Sencor® Liquid

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

30-09-2021

Sicherheitsdatenblatt Sicherheitsdatenblatt (SDS)

30-09-2021

Verfügbar ab:
Bayer AG
Darreichungsform:
Suspensionskonzentrat
Zusammensetzung:
600 g/l Metribuzin
Produktbesonderheiten:
Flüssiges Herbizid zur Unkraut- und Ungrasbekämpfung im Kartoffelbau (Vor- oder Nachauflaufanwendung), in der Sojabohne, im Spargelanbau, in der Karotte und im Zierpflanzenbau; Artikelnummer: 81739854 Verpackungsgröße: 4 x 3 l Kanister Paletteneinheit: 240
Zulassungsnummer:
3381

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Idealer Mischungspartner für Sencor Liquid ist

Bandur. 3 l Bandur + 0,5 l Sencor Liquid und Ihr

Kartoffelfeld ist sauber!

III Anwendungstipp

Die Wirkung

Der Wirkstoff Metribuzin bekämpft die Schadpflanzen,

indem er über Wurzeln und Blätter in ihr Inneres gelangt.

Dort stört er den Elektronentransport, der für die Photo-

synthese erforderlich ist. Ungräser und Unkräuter können

sich dadurch nicht weiterentwickeln und sterben ab.

Sencor Liquid wirkt sowohl über das Blatt als auch über

den Boden – im Vorauflauf und im Nachauflauf.

Die Vorteile

Sencor Liquid wirkt gut gegen Unkräuter sowie Ungräser und

lässt sich dank der neuen flüssigen Formulierung noch leich-

ter verarbeiten. Das Produkt löst sich schneller und nahezu

ohne Schaumbildung im Wasser auf. Auch beim anschließen-

den Säubern der Arbeitsgeräte macht Sencor Liquid weniger

Arbeit, da sich kaum Produktreste ablagern.

Sencor Liquid bedeutet Fortschritt. Das flüssige

Produkt löst sich problemlos auf und ist

einfach zu dosieren.

Herbizid

Kurzcharakteristik

Flüssiges Herbizid zur Vor- oder

Nachauflaufanwendung im Kartoffel-

und Spargelanbau.

Pfl.Reg.Nr.

3381

Wirkstoff

Metribuzin

600 g / l

Wirkungsweise (HRAC)

Gruppe C1

Empfohlene Aufwandmenge

Vorauflauf: 0,75 l/ha; max: 0,9 l/ha

Nachauflauf: 0,5 l/ha; max 0,6 l/ha

Anwendungszeitraum

Vorauflauf oder Nachauflauf bis

max. 5 cm Kulturhöhe

Gewässerabstand

Vorauflauf: 5/5/1/1 m

Nachauflauf: 5/1/1/1 m

Gebindegröße

Einfache Dosierung

Keine Staubentwicklung

Geruchsarm

Alle Vorteile

Löst sich und

Unkräuter

problemlos auf

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SICHERHEITSDATENBLATT

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ABSCHNITT 1: BEZEICHNUNG DES STOFFS BEZIEHUNGSWEISE DES GEMISCHS

UND DES UNTERNEHMENS

1.1 Produktidentifikator

Handelsname

SENCOR LIQUID

Produktnummer (UVP)

79017286, 80899823

1.2 Relevante identifizierte Verwendungen des Stoffs oder Gemischs und Verwendungen, von

denen abgeraten wird

Verwendung

Herbizid

1.3 Einzelheiten zum Lieferanten, der das Sicherheitsdatenblatt bereitstellt

Lieferant

Bayer Austria Ges.m.b.H.

Crop Science

Herbststraße 6-10

1160 Wien

Österreich

Telefon

01/71146-0

Telefax

01/71146-19

Auskunftsgebender Bereich

Crop Science

01/71146-2835 (nur während der Geschäftszeiten)

E-Mail: austria@bayercropscience.com

1.4 Notrufnummer

Notrufnummer Österreich

01/ 406 43 43

Vergiftungsinformationszentrale

Stubenring 6, 1010 Wien

ABSCHNITT 2: MÖGLICHE GEFAHREN

2.1 Einstufung des Stoffs oder Gemischs

Einstufung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (und nachfolgende Änderungen) über die

Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen.

