Riluzol-CT 50 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Riluzol
Verfügbar ab:
AbZ-Pharma GmbH - Geschäftsanschrift -
ATC-Code:
N07XX02
INN (Internationale Bezeichnung):
Riluzole
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Riluzol 50.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
72262.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Riluzol-ratiopharm

®

50 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Riluzol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist

Riluzol-ratiopharm

und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von

Riluzol-ratiopharm

beachten?

Wie ist

Riluzol-ratiopharm

einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist

Riluzol-ratiopharm

aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Riluzol-ratiopharm

®

und wofür wird es angewendet?

Was ist Riluzol-ratiopharm

®

?

Der Wirkstoff von

Riluzol-ratiopharm

ist Riluzol, welches im Nervensystem wirkt.

Wofür wird Riluzol-ratiopharm

®

angewendet?

Riluzol-ratiopharm

wird angewendet bei Patienten mit amyotropher Lateralsklerose (ALS).

ALS ist eine Form der Erkrankung der motorischen Nerven, bei der die Nervenzellen

angegriffen werden, die für die Aussendung von Signalen an die Muskeln verantwortlich sind.

Dies führt zu Schwäche, Muskelschwund und Lähmung.

Die Zerstörung der Nervenzellen bei der Erkrankung der motorischen Neurone kann durch zu

viel Glutamat (ein chemischer Botenstoff) im Gehirn und Rückenmark verursacht sein.

Riluzol-ratiopharm

stoppt die Freisetzung von Glutamat, und dies kann helfen zu verhindern,

dass die Nervenzellen geschädigt werden.

Bitte fragen Sie Ihren Arzt nach weiteren Informationen über ALS und den Grund, warum

Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben wurde.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Riluzol-ratiopharm

®

beachten?

Riluzol-ratiopharm

®

darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie

allergisch

gegen Riluzol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie eine

Lebererkrankung

oder erhöhte Blutspiegel einiger Leberenzyme

(Transaminasen) haben,

wenn Sie

schwanger sind oder stillen

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie

Riluzol-ratiopharm

einnehmen:

wenn Sie

Leberprobleme

haben; Gelbfärbung der Haut oder des Augapfels

(Gelbsucht), Juckreiz am ganzen Körper, sich unwohl fühlen, krank sind,

wenn Ihre

Nieren

nicht richtig funktionieren,

wenn Sie

Fieber

haben: Dies kann aufgrund einer niedrigen Zahl der weißen Blutzellen

auftreten, was zu einem erhöhten Risiko für Infektionen führt.

Wenn bei Ihnen etwas davon zutrifft oder Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie Ihren

Arzt. Er wird entscheiden, was zu tun ist.

Kinder und Jugendliche

Wenn Sie jünger als 18 Jahre sind: Die Anwendung von

Riluzol-ratiopharm

wird nicht

empfohlen, da keine Informationen über die Anwendung in dieser Altersgruppe vorliegen.

Einnahme von Riluzol-ratiopharm

®

zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Sie DÜRFEN

Riluzol-ratiopharm

NICHT einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder

vermuten, dass Sie schwanger sind, oder wenn Sie stillen.

Wenn Sie vermuten, dass Sie schwanger sind oder wenn Sie vorhaben zu stillen, fragen Sie

Ihren Arzt um Rat, bevor Sie

Riluzol-ratiopharm

einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Sie dürfen mit dem Auto fahren oder Maschinen bedienen, wenn Sie sich nach der Einnahme des

Arzneimittels nicht schwindelig oder benommen fühlen.

3.

Wie ist Riluzol-ratiopharm

®

einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosierung beträgt eine Tablette 2-mal täglich.

Nehmen Sie das Arzneimittel alle 12 Stunden regelmäßig zur selben Tageszeit (z. B. morgens

und abends) ein.

Wenn Sie eine größere Menge von Riluzol-ratiopharm

®

eingenommen haben, als Sie

sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt

oder an das nächstgelegene Notfallkrankenhaus.

