filmtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

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4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Hypercholesterinämie

Zur Behandlung der primären oder gemischten Hyperlipidämie begleitend zu Diät, wenn

Diät und andere nicht pharmakologische Maßnahmen (z. B. körperliches Training und

Gewichtsabnahme) allein nicht ausreichen.

Zur Behandlung der homozygoten familiären Hypercholesterinämie (HoFH). Simvastatin Q-

Pharm wird begleitend zu Diät und anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z. B. LDL [low

density lipoprotein]-Apherese) angewandt oder wenn solche Maßnahmen nicht geeignet sind.

Kardiovaskuläre Prävention

Zur Senkung kardiovaskulärer Mortalität und Morbidität bei Patienten mit manifester

atherosklerotischer Herzerkrankung oder Diabetes mellitus, deren Cholesterinwerte normal oder

erhöht sind. Begleitend zur Korrektur anderer Risikofaktoren und kardioprotektiver Therapie

(siehe Abschnitt 5.1).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Der Dosierungsbereich ist 5 mg – 80 mg Simvastatin pro Tag, oral als Einzeldosis am

Abend. Dosisanpassungen - falls erforderlich - sollten in Abständen von mindestens 4

Wochen durchgeführt werden, bis zu einem Maximum von 80 mg Simvastatin einmal täglich

als Einzeldosis am Abend. Die 80-mg-Dosis wird nur für Patienten mit schwerer

Hypercholesterinämie und mit hohem Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen

empfohlen, die ihr Behandlungsziel mit einer niedrigeren Dosis nicht erreicht haben, und

wenn zu erwarten ist, dass der Nutzen der Behandlung die potenziellen Risiken überwiegt

(siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Hypercholesterinämie

Der Patient sollte eine geeignete lipidsenkende Diät einhalten, die er auch während der

Therapie mit Simvastatin Q-Pharm fortsetzen sollte. Die übliche Anfangsdosis beträgt 10 mg

bis 20 mg Simvastatin einmal täglich als Einzeldosis am Abend. Patienten, deren LDL-

Cholesterin stark gesenkt werden soll (mehr als 45%), können mit einer Dosis von 20 mg bis

40 mg Simvastatin einmal täglich als Einzeldosis am Abend beginnen. Dosisanpassungen -

falls erforderlich - sollten wie oben beschrieben durchgeführt werden.

Homozygote familiäre Hypercholesterinämie

Basierend auf den Ergebnissen einer kontrollierten klinischen Studie beträgt die empfohlene

Anfangsdosis 40 mg Simvastatin einmal täglich am Abend eingenommen. Simvastatin Q-

Pharm sollte bei diesen Patienten begleitend zu anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z. B.

LDL-Apherese) angewendet werden oder auch unabhängig davon, wenn solche Maßnahmen

nicht zur Verfügung stehen.

Bei Patienten, die gleichzeitig Lomitapid und Simvastatin Q-Pharm einnehmen, darf eine Dosis

von 40 mg Simvastatin pro Tag nicht überschritten werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 4.5).

Kardiovaskuläre Prävention

Die übliche Dosis von Simvastatin Q-Pharm für Patienten mit hohem Risiko für eine

koronare Herzerkrankung (KHK, mit oder ohne Hyperlipidämie) beträgt 20 mg bis 40 mg

Simvastatin pro Tag als Einzeldosis am Abend. Die medikamentöse Therapie kann

gleichzeitig mit Diät und körperlichem Training begonnen werden. Dosisanpassungen - falls

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erforderlich - sollten wie oben beschrieben durchgeführt werden.

Gemeinsame Gabe mit anderen Arzneimitteln

Simvastatin Q-Pharm ist allein oder zusammen mit Anionenaustauschern wirksam. Die

Einnahme von Simvastatin Q-Pharm sollte mindestens 2 Stunden vor oder mindestens

4 Stunden nach der Einnahme eines Anionenaustauschers erfolgen.

Bei Patienten, die Simvastatin Q-Pharm gleichzeitig mit Fibraten mit Ausnahme von

Gemfibrozil (siehe Abschnitt 4.3) oder Fenofibrat einnehmen, sollte eine Dosis von 10 mg

Simvastatin pro Tag nicht überschritten werden. Bei Patienten, die Amiodaron, Amlodipin,

Verapamil, Diltiazem oder Arzneimittel, die Elbasvir oder Grazoprevir enthalten,

gleichzeitig mit Simvastatin Q-Pharm einnehmen, sollte eine Dosis von 20 mg Simvastatin

pro Tag nicht überschritten werden. (Siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Für Patienten mit mäßiger Einschränkung der Nierenfunktion ist in der Regel keine

Dosisanpassung erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion

(Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) sollten Dosen über 10 mg pro Tag sorgfältig erwogen

und, falls erforderlich, mit Vorsicht verordnet werden.

Ältere Patienten

Für ältere Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Die übliche empfohlene Dosis bei Kindern und Jugendlichen (Jungen: Tanner-Stadium II

und darüber, Mädchen: mindestens 1 Jahr nach der Menarche, im Alter zwischen 10 und 17

Jahren) mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie beträgt zu Beginn der

Behandlung 10 mg pro Tag als Einzeldosis am Abend. Kinder und Jugendliche sollten vor

Beginn der Therapie mit Simvastatin eine cholesterinsenkende Diät einhalten, die auch

während der Therapie mit Simvastatin fortgesetzt werden sollte.

Der empfohlene Dosierungsbereich liegt bei 10 - 40 mg Simvastatin pro Tag; die empfohlene

Höchstdosis beträgt 40 mg pro Tag. Die jeweilige Dosis ist individuell gemäß den

Empfehlungen zur Behandlung von Kindern dem jeweiligen empfohlenen Therapieziel

anzupassen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1). Dosisanpassungen sollten in Abständen von

mindestens 4 Wochen durchgeführt werden.

Die Erfahrung mit Simvastatin bei Kindern im vorpubertären Alter ist begrenzt.

Art der Anwendung

Simvastatin Q-Pharm wird oral eingenommen. Simvastatin Q-Pharm kann als Einzeldosis am

Abend eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Aktive Lebererkrankung oder unklare andauernde Erhöhung der Serum-

Transaminasen.

Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).

4/23

Gleichzeitige Anwendung von potenten CYP3A4-Inhibitoren (Substanzen, welche die

AUC mindestens um ca. das 5-Fache erhöhen) (z.B. Itraconazol, Ketoconazol,

Posaconazol, Voriconazol, HIV-Protease-Inhibitoren [z.B. Nelfinavir], Boceprevir,

Telaprevir, Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin, Nefazodon und

Arzneimittel, die Cobicistat enthalten) (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Gleichzeitige Anwendung von Gemfibrozil, Ciclosporin oder Danazol (siehe

Abschnitte 4.4 und 4.5).

Gleichzeitige Anwendung von Lomitapid und Simvastatin Q-Pharm in Dosen von

mehr als 40 mg bei Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie

(siehe Abschnitte 4.2, 4.4 und 4.5).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Myopathie/Rhabdomyolyse

Wie andere HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren ruft Simvastatin gelegentlich eine Myopathie

hervor, die sich in Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder -schwäche verbunden mit

Erhöhungen der Kreatinkinase (CK) (> das Zehnfache des oberen Normwertes) äußert.

Bisweilen manifestiert sich die Myopathie als Rhabdomyolyse mit oder ohne akutes

Nierenversagen aufgrund von Myoglobinurie, sehr selten mit tödlichem Ausgang. Das Risiko

einer Myopathie ist bei hoher HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoraktivität im Plasma erhöht.

Das Risiko für eine Myopathie/Rhabdomyolyse ist wie für andere HMG-CoA-Reduktase-

Inhibitoren dosisabhängig. In einer Datenbank für klinische Studien wurden 41.413 Patienten

erfasst, die mit Simvastatin behandelt wurden, darunter 24.747 (ca. 60 %) in Studien mit

einer medianen Beobachtungsdauer von mindestens 4 Jahren. Die Myopathiehäufigkeit lag

annähernd bei 0,03 % unter 20 mg, bei 0,08 % unter 40 mg und bei 0,61 % unter 80 mg

Simvastatin pro Tag. In diesen Studien wurden die Patienten sorgfältig überwacht und einige

interagierende Arzneimittel wurden ausgeschlossen.

In einer klinischen Studie erhielten Patienten mit einem Myokardinfarkt in der Vorgeschichte

Simvastatin

(mittlere

Beobachtungsdauer

Jahre).

Myopathiehäufigkeit lag bei ca. 1,0 % im Vergleich zu 0,02 % bei Patienten unter 20 mg pro

Tag. Etwa die Hälfte dieser Myopathiefälle ereignete sich im ersten Jahr der Behandlung.

Die Myopathiehäufigkeit in den folgenden Jahren lag jeweils bei ca. 0,1 % (siehe Abschnitte

4.8 und 5.1).

Das Myopathierisiko ist für Patienten unter 80 mg Simvastatin Tagesdosierung im Vergleich

zu anderen Statin-basierten Therapien mit ähnlicher LDL-senkender Wirksamkeit größer.

