Simvastatin 1A Pharma 20 mg - Filmtabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

05-03-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

05-03-2020

Wirkstoff:
SIMVASTATIN
Verfügbar ab:
1A Pharma GmbH
ATC-Code:
C10AA01
INN (Internationale Bezeichnung):
SIMVASTATIN
Einheiten im Paket:
30 Stück, Laufzeit: 36 Monate
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Simvastatin
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-24697
Berechtigungsdatum:
2002-09-26

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Simvastatin 1A Pharma 20 mg - Filmtabletten

Simvastatin 1A Pharma 40 mg - Filmtabletten

Wirkstoff: Simvastatin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn

Nebenwirkungen

bemerken,

wenden

sich

Ihren

Arzt

oder

Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Simvastatin 1A Pharma und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Simvastatin 1A Pharma beachten?

Wie ist Simvastatin 1A Pharma einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Simvastatin 1A Pharma aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Simvastatin 1A Pharma und wofür wird es angewendet?

Simvastatin 1A

Pharma enthält

Wirkstoff

Simvastatin.

Simvastatin

Pharma

Arzneimittel,

dazu

verwendet

wird,

Blutwerte

Gesamtcholesterin,

„schlechtem“

Cholesterin (LDL-Cholesterin) sowie von Fettsubstanzen, die Triglyzeride genannt werden, zu

senken. Zusätzlich erhöht Simvastatin 1A Pharma die Werte des „guten“ Cholesterins (HDL-

Cholesterin).

Simvastatin

Pharma gehört

Arzneimittelgruppe,

Statine

genannt

werden.

C h o l e s t e r i n

i s t

e i n e

v o n

m e h r e r e n

F e t t s u b s t a n z e n ,

d i e

B l u t

v o r k o m m e n .

I h r

Gesamtcholesterin besteht hauptsächlich aus LDL- und HDL-Cholesterin.

L D L - C h o l e s t e r i n

wi r d

h ä uf i g

a l s

„s c h l e c h t e s“

C h o l e s t e r i n

b e ze i c h n e t ,

s i c h

d e n

Gefäßwänden

Arterien

ansammeln

sogenannte

Plaques

ablagern

kann.

Diese

Plaques können letztendlich zu einer Verengung der Arterien führen. Diese Verengung kann

weiterer

Folge

einer

Durchblutungsstörung

oder

Verschluss

eines

Gefäßes

lebenswichtigen

Organen

Herz

oder

Gehirn

führen.

Gefäßverschluss

kann

einen

Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.

HDL-Cholesterin wird häufig als „gutes“ Cholesterin bezeichnet, da es dazu beiträgt, dass sich

„schlechtes“

Cholesterin

nicht

Arterien

ablagern

kann

damit

Herzerkrankungen

vorbeugt.

Triglyzeride sind eine weitere Art von Blutfetten, die ebenfalls Ihr Risiko für Herzerkrankungen

erhöhen können.

Sie sollten Ihre cholesterinsenkende Diät während der Behandlung mit diesem Arzneimittel

fortsetzen.

Simvastatin 1A

Pharma wird

zusätzlich

einer

cholesterinsenkenden

Diät

eingenommen,

wenn Sie:

e r h ö h t e

C h o l e s t e r i n w e r t e

B l u t

( p r i m ä r e

H y p e r c h o l e s t e r i n ä m i e )

o d e r

e r h ö h t e

Blutfettwerte (gemischte Hyperlipidämie) haben

eine erblich bedingte Erkrankung haben (homozygote familiäre Hypercholesterinämie), die

für erhöhte Cholesterinwerte im Blut verantwortlich ist. In diesem Fall kann es sein, dass

Sie noch eine zusätzliche Behandlung erhalten.

an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße (KHK) leiden oder ein erhöhtes Risiko für eine

KHK haben (weil Sie an Zuckerkrankheit leiden oder früher einen Schlaganfall oder andere

Blutgefäßerkrankungen erlitten haben). Unabhängig von Ihren Cholesterinwerten im Blut,

kann Simvastatin 1A Pharma Ihr Risiko für Herzerkrankungen vermindern und damit Ihr

Leben verlängern.

Bei den

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Sym pt ome

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C h o l e s t e r i n .

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I h r e n

C h o l e s t e r i n g e h a l t

m i t

e i n e m

e i n f a c h e n

B l u t t e s t

bestimmen.

Suchen

daher

regelmäßig

Ihren

Arzt

auf,

beobachten

Entwicklung

Ihres Cholesteringehalts und besprechen Sie die Behandlungsziele mit Ihrem Arzt.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Simvastatin 1A Pharma beachten?

Simvastatin 1A Pharma darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Simvastatin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie derzeit an Problemen mit der Leber leiden

wenn Sie schwanger sind oder stillen

wenn

gleichzeitig

Arzneimittel

einem

oder

mehreren

folgenden

Wirkstoffe

einnehmen/anwenden: Itraconazol, Ketoconazol, Posaconazol, Voriconazol (Arzneimittel

zur Behandlung von Pilzinfektionen), HIV-Proteasehemmer: Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir

und Saquinavir (Arzneimittel bei HIV-Infektionen), Boceprevir oder Telaprevir (Arzneimittel

z u r

B e h a n d l u n g

v o n

Hepatitis-C-Virusinfektionen),

E r y t h r o m y c i n ,

C l a r i t h r o m y c i n ,

Telithromycin (Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen), Nefazodon (zur Behandlung

von Depressionen), Cobicistat (siehe Abschnitt „Einnahme von Simvastatin 1A Pharma

zusammen mit

a n d e r e n

Arzneimitteln“), Gemfibrozil

( A r z n e i m i t t e l

z u r

S e n k u n g

v o n

C h o l e s t e r i n ) ,

C i c l o s p o r i n

( f ü r

P a t i e n t e n

n a c h

O r g a n t r a n s p l a n t a t i o n e n ) ,

D a n a z o l

( z u r

Behandlung von Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter

(Endometriose)

wenn

S i e

F u s i d i n s ä u r e

( A r z n e i m i t t e l

z u r

B e h a n d l u n g

v o n

b a k t e r i e l l e n

I n f e k t i o n e n )

einnehmen

oder

letzten

Tagen

eingenommen

haben

oder

Ihnen

solches

Arzneimittel

Injektion

gegeben

wurde.

Kombination

Arzneimitteln

Wirkstoff Fusidinsäure und Simvastatin 1A Pharma kann zu schweren Muskelproblemen

führen (Zerfall von Muskelzellen [Rhabdomyolyse]).

Nehmen

nicht

mehr

Simvastatin

Pharma ein,

wenn

Lomitapid

behandelt

werden

(Lomitapid

wird

Behandlung

einer

schweren

seltenen

genetisch

bedingten Erkrankung des Cholesterinstoffwechsels eingesetzt).

Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eines Ihrer Arzneimittel zu dieser

Liste gehört.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

B i t t e

s p r e c h e n

S i e

m i t

I h r e m

A r z t

o d e r

A p o t h e k e r ,

b e v o r

S i e

S i m v a s t a t i n

P h a r m a

einnehmen.

I nf or m ier en

I hr en

Ar zt

über

I hr en

m edizini s c hen

Zus t and

(G es undheit s zus t and) ,

einschließlich Allergien.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie größere Mengen Alkohol konsumieren.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie jemals an einer Lebererkrankung litten. Simvastatin

1A Pharma kann dann für Sie nicht geeignet sein.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie vor einer Operation stehen. Es kann sein, dass Sie

die Behandlung mit Simvastatin 1A Pharma vorübergehend unterbrechen müssen.

Solange Sie dieses Arzneimittel einnehmen, wird Ihr Arzt Sie sorgfälltig überwachen, ob

Sie Diabetes haben (= zuckerkrank sind) oder ob bei Ihnen das Risiko besteht, dass Sie

Diabetes entwickeln. Wenn Sie hohe Zucker- und Fettwerte im Blut haben, übergewichtig

sind und einen hohen Blutdruck haben, ist es wahrscheinlich, dass bei Ihnen das Risiko

besteht, dass Sie Diabetes entwickeln.

I h r

A r z t

s o l l t e

v o r

B e g i n n

d e r

B e h a n d l u n g

m i t

S i m v a s t a t i n

Pharma

eine

B l u t u n t e r s u c h u n g

d u r c h f ü h r e n ,

a b e r

a u c h

w ä h r e n d

S i e

S i m v a s t a t i n

P h a r m a

einnehmen, falls Sie Anzeichen von Leberproblemen haben. Damit wird überprüft, wie gut

Ihre Leber funktioniert.

Ihr Arzt kann bei Ihnen noch weitere Blutuntersuchungen durchführen, um zu überprüfen,

wie gut Ihre Leber nach Beginn der Einnahme von Simvastatin 1A Pharma funktioniert.

Bitte kontaktieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie mit der Einnahme von Simvastatin 1A Pharma

beginnen, wenn Sie an einer schweren Lungenerkrankung leiden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie asiatischer Abstammung sind, da für Sie eine andere

Dosis geeignet sein könnte.

Informieren

Sie

umgehend

einen Arzt,

wenn

bei

Ihnen

ungeklärte

Muskelschmerzen,

Muskelempfindlichkeit oder Muskelschwäche auftreten. Denn in seltenen Fällen können

M u s k e l p r o b l e m e

s c h w e r w i e g e n d

v e r l a u f e n ,

e i n s c h l i e ß l i c h

M u s k e l z e r f a l l ,

d e r

z u

Nierenschäden führt; sehr selten traten Todesfälle auf.

Risiko

für

Muskelzerfall

höheren

Dosen

Simvastatin

Pharma und

bestimmten Patienten erhöht.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

Sie konsumieren größere Mengen Alkohol.

Sie haben Nierenprobleme.

Sie haben Probleme mit der Schilddrüse.

Sie sind über 65 Jahre alt.

Sie sind eine Frau.

S i e

h a t t e n

s c h o n

e i n m a l

M u s k e l p r o b l e m e

w ä h r e n d

d e r

B e h a n d l u n g

m i t

e i n e m

cholesterinsenkenden Arzneimittel, genannt „Statine“ oder Fibrate.

S i e

o d e r

e i n

n a h e r

F a m i l i e n a n g e h ö r i g e r

l e i d e n

u n t e r

e i n e r

e r b l i c h

b e d i n g t e n

Muskelerkrankung.

I n f o r m i e r e n

S i e

e b e n f a l l s

I h r e n

A r z t

o d e r

A p o t h e k e r ,

w e n n

b e i

I h n e n

a n h a l t e n d e

Muskelschwäche auftritt. Zur Diagnose und Behandlung dieses Zustands sind möglicherweise

weitere Untersuchungen und Arzneimittel notwendig.

Kinder und Jugendliche

Sic her heit

W irk s amk eit

wur den

10- bis

17-j ähr ig en

J ung en

s owie

Mädc hen

untersucht,

deren

erste

Menstruation

(Regelblutung)

mindestens

Jahr

zurücklag

(siehe

Abschnitt 3. „Wie ist Simvastatin 1A Pharma einzunehmen?“). Simvastatin 1A Pharma wurde

nicht bei Kindern unter 10 Jahren untersucht. Weitere Auskünfte hierzu erteilt Ihnen Ihr Arzt.

Einnahme von Simvastatin 1A Pharma zusammen mit anderen Arzneimitteln

I n f o r m i e r e n

S i e

I h r e n

A r z t

o d e r

A p o t h e k e r ,

w e n n

S i e

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden,

kürzlich

andere

Arzneimittel

eingenommen/angewendet

haben

oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Einnahme

Simvastatin

Pharma mit

einem

folgenden Arzneimittel

kann

Risiko für Muskelprobleme erhöhen (einige davon wurden bereits im Abschnitt „Simvastatin

1A Pharma darf nicht eingenommen werden“ erwähnt):

Wenn Sie Arzneimittel mit dem Wirkstoff Fusidinsäure zur Behandlung einer bakteriellen

Infektion

einnehmen

müssen,

müssen

Einnahme

Simvastatin

Pharma

vorübergehend

beenden.

Arzt

wird

Ihnen

mitteilen,

wann

Einnahme

Simvastatin

Pharma

g e f a h r l o s

w i e d e r

f o r t s e t z e n

k ö n n e n .

D i e

E i n n a h m e

v o n

S i m v a s t a t i n

P h a r m a

z u s a m m e n

m i t

F u s i d i n s ä u r e

k a n n

s e l t e n e n

F ä l l e n

M u s k e l s c h w ä c h e ,

M u s k e l e m p f i n d l i c h k e i t

o d e r

M u s k e l s c h m e r z e n

f ü h r e n

( m ö g l i c h e

Anzeichen für einen Zerfall von Muskelzellen [Rhabdomyolyse]). Weitere Informationen

zu Rhabdomyolyse siehe Abschnitt 4.