Akute aquatische Toxizität: Kategorie 1

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

Chronische aquatische Toxizität: Kategorie 1

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

Einstufung gemäß der nationalen Gesetzgebung in Österreich:

Chronische aquatische Toxizität: Kategorie 1

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

2.2 Kennzeichnungselemente

Kennzeichnung gemäß der nationalen Gesetzgebung in Österreich:

Kennzeichnungspflichtig.

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Gefahrenbestimmende Komponente(n) zur Etikettierung:

Metribuzin

Signalwort: Achtung

Gefahrenhinweise

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

EUH401

Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

EUH208

Enthält 1,2-Benzisothiazolin-3-on. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

SP 1

Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen.

(Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern

reinigen/Indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.).

SPe 4

Zum Schutz von Gewässerorganismen/Nichtzielpflanzen nicht auf versiegelten

Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in anderen

Fällen, die ein hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.

Sicherheitshinweise

P101

Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.

P102

Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

P270

Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.

P391

Verschüttete Mengen aufnehmen.

P501

Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

2.3 Sonstige Gefahren

Keine sonstigen Gefahren bekannt.

ABSCHNITT 3: ZUSAMMENSETZUNG/ANGABEN ZU BESTANDTEILEN

Inhaltsstoffe, sofern sie giftig oder sehr giftig sind, sind in der Giftliste sowie den laufenden

Änderungs-Verordnungen angeführt bzw. nachgemeldet oder angemeldet.

Inhaltsstoffe, sofern sie giftig oder sehr giftig sind, sind in der Giftliste sowie den laufenden Änderungs-

Verordnungen angeführt bzw. nachgemeldet oder angemeldet.

3.2 Gemische

Chemische Charakterisierung

Suspensionskonzentrat (SC)

Metribuzin 600 g/l

Gefährliche Inhaltsstoffe

Gefahrenhinweise gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008

Name

CAS-Nr. /

EG-Nr. /

REACH Reg. Nr.

Einstufung

Konz. [%]

VERORDNUNG (EG) Nr.

1272/2008

Metribuzin

21087-64-9

244-209-7

Acute Tox. 4, H302

Aquatic Acute 1, H400

Aquatic Chronic 1, H410

52,17

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Fettalkoholethoxylat

68131-39-5

500-195-7

Acute Tox. 4, H302

Eye Dam. 1, H318

>= 1 – < 2

1,2-Benzisothiazol-3(2H)-

2634-33-5

220-120-9

01-2120761540-60-xxxx

Acute Tox. 4, H302

Acute Tox. 2, H330

Skin Irrit. 2, H315

Eye Dam. 1, H318

Skin Sens. 1, H317

Aquatic Acute 1, H400

Aquatic Chronic 2, H411

>= 0,005 – <

0,05

1,2-Propandiol

57-55-6

200-338-0

01-2119456809-23-xxxx

Nicht eingestuft

> 1

Weitere Information

Metribuzin

21087-64-9

M-Faktor: 10 (acute), 10 (chronic)

1,2-Benzisothiazol-

3(2H)-on

2634-33-5

M-Faktor: 1 (acute)

Den Volltext der in diesem Abschnitt aufgeführten Gefahrenhinweise finden Sie unter Abschnitt 16.

ABSCHNITT 4: ERSTE-HILFE-MAßNAHMEN

4.1 Beschreibung der Erste-Hilfe-Maßnahmen

Allgemeine Hinweise

Betroffene aus dem Gefahrenbereich bringen. Betroffenen in stabile

Seitenlage legen und transportieren. Verunreinigte Kleidung sofort

ausziehen und sicher entfernen.

Einatmung

An die frische Luft bringen. Betroffenen warm und ruhig lagern. Sofort

einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen.

Hautkontakt

Mit viel Wasser und Seife abwaschen, wenn verfügbar mit viel

Polyethylenglycol 400 und anschließend Reinigung mit Wasser. Bei

Auftreten einer andauernden Reizung, ärztliche Betreuung aufsuchen.

