Ramipril Sandoz 5 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Ramipril
Verfügbar ab:
Sandoz Pharmaceuticals GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Ramipril
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Ramipril 5.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
55195.01.00

WortlautderfürdiePackungsbeilagevorgesehenenAngaben:

Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

RamiprilSandoz5mgTabletten

Wirkstoff:Ramipril

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mitderEinnahmediesesArzneimittelsbeginnen.

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·WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoder

Apotheker.

·DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSiees

nichtanDritteweiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenn

diesedieselbenSymptomehabenwieSie.

·WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblich

beeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieser

Gebrauchsinformationangegebensind,informierenSiebitteIhrenArzt

oderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

WasistRamiprilSandoz5mgundwofürwirdesangewendet?

WasmüssenSievorderEinnahmevonRamiprilSandoz5mg

beachten?

WieistRamiprilSandoz5mgeinzunehmen?

WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WieistRamiprilSandoz5mgaufzubewahren?

WeitereInformationen

1 1. WasistRamiprilSandoz5mgundwofürwirdesangewendet?

RamiprilSandoz5mgisteinACE-Hemmer,d.h.einArzneimittelmit

blutdrucksenkenden,herzentlastendenundorganschützendenEigenschaften.

RamiprilSandoz5mgwirdangewendetbei:

nichtorganbedingtemBluthochdruck(essentielleHypertonie)

geringbismäßigausgeprägterHerzleistungsschwäche(NYHAIIbisIII)

nachakutem(2bis9Tagealtem)Herzinfarkt

2 2. WasmüssenSievorderEinnahmevonRamiprilSandoz5mg

beachten?

RamiprilSandoz5mgdarfnichteingenommenwerden

wennSieüberempfindlich(allergisch)gegendenWirkstoffRamipril,einen

anderenACE-HemmerodereinendersonstigenBestandteilevonRamipril

Sandoz5mgsind.

beiNeigungzuGewebeschwellung(angioneurotischesÖdem,auchinfolge

einerfrüherenACE-Hemmer-Therapie)

beiVerengungderNierenarterien(beidseitigbzw.einseitigbeiEinzelniere)

beimZustandnachNierentransplantation

beibedeutsamerVerengungderHerzklappenderlinkenHerzkammer

(hämodynamischrelevanterAorten-oderMitralklappenstenose)bzw.einer

anderenAusflussbehinderungderlinkenHerzkammer(hypertrophe

obstruktiveKardiomyopathie)

beiprimärerhöhterAldosteron-KonzentrationimBlut

inderSchwangerschaft(vorherigerAusschlusssowieVerhütungdesEintritts

derSchwangerschaftwährendderBehandlung)(siehe“Schwangerschaftund

Stillzeit”)

inderStillzeit(Abstillen!)(siehe“SchwangerschaftundStillzeit”).

BeimEinsatzvonRamiprilSandoz5mgbeigeringerbismäßiger

HerzleistungsschwächenachakutemHerzinfarktdarfRamiprilSandoz5mg

darüberhinausnichteingenommenwerdenbei:

-anhaltendstarkerniedrigtemBlutdruck(Hypotonie;systolischunter90

mmHg)

-starkemAbfalldesBlutdrucksbeimÜbergangvomLiegenzumSitzen

(Orthostase)

-schwererHerzleistungsschwäche(NYHAIV)

-unvorhersehbaren,anfallsartigauftretendenSchmerzeninderBrustgegend

(instabileAnginapectoris)

-lebensbedrohlichenHerzrhythmusstörungen(ventrikuläreArrhythmien)

-VergrößerungdesrechtenHerzens(Corpulmonale.)

DakeineausreichendenBehandlungserfahrungenvorliegen,darfRamipril

Sandoz5mgnichtangewendetwerdenbei:

-Nierenerkrankungen,diemitbestimmtenMittelnzurUnterdrückungder

körpereigenenAbwehrbehandeltwerden(Kortikosteroide,nichtsteroidale

Antiphlogistika,Immunmodulatorenund/oderzytotoxischeSubstanzen)

-Dialyse

-primärerLebererkrankungoderbeischwerenLeberfunktionsstörungen

-unbehandelterHerzleistungsschwächemitSymptomenwiez.B.

WasseransammlunginGewebenund/oderKörperhöhlen(dekompensierte

Herzinsuffizienz)

-Kindern.

DiegleichzeitigeAnwendungvonRamiprilSandoz5mgoderanderen

ACE-HemmernundbestimmteVerfahrenderBlutwäsche,diezumKontaktvon

BlutmitnegativgeladenenOberflächenführen(z.B.“AN69-Membran”bei

DialyseoderDextransulfatbeiLDL-Apherese),könnenschwere

ÜberempfindlichkeitsreaktionenbishinzumlebensbedrohlichenSchock

auslösen.

ImFalleeinernotfallmäßigenDialyseoderHämofiltrationoderderNotwendigkeit

einerLDL-Apheresemussdeshalbvorheraufeinanderesfürdasbetreffende

AnwendungsgebietgeeignetesArzneimittel–keinenACE-Hemmer–umgestellt

werdenodereineandereDialysemembranverwendetwerden.

TeilenSieIhremArztmit,dassSiemitRamiprilSandoz5mgbehandeltwerden

bzw.Dialysenbenötigen,damitderArztdiesbeiderBehandlungberücksichtigen

kann.

FallseineDesensibilisierungstherapiegegenInsektengifte(z.B.vonBienenoder

Wespen)notwendigist,istderACE-Hemmervorübergehenddurchein

geeignetesArzneimittelauseineranderenStoffklassezuersetzen.Eskönnen

sonstlebensbedrohlicheÜberempfindlichkeitsreaktionen(z.B.Blutdruckabfall,

Atemnot,Erbrechen,allergischeHautreaktionen)auftreten.SolcheReaktionen

könnenauchnachInsektenstichen(vonz.B.BienenoderWespen)vorkommen.

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonRamiprilSandoz5mgist

erforderlich

FallsSieaneinerderfolgendenErkrankungenleidenoderdiesfrühereinmalbei

IhnenderFallwar:

-StörungendesSalz-oderFlüssigkeitshaushaltes(z.B.nachanhaltendem

ErbrechenoderDurchfall)

-gestörteImmunreaktionoderKollagenkrankheit(Lupuserythematodes,

Sklerodermie)

-gleichzeitigeTherapiemitArzneimitteln,diedieAbwehrreaktionunterdrücken

(z.B.Kortikosteroide,Zytostatika,Antimetabolite),odermitAllopurinol,

ProcainamidoderLithium.

DieerstmaligeAnwendungodereineDosiserhöhungvonRamiprilSandoz5mg

könneneinenplötzlichenausgeprägtenBlutdruckabfallundeine

VerschlechterungderNierenfunktionauslösen,wenn:

-SieharntreibendeMittel(Diuretika)gleichzeitigeinnehmen

-SieeinenSalz-und/oderFlüssigkeitsmangelhaben

-SieunterschweremBluthochdruckleiden

-SieunterHerzleistungsschwäche–insbesonderenachakutemHerzinfarkt–

leiden

-beiIhneneineEin-oderAusflussbehinderungderlinkenHerzkammer(z.B.

Aorten-oderMitralklappenverengung,hypertropheKardiomyopathie)vorliegt

-beiIhneneinehämodynamischrelevanteNierenarterienverengungbesteht.

(DasAbsetzeneinerbestehendenDiuretika-Behandlungkannerforderlich

sein.)

IndiesenFällen,d.h.wenndaskomplexeBlutdruckregulationssystemIhres

Körpers(sogenanntesRenin-Angiotensin-System)bereitsbesondersaktiviertist,

mussderBlutdrucksolangesorgfältigkontrolliertwerden,biseineweitere

Blutdrucksenkungnichtmehrzuerwartenist.

ZuBehandlungsbeginnistdieBlutdruckveränderungauchbesonderssorgfältig

zuüberwachen,wennSie:

-über65Jahrealtsind

-durcheinenunerwünschtstarkenBlutdruckabfallbesondersgefährdet

würden(z.B.beiVerengungenderHerzkranzgefäßeoderder

hirnversorgendenGefäße).

VorderAnwendungvonRamiprilSandoz5mgmussdieNierenfunktionüberprüft

wordensein.Eswirdempfohlen,dieNierenfunktionbesondersindenersten

WochenderBehandlungsorgfältigzuüberwachen.

Diesgiltinsbesonderefür:

PatientenmitHerzleistungsschwäche

PatientenmiteinseitigerNierenarterienverengung

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktion.

KontrollenvonbestimmmtenBlutwertensindinsbesonderezu

BehandlungsbeginnundbeifolgendenRisikopatientenerforderlich:Patientenmit

Nierenfunktionsstörungen,KollagenerkrankungenundbeiBehandlungmit

anderenArzneimitteln,dieBlutbildveränderungenverursachenkönnen(z.B.

Arzneimittel,diedieAbwehrreaktionenunterdrücken,Allopurinoloder

Procainamid).

TretenbeiIhnenimVerlaufeinerBehandlungmitRamiprilSandoz5mg

SymptomewieFieber,Lymphknotenschwellungenund/oderHalsentzündungen

auf,suchenSieumgehendeinenArztauf(KontrolledesweißenBlutbildes).

Warnhinweis:

WennbeiIhneneineGewebeschwellung(angioneurotischesÖdem)währendder

Behandlungauftritt,mussRamiprilSandoz5mgsofortabgesetztundeinArzt

aufgesuchtwerden.DieskannmitBeteiligungvonKehlkopf,Rachenund/oder

Zungeverlaufen.

ÄlterePatienten

DieTherapieältererPatienten(über65Jahre)solltemitVorsichterfolgen

(sieheauch3.“WieistRamiprilSandoz5mgeinzunehmen?”).

Kinder

DakeineausreichendenTherapieerfahrungenvorliegen,darfRamiprilSandoz5

mgbeiKindernnichtangewendetwerden.