Demzufolge sollte die 80 mg Simvastatin Tagesdosierung nur Patienten mit schwerer

Hypercholesterinämie und mit hohem Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen gegeben

werden, die ihr Behandlungsziel mit niedrigeren Dosierungen nicht erreicht haben, und wenn

der zu erwartende Nutzen die potenziellen Risiken übersteigt. Patienten, die 80 mg

Simvastatin als Tagesdosis einnehmen und zusätzlich ein anderes, damit wechselwirkendes

Arzneimittel benötigen, sollten auf eine niedrigere Simvastatin Dosis oder auf eine

alternative Statintherapie eingestellt werden, welche ein geringeres Potenzial für

Arzneimittelwechselwirkungen hat (siehe nachfolgend unter „Maßnahmen zur Verringerung

des Myopathierisikos aufgrund von Arzneimittelwechselwirkungen“ sowie die Abschnitte

4.2, 4.3 und 4.5).

Im Rahmen einer klinischen Studie (mediane Nachbeobachtung 3,9 Jahre), bei der Patienten

mit hohem kardiovaskulären Risiko mit Simvastatin 40 mg/Tag behandelt wurden, lag die

5/23

Inzidenz für Myopathien bei nicht-chinesischen Patienten (n = 7.367) bei ca. 0,05 % im

Vergleich zu 0,24 % bei chinesischen Patienten (n = 5.468). Obwohl im Rahmen dieser

klinischen Studie ausschließlich chinesische Patienten als einzige asiatische Population

untersucht und ausgewertet wurden, sollte Simvastatin generell nur mit Vorsicht bei

asiatischen Patienten und in der niedrigsten erforderlichen Dosis verordnet werden.

Reduzierte Funktion von Transporterproteinen

Die verminderte Funktion des hepatischen OATP Transportproteins kann die systemische

Exposition von Simvastatinsäure sowie das Risiko für Myopathie und Rhabdomyolyse

erhöhen. Die verminderte Funktion kann als Ergebnis einer Hemmung durch interagierende

Arzneimittel

(z.B.

Ciclosporin)

entstehen

oder

Patienten

auftreten,

Träger

SLCO1B1 c.521T>C Genotyps sind.

Patienten, die das Allel c.521T>C des SLCO1B1 Gens tragen, das ein weniger aktives

OATP1B1 Protein kodiert, haben eine erhöhte systemische Exposition von Simvastatinsäure

sowie ein erhöhtes Myopathierisiko. Das Risiko einer durch hochdosiertes Simvastatin (80

mg) bedingten Myopathie liegt ohne Gentest im Allgemeinen bei 1%. Basierend auf den

Ergebnissen der SEARCH-Studie haben mit 80 mg behandelte Träger des homozygoten C-

Allels (auch CC genannt) ein 15%iges Risiko für eine Myopathie innerhalb eines Jahres,

während das Risiko bei Trägern des heterozygoten C-Allels (CT) bei 1,5% liegt. Patienten

mit dem häufigsten Genotyp (TT) haben diesbezüglich ein Risiko von 0,3% (siehe Abschnitt

5.2). Sofern verfügbar, sollten eine Genotypisierung bezüglich des Vorliegens des C-Allels

als Teil der Nutzen-Risiko-Bewertung bei einzelnen Patienten vor einer Verordnung von

Simvastatin 80 mg in Betracht gezogen sowie hohe Dosen bei identifizierten Trägern des

CC- Genotyps vermieden werden. Die Abwesenheit dieses Gens bei der Genotypisierung

schließt allerdings nicht aus, dass eine Myopathie auftreten kann.

Messungen der Kreatinkinase (CK)

Die Kreatinkinase (CK) sollte nicht nach körperlicher Anstrengung oder bei Vorliegen

anderer plausibler Ursachen für eine CK-Erhöhung gemessen werden, da dies eine

Interpretation der Werte erschwert. Wenn die Ausgangswerte der CK signifikant erhöht sind

(> das Fünffache des oberen Normwertes), sollte die Messung nach 5-7 Tagen wiederholt

werden, um die Ergebnisse zu bestätigen.

Vor Beginn der Therapie

Alle Patienten, die auf Simvastatin eingestellt werden oder deren Simvastatin-Dosis erhöht

wird, sollten über das Risiko einer Myopathie aufgeklärt und aufgefordert werden, unklare

Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder -schwäche umgehend mitzuteilen.

Bei Patienten mit Risikofaktoren für eine Rhabdomyolyse ist Vorsicht angebracht. Um einen

Ausgangswert als Referenz festzustellen, sollten in folgenden Situationen vor

Behandlungsbeginn Bestimmungen der CK durchgeführt werden:

ältere Patienten (≥ 65 Jahre alt)

weibliche Patienten

Nierenfunktionsstörung

unbehandelte Hypothyreose

hereditäre Muskelerkrankungen in der eigenen oder in der Familienanamnese

muskuläre Symptomatik unter Behandlung mit Statinen oder Fibraten in der Anamnese

Alkoholmissbrauch.

In solchen Fällen wird eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung der Behandlung

6/23

empfohlen. Die betroffenen Patienten sollten engmaschig überwacht werden. Bei Patienten,

bei denen bereits eine Myopathie unter Behandlung mit Fibraten oder Statinen aufgetreten

ist, sollte die Behandlung mit einer anderen Substanz dieser Klasse nur mit Vorsicht

begonnen werden. Wenn die CK-Werte signifikant höher als der Ausgangswert sind (> das

Fünffache des oberen Normwertes), sollte nicht mit der Therapie begonnen werden.

Im Behandlungsverlauf

Wenn während der Behandlung mit einem Statin Muskelschmerzen, -schwäche oder

Krämpfe auftreten, sollten die CK-Werte bestimmt werden. Wenn die CK-Werte ohne

körperliche Anstrengung signifikant erhöht sind (> das Fünffache des oberen Normwertes),

ist die Therapie abzusetzen. Sollte die muskuläre Symptomatik schwerwiegend sein und

Beeinträchtigungen verursachen, sollte ein Absetzen der Behandlung in Erwägung gezogen

werden, auch wenn die CK-Werte weniger als auf das Fünffache des oberen Normwertes

erhöht sind. Bei Verdachtsdiagnose einer Myopathie anderer Ursache sollte die Therapie

abgesetzt werden.

In sehr seltenen Fällen wurde während oder nach der Behandlung mit einigen Statinen über

eine immunvermittelte nekrotisierende Myopathie (immune-mediated necrotizing myopathy;

IMNM) berichtet. Die klinischen Charakteristika einer IMNM sind persistierende proximale

Muskelschwäche und erhöhte Serum-Kreatinkinase-Werte, die trotz Absetzen der

Behandlung mit Statinen fortbestehen (siehe Abschnitt 4.8).

Wenn die Symptome verschwinden und die CK-Werte auf den Ausgangswert zurückgehen,

kann die erneute Behandlung mit diesem Statin oder mit einem alternativen Statin in der

jeweils niedrigsten Dosis und bei engmaschiger Überwachung in Erwägung gezogen werden.

Eine erhöhte Myopathierate wurde bei Patienten beobachtet, die auf die 80-mg-Dosis

eingestellt wurden (siehe Abschnitt 5.1). Es wird empfohlen, die CK-Werte regelmäßig zu

überwachen, was bei der Identifizierung von Myopathien ohne klinische Symptome von

Nutzen sein könnte. Eine derartige Überwachung kann jedoch eine Myopathie nicht mit

Gewissheit verhindern.

Die Therapie mit Simvastatin sollte einige Tage vor geplanten chirurgischen Eingriffen

sowie bei Eintritt eines akuten ernsten Krankheitsbildes bzw. Notwendigkeit von

chirurgischen Maßnahmen vorübergehend unterbrochen werden.

Maßnahmen zur Verringerung des Myopathierisikos aufgrund von Arzneimittel-

wechselwirkungen (siehe auch Abschnitt 4.5)

Das Risiko einer Myopathie und Rhabdomyolyse ist signifikant erhöht bei gleichzeitiger

Anwendung von Simvastatin mit potenten Inhibitoren von CYP3A4 (wie z. B. Itraconazol,

Ketoconazol,

Posaconazol,

Voriconazol,

Erythromycin,

Clarithromycin,

Telithromycin,

HIV-Protease-Inhibitoren

Nelfinavir],

Boceprevir,

Telaprevir,

Nefazodon

Arzneimittel, die Cobicistat enthalten) sowie mit Gemfibrozil, Ciclosporin und Danazol. Die

gleichzeitige

Anwendung

Simvastatin

Q-Pharm

Arzneimitteln

diesen

Wirkstoffen ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Das Risiko einer Myopathie und Rhabdomyolyse ist ebenfalls erhöht bei gleichzeitiger

Anwendung von Amiodaron, Amlodipin, Verapamil oder Diltiazem mit bestimmten

Simvastatin-Dosen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.5). Bei Patienten mit homozygoter familiärer

7/23

Hypercholesterinämie (HoFH) kann dieses Risiko durch die gemeinsame Anwendung von

Simvastatin mit Lomitapid erhöht sein (siehe Abschnitt 4.5).

Folglich

hinsichtlich

CYP3A4-Inhibitoren

eine

gleichzeitige

Anwendung

Simvastatin

Itraconazol,

Ketoconazol,

Posaconazol,

Voriconazol,

HIV-Protease-

Inhibitoren

Nelfinavir),

Boceprevir,

Telaprevir,

Erythromycin,

Clarithromycin,

Telithromycin, Nefazodon und Arzneimitteln, die Cobicistat enthalten, kontraindiziert (siehe

Abschnitte

4.5).

