SELUKOS Suspension zur Anwendung auf der Haut

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Selendisulfid
Verfügbar ab:
MEDA Pharma GmbH & Co. KG
ATC-Code:
D11AC03
INN (Internationale Bezeichnung):
Selenium disulfide
Darreichungsform:
Suspension zur Anwendung auf der Haut
Zusammensetzung:
Selendisulfid 2.58g
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
6376521.00.00

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

SELUKOS

Suspension

Wirkstoff: Selendisulfid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage

beschrieben bzw.genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an. Heben

Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat

benötigen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4. Wenn Sie sich nach 4-6 Wochen nicht besser

oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist SELUKOS und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von SELUKOS beachten?

Wie ist SELUKOS anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist SELUKOS aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST SELUKOS UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

SELUKOS ist ein medizinisches Shampoo zur Behandlung von bestimmten

Kopfhauterkrankungen.

Zur Linderung von Kopfhauterkrankungen, die von Pityrosporen-Arten (Hefen)

hervorgerufen werden, wie z.B. Pityriasis sicca oder seborrhoische Dermatitis.

Wenn Sie sich nach 4-6 Wochen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie

sich an Ihren Arzt.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON SELUKOS

BEACHTEN?

SELUKOS darf nicht angewendet werden

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Selendisulfid, Methyl-, Ethyl-,

Propyl-, Isobutyl-, n-Butyl-4-hydroxybenzoat (Parabene) oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittel sind.

bei offenen Verletzungen oder akuten Entzündungen der Kopfhaut

bei Kopfpsoriasis, atopischer Dermatitis der Kopfhaut, Tinea capitis,

Parkinson´scher Erkrankung.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Selukos anwenden.

Kinder und Jugendliche

Zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen keine ausreichenden Daten vor,

daher wird eine Anwendung in dieser Altersgruppe nicht empfohlen.

Anwendung von SELUKOS mit anderen Arzneimitteln:

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet

haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwendenKaltwellflüssigkeiten können die Wirksamkeit von

Selendisulfid beeinträchtigen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebährfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein

oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses

Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von SELUKOS in

der Schwangerschaft vor. Da nicht bekannt ist, wie viel des Wirkstoffs nach

äußerlicher Anwendung in den Blutkreislauf gelangt, sollten Sie SELUKOS in der

Schwangerschaft nur nach entsprechender Nutzen/Risiko-Abwägung durch Ihren

behandelnden Arzt anwenden. Sie sollten SELUKOS in der Schwangerschaft

möglichst nur kurzfristig anwenden.

Da nicht bekannt ist, ob Selendisulfid nach äußerlicher Anwendung in die Muttermilch

gelangt, ist bei der Anwendung in der Stillzeit Vorsicht geboten. In der Stillzeit sollten

Sie SELUKOS möglichst nur kurzfristig anwenden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von SELUKOS

Natriumbenzoat kann leichte Reizungen an Haut, Augen und Schleimhäuten

hervorrufen.

3.

WIE IST SELUKOS ANZUWENDEN?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht

sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, werden die Haare in der Regel 1-2 mal

wöchentlich mit SELUKOS gewaschen.

Zur Anwendung auf der Haut

Haare und Kopfhaut mit warmem Wasser gründlich anfeuchten.

Der Haarfülle entsprechend soviel SELUKOS (etwa 2-5 ml) auf der Kopfhaut

verteilen und verreiben, bis leichte Schaumbildung eintritt. Einige Minuten einwirken

lassen. Danach Kopfhaut und Haare gründlich spülen.

Besonderer Vorsichtshinweis:

Kontakt mit Schleimhäuten und den Augen ist zu vermeiden, da es zu starker

Reizung kommen kann! Wenn dies trotzdem geschieht, sollte der betroffene Bereich

mit Wasser ausgespült werden.

Hinweise:

Ringe bzw. Schmuck sollten vor der Anwendung abgelegt werden. Nach jeder

Anwendung sind die Hände gründlich zu waschen. SELUKOS kann auch bei

gefärbtem oder getöntem Haar angewendet werden.

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage

beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen

Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht

sicher sind.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen keine ausreichenden Daten vor,

daher wird eine Anwendung in dieser Altersgruppe nicht empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Selukos angewendet haben, als Sie sollten

Sollten Sie bei Anwendung einer zu hohen Menge des Arzneimittels Nebenwirkungen

verspüren, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, so verständigen Sie

sofort Ihren Arzt. Überdosierungserscheinungen sind bisher nicht bekannt geworden.