BeiEinnahmevonRamiprilSandoz5mgmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimittel

einnehmen/anwendenbzw.vorkurzemeingenommen/angewendethaben,auch

wennessichumnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

-RamiprilSandoz5mgkanndenKaliumspiegelimBlutzusätzlicherhöhen,

wennSieKaliumsalzeoderandereMitteleinnehmen,dieauchden

Kaliumspiegelerhöhen.HierzugehörenbestimmteharntreibendeMittel

(sognanntekaliumsparendeDiuretikawieAmilorid,Triamteren,

Spironolacton)undHeparin.

-MittelzurBlutdrucksenkungwieCalciumkanalblocker,Betablockernund

insbesondereharntreibendeMittel(Diuretika)verstärkendie

blutdrucksenkendeWirkungvonRamiprilSandoz5mg.

-AndereMittelmitblutdrucksenkenderWirkung(z.B.Nitrate,trizyklische

Antidepressiva,SchlafmittelundBetäubungsmittel,diebeiNarkosen

eingesetztwerden[Hypnotika,Narkotika,Anästhetika])könnenden

Blutdruckabfallverstärken.

-DieblutdrucksenkendeWirkungvonRamiprilSandoz5mgkanndagegen

abgeschwächtwerdendurchblutdrucksteigerndeMittelwievasopressorische

Sympathomimetika(z.B.Ephedrin).

-BlutbildveränderungenkönnenmithöhererWahrscheinlichkeitauftretenbei

einergleichzeitigenTherapiemitAllopurinol,ProcainamidoderMitteln,die

diekörpereigenenAbwehrreaktionenunterdrücken(Zytostatika,

Immunsuppressiva,systemischeKortikosteroide).

-LithiumdarfzusammenmitRamiprilSandoz5mgnurunterengmaschiger

ÜberwachungderSerum-Lithium-Konzentrationeingenommenwerden,um

einerhöhtesRisikovonherz-undnervenschädigendenWirkungendes

Lithiumszuvermeiden.

-BlutzuckersenkendeArzneimittelzumEinnehmen(z.B.Sulfonylharnstoffe,

Biguanide)undInsulin:EsbestehtdasRisiko,dassBlutzuckerwerteunter

Normalwerteabsinken(Hypoglykämie),daeineInsulinresistenzdurch

RamiprilSandoz5mgvermindertundderblutzuckersenkendeEffektder

Medikamenteverstärktwerdenkann.(ZuBehandlungsbeginnwirdeine

besonderssorgfältigeKontrolledesBlutzuckersempfohlen.)

-BestimmteMittelgegenSchmerzenundEntzündungen(nichtsteroidale

AntiphlogistikawieIndometacin,Acetylsalicylsäure)könnendie

blutdrucksenkendeWirkungabschwächen,dieNierenfunktionverschlechtern

unddenKaliumspiegeleventuellerhöhen.

BeachtenSiebitte,dassdieseAngabenauchfürvorkurzemangewandte

Arzneimittelgeltenkönnen.

BeiEinnahmevonRamiprilSandoz5mgzusammenmitNahrungsmitteln

undGetränken

-Kochsalz:verminderteBlutdrucksenkungundgeringereWirkungauf

SymptomederHerzleistungsschwäche(Herzinsuffizienz)durchRamipril

Sandoz5mg.

-Alkohol:verstärkteBlutdrucksenkungundverstärkteWirkungvonAlkohol.

SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

NehmenSieRamiprilSandoz5mgnichtein,wennSieschwangersind.

ACE-Hemmer(einschließlichRamiprilSandoz5mg),diewährendder

Schwangerschafteingenommenwerden,könnendemungeborenenKind

schwerwiegendeSchädenzufügen.Esistdahersehrwichtig,dassSiesofort

IhrenArztaufsuchen,wennSieglaubenschwangerzusein.

IhrArztwirdmitIhneneinmöglichesRisikoderEinnahmevonRamiprilSandoz

5mgwährendderSchwangerschaftbesprechen.

Stillzeit

Ramipril,derWirkstoffvonRamiprilSandoz5mg,gehtbeimTierindie

Muttermilchüber.Danichtbekanntist,obRamiprilauchbeimMenschenindie

MuttermilchübertrittundzuunerwünschtenWirkungenbeimgestilltenKindführt,

dürfenSieRamiprilSandoz5mginderStillzeitnichteinnehmen.FallsIhrArzt

eineBehandlunginderStillzeitfürerforderlichhält,müssenSieabstillen.

FragenSievorderEinnahme/AnwendungvonallenArzneimittelnIhrenArztoder

ApothekerumRat.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

DieBehandlungmitRamiprilSandoz5mgbedarfderregelmäßigenärztlichen

Kontrolle.DurchindividuellauftretendeunterschiedlicheReaktionenkanndas

Reaktionsvermögensoweitverändertsein,dassdieFähigkeitzuraktiven

TeilnahmeamStraßenverkehr,zumBedienenvonMaschinenoderzumArbeiten

ohnesicherenHaltbeeinträchtigtwird.DiesgiltinverstärktemMaßebei

Behandlungsbeginn,DosiserhöhungundPräparatewechselsowieim

ZusammenwirkenmitAlkohol.

3 3. WieistRamiprilSandoz5mgeinzunehmen?

NehmenSieRamiprilSandoz5mgimmergenaunachderAnweisungdesArztes

ein.

BittefragenSiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganz

sichersind.

Esistsehrwichtig,dassSieRamiprilSandoz5mgeinnehmen,solangeesIhnen

IhrArztverordnet.

DiefolgendenAngabengelten,soweitIhnenIhrArztRamiprilSandoz5mgnicht

andersverordnethat.

WasistzuBeginnderBehandlungzubeachten?

BeieinigenPatientenkanneszuBeginnderBehandlungmitRamiprilSandoz5

mgzueinemübermäßigenBlutdruckabfallkommen(sieheunter2.“Besondere

VorsichtbeiderEinnahmevonRamiprilSandoz5mgisterforderlich”).

DeshalbsolleinmöglicherSalz-oderFlüssigkeitsmangelvorBeginnder

BehandlungmitRamiprilSandoz5mgausgeglichenwerden.Harntreibende

Mittel(Diuretika)solltenreduziertbzw.mindestens2-3Tagevorherabgesetzt

werden.DieBehandlungsolltemit1,25mgRamiprilmorgensbeginnen.

AnschließendundnachjederweiterenDosissteigerungvonRamiprilSandoz5

mgoderstarkharntreibendenArzneimitteln(Schleifendiuretika)müssenSie

mindestensachtStundenärztlichüberwachtwerden,umeineübermäßige

Blutdrucksenkungzuvermeiden.

BeieinigenälterenPatienten(über65Jahre)kanndieReaktionaufeinen

ACE-HemmerstärkerseinalsbeijüngerenPatienten.Daheristbeiälteren

PatientenebensowiebeiPatienten,diedurcheinenstarkenBlutdruckabfall

besondersgefährdetwürden(z.B.PatientenmitVerengungender

HerzkranzgefäßeoderderhirnversorgendenGefäße),dieniedrigste

Anfangsdosis(1,25mgRamipriltäglich)inErwägungzuziehen.

BeiPatientenmitschwerwiegenderVerlaufsformdesBluthochdrucks(maligner

Hypertonie)oderbeiHerzleistungsschwäche–insbesonderenachakutem

Herzinfarkt–solldieEinstellungderBehandlungmitRamiprilSandoz5mgim

Krankenhauserfolgen.

FallsvomArztnichtandersverordnet,istdieüblicheDosis:

FürPatientenmitnormalerNierenfunktiongelten,soweitnichtandersverordnet,

folgendeDosierungsrichtlinien:

NichtorganbedingterBluthochdruck(EssentielleHypertonie)

ÜblicherweisebeträgtdieAnfangsdosis½TabletteRamiprilSandoz5mg

(entsprechend2,5mgRamipril)morgens.DieseDosisistinderRegelauch

Erhaltungsdosis.WirdmitdieserDosiskeineBlutdrucknormalisierungerreicht,

kannnachfrühestens3WocheneineDosiserhöhungvomArztauf1Tablette

RamiprilSandoz5mg(entsprechend5mgRamipril)proTagerfolgen.Die

Maximaldosisbeträgt2TablettenRamiprilSandoz5mg(entsprechend10mg

Ramipril)proTag.

IstdieblutdrucksenkendeWirkungvon1TabletteRamiprilSandoz5mg

(entsprechend5mgRamipril)täglichnichtausreichend,wirdempfohlendie

zusätzlicheAnwendungz.B.einesDiuretikumsoderCalciumantagonistenzu

erwägen.HierdurchkannderblutdrucksenkendeEffektvonRamiprilverstärkt

werden.

GeringbismäßigausgeprägteHerzleistungsschwäche(NYHAIIundIII)nach

akutem(2-9Tagealtem)Herzinfarkt

Hinweis:

DieEinstellungaufRamiprilSandoz5mgdarfnurunterstationärenBedingungen

erfolgen.

Patienten,dieandereblutdrucksenkendeArzneimitteleinnehmen,müssen

besonderssorgfältigüberwachtwerden,umeinenBlutdruckabfallzuvermeiden.

DieanfänglicheDosisbeträgtüblicherweiseje½TabletteRamiprilSandoz5mg

(entsprechend2,5mgRamipril)morgensundabends(5mgRamiprilproTag).

WirddieseDosisvomPatientennichtvertragen(z.B.übermäßiger

Blutdruckabfall),sosolltedieDosisaufje1,25mgRamiprilmorgensundabends

(2,5mg.RamiprilproTag)reduziertwerden.HierfürstehenDarreichungsformen

mitgeeigneterStärkezurVerfügung.

AbhängigvomZustanddesPatientenkanndieDosisdanngesteigertwerden.

EineDosisverdopplungimAbstandvon1-2TagenbiszurMaximaldosisvon

täglichje1TabletteRamiprilSandoz5mgmorgensundabends(entsprechend

10mgRamiprilproTag)istmöglich.

DosierungbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion(Kreatinin-Clearance

<60ml/min)

DieAnfangsdosisbeträgt1,25mgRamiprilmorgens.Hierfürstehen

DarreichungsformenmitgeeigneterStärkezurVerfügung

DieErhaltungsdosisbeträgtinderRegel½TabletteRamiprilSandoz5mg

(entsprechend2,5mgRamipril)proTag.DieMaximaldosisvon1Tablette

RamiprilSandoz5mg(entsprechend5mgRamipril)proTagsolltenicht

überschrittenwerden.

ArtderAnwendung

RamiprilSandoz5mgkannvor,zuodernachdenMahlzeiteneingenommen

werden.BittebeachtenSie,dassdieEinnahmemöglichstmitreichlichFlüssigkeit

erfolgensollte.DieAufnahmedesWirkstoffsRamiprilwirddurchNahrungnicht

wesentlichbeeinträchtigt.

DieangegebeneTagesmengesollbeiPatientenmitHerzleistungsschwächenach

akutemHerzinfarktzunächstverteiltauf2Einzelgaben(morgensundabends)

eingenommenwerden.SonstkanndieEinnahmederTagesdosismorgensauf

einmalerfolgen.

BeiPatienten,dieeineHerzleistungsschwächenacheinemakutenHerzinfarkt

entwickeln,beginntdieBehandlungmitRamiprilSandoz5mg2-9Tagenach

demInfarktereignis.

DieTablettekanningleicheHälftengeteiltwerden.

DauerderAnwendung

DieDauerderAnwendungbestimmtderbehandelndeArzt.EswirdbeiPatienten

mitHerzleistungsschwächenachakutemHerzinfarktempfohlen,eine

BehandlungsdauermitRamiprilSandoz5mgvon15Monatennichtzu

unterschreiten.

BittesprechenSiemitIhremArztoderApotheker,wennSiedenEindruckhaben,

dassdieWirkungvonRamiprilSandoz5mgzustarkoderzuschwachist.

WennSieeinegrößereMengeRamiprilSandoz5mgeingenommenhaben

alsSiesollten

WennSiedurcheinVersehenzuvieleTabletteneingenommenhaben,den

VerdachtaufeineÜberdosierunghabenodereinKindeinigeTabletten

geschluckthat,wendenSiesichsofortaneinenArzt/Notarzt.Dieserkannden

SchweregradeinschätzenundüberdieerforderlichenMaßnahmenentscheiden.

InAbhängigkeitvomAusmaßderÜberdosierungsindfolgendeSymptome

möglich:

StarkerBlutdruckabfall,verlangsamteHerzschlagfolge,Kreislaufschock,

StörungenimSalz-undFlüssigkeitshaushalt,Nierenversagen.

WennSiedieEinnahmevonRamiprilSandoz5mgvergessenhaben

NehmenSiebeimnächstenMalnichtzusätzlichmehrTablettenein,sondern

setzenSiedieBehandlungmitderverordnetenDosisfort.

WennSiedieEinnahmevonRamiprilSandoz5mgabbrechen

UnterbrechenoderbeendenSiedieBehandlungmitRamiprilSandoz5mgnicht

ohneRücksprachemitIhrembehandelndenArzt!

BeiPatientenmitBluthochdruckkannderBlutdruckerneutansteigen.

WennSieweitereFragenzurAnwendungdesArzneimittelshaben,fragenSie

IhrenArztoderApotheker.

4 4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WiealleArzneimittelkannRamiprilSandoz5mgNebenwirkungenhaben,die

abernichtbeijedemauftretenmüssen.

UnerwünschteWirkungen,dievonRamiprilSandoz5mgoderanderen

ACE-Hemmernbekanntsind,findenSienachfolgend.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitsangaben

zugrundegelegt:

Sehrhäufig:mehrals1von10Behandelten

Häufig: wenigerals1von10,abermehrals1von100Behandelten

Gelegentlich:wenigerals1von100,abermehrals1von1000

Behandelten

Selten: wenigerals1von1000,abermehrals1von10000

Behandelten

Sehrselten:wenigerals1von10000Behandelten,einschließlich

Einzelfälle

Nebenwirkungen

Nervensystem

Gelegentlich: Kopfschmerzen,MüdigkeitundGleichgewichtsstörungen.

Selten: Benommenheit,übermächtigeSchläfrigkeit(Somnolenz),

Depressionen,Schlafstörungen,Impotenz,Libidoabnahme,

Verwirrtheit,Angstgefühl,Nervosität,Unruhe,Tremor,

Hörstörungen(z.B.Ohrensausen),verschwommenes

SehensowieGeruchsstörungen,

Geschmacksveränderungenodervorübergehender

Geschmacksverlust.

Sehrselten: Kribbeln,Taubheits-undKältegefühlandenGliedmaßen

(Parästhesien).

Herz-Kreislauf-System

Gelegentlich: insbesonderezuBeginnderBehandlungmitRamipril

Sandoz5mgsowiebeiPatientenmitSalz-und/oder

Flüssigkeitsmangel(z.B.Vorbehandlungmitharntreibenden

Arzneimitteln[Diuretika]),Herzleistungsschwäche–

insbesonderenachakutemHerzinfarkt–,schwerem

Bluthochdruck,aberauchbeiErhöhungderDosierungdes

WirkstoffsRamiprilund/oderDiuretikakanneine

übermäßigeBlutdrucksenkung(Hypotonie,Orthostase)mit

SymptomenwieSchwindel,LeeregefühlimKopf–unter

UmständenmitKonzentrationsstörungen–,Schwitzen,

Schwächegefühl,Sehstörungen,seltenauchmit

Bewusstseinsverlust(Synkope),auftreten.

ImZusammenhangmiteinemverstärktenBlutdruckabfall

kannfolgendeNebenwirkungauftreten:

erhöhteHerzschlagfolge(Tachykardie).

Selten: Herzrhythmusstörungenkönnenauftretenoderverstärkt

werden.

ImZusammenhangmiteinemverstärktenBlutdruckabfall

könnenfolgendeNebenwirkungenauftreten:

Herzklopfen(Palpitationen)undAnginaPectoris.

Sehrselten: DurchblutungsstörungeninfolgeeinerGefäßverengung

könnensichunterderBehandlungmitRamiprilSandoz5

mgverschlechtern.

ImZusammenhangmiteinemverstärktenBlutdruckabfall

könnenfolgendeNebenwirkungenauftreten:

Herzinfarkt(möglicherweiselebensbedrohlich),kurzfristige

symptomatischeMangeldurchblutungdesGehirns(TIA),

Schlaganfall(ischämischerzerebralerInsult;möglicherweise

lebensbedrohlich).

Atemwege

Häufig: trockenerReizhusten.

Selten: krampfartigeVerengungderBronchien(Bronchospasmus),

Atemnot,Bronchitis,EntzündungderNasennebenhöhlen

oderSchnupfen(Rhinitis)könnenauftreten.

SeltenverliefendurchACE-Hemmerausgelöste

Gewebeschwellungen(angioneurotischeÖdeme)mit

BeteiligungvonKehlkopf,Rachenund/oderZunge.

PatientenmitschwarzerHautfarbeneigeneherzusolchenGewebeschwellungen

alsPatientenmitnicht-schwarzerHautfarbe.

Verdauungstrakt

Gelegentlich: ÜbelkeitundAppetitlosigkeit.

Selten: BeschwerdenwieMagenschmerzen,

Oberbauchbeschwerden(seltenmitErhöhungder

Pankreasenzyme),Verdauungsstörungen,Erbrechen,

DurchfalloderVerstopfung,EntzündungenderMund-bzw.

ZungenschleimhautoderdesMagen-Darm-Trakts,

MundtrockenheitundDurst.

Sehrselten: Bauchspeicheldrüsenentzüngungen(Pankreatitis)und

Darmverschluss(Subileus,Ileus).

Leber

Sehrselten: unterACE-Hemmer-BehandlungwurdeeinSyndrom

beobachtet,dasmitGelbsuchtdurchGallestau

(cholestatischerIkterus)beginntundbiszumAbsterbenvon

Leberzellen(hepatischeNekrose;manchmalmittödlichem

Ausgang)fortschreitet.

SehrseltenwurdenLeberfunktionsstörungen(einschließlich

akutesLeberversagen)undLeberentzündung(Hepatitis)

beschrieben.

BeiAuftretenvonGelbsucht(Ikterus)oderbeieinemdeutlichenAnstiegder

LeberenzymeistdieTherapiemitRamiprilSandoz5mgabzubrechenundder

Patientärztlichzuüberwachen.

Haut,AllergischeReaktionen

Gelegentlich: Haut-oderSchleimhautreaktionen(z.B.alsAusdruckeiner

allergischenReaktion)wieAusschlag,Nesselsucht

(Urtikaria),Juckreiz(Pruritus)oderGewebeschwellungen

(angioneurotischesÖdem)mitBeteiligungvonLippen,

Gesichtund/oderderGliedmaßekönnenauftretenundzum

AbsetzenvonRamiprilSandoz5mgzwingen.Auch

leichterenichtangioneurotischeÖdeme,z.B.imBereichder

Sprunggelenke,sindmöglich.

GelegentlichtrateineBindehautreizung(Konjunktivitis)auf.

Selten: Gesichtsrötung(Flush).

Sehrselten: schwerwiegendeHautreaktionenwieErythemamultiforme,

Stevens-Johnson-Syndromodertoxischeepidermale

Nekrolyse;AusschlägemitFleckenundKnötchen

(makulopapuläresEx-oderEnanthem),eineschwere

blasenbildendeHauterkrankung(Pemphigus),

VerschlimmerungeinerSchuppenflechte(Psoriasis),

schuppige,blasigeoderflechtenartige(psoriasiforme,

pemphigoideoderlichenoide)Haut-oder

Schleimhautveränderungen,Lichtempfindlichkeit

(Photosensibilität),Haarausfall,Nagelablösung,

GefäßentzündungundeineZunahmeoderAuslösungder

GefäßkrämpfebeiRaynaud-Krankheit.

MancheHautveränderungenkönnenmitFieber,Muskel-undGelenkschmerzen

(Myalgien,Arthralgien),Gefäßentzündungenundbestimmten

Laborwertveränderungen(Eosinophilieund/odererhöhtenANA-Titern)

einhergehen.