Augenkontakt

Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch

unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden, diese nach den

ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Bei

Auftreten einer andauernden Reizung, ärztliche Betreuung aufsuchen.

Verschlucken

Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. Sofort einen Arzt oder

ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle verständigen.

4.2 Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen

Symptome

Keine Symptome bekannt oder erwartet.

4.3 Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung

Behandlung

Symptomatische Behandlung. Wenn eine größere Menge

aufgenommen wird, sollte eine Magenspülung nur innerhalb der ersten

beiden Stunden in Betracht gezogen werden. Die Applikation von

Aktivkohle und Natriumsulfat wird aber immer empfohlen. Ein

spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

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ABSCHNITT 5: MAßNAHMEN ZUR BRANDBEKÄMPFUNG

5.1 Löschmittel

Geeignet

Wassersprühnebel, alkoholbeständigen Schaum, Trockenlöschmittel

oder Kohlendioxid verwenden.

5.2 Besondere vom Stoff

oder Gemisch ausgehende

Gefahren

Bei Brand kann freigesetzt werden:, Cyanwasserstoff (Blausäure),

Kohlenmonoxid (CO), Schwefeloxide, Stickoxide (NOx)

5.3 Hinweise für die Brandbekämpfung

Besondere

Schutzausrüstung für die

Brandbekämpfung

Explosions- und Brandgase nicht einatmen. Im Brandfall

umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen.

Weitere Angaben

Ausbreitung der Löschflüssigkeiten begrenzen. Ablaufendes Wasser

von der Brandbekämpfung nicht ins Abwasser oder in Wasserläufe

gelangen lassen.

ABSCHNITT 6: MAßNAHMEN BEI UNBEABSICHTIGTER FREISETZUNG

6.1 Personenbezogene Vorsichtsmaßnahmen, Schutzausrüstungen und in Notfällen

anzuwendende Verfahren

Vorsichtsmaßnahmen

Berührung mit verschüttetem Produkt oder verunreinigten

Oberflächen vermeiden. Persönliche Schutzausrüstung verwenden.

6.2 Umweltschutz-

maßnahmen

Nicht in Oberflächenwasser, Kanalisation und Grundwasser gelangen

lassen.

6.3 Methoden und Material für Rückhaltung und Reinigung

Reinigungsverfahren

Mit inertem flüssigkeitsbindendem Material aufnehmen (z.B. Sand,

Silikagel, Säurebindemittel, Universalbindemittel, Sägemehl).

Verschmutzte Gegenstände und Fußboden unter Beachtung der

Umweltvorschriften gründlich reinigen. Zur Entsorgung in geeignete

und verschlossene Behälter geben.

6.4 Verweis auf andere

Abschnitte

Informationen zur sicheren Handhabung siehe Abschnitt 7.

Informationen zur persönlichen Schutzausrüstung siehe Abschnitt 8.

Informationen zur Entsorgung siehe Abschnitt 13.

ABSCHNITT 7: HANDHABUNG UND LAGERUNG

7.1 Schutzmaßnahmen zur sicheren Handhabung

Hinweise zum sicheren

Umgang

Nur in Räumen mit geeigneter Absaugvorrichtung verwenden.

Hinweise zum Brand- und

Von Hitze- und Zündquellen fernhalten.

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Explosionsschutz

Hygienemaßnahmen

Kontakt mit Haut, Augen und Kleidung vermeiden. Arbeitskleidung

getrennt aufbewahren. Hände vor Pausen und sofort nach der

Handhabung des Produktes waschen. Beschmutzte Kleidung sofort

ausziehen und vor der Wiederverwendung gründlich reinigen. Nicht

reinigungsfähige Kleidungsstücke vernichten (verbrennen).

7.2 Bedingungen zur sicheren Lagerung unter Berücksichtigung von Unverträglichkeiten

Anforderungen an

Lagerräume und Behälter

Behälter dicht geschlossen an einem trockenen, kühlen und gut

gelüfteten Ort aufbewahren. Im Originalbehälter lagern. An einem Platz

lagern, der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Vor direkter

Sonneneinstrahlung schützen. Vor dem Gefrieren schützen.

