Risperdal Consta 50 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Wirkstoff:
Risperidon
Verfügbar ab:
Beragena Arzneimittel GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Risperidone
Darreichungsform:
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Zusammensetzung:
Risperidon 50.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
59512.00.00

Liebe Patientin, lieber Patient!

Bitte lesen Sie folgende Packungsbeilage aufmerksam, weil sie wichtige Informationen

darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollen. Wenden

Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Risperdal Consta 50 mg

Langsam freisetzendes Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension

Wirkstoff: Risperidon

Zusammensetzung

1 g Pulver enthält:

Arzneilich wirksamer Bestandteil:

381 mg Risperidon

2 ml der gebrauchsfertigen Injektionssuspension enthalten:

50 mg Risperidon

Sonstige Bestandteile:

Pulver:

Poly(glycolsäure-co-milchsäure) (25:75)

Lösungsmittel:

Polysorbat 20, Carmellose-Natrium (40 mPas), Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat,

wasserfreie Citronensäure, Natriumchlorid, Natriumhydroxid, Wasser für Injektionszwecke.

Darreichungsform und Packungsgrößen

Langsam freisetzendes Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension

Eine Packung Risperdal Consta 50 mg enthält:

ein Gläschen mit weißem Pulver, das den arzneilich wirksamen Bestandteil von Risperdal

Consta 50 mg enthält

eine Spritze vorgefüllt mit Lösungsmittel

drei Nadeln

Risperdal Consta 50 mg ist in Originalpackungen (gebündelt) mit 1, 2 und 5 Packungen

erhältlich.

Stoff- oder Indikationsgruppe oder Wirkungsweise

Mittel zur Behandlung bestimmter seelischer Erkrankungen (Neuroleptikum)

Import, Umpackung und Vertrieb

BERAGENA Arzneimittel GmbH

Rheinstraße 93–95

76532 Baden-Baden

Telefon 07221/9190

Telefax 07221/919170

Hersteller

JANSSEN PHARMACEUTICA N.V./Belgien

Anwendungsgebiete

Zur Erhaltungstherapie und Vorbeugung von Rückfällen bei einer Krankheit mit Symptomen

wie Hören, Sehen oder Fühlen von Dingen, die nicht wirklich da sind, irrigen

Überzeugungen, ungewöhnlichem Misstrauen und Rückzug von der Umwelt.

Gegenanzeigen

Wann darf Risperdal Consta 50 mg nicht angewendet werden?

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder den sonstigen Bestandteilen des

Arzneimittels

Vorliegen erhöhter, nicht durch Medikamente bedingter Prolaktinspiegel

Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Daten für eine begrenzte Zahl von mit Risperdal behandelten Schwangeren lassen

nicht auf Nebenwirkungen von Risperidon auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit

des Fetus bzw. Neugeborenen schließen. Bisher sind keine anderen einschlägigen

Häufigkeitsdaten verfügbar. Im Tierversuch traten keine fruchtschädigenden Wirkungen

auf. Bei der Verschreibung für Schwangere sind die Risiken einer Behandlung sorgfältig

gegenüber den Vorteilen abzuwägen.

Risperidon, der Wirkstoff aus Risperdal Consta 50 mg, geht in die Muttermilch über.

Hält Ihr Arzt eine Behandlung mit Risperdal Consta 50 mg in der Stillzeit für erforderlich,

sollte ein Abstillen erwogen werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind mangels ausreichender Erfahrungen von

der Behandlung mit Risperdal Consta 50 mg auszuschließen.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise

Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?

