Reminyl PR 8 mg Kapseln

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-12-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-10-2018

Wirkstoff:
galantaminum
Verfügbar ab:
Janssen-Cilag AG
ATC-Code:
N06DA04
INN (Internationale Bezeichnung):
galantaminum
Darreichungsform:
Kapseln
Zusammensetzung:
galantaminum 8 mg zu galantamini hydrobromidum, Zucker Sphären Endwerte. synthetische 50.9-58.21 mg, ethylcellulosum, hypromellosum, diethylis phthalas, macrogolum 400, Kapselhülle: Gelatine, E-171, Drucktinte: lacca, propylenglycolum, E 172 (schwarz), für eine kleine box.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Leichte bis mittelschwere Demenz vom Alzheimer Typ
Zulassungsnummer:
56754
Berechtigungsdatum:
2005-06-09

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-12-2019

Fachinformation Fachinformation - Französisch

01-12-2019

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-12-2019

Fachinformation Fachinformation - Italienisch

01-12-2019

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Reminyl® Prolonged Release

Janssen-Cilag AG

Was ist Reminyl Prolonged Release und wann wird es angewendet?

Demenz vom Alzheimertyp ist eine Erkrankung, die die Hirnfunktion beeinträchtigt. Zu den Symptomen

dieser Erkrankung gehören mit der Zeit zunehmend Gedächtnisverlust, Verwirrtheit und

Verhaltensänderungen. Hierdurch wird es für den Patienten bzw. die Patientin in zunehmendem Mass

schwer, die normalen Aktivitäten des täglichen Lebens auszuführen.

Es wird angenommen, dass eine der Ursachen für die Demenz vom Alzheimertyp in einem Mangel an

Acetylcholin liegt, einer körpereigenen Substanz, die eine Reizleitungsfunktion zwischen den Hirnzellen

hat. Reminyl Prolonged Release (prolonged release = verzögerte Freisetzung des Wirkstoffs) erhöht die

verfügbare Menge dieser Substanz und beeinflusst dadurch die Symptome der Alzheimer Krankheit im

positiven Sinn, indem es hilft die Gedächtnisleistung zu verbessern und die Denkfähigkeit zu erleichtern.

Reminyl Prolonged Release wird aber die Krankheit nicht heilen können.

Reminyl Prolonged Release wird bei leichter bis mittelschwerer Demenz vom Alzheimertyp

angewendet. Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Wann darf Reminyl Prolonged Release nicht eingenommen / angewendet werden?

Nehmen Sie Reminyl Prolonged Release nicht ein, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit gegenüber

dem Wirkstoff Galantamin oder einem der anderen Bestandteile des Arzneimittels besteht.

Reminyl Prolonged Release darf bei schwerer Leber- oder Nierenfunktionsstörung nicht eingenommen

werden.

Wann ist bei der Einnahme / Anwendung von Reminyl Prolonged Release Vorsicht geboten?

Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen

Reminyl Prolonged Release kann schwerwiegende Hautreaktionen, Herzprobleme und Krampfanfälle

verursachen. Sie müssen sich dieser Nebenwirkung bewusst sein – sehen Sie auch unter «Welche

Nebenwirkungen kann Reminyl Prolonged Release haben?».

Andere medizinische Probleme

Bevor Sie Reminyl Prolonged Release einnehmen, muss Ihr Arzt wissen, ob Sie eine der folgenden

Erkrankung haben oder hatten:

·Leber- oder Nierenprobleme

·eine Störung der Herzfunktion

·Magen- oder Darmgeschwüre, auch wenn sie früher einmal festgestellt wurden

·eine Magen- oder Darmblockade

·Krampfanfälle (z.B. Epilepsie)

·psychiatrische Erkrankung (z.B. Depression)

·Erkrankungen der Luftwege (z.B. Asthma oder obstruktive Lungenerkrankung)

·Schwierigkeiten Wasser zu lassen

Sagen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin auch, falls Sie kürzlich eine Operation am Magen, im

Darmbereich oder an der Blase hatten.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird entscheiden, ob Reminyl Prolonged Release für Sie geeignet ist oder ob

die Dosis geändert werden muss.

Die Verwendung von Reminyl Prolonged Release bei Kindern und Jugendlichen ist nicht empfohlen.

Reminyl Prolonged Release kann zu Gewichtsverlust führen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihr Gewicht

regelmässig überprüfen, während Sie Reminyl Prolonged Release einnehmen.

Sagen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder Ihrem Apotheker bzw. Apothekerin, falls Sie andere

Arzneimittel einnehmen oder kürzlich eingenommen haben.

Einige Arzneimittel können Nebenwirkungen (wie Übelkeit und Erbrechen) bei Patienten bzw.

Patientinnen, die Reminyl Prolonged Release einnehmen, wahrscheinlicher machen.

·Ketoconazol (ein Mittel gegen Pilze)

·Ritonavir (ein Wirkstoff, der bei HIV-Infektionen eingesetzt wird)

·Amitriptylin, Fluoxetin, Fluvoxamin oder Paroxetin (Antidepressiva)

·Erythromycin (ein Antibiotikum)

·Quinidin (verwendet bei unregelmässigem Herzschlag)

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen vielleicht eine tiefere Dosis von Reminyl Prolonged Release

verschreiben, wenn Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen.

Andere Arzneimittel, die Nebenwirkung bei Patienten, die Reminyl Prolonged Release einnehmen,

wahrscheinlicher machen, sind:

·Nicht-steroidale entzündungshemmende Schmerzmittel, die das Risiko für Geschwüre erhöhen können.

·Arzneimittel, die bei Herzkrankheiten oder hohem Blutdruck eingesetzt werden (wie Digoxin oder

Betablocker).

Reminyl Prolonged Release kann auch einige Mittel zur Narkose beeinflussen. Falls Sie eine Operation

mit einer Vollnarkose haben werden, informieren Sie den Arzt oder die Ärztin vorher darüber.

Bitte nehmen Sie Reminyl Prolonged Release erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Auch die Alzheimerdemenz kann die Fähigkeit ein Auto zu

lenken oder eine Maschine zu bedienen beeinträchtigen. Es ist daher sehr wichtig, dass Sie die Frage der

Reaktionsfähigkeit mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer behandelnden Ärztin besprechen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen!

Darf Reminyl Prolonged Release während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen /

angewendet werden?