Zusammenlagerungs-

hinweise

Von Nahrungsmitteln, Getränken und Tiernahrung fernhalten.

Lagerklasse (LGK)

12 Nicht brennbare Flüssigkeiten

Geeignete Werkstoffe

HDPE (Polyethylen hoher Dichte)

7.3 Spezifische

Endanwendungen

Die Anweisungen auf dem Etikett beachten.

ABSCHNITT 8: BEGRENZUNG UND ÜBERWACHUNG DER

EXPOSITION/PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNGEN

8.1 Zu überwachende Parameter

Inhaltstoffe

CAS-Nr.

Zu überwachende

Parameter

Stand

Grundlage

Metribuzin

21087-64-9

5 mg/m3

(MAK)

09 2007

MAK (AT)

Metribuzin

21087-64-9

10 mg/m3

(MAK STEL)

09 2007

MAK (AT)

Metribuzin

21087-64-9

0,36 mg/m3

(SK-SEN)

OES BCS*

*OES BCS: Interner Bayer AG, Crop Science Division Arbeitsplatzgrenzwert (Occupational Exposure

Standard)

8.2 Begrenzung und Überwachung der Exposition

Atemschutz

Persönlicher Atemschutz ist unter den vorgesehenen

Expositionsbedingungen nicht notwendig.

Atemschutz sollte nur zum Beherrschen des Restrisikos bei

Kurzzeittätigkeiten dienen, wenn alle praktisch durchführbaren

Schritte zur Gefährdungsreduzierung an der Gefahrenquelle

eingehalten wurden, z.B. durch Zurückhaltung und/oder lokale

Absaugung. Die Anweisungen des Herstellers des

Atemschutzgerätes betreffend Benutzung und Wartung sind zu

befolgen.

Handschutz

Bitte Angaben des Handschuhlieferanten in Bezug auf

Durchlässigkeit und Durchbruchzeit beachten. Auch die

spezifischen, ortsbezüglichen Bedingungen, unter welchen das

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Produkt eingesetzt wird, in Betracht ziehen, wie Schnittgefahr,

Abrieb und Kontaktdauer.

Verunreinigte Handschuhe waschen. Handschuhe entsorgen, wenn

sie innen verunreinigt oder perforiert sind oder wenn die äußere

Verunreinigung nicht entfernt werden kann. Hände regelmäßig und

immer waschen vor dem Essen, Trinken, Rauchen oder Gang zur

Toilette.

Material

Nitrilkautschuk

Durchlässigkeitsrate

> 480 min

Handschuhdicke

> 0,4 mm

Schutzindex

Klasse 6

Richtlinie

Schutzhandschuhe gemäß EN 374.

Augenschutz

Korbbrille tragen (gemäß EN166, Verwendungsbereich = 5 oder

gleichartig).

Haut- und Körperschutz

Standard-Overall und Schutzanzug Kategorie 3 Typ 6 tragen.

Bei dem Risiko einer signifikanten Exposition ist ein höherwertiger

Schutzanzug in Betracht zu ziehen.

Möglichst zwei Schichten Kleidung tragen: Unter einem

Chemieschutzanzug sollte ein Overall aus Polyester/Baumwolle oder

reiner Baumwolle getragen werden. Overalls regelmäßig

professionell reinigen lassen.

ABSCHNITT 9: PHYSIKALISCHE UND CHEMISCHE EIGENSCHAFTEN

9.1 Angaben zu den grundlegenden physikalischen und chemischen Eigenschaften

Form

Flüssigkeit

Farbe

weiß

Geruch

stark, charakteristisch

pH-Wert

6,0 - 7,0 (100 %) (23 °C)

Flammpunkt

>100 °C

Kein Flammpunkt - Messung wurde bis zur Siedetemperatur

durchgeführt.

Zündtemperatur

435 °C

Dichte

ca. 1,15 g/cm³ ( 20 °C)

Wasserlöslichkeit

suspendierbar

Verteilungskoeffizient: n-

Octanol/Wasser

Metribuzin: log Pow: 1,6

Oberflächenspannung

30,9 mN/m ( 25 °C)

Wurde unverdünnt bestimmt.

