SIMVA BASICS C 20 mg Filmtablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Simvastatin
Verfügbar ab:
Basics GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
simvastatin
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Simvastatin 20.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
53872.02.00

SIMVABASICSC20mg

ENR2153874

Filmtabletten

Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

SIMVABASICSC20mgFilmtabletten

FürErwachsene

Wirkstoff:Simvastatin

LesenSiediesePackungsbeilagesorgfältig durch,bevorSiemitderEinnahmedieses

Arzneimittelsbeginnen.

HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäternochmalslesen.

WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoderApotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritte

weiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenndiesedieselbenSymptomehaben

wieSie.

WenneinederangeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderwennSie

Nebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,

informierenSiebitteIhrenArztoderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1.WasistSIMVABASICS undwofürwird esangewendet?

2.WasmüssenSievorderEinnahmevonSIMVABASICSbeachten?

3.WieistSIMVABASICSeinzunehmen?

4.WelcheNebenwirkungensind möglich?

5.WieistSIMVABASICSaufzubewahren?

6.WeitereInformationen

1. WASISTSIMVABASICSUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

SIMVABASICSisteinArzneimittel,dasdenCholesterinspiegelimBlutsenkt,indemesdie

Cholesterinmengeverringert,dievonIhremKörpergebildetwird.CholesterinisteineFettart,die

zurErhaltungderGesundheitnotwendigist.EinzuhoherCholesterinspiegelimBluterhöht

jedochdasRisikofürHerzkrankheitenundSchlaganfälle.

IhrArzthatIhnenSIMVABASICSverschrieben.DerGrund hierfüristIhrzuhoher

Cholesterinspiegel(Hypercholesterinämie)oderandereStörungenderBlutfettwerte

(Dyslipidämie).SIMVABASICSwurdenIhnenvielleichtauchverschrieben,weilbeiIhnendas

RisikofüreineHerzkrankheitbesteht.

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2. WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVONSIMVABASICSBEACHTEN?

SIMVABASICSdürfennichteingenommenwerden:

- wennSieallergisch(überempfindlich)aufSimvastatinodereinendersonstigenBestandteile

vonSIMVABASICSsind(sieheAbschnitt6“WeitereInformationen”amEndedieser

Beilage).

- wennSieaneinereineLebererkrankungleiden

- wennIhreLeberenzymwerteimBlutohnebekannteUrsacheständigerhöhtsind

- wennSieschwangersindoderstillen

- wennSieArzneimittelnehmen,diealsCYP3A4-Inhibitorenbezeichnetwerden.Beispiele

fürdieseArzneimittelfindenSieimAbschnitt„BeiEinnahmevonSIMVABASICSmit

anderenArzneimitteln“.

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonSIMVABASICSisterforderlich,

- wennbeiIhnenohneGrundMuskelschmerzen,Muskelempfindlichkeitoder

Muskelschwächeauftreten.SiemüssenindiesemFalledieEinnahmevonSIMVABASICS

abbrechenund sofortIhrenArztinformieren.SIMVABASICSkann,ebensowieähnliche

Arzneimittel,eineMuskelerkrankungmitSchmerzenund Schwäche(Myopathie)

verursachen.DiesekannzurZerstörungvonMuskelzellen(Rhabdomyolyse)führen.Diese

MuskelerkrankungkannNierenschädenverursachen,undinsehrseltenenFällenkames

auchzuTodesfällen.DasRisikofüreineMyopathieerhöhtsichmitsteigenden

Simvastatin-Dosen.EinerhöhtesMyopathierisikobestehtauch:

- wennSieälterals70Jahresind.

- wennSieaneinerNierenerkrankung,wiez.B.aneinemNierenversagenleiden.

- wennSieeineSchilddrüsen-Unterfunktionhabenund keinLevothyroxinnehmen.

- wennSieodereinFamilienmitgliedaneinererblichenMuskelerkrankungleiden.

- wennSiemiteinemähnlichenArzneimittelwieSIMVABASICSeineMyopathie

hatten.

- wennSiebereitsmiteinemanderenCholesterinsenkereineMyopathiehatten.

BeispielefürandereCholesterinsenkerfindenSieuntenimAbschnitt„BeiEinnahme

vonSIMVABASICSmitanderenArzneimitteln“.

- wennSiegroßeMengenAlkholkonsumieren.

- wennSieAtemnot(Dyspnoe)odereinentrockenenHustenhabenodersichallgemein

unwohlfühlen(Müdigkeit,Gewichtsverlust,Fieber).InformierenSieindiesenFällensofort

IhrenArzt,daSIMVABASICSdieLungeangreifenkann.

wennSieeineLebererkrankunghaben.

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- wennSieaneinerseltenenErbkrankheitleiden,beiderSieMilchoderbestimmte

Zuckerartennichtverdauenkönnen.BeispielefürdieseKrankheitensinddie

Galactose-Intoleranz,derLapp-Lactasemangeloder

Glucose-Galactose-Verdauungsprobleme.WennSieeinedieserStörungenhaben,dürfen

SieSIMVABASICSnichteinnehmen.

- wennSieeinegrößereOperationvorsichhaben.IndiesemFalleinformierenSiebitteIhren

Arzt.

IhrArztwirdBlutuntersuchungendurchführen,umfestzustellen,obdieEinnahmevonSIMVA

BASICSfürSiesicherist.

BeiEinnahmevonSIMVABASICSmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimitteleinnehmenbzw.

vorkurzemeingenommenhaben,auchwennessichumnichtverschreibungspflichtige

Arzneimittelhandelt.

InformierenSieIhrenArztoderApothekerinsbesondere,wennSieeinesodermehrereder

folgendenArzneimitteleinnehmen,dadieEinnahmevonSIMVABASICSmitdiesen

ArzneimittelndasRisikofürErkrankungenderMuskulatur(Myopathie)erhöhenkann.

- CholesterinsenkereineranderenKlasse,wiezumBeispielGemfibroziloderFibrate

- Niacin(auchalsNikotinsäureoderVitaminB3bezeichnet)

- Arzneimittel,diealsCYP3A4-Inhibitorenbezeichnetwerden.Beispielefürdiese

Arzneimittelsind:

-ItraconazolundKetoconazol(zurBehandlungvonPilzinfektionen)

- HIV-ProteasehemmerwieIndinavir,Nelfinavir,Ritonavirund

Saquinavir(zurBehandlungvonHIV-Infektionen)

- Erythromycin,Clarithromycinund Telithromycin(ArtenvonAntibiotika,diezur

BehandlungvonInfektionenverwendetwerden)

- Nefazodon(zurBehandlungvonDepressionen)

- Danazol(zurBehandlungderEndometriose,einerschmerzhaftenErkrankungvonFrauen

imgebärfähigenAlter)

- Ciclosporin(zurVerhinderungderAbstoßungtransplantierterOrgane)

- Amiodaron(zurBehandlungunregelmäßigerHerztätigkeit)

- DiltiazemundVerapamil(zurBlutdrucksenkung)

WennSieirgendeinesdieserArzneimittelbenötigen,kanneventuelldieSimvastatindosisgesenkt

oderdieBehandlungvorübergehend abgebrochenwerden.IhrArztwirdIhnendiefürSie

geeigneteDosisnennen.

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BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonSIMVABASICSistgeboten,wennSiegleichzeitig

Antikoagulantien(blutverdünnendeArzneimittel)verwenden.BlutungenwürdendannbeiIhnen

leichterauftretenundlängeranhalten,alsdiesbeiIhnennormalerweisederFallist.

WennSiegleichzeitigCholestyramin(odereinanderesgallensäurebindendesArzneimittel)

nehmen,wird sichdiesaufSIMVABASICSauswirken.(SieheAbschnitt3 "WieistSIMVA

BASICSeinzunehmen").

WennSieeineOperationvorsichhaben,müssenSiedenKlinikarztinformieren,dassSieSIMVA

BASICSeinnehmen.IhreBehandlungmitSIMVABASICSwirddannunterUmständenfür

einigeTageunterbrochen.

BeiEinnahmevonSIMVABASICSmitNahrungsmittelnundGetränken

AufGrapefruitsaftmußwährend derEinnahmevonSIMVABASICSverzichtetwerden.

GrapefruitsafterhöhtdenBlutspiegelvonSIMVABASICS, wodurchdasRisikoeinerMyopathie

erhöhtwird(sieheoben).

SiekönnenSIMVABASICSunabhängigvonderNahrungsaufnahmeeinnehmen.

