Simva TAD 20 mg Filmtablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Simvastatin
Verfügbar ab:
TAD Pharma GmbH
ATC-Code:
C10AA01
INN (Internationale Bezeichnung):
simvastatin
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Simvastatin 20.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
50633.02.00

Zul.-Nr.: 50633.02.00

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Simva TAD

20 mg

Filmtabletten

Simvastatin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit

der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese

später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie

es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch

wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in

dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Simva TAD 20 mg und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme / Anwendung von Simva TAD 20 mg beachten?

3. Wie ist Simva TAD 20 mg einzunehmen / anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Simva TAD 20 mg aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Simva TAD 20 mg und wofür wird es angewendet?

Simva TAD 20 mg ist ein Arzneimittel zur Senkung erhöhter Blutfettwerte (Cholesterinwerte) aus der

Klasse der Cholesterin-Synthese-Enzymhemmer. Der Wirkstoff von Simva TAD 20 mg, Simvastatin,

vermindert die Cholesterinbildung in der Leber. Für Simvastatin ist belegt, dass es bei Patienten mit

einem hohen Risiko für koronare Herzerkrankungen das Risiko senkt, einen Herzinfarkt oder Schlag-

anfall zu erleiden.

Simva TAD 20 mg wird angewendet

zusätzlich zu einer Diät bei:

Patienten mit Hypercholesterinämie (primärer oder gemischter Hyperlipidämie), wenn Diät und

andere Maßnahmen wie körperliches Training oder Gewichtsabnahme allein nicht ausreichen.

Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie zusammen mit weiteren Behand-

lungen oder wenn solche nicht geeignet sind.

zur Vorbeugung von Herzkreislauferkrankungen:

bei Patienten, deren Cholesterinwerte im Blut normal oder erhöht sind, mit bestehender athero-

sklerotischer Herzerkrankung oder Zuckerkrankheit zusammen mit weiteren vorbeugenden

Maßnahmen.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Simva TAD 20 mg beachten?

Simva TAD 20 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Simvastatin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Be-

standteile dieses Arzneimittels sind

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wenn Sie an einer aktiven Lebererkrankung leiden oder unklare andauernde Erhöhungen von

Leberwerten (Serum-Transaminasen) vorliegen

wenn Sie schwanger sind oder stillen (siehe unten)

wenn Sie gleichzeitig mit bestimmten Substanzen behandelt werden, welche die normale Aus-

scheidung von Simva TAD 20 mg aus dem Körper stark hemmen, wie z. B. Itraconazol, Ke-

toconazol, HIV-Protease-Inhibitoren, Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin oder Nefazo-

don, Cobicistat

(siehe unter „Einnahme von Simva TAD 20 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“

Nehmen Sie nicht mehr als 40 mg Simva TAD 20 mg ein, wenn Sie Arzneimittel mit dem Wirkstoff

Lomitapid (wird angewendet zur Behandlung einer schweren und seltenen, erblich bedingten Choles-

terinstoffwechselerkrankung) einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Informieren Sie Ihren Arzt über alle bestehenden und früheren gesundheitlichen Probleme.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Simva TAD 20 mg einnehmen,

wenn Sie an schwerwiegenden Atemproblemen leiden.

wenn Sie asiatischer Abstammung sind, da für Sie eine andere Dosis geeignet sein könnte.

wenn Sie ein als Fusidinsäure bezeichnetes Arzneimittel (wird angewendet zur Behandlung von

bakteriellen Infektionen) einnehmen oder in den letzten 7 Tagen eingenommen haben oder Ihnen

dieses gespritzt (injiziert) wurde. Die Kombination von Fusidinsäure und Simva TAD 20 mg kann

zu schweren Muskelproblemen (Rhabdomyolyse) führen.

Erkrankungen der Skelettmuskulatur

Wie andere Statine ruft Simvastatin, der Wirkstoff von Simva TAD 20 mg gelegentlich eine Erkran-

kung der Skelettmuskulatur (Myopathie) hervor, die sich in Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder -

schwäche verbunden mit einer ausgeprägten Erhöhung bestimmter Laborwerte (Kreatinkinase [CK])

äußert. Manchmal manifestiert sich die Myopathie als Rhabdomyolyse (Zerfall von Skelettmuskelzel-

len) mit oder ohne akutes Nierenversagen, sehr selten mit tödlichem Ausgang.

Das Risiko für eine Myopathie erhöht sich mit steigender Dosis von Simvastatin.

Starke körperliche Anstrengung kann manchmal zu Erhöhungen des Laborwerts Kreatinkinase (CK)

führen. Daher sollte dieser Laborwert nicht nach körperlicher Anstrengung oder bei Vorliegen anderer

plausibler Ursachen für eine Erhöhung gemessen werden, da dies eine Beurteilung der Werte er-

schwert. Wenn die Ausgangswerte der Kreatinkinase deutlich erhöht sind (über das Fünffache des

oberen Normwertes), sollte die Messung nach 5-7 Tagen wiederholt werden, um die Ergebnisse zu

bestätigen.

Wenn Sie während der Behandlung mit Simva TAD 20 mg unklare Muskelschmerzen, Empfind-

lichkeit oder Schwäche der Muskulatur bemerken, wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Arzt.

Ihr Arzt wird Ihre Laborwerte überprüfen, um eine mögliche Entstehung einer Muskelerkrankung (My-

opathie) abzuklären. Die Behandlung mit Simva TAD 20 mg soll abgebrochen werden bei ausgepräg-

tem Anstieg Ihrer Laborwerte (Kreatinkinase über das Fünffache des oberen Normwertes), oder wenn

der Arzt eine Myopathie oder einen Verdacht auf eine Myopathie festgestellt hat. Wenn täglich Beein-

trächtigungen durch schwere Muskelschmerzen bestehen, sollte erwogen werden, die Behandlung

abzubrechen, auch wenn die Kreatinkinase unter dem Fünffachen des oberen Normwertes liegt.

Die Behandlung mit Simva TAD 20 mg sollte einige Tage vor einer Operation sowie bei Eintritt eines

akuten ernsten Krankheitsbildes vorübergehend unterbrochen werden.

Eine Behandlung mit Simva TAD 20 mg sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und un-

ter engmaschiger ärztlicher Überwachung erfolgen, wenn:

Sie bereits älter als 70 Jahre sind,

Sie eine Nierenfunktionsstörung haben,

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Sie eine unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion haben,

Sie eine erbliche Myopathie in der eigenen oder familiären Krankengeschichte haben,

Sie bereits eine Myopathie unter Behandlung mit Statinen oder Fibraten hatten,

Alkoholmissbrauch vorliegt.

Das Risiko für Erkrankungen der Skelettmuskulatur ist erhöht, wenn gleichzeitig bestimmte Substan-

zen verabreicht werden, welche die normale Ausscheidung von Simvastatin aus dem Körper stark

hemmen. Dazu gehören z. B. Itraconazol und Ketoconazol (Mittel gegen krankheitserregende Pilze),

Erythromycin, Clarithromycin und Telithromycin (Antibiotika), HIV-Protease-Hemmer (Arzneimittel zur

Behandlung der Immunschwäche AIDS wie z. B. Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir und Saquinavir) oder

Nefazodon (Antidepressivum).

Das Risiko ist ebenfalls bei gleichzeitiger Behandlung mit Gemfibrozil, Danazol oder bei gleichzeitiger

Behandlung zur Unterdrückung des Immunsystems mit Ciclosporin erhöht.

Auch bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Fibraten oder höheren Dosen von Niacin (Nikotinsäu-

re; ≥1 g/Tag) ist das Risiko einer Myopathie und Rhabdomyolyse erhöht.

Weiterhin ist das Risiko für Erkrankungen der Skelettmuskulatur erhöht bei Behandlung mit höheren

Tagesdosen von Simvastatin und Amiodaron oder Verapamil (Arzneimittel zur Behandlung verschie-

dener Herz-Kreislauferkrankungen). Bei Behandlung mit täglich 80 mg Simvastatin und Diltiazem

(Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen) besteht ein leicht erhöhtes Risiko.

(siehe auch unten unter „Einnahme von Simva TAD 20 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“)

Eine gleichzeitige Behandlung mit folgenden Arzneimitteln, welche die normale Ausscheidung von

Simvastatin aus dem Körper stark hemmen, und Simva TAD 20 mg darf nicht durchgeführt werden:

Itraconazol, Ketoconazol (Arzneimittel gegen krankheitserregende Pilze), HIV-Protease-Inhibitoren

(Arzneimittel zur Behandlung der Immunschwäche AIDS), Erythromycin, Clarithromycin, Telithromy-

cin (Antibiotika) und Nefazodon (Antidepressivum).

Falls eine Behandlung mit Itraconazol, Ketoconazol, Erythromycin, Clarithromycin oder Telithromycin

unabdingbar ist, muss die Behandlung mit Simva TAD 20 mg während der Dauer der Behandlung mit

einem dieser Arzneimittel unterbrochen werden.

Bei den Arzneimitteln, die die Ausscheidung von Simvastatin in geringerem Ausmaß hemmen, ist

Vorsicht geboten:

Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems); Verapamil oder Diltiazem (Arznei-

mittel zur Behandlung verschiedener Herz-Kreislauferkrankungen).

Wenn Sie gleichzeitig mit Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems), Danazol,

Gemfibrozil oder lipidsenkenden Dosen von Niacin (Nikotinsäure; ≥1 g/Tag) behandelt werden, sollte

eine Dosis von 10 mg Simvastatin pro Tag nicht überschritten werden. Die kombinierte Anwendung

von Simvastatin und Gemfibrozil sollte vermieden werden, sofern der Nutzen das erhöhte Risiko die-

ser Arzneimittelkombination nicht überwiegt. Vor Anwendung von 10 mg Simvastatin pro Tag mit an-

deren Fibraten (außer Fenofibrat), Niacin oder Ciclosporin oder Danazol sollte Ihr Arzt eine sorgfältige

Nutzen-Risiko-Analyse durchführen.

Bei gemeinsamer Behandlung mit Simva TAD 20 mg und Fenofibrat ist Vorsicht geboten, da jedes

dieser Arzneimittel alleine eine Myopathie verursachen kann.

Wenn Sie Amiodaron oder Verapamil (Arzneimittel zur Behandlung verschiedener Herz-

Kreislauferkrankungen) einnehmen, sollte eine Dosis von 20 mg Simvastatin pro Tag nicht überschrit-

ten werden (siehe 3. „

Wie ist Simva TAD 20 mg einzunehmen?“),

sofern der Nutzen das erhöhte Risi-

ko einer Myopathie nicht überwiegt.

Sollte Ihr Gesundheitszustand es erforderlich machen, ein solches Arzneimittel einzunehmen, wird Ihr

Arzt die Entscheidung treffen, ob der Nutzen einer gleichzeitigen Behandlung das damit verbundene

Risiko überwiegt oder ob eine andere Behandlung möglich ist bzw. ob die Behandlung mit Simva TAD

20 mg unterbrochen werden kann. Wenn eine gleichzeitige Behandlung mit Simva TAD 20 mg ange-

zeigt ist, sind besondere Dosierungsempfehlungen zu beachten (siehe unter 3. „

Wie ist Simva TAD

20 mg einzunehmen?“

). Nur Ihr Arzt kann in einem solchen Fall die Entscheidung über Ihre Behand-

lung treffen.

Während der Behandlung von Simva TAD 20 mg sollten Sie den Genuss von Grapefruitsaft vermei-

den.

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Beim Auftreten von unklaren Muskelschmerzen, Empfindlichkeit der Muskulatur oder Muskel-

schwäche wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren behandelnden Arzt.

Leberfunktionsstörungen

Bei einigen erwachsenen Patienten, die Simvastatin erhielten, wurden in klinischen Studien dauerhaf-

te Erhöhungen (auf mehr als den dreifachen oberen Normwert) bestimmter Leberfunktionswerte (Se-

rum-Transaminasen) beobachtet. Nach Unterbrechung oder Beendigung der Therapie fielen die Wer-

te gewöhnlich wieder langsam auf die Ausgangswerte ab.

Der Arzt sollte Ihre Leberfunktion (Bestimmung von Transaminasen) vor Behandlungsbeginn und da-

nach bei Bedarf kontrollieren (siehe 4. „

Welche Nebenwirkungen sind möglich?“

). Zusätzliche Kontrol-

len sollten bei einer Tagesdosis von 80 mg Simvastatin vorgenommen werden (vor der Dosiserhö-

hung, drei Monate nach Dosiserhöhung auf 80 mg und danach regelmäßig [z. B. halbjährlich] im ers-

ten Behandlungsjahr). Bei deutlichen Erhöhungen Ihrer Leberwerte sollte Ihr Arzt die Bestimmungen

umgehend wiederholen und diese Werte regelmäßig überprüfen. Sollten die Erhöhungen weiter fort-

schreiten, insbesondere wenn sie bis zum Dreifachen der oberen Normgrenze ansteigen und anhal-

ten, sollte das Arzneimittel abgesetzt werden.

Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn Sie schon einmal an der Leber erkrankt waren oder in er-

heblichem Maß Alkohol zu sich nehmen.

Wie bei anderen Arzneimitteln zur Senkung erhöhter Blutfettwerte wurden unter der Behandlung mit

Simvastatin mäßige Erhöhungen der Serum-Transaminasen beobachtet (auf weniger als den dreifa-

chen oberen Normwert). Diese Abweichungen traten bald nach Beginn der Behandlung mit Simvasta-

tin auf, waren häufig vorübergehend und nicht von irgendwelchen Symptomen begleitet; ein Abbruch

der Behandlung war nicht erforderlich.

Während der Behandlung mit Simva TAD 20 mg wird Ihr Arzt Sie engmaschig überwachen, wenn Sie

eine Blutzuckererkrankung (Diabetes) haben oder das Risiko besteht, dass Sie eine Blutzuckerer-

krankung entwickeln. Das Risiko, eine Blutzuckererkrankung zu entwickeln besteht, wenn Sie erhöhte

Blutzucker- und Blutfettwerte haben, übergewichtig sind und einen hohen Blutdruck haben.

Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Apotheker, wenn bei Ihnen anhaltende Muskelschwäche

auftritt. Zur Diagnose und Behandlung dieses Zustands sind möglicherweise weitere Untersuchungen

und Arzneimittel notwendig.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Simvastatin wurden bei 10- bis 17-jährigen Jungen sowie bei

Mädchen untersucht, deren erste Regelblutung (Menstruation) mindestens 1 Jahr zurücklag (siehe

Abschnitt 3.). Simvastatin wurde nicht bei Kindern unter 10 Jahren untersucht. Weitere Auskünfte

hierzu erteilt Ihnen Ihr Arzt.

Ältere Menschen

Für ältere Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Eine Behandlung mit Simva TAD 20 mg sollte mit Vorsicht und unter ärztlicher Überwachung erfol-

gen, wenn Sie bereits älter als 70 Jahre sind.

Einnahme von Simva TAD 20 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Informieren

Sie auch bei jeder neuen Verordnung den betreffenden Arzt, dass Sie bereits Simva TAD

20 mg ein-

nehmen.

Die gemeinsame Einnahme der nachfolgend genannten Arzneistoffe bzw. Präparategruppen mit Sim-

va TAD 20 mg kann dazu führen, dass die Wirkung von Simva TAD 20 mg und/oder des anderen

Arzneimittels beeinflusst wird. Um Nebenwirkungen – insbesondere auf die Muskulatur oder die Leber

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- zu vermeiden und die jeweils gewünschte Wirkung zu erzielen, muss evtl. die Dosis von Simva TAD

20 mg und/oder des anderen Arzneimittels angepasst werden. Auch die Unterbrechung einer Be-

handlung oder die Umstellung auf eine andere Behandlung können erforderlich sein. Sie sollten Ihren

Arzt insbesondere informieren, wenn Sie eines oder mehrere der nachfolgend genannten Arzneimittel

einnehmen.

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Cobicistat

Lomitapid (wird angewendet zur Behandlung einer schweren und seltenen, erblich bedingten

Cholesterinstoffwechselerkrankung)

Wenn Sie Fusidinsäure zur Behandlung einer bakteriellen Infektion einnehmen müssen, müs-

sen Sie dieses Arzneimittel vorübergehend absetzen. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wann es si-

cher ist, wieder mit der Behandlung mit Simva TAD 20 mg zu beginnen. Die Einnahme von

Simva TAD 20 mg zusammen mit Fusidinsäure kann in seltenen Fällen zu Muskelschwäche,

Muskelempfindlichkeit oder -schmerzen (Rhabdomyolyse) führen. Nähere Informationen zur

Rhabdomyolyse finden Sie im Abschnitt 4.

Bei den nachfolgend genannten Arzneistoffen bzw. Präparategruppen ist bei gleichzeitiger Behand-

lung mit Simva TAD 20 mg Vorsicht geboten:

Arzneimittel zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen, die auch allein gegeben eine Er-

krankung der Skelettmuskulatur hervorrufen können:

Gemfibrozil, andere Fibrate und Niacin (Nikotinsäure; ≥1 g/Tag).

Wenn eines dieser Arzneimittel (außer Fenofibrat) mit Simva TAD 20 mg zusammen einge-

nommen wird, sollte eine Dosis von 10 mg Simvastatin pro Tag nicht überschritten werden (sie-

he 3.

„Wie ist Simva TAD 20 mg einzunehmen?“

Gemfibrozil kann zudem die Blutspiegel von Simvastatin erhöhen.

Für Fenofibrat gibt es keine Anzeichen, dass das Risiko für eine solche Erkrankung durch die

gemeinsame Gabe höher ist, als die zusammengenommenen Risiken der einzelnen Arzneimit-

tel. Für andere Fibrate liegen keine entsprechenden Daten vor.

Arzneimittel, die das Risiko für Beschwerden der Muskulatur erhöhen, indem sie die normale

Ausscheidung von Simvastatin aus dem Körper stören:

Simva TAD 20 mg darf nicht zusammen mit folgenden Arzneimitteln eingenommen werden:

Itraconazol und Ketoconazol (Arzneimittel gegen krankheitserregende Pilze), Erythromycin, Cla-

rithromycin und Telithromycin (Antibiotika), HIV-Protease-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung

der Immunschwäche AIDS) und Nefazodon (Antidepressivum). Ist eine Behandlung mit Itraco-

nazol, Ketoconazol, Erythromycin, Clarithromycin oder Telithromycin erforderlich, muss die Be-

handlung mit Simva TAD 20 mg dafür unterbrochen werden. Vorsicht ist angebracht, wenn

Simvastatin mit folgenden Arzneimitteln kombiniert wird: Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdrü-

ckung des Immunsystems), Verapamil und Diltiazem (Arzneimittel zur Behandlung verschiede-

ner Herz-Kreislauferkrankungen) (siehe unten).

Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems):

Das Risiko einer Myopathie ist bei gemeinsamer Behandlung mit Simvastatin – insbesondere in

höheren Dosen - und Ciclosporin erhöht. Daher sollte bei Patienten, die mit Ciclosporin behan-

delt werden, eine Dosis von 10 mg Simvastatin pro Tag nicht überschritten werden (siehe 3.

„Wie ist Simva TAD 20 mg einzunehmen?“

Danazol (Arzneimittel zur Behandlung einer Endometriose):

Das Risiko für eine Myopathie/Rhabdomyolyse ist durch die gleichzeitige Anwendung von Da-

nazol mit höheren Simvastatin-Dosen erhöht.

Verapamil, Amiodaron sowie Diltiazem (Arzneimittel zur Behandlung verschiedener Herz-

Kreislauferkrankungen):

Das Risiko einer Myopathie ist bei gemeinsamer Behandlung mit höheren Dosen von Simvasta-

tin und Amiodaron oder Verapamil erhöht.

Daher sollte bei Patienten, die Amiodaron oder Verapamil einnehmen, eine Dosis von 20 mg

Simvastatin pro Tag nicht überschritten werden (siehe 3.

„Wie ist Simva TAD 20 mg einzuneh-

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men?“

). Patienten, die mit Diltiazem und 80 mg Simvastatin behandelt werden, haben ein leicht

erhöhtes Myopathierisiko. Daher sollte bei Patienten, die Diltiazem einnehmen, eine Dosis

40 mg Simvastatin pro Tag nicht überschritten werden.

Zum Risiko für Beschwerden der Muskulatur siehe auch oben unter ”Warnhinweise und Vor-

sichtsmaßnahmen/Erkrankungen der Skelettmuskulatur”.

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (orale Antikoagulanzien)

Wenn Sie gleichzeitig mit Arzneimitteln vom Typ der Cumarin-Derivate (wie Warfarin, Phenpro-

coumon, Acenocoumarol) zur Hemmung der Blutgerinnung behandelt werden, kann eine leichte

Verstärkung der gerinnungshemmenden Wirkung auftreten. Daher sollte zu Beginn und wäh-

rend der Behandlung mit Simva TAD 20 mg, sowie bei Dosisänderung oder Absetzen von Sim-

va TAD 20 mg Ihre Prothrombinzeit bestimmt werden, wenn Sie solche blutgerinnungshem-

menden Arzneimittel einnehmen. Danach kann die Prothrombinzeit in den üblichen Abständen

überprüft werden.

Einnahme von Simva TAD 20 mg zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie größere Mengen Alkohol konsumieren.

Grapefruitsaft enthält einen oder mehrere Bestandteile, die den Stoffwechsel einiger Medikamente

einschließlich Simva TAD 20 mg verändern und damit das Risiko für Erkrankungen der Muskulatur

erhöhen. Während der Behandlung von Simva TAD 20 mg sollten Sie den Genuss von Grapefruitsaft

vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichti-

gen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apo-

theker um Rat.

Schwangerschaft

Simva TAD 20 mg darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Simva TAD 20 mg darf nicht von Frauen eingenommen werden, die schwanger sind, eine Schwan-

gerschaft planen oder vermuten schwanger zu sein. Wird eine Frau, die mit Simva TAD 20 mg be-

handelt wird, schwanger, muss sie die Behandlung unterbrechen und ihren Arzt unverzüglich aufsu-

chen.

Stillzeit

Da nicht bekannt ist, ob Simvastatin, der Wirkstoff von Simva TAD 20 mg, in die Muttermilch über-

geht, darf Simva TAD 20 mg während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Simva TAD 20 mg hat keine oder zu vernachlässigende Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit

und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Bei der Teilnahme am Straßenverkehr oder dem

Bedienen von Maschinen sollten Sie jedoch berücksichtigen, dass nach Einnahme von Simva TAD 20

mg selten über Schwindel berichtet wurde.

Simva TAD 20 mg enthält Butylhydroxyanisol.Aufgrund des Gehaltes an Butylhydroxyanisol kön-

nen bei entsprechend veranlagten Patienten Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von Reizungen

an Haut, Augen und Schleimhäuten auftreten.

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Simva TAD 20 mg enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Simva TAD 20 mg daher erst nach Rückspra-

che mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber be-

stimmten Zuckern leiden.

3. Wie ist Simva TAD 20 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Der Dosierungsbereich von Simvastatin reicht von 5 mg pro Tag bis 80 mg pro Tag.

Falls erforderlich, wird Ihr Arzt die Dosis anhand der Cholesterinwerte im Blut im Abstand von 4 Wo-

chen oder mehr anpassen. Eine Tageshöchstdosis von 80 mg Simvastatin darf nicht überschritten

werden und wird nur für Patienten mit stark erhöhten Blutfettwerten und hohem Risiko für Herzinfarkt

oder Schlaganfall empfohlen.

Zur Erleichterung einer individuellen Dosierung und der Einnahme stehen

Filmtabletten

mit 5 mg,

10 mg, 20 mg und 40 mg zur Verfügung.

Dabei gelten folgende Empfehlungen:

Zur Senkung der Blutfettwerte

Patienten mit Hypercholesterinämie (primärer oder gemischter Hyperlipidämie)

Vor Beginn der Behandlung mit Simva TAD 20 mg sollte eine geeignete cholesterinsenkende Diät

begonnen werden, die auch während der Behandlung fortgesetzt werden sollte.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Anfangsdosis 10 mg bis 20 mg Simvastatin,

einmal täglich als Einzeldosis am Abend. Für diese Dosierungen stehen Filmtabletten mit geeigneter

Wirkstärke zur Verfügung.

Wenn Ihre Blutfettwerte stark gesenkt werden müssen, kann eine Anfangsdosis von täglich 20 mg bis

40 mg Simvastatin verordnet werden.

Dosisanpassungen - falls erforderlich – sollten wie oben beschrieben durchgeführt werden.

Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Anfangsdosis:

40 mg Simvastatin pro Tag - einmal täglich als Einzeldosis am Abend oder 80 mg Simvastatin pro

Tag – auf 3 Gaben pro Tag verteilt, d. h. zweimal 20 mg am Tag und einmal 40 mg am Abend.

Simvastatin sollte bei diesen Patienten soweit möglich begleitend zu anderen lipidsenkenden Maß-

nahmen (z. B. LDL-Apherese) angewendet werden.

Zur Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist für Patienten (mit normalen oder erhöhten Cholesterinwer-

ten im Blut) mit einem hohen Risiko für koronare Herzerkrankungen die empfohlene Dosis 20 mg bis

40 mg Simvastatin, einmal täglich am Abend. Für diese Dosierungen stehen Filmtabletten mit geeig-

neter Wirkstärke zur Verfügung.

Die Behandlung mit dem Arzneimittel kann gleichzeitig mit Diät und körperlichem Training begonnen

werden.

Dosisanpassungen - falls erforderlich – sollten wie oben beschrieben durchgeführt werden.

Gemeinsame Behandlung mit anderen Arzneimitteln

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Wenn Ihnen Ihr Arzt Simva TAD 20 mg zur Einnahme mit Colestyramin (ein Anionenaustauscher) o-

der einem anderen Anionenaustauscher verordnet hat, nehmen Sie Simva TAD 20 mg mindestens 2

Stunden vor oder mindestens 4 Stunden nach dem Anionenaustauscher ein.