Wenn Sie die Einnahme von Riluzol-ratiopharm

®

vergessen haben

Wenn Sie einmal die Einnahme einer Tablette vergessen haben, lassen Sie diese Einnahme

ausfallen und nehmen Sie die nächste Tablette zum ursprünglich geplanten Zeitpunkt ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann

auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

WICHTIG

Informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich,

wenn Sie

Fieber

bemerkt haben (Erhöhung der Temperatur), da

Riluzol-ratiopharm

eine Verringerung der Zahl der weißen Blutkörperchen bewirken kann. Ihr Arzt wird

eine Blutprobe nehmen, um die Zahl der weißen Blutkörperchen zu bestimmen, die

wichtig sind für die Abwehr von Infektionen,

wenn Sie die folgenden Anzeichen bemerkt haben: Gelbfärbung der Haut oder des

Augapfels (Gelbsucht), Juckreiz am ganzen Körper, sich unwohl fühlen, krank sind, da

dies Zeichen einer

Lebererkrankung

(Hepatitis) sein können. Während Sie

Riluzol-

ratiopharm

einnehmen, wird Ihr Arzt regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen,

um sich zu vergewissern, dass dies nicht auftritt,

wenn Sie Husten oder Schwierigkeiten beim Atmen bemerkt haben, da dies Anzeichen

einer Lungenerkrankung (interstitielle Lungenerkrankung genannt) sein können.

Andere Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen

(kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen) von

Riluzol-

ratiopharm

sind:

Müdigkeit,

Unwohlsein,

erhöhte Werte einiger Leberenzyme (Transaminasen).

Häufige Nebenwirkungen

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) von

Riluzol-

ratiopharm

sind:

Benommenheit,

Schläfrigkeit,

Kopfschmerzen,

Missempfindungen (“Kribbeln”) im Mundbereich,

Beschleunigung des Herzschlages,

Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall,

Schmerz.

Gelegentliche Nebenwirkungen

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) von

Riluzol-

ratiopharm

sind:

Anämie,

allergische Reaktionen,

Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Riluzol-ratiopharm

®

aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen:

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Aluminium/PVC-Blisterpackungen:

Die Blisterpackung im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel

zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt

bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Riluzol-ratiopharm

®

enthält

Der Wirkstoff ist Riluzol.

Jede Filmtablette enthält 50 mg Riluzol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Calciumhydrogenphosphat, vorverkleisterte Stärke (Mais), Croscarmellose-

Natrium, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Opadry AMB 03F28689, weiß, bestehend aus Hypromellose, Macrogol 6000,

Titandioxid (E171)

Wie Riluzol-ratiopharm

®

aussieht und Inhalt der Packung

Riluzol-ratiopharm

sind weiße bis cremefarbene, ovale, bikonvexe Filmtabletten. Die

Filmtabletten tragen auf einer Seite die Prägung RL 50.

Riluzol-ratiopharm

ist in Blisterpackungen mit 56 und 98 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

ratiopharm GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland

Riluzol-ratiopharm

50 mg Filmtabletten

Estland

Lizolorol

Schweden

Riluzole Teva

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im August 2015

Versionscode:

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben

Fachinformation

Bezeichnung des Arzneimittels

Riluzol-CT 50 mg Filmtabletten

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Jede Filmtablette enthält 50mg Riluzol.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt

6.1.

Darreichungsform

Filmtablette.

Die Filmtabletten sind oval, weiß bis cremefarben und bikonvex

und tragen auf einer Seite die Prägung RL 50.

Klinische Angaben

Anwendungsgebiete

Riluzol-CT wird zur Verlängerung der Lebenserwartung oder zur

Hinauszögerung der Zeit bis zum Einsatz der mechanischen

Beatmung bei Patienten mit amyotropher Lateralsklerose (ALS)

angewendet.

Klinische Studien haben gezeigt, dass Riluzol die Überlebenszeit von

Patienten mit ALS verlängert (siehe Abschnitt 5.1).

Überlebenszeit ist definiert als Zeitraum, in welchem Patienten ohne

Intubation zwecks mechanischer Beatmung und ohne Tracheotomie

leben können.

Es gibt keinen Nachweis, dass Riluzol einen therapeutischen Effekt

auf motorische Funktionen, Lungenfunktionen, Faszikulationen,

Muskelkraft bzw. auf Symptome infolge des Ausfalls motorischer

Funktionen besitzt. Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass

Riluzol in späteren Krankheitsstadien der ALS wirksam ist.