Ciclosporin (wird bei Patienten häufig nach Organtransplantationen eingesetzt)

Danazol

(ein

künstlich

hergestelltes

Hormon

Behandlung

Endometriose,

einer

Wucherung der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter)

Arzneimittel mit Wirkstoffen wie Itraconazol, Ketoconazol, Fluconazol, Posaconazol oder

Voriconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen)

Fibrate mit Wirkstoffen wie Gemfibrozil und Bezafibrat (zur Cholesterinsenkung)

Erythromycin, Clarithromycin oder Telithromycin (zur Behandlung bakterieller Infektionen)

HIV-Proteasehemmer wie Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir und Saquinavir (zur Behandlung

von AIDS)

a n t i v i r a l e

A r z n e i m i t t e l

w i e

Boceprevir,

T e l a p r e v i r ,

E l b a s v i r

o d e r

Grazeprevir

(zur

Behandlung von Hepatitis-C-Virusinfektionen)

Nefazodon (zur Behandlung von Depressionen)

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Cobicistat

Amiodaron (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)

V e r a p a m i l ,

D i l t i a z e m

o d e r

A m l o d i p i n

( z u r

B e h a n d l u n g

v o n

B l u t h o c h d r u c k ,

Brustschmerzen bedingt durch eine Herzerkrankung oder andere Herzbeschwerden)

Lomitapid (zur Behandlung einer schweren und seltenen genetisch bedingten Erkrankung

des Cholesterinstoffwechsels)

Colchizin (zur Behandlung der Gicht)

Ticagrelor (zur Behandlung von Patienten mit Herzinfarkt, Angina oder nicht kontrollierten

Brustschmerzen). Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie täglich mehr als 40 mg Simvastatin

1A Pharma gemeinsam mit Ticagrelor einnehmen.

I n f o r m i e r e n

S i e

i n s b e s o n d e r e

I h r e n

A r z t ,

w e n n

S i e

e i n e s

d e r

f o l g e n d e n

A r z n e i m i t t e l

einnehmen:

Arzneimittel zur Verhinderung der Bildung von Blutgerinnseln mit Wirkstoffen wie

Warfarin, Phenprocoumon und Acenocoumarol (Antikoagulanzien)

Fenofibrate (Arzneimittel zur Senkung des Cholesterins)

Niacin (ebenfalls zur Senkung von Cholesterin)

Rifampicin (Antibiotikum)

T e i l e n

S i e

e b e n f a l l s

I h r e n

b e h a n d e l n d e n

Ä r z t e n

b e i

d e r

Verschreibung

e i n e s

n e u e n

Arzneimittels mit, dass Sie Simvastatin 1A Pharma einnehmen.

Einnahme von Simvastatin 1A Pharma zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und

Alkohol

Grapefruitsaft enthält eine oder mehrere Komponenten, die die Art und Weise verändern, wie

Ihr Körper bestimmte Arzneimittel, unter anderem auch Simvastatin 1A Pharma, verarbeitet.

Der Genuss von Grapefruitsaft ist daher zu vermeiden.

Alkohol: Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie größere Mengen Alkohol konsumieren.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn

schwanger

sind

oder

stillen,

oder

wenn

vermuten,

schwanger

sein

oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Nehmen Sie Simvastatin 1A Pharma nicht ein, falls Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft

planen oder glauben schwanger zu sein. Tritt während der Einnahme eine Schwangerschaft

ein,

hören

sofort

Einnahme

informieren

Ihren

Arzt. Nehmen

Simvastatin

Pharma

nicht

ein,

wenn

stillen,

denn

nicht

bekannt,

dieses

Arzneimittel in die Muttermilch übertritt.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wird nicht erwartet, dass Simvastatin Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Fähigkeit zum Bedienen

Maschinen

beeinträchtigt.

jedoch

berücksichtigen,

dass

manchen

Menschen

nach Einnahme von Simvastatin 1A Pharma schwindlig wird.

Simvastatin 1A Pharma enthält Lactose

Dieses

Arzneimittel

enthält

Lactose.

Bitte

nehmen

Simvastatin

Pharma erst

nach

R ü c k s p r a c h e

m i t

I h r e m

A r z t

e i n ,

w e n n

I h n e n

b e k a n n t

i s t ,

d a s s

S i e

u n t e r

e i n e r

Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Simvastatin 1A Pharma einzunehmen?

Ihr Arzt wird Ihnen die für Sie geeignete Tablettenstärke entsprechend Ihrer Erkrankung, Ihrer

bisherigen Behandlung und Ihrer individuellen Risikofaktoren verordnen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Sie müssen während der Behandlung mit Simvastatin 1A Pharma eine cholesterinsenkende

Diät einhalten.

Dosierung:

Die empfohlene Dosis beträgt 5 mg, 10 mg, 20 mg, 40 mg oder 80 mg Simvastatin einmal

täglich zur Einnahme.

Erwachsene:

Die übliche Anfangsdosis liegt bei 10 mg, 20 mg oder in manchen Fällen bei 40 mg pro Tag.

Falls erforderlich, kann Ihr Arzt die Dosis nach mindestens vier Wochen auf maximal 80 mg

pro Tag erhöhen. Nehmen Sie nie mehr als insgesamt 80 mg pro Tag.

Arzt

kann

auch

niedrigere

Dosierungen

verordnen,

insbesondere

wenn

bestimmte

A r z n e i m i t t e l

d e r

o b e n

a n g e f ü h r t e n

L i s t e

e i n n e h m e n

o d e r

w e n n

S i e

b e s t i m m t e n

Erkrankungen der Nieren leiden.

Die 80 mg Dosis ist nur für erwachsene Patienten mit sehr hohen Cholesterinwerten und einem

h o h e n

R i s i k o

f ü r

H e r z e r k r a n k u n g e n

e m p f o h l e n ,

d i e

i h r e

C h o l e s t e r i n - Z i e l w e r t e

m i t

e i n e r

niedrigeren Dosis nicht erreicht haben.

Kinder und Jugendliche:

Die übliche empfohlene Dosis für Kinder (10 – 17 Jahre) beträgt zu Beginn der Behandlung

S i m v a s t a t i n

Pharma

p r o

T a g

a l s

E i n z e l d o s i s

A b e n d .

D i e

e m p f o h l e n e

Höchstdosis beträgt 40 mg Simvastatin 1A Pharma pro Tag.

Anwendung bei Nierenfunktionsstörung:

Für

Patienten

mäßiger

Nierenfunktionsstörung

Regel

keine

Dosisanpassung

erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 30

ml/min) sollen Dosen über 10 mg Simvastatin sorgfältig erwogen und, falls erforderlich, mit

Vorsicht verordnet werden.

Ältere Patienten:

Für ältere Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Art der Anwendung:

Zum Einnehmen.

Nehmen Sie Simvastatin 1A Pharma am Abend ein. Es kann zu den oder unabhängig von den

Mahlzeiten eingenommen werden.

Nehmen Sie Simvastatin 1A Pharma solange ein, wie es Ihr Arzt verordnet.

F a l l s

I h r

A r z t

S i m v a s t a i n

Pharma

z u s a m m e n

m i t

e i n e m

w e i t e r e n

A r z n e i m i t t e l

z u r

Cholesterinsenkung, Anionenaustauscher (Gallensäurebinder), verschrieben hat, müssen Sie

Simvastatin

Pharma mindestens

Stunden

oder

mindestens

Stunden

nach

Einnahme des Anionenaustauschers einnehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Simvastatin 1A Pharma eingenommen haben als Sie

sollten

Wenden Sie sich bitte umgehend an einen Arzt. Im Falle einer Überdosierung wird der Arzt

symptomatische und unterstützende Maßnahmen ergreifen.

Wenn Sie die Einnahme von Simvastatin 1A Pharma vergessen haben

Nehmen

nicht

doppelte

Menge ein,

wenn

vorherige

Einnahme

vergessen

haben, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis zur gewohnten Zeit fort.

Wenn Sie die Einnahme von Simvastatin 1A Pharma abbrechen

S p r e c h e n

S i e

m i t

I hr em

Arzt oder

A p ot h ek e r ,

d e n n

I h r

C h o l e s t er i n s p i e g e l

k an n

wi e d e r

ansteigen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Folgende schwerwiegende Nebenwirkungen wurden selten berichtet:

Wenn eine

d e r

f o l g e n d e n

s c h w e rw i e g e n d e n

N e b e n w i r k u n g e n

auftritt, nehmen

S i e

dieses Arzneimittel nicht weiter ein, sondern wenden Sie sich umgehend an einen Arzt

oder begeben Sie sich in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses.

M u s k e l s c h m e r z e n ,

M u s k e l e m p f i n d l i c h k e i t ,

Muskelschwäche, oder

M u s k e l k r ä m p f e .

seltenen Fällen können diese Muskelprobleme schwerwiegend verlaufen, einschließlich

Muskelzerfall, der zu Nierenversagen führt; sehr selten traten Todesfälle auf.

Überempfindlichkeits- (allergische) Reaktionen mit Symptomen wie:

S c h w e l l u n g e n

v o n

G e s i c h t ,

Z u n g e

u n d

R a c h e n ,

d i e

P r o b l e m e

b e i m

A t m e n

verursachen können (Angioödem)

lupusähnliches

Krankheitsbild

(einschließlich

Hautausschlag,

Gelenksbeschwerden

und Veränderungen der Blutkörperchen)

starke Muskelschmerzen, üblicherweise in der Hüfte und in den Schultern

u n g e k l ä r t e

B l u t e r g ü s s e ,

H a u t a u s s c h l ä g e

u n d

S c h w e l l u n g e n

( D e r m a t o m y o s i t i s ) ,

N e s s e l a u s s c h l a g ,

L i c h t ü b e r e m p f i n d l i c h k e i t

d e r

Haut,

F i e b e r ,

H a u t r ö t u n g e n

m i t

Hitzewallung

Entzündungen der Blutgefäße (Vasculitis)

Gelenksentzündung und Gelenksschmerzen (Polymyalgia rheumatica)

Hautausschlag

mit Schwächegefühl in den Gliedern und in der Nackenmuskulatur

Kurzatmigkeit (Dyspnoe) und allgemeines Krankheitsgefühl (Unwohlsein)

Entzündung der Leber mit Gelbverfärbung der Haut und Augen, Juckreiz, dunkelverfärbter

Urin oder heller Stuhl, Leberversagen (sehr selten)

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, häufig mit starken Bauchschmerzen

Folgende schwerwiegende Nebenwirkung wurde sehr selten berichtet:

eine schwere allergische Reaktion, die Probleme beim Atmen oder Schwindel verursacht

(Anaphylaxie)

Gynäkomastie (Vergrößerung der Brustdrüse bei Männern)

Muskelriss

Hautausschlag oder Entzündungen in der Mundhöhle (Lichenoide Arzneimittelexantheme)

(sehr selten)

Gelegentliche Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Erektionsstörung

Seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

verminderte rote Blutkörperchen (Anämie)

Schwäche- oder Taubheitsgefühl in den Armen und Beinen

Kopfschmerzen,

K r i b b e l n / T a u b h e i t s g e f ü h l ,

Empfindungsstörungen,

Schwindel,

Verwirrung, Gedächtnisverlust

Verschwommenes Sehen, Sehverschlechterung

Atembeschwerden, einschließlich fortbestehendem Husten und/oder Kurzatmigkeit

V e r d a u u n g s b e s c h w e r d e n

( V e r s t o p f u n g ,

B a u c h s c h m e r z e n ,

B l ä h u n g e n ,

Verdauungsstörungen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchspeicheldrüsenentzündung)

Hautausschlag, Juckreiz, Haarausfall

Ermüdbarkeit/Schwäche

Sehr seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Schlaflosigkeit

Beeinträchtigung des Erinnerungsvermögens

Entzündung

Lungen,

Atembeschwerden

einschließlich

anhaltendem Husten

und/oder Kurzatmigkeit oder Fieber führt

N e b e n w i r k u n g e n

m i t

n i c h t

b e k a n n t e r

H ä u f i g k e i t

( H ä u f i g k e i t

a u f

G r u n d l a g e

d e r

verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Depression

Sehnenentzündung bis hin zur Sehnenruptur

Zusätzliche mögliche Nebenwirkungen, die bei einigen Statinen berichtet wurden:

Schlafstörungen, einschließlich Alpträume

sexuelle Störungen

Z u c k e r k r a n k h e i t

( D i a b e t e s

m e l l i t u s ) :

D i e

W a h r s c h e i n l i c h k e i t ,

d a s s

S i e

D i a b e t e s

entwickeln ist größer, wenn Sie hohe Zucker- und Fettwerte im Blut haben, übergewichtig

sind und einen hohen Blutdruck haben. Solange Sie dieses Arzneimittel einnehmen, wird

Ihr Arzt Sie überwachen.

Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder anhaltende Muskelschwäche mit Beschwerden,

auch

nach

Absetzen

Simvastatin

Pharma nicht

abklingen

(Häufigkeit

nicht

bekannt)

Laborwerte:

Selten: Erhöhte

Werte

bestimmter

Bluttests

Leberfunktion

sowie

eines

Muskelenzyms

(Kreatin-Kinase) wurden beobachtet.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem

Nebenwirkungen

melden,

können

dazu

beitragen,

dass

mehr

Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Simvastatin 1A Pharma aufzubewahren?