Wenn Sie gleichzeitig mit Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems) behandelt

werden, sollte eine Dosis von 10 mg Simvastatin pro Tag nicht überschritten werden.

Wenn Sie Gemfibrozil, andere Fibrate (außer Fenofibrat) oder lipidsenkende Dosen (≥1 g/Tag) von

Niacin (Nikotinsäure) einnehmen, sollte eine Dosis von 10 mg Simvastatin pro Tag nicht überschritten

werden.

Wenn Sie Danazol (Arzneimittel zur Behandlung einer Endometriose) einnehmen, sollte eine Dosis

von 10 mg Simvastatin pro Tag nicht überschritten werden.

Wenn Sie Amiodaron oder Verapamil (Arzneimittel zur Behandlung verschiedener Herz-

Kreislauferkrankungen) einnehmen, sollte eine Dosis von 20 mg Simvastatin pro Tag nicht überschrit-

ten werden.

(Siehe dazu auch 2. “Was sollten Sie vor der Einnahme von Simva TAD 20 mg beach-

ten?/Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen/Einnahme von Simva TAD 20 mg zusammen mit an-

deren Arzneimitteln“).

Anwendung bei älteren Patienten

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die übliche empfohlene Dosis für Kinder (10–17 Jahre) beträgt zu Beginn der Behandlung 10 mg

Simvastatin pro Tag als Einzeldosis am Abend. Die empfohlene Höchstdosis beträgt 40 mg Simvasta-

tin pro Tag.

Die Dosis von 80 mg wird nur für erwachsene Patienten mit stark erhöhten Blutfettwerten und hohem

Risiko für Komplikationen im Zusammenhang mit einer Herzerkrankung empfohlen.

Anwendung bei Nierenfunktionsstörung

Wenn Sie unter einer mäßigen Nierenfunktionsstörung leiden, ist in der Regel keine Dosisanpassung

erforderlich. Wenn Sie unter einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden, sollten Dosen über 10 mg

Simvastatin pro Tag sorgfältig erwogen und, falls erforderlich, von Ihrem Arzt mit Vorsicht verordnet

werden.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Filmtablette Simva TAD 20 mg soll unzerkaut und mit etwas Flüssigkeit am Abend eingenommen

werden. Die Filmtabletten können entweder auf nüchternen Magen oder mit der Mahlzeit eingenom-

men werden.

Bei Gabe von 80 mg Simvastatin können Sie in bestimmten Fällen die Dosis auf 3 Dosen pro Tag

aufteilen, wobei zweimal 20 mg Simvastatin am Tag und einmal 40 mg Simvastatin am Abend einge-

nommen werden.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Dauer der Anwendung

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Bei der Einnahme von Simva TAD 20 mg handelt es sich normalerweise um eine Langzeitbehand-

lung; die Dauer der Behandlung bestimmt Ihr behandelnder Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge Simva TAD 20 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Filmtabletten eingenommen haben als verordnet, wenden Sie sich bitte umgehend an

Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Simva TAD 20 mg vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie am Abend des folgenden Tages die verordnete

Dosis ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben.

Wenn Sie die Einnahme von Simva TAD

20 mg abbrechen

Nehmen Sie Simva TAD 20 mg solange wie vom Arzt verordnet sein. Wenn Sie die Behandlung ab-

brechen, können Ihre Cholesterinwerte wieder ansteigen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000 ,

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten

nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Selten:

Blutarmut (Anämie)

Erkrankungen des Nervensystems:

Selten:

Kopfschmerzen, Missempfindungen (Parästhesien), Schwindel, Erkrankung der Nerven (peri-

phere Neuropathie)

Häufigkeit nicht bekannt:

Gedächtnisverlust

Psychiatrische Erkrankungen

Häufigkeit nicht bekannt:

Schlafstörungen, Schlaflosigkeit und Alpträume, Depression

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Häufigkeit nicht bekannt:

Impotenz

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufigkeit nicht bekannt:

Atemprobleme einschließlich lange andauerndem Husten und/oder Kurzat-

migkeit oder Fieber

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Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts:

Selten:

Verstopfung, Bauchschmerzen, Blähungen, Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Übelkeit,

Erbrechen, Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

Erkrankungen der Leber und Gallenblase:

Selten:

Leberentzündung/Gelbsucht (Hepatitis/Ikterus)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Selten:

Hautausschlag, Juckreiz, Haarausfall

Skelettmuskulatur- und Bindegewebserkrankungen:

Selten:

Erkrankung der Skelettmuskulatur (Myopathie), Zerfall von Skelettmuskelzellen (Rhabdomyo-

lyse) (siehe 2. „

Was sollten Sie vor der Einnahme von Simva TAD 20 mg beachten?/Warnhinweise

und Vorsichtsmaßnahmen/Erkrankungen der Skelettmuskulatur“

), Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Selten:

Abgeschlagenheit (Asthenie)

Selten traten Krankheitszeichen auf, die offensichtlich mit einer Überempfindlichkeit (Hypersensitivi-

tätssyndrom) zusammenhingen: Gefäßschwellung (angioneurotisches Ödem), lupusähnliches Syn-

drom, rheumatische Erkrankung der Muskulatur (Polymyalgia rheumatica), Autoimmunkrankheit mit

Beteiligung der Haut und der Muskulatur (Dermatomyositis), Gefäßentzündung (Vaskulitis), Verände-

rungen des Blutbildes (Thrombozytopenie, Eosinophilie und Beschleunigung der Blutsenkungsge-

schwindigkeit), Gelenkentzündung (Arthritis) und Gelenkschmerz (Arthralgie), juckender Hautaus-

schlag (Urtikaria), Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensitivität), Fieber, Gesichtsrötung, Atembe-

schwerden (Dyspnoe), allgemeines Krankheitsgefühl.

Untersuchungen:

Selten:

Erhöhungen verschiedener Leberfunktionswerte (Serum-Transaminasen [ALT, AST, γ-GT],

der alkalischen Phosphatase) (

siehe 2. „Was sollten Sie vor der Einnahme von Simva TAD 20 mg

beachten?/Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen/Leberfunktionsstörungen“)

und eines Muskelen-

zyms (CK-Werte im Serum)

(siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen/Erkrankungen der Ske-

lettmuskulatur“

Wenn Sie während der Behandlung mit Simva TAD 20 mg unklare Muskelschmerzen, Empfind-

lichkeit oder Schwäche der Muskulatur bemerken, wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Arzt,

denn Erkrankungen der Muskulatur können in seltenen Fällen schwerwiegend sein (

siehe 2 .“ Was

sollten Sie vor der Einnahme von Simva TAD 20 mg beachten?/Warnhinweise und Vorsichtsmaß-

nahmen/ Erkrankungen der Skelettmuskulatur“

Mögliche Nebenwirkungen, die bei einigen Statinen (Arzneimittel des gleichen Typs)

berichtet wurden:

- Schlafstörungen, wie Schlaflosigkeit und Alpträume

- Gedächtnisverlust

- Störungen der Sexualfunktion

- Depressionen

- Atemprobleme einschließlich anhaltender Husten und/oder Kurzatmigkeit oder

Fieber.

- Blutzuckererkrankung (Diabetes): Das Risiko für die Entwicklung einer Blutzuckererkrankung wird

größer, wenn Sie erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte haben, übergewichtig sind und einen hohen

Blutdruck haben. Ihr Arzt wird Sie während der Behandlung mit Simva TAD 20 mg überwachen.

− Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit oder anhaltende Muskelschwäche, die auch nach Absetzen

von Simva TAD 20 mg nicht abklingen (Häufigkeit nicht bekannt).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkun-

gen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz,

Zul.-Nr.: 50633.02.00

Seite 11 von 12

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Neben-

wirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses

Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Simva TAD 20 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchdrückpackung nach „ver-

wendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf

den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz

der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Simva TAD 20 mg enthält

- Der Wirkstoff ist: Simvastatin.

Eine Filmtablette enthält 20 mg Simvastatin.

- Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose, vorverkleisterte Stärke aus Mais, mikrokristalline Cellulose, Talkum, Hyprolose, Hyp-

romellose, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Antioxidans: Butylhydroxyanisol (Ph.Eur.) (E 320),

Farbstoffe: Titandioxid (E 171).

Wie Simva TAD 20 mg aussieht und Inhalt der Packung

Simva TAD 20 mg ist eine weiße, beidseitig nach außen gewölbte Filmtablette in Oblong-Form mit

einseitiger Bruchrille und Prägung “20” auf dieser Seite, Prägung “SVT” auf der anderen Seite.

Simva TAD 20 mg ist in Originalpackungen mit 30, 50 und 100 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

TAD Pharma GmbH

Heinz-Lohmann-Straße 5

27472 Cuxhaven

Tel.: (04721) 606-0

Fax: (04721) 606-333

E-Mail: info@tad.de

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Österreich: Simvastatin Bayer 20 mg - Filmtabletten

Zypern: Simva TAD 20 mg eπικαλuµµέvo µε λεπτό uµέvιo δισιo

Portugal: Sinvastatina TAD 20 mg comprimidos revestidos por película

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2016.

________________________________________________________________________

Besonderer Hinweis

Für Simva TAD 20 mg steht dem Arzt eine ausführliche wissenschaftliche Gebrauchsinformation

(Fachinformation) zur Verfügung, aufgrund derer er die sachgerechte Anwendung dieses Arzneimit-

tels vornehmen kann. Simva TAD 20 mg darf nur auf ärztliche Anweisung eingenommen werden.

Zul.-Nr.: 50633.02.00

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__________________Fachinformation

_______________ _____Simva TAD

20 mg

1. BEZEICHNUNG DES

ARZNEIMITTELS

Simva TAD

20 mg

2. QUALITATIVE UND

QUANTITATIVE ZUSAM-

MENSETZUNG

Wirkstoff: Simvastatin

1 Filmtablette enthält 20 mg Simvastatin.

Sonstige

Bestandteile

bekannter

Wir-

kung: Jede Filmtablette Simva TAD 20 mg

enthält

149,00

Lactose

0,04

Butylhydroxyanisol (Ph. Eur.) ((E 320).

vollständige

Auflistung

sonstigen

Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtabletten

weiße Filmtabletten, oblong, bikonvex,

entweder

mit einseitiger Bruchrille und Prägung “20”

auf dieser Seite, Prägung “SVT” auf der an-

deren Seite

oder

mit beidseitiger Bruchrille und Prägung “20”

sowie Prägung “SVT” auf einer Seite

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt

werden.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Hypercholesterinämie

Zur Behandlung der primären oder kombi-

nierten Hyperlipidämie begleitend zu Diät,

wenn Diät und andere nicht pharmakologi-

sche Maßnahmen (z. B. körperliches Trai-

ning

Gewichtsabnahme)

allein

nicht

ausreichen.

Zur Behandlung der homozygoten familiären

Hypercholesterinämie (HoFH) begleitend zu

Diät und anderen lipidsenkenden Maßnah-

men (z. B. LDL [low density lipoprotein-

Apherese)

oder

wenn

solche

Maßnahmen

nicht geeignet sind.

Kardiovaskuläre Prävention

Senkung

kardiovaskulärer

Mortalität

und Morbidität bei Patienten mit manifester

atherosklerotischer Herzerkrankung oder Di-

abetes

mellitus,

deren

Cholesterinwerte

normal

oder

erhöht

sind.

Begleitend

Korrektur anderer Risikofaktoren und kardi-

oprotektiver Therapie (siehe 5.1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Dosierungsbereich

5 mg

80 mg

Simvastatin pro Tag, oral als Einzeldosis am

Abend. Dosisanpassungen - falls erforderlich

sollten

Abständen

mindestens

Wochen durchgeführt werden, bis zu einem

Maximum

80 mg

Simvastatin

einmal

täglich als Einzeldosis am Abend. Die 80-

mg-Dosis wird nur für Patienten mit schwe-

rer Hypercholesterinämie und hohem Risiko

für

kardiovaskuläre

Komplikationen

emp-

fohlen.

Hypercholesterinämie

Der Patient sollte eine geeignete lipidsen-

kende Diät einhalten, die er auch während

der Therapie mit Simva TAD 20 mg fortset-

zen sollte. Die übliche Anfangsdosis beträgt

10 mg bis 20 mg Simvastatin einmal täglich

als Einzeldosis am Abend. Patienten, deren

LDL-Cholesterin stark gesenkt werden soll

(mehr als 45%), können mit einer Dosis von

20 mg bis 40 mg Simvastatin einmal täglich

als Einzeldosis am Abend beginnen. Dosis-

anpassungen - falls erforderlich - sollten wie

oben beschrieben durchgeführt werden.

Homozygote familiäre Hypercholesterinämie

Basierend auf den Ergebnissen einer kon-

trollierten klinischen Studie beträgt die emp-

fohlene Dosis von Simva TAD 20 mg ent-

weder 40 mg Simvastatin einmal täglich als

Einzeldosis am Abend eingenommen oder

80 mg Simvastatin auf 3 Gaben pro Tag ver-

teilt,

20 mg,

20 mg

40 mg

Abend. Simva TAD 20 mg sollte bei diesen

Patienten

begleitend

anderen

lipidsen-

kenden Maßnahmen (z. B. LDL-Apherese),

oder

wenn

solche

Maßnahmen

nicht

Verfügung stehen, angewendet werden.

