Seretide levis 25 Mikrogramm/50 Mikrogramm pro Sprühstoß - Druckgasinhalation

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

30-03-2018

Fachinformation Fachinformation (SPC)

27-05-2019

Wirkstoff:
FLUTICASONPROPIONAT; SALMETEROL XINAFOAT
Verfügbar ab:
GlaxoSmithKline Pharma GmbH
ATC-Code:
R03AK06
INN (Internationale Bezeichnung):
FLUTICASONE PROPIONATE; SALMETEROL XINAFOATE
Einheiten im Paket:
1 x 1 Dosieraerosol (120 Sprühstöße), Laufzeit: 24 Monate,3 x 1 Dosieraerosol (120 Sprühstöße), Laufzeit: 24 Monate,10 x 1 Dosie
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Salmeterol und andere M
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-23942
Berechtigungsdatum:
2001-01-26

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Seretide levis 25 Mikrogramm/50 Mikrogramm pro Sprühstoß – Druckgasinhalation

Seretide standard 25 Mikrogramm/125 Mikrogramm pro Sprühstoß – Druckgasinhalation

Seretide forte 25 Mikrogramm/250 Mikrogramm pro Sprühstoß – Druckgasinhalation

Salmeterol und Fluticasonpropionat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden und

Krankheitsanzeichen haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Seretide und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Seretide beachten?

Wie ist Seretide anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Seretide aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Seretide und wofür wird es angewendet?

Seretide enthält zwei Wirkstoffe, Salmeterol und Fluticasonpropionat:

Salmeterol ist ein langwirksames bronchienerweiterndes Mittel. Bronchienerweiternde Mittel

sorgen dafür, dass die Atemwege in den Lungen frei bleiben. Dadurch kann die Luft leichter ein-

und ausgeatmet werden. Die Wirkung dauert mindestens 12 Stunden an.

Fluticasonpropionat ist ein Kortikosteroid, das Schwellungen und Reizungen in der Lunge

verringert.

Ihr Arzt hat Ihnen dieses Arzneimittel zur Vorbeugung von Atemproblemen, wie z.B. Asthma,

verschrieben.

Wenden Sie Seretide täglich wie von Ihrem Arzt verordnet an. Nur so kann Ihr Asthma erfolgreich

kontrolliert werden.

Seretide wirkt gegen das Entstehen von Atemnot und Keuchen. Es sollte allerdings nicht

verwendet werden, um einen plötzlichen Anfall von Atemnot oder Keuchen zu mildern. In

diesem Fall müssen Sie einen schnellwirksamen „Befreier“ („Notfall“)-Inhalator verwenden, wie

z.B. Salbutamol. Sie sollten Ihren schnellwirksamen “Befreier” Inhalator immer verfügbar

haben.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Seretide beachten?

Seretide darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen die Wirkstoffe Salmeterol, Fluticasonpropionat oder den sonstigen

Bestandteil (Norfluran/HFA 134a) von Seretide sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Seretide anwenden, wenn Sie an folgenden Krankheiten

leiden:

Herzerkrankungen, einschließlich unregelmäßiger oder schneller Herzschlag

Schilddrüsenüberfunktion

Bluthochdruck

Diabetes mellitus (Seretide kann zu einer Erhöhung des Blutzuckers führen)

Kaliummangel im Blut

Bestehende oder frühere Tuberkulose (TB) oder andere schwere Lungeninfektionen

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen

auftreten.

Anwendung von Seretide zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, dazu gehören auch Arzneimittel gegen Asthma. Unter

Umständen soll Seretide nicht mit bestimmten anderen Arzneimitteln gleichzeitig angewendet werden.

Informieren Sie Ihren Arzt vor der Verwendung von Seretide, falls Sie folgende Arzneimittel

einnehmen:

ß-Blocker (z.B. Atenolol, Propranolol und Sotalol). ß-Blocker werden zumeist bei Bluthochdruck

und anderen Herzerkrankungen verwendet.

Arzneimittel, um Infektionen zu behandeln (wie Ketoconazol, Itraconazol und Erythromycin)

einschließlich mancher Arzneimittel zur HIV Behandlung (wie Ritonavir, Cobicistat-haltige

Produkte). Einige dieser Arzneimittel können den Fluticasonpropionat- oder Salmeterolspiegel in

Ihrem Körper erhöhen. Dies kann Ihr Risiko von Nebenwirkungen (einschließlich unregelmäßiger

Herzschlag) erhöhen oder diese verschlechtern. Ihr Arzt wird Sie möglicherweise sorgfältig

beobachten, wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen.

Kortikosteroide (Einnahme über den Mund oder durch Injektion). Wurden Ihnen diese Mittel vor

kurzem verabreicht, kann dies das Risiko einer Beeinträchtigung Ihrer Nebenniere erhöhen.

Diuretika, auch bekannt als “Wassertabletten”, die zur Behandlung von Bluthochdruck

angewendet werden.

Andere Bronchodilatoren (wie Salbutamol).

Xanthine. Diese werden oft zur Behandlung von Asthma eingesetzt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit und des Bedienens von Maschinen durch Seretide ist

unwahrscheinlich.

3.

Wie ist Seretide anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache

an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Verwenden Sie Seretide täglich, bis Ihr Arzt die Absetzung anordnet. Erhöhen Sie die Dosis Ihres

Arzneimittels nicht. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Beenden Sie die Anwendung von Seretide nicht oder reduzieren Sie die Dosis von Seretide ohne

mit Ihrem Arzt vorher darüber zu sprechen.

Seretide soll durch den Mund in die Lunge eingeatmet werden.

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren

Seretide levis 25/50 Druckgasinhalation – 2 Sprühstöße zweimal täglich

Seretide standard 25/125 Druckgasinhalation – 2 Sprühstöße zweimal täglich

Seretide forte 25/250 Druckgasinhalation – 2 Sprühstöße zweimal täglich

Kinder von 4 bis 12 Jahren

Seretide levis 25/50 Druckgasinhalation – 2 Sprühstöße zweimal täglich

Seretide wird bei Kindern unter 4 Jahren nicht empfohlen.

Ihre Beschwerden können mit der zweimal täglichen Anwendung von Seretide erfolgreich kontrolliert

werden. In diesem Fall kann Ihr Arzt entscheiden, die Dosis auf einmal täglich zu verringern. Die

Dosis kann umgestellt werden auf:

einmal abends – wenn Ihre Beschwerden in der Nacht auftreten

einmal morgens – wenn Ihre Beschwerden am Tag auftreten.

Den Anweisungen Ihres Arztes bezüglich Anzahl der Sprühstöße und Häufigkeit der Einnahme ist

unbedingt Folge zu leisten.

Wenn Sie Seretide bei Asthma verwenden, wird Ihr Arzt Ihre Beschwerden regelmäßig kontrollieren

wollen. Sollte sich Ihr Asthma oder die Atmung verschlechtern, informieren Sie umgehend Ihren

Arzt. Möglicherweise werden Sie stärkeres Keuchen oder häufigeres Spannungsgefühl in der Brust

verspüren oder öfter ein schnellwirksames „Befreier“-Arzneimittel einnehmen müssen. In diesem Fall

ist die Einnahme von Seretide fortzusetzen, die Anzahl der Inhalationen jedoch nicht zu erhöhen. Die

Brustbeschwerden könnten sich verschlimmern und Sie könnten ernsthaft erkranken. Suchen Sie Ihren

Arzt auf, da Sie möglicherweise eine Zusatzbehandlung benötigen.

Anwendungshinweise

Ihr Arzt oder Ihr Apotheker sollten Ihnen die Anwendung des Inhalators zeigen und von Zeit zu

Zeit prüfen, ob Sie diesen richtig verwenden. Eine falsche oder nicht vorschriftsmäßige

Verwendung des Seretide Inhalators kann dazu führen, dass Ihr Asthma nicht erfolgreich

behandelt wird.

Das Arzneimittel befindet sich in einem Druckbehälter in einem Plastikgehäuse mit einem

Mundstück.

Ein Zähler auf der Rückseite des Inhalators zeigt die Zahl der noch verbleibenden Dosierungen an.

Sobald Sie auf den Behälter drücken, wird ein Sprühstoß freigegeben und die Zahl reduziert sich

am Zählwerk um eins.

Den Inhalator nicht fallen lassen, dadurch könnte der Zähler zurückzählen.

Prüfen des Inhalators

Vor der ersten Verwendung des Inhalators prüfen, ob er funktioniert. Schutzkappe des

Mundstücks leicht mit Daumen und Zeigefinger an den Seiten zusammendrücken und abziehen.

Um sicherzustellen, dass der Inhalator funktioniert, diesen gut schütteln, Mundstück vom Körper

weghalten, Behälter drücken und einen Sprühstoß in die Luft abgeben. Diesen Vorgang

wiederholen, dabei den Inhalator vor jedem Sprühstoß schütteln, bis der Zähler auf 120 steht.

Wurde der Inhalator eine Woche oder länger nicht verwendet, sind zwei Stöße in die Luft

abzugeben.

Verwendung des Inhalators

Wichtig ist, vor der Verwendung des Inhalators möglichst langsam zu atmen.

Bei der Verwendung stehen oder aufrecht sitzen.

Schutzkappe des Mundstücks abziehen (wie im ersten Bild gezeigt). Innen und außen prüfen,

ob das Mundstück sauber und nicht verlegt ist.

Inhalator 4-5 Mal schütteln um sicher zu stellen, dass alle losen Partikeln entfernt und der

Inhalt des Inhalators gleichmäßig gemischt wurde.

Inhalator senkrecht mit Daumen unterhalb des Mundstücks halten. Solange wie möglich

ausatmen.

Mundstück zwischen die Zähne setzen. Mit den Lippen umschließen. Nicht darauf beißen.

Langsam und tief durch den Mund einatmen. Sobald Sie einatmen, auf den Behälter fest nach

unten drücken, um einen Sprühstoß abzugeben. Dabei noch tief und gleichmäßig einatmen.

Atem anhalten, Inhalator aus dem Mund nehmen und Finger vom Inhalator nehmen. Atem

noch einige Sekunden bzw. solange es sich angenehm anfühlt.

Vor dem nächsten Stoß eine halbe Minute warten und danach wieder wie in Schritt 3 bis 7

angegeben vorgehen.

Danach Mund mit Wasser spülen und ausspucken und/oder die Zähne putzen. Dies hilft gegen

Soor und Heiserkeit.

Nach der Verwendung stets sofort die Schutzkappe des Mundstücks aufsetzen, damit kein

Staub eindringen kann. Bei richtigem Aufsetzen des Mundstücks hören Sie ein Klickgeräusch.

Wenn das Mundstück nicht automatisch in die richtige Position zurückgeht (kein

Klickgeräusch), ist die Schutzkappe des Mundstücks in die andere Richtung zu drehen und der

Vorgang zu wiederholen. Nicht zu stark drücken.

Übereilen Sie Schritt 4, 5, 6 und 7 nicht. Es ist wichtig, dass Sie so langsam wie möglich einatmen,

genau bevor Sie Ihren Inhalator verwenden. Sie sollten Ihren Inhalator bei den ersten Anwendungen,

während Sie sich in den Spiegel sehen, verwenden. Wenn Sie „feinen Nebel“ aus der Oberseite oder

aus den Mundwinkeln kommen sehen, sollten Sie bei Schritt 3 nochmals beginnen.