Falls

eine

Behandlung

potenten

CYP3A4

Inhibitoren

(Substanzen, welche die AUC mindestens um ca. das 5-Fache erhöhen) unabdingbar ist,

muss die Therapie mit Simvastatin während der Behandlungsdauer unterbrochen werden

(und die Anwendung eines alternativen Statins in Erwägung gezogen werden). Außerdem ist

Vorsicht angebracht, wenn Simvastatin mit bestimmten anderen weniger potenten CYP3A4-

Inhibitoren kombiniert wird: Fluconazol, Verapamil und Diltiazem (siehe Abschnitte 4.2 und

4.5). Genuss von Grapefruitsaft sollte während der Behandlung mit Simvastatin vermieden

werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Simvastatin mit Gemfibrozil ist kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3). Aufgrund eines erhöhten Risikos einer Myopathie und Rhabdomyolyse sollte

eine Dosis von 10 mg Simvastatin pro Tag bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen

Fibraten mit Ausnahme von Fenofibrat nicht überschritten werden (siehe Abschnitte 4.2 und

4.5).

Bei der Verordnung von Fenofibrat mit Simvastatin ist Vorsicht angebracht, da jedes dieser

Arzneimittel bei Monotherapie eine Myopathie verursachen kann.

Simvastatin

darf

nicht

zusammen

systemischen

Arzneimittelformulierungen

Fusidinsäure oder innerhalb von 7 Tagen nach Beendigung einer Fusidinsäure-Behandlung

eingesetzt werden. Sofern die systemische Gabe von Fusidinsäure bei Patienten als essentiell

erachtet

wird,

ist die

Statin-Behandlung

während

gesamten

Behandlungsdauer

Fusidinsäure abzusetzen. Es liegen Berichte über Rhabdomyolyse (einschließlich einiger

Todesfälle) bei Patienten vor, die Fusidinsäure und Statine in Kombination erhalten hatten

(siehe Abschnitt 4.5). Die Patienten sollten darüber informiert werden, sich umgehend an

einen

Arzt

wenden, wenn

Anzeichen

Muskelschwäche,

-schmerzen

oder

empfindlichkeit bemerken.

Die Statintherapie kann 7 Tage nach der letzten Dosis Fusidinsäure fortgesetzt werden.

Sofern in Ausnahmefällen eine längere systemische Gabe von Fusidinsäure notwendig ist,

wie z. B. zur Behandlung von schweren Infektionen, sollte eine gemeinsame Gabe von

Simvastatin

Fusidinsäure

Einzelfall

unter

engmaschiger

medizinischer

Überwachung in Betracht gezogen werden.

Die Kombination von Simvastatin in höheren Dosen als 20 mg pro Tag mit Amiodaron,

Amlodipin, Verapamil oder Diltiazem sollte vermieden werden. Bei Patienten mit

homozygoter familiärer Hypercholesterinämie (HoFH) ist die gemeinsame Anwendung von

Simvastatin in Dosen von mehr als 40 mg mit Lomitapid zu vermeiden (siehe Abschnitte 4.2,

4.3 und 4.5).

Patienten,

Simvastatin

allem

hohen

Dosierungen

gleichzeitig

anderen

Arzneimitteln einnehmen, die bei therapeutischer Dosierung moderate CYP3A4 Inhibitoren

sind, könnten ein erhöhtes Myopathierisiko haben. Sofern Simvastatin gleichzeitig mit einem

8/23

moderaten CYP3A4 Inhibitor (Substanzen, welche die AUC um ca. das 2- bis 5-Fache

erhöhen)

gegeben

wird,

kann

eine

Dosisanpassung

erforderlich

sein.

bestimmten

moderaten CYP3A4 Inhibitoren wie z. B. Diltiazem wird empfohlen eine Tageshöchstdosis

von 20 mg Simvastatin nicht zu überschreiten (siehe Abschnitt 4.2).

Simvastatin ist ein Substrat des Brustkrebs-Resistenz-Protein (BCRP – „Breast Cancer

Resistant Protein“)-Efflux-Transporters. Die gemeinsame Anwendung mit Arzneimitteln aus

der Klasse der BCRP-Inhibitoren (z. B. Elbasvir und Grazoprevir) kann zu erhöhten

Plasmakonzentrationen von Simvastatin und somit zu einem erhöhten Myopathierisiko

führen. Demzufolge sollte in Abhängigkeit von der verordneten Dosis eine Dosisanpassung

von Simvastatin erwogen werden. Die gemeinsame Anwendung von Elbasvir und

Grazoprevir mit Simvastatin wurde nicht untersucht. Jedoch sollte die Dosis von Simvastatin

bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel mit den Wirkstoffen Elbasvir oder Grazoprevir

enthalten, 20 mg täglich nicht überschreiten (siehe Abschnitt 4.5).

Kombination

HMG-CoA-Reduktase-Hemmern

Niacin

(Nicotinsäure)

lipidsenkenden

Dosen

(≥

g/Tag)

wurde

selten

auftretenden

Fällen

Myopathie/Rhabdomyolyse

Verbindung

gebracht;

alleinige

Gabe

jeder

dieser

Einzelsubstanzen kann bereits eine Myopathie auslösen.

Im Rahmen einer klinischen Studie (mediane Nachbeobachtung 3,9 Jahre) bei Patienten mit

hohem kardiovaskulären Risiko und gut eingestellten LDL-C Spiegeln, die Simvastatin 40

mg/Tag mit oder ohne Ezetimib 10 mg erhielten, wurde durch Zugabe von Niacin

(Nicotinsäure) in lipidsenkenden Dosen (≥ 1 g/Tag) kein zusätzlicher Nutzen im Hinblick auf

das kardiovaskuläre Outcome beobachtet. Ärzte, die eine Kombinationstherapie mit

Simvastatin und Niacin (Nicotinsäure) in lipidsenkenden Dosen (≥ 1 g/Tag) in Erwägung

ziehen, sollten demzufolge eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Analyse durchführen und die

Patienten sorgfältig auf jegliche Anzeichen und Symptome von Schmerzen, Empfindlichkeit

oder Schwäche der Muskulatur überwachen, insbesondere in den ersten Monaten der

Behandlung sowie bei Dosiserhöhung einer oder beider Einzelsubstanzen.

Außerdem lag bei dieser Studie die Inzidenz für Myopathien bei chinesichen Patienten unter

Simvastatin 40 mg oder Ezetimib/Simvastatin 10 mg/40 mg bei ca. 0,24 % im Vergleich zu 1,24

% bei chinesichen Patienten unter Simvastatin 40 mg oder Ezetimib/Simvastatin 10 mg/40 mg,

die zusätzlich mit Nicotinsäure/Laropiprant 2.000 mg/40 mg mit veränderter

Wirkstofffreisetzung behandelt wurden. Obwohl im Rahmen dieser klinischen Studie

ausschließlich chinesische Patienten als einzige asiatische Population untersucht und ausgewertet

wurden, und die Inzidenz für Myopathien bei chinesischen im Vergleich zu nicht-chinesischen

Patienten höher ist, wird die gemeinsame Anwendung von Simvastatin mit lipidsenkenden

Dosen (≥ 1 g/Tag) von Niacin (Nicotinsäure) generell bei asiatischen Patienten nicht empfohlen.

Der Wirkstoff Acipimox ist strukturell mit Niacin verwandt. Obwohl Acipimox nicht

untersucht wurde, könnten die Risiken für myotoxische Effekte ähnlich wie bei Niacin sein.

Wirkungen auf die Leber

Bei einigen erwachsenen Patienten, die Simvastatin erhielten, wurden in klinischen Studien

persistierende Erhöhungen (auf mehr als den dreifachen oberen Normwert) der Serum-

Transaminasen beobachtet. Nach Unterbrechung oder Beendigung der Therapie fielen die

Transaminasenwerte gewöhnlich wieder langsam auf die Ausgangswerte ab.

9/23

Leberfunktionstests

werden

Beginn

Behandlung

empfohlen

danach,

wenn

klinisch angezeigt. Bei Patienten, die auf eine Dosis von 80 mg eingestellt wurden, sollte

eine zusätzliche Bestimmung vor der Dosiserhöhung, drei Monate nach Dosiserhöhung auf

80 mg und danach regelmäßig (z. B. halbjährlich) im ersten Behandlungsjahr erfolgen.

Besondere Aufmerksamkeit sollte denjenigen Patienten gelten, die erhöhte Transaminasen

entwickeln; bei diesen Patienten sollten die Bestimmungen umgehend wiederholt und dann

häufiger durchgeführt werden. Wenn die Transaminasenerhöhungen weiter fortschreiten,

insbesondere

wenn

Dreifachen

oberen

Normgrenze

ansteigen

persistieren, sollte Simvastatin abgesetzt werden. Es sollte beachtet werden, dass ALT aus

dem Muskelgewebe freigesetzt werden kann. Daher kann ein Anstieg von ALT mit CK ein

Hinweis auf eine Myopathie sein (siehe vorher unter Myopathie/Rhabdomyolyse).

Nach Markteinführung wurde bei Patienten, die Statine einschließlich Simvastatin

einnahmen, selten über Leberversagen mit teils tödlichem Ausgang berichtet. Sofern

während der Behandlung mit Simvastatin Q-Pharm schwerwiegende Beeinträchtigungen der

Leber mit entsprechender klinischer Symptomatik und/oder Hyperbilirubinämie oder Ikterus

auftreten, muss die Behandlung unverzüglich abgebrochen werden. Wenn keine andere

Ursache feststellbar ist, darf die Behandlung mit Simvastatin Q-Pharm nicht fortgesetzt

werden.