Nicht über 30°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und der Faltschachtel nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

E n t s o r g e n

S i e

A r z n e i m i t t e l

n i c h t

A b w a s s e r

o d e r

H a u s h a l t s a b f a l l .

F r a g e n

S i e

I h r e n

Apotheker,

Arzneimittel

entsorgen

ist,

wenn

nicht

mehr

verwenden.

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Simvastatin 1A Pharma enthält

Der Wirkstoff ist Simvastatin.

Simvastatin 1A Pharma 20 mg – Filmtabletten: 1 Filmtablette enthält 20 mg Simvastatin.

Simvastatin 1A Pharma 40 mg – Filmtabletten: 1 Filmtablette enthält 40 mg Simvastatin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Butylhydroxyanisol,

m i k r o k r i s t a l l i n e

C e l l u l o s e ,

Citronensäure-Monohydrat,

vorverkleisterte Maisstärke, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat

Filmüberzug:

Hypromellose, Talkum, Titandioxid, Eisen(III)-oxid rot (E 172)

Zusätzlich bei Simvastatin 1A Pharma 20 mg – Filmtabletten: Eisen(III)-hydroxid-oxid gelb

(E 172)

Wie Simvastatin 1A Pharma aussieht und Inhalt der Packung

Simvastatin 1A Pharma 20 mg – Filmtabletten:

Simvastatin 1A

Pharma 20

– Filmtabletten

sind orange,

o v a l e ,

b e i d s e i t s

g e w ö l b t e

Filmtabletten mit beidseitiger Bruchkerbe, Prägung 20 auf einer Seite.

Die Filmtablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.

Simvastatin 1A Pharma 20 mg – Filmtabletten sind in Blisterpackungen (Aluminium/PVC)

zu 30 Stück erhältlich.

Simvastatin 1A Pharma 40 mg – Filmtabletten:

Simvastatin

Pharma

– Filmtabletten

sind

rotbraune,

ovale,

beidseits

gewölbte

Filmtabletten mit beidseitiger Bruchkerbe, Prägung 40 auf einer Seite.

Die Filmtablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.

Simvastatin 1A Pharma 40 mg – Filmtabletten sind in Blisterpackungen (Aluminium/PVC)

zu 30 Stück erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

1A Pharma GmbH, 1020 Wien, Österreich

Hersteller:

Salutas Pharma GmbH, 39179 Barleben, Deutschland

S.C. Sandoz S.R.L., 540472 Targu Mures, Rumänien

LEK S.A., 95-010 Strykow, Polen

LEK Pharmaceuticals d.d., 1526 Laibach, Slowenien

Z.Nr.:

Simvastatin 1A Pharma 20 mg – Filmtabletten: 1-24697

Simvastatin 1A Pharma 40 mg – Filmtabletten: 1-24696

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2020.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Simvastatin 1A Pharma 20 mg – Filmtabletten

Simvastatin 1A Pharma 40 mg - Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Simvastatin 1A Pharma 20 mg – Filmtabletten:

1 Filmtablette enthält 20 mg Simvastatin.

Simvastatin 1A Pharma 40 mg – Filmtabletten:

1 Filmtablette enthält 40 mg Simvastatin.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Simvastatin 1A Pharma 20 mg – Filmtabletten:

1 Filmtablette enthält 61,25 mg Lactose-Monohydrat.

Simvastatin 1A Pharma 40 mg – Filmtabletten:

1 Filmtablette enthält 122,50 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Simvastatin 1A Pharma 20 mg – Filmtabletten:

orange, ovale, bikonvexe Filmtablette mit beidseitiger Bruchkerbe, Prägung 20 auf einer Seite

Simvastatin 1A Pharma 40 mg – Filmtabletten:

rotbraune, ovale, bikonvexe Filmtablette mit beidseitiger Bruchkerbe, Prägung 40 auf einer

Seite

Die Filmtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Hypercholesterinämie

Behandlung

primären

Hypercholesterinämie

oder

kombinierten

Dyslipidämie

begleitend zu einer Diät, wenn eine Diät und andere nicht pharmakologische Maßnahmen (z.

B. körperliches Training, Gewichtsabnahme) allein nicht ausreichen.

Zur Behandlung der homozygoten familiären Hypercholesterinämie begleitend zu Diät und

anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z. B. LDL (low density lipoprotein)-Apherese) oder wenn

solche Maßnahmen nicht geeignet sind.

Kardiovaskuläre Prävention

Senkung

kardiovaskulärer

Mortalität

Morbidität

Patienten

manifester

atherosklerotischer Herzerkrankung oder Diabetes mellitus, deren Cholesterinwerte normal

oder erhöht sind. Begleitend zur Korrektur anderer Risikofaktoren und zur kardioprotektiven

Therapie (siehe Abschnitt 5.1).

Simvastatin 1A Pharma wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 10

Jahren.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Der Dosierungsbereich ist 5-80 mg Simvastatin pro Tag, verabreicht als orale Einzeldosis am

Abend.

Erforderliche Dosisanpassungen bis maximal 80 mg Simvastatin/Tag (als Einzeldosis am

Abend) sind jeweils in Abständen von mindestens 4 Wochen durchzuführen. Die Dosis von 80

wird

für

Patienten

schwerer

Hypercholesterinämie

hohem

Risiko

für

kardiovaskuläre Komplikationen empfohlen, die ihr Behandlungsziel mit einer niedrigeren

Dosis nicht erreicht haben und wenn zu erwarten ist, dass der Nutzen der Behandlung die

potentiellen Risiken überwiegt (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Hypercholesterinämie

Der Patient soll eine geeignete lipidsenkende Diät einhalten, die auch während der Therapie

mit Simvastatin fortzusetzen ist. Die übliche Anfangsdosis beträgt 10-20 mg pro Tag als

Einzeldosis am Abend. Bei Patienten, deren LDL-Cholesterin stark gesenkt werden soll (um

mehr als 45 %), kann mit einer Dosis von 20 mg bis 40 mg pro Tag als Einmalgabe am Abend

begonnen

werden.

Erforderliche

Dosisanpassungen

sind

oben

beschrieben

durchzuführen.

Homozygote familiäre Hypercholesterinämie

Basierend auf den Ergebnissen einer kontrollierten klinischen Studie beträgt die empfohlene

Anfangsdosis von Simvastatin 40 mg pro Tag als Einmalgabe am Abend eingenommen. Bei

diesen Patienten wird Simvastatin begleitend zu anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z. B.

LDL-Apherese) angewendet oder wenn solche Maßnahmen nicht zur Verfügung stehen.

Bei Patienten, die Lomitapid gleichzeitig mit Simvastatin einnehmen, darf eine Dosis von

Simvastatin 40 mg pro Tag nicht überschritten werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 4.5).

Kardiovaskuläre Prävention

übliche

Dosis

Simvastatin

für

Patienten

hohem

Risiko

für

eine

koronare

Herzerkrankung (KHK, mit oder ohne Hyperlipidämie) beträgt 20 bis 40 mg pro Tag verabreicht

als Einzeldosis am Abend. Die medikamentöse Therapie kann gleichzeitig mit Diät und

körperlichem Training begonnen werden. Erforderliche Dosisanpassungen sind wie oben

beschrieben durchzuführen.

Gleichzeitige Gabe mit anderen Arzneimitteln

Simvastatin ist allein oder zusammen mit Anionenaustauschern wirksam. Die Einnahme von

Simvastatin

erfolgt

entweder

Stunden

oder

Stunden

nach

Gabe

eines

Anionenaustauschers.

Bei Patienten, die Simvastatin 1A Pharma gleichzeitig mit Fibraten mit Ausnahme von

Gemfibrozil (siehe Abschnitt 4.3) oder Fenofibrat einnehmen, darf eine Dosis von 10 mg

Simvastatin pro Tag nicht überschritten werden. Bei Patienten, die Amiodaron, Amlodipin,

Verapamil, Diltiazem oder Arzneimittel, die Elbasvir oder Grazoprevir enthalten gleichzeitig mit

Simvastatin einnehmen, darf eine Dosis von 20 mg Simvastatin pro Tag nicht überschritten

werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Für Patienten mit mäßiger Nierenfunktionsstörung ist in der Regel keine Dosisanpassung

erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30

ml/min) sind Dosen über 10 mg pro Tag sorgfältig abzuwägen, und gegebenenfalls mit Vorsicht

zu verordnen.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt bei Kindern und Jugendlichen (Jungen; Tanner-Stadium

II und darüber, Mädchen: mindestens 1 Jahr nach deren Menarche, im Alter zwischen 10 und

17 Jahren) mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie 10 mg einmal täglich als

Einzeldosis am Abend. Kinder und Jugendliche müssen vor Einleitung der Therapie mit

Simvastatin eine Standard-Diät zur Senkung des Cholesterins eingestellt sein, diese Diät muss

während der Behandlung mit Simvastatin fortgesetzt werden.

empfohlenen

Dosierungen

sind

10-40

Simvastatin

Tag;

empfohlene

Maximaldosis beträgt 40 mg pro Tag. Die Dosierung erfolgt individuell entsprechend dem

empfohlenen Therapieziel gemäß den Behandlungsempfehlungen für pädiatrische Patienten

(siehe Abschnitte 4.4 und 5.1). Eine Anpassung hat in Intervallen von 4 Wochen oder mehr zu

erfolgen.

Die Erfahrung mit Simvastatin bei Kindern vor der Pubertät ist begrenzt.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile

aktive

Lebererkrankung

oder

ungeklärte

anhaltende

Erhöhung

Serum-

Transaminasen

Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6)

gleichzeitige Anwendung von potenten CYP3A4-Inhibitoren (Substanzen, welche die

AUC ca. um das 5-Fache oder mehr erhöhen wie z. B. Itraconazol, Ketoconazol,

Posaconazol,

Voriconazol,

HIV-Protease-Inhibitoren

(z.B.

Nelfinavir),

Boceprevir,

Telaprevir, Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin, Nefazodon und Arzneimittel, die

Cobicistat enthalten) (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5)

gleichzeitige Anwendung von Gemfibrozil, Ciclosporin oder Danazol (siehe Abschnitte

4.4 und 4.5)

gleichzeitige Anwendung von Lomitapid und höheren Simvastatin Dosen als 40 mg bei

Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie (siehe Abschnitte 4.2, 4.4

und 4.5)

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Myopathie/Rhabdomyolyse

Wie auch andere HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren verursacht Simvastatin gelegentlich eine

Myopathie, die sich in Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder -schwäche verbunden mit

Erhöhungen der Kreatinkinase (CK) (über dem 10-fachen des oberen Normwerts) manifestiert.

Manchmal zeigt sich die Myopathie in Form einer Rhabdomyolyse mit oder ohne akutem

Nierenversagen aufgrund von Myoglobinurie und sehr selten mit tödlichem Ausgang. Das

Risiko einer Myopathie ist bei hoher HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoraktivität im Plasma erhöht.

anderen

HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren

Risiko

einer

Myopathie/Rhabdomyolyse

dosisabhängig.

Gemäß

klinischen

Studien

einer

Datenbank, in denen 41.413 Patienten mit Simvastatin behandelt wurden, davon 24.747 (etwa

60 %) in Studien mit einer durchschnittlichen Beobachtungsdauer von mindestens 4 Jahren,

betrug die Inzidenz für Myopathien etwa 0,03%, 0,08% bzw. 0,61% bei täglich 20, 40 bzw. 80

mg. In diesen Studien wurden die Patienten sorgfältig überwacht und einige interagierende

Arzneimittel ausgeschlossen.

In einer klinischen Studie erhielten Patienten mit einem Myokardinfarkt in der Vorgeschichte

80 mg Simvastatin pro Tag (durchschnittliche Beobachtungsdauer 6,7 Jahre). Die Häufigkeit

von Myopathien lag bei ca. 1,0 % im Vergleich zu 0,02 % bei Patienten unter 20 mg pro Tag.

Etwa die Hälfte dieser Myopathiefälle ereignete sich im ersten Jahr der Behandlung. Die

Häufigkeit von Myopathien in den folgenden Jahren lag jeweils bei ca. 0.1 % (siehe Abschnitte

4.8 und 5.1).

Das Myopathierisiko ist für Patienten unter 80 mg Simvastatin Tagesdosis im Vergleich zu

anderen

Statin-basierten

Therapien

ähnlicher

LDL-senkender

Wirksamkeit

größer.

Demzufolge

sollte

Tagesdosis

Simvastatin

Patienten

schwerer

Hypercholesterinämie und mit hohem Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen gegeben

werden, die ihr Behandlungsziel mit niedrigeren Dosierungen nicht erreicht haben, und wenn

erwartende

Nutzen

potenziellen

Risiken

übersteigt.

Patienten,

Simvastatin als Tagesdosis einnehmen und zusätzlich ein anderes, damit wechselwirkendes

Arzneimittel benötigen, sollten auf eine niedrigere Simvastatin Dosis oder auf eine alternative

Statintherapie

eingestellt

werden,

welche

geringeres

Potenzial

für

Arzneimittelwechselwirkungen hat (siehe nachfolgend unter "Maßnahmen zur Verringerung

des Myopathierisikos aufgrund von Arzneimittelwechselwirkungen" sowie die Abschnitte 4.2,

4.3 und 4.5).