Wie bei allen Inhalationsgeräten sollten Betreuungspersonen sicherstellen, dass Kinder, die Seretide

Druckgasinhalation verordnet bekommen haben, eine korrekte Inhalationstechnik, wie oben

beschrieben, anwenden.

Wenn Sie oder Ihr Kind Schwierigkeiten bei der Verwendung des Inhalators haben, könnte Ihr Arzt

die Verwendung einer Inhalationshilfe wie z.B. Volumatic oder AeroChamber Plus empfehlen.

Ihr Arzt sollte Ihnen zeigen, wie eine Inhalationshilfe mit Ihrem Inhalator zu verwenden ist, wie Sie

Ihre Inhalationshilfe pflegen und eventuelle Fragen beantworten. Es ist wichtig, dass Sie, wenn Sie

eine Inhalationshilfe mit Ihrem Inhalator verwenden, die Verwendung der Inhalationshilfe nicht

abbrechen ohne mit Ihrem Arzt davor sprechen. Es ist ebenso wichtig, dass Sie die Art der

Inhalationshilfe, die Sie verwenden, nicht ohne Absprache mit Ihrem Arzt ändern. Wenn Sie die

Anwendung der Inhalationshilfe abbrechen oder eine andere Inhalationshilfe verwenden, könnte es

sein, dass Ihr Arzt die Dosis des Arzneimittels verändern muss, um Ihr Asthma zu kontrollieren.

Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt, bevor Sie Ihre Asthmabehandlung verändern.

Ältere Kinder oder Personen mit schwachen Händen finden es möglicherweise einfacher, den

Inhalator mit beiden Händen zu halten. Legen Sie beide Zeigefinger auf die Oberseite des Inhalators

und beide Daumen auf den Boden unterhalb des Mundstücks.

Sobald der Zähler auf 020 steht, sollten Sie sich ein neues Gerät besorgen. Den Inhalator nicht mehr

verwenden, wenn auf dem Zähler 000 aufscheint, da die eventuell im Gerät verbliebenen Sprühstöße

möglicherweise nicht mehr für eine ganze Dosis ausreichen. Versuchen Sie unter keinen Umständen,

die Zahlen auf dem Zähler zu ändern oder den Zähler von der Metallhülle abzunehmen.

Reinigung des Inhalators

Der Inhalator muss mindestens einmal wöchentlich gereinigt werden, damit er nicht verstopft wird.

Reinigung des Inhalators:

Schutzkappe des Mundstücks abnehmen.

Metallbehälter unter keinen Umständen aus dem Plastikgehäuse entfernen.

Mundstück und Plastikgehäuse innen und außen mit einem trockenen Tuch abwischen.

Schutzkappe des Mundstücks wieder aufsetzen. Bei richtigem Einsetzen hören Sie ein

Klickgeräusch. Wenn dies nicht der Fall ist, Schutzkappe des Mundstücks in die andere Richtung

drehen und noch einmal versuchen. Nicht zu stark drücken.

Metallbehälter nicht in Wasser tauchen.

Wenn Sie eine größere Menge von Seretide angewendet haben als Sie sollten

Den Inhalator unbedingt wie angegeben verwenden. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker,

sollten Sie unabsichtlich einmal eine zu große Menge eingenommen haben. Unter Umständen kommt

es zu schnellerem Herzschlag und Zittern. Schwindel, Kopfschmerzen, Muskelschwäche und

Gelenksschmerzen können ebenfalls auftreten.

Haben Sie über einen längeren Zeitraum größere Dosen eingenommen, informieren Sie davon Ihren

Arzt oder Apotheker. Größere Dosierungen von Seretide können dazu führen, dass die Nebenniere

weniger Steroidhormone produziert.

Wenn Sie die Anwendung von Seretide vergessen haben

Die Dosis darf nicht verdoppelt werden, um die vergessene Anwendung zu ersetzen. Wenden Sie die

nächste Dosis zur gewohnten Zeit an.

Wenn Sie die Anwendung von Seretide abbrechen

Die vorgeschriebene tägliche Anwendung von Seretide ist sehr wichtig. Verwenden Sie das

Arzneimittel so lange, bis Ihr Arzt das Ende der Anwendung anordnet. Hören Sie nicht mit der

Anwendung auf und reduzieren Sie Ihre Dosis Seretide nicht plötzlich. Dies könnte zu einer

Verschlechterung der Atmung führen.

Außerdem kann das plötzliche Abbrechen der Anwendung oder die Dosisreduktion von Seretide sehr

selten Probleme mit Ihren Nebennieren (Nebennierenschwäche) verursachen, was manchmal zu

Nebenwirkungen führt.

Diese Nebenwirkungen können irgendwelche der folgenden beinhalten:

Magenschmerzen

Müdigkeit und Appetitlosigkeit, Unwohlsein

Übelkeit und Durchfall

Gewichtsverlust

Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl

Abnahme des Zuckerspiegels im Blut

Niedriger Blutdruck und Krampfanfälle

Wenn Ihr Körper unter Stresseinwirkung steht, so wie bei Fieber, Trauma (wie nach einem

Autounfall), Infektionen oder einem chirurgischen Eingriff, kann sich die Nebennierenschwäche

verschlimmern und Sie können eine der oben gelisteten Nebenwirkungen bekommen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Zur

Vermeidung dieser Beschwerden wird Ihnen Ihr Arzt möglicherweise zusätzliche Kortikosteroide in

Tablettenform (wie Prednisolon) verschreiben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen. Zur Verringerung des Risikos von Nebenwirkungen wird Ihnen Ihr Arzt die

niedrigste Dosis Seretide für die Kontrolle Ihres Asthmas verschreiben.

Allergische Reaktionen: Unter Umständen kann sich unmittelbar nach Verwendung von

Seretide Ihre Atmung plötzlich verschlechtern. Starkes Keuchen und Husten oder Atemnot können

auftreten. Ebenso kann es zu Juckreiz, Ausschlag (Nesselausschlag) und Schwellungen kommen

(normalerweise im Bereich des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens), oder Sie können

plötzlich spüren, dass Ihr Herz sehr schnell schlägt oder Sie fühlen sich schwach und schwindelig (was

zu einem Zusammenbruch oder Bewusstlosigkeit führen kann). Sollten irgendwelche dieser

Beschwerden bei Ihnen auftreten oder nach der Anwendung von Seretide plötzlich auftreten,

brechen Sie die Anwendung von Seretide ab und setzen Sie Ihren Arzt umgehend davon in

Kenntnis. Allergische Reaktionen auf Seretide sind gelegentlich (sie treten seltener als 1-mal in 100

Fällen auf).

Andere Nebenwirkungen sind wie unten angeführt:

Sehr häufig (tritt bei mehr als 1 Person von 10 auf)

Kopfschmerzen – lassen im Laufe der Behandlung üblicherweise nach.

Bei Patienten mit COPD wurden gehäuft Erkältungen berichtet.

Häufig (tritt bei weniger als 1 Person von 10 auf)

Soor (schmerzhafte, creme-gelbe abgehobene Flecken) in Mund und Rachen. Eventuell wunde

Zunge und heisere Stimme und Reizung des Rachens. Spülen Sie nach jeder Einzeldosis den

Mund sofort mit Wasser und spucken Sie es aus und/oder putzen Sie Ihre Zähne. Ihr Arzt kann

Ihnen zur Behandlung ein Antipilzmittel verschreiben.

Schmerzende, geschwollene Gelenke und Muskelschmerzen.

Muskelkrämpfe.

Folgende Nebenwirkungen wurden außerdem bei Patienten mit chronisch-obstruktiver

Lungenerkrankung (COPD) beobachtet:

Lungenentzündung und Bronchitis (Lungeninfektion). Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie

folgende Beschwerden bei sich feststellen: vermehrter Auswurf, Veränderungen der

Auswurffarbe, Fieber, Schüttelfrost, stärkerer Husten, stärkere Atemprobleme.

Blutergüsse und Knochenbrüche

Nebenhöhlenentzündung (Spannungs- und Verstopfungsgefühl im Bereich der Nase, der Wangen

und hinter den Augen, manchmal pochender Schmerz)

Kaliummangel im Blut (unregelmäßiger Herzschlag, Muskelschwäche, Krämpfe treten

möglicherweise bei Ihnen auf)

Gelegentlich (tritt bei weniger als 1 Person von 100 auf)

Anstieg des Zuckerspiegels (Glucose) im Blut (Hyperglykämie). Wenn Sie an Diabetes leiden,

sind möglicherweise häufigere Blutzuckeruntersuchungen und eventuell Anpassungen Ihrer

Diabetesbehandlung erforderlich.

Katarakt (Trübung der Augenlinse)

Herzrasen (Tachykardie)

Zittern und Herzklopfen oder unregelmäßige Herzschläge (Palpitationen) – dies ist normalerweise

harmlos und lässt im Verlauf der Behandlung nach.

Brustschmerzen

Reizbarkeit (diese Nebenwirkung tritt in erster Linie bei Kindern auf).

Schlafstörungen

Allergischer Hautausschlag

Selten (tritt bei weniger als 1 Person von 1.000 auf)

Atemnot oder Keuchen, welche sich unmittelbar nach der Anwendung von Seretide

verschlechtern. In diesem Fall Seretide Inhalator nicht mehr verwenden. Benützen Sie einen

schnellwirksamen „Befreier“-Inhalator, um die Atmung zu erleichtern und informieren Sie sofort

Ihren Arzt.

Seretide kann die normale Produktion von Steroidhormonen im Körper beeinträchtigen, vor allem

wenn Sie über einen langen Zeitraum große Mengen angewendet haben. Es treten folgende

Wirkungen auf:

Wachstumsverzögerung bei Kindern und Jugendlichen,

Verringerung der Knochendichte

Grüner Star

Gewichtszunahme

Mondgesicht (Cushing-Syndrom)

Ihr Arzt wird Sie regelmäßig auf diese Nebenwirkungen untersuchen und die niedrigste Dosis

Seretide zur Kontrolle Ihres Asthmas verschreiben.

Verhaltensänderungen, z.B. Überaktivität und Reizbarkeit (diese Nebenwirkungen treten in erster

Linie bei Kindern auf).

Unregelmäßiger Herzschlag bzw. zusätzliche Herzschläge (Herzrhythmusstörungen). Informieren

Sie Ihren Arzt davon, setzen Sie Seretide aber nur ab, wenn der Arzt es angeordnet hat.

Eine Pilzinfektion in der Speiseröhre, die zu Schwierigkeiten beim Schlucken führen könnte.

Häufigkeit nicht bekannt, kann aber dennoch auftreten

Depressionen oder Aggression. Diese Nebenwirkungen treten eher bei Kindern auf.

Verschwommenes Sehen

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Seretide aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen

Verfalldatum nach Verw. bis nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten

Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25

C lagern.

Der Behälter enthält eine unter Druck stehende Flüssigkeit. Keinen Temperaturen über 50 °C

aussetzen und vor direktem Sonnenlicht schützen. Den Behälter nicht durchstechen oder

verbrennen, selbst wenn der Behälter leer ist.