Das Arzneimittel sollte mit Vorsicht bei Patienten eingesetzt werden, die in erheblichem

Maße Alkohol zu sich nehmen.

Wie bei anderen Lipidsenkern wurden unter der Therapie mit Simvastatin mäßige

Erhöhungen der Serum-Transaminasen beobachtet (auf weniger als den dreifachen oberen

Normwert). Diese Abweichungen traten bald nach Beginn der Therapie mit Simvastatin auf,

waren häufig vorübergehend und nicht von irgendwelchen Symptomen begleitet; ein

Abbruch der Therapie war nicht erforderlich.

Diabetes mellitus

Es gibt Hinweise darauf, dass Statine als Substanzklasse den Blutzuckerspiegel erhöhen und

bei manchen Patienten, die ein hohes Risiko für die Entwicklung eines zukünftigen Diabetes

mellitus haben, eine Hyperglykämie hervorrufen können, die eine adäquate

Diabetesbehandlung erfordert. Dieses Risiko wird jedoch von der Reduktion des vaskulären

Risikos durch Statine aufgewogen und sollte daher nicht zu einem Abbruch der

Statinbehandlung führen. In Übereinstimmung mit nationalen Richtlinien sollten

Risikopatienten (Nüchternblutzucker von 5,6 bis 6,9 mmol/l, BMI > 30 kg/m

, erhöhte

Triglyceridwerte, Hypertonie) sowohl klinisch als auch in Bezug auf die relevanten

Laborwerte überwacht werden.

Interstitielle Lungenkrankheit

Bei einigen Statinen, einschließlich Simvastatin, wurden besonders bei Langzeittherapie

Fälle einer interstitiellen Lungenkrankheit berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Die auftretenden

Beschwerden können dabei Dyspnoe, unproduktiven Husten und allgemeine

Gesundheitsstörungen (Erschöpfung, Gewichtsverlust und Fieber) einschließen. Wenn

vermutet wird, dass ein Patient eine interstitielle Lungenkrankheit entwickelt hat, sollte die

Statintherapie abgebrochen werden.

Kinder und Jugendliche

Sicherheit und Wirksamkeit von Simvastatin bei Patienten mit heterozygoter familiärer

10/23

Hypercholesterinämie im Alter zwischen 10 und 17 Jahren wurden in einer kontrollierten

klinischen Studie bei heranwachsenden Jungen, Tanner-Stadium II und darüber, sowie bei

Mädchen, mindestens 1 Jahr nach der Menarche, untersucht. Die mit Simvastatin

behandelten Patienten wiesen ein Nebenwirkungsprofil auf, das im Allgemeinen dem Profil

der mit Plazebo behandelten Patienten entsprach.

Dosierungen über 40 mg wurden an

dieser Population nicht untersucht.

In dieser limitierten kontrollierten Studie gab es keine

Anzeichen für Auswirkungen auf das Größenwachstum oder die sexuelle Entwicklung bei

heranwachsenden Jungen und Mädchen, ebenso wenig wurden Veränderungen an der Dauer

des Menstruationszyklus bei Mädchen beobachtet (siehe Abschnitte 4.2, 4.8 und 5.1).

Heranwachsende Mädchen sollten für die Dauer der Therapie mit Simvastatin auf geeignete

Verhütungsmethoden hingewiesen werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6). Wirksamkeit und

Sicherheit bei Patienten unter 18 Jahren wurden nicht über eine Behandlungsdauer über 48

Wochen untersucht. Langzeitauswirkungen auf die physische, intellektuelle und sexuelle

Entwicklung sind derzeit nicht bekannt. Simvastatin wurde weder bei Patienten unter 10

Jahren noch bei präpubertären Kindern und Mädchen vor der Menarche untersucht.

Diese Arzneimittel enthalten Lactose.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten Simvastatin Q-Pharm nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit lipidsenkenden Arzneimitteln, die bei Monotherapie eine Myopathie

verursachen können

Das Risiko einer Myopathie einschließlich einer Rhabdomyolyse ist während gemeinsamer

Gabe mit Fibraten erhöht. Mit Gemfibrozil besteht außerdem eine pharmakokinetische

Interaktion, die zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Simvastatin führt (siehe unten

„Pharmakokinetische Wechselwirkungen“ sowie Abschnitte 4.3 und 4.4). Bei gleichzeitiger

Gabe von Simvastatin und Fenofibrat gibt es keine Anzeichen dafür, dass das

Myopathierisiko über die Summe der Risiken der jeweiligen Einzelsubstanzen hinausgeht.

Für andere Fibrate stehen keine adäquaten Daten zu Pharmakovigilanz oder Pharmakokinetik

zur Verfügung.

Die Kombination von Simvastatin und Niacin (Nicotinsäure) in lipidsenkenden Dosen (≥ 1

g/Tag) wurde mit selten auftretenden Fällen von Myopathie/Rhabdomyolyse in Verbindung

gebracht (siehe Abschnitt 4.4).

Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Verordnungsempfehlungen zu interagierenden Arzneimitteln sind in der untenstehenden Tabelle

(siehe Tabelle 1) zusammengefasst (weitere Details sind im Text erläutert; siehe auch

Abschnitte 4.2, 4.3, und 4.4).

11/23

Tabelle 1:

Mit einem erhöhten Risiko für eine Myopathie/Rhabdomyolyse assoziierte

Arzneimittelwechselwirkungen

Interagierende Stoffe

Verordnungsempfehlungen

Potente CYP3A4 Inhibitoren, wie z. B.

Itraconazol

Ketoconazol

Posaconazol

Voriconazol

Erythromycin

Clarithromycin

Telithromycin

HIV-Protease-Inhibitoren (z. B. Nelfinavir)

Boceprevir

Telaprevir

Nefazodon

Cobicistat

Ciclosporin

Danazol

Gemfibrozil

Gleichzeitige Anwendung mit Simvastatin ist

kontraindiziert

Andere Fibrate (außer Fenofibrat)

Eine Dosis von 10 mg Simvastatin pro Tag nicht

überschreiten

Fusidinsäure

Niacin (Nicotinsäure) (≥ 1 g/Tag)

Anwendung mit Simvastatin nicht empfohlen

Anwendung mit Simvastatin bei asiatischen

Patienten nicht empfohlen

Amiodaron

Amlodipin

Verapamil

Diltiazem

Lomitapid

Elbasvir

Grazoprevir

Eine Dosis von 20 mg Simvastatin pro Tag nicht

überschreiten

Bei Patienten mit homozygoter familiärer

Hypercholesterinämie (HoFH) eine Dosis von

40 mg Simvastatin pro Tag nicht überschreiten

Grapefruitsaft

Während der Behandlung mit Simvastatin

Grapefruitsaft vermeiden

Wirkungen anderer Arzneimittel auf Simvastatin

Wechselwirkungen mit CYP3A4-Inhibitoren

Simvastatin ist ein Substrat von Cytochrom P450 3A4. Potente Inhibitoren von Cytochrom

P450 3A4 erhöhen das Risiko für eine Myopathie und Rhabdomyolyse durch die Erhöhung

der Konzentration der inhibitorischen Aktivität der HMG-CoA-Reduktase im Plasma

während der Therapie mit Simvastatin.

Zu diesen Inhibitoren zählen Itraconazol, Ketoconazol, Posaconazol, Voriconazol,

Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin, HIV-Protease-Inhibitoren (z. B.

Nelfinavir), Boceprevir, Telaprevir, Nefazodon und Arzneimittel, die Cobicistat enthalten.

Die gleichzeitige Anwendung von Itraconazol führte zu einer mehr als zehnfachen

Erhöhung der Exposition mit Simvastatin (aktiver Betahydroxysäure-Metabolit).

12/23

Telithromycin führte zu einer elffachen Erhöhung der Exposition mit der

Simvastatinsäure.

Eine gleichzeitige Anwendung von Simvastatin mit Itraconazol, Ketoconazol, Posaconazol,

Voriconazol, HIV-Protease-Inhibitoren (z. B. Nelfinavir), Boceprevir, Telaprevir,

Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin, Nefazodon und Arzneimittel, die Cobicistat

enthalten, sowie Gemfibrozil, Ciclosporin und Danazol ist daher kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3). Falls eine Behandlung mit potenten CYP3A4 Inhibitoren (Substanzen,

welche die AUC mindestens um ca. das 5-Fache erhöhen) unabdingbar ist, muss die Therapie

mit Simvastatin während der Behandlungsdauer unterbrochen werden (und die Anwendung

eines alternativen Statins in Erwägung gezogen werden). Vorsicht ist angebracht, wenn

Simvastatin mit bestimmten anderen weniger potenten CYP3A4-Inhibitoren kombiniert

wird: Fluconazol, Verapamil oder Diltiazem (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Fluconazol

Bei der kombinierten Anwendung von Simvastatin und Fluconazol wurden selten Fälle von

Rhabdomyolyse berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Ciclosporin

Das Risiko für eine Myopathie/Rhabdomyolyse wird durch die gleichzeitige Anwendung von

Ciclosporin mit Simvastatin erhöht. Daher ist die gleichzeitige Gabe von Ciclosporin

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4). Obwohl der Mechanismus noch nicht

vollständig geklärt ist, wurde gezeigt, dass Ciclosporin die AUC von HMG-CoA-Reduktase-

Inhibitoren vergrößert. Die Vergrößerung der AUC der Simvastatinsäure ist vermutlich

teilweise auf eine Hemmung von CYP3A4 und/oder von OATP1B1 zurückzuführen.