Systematische wissenschaftliche Untersuchungen bei schwangeren Frauen wurden nie durchgeführt. Der

Arzt oder die Ärztin entscheiden, ob bei einer bestehenden Schwangerschaft Reminyl Prolonged Release

angewendet werden darf.

Da nicht bekannt ist, ob Reminyl Prolonged Release in die Muttermilch gelangt, soll Reminyl Prolonged

Release in der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Reminyl Prolonged Release?

Reminyl Prolonged Release wird auf Anweisung des Arztes oder der Ärztin angewendet.

Reminyl Prolonged Release sollte 1-mal täglich eingenommen werden. Zu Anfang wird eine niedrige

Dosierung verschrieben, die dann langsam bis zu der für den Patienten bzw. für die Patientin besten

Dosierung erhöht wird.

·Die Behandlung wird mit 1-mal täglich 8 mg begonnen.

·Nach 4 Wochen Behandlung wird die Dosis auf 1-mal täglich 16 mg erhöht.

·Frühestens nach weiteren 4 Wochen Behandlung kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin entscheiden, die

Dosierung auf 1-mal täglich 24 mg zu erhöhen.

·Nehmen Sie Ihre Dosis von Reminyl Prolonged Release einmal täglich morgens zusammen mit Wasser

oder einer anderen Flüssigkeit ein. Versuchen Sie, Reminyl Prolonged Release zusammen mit einer

Mahlzeit einzunehmen.

Die genauen Anweisungen erhalten Sie von dem behandelnden Arzt bzw. von der behandelnden Ärztin.

Achten Sie während der Behandlung mit Reminyl Prolonged Release darauf, dass Sie viel Flüssigkeit zu

sich nehmen, damit Ihr Körper ausreichend mit Wasser versorgt bleibt.

Die Wirkung des Arzneimittels tritt schrittweise ein und wird im Allgemeinen nach 3 Wochen der

Behandlung spürbar.

Nehmen Sie NICHT mehr als eine Kapsel pro Tag ausser auf Anweisung Ihres Arztes oder Ihre Ärztin

ein.

Die Anwendung und Sicherheit von Reminyl Prolonged Release bei Kindern und Jugendlichen ist bisher

nicht geprüft worden.

Was ist zu tun, wenn die Einnahme von Reminyl Prolonged Release einmal vergessen oder zuviel

eingenommen wurde?

Sollte einmal eine Dosis von Reminyl Prolonged Release vergessen worden sein, lassen Sie diese aus

und nehmen die nächste Dosis zur normalen Zeit ein. Nehmen Sie keine doppelte Dosis zum Ausgleich

für die vergessene Dosis. Wurden mehrere Dosen ausgelassen, melden Sie dies dem behandelnden Arzt

oder der Ärztin.

Wenn Sie zu viele Reminyl Prolonged Release eingenommen haben, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin oder ein Spital. Nehmen Sie verbleibende Tabletten und die Packung mit sich.

Die Symptome einer Überdosierung können folgende einschliessen:

·Starke Übelkeit und Erbrechen, Bauchkrämpfe, Schwitzen

·Muskelschwäche, vermehrter Speichel in der Luftröhre, Tränenfluss, verengte Luftwege in der Lunge,

wodurch das Atmen erschwert wird

·Krampfanfälle, Kollaps

·Unkontrolliertes Wasserlassen oder Darmentleerung

·Tiefer Blutdruck, langsamer oder anormal schneller Herzschlag, anormale Kurve im EKG

(Elektrokardiogramm), anormaler Herzrhythmus, der Verlust des Bewusstseins bewirken kann

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Reminyl Prolonged Release haben?

Wie alle Arzneimittel kann Reminyl Nebenwirkungen erzeugen, diese treten jedoch nicht bei allen auf.

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

Übelkeit und Erbrechen. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieser Nebenwirkungen ist in den ersten

Behandlungswochen oder bei Erhöhung der Dosis grösser. Ihre Dauer ist jedoch im Allgemeinen auf

wenige Tage begrenzt und mit zunehmender Gewöhnung des Körpers an das Arzneimittel verschwinden

die Nebenwirkungen in der Regel allmählich. Wenn bei Ihnen solche Nebenwirkungen auftreten,

empfiehlt Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen möglicherweise, mehr Flüssigkeit zu sich zu nehmen, und

verschreibt Ihnen gegebenenfalls ein Medikament gegen Ihre Beschwerden.

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Appetitverminderung.

Depression; Halluzinationen (Sehen, Fühlen oder Hören von Dingen, die nicht real sind).

Kurzzeitige Bewusstlosigkeit; Schwindel; Zittern; Kopfschmerzen; übermässige Müdigkeit; Trägheit.

Langsamer Herzschlag.

Bluthochdruck.

Bauchschmerzen; Oberbauchschmerzen; Durchfall; Verdauungsstörung; Bauchbeschwerden.

Muskelkrämpfe.

Schwäche; Unwohlsein.

Sturzneigung.

Abgeschlagenheit.

Kraftlosigkeit.

Wunden.

Gewichtsverlust.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Allergische Reaktionen.

Starker Wasserverlust im Körper (Dehydrierung).

Veränderung der Geschmacksempfindung; übermässige Schläfrigkeit; Kribbeln; Stechen oder

Gefühllosigkeit der Haut; Krampfanfälle.

Verschwommenes Sehen.

Ohrgeräusche (Tinnitus).

Herzrhythmusstörungen/Herzprobleme, einschliesslich Veränderungen des Herzschlags (wie

beispielsweise Extraschläge) oder Palpitationen (Herzschlag fühlt sich schnell oder ungleichmässig an).

Herzprobleme können sich in einem «Elektrokardiogramm» (EKG) in Form einer anomalen Kurve

äussern.

Tiefer Blutdruck; Erröten des Gesichtes.

Brechreiz.

Verstärktes Schwitzen.

Muskelschwäche.

Erhöhung der Leberenzyme im Blut.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Leberentzündung (Hepatitis).

Häufigkeit nicht bekannt

Hautreaktionen, einschliesslich:

·Schwere Hautausschläge mit Blasen und Abschälen der Haut, besonders um den Mund, die Nase,

Augen und Genitalien (Stevens-Johnson-Syndrom)

·Roter Hautausschlag mit kleinen mit Eiter gefüllten Erhebungen, die sich über den gesamten Körper

ausbreiten können, manchmal mit Fieber einhergehend (akute generalisierte exanthematöse Pustulosis)

·Hautausschlag mit möglicher Blasenbildung, mit Flecken, die wie kleine Zielscheiben aussehen können

Diese Hautreaktionen müssen unverzüglich dem Arzt bzw. der Ärztin gezeigt werden.

Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie eine der oben erwähnten Nebenwirkungen

beobachten. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird möglicherweise entscheiden, dass Reminyl Prolonged

Release für Sie nicht geeignet ist.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

Nicht über 30°C lagern.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Reminyl Prolonged Release enthalten?

Wirkstoffe

Reminyl Prolonged Release Kapseln enthalten den Wirkstoff Galantamin zu 8 mg (weisse Kapseln mit

der Aufschrift «G8»), zu 16 mg (rosafarbene Kapseln mit der Aufschrift «G16») und zu 24 mg

(karamellfarbene Kapseln mit der Aufschrift «G24»).

Hilfsstoffe

Zucker- Stärke-Pellets, Hypromellose, Macrogol 400, Ethylcellulose, Diethylphthalat, Titandioxid,

Gelatine, schwarzes Eisenoxid (E 172), Schellack und Propylenglykol (E 1520).

Die Kapseln enthalten folgende Farbstoffe: Kapseln zu 16 mg rotes Eisenoxid (E 172); Kapseln zu

24 mg rotes und gelbes Eisenoxid (E 172).

Zulassungsnummer

56754 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Reminyl Prolonged Release? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Reminyl Prolonged Release 8 mg: Packung zu 28 Stück.

Reminyl Prolonged Release 16 mg: Packung zu 28 Stück.

Reminyl Prolonged Release 24 mg: Packung zu 28 Stück.

Zulassungsinhaberin

Janssen-Cilag AG, Zug, ZG.

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Fachinformation

Reminyl® Prolonged Release

Janssen-Cilag AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Galantaminum ut Galantamini hydrobromidum.

Hilfsstoffe: Excip. pro capsula.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Prolonged Release Kapseln zu 8 mg Galantamin (weisse Kapseln mit der Aufschrift «G8»).

Prolonged Release Kapseln zu 16 mg Galantamin (rosafarbene Kapseln mit der Aufschrift «G16»).

Prolonged Release Kapseln zu 24 mg Galantamin (karamellfarbene Kapseln mit der Aufschrift

«G24»).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zur symptomatischen Behandlung von Patienten mit leichter bis mittelschwerer Demenz vom

Alzheimer-Typ.

Dosierung/Anwendung

Reminyl Prolonged Release Kapseln sollten 1× täglich morgens eingenommen werden, vorzugsweise

mit dem Frühstück.

Während der Behandlung mit Reminyl Prolonged Release muss auf eine ausreichende

Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden.

Anfangsdosis

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 8 mg/Tag (1× täglich eine Prolonged Release Kapsel à 8 mg)

für 4 Wochen.

Erhaltungsdosis

Die initiale Erhaltungsdosis beträgt 16 mg/Tag (1× täglich eine Prolonged Release Kapsel à 16 mg)

für mindestens 4 Wochen.

Eine Erhöhung der Dosis bis zur maximal empfohlenen Erhaltungsdosis von 24 mg/Tag (1× täglich

eine Prolonged Release Kapsel à 24 mg) sollte erst nach sorgfältiger Abklärung unter

Berücksichtigung des klinischen Nutzens und der Verträglichkeit erfolgen.

Bei Patienten, die auf die maximale Erhaltungsdosis nicht besser ansprechen oder diese nicht

vertragen, kann eine Dosisreduktion auf 16 mg/Tag in Betracht gezogen werden. Die Behandlung

kann so lange weitergeführt werden, wie ein therapeutischer Nutzen für den Patienten besteht. Der

klinische Nutzen von Galantamin sollte deshalb regelmässig überprüft werden. Sobald kein

therapeutischer Effekt mehr erkennbar ist, sollte ein Therapieabbruch in Erwägung gezogen werden

(s. «Eigenschaften/Wirkungen» [Klinische Wirksamkeit]).

Es wurde kein Rebound-Effekt bei abruptem Absetzen der Medikation (z.B. wegen Operationen)

festgestellt.

Kinder und Jugendliche

Reminyl Prolonged Release Kapseln findet bei Kindern und Jugendlichen keine Anwendung.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Nierenfunktionsstörungen

Die Plasmaspiegel von Galantamin können bei Patienten mit mittelschwerer (Kreatininclearance =

52-104 ml/min) bis schwerer (Kreatininclearance = 9-51 ml/min) Nierenfunktionsstörung erhöht

sein.

Für Patienten mit einer Kreatininclearance ≥9 ml/min ist keine Dosisanpassung nötig. Die

Anwendung von Reminyl Prolonged Release ist bei Patienten mit einer Kreatininclearance <9

ml/min kontraindiziert (vgl. «Kontraindikationen»).

Leberfunktionsstörungen

Die Plasmaspiegel von Galantamin können bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer

Leberfunktionsstörung erhöht sein.

Bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Score 7-9) wird, basierend auf

dem pharmakokinetischen Modell, empfohlen, die Dosierung eine Woche lang mit einer 8 mg

Prolonged Release Kapsel einmal jeden zweiten Tag, vorzugsweise morgens, zu beginnen. Danach

sollten die Patienten die Behandlung mit 8 mg einmal täglich über 4 Wochen fortsetzen. Eine Dosis

von täglich 16 mg Galantamin sollte bei dieser Patientengruppe nicht überschritten werden.

Für Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Score >9) ist Reminyl Prolonged

Release kontraindiziert (vgl. «Kontraindikationen»).

Co-Medikation

Bei Patienten, die starke CYP 2D6 Hemmer (z.B. Paroxetin) oder starke CYP 3A4 Hemmer (z.B.

Ketoconazol) einnehmen, kann eine Dosisreduktion erwogen werden.

Kontraindikationen

Reminyl Prolonged Release darf bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit auf Galantamin-

Hydrobromid oder anderen Bestandteilen des Arzneimittels nicht angewendet werden.