SchwangerschaftundStillzeit

FragenSievorderEinnahmevonallenArzneimittelnIhrenArztoderApothekerumRat.

SIMVABASICSdürfennichteingenommenwerden,wennSie:

schwangersind

versuchen,schwangerzuwerden

vermuten,dassSieschwangerseinkönnten.

EsbestehtdieMöglichkeit,dassSIMVABASICSdasUngeboreneschädigen.WennSie

schwangerwerden,müssenSiedieEinnahmevonSIMVABASICSabbrechenund IhrenArzt

informieren.

WennSiestillen,dürfenSieSIMVABASICSnichteinnehmen.Esistnichtbekannt,obSIMVA

BASICSindieMuttermilchübertritt;istdiesderFall,könnteesIhrKind schädigen.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

Esistunwahrscheinlich,dassSIMVABASICSdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeit,

Maschinenzubedienen,beeinträchtigen.AllerdingsfühlensicheinigeMenschennachder

EinnahmevonSIMVABASICSbenommen.WennSIMVABASICSSieaufdieseWeise

beeinträchtigen,solltenSiekeinFahrzeuglenkenund keineMaschinenbedienen,bisdie

Benommenheitverschwundenist.

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevonSIMVABASICS

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SIMVABASICSenthaltenMilchzucker;dieserwirdalsLactosebezeichnet.WennIhrArztSie

informierthat,dassSieeineIntoleranzgegenüberbestimmtenZuckerartenhaben,kontaktieren

SiebitteIhrenArzt,bevorSiediesesMedikamentnehmen.

3. WIEISTSIMVABASICSEINZUNEHMEN?

NehmenSieSIMVABASICSimmergenaunachderAnweisungdesArztesein.BittefragenSie

beiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganzsichersind.SIMVABASICSsind

indenStärken5mg,10 mg,20mgund40 mgerhältlich.

FallsvomArztnichtandersverordnet,istdieüblicheDosiszwischen5 mg(eine

5-mg-Tablette)und80 mg(zwei40-mg-Tabletten)einmaltäglichabends.

SolltebeiIhneneinspeziellerTyp erhöhtenCholesterinsvorliegen,wird IhnenIhrArzt

möglicherweisedieTablettendreimaltäglichverordnen.

IhrArztwirdabhängigvonIhrerErkrankungund IhrenRisikofaktoreneineAnfangsdosis

festlegen.BenötigenSieeinehöhereDosis,wird IhrArztdieDosisetwaallevierWochennach

und nacherhöhen.Die80-mg-DosisistfürPersonenmitsehrhohenCholesterinwertenodermit

hohemRisikoeinerHerzkrankheitvorgesehen.IhrArztwird möglicherweiseeineniedrigere

Dosierungverordnen,wennSieaneinerschwerenNierenerkrankungleidenodereinesderin

Abschnitt2angeführtenMedikamentenehmen.

WennSiezusätzlichCholestyramin(odereinanderesgallensäurebindendesMedikament)nehmen,

wird sichdiesaufSIMVABASICSauswirken.NehmenSieIhreDosisSIMVABASICS

mindestens2 Stundenvorodermindestens4Stundennachdemgallensäurebindenden

Medikamentein.

BehaltenSieIhrecholesterinsenkendeDiätbeiund sorgenSiefürregelmäßigekörperliche

Aktivität,umdieSenkungdesCholesterinspiegelszuunterstützen.IhrArztwirdIhnenvielleicht

auchweitereTherapienverschreiben,diezurSenkungdeshohenCholesterinspiegelsbeitragen.

KinderdürfenSIMVABASICSnichteinnehmen.

FürälterePatientenistkeineDosisanpassungerforderlich.

WennSieeinegrößereMengeSIMVABASICSeingenommenhaben,alsSiesollten

InformierenSiesofortIhrenArztoderApotheker.

WennSiedieEinnahmevonSIMVABASICSvergessenhaben

NehmenSienichtdiedoppelteDosisein,wennSiedievorherigeEinnahmevergessenhaben.

NehmenSieeinfachdienächsteDosiszurgewohntenZeitein.

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WennSiedieEinnahmevonSIMVABASICSabbrechen

SiesolltenSIMVABASICSsolangenehmen,wiesieIhnenvomArztverschriebenwerden.

WennSiedieEinnahmevonSIMVABASICSabbrechen,könnteIhrCholesterin-Blutspiegel

ansteigenunddamitdasRisikoeinerHerzkrankheitodereinesSchlaganfallserhöhen.

WennSieweitereFragenzurAnwendungdesArzneimittelshaben,fragenSieIhrenArztoder

Apotheker.

4. WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannSIMVABASICSNebenwirkungenhaben,dieabernichtbeijedem

auftretenmüssen.

DieuntenbeschriebenenNebenwirkungentratenbeiPatientenauf,dieSIMVABASICS

einnahmen.AlleNebenwirkungensindselten.Diesbedeutet,dasssiebeizumindest1 von10.000,

aberbeiwenigerals1von1.000behandeltenPatientenauftraten.

WennSieSIMVABASICSeinnehmen,kanneszuschwerwiegendenReaktionenkommen.

WennbeiIhneneinederfolgendenReaktionenauftritt,brechenSiedieEinnahmevon

SIMVABASICSabundverständigenSiesofortIhrenArztoderdasnächstgelegene

Krankenhaus.

- Muskelschmerzen,MuskelkrämpfeoderMuskelschwäche(Myalgie/Myopathie).Diese

könnenZeicheneinesabnormenZerfallsderMuskelzellen(Rhabdomyolyse)sein,derzur

NierenschädigungodersogarzumTodführenkann.

- schwereallergischeReaktionen(Überempfindlichkeit),wie:

- SchwellungenimGesicht,derZungeoderdesRachens(Angioödem)

- schmetterlingsförmigeRötungbeidseitsderNase(lupusähnlichesSyndrom)

- Atemnot(Dyspnoe)

- SteifigkeitundSchmerzenindenSchulter-undHüftmuskeln(Polymyalgia

rheumatica)

- EntzündungderBlutgefäße,häufigmitHautausschlag(Vasculitis)

- Hautausschläge

- einevonFieber,Unwohlseinund allgemeinerSchwächebegleiteteHautkrankheit

(Dermatomyositis)

- einehoheZahlbestimmterweißerBlutkörperchen(Eosinophilie)

- Gelenksentzündung(Arthritis)

- Gelenkschmerzen(Arthralgie)

- juckende,fleckigeHaut(UrticariaoderNesselausschlag)

- LichtempfindlichkeitderHaut(Photosensitivität)

- Fieber

- RötungvonGesichtundHals(Flush)

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- Unwohlsein(Malaise)

- Leberentzündung(Hepatitis)

- GelbfärbungderHautoderderweißenAnteilederAugen,verursachtdurchLeber-

oderBlutprobleme(Gelbsucht).

EntzündungderBauchspeicheldrüse,oftmitstarkenMagenschmerzen(Pankreatitis)

DiefolgendenNebenwirkungentratenebenfallsbeiPatientenauf,dieSIMVABASICS

einnahmen:

- VerminderungderBlutplättchen,wodurchdasRisikovonBlutungenundBlutergüssen

erhöhtwird(Thrombocytopenie)

- Blutlaborwert,deraufeineEntzündunghinweist(beschleunigteBlutkörperchensenkung)

- VerringerungderZahlderrotenBlutkörperchen,diezurHautblässe,Schwächeund

Kurzatmigkeit(Anämie)führenkann.

- Nervenstörung,diezuSchwäche,Kribbelnund taubemGefühlinHändenund Füßenführen

kann(periphereNeuropathie)

- taubesoderkribbelndesGefühl(Parästhesie)

- Kopfschmerzen

- Benommenheit

- Verstopfung

- Magen-(Bauch-)schmerzen

- Blähung(Flatulenz)

- Verdauungsstörung(Dyspepsie)

- Durchfall

- Übelkeit(Nausea)

- Erbrechen

- Hautjucken(Pruritus)

- Haarausfall(Alopezie)

- Schwächegefühl(Asthenie)

- abnormeBlutwertefürLeberund Muskulatur

DiefolgendenNebenwirkungenwurdenmitanderenMedikamentenderselbenKlassewie

Simvastatinberichtet:

- Schlafstörungen,einschließlichSchlaflosigkeit(Insomnie)undAlbträume

- Gedächtnisverlust

- ProblemebeimGeschlechtsverkehr

- Depression

- Atemprobleme,einschließlichanhaltendemHusten,KurzatmigkeitoderFieber,

insbesonderewährend einerLangzeitbehandlung.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführten

NebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigt,oderSieNebenwirkungenbemerken,die

nichtindieserGebrauchsinformationangegebensind.