Danazol

Das Risiko für eine Myopathie/Rhabdomyolyse ist durch die gleichzeitige Anwendung von

Danazol mit Simvastatin erhöht. Daher ist die gleichzeitige Gabe von Danazol

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Gemfibrozil

Gemfibrozil erhöht die AUC der Simvastatinsäure um das 1,9fache, möglicherweise

aufgrund einer Hemmung des Glukuronidierungsweges und/oder von OATP1B1 (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.4). Die gleichzeitige Gabe von Gemfibrozil ist kontraindiziert.

Fusidinsäure

Risiko

einer

Myopathie

einschließlich

Rhabdomyolyse

kann

gleichzeitiger

systemischer Gabe von Fusidinsäure und Statinen erhöht sein. Der Mechanismus dieser

Interaktion

pharmakodynamisch

oder

pharmakokinetisch

oder

beides)

noch

unbekannt. Es liegen Berichte über Rhabdomyolyse bei Patienten (in einigen Fällen mit

Todesfolge) vor, welche diese Kombination erhalten hatten.

Wenn die systemische Behandlung mit Fusidinsäure notwendig ist, sollte die Behandlung mit

Simvastatin

während

Fusidinsäure-Behandlung

für

diesen

Zeitraum

unterbrochen

werden. Siehe auch Abschnitt 4.4.

Amiodaron

Das Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse ist bei gleichzeitiger Anwendung von

Amiodaron und Simvastatin erhöht (siehe Abschnitt 4.4). In einer klinischen Studie wurde

bei 6 % der Patienten, die 80 mg Simvastatin und Amiodaron einnahmen, über eine

13/23

Myopathie berichtet. Die Dosis von Simvastatin sollte daher 20 mg pro Tag bei Kombination

mit Amiodaron nicht überschreiten.

Kalziumkanalblocker

Verapamil

Das Risiko einer Myopathie und Rhabdomyolyse ist bei gleichzeitiger Anwendung von

Verapamil und 40 mg oder 80 mg Simvastatin erhöht (siehe Abschnitt 4.4).

einer

pharmakokinetischen

Studie

führte

eine

gleichzeitige

Anwendung

Verapamil zu einer 2,3fachen Erhöhung der Exposition mit der Simvastatinsäure, was

vermutlich teilweise auf eine CYP3A4-Hemmung zurückzuführen ist. Die Dosis von

Simvastatin

sollte

daher

Kombination

Verapamil

nicht

überschreiten.

Diltiazem

Das Risiko einer Myopathie und Rhabdomyolyse ist bei gleichzeitiger Anwendung von

Diltiazem

Simvastatin

erhöht

(siehe

Abschnitt

4.4).

einer

pharmakokinetischen Studie führte die gleichzeitige Anwendung mit Diltiazem zu einer

2,7fachen Erhöhung der Exposition mit der Simvastatinsäure, was vermutlich teilweise

auf eine CYP3A4-Hemmung zurückzuführen ist. Die Dosis von Simvastatin sollte

daher 20 mg pro Tag bei Kombination mit Diltiazem nicht überschreiten.

Amlodipin

Für

Patienten

unter

Amlodipin,

gleichzeitig

Simvastatin

erhalten,

besteht

erhöhtes Myopathierisiko. In einer pharmakokinetischen Studie führte eine gleichzeitige

Anwendung mit Amlodipin zu einer ca. 1,6fachen Erhöhung der Exposition mit der

Simvastatinsäure.

Dosis

Simvastatin

sollte

daher

Kombination mit Amlodipin nicht überschreiten.

Lomitapid

Das Risiko für Myopathie und Rhabdomyolyse kann durch die gemeinsame Anwendung von

Lomitapid und Simvastatin erhöht sein (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4). Deshalb darf bei

Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie (HoFH) unter Lomitapid eine Dosis

von 40 mg Simvastatin nicht überschritten werden.

Moderate CYP3A4 Inhibitoren

Patienten,

Simvastatin

allem

hohen

Dosierungen

gleichzeitig

anderen

Arzneimitteln einnehmen, die bei therapeutischer Dosierung moderate CYP3A4 Inhibitoren

sind, könnten ein erhöhtes Myopathierisiko haben (siehe Abschnitt 4.4).

Inhibitoren des OATP1B1-Transporterproteins

Simvastatinsäure ist ein Substrat für das OATP1B1-Transporterprotein. Die gemeinsame

Anwendung von Arzneimitteln, die Inhibitoren des OATP1B1-Transporterproteins sind, kann

zu erhöhten Plasmaspiegeln von Simvastatinsäure führen, und damit zu einer Erhöhung des

Myopathierisikos (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

BCRP (Brustkrebs-Resistenz Protein – „Breast Cancer Resistent Protein“)-Inhibitoren

Die gemeinsame Anwendung mit Arzneimitteln aus der Klasse der BCRP-Inhibitoren,

einschließlich Arzneimittel, die Elbasvir oder Grazoprevir enthalten, kann zu erhöhten

Plasmakonzentrationen von Simvastatin und somit zu einem erhöhten Myopathierisiko

führen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

14/23

Niacin (Nicotinsäure)

Die Kombination von Simvastatin und Niacin (Nicotinsäure) in lipidsenkenden Dosen (≥ 1

g/Tag) wurde mit selten auftretenden Fällen von Myopathie/Rhabdomyolyse in Verbindung

gebracht. In einer pharmakokinetischen Studie führte die gemeinsame Anwendung einer

Einzeldosis von 2 g Nicotinsäure als Retardpräparat mit 20 mg Simvastatin zu einer mäßigen

Erhöhung

Simvastatin

Simvastatinsäure

sowie

Simvastatinsäure-Plasmakonzentration.

Grapefruitsaft

Grapefruitsaft hemmt Cytochrom P450 3A4. Genuss großer Mengen von Grapefruitsaft (über

1 Liter pro Tag) bei gleichzeitiger Anwendung von Simvastatin führte zu einer 7fachen

Erhöhung der Exposition mit der Simvastatinsäure. Der Genuss von 240 ml Grapefruitsaft

am Morgen und die Einnahme von Simvastatin am Abend führten ebenso zu einer 1,9fachen

Erhöhung. Der Genuss von Grapefruitsaft sollte deshalb während der Therapie mit

Simvastatin vermieden werden.

Colchicin

Patienten

eingeschränkter

Nierenfunktion

wurde

über

Myopathie

Rhabdomyolyse unter gleichzeitiger Anwendung von Colchicin und Simvastatin berichtet.

Eine engmaschige klinische Überwachung betroffener Patienten, die diese Kombination

einnehmen, wird angeraten.

Rifampicin

Da Rifampicin ein starker CYP3A4 Induktor ist, kann es bei Patienten unter Dauertherapie

Rifampicin

Behandlung

einer

Tuberkulose)

einer

Verringerung

Wirksamkeit von Simvastatin kommen. In einer pharmakokinetischen Studie mit gesunden

Probanden

unter

gleichzeitiger

Anwendung

Rifampicin

Fläche

unter

Plasmakonzentrationskurve (AUC) für Simvastatin-Säure um 93 % erniedrigt.

Wirkungen von Simvastatin auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel

Simvastatin übt keine inhibitorische Wirkung auf Cytochrom P450 3A4 aus. Daher wird

auch keine Wirkung von Simvastatin auf die Plasmakonzentrationen von über CYP3A4

metabolisierten Substanzen erwartet.

Orale Antikoagulanzien

In zwei klinischen Studien, von denen die eine mit gesunden Probanden, die andere mit

Patienten mit Hypercholesterinämie durchgeführt wurde, führte Simvastatin 20 mg -

40 mg/Tag zu einer moderaten Wirkungsverstärkung von Antikoagulanzien vom Typ der

Cumarin-Derivate. Die Prothrombinzeit, angegeben in der International Normalized Ratio

(INR), erhöhte sich bei den Probanden von 1,7 auf 1,8 und bei den Patienten von 2,6 auf 3,4.

Es wurden sehr seltene Fälle von Erhöhungen der INR berichtet. Daher sollte bei Patienten,

die Cumarin-Derivate einnehmen, die Prothrombinzeit zu Beginn einer Therapie mit

Simvastatin und danach in häufigen Abständen bestimmt werden, um signifikante

Veränderungen der Prothrombinzeit zu verhindern. Nach Stabilisierung der Werte wird die

Bestimmung der Prothrombinzeit anschließend in den Zeitabständen empfohlen, wie sie für

Patienten unter Therapie mit Cumarin-Derivaten üblich sind. Wird die Dosis von Simvastatin

geändert oder Simvastatin abgesetzt, sollte dieselbe Vorgehensweise eingehalten werden. Die

Therapie mit Simvastatin wurde nicht mit Blutungen oder Veränderungen der

Prothrombinzeit bei Patienten, die keine Antikoagulanzien einnahmen, in Zusammenhang

15/23

gebracht.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Simvastatin Q-Pharm ist während der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Die Sicherheit von Simvastatin bei schwangeren Frauen wurde nicht untersucht. Mit

Simvastatin wurden keine kontrollierten klinischen Studien mit schwangeren Frauen

durchgeführt. Es liegen seltene Berichte über kongenitale Anomalien nach intrauteriner

Exposition mit HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren vor. Eine Analyse bisheriger Erfahrungen

mit ca. 200 Frauen, die versehentlich Simvastatin oder einen strukturverwandten HMG-CoA-

Reduktase-Inhibitor im ersten Trimenon der Schwangerschaft eingenommen hatten, zeigte

kein erhöhtes Risiko für kongenitale Anomalien gegenüber der Gesamtpopulation. Diese

Fallzahl war statistisch ausreichend, um eine Risikoerhöhung um das 2,5fache oder mehr im

Vergleich zu der für eine Gesamtpopulation erwarteten Häufigkeit ausschließen zu können.