Da keine Daten über die Anwendung von Reminyl Prolonged Release bei Patienten mit schweren

Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh-Score >9) und bei Patienten mit schwerer

Nierenfunktionsstörung (Clcr <9 ml/min) vorliegen, ist Reminyl Prolonged Release bei diesen

Patienten kontraindiziert.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Reminyl ist nur angezeigt für die Behandlung von Patienten mit leichter bis mittelschwerer Demenz

vom Alzheimer-Typ. In zwei placebo-kontrollierten Studien über 2 Jahre mit Personen mit milder

kognitiver Beeinträchtigung unterschiedlicher Ursache («mild cognitive impairment») konnte ein

Nutzen für Galantamin nicht nachgewiesen werden. Zusätzlich zeigte sich im Vergleich zu Placebo

eine signifikant erhöhte Mortalitätsrate unter Galantamin (s. ausführliche Beschreibung der Studien

unter «Eigenschaften/Wirkungen» [Klinische Wirksamkeit]). Die Diagnose der Alzheimer-Demenz

sollte daher nur durch einen erfahrenen Arzt/Ärztin und gemäss den aktuellen Richtlinien erfolgen.

Die Behandlung mit Reminyl Prolonged Release sollte durch einen Arzt/Ärztin überwacht werden.

Mit der Therapie sollte nur begonnen werden, wenn eine Betreuungsperson zur Verfügung steht, die

die regelmässige Einnahme des Arzneimittels überwacht.

Schwere Hautreaktionen: Über schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson Syndrom und akute

generalisierte exanthematöse Pustulosis) wurden bei Patienten, die Reminyl Prolonged Release

erhielten, berichtet (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Es wird empfohlen, die Patienten über die

Anzeichen von schweren Hautreaktionen zu informieren und Reminyl Prolonged Release beim

ersten Auftreten von Hautausschlag abzusetzen.

Gewichtskontrolle: Alzheimerpatienten verlieren Gewicht. Die Behandlung mit Cholinesterase-

Inhibitoren, einschliesslich Galantamin, wurde mit dem Gewichtsverlust dieser Patienten in

Verbindung gebracht. Während der Therapie sollte das Gewicht dieser Patienten beobachtet werden.

Durch seine acetylcholinesterasehemmende Wirkung kann Galantamin die Wirkung von

Muskelrelaxantien vom Succinylcholin-Typ verstärken. Deshalb soll Reminyl Prolonged Release

rechtzeitig vor einer Anästhesie abgesetzt werden.

Wie andere Cholinomimetika sollte Reminyl Prolonged Release in den folgenden Fällen mit

Vorsicht angewendet werden:

Kardiovaskuläre Beschwerden: Aufgrund ihrer pharmakologischen Wirkung können

Cholinomimetika eine vagotone Wirkung auf die Herzfrequenz ausüben, einschliesslich Bradykardie

und jeglicher Arten eines atrioventrikulären Blocks (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Diese

Eigenschaft kann besonders wichtig sein für Patienten mit «Sick-Sinus-Syndrom» oder anderen

Störungen des Reizleitungssystems oder solchen Patienten, die Arzneimittel mit

herzfrequenzsenkender Wirkung einnehmen (z.B. Digoxin und Betablocker). Vorsicht ist deshalb bei

der Verabreichung von Cholinomimetika an Herzinfarkt-Patienten geboten, die sich in der Periode

unmittelbar post Infarkt befinden, bei denen Vorhofflimmern neu auftritt, die einen AV-Block II.

Grades oder höher erlitten haben oder an einer instabilen Angina pectoris leiden. In klinischen

Studien wurde die Anwendung von Reminyl Prolonged Release mit Synkopen und selten mit

schwerer Bradykardie in Verbindung gebracht.

Gastrointestinale Beschwerden: Patienten mit einem erhöhten Risiko für Magengeschwüre, z.B.

solche mit anamnestischer Ulkuserkrankung oder einer entsprechenden Prädisposition, sollten auf

derartige Symptome überwacht werden. Dies gilt auch für Patienten, die gleichzeitig nicht-steroidale

Entzündungshemmer (NSAID) einnehmen. In klinischen Studien wurde jedoch im Vergleich zu

Placebo keine erhöhte Inzidenz der Ulkusbildung oder gastro-intestinaler Blutungen beobachtet. Die

Anwendung von Reminyl Prolonged Release ist für Patienten mit gastro-intestinaler Obstruktion

oder in der Rekonvaleszenz nach gastrointestinalen Operationen nicht angezeigt.

Neurologische Beschwerden: Über Konvulsionen wurde unter einer Therapie mit Reminyl Prolonged

Release berichtet (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Krampfanfälle können auch eine

Manifestation der Alzheimer Krankheit sein. In seltenen Fällen kann es zu einer Verschlechterung

von Parkinson-Symptomen kommen.

Pulmonologische Beschwerden: Aufgrund ihrer pharmakologischen Wirkung sollten

Cholinomimetika nur mit Vorsicht an Patienten mit Asthma in der Anamnese, anderen obstruktiven

Lungenerkrankungen oder aktiven pulmonologischen Infektionen (z.B. Pneumonie) verschrieben

werden.

Urogenitale Beschwerden: Reminyl Prolonged Release wird nicht für Patienten mit Harnstau oder in

der Rekonvaleszenz nach Blasenoperationen empfohlen.

Psychiatrische Störungen: Da Cholinomimetika mit einer Verschlimmerung einer Depression in

Zusammenhang stehen können, sollte die Verschreibung von Reminyl Prolonged Release an

Patienten mit Suizidneigung mit Vorsicht erfolgen.

Interaktionen

Pharmakodynamische Interaktionen

Aufgrund seines Wirkungsmechanismus sollte Reminyl Prolonged Release nicht gleichzeitig mit

anderen Cholinomimetika verordnet werden. Galantamin antagonisiert die Wirkung anticholinerger

Arzneimittel (z.B. Biperidon). Wie von Cholinomimetika erwartet werden kann, ist eine

pharmakodynamische Interaktion mit herzfrequenzreduzierenden Arzneimitteln (z.B. Digoxin und

Betablocker) möglich. Ebenso kann Galantamin die Wirkung von Muskelrelaxantien vom

Succinylcholin-Typ während der Anästhesie verstärken.

Pharmakokinetische Interaktionen

Multiple metabolische Abläufe und die renale Ausscheidung sind an der Elimination von Galantamin

beteiligt. Gemäss In-vitro-Studien sind CYP2D6 und CYP3A4 hauptsächlich an der Metabolisierung

von Galantamin beteiligt.

Die Hemmung der Magensäureproduktion hemmt die Absorption von Galantamin nicht.

Die gleichzeitige Verabreichung mit dem Essen verlangsamt die Absorptionsrate von Galantamin,

das Ausmass der Absorption wird hingegen nicht verändert. Um cholinergische Nebenwirkungen zu

verringern, wird empfohlen, Galantamin mit dem Essen einzunehmen.