Risperdal Consta 50 mg darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei

eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion

vorbestehender Parkinson-Krankheit, da theoretisch eine Verschlechterung nicht

ausgeschlossen werden kann

bestimmter Form der Demenz (Lewy-Body-Demenz)

aus der Vorgeschichte bekanntem Anfallsleiden (Epilepsie)

bestimmten hormonabhängigen Tumoren (Prolaktin-abhängigen Tumoren, z.B. Prolaktinomen

der Hypophyse)

möglicherweise Prolaktin-abhängigen Tumoren, z.B. Brustkrebs (epithelialen Mamma-

Tumoren)

Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen

krankhaften Veränderungen des Blutbildes

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder Vorliegen von Risikofaktoren für das Auftreten

einer Zuckerkrankheit

Ältere Patienten mit Demenz

Studien mit atypischen Antipsychotika, zu denen auch Risperdal Consta 50 mg gehört,

bei älteren Patienten mit Demenz haben ergeben, dass die Sterblichkeitsrate älterer

Patienten mit Demenz, die mit atypischen Antipsychotika behandelt wurden, höher war

als unter einem wirkstofffreien Vergleichspräparat (Plazebo).

Bei älteren Patienten mit Demenz wurde ein erhöhtes Risiko für Durchblutungsstörungen

des Gehirns einschließlich Schlaganfall und vorübergehender Minderdurchblutung

unter oralem Risperidon beobachtet. Wenn Symptome wie plötzliche Schwäche, Taubheitsgefühl

in Gesicht, Armen oder Beinen, vor allem einseitig, oder undeutliches Sprechen

auftreten, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Furosemid-haltige Arzneimittel einnehmen. Furosemid

ist ein Arzneimittel gegen Bluthochdruck und zur Behandlung von Schwellungen (Ödemen)

aufgrund von Wassereinlagerungen im Körper. Studien an älteren Patienten mit Demenz

haben gezeigt, dass die Behandlung mit Risperdal Consta 50 mg in Kombination mit

Furosemid-haltigen Arzneimitteln gesundheitsgefährdend sein kann.

Bei der Behandlung mit Risperidon kann, insbesondere zu Beginn der Behandlung,

niedriger Blutdruck auftreten. Risperidon sollte bei Patienten mit bekannten Herz-Kreislauf-

Erkrankungen (z.B. bestimmten erblichen Herzerkrankungen, deutlich verlangsamtem

Puls, Herzschwäche, Herzinfarkt, Reizleitungsstörungen, vermindertem Wassergehalt

im Körper, verminderter Blutmenge oder Erkrankungen der Hirn versorgenden Gefäße),

bei nachgewiesenem Kalium- bzw. Magnesiummangel im Blut sowie bei gleichzeitiger

Einnahme von Arzneimitteln, welche Herzrhythmusstörungen auslösen können, nur

mit Vorsicht angewendet werden. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Bei längerer Behandlung mit Risperdal Consta 50 mg können unwillkürliche Bewegungen,

vorzugsweise des Gesichts, auftreten. In diesem Fall suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.

Das Auftreten von Fieber, Muskelsteife, beschleunigter Atmung, starkem Schwitzen und

vermindertem Bewusstsein (malignes neuroleptisches Syndrom) wurde mit der Anwendung

von antipsychotisch wirksamen Arzneimitteln in Verbindung gebracht. Bei Auftreten

solcher Anzeichen muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Was ist bei älteren Menschen zu berücksichtigen?

Ältere Patienten sollten mit der niedrigsten Dosis (25 mg) von Risperdal Consta behandelt

werden (siehe Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung).

Was müssen Sie im Straßenverkehr sowie bei der Arbeit mit Maschinen und bei Arbeiten

ohne sicheren Halt beachten?

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen

so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr,

zum Bedienen von Maschinen oder beim Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt

wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wechselwirkungen

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Risperdal Consta 50 mg?

Das Risiko einer gleichzeitigen Anwendung von Risperdal Consta 50 mg in Verbindung

mit anderen Arzneimitteln wurde nicht systematisch untersucht. Aus grundsätzlichen Erwägungen

sind Wechselwirkungen mit allen Substanzen, die auf das zentrale Nervensystem

einwirken, möglich. Insofern sollten andere zentral wirksame Arzneimittel in Kombination

mit Risperdal Consta 50 mg vorsichtig angewendet werden.