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5. WIEISTSIMVABASICSAUFZUBEWAHREN?

FürSIMVABASICSgibteskeinespeziellenAufbewahrungsvorschriften.

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufdemUmkartonnachEXPangegebenen

Verfalldatumnichtmehranwenden.DasVerfalldatumbeziehtsichaufdenletztenTagdes

Monats.

DasArzneimitteldarfnichtimAbwasseroderHaushaltsabfallentsorgtwerden.FragenSieIhren

Apotheker,wiedasArzneimittelzuentsorgenist,wennSieesnichtlängerbenötigen.Diese

Maßnahmehilft,dieUmweltzuschützen.

6. WEITEREINFORMATIONEN

WasSIMVABASICSenthält:

DerWirkstoffistSimvastatin.

JedeFilmtabletteenthält20 mgSimvastatin.

DiesonstigenBestandteilesind:

Tablettenkern:

Butylhydroxyanisol(Ph.Eur.)

Lactose-Monohydrat

vorverkleisterteStärke(Maisstärke)

Ascorbinsäure

Citronensäure-Monohydrat

mikrokristallineCellulose

Croscarmellose-Natrium

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

Tablettenüberzug:

Hyprolose

Hypromellose

Titandioxid(E171)

Talkum

Eisen(III)-oxid(E172)

Eisen(II,III)-oxid(E172)

Eisenoxidhydrat(E172)

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Filmtabletten

WieSIMVABASICSaussiehtundInhaltderPackung

JedeSIMVABASICSC20 mg,Filmtabletteisteinegelbbraune,ovalgeformte

FilmtablettemitderPrägung“S”und“3”linksundrechtsvonderBruchkerbe.

DieTablettenwerdeninBlisterstreifengeliefert,dieeinendurchsichtigenFilmaus

PVdC-beschichtetemPVCenthalten.DieAbdeckfoliebestehtausharter,heiß

versiegelbarerAluminiumfolie,diemitHeißsiegellack beschichtetist.

SIMVABASICSC20mgistinPackungenmit30 FilmtablettenN1, 50 FilmtablettenN2,

und 100FilmtablettenN3 erhältlich.

SIMVABASICSCstehtIhnenzusätzlichindenStärken5mg(SIMVABASICSC5

mg),10mg(SIMVABASICSC10mg)und40mg(SIMVABASICSC40mg)zur

Verfügung.

PharmazeutischerUnternehmerundHersteller

BasicsGmbH

HemmelratherWeg201

D-51377 Leverkusen

Telefon:0214 /403990

Telefax:0214 /40399199

E-Mail: info@ranbaxy.de

Internet:www.basics.de

Hersteller

RanbaxyIrelandLimited

Spafield,Cork Road,Cashel,Co.Tipperary

Irland

Terapia,S.A.

124,FabriciiStreet,ZipCode400632,

ClujNapoca,

Rumänien

StandderInformation:

SIMVABASICSC20mg

ENR2153874

Filmtabletten

Februar2010

Fachinformation

1.BezeichnungdesArzneimittels

SIMVABASICSC5mg

SIMVABASICSC10mg

SIMVABASICSC20mg

SIMVABASICSC40mg

Filmtabletten

Wirkstoff:Simvastatin

2.Qualitativeundquantitative

Zusammensetzung

SIMVABASICSC5mg

1Filmtabletteenthält5mg

Simvastatin

SIMVABASICSC10mg

1Filmtabletteenthält10mg

Simvastatin

SIMVABASICSC20mg

1Filmtabletteenthält20mg

Simvastatin

SIMVABASICSC40mg

1Filmtabletteenthält40mg

Simvastatin

DievollständigeAuflistungder

sonstigenBestandteilesieheAbschnitt

3.Darreichungsform

Filmtabletten

SIMVABASICSC5mg

Gelbbraune,ovaleFilmtablettemit

Prägung„SST“aufdereinenund„5“

aufderanderenSeite.

SIMVABASICSC10mg

Pfirsichfarbene,kapselförmige

Filmtablettemitzweiseitiger

Bruchkerbe;aufeinerSeitemitden

Prägungen„S“und„2“linksund

rechtsvonderBruchkerbe.

SIMVABASICSC20mg

Bräunliche, kapselförmige

Filmtablettemitzweiseitiger

Bruchkerbe;aufeinerSeitemitden

Prägungen„S“und„3“linksund

rechtsvonderBruchkerbe.

SIMVABASICSC40mg

Ziegelrote,kapselförmigeFilmtablette

mitzweiseitigerBruchkerbe;aufeiner

SeitemitdenPrägungen„S“und„4“

4.KlinischeAngaben

4.1Anwendungsgebiete

Hypercholesterinämie

ZurBehandlungderprimärenoder

kombinierten Hyperlipidämie

begleitendzuDiät,wennDiätund

anderenichtpharmakologische

Maßnahmen(z.B.körperliches

TrainingundGewichtsabnahme)

alleinnichtausreichen.

ZurBehandlungderhomozygoten

familiärenHypercholesterinämie.

SIMVABASICSwirdbegleitendzu

Diätundanderenlipidsenkenden

Maßnahmen(z.B.LDL-Apherese)

angewandtoderwennsolche

Maßnahmennichtgeeignetsind.

KardiovaskulärePrävention

ZurSenkungkardiovaskulärer

MortalitätundMorbiditätbei

Patienten mit manifester

atherosklerotischerHerz-erkrankung

oderDiabetesmellitus,deren

Cholesterinwertenormalodererhöht

sind.BegleitendzurKorrektur

andererRisikofaktorenundkardio-

protektiverTherapie(siehe5.1).

4.2Dosierung,ArtundDauerder

Anwendung

DerDosierungsbereichist5mg–

80mgSimvastatinproTag,oralals

EinzeldosisamAbend.

Dosisanpassungen-fallserforderlich

-sollteninAbständenvon

mindestens4Wochendurchgeführt

werden,biszueinemMaximumvon

80mgSimvastatineinmaltäglichals

EinzeldosisamAbend.Die80-mg-

DosiswirdnurfürPatientenmit

schwererHypercholesterinämieund

hohemRisikofürkardiovaskuläre

Komplikationenempfohlen.

Hypercholesterinämie

DerPatientsollteeinegeeignete

lipidsenkendeDiäteinhalten,dieer

auchwährendderTherapiemit

SIMVABASICSfortsetzensollte.Die

üblicheAnfangsdosisbeträgt10mg

bis20mgSimvastatineinmaltäglich

alsEinzeldosisamAbend.Patienten,

derenLDL-Cholesterinstarkgesenkt

werdensoll(mehrals45%),können

miteinerDosisvon20mgbis40mg

Simvastatineinmaltäglichals

EinzeldosisamAbendbeginnen.

Dosisanpassungen-fallserforderlich

-solltenwieobenbeschrieben

durchgeführtwerden.

Homozygotefamiliäre

Hypercholesterinämie

BasierendaufdenErgebnisseneiner

kontrolliertenklinischenStudie

beträgtdieempfohleneDosisvon

Simvastatineinmaltäglichals

EinzeldosisamAbendeingenommen

oder80mgSimvastatinauf3Gaben

proTagverteilt,d.h.20mg,20mg

und40mgamAbend.SIMVA

BASICSsolltebeidiesenPatienten

begleitendzuanderenlipidsenkenen

Maßnahmen(z.B.LDL-Apherese),

oderwennsolcheMaßnahmennicht

zurVerfügungstehen,angewendet

werden.

KardiovaskulärePrävention

DieüblicheDosisvonSIMVA

BASICSfürPatientenmithohem

Risikofüreinekoronare

Herzerkrankung(KHK,mitoderohne

Hyperlipidämie)beträgt20mgbis40

mgSimvastatinproTagals

EinzeldosisamAbend.

DiemedikamentöseTherapiekann

gleichzeitigmitDiätundkörperlichem

Training begonnen werden.

Dosisanpassungen-fallserforderlich

-solltenwieobenbeschrieben

durchgeführtwerden.

GemeinsameGabemitanderen

Arzneimitteln

SIMVABASICSistalleinoder

zusammenmitAnionenaustauschern

wirksam.DieEinnahmevonSIMVA

BASICSsolltemindestens2Stunden

vorodermindestens4Stundennach

Einnahme eines

Anionenaustauscherserfolgen.