Andere, den Metabolismus von Galantamin beeinflussende Arzneimittel

Starke CYP2D6 (z.B. Paroxetin, Amitriptylin, Fluoxetin, Fluvoxamin, Chinidin) und CYP3A4

(Ketoconazol, Erythromycin, Ritonavir) Hemmer können die AUC von Galantamin erhöhen.

Pharmakokinetische Studien mit Mehrfachdosierung zeigten, dass die AUC von Galantamin bei der

gleichzeitigen Verabreichung von Ketoconazol bzw. Paroxetin um 30% bzw. 40% zunimmt. Bei der

gleichzeitigen Verabreichung von Erythromycin nahm die AUC um 10% zu.

Pharmakokinetische Untersuchungen bei Alzheimerpatienten zeigten, dass die Galantamin-Clearance

um 25–33% abnahm, wenn gleichzeitig Amitriptylin, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin oder

Chinidin verabreicht wurde.

Deshalb können bei Therapiebeginn mit starken CYP2D6 oder CYP3A4 Hemmern vermehrt

cholinerge Nebenwirkungen auftreten, vor allem Übelkeit und Erbrechen. Unter diesen Umständen

kann aus Gründen der Verträglichkeit eine Reduktion der Erhaltungsdosis von Galantamin in

Erwägung gezogen werden.

Memantin, ein N-Methyl-D-Aspartat (NMDA)-Rezeptorantagonist, zeigte in einer Phase I Studie mit

15 gesunden, jungen Probanden in einer Dosierung von 10 mg/Tag für zwei Tage, gefolgt von 2× 10

mg/Tag für zwölf Tage keinen wesentlichen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Galantamin 16

mg/Tag im Steady State.

Effekt von Galantamin auf den Metabolismus anderer Arzneimittel

Therapeutische Dosen von täglich 24 mg Galantamin haben keine Auswirkung auf die Kinetik von

Digoxin und Warfarin. Galantamin hat keinen Einfluss auf die durch Warfarin verursachte Erhöhung

der Prothrombinzeit.

In-vitro Studien haben gezeigt, dass Galantamin nur eine sehr geringe Hemmwirkung auf die

wesentlichen Isoenzyme des menschlichen Cytochrom P450-Systems ausübt.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft: In tierexperimentellen Untersuchungen haben sich Hinweise auf eine leichte

Entwicklungsverzögerung von Föten und neugeborenen Tieren ergeben (s. «Präklinische Daten»).

Es liegen keine Studien bei schwangeren Frauen vor. Reminyl Prolonged Release darf während der

Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.

Stillzeit: Es ist nicht bekannt, ob Galantamin in die Muttermilch übertritt. Daher sollten Patientinnen

während der Behandlung mit Reminyl Prolonged Release nicht stillen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Die Alzheimer Krankheit kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder

Maschinen zu bedienen graduell beeinträchtigen. Darüber hinaus kann Reminyl Prolonged Release

wie andere Cholinomimetika besonders zu Beginn der Behandlung unerwünschte Wirkungen (wie

Schläfrigkeit oder Benommenheit) verursachen, deshalb sollte die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit,

Maschinen zu bedienen, vom behandelnden Arzt/Ärztin beurteilt werden.

Unerwünschte Wirkungen

Die unten aufgeführte Liste wiederspiegelt die mit Reminyl erhaltenen Daten aus acht Placebo-

kontrollierten, doppelblinden klinischen Studien (n= 6502), fünf offenen klinischen Studien (n=

1454) und Spontanberichten nach der Markteinführung.

Die am häufigsten berichteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen waren Übelkeit (20,7%) und

Erbrechen (10,5%). Sie traten meist in der Titrationsphase auf, hielten in den meisten Fällen weniger

als eine Woche an und die Mehrheit der Patienten hatten eine solche Episode. Die Verschreibung

von Antiemetika und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr können in diesen Fällen hilfreich sein.

In einer randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie war das Sicherheitsprofil der

1× täglichen Dosierung von Reminyl Prolonged Release vergleichbar mit demjenigen der Tabletten

bezüglich Häufigkeit und Art.

Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich

(≥1/1000, <1/100); selten (≥1/10'000, <1/1000); sehr selten (<1/10'000), nicht bekannt (Häufigkeit

auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen (mit Symptomen wie z.B. Angioödem, Dyspnoe,

Urtikaria, Ekzem, Pruritus).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Appetitabnahme.

Gelegentlich: Dehydrierung.

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Halluzinationen, Depression.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Synkope, Schwindel, Tremor, Kopfschmerzen, Somnolenz, Lethargie.

Gelegentlich: Parästhesien, Störung des Geschmacksempfindens, Hypersomnie, Konvulsionen.

Augenerkrankungen

Gelegentlich: verschwommenes Sehen.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Tinnitus.

Herzerkrankungen

Häufig: Bradykardie.

Gelegentlich: supraventrikuläre Extrasystolen, atrioventrikulärer Block I. Grades, Palpitationen.

Selten: vollständiger atrioventrikulärer Block.

Gefässerkrankungen

Häufig: Hypertonie.

Gelegentlich: Hypotonie, Flushing.

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Sehr häufig: Erbrechen (10,5%), Übelkeit (20,7%).

Häufig: Abdominalschmerzen, Oberbauchschmerzen, Diarrhö, Dyspepsie, Beschwerden im

Abdominalbereich.

Gelegentlich: Brechreiz.

Affektionen der Leber und der Gallenblase

Selten: Hepatitis.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: vermehrtes Schwitzen.

Häufigkeit nicht bekannt: Stevens-Johnson Syndrom, akute generalisierte exanthematöse Pustulose,

Erythema multiforme.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelkrämpfe.

Gelegentlich: Muskelschwäche.

Allgemeine Erkrankungen

Häufig: Sturz, Fatigue, Asthenie, Unwohlsein, Lazerationen.

Untersuchungen

Häufig: Gewichtsabnahme.

Gelegentlich: Erhöhung der Leberenzymwerte.

Überdosierung

Symptome

Die Symptome einer signifikanten Galantamin Überdosis werden voraussichtlich dieselben wie bei

anderen Cholinomimetika sein. Sie betreffen im Allgemeinen das zentrale Nervensystem, das

parasympathische Nervensystem und die neuromuskuläre Synapse.