Wie bei den meisten Arzneimitteln zur Inhalation in Druckgasbehältern kann der therapeutische

Effekt des Arzneimittels abnehmen, wenn der Behälter kalt ist.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Seretide enthält

Jede Einzeldosis enthält 25 Mikrogramm Salmeterol (als Salmeterolxinafoat) sowie 50, 125 oder

250 Mikrogramm Fluticasonpropionat.

Der sonstige Bestandteil ist das Treibmittel: Norfluran (HFA 134a).

Wie Seretide aussieht und Inhalt der Packung

Seretide Druckgasinhalation ist ein vordosierter Inhalator, der das Arzneimittel in einer

Drucklösung zur Inhalation durch Ihren Mund in die Lunge bereitstellt.

Der Druckgasinhalator enthält eine weiße bis cremefarbene Inhalationslösung.

Die Wirkstoffbehälter sind in Plastikgehäuse eingefügt, die ein Mundstück enthalten und mit einer

Schutzkappe versehen sind.

Verpackung in Kartons zu 1 Druckgasinhalator

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

GlaxoSmithKline Pharma GmbH., Wien

Hersteller:

Glaxo Wellcome Production, Zone Industrielle, Evreux, Frankreich

oder

Glaxo Wellcome S.A., Aranda de Duero (Burgos), Spanien

oder

Aspen Bad Oldesloe GmbH, Bad Oldesloe, Deutschland.

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftraumes (EWR) unter

den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien

Seretide

Dänemark

Seretide

Finnland

Seretide Evohaler

Frankreich

Seretide

Deutschland

atmadisc

Griechenland

Seretide Inhaler

Island

Seretide

Irland

Seretide Evohaler

Italien

Aliflus

Luxemburg

Seretide

Niederlande

Seretide

Portugal

Seretaide Inalador

Spanien

Seretide

Schweden

Seretide Evohaler

Großbritannien

Seretide Evohaler

Seretide levis 25 Mikrogramm/50 Mikrogramm pro Sprühstoß – Druckgasinhalation

Z.Nr.: 1-23942

Seretide standard 25 Mikrogramm/125 Mikrogramm pro Sprühstoß – Druckgasinhalation

Z.Nr.: 1-23943

Seretide forte 25 Mikrogramm/250 Mikrogramm pro Sprühstoß – Druckgasinhalation

Z.Nr.: 1-23944

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2018.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Seretide levis 25 Mikrogramm/50 Mikrogramm pro Sprühstoß - Druckgasinhalation

Seretide standard 25 Mikrogramm/125 Mikrogramm pro Sprühstoß - Druckgasinhalation

Seretide forte 25 Mikrogramm/250 Mikrogramm pro Sprühstoß - Druckgasinhalation

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Einzeldosis (aus dem Ventil) enthält:

25 Mikrogramm Salmeterol (als Salmeterolxinafoat) und 50, 125 oder 250 Mikrogramm

Fluticasonpropionat. Dies entspricht einer abgegebenen Dosis (aus dem Mundrohr) von 21

Mikrogramm Salmeterol und 44, 110 oder 220 Mikrogramm Fluticasonpropionat.

Für die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Druckgasinhalation, Suspension

Der Behälter enthält eine weiße bis nahezu weiße Suspension.

Die Wirkstoffbehälter sind in violette Kunststoff-Mundrohre eingefügt, die eine Öffnung mit

integriertem Zerstäuber enthalten und mit einer Schutzkappe versehen sind.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Seretide ist indiziert für die regelmäßige Behandlung von Asthma bronchiale, bei der die Anwendung

von langwirksamen ß

-Agonisten und inhalativem Kortikosteroid in Kombination angezeigt ist:

bei Patienten, die mit inhalativen Kortikosteroiden sowie kurzwirksamen ß

-Agonisten zur

bedarfsweisen Inhalation nicht ausreichend eingestellt sind.

oder

bei Patienten, die mit inhalativen Kortikosteroiden sowie langwirksamen ß

-Agonisten

ausreichend eingestellt sind.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Art der Anwendung: zur Inhalation

Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass es für den Behandlungserfolg erforderlich ist, das

Seretide täglich anzuwenden, auch wenn sie symptomfrei sind.

Patienten sollten sich regelmäßig weiterhin vom Arzt untersuchen lassen, so dass die Dosisstärke des

Seretide Inhalators, die sie erhalten, optimal bleibt und nur nach ärztlichem Rat geändert wird. Die

Dosis sollte so angepasst werden, dass eine effektive Kontrolle der Symptome mit der niedrigsten

Dosierung erreicht wird. Wird unter zweimal täglicher Inhalation der niedrigsten Dosisstärke

von der Kombination eine gute Symptomkontrolle erreicht, könnte der nächste Schritt darin

bestehen, ein Kortikosteroid allein zu inhalieren. Patienten, die einen langwirksamen ß

-Agonisten

benötigen, könnten alternativ auf eine einmal tägliche Inhalation von Seretide heruntertitriert werden,

wenn im Ermessen des Arztes eine Kontrolle des Krankheitsbildes gewährleistet ist. Bei der

möglichen Einmaldosierung sollten die Patienten, die in der Anamnese nächtliche Symptome

aufweisen, spätabends und die Patienten, die in der Anamnese überwiegend tagsüber Symptome

aufweisen, morgens inhalieren.

Patienten sollte die Dosisstärke von Seretide verordnet werden, die die für den Schweregrad der

Erkrankung geeignete Dosis an Fluticasonpropionat enthält.

Hinweis

Die Stärke Seretide 25 Mikrogramm/50 Mikrogramm ist nicht angezeigt bei Erwachsenen und

Kindern mit schwerem Asthma bronchiale. Wenn ein Patient Dosierungen außerhalb des empfohlenen

Behandlungsschemas benötigen sollte, sollten ausreichende Dosierungen eines ß

-Agonisten und/oder

eines Kortikosteroids verschrieben werden.

Dosierungsempfehlungen:

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren:

2-mal täglich 2 Inhalationen mit 25 Mikrogramm Salmeterol und 50 Mikrogramm Fluticasonpropionat

oder

2-mal täglich 2 Inhalationen mit 25 Mikrogramm Salmeterol und 125 Mikrogramm

Fluticasonpropionat

oder

2-mal täglich 2 Inhalationen mit 25 Mikrogramm Salmeterol und 250 Mikrogramm

Fluticasonpropionat.

Bei Erwachsenen und Jugendlichen mit persistierendem mittelschwerem Asthma bronchiale (definiert

als: Patienten mit täglichen Symptomen, mit täglicher Anwendung von Akutmedikation und mit

mittelschwerer bis schwerer Einschränkung des Atemflusses), für die eine schnelle Asthmakontrolle

essentiell ist, kann eine Kurzzeit-Anwendung von Seretide in Form einer initialen Erhaltungstherapie

in Betracht gezogen werden. In diesen Fällen ist die empfohlene Einstiegsdosierung 2-mal täglich 2

Inhalationen mit 25 Mikrogramm Salmeterol und 50 Mikrogramm Fluticasonpropionat. Sobald eine

Asthmakontrolle erreicht ist, sollte die Behandlung überprüft und abgewogen werden, ob auf die

Inhalation mit einem Kortikosteroid allein reduziert werden kann. Während der Abstufung der

Behandlung ist eine regelmäßige Untersuchung der Patienten wichtig.

Waren ein oder zwei Kriterien des Schweregrads nicht erfüllt, zeigte sich kein klarer Nutzen der

Kombinationsbehandlung gegenüber einer Inhalation von Fluticasonpropionat allein als

Initialbehandlung. Im Allgemeinen bleiben inhalative Kortikosteroide für die meisten Patienten die

erste Behandlungsempfehlung. Seretide ist nicht vorgesehen für die Initialbehandlung bei leichtem

Asthma bronchiale. Die Stärke Seretide 25 Mikrogramm/50 Mikrogramm ist für Erwachsene und

Kinder mit schwerem Asthma bronchiale nicht geeignet; es wird empfohlen, die geeignete Dosierung

von inhalativem Kortikosteroid allein festzulegen, bevor eine fixe Kombination bei Patienten mit

schwerem Asthma bronchiale eingesetzt werden kann.

Kinder und Jugendliche

Kinder ab 4 Jahren:

2-mal täglich 2 Inhalationen mit 25 Mikrogramm Salmeterol und 50 Mikrogramm

Fluticasonpropionat.

Die für Kinder maximal zugelassene Dosis Fluticasonpropionat, abgegeben aus einem Seretide

Druckgasinhalator, ist 100 Mikrogramm 2-mal täglich.

Die Sicherheit und Wirksamkeit des Seretide Druckgasinhalator bei Kindern unter 4 Jahren wurde

nicht nachgewiesen (siehe Abschnitt 5.1).

Kinder unter 12 Jahre könnten Schwierigkeiten haben, die Auslösung eines Sprühstoßes und das

Einatmen abzustimmen. Die Anwendung einer Inhalationshilfe mit dem Seretide Druckgasinhalator

wird für Patienten empfohlen, die Schwierigkeiten haben oder haben könnten, die Auslösung eines

Sprühstoßes mit der Inhalation zu koordinieren. Eine rezente klinische Studie hat gezeigt, dass Kinder,

die eine Inhalationshilfe benützen, eine Aufnahme ähnlich jener von Erwachsenen ohne Verwendung

einer Inhalationshilfe und Kindern, die den Diskus verwendet haben, zeigen. Dies bestätigt, dass eine

Inhalationshilfe eine schlechte Inhalationstechnik kompensieren kann (siehe Abschnitt 5.2).

Es können sowohl die Volumatic als auch die AeroChamber Plus Inhalationshilfe verwendet werden

(je nach lokalen Empfehlungen). Es stehen begrenzte Daten zur Verfügung, die eine Erhöhung der

systemischen Exposition zeigen, wenn die AeroChamber Plus Inhalationshilfe im Vergleich zur

Volumatic Inhalationshilfe verwendet wird (siehe Abschnitt 4.4).

Die Patienten sollten in der richtigen Handhabung und Pflege ihres Inhalators und der Inhalationshilfe

unterwiesen werden. Es sollte überprüft werden, wie sie die Geräte anwenden, um die optimale

Abgabe des inhalierten Arzneimittels in der Lunge zu gewährleisten. Die Patienten sollten immer

dieselbe Inhalationshilfe verwenden, da ein Wechsel zwischen Inhalationshilfen zu Änderungen

in der zu den Lungen gelangenden Dosis führen kann (siehe Abschnitt 4.4).

Auf eine Erstverordnung oder einen Wechsel der Inhalationshilfe sollte immer eine Neueinstellung an

die geringste wirksame Dosierung erfolgen.

Spezielle Patientengruppen:

Die Dosierung muss bei älteren Patienten oder bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht

speziell angepasst werden. Für die Anwendung von Seretide bei Patienten mit eingeschränkter

Leberfunktion liegen keine Daten vor.

Hinweise für die Anwendung:

Patienten sollen zu einer ordnungsgemäßen Anwendung ihres Inhalators angeleitet werden (siehe

Gebrauchsinformation).