BeiPatienten,dieCiclosporin,

Danazol,Gemfibrozil,andereFibrate

(außer Fenofibrat) oder

lipidsenkendeDosenvonNiacin

(Nikotinsäure;

1g/Tag)gleichzeitigmitSIMVA

BASICSeinnehmen,sollteeine

Dosisvon10mgSimvastatinproTag

nichtüberschrittenwerden.Bei

Patienten,dieAmiodaronoder

VerapamilgleichzeitigmitSIMVA

BASICSeinnehmen,sollteeine

Dosisvon20mgSimvastatinproTag

nichtüberschrittenwerden.(Siehe

4.4und4.5.)

AnwendungbeiNierenfunktions-

störung

FürPatientenmitmäßiger

Nierenfunktionsstörungistinder

RegelkeineDosisanpassung

erforderlich.BeiPatientenmit

schwererNierenfunktionsstörung

(Kreatinin-Clearanceunter30ml/min)

solltenDosenüber

10mgproTagsorgfältigerwogen

und,fallserforderlich,mitVorsicht

verordnetwerden.

AnwendungbeiälterenPatienten

FürälterePatientenistkeine

Dosisanpassungerforderlich.

SIMVABASICSC5/10/20/40mg

Fachinformation

AnwendungbeiKindernund

Jugendlichen

WirksamkeitundUnbedenklichkeit

vonSIMVABASICSbeiKindern

wurdennichtuntersucht.Daherwird

SIMVABASICSnichtfürdie

Anwendungbeipädiatrischen

Patientenempfohlen.

4.3.Gegenanzeigen

-Überempfindlichkeitgegenüber

Simvastatinodereinemder

sonstigenBestandteile.

-AktiveLebererkrankungoder

unklareandauerndeErhöhungder

Serum-Transaminasen.

-SchwangerschaftundStillzeit

(siehe4.6).

-GleichzeitigeAnwendungvon

potentenCYP3A4-Inhibitoren(z.B.

Itraconazol,Ketoconazol,HIV-

Protease-Inhibitoren,Erythromycin,

Clarithromycin,Telithromycinund

Nefazodon)(siehe4.5).

4.4.

BesondereWarnhinweiseund

Vorsichtsmaßnahmenfürdie

Anwendung

Myopathie/Rhabdomyolyse

WieandereHMG-CoA-Reduktase-

Inhibitoren ruft Simvastatin

gelegentlicheineMyopathiehervor,

diesichinMuskelschmerzen,

-empfindlichkeitoder-schwäche

verbundenmitErhöhungender

Kreatinkinase(CK)

(>dasZehnfachedesoberen

Normwertes)äußert.Bisweilen

manifestiertsichdieMyopathieals

Rhabdomyolysemitoderohneakutes

Nierenversagenaufgrundvon

Myoglobinurie,sehrseltenmit

tödlichemAusgang.

DasRisikoeinerMyopathieistbei

hoherHMG-CoA-Reduktase-Inhibitor-

aktivitätimPlasmaerhöht.

DasRisikofüreineMyopathie/

Rhabdomyolyseistdosisabhängig.In

klinischenStudien,indenendie

Patientensorgfältigüberwachtund

einigeinteragierendeArzneimittel

ausgeschlossenwurden,lagdie

Häufigkeitannäherndbei0,03%unter

20mg,bei0,08%unter40mgund

bei0,4%unter80mgSimvastatin.

InterstitielleLungenerkrankung

Ausnahmefällevoninterstitieller

Lungenerkrankung wurden in

ZusammenhangmiteinigenStatinen,

vorallembeiLangzeittherapie,

berichtet.(sieheauchAbschnitt4.8.).

FolgendeSymptomekönnenaufeine

hinweisen:Dyspnoe,nichtproduktiver

HustenundVerschlechterungdes

Allgemienbefindens (Ermüdung,

GewichtsverlsutundFieber).Bei

VerdachtaufdieEntwicklungeiner

interstitiellenLungenerkrankung,soll

dieTherapiemiteinemStatin

abgebrochenwerden.

MessungenderKreatinkinase(CK)

DieKreatinkinase(CK)solltenicht

nachkörperlicherAnstrengungoder

beiVorliegenandererplausibler

UrsachenfüreineCK-Erhöhung

gemessenwerden,dadieseine

InterpretationderWerteerschwert.

WenndieAusgangswertederCK

signifikanterhöhtsind(>das

FünffachedesoberenNormwertes),

solltedieMessungnach5-7Tagen

wiederholtwerden,umdie

Ergebnissezubestätigen.

VorBeginnderTherapie

AllePatienten,dieaufSimvastatin

eingestelltwerdenoderderen

Simvastatin-Dosiserhöhtwird,sollten

überdasRisikoeinerMyopathie

aufgeklärtundaufgefordertwerden,

unklareMuskelschmerzen,-empfind-

lichkeitoder-schwächeumgehend

mitzuteilen.

BeiPatientenmitRisikofaktorenfür

eineRhabdomyolyseistVorsicht

angebracht.UmeinenAusgangswert

alsReferenzfestzustellen,solltenin

folgenden Situationen vor

BehandlungsbeginnBestimmungen

derCKdurchgeführtwerden:

älterePatienten(>70Jahrealt)

Nierenfunktionsstörung

unbehandelteHypothyreose

hereditäreMuskelerkrankungen

indereigenenoderinder

Familienanamnese

muskuläreSymptomatikunterBe

handlungmitStatinenoder

FibrateninderAnamnese

Alkoholmissbrauch.

InsolchenFällenwirdeinesorgfältige

Nutzen-Risiko-Abwägung der

Behandlung empfohlen. Die

betroffenenPatientensollten

engmaschigüberwachtwerden.Bei

Patienten,beidenenbereitseine

MyopathieunterBehandlungmit

FibratenoderStatinenaufgetretenist,

solltedieBehandlungmiteiner

anderenSubstanzdieserKlassenur

mitVorsichtbegonnenwerden.Wenn

dieCK-Wertesignifikanthöheralsder

Ausgangswertsind(>dasFünffache

desoberenNormwertes),solltenicht

mitderTherapiebegonnenwerden.

WennwährendderBehandlungmit

einemStatinMuskelschmerzen,

-schwächeoder-krämpfeauftreten,

solltendieCK-Wertebestimmt

werden.WenndieCK-Werteohne

körperlicheAnstrengungsignifikant

erhöhtsind(>dasFünffachedes

oberenNormwertes),istdieTherapie

abzusetzen.Solltediemuskuläre

Symptomatikschwerwiegendsein

undBeeinträchtigungenverursachen,

sol-lteeinAbsetzenderBehandlung

inErwägunggezogenwerden,auch

wenndieCK-Wertewenigeralsauf

dasFünffachedesoberen

Normwerteserhöhtsind.Bei

VerdachtsdiagnoseeinerMyopathie

andererUrsachesolltedieTherapie

abgesetztwerden.

WenndieSymptomeverschwinden

unddieCK-Werteaufden

Ausgangswertzurückgehen,kanndie

erneuteBehandlungmitdiesem

Statinodermiteinemalternativen

StatininderjeweilsniedrigstenDosis

undbeiengmaschigerÜberwachung

inErwägunggezogenwerden.

DieTherapiemitSimvastatinsollte

einigeTagevorgeplanten

chirurgischenEingriffensowiebei

Eintritteinesakutenernsten

Krankheitsbildesbzw.Notwendigkeit

vonchirurgischenMaßnahmen

vorübergehendunterbrochenwerden.

MaßnahmenzurVerringerungdes

Myopathierisiskosaufgrundvon

Arzneimittelwechselwirkungen

(sieheauch4.5)

DasRisikoeinerMyopathieund

Rhabdomyolyseistsignifikanterhöht

beigleichzeitigerAnwendungvon

SimvastatinmitpotentenInhibitoren

vonCYP3A4(wiez.B.Itraconazol,

Ketoconazol, Erythromycin,

Clarithromycin,Telithromycin,HIV-

Protease-Inhibi-toren,Nefazodon)

sowiemitGemfibrozil,Ciclosporin

undDanazol(siehe4.2).

DasRisikoeinerMyopathieund

Rhabdomyolyseistebenfallserhöht

beigleichzeitigerAnwendungmit

anderenFibraten,Niacinin

lipidsenkendenDosen(1g/Tag)oder

beigleichzeitigerAnwendungvon

AmiodaronoderVerapamilmit

höherenSimvastatindosen(siehe4.2

und4.5).AuchbeiKombinationvon

Diltiazemund80mgSimvastatin

bestehteinleichterhöhtesRisiko.