BeiVerdachtaufeineschwerwiegendeHautreaktionmusssofortder

behandelndeArztaufgesuchtundgegebenenfallsdieTherapiemitRamipril

Sandoz5mgabgebrochenwerden.

ÜberempfindlichkeitsreaktionenaufInsektengiftekönnenunterACE-Hemmern

eherauftretenundschwererverlaufen.

Nieren

Gelegentlich: Nierenfunktionsstörungenkönnenauftretenoderverstärkt

werden,sehrseltenbiszumakutenNierenversagen.

Sehrselten: vermehrteEiweißausscheidungimUrin,teilweisemit

gleichzeitigerVerschlechterungderNierenfunktion.

Bewegungsapparatundandere

Sehrselten: Muskelkrämpfe,Muskel-undGelenkschmerzenoderFieber.

Blutbildveränderungen/Laborwerte

Gelegentlich: insbesonderebeiPatientenmit

Nierenfunktionsstörungenkönnendie

SerumkonzentrationenvonHarnstoffundKreatinin

ansteigen.

GelegentlichkanneszueinerErhöhungderBilirubin-und

Leberenzymkonzentrationenkommen.

Selten: Hämoglobinkonzentration,Hämatokrit,weißeBlutzellen-

oderBlutplättchenzahlkönnenabfallen.

InsbesonderebeiPatientenmiteingeschränkter

Nierenfunktion,Kollagenkrankheitenodergleichzeitiger

TherapiemitAllopurinol,Procainamidoderbestimmten

Arzneimitteln,diedieAbwehrreaktionenunterdrückenkann

es,zueinerkrankhaftenVerringerungodersonstigen

VeränderungenderBlutzellenzahl(Anämie,

Thrombozytopenie,Neutropenie,Eosinophilie)kommen.

InsbesonderebeiPatientenmitNierenfunktionsstörungen

könnendieKaliumkonzentrationimSerumansteigensowie

dieNatriumkonzentrationimSerumabfallen.

SeltenkanneszueinerErhöhungderPankreasenzymeim

Serumkommen.

Sehrselten: insbesonderebeiPatientenmiteingeschränkter

Nierenfunktion,Kollagenkrankheitenodergleichzeitiger

TherapiemitAllopurinol,Procainamidoderbestimmten

Arzneimitteln,diedieAbwehrreaktionenunterdrückenkann

essogarzueinemvölligenVerlustbestimmteroderaller

Blutzellen(AgranulozytoseoderPanzytopenie,z.B.infolge

Myelosuppression)kommen.

SehrseltenwurdenerhöhteANA-Titerbeobachtet.

SehrseltenwurdeüberHämolyse/hämolytischeAnämie,

auchimZusammenhangmiteinerseltenen

Stoffwechselerkrankung

(Glukose-6-phosphatdehydrogenase-Mangel),berichtet.

ImUrinkannsehrselteneinevermehrteEiweißaus-

scheidungauftreten.

BeiPatientenmitmanifesterZuckerkrankheit(Diabetesmellitus)wurdeein

Serum-Kalium-Anstiegbeobachtet.

Hinweis

Dieo.g.LaborwertesollenvorundregelmäßigwährendderBehandlungmit

RamiprilSandoz5mgkontrolliertwerden.

Gegenmaßnahmen

DurchACE-HemmerausgelösteplötzlicheGewebeschwellungenmitBeteiligung

vonKehlkopf,Rachenund/oderZunge(angioneurotischeÖdeme)müssensofort

ärztlichbehandeltwerden.SiemüssensofortinsKrankenhauseingewiesenund

mindestens12bis24Stundenlangüberwachtwerden.

ÜbermäßigerBlutdruckabfall,GelbsuchtoderÜberempfindlichkeitsreaktionen

könnenunterUmständenlebensbedrohlichwerden.InformierenSiebitte

umgehendeinenArzt,fallseinedieserNebenwirkungenplötzlichauftrittodersich

unerwartetstarkentwickelt.NehmenSiedasMittelaufkeinenFallohneärztliche

Aufsichtweiter.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführten

NebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungen

bemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind.

5 5. WieistRamiprilSandoz5mgaufzubewahren?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufdemDurchdrückstreifenundder

FaltschachtelangegebenenVerfalldatumnichtmehrverwenden.

InderOriginalpackungaufbewahren!

Nichtüber25°Clagern!

6 6. WeitereInformationen

WasRamiprilSandoz5mgenthält

DerWirkstoffistRamipril.

1Tabletteenthält5mgRamipril.

DiesonstigenBestandteilesind:

MikrokristallineCellulose,vorverkleisterteStärke(ausMaisstärke),gefälltes

Siliciumdioxid,Glycinhydrochlorid,Glyceroldibehenat(Ph.Eur.),Eisen(III)-oxid(E

172).

WieRamiprilSandoz5mgaussiehtundInhaltderPackung

RamiprilSandoz5mgsindhellrosa,leichtgesprenkeltelänglicheTablettenmit

BruchkerbeaufeinerSeite.

DieTablettekanningleicheHälftengeteiltwerden.

RamiprilSandoz5mgistinOriginalpackungenmit20(N1),50(N2)und100(N3)

Tablettenerhältlich.

PharmazeutischerUnternehmer

SandozPharmaceuticalsGmbH

Carl-Zeiss-Ring3

85737Ismaning

E-Mail:info@sandoz.de

Hersteller

LekSpolkaAkcyjna

Ul.Podlipie16

95-010Strykow

Polen

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitet:Januar2007.

Fachinformation

(ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels/SPC)

1. BezeichnungderArzneimittels

RamiprilSandoz2,5mgTabletten

RamiprilSandoz5mgTabletten

RamiprilSandoz10mgTabletten

2. QualitativeundquantitativeZusammensetzung

Wirkstoff:Ramipril

RamiprilSandoz2,5mgTabletten:

1Tabletteenthält2,5mgRamipril.

RamiprilSandoz5mgTabletten:

1Tabletteenthält5mgRamipril.

RamiprilSandoz10mgTabletten:

1Tabletteenthält10mgRamipril.

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt

6.1.

3. Darreichungsform

Tabletten

RamiprilSandoz2,5mgTabletten:

Hellgelbe,leichtgesprenkelte,länglicheTablettemitBruchkerbeauf

einerSeite.

DieTablettekanningleicheHälftengeteiltwerden.

RamiprilSandoz5mgTabletten:

Hellrosa,leichtgesprenkelte,länglicheTablettemitBruchkerbeauf

einerSeite.

DieTablettekanningleicheHälftengeteiltwerden.

RamiprilSandoz10mgTabletten:

Weißebiscremefarbene,länglicheTablettemitBruchkerbeaufeiner

Seite.

DieTablettekanningleicheHälftengeteiltwerden.

RamiprilSandoz,spcde-mark 1/18 Januar2007

4. KlinischeAngaben

4.1 Anwendungsgebiete

EssentielleHypertonie

GeringbismäßigausgeprägteHerzinsuffizienz(NYHAIIundIII)

nachakutem(2bis9Tagealtem)Myokardinfarkt

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

Hinweise:

InsbesonderebeiPatientenmitSalz-und/oderFlüssigkeitsmangel(z.

B.Erbrechen/Diarrhö,Diuretikatherapie),Herzinsuffizienz–

insbesonderenachakutemMyokardinfarkt–oderschwerer

HypertoniekanneszuBeginnderTherapiemitRamiprilSandozzu

einemübermäßigenBlutdruckabfallkommen.

Salz-und/oderFlüssigkeitsmängelsollenvorBeginnderTherapiemit

RamiprilSandozausgeglichenundeinebestehendeDiuretika-

Therapiereduziertbzw.mindestens2-3Tagevorherabgesetzt

werden.(BeiPatientenmitHerzinsuffizienzistdiesallerdingsgegen

dasRisikoeinerVolumenüberlastungabzuwägen).

BeidiesenPatientenistdieTherapiemitdergeringstenEinzeldosis

von1,25mgRamiprilmorgenszubeginnen.

NachGabedererstenDosis,aberauchbeiErhöhungderDosierung

vonRamipriloder/undSchleifendiuretikasinddiesePatienten

mindestensachtStundenärztlichzuüberwachen,umeine

unkontrolliertauftretendehypotoneReaktionzuvermeiden.

BeieinigenälterenPatienten(über65Jahre)kanndieReaktionauf

einenACE-HemmerstärkerseinalsbeijüngerenPatienten.Daherist

beiälterenPatientenebensowiebeiPatienten,diedurcheinen

unerwünschtstarkenBlutdruckabfallbesondersgefährdetwürden

(z.B.PatientenmitStenosenderKoronargefäßeoderder

hirnversorgendenGefäße),dieniedrigsteAnfangsdosis(1,25mg

Ramipriltäglich)inErwägungzuziehen.

BeiPatientenmitmalignerHypertonieoderbeiHerzinsuffizienz–

insbesonderenachakutemMyokardinfarkt–solldieEinstellungder

TherapiemitRamiprilSandozunterstationärenBedingungen

erfolgen.

FürPatientenmitnormalerNierenfunktiongelten,soweitnichtanders

verordnet,folgendeDosierungsrichtlinien.

EssentielleHypertonie

ÜblicherweisebeträgtdieAnfangsdosisentsprechend2,5mgRamipril

morgens.DieseDosisistinderRegelauchErhaltungsdosis.Wirdmit

dieserDosiskeineBlutdrucknormalisierungerreicht,kannnach

RamiprilSandoz,spcde-mark 2/18 Januar2007

frühestens3WocheneineDosiserhöhungvomArztauf5mgRamipril

proTagerfolgen.DieMaximaldosisbeträgt10mgRamiprilproTag.

IstdieblutdrucksenkendeWirkungvon5mgRamipriltäglichnicht

ausreichend,wirdempfohlendiezusätzlicheAnwendungz.B.eines

DiuretikumsoderCalciumantagonistenzuerwägen.Hierdurchkann

derblutdrucksenkendeEffektvonRamiprilverstärktwerden.