Im Rahmen einer klinischen Studie (mediane Nachbeobachtung 3,9 Jahre), bei der Patienten

mit hohem kardiovaskulären Risiko mit Simvastatin 40 mg/Tag behandelt wurden, lag die

Inzidenz für Myopathien bei nicht-chinesischen Patienten (n = 7.367) bei ca. 0,05 % im

Vergleich zu 0,24 % bei chinesischen Patienten (n = 5.468). Obwohl im Rahmen dieser

klinischen Studie ausschließlich chinesische Patienten als einzige asiatische Population

untersucht und ausgewertet wurden, sollte Simvastatin nur mit Vorsicht asiatischen Patienten

verordnet und in der niedrigsten erforderlichen Dosis angewendet werden.

Verminderte Funktion von Transportproteinen

Eine verminderte Funktion des hepatischen OATP-Transportproteins kann die systemische

Exposition

Simvastatinsäure

sowie

Risiko

für

Myopathie

Rhabdomyolyse

erhöhen. Die verminderte Funktion kann als Ergebnis einer Hemmung durch interagierende

Arzneimittel (z. B. Ciclosporin) entstehen oder bei Patienten auftreten, die Träger des

SLCO1B1 c.521T>C Genotyps sind.

Patienten, die das Allel c.521T>C des SLCO1B1-Gens tragen, das ein weniger aktives

OATP1B1-Protein kodiert, haben eine erhöhte systemische Exposition von Simvastatinsäure

sowie ein erhöhtes Myopathierisiko. Das Risiko einer durch hochdosiertes Simvastatin (80 mg)

bedingten

Myopathie

liegt

ohne

Gentest

Allgemeinen

1 %.

Basierend

Ergebnissen der SEARCH-Studie haben mit 80 mg behandelte Träger des homozygoten

C-Allels (auch CC genannt) ein 15 %iges Risiko für eine Myopathie innerhalb eines Jahres,

während das Risiko bei Trägern des heterozygoten C-Allel (CT) bei 1,5 % liegt. Patienten mit

dem häufigsten Genotyp (TT) haben diesbezüglich ein Risiko von 0,3 % (siehe Abschnitt 5.2).

Sofern verfügbar, sollten eine Genotypisierung bezüglich des Vorliegens des C-Allels als Teil

der Nutzen-Risiko-Bewertung bei einzelnen Patienten vor Verordnung von Simvastatin 80 mg

in Betracht gezogen sowie hohe Dosen bei identifizierten Trägern des CC- Genotyps

vermieden werden. Das Fehlen dieses Gens bei der Genotypisierung schließt allerdings nicht

aus, dass eine Myopathie dennoch auftreten kann.

Messungen der Kreatinkinase (CK)

Die Kreatinkinase (CK) darf nicht nach körperlicher Anstrengung oder bei Vorliegen anderer

plausibler Ursachen für eine CK-Erhöhung gemessen werden, da dies eine Interpretation der

Werte erschwert. Sind die Ausgangswerte der CK signifikant erhöht (> dem 5-fachen des

oberen Normwerts), ist die Messung nach 5-7 Tagen zu wiederholen, um die Ergebnisse zu

bestätigen.

Vor Beginn der Therapie

Alle Patienten, die auf Simvastatin eingestellt werden oder deren Simvastatin-Dosis erhöht

wird, sind über das Risiko einer Myopathie aufzuklären und darüber zu informieren, dass sie

unklare Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder -schwäche umgehend mitteilen sollen.

Bei Patienten mit Risikofaktoren für eine Rhabdomyolyse ist Vorsicht geboten. Um einen

Ausgangswert als Referenz festzustellen, ist in folgenden Situationen vor Behandlungsbeginn

eine Bestimmung der CK durchzuführen:

ältere Patienten (≥ 65 Jahre alt)

weibliche Patienten

Nierenfunktionsstörung

unbehandelte Hypothyreose

hereditäre

Muskelerkrankungen

eigenen

Krankengeschichte

oder

Familienanamnese

muskuläre Symptomatik unter Behandlung mit Statinen oder Fibraten in der Anamnese

Alkoholmissbrauch.

In solchen Fällen werden eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung vor der Behandlung und

eine engmaschige Überwachung empfohlen. Bei Patienten, bei denen bereits eine Myopathie

unter Behandlung mit Fibraten oder Statinen aufgetreten ist, ist die Behandlung mit einer

anderen Substanz dieser Klasse nur mit Vorsicht zu beginnen. Sind bereits die Ausgangswerte

der CK-Werte signifikant erhöht (> dem 5-fachen des oberen Normwerts), darf nicht mit der

Therapie begonnen werden.

Während der Behandlung

Treten während der Behandlung mit einem Statin Muskelschmerzen, -schwäche oder Krämpfe

auf, sind die CK-Werte bestimmt werden. Sind die CK-Werte ohne körperliche Anstrengung

signifikant erhöht (> dem 5-fachen des oberen Normwertes), ist die Therapie zu beenden. Ist

die muskuläre Symptomatik schwerwiegend und verursacht tägliche Beeinträchtigungen, ist

ein Abbruch der Behandlung in Betracht zu ziehen, auch wenn die CK-Werte unter dem 5-

fachen des oberen Normwerts liegen. Auch bei Verdacht auf eine Myopathie anderer Ursache,

ist die Therapie zu beenden.

In sehr seltenen Fällen wurde während oder nach der Behandlung mit einigen Statinen über

eine immunvermittelte nekrotisierende Myopathie (immune-mediated necrotizing myopathy;

IMNM) berichtet. Die klinischen Charakteristika einer IMNM sind persistierende proximale

Muskelschwäche und erhöhte Serum-Kreatinkinase-Werte, die trotz Absetzen der Behandlung

mit Statinen fortbestehen (siehe Abschnitt 4.8).

Wenn die Symptome verschwinden und sich die CK-Werte normalisieren, kann erneut eine

Behandlung mit diesem Statin oder mit einem alternativen Statin in der jeweils niedrigsten

Dosis und bei engmaschiger Überwachung in Erwägung gezogen werden.

Eine erhöhte Rate an Myopathien wurde bei Patienten beobachtet, die auf eine 80 mg-

Dosierung

eingestellt

waren

(siehe

Abschnitt

5.1).

wird

empfohlen,

CK-Werte

regelmäßig zu überwachen, da dies bei der Identifizierung von Myopathien ohne klinische

Symptome von Nutzen sein kann. Damit ist jedoch keine Sicherheit verbunden, dass eine

solche Überwachung eine Myopathie verhindert.

Die Therapie mit Simvastatin soll einige Tage vor geplanten chirurgischen Eingriffen sowie bei

Eintritt eines akuten ernsten Krankheitsbildes bzw. notwendigen chirurgischen Maßnahmen

vorübergehend unterbrochen werden.

Maßnahmen

zur

Verringerung

des

Myopathierisikos

aufgrund

von

Arzneimittelwechsel-

wirkungen (siehe auch Abschnitt 4.5).

Das Risiko einer Myopathie und Rhabdomyolyse ist signifikant erhöht bei gleichzeitiger

Anwendung von Simvastatin mit potenten Inhibitoren von CYP3A4 (wie z. B. Itraconazol,

Ketoconazol, Posaconazol, Voriconazol, Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin, HIV-

Protease-Inhibitoren (z.B. Nelfinavir), Boceprevir, Telaprevir, Nefazodon und Arzneimittel, die

Cobicistat enthalten) sowie mit Gemfibrozil, Ciclosporin und Danazol. Die gleichzeitige

Anwendung von Arzneimitteln mit diesen Wirkstoffen ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Das Risiko einer Myopathie und Rhabdomyolyse ist ebenfalls erhöht bei gleichzeitiger

Anwendung von Amiodaron, Amlodipin, Verapamil oder Diltiazem mit bestimmten Simvastatin

Dosen

(siehe

Abschnitte

4.5).

Risiko

einer

Myopathie,

einschließlich

Rhabdomyolyse, kann durch die gleichzeitige Gabe von Fusidinsäure und Statinen erhöht

werden

(siehe

auch

Abschnitt

4.5).

Patienten

homozygoter

familiärer

Hypercholesterinämie kann dieses Risiko durch die gleichzeitige Anwendung von Lomitapid

und Simvastatin erhöht sein.

Folglich ist in Bezug auf CYP3A4-Inhibitoren eine gleichzeitige Anwendung von Simvastatin

Itraconazol,

Ketoconazol,

Posaconazol,

Voriconazol,

HIV-Protease-Inhibitoren

(z.B.

Nelfinavir), Boceprevir, Telaprevir, Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin, Nefazodon

und Arzneimitteln die Cobicistat enthalten, kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Ist eine Behandlung mit potenten CYP3A4 Inhibitoren (Substanzen, welche die AUC ca. um

das 5-Fache oder mehr erhöhen unvermeidbar, muss die Therapie mit Simvastatin während

der Behandlungsdauer unterbrochen werden (und die Anwendung eines anderen Statins in

Erwägung

gezogen

werden).

Außerdem

Vorsicht

geboten,

wenn

Simvastatin

bestimmten anderen, weniger potenten CYP3A4-Inhibitoren kombiniert wird: Fluconazol,

Verapamil, Diltiazem (siehe Abschnitte 4.2 und 4.5). Der Genuss von Grapefruitsaft ist

während der Behandlung mit Simvastatin zu vermeiden.

Die gleichzeitige Anwendung von Simvastatin und Gemfibrozil ist kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3). Aufgrund eines erhöhten Risikos einer Myopathie und Rhabdomyolyse sollte

eine Dosis von 10 mg Simvastatin pro Tag bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Fibraten

mit Ausnahme von Fenofibrat nicht überschritten werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.5).

Bei der Verschreibung von Fenofibrat mit Simvastatin ist Vorsicht geboten, da jedes dieser

Arzneimittel bei alleiniger Gabe eine Myopathie verursachen kann.

Simvastatin darf nicht zusammen mit systemischen Darreichungsformen von Fusidinsäure

gegeben werden, auch nicht innerhalb von 7 Tagen nach Absetzen der Therapie mit

Fusidinsäure. Sofern die systemische Gabe von Fusidinsäure bei Patienten als essenziell

erachtet

wird,

Statintherapie

während

gesamten

Behandlungsdauer

Fusidinsäure

abzusetzen.

Patienten,

Fusidinsäure

Statine

Kombination

erhielten, wurde über das Auftreten von Rhabdomyolyse (einschließlich einiger Todesfälle) bei

Patienten berichtet (siehe Abschnitt 4.5). Die Patienten sind darüber zu informieren, sich

umgehend an einen Arzt zu wenden wenn sie Anzeichen von Muskelschwäche, -schmerzen

oder -empfindlichkeit bemerken.

Die Statintherapie kann 7 Tage nach der letzten Dosis Fusidinsäure wiederaufgenommen

werden. Sollte in Ausnahmefällen eine längere systemische Gabe von Fusidinsäure notwendig

sein, wie z. B. zur Behandlung von schweren Infektionen, darf eine gemeinsame Gabe von

Simvastatin

Fusidinsäure

Einzelfall

unter

engmaschiger

medizinischer

Überwachung in Betracht gezogen werden.

Die Kombination von Simvastatin in Dosen über 20 mg/Tag mit Amiodaron, Amlodipin,

Verapamil oder Diltiazem ist zu vermeiden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.5). Bei Patienten mit

homozygoter

familiärer

Hypercholesterinämie

eine

gemeinsame

Anwendung

Simvastatin in höheren Dosen als 40 mg täglich und Lomitapid kontraindiziert (siehe Abschnitt

4.3)

Patienten,

Simvastatin

allem

hohen

Dosierungen

gleichzeitig

anderen

Arzneimitteln einnehmen, die bei therapeutischer Dosierung moderate CYP3A4 Inhibitoren

sind, könnten ein erhöhtes Myopathierisiko haben. Wird Simvastatin gleichzeitig mit einem

moderaten CYP3A4 Inhibitor (Substanzen, welche die AUC ca. um das 2 - 5-Fache erhöhen)

gegeben, kann eine Dosisanpassung erforderlich sein. Bei bestimmten moderaten CYP3A4

Inhibitoren wie z. B. Diltiazem wird empfohlen eine Maximaldosis von 20 mg Simvastatin nicht

zu überschreiten (siehe Abschnitt 4.2).

Simvastatin ist ein Substrat des Brustkrebs-Resistenz-Protein (BCRP – „Breast Cancer

Resistant Protein“) Efflux Transporter. Die gemeinsame Anwendung mit Arzneimitteln aus der

Klasse

BCRP

Inhibitoren

Elbasvir

Grazoprevir)

kann

erhöhten

Plasmakonzentrationen von Simvastatin und somit zu einem erhöhten Myopathierisiko führen.

Demzufolge

sollte

Abhängigkeit

verordneten

Dosis

eine

Dosisanpassung

Simvastatin erwogen werden.

Die gemeinsame Anwendung von Elbasvir und Grazoprevir mit Simvastatin wurde nicht

untersucht.