Bei Kombination mit Carbamazepin vermindert sich die Menge des im Blut vorhandenen

Wirkstoffes von Risperdal Consta 50 mg, wodurch eine Dosiserhöhung notwendig

werden kann. Gleichartige Effekte sind auch bei Kombination mit anderen Substanzen

möglich (bei Enzyminduktion in der Leber). Nach Absetzen dieser Substanzen bzw. von

Carbamazepin sollte die Dosis von Risperdal Consta 50 mg erneut angepasst, d.h. gesenkt

werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Risperdal Consta 50 mg und bestimmten Arzneimitteln

(Phenothiazinen, trizyklischen Antidepressiva und einigen Beta-Blockern) kann es

durch eine Wechselwirkung, d.h. gleichzeitigen Angriff am Cytochrom-P450, zu erhöhten

Blutspiegeln von Risperidon kommen. Da aufgrund des gleichzeitigen verminderten

Abbaus jedoch die 9-Hydroxy-Risperidon-Konzentration (arzneilich wirksames Abbauprodukt)

absinkt, wird die antipsychotisch wirksame Fraktion (Risperidon und sein Abbauprodukt

9-Hydroxy-Risperidon) nicht klinisch relevant verändert.

Bei gleichzeitiger Gabe von Fluoxetin und Paroxetin (Arzneimittel gegen Depression)

kann es zu einem Anstieg der Blutspiegel von Risperidon und, in einem geringeren

Maß, der antipsychotisch wirksamen Fraktion kommen.

Cimetidin und Ranitidin, zwei Arzneistoffe zur Reduzierung der Magensäure, können die

Konzentration von Risperidon im Blut leicht erhöhen; eine Beeinflussung der Wirkung

von Risperdal Consta 50 mg ist aber unwahrscheinlich.

Erythromycin (Antibiotikum), Galantamin und Donepezil (Arzneistoffe zur Behandlung

von Demenz) sowie Amitriptylin (Mittel gegen Depressionen) haben keinen Einfluss auf

die Pharmakokinetik von Risperdal Consta 50 mg.

Topiramat, ein Arzneistoff zur Behandlung der Epilepsie, beeinflusst wahrscheinlich

nicht die Wirksamkeit von Risperdal Consta 50 mg.

Risperdal Consta 50 mg beeinflusst nicht die Kinetik von Lithium oder Valproat, zwei Arzneistoffen

zur Behandlung der Manie, bzw. von Digoxin (Herzmedikament) und Topiramat.

Hinsichtlich der Behandlung älterer dementer Patienten mit Risperdal Consta 50 mg in

Kombination mit Furosemid-haltigen Arzneimitteln siehe unter „Vorsichtsmaßnahmen für

die Anwendung und Warnhinweise“.

Da Risperdal Consta 50 mg auch Eigenschaften wie Blutdruck senkende Mittel vom

Prazosin-Typ aufweist, ist eine verstärkte Wirkung von gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln

gegen Bluthochdruck möglich.

Die Kombination mit Arzneimitteln gegen die Parkinson-Krankheit (Dopamin-Agonisten,

z. B. Levodopa) kann deren Wirkung vermindern.

Bei gleichzeitiger Verabreichung mit anderen hochgradig an Plasmaeiweiße bindenden

Wirkstoffen findet keine klinisch relevante Verdrängung von Plasmaeiweißen statt.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel

gelten können.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Risperdal Consta 50 mg nicht anders

verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Risperdal

Consta 50 mg sonst nicht richtig wirken kann!

Risperdal Consta 50 mg kann erst angewendet werden, wenn das Pulver mit dem in

der Packung beiliegenden Lösungsmittel (Flüssigkeit in der Spritze) gemischt wurde.

Die „Informationen für den Anwender“ am Ende dieser Packungsbeilage enthalten Informationen

für Ihren Arzt zur richtigen Herstellung der gebrauchsfertigen Suspension von

Risperdal Consta 50 mg.