GeringbismäßigausgeprägteHerzinsuffizienz(NYHAIIundIII)nach

akutem(2-9Tagealtem)Myokardinfarkt

Hinweis:

DieEinstellungaufRamiprilSandozdarfindiesemAnwendungsgebiet

nurunterstationärenBedingungenbeihämodynamischstabilen

Patientenerfolgen.

PatientenmitbegleitenderantihypertensiverTherapiemüssen

besonderssorgfältigüberwachtwerdenumeinenBlutdruckabfallzu

vermeiden.

DieanfänglicheDosisbeträgtüblicherweise2,5mgRamiprilmorgens

undabends(5mgRamiprilproTag).WirddieseDosisvomPatienten

nichtvertragen(z.B.übermäßigerBlutdruckabfall),sosolltedieDosis

auf1,25mgRamiprilmorgensundabends(entsprechend2,5mg

RamiprilproTag)reduziertwerden.

AbhängigvomZustanddesPatientenkanndieDosisdanngesteigert

werden.EineDosisverdopplungimAbstandvon

1-2TagenbiszurMaximaldosisvontäglichje5mgRamiprilmorgens

undabends(10mgRamiprilproTag)istmöglich.

DosierungbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion(Kreatinin-

Clearance<60ml/min)

DieAnfangsdosisbeträgt1,25mgRamiprilmorgens.Die

ErhaltungsdosisbeträgtinderRegel2,5mgRamiprilproTag.Die

Maximaldosisvon5mgRamiprilproTagsolltenichtüberschritten

werden.

DieEinnahmevonRamiprilSandozkannvor,zuodernachden

MahlzeitenmitausreichendFlüssigkeiterfolgen.DieResorptiondes

WirkstoffsRamiprilwirddurchNahrungnichtwesentlichbeeinträchtigt.

DieangegebeneTagesmengesollbeiPatientenmitHerzinsuffizienz

nachakutemMyokardinfarktzunächstverteiltauf2Einzelgaben

(morgensundabends)eingenommenwerden.Sonstkanndie

EinnahmederTagesdosismorgensaufeinmalerfolgen.

BeiPatienten,dieeineHerzinsuffizienznacheinemakuten

Myokardinfarktentwickeln,darfdieTherapiemitRamiprilSandoz

frühestens2TagenachdemInfarktereignis,sollteaberspätestensam

10.TagnachdemInfarktereignisbegonnenwerdenundeswird

empfohlen,beiderAnwendungvonRamiprilSandozdieDauervon15

Monatennichtzuunterschreiten.

RamiprilSandoz,spcde-mark 3/18 Januar2007

4.3 Gegenanzeigen

RamiprilSandozdarfnichteingenommenwerdenbei:

ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoffRamipril,einenanderen

ACE-HemmerodereinendersonstigenBestandteilevonRamipril

Sandoz

anamnestischbekanntemangioneurotischemÖdem(hereditär

oderidiopathisch,z.B.infolgeeinerfrüherenACE-Hemmer-

Therapie)

Nierenarterienstenose(beidseitigbzw.einseitigbeiEinzelniere)

ZustandnachNierentransplantation

hämodynamischrelevanterAorten-oderMitralklappenstenose

bzw.hypertropherobstruktiverKardiomyopathie

primäremHyperaldosteronismus

Schwangerschaft(vorherigerAusschlusssowieVerhütungdes

EintrittsderSchwangerschaft)(siehe4.6“Schwangerschaftund

Stillzeit”)

Stillzeit(Abstillen!)(siehe4.6“SchwangerschaftundStillzeit”).

BeimEinsatzvonRamiprilSandozbeigeringerbismäßiger

HerzinsuffizienznachakutemMyokardinfarktsinddarüberhinaus

folgendeGegenanzeigenzubeachten:

anhaltendeHypotonie(systolischunter90mmHg)

orthostatischeDysregulation

schwereHerzinsuffizienz(NYHAIV)

instabileAnginapectoris

lebensbedrohlicheventrikuläreArrhythmien

Corpulmonale.

DakeineausreichendenTherapieerfahrungenvorliegen,darfRamipril

Sandoznichtangewendetwerdenbei:

Nephropathie,diemitSteroiden,nichtsteroidalenAntiphlogistika,

Immunmodulatorenund/oderzytotoxischenSubstanzenbehandelt

wird

Dialyse

primärerLebererkrankungoderLeberinsuffizienz

unbehandelterdekompensierterHerzinsuffizienz

Kindern.

DiegleichzeitigeAnwendungvonRamiprilSandozoderanderenACE-

HemmernundextrakorporalenTherapieverfahren,diezumKontakt

vonBlutmitnegativgeladenenOberflächenführen,istzuvermeiden,

daschwereanaphylaktoideReaktionenbishinzum

lebensbedrohlichenSchockauftretenkönnen(siehefolgende

Beispiele):

SodarfwährendderTherapiemitRamiprilSandozkeineDialyseoder

HämofiltrationmitPoly(acrylonitril,natrium-2-methylallyl-sulfonat)-

high-flux-Membranen(z.B.“AN69")undkeineLDL(lowdensity

lipoprotein)-ApheresemitDextransulfaterfolgen.

RamiprilSandoz,spcde-mark 4/18 Januar2007

ImFalleeinernotfallmäßigenDialyseoderHämofiltration

oderderNotwendigkeiteinerLDL-Apheresemussdeshalbvorherauf

einanderesfürdasbetreffendeAnwendungsgebietgeeignetes

Arzneimittel–keinenACE-Hemmer–umgestelltwerden,odereine

andereDialysemembranverwendetwerden.

WährendeinerDesensibilisierungstherapiegegenInsektengifte(z.B.

vonBienenoderWespen)undgleichzeitigerAnwendungeinesACE-

Hemmerskönnenz.T.lebensbedrohlicheanaphylaktoideReaktionen

(z.B.Blutdruckabfall,Atemnot,Erbrechen,allergische

Hautreaktionen)auftreten.Überempfindlichkeitsreaktionenkönnen

auchnachInsektenstichen(wieBienen-oderWespenstich)

vorkommen.

FallseineDesensibilisierungstherapiegegenInsektengiftenotwendig

ist,istderACE-Hemmervorübergehenddurcheingeeignetes

ArzneimittelauseineranderenStoffklassezuersetzen.

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdie

Anwendung

Warnhinweis

WenneinangioneurotischesÖdemwährendderBehandlungauftritt,

mussRamiprilSandozsofortabgesetztwerden.EindurchACE-

HemmerausgelöstesangioneurotischesÖdemkannmitBeteiligung

vonKehlkopf,Rachenund/oderZungeverlaufen(siehe4.9

“Überdosierung”).

RamiprilSandozdarfnurnachsehrkritischerNutzen-Risiko-

AbwägungunterregelmäßigerKontrollerepräsentativer,klinischerund

laborchemischerParameterangewendetwerdenbei:

klinischrelevantenElektrolytstörungen

gestörterImmunreaktionoderKollagenkrankheit(z.B.Lupus

erythematodes,Sklerodermie)

gleichzeitigersystemischerTherapiemitArzneimitteln,diedie

Abwehrreaktionenunterdrücken(z.B.Kortikoide,Zytostatika,

Antimetabolite),Allopurinol,ProcainamidoderLithium.

BeiPatientenmiterhöhterAktivitätdesRenin-Angiotensin-Systems

bestehtdasRisiko,dasseinplötzlicherausgeprägterBlutdruckabfall

undeineVerschlechterungderNierenfunktionaufgrundderACE-

Hemmungauftritt.WennRamiprilSandozinsolchenFällenzum

erstenMalodererstmalsinhöhererDosierungangewendetwird,ist

derBlutdrucksolangesorgfältigzukontrollieren,biskeineweitere

akuteBlutdrucksenkungmehrzuerwartenist.

EineerhöhteAktivitätdesRenin-Angiotensin-Systemsist

beispielsweisezuerwartenbei:

Patienten,diemitDiuretikavorbehandeltsind

PatientenmitSalz-und/oderFlüssigkeitsmangel

PatientenmitschwererHypertonie

RamiprilSandoz,spcde-mark 5/18 Januar2007

PatientenmitHerzinsuffizienz-insbesonderenachakutem

Myokardinfarkt

PatientenmitlinksventrikulärerEin-oderAusflussbehinderung(z.B.

Aorten-oderMitralklappenstenose,hypertropheKardiomyopathie)

PatientenmiteinerhämodynamischrelevantenNierenarterienstenose.

(DasAbsetzeneinerbestehendenDiuretika-Therapiekann

erforderlichsein.)

ZuTherapiebeginnsindauchfolgendePatientenbesonderssorgfältig

zuüberwachen:

älterePatienten(über65Jahre)

Patienten,diedurcheinenunerwünschtstarkenBlutdruckabfall

besondersgefährdetwürden(z.B.PatientenmitStenosender

KoronargefäßeoderderhirnversorgendenGefäße).

VorAnwendungvonRamiprilSandozmussdieNierenfunktion

überprüftwordensein.Eswirdempfohlen,dieNierenfunktion

besondersindenerstenWochenderBehandlungzuüberwachen.

Diesgiltinsbesonderefür:

PatientenmitHerzinsuffizienz

PatientenmiteinseitigerNierenarterienstenose(indiesemFallkann

bereitseingeringerSerum-Kreatinin-AnstiegHinweisaufdenAusfall

derbetroffenenNieresein)

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktion.

BeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionsindhäufigere

KontrollenderSerum-Kalium-Konzentrationerforderlich.

InsbesonderezuBehandlungsbeginnundbeiRisikopatienten

(PatientenmitNiereninsuffizienz,Kollagenerkrankungen),Behandlung

mitanderenArzneimitteln,dieBlutbildveränderungenverursachen

können(z.B.Immunsuppressiva,Zytostatika,Allopurinol,

Procainamid)sindKontrollenderSerumelektrolyt-und

SerumkreatininkonzentrationensowiedesBlutbildes(besondersder

Leukozytenzahl)kurzfristigangezeigt.