Ausser Muskelschwäche und faszikulären Zuckungen können einige oder alle Anzeichen einer

cholinergen Krise auftreten: schwere Übelkeit, Erbrechen, gastro-intestinale Krämpfe, Speichelfluss,

Tränenfluss, Urinieren, Darmentleerung, Schwitzen, Bradykardie, Hypotension, Kollaps und

Konvulsionen. Zunehmende Muskelschwäche zusammen mit trachealer Hypersekretion und

Bronchospasmus können zu lebensbedrohlichen Luftwegsproblemen führen.

Post-Marketing-Reports berichten im Zusammenhang mit versehentlicher Einnahme von

Galantamin-Überdosierungen von Torsade de Pointes, QT-Verlängerung, Bradykardie, ventrikulärer

Tachykardie und von kurzem Bewusstseinsverlust. Bei einem Fall mit bekannter Dosis wurden

8 Tabletten zu 4 mg (insgesamt 32 mg) an einem Tag eingenommen.

Zwei zusätzliche Fälle mit akzidentieller Einnahme von 32 mg (Übelkeit, Erbrechen und

Mundtrockenheit; Übelkeit, Erbrechen und substernale Brustschmerzen) und ein Fall mit 40 mg

(Erbrechen) führten zu kurzer Hospitalisation (zur Beobachtung) mit vollständiger Erholung. Ein

Patient, dem 24 mg pro Tag verschrieben wurden, und welcher während zwei Jahren zuvor unter

Halluzinationen litt, erhielt irrtümlicherweise 2× täglich 24 mg während 34 Tagen und bekam

Halluzinationen, welche eine Hospitalisation nötig machten. Ein anderer Patient, welchem

16 mg/Tag verschrieben worden waren, nahm versehentlich 160 mg ein und zeigte Schwitzen,

Erbrechen, Bradykardie und eine Stunde später eine drohende Synkope, welche eine Behandlung im

Spital notwendig machte. Seine Symptome verschwanden innerhalb von 24 Stunden.

Behandlung

Wie bei jeder Art von Überdosierung sollten die üblichen unterstützenden Massnahmen ergriffen

werden. In schweren Fällen können Anticholinergika, wie Atropin als generelles Antidot gegeben

werden. Es werden eine Initialdosis von 0,5 bis 1,0 mg intravenös und in Abhängigkeit von der

klinischen Reaktion nachfolgend zusätzliche Dosen empfohlen.

Da die Strategie für die Behandlung von Überdosierungen sich laufend weiter entwickelt, ist es

ratsam, ein Tox-Zentrum zu konsultieren, um die neusten Empfehlungen für die Behandlung von

Überdosierungen zu erhalten.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N06DA04

Pharmakodynamische Eigenschaften und Wirkungsmechanismus

Galantamin, ein Alkaloid mit tertiärer Aminogruppe, ist ein selektiver, kompetitiver und reversibler

Inhibitor der Acetylcholinesterase. Zusätzlich steigert Galantamin die intrinsische

Acetylcholinwirkung auf die Nicotin-Rezeptoren, wahrscheinlich durch die Bindung an eine

allosterische Stelle des Rezeptors. Demzufolge kann bei Patienten mit einer Demenz des Alzheimer-

Typs eine erhöhte Aktivität des cholinergen Systems verbunden mit einer Verbesserung der

kognitiven Funktion erreicht werden.

Klinische Wirksamkeit

Reminyl wurde ursprünglich als Filmtablette mit sofortiger Wirkstofffreisetzung für die zweimal

tägliche Einnahme entwickelt.

Kapseln

Die Wirksamkeit von Reminyl Prolonged Release Kapseln wurde in einer randomisierten,

doppelblinden und placebo-kontrollierten 6-monatigen Studie zur Alzheimer Demenz untersucht, bei

der eine Dosissteigerung nach 4 Wochen möglich war und ein flexibles Dosierungsschema von

16 mg oder 24 mg/Tag angewendet wurde. Reminyl Prolonged Release war nach 6 Monaten

bezüglich der ADAScog Bewertung gegenüber Placebo statistisch signifikant überlegen und zeigte

einen numerischen Trend zugunsten von Reminyl Prolonged Release Kapseln bezüglich der

CIBICplus Bewertung (statistische Signifikanz wurde nicht erreicht). Darüber hinaus war Reminyl

Prolonged Release bezüglich Verbesserung der Aktivitäten des täglichen Lebens (ADCS-ADL)

statistisch signifikant besser als Placebo. Die Wirksamkeit von Reminyl Prolonged Release Kapseln

und Reminyl Filmtabletten, der aktiven Kontrollmedikation in dieser Studie, waren ähnlich.

Filmtabletten

Die in klinischen Studien zur Alzheimer Demenz wirksamen Dosen für Reminyl Filmtabletten

betrugen 16 mg, 24 mg und 32 mg/Tag. Davon wiesen 16 und 24 mg/Tag das beste Nutzen-Risiko-

Verhältnis auf und werden deshalb als Erhaltungsdosis empfohlen (s. «Dosierung/Anwendung»). Die

Wirksamkeit von Galantamin wurde anhand von vier spezifischen Erfolgsvariablen untersucht:

Die Alzheimer Disease Assessment Scale – ADAScog – (eine leistungsbezogene Messung der

kognitiven Funktion) und das Clinician Interview Based Impression of Change-Plus; – CIBICplus –

(eine globale Bewertung mittels eines klinischen Interviews des Patienten und des Betreuers durch

einen unabhängigen Arzt), verschiedene Messungen der Aktivitäten im täglichen Leben und

Neuropsychiatric Inventory – NPI – (eine Skala, mit welcher Verhaltensstörungen gemessen

werden).

In klinischen Studien waren die Ergebnisse auf den Skalen der mit Galantamin behandelten Patienten

bezüglich der ADAScog und der CIBICplus Variablen durchwegs statistisch signifikant besser als

diejenigen der Patienten, die Placebo erhalten hatten. Bei Patienten, welche während 6 Monaten mit

Galantamin behandelt wurden, waren die ADAScog Bewertungen im Vergleich zur Basisbewertung

signifikant besser. Im Vergleich mit den unbehandelten Patienten zeigte sich ein substantieller und

anhaltender Nutzen bezüglich der kognitiven Funktionen.