Obwohl es keine Anzeichen dafür gibt, dass die Inzidenz kongenitaler Anomalien bei

Kindern, deren Mütter Simvastatin Q-Pharm oder einen anderen eng verwandten HMG-CoA-

Reduktase-Inhibitor eingenommen hatten, von der in der Gesamtpopulation beobachteten

abweicht, kann eine Behandlung der Mutter mit Simvastatin beim Fetus die Spiegel der

Mevalonsäure senken, welche als Vorstufe der Cholesterinsynthese eine Rolle spielt. Da

Atherosklerose eine chronische Erkrankung ist, sollte eine Unterbrechung lipidsenkender

Therapien während einer Schwangerschaft im Allgemeinen kaum Auswirkungen auf das mit

der primären Hypercholesterinämie verbundene Langzeitrisiko haben. Simvastatin Q-Pharm

darf daher nicht von Frauen eingenommen werden, die schwanger sind, eine

Schwangerschaft planen oder vermuten schwanger zu sein. Die Behandlung mit Simvastatin

Q-Pharm muss unterbrochen werden, bis die Schwangerschaft beendet oder definitiv

ausgeschlossen ist (siehe Abschnitte 4.3 und 5.3).

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Simvastatin oder seine Metabolite in die menschliche Muttermilch

übergehen. Da viele Arzneimittel in die Muttermilch übergehen und aufgrund des Potenzials

für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen bei Säuglingen, darf Simvastatin Q-Pharm

von stillenden Frauen nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).

Fertilität

Es liegen keine Daten aus klinischen Studien zu den Auswirkungen von Simvastatin auf die

menschliche Fertilität vor. Simvastatin zeigte in Studien keine Auswirkungen auf die Fertilität

von Ratten (siehe Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Simvastatin Q-Pharm hat keine oder zu vernachlässigende Auswirkungen auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Bei der Teilnahme am

Straßenverkehr oder dem Bedienen von Maschinen ist jedoch zu berücksichtigen, dass nach

Markteinführung selten über Schwindel berichtet wurde.

4.8

Nebenwirkungen

Die Häufigkeiten der nachfolgend aufgeführten unerwünschten Ereignisse, die im Rahmen

klinischer Studien und/oder nach der Markteinführung berichtet wurden, wurden anhand

einer Bewertung der Inzidenzraten in groß angelegten, plazebokontrollierten, klinischen

16/23

Langzeitstudien wie HPS und 4S mit 20.536 bzw. 4.444 Patienten zugeordnet (siehe

Abschnitt 5.1). In HPS wurden nur Myalgie und Anstiege der Serum-Transaminasen und des

CK-Wertes sowie schwerwiegende Nebenwirkungen dokumentiert. In 4S wurden alle unten

aufgelisteten Ereignisse berichtet. Inzidenzraten, die für Simvastatin in diesen Studien denen

von Plazebo entsprachen oder darunter lagen, und ähnliche Spontanberichte über Ereignisse

mit möglichem Kausalzusammenhang zur Therapie wurden unter “selten” eingeordnet.

In HPS (siehe Abschnitt 5.1) erhielten 20.536 Patienten entweder 40 mg Simvastatin/Tag (n

= 10.269) oder Plazebo (n = 10.267). Das Sicherheitsprofil der mit 40 mg Simvastatin

behandelten Patienten war über die mittlere Studiendauer von 5 Jahren mit dem der Plazebo-

Gruppe vergleichbar. Die Abbruchraten aufgrund von Nebenwirkungen waren in beiden

Gruppen vergleichbar (Simvastatin-Gruppe 4,8% vs. Plazebo-Gruppe 5,1%). Myopathie trat

bei weniger als 0,1% der mit 40 mg Simvastatin behandelten Patienten auf. Die Häufigkeit

der Transaminasenerhöhungen (auf mehr als den dreifachen oberen Normwert; bestätigt

durch eine Wiederholung des Tests) betrug 0,21% (n = 21) bei den mit 40 mg Simvastatin

behandelten Patienten und 0,09% (n = 9) bei den mit Plazebo behandelten Patienten.

Die Häufigkeiten der unerwünschten Ereignisse sind wie folgt angegeben:

Sehr häufig

(> 1/10)

Häufig

(≥ 1/100, < 1/10)

Gelegentlich

(≥ 1/1.000, < 1/100)

Selten

(≥ 1/10.000, < 1/1.000)

Sehr selten

(< 1/10.000)

Nicht bekannt

(kann auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Selten:

Anämie

Erkrankungen des Immunsystems:

Sehr selten:

Anaphylaxie

Psychiatrische Erkrankungen:

Sehr selten:

Schlaflosigkeit

Nicht bekannt:

Depression

Erkrankungen des Nervensystems:

Selten:

Kopfschmerzen, Parästhesien, Schwindel, periphere Neuropathie

Sehr selten:

Beeinträchtigung des Erinnerungsvermögens

Augenerkrankungen:

Selten:

Verschwommenes Sehen, Sehverschlechterung

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums:

Nicht bekannt:

interstitielle Lungenkrankheit (siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

17/23

Selten:

Obstipation, Bauchschmerzen, Flatulenz, Dyspepsie, Diarrhö, Übelkeit,

Erbrechen,

Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen:

Selten:

Hepatitis/Ikterus

Sehr selten:

Leberversagen mit teils tödlichem Ausgang

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Selten:

Hautausschlag, Pruritus, Alopezie

Sehr selten:

Lichenoide Arzneimittelexantheme

Skelettmuskulatur- und Bindegewebserkrankungen:

Selten:

Myopathie* (einschl. Myositis), Rhabdomyolyse mit oder ohne akutem Nierenversagen

(siehe Abschnitt 4.4), Myalgie, Muskelkrämpfe

Sehr selten:

Muskelriss

Nicht bekannt

: Tendinopathie, gelegentlich bis hin zur Sehnenruptur, immunvermittelte

nekrotisierende Myopathie**

* Myopathie trat in einer klinischen Studie häufig bei Patienten unter 80 mg Simvastatin

pro Tag auf (1,0 %), im Vergleich zu Patienten unter 20 mg Simvastatin pro Tag (0,02 %)

(siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

** In sehr seltenen Fällen wurde während oder nach der Behandlung mit einigen Statinen

über eine autoimmunvermittelte nekrotisierende Myopathie (immune-mediated necrotizing

myopathy; IMNM) berichtet. Die klinischen Charakteristika einer IMNM sind

persistierende proximale Muskelschwäche und erhöhte Serum-Kreatinkinase-Werte, die

trotz Absetzen der Behandlung mit Statinen fortbestehen. Muskelbiopsien zeigen eine

nekrotisierende Myopathie ohne signifikante Entzündungen. Eine Besserung zeigt sich

unter Anwendung von Immunsuppressiva (siehe Abschnitt 4.4).

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse:

sehr selten:

Gynäkomastie

Nicht bekannt

: erektile Dysfunktion

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Selten:

Asthenie

Selten wurde über ein offensichtliches Hypersensitivitätssyndrom berichtet, das mit einem oder

mehreren der folgenden Symptome einherging: angioneurotisches Ödem, lupusähnliches

Syndrom, Polymyalgia rheumatica, Dermatomyositis, Vaskulitis, Thrombozytopenie,

Eosinophilie, Beschleunigung der Blutsenkungsgeschwindigkeit, Arthritis und Arthralgie,

Urtikaria, Photosensitivität, Fieber, Hitzewallung, Dyspnoe und Unwohlsein.

Untersuchungen:

Selten:

Erhöhungen der Serum-Transaminasen (ALT, AST,

-GT) (siehe Abschnitt 4.4

„Wirkungen auf die Leber“), Erhöhungen der alkalischen Phosphatase und der CK-Werte im

Serum (siehe Abschnitt 4.4)

18/23

Erhöhungen von HbA1c und Nüchternglucosespiegel wurden im Zusammenhang mit Statinen,

einschließlich Simvastatin Q-Pharm berichtet.

Selten wurde nach Markteinführung im Zusammenhang mit der Einnahme von Statinen

einschließlich Simvastatin über kognitive Beeinträchtigungen (z. B. Gedächtnisverlust,

Vergesslichkeit, Amnesie, Gedächtnisstörungen, Verwirrung) berichtet. Diese sind im

Allgemeinen nicht schwerwiegend und nach Absetzen der Statine reversibel, mit

unterschiedlichen Zeitspannen bis zum Auftreten (von 1 Tag bis zu Jahren) und Abklingen

(3 Wochen im Median) der Symptome.