Oxidierende Eigenschaften

Keine brandfördernden Eigenschaften

Explosivität

Nicht explosiv

92/69/EWG, A.14 / OECD 113

9.2 Sonstige Angaben

Sonstige sicherheitsrelevante physikalisch-chemische Daten sind nicht

bekannt.

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ABSCHNITT 10: STABILITÄT UND REAKTIVITÄT

10.1 Reaktivität

Thermische Zersetzung

ab 175 °C, Heizrate: 0,3 K/min

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff.

10.2 Chemische Stabilität

Stabil unter angegebenen Lagerungsbedingungen.

10.3 Möglichkeit

gefährlicher Reaktionen

Keine gefährlichen Reaktionen bei vorschriftsmäßiger Lagerung und

Handhabung.

10.4 Zu vermeidende

Bedingungen

Extreme Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung.

10.5 Unverträgliche

Materialien

Nur im Originalbehälter lagern.

10.6 Gefährliche

Zersetzungsprodukte

Keine Zersetzungsprodukte zu erwarten bei bestimmungsgemäßem

Umgang.

ABSCHNITT 11: TOXIKOLOGISCHE ANGABEN

11.1 Angaben zu toxikologischen Wirkungen

Akute orale Toxizität

LD50 (Ratte) > 2.000 mg/kg

Akute inhalative Toxizität

LC50 (Ratte) > 0,967 mg/l

Expositionszeit: 4 h

Produkt wurde in Form eines lungengängigen Aerosols geprüft.

Höchste erreichbare Konzentration.

Akute dermale Toxizität

LD50 (Ratte) > 2.000 mg/kg

Ätz-/Reizwirkung auf die

Haut

Keine Hautreizung (Kaninchen)

Schwere

Augenschädigung/-reizung

Keine Augenreizung (Kaninchen)

Sensibilisierung der

Atemwege/Haut

Haut: Nicht sensibilisierend. (Maus)

OECD Prüfungsrichtlinie 429, lokaler Lymphknotentest (LLNA)

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - einmalige Exposition

Metribuzin: Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - wiederholte Exposition

Metribuzin verursachte in Tierversuchen eine spezifische Zielorgan-Toxizität in den folgenden Organen:

Leber, Niere.

Beurteilung Mutagenität

Auf Basis einer Vielzahl von in vitro und in vivo Mutagenitätsstudien ist Metribuzin nicht mutagen oder

genotoxisch.

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Beurteilung Kanzerogenität

Metribuzin war nicht krebserzeugend in lebenslangen Fütterungsstudien an Ratten und Mäusen.

Beurteilung Reproduktionstoxizität

Metribuzin verursachte Reproduktionstoxizität in einer Zweigenerationenstudie an der Ratte nur bei

Dosen, die auch für die Elterntiere giftig waren. Die bei Metribuzin beobachtete Reproduktionstoxizität

steht im Zusammenhang mit der parentalen Toxizität.

Beurteilung Entwicklungstoxizität

Metribuzin verursachte Entwicklungstoxizität nur bei Dosen, die auch systemische Toxizität in den

Muttertieren erzeugten. Die bei Metribuzin beobachteten Entwicklungseffekte stehen im Zusammenhang

mit der maternalen Toxizität.

Aspirationsgefahr

Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

ABSCHNITT 12: UMWELTBEZOGENE ANGABEN

12.1 Toxizität

Toxizität gegenüber Fischen

LC50 (Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle)) 74,6 mg/l

Expositionszeit: 96 h

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff.

Toxizität gegenüber

wirbellosen Wassertieren

EC50 (Daphnia magna (Großer Wasserfloh)) 49,6 mg/l

Expositionszeit: 48 h

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff.

Toxizität gegenüber

Wasserpflanzen

IC50 (Desmodesmus subspicatus (Grünalge)) 0,036 mg/l

Wachstumsrate; Expositionszeit: 72 h

EC50 (Lemna gibba (Bucklige Wasserlinse)) 0,0614 mg/l

Wachstumsrate

12.2 Persistenz und Abbaubarkeit

Biologische Abbaubarkeit

Metribuzin:

Nicht leicht biologisch abbaubar

Koc

Metribuzin: Koc: 24 - 106

12.3 Bioakkumulationspotenzial

Bioakkumulation

Metribuzin:

Keine Bioakkumulation.