Die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Riluzol wurde nur bei

Patienten mit ALS untersucht. Daher soll Riluzol nicht bei anderen

Erkrankungen der Motoneurone angewendet werden.

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Die Behandlung mit Riluzol-CT sollte nur von Fachärzten mit

Erfahrung in der Behandlung der Erkrankungen von

Motoneuronen begonnen werden.

Erwachsene oder ältere Patienten: Die empfohlene Tagesdosis

beträgt 100 mg (50 mg alle 12 Stunden).

Eine weitere Dosissteigerung bringt keine wesentlichen Vorteile.

Besondere Patientengruppen

Kinder: Riluzol kann nicht für den Einsatz bei Kindern empfohlen

werden, da keine Erfahrungen über die Sicherheit und

Wirksamkeit von Riluzol bei neurodegenerativen Erkrankungen

von Kindern oder Jugendlichen vorliegen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Riluzol wird nicht für

den Einsatz bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

empfohlen, da Studien mit wiederholter Gabe in dieser

Patientengruppe nicht durchgeführt worden sind (siehe Abschnitt

4.4).

Ältere Patienten: Aufgrund von pharmakokinetischen Daten

ergeben sich keine speziellen Anweisungen für die Einnahme von

Riluzol in dieser Patientengruppe.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion: (siehe Abschnitt 4.3,

Abschnitt 4.4, und Abschnitt 5.2).

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen

Bestandteile.

Lebererkrankungen oder initiale Transaminasespiegel, die den

oberen Normbereich um mehr als das 3fache übersteigen.

Schwangerschaft oder Stillzeit.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

Leberstörungen:

Patienten, bei denen es in der Anamnese Leberfunktionsstörungen

gab, oder bei Patienten mit leicht erhöhten Serumtransaminase-

(ALT/SGPT; AST/SGOT bis zum 3fachen der oberen Norm) Bilirubin-

und/oder Gamma-Glutamyltransferasespiegeln (GGT) sollte Riluzol

mit Vorsicht verwendet werden. Bei erhöhten Anfangswerten in

einigen Leberfunktionstests (besonders erhöhtes Bilirubin) sollte von

der Anwendung mit Riluzol abgesehen werden. (siehe Abschnitt 4.8).

Aufgrund der Risiken einer Hepatitis sollten vor und während der

Therapie mit Riluzol die Serumtransaminasen einschließlich der ALT

gemessen werden. Die ALT sollte in den ersten drei Monaten der

Therapie jeden Monat, in den darauf folgenden Monaten des ersten

Jahres alle drei Monate und später in regelmäßigen Zeitabständen

bestimmt werden. Bei Patienten, bei welchen im Verlauf der

Behandlung erhöhte ALT-Spiegel auftreten, sollten die Bestimmungen

der ALT-Spiegel häufiger erfolgen.

Die Therapie mit Riluzol ist abzubrechen, wenn die ALT-Spiegel den

oberen Normwert um mehr als das 5fache überschreiten. Es gibt

bisher keine Erfahrungen in Bezug auf eine Dosisreduktion oder

Reexposition bei Patienten, die eine Erhöhung der ALT um das mehr

als das 5fache des oberen Normalwertes entwickelten. Eine erneute

Gabe von Riluzol bei diesen Patienten kann nicht empfohlen werden.

Neutropenie:

Die Patienten sollten angewiesen werden, beim Auftreten von Fieber

ihrem behandelten Arzt darüber sofort zu berichten. Solche Berichte

sollten den Arzt dazu veranlassen, die Zahl der Leukozyten zu

überprüfen und im Fall einer Neutropenie die Therapie mit Riluzol

abzubrechen (siehe Abschnitt 4.8).