Wenn Sie die Anwendung von Selukos vergessen haben

Wenn Sie eine Anwendung vergessen haben, wenden Sie nicht die doppelte Menge

an, sondern fahren Sie mit der Anwendung wie vorgeschrieben fort.

Wenn Sie die Anwendung von Selukos abbrechen

Brechen Sie die Anwendung nicht ab, ohne zuerst mit Ihrem Arzt oder Apotheker zu

sprechen.

Beenden Sie nicht eigenmächtig die medikamentöse Behandlung, weil der Erfolg der

Therapie dadurch gefährdet werden könnte.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie

sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

Nebenwirkungen können mit bestimmten Häufigkeiten auftreten, die wie folgt definiert

sind:

Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Anwender von 10

Häufig:

betrifft 1 bis 10 Anwendervon 100

Gelegentlich:

betrifft 1 bis 10 Anwender von 1.000

Selten:

betrifft 1 bis 10 Anwender von 10.000

Sehr selten:

betrifft weniger als 1 Anwender von 10 000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Anwender von 1.000)

Jucken, Hautausschlag

Selten (betrifft 1 bis 10 Anwender von 10.000)

Kontaktdermatitis, vorübergehender diffuser Haarausfall. Orange oder graue

Verfärbungen der Haare können auftreten. Diese können aber durch sorgfältiges

Auswaschen von SELUKOS vermieden werden.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Auf der entzündeten oder nässenden (erodierten) Kopfhaut rufen Selendisulfid-

haltige Arzneimittel Reizungen hervor. Benetzung der Augen kann bei der

Kopfwäsche zu starken Reizungen führen bis hin zur Bindehautentzündung

(Konjunktivitis). Selendisulfid-haltige Arzneimittel können zu fettigen Haaren durch

Stimulation der Talgdrüsensekretion und Hemmung des Abbaus von Talg (Hemmung

der Lipolyse von Triglyzeriden) führen. Trockene Haut kann unter Verwendung des

Arzneimittels auftreten. Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Isobutyl-, n-Butyl-4-hydroxybenzoat

(Parabene) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen

hervorrufen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker

oder das medizinsche Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in

dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt

über das nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden,

können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses

Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de/DE/Pharmakovigilanz/form/functions/formpv-node.html

5.

WIE IST SELUKOS AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett nach „Verwendbar bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf

den letzten Tag des Monats. Dies gilt ebenfalls nach dem ersten Öffnen der Flasche.

Nicht über 25ºC aufbewahren.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was SELUKOS enthält:

Der Wirkstoff ist:

Selendisulfid

1 Flasche mit 100 ml Suspension enthält 2,58 g Selendisulfid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Phenoxyethanol –(butyl, ethyl, isobutyl, methyl, propyl) (4-hydroxybenzoat) [72 :

(4:4:2:16:2)], (Dodecyl/tetradecyl)poly(oxyethylen)-x-hydrogensulfat, Natriumsalz,

Alkyl(C

)hydrogensulfat, 2-Aminoethanol-Salz, (3-

Cocosfettsäureamidopropyl)dimethylazaniumylacetat, Ethanol, Xanthangummi,

Citronensäure, Essence 134 Givaudan, Gereinigtes Wasser, Natriumbenzoat.

Wie SELUKOS aussieht und Inhalt der Packung:

SELUKOS ist eine Suspension zur Anwendung auf der Haut.

Flasche mit 100 ml Suspension

Pharmazeutischer Unternehmer

MEDA Pharma GmbH & Co. KG

Benzstr. 1

61352 Bad Homburg

Tel.: 06172 888 01

Fax: 06172 888 2740

Hersteller

Farmaclair

440 Avenue du Général de Gaulle

14200 Hérouville Saint Clair

Frankreich

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2014.

Fachinformation

1.

Bezeichnung des Arzneimittels

SELUKOS

Suspension

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

1 Flasche mit 100 ml Suspension enthält:

Selendisulfid

2,58 g

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform

Suspension zur Anwendung auf der Haut

4.

Klinische Angaben

4.1

Anwendungsgebiete

Zur Linderung von Kopfhauterkrankungen, die von Pityrosporen-Arten (Hefen) hervorgeru-

fen werden, wie z.B. Pityriasis sicca oder seborrhoische Dermatitis.

4.2

Dosierungund Art der Anwendung

Dosierung

Soweit nicht anders verordnet, werden die Haare in der Regel 1-2 mal wöchentlich mit

SELUKOS gewaschen.