Folgende weitere Nebenwirkungen wurden unter einigen Statinen berichtet:

Schlafstörungen, einschließlich Alpträume

Störungen der Sexualfunktion

Diabetes mellitus: Die Häufigkeit ist abhängig von dem Vorhandensein oder dem Fehlen

von Risikofaktoren (Nüchternblutzucker ≥ 5,6 mmol/l, BMI > 30 kg/m

, erhöhte

Triglyzeridwerte, bestehende Hypertonie).

Kinder und Jugendliche

In einer 48-wöchigen Studie bei Kindern und Jugendlichen (Jungen: Tanner-Stadium II und

darüber, Mädchen: mindestens 1 Jahr nach der Menarche) im Alter zwischen 10 und 17 Jahren

mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie (n = 175) war das Sicherheits- und

Verträglichkeitsprofil der mit Simvastatin behandelten Gruppe im Allgemeinen dem Profil der

Plazebo-Gruppe ähnlich. Langzeitauswirkungen auf die physische, intellektuelle und sexuelle

Entwicklung sind nicht bekannt. Nach einjähriger Behandlungsdauer liegen derzeit noch keine

ausreichenden Daten vor (siehe Abschnitte 4.2, 4.4 und 5.1).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses

des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall

einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger- Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Einige Fälle von Überdosierung wurden bisher berichtet. Die höchste eingenommene Dosis

betrug 3,6 g Simvastatin. Bei keinem der Patienten kam es zu Folgeerscheinungen.

Spezifische Erfahrungen zur Behandlung einer Überdosierung mit Simvastatin liegen nicht

vor.

Im Fall einer Überdosierung sollten symptomatische und unterstützende Maßnahmen

ergriffen werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: HMG-CoA-Reduktase-Hemmer

ATC-Code: C10A A01

19/23

Wirkmechanismus

Nach oraler Aufnahme wird Simvastatin, ein inaktives Lacton, in der Leber zur

entsprechenden Betahydroxysäure hydrolysiert. Diese ist ein potenter Inhibitor der 3-

Hydroxy-3-methylglutaryl-Coenzym A (HMG-CoA)-Reduktase; hierbei handelt es sich um

ein Enzym, das die Umwandlung von HMG-CoA zu Mevalonat, einen frühen und

geschwindigkeitsbestimmenden Schritt in der Biosynthese des Cholesterins katalysiert.

Sowohl bei normalen als auch bei erhöhten Ausgangswerten führt Simvastatin zu einer

Senkung des LDL-Cholesterinspiegels. LDL entsteht aus VLDL und wird überwiegend über

spezifische LDL-Rezeptoren abgebaut. Der LDL-senkende Wirkmechanismus von

Simvastatin beruht wahrscheinlich sowohl auf der Abnahme der Konzentration von VLDL-

Cholesterin als auch auf einer Induktion von LDL-Rezeptoren, also sowohl auf einer

verminderten Produktion als auch auf einem verstärkten Abbau von LDL-Cholesterin. Die

Konzentration von Apolipoprotein B nimmt bei der Behandlung mit Simvastatin ebenfalls

deutlich ab. Simvastatin bewirkt zudem einen mäßigen Anstieg des HDL-Cholesterins sowie

eine Abnahme der Triglyzeride im Plasma. Insgesamt resultiert aus diesen Veränderungen

eine Abnahme des Verhältnisses von Gesamt- zu HDL-Cholesterin und LDL- zu HDL-

Cholesterin.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Hohes Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK) oder bestehende koronare

Herzkrankheit

In der Heart Protection Study (HPS) wurden die Effekte einer Therapie mit Simvastatin an

20.536 Patienten (40-80 Jahre) mit oder ohne Hyperlipidämie, mit KHK, anderen

Gefäßverschlusskrankheiten oder Diabetes mellitus beurteilt. In dieser Studie erhielten über

eine mittlere Studiendauer von 5 Jahren 10.269 Patienten 40 mg Simvastatin pro Tag und

10.267 Patienten Plazebo. Bei Studienbeginn hatten 6.793 (33 %) Patienten LDL-

Cholesterinwerte unter 116 mg/dl; 5.063 (25 %) hatten Werte zwischen 116 mg/dl und

135 mg/dl; und 8.680 (42 %) hatten Werte über 135 mg/dl.

Die Therapie mit 40 mg Simvastatin/Tag reduzierte im Vergleich zu Plazebo das

Gesamtmortalitätsrisiko signifikant (1.328 [12,9 %] mit Simvastatin behandelte Patienten vs.

1.507 [14,7 %] Patienten unter Plazebo; p = 0,0003), was auf einer Reduktion der KHK-

Mortalität um 18 % beruht (587 [5,7 %] vs. 707 [6,9 %]; p = 0,0005; absolute

Risikoreduktion 1,2 %). Die Senkung der Mortalitätsrate nicht kardiovaskulärer Ursache war

nicht statistisch signifikant.

Simvastatin senkte ebenfalls das Risiko für schwere koronare Ereignisse (kombinierter

Endpunkt aus nicht letalem Myokardinfarkt oder Tod durch KHK) um 27 % (p < 0,0001).

Simvastatin reduzierte erforderliche gefäßchirurgische Eingriffe am Herzen (einschließlich

Bypass-OP oder perkutaner transluminaler koronarer Angioplastie) um 30 % (p < 0,0001)

sowie erforderliche periphere und andere nicht koronare revaskularisierende Eingriffe um 16

% (p = 0,006). Simvastatin senkte das Risiko für Schlaganfälle um 25 % (p < 0,0001), was

auf einer Senkung des Risikos für ischämische Schlaganfälle um 30 % (p < 0,0001) beruht.

Zusätzlich senkte Simvastatin in der Subgruppe der Diabetiker das Risiko für die

Entwicklung makrovaskulärer Komplikationen einschließlich peripherer revaskularisierender

Eingriffe (chirurgischer Eingriff oder Angioplastie), Amputation der unteren Extremitäten

oder Geschwüre an den Beinen um 21 % (p = 0,0293). Die Risikoreduktion durch

Simvastatin war für alle Subgruppen von Patienten vergleichbar, einschließlich Patienten

ohne KHK aber mit zerebrovaskulärer Erkrankung oder peripherer Gefäßerkrankung, Frauen

und Männern, älteren oder jüngeren Patienten als 70 Jahre bei Studienbeginn, mit und ohne

20/23

Hypertonie, und auch besonders jene mit Ausgangswerten von LDL-Cholesterin unter

3,0 mmol/l bei Studieneinschluss.

In der Scandinavian Simvastatin Survival Study (4S) wurde der Effekt einer Therapie mit

Simvastatin auf die Gesamtmortalität bei 4.444 Patienten mit koronarer Herzerkrankung

(KHK) sowie Gesamtcholesterinausgangswerten von 212-309 mg/dl (5,5-8,0 mmol/l)

untersucht. In dieser multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten

Studie wurden Patienten mit Angina pectoris oder vorangegangenem Myokardinfarkt (MI)

über eine mediane Behandlungsdauer von 5,4 Jahren mit Diät und Standardtherapie sowie

entweder Simvastatin 20-40 mg/Tag (n = 2.221) oder Plazebo (n = 2.223) therapiert.

Simvastatin senkte das Mortalitätsrisiko um 30 % (absolute Risikoreduktion 3,3 %). Das

Risiko der KHK-Mortalität wurde um 42 % (absolute Risikoreduktion 3,5 %) reduziert.

Ebenfalls verminderte Simvastatin das Risiko, ein schwerwiegendes koronares Ereignis

(KHK-Mortalität oder im Krankenhaus bestätigter und stummer nicht tödlicher MI) zu

erleiden um 34 %. Des Weiteren reduzierte Simvastatin das Risiko für tödliche oder nicht

tödliche zerebrovaskuläre Ereignisse (Schlaganfälle und transitorische ischämische Attacken)

um 28 %. Hinsichtlich der nicht kardiovaskulären Mortalität gab es zwischen den beiden

Gruppen keinen statistisch signifikanten Unterschied.

Die Studie Study of the Effectiveness of Additional Reductions in Cholesterol and

Homocysteine (SEARCH) verglich die Wirkung der Behandlung von 80 mg Simvastatin mit

der von 20 mg Simvastatin (mediane Nachbeobachtung von 6,7 Jahren) auf schwere

vaskuläre Ereignisse (MVE, major vascular events, definiert als KHK mit Todesfolge, nicht

tödlicher Myokardinfarkt, koronare Revaskularisierungseingriffe, nicht tödlicher

Schlaganfall oder Schlaganfall mit Todesfolge, periphere Revaskularisierungseingriffe) bei

12.064 Patienten mit einem Myokardinfarkt in der Krankengeschichte. Es zeigte sich kein

signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen hinsichtlich dieser Ereignisse: 20 mg

Simvastatin (n = 1.553; 25,7 %) vs. 80 mg Simvastatin (n = 1.477; 24,5 %); RR 0,94, 95 %

KI: 0,88 - 1,01. Der absolute Unterschied der LDL-Cholesterinwerte zwischen beiden

Gruppen betrug im Verlauf der Studie 0,35 ± 0,01 mmol/l. Das Sicherheitsprofil war

ebenfalls bei beiden Behandlungsgruppen ähnlich, mit der Ausnahme der

Myopathiehäufigkeit, die bei Patienten unter 80 mg Simvastatin ca. 1,0 % und im Vergleich

dazu bei Patienten unter 20 mg Simvastatin 0,02 % betrug. Etwa die Hälfte dieser

Myopathiefälle ereignete sich im ersten Jahr der Behandlung. Die Myopathiehäufigkeit in

den folgenden Jahren lag bei jeweils ca. 0,1 %.