SolltenimVerlaufderTherapiemitRamiprilSandozSymptomewie

Fieber,Lymphknotenschwellungenund/oderHalsentzündung

auftreten,mussumgehenddasweißeBlutbilduntersuchtwerden.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstige

Wechselwirkungen

FolgendeWechselwirkungenkönnenbeigleichzeitigerAnwendungvon

RamiprilSandozoderanderenACE-Hemmernunddennachfolgend

genanntenArzneimittelnbzw.Substanzenauftreten:

Kaliumsalze,kaliumsparendeDiuretika(z.B.Amilorid,Triamteren,

Spironolacton):VerstärkteZunahmederSerum-Kalium-Konzentration.

(WenneinegleichzeitigeBehandlungmitdiesenArzneimitteln

angezeigtist,erfordertdieseineengmaschigeÜberwachungdes

Serum-Kaliums.)

RamiprilSandoz,spcde-mark 6/18 Januar2007

Antihypertensiva(insbesondereDiuretika)undandereSubstanzenmit

blutdrucksenkendemPotenzial(z.B.Nitrate,trizyklische

Antidepressiva):VerstärkungderblutdrucksenkendenWirkungvon

RamiprilSandoz.(BeigleichzeitigerTherapiemitDiuretikawirddie

regelmäßigeKontrollederSerum-Natrium-Konzentrationempfohlen.)

Hypnotika,Narkotika,Anästhetika:VerstärkterBlutdruckabfall(ggf.

InformationdesAnästhesistenüberdieTherapiemitRamipril

Sandoz).

vasopressorischeSympathomimetika(z.B.Epinephrin):Mögliche

AbschwächungderblutdrucksenkendenWirkungvonRamiprilSandoz

(engmaschigeBlutdruckkontrollenempfohlen).

Allopurinol,Procainamid,Zytostatika,Immunsuppressiva,systemische

KortikoideundandereArzneimittel,diedasBlutbildverändernkönnen:

ErhöhteWahrscheinlichkeithämatologischerReaktionen,

insbesondereAbnahmederLeukozytenzahlimBlut,Leukopenie.

Lithium:ErhöhungderSerum-Lithium-Konzentrationunddadurch

Verstärkungderkardio-undneurotoxischenWirkungdesLithiums

(regelmäßigeKontrollederSerum-Lithium-Konzentration

erforderlich!).

oraleAntidiabetika(z.B.Sulfonylharnstoffe,Biguanide),Insulin:Durch

möglicheVerminderungderInsulinresistenzVerstärkungdes

blutzuckersenkendenEffektesdurchRamiprilSandozmitdemRisiko

einerHypoglykämie(zuBehandlungsbeginnbesonderssorgfältige

KontrolledesBlutzuckersempfohlen).

nichtsteroidaleAntiphlogistika,Analgetika(z.B.Indometacin,

Acetylsalicylsäure):MöglicheAbschwächungdesblutdrucksenkenden

EffektesvonRamiprilSandoz;möglicherweiseerhöhtesRisikoeiner

VerschlechterungderNierenfunktionundeinesAnstiegsderSerum-

Kalium-Konzentration.

Heparin:MöglicherAnstiegderSerum-Kalium-Konzentration.

Kochsalz:VerminderteBlutdrucksenkungundgeringereWirkungauf

SymptomederHerzinsuffizienz.

Alkohol:VerstärkteBlutdrucksenkungundverstärkteWirkungvon

Alkohol.

4.6 SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

RamiprilistwährendderSchwangerschaftkontraindiziert(siehe4.3

“Gegenanzeigen”).

ACE-HemmerkönnenbeischwangerenFrauenzufetalerund

neonatalerMorbiditätundMortalitätführen.InderWeltliteraturwurden

einigeDutzendFälleberichtet.

EineSchwangerschaftmussdahervorBehandlungsbeginn

ausgeschlossenwerden.SchwangerschaftsverhütendeMaßnahmen

sollenangewendetwerden,wenndieBehandlungmitACE-Hemmern

notwendigist.

RamiprilSandoz,spcde-mark 7/18 Januar2007

WirdeineSchwangerschaftfestgestellt,solltedieRamipril-

BehandlungsobaldwiemöglichabgesetztunddieEntwicklungdes

Fetenregelmäßigüberwachtwerden.BeiFrauenmitKinderwunsch

solltenACE-Hemmer(einschließlichRamipril)nichtangewendet

werden.FrauenimgebärfähigenAltersolltenüberdaspotenzielle

RisikoaufgeklärtundACE-Hemmer(einschließlichRamipril)nurnach

sorgfältigerBeratungundindividuellerNutzen-Risiko-Abwägung

gegebenwerden.

WennACE-HemmerbeiSchwangerenwährenddeszweitenund

drittenTrimenonsangewendetwurden,konntenfolgende

unerwünschtenWirkungenaufdenFoetusoderdasNeugeborene–

manchmalzusammenmitvermindertemFruchtwasser(vorwiegend

einZeichenfüreineNierenfunktionsstörung)festgestelltwerden:

DeformationendesGesichtsundderSchädelknochen,pulmonale

Hypoplasie,foetaleGliedmaßenmissbildung,Hypotonie,Anurie,

reversibleundirreversiblesNierenfunktionsstörungundTod.Beim

MenschenwurdeübervorzeitigeReifung,intrauterine

WachstumsretardierungundoffenerDuctusarteriosusberichtet,

obwohlesunklarist,obdiePhänomeneeineFolgederACE-Hemmer-

Expositionsind.

AußerdemwurdedieAnwendungvonACE-Hemmernimersten

TrimenonderSchwangerschaftmiteinempotenziellerhöhtemRisiko

konnatalerDefekteassoziiert.

Stillzeit

RamiprildarfwährendderderStillzeitnichtangewendetwerden.

InUntersuchungenansäugendenVersuchstierenwurdefestgestellt,

dassRamiprilindieMuttermilchübergeht.

WenndieBehandlungwährendderStillzeitnotwendigist,muss

abgestilltwerden,umzuverhindern,dassderSäuglingauchkleine

MengenanRamiprilbekommt.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzum

BedienenvonMaschinen

DieBehandlungmitdiesemArzneimittelbedarfderregelmäßigen

ärztlichenKontrolle.Durchindividuellauftretendeunterschiedliche

ReaktionenkanndasReaktionsvermögensoweitverändertsein,dass

dieFähigkeitzuraktivenTeilnahmeamStraßenverkehr,zum

BedienenvonMaschinenoderzumArbeitenohnesicherenHalt

beeinträchtigtwird.DiesgiltinverstärktemMaßebei

Behandlungsbeginn,DosiserhöhungundPräparatewechselsowieim

ZusammenwirkenmitAlkohol.

4.8 Nebenwirkungen

RamiprilSandoz,spcde-mark 8/18 Januar2007

UnterderTherapiemitRamiprilSandozoderanderenACE-Hemmern

könnendienachfolgendgenanntenNebenwirkungenauftreten.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgende

Häufigkeitsangabenzugrundegelegt:

Sehrhäufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100bis<1/10)

Gelegentlich (≥1/1000bis<1/100)

Selten (≥1/10000bis<1/1000)

Sehrselten (<1/10000,einschließlichEinzelfälle)

Nervensystem

Gelegentlich: Kopfschmerzen,Müdigkeitund

Gleichgewichtsstörungen.

Selten: BenommenheitundSomnolenz,Depressionen,

Schlafstörungen,Impotenz,Libidoabnahme,

Verwirrtheit,Angstgefühl,Nervosität,Unruhe,Tremor,

Hörstörungen(z.B.Tinnitus),verschwommenes

SehensowieGeruchsstörungen,

Geschmacksveränderungenodervorübergehender

Geschmacksverlust.

Sehrselten: Parästhesien.

Herz-Kreislauf

Gelegentlich: insbesonderezuBeginnderTherapiemitRamipril

SandozsowiebeiPatientenmitSalz-und/oder

Flüssigkeitsmangel(z.B.Diuretika-Vorbehandlung),

Herzinsuffizienz–insbesonderenachakutem

Myokardinfarkt–,schwererHypertonie,aberauchbei

ErhöhungderDosierungvonRamiprilund/oder

DiuretikakanneineübermäßigeBlutdrucksenkung

(Hypotonie,Orthostase)mitSymptomenwie

Schwindel,LeeregefühlimKopf–unterUmständen

mitKonzentrationsstörungen–,Schwitzen,

Schwächegefühl,Sehstörungen,seltenauchmit

Bewusstseinsverlust(Synkope),auftreten.

ImZusammenhangmiteinemverstärkten

Blutdruckabfall:Tachykardie.

Selten: Herzrhythmusstörungenkönnenauftretenoder

verstärktwerden.

ImZusammenhangmiteinemverstärkten

Blutdruckabfall:PalpitationenundAnginaPectoris.

Sehrselten: DurchblutungsstörungeninfolgeeinerGefäßstenose

könnensichunterderTherapiemitRamiprilSandoz

verschlechtern.

RamiprilSandoz,spcde-mark 9/18 Januar2007

ImZusammenhangmiteinemverstärkten

Blutdruckabfall:Myokardinfarkt,TIA,ischämischer

zerebralerInsult.

Atemwege

Häufig: trockenerReizhusten.

Selten: Bronchospasmus,Atemnot,Bronchitis,Sinusitisoder

Rhinitis.

SeltenverliefendurchACE-Hemmerausgelöste

angioneurotischeÖdememitBeteiligungvon

Kehlkopf,Rachenund/oderZunge(siehe4.9

“Überdosierung”).

BeiPatientenmitschwarzerHautfarbewurdeimVergleichzu

Patientenmitnicht-schwarzerHautfarbeeinehöhereInzidenzvon

AngioödemenunterACE-Hemmer-Therapieberichtet.

Verdauungstrakt

Gelegentlich: ÜbelkeitundAppetitlosigkeit.

Selten: BeschwerdenwieMagenschmerzen,

Oberbauchbeschwerden(seltenmitErhöhungder

Pankreasenzyme),Verdauungsstörungen,Erbrechen,

DiarrhöoderObstipation,EntzündungenderMund-

bzw.ZungenschleimhautoderdesMagen-Darm-

Trakts,MundtrockenheitundDurst.