Kinder und Jugendliche

Zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen keine ausreichenden Daten vor, da-

her wird eine Anwendung in dieser Altersgruppe nicht empfohlen.

Art der Anwendung

Zur Anwendung auf der Haut

Haare und Kopfhaut mit warmem Wasser gründlich anfeuchten. Der Haarfülle entspre-

chend so viel SELUKOS (etwa 2-5 ml) auf der Kopfhaut verteilen und verreiben, bis leichte

Schaumbildung eintritt. Einige Minuten einwirken lassen. Danach Kopfhaut und Haare

gründlich spülen.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Handhabung bzw. während der Anwendung des Arzneimit-

tels:

Kontakt mit Schleimhäuten und den Augen ist zu vermeiden, da es zu starker Reizung

kommen kann. Wenn dies trotzdem geschieht, sollte der betroffene Bereich mit Wasser

ausgespült werden.

Hinweise:

Ringe bzw. Schmuck sollten vor der Anwendung abgelegt werden. Nach jeder Anwendung

sind die Hände gründlich zu waschen.

SELUKOS kann auch bei gefärbtem oder getöntem Haar angewendet werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff und Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Isobutyl-, n-Butyl-4-

hydroxybenzoat (Parabene) oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestand-

teile.

Offene Verletzungen oder akute Entzündungen der Kopfhaut.

Kopfpsoriasis, atopische Dermatitis der Kopfhaut, Tinea capitis, Parkinson'sche Erkran-

kung.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Kontakt mit Schleimhäuten und den Augen ist zu vermeiden, da es zu starker Reizung

kommen kann. Wenn dies trotzdem geschieht, sollte der betroffene Bereich mit Wasser

ausgespült werden.

Hinweise:

Ringe bzw. Schmuck sollten vor der Anwendung abgelegt werden. Nach jeder Anwendung

sind die Hände gründlich zu waschen.

Natriumbenzoat kann leichte Reizungen an Haut, Augen und Schleimhäuten hervorrufen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Kaltwellflüssigkeiten können die Wirksamkeit von Selendisulfid beeinträchtigen.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keine Daten für die Verwendung von SELUKOS bei Schwangeren vor. Es sind

keine hinreichenden tierexperimentellen Studien zur Reproduktionstoxizität von Selendisul-

fid durchgeführt worden (siehe 5.3). Da nicht bekannt ist, wie hoch die systemische Ver-

fügbarkeit von Selendisulfid nach dermaler Anwendung ist, ist bei Gebrauch in der

Schwangerschaft Vorsicht geboten. SELUKOS sollte in der Schwangerschaft nur nach

entsprechender Nutzen/Risiko-Abwägung angewendet werden. In der Schwangerschaft

sollte SELUKOS möglichst nur kurzfristig angewendet werden.

Da nicht bekannt ist, ob Selendisulfid nach dermaler Anwendung in die Muttermilch ge-

langt, ist bei der Anwendung in der Stillzeit Vorsicht geboten. In der Stillzeit sollte

SELUKOS möglichst nur kurzfristig angewendet werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Ma-

schinen

Nicht zutreffend.

4.8

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden MedDRA Häufigkeitsangaben zugrunde

gelegt:

Sehr häufig (>1/10)

Häufig (>1/100 bis <1/10)

Gelegentlich (>1/1.000 bis <1/100)

Selten (>1/10.000 bis <1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Häufigkeit

Systemorganklasse

Gelegentlich

1/1.000,

<1/100)

Selten (

1/10.000,

<1/1.000)

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht

abschätzbar)

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfindlichkeit*

Augenerkrankungen

Konjunktivitis*

Erkrankungen der Haut und

des Unterhautzellgewebes

Pruritus,

Ausschlag

Kontaktdermatitis,

Alopezie (diffus,

reversible), Änderung

der Haarfarbe

Seborrhoe*, trockene Haut

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Reizung (Kopfhaut, Augen,

Schleimhäute)

*Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Isobutyl-, n-Butyl-4-hydroxybenzoat (Parabene) können Überemp-

findlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen. Benetzung der Augen bei der

Kopfwäsche führt zu starken Reizungen bis zur Konjunktivitis. In seltenen Fällen können

orange oder graue Verfärbungen der Haare auftreten. Diese können aber durch sorgfälti-

ges Auswaschen von SELUKOS vermieden werden.

Selendisulfid-haltige Arzneimittel können zu fettigen Haaren durch Stimulation der Talg-

drüsensekretion und Hemmung der Lipolyse von Triglyzeriden führen.