12.4 Mobilität im Boden

Mobilität im Boden

Metribuzin: Mobil in Böden

12.5 Ergebnisse der PBT- und vPvB-Beurteilung

Ermittlung der PBT- und

vPvB-Eigenschaften

Metribuzin: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und toxisch

(PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr persistent und sehr

bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

12.6 Andere schädliche Wirkungen

Sonstige ökologische

Es sind keine anderen Wirkungen zu nennen.

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Hinweise

ABSCHNITT 13: HINWEISE ZUR ENTSORGUNG

13.1 Verfahren der Abfallbehandlung

Nicht mit dem Hausmüll entsorgen. Reste nicht in den Ausguss oder

das WC leeren. Zur Problemstoffsammelstelle bringen. Dieses Produkt

und seinen Behälter der Problemabfallentsorgung zuführen.

Abfallschlüssel-Nr. 53103

Nach ÖNORM S 2100 vom 1.9.1997 bzw. Festsetzungsverordnung

i.d.g.F.

ABSCHNITT 14: ANGABEN ZUM TRANSPORT

ADR/RID/ADN

14.1 UN-Nummer

3082

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

UMWELTGEFAEHRDENDER STOFF, FLUESSIG, N.A.G.

(METRIBUZIN LOESUNG)

14.3 Transportgefahrenklassen

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Umweltgefährdend Mark

Gefahren-Nr.

Diese Klassifizierungsangabe gilt grundsätzlich nicht für die Beförderung im Binnentankschiff. Bitte

zusätzliche Informationen beim Hersteller anfordern.

IMDG

14.1 UN-Nummer

3082

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

ENVIRONMENTALLY HAZARDOUS SUBSTANCE, LIQUID,

N.O.S.

(METRIBUZIN SOLUTION)

14.3 Transportgefahrenklassen

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Meeresschadstoff

IATA

14.1 UN-Nummer

3082

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

ENVIRONMENTALLY HAZARDOUS SUBSTANCE, LIQUID,

N.O.S.

(METRIBUZIN SOLUTION )

14.3 Transportgefahrenklassen

9

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Umweltgefährdend Mark

14.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Verwender

Siehe Abschnitte 6 bis 8 dieses Sicherheitsdatenblattes.

14.7 Massengutbeförderung gemäß Anhang II des MARPOL-Übereinkommens und gemäß IBC-

Code

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Kein Bulktransport gemäss IBC Code.

ABSCHNITT 15: RECHTSVORSCHRIFTEN

15.1 Vorschriften zu Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz/spezifische

Rechtsvorschriften für den Stoff oder das Gemisch

Weitere Angaben

WHO-Klassifizierung: III (Leicht gefährlich)

Registrierungsnummer

3381

Melde-Nr. SDB gemäß §25,

Abs. 10, Chem.V.

KEINE BEKANNT

Gefahrklasse nach VbF

Entfällt

Wassergefährdungsklasse

WGK 2 deutlich wassergefährdend

Einstufung nach AwSV, Anlage 1 (5.2)

Anwendungsgebiet

SP 1 Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in

unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen/Indirekte Einträge über Hof- und

Straßenabläufe verhindern.).

SPe 4 Zum Schutz von Gewässerorganismen/Nichtzielpflanzen nicht auf versiegelten Oberflächen wie

Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in anderen Fällen, die ein hohes

Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.

15.2 Stoffsicherheitsbeurteilung

Ein Stoffsicherheitsbericht (Chemical Safety Assessment) ist nicht erforderlich.

ABSCHNITT 16: SONSTIGE ANGABEN

Wortlaut der unter Abschnitt 3 aufgeführten Gefahrenhinweise

H302

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H315

Verursacht Hautreizungen.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H318

Verursacht schwere Augenschäden.

H330

Lebensgefahr bei Einatmen.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

H411

Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

Abkürzungen und Akronyme

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung von gefährlichen

Gütern auf Binnenwasserstraßen

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter

auf der Strasse

Schätzwert akuter Toxizität

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