FolglichisthinsichtlichderCYP3A4-

Inhibitoreneinegleichzeitige

AnwendungvonSimvastatinmit

Itraconazol,Ketoconazol,HIV–

Protease-Inhibitoren,Erythromycin,

Clarithromycin,Telithromycinund

Nefazodonkontraindiziert(siehe4.3

und4.5).FallseineBehandlungmit

SIMVABASICSC5/10/20/40mg

Fachinformation

Itraconazol, Ketoconazol,

Erythromycin,Clarithromycinoder

Telithromycinunabdingbarist,muss

dieTherapiemitSimvastatinwährend

derBehandlungsdauerunterbrochen

werden.AußerdemistVorsicht

angebracht,wennSimvastatinmit

bestimmtenanderenweniger

potenten CYP3A4-Inhibitoren

kombiniertwird:Ciclosporin,

VerapamilundDiltiazem(siehe4.2

und4.5).GenussvonGrapefruitsaft

solltewährendderBehandlungmit

Simvastatinvermiedenwerden.

BeigleichzeitigerBehandlungmit

Ciclosporin,Danazol,Gemfibrozil

oderlipidsenkendenDosenvon

Niacin(1g/Tag)sollteeineDosisvon

10mgSimvastatinproTagnicht

überschritten werden. Die

kombinierteAnwendungvon

SimvastatinundGemfibrozilsollte

vermiedenwerden,sofernderNutzen

daserhöhteRisikodieser

Arzneimittelkombination nicht

überwiegt.VorGabevonanderen

Fibraten(außerFenofibrat),Niacin,

CiclosporinoderDanazolmit10mg

SimvastatinproTagsollteeine

sorgfältigeNutzen-Risiko-Analyse

erfolgen(siehe4.2und4.5).

BeiderVerordnungvonFenofibrat

mitSimvastatinistVorsicht

angebracht,dajedesdieser

ArzneimittelbeiMonotherapieeine

Myopathieverursachenkann.

DieKombinationvonSimvastatinin

höherenDosenals20mgproTagmit

AmiodaronoderVerapamilsollte

vermiedenwerden,sofernder

klinischeNutzendaserhöhteRisiko

einerMyopathienichtüberwiegt

(siehe4.2und4.5).

WirkungenaufdieLeber

BeieinigenerwachsenenPatienten,

dieSimvastatinerhielten,wurdenin

klinischenStudienpersistierende

Erhöhungen(aufmehralsden

dreifachenoberenNormwert)der

Serum-Transaminasenbeobachtet.

Nach Unterbrechung oder

BeendigungderTherapiefielendie

Transaminasenwerte gewöhnlich

wiederlangsamaufdie

Ausgangswerteab.

Leberfunktionstestswerdenvor

BeginnderBehandlungempfohlen

unddanach,wennklinischangezeigt.

BeiPatienten,dieaufeineDosisvon

80mgeingestelltwurden,sollteeine

zusätzlicheBestimmungvorder

Dosiserhöhung,dreiMonatenach

Dosiserhöhungauf80mgund

danachregelmäßig(z.B.halbjährlich)

imerstenBehandlungsjahrerfolgen.

BesondereAufmerksamkeitsollte

denjenigenPatientengelten,die

beidiesenPatientensolltendie

Bestimmungenumgehendwiederholt

unddannhäufigerdurchgeführt

werden. Wenn die

Transaminasenerhöhungenweiter

fortschreiten,insbesonderewennsie

biszumDreifachenderoberen

Normgrenze ansteigen und

persistieren,sollteSimvastatin

abgesetztwerden.

DasArzneimittelsolltemitVorsicht

beiPatienteneingesetztwerden,die

inerheblichemMaßeAlkoholzusich

nehmen.

WiebeianderenLipidsenkernwurden

unterderTherapiemitSimvastatin

mäßigeErhöhungenderSerum-

Transaminasenbeobachtet(auf

wenigeralsdendreifachenoberen

Normwert).DieseAbweichungen

tratenbaldnachBeginnderTherapie

mitSimvastatinauf,warenhäufig

vorübergehendundnichtvon

irgendwelchenSymptomenbegleitet;

einAbbruchderTherapiewarnicht

erforderlich.

Patientenmitderseltenen

hereditärenGalactose-Intoleranz,

Lactase-MangeloderGlucose-

Galactose-Malabsorption sollten

SIMVABASICSnichteinnehmen.

4.5Wechselwirkungenmitanderen

Arzneimittelnundsonstige

Wechselwirkungen

PharmakodynamischeWechselwir-

kungen

Wechselwirkungen mit

lipidsenkendenArzneimitteln,die

beiMonotherapieeineMyopathie

verursachenkönnen

DasRisikoeinerMyopathie

einschließlicheinerRhabdomyolyse

istwährendgemeinsamerGabemit

FibratenundNiacin(Nikotinsäure;

1g/Tag)erhöht.MitGemfibrozil

besteht außerdem eine

pharmakokinetischeInteraktion,die

zuerhöhtenPlasmakonzentrationen

vonSimvastatinführt(sieheunten

Pharmakokinetische

Wechselwirkungensowie4.2und

4.4).BeigleichzeitigerGabevon

SimvastatinundFenofibratgibtes

keineAnzeichendafür,dassdas

MyopathierisikoüberdieSummeder

Risiken der jeweiligen

Einzelsubstanzenhinausgeht.Für

andereFibratestehenkeine

adäquaten Daten zu

Pharmakovigilanz oder

PharmakokinetikzurVerfügung.

Pharmakokinetische

WirkungenandererArzneimittel

aufSimvastatin

CYP3A4-Wechselwirkungen

SimvastatinisteinSubstratvon

CytochromP4503A4.Potente

InhibitorenvonCytochromP4503A4

erhöhendasRisikofüreine

MyopathieundRhabdomyolysedurch

dieErhöhungderKonzentrationder

inhibitorischenAktivitätderHMG-

CoA-ReduktaseimPlasmawährend

derTherapiemitSimvastatin.

ZudiesenInhibitorenzählen

Itraconazol, Ketoconazol,

Erythromycin, Clarithromycin,

Telithromycin, HIV-Protease-

InhibitorenundNefazodon.Die

gleichzeitigeAnwendungvon

Itraconazolführtezueinermehrals

zehnfachenErhöhungderExposition

Simvastatin (aktiver

Betahydroxysäure-Metabolit).

Telithromycinführtezueinerelffachen

ErhöhungderExpositionmitder

Simvastatinsäure.

EinegleichzeitigeAnwendungvon

Simvastatin mit Itraconazol,

Ketoconazol, HIV-Protease-

Inhibitoren,

Erythromycin, Clarithromycin,

TelithromycinundNefazodonist

daherkontraindiziert.Fallseine

Behandlungmit Itraconazol,

Ketoconazol, Erythromycin,

ClarithromycinoderTelithromycin

unabdingbarist,mussdieTherapie

mitSimvastatinwährendder

Behandlungsdauer unterbrochen

werden.Vorsichtistangebracht,

wennSimvastatinmitbestimmten

anderenwenigerpotentenCYP3A4-

Inhibitoren kombiniert wird:

Ciclosporin,VerapamilundDiltiazem

(siehe4.2und4.4).

Ciclosporin

Risiko für eine

Myopathie/Rhabdomyolyse wird

durchdiegleichzeitigeAnwendung

vonCiclosporininsbesonderemit

höherenSimvastatin-Dosenerhöht

(siehe4.2und4.4).Dahersollteeine

Dosisvon10mgSimvastatinproTag

nichtvonPatientenüberschritten

werden,diegleichzeitigCiclosporin

erhalten.ObwohlderMechanismus

nochnichtvollständiggeklärtist,

vergrößertCiclosporindieAUCder

Simvastatinsäure,wasvermutlich

teilweiseaufeineCYP3A4-Hemmung

zurückzuführenist.

Danazol

DasRisikofüreineMyopathie/

Rhabdomyolysewirddurchdie

gleichzeitigeAnwendungvon

DanazolmithöherenSimvastatin-

Dosenerhöht(siehe4.2und4.4).

SIMVABASICSC5/10/20/40mg

Fachinformation

Gemfibrozil

GemfibrozilerhöhtdieAUCder

Simvastatinsäureumdas1,9fache,

möglicherweiseaufgrundeiner

Hemmung des

Glukuronidierungsweges(siehe4.2

und4.4).