Patienten,

gleichzeitig

Lomitapid

und Simvastatin einnehmen, darf eine Dosis

von 40 mg Simvastatin pro Tag nicht über-

schritten werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4

und 4.5).

Kardiovaskuläre Prävention

Die übliche Dosis von Simva TAD 20 mg

für Patienten mit hohem Risiko für eine ko-

ronare Herzerkrankung (KHK, mit oder ohne

Hyperlipidämie)

beträgt

20 mg

40 mg

Simvastatin

Einzeldosis

Abend. Die medikamentöse Therapie kann

gleichzeitig mit Diät und körperlichem Trai-

ning begonnen werden. Dosisanpassungen -

falls

erforderlich

sollten

oben

schrieben durchgeführt werden.

Gemeinsame Gabe mit anderen Arzneimit-

teln

Simva TAD 20 mg ist allein oder zusammen

mit Anionenaustauschern wirksam. Die Ein-

nahme von Simva TAD 20 mg sollte min-

destens 2 Stunden vor oder mindestens 4

Stunden nach der Einnahme eines Anionen-

austauschers erfolgen.

Bei Patienten, die Ciclosporin, Gemfibrozil,

Danazol, andere Fibrate (außer Fenofibrat)

oder lipidsenkende Dosen von Niacin (Niko-

tinsäure;

1 g/Tag) gleichzeitig mit Simva

TAD 20 mg einnehmen, sollte eine Dosis

von 10 mg Simvastatin pro Tag nicht über-

schritten werden. Bei Patienten, die Amio-

daron oder Verapamil gleichzeitig mit Simva

TAD 20 mg einnehmen, sollte eine Dosis

von 20 mg Simvastatin pro Tag nicht über-

schritten werden. (Siehe 4.4 und 4.5.)

Eingeschränkte Nierenfunktion

Für

Patienten

mäßiger

Einschränkung

der Nierenfunktion ist in der Regel keine

Dosisanpassung erforderlich. Bei Patienten

mit schwerer Einschränkung der Nierenfunk-

tion (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min)

sollten Dosen über 10 mg pro Tag sorgfältig

erwogen und, falls erforderlich, mit Vorsicht

verordnet werden.

Ältere Patienten

Für ältere Patienten ist keine Dosisanpas-

sung erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

(10 bis 17 Jahre):

Die übliche empfohlene Dosis bei Kindern

und Jugendlichen (Jungen; Tanner-Stadium

II und darüber, Mädchen: mindestens 1 Jahr

nach der Menarche, im Alter zwischen 10

und 17 Jahren) mit heterozygoter familiärer

Hypercholesterinämie beträgt zu Beginn der

Behandlung 10 mg pro Tag als Einzeldosis

am Abend. Kinder und Jugendliche sollten

vor Beginn der Therapie mit Simvastatin ei-

ne cholesterinsenkende Diät einhalten, die

auch während der Therapie mit Simvastatin

fortgesetzt werden sollte.

Der empfohlene Dosierungsbereich liegt bei 10-

40 mg Simvastatin pro Tag; die empfohlene

Höchstdosis beträgt 40 mg pro Tag. Die jeweili-

ge Dosis ist individuell gemäß den Empfehlun-

gen zur Behandlung von Kindern dem jeweili-

gen empfohlenen Therapieziel anzupassen (sie-

he 4.4 und 5.1). Dosisanpassungen sollten in

Abständen von mindestens 4 Wochen durchge-

führt werden.

Die Erfahrung mit Simvastatin bei Kindern im

vorpubertären Alter ist begrenzt.

Art der Anwendung

__________________Fachinformation

_______________ _____Simva TAD

20 mg

Simva TAD wird oral eingenommen. Simva

TAD kann als Einzeldosis am Abend einge-

nommen werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirk-

stoff oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile.

Aktive

Lebererkrankung

oder

unklare

andauernde

Erhöhung

Serum-

Transaminasen.

Schwangerschaft

Stillzeit

(siehe

4.6).

Gleichzeitige Anwendung von potenten

CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Itraconazol,

Ketoconazol,

HIV-Protease-Inhibito-

ren,

Erythromycin,

Clarithromycin,

Telithromycin und Nefazodon und Arz-

neimittel, die Cobicistat enthalten) (sie-

he 4.5).

Gleichzeitige Anwendung von Lomita-

pid mit Simvastatin in Dosen von mehr

als 40 mg bei Patienten mit homozygo-

familiärer

Hypercholesterinämie

(HoFH) (siehe Abschnitte 4.2, 4.4 und

4.5).

Besondere

Warnhinweise

Vor-

sichtsmaßnahmen für die Anwendung

Myopathie/Rhabdomyolyse

Wie andere HMG-CoA-Reduktase-Inhibito-

ren ruft Simvastatin gelegentlich eine Myo-

pathie hervor, die sich in Muskelschmerzen,

-empfindlichkeit oder -schwäche verbunden

mit Erhöhungen der Kreatinkinase (CK) (>

das Zehnfache des oberen Normwertes) äu-

ßert. Bisweilen manifestiert sich die Myopa-

thie als Rhabdomyolyse mit oder ohne aku-

tes Nierenversagen aufgrund von Myoglob-

inurie, sehr selten mit tödlichem Ausgang.

Das Risiko einer Myopathie ist bei hoher

HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoraktivität

Plasma erhöht.

Risiko

für

eine

Myopathie/Rhabdo-

myolyse

dosisabhängig.

klinischen

Studien,

in denen die Patienten sorgfältig

überwacht

einige

interagierende

Arz-

neimittel

ausgeschlossen

wurden,

Häufigkeit

annähernd

0,03%

unter

20 mg, bei 0,08% unter 40 mg und bei 0,4%

unter 80 mg Simvastatin.

Im Rahmen einer klinischen Studie (mediane

Nachbeobachtung 3,9 Jahre), bei der Patien-

ten mit hohem kardiovaskulärem Risiko mit

Simvastatin

mg/Tag behandelt wurden,

lag die Inzidenz für Myopathien bei nicht-

chinesischen Patienten (n = 7.367) bei ca.

0,05 % im Vergleich zu 0,24 % bei chinesi-

schen

Patienten

5.468).

Obwohl

Rahmen dieser klinischen Studie ausschließ-

lich chinesische Patienten als einzige asiati-

sche Population untersucht und ausgewertet

wurden, sollte Simvastatin generell nur mit

Vorsicht bei asiatischen Patienten und in der

niedrigsten

erforderlichen

Dosis

verordnet

werden.

Reduzierte Funktion von Transporterprotei-

verminderte

Funktion

hepatischen

OATP-Transportproteins kann die systemi-

sche Exposition von Simvastatinsäure sowie

das Risiko für Myopathie und Rhabdomyoly-

se erhöhen. Die verminderte Funktion kann

als Ergebnis einer Hemmung durch interagie-

rende Arzneimittel (z. B. Ciclosporin) ent-

stehen oder bei Patienten auftreten, die Trä-

ger des SLCO1B1 c.521T>C Genotyps sind.

Patienten,

Allel

c.521T>C

SLCO1B1 Gens tragen, das ein weniger ak-

tives OATP1B1 Protein kodiert, haben eine

erhöhte systemische Exposition von Simvas-

tatinsäure sowie ein erhöhtes Myopathierisi-

Risiko

einer

durch

hochdosiertes

Simvastatin

bedingten

Myopathie

liegt ohne Gentest im Allgemeinen bei 1 %.

Basierend

Ergebnissen

SEARCH-Studie haben mit 80 mg behandel-

te Träger des homozygoten C-Allels (auch

CC genannt) ein 15 %iges Risiko für eine

Myopathie innerhalb eines Jahres, während

das Risiko bei Trägern des heterozygoten C-

Allels (CT) bei 1,5 % liegt. Patienten mit

dem häufigsten Genotyp (TT) haben diesbe-

züglich

ein Risiko von 0,3 % (siehe Ab-

schnitt 5.2). Sofern verfügbar, sollten eine

Genotypisierung

bezüglich

Vorliegens

C-Allels

Teil

Nutzen-Risiko-

Bewertung bei einzelnen Patienten vor einer

Verordnung von Simvastatin 80 mg in Be-

tracht gezogen sowie hohe Dosen bei identi-

fizierten Trägern des CC- Genotyps vermie-

den werden. Die Abwesenheit dieses Gens

bei der Genotypisierung schließt allerdings

nicht

aus,

dass

eine

Myopathie

auftreten

kann.

Messungen der Kreatinkinase (CK)

Kreatinkinase

(CK)

sollte

nicht

nach

körperlicher Anstrengung oder bei Vorliegen

anderer

plausibler

Ursachen für eine CK-

Erhöhung gemessen werden, da dies eine In-

terpretation der Werte erschwert. Wenn die

Ausgangswerte

signifikant

erhöht

sind (> das Fünffache des oberen Normwer-

tes),

sollte

Messung

nach

Tagen

wiederholt

werden,

um die Ergebnisse zu

bestätigen.

Vor Beginn der Therapie

Alle Patienten, die auf Simvastatin einge-

stellt werden oder deren Simvastatin-Dosis

erhöht wird, sollten über das Risiko einer

Myopathie aufgeklärt und aufgefordert wer-

den,

unklare

Muskelschmerzen,

-empfind-

lichkeit

oder

-schwäche

umgehend

mitzu-

teilen.

Patienten

Risikofaktoren

für eine

Rhabdomyolyse ist Vorsicht angebracht. Um

einen Ausgangswert als Referenz festzustel-

len, sollten in folgenden Situationen vor Be-

handlungsbeginn

Bestimmungen

durchgeführt werden:

ältere Patienten (> 70 Jahre alt)

Nierenfunktionsstörung

unbehandelte Hypothyreose

hereditäre Muskelerkrankungen in der

eigenen oder in der Familienanamnese

muskuläre Symptomatik unter Behand-

lung mit Statinen oder Fibraten in der

Anamnese

Alkoholmissbrauch.

In solchen Fällen wird eine sorgfältige Nut-

zen-Risiko-Abwägung der Behandlung emp-

fohlen.

betroffenen

Patienten

sollten

engmaschig überwacht werden. Bei Patien-

ten, bei denen bereits eine Myopathie unter

Behandlung mit Fibraten oder Statinen auf-

getreten ist, sollte die Behandlung mit einer

anderen Substanz dieser Klasse nur mit Vor-

sicht begonnen werden. Wenn die CK-Werte

signifikant höher als der Ausgangswert sind

(> das Fünffache des oberen Normwertes),

sollte nicht mit der Therapie begonnen wer-

den.

Im Behandlungsverlauf

Wenn während der Behandlung mit einem

Statin Muskelschmerzen, -schwäche oder -

krämpfe auftreten, sollten die CK-Werte be-

stimmt werden. Wenn die CK-Werte ohne

körperliche Anstrengung signifikant erhöht

sind (> das Fünffache des oberen Normwer-

tes), ist die Therapie abzusetzen. Sollte die

muskuläre Symptomatik schwerwiegend sein

und Beeinträchtigungen verursachen, sollte

ein Absetzen der Behandlung in Erwägung

gezogen werden, auch wenn die CK-Werte

weniger als auf das Fünffache des oberen

Normwertes erhöht sind. Bei Verdachtsdiag-

nose einer Myopathie anderer Ursache sollte

die Therapie abgesetzt werden.

In sehr seltenen Fällen wurde während oder

nach der Behandlung mit einigen Statinen

über eine immunvermittelte nekrotisierende

Myopathie

(immune-mediated

necrotizing

myopathy; IMNM) berichtet. Die klinischen

Charakteristika einer IMNM sind persistie-

rende

proximale

Muskelschwäche

__________________Fachinformation

_______________ _____Simva TAD

20 mg

höhte Serum-Kreatinkinase-Werte, die trotz

Absetzen der Behandlung mit Statinen fort-

bestehen (siehe Abschnitt 4.8).

Wenn die Symptome verschwinden und die

CK-Werte auf den Ausgangswert zurückge-

hen, kann die erneute Behandlung mit die-

sem Statin oder mit einem alternativen Statin

jeweils

niedrigsten

Dosis

engmaschiger

Überwachung

Erwägung

gezogen werden.

Die Therapie mit Simvastatin sollte einige

Tage vor geplanten chirurgischen Eingriffen

sowie

Eintritt

eines

akuten

ernsten

Krankheitsbildes

bzw.

Notwendigkeit

chirurgischen

Maßnahmen

vorübergehend

unterbrochen werden.

Maßnahmen zur Verringerung des Myopa-

thierisiskos

aufgrund

Arzneimit-

telwechselwirkungen (siehe auch 4.5)

Das Risiko einer Myopathie und Rhabdo-

myolyse ist signifikant erhöht bei gleichzei-

tiger Anwendung von Simvastatin mit po-

tenten Inhibitoren von CYP3A4 (wie z. B.