Während der Inhalation soll der Patient vorzugsweise sitzen oder stehen. Der Inhalator wurde für die

Anwendung in der vertikalen Position entwickelt.

Test des Inhalators:

Vor der ersten Anwendung ist die Schutzkappe vom Mundstück abzuziehen, indem leicht an beiden

Seiten der Kappe gedrückt wird. Um sicherzustellen, dass der Inhalator funktioniert, ist er kräftig zu

schütteln, zwischen Fingern und Daumen zu halten, mit dem Daumen unter dem Mundstück und

Sprühstöße sind in die Luft auszulösen, bis das Zählwerk 120 anzeigt. Der Inhalator sollte unmittelbar

vor der Auslösung eines Sprühstoßes jedes Mal gut geschüttelt werden. Auch wenn der Inhalator eine

Woche oder länger nicht angewendet wurde, ist die Schutzkappe vom Mundstück abzuziehen, der

Inhalator kräftig zu schütteln und es sind zwei Sprühstöße in die Luft auszulösen. Jedes Mal, wenn der

Inhalator ausgelöst wird, reduziert sich die Zahl am Zählwerk um eins.

Anwendung des Inhalators:

Patienten sollen die Schutzkappe vom Mundstück durch leichtes Drücken an beiden Seiten der

Kappe abziehen.

Patienten sollen den Inhalator, einschließlich Mundstück, innen und außen auf lose Partikel

überprüfen.

Patienten sollen den Inhalator kräftig schütteln um sicher zu stellen, dass alle losen Partikeln

entfernt und der Inhalt des Inhalators gleichmäßig gemischt wurde.

Patienten sollen den Inhalator zwischen Fingern und Daumen, mit dem Daumen unter dem

Mundstück, aufrecht halten.

Patienten sollen so tief wie möglich ausatmen, das Mundstück zwischen die Zähne in den Mund

nehmen und die Lippen um das Mundstück schließen. Patienten müssen instruiert werden, dass ein

Beißen auf das Mundstück zu vermeiden ist.

Während des Einatmens durch den Mund den Wirkstoffbehälter fest nach unten drücken, um

die Suspension freizusetzen, während der Patient gleichzeitig weiterhin gleichmäßig und tief einatmet.

Während die Patienten den Atem anhalten, soll das Mundstück vom Mund abgesetzt und der

Finger oben vom Wirkstoffbehälter genommen werden. Die Patienten sollen den Atem so lange wie

möglich anhalten.

Wenn die Patienten eine zweite Inhalation vornehmen sollen sie den Inhalator weiterhin

aufrecht halten und ungefähr eine halbe Minute warten, bevor die Schritte 3. bis 7. wiederholt werden.

Patienten sollen unmittelbar danach die Schutzkappe wieder in der richtigen Position aufsetzen

indem sie diese fest andrücken und einrasten lassen. Dazu ist nicht viel Kraft erforderlich und die

Schutzkappe sollte einrasten.

WICHTIGE INFORMATION

Die Patienten sollen die Schritte 5., 6. und 7. sorgfältig und in Ruhe durchführen. Es ist wichtig, mit

dem Einatmen so langsam wie möglich zu beginnen, unmittelbar bevor der Inhalator angewendet

wird. Patienten sollen für die ersten Male einen Spiegel zu Hilfe nehmen. Wenn sie einen „feinen

Nebel” sehen, der oben vom Inhalator oder seitlich aus ihrem Mund kommt, sollen sie noch einmal bei

Schritt 3. anfangen.

Patienten sollten nach jeder Anwendung ihren Mund mit Wasser ausspülen und ausspucken und/oder

ihre Zähne putzen um das Risiko einer oropharyngealen Candidiasis und Heiserkeit zu minimieren.

Patienten sollen sich an den Arzt wenden, wenn das Zählwerk „020“ anzeigt, um die

Weiterversorgung sicherzustellen. Das Zählwerk stoppt bei „000“, wenn alle empfohlenen Sprühstöße

inhaliert wurden. Verwenden Sie einen neuen Inhalator, wenn das Zählwerk auf „000“ steht.

Patienten sollten weder versuchen, die Zahl am Zählwerk zu verändern, noch das Zählwerk vom

Wirkstoffbehälter zu trennen. Das Zählwerk kann nicht verstellt werden. Es ist dauerhaft mit dem

Wirkstoffbehälter verbunden.

Reinigung (auch in der Gebrauchsinformation detailliert beschrieben):

Der Inhalator sollte mindestens einmal pro Woche gereinigt werden.

Schutzkappe abziehen.

Wirkstoffbehälter nicht vom Plastikgehäuse trennen.

Mundstück und Plastikgehäuse innen und außen mit einem trockenen Tuch oder Taschentuch

abwischen.

Schutzkappe wieder in der richtigen Position aufsetzen. Dazu ist nicht viel Kraft erforderlich und

die Schutzkappe sollte leicht einrasten.

DER WIRKSTOFFBEHÄLTER (METALL) DARF NICHT IN WASSER GELEGT WERDEN.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Seretide Inhalatoren sollen nicht für die Akutbehandlung von Asthmasymptomen eingesetzt werden,

für die ein schnell und kurz wirksamer Bronchodilatator benötigt wird. Patienten sollten darauf

hingewiesen werden, ihren Inhalator für die Behandlung eines akuten Asthmaanfalles jederzeit bei

sich zu haben.

Patienten sollten nicht während einer Exazerbation oder bei signifikanter oder akuter

Verschlechterung ihres Asthmas auf Seretide eingestellt werden.

Schwere Asthma-bezogene Nebenwirkungen und Exazerbationen können während der Behandlung

mit Seretide auftreten. Die Patienten sollten aufgefordert werden die Behandlung fortzusetzen, aber

ärztlichen Rat einzuholen, falls die Asthma-Symptome unkontrolliert bleiben oder sich nach

Behandlungsbeginn mit Seretide verschlechtern.

Steigende Anforderungen in Bezug auf die Verwendung von Reliever/Bedarfsmedikation

(kurzwirksamen Bronchodilatatoren) oder ein verlangsamtes Ansprechen auf die

Reliever/Bedarfsmedikation sind Anzeichen für eine Verschlechterung des Krankheitsbildes. Diese

Patienten sollten von einem Arzt untersucht werden. Eine plötzliche und zunehmende

Verschlechterung der Beschwerden ist potentiell lebensbedrohlich, und der Patient sollte dringend von

einem Arzt untersucht werden. In diesem Fall ist eine Erhöhung der Kortikosteroiddosis in Betracht zu

ziehen.

Wenn eine Kontrolle der Asthma-Symptome erreicht ist, kann eine schrittweise Reduktion der

Seretide-Dosis in Erwägung gezogen werden. Während der Abstufung der Behandlung ist eine

regelmäßige Untersuchung der Patienten wichtig. Danach ist eine regelmäßige Untersuchung der

Patienten wichtig. Es sollte die geringste wirksame Dosis von Seretide zur Anwendung kommen

(siehe Abschnitt 4.2).

Die Behandlung mit Seretide sollte aufgrund des Risikos eines Asthmaanfalls nicht abrupt

abgebrochen werden. Die Therapie sollte unter ärztlicher Kontrolle langsam reduziert werden.

Wie alle kortikosteroidhaltigen Arzneimittel zur Inhalation ist Seretide bei Patienten mit offener oder

geschlossener Lungentuberkulose sowie bei Pilzinfektionen, viralen oder anderen Infektionen des

Respirationstrakts mit Vorsicht anzuwenden. Eine entsprechende Behandlung sollte, wenn indiziert,

unverzüglich eingeleitet werden.

In seltenen Fällen kann Seretide Herzrhythmusstörungen z.B. supraventrikuläre Tachykardie,

Extrasystolen und Vorhofflimmern, sowie eine leichte vorübergehende Senkung der Serum-

Kaliumwerte bei hohen therapeutischen Dosen verursachen. Seretide sollte bei Patienten mit schweren

kardiovaskulären Erkrankungen oder Herzrhythmusstörungen und bei Patienten mit Diabetes mellitus,

Thyreotoxikose unbehandelter Hypokaliämie oder Patienten, die für geringe Serum-Kaliumwerte

anfällig sind, mit Vorsicht angewendet werden.

Es ist sehr selten über einen Anstieg der Blutglucosespiegel berichtet worden (siehe Abschnitt 4.8),

und dies sollte bei der Verordnung für Patienten mit Diabetes mellitus in der Anamnese berücksichtigt

werden.

Wie bei anderer Inhalationsbehandlung können paradoxe Bronchospasmen mit einer sofortigen

Zunahme des pfeifenden Atmens und Atemnot nach der Anwendung ausgelöst werden. Paradoxe

Bronchospasmen müssen sofort mit einem rasch wirksamen Bronchodilatator behandelt werden. Die

Anwendung des Seretide Inhalators sollte dann unverzüglich abgebrochen, der Patient untersucht und,

wenn notwendig, eine alternative Behandlung begonnen werden.

Über die pharmakologischen Nebenwirkungen einer ß

-Agonisten-Behandlung, wie Tremor,

Palpitationen und Kopfschmerzen ist berichtet worden. Sie sind aber meist vorübergehend und klingen

bei regelmäßiger Behandlung wieder ab.

Systemische Effekte können bei der Behandlung mit jedem inhalativen Kortikosteroid auftreten,

insbesondere unter hohen Dosierungen, die für einen langen Zeitraum verschrieben werden. Diese

Effekte sind allerdings unter der Inhalationsbehandlung viel weniger wahrscheinlich als unter der

oralen Gabe von Kortikosteroiden. Mögliche systemische Effekte schließen Cushing-Syndrom,

cushingoide Erscheinungen, adrenale Suppression, Verminderung der Knochendichte, Katarakt und

Glaukom ein. Seltener kommt es zu Veränderungen der Psyche oder des Verhaltens, einschließlich

psychomotorischer Hyperaktivität, Schlafstörungen, Ängstlichkeit, Depression oder Aggression

(besonders bei Kindern) (siehe Sektion Kinder und Jugendliche für Informationen über systemische

Effekte inhalativer Kortikosteroide bei Kindern und Jugendlichen). Deshalb ist es wichtig, den

Patienten regelmäßig zu kontrollieren und die Dosis des inhalativen Kortikosteroids auf die

niedrigste Dosis zu reduzieren, mit der eine effektive Kontrolle des Asthmas aufrechterhalten

werden kann.

Die Inhalation von hohen Dosierungen inhalativer Kortikosteroide über einen längeren Zeitraum kann

zu einer Nebennierenrindensuppression und akuter adrenaler Krise führen. Sehr seltene Fälle von

Nebennierenrindensuppression und akuter adrenaler Krise wurden auch bei Dosen zwischen 500

Mikrogramm und weniger als 1000 Mikrogramm beschrieben. Eine akute adrenale Krise kann

möglicherweise durch Umstände wie Verletzung, Operation, Infektion oder jede schnelle

Dosisreduktion ausgelöst werden. Die Symptome sind typischerweise unspezifisch wie z.B.

Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen,

Hypotonie, Bewusstseinstrübung, Hypoglykämie und Krampfanfälle. Während Stressperioden oder im

Rahmen einer geplanten Operation sollte eine zusätzliche systemische Gabe von Kortikosteroiden in

Betracht gezogen werden.