Die Behandlung mit Galantamin trägt signifikant zur Aufrechterhaltung der Aktivitäten des täglichen

Lebens, wie Ankleiden, Hygiene, Zubereiten von Mahlzeiten, Einkaufen bei. Diese Bewertung

wurde mit Hilfe von DAD (Disability Assessment in Dementia) und dem ADCS-ADL-Inventory

(Alzheimer's Disease Cooperative Study), Beurteilungen, welche durch Betreuer abgegeben werden,

durchgeführt. Mit Galantamin Dosen von 16 mg und 24 mg pro Tag konnten die NPI-Werte während

der gesamten Beobachtungszeit aufrechterhalten werden. Bei den Patienten, welche Placebo

erhielten, verschlechterte sich hingegen die Bewertung, als Resultat von auftretenden

Verhaltensstörungen, deutlich.

Langzeitwirksamkeit und -sicherheit (2 Jahre) bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz

In einer randomisierten, doppelblinden, placebo-kontrollierten multizentrischen Studie mit

Parallelgruppen wurden die Langzeitwirksamkeit und -sicherheit (2 Jahre) von Galantamin-Kapseln

mit verlängerter Wirkstofffreisetzung bei der Behandlung von Patienten mit leichter bis

mittelschwerer Alzheimer-Demenz evaluiert. In die Placebogruppe wurden 1023 Patienten

randomisiert und 1028 in die Galantamingruppe. Die meisten Patienten waren weiblich (65%) und

weiss (99,9%). Das mediane Alter war 74 Jahre.

In Bezug auf den primären Wirksamkeitsendpunkt betrug der mittlere MMSE-Index zu

Studienbeginn 19 in der mit Placebo und in der mit Galantamin behandelten Gruppe. Nach 24

Monaten hatte sich der Index [Last Observation Carried Forward (LOCF)] in der Placebogruppe auf

16,9 und in der Galantamingruppe auf 17,5 verschlechtert. Basierend auf der Veränderung des

MMSE-Indexes nach 24 Monaten gegenüber dem Ausgangswert (-2,14 vs. -1,41; p<0,001) ergab

sich für die Placebo-Behandlungsgruppe eine signifikant stärkere kognitive Beeinträchtigung

verglichen mit der Galantamin-Behandlungsgruppe.

Die Mortalität war in der Galantamingruppe nicht erhöht. Es gab 56/1021 (5,5%) Todesfälle in der

Placebogruppe und 33/1024 (3,2%) Todesfälle in der Galantamingruppe.

In einer weiteren, randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie zeigte das Präparat

gegenüber Placebo eine statistisch signifikante Wirksamkeit bei Patienten mit Alzheimer Demenz

mit vaskulärer Komponente (nach ICD-10 Klassifikation: F00.2).

Mild Cognitive Impairment

In zwei randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studien wurde über einen Zeitraum

von jeweils zwei Jahren die Wirksamkeit und Sicherheit von Galantamin bei milder kognitiver

Beeinträchtigung («mild cognitive impairment») untersucht. Bei dieser Störung handelt es sich um

eine mögliche Vorstufe einer dementiellen Entwicklung, wobei bei der Mehrheit der Personen mit

dieser Störung eine Demenz vom Alzheimer Typ im weiteren Verlauf eintreten kann. In beiden

Studien konnte eine Wirksamkeit von Galantamin im Vergleich zu Placebo in Bezug auf die

primären Endpunkte (u.a. Verzögerung einer dementiellen Entwicklung) nicht belegt werden.

Weiterhin zeigte sich in der doppel-blinden Phase (plus 30 Tage nach letzter

Medikamenteneinnahme) eine signifikant erhöhte Mortalitätsrate unter Galantamin (13/1026) im

Vergleich zu Placebo (1/1022). Auffällig waren die sehr niedrigen Gesamtmortalitätsraten in den

beiden Studien. Ein spezifisches Risikoprofil für das vermehrte Auftreten der Todesfälle unter

Reminyl war nicht erkennbar, jedoch stellte möglicherweise die cholinerge Therapie mit Reminyl bei

Patienten mit kardialen, pulmonalen oder psychiatrischen Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für

das Auftreten der Todesfälle dar (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Hingegen war in

den Placebo-kontrollierten Studien zur Demenz vom Alzheimer Typ über maximal 6 Monate eine

erhöhte Mortalität unter Galantamin im Vergleich zu Placebo nicht nachweisbar.

Pharmakokinetik

Absorption

Die Absorption einer oralen Einzeldosis von 8 mg Galantamin aus Reminyl Filmtabletten erfolgt

rasch. Die maximale Plasmakonzentration von 43 ± 13 ng/ml wird nach 1–2 Stunden erreicht, die

mittlere AUC0–Inf beträgt 427 ± 102 ng × h/ml. Die absolute orale Bioverfügbarkeit von Galantamin

beträgt 88,5%.

Reminyl Prolonged Release Kapseln sind mit den b.i.d. Filmtabletten bezüglich AUC24 h und Cmin

bioäquivalent. Die maximale Plasmakonzentration Cmax nach Einnahme von Reminyl Prolonged

Release Kapseln wird nach 4,4 Stunden erreicht und liegt etwa 24% tiefer als derjenige der Reminyl

Filmtabletten.

Die gleichzeitige Nahrungsaufnahme hat keinen Einfluss auf die AUC der Prolonged Release

Kapseln. Cmax war um 12% erhöht und die Tmax um 30 Minuten verlängert.

Die Pharmakokinetik von Galantamin aus den Reminyl Prolonged Release Kapseln ist innerhalb des

untersuchten Dosisbereichs von 8 bis 24 mg bei älteren und jüngeren Probanden dosisproportional.

Die Steady-State Plasmakonzentration wurde innerhalb von 6 Tagen erreicht.

Nach Einzeldosierung oder wiederholter Verabreichung von Reminyl Prolonged Release Kapseln 1×

täglich, konnten keine Unterschiede der Pharmakokinetik festgestellt werden; dies deutet darauf hin,

dass keine signifikante Akkumulation des Arzneimittels stattfindet. Die AUC24 h und die terminale

Halbwertszeit nach Einzeldosierung und wiederholter Verabreichung erreichen ähnliche Werte.