Auf der

entzündeten oder erodierten Kopfhaut rufen Selendisulfid-haltige Arzneimittel Reizungen

hervor

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das aufgeführte nationale Meldesystem

anzuzeigen.

Bundesinstitut fütr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

d-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de/DE/Pharmakovigilanz/form/functions/formpv-node.html

4.9

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Dermatologika, Andere, Medizinisches Shampoo, Se-

len-Verbindungen,

ATC-Code: D11AC03

Selendisulfid ist ein orange-rotes Pulver, das in Wasser kaum löslich ist. In SELUKOS liegt

es als 2,5%ige Suspension vor. Es wird zur Behandlung von Kopfschuppen verwendet.

Die Kopfwäsche mit Selendisulfid-haltigen Arzneimitteln beeinflusst die Mikroflora der

Kopfhaut. Die vermehrte Besiedelung mit Pityrosporum ovale, dem wichtigsten Keim bei

Kopfschuppen, wird reduziert.

Eine fungistatische Wirkung auf verschiedene Dermatophyten der Kopfhaut konnte nach

Anwendung von Selendisulfid-haltigen Arzneimitteln nachgewiesen werden. Daher kann

diese Substanz unterstützend zur Behandlung von Mykosen der Kopfhaut eingesetzt wer-

den.

Aufgrund dieser fungistatischen Wirkung werden Selendisulfid-haltige Arzneimittel zur Be-

handlung der Tinea versicolor (verursacht durch Besiedelung mit dem Hefepilz Pityrospo-

rum orbiculare) benutzt.

Selendisulfid senkt die bei vermehrter Kopfschuppung erhöhte Zellproliferation der Kopf-

hautepidermis und damit die Zahl der in der Detergenswaschmethode gewinnbaren Kor-

neozyten (Hornzellen).

Die bei Kopfschuppen sehr unterschiedlich konfigurierten Korneozyten nehmen unter der

Behandlung wieder eine normale Form und Struktur an.

Selendisulfid bewirkt eine Hemmung der mikrobiellen Lipolyse. Dadurch erhöht sich vor al-

lem der Anteil der Triglyceride, während die freien Fettsäuren erniedrigt werden.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Entfällt.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Auf der Grundlage der Ergebnisse toxikologischer Untersuchungen zur akuten Toxizität

und chronischen Toxizität ist bei Einhaltung des vorgeschriebenen Dosierungsbereiches

kein Risiko für den Menschen zu erwarten.

Unter den Bedingungen der klinischen Anwendung sind mutagene Effekte nicht zu erwar-

ten.

Bei Ratten, denen über einen Zeitraum von 2 Jahren hohe Dosen Selendisulfid oral verab-

reicht wurden, fand man in bis zu 50% der Fälle hepatozelluläre Tumoren und Adenome.

Dagegen konnte bei lokaler Applikation keine Bildung von Tumoren beobachtet werden.

Es wurden keine tierexperimentellen Studien zur Reproduktionstoxizität von Selendisulfid

durchgeführt. Andere Selenverbindungen erwiesen sich als plazentagängig. In einigen

Tierspezies zeigten hohe Dosen an Selen nach oraler Gabe teratogene Effekte. Chroni-

sche Selenexposition in der Maus führte zu erniedrigten Geburtsgewichten und erhöhter

neonataler Sterblichkeit.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Phenoxyethanol –(butyl, ethyl, isobutyl, methyl, propyl) (4-hydroxybenzoat) [72 :

(4:4:2:16:2])

(Dodecyl/tetradecyl)poly(oxyethylen)-x-hydrogensulfat, Natriumsalz

Alkyl(C

)hydrogensulfat, 2-Aminoethanol-Salz

(3-Cocosfettsäureamidopropyl)dimethylazaniumylacetat

Ethanol

Xanthangummi

Citronensäure

Essence 134 Givaudan

Gereinigtes Wasser

Natriumbenzoat

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

Dies gilt ebenfalls nach dem ersten Öffnen der Flasche.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25ºC lagern/aufbewahren.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Flasche mit 100 ml Suspension

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

Inhaber der Zulassung

MEDA Pharma GmbH & Co. KG

Benzstr. 1

61352 Bad Homburg

Tel.: 06172 888 01

Fax: 06172 888 2740

8.

Zulassungsnummer

6376521.00.00

9.

Datum der Erteilung der Zulassung / Verlängerung der Zulassung

30. September 2005

10.

Stand der Information

Juli 2014

11.

Verkaufsabgrenzung

Apothekenpflichtig

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Teilen Sie diese Informationen