Die systemische Aufnahme von Salmeterol und Fluticasonpropionat erfolgt weitgehend über die

Lungen. Da die Anwendung einer Inhalationshilfe mit einem Inhalator die Wirkstoffabgabe in die

Lunge erhöhen kann, sollte beachtet werden, dass dies möglicherweise zu einem Ansteigen des

Risikos systemischer Nebenwirkungen führen könnte. Pharmakokinetische Daten mit einer

Einzeldosis zeigten, dass die systemische Abgabe von Salmeterol und Fluticasonpropionat bis zu

zweimal höher sein kann, wenn eine AeroChamber Plus-Inhalationshilfe mit dem Seretide-Inhalator

verwendet wird, im Vergleich zur Volumatic-Inhalationshilfe.

Die Vorteile einer Inhalationsbehandlung mit Fluticasonpropionat sollten den Bedarf an oralen

Kortikosteroiden vermindern, allerdings können Patienten, die von oralen Kortikosteroiden umgestellt

werden, für einen beträchtlichen Zeitraum der Gefahr einer eingeschränkten adrenalen Reserve

ausgesetzt bleiben. Daher sollten diese Patienten mit besonderer Sorgfalt behandelt und die

Nebennierenfunktion regelmäßig überwacht werden. Patienten, die in der Anamnese hohe

Dosierungen systemisch applizierter Kortikosteroide erhielten, sind durch eine solche möglicherweise

noch bestehende Suppression ebenfalls gefährdet. Die Möglichkeit einer verbleibenden Schädigung

sollte bei Notfällen oder in bestimmten Situationen, die Stress verursachen könnten, in Betracht

gezogen und die entsprechende Kortikosteroidbehandlung überlegt werden. Das Ausmaß der

Nebennierenfunktionseinschränkung könnte es erforderlich machen, vor bestimmten Eingriffen einen

Facharzt zu konsultieren.

Ritonavir kann die Plasmakonzentration von Fluticasonpropionat erheblich erhöhen. Deshalb sollte

eine gleichzeitige Anwendung vermieden werden, es sei denn, der mögliche Nutzen für den Patienten

überwiegt das Risiko systemischer Kortikosteroid-Nebenwirkungen. Ebenso besteht ein erhöhtes

Risiko systemischer Nebenwirkungen bei Kombination von Fluticasonpropionat mit anderen potenten

Inhibitoren des Enzyms CYP3A (siehe Abschnitt 4.5).

Im Rahmen einer 3-jährigen Studie wurden bei Patienten mit COPD (chronisch-obstruktive

Lungenerkrankung), die Salmeterol und Fluticasonpropionat als mittels Diskus verabreichtem

Kombinationspräparat erhalten hatten, vermehrt Infektionen der unteren Atemwege (insbesondere

Lungenentzündung und Bronchitis) im Vergleich zu Placebo-Gruppe berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Bei dieser Studie zeigte sich, dass bei älteren Patienten, bei Patienten mit niedrigerem Body Mass

Index (<25 kg/m

), sowie Patienten mit sehr schwerem Krankheitsverlauf (FEV

< 30 % des

Normwertes) das größte Risiko eine Pneumonie zu entwickeln bestand, unabhängig von der

Behandlung. Die behandelnden Ärzte sollten die mögliche Entwicklung einer Pneumonie, sowie

anderer Infektionen der unteren Atemwege bei Patienten mit COPD besonders im Auge behalten, da

sich die klinischen Anzeichen solcher Infektionen und eine Exazerbation häufig überlappen. Falls bei

einem Patienten mit schwerer COPD bereits eine Pneumonie aufgetreten ist, so sollte die Behandlung

mit Seretide überprüft werden. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Seretide Druckgasinhalation

wurde in Patienten mit COPD nicht bewiesen, daher ist Seretide - Druckgasinhalation nicht für die

Anwendung an Patienten mit COPD indiziert.

Die gleichzeitige Verabreichung von systemischem Ketoconazol erhöht signifikant die systemische

Exposition von Salmeterol. Dies kann zu erhöhtem Auftreten systemischer Effekte führen (z.B.

Verlängerung des QTc Intervalls und Herzklopfen). Die gleichzeitige Behandlung mit Ketoconazol

oder anderen starken CYP3A4 Hemmern sollte deshalb vermieden werden, außer wenn der Nutzen

gegenüber dem potentiell erhöhten Risiko systemischer Nebenwirkungen einer Salmeterolbehandlung

überwiegt (siehe Abschnitt 4.5).

Die Anwendung dieses Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Sehstörung

Bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten.

Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig

wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in

Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene

Erkrankungen, wie z.B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSCR), die nach der Anwendung

systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden.

Pädiatrische Gruppen

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, die hohe Dosen Fluticasonpropionat einnehmen

(charakteristischerweise

1000 Mikrogramm/Tag) tragen ein besonderes Risiko. Besonders bei hohen

Dosen über längere Zeiträume kann es zu systemischen Auswirkungen kommen. Mögliche

systemische Wirkungen schließen Cushing Syndrom, cushingoides Aussehen,

Nebennierensuppression, akute Nebennierenkrise und Wachstumsverzögerung bei Kindern und

Jugendlichen ein. Seltener kommt es zu Veränderungen der Psyche oder des Verhaltens, einschließlich

psychomotorischer Hyperaktivität, Schlafstörungen, Ängstlichkeit, Depression oder Aggression. Eine

Überweisung des Kindes oder Jugendlichen an einen pädiatrischen Lungenfacharzt sollte in Betracht

gezogen werden.

Bei Kindern unter Langzeitbehandlung mit inhalativen Kortikosteroiden werden regelmäßige

Größenkontrollen empfohlen. Die inhalierte Kortikosteroiddosis sollte auf die niedrigste, zur

Kontrolle von Asthma gerade noch wirksame Dosis reduziert werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

ß-adrenerge Blocker können die Wirksamkeit von Salmeterol abschwächen oder ihr entgegenwirken.

Die Anwendung sowohl von nicht selektiven als auch selektiven ß-Blockern sollte bei Patienten mit

Asthma bronchiale vermieden werden, solange es nicht zwingende Gründe für ihre Anwendung gibt.

Agonist Therapie kann zu potentiell schwer wiegender Hypokaliämie führen. Besondere Vorsicht

ist geboten bei akutem schwerem Asthma, da dieser Effekt durch eine begleitende Behandlung mit

Xanthin Derivaten, Steroiden und Diuretika verstärkt werden kann.

Die gleichzeitige Anwendung von anderen ß-adrenergen Arzneimitteln kann einen potentiell additiven

Effekt haben.

Fluticasonpropionat

Unter normalen Umständen werden nach inhalativer Anwendung aufgrund eines ausgeprägten First-

Pass-Metabolismus und einer hohen systemischen Clearance durch das Cytochrom CYP3A4 in Darm

und Leber niedrige Plasmakonzentrationen von Fluticasonpropionat erreicht. Daher sind durch

Fluticasonpropionat vermittelte, klinisch signifikante Wechselwirkungen unwahrscheinlich.

In einer Interaktionsstudie an gesunden Probanden erhöhten 2-mal täglich 100 mg Ritonavir (ein

hochpotenter Inhibitor des Cytochrom CYP3A4) die Plasmakonzentrationen von nasal appliziertem

Fluticasonpropionat mehrere hundert Mal, mit der Folge deutlich reduzierter Serum-Kortisolspiegel.

Für die inhalative Anwendung von Fluticasonpropionat liegen entsprechende Informationen nicht vor,

jedoch ist ein deutlicher Anstieg der Plasmaspiegel von Fluticasonpropionat zu erwarten. Über Fälle

von Cushing-Syndrom und adrenaler Suppression wurde berichtet. Die Kombination sollte vermieden

werden, sofern der Nutzen das erhöhte Risiko systemischer Kortikosteroid-Nebenwirkungen nicht

überwiegt.

In einer kleinen Studie an gesunden Probanden erhöhte Ketoconazol, ein etwas weniger potenter

Inhibitor von CYP3A, die Fluticasonpropionat-Exposition nach einer einzelnen Inhalation um 150 %.

Dies reduzierte, verglichen mit Fluticasonpropionat alleine, das Kortisol im Plasma stärker. Bei

gleichzeitiger Behandlung mit anderen potenten Inhibitoren von CYP3A, wie z. B. Itraconazol und

Cobicistat-haltigen Produkten, und moderaten CYP3A Inhibitoren so wie Erythromycin, ist ebenfalls

eine Zunahme der systemischen Fluticasonpropionat-Exposition und des Risikos systemischer

Nebenwirkungen zu erwarten. Kombinationen sollten vermieden werden, es sei denn der Nutzen

überwiegt das potentiell erhöhte Risiko systemischer Kortikosteroid-Nebenwirkungen, in diesem Fall

sollten die Patienten hinsichtlich systemischer Kortikosteroid-Nebenwirkungen überwacht werden.

Salmeterol

Starke CYP3A4 Hemmer

Bei 15 gesunden Freiwilligen ergab die gleichzeitige Verabreichung von Ketoconazol

(400 mg oral, einmal täglich) und Salmeterol (50 Mikrogramm inhaliert, zweimal täglich) über 7 Tage

eine signifikant erhöhte Plasmaexposition von Salmeterol (1,4-fache C

und 15-fache AUC). Dies

kann, verglichen mit einer Behandlung mit Salmeterol oder Ketoconazol alleine (siehe Abschnitt 4.4),

zum erhöhten Auftreten anderer systemischer Nebenwirkungen der Salmeterolbehandlung führen (z.B.

Verlängerung des QTc Intervalls und Herzklopfen).

Es konnten keine klinisch signifikanten Auswirkungen auf Blutdruck, Herzfrequenz, Blutglucose oder

Kaliumblutwerte beobachtet werden. Die gleichzeitige Verabreichung von Ketoconazol erhöhte weder

die Clearanceshalbwertszeit von Salmeterol noch die Akkumulation von Salmeterol bei wiederholten

Gaben.

Die gleichzeitige Verabreichung von Ketoconazol sollte vermieden werden, außer die Vorteile

überwiegen gegenüber dem potentiell erhöhten Risiko von systemischen Nebenwirkungen einer

Salmeterolbehandlung. Ein ähnliches Wechselwirkungsrisiko mit anderen starken CYP3A4 Hemmern

ist wahrscheinlich (z.B. Itraconazol, Telithromycin, Ritonavir).

Moderate CYP3A4 Hemmer

Bei 15 gesunden Freiwilligen ergab eine gleichzeitige Verabreichung von Erythromycin

(500 mg oral, dreimal täglich) und Salmeterol (50 Mikrogramm inhaliert, zweimal täglich) über 6

Tage eine kleine, aber statistisch nicht signifikant erhöhte Salmeterolexposition (1,4-fache C

1,2-fache AUC). Die gleichzeitige Gabe von Erythromycin war nicht mit schwerwiegenden

Nebenwirkungen assoziiert.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Fertilität

Es gibt keine Daten vom Menschen. Tierstudien zeigten keine Wirkung von Salmeterol oder

Fluticasonpropionat auf die Fertilität.