Interstitielle Lungenerkrankung:

Bei Patienten, die mit Riluzol behandelt wurden, sind Fälle von

interstitieller Lungenerkrankung berichtet worden, einige davon waren

schwerwiegend (siehe Abschnitt 4.8). Wenn respiratorische

Symptome, wie z. B. trockener Husten und/oder Dyspnoe auftreten,

sollte eine Röntgen-Thorax-Untersuchung durchgeführt werden und

Riluzol sollte im Falle von Auffälligkeiten, die auf eine interstitielle

Lungenerkrankung hinweisen (z. B. beidseitige diffuse

Lungenverschattungen), umgehend abgesetzt werden. In der

Mehrzahl der berichteten Fälle bildeten sich die Symptome nach dem

Absetzen des Arzneimittels und nach symptomatischer Behandlung

zurück.

Beeinträchtigte Nierenfunktion:

Bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion wurden bisher keine

Studien mit wiederholter Gabe durchgeführt (siehe Abschnitt 4.2).

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Bisher wurden keine klinischen Studien durchgeführt, um die

Wechselwirkungen von Riluzol mit anderen Arzneimitteln zu

untersuchen.

In-vitro-Studien, die mit mikrosomalen Fraktionen aus menschlichen

Leberzellen durchgeführt wurden, ergaben Hinweise dafür, dass CYP

1A2 das Hauptisoenzym bei der ersten Stufe der oxidativen

Metabolisierung von Riluzol ist. Hemmstoffe des CYP 1A2 (z.B.

Coffein, Diclofenac, Diazepam, Nicergolin, Clomipramin, Imipramin,

Fluvoxamin, Phenacetin, Theophyllin, Amitryptilin und Chinolone)

können möglicherweise die Eliminationsrate von Riluzol verringern,

während Induktoren der CYP 1A2 (z.B. Zigarettenrauch, auf

Holzkohle gegrillte Nahrung, Rifampicin, und Omeprazol) die

Eliminationsrate von Riluzol beschleunigen können.

Schwangerschaft und Stillzeit

Riluzol-CT ist während der Schwangerschaft (siehe Abschnitt 5.3)

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Es liegen keine klinischen Erfahrungen bei Schwangeren vor.

Riluzol-CT ist bei stillenden Frauen (siehe Abschnitt 5.3)

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Es ist nicht bekannt, ob

Riluzol in die Muttermilch übertritt.

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Die Patienten sollten vor der Möglichkeit des Auftretens von

Benommenheit oder Schwindel gewarnt und angehalten werden,

bei Auftreten dieser Symptome auf das Führen von Fahrzegen

oder Bedienen von Maschinen zu verzichten.

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen durchgeführt.

Nebenwirkungen

Bei ALS Patienten, die in klinischen Studien der Phase III mit

Riluzol behandelt wurden, traten als häufigste Nebenwirkungen

Asthenie, Nausea und in Leberfunktionstests Werte außerhalb des

Normbereichs auf.

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen

nach abnehmender Häufigkeit gemäß der folgenden Konventionen

angegeben:

sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥

1/1.000 bis < 1/100), selten

(≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt

(auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Anämie

Nicht bekannt: schwerwiegende Neutropenie (siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: anaphylaktische Reaktion, angioneurotische Ödeme

(Quincke-Ödem)

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerz, Benommenheit, orale Parästhesien und

Schläfrigkeit

Herzerkrankungen

Häufig: Tachykardie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: interstitielle Lungenerkrankung (siehe Abschnitt 4.4).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Nausea

Häufig: Diarrhö, Bauchschmerzen, Erbrechen

Gelegentlich: Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr häufig: Leberfunktionstests außerhalb des Normbereichs*.

Eine Erhöhung der Alanin-Amino-Transferase (ALT) trat

gewöhnlich innerhalb der ersten 3 Monate nach Therapiebeginn

mit Riluzol auf. Die Erhöhung war gewöhnlich vorübergehend, und

die ALT-Werte fielen unter Fortführung der Therapie mit Riluzol

nach 2-6 Monaten unter das Doppelte des oberen Normwertes.

Dieser Anstieg kann möglicherweise von Gelbsucht begleitet sein.

In klinischen Studien wurde bei Patienten (n=20) mit einer mehr

als 5fachen Erhöhung der ALT bezogen auf den oberen Normwert

die Therapie beendet, und in den meisten Fällen fielen die Spiegel

auf weniger als das 2 fache des oberen Normwertes innerhalb von

2 bis 4 Monaten (siehe Abschnitt 4.4).