In welcher Dosierung und wie oft sollte Risperdal Consta 50 mg angewendet werden?

Die übliche Dosis beträgt alle zwei Wochen einmal Risperdal Consta 25 mg. Ihr Arzt

kann je nach Bedarf höhere Dosen von Risperdal Consta 37,5 mg oder Risperdal Consta

50 mg verabreichen.

Da der Wirkstoff nach und nach im Körper freigegeben wird, ist nur alle zwei Wochen

eine Injektion erforderlich. Nach der ersten Risperdal Consta 50 mg-Injektion muss für

die Dauer von drei Wochen noch eine Weiterbehandlung mit dem bisher verwendeten

Präparat (Antipsychotikum) erfolgen.

Je nachdem, wie Sie im Verlauf auf die Behandlung ansprechen, kann Ihr Arzt eine

Dosisanpassung vornehmen oder zusätzlich Risperdal Filmtabletten oder Lösung zum

Einnehmen für eine kurze Zeit verordnen.

Eine Dosis von 50 mg Risperdal Consta alle zwei Wochen sollte nicht überschritten

werden.

Bei Patienten, die in der Vergangenheit noch nie mit Risperidon behandelt wurden, sollte

vor Behandlungsbeginn mit Risperdal Consta die Verträglichkeit der Substanz durch

Gabe von jeweils 1 mg Risperidon oral an zwei aufeinander folgenden Tagen überprüft

werden.

Wie und wann sollte Risperdal Consta 50 mg angewendet werden?

Nach der Herstellung der Suspension sollte Risperdal Consta 50 mg tief intramuskulär

in eine Gesäßhälfte injiziert werden.

Ausführliche Informationen für Ihren Arzt zur Art der Anwendung sind in den „Informationen

für den Anwender“ am Ende der Packungsbeilage zu finden.

Wie lange sollte Risperdal Consta 50 mg angewendet werden?

Die Dauer der Anwendung bestimmt der behandelnde Arzt.

Anwendungsfehler und Überdosierung

Was ist zu tun, wenn Risperdal Consta 50 mg in zu großen Mengen angewendet wurde

(beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?

In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Eine Überdosierung kann sich in der

Gebrauchsinformation

Verstärkung der erwünschten und unerwünschten Arzneimittelwirkungen (Benommenheit,

Müdigkeit, schneller Herzschlag, niedriger Blutdruck, unwillkürliche Bewegungen)

äußern.

Hinweise für den im Fall einer Überdosierung behandelnden Arzt

Im Fall einer Überdosierung sollte die Möglichkeit einer Intoxikation mit mehreren Arzneimitteln

in Betracht gezogen werden. Die üblichen Verfahren zur Entgiftung sollten

angewendet werden. Die vitalen Funktionen sollten sofort überwacht werden, inklusive

kontinuierlicher EKG-Ableitung, um mögliche Herzrhythmusstörungen nachzuweisen.

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel für Risperdal Consta 50 mg. Aus diesem Grund

sollten geeignete symptomatische Maßnahmen durchgeführt werden. Im Falle schwerer

extrapyramidaler Symptome sollte ein Anticholinergikum verabreicht werden. Die sorgfältige

Überwachung des Patienten sollte bis zur vollständigen Wiederherstellung weitergeführt

werden.

Was müssen Sie beachten, wenn zu wenig Risperdal Consta 50 mg angewendet oder eine

Anwendung vergessen wurde?

Informieren Sie Ihren Arzt, damit die Injektion sobald wie möglich erfolgen kann.

Was müssen Sie beachten, wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden?

Dies sollte nur nach vorheriger Absprache mit Ihrem Arzt erfolgen. War dies nicht möglich,

sollten Sie Ihren Arzt unverzüglich darüber informieren, damit er mit Ihnen über

das weitere Vorgehen entscheiden kann.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Risperdal Consta 50 mg auftreten?