Jedoch

darf

eine

Tageshöchstdosis

von

20

mg

Simvastatin

bei

Patienten,

die

gleichzeitig Arzneimittel mit den Wirkstoffen Elbasvir oder Grazoprevir erhalten, nicht

überschritten werden (siehe Abschnitt 4.5).

Selten standen Fälle von Myopathie/Rhabdomyolyse mit der gleichzeitigen Verabreichung

eines HMGCoA- Hemmers und Niacin (Nikotinsäure) in lipidmodifizierenden Dosen (≥ 1g/Tag)

in Verbindung. Die alleinige Gabe jedes dieser Arzneimittel kann bereits eine Myopathie

verursachen.

Im Rahmen einer klinischen Studie (mediane Nachbeobachtung 3,9 Jahre) bei Patienten mit

hohem kardiovaskulären Risiko und gut eingestellten LDL-C Spiegeln, die Simvastatin 40

mg/Tag

oder

ohne

Ezetimib

erhielten,

wurde

durch

Zugabe

Niacin

(Nikotinsäure) in lipidsenkenden Dosen (≥ 1 g/Tag) kein zusätzlicher Nutzen im Hinblick auf

die kardiovaskuläre Situation beobachtet.

Ärzte,

eine

Kombinationstherapie

Simvastatin

Niacin

(Nikotinsäure)

lipidmodifizierenden Dosen (≥ 1g/Tag) bzw. Niacin-hältigen Arzneimitteln in Erwägung ziehen,

müssen demzufolge den möglichen Nutzen sorgfältig gegen die potentiellen Risiken abwägen

Patienten

hinsichtlich

irgendwelcher

subjektiver

objektiver

Symptome

Muskelschmerzen, -ziehen oder –schwäche sorgfältig überwachen, insbesondere während

der ersten Behandlungsmonate und wenn die Dosis einer der Arzneimittel erhöht wird.

Außerdem lag bei dieser Studie die Inzidenz für Myopathien bei chinesischen Patienten unter

Simvastatin 40 mg oder Ezetimib/Simvastatin 10 mg/40 mg bei ca. 0,24 % im Vergleich zu

1,24 % bei chinesischen Patienten unter Simvastatin 40 mg oder Ezetimib/Simvastatin

10 mg/40 mg, die zusätzlich mit Nikotinsäure/Laropiprant 2.000 mg/40 mg mit veränderter

Wirkstofffreisetzung

behandelt

wurden.

Obwohl

Rahmen

dieser

klinischen

Studie

ausschließlich

chinesische

Patienten

einzige

asiatische

Population

untersucht

ausgewertet wurden, und die Inzidenz für Myopathien bei chinesischen im Vergleich zu nicht-

chinesischen Patienten höher ist, wird die gleichzeitige Anwendung von Simvastatin und

Niacin (Nikotinsäure) in lipidsenkenden Dosen (≥ 1 g/Tag) bei asiatischen Patienten nicht

empfohlen.

Der Wirkstoff Acipimox ist strukturell mit Niacin verwandt. Obwohl Acipimox nicht untersucht

wurde, könnten die Risiken für myotoxische Effekte ähnlich wie bei Niacin sein.

Wirkungen auf die Leber

In klinischen Studien wurden persistierende Erhöhungen (über dem 3-fachen des oberen

Normwerts) der Serum-Transaminasen bei einigen erwachsenen Patienten, die Simvastatin

erhielten, beobachtet. Nach Unterbrechung oder Beendigung der Anwendung von Simvastatin

bei diesen Patienten, fielen die Transaminasenwerte gewöhnlich wieder langsam auf die

Ausgangswerte.

Leberfunktionstests werden vor Beginn der Behandlung empfohlen und danach immer dann,

wenn sie klinisch angezeigt sind. Patienten, deren Dosis auf 80 mg titriert wird, sind zusätzlich

vor der Dosiserhöhung, drei Monate nach Dosiserhöhung auf 80 mg und danach regelmäßig

halbjährlich)

während

ersten

Behandlungsjahrs

testen.

Besondere

Aufmerksamkeit ist auf Patienten zu richten, die erhöhte Transaminasespiegel entwickeln. Bei

diesen Patienten sind die Messungen umgehend zu wiederholen und häufiger durchzuführen.

Schreiten die Transaminasenerhöhungen weiter fort, insbesondere bis zum Dreifachen des

oberen Normwerts und persistieren, ist Simvastatin abzusetzen. Es sollte beachtet werden,

dass ALT aus dem Muskelgewebe freigesetzt werden kann. Daher kann ein Anstieg von ALT

mit CK ein Hinweis auf eine Myopathie sein (siehe vorher unter „Myopathie/Rhabdomyolyse“).

Selten wurde bei Patienten nach Markteinführung, die Statine einschließlich Simvastatin

einnahmen, über Leberversagen mit teils tödlichem Ausgang berichtet. Sollten während der

Behandlung

Simvastatin

schwerwiegende

Beeinträchtigungen

Leber

entsprechender klinischer Symptomatik und/oder Hyperbilirubinämie oder Ikterus auftreten,

muss die Behandlung unverzüglich abgebrochen werden. Wenn keine andere Ursache

feststellbar ist, darf die Behandlung mit Simvastatin nicht fortgesetzt werden.

Das Arzneimittel ist mit Vorsicht bei Patienten zu verabreichen, die Alkohol in erheblichem

Mengen zu sich nehmen.

Wie auch bei anderen Lipidsenkern, wurde während der Therapie mit Simvastatin über mäßige

Erhöhungen

Serum-Transaminasen

(unter

3-fachen

oberen

Normwerts)

berichtet. Diese Abweichungen traten bald nach Beginn der Therapie mit Simvastatin auf,

waren häufig vorübergehend und nicht von Symptomen begleitet, so dass ein Abbruch der

Therapie nicht erforderlich war.

Diabetes Mellitus

Es liegen Hinweise vor, dass Arzneimittel aus der Klasse der Statine den Blutzuckerspiegel

erhöhen und bei einigen Patienten, mit hohem Risiko für die Entwicklung eines Diabetes,

Hyperglykämien verursachen, die eine gängige Diabetesbehandlung erfordern. Die Reduktion

des vaskulären Risikos durch Statine überwiegt jedoch dieses Risiko und dies sollte daher

kein Grund für den Abbruch einer Statin-Behandlung sein.

Risikopatienten (Nüchtern-Glukose 5,6-6,9 mmol/L, BMI>30 kg/m², erhöhte Triglyceride,

Hypertonie)

sind

entsprechend

nationalen

Richtlinien

klinisch

biochemisch

überwachen.

Interstitielle Lungenerkrankung:

Unter

einigen

Statinen

einschließlich

Simvastatin

wurden

Fälle

interstitieller

Lungenerkrankung berichtet, insbesondere bei einer Langzeittherapie (siehe Abschnitt 4.8.).

Bestehende Anzeichen können Dyspnoe, unproduktiver Husten und Verschlechterung des

Allgemeinzustands (Müdigkeit, Gewichtsverlust und Fieber) sein. Falls bei einem Patienten

Verdacht

eine

interstitielle

Lungenerkrankung

besteht,

Statin-Therapie

abzubrechen.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Simvastatin wurde bei Patienten mit heterozygoter

familiärer Hypercholesterinämie im Alter zwischen 10 und 17 Jahren in einer kontrollierten

klinischen Studie bei heranwachsenden Jungen (Tanner-Stadium II und höher) und Mädchen

(mindestens 1 Jahr nach der Menarche) untersucht. Das Nebenwirkungsprofil war bei

Patienten, die mit Simvastatin behandelt wurden, mit jenem von Placebo vergleichbar.

Dosierungen über 40 mg wurden an dieser Population nicht untersucht. In dieser

limitierten kontrollierten Studie wurden generell keine Effekte auf Wachstum und sexuelle

Reifung bei den heranwachsenden Jungen und Mädchen sowie keinerlei Effekte auf die Länge

des Menstruationszyklus bei Mädchen festgestellt (siehe Abschnitte 4.2, 4.8, und 5.1).

Heranwachsende Mädchen sind auf geeignete Verhütungsmethoden hinzuweisen, während

sie unter einer Behandlung mit Simvastatin sind (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6). Bei Patienten

unter 18 Jahren wurde die Wirksamkeit und Sicherheit einer Behandlung von mehr als 48

Wochen nicht untersucht und die Langzeit- Wirkung auf die körperliche, geistige und die

sexuelle Reifung ist nicht bekannt.

Simvastatin wurde weder bei Patienten unter 10 Jahren noch bei präpubertären Kindern und

Mädchen vor der Menarche untersucht (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).

Sonstige Bestandteile

Das Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,

völligem Lactasemangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel

nicht anwenden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit lipidsenkenden Arzneimitteln, die bei Monotherapie eine Myopathie

verursachen können

Das Risiko einer Myopathie, einschließlich Rhabdomyolyse, ist während einer gleichzeitigen

Verabreichung

Fibraten

erhöht.

Außerdem

kommt

Gemfibrozil

einer

pharmakokinetischen Interaktion, die zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Simvastatin

führt (siehe unten Pharmakokinetische Wechselwirkungen sowie Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es keine Anzeichen, dass bei gleichzeitiger Gabe von Simvastatin und Fenofibrat das Risiko

für Myopathien über die Summe der jeweiligen Risiken der Einzelsubstanzen hinausgeht. Für

andere Fibrate stehen keine adäquaten Daten zur Pharmakovigilanz und Pharmakokinetik zur

Verfügung.

In seltenen Fällen standen Myopathie/Rhabdomyolyse mit der gleichzeitigen

Einnahme

Simvastatin

Niacin

lipidmodifizierenden

Dosen

(≥

1g/Tag)

Zusammenhang (siehe Abschnitt 4.4).

Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Empfehlungen zur Verschreibung interagierender Substanzen sind in der nachfolgenden

Tabelle zusammengefasst (weitere Informationen werden in den Abschnitten 4.2, 4.3 und 4.4

angeführt).

Wechselwirkungen

mit

Arzneimitteln,

die

mit

einem

erhöhten

Risiko

von

Myopathie/Rhabdomyolyse assoziiert sind

Interagierende Substanzen

Verschreibungsempfehlung

Potente CYP3A4-Inhibitoren, wie z.B.

Itraconazol

Ketoconazol

Posaconazol

Voriconazol

Erythromycin

Clarithromycin

Telithromycin

Kontraindiziert mit Simvastatin

HIV-Protease-Inhibitoren (z.B. Nelfinavir)

Boceprevir

Telaprevir

Nefazodon

Cobicistat

Ciclosporin

Danazol

Gemfibrozil

Andere Fibrate (außer Fenofibrat)

Eine Tagesdosis von 10 mg Simvastatin darf

nicht überschritten werden.

Fusidinsäure

Simvastatin darf nicht gleichzeitig mit

systemischen Formulierungen der

Fusidinsäure oder innerhalb von 7 Tagen

nach Beendigung einer Fusidinsäure-

Behandlung eingenommen werden

(Ausnahmefälle siehe Abschnitt 4.4).

Niacin (Nikotinsäure) (≥ 1 g/Tag)

Anwendung mit Simvastatin bei asiatischen

Patienten nicht empfohlen.

Amiodaron

Amlodipin

Verapamil

Diltiazem

Elbasvir

Grazoprevir

Eine Tagesdosis von 20 mg Simvastatin darf

nicht überschritten werden.

Lomitapid

Bei Patienten mit homozygoter familiärer

Hypercholesterinämie darf eine Tagesdosis

von 40 mg Simvastatin nicht überschritten

werden.

Grapefruitsaft

Der Genuss von Grapefruitsaft ist während

der Therapie mit Simvastatin zu vermeiden.

Wirkungen anderer Arzneimittel auf Simvastatin

Wechselwirkungen mit CYP3A4-Inhibitoren

Simvastatin ist ein Substrat von Cytochrom P450 3A4. Potente Inhibitoren von Cytochrom

P450 3A4 erhöhen das Risiko für eine Myopathie und Rhabdomyolyse durch die Erhöhung

der Konzentration der inhibitorischen Aktivität der HMG-CoA-Reduktase im Plasma während

Therapie

Simvastatin.

diesen

Inhibitoren

zählen

Itraconazol,

Ketoconazol,

Posaconazol,

Voriconazol,

Erythromycin,

Clarithromycin,

Telithromycin,

HIV-Protease-

Inhibitoren (z.B. Nelfinavir), Boceprevir, Telaprevir, Nefazodon

und Arzneimittel, die Cobicistat

enthalten. Die gleichzeitige Anwendung von Itraconazol führte zu einer mehr als zehnfachen

Erhöhung

Exposition

Simvastatinsäure

(aktiver

Betahydroxysäure-Metabolit).

Telithromycin

führte

einer

elffachen

Erhöhung

Exposition

wirksamer

Simvastatinsäure.