AmiodaronundVerapamil

DasRisikoeinerMyopathie/

Rhabdomyolyseistbeigleichzeitiger

AnwendungvonAmiodaronoder

VerapamilundSimvastatinin

höherenDosenerhöht(siehe4.2und

4.4).Ineinerlaufendenklinischen

Studiewurdebei6%derPatienten,

die80mgSimvastatinund

Amiodaroneinnahmen,übereine

Myopathieberichtet.

EineAnalysederverfügbarenDaten

ausklinischenStudienzeigteeineca.

1%ige Erhöhung des

MyopathierisikosbeiPatienten,die

40mgoder

80mgSimvastatinundVerapamil

erhielten. In einer

pharmakokinetischenStudieführte

einegleichzeitigeAnwendungmit

Verapamilzueiner2,3fachen

ErhöhungderExpositionmitder

Simvastatinsäure,wasvermutlich

teilweiseaufeineCYP3A4-Hemmung

zurückzuführenist.DieDosisvon

Simvastatinsolltedaher20mgpro

TagbeiKombinationmitAmiodaron

oderVerapamilnicht

überschreiten,sofernderklinische

NutzendaserhöhteRisikoeiner

MyopathieundRhabdomyolysenicht

überwiegt.

Diltiazem

EineAnalysederverfügbarenDaten

ausklinischenStudienzeigteeineca.

1%ige Erhöhung des

MyopathierisikosbeiPatienten,die

80mgSimvastatinundDiltiazem

einnahmen.UntereinerDosierung

von40mgSimvastatinwurdedas

Myopathierisikonichtdurchdie

gleichzeitigeEinnahmemitDiltiazem

erhöht(siehe4.4).Ineiner

pharmakokinetischenStudieführte

diegleichzeitigeAnwendungmit

Diltiazemzueiner2,7fachen

ErhöhungderExpositionmitder

Simvastatinsäure,wasvermutlich

teilweiseaufeineCYP3A4-Hemmung

zurückzuführenist.DieDosisvon

Simvastatinsolltedaher

40mgproTagbeiKombinationmit

Diltiazemnichtüberschreiten,sofern

derklinischeNutzendaserhöhte

RisikoeinerMyopathieund

Rhabdomyolysenichtüberwiegt.

Grapefruitsaft

GrapefruitsafthemmtCytochrom

vonGrapefruitsaft(über1Literpro

Tag)beigleichzeitigerAnwendung

vonSimvastatinführtezueiner

7fachenErhöhungderExpositionmit

derSimvastatinsäure.DerGenuss

von240mlGrapefruitsaftamMorgen

unddieEinnahmevonSimvastatin

amAbendführteebensozueiner

1,9fachenErhöhung.DerGenussvon

Grapefruitsaftsolltedeshalbwährend

derTherapiemitSimvastatin

vermiedenwerden.

OraleAntikoagulanzien

InzweiklinischenStudien,vondenen

dieeinemitgesundenProbanden,

dieanderemitPatientenmit

Hypercholesterinämiedurchgeführt

wurde,führteSimvastatin20mg–

40mg/Tagzueinermoderaten

Wirkungsverstärkung von

AntikoagulanzienvomTypder

Cumarin-Derivate. Die

Prothrombinzeit,angegebeninder

InternationalNormalizedRatio(INR),

erhöhtesichbeidenProbandenvon

1,7auf1,8undbeidenPatientenvon

2,6auf3,4.Eswurdensehrseltene

FällevonErhöhungenderINR

berichtet.DahersolltebeiPatienten,

dieCumarin-Derivateeinnehmen,die

ProthrombinzeitzuBeginneiner

TherapiemitSimvastatinunddanach

inhäufigenAbständenbestimmt

werden, um signifikante

VeränderungenderProthrombinzeit

zuverhindern.NachStabilisierung

derWertewirddieBestimmungder

Prothrombinzeitanschließendinden

Zeitabständenempfohlen,wiesiefür

PatientenunterTherapiemit

Cumarin-Derivatenüblichsind.Wird

dieDosisvonSimvastatingeändert

oderSimastatinabgesetzt,sollte

dieselbeVorgehensweiseeingehalten

werden.DieTherapiemitSimvastatin

wurdenichtmitBlutungenoder

VeränderungenderProthrombinzeit

beiPatienten,diekeine

Antikoagulanzieneinnahmen,in

Zusammenhanggebracht.

WirkungenvonSimastatinaufdie

Pharmakokinetikanderer

Arzneimittel

Simvastatinübtkeineinhibitorische

WirkungaufCytochromP4503A4

aus.DaherwirdauchkeineWirkung

vonSimvastatinaufdie

Plasmakonzentrationenvonüber

metabolisierterSubstanzenerwartet.

SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

SIMVABASICSistwährendder

Schwangerschaft kontraindiziert

DieSicherheitvonSimvastatinbei

schwangerenFrauenwurdenicht

untersucht.MitSimvastatinwurden

keinekontrolliertenklinischenStudien

schwangeren Frauen

durchgeführt.Esliegenseltene

BerichteüberkongenitaleAnomalien

nachintrauterinerExpositionmit

HMG-CoA-Reduktase-Inhibitorenvor.

EineAnalysebisherigerErfahrungen

mitca.200Frauen,dieversehentlich

Simvastatin oder einen

strukturverwandten HMG-CoA-

Reduk-tase-Inhibitorimersten

TrimenonderSchwangerschaft

eingenommenhatten,zeigtekein

erhöhtesRisikofürkongenitale

Anomalien gegenüber der

Gesamtpopulation.DieseFallzahl

warstatistischausreichend,umeine

Risikoerhöhungumdas2,5fache

odermehrimVergleichzuderfür

eineGesamtpopulationerwarteten

Häufigkeitausschließenzukönnen.

ObwohleskeineAnzeichendafür

gibt,dassdieInzidenzkongenitaler

AnomalienbeiKindern,derenMütter

SIMVABASICSodereinenanderen

verwandten HMG-CoA-

Reduktase-Inhibitoreingenommen

hatten,vonderinder

Gesamtpopulation beobachteten

abweicht,kanneineBehandlungder

MuttermitSimvastatinbeimFetusdie

SpiegelderMevalonsäuresenken,

welchealsVorstufeder

CholesterinsyntheseeineRollespielt.

DaAtheroskleroseeinechronische

Erkrankungist,sollteeine

Unterbrechung lipidsenkender

Therapien während einer

SchwangerschaftimAllgemeinen

kaumAuswirkungenaufdasmitder

primären Hypercholesterinämie

verbundeneLangzeitrisikohaben.

SIMVABASICSdarfdahernichtvon

Fraueneingenommenwerden,die

schwanger sind, eine

Schwangerschaftplanenoder

vermutenschwangerzusein.Die

BehandlungmitSIMVABASICSmuss

unterbrochenwerden,bisdie

Schwangerschaftbeendet

oderdefinitivausgeschlossenist.

(Siehe4.3.).

Stillzeit

Esistnichtbekannt,obSimvastatin

oderseineMetabolitenindie

menschlicheMuttermilchübergehen.

DavieleArzneimittelindie

Muttermilchübergehenundaufgrund

desPotenzialsfürschwerwiegende

unerwünschteWirkungenbei

Säuglingen,darfSIMVABASICSvon

stillendenFrauennichtangewendet

werden(siehe4.3).

4.7Auswirkungenaufdie

Verkehrstüchtigkeitunddie

FähigkeitzumBedienenvon

Maschinen

SIMVABASICSC5/10/20/40mg

Fachinformation

SIMVABASICShatkeineoderzu

vernachlässigendeAuswirkungenauf

dieVerkehrstüchtigkeitunddie

FähigkeitzumBedienenvon

Maschinen.BeiderTeilnahmeam

StraßenverkehroderdemBedienen

vonMaschinenistjedochzu

berücksichtigen, dass nach

Markteinführungseltenüber

Schwindelberichtetwurde.

4.8.Nebenwirkungen

DieHäufigkeitendernachfolgend

aufgeführten unerwünschten

Ereignisse,dieimRahmenklinischer

Studienund/odernachder

Markteinführungberichtetwurden,

wurdenanhandeinerBewertungder

Inzidenzrateningroßangelegten,

plazebokontrollierten, klinischen

LangzeitstudienwieHPSund4Smit

20.536bzw.4.444Patienten

zugeordnet(siehe5.1).