Sehrselten: Pankreatitisund(Sub-)Ileus.

Leber

Sehrselten: unterACE-Hemmer-BehandlungwurdeeinSyndrom

beobachtet,dasmitcholestatischemIkterusbeginnt

undbiszurhepatischenNekrosefortschreitet

(manchmalmitletalemAusgang).

SehrseltenwurdenLeberfunktionsstörungen

(einschließlichakutesLeberversagen)undHepatitis

beschrieben.

BeiAuftretenvonIkterusoderbeieinemdeutlichenAnstiegder

LeberenzymeistdieTherapiemitRamiprilSandozabzubrechenundder

Patientärztlichzuüberwachen.

Haut,allergischeReaktionen

Gelegentlich: Haut-oderSchleimhautreaktionen(z.B.alsAusdruck

einerallergischenReaktion)wieAusschlag,Urtikaria,

PruritusodereinangioneurotischesÖdemmit

BeteiligungvonLippen,Gesichtund/oderExtremitäten

könnenauftretenundzumAbsetzenvonRamipril

Sandozzwingen.Auchleichterenichtangioneurotische

RamiprilSandoz,spcde-mark 10/18 Januar2007

Ödeme,z.B.imBereichderSprunggelenke,sind

möglich.

GelegentlichtrateineKonjunktivitisauf.

Selten: Flush.

Sehrselten: schwerwiegendeHautreaktionenwieErythema

multiforme,Stevens-Johnson-Syndromodertoxische

epidermaleNekrolyse;makulopapuläresEx-oder

Enanthem,Pemphigus,Verschlimmerungeiner

Psoriasis,psoriasiforme,pemphigoideoderlichenoide

Haut-oderSchleimhautveränderungen,

Photosensibilität,Alopezie,Onycholyse,Vaskulitisund

VerstärkungoderAuslösungeinerRaynaud-

Symptomatik.

MancheHautveränderungenkönnenmitFieber,Myalgien,

Arthralgien/Arthritis,Vaskulitiden,Eosinophilieund/odererhöhten

ANA-Titerneinhergehen.

BeiVerdachtaufeineschwerwiegendeHautreaktionmusssofortder

behandelndeArztaufgesuchtundggf.dieTherapiemitRamipril

Sandozabgebrochenwerden.

ÜberempfindlichkeitsreaktionenaufInsektengiftekönnenunterACE-

Hemmerneherauftretenundschwererverlaufen.

Nieren

Gelegentlich: Nierenfunktionsstörungenkönnenauftretenoder

verstärktwerden,sehrseltenbiszumakuten

Nierenversagen.

Sehrselten: Proteinurie,teilweisemitgleichzeitiger

VerschlechterungderNierenfunktion.

Bewegungsapparatundandere

Sehrselten: Muskelkrämpfe,Myalgien,ArthralgienoderFieber.

Blutbildveränderungen,Laborparameter

Gelegentlich: insbesonderebeiPatientenmit

Nierenfunktionsstörungenkönnendie

SerumkonzentrationenvonHarnstoffundKreatinin,

ansteigen.

GelegentlichkanneszueinerErhöhungderBilirubin-

undLeberenzymkonzentrationkommen.

Selten: Hämoglobinkonzentration,Hämatokrit,Leukozyten-

oderThrombozytenzahlkönnenabfallen.Seltenkann

es–insbesonderebeiPatientenmiteingeschränkter

Nierenfunktion,Kollagenkrankheitenoder

gleichzeitigerTherapiemitAllopurinol,Procainamid

oderbestimmtenArzneimitteln,diedie

Abwehrreaktionenunterdrücken–zuAnämie,

Thrombozytopenie,Neutropenie,Eosinophilie

kommen.

RamiprilSandoz,spcde-mark 11/18 Januar2007

InsbesonderebeiPatientenmit

Nierenfunktionsstörungenkönnendie

KaliumkonzentrationimSerumansteigensowiedie

NatriumkonzentrationimSerumabfallen.

SeltenkanneszueinerErhöhungder

PankreasenzymeimSerumkommen.

Sehrselten: insbesonderebeiPatientenmiteingeschränkter

Nierenfunktion,Kollagenkrankheitenoder

gleichzeitigerTherapiemitAllopurinol,Procainamid

oderbestimmtenArzneimitteln,diedie

Abwehrreaktionenunterdrückenkanneszu

AgranulozytoseoderPanzytopenie(z.B.infolge

Myelosuppression)kommen.

SehrseltenwurdenerhöhteANA-Titerbeobachtet.

SehrseltenwurdevonHämolyse/hämolytische

Anämie–auchimZusammenhangmitGlukose-6-

Phosphatdehydrogenase-Mangel–berichtet.

ImUrinkannsehrselteneinevermehrte

Eiweißausscheidungauftreten.

BeiPatientenmitDiabetesmellituswurdeeinSerum-Kalium-Anstieg

beobachtet.

Hinweise:

Dieo.g.Laborparametersollenvorundregelmäßigwährendder

BehandlungmitRamiprilSandozkontrolliertwerden.(Sieheauch

Abschnitt4.4“BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfür

dieAnwendung”)

4.9 Überdosierung

SymptomederIntoxikation

InAbhängigkeitvomAusmaßderÜberdosierungsindfolgende

Symptomemöglich:SchwereHypotonie,Bradykardie,

Kreislaufschock,Elektrolytstörungen,Nierenversagen.

TherapievonIntoxikationen

BeiÜberdosierungbzw.Intoxikationrichtensichdie

TherapiemaßnahmennachArtundZeitpunktderVerabreichungsowie

nachArtundSchwerederSymptome.

NebenallgemeinenMaßnahmen,diederEliminationvonRamipril

dienen(z.B.Magenspülung,VerabreichungvonAdsorbentienund

Natriumsulfatinnerhalbvon30MinutennachderEinnahmevon

RamiprilSandoz)müssenunterintensivmedizinischenBedingungen

RamiprilSandoz,spcde-mark 12/18 Januar2007

dievitalenParameterüberwachtbzw.korrigiertwerden.Ramiprilist

kaumdialysierbar.

BeiHypotoniesolltezunächsteineKochsalz-undVolumensubstitution

erfolgen,beiNichtansprechensolltendannzusätzlichKatecholamine

intravenösgegebenwerden.EineTherapiemitAngiotensinIIkann

erwogenwerden.BeitherapierefraktärerBradykardiesollteeine

Schrittmachertherapiedurchgeführtwerden.

Elektrolyt-undKreatininkonzentrationenimSerumsindständigzu

überwachen

NotfalltherapieeinesangioneurotischenÖdems

BeieinemlebensbedrohlichenangioneurotischenÖdemmitZungen-,

Glottis-und/oderKehlkopfbeteiligungwerdenfolgende

Notfallmaßnahmenempfohlen:

SofortigesubkutaneGabevon0,3-0,5mgEpinephrinbzw.langsame

intravenöseGabevon0,1mgEpinephrin(Verdünnungsanweisung

beachten!)unterEKG-undBlutdruckkontrolle,imAnschlussdaran

systemischeGlukokortikoidgabe.

FernerwirddieintravenöseGabevonAntihistaminika(H

-undH

Rezeptor-Antagonisten)empfohlen.ZusätzlichzurEpinephrin-

AnwendungkannbeibekanntemC

-Inaktivator-MangeldieGabevon

-Inaktivatorerwogenwerden.

DerPatientsollteinsKrankenhauseingewiesenundmindestens12bis

24Stundenlangüberwachtwerden.Ersollteerstentlassenwerden,

wenndieSymptomesichvollständigzurückgebildethaben.

5. PharmakologischeEigenschaften

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:ACE-Hemmer,rein

ATC-Code:C09AA05

RamiprilwirdinderLeberdurchEsterasenzuRamiprilat

umgewandelt,einemHemmstoffdesAngiotensin-Converting-Enzyms.

DasAngiotensin-Converting-Enzym(ACE)isteine

Peptidyldipeptidase,welchedieUmwandlungvonAngiotensinIzuder

vasokonstriktorischwirksamenSubstanzAngiotensinIIbewirkt.

EineHemmungvonACEführtzueinervermindertenBildungdes

vasokonstriktorischwirksamenAngiotensinIIinGewebeundPlasma,

wodurcheszurAbnahmederAldosteron-Sekretionundsomitzu

einemAnstiegderSerum-Kalium-Konzentrationkommenkann.Aus

demFortfalldernegativenRückkopplungvonAngiotensinIIaufdie

ReninsekretionresultierteineErhöhungderPlasmareninaktivität.

DaACEauchBradykinin,einvasodepressorischesPeptid,abbaut,

resultiertausderHemmungvonACEeineerhöhteAktivität

RamiprilSandoz,spcde-mark 13/18 Januar2007

zirkulierenderundlokalerKallikrein-Kinin-Systeme(undsomiteine

AktivierungdesProstaglandin-Systems).

Eswirddiskutiert,dassdieserMechanismusander

blutdrucksenkendenundmetabolischenWirksamkeitderACE-

HemmerbeteiligtundfürbestimmteNebenwirkungen

mitverantwortlichist.

Pharmakodynamik

RamiprilführtbeiPatientenmitHypertoniezueinerSenkungdes

BlutdrucksimLiegenundimStehen,ohnedassdieHerzfrequenz

kompensatorischansteigt.

BeihämodynamischenUntersuchungenbewirkteRamiprileine

deutlicheVerringerungdesperipherenarteriellenWiderstandes.Inder

RegelkameszukeinenklinischrelevantenVeränderungenvon

renalemPlasmaflussundglomerulärerFiltrationsrate.

BeidenmeistenPatientenzeigtesichderBeginnder

antihypertensivenWirkungca.1,5StundennachoralerGabevon

Ramipril,diemaximaleWirkungwurdenach5-9Stundenerreicht.Der

maximaleblutdrucksenkendeEffekteinerdefiniertenRamipril-Dosis

warinderRegelnach3-4Wochenersichtlich.Beiderempfohlenen

täglichenDosisbleibtdieantihypertensiveWirkungauchwährendder

Langzeittherapieerhalten.KurzfristigesAbsetzenvonRamiprilführtzu

keinemschnellen,übermäßigenBlutdruckanstieg(Rebound).