Nicht bekannt: Hepatitis

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am

Verabreichungsort

Sehr häufig: Asthenie

Häufig: Schmerzen

* Studienergebnisse deuten darauf hin, dass bei asiatischen

Patienten häufiger Leberfunktionswerte außerhalb des

Normbereichs auftreten – 3,2% (194/5995) bei asiatischen

Patienten und 1,8% (100/5641) bei kaukasischen Patienten.

Überdosierung

In einzelnen Fällen wurden neurologische und psychiatrische

Symptome, akute toxische Enzephalopathie mit Stupor, Koma und

Methämoglobinämie beobachtet.

Ein spezifisches Antidot oder Informationen zur Behandlung einer

Überdosierung sind nicht verfügbar.

Im Falle einer Überdosierung ist die Therapie systemorientiert und

unterstützend.

Pharmakologische Eigenschaften

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: andere Arzneimittel für das

Nervensystem

ATC-Code: N07XX02.

Die Pathogenese der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) ist bisher

nicht vollständig geklärt. Es liegen aber Hinweise vor, dass Glutamat

(der wichtigste exzitatorische Neurotransmitter im ZNS) eine Rolle

beim Zelluntergang in dieser Erkrankung spielt.

Riluzol wirkt vermutlich über die Hemmung der Prozesse, die durch

Glutamat vermittelt werden. Der Wirkungsmechanismus ist unklar.

Klinische Studien

In einer Studie wurden 155 zuvor randomisierte Patienten mit 100 mg

Riluzol/Tag (50 mg 2x täglich) oder Placebo behandelt und über 12 -

21 Monate beobachtet. Die Überlebensrate, wie im zweiten Absatz

des Abschnitts 4.1 definiert, war bei mit Riluzol behandelten

Patienten im vergleich zur Placebogruppe signifikant erhöht. Die

mediane Überlebenszeit betrug bei mit Riluzol behandelten Patienten

17,7 Monate gegenüber 14,9 Monaten bei mit Placebo behandelten

Patienten.

In einer Dosisfindungs-Studie wurden 959 Patienten mit ALS

randomisiert, einer der vier Behandlungsgruppen zugeordnet und

über 18 Monate beobachtet: Riluzol 50, 100, 200 mg/Tag oder

Placebo. Bei mit 100 mg/Tag Riluzol behandelten Patienten war die

Überlebensrate im Vergleich zu Placebo signifikant erhöht. Der Effekt

von 50 mg/Tag Riluzol zeigte im Vergleich zu Placebo keine

statistische Signifikanz, und der Effekt von 200 mg/Tag war

vergleichbar mit dem von 100 mg/Tag. Die mediane Überlebenszeit

betrug 16,5 Monate bei mit 100 mg/Tag behandelten Patienten im

Vergleich zu 13,5 Monaten in der Placebogruppe.

In einer Studie zur Ermittlung der Wirksamkeit und Verträglichkeit von

Riluzol bei Patienten in einem späten Krankheitsstadium, die im

Parallelgruppen-Design durchgeführt wurden, unterschieden sich die

Überlebenszeit und die motorische Funktion unter Riluzol nicht

signifikant von der Placebogruppe. In dieser Studie hatten die

meisten Patienten eine Vitalkapazität von weniger als 60%.

In einer Studie zur Ermittlung der Wirksamkeit und Verträglichkeit von

Riluzol bei japanischen Patienten, die im Placebo-kontrollierten

Doppelblind-Design durchgeführt wurde, wurden 204 zuvor

randomisierte Patienten mit 100 mg Riluzol/Tag (50 mg 2x täglich)

oder Placebo behandelt und über 18 Monate beobachtet. In dieser

Studie wurde die Wirksamkeit anhand folgender Kriterien beurteilt:

Unfähigkeit, ohne Hilfe zu gehen, Verlust der Funktionen der oberen

Gliedmaße, Tracheotomie, Notwendigkeit der mechanischen

Beatmung, künstliche Ernährung oder Tod. Es gab keinen

signifikanten Unterschied in der Überlebenszeit ohne Tracheotomie

zwischen Patienten, die mit Riluzol oder mit Placebo behandelt

wurden. Allerdings war die statistische Aussagekraft des Tests dieser

Studie zur Entdeckung von Unterschieden zwischen den

Behandlungsgruppen gering. Die Metaanalyse, die diese Studie und

jene, die weiter oben beschrieben wurden, umfasste, ergab einen

weniger deutlichen Effekt auf die Überlebenszeit für Riluzol im

Vergleich zu Placebo, wenn auch die Unterschiede signifikant

blieben.