Schwangerschaft

Eine große Anzahl von Daten über schwangere Frauen (mehr als 1000 Geburten) zeigt keine

Fehlbildungen oder feto/neonatale Toxizität in Zusammenhang mit Seretide. Tierstudien zeigten

Reproduktionstoxizität nach Gabe von ß-2-adrenorezeptoragonisten und Glukocorticosteroiden (siehe

Abschnitt 5.3.).

Die Anwendung von Seretide bei Schwangeren darf nur in Betracht gezogen werden, wenn der

erwartete Nutzen für die Mutter größer ist als das mögliche Risiko für den Fötus.

Bei der Behandlung von Schwangeren muss die niedrigste wirksame Dosis von Fluticasonpropionat

eingesetzt werden, die nötig ist, um eine adäquate Kontrolle der Asthmasymptome zu gewährleisten.

Stillzeit

Ob Salmeterol und Fluticasonpropionat bzw. Metaboliten in die Muttermilch ausgeschieden werden ist

nicht bekannt.

Studien haben ergeben, dass Salmeterol, Fluticasonpropionat und ihre Metaboliten in die Milch von

säugenden Ratten ausgeschieden werden.

Ein Risiko beim Stillen von Neugeborenen und Säuglingen kann nicht ausgeschlossen werden.

Unter Berücksichtigung des Vorteils des Stillens für das Kind und dem Vorteil der Behandlung für die

Mutter ist die Entscheidung zu treffen, entweder das Stillen oder die Seretidetherapie abzubrechen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Seretide Druckgasinhalation hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Da Seretide Salmeterol und Fluticasonpropionat enthält, können diejenigen Nebenwirkungen nach Art

und Schweregrad erwartet werden, die mit jedem der beiden Wirkstoffe verbunden sind. Es gibt

keinen Hinweis dafür, dass zusätzliche Nebenwirkungen nach einer gemeinsamen Anwendung der

beiden Wirkstoffe auftreten.

Nebenwirkungen, die bei der Anwendung von Salmeterol oder Fluticasonpropionat auftraten, sind

nachfolgend aufgeführt, geordnet nach Systemorganklassen und Häufigkeit. Die Häufigkeiten sind wie

folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (

1/100 bis

1/10), gelegentlich (

1/1.000 bis

1/100),

selten (≥ 1/10,000 bis

1/1000) und nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar). Die Häufigkeiten sind aus den Daten der klinischen Studien abgeleitet, wobei die

Inzidenz in der Placebo-Gruppe nicht berücksichtigt wurde.

Systemorganklassen

Nebenwirkung

Häufigkeit

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Candidiasis im Mund- und Rachenraum

Pneumonie

Bronchitis

Ösophageale Candidiasis

Häufig

Häufig

Häufig

Selten

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfindlichkeitsreaktionen mit den folgenden

Erscheinungen:

Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautbeteiligung

Angioödem (überwiegend faziales und

oropharyngeales Ödem)

Atembeschwerden (Dyspnoe)

Atembeschwerden(Bronchospasmus)

Anaphylaktische Reaktionen einschließlich

anaphylaktischer Schock.

Gelegentlich

Selten

Gelegentlich

Selten

Selten

Endokrine

Erkrankungen

Cushing-Syndrom, cushingoide Erscheinungen,

adrenale Suppression, Wachstumsverzögerung bei

Kindern und Jugendlichen, Verminderung der

Knochendichte

Selten

Stoffwechsel und

Ernährungsstörungen

Hypokaliämie

Hyperglykämie

Häufig

Gelegentlich

Psychiatrische

Erkrankungen

Angst

Schlafstörungen

Verhaltensänderungen, einschließlich

psychomotorische Hyperaktivität und Reizbarkeit

(überwiegend bei Kindern)

Depression und Aggression (besonders bei Kindern)

Gelegentlich

Gelegentlich

Selten

Nicht bekannt

Erkrankungen des

Nervensystems

Kopfschmerzen

Tremor

Sehr häufig

Gelegentlich

Augenerkrankungen

Katarakt

Glaukom

Verschwommenes Sehen

Gelegentlich

Selten

Nicht bekannt

Herzerkrankungen

Palpitationen

Tachykardie

Kardiale Arrhythmien (einschließlich

supraventrikuläre Tachykardie und Extrasystolie)

Gelegentlich

Gelegentlich

Selten

Gelegentlich

Systemorganklassen

Nebenwirkung

Häufigkeit

Vorhofflimmern

Angina Pectoris

Gelegentlich

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Nasopharyngitis

Irritation der Rachenschleimhaut

Heiserkeit/Dysphonie

Sinusitis

Paradoxer Bronchospasmus

Sehr häufig

Häufig

Häufig

Häufig

Selten

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzellgewebe

Blutergüsse

Häufig

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankunge

Muskelkrämpfe

Traumatische Frakturen

Arthralgie

Myalgie

Häufig

Häufig

Häufig

Häufig

1. unter Placebo häufig berichtet

2. unter Placebo sehr häufig berichtet

3. im Zeitraum von 3 Jahren in einer COPD-Studie berichtet

4. siehe Abschnitt 4.4

Beschreibung der einzelnen Nebenwirkungen

Über die pharmakologischen Nebenwirkungen einer ß

-Agonisten-Behandlung, wie Tremor,

Palpitationen und Kopfschmerzen ist berichtet worden. Sie sind aber meist vorübergehend und klingen

bei regelmäßiger Behandlung wieder ab.

Wie bei anderen Inhalationsbehandlungen können paradoxe Bronchospasmen mit einem unmittelbaren

Anstieg an pfeifendem Atmen (Giemen) und Atemnot nach der Anwendung einhergehen. Paradoxe

Bronchospasmen müssen sofort mit einem rasch wirksamen Bronchodilatator behandelt werden. Die

Anwendung von Seretide – Druckgasinhalation sollte unverzüglich abgebrochen, der Patient

untersucht und gegebenenfalls eine alternative Behandlung begonnen werden.

Durch den Fluticasonpropionat-Anteil können bei einigen Patienten Heiserkeit und Candidiasis

(Soorbefall) im Mund- und Rachenraum sowie in seltenen Fällen in der Speiseröhre auftreten. Sowohl

Heiserkeit als auch dem Auftreten einer Candidiasis im Mund- und Rachenraum kann vorgebeugt

werden, indem nach der Anwendung von Seretide Druckgasinhalator der Mund mit Wasser ausgespült

bzw. gegurgelt wird und/oder die Zähne geputzt werden. Bei symptomatischer Candidiasis des Mund-

und Rachenraums empfiehlt sich die lokale Behandlung mit einem gegen diese Pilzerkrankung

wirksamen Arzneimittel. Die Anwendung von Seretide Druckgasinhalator sollte währenddessen

fortgeführt werden.

Pädiatrische Population

Mögliche systemische Effekte schließen Cushing-Syndrom, cushingoide Erscheinungen, adrenale

Suppression und Wachstumsverzögerung bei Kindern und Jugendlichen (siehe Abschnitt 4.4). Bei

Kindern können auch Angst, Schlafstörungen und Verhaltensänderungen, einschließlich

Hyperaktivität und Reizbarkeit auftreten.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Aus klinischen Prüfungen sind keine Daten zur Überdosierung mit Seretide verfügbar. Im Folgenden

sind jedoch Daten zur Überdosierung mit den Einzelwirkstoffen aufgeführt:

Die Anzeichen und Symptome einer Überdosierung mit Salmeterol sind Schwindel, Anstieg des

systolischen Blutdrucks, Tremor, Kopfschmerzen und Tachykardie. Wenn die Behandlung mit

Seretide aufgrund einer Überdosierung des ß-Agonisten-Anteils des Arzneimittels abgebrochen

werden muss, sollte die Anwendung einer geeigneten Kortikosteroid-Ersatzbehandlung in Erwägung

gezogen werden. Zusätzlich kann eine Hypokaliämie auftreten, daher sollte der Plasmakaliumspiegel

überwacht werden. Eine Kaliumsubstitution sollte in Erwägung gezogen werden.

Akute Überdosierung: Die kurzzeitige Inhalation von höheren als den therapeutisch empfohlenen

Dosierungen von Fluticasonpropionat kann zu einer zeitweiligen Suppression der

Nebennierenrindenfunktion führen. Diese erfordert keine Notfallbehandlung, da die

Nebennierenrindenfunktion innerhalb weniger Tage wieder hergestellt ist, wie durch Plasma-Kortisol-

Messungen belegt wurde.

Chronische Überdosierung von inhaliertem Fluticasonpropionat: Die adrenale Reserve sollte

überwacht werden und die Behandlung mit einem systemischen Kortikosteroid kann notwendig sein.

Nach erfolgter Stabilisierung sollte die Behandlung mit der empfohlenen Dosis eines inhalativen

Kortikosteroids fortgesetzt werden. Siehe Abschnitt 4.4: Risiko einer Nebennierenrindensuppression.

In den Fällen einer sowohl akuten als auch chronischen Überdosierung mit Fluticasonpropionat sollte

die Behandlung mit Seretide in einer geeigneten Dosierung zur Kontrolle der Symptome weiter

fortgeführt werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Adrenergika in Kombination mit Kortikosteroiden oder anderen

Wirkstoffen, ausgenommen Anticholinergika

ATC-Code: R03AK06

Wirkmechanismen und pharmakodynamische Wirkungen:

Seretide enthält Salmeterol und Fluticasonpropionat, die verschiedene Wirkungsmechanismen haben.

Die beiden Wirkungsmechanismen werden im Folgenden dargestellt:

Salmeterol:

Salmeterol ist ein selektiver langwirksamer (12 Stunden) ß

-Agonist mit einer langen Seitenkette, die

an die Exo-Seite des Rezeptors bindet.

Salmeterol bewirkt mit mindestens 12 Stunden eine länger anhaltende Bronchodilatation als

herkömmliche kurzwirksame ß

-Agonisten in empfohlenen Dosierungen.

Fluticasonpropionat:

Fluticasonpropionat hat bei inhalativer Anwendung in den empfohlenen Dosierungen eine

glucokortikosteroid-antinflammatorische Wirkung in der Lunge. Hieraus resultiert eine Abnahme der

Asthmasymptome und Exazerbationen, mit weniger Nebenwirkungen als bei einer systemischen

Kortikosteroidtherapie.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Klinische Prüfungen mit Seretide bei Patienten mit Asthma bronchiale

Eine 12-monatige Studie („Gaining Optimal Asthma Control”, GOAL) an 3416 erwachsenen und

jugendlichen Patienten mit persistierendem Asthma bronchiale verglich die Sicherheit und

Wirksamkeit von Seretide mit dem inhalativen Kortikosteroid Fluticasonpropionat allein, um zu

prüfen, ob die Zielkriterien des Asthmamanagements erreichbar sind. Die Dosis des inhalativen

Kortikosteroids allein und die Dosis der Kombination wurden alle 12 Wochen bis zum Erreichen einer

**vollständigen Asthmakontrolle oder der Maximaldosis der Studienmedikation erhöht. Die

Ergebnisse von GOAL zeigten, dass unter Behandlung mit Seretide mehr Patienten eine

Asthmakontrolle erreichten als Patienten unter dem inhalativen Kortikosteroid allein und diese

Kontrolle wurde bei einer niedrigeren Kortikosteroiddosis erreicht.