BeiPatientenmitHerzinsuffizienzzeigtenhämodynamische

Untersuchungen,dassRamiprileineAbnahmedessystemischen

WiderstandesundeineErhöhungdervenösenKapazitätbewirkte.

DarausresultierteeineSenkungderVor-undNachlastdesHerzens

(AbnahmederventrikulärenFüllungsdrücke).Fernerwurdeeine

ZunahmevonHerzminutenvolumen,Schlagarbeitsindexund

BelastungskapazitätunterderBehandlungmitRamiprilbeobachtet.

EineplacebokontrollierteStudie(AIRE)anca.2000Patientenmit

geringbismäßigausgeprägterHerzinsuffizienznachakutem

Myokardinfarkt(2-9Tage)zeigte,dassdieGesamtsterblichkeitunter

RamiprilimVergleichzuPlaceboum27%verringertwar.

IneinerStudieanüberwiegendPatientenmitnicht-diabetischer

glomerulärerNephropathie(REIN;n=292)tratderkombinierte

Endpunkt“NotwendigkeiteinerDialyseoderNierentransplantation

oderVerdoppelungderSerum-Kreatininkonzentration”unterRamipril

selteneraufalsunterPlacebo.

BeiPatientenmiteinemerhöhtenkardiovaskulärenRisikoaufgrund

vaskulärerErkrankungen(z.B.manifestekoronareHerzkrankheit,

peripherearterielleVerschlusskrankheitoderSchlaganfallinder

Anamnese)oderDiabetesmellitusmitmindestenseinemzusätzlichen

Risikofaktor(Mikroalbuminurie,Hypertonie,erhöhtes

Gesamtcholesterin,erniedrigtesHDL-Cholesterin,Rauchen)wurde

RamiprilineinerplacebokontrolliertenStudie(HOPE)anüber9200

PatientenzusätzlichzurStandardtherapiepräventivangewendet.

DieseStudiezeigte,dassRamiprildieHäufigkeitvon

Myokardinfarkten,SchlaganfällenoderkardiovaskulärenTodesfällen

hochsignifikantverringert.

RamiprilSandoz,spcde-mark 14/18 Januar2007

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

DieResorptionvonRamiprilnachoralerGabeerfolgtschnellundwird

durchgleichzeitigaufgenommeneNahrungpraktischnichtbeeinflusst.

DieEliminationerfolgtraschmiteinerHalbwertszeitvonetwa

1Stunde.

NachResorptionwirdRamiprilfastvollständig,bevorzugtinderLeber,

zurwirksamenSubstanzRamiprilathydrolysiert.MaximaleRamiprilat-

Plasmakonzentrationenwerdenzwischen2und4Stundennach

oralerGabevonRamiprilerreicht.DieEliminationvonRamiprilat

erfolgtinmehrerenPhasen.InderVerteilungs-undEliminationsphase

fälltdieRamiprilat-PlasmakonzentrationmiteinerHalbwertszeitvon

etwa3Stundenab.EsfolgteineÜbergangsphasemiteiner

Halbwertszeitvonetwa15StundenundeinelangeterminalePhase

mitsehrniedrigenRamiprilat-Plasmakonzentrationenundeiner

Halbwertszeitvonetwa4bis5Tagen.DielangeterminalePhaseist

bedingtdurchdielangsameDissoziationvonRamiprilatausder

engen,abersättigbarenBindungandasKonversionsenzym.Invitro

wurdeeineDissoziationshalbwertszeitvon10,7Stundenbestimmt.

TrotzderlangenterminalenHalbwertszeitistdasFließgleichgewicht

(“steadystate")mitgleichbleibendenRamiprilat-

PlasmakonzentrationenbeiMehrfachgabevonRamiprilineiner

Dosierungvon2,5mgundmehrbereitsnachetwa4Tagenerreicht.

NachMehrfachgabewirddeshalbeinefürdieDosierungrelevante

“effektive"Halbwertszeitvon13-17Stundenermittelt.Das

VerteilungsvolumenvonRamiprilbeträgtetwa90Liter,dasrelative

VerteilungsvolumenvonRamiprilatetwa500Liter.Die

SerumproteinbindungbeträgtfürRamipriletwa73%undfür

Ramiprilatetwa56%.

BeieingeschränkterNierenfunktion(Kreatinin-Clearance<60ml/min)

istdierenaleAusscheidungvonRamiprilatvermindert,wobeidie

renaleRamiprilat-ClearanceproportionalzurKreatinin-Clearance

abnimmt.DarausresultierenerhöhteRamiprilat-

Plasmakonzentrationen,dielangsamerabklingenalsbei

Nierengesunden.

EineeingeschränkteLeberfunktionführtbeihohenDosen(10mg)zu

einerverzögertenAktivierungvonRamiprilzumRamiprilatundeiner

langsamerenEliminationdesRamiprilats.

BeiPatientenmitHerzinsuffizienzwurdenacheiner2-wöchigen

Behandlungmit5mgRamiprileineErhöhungderRamiprilat-

PlasmakonzentrationensowiederAUC-Werteumdas1,5-1,8fache

beobachtet.

BeiÄlteren(65-76Jahre)wardieRamipril-undRamiprilat-Kinetik

derjenigenjunger,gesunderProbandenvergleichbar.

NachoralerGaberadioaktivmarkiertenRamiprilswerden39%der

RadioaktivitätmitdenFäzesundetwa60%mitdemUrin

ausgeschieden.AuchnachintravenöserGabevonRamiprilwerden

zwischen50und60%derDosisalsRamiprilundseineMetaboliten

imUrinwiedergefunden.WirdRamiprilatintravenösgegeben,finden

RamiprilSandoz,spcde-mark 15/18 Januar2007

sichca.70%derDosisalsRamiprilatundseineMetabolitenimUrin

wieder.EntsprechendwirdnachintravenöserGabesowohlvon

RamiprilalsauchvonRamiprilateinerheblicherDosisanteil(etwa50

bzw.30%)nicht-renalausgeschieden.BeiPatientenmit

Gallengangsdrainagewerdeninnerhalbvon24Stundennachoraler

Einnahmevon5mgRamiprilnahezugleicheDosisanteileimUrinund

inderGallenflüssigkeitwiedergefunden.

AufgrundderausgeprägtenFirst-pass-Aktivierung/Metabolisierung

nachoralerGabewerdennurgeringeMengenanunverändertem

RamiprilimUrinwiedergefunden.NebenderAktivierungzuRamiprilat

wirdRamiprilauchzuinaktivemDiketopiperazinumgewandeltund

glukuronidiert.AuchRamiprilatwirdglukuronidiertundzu

Diketopiperazinsäureumgewandelt.MitAusnahmevonRamiprilat

sindallegebildetenMetaboliteundRamiprilselbstpharmakologisch

inaktiv.

Bioverfügbarkeit

DieBioverfügbarkeitvonRamiprilnachoralerGabeliegtzwischen15

%für2,5mgRamiprilund28%für5mgRamipril.Die

BioverfügbarkeitdesaktivenMetabolitenRamiprilatnachoralerGabe

von2,5und5mgRamiprilbeträgtetwa45%bezogenaufintravenöse

GabegleicherDosenvonRamipril.

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

UntersuchungenzurReproduktionstoxizitätvonRamiprilanderRatte,

amKaninchenundamAffenerbrachtenkeineteratogenen

EigenschaftenderSubstanz.EineVerabreichungvonRamiprilanRatten

währendderFetalperiodeundwährendderLaktationszeitführtbeiden

NachkommenzunichtreversiblenSchädigungenderNieren

(Nierenbeckenerweiterung).Fertilitätsstörungenbeimännlichenund

weiblichenRattenwurdennichtbeobachtet.

PräklinischeDatenaufderBasisvonkonventionellenStudienzur

Sicherheitspharmakologie,chronischenToxizität,Genotoxizitätund

KanzerogenitätzeigenkeineweiterenRisikenfürdenMenschen.

6. PharmazeutischeAngaben

6.1. ListedersonstigenBestandteile

RamiprilSandoz2,5mg:

MikrokristallineCellulose

VorverleisterteStärke(ausMaisstärke)

RamiprilSandoz,spcde-mark 16/18 Januar2007

GefälltesSiliciumdioxid

Glycinhydrochlorid

Glyceroldibehenat(Ph.Eur.)

Eisen(III)-hydroxid-oxidxH

O(E172)

RamiprilSandoz5mg:

MikrokristallineCellulose

VorverleisterteStärke(ausMaisstärke)

GefälltesSiliciumdioxid

Glycinhydrochlorid

Glyceroldibehenat(Ph.Eur.)

Eisen(III)-oxid(E172)

RamiprilSandoz10mg:

MikrokristallineCellulose

VorverleisterteStärke(ausMaisstärke)

GefälltesSiliciumdioxid

Glycinhydrochlorid

Glyceroldibehenat(Ph.Eur.)

6.2 Inkompatibilitäten

Bisherkeinebekannt.

6.3 DauerderHaltbarkeit

24Monate.

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

Nichtüber25°Clagern!

InderOriginalverpackungaufbewahren!

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

Blisterpackungen(Alu/Alu-Blister)mit20(N1),50(N2)und100(N3)

Tabletten

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung

KeinebesonderenAnforderungen.

RamiprilSandoz,spcde-mark 17/18 Januar2007

7. InhaberderZulassungen

SandozPharmaceuticalsGmbH

Carl-Zeiss-Ring3

85737Ismaning

E-Mail:info@sandoz.de

8. Zulassungsnummern

RamiprilSandoz2,5mg: 55195.00.00

RamiprilSandoz5mg: 55195.01.00

RamiprilSandoz10mg: 55195.02.00

9. DatumderErteilungderZulassungen

07.Januar2004

10. StandderInformation

Januar2007

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

RamiprilSandoz,spcde-mark 18/18 Januar2007

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