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Pharmakokinetik von Riluzol wurde bei gesunden männlichen

Probanden nach Einmalgabe von 25 bis 300 mg und nach

Mehrfachgabe von 25 bis 100 mg 2-mal täglich bestimmt. Riluzol

zeigte eine lineare Dosisabhängigkeit der Plasmaspiegel, wobei das

pharmakokinetische Profil dosisunabhängig war.

Bei wiederholter Gabe (Behandlung mit 50 mg Riluzol 2-mal täglich

über 10 Tage) kumuliert unverändertes Riluzol im Plasma bis zur

2fachen Konzentration im Vergleich zu Einzelgaben. Steady-State-

Plasmaspiegel werden in weniger als 5 Tagen erreicht.

Resorption

Riluzol wird nach oraler Gabe schnell resorbiert. Maximale

Plasmaspiegel wurden innerhalb von 60-90 Minuten (C

= 173 ± 72

(SD) ng/ml) erreicht. Von der applizierten Dosis werden ca. 90%

resorbiert. Die absolute Bioverfügbarkeit von Riluzol beträgt 60 ±

18%.

Eine sehr fettreiche Nahrung verzögert die Geschwindigkeit und das

Ausmaß der Resorption von Riluzol und führt zu einer verringerten

Bioverfügbarkeit (Reduktion von C

um 44%, und AUC um 17%).

Verteilung

Riluzol wird in hohem Maße im Körper verteilt und passiert die Blut-

Hirn-Schranke. Das mittlere Verteilungsvolumen von Riluzol beträgt

245 ± 69 l (3.4 l/kg KG). Riluzol wird zu etwa 97% an Protein

gebunden. Riluzol bindet hauptsächlich an Serumalbumin und

Lipoproteine.

Metabolismus

Unverändertes Riluzol ist die Hauptkomponente im Plasma. Riluzol

wird durch CytochromeP450 metabolisiert und anschließend

glukuronidiert. In-vitro-Studien mit menschlichen Leberpräparaten

haben gezeigt, dass das Cytochrom P450 1A2 das wichtigste am

Riluzolmetabolismus beteiligte Isoenzym darstellt. Im Urin wurden

drei Phenol-Metaboliten, eine Ureido-Metabolit und unverändertes

Riluzol identifiziert.

Der primäre Metabolisierungsweg von Riluzol ist die Oxidation durch

Cytochrom P450 1A2 zu N-Hydroxy-Riluzol (RPR112512), dem

aktiven Hauptmetaboliten von Riluzol. Dieser Metabolit wird rasch zu

O- und N-Glukuroniden konjugiert.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit beträgt etwa 9-15 Stunden. Riluzol wird

hauptsächlich im Urin ausgeschieden.

Die Urin-Gesamtausscheidung beträgt etwa 90% der Dosis.

Glukuronide machen mehr als 85% der Metaboliten im Urin aus. Nur

2% der Riluzol-Dosis wurde im Urin unverändert wiedergefunden.

Besondere Patientengruppen

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Zwischen Patienten mit

mäßiger oder schwerer chronischer Niereninsuffizienz (Kreatin-

Clearance zwischen 10 und 50 ml.min

) und gesunden Freiwilligen

gibt es keinen signifikanten Unterschied in den pharmakokinetischen

Parametern nach Einmalgabe von 50 mg Riluzol.

Ältere Patienten: In älteren Patienten (> 70 Jahre) werden die

pharmakokinetischen Parameter von Riluzol durch Mehrfachgabe

(Behandlung mit 50 mg Riluzol 2-mal täglich über 4 ½ Tage) nicht

beeinflusst.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion: Die AUC von Riluzol

steigt nach Einmalgabe von 50 mg ungefähr um das 1,7 fache bei

Patienten mit geringer chronischer Leberinsuffizienz und ungefähr um

das 3fache bei Patienten mit mäßiger chronischer Leberinsuffizienz.