Itraconazol,

Ketoconazol,

Erythromycin,

Clarithromycin,

Telithromycin,

HIV-

Protease-Inhibitoren, Nefazodon, Cobicistat

enthaltende

Arzneimittel) sowie mit Gem-

fibrozil,

Ciclosporin

Danazol

(siehe

4.2).

Das Risiko einer Myopathie und Rhabdo-

myolyse ist ebenfalls erhöht bei gleichzeiti-

ger Anwendung mit anderen Fibraten, Nia-

cin in lipidsenkenden Dosen (

1 g/Tag) oder

gleichzeitiger

Anwendung

Amio-

daron oder Verapamil mit höheren Simvasta-

tin-Dosen

(siehe

4.5).

Auch

Kombination von Diltiazem und 80 mg Sim-

vastatin besteht ein leicht erhöhtes Risiko.

Patienten

homozygoter

familiärer

Hypercholesterinämie

(HoFH)

kann

dieses

Risiko

durch

gemeinsame

Anwendung

von Simvastatin mit Lomitapid erhöht sein

(siehe Abschnitt 4.5).

Folglich

hinsichtlich

CYP3A4-

Inhibitoren

eine

gleichzeitige

Anwendung

von Simvastatin mit Itraconazol, Ketocona-

zol,

HIV-Protease-Inhibitoren,

Erythromy-

cin, Clarithromycin, Telithromycin, Nefazo-

don und Arzneimitteln, die Cobicistat ent-

halten kontraindiziert (siehe 4.3 und 4.5).

Falls eine Behandlung mit Itraconazol, Ke-

toconazol,

Erythromycin,

Clarithromycin

oder

Telithromycin

unabdingbar

ist,

muss

die Therapie mit Simvastatin während der

Behandlungsdauer

unterbrochen

werden.

Außerdem

Vorsicht

angebracht,

wenn

Simvastatin mit bestimmten anderen weniger

potenten

CYP3A4-Inhibitoren

kombiniert

wird: Ciclosporin, Verapamil und Diltiazem

(siehe 4.2 und 4.5). Genuss von Grapefruit-

saft sollte während der Behandlung mit Sim-

vastatin vermieden werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Ciclospo-

rin, Danazol, Gemfibrozil oder lipidsenken-

den Dosen von Niacin (

1 g/Tag) sollte eine

Dosis von 10 mg Simvastatin pro Tag nicht

überschritten werden.

Im Rahmen einer klinischen Studie (mediane

Nachbeobachtung

Jahre)

Patienten

mit hohem kardiovaskulärem Risiko und gut

eingestellten LDL-C Spiegeln, die Simvasta-

tin 40 mg/Tag mit oder ohne Ezetimib 10 mg

erhielten, wurde durch Zugabe von Niacin

(Nicotinsäure) in lipidsenkenden Dosen (≥ 1

g/Tag) kein zusätzlicher Nutzen im Hinblick

auf das kardiovaskuläre Outcome beobachtet.

Außerdem lag bei dieser Studie die Inzidenz

für Myopathien bei chinesischen Patienten

unter

Simvastatin

oder

Ezeti-

mib/Simvastatin 10 mg/40 mg bei ca. 0,24 %

im Vergleich zu 1,24 % bei chinesischen Pa-

tienten unter Simvastatin 40 mg oder Ezeti-

mib/Simvastatin 10 mg/40 mg, die zusätzlich

Nicotinsäure/Laropiprant

2.000

mg/40

mg mit veränderter Wirkstofffreisetzung be-

handelt wurden.

Obwohl im Rahmen dieser

klinischen Studie ausschließlich chinesische

Patienten

als einzige asiatische Population

untersucht und ausgewertet wurden, und die

Inzidenz für Myopathien bei chinesischen im

Vergleich

nicht-chinesischen

Patienten

höher ist, wird die gemeinsame Anwendung

von Simvastatin mit lipidsenkenden Dosen

(≥ 1 g/Tag) von Niacin (Nicotinsäure) bei

asiatischen Patienten nicht empfohlen.

Der Wirkstoff Acipimox ist strukturell mit

Niacin

verwandt.

Obwohl

Acipimox nicht

untersucht wurde, könnten die Risiken für

myotoxische Effekte ähnlich wie bei Niacin

sein.

Die kombinierte Anwendung von Simvasta-

tin und Gemfibrozil sollte vermieden wer-

den, sofern der Nutzen das erhöhte Risiko

dieser Arzneimittelkombination nicht über-

wiegt. Vor Gabe von anderen Fibraten (au-

ßer Fenofibrat), Niacin oder Ciclosporin o-

der Danazol mit 10 mg Simvastatin pro Tag

sollte

eine

sorgfältige

Nutzen-Risiko-

Analyse erfolgen (siehe 4.2 und 4.5).

Verordnung

Fenofibrat

Simvastatin ist Vorsicht angebracht, da jedes

dieser Arzneimittel bei Monotherapie eine

Myopathie verursachen kann.

Die Kombination von Simvastatin in höheren

Dosen als 20 mg pro Tag mit Amiodaron o-

der Verapamil sollte vermieden werden, so-

fern der klinische Nutzen das erhöhte Risiko

einer Myopathie nicht überwiegt (siehe 4.2

und 4.5). Bei Patienten mit homozygoter fa-

miliärer

Hypercholesterinämie

(HoFH),

die gemeinsame Anwendung von Simvasta-

tin in Dosen von mehr als 40 mg mit Lo-

mitapid zu vermeiden (siehe Abschnitte 4.2,

4.3 und 4.5).

Simva TAD 20 mg darf nicht zusammen mit

systemischen Zubereitungen von Fusidinsäu-

re oder innerhalb von 7 Tagen nach Abbruch

der Behandlung mit Fusidinsäure gegeben

werden. Sofern die Gabe von systemischer

Fusidinsäure bei Patienten als essenziell er-

achtet wird, ist die Statintherapie während

der gesamten Behandlungsdauer mit Fusi-

dinsäure

abzusetzen.

wurde

über

Auftreten von Rhabdomyolyse (einschließ-

lich einiger mit Todesfolge) bei Patienten

berichtet, welche diese Kombination erhiel-

ten (siehe Abschnitt 4.5). Die Patienten soll-

ten darüber informiert werden, sich umge-

hend an einen Arzt zu wenden wenn sie An-

zeichen

Muskelschwäche,

-schmerzen

oder -empfindlichkeit bemerken.

Statintherapie

kann

Tage

nach

letzten Dosis Fusidinsäure fortgesetzt wer-

den.

Sofern in Ausnahmefällen eine längere Gabe

systemischer

Fusidinsäure

notwendig

ist, wie z. B. zur Behandlung von schweren

Infektionen,

sollte

eine

gemeinsame

Gabe

von Simva TAD 20 mg mit Fusidinsäure nur

im Einzelfall unter engmaschiger medizini-

scher

Überwachung

Betracht

gezogen

werden.

Wirkungen auf die Leber

Bei einigen erwachsenen Patienten, die Sim-

vastatin erhielten, wurden in klinischen Stu-

dien

persistierende Erhöhungen (auf mehr

als den dreifachen oberen Normwert) der Se-

rum-Transaminasen

beobachtet.

Nach

terbrechung oder Beendigung der Therapie

fielen

Transaminasenwerte gewöhnlich

wieder langsam auf die Ausgangswerte ab.

Leberfunktionstests werden vor Beginn der

Behandlung empfohlen und danach, wenn

klinisch angezeigt. Bei Patienten, die auf ei-

ne Dosis von 80 mg eingestellt wurden, soll-

te eine zusätzliche Bestimmung vor der Do-

siserhöhung,

drei

Monate

nach

Dosiser-

höhung auf 80 mg und danach regelmäßig

(z. B. halbjährlich) im ersten Behandlungs-

jahr

erfolgen.

Besondere

Aufmerksamkeit

__________________Fachinformation

_______________ _____Simva TAD

20 mg

sollte denjenigen Patienten gelten, die er-

höhte Transaminasen entwickeln; bei diesen

Patienten sollten die Bestimmungen umge-

hend wiederholt und dann häufiger durchge-

führt

werden.

Wenn

Transamina-

senerhöhungen

weiter

fortschreiten,

insbe-

sondere wenn sie bis zum Dreifachen der

oberen Normgrenze ansteigen und persistie-

ren, sollte Simvastatin abgesetzt werden.

Das Arzneimittel sollte mit Vorsicht bei Pa-

tienten eingesetzt werden, die in erheblichem

Maße Alkohol zu sich nehmen.

Wie bei anderen Lipidsenkern wurden unter

der Therapie mit Simvastatin mäßige Erhö-

hungen der Serum-Transaminasen beobach-

tet (auf weniger als den dreifachen oberen

Normwert). Diese Abweichungen traten bald

nach Beginn der Therapie mit Simvastatin

auf, waren häufig vorübergehend und nicht

irgendwelchen

Symptomen

begleitet;

ein Abbruch der Therapie war nicht erfor-

derlich.

Diabetes mellitus

gibt

Hinweise darauf, dass Statine als

Substanzklasse den Blutzuckerspiegel erhö-

hen und bei manchen Patienten, die ein ho-

hes Risiko für die Entwicklung eines zukünf-

tigen Diabetes mellitus haben, eine Hyper-

glykämie hervorrufen können, die eine adä-

quate Diabetesbehandlung erfordert. Dieses

Risiko wird jedoch von der Reduktion des

vaskulären Risikos durch Statine aufgewo-

gen und sollte daher nicht zu einem Abbruch

Statinbehandlung

führen.

Überein-

stimmung mit nationalen Richtlinien sollten

Risikopatienten (Nüchternblutzucker von 5,6

bis 6,9 mmol/L, BMI > 30kg/m

, erhöhte

Triglyzeridwerte,

Hypertonie)

sowohl

kli-

nisch als auch in Bezug auf die relevanten

Laborwerte überwacht werden.

Interstitielle Lungenkrankheit

Bei einigen Statinen wurde, besonders bei

Langzeittherapie, in Ausnahmefällen eine

interstitielle Lungenkrankheit berichtet (sie-

Abschnitt

4.8).

auftretenden

schwerden

können

dabei

Dyspnoe,

unpro-

duktiven

Husten

allgemeine

Gesund-

heitsstörungen

(Erschöpfung,

Gewichtsver-

lust und Fieber) einschließen. Wenn vermu-

tet wird, dass ein Patient eine interstitielle

Lungenkrankheit

entwickelt

hat,

sollte

Statintherapie abgebrochen werden.

Kinder und Jugendliche

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (10

bis 17 Jahre):

Sicherheit und Wirksamkeit von Simvastatin bei

Patienten mit heterozygoter familiärer Hyper-

cholesterinämie im Alter zwischen 10 und 17

Jahren wurden in einer kontrollierten klinischen

Studie bei heranwachsenden Jungen, Tanner-

Stadium II und darüber, sowie bei Mädchen,

mindestens 1 Jahr nach der Menarche, unter-

sucht. Die mit Simvastatin behandelten Pati-

enten wiesen ein Nebenwirkungsprofil auf,

das im Allgemeinen dem Profil der mit Pla-

zebo behandelten Patienten entsprach. Do-

sierungen über 40 mg wurden an dieser Po-

pulation nicht untersucht. In dieser limitier-

ten kontrollierten Studie gab es keine Anzei-

chen

für

Auswirkungen

Größen-

wachstum oder die sexuelle Entwicklung bei

heranwachsenden

Jungen

Mädchen,

ebenso wenig wurden Veränderungen an der

Dauer des Menstruationszyklus bei Mädchen

beobachtet (siehe 4.2, 4.8 und 5.1). Heran-

wachsende Mädchen sollten für die Dauer

der Therapie mit Simvastatin auf geeignete

Verhütungsmethoden

hingewiesen

werden

(siehe 4.3 und 4.6). Wirksamkeit und Sicher-

heit bei Patienten unter 18 Jahren wurden

nicht über eine Behandlungsdauer über 48

Wochen

untersucht.

Langzeitauswirkungen

auf die physische, intellektuelle und sexuelle

Entwicklung

sind

derzeit

nicht

bekannt.

Simvastatin wurde weder bei Patienten unter

10 Jahren noch bei präpubertären Kindern

und Mädchen vor der Menarche untersucht.

Sonstiges

Auf Grund des Gehaltes an Butylhydroxy-

anisol können bei entsprechend veranlagten

Patienten Überempfindlichkeitsreaktionen in

Form von Reizungen an Haut, Augen und

Schleimhäuten auftreten.

Patienten mit der seltenen hereditären Galac-

tose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Gluco-

se-Galactose-Malabsorption

sollten

Simva

20 mg nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen

mit anderen Arz-

neimitteln

sonstige

Wechselwirkun-

Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit lipidsenkenden Arz-

neimitteln, die bei Monotherapie eine Myo-

pathie verursachen können

Das Risiko einer Myopathie einschließlich

einer Rhabdomyolyse ist während gemein-

samer Gabe mit Fibraten und Niacin (Niko-

tinsäure;

1 g/Tag) erhöht. Mit Gemfibrozil

besteht außerdem eine pharmakokinetische

Interaktion,

erhöhten

Plasmakon-

zentrationen von Simvastatin führt (siehe un-

ten Pharmakokinetische Wechselwirkungen

sowie 4.2 und 4.4). Bei gleichzeitiger Gabe

von Simvastatin und Fenofibrat gibt es keine

Anzeichen dafür, dass das Myopathierisiko

über die Summe der Risiken der jeweiligen

Einzelsubstanzen

hinausgeht.