InHPSwurdennurMyalgieund

AnstiegederSerum-Transaminasen

unddesCK-Wertessowie

schwerwiegendeNebenwirkungen

dokumentiert.In4Swurdenalle

untenaufgelistetenEreignisse

berichtet.Inzidenzraten,diefür

SimvastatinindiesenStudiendenen

vonPlazeboentsprachenoder

darunterlagen,undähnliche

SpontanberichteüberEreignissemit

möglichemKausalzusammenhang

zurTherapiewurdenunter“selten”

eingeordnet.

InHPS(siehe5.1)erhielten20.536

Patientenentweder40mg

Simvastatin/Tag(n=10.269)oder

Plazebo(n=10.267).Das

Sicherheitsprofildermit40mg

SimvastatinbehandeltenPatienten

warüberdiemittlereStudiendauer

von5JahrenmitdemderPlazebo-

Gruppe vergleichbar. Die

Abbruchraten aufgrund von

Nebenwirkungenwareninbeiden

Gruppenvergleichbar(Simvastatin-

Gruppe4,8%vs.Plazebo-Gruppe

5,1%).Myopathietratbeiwenigerals

0,1%dermit40mgSimvastatin

behandeltenPatientenauf.Die

Häufigkeit der

Transaminasenerhöhungen(aufmehr

alsdendreifachenoberenNormwert;

bestätigtdurcheineWiederholung

desTest)betrug0,21%(n=21)bei

denmit40mgSimvastatin

behandeltenPatientenund0,09%(n

=9)beidenmitPlazebobehandelten

Patienten.

BeidenHäufigkeitsangabenzu

Nebenwirkungenwerdenfolgende

Kategorienzugrundegelegt:

Sehrhäufig: (

1/10)Häufig: (

Gelegentlich: (

1/1.000bis<1/100)

Selten: (

1/10.000bis<1/1.000)

Sehrselten: (<

1/10.000)

Nichtbekannt:Häufigkeitauf

Grundlage der

verfügbarenDaten

nichtabschätzbar

ErkrankungendesBlutesunddes

Lymphsystems

Selten:Anämie.

ErkrankungendesNervensystems

Selten:Kopfschmerzen,

Parästhesien,Schwindel,periphere

Neuropathie.

Erkrankungendes

Gastrointestinaltrakts

Selten: Obstipation,

Bauchschmerzen, Flatulenz,

Dyspepsie,Diarrhö,Übelkeit,

Erbrechen,Pankreatitis.

AffektionenderLeberund

Gallenblase

Selten:Hepatitis/Ikterus.

ErkrankungenderHautunddes

Unterhautzellgewebes

Selten:Hautausschlag,Pruritus,

Alopezie.

Skelettmuskulatur-und

Bindegewebserkrankungen

Selten:Myopathie,Rhabdomyolyse

(s..Abschnitt4.4),Myalgie,

Muskelkrämpfe.

AllgemeineErkrankungenund

Beschwerdenam

Verabreichungsort

Selten:Asthenie.

Seltenwurdeübereinoffensichtliches

Hypersensitivitätssyndromberichtet,

dasmiteinemodermehrerender

folgendenSymptomeeinherging:

angioneurotisches Ödem,

lupusähnliches Syndrom,

Polymyalgia rheumatica,

Dermatomyositis,Vaskulitis,Throm-

bozytopenie, Eosinophilie,

Beschleunigung der

Blutsenkungsgeschwindigkeit,

ArthritisundArthralgie,Urtikaria,

Photosensitivität, Fieber,

Gesichtsrötung,Dyspnoeund

allgemeinesKrankheitsgefühl.

Untersuchungen

Selten:ErhöhungenderSerum-

Transaminasen(ALT,AST,-GT)

(siehe4.4WirkungenaufdieLeber),

deralkalischenPhosphataseundder

CK-WerteimSerum(siehe4.4).

DiefolgendenNebenwirkungenwurden

beimanchenStatinenberichtet:

Schlafstörungen,einschließlich

[wennesnichtschonangeführt

ist]

Gedächtnisverlust

Sexualstörungen[wennes

nichtschonangeführtist]

Depression

Ausnahmefällevoninterstitieller

Lungenerkrankung,vorallem

beiLangzeittherapie

4.9Überdosierung

EinigeFällevonÜberdosierung

wurdenbisherberichtet.Diehöchste

eingenommeneDosisbetrug3,6g

Simvastatin.Beikeinemder

Patienten kam es zu

Folgeerscheinungen.Spezifische

ErfahrungenzurBehandlungeiner

ÜberdosierungmitSimvastatinliegen

nichtvor.ImFalleinerÜberdosierung

sollten symptomatische und

unterstützendeMaßnahmenergriffen

werden.

5.PharmakologischeEigenschaften

5.1Pharmakodynamische

Eigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:

HMG-CoA-Reduktase-Hemmer,

ATC-Code:C10AA01

NachoralerAufnahmewird

Simvastatin,eininaktivesLacton,in

derLeberzurentsprechenden

Betahydroxysäure hydrolysiert.

DieserHauptmetabolitisteinpotenter

Inhibitor der 3-Hydroxy-3-

methylglutaryl-CoenzymA(HMG-

CoA)-Reduktase;hierbeihandeltes

sichumeinEnzym,dasdie

UmwandlungvonHMG-CoAzu

Mevalonat,einenfrühenund

geschwindigkeitsbestimmenden

SchrittinderBiosynthesedes

Cholesterinskatalysiert.

Sowohlbeinormalenalsauchbei

erhöhtenAusgangswertenführt

SimvastatinzueinerSenkungdes

LDL-Cholesterinspiegels. LDL

entstehtausVLDLundwird

überwiegendüberspezifischeLDL-

Rezeptorenabgebaut.DerLDL-

senkendeWirkmechanismusvon

Simvastatinberuhtwahrscheinlich

sowohlaufderAbnahmeder

KonzentrationvonVLDL-Cholesterin

alsauchaufeinerInduktionvonLDL-

Rezeptoren,alsosowohlaufeiner

vermindertenProduktionalsauchauf

einemverstärktenAbbauvonLDL-

Cholesterin.DieKonzentrationvon

ApolipoproteinBnimmtbeider

BehandlungmitSimvastatinebenfalls

deutlichab.Simvastatinbewirkt

zudemeinenmäßigenAnstiegdes

HDL-Cholesterinssowieeine

AbnahmederTriglyzerideimPlasma.

Insgesamtresultiertausdiesen

SIMVABASICSC5/10/20/40mg

Fachinformation

VeränderungeneineAbnahmedes

VerhältnissesvonGesamt-zuHDL-

CholesterinundLDL-zuHDL-

Cholesterin.

HohesRisikofüreinekoronare

Herzkrankheit(KHK)oder

bestehendekoronare

Herzkrankheit

InderHeartProtectionStudy(HPS)

wurdendieEffekteeinerTherapiemit

Simvastatinan20.536Patienten(40-

80Jahre)mitoderohne

Hyperlipidämie,mitKHK,anderen

Gefäßverschlußkrankheiten oder

Diabetesmellitusbeurteilt.Indieser

Studieerhieltenübereinemittlere

Studiendauervon5Jahren10.269

Patienten40mgSimvastatinproTag

und10.267PatientenPlazebo.Bei

Studienbeginnhatten6.793(33%)

PatientenLDL-Cholesterinwerteunter

116mg/dl;5.063(25%)hattenWerte

zwischen116mg/dlund135mg/dl;

und8.680(42%)hattenWerteüber

135mg/dl.

DieTherapiemit40mg

Simvastatin/Tagreduzierteim

VergleichzuPlazebodas

Gesamtmortalitätsrisikosignifikant

(1.328[12,9%]mitSimvastatin

behandeltePatientenvs.1.507

[14,7%]PatientenunterPlazebo;

p=0,0003),wasaufeinerReduktion

derKHK-Mortalitätum18%beruht

(587[5,7%]vs.707[6,9%];

p=0,0005;absoluteRisikoreduktion

1,2%).DieSenkungder

Mortalitätsratenichtkardiovaskulärer

Ursachewarnichtstatistisch

signifikant.