Eine gleichzeitige Anwendung mit Itraconazol, Ketoconazol, Posaconazol, Voriconazol, HIV-

Protease-Inhibitoren (z.B. Nelfinavir), Boceprevir, Telaprevir, Erythromycin, Clarithromycin,

Telithromycin,

Nefazodon

Arzneimittel,

Cobicistat

enthalten

sowie

Gemfibrozil,

Ciclosporin und Danazol ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Ist eine Behandlung mit

potenten CYP3A4 Inhibitoren (Substanzen, welche die AUC ca. um das 5-Fache oder mehr

erhöhen) unvermeidbar, muss die Therapie mit Simvastatin während der Behandlungsdauer

unterbrochen werden (und die Anwendung eines anderen Statins in Erwägung gezogen

werden). Vorsicht ist geboten, wenn Simvastatin mit bestimmten anderen, weniger potenten

CYP3A4-Inhibitoren kombiniert wird: Fluconazol, Verapamil oder Diltiazem (siehe 4.2 und 4.4).

Fluconazol

Selten wurde bei gleichzeitiger Anwendung von Simvastatin und Fluconazol über Fälle von

Rhabdomyolyse berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Ciclosporin

Das Risiko für eine Myopathie/Rhabdomyolyse wird durch die gleichzeitige Anwendung von

Ciclosporin

Simvastatin

erhöht.

Daher

gleichzeitige

Gabe

Ciclosporin

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4). Obwohl der Mechanismus noch nicht vollständig

geklärt ist, wurde gezeigt, dass Ciclosporin die AUC von HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren

vergrößert. Die Vergrößerung der AUC der Simvastatinsäure ist vermutlich teilweise auf eine

Hemmung von CYP3A4 und/oder von OATP1B1 zurückzuführen.

Danazol

Das Risiko für eine Myopathie und Rhabdomyolyse ist durch die gleichzeitige Anwendung von

Danazol und Simvastatin erhöht (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4), daher ist die gleichzeitige

Gabe von Danazol kontraindiziert.

Gemfibrozil

Gemfibrozil erhöht die AUC der Simvastatinsäure um das 1,9fache, möglicherweise aufgrund

einer Hemmung des Glukuronidierungsweges und/oder von OATP1B1 (siehe Abschnitte 4.3

und 4.4), daher ist die gleichzeitige Anwendung von Gemfibrozil kontraindiziert.

Fusidinsäure

Risiko

einer

Myopathie

einschließlich

Rhabdomyolyse

kann

gleichzeitiger

systemischer Anwendung von Fusidinsäure mit Statinen, einschließlich Simvastatin, erhöht

sein. Die gleichzeitige Gabe dieser Kombination kann zu erhöhten Plasmaspiegel beider

Substanzen

führen.

dieser

Wechselwirkung

zugrundeliegende

Mechanismus

pharmakodynamisch oder pharmakokinetisch oder beiderseits begründet) ist derzeit noch

nicht bekannt. Es wurde über das Auftreten von Rhabdomyolyse (einschließlich einiger

Todesfälle) bei Patienten berichtet, die diese Kombination erhielten. Sofern die Behandlung

mit Fusidinsäure notwendig ist, ist die Therapie mit Simvastatin während der gesamten

Behandlungsdauer mit Fusidinsäure abzusetzen (siehe auch Abschnitt 4.4).

Amiodaron

Das Risiko für eine Myopathie/Rhabdomyolyse ist bei gleichzeitiger Gabe von Amiodaron und

Simvastatin erhöht (siehe Abschnitt 4.4). In einer klinischen Studie wurde bei 6 % der

Patienten, die 80 mg Simvastatin und Amiodaron einnahmen, über eine Myopathie berichtet.

Die Dosis von Simvastatin darf daher 20 mg pro Tag bei Kombination mit Amiodaron nicht

überschreiten.

Calciumkanalblocker

Verapamil

Das Risiko für eine Myopathie und Rhabdomyolyse ist bei gleichzeitiger Anwendung von

Verapamil und 40 mg oder 80 mg Simvastatin erhöht (siehe Abschnitt 4.4).

In einer Pharmakokinetik-Studie führte eine gleichzeitige Anwendung mit Verapamil zu einer

2,3fachen Erhöhung der Exposition mit Simvastatinsäure, was vermutlich teilweise auf eine

CYP3A4-Hemmung zurückzuführen ist. Die Dosis von Simvastatin darf daher 20 mg pro Tag

bei Patienten, die gleichzeitig mit Verapramil behandelt werden, nicht überschritten werden.

Diltiazem

Das Risiko für eine Myopathie und Rhabdomyolyse ist bei gleichzeitiger Anwendung von

Diltiazem und 80 mg Simvastatin erhöht (siehe Abschnitt 4.4).

In einer Pharmakokinetik-Studie führte die gleichzeitige Anwendung mit Diltiazem zu einer 2,7-

fachen Erhöhung der Exposition mit Simvastatinsäure, was vermutlich auf eine CYP3A4-

Hemmung zurückzuführen ist. Die Dosis von Simvastatin darf daher 20 mg pro Tag bei

Patienten, die gleichzeitig mit Diltiazem behandelt werden, nicht überschritten werden.

Amlodipin

Für Patienten unter Amlodipin, die gleichzeitig Simvastatin erhielten, besteht ein erhöhtes

Risiko

für

Myopathien.

einer

pharmakokinetischen

Studie

führte

gleichzeitige

Anwendung

Amlodipin

einer

1,6-fachen

Erhöhung

Exposition

Simvastatinsäure. Die Dosis von Simvastatin darf daher 20 mg pro Tag bei Patienten, die

gleichzeitig mit Amlodipin behandelt werden, nicht überschritten werden.

Lomitapid

Das Risiko für Myopathie und Rhabdomyolyse kann durch die gleichzeitige Anwendung von

Lomitapid und Simvastatin erhöht sein (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4). Deshalb darf bei

Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie eine Dosis von Simvastatin 40 mg

nicht überschritten werden, sofern diese gleichzeitig Lomitapid erhalten.

Ticagrelor

Bei gleichzeitiger Anwendung von Ticagrelor und Simvastatin kam es zu einer Erhöhung der

von Simvastatin um 81 % und der AUC um 56 %. Die C

Simvastatinsäure wurde um 64 % erhöht und die AUC um 52 %, wobei es in Einzelfällen zu

einer Erhöhung auf das 2- bis 3-Fache kam.

Die gleichzeitige Anwendung von Ticagrelor mit Simvastatin-Dosen von mehr als 40 mg täglich

könnte Nebenwirkungen von Simvastatin verursachen und sollte gegenüber dem möglichen

Nutzen abgewogen werden. Simvastatin hatte keinen Effekt auf den Plasmaspiegel von

Ticagrelor. Die gleichzeitige Anwendung von Ticagrelor und Dosen von Simvastatin die größer

sind als 40 mg, wird nicht empfohlen.

Moderate CYP3A4 Inhibitoren

Patienten, die Simvastatin vor allem in hohen Dosen gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln

einnehmen, die bei therapeutischer Dosierung moderate CYP3A4 Inhibitoren sind, können

ein erhöhtes Myopathierisiko haben (siehe Abschnitt 4.4).

Inhibitoren des OATP1B1 Transportproteins

Simvastatinsäure

Substrat

OATP1B1-Transportproteins.

gleichzeitige

Anwendung von Arzneimitteln, die Inhibitoren des OATP1B1-Transportproteins sind, kann zu

erhöhten

Plasmaspiegeln

Simvastatinsäure

damit

einer

Erhöhung

Myopathierisikos führen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

BCRP (Brustkrebs-Resistenz Protein – „Breast Cancer Resistent Protein“) Inhibitoren

Die gemeinsame Anwendung mit Arzneimitteln aus der Klasse der BCRP Inhibitoren,

einschließlich

Arzneimittel,

Elbasvir

oder

Grazoprevir

enthalten,

kann

erhöhten

Plasmakonzentrationen von Simvastatin und somit zu einem erhöhten Myopathierisiko führen

(siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Niacin (Nikotinsäure)

Selten standen Fälle von Myopathie/Rhabdomyolyse mit der gleichzeitigen Verabreichung von

Simvastatin und Niacin (Nikotinsäure) in lipidmodifizierenden Dosen (≥1g/Tag) in Verbindung.

In einer pharmakokinetischen Studie ergab die gleichzeitige Gabe einer Einzeldosis von 2 g

Nikotinsäure mit verzögerter Wirkstofffreisetzung und Simvastatin 20 mg eine moderate

Erhöhung der Fläche unter der Kurve (AUC) von Simvastatin und Simvastatinsäure sowie der

der Plasmakonzentrationen von Simvastatinsäure.

Grapefruitsaft

Grapefruitsaft hemmt Cytochrom P450 3A4. Bei gleichzeitiger Einnahme von Simvastatin

führte der Genuss großer Mengen von Grapefruitsaft (über 1 Liter pro Tag) zu einer 7fachen

Erhöhung der Exposition mit der Simvastatinsäure. Der Genuss von 240 ml Grapefruitsaft am

Morgen und die Einnahme von Simvastatin am Abend führten ebenso zu einer 1,9fachen

Erhöhung. Der Genuss von Grapefruitsaft ist daher während der Therapie mit Simvastatin zu

vermeiden.

Colchicin

Es liegen Berichte über Myopathie und Rhabdomyolyse bei gleichzeitiger Anwendung von

Colchicin

Simvastatin

Patienten

Niereninsuffizienz

vor.

Enge

klinische

Überwachung der Patienten, die eine Kombination dieser Arzneimittel anwenden, wird

empfohlen.

Rifampicin

Rifampicin

potenter

Induktor

CYP3A4

ist,

kann

Patienten

unter

Dauertherapie

Rifampicin

(z.B.

Behandlung

einer

Tuberkulose),

gleichzeitig

Simvastatin anwenden, zu einem Wirkungsverlust von Simvastatin kommen.

In einer pharmakokinetischen Studie mit gesunden Probanden war unter gleichzeitiger

Anwendung von Rifampicin die Fläche unter der Plasmakonzentrationskurve (AUC) für

Simvastatin-Säure um 93% erniedrigt.

Wirkungen von Simvastatin auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel

Simvastatin übt keine inhibitorische Wirkung auf Cytochrom P450 3A4 aus. Daher wird auch

keine

Wirkung

Simvastatin

Plasmakonzentrationen

über

metabolisierter Substanzen erwartet.

Orale Antikoagulanzien

In zwei klinischen Studien, von denen die eine mit Probanden, die andere mit Patienten mit

Hypercholesterinämie

durchgeführt

wurde,

führte

Simvastatin

20-40

mg/Tag

einer

moderaten Wirkungsverstärkung von Antikoagulanzien vom Typ der Cumarin-Derivate: Die

Prothrombinzeit, angegeben in der International Normalized Ratio (INR), erhöhte sich bei den

Probanden von 1,7 auf 1,8 und bei den Patienten von 2,6 auf 3,4. Es wurden sehr seltene

Fälle von Erhöhungen der INR berichtet. Daher ist bei Patienten, die Cumarin-Derivate

einnehmen, die Prothrombinzeit zu Beginn einer Therapie mit Simvastatin und danach in

kürzeren

Abständen

bestimmen,

sicher

stellen,

dass

keine

signifikanten

Veränderungen

Prothrombinzeit

auftreten.

Nach

Stabilisierung

Werte

wird

Bestimmung der Prothrombinzeit anschließend in den Zeitabständen empfohlen, wie sie für

Patienten unter Therapie mit Cumarin-Derivaten üblich sind.

Wird

Dosis

Simvastatin

geändert

oder

Simvastatin

abgesetzt,

dieselbe

Vorgehensweise einzuhalten. Die Therapie mit Simvastatin wurde nicht mit Blutungen oder

Veränderungen der Prothrombinzeit bei Patienten, die keine Antikoagulanzien einnahmen, in

Zusammenhang gebracht.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Simvastatin ist während der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Sicherheit

Simvastatin

schwangeren

Frauen

wurde

nicht

untersucht.

Simvastatin

wurden

keine

kontrollierten

klinischen

Studien

schwangeren

Frauen

durchgeführt. Es liegen seltene Berichte über kongenitale Anomalien nach intrauteriner

Exposition mit HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren vor. Eine Analyse bisheriger Erfahrungen mit

ca. 200 Frauen, die versehentlich Simvastatin oder einen strukturverwandten HMG-CoA-

Reduktase-Inhibitor im ersten Trimenon der Schwangerschaft eingenommen hatten, zeigte

kein erhöhtes Risiko für kongenitale Anomalien gegenüber der Gesamtpopulation. Diese

Fallzahl war statistisch ausreichend, um eine Risikoerhöhung um das 2,5fache oder mehr im

Vergleich zu der für eine Gesamtpopulation erwarteten Häufigkeit ausschließen zu können.

Obwohl es keine Anzeichen dafür gibt, dass die Inzidenz kongenitaler Anomalien bei Kindern,

deren Mütter Simvastatin oder einen anderen strukturverwandten HMG-CoA-Reduktase-

Inhibitor eingenommen hatten, von der in der Gesamtpopulation beobachteten abweicht, kann

eine Behandlung der Mutter mit Simvastatin beim Fetus die Spiegel von Mevalonsäure

senken, die als Vorstufe der Cholesterinsynthese eine Rolle spielt. Da Atherosklerose eine

chronische Erkrankung ist, hat eine Unterbrechung der Behandlung mit lipidsenkender

Therapien während einer Schwangerschaft kaum Auswirkungen auf das, mit einer primären

Hypercholesterinämie verbundene Langzeitrisiko. Simvastatin darf daher nicht von Frauen

angewendet werden, die schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder vermuten

schwanger zu sein. Die Behandlung mit Simvastatin muss unterbrochen werden, bis die

Schwangerschaft beendet oder definitiv ausgeschlossen ist (siehe Abschnitte 4.3 und 5.3).