Für

andere

Fibrate

stehen

keine

adäquaten

Daten

Pharmakovigilanz oder Pharmakokinetik zur

Verfügung.

Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Wirkungen anderer Arzneimittel auf Simvas-

tatin

CYP3A4-Wechselwirkungen

Simvastatin ist ein Substrat von Cytochrom

P450 3A4. Potente Inhibitoren von Cytoch-

rom P450 3A4 erhöhen das Risiko für eine

Myopathie und

Rhabdomyolyse

durch die

Erhöhung der Konzentration der inhibitori-

schen

Aktivität

HMG-CoA-Reduktase

im Plasma während der Therapie mit Sim-

vastatin.

diesen

Inhibitoren

zählen

Itraconazol,

Ketoconazol, Erythromycin, Clarithromycin,

Telithromycin,

HIV-Protease-Inhibitoren,

Nefazodon und Arzneimittel, die Cobicistat

enthalten. Die gleichzeitige Anwendung von

Itraconazol führte zu einer mehr als zehnfa-

chen Erhöhung der Exposition mit Simvasta-

(aktiver

Betahydroxysäure-Metabolit).

Telithromycin führte zu einer elffachen Er-

höhung der Exposition mit der Simvastatin-

säure.

Eine gleichzeitige Anwendung von Simvas-

tatin

Itraconazol,

Ketoconazol,

HIV-

Protease-Inhibitoren,

Erythromycin,

Cla-

rithromycin, Telithromycin, Nefazodon und

Arzneimitteln, die Cobicistat enthalten, ist

daher kontraindiziert. Falls eine Behandlung

mit Itraconazol, Ketoconazol, Erythromycin,

Clarithromycin

oder

Telithromycin

unab-

dingbar ist, muss die Therapie mit Simvasta-

tin während der Behandlungsdauer unterbro-

chen werden. Vorsicht ist angebracht, wenn

Simvastatin mit bestimmten anderen weniger

potenten

CYP3A4-Inhibitoren

kombiniert

wird: Ciclosporin, Verapamil und Diltiazem

(siehe 4.2 und 4.4).

Ciclosporin

Risiko

für

eine

Myopathie/Rhabdo-

myolyse wird durch die gleichzeitige An-

wendung von Ciclosporin insbesondere mit

höheren Simvastatin-Dosen erhöht (siehe 4.2

und 4.4). Daher sollte eine Dosis von 10 mg

Simvastatin

nicht

Patienten

überschritten werden, die gleichzeitig Cic-

losporin erhalten. Obwohl der Mechanismus

noch nicht vollständig geklärt ist, vergrößert

Ciclosporin die AUC der Simvastatinsäure,

was vermutlich teilweise auf eine Hemmung

von CYP3A4 und/oder von OATP1B1 zu-

rückzuführen ist.

__________________Fachinformation

_______________ _____Simva TAD

20 mg

Danazol

Risiko

für

eine

Myopathie/

Rhabdo-

myolyse ist durch die gleichzeitige Anwen-

dung von Danazol mit höheren Simvastatin-

Dosen erhöht (siehe 4.2 und 4.4).

Gemfibrozil

Gemfibrozil erhöht die AUC der Simvasta-

tinsäure

1,9fache,

möglicherweise

aufgrund einer Hemmung des Glukuronidie-

rungsweges und/oder von OATP1B1

(siehe

4.2 und 4.4).

Amiodaron und Verapamil

Das Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse

ist bei gleichzeitiger Anwendung von Amio-

daron

oder Verapamil und Simvastatin in

höheren Dosen erhöht (siehe 4.2 und 4.4). In

einer laufenden klinischen Studie wurde bei

6% der Patienten, die 80 mg Simvastatin und

Amiodaron einnahmen, über eine Myopathie

berichtet.

Eine Analyse der verfügbaren Daten aus kli-

nischen Studien zeigte eine ca. 1%ige Erhö-

hung des Myopathierisikos bei Patienten, die

40 mg oder 80 mg Simvastatin und Vera-

pamil

erhielten.

einer

pharmakokine-

tischen Studie führte eine gleichzeitige An-

wendung mit Verapamil zu einer 2,3fachen

Erhöhung der Exposition mit der Simvasta-

tinsäure, was vermutlich teilweise auf eine

CYP3A4-Hemmung zurückzuführen ist. Die

Dosis von Simvastatin sollte daher 20 mg

Kombination

mit Amiodaron

oder Verapamil nicht überschreiten, sofern

der klinische Nutzen das erhöhte Risiko ei-

Myopathie

Rhabdomyolyse

nicht

überwiegt.

Diltiazem

Eine Analyse der verfügbaren Daten aus kli-

nischen Studien zeigte eine ca. 1%ige Erhö-

hung des Myopathierisikos bei Patienten, die

80 mg

Simvastatin

Diltiazem

einnah-

men. Unter einer Dosierung von 40 mg Sim-

vastatin

wurde

Myopathierisiko

nicht

durch die gleichzeitige Einnahme mit Diltia-

zem erhöht (siehe 4.4). In einer pharmakoki-

netischen

Studie

führte

gleichzeitige

Anwendung

Diltiazem

einer

2,7fachen Erhöhung der Exposition mit der

Simvastatinsäure, was vermutlich teilweise

auf eine CYP3A4-Hemmung zurückzufüh-

ren ist. Die Dosis von Simvastatin sollte da-

40 mg

Kombination

Diltiazem

nicht

überschreiten,

sofern

klinische Nutzen das erhöhte Risiko einer

Myopathie und Rhabdomyolyse nicht über-

wiegt.

Lomitapid

Das Risiko für Myopathie und

Rhabdomyo-

lyse kann durch die gemeinsame Anwendung

von Lomitapid und Simvastatin erhöht sein

(siehe Abschnitte 4.3 und 4.4). Deshalb darf

Patienten

homozygoter

familiärer

Hypercholesterinämie (HoFH) unter Lomita-

pid eine Dosis von 40 mg Simvastatin nicht

überschritten werden.

Moderate CYP3A4 Inhibitoren

Patienten, die Simvastatin vor allem in hohen

Dosierungen gleichzeitig mit anderen Arz-

neimitteln

einnehmen,

moderate

CYP3A4 Inhibitoren sind, könnten ein er-

höhtes

Myopathierisiko

haben

(siehe

schnitt 4.4).

Inhibitoren

OATP1B1-

Transporterproteins

Simvastatinsäure

Substrat

für

OATP1B1-Transporterprotein.

gemein-

same Anwendung von Arzneimitteln, die In-

hibitoren des OATP1B1-Transporterproteins

sind, kann zu erhöhten Plasmaspiegeln von

Simvastatinsäure führen, und damit zu einer

Erhöhung des Myopathierisikos (siehe Ab-

schnitte 4.3 und 4.4).

Niacin (Nikotinsäure)

In seltenen Fällen wurde in Zusammenhang

mit einer Kombinationstherapie aus Simvas-

tatin und lipidsenkenden Dosierungen von

Niacin ((≥ 1 g/Tag) (Nikotinsäure) über das

Auftreten

einer

Myopathie/Rhabdomyolyse

berichtet. In einer Studie zur Pharmakokine-

führte

gleichzeitige

Verabreichung

von Nikotinsäure in einer Darreichungsform

mit verlängerter Wirkstofffreisetzung in einer

Einzeldosis von 2 g und Simvastatin 20 mg

einem

mäßigen

Anstieg

Simvastatin

Simvastatinsäure

maximalen

Plasmakonzentrationen

(Cmax)

von Simvastatinsäure-Plasmakonzentration.

Fusidinsäure

Das Risiko einer Myopathie einschließlich

Rhabdomyloyse kann bei gleichzeitiger sys-

temischer Gabe von Fusidinsäure und Stati-

nen erhöht sein. Der dieser Wechselwirkung

zugrundeliegende

Mechanismus

phar-

makodynamisch oder pharmakokinetisch o-

der beiderseits begründet) ist derzeit noch

nicht

geklärt.

Fälle

Rhabdomyolyse

(einschließlich einiger mit Todesfolge) bei

Patienten, welche diese Kombination erhiel-

ten, wurden berichtet.

Sofern

Behandlung

systemischer

Fusidinsäure

notwendig

ist,

sollte

Simva

TAD 20 mg während der gesamten Dauer

der Behandlung mit Fusidinsäure abgesetzt

werden. Siehe auch Abschnitt 4.4.

Grapefruitsaft

Grapefruitsaft hemmt Cytochrom P450 3A4.

Genuss großer Mengen von Grapefruitsaft

(über 1 Liter pro Tag) bei gleichzeitiger An-

wendung

Simvastatin

führte

einer

7fachen Erhöhung der Exposition mit der

Simvastatinsäure. Der Genuss von 240 ml

Grapefruitsaft am Morgen und die Einnahme

von Simvastatin am Abend führte ebenso zu

einer 1,9fachen Erhöhung. Der Genuss von

Grapefruitsaft

sollte

deshalb

während

Therapie mit Simvastatin vermieden werden.

Orale Antikoagulanzien

In zwei klinischen Studien, von denen die

eine mit gesunden Probanden, die andere mit

Patienten mit Hypercholesterinämie durch-

geführt wurde, führte Simvastatin 20 mg -

40 mg/Tag zu einer moderaten Wirkungsver-

stärkung von Antikoagulanzien vom Typ der

Cumarin-Derivate. Die Prothrombinzeit, an-

gegeben in der International Normalized Ra-

tio (INR), erhöhte sich bei den Probanden

von 1,7 auf 1,8 und bei den Patienten von

2,6 auf 3,4. Es wurden sehr seltene Fälle von

Erhöhungen der INR berichtet. Daher sollte

Patienten,

Cumarin-Derivate

ein-

nehmen, die Prothrombinzeit zu Beginn ei-

ner Therapie mit Simvastatin und danach in

häufigen Abständen bestimmt werden, um

signifikante Veränderungen der Prothrombi-

nzeit zu verhindern. Nach Stabilisierung der

Werte wird die Bestimmung der Prothrom-

binzeit

anschließend

Zeitabständen

empfohlen, wie sie für Patienten unter The-

rapie

Cumarin-Derivaten

üblich

sind.

Wird

Dosis

von Simvastatin

geändert

oder Simvastatin abgesetzt, sollte dieselbe

Vorgehensweise

eingehalten

werden.

Therapie mit Simvastatin wurde nicht mit

Blutungen

oder

Veränderungen

Pro-

thrombinzeit

Patienten,

die keine An-

tikoagulanzien

einnahmen,

Zusam-

menhang gebracht.

Wirkungen von Simvastatin auf die Pharma-

kokinetik anderer Arzneimittel

Simvastatin

übt

keine

inhibitorische

Wir-

kung auf Cytochrom P450 3A4 aus. Daher

wird auch keine Wirkung von Simvastatin

Plasmakonzentrationen

über

CYP 3A4 metabolisierter Substanzen erwar-

tet.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Still-

zeit

Schwangerschaft

Simva TAD 20 mg ist während der Schwan-

gerschaft kontraindiziert (siehe 4.3).

Die Sicherheit von Simvastatin bei schwan-

__________________Fachinformation

_______________ _____Simva TAD

20 mg

geren Frauen wurde nicht untersucht. Mit

Simvastatin wurden keine kontrollierten kli-

nischen

Studien

schwangeren

Frauen

durchgeführt. Es liegen seltene Berichte über

kongenitale

Anomalien

nach

intrauteriner

Exposition

HMG-CoA-Reduktase-

Inhibitoren vor. Eine Analyse bisheriger Er-

fahrungen

mit ca.

200 Frauen, die verse-

hentlich Simvastatin oder einen strukturver-

wandten HMG-CoA-Reduktase-Inhibitor im

ersten Trimenon der Schwangerschaft einge-

nommen hatten, zeigte kein erhöhtes Risiko

für

kongenitale

Anomalien

gegenüber

Gesamtpopulation. Diese Fallzahl war statis-

tisch ausreichend, um eine Risikoerhöhung

um das 2,5fache oder mehr im Vergleich zu

für

eine

Gesamtpopulation

erwarteten

Häufigkeit ausschließen zu können.