Arzneimittel können neben den erwünschten Hauptwirkungen auch unerwünschte Wirkungen,

sogenannte Nebenwirkungen, haben. Nebenwirkungen, die im zeitlichen Zusammenhang

mit der Anwendung von Risperdal Consta 50 mg auftreten können, jedoch

nicht bei jedem Patienten auftreten müssen, werden im Folgenden genannt:

Häufig (mehr als 1 von 100 Behandelten):

Gewichtszunahme, Depression, Erschöpfung, leichte Bewegungsstörungen wie Zittern,

vermehrte Aktivität, Muskelsteife, vermehrte Speichelsekretion, Trägheit.

Gelegentlich (mehr als 1 von 1000 Behandelten):

Gewichtsverlust, Nervosität, Schlafstörungen, Teilnahmslosigkeit, Konzentrationsstörungen,

Sehstörungen, niedriger Blutdruck, Ohnmacht, Hautausschlag, Juckreiz, Wasseransammlung

im Gewebe, Reaktionen an der Injektionsstelle, Symptome eines erhöhten

Prolaktinspiegels wie Milchsekretion, Menstruationsstörungen, Ausbleiben der Monatsblutung,

gestörte Sexualfunktion, Ejakulationsstörungen, vermindertes Lustempfinden,

Impotenz.

Selten (mehr als 1 von 10000 Behandelten):

Krampfanfälle, malignes neuroleptisches Syndrom, unwillkürliche Bewegungen, vorzugsweise

des Gesichts und der Zunge.

Sehr selten (gleich oder weniger als 1 von 10000 Behandelten):

Blutbildveränderungen wie Erhöhung/Verminderung der Anzahl weißer Blutkörperchen

oder Blutplättchen, Erhöhung der Leberenzyme.

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden außerdem bei der Anwendung von

Risperdal Filmtabletten und Lösung zum Einnehmen berichtet:

Schlaflosigkeit, Erregtheit, Angstzustände, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Benommenheit,

Verstopfung, Verdauungsstörungen, Übelkeit/Erbrechen, Bauchschmerzen, Dauererektion

des Penis, unwillkürlicher Urinabgang, verstopfte oder juckende Nase, Regulationsstörungen

der Körpertemperatur, Störungen des Wasserhaushaltes durch übermäßige

Flüssigkeitsaufnahme (Polydipsie) oder bestimmte Hormonstörungen (Syndrom

der inadäquaten Sekretion von antidiuretischem Hormon, SIADH). Weiterhin wurden Ereignisse

beobachtet, die auf einer Durchblutungsstörung des Gehirns einschließlich

Schlaganfall (auch mit Todesfolge) und vorübergehender Minderdurchblutung (TIA) beruhten.

In sehr seltenen Fällen wurde außerdem über eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels

berichtet; bitte suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Symptome wie übermäßiger Durst oder

übermäßiges Wasserlassen auftreten (s. unter „Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

und Warnhinweise“).

Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage

aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels

Das Verfalldatum dieser Packung ist auf Behältnis und äußerer Umhüllung aufgedruckt.

Verwenden Sie diese Packung nicht mehr nach diesem Datum!

Wie ist Risperdal Consta 50 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie Risperdal Consta 50 mg im Kühlschrank bei 2–8 °C und vor Licht geschützt

auf.

Stand der Information

Juni 2005

06051005 N&R 051510

Informationen für den Anwender

Das Pulver von Risperdal Consta 50 mg darf nur mit dem beigefügten Lösungsmittel

suspendiert und muss mit Hilfe der in der Packung enthaltenen Nadeln angewendet

werden.

Vorbereitung und Herstellung der Suspension

Nehmen Sie die Packung Risperdal Consta 50 mg aus dem Kühlschrank und warten

Sie bis der Inhalt Raumtemperatur angenommen hat.