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Simvastatin oder seine Metaboliten in die menschliche Muttermilch

übergehen. Da viele Arzneimittel in die Muttermilch übergehen und aufgrund des Potentials

für

schwerwiegende

Nebenwirkungen

darf

Simvastatin

stillenden

Frauen

nicht

eingenommen werden (siehe Abschnitt 4.3).

Fertilität

Es liegen keine Daten aus klinischen Studien zu den Auswirkungen von Simvastatin auf die

menschliche Fertilität vor. Simvastatin zeigte in Studien keine Auswirkungen auf die Fertilität

von Ratten (siehe Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Simvastatin hat keinen oder zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und

die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Bei der Teilnahme am Straßenverkehr oder dem

Bedienen von Maschinen ist jedoch zu berücksichtigen, dass nach Markteinführung selten

über Schwindel berichtet wurde.

4.8

Nebenwirkungen

Die Kategorisierung nach Häufigkeiten der nachfolgend aufgeführten Nebenwirkungen, über

die im Rahmen klinischer Studien und/oder nach Markteinführung berichtet wurde, erfolgte

anhand

einer

Bewertung

ihrer

Inzidenzraten

großangelegten,

Plazebo-kontrollierten,

klinischen Langzeitstudien, die Heart Protection Study (HPS) und Scandinavian Simvastatin

Survival Study (4S) mit jeweils 20.536 bzw. 4.444 Patienten einschlossen (siehe Abschnitt

5.1). In HPS wurden nur Myalgie und Anstiege der Serum-Transaminasen und des CK-Wertes

sowie schwerwiegende Nebenwirkungen dokumentiert.

In HPS wurden nur schwerwiegende Nebenwirkungen dokumentiert sowie Fälle von Myalgien,

Erhöhungen der Werte der Serum-Transaminasen und der CK. In 4S wurden alle, unten

angeführten Nebenwirkungen dokumentiert. Waren in diesen Studien die Inzidenzraten für

Simvastatin gleich mit oder geringer als jene von Placebo und lagen ähnliche unerwünschte

Spontanberichte vor, bei denen ein Kausalzusammenhang anzunehmen war, wurden diese

Nebenwirkungen unter „selten“ kategorisiert.

In HPS (siehe Abschnitt 5.1), in der 20.536 Patienten entweder mit Simvastatin 40 mg/Tag (n

= 10.269) oder Placebo (n = 10.267) behandelt wurden, war das Sicherheitsprofil zwischen

den mit Simvastatin 40 mg behandelten Patienten und jenen, die Placebo erhielten, über die

durchschnittliche Studiendauer von 5 Jahren vergleichbar.

Die Abbruchraten aufgrund von Nebenwirkungen waren ebenfalls vergleichbar (Simvastatin-

Gruppe 4,8 % vs. Plazebo-Gruppe 5,1 %). Die Inzident der Myopathien lag unter 0,1 % bei

den mit 40 mg Simvastatin behandelten Patienten.

Erhöhungen der Transaminasen (mehr als das Dreifache des oberen Normwerts; durch

Wiederholung des Tests bestätigt) traten bei 0,21 % (n = 21) der mit 40 mg Simvastatin

behandelten Patienten und 0,09 % (n = 9) der mit Plazebo behandelten Patienten auf.

Die Häufigkeiten der unerwünschten Ereignisse sind wie folgt angegeben:

Sehr häufig (> 1/10)

Häufig (

1/100, < 1 /10)

Gelegentlich (

1/1.000, < 1 /100)

Selten (

1/10.000, < 1 /1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten:

Anämie

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten:

Anaphylaxie

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr selten:

Insomnie

Nicht bekannt: Depression

Erkrankungen des Nervensystems

Selten:

Kopfschmerzen, Parästhesien, Schwindel, periphere Neuropathie

Sehr selten:

Gedächtnisstörungen

Augenerkrankungen

Selten:verschwommenes Sehen, Sehverschlechterung

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten:

interstitielle Pneumonie (siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Selten:

Obstipation,

Bauchschmerzen,

Flatulenz,

Dyspepsie,

Diarrhoe,

Übelkeit,

Erbrechen, Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten:

Hepatitis/Ikterus

Sehr selten:

Leberversagen mit teils tödlichem Ausgang

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten:

Hautausschlag, Pruritus, Alopezie

Sehr selten:

Lichenoide Arzneimittelexantheme

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Selten:

Myopathie* (einschließlich Myositis), Rhabdomyolyse mit oder ohne akutem

Nierenversagen (siehe Abschnitt 4.4), Myalgie, Muskelkrämpfe, Polymyositis

* Myopathie trat in einer klinischen Studie häufig bei Patienten unter 80 mg

Simvastatin pro Tag auf (1,0 %), im Vergleich zu Patienten unter 20 mg

Simvastatin pro Tag (0,02 %) (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5)

Sehr selten:

Muskelriss

Nicht bekannt:Tendinopathie, gelegentlich bis einschließlich Sehnenruptur, immunvermittelte

nekrotisierende Myopathie (IMNM) **

** In sehr seltenen Fällen wurde während oder nach der Behandlung mit einigen

Statinen über eine immunvermittelte nekrotisierende Myopathie (IMNM), eine

autoimmun bedingte Myopathie, berichtet. Die klinischen Charakteristika einer

IMNM sind persistierende proximale Muskelschwäche und erhöhte Serum

Kreatinkinase-Werte,

trotz

Absetzen

Behandlung

Statinen

fortbestehen; Muskelbiopsien zeigen eine nekrotisierende Myopathie ohne

Zeichen einer signifikanten Entzündung; Besserung unter Anwendung von

Immunsuppressiva (siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr selten:

Gynäkomastie

Gelegentlich:

erektile Dysfunktion

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Selten:

Asthenie

Selten wurde über ein offensichtliches Hypersensitivitätssyndrom berichtet, das mit einem

oder mehreren der folgenden Symptome einherging: Angioödem, lupusähnliches Syndrom,

Polymyalgia

rheumatica,

Dermatomyositis,

Vaskulitis,

Thrombozytopenie,

Eosinophilie,

Beschleunigung

Blutsenkungsgeschwindigkeit,

Arthritis

Arthralgie,

Urtikaria,

Photosensitivität, Fieber, Gesichtsrötung, Dyspnoe und allgemeines Krankheitsgefühl.

Untersuchungen

Selten:

Erhöhungen der Serum-Transaminasen (ALT, AST,

-GT) (siehe Abschnitt 4.4),

der alkalischen Phosphatase und der CK-Werte im Serum (siehe Abschnitt 4.4).

Erhöhungen

HbA1c

Nüchternglucosespiegel

wurden

Zusammenhang mit Statinen, einschließlich Simvastatin berichtet.

Selten wurde nach Markteinführung im Zusammenhang mit der Einnahme von Statinen

einschließlich

Simvastatin

über

kognitive

Beeinträchtigungen

Gedächtnisverlust,

Vergesslichkeit,

Amnesie,

Gedächtnisstörung,

Verwirrung)

berichtet.

Diese

sind

Allgemeinen

nicht

schwerwiegend

nach

Absetzen

Statine

reversibel,

unterschiedlichen Zeitspannen bis zum Auftreten (von 1 Tag bis zu Jahren) und Abklingen (3

Wochen im Median) der Symptome.

Über folgende zusätzliche Nebenwirkungen wurde bei einigen Statinen berichtet:

Schlafstörungen, einschließlich Albträume

sexuelle Dysfunktion

Diabetes

Mellitus:

Häufigkeit

hängt

Vorhandensein

Risikofaktoren

(Nüchtern-Blutzucker ≥ 5,6mmol/L, BMI>30 kg/m², erhöhte Triglyceride, Hypertonie in

der Vorgeschichte)

Kinder und Jugendliche (10 bis 17 Jahre)

In einer 48-wöchigen Studie bei Kindern und Jugendlichen (Jungen: Tanner-Stadium II und

höher und Mädchen: mindestens 1 Jahr nach der Menarche) im Alter zwischen 10 und 17

Jahren mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie (n = 175) war das Sicherheits- und

Wirksamkeitsprofil der mit Simvastatin behandelten Gruppe mit dem Profil der Plazebo-

Gruppe vergleichbar. Die Langzeit-Wirkung auf die körperliche, geistige und sexuelle Reifung

ist nicht bekannt. Für eine Behandlung länger als 1 Jahr liegen derzeit keine ausreichenden

Daten vor (siehe Abschnitte 4.2, 4.4 und 5.1).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Meldung

Verdachts

Nebenwirkungen

nach

Zulassung

großer

Wichtigkeit.

ermöglicht

eine

kontinuierliche

Überwachung

Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden

Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Bis heute wurde über wenige Fälle von Überdosierung berichtet. Die höchste eingenommene

Dosis betrug 3,6 g. Alle Patienten erholten sich ohne Folgeerscheinungen.

Spezifische

Erfahrungen zur Behandlung einer Überdosierung mit Simvastatin liegen nicht vor. Die

Behandlung erfolgt symptomorientiert und mittels unterstützender Maßnahmen.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel, die den Lipidstoffwechsel beeinflussen; rein; HMG-

CoA-Reduktasehemmer

ATC-Code: C10A A01

Wirkmechanismus

Nach oraler Aufnahme wird Simvastatin, ein inaktives Lacton, in der Leber zur entsprechenden

Betahydroxysäure hydrolysiert. Diese ist ein potenter Inhibitor der HMG-CoA-Reduktase (3-

Hydroxy-3-methylglutaryl-CoA-Reduktase). Hierbei handelt es sich um ein Enzym, das die

Umwandlung von HMG-CoA zu Mevalonat, einen frühen und geschwindigkeitsbestimmenden

Schritt in der Biosynthese des Cholesterins katalysiert.

Sowohl bei normalen als auch bei erhöhten Ausgangswerten führt Simvastatin zu einer

Senkung des LDL-Cholesterinspiegels. LDL entsteht aus very-low-density lipoprotein (VLDL)

wird

überwiegend

über

spezifische

LDL-Rezeptoren

abgebaut.

LDL-senkende

Wirkmechanismus von Simvastatin beruht wahrscheinlich sowohl auf der Abnahme der

Konzentration von VLDL-Cholesterin als auch auf einer Induktion von LDL-Rezeptoren,

wodurch es zu einer verminderten Produktion und einem verstärkten Abbau von LDL-

Cholesterin kommt. Die Konzentration von Apolipoprotein B nimmt bei der Behandlung mit

Simvastatin ebenfalls deutlich ab. Simvastatin bewirkt zudem einen mäßigen Anstieg des

HDL-Cholesterins sowie eine Abnahme der Triglyzeride im Plasma. Insgesamt resultiert aus

diesen Veränderungen eine Abnahme des Verhältnisses von Gesamt- zu HDL-Cholesterin

und LDL- zu HDL-Cholesterin.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Hohes Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK) oder bestehende koronare Herzkrankheit

In der Heart Protection Study (HPS) wurden die Wirkungen einer Therapie mit Simvastatin an

20.536 Patienten (40-80 Jahre) mit oder ohne Hyperlipidämie, mit koronarer Herzkrankheit,

anderen Gefäßverschlusskrankheiten oder Diabetes mellitus beurteilt. In dieser Studie wurden

über eine mittlere Studiendauer von 5 Jahren 10.269 Patienten mit 40 mg Simvastatin pro Tag

und 10.267 mit Plazebo behandelt. Bei Studienbeginn hatten 6.793 (33 %) Patienten LDL-

Cholesterinwerte unter 116 mg/dl; 5.063 (25 %) hatten Werte zwischen 116 mg/dl und 135

mg/dl; und 8.680 (42 %) hatten Werte über 135 mg/dl.

Behandlung

Simvastatin/Tag

reduzierte

Vergleich

Plazebo

Gesamtmortalitätsrisiko signifikant (1.328

12,9 %

mit Simvastatin behandelte Patienten vs.

1.507

14,7 %

Patienten unter Plazebo; p = 0,0003), was auf einer Reduktion der KHK-

Mortalität um 18 % beruht (587

5,7 %

vs. 707

6,9 %

; p = 0,0005; absolute Risikoreduktion

1,2 %). Die Senkung der Mortalitätsrate nicht kardiovaskulärer Ursache war nicht statistisch

signifikant.

Simvastatin senkte ebenfalls das Risiko für schwere koronare Ereignisse (kombinierter

Endpunkt aus nicht letalem Myokardinfarkt oder Tod durch KHK) um 27 % (p < 0,0001).