Rasse: Zur Bestimmung der Pharmakokinetik von Riluzol und seines

Metaboliten N-Hydroxyriluzol wurde eine klinische Studie

durchgeführt mit einer 2-mal täglichen Gabe über 8 Tage an 16

gesunde japanische und 16 kaukasische männliche Erwachsene. In

der japanischen Gruppe wurde eine geringere Konzentration an

Riluzol (C

0.85 [90% CI 0.68-1.08] und AUC inf. 0.88 [90% CI 0.69-

1.13])und eine ähnliche Konzentration des Metaboliten gefunden. Die

klinische Bedeutung dieser Ergebnisse ist nicht bekannt.

Präklinische Daten zur Sicherheit

Weder bei Ratten noch bei Mäusen zeigte Riluzol ein

kanzerogenes Potenzial.

Standardtests zur Genotoxizität, die mit Riluzol durchgeführt

wurden, verliefen negativ. Untersuchungen mit dem aktiven

Hauptmetaboliten von Riluzol ergaben bei zwei In-vitro-Tests

positive Ergebnisse. Bei sieben anderen In-vitro- und In-vivo-

Standardtests zeigten intensive Untersuchungen kein

genotoxisches Potenzial des Metaboliten. Auf Basis dieser Daten

und unter Berücksichtigung der negativen Untersuchungen zur

Kanzerogenität von Riluzol an Ratten und Mäusen, wird der

genotoxische Effekt dieses Metaboliten im menschlichen

Organismus als nicht relevant betrachtet.

Eine Reduktion in den Parametern der Erythrozyten und/oder

Veränderungen der Leberparameter wurden widersprüchlich in

subakuten und chronischen Toxizitätsstudien mit Ratten und Affen

bemerkt. In Hunden wurde eine hämolytische Anämie beobachtet.

In einer einzelnen Toxizitätsstudie fehlten die Corpora lutea in den

Ovarien weiblicher Ratten häufiger in der Behandlungs- als in der

Kontrollgruppe. Dieser Befund trat weder in einer anderen Studie

noch bei einer anderen Spezies auf.

All diese Befunde traten bei Dosierungen auf, die um das 2-

10fache höher lagen als die humane Dosis von 100 mg/Tag.

Bei Ratten wurde eine leichte Beeinträchtigung der

Reproduktionsleistung und Fertilität bei einer Dosis von 15 mg/kg /

Tag festgestellt (diese liegt höher als die therapeutische Dosis),

wahrscheinlich verursacht durch Sedierung und Energielosigkeit.

In trächtigen Ratten wurde der Übergang von

C-Riluzol über die

Plazenta in die Föten beobachtet. In Ratten führte Riluzol zu einer

Abnahme der Trächtigkeitsrate und der Zahl der Implantationen

bei einer mindestens doppelt so hohen Dosierung im Vergleich zu

der systemischen Gabe beim Menschen während der klinischen

Behandlung. In Reproduktionsstudien bei Tieren wurden keine

Missbildungen festgestellt.

Bei laktierenden Ratten wurde

C-Riluzol in der Milch erfasst.

Pharmazeutische Angaben

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Calciumhydrogenphosphat

vorverkleisterte Stärke (Mais)

Croscarmellose-Natrium

hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Opadry AMB 03F28689, weiß, bestehend aus

Hypromellose

Macrogol 6000

Titandioxid (E171)

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen:

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen

Lagerungsbedingungen erforderlich.

Aluminium/PVC-Blisterpackungen:

Die Blisterpackung im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor

Licht zu schützen.

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine

besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen oder Aluminium/PVC-

Blisterpackungen

Packungsgrößen:

56, 98 Filmtabletten.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Inhaber der Zulassung

CT Arzneimittel GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Telefon: 0800-800 5017

Zulassungsnummer

72262.00.00

Datum der Erteilung der Zulassung

22.07.2009

Stand der Information

Januar 2012

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Teilen Sie diese Informationen