Parameter

Reminyl Prolonged Release Kapsel

24 mg mit Nahrung

(n= 22)

Reminyl Prolonged Release Kapsel

24 mg nüchtern

(n= 22)

AUC 24 h, ng ×

h/ml

1015 ± 214

968 ± 193

Cmax, ng/ml

70,6 ± 15,0

63,0 ± 12,0

Cmin, ng/ml

19,9 ± 7,2

18,8 ± 4,6

Tmax, h

4,9 ± 1,7

4,4 ± 1,7

t½, h

8,0 ± 2,0 (n= 8)

8,3 ± 1,2 (n= 7)

Distribution

Die Plasmaproteinbindung von Galantamin beträgt: 17,7 ± 0,8%. In Vollblut ist Galantamin

hauptsächlich (zu 52,7%) auf Blutzellen und auf Plasmaflüssigkeit (zu 39%) verteilt und nur zu 8,4%

an Plasmaprotein gebunden. Die Blut/Plasma Konzentrationsrate von Galantamin beträgt 1,17.

Resultate von klinischen Studien bei Patienten zeigen, dass die Plasmakonzentrationen von

Galantamin bei Alzheimer Patienten 30–40% höher liegen als diejenigen von gesunden jungen

Probanden. Die Halbwertszeit ist ebenfalls leicht verlängert. Diese Effekte sind nicht auf die

Alzheimer Demenz, sondern auf das erhöhte Alter und die eingeschränkte Nierenfunktion der

Patienten zurückzuführen.

Metabolismus

Die Wirksubstanz wird hauptsächlich durch N-Oxidation, N-Demethylierung, O-Demethylierung,

Glucuronidierung und Epimerisation metabolisiert. Die O-Demethylierung war viel ausgeprägter bei

Personen mit extensivem CYP2D6 Metabolismus. Nach Einnahme von radioaktiv markiertem

Galantamin war der Ausscheidungsgrad der totalen Radioaktivität in Urin und Fäzes nicht

verschieden bei schwachen und starken Metabolisierern.

In in-vitro Studien wurde bestätigt, dass es sich bei Cytochrom P450 2D6 und 3A4 um die

wichtigsten Cytochrom P450 Isoenzyme handelt, die am Metabolismus von Galantamin beteiligt

sind.

Im Plasma von schwachen und starken Metabolisierern stellten unverändertes Galantamin und sein

Glucuronid den grössten Anteil an Radioaktivität. Im Plasma von starken Metabolisierern war das

Glucuronid von O-Desmethylgalantamin ebenfalls beträchtlich.

Keiner der aktiven Metaboliten von Galantamin (Norgalantamin, O-Desmethylgalantamin und O-

Desmethylnorgalantamin) konnte nach einer Einzeldosis in seiner unkonjugierten Form im Plasma

von schwachen oder starken Metabolisierern entdeckt werden. Norgalantamin war nach mehrfacher

Applikation im Plasma von Patienten nachweisbar, betrug jedoch nicht mehr als 10% der Galantamin

Werte.

Elimination

Galantamin zeigt eine Plasma Clearance von ca. 300 ml/min und ein Verteilungsvolumen von

durchschnittlich 175 l. Die Elimination von Galantamin erfolgt bi-exponentiell mit einer terminalen

Halbwertszeit in der Grössenordnung von 7–8 h (bei Patienten mit Alzheimer-Demenz ca. 10–11 h).

7 Tage nach einer oralen Einzeldosis von 4 mg ³H-Galantamin wurden 90–97% der Radioaktivität im

Urin und 2,2–6,3% in den Fäzes wiedergefunden.

Nach i.v. und oraler Applikation wurden 18–22% der Dosis als unverändertes Galantamin innerhalb

von 24 Stunden im Urin ausgeschieden mit einer renalen Clearance von 65 ml/min, entsprechend 20–

25% der totalen Plasma Clearance. Die terminale Halbwertszeit von Reminyl Prolonged Release

Kapseln entspricht in etwa derjenigen der Reminyl Filmtabletten.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Die Pharmakokinetik von Patienten mit leichten Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh-Score von 5–

6) ist vergleichbar mit der von gesunden Probanden. Bei Patienten mit mittelschwerer

Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Score von 7–9) waren AUC und Halbwertszeit von Galantamin

um ca. 30% erhöht.

Die Disposition auf Galantamin wurde bei jungen Probanden mit verschieden schweren

Nierenfunktionsstörungen untersucht. Mit abnehmender Kreatininclearence, verringerte sich die

Elimination von Galantamin. Die Plasmakonzentration von Galantamin erhöhte sich bei Probanden

mit mittelschwerer Niereninsuffizienz (Clcr = 52–104 ml/min) um 38% und bei jenen mit schwerer

Niereninsuffizienz (Clcr= 9–51 ml/min) um 67% im Vergleich zu alters- und gewichtsmässig

vergleichbaren gesunden Probanden (Clcr ≥121 ml/min). Pharmakokinetische Untersuchungen in der

Bevölkerung und Simulationen wiesen darauf hin, dass bei Alzheimer Patienten mit

Nierenfunktionsstörungen keine Dosisanpassung nötig ist, vorausgesetzt die Kreatininclearance

beträgt mindestens 9 ml/min, da die Galantamin-Clearance in Alzheimer Patienten tiefer ist (siehe

«Dosierung/Anwendung»).

Präklinische Daten

Präklinische Untersuchungen zeigten keine anderen speziellen Risiken für den Menschen als die, die

aufgrund der pharmakologischen Wirkung von Galantamin zu erwarten sind. Dieser Aussage liegen

konventionelle Studien zur Sicherheitspharmakologie, chronischen Toxizität, Genotoxizität und

Karzinogenität zugrunde.

Studien zur Reproduktionstoxizität zeigten eine leichte Entwicklungsverzögerung bei Ratten und

Kaninchen, nach Dosierungen, die unter der Toxizitätsschwelle für die trächtigen Weibchen liegen.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 30 °C lagern.

Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

56754 (Swissmedic).

Packungen

Reminyl Prolonged Release Kaps 8 mg 7 (zurzeit in der Schweiz nicht im Handel). (B)

Reminyl Prolonged Release Kaps 8 mg 28. (B)

Reminyl Prolonged Release Kaps 16 mg 28. (B)

Reminyl Prolonged Release Kaps 16 mg 84 (zurzeit in der Schweiz nicht im Handel). (B)

Reminyl Prolonged Release Kaps 24 mg 28. (B)

Reminyl Prolonged Release Kaps 24 mg 84 (zurzeit in der Schweiz nicht im Handel). (B)

Zulassungsinhaberin

Janssen-Cilag AG, Zug, ZG.

Stand der Information

Januar 2017.

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