Simvastatinsenkteebenfallsdas

Risikofürschwerekoronare

Ereignisse(kombinierterEndpunkt

ausnichtletalemMyokardinfarktoder

ToddurchKHK)um27%

(p<0,0001).Simvastatinreduzierte

erforderliche gefäßchirurgische

EingriffeamHerzen(einschließlich

Bypass-OP oder perkutaner

transluminaler koronarer

Angioplastie)um30%(p<0,0001)

sowieerforderlicheperiphereund

andere nicht koronare

revaskularisierendeEingriffeum16%

(p=0,006).Simvastatinsenktedas

RisikofürSchlaganfälleum25%

(p<0,0001),wasaufeinerSenkung

desRisikosfürischämische

Schlaganfälleum30%(p<0,0001)

beruht.ZusätzlichsenkteSimvastatin

inderSubgruppederDiabetikerdas

RisikofürdieEntwicklung

makrovaskulärer Komplikationen

einschließlich peripherer

revaskularisierender Eingriffe

(chirurgisicher Eingriff oder

Angioplastie),Amputationderunteren

ExtremitätenoderGeschwüreanden

Beinenum21%(p=0,0293).Die

RisikoreduktiondurchSimvastatin

warfüralleSubgruppenvon

PatientenohneKHKabermit

zerebrovaskulärerErkrankungoder

periphererGefäßerkrankung,Frauen

undMännern,älterenoderjüngeren

Patientenals70Jahrebei

Studienbeginn,mitundohne

Hypertonie,undauchbesondersjene

mitAusgangswertenvonLDL-

Cholesterinunter3,0mmol/lbei

Studieneinschluss.

InderScandinavianSimvastatin

SurvivalStudy(4S)wurdederEffekt

einerTherapiemitSimvastatinaufdie

Gesamtmortalitätbei4.444Patienten

mitkoronarerHerzerkrankung(KHK)

sowie

Gesamtcholesterinausgangswerten

von212-309mg/dl(5,5-8,0mmol/l)

untersucht. In dieser

multizentrischen,randomisierten,

doppelblinden,plazebokontrollierten

StudiewurdenPatientenmitAngina

pectorisodervorangegangenem

Myokardinfarkt(MI)übereinemittlere

Behandlungsdauervon5,4Jahren

mitDiätundStandardtherapiesowie

entwederSimvastatin20-40mg/Tag

(n=2.221)oderPlazebo(n=2.223)

therapiert.Simvastatinsenktedas

Mortalitätsrisikoum30%(absolute

Risikoreduktion3,3%).DasRisikoder

KHK-Mortalitätwurdeum42%

(absoluteRisikoreduktion3,5%)

reduziert.Ebenfallsverminderte

SimvastatindasRisiko,ein

schwerwiegendeskoronaresEreignis

(KHK-MortalitätoderimKrankenhaus

bestätigterundstummernicht

tödlicherMI)zuerleidenum34%.

DesWeiterenreduzierteSimvastatin

dasRisikofürtödlicheodernicht

tödlichezerebrovaskuläreEreignisse

(Schlaganfälleundtransitorische

ischämischeAttacken)um28%.

Hinsichtlich der nicht

kardiovaskulärenMortalitätgabes

zwischendenbeidenGruppenkeinen

statistischsignifikantenUnterschied.

PrimäreHypercholesterinämieund

gemischteHypercholesterinämie

InVergleichsstudienzurWirksamkeit

Unbedenklichkeit von

SimvastatinanPatientenmit

Hypercholesterinämieführteeine

Behandlungmit10mg,20mg,40mg

und80mgSimvastatinproTagzu

mittlerenSenkungenvonLDL-

Cholesterinum30%,38%,41%und

47%.InStudienzurgemischten

Hypercholesterinämieführtedie

Behandlungvon40mgund80mg

SimvastatinzumittlerenSenkungen

derTriglyzerideum28%bzw.33%

(Plazebo2%)undzumittleren

AnstiegenvonHDL-Cholesterinum

13%bzw.16%(Plazebo3%).

5.2Pharmakokinetische

Eigenschaften

Simvastatin,eininaktivesLacton,

entsprechendenBetahydroxysäure,

einempotentenHemmerderHMG-

CoA-Reduktase,hydrolysiert.Die

Hydrolysefindetvoralleminder

Leberstatt;immenschlichenPlasma

verläuftsiesehrlangsam.

Resorption

BeimMenschenwirdSimvastatingut

resorbiertundunterliegteinem

ausgeprägtenFirst-Pass-Effektinder

Leber–abhängigvomBlutflussinder

Leber.DieLeberistderprimäre

WirkortderaktivenForm.Die

VerfügbarkeitderBetahydroxysäure

nacheineroralenSimvastatindosis

betrugimsystemischenKreislauf

wenigerals5%derDosis.Die

maximalenInhibitorkonzentrationen

imPlasmatratenca.1–2Stunden

nachderEinnahmeauf.Eine

gleichzeitige Nahrungsaufnahme

hattekeinenEinflussaufdie

Resorption.

DiePharmakokinetikbeieinmaliger

undmehrfacherGabevon

Simvastatinzeigte,dassdie

wiederholteVerabreichungdes

Arzneimittelsnichtzueiner

Akkumulationführt.

Verteilung

SimvastatinundseinaktiverMetabolit

sindbeimMenschenzumehrals

95%anPlasmaproteinegebunden.

Elimination

SimvastatinisteinSubstratvonCYP

3A4(siehe4.3und4.5).Dieim

menschlichenPlasmavorhandenen

HauptmetabolitenvonSimvastatin

umfassendieBetahydroxysäure

sowievierweiterewirksame

Metaboliten.NachoralerGabe

radioaktivmarkiertenSimvastatinsan

Probandenwurdeninnerhalbvon

96Stunden13%derRadioaktivitätim

Urinund60%indenFäzes

wiedergefunden.LetztereMenge

stehtsowohlfürresorbierteAnteile,

dieüberdieGalleausgeschieden

werden,alsauchfürnichtresorbierte

Substanz.Nachintravenöser

InjektiondesBetahydroxysäure-

Metaboliten betrug seine

Halbwertszeitca.1,9Stunden;nur

durchschnittlich0,3%deri.v.Dosis

wurdenimUrinalsInhibitoren

ausgeschieden.

5.3PräklinischeDatenzurSicherheit

Basierendaufkonventionellen

TierstudienzuPharmakodynamik,

Toxizitätbeiwiederholtverabreichten

Dosen, Genotoxiztät und

Kanzerogenitätlassensichkeine

Risiken für den

Patientenableiten,dienichtaufgrund

pharmakologischen

Mechanismuszuerwartenwären.In

denhöchstenvonRatteund

KaninchenvertragenenDosenrief

SIMVABASICSC5/10/20/40mg

Fachinformation

Simvastatin keine fetalen

Missbildungenhervorundhattekeine

Auswirkungen auf Fertilität,

Fortpflanzungoderneonatale

Entwicklung.

6.PharmazeutischeAngaben

6.1ListedersonstigenBestandteile

Tablettenkern:

Butylhydroxyanisol(Ph.Eur.),

Lactose-Monohydrat,

vorverkleisterteStärke(Maisstärke),

Ascorbinsäure,

Citronensäure-Monohydrat,

mikrokristallineCellulose,

Croscarmellose-Natrium,

Magnesiumstearat(Ph.Eur.).

Filmüberzug:

Hyprolose,

Hypromellose,

Titandioxid(E171),

Talkum,

Eisen(III)-oxid(E172),

Eisen(II,III)-oxid(E172),

Eisenoxidhydrat(E172).

6.2Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3DauerderHaltbarkeit

3Jahre.

6.4BesondereVorsichtmaßnahmefür

dieAufbewahrung

FürdiesesArzneimittelsindkeine

besonderenLagerungsbedingungen

erforderlich.

6.5ArtundInhaltdesBehältnisses

BlisterstreifenausklarerPVC/

PVdC-Folie und einer

heißversiegeltenRückfolieaus

AluminiummitHeißsiegel-Lack.

SIMVABASICSC5mg

50FilmtablettenN2

100FilmtablettenN3

SIMVABASICSC10/20/40mg

30FilmtablettenN1

50FilmtablettenN2

100FilmtablettenN3

Anstaltspackung10x30

FilmtablettenalsBündelpackung

6.6BesondereVorsichtmaßnahmenfür

dieBeseitigung

KeinebesonderenAnforderungen.

7.InhaberderZulassung

BasicsGmbH

HemmelratherWeg201

Telefon:0214/40399-0

Telefax:0214/40399-199

E-Mail: info@ranbaxy.de

Internet:www.basics.de

8.Zulassungsnummern

53872.00.00

53872.01.00

53872.02.00

53872.03.00

9.DatumderZulassung/

VerlängerungderZulassung

23.03.2004

10.StandderInformation

September2008

11.Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

SIMVABASICSC5/10/20/40mg

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