*Gute Asthmakontrolle wurde mit Seretide schneller als mit inhalativem Kortikosteroid (ICS) allein

erreicht. Die Behandlungszeit, bis 50 % der Patienten eine gute Asthmakontrolle über eine Woche

erreichten, betrug bei den mit Seretide behandelten Patienten 16 Tage, bei den mit ICS behandelten 37

Tage. In der Subgruppe der steroid-naiven Patienten betrug die Behandlungszeit bis zur oben

beschriebenen Asthmakontrolle bei den mit Seretide behandelten Patienten 16 Tage, bei den mit ICS

behandelten Patienten 23 Tage.

Die Gesamtstudienergebnisse zeigten folgendes:

Patienten (in Prozent), die über 12 Monate *Gute Asthmakontrolle und

**Vollständige Asthmakontrolle erreichten

Salmeterol/FP

FP

Behandlung vor

Studienbeginn

Gute

Kontrolle

Vollständige

Kontrolle

Gute

Kontrolle

Vollständige

Kontrolle

Keine ICS

(kurzwirksame

Beta

-Agonisten

allein)

78 %

50 %

70 %

40 %

Niedrig dosierte

ICS

( ≤500 Mikrogramm

BDP oder

entsprechende Dosis

eines anderen

ICS/Tag)

75 %

44 %

60 %

28 %

Mittlere Dosis ICS

(>500 bis1000

62 %

29 %

47 %

16 %

Mikrogramm BDP

oder entsprechende

Dosis eines anderen

ICS /Tag)

Gemittelte

Ergebnisse über

die 3

Behandlungsstufen

71 %

41 %

59 %

28 %

*Gute Asthmakontrolle; weniger als oder genau zwei Tage mit Symptom Score größer als 1

(Symptom Score 1 wird definiert als „Symptome für einen kurzen Zeitraum im Laufe des Tages),

Gebrauch von kurzwirksamen ß

-Agonisten an weniger oder genau 2 Tagen und weniger als oder

genau 4 mal pro Woche, größer als oder genau 80 % des prognostizierten mittleren morgendlichen

PEF Wertes, kein nächtliches Erwachen, keine Exazerbationen und keine Nebenwirkungen, die eine

Änderung der Behandlung erfordern.

**Vollständige Asthmakontrolle; keine Symptome, kein Gebrauch von kurzwirksamen ß

-Agonisten,

größer als oder genau 80 % des prognostizierten mittleren morgendlichen PEF Wertes, kein

nächtliches Erwachen, keine Exazerbationen und keine Nebenwirkungen, die eine Änderung der

Behandlung erfordern.

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass Seretide 50 Mikrogramm/100 Mikrogramm bei 2-mal

täglicher Inhalation als Initialbehandlung bei Patienten mit mittelschwerem persistierendem Asthma

bronchiale in Betracht gezogen werden kann, wenn eine schnelle Asthmakontrolle als essentiell

erachtet wird (siehe Abschnitt 4.2).

Eine doppelblinde, randomisierte Parallelgruppenstudie mit 318 Patienten ab 18 Jahren mit

persistierendem Asthma untersuchte die Sicherheit und Verträglichkeit von zwei Inhalationen zweimal

täglich (doppelte Dosis) Seretide über zwei Wochen. Die Studie zeigte, dass die Verdoppelung der

Inhalationen jeder Stärke von Seretide über einen Zeitraum von bis zu 14 Tagen zu einem geringen

Ansteigen der Beta-Agonist-bezogenen Nebenwirkungen führte (Tremor; 1 Patient [1 %] vs. 0,

Palpitationen; 6 [3 %] vs 1 [< 1 %], Muskelkrämpfe; 6[3 %] vs 1 [< 1 %]) und einer ähnlichen

Inzidenz von mit inhalativen Kortikosteroiden in Zusammenhang stehenden Nebenwirkungen (z.B.

orale Candidiasis; 6 [6 %] vs 16 [8 %], Heiserkeit; 2 [2 %] vs 4 [2 %]) verglichen mit einer Inhalation

zweimal täglich. Der geringe Anstieg der ß-Agonist-bezogenen Nebenwirkungen sollte berücksichtigt

werden, wenn der Arzt daran denkt, die Seretide -Dosis bei erwachsenen Patienten, die kurzfristig (bis

zu 14 Tage) eine zusätzliche Therapie mit inhalativen Kortikosteroiden benötigen, zu verdoppeln.

Asthma

Salmeterol Multi-Center Asthma Research Trial (SMART)

Das Salmeterol Multi-Center Asthma Research Trial (SMART) war eine 28-wöchige US Studie,

welche die Sicherheit von Salmeterol im Vergleich zu Placebo zusätzlich zur üblichen Asthmatherapie

bei erwachsenen und jugendlichen Personen evaluierte. Obwohl beim primären Endpunkt die

zusammengefasste Anzahl an kombinierten atemwegsbezogenen Todesfällen und atemwegsbezogenen

lebensbedrohlichen Erfahrungen keine signifikanten Unterschiede ergab, zeigte die Studie einen

signifikanten Anstieg der atemwegsbezogenen Todesfälle bei Patienten, die Salmeterol erhielten (13

Todesfälle von 13.176 mit Salmeterol behandelten Patienten im Vergleich zu 3 Todesfällen von

13.179 Patienten auf Placebo). Die Studie war nicht dafür konzipiert, den Einfluss der Verwendung

von gleichzeitig inhalierten Kortikosteroiden zu evaluieren, und nur 47% der Probanden berichteten

über die Anwendung von inhalativen Kortikosteroiden zu Beginn der Studie.

Sicherheit und Wirksamkeit von Salmeterol/FP verglichen mit FP bei Asthma bronchiale

Es wurden zwei multizentrische Studien über 26 Wochen durchgeführt, um die Sicherheit und

Wirksamkeit von Salmeterol/FP versus FP alleine zu vergleichen. Eine Studie wurde bei Erwachsenen

und Jugendlichen (AUSTRI Studie), die andere bei Kindern im Alter von 4-11 Jahren (VESTRI

Studie) durchgeführt. In beiden Studien hatten die eingeschlossenen Patienten mittelschweres bis

schweres persistierendes Asthma mit einem daraus resultierenden Spitalaufenthalt oder Asthma

Exazerbation im letzten Jahr. Das primäre Ziel der beiden Studien war zu untersuchen, ob die Zugabe

von langwirksamen Beta

-Agonisten (LABA) zu ICS Therapie (Salmeterol/FP) der alleinigen ICS

Therapie (nur FP) im Vergleich unterlegen war in Bezug auf das Risiko von ernsthaften Asthma-

bedingten Vorfällen (Asthma-bedingte Krankenhausaufenthalt, endotracheale Intubation, Tod). Das

sekundäre Wirksamkeitsziel dieser Studien war zu evaluieren, ob ICS/LABA (Salmeterol/FP) der

alleinigen ICS Therapie (nur FP) überlegen war in Bezug auf schwere Asthma Exazerbation (definiert

als Verschlechterung von Asthma, das den Gebrauch von systemischen Kortikosteroiden für

mindestens 3 Tage nötig macht, oder Krankenhausaufenthalt bzw. Aufsuchen einer Notfallambulanz

wegen Asthma, wobei systemische Kortikosteroide benötigt wurden).

In Summe wurden 11679 bzw. 6208 Patienten randomisiert und erhielten eine Therapie im Rahmen

der AUSTRI bzw. VESTRI Studie. Bezüglich dem primären Endpunkt Sicherheit wurde bei beiden

Studien keine Unterlegenheit beobachtet (siehe nachfolgende Tabelle).

Schwerwiegende Asthma-bedingte Vorfälle in 26 Wochen der AUSTRI bzw. VESTRI Studie

AUSTRI

VESTRI

Salmeterol/FP

(n = 5834)

FP alleine

(n = 5845)

Salmeterol/FP

(n = 3107)

FP alleine

(n = 3101)

Zusammengefasster

Endpunkt

(Asthma-bedingter

Krankenhausaufenthalt,

endotracheale Intubation,

oder Tod)

34 (0,6 %)

33 (0,6 %)

27 (0,9 %)

21 (0,7 %)

Salmeterol/FP vs.FP

Hazard Ratio (95% CI)

1,029

(0,638 - 1,662)

1,285

(0,726 - 2,272)

Asthma-bedingter

Krankenhausaufenthalt

Endotracheale Intubation

Wenn der resultierende obere 95 % CI Wert für das relative Risiko kleiner als 2,0 war, wurde auf

Nicht-Unterlegenheit geschlossen.

Wenn der resultierende obere 95 % CI Wert für das relative Risiko kleiner als 2,675 war, wurde auf

Nicht-Unterlegenheit geschlossen.

Bezüglich dem sekundären Endpunkt Wirksamkeit wurde in beiden Studien eine Reduktion der Zeit

bis zur ersten Asthma Exazerbation bei Salmeterol/FP verglichen mit FP alleine beobachtet,

statistische Signifikanz wurde jedoch nur in der AUSTRI Studie erreicht.

AUSTRI

VESTRI

Salmeterol/FP

(n = 5834)

FP alleine

(n = 5845)

Salmeterol/FP

(n = 3107)

FP alleine

(n = 3101)

Anzahl der Patienten mit

Asthma Exacerbation

480 (8 %)

597 (10 %)

265 (9 %)

309 (10 %)

Salmeterol/FP vs. FP

Hazard Ratio (95% CI)

0,787

(0,698, 0,888)

0,859

(0,729, 1,012)

Kinder und Jugendliche

In Studie SAM101667, bei 158 Kindern im Alter von 6 bis 16 Jahren mit symptomatischem Asthma,

zeigte sich die Kombination von Salmeterol/Fluticasonpropionat in Bezug auf Symptomkontrolle und

Lungenfunktion gleichermaßen wirksam wie eine Verdoppelung der Dosis von Fluticasonpropionat.

Diese Studie war nicht zur Untersuchung der Auswirkung auf Exazerbationen konzipiert.

In einer Studie, die 4- bis 11-jährige Kinder [n = 428] randomisierte, wurde

Salmeterol/Flutikasonpropionat DISKUS (50/100 Mikrogramm, eine Inhalation zweimal täglich) mit

Salmeterol/Flutikasonpropionat Druckgasinhalation (25/50 Mikrogramm, zwei Inhalationen zweimal

täglich) über einen Behandlungszeitraum von 12 Wochen verglichen. Die angepasste mittlere

Veränderung vom Ausgangswert beim mittleren morgendlichen PEF Wert in den Wochen 1-12 betrug

37,7 L/min in der DISKUS Gruppe und 38,6L/min in der Druckgasinhalationsgruppe. Beide

Behandlungsgruppen zeigten Verbesserungen bei Notfall- und Symptom-freien Tagen und Nächten.