Primäre Hypercholesterinämie und gemischte Hypercholesterinämie

In Vergleichsstudien zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Simvastatin an Patienten

mit Hypercholesterinämie führte eine Behandlung mit 10 mg, 20 mg, 40 mg und 80 mg

Simvastatin pro Tag zu mittleren Senkungen von LDL-Cholesterin um 30 %, 38 %, 41 %

und 47 %. In Studien zur gemischten Hypercholesterinämie führte die Behandlung von

40 mg und 80 mg Simvastatin zu mittleren Senkungen der Triglyzeride um 28 % bzw. 33 %

(Plazebo 2 %) und zu mittleren Anstiegen von HDL-Cholesterin um 13 % bzw. 16 %

(Plazebo 3 %).

Kinder und Jugendliche

In einer doppelblinden, plazebokontrollierten Studie erhielten 175 Patienten (99 Jungen: Tanner-

Stadium II und darüber, 76 Mädchen: mindestens 1 Jahr nach der Menarche) im Alter zwischen

10 und 17 Jahren (Durchschnittsalter 14,1 Jahre) mit heterozygoter familiärer

Hypercholesterinämie (heFH) über einen Zeitraum von 24 Wochen (Basisstudie) randomisiert

21/23

Simvastatin oder Plazebo. Voraussetzung für die Aufnahme in die Studie waren ein LDL-

Cholesterin-Ausgangswert zwischen 160 und 400 mg/dl sowie mindestens ein Elternteil mit

einem LDL-Cholesterinwert > 189 mg/dl. Die Dosierung von Simvastatin (täglich als

Einzeldosis am Abend) betrug in den ersten 8 Wochen 10 mg, in den nächsten 8 Wochen 20 mg

und danach 40 mg. In einer 24-wöchigen Studienerweiterung wurden 144 Patienten zur

Fortsetzung der Therapie ausgewählt. Diese erhielten 40 mg Simvastatin oder Plazebo.

Simvastatin verringerte die Plasmakonzentrationen von LDL-Cholesterin, Triglyzeriden und

Apo B signifikant. Die Ergebnisse der Studienerweiterung nach der 48. Woche waren

vergleichbar mit den Ergebnissen der Basisstudie. Nach 24-wöchiger Behandlung lag der

mittlere LDL-Cholesterinwert in der Gruppe, die Simvastatin in einer Dosis von 40 mg

erhielt, bei 124,9 mg/dl (Schwankungsbereich: 64,0-289,0 mg/dl), im Vergleich dazu in der

Plazebo-Gruppe bei 207,8 mg/dl (Schwankungsbereich: 128,0-334,0 mg/dl).

Nach 24-wöchiger Behandlung mit Simvastatin (mit im 8-wöchigen Abstand ansteigenden

Dosierungen von 10, 20 und 40 mg pro Tag) führte die Einnahme von Simvastatin zu einer

Senkung des mittleren LDL-Cholesterinwertes um 36,8 % (Plazebo: 1,1 % Anstieg im

Vergleich zum Ausgangswert), des Apo B um 32,4 % (Plazebo: 0,5 %) und der medianen

Triglyzeridwerte um 7,9 % (Plazebo: 3,2 %) sowie zu einer Erhöhung der HDL-

Cholesterinwerte um 8,3 % (Plazebo: 3,6 %). Die positiven Langzeitauswirkungen von

Simvastatin auf kardiovaskuläre Ereignisse bei Kindern mit heFH sind nicht bekannt.

Sicherheit und Wirksamkeit von Dosierungen über 40 mg pro Tag bei Kindern mit

heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie wurden nicht untersucht. Es liegen auch keine

Daten zur Langzeitwirkung der Simvastatin-Therapie im Kindesalter auf die Reduzierung

von Morbidität und Mortalität im Erwachsenenalter vor.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Simvastatin, ein inaktives Lacton, wird

in vivo

schnell zur entsprechenden Betahydroxysäure,

einem potenten Hemmer der HMG-CoA-Reduktase, hydrolysiert. Die Hydrolyse findet vor

allem in der Leber statt; im menschlichen Plasma verläuft sie sehr langsam.

Die Untersuchung der pharmakokinetischen Eigenschaften wurde an Erwachsenen

durchgeführt. Für Kinder und Jugendliche liegen keine pharmakokinetischen Daten vor.

Resorption

Beim Menschen wird Simvastatin gut resorbiert und unterliegt einem ausgeprägten First-

Pass-Effekt in der Leber – abhängig vom Blutfluss in der Leber. Die Leber ist der primäre

Wirkort der aktiven Form. Die Verfügbarkeit der Betahydroxysäure nach einer oralen

Simvastatin-Dosis betrug im systemischen Kreislauf weniger als 5 % der Dosis. Die

maximalen Plasmakonzentrationen der aktiven Inhibitoren traten ca. 1-2 Stunden nach der

Einnahme auf. Eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme hatte keinen Einfluss auf die

Resorption.

Die Pharmakokinetik bei einmaliger und mehrfacher Gabe von Simvastatin zeigte, dass die

wiederholte Verabreichung des Arzneimittels nicht zu einer Akkumulation führt.

Verteilung

Simvastatin und sein aktiver Metabolit sind beim Menschen zu mehr als 95 % an

Plasmaproteine gebunden.

22/23

Elimination

Simvastatin ist ein Substrat von CYP 3A4 (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5). Die im

menschlichen Plasma vorhandenen Hauptmetaboliten von Simvastatin umfassen die

Betahydroxysäure sowie vier weitere wirksame Metaboliten. Nach oraler Gabe radioaktiv

markierten Simvastatins an Probanden wurden innerhalb von 96 Stunden 13 % der

Radioaktivität im Urin und 60 % in den Fäzes wiedergefunden. Letztere Menge steht sowohl

für resorbierte Anteile, die über die Galle ausgeschieden werden, als auch für nicht

resorbierte Substanz. Nach intravenöser Injektion des Betahydroxysäure-Metaboliten betrug

seine Halbwertszeit ca. 1,9 Stunden; nur durchschnittlich 0,3 % der i.v. Dosis wurden im

Urin als Inhibitoren ausgeschieden.

Simvastatinsäure wird durch den Transporter OATP1B1 aktiv in die Hepatozyten

aufgenommen.

Simvastatin ist ein Substrat des BCRP-Efflux-Transporters.

Besondere Patientengruppen

SLCO1B1 Polymorphismus

Träger des c.521T>C Allels des SLCO1B1-Gens haben eine niedrigere OATP1B1-Aktivität.

Die durchschnittliche Bioverfügbarkeit (AUC) des wichtigsten aktiven Metaboliten,

Simvastatinsäure, beträgt 120 % bei heterozygoten Trägern (CT) des C-Allels und 221 % bei

homozygoten Trägern (CC), bezogen auf die von Patienten mit dem häufigsten Genotyp (TT).

Das C-Allel hat eine Häufigkeit von 18 % in der europäischen Bevölkerung. Bei Patienten mit

SLCO1B1 Polymorphismus besteht ein Risiko für eine

verstärkte Exposition von Simvastatinsäure, welche zu einem erhöhten Rhabdomyolyserisiko

führen kann (siehe Abschnitt 4.4).

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf konventionellen Tierstudien zu Pharmakodynamik, Toxizität bei wiederholter

Gabe, Genotoxizität und Kanzerogenität lassen sich keine Risiken für den Patienten ableiten,

die nicht aufgrund des pharmakologischen Mechanismus zu erwarten wären. In den höchsten

von Ratte und Kaninchen vertragenen Dosen rief Simvastatin keine fetalen Missbildungen

hervor und hatte keine Auswirkungen auf Fertilität, Fortpflanzung oder neonatale

Entwicklung.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose, Vorverkleisterte Stärke (Mais), Mikrokristalline Cellulose, Talkum, Hyprolose,

Hypromellose, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Butylhydroxyanisol (Ph. Eur.) (E 320),

Titandioxid (E 171).

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

23/23

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Simvastatin Q-Pharm 10 mg Filmtabletten sind im Al/Al Blisterstreifen in Packungsgrößen mit

50 und 100 Filmtabletten erhältlich.

Simvastatin Q-Pharm 20 mg und 40 mg Filmtabletten sind im Al/Al Blisterstreifen oder im

PVC/PE/PVDC/AL-Blisterstreifen in Packungsgrößen mit 50 und 100 Filmtabletten erhältlich.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Juta Pharma GmbH

Gutenbergstr. 13

D-24941 Flensburg

Tel.:

0461/995799-0

Fax:

0461/995799-40

Mitvertrieb:

Q-Pharm AG

Bahnhofstr. 1-3

D-23795 Bad Segeberg

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Simvastatin Q-Pharm 10 mg Filmtabletten:

57925.01.00

Simvastatin Q-Pharm 20 mg Filmtabletten:

57925.02.00

Simvastatin Q-Pharm 40 mg Filmtabletten:

57925.03.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN/ DER VERLÄNGERUNGEN DER

ZULASSUNGEN

16.01.2004 / 20.04.2009

10.

STAND DER INFORMATION

Februar 2020

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

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