Obwohl es keine Anzeichen dafür gibt, dass

Inzidenz

kongenitaler

Anomalien

Kindern, deren Mütter Simva TAD 20 mg

oder einen anderen eng verwandten HMG-

CoA-Reduktase-Inhibitor eingenommen hat-

ten, von der in der Gesamtpopulation beo-

bachteten abweicht, kann eine Behandlung

der Mutter mit Simvastatin beim Fetus die

Spiegel

Mevalonsäure

senken,

welche

Vorstufe

Cholesterinsynthese

eine

Rolle spielt. Da Atherosklerose eine chroni-

sche Erkrankung ist, sollte eine Unterbre-

chung lipidsenkender Therapien während ei-

ner Schwangerschaft im Allgemeinen kaum

Auswirkungen auf das mit der primären Hy-

percholesterinämie verbundene Langzeitrisi-

ko haben. Simva TAD 20 mg darf daher

nicht von Frauen eingenommen werden, die

schwanger sind, eine Schwangerschaft pla-

nen oder vermuten schwanger zu sein. Die

Behandlung mit Simva TAD 20 mg muss

unterbrochen

werden,

Schwanger-

schaft beendet oder definitiv ausgeschlossen

ist. (Siehe 4.3.).

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Simvastatin oder

seine Metaboliten in die menschliche Mut-

termilch übergehen. Da viele Arzneimittel in

Muttermilch

übergehen

aufgrund

Potenzials

für

schwerwiegende

uner-

wünschte

Wirkungen

bei Säuglingen, darf

Simva TAD

20 mg von stillenden Frauen

nicht angewendet werden (siehe 4.3).

Fertilität

Es liegen keine Daten aus klinischen Studien

zu den Auswirkungen von Simvastatin auf

menschliche

Fertilität

vor.

Simvastatin

zeigte in Studien keine Auswirkungen auf

die Fertilität von männlichen und weiblichen

Ratten (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüch-

tigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen

Simva TAD 20 mg hat keine oder zu ver-

nachlässigende Auswirkungen auf die Ver-

kehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Be-

dienen von Maschinen. Bei der Teilnahme

am Straßenverkehr oder dem Bedienen von

Maschinen

jedoch

berücksichtigen,

dass

nach

Markteinführung

selten

über

Schwindel berichtet wurde.

4.8 Nebenwirkungen

Häufigkeiten der nachfolgend aufgeführten

unerwünschten Ereignisse, die im Rahmen

klinischer Studien und/oder nach der Markt-

einführung berichtet wurden, wurden anhand

einer Bewertung der Inzidenzraten in groß

angelegten, plazebokontrollierten, klinischen

Langzeitstudien wie HPS und 4S mit 20.536

bzw. 4.444 Patienten zugeordnet (siehe 5.1).

In HPS wurden nur Myalgie und Anstiege

Serum-Transaminasen

Wertes

sowie

schwerwiegende

Nebenwir-

kungen dokumentiert. In 4S wurden alle un-

ten aufgelisteten Ereignisse berichtet. Inzi-

denzraten, die für Simvastatin in diesen Stu-

dien denen von Plazebo entsprachen oder

darunter

lagen,

ähnliche

Spontan-

berichte

über

Ereignisse

möglichem

Kausalzusammenhang zur Therapie wurden

unter “selten” eingeordnet.

In HPS (siehe 5.1) erhielten 20.536 Patien-

ten entweder 40 mg Simvastatin/Tag (n =

10.269) oder Plazebo (n = 10.267). Das Si-

cherheitsprofil

40 mg

Simvastatin

behandelten Patienten war über die mittlere

Studiendauer von 5 Jahren mit dem der Pla-

zebo-Gruppe

vergleichbar.

Abbruch-

raten aufgrund von Nebenwirkungen waren

in beiden Gruppen vergleichbar (Simvasta-

tin-Gruppe 4,8% vs. Plazebo-Gruppe 5,1%).

Myopathie trat bei weniger als 0,1% der mit

40 mg

Simvastatin

behandelten

Patienten

auf. Die Häufigkeit der Transaminasenerhö-

hungen (auf mehr als den dreifachen oberen

Normwert; bestätigt durch eine Wiederho-

lung des Tests) betrug 0,21% (n = 21) bei

den mit 40 mg Simvastatin behandelten Pa-

tienten und 0,09% (n = 9) bei den mit Pla-

zebo behandelten Patienten.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwir-

kungen

werden

folgende

Kategorien

grunde gelegt

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000),

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Erkrankungen des Blutes und des Lymph-

systems:

Selten: Anämie

Erkrankungen des Nervensystems:

Selten:

Kopfschmerzen,

Parästhesien,

Schwindel, periphere Neuropathie

Häufigkeit nicht bekannt:

Gedächtnisverlust

Psychiatrische Erkrankungen

Häufigkeit nicht bekannt:

Schlafstörungen,

Schlaflosigkeit

Alp-

träume, Depressionen

Erkrankungen

Geschlechtsorgane

der Brustdrüse

Häufigkeit nicht bekannt:

erektile Dysfunktion

Erkrankungen

Atemwege,

Brustraums und Mediastinums

Häufigkeit nicht bekannt:

seltene Fälle von interstitieller Pneumopa-

thie, vor allem unter Langzeittherapie (siehe

Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Selten: Obstipation, Bauchschmerzen, Flatu-

lenz, Dyspepsie, Diarrhö, Übelkeit, Erbre-

chen, Pankreatitis

Affektionen der Leber und Gallenblase:

Selten: Hepatitis/Ikterus

Erkrankungen der Haut und des Unterhaut-

zellgewebes:

Selten: Hautausschlag, Pruritus, Alopezie

Skelettmuskulatur- und Bindegewebserkran-

kungen:

Selten: Myopathie, Rhabdomyolyse (s. Ab-

schnitt 4.4), Myalgie, Muskelkrämpfe

Häufigkeit nicht bekannt: immunvermittelte

nekrotisierende Myopathie (IMNM**

** In sehr seltenen Fällen wurde während

oder nach der Behandlung mit einigen Stati-

nen über eine autoimmunvermittelte nekroti-

sierende Myopathie (immune-mediated ne-

crotizing myopathy; IMNM) berichtet. Die

klinischen Charakteristika einer IMNM sind

persistierende

proximale

Muskelschwäche

und erhöhte Serum-Kreatinkinase-Werte, die

trotz Absetzen der Behandlung mit Statinen

fortbestehen.

Muskelbiopsien

zeigen

eine

nekrotisierende Myopathie ohne signifikante

Entzündungen; eine Besserung zeigt sich un-

ter Anwendung von Immunsuppressiva (sie-

he Abschnitt 4.4).

__________________Fachinformation

_______________ _____Simva TAD

20 mg

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden

am Verabreichungsort:

Selten: Asthenie

Selten wurde über ein offensichtliches Hy-

persensitivitätssyndrom

berichtet,

einem oder mehreren der folgenden Symp-

tome einherging: angioneurotisches Ödem,

lupusähnliches

Syndrom,

Polymyalgia

rheumatica,

Dermatomyositis,

Vaskulitis,

Thrombozytopenie, Eosinophilie, Beschleu-

nigung

Blutsenkungsgeschwindigkeit,

Arthritis

Arthralgie, Urtikaria,

Photo-

sensitivität, Fieber, Gesichtsrötung, Dyspnoe

und allgemeines Krankheitsgefühl.

Untersuchungen:

Selten: Erhöhungen der Serum-Transamina-

sen (ALT, AST,

-GT) (siehe 4.4 Wirkungen

auf die Leber), der alkalischen Phosphatase

und der CK-Werte im Serum (siehe 4.4).

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei

einigen Statinen berichtet:

- Schlafstörungen, wie Schlaflosigkeit und

Alpträume

- Gedächtnisverlust

- Störung der Sexualfunktion

- Depressionen

Ausnahmefällen

besonders

Langzeittherapie

eine interstitielle Lungen-

krankheit (siehe Abschnitt 4.4)

- Diabetes mellitus: Die Häufigkeit ist ab-

hängig von dem Vorhandensein oder dem

Fehlen von Risikofaktoren (Nüchternblutzu-

cker ≥ 5.6 mmol/L, BMI > 30kg/m

, erhöhte

Triglyzeridwerte, bestehende Hypertonie).

Kinder und Jugendliche (10 bis 17 Jahre)

In einer 48-wöchigen Studie bei Kindern und

Jugendlichen

(Jungen:

Tanner-Stadium

und darüber, Mädchen: mindestens 1 Jahr

nach der Menarche) im Alter zwischen 10

und 17 Jahren mit heterozygoter familiärer

Hypercholesterinämie (n = 175) war das Si-

cherheits- und Verträglichkeitsprofil der mit

Simvastatin behandelten Gruppe im Allge-

meinen dem Profil der Plazebo-Gruppe ähn-

lich.

Langzeitauswirkungen

auf die

physi-

sche, intellektuelle und sexuelle Entwicklung

sind nicht bekannt. Nach einjähriger Behand-

lungsdauer liegen derzeit noch keine ausrei-

chenden Daten vor. (Siehe Abschnitte 4.2,

4.4 und 5.1).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkun-

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir-

kungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuier-

liche

Überwachung

Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige

Gesundheitsberufen

sind

aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut

für

Arzneimittel

und Medi-

zinprodukte,

Abt.

Pharmakovigilanz,

Kurt-

Georg-Kiesinger

Allee

D-53175

Bonn,

Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Einige Fälle von Überdosierung wurden bis-

berichtet.

höchste

eingenommene

Dosis betrug 3,6 g Simvastatin. Bei keinem

der Patienten kam es zu Folgeerscheinungen.

Spezifische Erfahrungen zur Behandlung ei-

Überdosierung

Simvastatin

liegen

nicht vor.

Im Fall einer Überdosierung sollten symp-

tomatische und unterstützende Maßnahmen

ergriffen werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE

EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische

Gruppe:

HMG-

CoA-Reduktase-Hemmer,

ATC-Code: C10A A01

Wirkmechanismus

Nach oraler Aufnahme wird Simvastatin, ein

inaktives Lacton, in der Leber zur entspre-

chenden

Betahydroxysäure

hydrolysiert.

Dieser Hauptmetabolit ist ein potenter Inhi-

bitor

3-Hydroxy-3-methylglutaryl-

Coenzym A(HMG-CoA)-Reduktase; hierbei

handelt es sich um ein Enzym, das die Um-

wandlung von HMG-CoA zu Mevalonat, ei-

frühen

geschwindigkeitsbestim-

menden Schritt in der Biosynthese des Cho-

lesterins katalysiert.

Pharmakodynamische Wirkungen

Sowohl bei normalen als auch bei erhöhten

Ausgangswerten führt Simvastatin zu einer

Senkung des LDL-Cholesterinspiegels. LDL

entsteht aus VLDL und wird überwiegend

über spezifische LDL-Rezeptoren abgebaut.

LDL-senkende Wirkmechanismus von

Simvastatin

beruht

wahrscheinlich

sowohl

Abnahme

Konzentration

VLDL-Cholesterin als auch auf einer Induk-

tion von LDL-Rezeptoren, also sowohl auf

einer verminderten Produktion als auch auf

einem

verstärkten

Abbau

LDL-

Cholesterin. Die Konzentration von Apoli-

poprotein B nimmt bei der Behandlung mit

Simvastatin

ebenfalls

deutlich

Sim-

vastatin bewirkt zudem einen mäßigen An-

stieg des HDL-Cholesterins sowie eine Ab-

nahme der Triglyzeride im Plasma. Insge-

samt resultiert aus diesen Veränderungen ei-

ne Abnahme des Verhältnisses von Gesamt-

HDL-Cholesterin

LDL-

HDL-

Cholesterin.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Hohes Risiko für eine koronare Herzkrank-

heit (KHK) oder bestehende koronare Herz-

krankheit

In der Heart Protection Study (HPS) wurden

die Effekte einer Therapie mit Simvastatin

an 20.536 Patienten (40-80 Jahre) mit oder

ohne Hyperlipidämie, mit KHK, anderen Ge-

fäßverschlusskrankheiten oder Diabetes mel-

litus beurteilt. In dieser Studie erhielten über

eine

mittlere

Studiendauer

Jahren

10.269 Patienten 40 mg Simvastatin pro Tag

und 10.267 Patienten Plazebo. Bei Studien-

beginn hatten 6.793 (33%) Patienten LDL-

Cholesterinwerte

unter

116 mg/dl;

5.063

(25%) hatten Werte zwischen 116 mg/dl und

135 mg/dl; und 8.680 (42%) hatten Werte

über 135 mg/dl.

Die Therapie mit 40 mg Simvastatin/Tag re-

duzierte im Vergleich zu Plazebo das Ge-

samtmortalitätsrisiko

signifikant

(1.328

[12,9%] mit Simvastatin behandelte Patien-

ten vs. 1.507 [14,7%] Patienten unter Pla-

zebo; p = 0,0003), was auf einer Reduktion

der KHK-Mortalität um 18% beruht (587

[5,7%] vs. 707 [6,9%]; p = 0,0005; absolute

Risikoreduktion

1,2%).

Senkung

Mortalitätsrate nicht kardiovaskulärer Ursa-

che war nicht statistisch signifikant.

Simvastatin senkte ebenfalls das Risiko für

schwere koronare Ereignisse (kombinierter

Endpunkt aus nicht letalem Myokardinfarkt

oder Tod durch KHK) um 27% (p < 0,0001).