Eine 8-wöchige doppelblinde, multizentrische Studie wurde durchgeführt, um die Sicherheit und

Wirksamkeit von Salmeterol-FP Druckgasinhalator (25/50 Mikrogramm, 1 oder 2 Inhalationen

zweimal täglich) im Vergleich zu FP alleine (50 Mikrogramm, 1 oder 2 Inhalationen täglich) bei

japanischen Kindern (im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren) mit kindlichem Bronchialasthma zu

bewerten. 99% (148/150) bzw. 95% (142/150) der randomisierten Patienten, die mit Salmeterol-FP

oder FP alleine behandelt wurden, schlossen die Doppelblindperiode ab. Die Sicherheit einer

Langzeitbehandlung mit Salmeterol-FP Druckgasinhalator (25/50 Mikrogramm, 1 oder 2 Inhalationen

zweimal täglich) wurde in einer 16-wöchigen, offenen Verlängerungsbehandlungsperiode beurteilt.

93% (268/288) schlossen die Verlängerungsperiode ab. Die Studie verfehlte ihren primären

Wirksamkeits-Endpunkt der mittleren Veränderung vom Ausgangswert beim totalen Asthma

Symptomwert (Doppelblindperiode). Keine statistisch signifikante Überlegenheit zugunsten von

Salmeterol-FP gegenüber FP wurde nachgewiesen (95% Cl [-2.47; 0.54], p=0.206). Es gibt keine

offensichtlichen Unterschiede beim Sicherheitsprofil zwischen Salmeterol-FP bzw. FP alleine (8-

wöchige Doppelblindperiode), darüber hinaus wurden keine neuen Sicherheitssignale bei der

Anwendung von Salmeterol-FP in der 16-wöchigen, offenen Verlängerungsperiode identifiziert. Die

Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten von Salmeterol-FP sind jedoch unzureichend, um die

Nutzen/Risiko Abwägung von Salmeterol-FP bei Kindern unter 4 Jahren nachzuweisen.

Fluticasonpropionathaltige Medikation bei Asthma während der Schwangerschaft

Es wurde eine retrospektive epidemiologische Beobachtungsstudie durchgeführt, bei der elektronische

Patientenakten aus UK herangezogen wurden, um das Risiko von MCMs (schwere angeborene

Missbildungen) nach Exposition von inhaliertem FP alleine als auch Salmeterol/FP im Vergleich zu

nicht FP-haltigen ICS im ersten Trimester zu evaluieren. Es wurde kein Placebo als Vergleich in der

Studie angewendet.

In der Asthmagruppe mit 5362 ICS Expositionen im ersten Trimester der Schwangerschaft wurden

131 MCMs gefunden; bei 1612 (30 %) FP oder Salmeterol/FP exponierten wurden 42 MCMs

diagnostiziert. Die adjustierte Odds Ratio für MCMs, die nach 1 Jahr diagnostiziert wurde, war 1,1 (95

% CI: 0,5-2,3) für FP exponierte versus nicht-FP ICS exponierte Frauen mit mittelschwerem Asthma

und 1,2 (95 % CI: 0,7 – 2,0) für Frauen mit fortgeschrittenem bis schwerem Asthma. Es wurde kein

Unterschied im Risiko für MCMs nach Exposition von FP vs. Salmeterol/FP im ersten Trimester

beobachtet. Das absolute Risiko von MCM quer durch alle Asthma Schweregrade reichte von 2,0 bis

2,9 pro 100 FP-exponierten Schwangerschaften, was vergleichbar ist mit Ergebnissen einer Studie aus

der General Practice Research Database mit 15840 Schwangerschaften, die unabhängig von Asthma

therapiert wurden (2.8 MCM Fälle pro 100 Schwangerschaften).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Nach inhalativer Anwendung von Salmeterol und Fluticasonpropionat in Kombination war die

Pharmakokinetik jedes einzelnen Bestandteils mit der Kinetik vergleichbar, die sich bei voneinander

getrennter Anwendung ergab.

Daher kann bei der Beurteilung der Pharmakokinetik jeder einzelne Wirkstoff getrennt betrachtet

werden.

Salmeterol:

Salmeterol wirkt lokal in der Lunge, deshalb geben Plasmaspiegel keinen Hinweis auf therapeutische

Wirkungen. Über die pharmakokinetischen Eigenschaften von Salmeterol sind außerdem nur

begrenzte Daten verfügbar, da nach inhalativer Anwendung therapeutischer Dosierungen nur geringe

Plasmakonzentrationen (ca. 200 pg/mL oder weniger) erreicht werden, die mit den verfügbaren

Messmethoden technisch schwer zu bestimmen sind.

Fluticasonpropionat:

Die absolute Bioverfügbarkeit einer Einzeldosis von inhaliertem Fluticasonpropionat bei Probanden

liegt im Bereich von ca. 5 bis 11 % der angegebenen Dosis, abhängig vom verwendeten

Inhalationsgerät. Bei Patienten mit Asthma bronchiale ist ein geringeres Ausmaß der systemischen

Exposition von inhaliertem Fluticasonpropionat beobachtet worden.

Die systemische Aufnahme findet hauptsächlich über die Lungen statt, und zwar anfangs schnell, dann

verzögert. Der Rest der inhalierten Dosis kann zwar verschluckt werden, trägt aber aufgrund der

geringen Wasserlöslichkeit und des vor-systemischen Metabolismus nur minimal zur systemischen

Exposition bei, was eine orale Bioverfügbarkeit von weniger als 1 % zur Folge hat. Es zeigt sich ein

linearer Anstieg der systemischen Exposition mit Erhöhung der inhalierten Dosis.

Fluticasonpropionat ist charakterisiert durch eine hohe Plasmaclearance (1150 mL/min), ein großes

Verteilungsvolumen im Steady-State (ca. 300 L) und eine terminale Halbwertszeit von ca. 8 Stunden.

Die Plasmaproteinbindung beträgt 91 %.

Fluticasonpropionat wird sehr schnell aus dem Blutkreislauf entfernt. Hauptsächlich geschieht dies

durch Metabolisierung durch das Cytochrom P450 Enzym CYP3A4 zu einem inaktiven

Carboxylsäuremetabolit Andere nicht identifizierte Metaboliten werden auch in den Fäzes gefunden.

Die renale Clearance von Fluticasonpropionat ist vernachlässigbar. Weniger als 5 % wird in Form von

Metaboliten im Urin ausgeschieden. Der Großteil der Dosis wird in Form von Metaboliten und

unveränderten Wirkstoffen in die Fäzes ausgeschieden.

Kinder und Jugendliche

Die Wirksamkeit über 21 Behandlungstage mit Seretide 25 Mikrogramm/50 Mikrogramm

Druckgasinhalation (2 Inhalation mit 2 Sprühstoße pro Tag mit oder ohne Inhalationshilfe) oder

Seretide Diskus levis 50 Mikrogramm/100 Mikrogramm (1 Inhalation 2 mal pro Tag) wurde bei 31

Kinder zwischen 4 und 11 Jahren mit leichtem Asthma evaluiert. Die systemische Aufnahme von

Fluticasonpropionat war vergleichbar für Seretide Druckgasinhalation mit Inhalationshilfe (107 pg

h/mL [95 % CI: 45.7, 252.2]) und Seretide Diskus (138 pg h/mL [95 % CI: 69.3, 273.2]), jedoch

geringer für Seretide Druckgasinhalation (24 pg h/mL [95 % CI: 9.6, 60.2]). Die systemische

Aufnahme von Salmeterol war vergleichbar für Seretide Druckgasinhalation, Seretide

Druckgasinhalation mit Inhalationshilfe und Seretide Diskus (126 pg h/mL [95 % CI: 70, 225], 103 pg

h/mL [95 % CI: 54, 200] bzw. 110 pg h/mL [95 % CI: 55, 219]).

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die einzigen Sicherheitsbedenken für die Anwendung am Menschen, die sich aus tierexperimentellen

Untersuchungen mit Salmeterol und Fluticasonpropionat, unabhängig voneinander eingesetzt ableiten

lassen, waren verstärkte pharmakologische Wirkungen.

In tierexperimentellen Reproduktionsstudien zeigte sich, dass Glucokortikosteroide Missbildungen

hervorrufen können (Gaumenspalten, Skelettfehlbildungen). Diese Ergebnisse aus tierexperimentellen

Untersuchungen scheinen jedoch für den Menschen im empfohlenen Dosisbereich nicht von

Bedeutung zu sein. Präklinische Studien mit Salmeterol ergaben nur bei hoher Exposition Hinweise

auf eine embryofötale Toxizität. Bei Ratten wurde bei gleichzeitiger Anwendung von Salmeterol und

Fluticasonpropionat in Dosierungen, die bekanntlich mit Glukokortikosteroid-induzierten Anomalien

verbunden sind, ein erhöhtes Auftreten von Transpositionen der Nabelschnurarterien (Arteria

umbilicalis) sowie eine unvollständige Ossifikation des Os occipitale festgestellt. Weder

Salmeterolxinafoat noch Fluticasonpropionat zeigten ein Potenzial für genetische Toxizität.

Das FCKW-freie Treibmittel Norfluran zeigte bei einer großen Anzahl von Tierspezies, die über

Zeiträume von 2 Jahren täglich exponiert wurden, in sehr hohen Dampfkonzentrationen, die weit über

denen lagen, denen Patienten möglicherweise ausgesetzt sind, keine toxischen Effekte.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Treibmittel: Norfluran (HFA 134a).

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

Der Behälter enthält eine Druckgasinhalation. Keinen Temperaturen über 50 °C aussetzen, vor

direktem Sonnenlicht schützen. Den Behälter nicht durchbohren oder verbrennen, auch wenn er leer

ist.

Wie bei den meisten inhalativen Arzneimitteln in Druckbehältern kann die therapeutische Wirkung

dieser Arzneimittel abnehmen, wenn der Behälter kalt ist.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Die Suspension ist in einem innen lackierten 8 ml Aluminium-Druckbehälter enthalten, der mit einem

Dosierventil versiegelt ist. Die Wirkstoffbehälter werden in violette Kunststoff-Mundrohre gesteckt,

die ein Mundstück mit einem integrierten Zerstäuber haben und mit einer Schutzkappe versehen sind.

Der Behälter ist mit einem Zählwerk versehen, das die Anzahl der verbleibenden Sprühstöße des

Arzneimittels anzeigt. Die Zahl erscheint in einem Fenster an der Rückseite des Kunststoff-

Mundrohres. Ein Druckbehälter gibt 120 Sprühstöße ab.

Die Inhalatoren sind in Faltschachteln eingepackt und enthalten:

1 x 1 Druckgasinhalator mit 120 Sprühstößen

oder

3 x 1 Druckgasinhalator mit 120 Sprühstößen

oder 10 x 1 Druckgasinhalator mit 120 Sprühstößen (Klinikpackung)

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

GlaxoSmithKline Pharma GmbH.; Wien

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Seretide levis

Z.Nr.: 1-23942

Seretide standard

Z. Nr.: 1-23943

Seretide forte

Z. Nr.: 1-23944

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

26.01.2001 / 16.06.2010

10.

STAND DER INFORMATION

Mai 2019

VERSCHREIBUNGSPFLICHT/ APOTHEKENPFLICHT

rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten

VERFÜGBARE PACKUNGSGRÖSSEN IN ÖSTERREICH

1 x 1 Druckgasinhalator mit mindestens 120 Sprühstößen

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