Simvastatin reduzierte erforderliche gefäßchirurgische Eingriffe am Herzen (einschließlich

Bypass-OP oder perkutaner transluminaler koronarer Angioplastie) um 30 % (p < 0,0001)

sowie erforderliche periphere und andere nicht koronare revaskulisierende Eingriffe um 16 %

(p = 0,006). Simvastatin senkte das Risiko für Schlaganfälle um 25 % (p < 0,0001), was auf

einer Senkung des Risikos für ischämische Schlaganfälle um 30 % (p < 0,0001) beruht.

Zusätzlich senkte Simvastatin in der Subgruppe der Diabetiker das Risiko für die Entwicklung

makrovaskulärer

Komplikationen

einschließlich

peripherer

revaskulisierender

Eingriffe

(chirurgischer

Eingriff

oder

Angioplastie),

Amputation

unteren

Extremitäten

oder

Geschwüre an den Beinen um 21 % (p = 0,0293). Die proportionale Risikoreduktion war für

alle Subgruppen von Patienten vergleichbar, einschließlich Patienten ohne KHK, aber mit

zerebrovaskulärer Erkrankung oder peripherer Gefäßerkrankung, Männern und Frauen,

älteren oder jüngeren Patienten als 70 Jahre bei Studienbeginn, mit und ohne Hypertonie, und

auch

besonders

jene

Ausgangswerten

LDL-Cholesterin

unter

mmol/l

Studieneinschluss.

In der Scandinavian Simvastatin Survival Study (4S) wurde die Wirkung einer Therapie mit

Simvastatin

Gesamtmortalität

4.444

Patienten

sowie

Gesamtcholesterinausgangswerten von 212-309 mg/dl (5,5-8,0 mmol/l) untersucht. In dieser

multizentrischen,

randomisierten,

doppelblinden,

plazebokontrollierten

Studie

wurden

Patienten mit Angina pectoris oder vorangegangenem Myokardinfarkt (MI) über eine mittlere

Behandlungsdauer von 5,4 Jahren mit Diät und Standardtherapie sowie entweder Simvastatin

20-40 mg/Tag (n = 2.221) oder Plazebo (n = 2.223) therapiert. Simvastatin senkte das

Mortalitätsrisiko um 30 % (absolute Risikoreduktion 3,3 %). Das Risiko der KHK-Mortalität

wurde um 42 % (absolute Risikoreduktion 3,5 %) reduziert. Ebenfalls verminderte Simvastatin

das Risiko, ein schwerwiegendes koronares Ereignis (KHK-Mortalität oder im Krankenhaus

bestätigter und stummer nicht tödlicher MI) zu erleiden um 34 %. Des Weiteren reduzierte

Simvastatin

Risiko

für

tödliche

oder

nicht

tödliche

zerebrovaskuläre

Ereignisse

(Schlaganfälle und transitorische ischämische Attacken) um 28 %. Hinsichtlich der nicht

kardiovaskulären

Mortalität

zwischen

beiden

Gruppen

keinen

statistisch

signifikanten Unterschied.

Studie

"Study

Effectivness

Additional

Reductions

Cholesterol

Homocysteine (SEARCH)" verglich die Wirkung einer Behandlung mit Simvastatin 80 mg mit

jener mit 20 mg (mediane Nachbeobachtung 6,7 Jahre) auf wichtige vaskuläre Ereignisse

("Major

Vascular

Events"

(MVE),

definiert

Todesfolge,

nicht

tödlicher

Myokardinfarkt, koronare Eingriffe zur Revaskularisation, nicht tödlicher Schlaganfall oder

Schlaganfall mit Todesfolge, periphere Eingriffe zur Revaskularisation) bei 12.064 Patienten

mit einem Myokardinfarkt in der Krankengeschichte.

Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen hinsichtlich dieser

Ereignisse: Simvastatin 20 mg (n=1.553; 25,7 %) vs Simvastatin 80 mg (n=1.477; 24,5 %);

RR, 094; 95 % KI: 0,88-1,01. Der absolute Unterschied der LDL-Cholesterinwerte betrug

zwischen beiden Gruppen im Verlauf der Studie 0,35 ± 0,01 mmol/l. Das Sicherheitsprofil war

in beiden Behandlungsgruppen ähnlich, mit Ausnahme der Häufigkeit von Myopathien, die bei

Patienten mit Simvastatin 80 mg ca. 1,0 % betrug im Vergleich zu Patienten mit Simvastatin

20 mg mit 0,02 %. Etwa die Hälfte dieser Myopathiefälle ereignete sich im ersten Jahr der

Behandlung. Die Häufigkeit von Myopathien lag in den folgenden Jahren bei jeweils ca. 0,1 %.

Primäre Hypercholesterinämie und gemischte Hypercholesterinämie

In Vergleichsstudien zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Simvastatin an Patienten mit

Hypercholesterinämie führte eine Behandlung mit 10, 20, 40 und 80 mg pro Tag zu mittleren

Senkungen von LDL-Cholesterin um 30 %, 38 %, 41 % und 47 %. In Studien zur kombinierten

(gemischten) Hyperlipidämie führte die Behandlung von 40 mg und 80 mg Simvastatin zu

mittleren Senkungen der Triglyzeride um 28 % bzw. 33 % (Plazebo: 2 %) und zu mittleren

Anstiegen von HDL-Cholesterin um 13 % bzw. 16 % (Plazebo: 3 %).

Klinische Studien bei Kindern und Jugendlichen (10 bis 17 Jahre)

In einer doppelblinden, plazebokontrollierten Studie erhielten 175 Patienten (99 Jungen:

Tanner-Stadium II und darüber, 76 Mädchen: mindestens 1 Jahr nach der Menarche) im Alter

zwischen 10 und 17 Jahren (Durchschnittsalter 14,1 Jahre) mit heterozygoter familiärer

Hypercholesterinämie (heFH) über einen Zeitraum von 24 Wochen (Basisstudie) randomisiert

Simvastatin oder Plazebo. Voraussetzung für die Aufnahme in die Studie waren ein LDL-

Ausgangswert zwischen 160 und 400 mg/dl sowie mindestens ein Elternteil mit einem LDL-

Wert >189 mg/l. Die Dosierung von Simvastatin (täglich als Einzeldosis am Abend) betrug in

den ersten 8 Wochen 10 mg, in den nächsten 8 Wochen 20 mg und danach 40 mg. In einer

24-wöchigen

Studienerweiterung

wurden

Patienten

Fortsetzung

Therapie

ausgewählt. Diese erhielten 40 mg Simvastatin oder Plazebo.

Simvastatin senkte signifikant die Plasmakonzentrationen von LDL-Cholesterin, Triglyzeriden

und Apo B signifikant. Die Ergebnisse der Verlängerungsstudie nach der 48. Woche waren

vergleichbar mit den Ergebnissen der Basisstudie. Nach 24-wöchiger Behandlung lag der

mittlere LDL-Wert in der Gruppe, die Simvastatin in einer Dosis von 40 mg erhielt, bei 124,9

mg/dl (Schwankungsbereich: 64,0-289,0 mg/dl), im Vergleich dazu in der Plazebo-Gruppe bei

207,8 mg/dl (Schwankungsbereich: 128,0-334,0 mg/dl).

Nach 24-wöchiger Behandlung mit Simvastatin (mit im 8-wöchigen Abstand ansteigenden

Dosierungen von 10, 20 und 40 mg pro Tag) führte die Einnahme von Simvastatin zu einer

Senkung des mittleren LDL-wertes um 36,8 % (Plazebo: 1,1 % Anstieg im Vergleich zum

Ausgangswert), des Apo B um 32,4 % (Plazebo: 0,5 %) und der mittleren Triglyzeridwerte um

7,9 % (Plazebo: 3,2 %) sowie zu einer Erhöhung der HDL-Cholesterinwerte um 8,3 %

(Plazebo: 3,6 %). Die positiven Langzeitauswirkungen von Simvastatin auf kardiovaskuläre

Ereignisse bei Kindern mit heFH sind nicht bekannt.

Sicherheit

Wirksamkeit

Dosierungen

über

Kindern

heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie wurden nicht untersucht. Die Langzeitwirkung

einer Behandlung mit Simvastatin im Kindesalter auf die Reduzierung von Morbidität und

Mortalität im Erwachsenenalter wurde nicht untersucht.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Simvastatin, ein inaktives Lacton, wird in vivo schnell zur entsprechenden Betahydroxysäure,

einem potenten Inhibitor der HMG-CoA-Reduktase, hydrolysiert. Die Hydrolyse findet vor

allem in der Leber statt; im menschlichen Plasma verläuft sie sehr langsam.

pharmakokinetischen

Eigenschaften

wurden

Erwachsenen

erhoben.

Daten

Pharmakokinetik bei Kindern und Jugendlichen sind nicht verfügbar.

Resorption

Beim Menschen wird Simvastatin gut resorbiert und unterliegt einem ausgeprägten First-Pass-

Effekt in der Leber, abhängig vom Blutfluss in der Leber. Die Leber ist der primäre Wirkort der

aktiven Form. Die Verfügbarkeit der Betahydroxysäure nach einer oralen Simvastatindosis

betrug

systemischen

Kreislauf

weniger

Dosis.

maximale

Plasmakonzentration

aktiven

Inhibitoren

tritt

Stunden

nach

Gabe

Simvastatin auf. Eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme hat keinen Einfluss auf die Resorption.

Die Pharmakokinetik bei einmaliger und mehrfacher Gabe von Simvastatin zeigte, dass die

wiederholte Verabreichung des Arzneimittels nicht zu einer Akkumulation führt.

Verteilung

Simvastatin

sein

aktiver

Metabolit

sind

beim

Menschen

mehr

Plasmaproteine gebunden.

Elimination

Simvastatin ist ein Substrat von CYP 3A4 (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5). Die im menschlichen

Plasma vorhandenen Hauptmetaboliten von Simvastatin umfassen die Betahydroxysäure

sowie vier weitere wirksame Metaboliten. Simvastatin wird aktiv über den Transporter

OATP1B1

Hepatozyten

aufgenommen.

Nach

oraler

Gabe

radioaktiv

markierten

Simvastatins an Probanden wurden innerhalb von 96 Stunden 13 % der Radioaktivität im Urin

und 60 % in den Fäzes wiedergefunden. Die in den Fäzes gefundene Menge steht sowohl für

resorbierte Anteile, die über die Galle ausgeschieden werden, als auch für nicht resorbierte

Substanz.

Nach

intravenöser

Injektion

Betahydroxysäure-Metaboliten

betrug

seine

Halbwertszeit ca. 1,9 Stunden; nur durchschnittlich 0,3 % der i.v. Dosis wurden im Urin als

Inhibitoren ausgeschieden.

Simvastatinsäure

wird

durch

Transporter

OATP1B1

aktiv

Hepatozyten

aufgenommen.

Simvastatin ist ein Substrat des BCRP Efflux Transporters.

Kinder und Jugendliche

Untersuchung

pharmakokinetischen

Eigenschaften

wurde

Erwachsenen

durchgeführt. Für Kinder und Jugendliche liegen keine pharmakokinetischen Daten vor.

Spezielle Patientengruppen

Träger des SLCO1B1 Gens c.521T> C-Allel haben eine niedrigere OATP1B1 Aktivität. Die

mittlere Exposition (AUC) des hauptsächlich aktiven Metaboliten, Simvastatinsäure, liegt bei

heterozygoten Trägern (CT), relativ zu der von Patienten mit dem häufigsten Genotyp (TT),

bei 120% des C-Allels und bei homozygoten (CC) Trägern bei 221%. Das C-Allel hat in der

europäischen

Bevölkerung

eine

Häufigkeit

18%.

Patienten

SLCO1B1

Polymorphismus besteht die Gefahr einer erhöhten Exposition von Simvastatin, welches zu

einem erhöhten Risiko für Rhabdomyolyse führen kann (siehe Abschnitt 4.4).

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf konventionellen tierexperimentellen Untersuchungen zur Pharmakodynamik,

Toxizität nach wiederholter Gabe, Genotoxizität und Kanzerogenität lassen sich keine Risiken

für den Patienten ableiten, die nicht aufgrund des pharmakologischen Mechanismus zu

erwarten

wären.

höchsten

Ratten

Kaninchen

vertragenen

Dosen

rief

Simvastatin keine fetalen Missbildungen hervor und hatte keine Auswirkungen auf Fertilität,

Fortpflanzung oder neonatale Entwicklung.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Butylhydroxyanisol

mikrokristalline Cellulose

Citronensäure-Monohydrat

vorverkleisterte Maisstärke

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat

Filmüberzug

Hypromellose

Talkum

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-oxid rot (E 172)

für Simvastatin 1A Pharma 20 mg – Filmtabletten zusätzlich Eisen(III)-hydroxid-oxid gelb (E

172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackung (Al/PVC)

Packungsgrößen: 30 Stück

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht

verwendetes

Arzneimittel

oder

Abfallmaterial

entsprechend

nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

1A Pharma GmbH, A-1020 Wien

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Simvastatin 1A Pharma 20 mg – Filmtabletten:1-24697

Simvastatin 1A Pharma 40 mg – Filmtabletten:1-24696

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung 26.09.2002

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung 31.08.2011

10.

STAND DER INFORMATION

März 2020

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig

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