Simvastatin

reduzierte

erforderliche

gefäß-

chirurgische

Eingriffe

Herzen

(ein-

schließlich

Bypass-OP

oder

perkutaner

transluminaler

koronarer

Angioplastie)

30% (p < 0,0001) sowie erforderliche peri-

phere und andere nicht koronare revaskulari-

sierende

Eingriffe

(p = 0,006).

Simvastatin senkte das Risiko für Schlagan-

fälle um 25% (p < 0,0001), was auf einer

Senkung

Risikos

für

ischämische

Schlaganfälle um 30% (p < 0,0001) beruht.

Zusätzlich senkte Simvastatin in der Sub-

gruppe

Diabetiker

Risiko

für die

Entwicklung makrovaskulärer Komplikatio-

nen einschließlich peripherer revaskularisie-

render Eingriffe (chirurgischer Eingriff oder

Angioplastie), Amputation der unteren Ext-

remitäten oder Geschwüre an den Beinen um

(p = 0,0293).

Risikoreduktion

durch Simvastatin war für alle Subgruppen

Patienten

vergleichbar,

einschließlich

Patienten

ohne

aber

zerebro-

vaskulärer Erkrankung oder peripherer Ge-

__________________Fachinformation

_______________ _____Simva TAD

20 mg

fäßerkrankung, Frauen und Männern, älteren

oder jüngeren Patienten als 70 Jahre bei Stu-

dienbeginn, mit und ohne Hypertonie, und

auch

besonders

jene

Ausgangswerten

von LDL-Cholesterin unter 3,0 mmol/l bei

Studieneinschluss.

Scandinavian

Simvastatin

Survival

Study (4S) wurde der Effekt einer Therapie

mit Simvastatin auf die Gesamtmortalität bei

4.444 Patienten

koronarer

Herzerkran-

kung

(KHK)

sowie

Gesamtcholesterinaus-

gangswerten

212-309 mg/dl

(5,5-

8,0 mmol/l) untersucht. In dieser multizent-

rischen, randomisierten, doppelblinden, pla-

zebokontrollierten Studie wurden Patienten

mit Angina pectoris oder vorangegangenem

Myokardinfarkt (MI) über eine mittlere Be-

handlungsdauer von 5,4 Jahren mit Diät und

Standardtherapie

sowie

entweder

Sim-

vastatin 20-40 mg/Tag (n = 2.221) oder Pla-

zebo

(n = 2.223)

therapiert.

Simvastatin

senkte das Mortalitätsrisiko um 30% (abso-

lute Risikoreduktion 3,3%). Das Risiko der

KHK-Mortalität

wurde

(absolute

Risikoreduktion 3,5%) reduziert. Ebenfalls

verminderte

Simvastatin

Risiko,

schwerwiegendes koronares Ereignis (KHK-

Mortalität oder im Krankenhaus bestätigter

und stummer nicht tödlicher MI) zu erleiden

um 34%. Des Weiteren reduzierte Simvasta-

tin das Risiko für tödliche oder nicht tödli-

che zerebrovaskuläre Ereignisse (Schlagan-

fälle

transitorische

ischämische

Atta-

cken) um 28%. Hinsichtlich der nicht kardi-

ovaskulären Mortalität gab es zwischen den

beiden

Gruppen

keinen

statistisch

signi-

fikanten Unterschied.

Primäre

Hypercholesterinämie

mischte Hypercholesterinämie

In Vergleichsstudien zur Wirksamkeit und

Unbedenklichkeit von Simvastatin an Pati-

enten mit Hypercholesterinämie führte eine

Behandlung mit 10 mg, 20 mg, 40 mg und

80 mg

Simvastatin

mittleren

Senkungen von LDL-Cholesterin um 30%,

38%,

47%.

Studien

mischten

Hypercholesterinämie

führte

Behandlung

40 mg

80 mg

Sim-

vastatin zu mittleren Senkungen der Trigly-

zeride um 28% bzw. 33% (Plazebo 2%) und

zu mittleren Anstiegen von HDL-Cholesterin

um 13% bzw. 16% (Plazebo 3%).

Kinder und Jugendliche

Klinische Studien bei Kindern und Jugendli-

chen (10 bis 17 Jahre):

In einer doppelblinden, plazebokontrollierten

Studie erhielten 175 Patienten (99 Jungen:

Tanner-Stadium

darüber,

Mäd-

chen: mindestens 1 Jahr nach der Menarche)

im Alter zwischen 10 und 17 Jahren (Durch-

schnittsalter

14,1

Jahre)

heterozygoter

familiärer Hypercholesterinämie (heFH) über

einen Zeitraum von 24 Wochen (Basisstudie)

randomisiert Simvastatin oder Plazebo. Vo-

raussetzung für die Aufnahme in die Studie

waren

LDL-Cholesterin-Ausgangswert

zwischen 160 und 400 mg/dl sowie mindes-

tens ein Elternteil mit einem LDLwert >189

mg/l. Die Dosierung von Simvastatin (täglich

als Einzeldosis am Abend) betrug in den ers-

ten 8 Wochen 10 mg, in den nächsten 8 Wo-

chen 20 mg und danach 40 mg. In einer 24-

wöchigen

Studienerweiterung

wurden

Patienten zur Fortsetzung der Therapie aus-

gewählt. Diese erhielten 40 mg Simvastatin

oder Plazebo.

Simvastatin verringerte die Plasmakonzentra-

tionen von LDL, Triglyzeriden und Apo B

signifikant. Die Ergebnisse der Studienerwei-

terung nach der 48. Woche waren vergleich-

Ergebnissen

Basisstudie.

Nach 24-wöchiger Behandlung lag der mitt-

lere LDLwert in der Gruppe, die Simvastatin

in einer Dosis von 40 mg erhielt, bei 124,9

mg/dl

(Schwankungsbereich:

64,0-289,0

mg/dl), im Vergleich dazu in der Plazebo-

Gruppe

207,8 mg/dl (Schwankungsbe-

reich: 128,0-334,0 mg/dl).

Nach 24-wöchiger Behandlung mit Simvas-

tatin (mit im 8-wöchigen Abstand ansteigen-

den Dosierungen von 10, 20 und 40 mg pro

Tag) führte die Einnahme von Simvastatin zu

einer Senkung des mittleren LDLwertes um

36,8 % (Plazebo: 1,1 % Anstieg im Ver-

gleich zum Ausgangswert), des Apo B um

32,4 % (Plazebo: 0,5 %) und der mittleren

Triglyzeridwerte um 7,9 % (Plazebo: 3,2 %)

sowie

einer

Erhöhung

HDL-

Cholesterinwerte um 8,3 % (Plazebo: 3,6 %).

positiven

Langzeitauswirkungen

Simvastatin

kardiovaskuläre

Ereignisse

bei Kindern mit heFH sind nicht bekannt.

Sicherheit und Wirksamkeit von Dosierun-

gen über 40 mg pro Tag bei Kindern mit he-

terozygoter familiärer Hypercholesterinämie

wurden nicht untersucht. Es liegen auch kei-

ne Daten zur Langzeitwirkung der Simvasta-

tin-Therapie im Kindesalter auf die Reduzie-

rung von Morbidität und Mortalität im Er-

wachsenenalter vor.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Simvastatin, ein inaktives Lacton, wird in

vivo schnell zur entsprechenden Betahydro-

xysäure, einem potenten Hemmer der HMG-

CoA-Reduktase, hydrolysiert. Die Hydrolyse

findet

allem

Leber

statt;

menschlichen Plasma verläuft sie sehr lang-

sam.

Die Untersuchung der pharmakokinetischen

Eigenschaften wurde an Erwachsenen durch-

geführt. Für Kinder und Jugendliche liegen

keine pharmakokinetischen Daten vor.

Resorption

Beim Menschen wird Simvastatin gut resor-

biert

unterliegt

einem

ausgeprägten

First-Pass-Effekt in der Leber – abhängig

vom Blutfluss in der Leber. Die Leber ist der

primäre Wirkort der aktiven Form. Die Ver-

fügbarkeit der Betahydroxysäure nach einer

oralen Simvastatin-Dosis betrug im systemi-

schen Kreislauf weniger als 5% der Dosis.

Die maximalen Inhibitorkonzentrationen im

Plasma traten ca. 1-2 Stunden nach der Ein-

nahme

auf.

Eine

gleichzeitige

Nah-

rungsaufnahme hatte keinen Einfluss auf die

Resorption.

Pharmakokinetik

einmaliger

mehrfacher

Gabe

Simvastatin

zeigte,

dass

wiederholte

Verabreichung

Arzneimittels nicht zu einer Akkumulation

führt.

Verteilung

Simvastatin und sein aktiver Metabolit sind

beim Menschen zu mehr als 95% an Plas-

maproteine gebunden.

Elimination

Simvastatin ist ein Substrat von CYP 3A4

(siehe 4.3 und 4.5). Die im menschlichen

Plasma vorhandenen Hauptmetaboliten von

Simvastatin umfassen die Betahydroxysäure

sowie

vier

weitere

wirksame

Metaboliten.

Nach

oraler

Gabe

radioaktiv

markierten

Simvastatins

Probanden

wurden

inner-

halb von 96 Stunden 13% der Radioaktivität

im Urin und 60% in den Fäzes wiedergefun-

den. Letztere Menge steht sowohl für resor-

bierte

Anteile,

über

Galle

ausge-

schieden werden, als auch für nicht resor-

bierte Substanz. Nach intravenöser Injektion

Betahydroxysäure-Metaboliten

betrug

seine

Halbwertszeit

1,9 Stunden;

durchschnittlich 0,3% der i.v. Dosis wurden

im Urin als Inhibitoren ausgeschieden.

Simvastatin

wird

durch

Transporter

OATP1B1 aktiv in die Hepatozyten aufge-

nommen.

Besondere Zielgruppen

Träger des c.521T>C Allels des SLC01B1

Gens haben eine niedrigere OAT1B1 Aktivi-

tät.

durchschnittliche

Bioverfügbarkeit

(AUC) des wichtigsten aktiven Metaboliten,

Simvastatinsäure, beträgt 120% bei hetero-

__________________Fachinformation

_______________ _____Simva TAD

20 mg

zygoten Trägern (CT) des C-Allel und 221%

bei homozygoten Trägern (CC), bezogen auf

die von Patienten mit dem häufigsten Geno-

typ (TT).

Das C Allel hat eine Häufigkeit von 18% in

der europäischen Bevölkerung. Bei Patien-

ten mit SLCO1B1 Polymorphismus besteht

ein Risiko für eine verstärkte Simvastatinex-

position, welche zu einem erhöhten Rhab-

domyolyserisiko

führen

kann

(siehe

schnitt 4.4).

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend

konventionellen

Tierstudien

zu Pharmakodynamik, Toxizität bei wieder-

holt verabreichten Dosen, Genotoxizität und

Kanzerogenität lassen sich keine Risiken für

den Patienten ableiten, die nicht aufgrund

pharmakologischen

Mechanismus

erwarten wären. In den höchsten von Ratte

und Kaninchen vertragenen Dosen rief Sim-

vastatin keine fetalen Missbildungen hervor

und hatte keine Auswirkungen auf Fertilität,

Fortpflanzung oder neonatale Entwicklung.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

wasserfreie Lactose

vorverkleisterte Stärke aus Mais

mikrokristalline Cellulose

Talkum

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Butylhydroxyanisol (Ph. Eur.) (E320)

Tablettenfilm:

Hyprolose

Hypromellose

Titandioxid (E171)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre:

Al/Polyamid/Al/PVC-Blisterstreifen

2 Jahre:

PVC/PE/PVDC/Al–Blisterstreifen,

PVC/PE/PVDC/Al–Blisterstreifen

einge-

bracht in Polyester/Al/PE-Beutel,

HDPE-Behälter mit kindergesichertem PP-

Verschluss und Al-Originalitätssiegel

Besondere

Vorsichtsmaßnahmen

für

die Aufbewahrung

Es sind keine besonderen Lagerungsbedin-

gungen zu beachten.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/PE/PVDC/Al–Blisterstreifen,

PVC/PE/PVDC/Al–Blisterstreifen

einge-

bracht in Polyester/Al/PE-Beutel,

HDPE-Behälter mit kindergesichertem PP-

Verschluss und Al-Originalitätssiegel,

Al/Polyamid/Al/PVC-Blisterstreifen

Originalpackungen mit 10, 20 30, 50, 60,

100 Filmtabletten

Klinikpackungen (gebündelt) mit 500 (5 x

100) Filmtabletten

Nicht alle Packungen können in Verkehr ge-

bracht werden.

Besondere

Vorsichtsmaßnahmen

für

die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Keine besonderen Anforderungen

7. INHABER DER ZULASSUNG

TAD Pharma GmbH

Heinz-Lohmann-Straße 5

27472 Cuxhaven

Telefon: (0 47 21) 6 06-0

Telefax: (0 47 21) 6 06-333

E-Mail: info@tad.de

8. ZULASSUNGSNUMMER

Simva TAD 20 mg: Zul.-Nr.: 50633.02.00

DATUM

ERTEILUNG

ZULASSUNG 20.02.2003

10. STAND DER INFORMATION

August 2016

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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