1. Entfernen Sie die farbige Plastikkappe von der Durchstechflasche.

2. Entfernen Sie die weiße Kappe von der Spritze. Brechen Sie dazu das Siegel und

ziehen Sie dann die Kappe einschließlich Gummieinsatz vom Spritzenkonus.

3. Drehen Sie eine der Hypoint Nadeln im Uhrzeigersinn auf den Spritzenkonus.

4. Ziehen Sie – ohne zu drehen – die Schutzhülle von der Hypoint Nadel ab.

5. Injizieren Sie den gesamten Inhalt der Spritze in die Durchstechflasche.

6. Ziehen Sie die leere Spritze mit der Hypoint Nadel aus der Durchstechflasche. Halten

Sie dabei den Spritzenstempel niedergedrückt.

7. Drehen Sie die Hypoint Nadel von der Spritze und entsorgen Sie die Nadel angemessen.

8. Drehen Sie die zweite Hypoint Nadel im Uhrzeigersinn auf den Spritzenkonus. Ziehen

Sie die Schutzhülle noch nicht von der Nadel ab.

9. Schütteln Sie die Durchstechflasche mindestens 10 Sekunden lang kräftig. Das Mischen

kann beendet werden, wenn die Suspension homogen, viskös und milchig erscheint.

10. Nach dem Mischen darf die Durchstechflasche nicht gelagert werden, damit sich

die Suspension nicht absetzt.

Aufziehen der Suspension

11. Nehmen Sie die Spritze mit der Nadel und ziehen Sie die Schutzhülle von der Nadel

12. Führen Sie die Hypoint Nadel in die Durchstechflasche ein und ziehen Sie den gesamten

Inhalt langsam und vollständig aus der aufrecht, aber leicht angewinkelt stehenden

Durchstechflasche in die Spritze auf.

13. Ziehen Sie die Spritze mit der Hypoint Nadel aus der Durchstechflasche.

14. Drehen Sie die Hypoint Nadel von der Spritze ab und entsorgen Sie die Nadel angemessen.

Vorbereitung zur Injektion

15. Ziehen Sie die Verpackung des Needle-Pro Systems bis zur Hälfte auf.

16. Halten Sie die Schutzhülle der Nadel durch die Verpackung hindurch fest und drehen

Sie das Needle-Pro System mit einer Drück- und Drehbewegung im Uhrzeigersinn

fest auf die Spritze.

17. Bereiten Sie den Patienten für die Injektion vor.

18. Da sich die Suspension zwischenzeitlich abgesetzt haben kann, muss die Spritze

unmittelbar vor der Injektion so lange geschüttelt werden, bis die Suspension wieder

homogen, viskös und milchig erscheint.

19. Ziehen Sie die Schutzhülle ohne zu drehen von der Nadel, damit sich die Nadel des

Needle-Pro Systems nicht lockert.

20. Entlüften Sie die Spritze.

21. Injizieren Sie den gesamten Inhalt der Spritze tief intramuskulär in eine Gesäßhälfte

des Patienten (tief intragluteale Injektion).

Entsorgung des Needle-Pro Systems

ACHTUNG: Um Verletzungen zu verhindern,

– nehmen Sie das Needle-Pro System nicht auseinander

– versuchen Sie die Nadel nicht gerade zu biegen oder die Nadelschutzvorrichtung zu

befestigen, wenn die Nadel gebogen oder beschädigt ist.

22. Drücken Sie die Nadel in die Schutzvorrichtung, indem Sie die Spritze in einer

Hand halten und mit der Schutzvorrichtung gegen eine flache Oberfläche drücken.

Dabei wird die Nadel fest in der Schutzvorrichtung verankert. Drücken Sie niemals

die Schutzvorrichtung mit der Hand gegen die Nadel, weil hierbei Verletzungsgefahr

besteht!

23. Sehen Sie nach, ob die Nadel fest in der Schutzhülle verankert ist und nicht hervorsteht.

24. Entsorgen Sie das Needle-Pro System und die Spritze angemessen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!

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